Neue Gedanken vom alten MANN


Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn!

 

Rolf Müller

 

Ein Lob tut uns Menschen gut. Wir brauchen manchmal eine Anerkennung. Wir kritisieren und tadeln lieber. Ein Lob geht oft nur schwer über unsere Lippen. Wir wollen lieber selbst gelobt werden als dass wir jemand ein Lob aussprechen. 

Wir sagen: Nicht geschimpft ist genug gelobt! Oder anders ausgedrückt: Wenn ich nichts sage, kannst du es als Lob betrachten. 

Als Gläubige sind wir aufgefordert, Gott zu loben. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! (Psalm 150,6). Keiner ist ausgenommen. Alles, was atmet, soll Gott loben. Auch in schwierigen Zeiten, auch in Corona-Zeiten soll das Lob Gottes nicht verstummen. Unserm Gott gebührt Lob.

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Paradox

 

Rolf Müller

 

Der alte Mann schleicht, auf seinen Rollator gestützt, durch die Parkanlage. Die alten Linden senden linde Lüfte aus, die vor kurzem erwacht sind und die der alte Mann gern einatmen möchte. Durch die grünen Zweige "schillert" das Goethedenkmal. Die Hummeln wirbeln in den Wiesenblumen. Sie singen nicht, sie summen, weil sie den Text vergessen haben. Der alte Mann hat ein schlechtes Gewissen. Er ist sich nicht sicher, ob er überhaupt hier sein darf, denn er hat keinen Corona-Test und auch keinen Impfnachweis dabei. Er bemerkt kontrollierende Polizisten. Es gilt zwar das Vermummungsverbot, aber wer keine Maske trägt, wird zur Kasse gebeten.

 

Der alte Mann biegt auf einen Seitenweg ein. Auf einer Bank neben der Fontäne sieht er Eberhard sitzen mit einem Buch von Theodor Fontane in der Hand. Die Hand darf er Eberhard natürlich nicht reichen, denn der gehört einem anderen Haushalt an. Der alte Mann nähert sich der Bank und begrüßt Eberhard aus einer Entfernung von ungefähr 1,50 Metern. Genau kann er es natürlich nicht sagen, denn er hat keinen Zollstock dabei. Eberhard winkt lächelnd zurück und diese unverhoffte Begegnung der besonderen Art wird den alten Mann noch den ganzen Tag über beflügeln, beschäftigen und glücklich machen.

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