Immer wieder ergibt sich unter den Christen, besonders unter denjenigen, die noch nicht vor all zu langer Zeit Buße getan und sich zum Herrn Jesus bekehrt haben, die Frage nach dem Zehnten. Unter den Christen, die einer evangelikalen Gemeinde angehören, hat das Thema "Zehnter" eine größere Bedeutung, als dies bei den Angehörigen der beiden Großkirchen der Fall ist. Dort ist eigentlich der "Zehnte" kein besonderes Thema, da für die beiden Großkirchen in Deutschland der Staat eine Kirchensteuer erhebt und er diese für die Kirchen einzieht. 

 

Gottes Wort, die Bibel, nennt zum ersten Mal den Zehnten in Verbindung mit Abraham, als dieser noch Abram genannt wurde. Was war zuvor geschehen? Abram war mit seiner Frau und mit allem, was zu ihm gehörte, von Ägypten aus nach Kanaan gezogen. Sein Neffe Lot, den die Schrift auch Bruder von Abram nennt (eine Bezeichnung für nahe Verwandte), hatte sich ihm angeschlossen. Abram und Lot waren jeweils im Besitz von sehr vielem Vieh und so kam es zwischen den Hirten von Lot und Abram zum Streit. Abram, der keine Auseinandersetzung wollte, machte hierauf dem Lot das Angebot der Trennung. Und Lot nahm den Vorschlag an und trennte sich von Abram, 1.Mo 13:1-13

 

Nach einiger Zeit gerieten in dem dortigen Land Könige in Streit und es kam zu einem Krieg. In diesem Kampf standen sich vier gegen fünf Könige gegenüber. Und bei einer der letzten Kampfhandlungen wurde der König von Sodom und der König von Gomorra besiegt. Das Land und die Städte dieser besiegten Könige wurden geplündert und die Einwohner als Gefangene weggeführt. Und unter diesen Weggeführten war auch Lot und seine ganze Habe. Mit dem Wort Habe ist hier seine Familie, seine Knechte, das Eigentum und das zu seinem Besitz gehörende Vieh gemeint. Abram erfuhr von diesem Ereignis und machte sich mit 318 erprobten Knechten auf, um seinen Neffen aus dieser Gefangenschaft zu befreien. Abram gewann die Schlacht gegen die Könige, welche Sodom und Gomorra besiegt hatten,1.Mo 14:1-17. Nach dem Sieg über die vier Könige begab sich Abram wieder auf den Heimweg. Und hierbei kommt es zu einer Begegnung, die von großer Bedeutung ist.  

 

Ein Mann mit Namen Melchisedek tritt dem Abram entgegen. Über seine Herkunft werden von der Schrift keine Hinweise gegeben. Jedoch nennt die Bibel von diesem Mann dessen irdische und geistliche Stellung. Es war König von Salem und Priester Gottes, dem Allerhöchsten. Der Name Melchisedek bedeutet im Deutschen dem Sinne nach Gerechtigkeit, und Salem kann mit dem Wort Frieden übersetzt werden. Die Stadt Salem wurde später Jerusalem genannt. Vor Abram stand ein König, der aber auch zugleich Priester Gottes, des Allerhöchsten war. Das Wort "Allerhöchster" bringt zum Ausdruck, dass es nicht um irgendeinen "Gott" ging, sondern um den Gott, der alles erschaffen hat. Es ist der Hinweis auf den starken, mächtigen Schöpfergott. Und dieser Mann, mit Namen Melchisedek, war Priester von diesem starken, mächtigen Schöpfergott. Noch nie war zuvor ein Mann ein Priester Gottes, dem Allerhöchsten, genannt worden. 

 

Abram war einige Zeit zuvor von Gott, dem Allmächtigen, gerufen worden, das Land und das Haus seines Vaters zu verlassen und in das Land zu gehen, das ihm Gott zeigen werde. Und Gott sprach zu ihm, dass er ihn zu einem großen Volk machen werde, ihn segnen werde und seinen Namen werde er groß machen und er soll selbst ein Segen sein, 1.Mo 12:1,2. Und nun stand ein Priester dieses Gottes, der ihn berufen hatte, vor ihm. Hinzu kam noch, dass dieser Priester auch der König von Salem war.  In dieser Situation begegneten sich zwei Männer, die an den gleichen Gott glaubten und diesem Gott in Gehorsam folgten. Ihre Begegnung, ihr Sprechen und ihre Handlungen haben später große Bedeutung für das Alte Testament, für das Gesetz Mose und für das Neue Testament, für das Gesetz Christi. Im Brief an die Christen jüdischer Herkunft (Hebräerbrief) wird dies in den Kapiteln 5 bis 10 ausführlich beschrieben. 

 

Melchisedek brachte Brot und Wein herbei und kein Fleisch von Opfertieren, so wie später es die Priester in Israel taten. Warum brachte er Brot und Wein zu dieser Begegnung mit Abram mit? Die Bibel gibt hierzu an dieser Stelle keine Erklärung, 1.Mo 14:18. Nach außerbiblischer Information kann jedoch der geschichtliche Hinweis gegeben werden, dass es zu dieser Zeit eine Sitte war einen Freund oder einen Besuch mit Brot und Wein zu begrüßen. Verbunden wurde diese Handlung mit den Begriffen Freundschaft, Vertrauen, Achtung und Frieden. Brot selbst war ein wertvolles Nahrungsmittel und Wein ein köstliches Getränk. 

Im Brief an die Christen jüdischer Herkunft wird mitgeteilt, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks ist, Heb 5:6,10; sowie Ps 110:4. Er ist kein Priester nach der Ordnung Aarons, sondern nach dem Priester, der auch ein König ist. 

 

Als Jesus aus Nazareth mit seinen Jüngern das letzte Passahmahl feierte, wird von ihm übergangslos das Mahl eingeführt. Und dieses Mahl besteht aus Brot und Wein. Das Brot für seinen Körper und der Wein für sein Blut. Jesus, der Herr, nahm das  Brot und den Wein mit dem Wissen, dass er, wenn er zur Vollendung gelangt ist und Urheber des ewigen Heils geworden ist, von Gott (hier ist der Vater gemeint) Hohepriester nach der Weise Melchisedeks genannt wird, Hebr 5:8-10; 6:19,20. Melchisedek brachte Brot und Wein herbei und Jesus, der Sohn Gottes, führte mit Brot und Wein das Mahl des Herrn ein. Das Herbeibringen von Brot und Wein durch Melchisedek dürfte daher bereits ein Hinweis gewesen sein auf das Kommende, was der Sohn Gottes für den neuen Bund als ein Gedächtniszeichen einführen wird, Mt 26:26-29; 1.Kor 11:23-29

 

Melchisedek segnete nun Abram. Und Abram lässt dies zu. Er unterstellte sich diesem Melchisedek und dies in freiwilliger Weise. Abram hatte erkannt, dass ein Mann Gottes vor ihm stand und dass dieser Melchisedek, Priester Gottes, des Allerhöchsten, in einer höheren Stellung war als er selbst. Er war der Geringere und der Höhergestellte segnete ihn, Heb 7:7. Und nach dieser Handlung durch Melchisedek handelt Abram. Sein Handeln war das Geben des Zehnten. Und Abram gab ihm den Zehnten. Hier erwähnt die Heilige Schrift zum ersten Mal den Zehnten. Und Abram gab dem Melchisedek nicht nach einer Aufforderung diesen Zehnten, sondern er gab diesen Zehnten von sich aus. Jedoch betraf das Geben des Zehnten hier nicht seine Habe, sondern dies betraf die von ihm gemachte Beute. Er gab den Zehnten von dem, was er in der kriegerischen Auseinandersetzung mit den vier Königen erbeutet hatte, 1.Mo 14:20; Hebr 7:4. Der Beweggrund, warum Abram dem Melchisedek den Zehnten von der Beute gab, wird an dieser Stelle der Schrift nicht genannt. 

 

Zur Zeit Abram und Melchisedek gab es damals viele Stadtstaaten, die von Königen regiert wurden. Aus den Schriften der außerbiblischen Geschichte über den vorderen Orient kann entnommen werden, dass die Abgabe des Zehnten an einen König oder an eine Gottheit weit verbreitet war. Die Abgabe des Zehnten war eine Einnahme für den jeweiligen König oder man gab sie auch zur Verehrung einer Gottheit. Diese Abgabe bestand daher schon vor dem Gesetz Mose. Im Gesetz Mose wird der Zehnte dem Volk Israel als ein Gebot gegeben. Solch ein Gebot bestand zur Zeit Abram nicht. Könige konnten es jedoch für ihren Stadtstaat fordern. Abram, gerufen von Gott, hätte einem heidnischen König nicht den Zehnten gegeben. Ebenso nicht einem Priester, der einer kanaanischen Gottheit angehört hätte. Auch wenn Melchisedek ein Kanaaniter war, erkannte Abram diesen Melchisedek als einen Priester des wahren Gottes. Und sein von Gott gegebenes Erkennen dürfte wohl der Beweggrund gewesen sein, warum Abram dem Melchisedek den Zehnten der Beute gab. 

 

Jakob, der Enkel Abrahams, täuschte auf Anraten seiner Mutter Rebekka in listiger Weise und mit Lüge seinen Vater Isaak, so dass dieser ihn segnete und sein Bruder Esau, der Erstgeborene, keinen Segen vom Vater mehr bekam. Bei Esau hatte dies zur Folge, dass er seinem Bruder Jakob Feind wurde. Seine Absicht war es nun, an Jakob Rache zu nehmen, mit dem Ziel ihn umzubringen. Rebekka, die Mutter dieser beiden Männer, erfuhr von dem Racheplan ihres ältesten Sohnes, worauf sie ihren jüngeren Sohn in Kenntnis setzte und diesen aufforderte, das Land zu verlassen und zu seinem Onkel, zu ihrem Bruder Laban, nach Haran zu fliehen. Dieses Vorhaben verschwieg Rebekka gegenüber ihrem Ehemann Isaak. Sie teilte ihm vielmehr ihre Sorge bezüglich der Töchter aus der Sippe der Hets mit, und dass Jakob eine solche Tochter als Frau nehmen könnte. Isaak erkannte die Strategie seiner Frau nicht und traf aber wegen ihrer vorgebrachten Sorge eine Entscheidung. Er entschied, dass sein Sohn Jakob eine Frau von den Töchtern Labans, des Bruders seiner Mutter, nehmen soll, 1.Mo 27:1-46; 28:1-5

 

Mit dem Segen seines Vaters machte sich nun Jakob auf den Weg. Und bei dieser Wanderung nach Haran hatte Jakob einen Traum. Nachdem er eingeschlafen war, träumte er von einer Leiter. Diese Leiter stand auf der Erde. Jedoch die Spitze dieser Leiter berührte den Himmel. Und auf dieser Leiter stiegen die Engel Gottes auf und nieder. Und er sah in diesem Traum den Herrn, den Gott Abrahams und Isaaks und hörte, wie dieser Verheißungen ihm gegenüber aussprach. Auch wenn Jakob nach seinem Aufwachen den Traum nicht einordnen konnte, wusste er, dass der lebendige Gott, der Herr, zu ihm gesprochen hatte. Und daher tat er ein Gelübde. Und am Schluss von diesem Gelübde sprach er: und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben!, 1.Mo 28:3-22. Die Betonung dieser Aussage von Jakob liegt zunächst auf dem ersten Teil dieser Zusage: "Von allem, was du mir gibst." Es geht also um das, was Gott dem Jakob geben wird. Und was Jakob von Gott bekam, wird in 1.Mo 30:25-43 mitgeteilt. Es geht um Schafe und Ziegen. Aber auch um Kamele, Esel und Knechte und Mägde. Vers 43:  und der Mann (Jakob) wurde außerordentlich reich und bekam viele Schafe, Knechte und Mägde, Kamele und Esel. 

 

Jakob hatte sein Gelübde nicht an einen König oder an eine kanaanische Gottheit gerichtet, sondern an den lebendigen Gott, an den Gott Abrahams und Isaaks. Dies war ein gewaltiger Unterschied gegenüber der Sitte und Tradition, denen damals die Menschen nachkamen oder sich gegenüber einem König oder einer kanaanischen Gottheit verpflichtet fühlten. 

 

Nachfolgend noch ein Hinweis zu der erwähnten Himmelsleiter. 
Jakob konnte das Sehen und Hören in seinem Traum nicht einordnen. Jedoch dürfte Jakob von diesem Traum den Menschen, die ihm wohl nahe standen, berichtet haben. Und Mose, der Mann Gottes, mit dem der Herr sprach wie mit einem Freund, 2.Mo 33:11, durfte unter der Führung des Heiligen Geistes diese Begebenheit später niederschreiben. Dies war etwa 1500 Jahre vor Christus. Später, etwa 600 Jahre vor Christus, teilte der Prophet Daniel mit, dass der Gott des Himmels auf Erden ein Königreich aufrichten wird, das in Ewigkeit nicht untergeht, Dan 2:44. Hierzu die zeitlichen Jahreszahlen. Etwa 2000 Jahre vor Christus zeigte Gott dem Jakob in einem Traum die Himmelsleiter und teilt mit, was geschehen wird. Und 500 Jahre nach diesem Ereignis darf Mos, auf Anweisung des Herrn diesen von Gott gegebenen prophetischen Traum niederschreiben. Dies war etwa 1500 vor Christus. Etwa 900 Jahre später, ungefähr 600 v. Chr., ist es der Prophet Daniel, der prophetisch mitteilen darf, dass der Gott des Himmels auf Erden ein Königreich errichten wird. Nach weiteren Mitteilungen der Heiligen Schrift wird dieses Königreich dann das sichtbare Reich des Sohnes sein, welches auch Reich der Himmel genannt wird. Und in diesem Reich ist dann der Sohn Gottes, der Messias, König. Als Jesus anfing das Evangelium zu verkündigen, rief er den Menschen zu, Buße zu tun, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. Er, der aus dem Himmel gekommen ist, wollte, dass die Menschen ihre Herzen reinigen, um ihn dann als Messias anzunehmen. Das nahe gebrachte Reich der Himmel wäre dann sichtbar geworden. 

 

Nach dem Bußaufruf an die Menschen und dem Hinweis, dass das Reich der Himmel nahe herbeigekommen ist, werden vom Herrn die ersten Jünger in die Nachfolge gerufen. Und im Gespräch mit Nathanal, der auch Bartholomäus genannt wird, und Philippus spricht Jesus aus Nazareth, der Sohn Gottes, mit diesen beiden Jüngern. Hierbei teilt er mit: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Künftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen, Joh 1:48-51

 
Sohn des Menschen ist ein Titel für den Messias, der auch König ist. 
Weil aber das jüdische Volk Jesus als seinen Messias ablehnte und somit ihn auch als König verwarf, wurde diese vom Herrn gemachte Aussage nicht sichtbar. Bei dieser Aussage bezog sich der Herr Jesus erkennbar auf die Himmelsleiter, welche Jakob im Traum sehen durfte. Etwa 95 n. Chr. schrieb der Apostel Johannes auf der Insel Patmos die Offenbarung. Unter der Führung des Heiligen Geistes durfte er den Christen mitteilen, dass Jesus Christus als König und Richter auf diese Erde wiederkommt und das Friedensreich aufrichtet. Satan wird hierbei für tausend Jahre von einem Engel gebunden und im Abgrund eingeschlossen sein, 
Offb 19:1-2; 20:1-3. Und dieses Friedensreich ist das Reich des Sohnes, welches verbunden ist mit dem Himmel. Jesus Christus, wahrer Gott von Ewigkeit und wirklicher Mensch, ist gekommen aus dem Himmel und wurde vom jüdischen Volk abgelehnt. Aber dieser Herr wird wiederkommen. Und die von Jakob gesehene Himmelsleiter dürfte daher dem Königreich Gottes, welches auch als Friedensreich oder das Reich des Sohnes und Reich der Himmel genannt wird, zugeordnet werden. Die Himmelsleiter ist ein Bild für das Königreich Gottes auf Erden, welches verbunden ist mit dem Himmel, da Jesus Christus, der Sohn Gottes, der König in diesem Reich ist. 

 

Israel war aus Ägypten geflohen und durch das Schilfmeer gezogen. Begleitet und bewahrt vom Engel des Herrn (Jesus, der Sohn Gottes, vor seiner Menschwerdung) und von der Wolken- und Feuersäule (Lichtherrlichkeit Gottes-sichtbare Gegenwart Gottes), 2.Mo 14:1-31. Auf dem Berg Sinai redete Gott mit Mose und teilt ihm hierbei die zehn Gebote mit, 2.Mo 20:1-17. Zunächst spricht Gott ein Vorwort, eine Präambel, aus. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe, Vers 2. Danach werden die zehn Gebote aufgeführt. Und die Worte, die Gott aussprach, wurden von Gott selbst mit dem Finger auf zwei steinerne Tafeln geschrieben und dem Mose gegeben, 2.Mo 32:18; 32:15. Ein Gebot, den "Zehnten" zu entrichten, war auf diesen beiden Tafeln nicht aufgeführt. 

 

Nachdem Mose die Tafeln an sich genommen hatte, machte er sich auf den Weg zum Volk Israel. Unmittelbar danach erzürnte sich Mose, da er sah, wie das Volk Israel Götzendienst tat. Enttäuscht und aufgebracht entbrannte bei Mose Zorn und die Folge war das Zerschmettern der von Gott beschriebenen Tafeln, 2.Mo 32:19

Nach diesem Ereignis bereute das Volk sein Tun und Mose schaut die Herrlichkeit des Herrn, 3.Mo: Kapitel 33. 

 

Danach sprach der Herr, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, zu Mose, dass er zwei neue steinerne Tafeln anfertigen soll, wie es die ersten waren, damit er, Gott, nochmals die Worte darauf schreibe. Dieser Aufforderung kam Mose nach. Und mit den zwei Tafeln in der Hand begab er sich wieder auf den Berg Sinai. Hatte sich der lebendige Gott zuvor dem Mose mit seinem Namen "Ich bin, der ich bin" geoffenbart, kommt es nun zu einer weiteren Offenbarung Gottes auf dem Berg Sinai. Gott offenbart sich dem Mose nun zum zweiten Mal. Und diesmal nennt er Eigenschaften, die zu seinem göttlichen Wesen gehören, 2.Mo 34:1-7
Und diese Wesensoffenbarung Gottes war von wichtiger Bedeutung für den Glauben der Menschen, die zum Volk Israel gehörten.

Während oder nach dieser Offenbarung schrieb Gott die zehn Worte auf die beiden neuen Tafeln, entsprechend der ersten Schrift, 5.Mo 9:9-18; 10:1-5.

 

Auch auf den beiden neuen Tafeln erfolgte kein Hinweis auf den Zehnten. 

 

Die Präambel und die danach aufgeführten zehn Gebote waren jedoch erst der Anfang vom Gesetz für Israel. Auch wenn das Gesetz (Thora) von Gott gegeben wurde, so nennt Gottes Wort dieses Gesetz mehrmals das Gesetz des Mose. Und im Neuen Testament gibt Gottes Wort darüber Kenntnis, auf welche Weise Mose nach Erhalt der zehn Gebote von Gott die weiteren Gebote erhielt.

 

"Auf Anordnung von Engeln empfangen" wird in der Apostelgeschichte mitgeteilt, Apg 7:53. Von Gott angeordnet hatte Israel das Gesetz von Engeln empfangen. Im Brief an die Christen in der Provinz Galatien schreibt Paulus unter der Führung des Heiligen Geistes, dass durch Engel das Gesetz übermittelt wurde in die Hand eines Mittlers. Mit Mittler ist hier Mose gemeint, Gal 3:19. Und an die  Christen mit jüdischer Herkunft wird vom Schreiber des Hebräerbriefes mitgeteilt, dass das durch Engel gesprochene Wort (Wort=d.h. das mosaische Gesetz vom Sinai) zuverlässig war. Und wer dieses zuverlässige Wort übertrat oder gegen dieses zuverlässige Wort ungehorsam war, empfing den gerechten Lohn, Hebr 2:2.

 

Mose erhielt von Gott den Auftrag, die Stiftshütte zu bauen und den Kindern Israels mitzuteilen, dass sie hierzu freiwillige Gaben geben sollen. Diese Gaben waren im Sinne von Weihgaben gemeint. Jeder der Israeliten, ob Mann oder Frau, sollte ein Opfer bringen. Und diese Gaben bezogen sich auf Gold, Silber, Bronze, schöne Stoffe und Felle, sowie teure Öle und wertvolle Edelsteine. Gott wollte im Zusammenhang mit dem Bau der Stiftshütte Freiwilligkeit. Es war wichtig, dass Israel wissen soll, dass diese Gaben freiwillig zu geben sind, so wie es das Herz eines jeden Angehörigen aus dem Volk Israel ihn dazu treibt, 2.Mo 25:1-9; 35:4,5. Diese von Gott gegebene Freiwilligkeit führte dazu, dass die Israeliten mehr Gaben brachten, als es erforderlich war. Als es zuviel wurde, musste Mose ihnen verwehren, weiterhin Gaben zu geben, 2.Mo 36:4-7. Im Zusammenhang mit der Errichtung der Stiftshütte wird von Gott der "Zehnte'' in keiner Weise erwähnt. 

 

War der "Zehnte", aufgrund von Tradition, Sitte oder Anordnung durch Könige eine irdische Sache, so bekommt nun das Volk Israel vom lebendigen Gott im Gesetz das Gebot, den "Zehnten" zu geben. Dieses Gebot, den Zehnten zu geben, diente jedoch nicht, um irdische Menschen reich zu machen, sondern das Geben dieses Zehnten gehörte dem Herrn und war dem Herrn heilig. Der Zehnte betraf landwirtschaftliche Erzeugnisse, Saat und Früchte, und des Weiteren Rinder und Schafe, 3.Mo 27:30-32. Und  dieser Zehnte für den Herrn war zu geben an die Israeliten aus dem Stamm Levi. Denn diese waren von Gott zum Dienst am Herrn bestimmt worden, da sie sich an die Seite Mose gestellt hatten, als Israel das goldene Kalb verehrte. An diesem Tag fielen durch ihr Schwert dreitausend Mann in Israel, 2.Mo 32:25-29; 4.Mo 3:5-51; 18:21,24,26; 5.Mo 10:8-9; 21:5

 

Den Zehnten sollten die Leviten bekommen als Erbteil für ihren Dienst, den sie für Gott taten. Und von diesem Zehnten gebot Gott den Leviten, wiederum den Zehnten für den Priester zu geben. Auch den Zehnten von dem, was sie von den Israeliten geschenkt bekamen, 4.Mo 18:25-32.  

 

Der Zehnte im Gesetz Mose sollte jedoch nicht gleichgesetzt werden mit einer Steuer oder mit Zoll. Bei dem Gebot des Zehnten ging es um das Opfer für den lebendigen Gott und um die Versorgung der Leviten sowie um den Priester. Israel erhielt auch das Gebot, nach Verlauf von drei Jahren den ganzen Zehnten des Ertrages in jenem Jahr auszusondern und es in seinen Toren, damit ist der unmittelbare Ort gemeint, zu lassen. Und nun soll der Levit hinzukommen, ebenso der Fremdling, die Witwe und das Waisenkind und sie sollen essen und sich sättigen, 5.Mo 14:27-29. 

 

Auch war es möglich, den Zehnten zu verkaufen, wenn der Weg an den Ort, den Gott erwählt hatte, zu weit war. Wurde dies gemacht, war die Aufforderung gegeben, dieses erlangte Geld an den erwählten Ort zu bringen. Und dort sollte es ausgegeben werden. Wörtlich:

Und gebe das Geld für alles aus, was deine Seele gelüstet, es sei für Rinder, Schafe, Wein, starkes Getränk, oder was sonst deine Seele wünscht, und iß daselbst vor dem Herrn, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus, 5.Mo14:24-26

Dieses Gebot war jedoch kein Freischein für ein zügelloses Verhalten. Die Gebote des Gesetzes waren einzuhalten. Die Lust der Seele sollte von den Geboten Gottes her bestimmt sein und nicht von fleischlichem, sündhaftem Verlangen, was dann Sünde und Ungehorsam gegenüber dem Gesetz gewesen wäre. 

 

Das Gesetz Mose wurde vom Gott Israels etwa 1500 Jahre v. Chr. dem Volk Israel gegeben. Im Gegensatz zu den Heidenvölkern hatte Israel keinen König. Etwa 500 Jahre später wollte Israel einen König, so wie dies bei den Heidenvölkern der Fall war. Nachdem der Hohepriester Eli und seine beiden Söhne, die in ihrem Leben sich nicht nach dem Gesetz Gottes ausgerichtet hatten und durch Gottes Gericht den Tod erlitten, wurde der Prophet Samuel Priester und Richter in Israel. Auch er hatte zwei Söhne, die jedoch nicht den Weg Gottes gingen. Und als Samuel alt geworden war, begehrte Israel einen König. Mit diesem Begehren stellten sie sich gegen den lebendigen Gott, gegen den Gott, der sie aus Ägyptenland geführt hatte. Und dieser Gott, der sie aus Liebe erwählt hatte, 5.Mo 7:6-8, sollte ihr König sein. Nun wollten sie aber einen irdischen König haben. Und Gott lässt dies zu. Er beauftragt jedoch den Propheten Samuel, das Volk darüber zu warnen, was auf sie zukommen wird. Denn ein König wird über sie herrschen. Und Samuel verkündigt diese Warnung dem Volk Israel. Und hierbei spricht er auch den Zehnten an. Jedoch geht es hier in diesem Fall nicht um den Zehnten aus dem Gesetz, sondern hier geht es um das sittengemäße Recht eines Königs, den Zehnten von seinem Volk zu verlangen, 1. Sam 8:1-22. Diese Sitte und Tradition, diese Einnahmequelle für einen König, gab es schon zur Zeit Abrahams, als er noch Abram genannt wurde. 

 

Im Gesetz Mose wird der Zehnte als Gebot gegeben.  Dieser Zehnte gehört dem Herrn und ist diesem heilig. Dieser Zehnte steht im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und dem Vieh. Er wird nicht in Verbindung mit Münzgeld oder Geldmittel gebracht, bzw. vom Münzgeld erhoben. In Bezug auf Geld erfolgt jedoch von Gott ein anderes Gebot. Diesem Gebot könnte man die Überschrift geben: "Gebot der Barmherzigkeit für den in Armut gekommenen Bruder/Schwester". 

 

Der Israelit wird nach diesem Gebot aufgefordert, dem verarmten Bruder Geld zu geben. Hierfür soll er keinen Zins verlangen und beim Verkauf von Speise keine Wucherpreise erheben. Der Israelit, der nicht in Not geraten war, sollte jedoch seine Hand auftun und reichlich leihen. Des Weiteren sollte er nicht zulassen, dass sich in seinem Herzen ein Belialsrat (dämonischer Geist) fest macht, sondern er soll willig geben und dies nicht mit einem verdrießlichen Herzen, 3.Mo 25:35-38; 5.Mo 15:7-11

Im Zusammenhang mit dem Geben von Geld wird im Gesetz nicht der Zehnte gefordert, sondern das Herz sollte dies in Freiwilligkeit tun. Und auf einem solchen Tun wird Gott den Gebenden, dessen Werke und alle Geschäfte seiner Hand segnen, Vers 10

 

Das Gebot, den Zehnten zu geben, betraf den lebendigen Gott und war verbindlich. Das Gebot Geld zur "Verfügung zu stellen" oder als "Spende" zu geben, war ausgerichtet für den Verarmten. Und ein solches Geben sollte in Freiwilligkeit geschehen und ohne verdrießlichem Herzen sein. 

Die vier Evangelien berichten, was der in diese Welt gekommene Messias, der Sohn Gottes, Jesus aus Nazareth, geboren in Bethlehem, zu den Menschen sprach, wie er handelte und welche Werke er vollbrachte. 

 

Was das Gebot anging, den Zehnten zu geben, fällt auf, dass Jesus dieses Gebot nicht heraushebt, bzw. wichtige Aussagen aus dem Gesetz über dieses Gebot stellt. Das Gebot, den Zehnten zu geben, darf nicht dazu führen, dass man das Recht, das Erbarmen und den Glauben vernachlässigt, sowie die Liebe Gottes umgeht, Mt 23:23, Lk 11:42

 

Und weil dies die Schriftgelehrten und Pharisäer taten, nennt Jesus sie Heuchler und spricht ein "Wehe" aus. Ein "Wehe" aus dem Munde des Sohnes Gottes war eine Warnung gegenüber Ungerechtigkeiten und die Ankündigung von Gericht. Der Zehnte war ein Gebot im Gesetz Mose und war eine Verpflichtung. Mit dem Geben des Zehnten war es jedoch nicht möglich, sich die Gnade Gottes zu verdienen. Jedoch bestand bei vielen Juden diese Auffassung. Und in einem Gleichnis teilt Jesus den Juden mit, dass das Vertrauen auf die eigenen persönlichen Verdienste vor Gott nicht zählen, sondern das Aussprechen persönlicher Sünde und Schuld vor Gott sowie echte Buße und das Vertrauen auf die Gnade Gottes. 


Ein Pharisäer führte in seinem Gebet zu Gott auf, was er alles getan hat und nicht so ist, wie die anderen Menschen. Hierbei nennt er auch den Zehnten. Diesem Mann gegenüber stand ein Zöllner. Und dieser wagte bei seinem Gebet zu Gott nicht seine Augen zum Himmel zu erheben. Sondern er erkannte sich als ein Sünder und brachte diese Tatsache vor Gott. Wörtlich: schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig.

Jesus verweist zum Schluss dieses Gleichnisses darauf, dass dieser Zöllner gerechtfertigt nach Hause ging, während dies beim Pharisäer nicht der Fall war, Lk 18:9-14.

 

Die vier Evangelien berichten aus mehreren (vier) Perspektiven über das Leben Jesu. Aus diesen Evangelien ist zu entnehmen, dass Jesus aus Nazareth, der Sohn Gottes, von sich aus nicht auf das Gebot, den Zehnten zu geben, hinweist. Vielmehr beanstandet er die geistliche Leiterschaft der Juden, wie sie mit diesem Gebot aus dem Gesetz Mose umgehen, bzw. auslegen und „ichbezogen" anwenden, Mt 23:23; Lk 11:42. Von Jesus selbst wird jedoch mehrmals auf das Geben von Almosen hingewiesen. Denn das Geben von Almosen steht in Verbindung mit Barmherzigkeit und Liebe. Und weil das Geben von Almosen in freiwilliger Weise geschehen soll und in Verbindung mit Barmherzigkeit und Liebe steht, so soll dies so erfolgen, dass dieses Tun nicht von Menschen gesehen wird. Die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte tut. Aber der Vater im Himmel sieht diese vom Herzen gegebenen Almosen.

 

Jesus, der Herr, verlangt nicht von seinen Nachfolgern, dass sie sich in vorsätzlicher Weise "arm" machen sollen. Jesus möchte vielmehr, dass seine Jünger und Nachfolger im Gehorsam gegenüber dem himmlischen Vater und in der Liebe zu ihm die Almosen geben, und dies nicht tun, um eine Ehre von Menschen zu bekommen oder sich dadurch einen Platz im Paradies verdienen zu wollen. Es geht auch um den Gegensatz zwischen irdischen Gütern, die letztendlich vergänglich sind, und um die wertvollen Schätze im Himmel. Diese haben einen ewigen Bestand. Ein Nachfolger Jesu, ein Kind des himmlischen Vaters, sollte großzügig sein und sein Herz nicht an irdischen Besitz hängen, Mt 6:2-4; Lk 11:41, 12:33.

 

Das Geben von Almosen und der dazu gehörende Herzenszustand des Gebenden war dem Herrn Jesus sehr wichtig. Und weil dies dem Herrn Jesus wichtig war, trifft er eine Entscheidung. Der Hintergrund dieser Entscheidung ist unter anderem der Konflikt mit den Schriftgelehrten und Pharisäern wegen des Gebens von Almosen. Denn nicht nur bei den Schriftgelehrten und Pharisäern war es Sitte geworden, Almosen doch sehr auffällig zu geben, sondern auch viele andere Menschen verhielten sich in ähnlicher Weise. Und so setzte sich Jesus dem Opferkasten gegenüber und schaute zu, wie die Leute Geld in den Opferkasten legten. Darunter waren auch sehr viele Reiche. Bei dieser Örtlichkeit handelt es sich um den Hof der Frauen. Dort waren dreizehn Sammelbüchsen angebracht. Diese Sammelbüchsen waren beschrieben mit dem Hinweis, für was die Gabe verwendet wird. 

 

Während der Herr Jesus nun beobachtet, kommt eine arme Witwe hinzu, die einen sehr kleinen Geldbetrag in den Opferkasten warf. Und nun erfahren die Jünger, dass diese arme Witwe mehr in den Opferkasten gelegt hatte, als alle, die eingelegt haben. Die Jünger erhalten die Mitteilung, dass die anderen Leute von ihrem Überfluss gegeben haben, während die Witwe alles von ihrer Armut einlegte. Und diese Gabe war nun ein wirkliches Opfer. Jesus beanstandet nicht, dass die Leute von ihrem Überfluss gaben, auch kritisiert er nicht das Geben der armen Witwe, vielmehr zeigt er nun auf, was tatsächlich ein wirkliches Almosenopfer ist. Der Beweggrund der armen Witwe, warum sie alles gegeben hat, was zu ihrem Lebensunterhalt notwendig war, wird nicht mitgeteilt. Christen dürfen jedoch hier schon zur Auffassung kommen, dass es bei der Witwe um ihren Glauben, um ihre Hoffnung und um ihr Vertrauen zum lebendigen Gott, zum Gott Israels, ging, Mk 12:41-44; Lk 21:1-4.  

 

Dieses Ereignis ist eine wertvolle Geschichte, was das Geben von Almosen angeht. Auch für den neutestamentlichen Gläubigen. Obwohl dies so ist, ergibt sich für den Christen doch eine schwierige Frage. Die Frage bezieht sich auf das Geben des ganzen Lebensunterhaltes. Würde der Gläubige nur bei dieser Geschichte bleiben, wäre wohl die Frage nicht leicht zu beantworten. Gottes Wort lässt jedoch diese Frage für die neutestamentlichen Gläubigen nicht offen. Diese Frage wird nach Ausgießung des Heiligen Geistes vom auferstandenen und verherrlichten Herrn Jesus beantwortet. Es ist der Apostel Paulus, Sprachrohr des Heiligen Geistes, der vom Herrn direkte Anweisungen bekam und diese den Christen mitteilen durfte. 

Das Ereignis mit der Witwe ereignete sich noch vor der Ausgießung des Heiligen Geistes der Sohnschaft und steht in Bezug zum Gesetz des Mose. Und durch das Tun der Witwe konnte Jesus deutlich machen, wann das Geben von Almosen ein wirkliches Opfer ist.

 

Nachdem die neutestamentliche Gemeinde entstanden ist, teilt der Apostel Paulus den Christen in Korinth mit, dass Gott einen fröhlichen Geber lieb hat. Und ein Christ soll geben, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat. Unwille und Zwang sollen nicht vorhanden sein, 2.Kor 9:6-8. Das Gesetz Christi gibt dem Christen eine Freiheit, während das Gesetz Mose den Zehnten als Gebot dem alttestamentlichen Gläubigen auferlegt hatte. Und was das Almosen betrifft, wird vom neutestamentlichen Gläubigen nicht verlangt alles zu geben, sondern wie es ihm aufs Herz gegeben ist. Der Apostel Paulus teilt im ersten Brief an den Timotheus mit, wie sich der Reiche (Christ) verhalten soll. Er soll Gutes tun, reich werden an guten Werken (die sollen jedoch aus dem Glauben kommen), freigiebig sein und bereit sein, mit anderen zu teilen, 1.Tim 6:17-19.

 

In der Apostelgeschichte wird den Christen mitgeteilt, wie eine große Hungersnot auf die Menschen zukommen wird. Und diese trat dann auch ein. Hierauf beschlossen die Jünger, und dies waren wohl vorwiegend Christen aus den Heiden, für die Brüder in Judäa, dies waren zumeist Christen aus den Juden, Hilfeleistungen zu senden. Und jeder sollte gemäß seinem Vermögen spenden. Kein Zwang oder ein "du musst", sondern Freiwilligkeit, gemäß dem Vermögen, Apg 11:27-30. Und Paulus und Barnabas überbrachten dann diese Gabe den Christen in Judäa. 

 

Und später werden die Christen in Korinth von Paulus darüber informiert, wie diese Sammlung durchgeführt wurde. An jedem ersten Wochentag (Auferstehungstag des Herrn-heute Sonntag) wurde Geld gesammelt. Und von den Glaubensgeschwistern wurde nicht verlangt, dass sie auf einmal die Geldspende geben sollten. Dies wurde verteilt auf eine längere Zeit, nach ihrem Vermögen, 1.Kor 16:1,2; 2.Kor 8:1-6.

 

 

Das Gesetz Christi gibt dem Christen bezüglich dem Geben von Almosen eine Freiheit. Den Zehnten zu geben, wie im Gesetz des Mose geboten, wird nicht gefordert. Jedoch sollte der Christ seine Gabe fröhlich geben und dies aus dem Gehorsam gegenüber dem himmlischen Vater und in der Liebe zu seinem Herrn Jesus Christus.