Neue Gedanken vom alten MANN


Das Märchen vom Glück

 

Rolf Müller

 

Was ist Glück? Wer ist glücklich? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Für den einen ist es ein teures Auto, für den anderen ein Kästchen mit 32 Schachfiguren. Für den einen sind es Ruhm und Reichtum, für den anderen ist es das Glück, erlöst zu sein.

 

Christen sind glückliche Menschen. Es macht sie nicht traurig, wenn sie sehen, dass es den Gottlosen so gut geht. Sie sitzen nicht "im Rat der Gottlosen" und sie halten sich nicht bei den Spöttern auf.  Sie haben das Ende im Blick. Sie vergleichen sich nicht mit den Gottlosen. Sie freuen sich über das Heil in Christus, das ihnen niemand nehmen kann.

 

Tatsache ist, dass auch Christen nicht immer in einen Mantel des Wohlbefindens eingehüllt sind. Auch Christen erfahren Leid. Auch Christen wandern durchs dunkle Tal. Auch Christen müssen durch viel Trübsal, bis sie im Reich Gottes sind. Dennoch gehören Christen zu den glücklichsten Menschen der Welt. Ein Christ steht unter dem Segen Gottes trotz aller vorhandenen Probleme. Er kann glücklich sein, weil er Gott an seiner Seite weiß. Was gibt es Besseres?

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Der wandernde Teppich

 

Rolf Müller

 

Wir waren in unsere Wohnung eingezogen und begannen, uns gemütlich einzurichten. Der Fußboden im Wohnzimmer war mit Teppichbelag ausgelegt, aber  wir vermissten eine wohnliche Atmosphäre. Wir kauften einen Teppich, der für unsere Ansprüche "maßgeschneidert" war. Er hatte die gewünschte Größe, entsprach unseren Preisvorstellungen und brachte mit seiner weinroten Farbe und dem ansprechenden Muster Wärme in unser Heim.

 

Bisher kannten wir nur Kalorien. Das sind diese kleinen Tierchen, die heimlich über Nacht die Kleider im Kleiderschrank enger nähen, so dass sie nicht mehr passen. Von eigenwilligen Teppichen hatten wir keine Ahnung, wir sollten aber bald entsprechende Erfahrungen machen.

 

Es klingt unglaublich, aber unser Teppich hatte die Angewohnheit, zu wandern. Er wanderte nicht kreuz und quer, sondern immer in die gleiche Richtung, vom Sofa hinüber zur Schrankwand. Das geschah langsam und  fast unmerklich. Er wanderte, obwohl Stühle und auch der gewichtige Wohnzimmertisch auf ihm standen. Über Nacht erreichte er nicht nur die Schrankwand, sondern er kletterte sogar an ihr in die Höhe. Er wollte hoch hinaus.

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