Das Wort Rassist und der Begriff Rassismus sind nicht Wörter, die erst in der sogenannten heutigen modernen Zeit der Menschen entstanden sind, sondern diese Begriffe sind bereits sehr alt. Jedoch ist festzustellen, dass diese Wörter in den letzten Jahren wieder verwendet werden und dies auffallend vermehrt. Dies geschieht in der Politik, in der Gesellschaft, aber auch in den Religionen. Zumeist angewendet gegenüber dem politischen Gegner, gegenüber dem, der eine andere Auffassung oder Meinung hat oder dem Angehörigen einer anderen Religion.

Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich die Frage, warum ist dies heute in auffallender Weise der Fall?

Und die Antwort auf diese Frage ist vom Wort Gottes her einfach und klar. Der heutige Mensch, die heutigen Gemeinschaften und die Nationen dieser Welt entfernen sich immer mehr von Gott. Da das Wort Gott bei vielen Menschen nicht mehr klar verstanden wird, stellt sich die Frage, welcher Gott ist nun gemeint, von dem sich die Menschen mehr und mehr entfernen. Gemeint ist der lebendige Schöpfergott und nicht ein toter Gott.

Und die Bibel ist das Buch, das über den lebendigen Schöpfergott berichtet. Und wer in diesem Buch liest, wird feststellen, dass dieses Buch das Wort Rassist und den Begriff Rassismus nicht kennt. Und dies hat seinen Grund.

Der lebendige Schöpfergott, der sich offenbarte im Vater, Sohn und Heiliger Geist, sprach in seiner Dreieinigkeit bedeutsame Worte.

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich;

1.Mo 1:26.

Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie, 1.Mo 1:27.

 

Im Bezug auf die geschaffenen Engel macht die Bibel hierzu eine solche Aussage nicht. Dies nur beim Geschöpf Mensch.

Vor der Erschaffung des Menschen macht Gott diese bedeutsame Aussage. Und diese Aussage ist ein wichtiger Hinweis. Das Geschöpf Mensch, vom lebendigen Schöpfergott in seiner Dreieinigkeit geschaffen, ist Gott ähnlich. Das Geschöpf Mensch ist Gott ähnlich, aber ihm nicht gleich. Und im Garten Eden gibt der unsichtbare Feind Gottes, in der Gestalt einer Schlange, den Menschen den Hinweis:

und ihr werdet sein wie Gott, 1.Mo 3:5.

Mit dieser Aussage verdeckte der Feind Gottes das Wort ähnlich. Denn in diesem Wort „ähnlich“ ist eingebunden die Tatsache der Verbundenheit zwischen dem Schöpfer und seinem Geschöpf Mensch. Und in dieser Verbundenheit ist verankert das Band der Liebe. Und zwar zunächst die Liebe Gottes zu seinem Geschöpf Mensch.

Jedoch soll dieses Geschöpf Mensch aber auch den lebendigen Gott, und Gott ist Liebe, 
1. Joh 4:8, 16, lieben. Und in dieser Liebe ist es einem Menschen möglich, dem anderen Menschen friedvoll usw. zu begegnen. Aber dass Menschen sich so in der Liebe Gottes begegnen, ist für den unsichtbaren Feind Gottes, Satan, nicht hinnehmbar. Dieser von Gott abgefallene Engel will Feindschaft, Streit, Unfriede und Zerstörung bei den Menschen.

Geführt vom Heiligen Geist und mit dem Auftrag, das Evangelium in Europa zu verkündigen, kommt der Apostel Paulus nach Athen. In mutiger Weise und in Vollmacht verkündigt der Apostel in dieser Heidenstadt das Evangelium. Seine Verkündigung von der guten Botschaft Gottes erregte sehr viel Aufsehen. Dies führte dazu, dass dieser Verkündiger ergriffen wurde. Man wollte von seiner Botschaft noch mehr hören und wissen. Und daher wurde er auf den Areopag gebracht und an dieser Örtlichkeit in die Mitte gestellt. Und dort stand nun dieser Apostel den angesehensten Philosophen und Denkern der damaligen Zeit gegenüber. Und dann beginnt Paulus, der nicht nur ein Apostel war, sondern auch ein Lehrer und neutestamentlicher Prophet, unerschrocken mit einer besonderen Predigt. Vom Inhalt und von der Strategie her hatte Paulus zuvor und auch danach nie wieder so gepredigt. Und gleich zu Beginn seiner Predigt macht dieser Apostel, der auch ein neutestamentliches Sprachrohr des Heiligen Geistes ist und somit vom Herrn Jesus direkte Botschaften erhielt, eine wichtige Aussage, bzw. gibt er einen klaren Hinweis für die Menschen.

Und er (damit ist der lebendige Schöpfergott gemeint) hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, dass sie auf dem Erdboden wohnen sollen, Apg 17:26.

Aus einem Blut heißt von einem Menschen, nämlich Adam.

Vor dem lebendigen Schöpfergott gibt es keine Rassen von Menschen, sondern nur eine Menschheit, in der es viele Völker gibt. Und diese Völker haben unterschiedliches Aussehen und unterschiedliche Sprachen.

Die Bibel ist das Buch, das sich klar und deutlich gegen den Rassismus stellt. Rassismus ist eine Waffe des unsichtbaren Feindes Gottes, den die Bibel Satan, bzw. Teufel nennt. Mit dieser Waffe hetzt er Menschen und ganze Völker gegeneinander.

Auch zur Zeit Paulus kannten die Menschen den Rassismus. Nichtgriechen und Nichtrömer bekamen dies oft zu spüren. Besonders die Griechen fühlten sich, aufgrund ihrer Kultur, Wissenschaft, Philosophie, Religion und Baukunst den Menschen aus anderen Völkern überlegen. Und nun hörten sie: „aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht.“ Diesbezüglich gibt es keinen Unterschied unter den Menschen. Und diese Aussage von Paulus durfte den griechischen Philosophen und Denkern unangenehm gewesen sein.

Wie sind nun diese Völker mit unterschiedlichem Aussehen und verschiedenen Sprachen entstanden? Gibt die Bibel hierzu Hinweise!

Die drei Söhne Noahs aber, welche die Arche verließen, waren Sem, Ham und Japhet. Und Ham ist der Vater Kanaans. Von diesen drei Söhnen Noahs wurde die ganze Erde bevölkert, 1.Mo 10:18,19.

Sem, Ham und Japhet waren die Söhne Noahs, 1.Mo 10:1.

Und diese drei Männer waren in ihrer Hautfarbe wohl unterschiedlich. Sie sprachen jedoch eine Sprache. Und über die Nachkommenschaft der drei Söhne Noahs berichtet die Bibel in Kapitel 10 aus dem ersten Buch Mose ausführlich.

Und wer sich nun mit der Nachkommenschaft der Söhne Noahs beschäftigt, bekommt die Information, dass die arabischen/orientalischen Völker, besonders die Hebräer, von Sem abstammen (hier darf auch an das Wort Antisemitismus gedacht werden). Heber war ein Nachkomme von Sem und wiederum ein Vorfahre von Abram, der dann später Abraham genannt wurde, 1.Mo 10:21,25; 1.Mo 11:10, 17,27. Das Wort Hebräer steht in Verbindung mit dem Mann Heber. Und daher wurden die Nachkommen von Abraham-Isaak Hebräer genannt. Jakob bekam von dem Mann, der Gott und Mensch war (dies war Jesus vor seiner Menschwerdung) den Namen Israel, der dann später immer mehr für die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs verwendet wurde. In Ägypten sprach jedoch Mose noch, und dies auf Anordnung des lebendigen Gottes, zum Pharao: so spricht der Herr, der Gott der Hebräer. 

Bei Ham erfolgt über seinen Sohn Kusch und dessen Nachfahre Nimrod der Hinweis auf die dunkelhäutigen/schwarzen Völker. Und die europäischen und asiatischen Völker gehen auf Japhet zurück, 1.Mo 10:1-5.

Die Bibel fasst in Kapitel 10 vom ersten Buch Mose, Vers 32 die Nachfahren der drei Söhne Noahs zusammen:

 "Das sind die Sippen der Söhne Noahs nach ihrer Abstammung in ihren Völkern und von ihnen haben sich nach der Sintflut die Völker auf der Erde verteilt." 

Die von dem lebendigen Schöpfergott angeordnete Verwirrung der Sprachen führte nun Menschen, welche die gleiche Sprache sprachen, zueinander und trennte sie wieder von denen, welche eine andere Sprache sprachen. Übrigens wurde das Verwirren der Sprachen nicht wegen dem Turmbau vom lebendigen Gott eingeführt, sondern weil die Menschen dem Gebot aus dem Bund mit Noah nicht nachkamen, 1.Mo 9:1; 11:4,6.

Die Menschen wollten sich einen Namen machen und hatten sich vorgenommen, sich nicht auf der ganzen Erde zu zerstreuen. Und nun ist es der lebendige Gott, der die Menschen über die ganze Erde zerstreute. Und die jeweiligen Gruppen blieben von nun an unter sich.

Gottes Wort, die Bibel, teilt mit: Die Völker dieser Erde gehen auf die drei Söhne Noahs zurück und kommen alle von Adam.

In der Apostelgeschichte darf ein Christ beim Lesen des Wortes Gottes dabei sein, wie Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe, anderer Sprache und sozialer Stellung in Jesus Christus Voreingenommenheit und Überheblichkeit überwinden. Das Wirken des Heiligen Geistes bei den Menschen, die Buße getan und sich zum Herrn Jesus Christus bekehrt haben, bewirkte Veränderung. Somit wurde der andere Mensch, der sich auch bekehrt hat, gleich aus welchem Volk, als Bruder und Schwester im Herrn erkannt, denn der Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat sein Blut und sein Leben für alle Menschen gegeben. Und wer dies annimmt, gleich aus welchem Volk, wird versiegelt vom Heiligen Geist und ist nun ein Kind des himmlischen Vaters.

Des Weiteren weiß auch ein Christ, dass alle Menschen Geschöpfe Gottes sind. Nicht von irgend einem Gott, sondern von dem lebendigen Schöpfergott, der sich offenbarte im Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Nun zwei Beispiele aus der Apostelgeschichte.

Das eine Beispiel betrifft den Apostel Petrus und den römischen Hauptmann Kornelius.

Als nicht bekehrter Jude hätte Petrus nie das Haus von einem verhassten Römer betreten. Aber am Herzen von Petrus hatte der Heilige Geist gewirkt. Ebenso am Herzen von dem römischen Hauptmann Kornelius.

Petrus konnte mit Hilfe des Heiligen Geistes die rassistische Einstellung überwinden und das Haus von einem Römer betreten. Und dort spricht er:

Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen, doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll, Apg 10:28.

Und nach einem weiteren Gespräch mit Kornelius spricht Petrus unter der Führung des Heiligen Geistes eine wichtige Botschaft aus.

Da tat Petrus den Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht, sondern dass in jedem Volk derjenige ihm angenehm ist, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt! Das Wort, das er den Kindern Israels gesandt hat, indem er Frieden verkünden ließ durch Jesus Christus – welcher Herr über alle ist -. Apg 10:34-36 (übrigens wird mit dieser Aussage deutlich, warum die Rahab und die Ruth im Geschlechterregister von dem Sohn Gottes aufgeführt sind, Mt 1:5).

Das zweite Beispiel betrifft Männer aus verschiedenen Völkern mit unterschiedlicher sozialer Stellung.Apostelgeschichte 13, Vers 1:

Und in Antiochia waren in der dortigen Gemeinde einige Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus.

Barnabas, der Joses hieß, wird von der Schrift als ein guter Mann genannt und war Levit. Und als Levit wusste er, dass ihm das Gesetz Mose eine besondere Stellung gab.

Simeon wird Niger genannt. Simeon war ein Afrikaner mit schwarzer Hautfarbe. Dieses Wort Niger wird von der Bibel nicht als Schimpfwort gebraucht, sondern als ein Hinweis auf die schwarze Hautfarbe.

Lucius von Kyrene. Aus welchem Volk Lucius kam und welche Hautfarbe er hatte, teilt die Bibel nicht mit. Sie teilt jedoch mit, dass dieser Mann aus Kyrene kam. Und diese Ortschaft lag in Afrika.

Manahen wiederum kam vom königlichen Hof. Er war der Pflegebruder vom Vierfürsten Herodes. Und dieser Herodes war es, der dem Johannes dem Täufer den Kopf abschlagen ließ.

Saulus wiederum war ein Israelit aus dem Stamm Benjamin. Streng jüdisch erzogen hatte er zudem die beste jüdische theologische Ausbildung. Er war ein Pharisäer nach dem Gesetz.

Obwohl nun diese fünf Männer von unterschiedlicher Herkunft waren und jeder einen anderen Lebensweg hinter sich hatte, wirkte der Heilige Geist bei diesen Männern an den Herzen so, dass diese Männer rassistische und soziale Unterschiede überwinden konnten und in Jesus Christus Gemeinschaft hatten.

Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, teilt Gottes Wort mit:

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme, und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst! Offb 22:17.

Dieses Wort Gottes ist an alle Menschen gerichtet, gleich zum welchem Volk dieser Mensch gehört.

 

Die Bibel stellt sich klar und deutlich gegen jeden Rassismus. Es ergibt sich jedoch die Frage warum in der heutigen Zeit die Christen in der Öffentlichkeit eine solche biblische Wahrheit verschweigen.