Brotbrechen ist Einheit und Gemeinschaft

 

1.Kor.10,16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes des Christus? (1)

 ( (1)  od. ist er nicht [die] Teilhaberschaft an dem Blut ... [die] Teilhaberschaft an dem Leib des Christus? )

 

Wenn Gläubige beim Mahl des Herrn gemeinsam an Brot und Kelch teilnehmen, dann bekunden sie durch ihre Handlung: Er hat seinen Leib und sein Blut für uns hingegeben. Wir haben gemeinsam Anteil daran.

Das griechische Wort für Gemeinschaft bedeutet gemeinsame Teilhaberschaft.

 

In diesem Vers ist das Brot das Symbol für den buchstäblichen Leib des Herrn Jesus. Im folgenden Vers wird der Gedanke weitergeführt: Denn ein Brot; ein Leib sind wir, die Vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot.

 

Indem die Korinther gemeinsam von dem einen Brot essen, bezeugen sie zugleich symbolisch, dass de Gläubigen auf der Erde eine einzige ,,Körperschaft‘‘ bilden. Das Brotbrechen geschieht ja notwendigerweise immer an einem begrenzten Ort. Aber Paulus, der sich damals nicht in Korinth aufhält, sagt dennoch: ,,…wir die Vielen‘‘. Das zeigt uns: Das eine Brot in einem örtlichen Brotbrechen weist symbolisch auf die eine weltweite Körperschaft hin: auf den Leib Christi.

 

Wenn es um die geistlichen Gaben geht, finden wir denselben Gedanken: Die gläubigen Korinther gehören zum weltweiten Leib Christi. Zwar kann deshalb von ihnen nicht gesagt werden, dass sie der ,,Leib Christi‘‘ seien, denn das würde die Gläubigen an anderen Orten davon ausschließen.

Aber die Korinther und die Gläubigen an den anderen Orten sind jeweils ,,Christi Leib‘‘. In ihnen ist der Leib Christi an den einzelnen Orten gegenwärtig.

1.Kor.12,27 Ihr aber seid der Leib des Christus, und jeder ist ein Glied daran nach seinem Teil.

 

So hat es der Herr vorgesehen: Nur solche, die IHM angehören, können symbolisch bekunden, dass sie ein Teil an IHM und seinem Erlösungswerk haben. Und beim Brotbrechen soll nicht die Einheit und Gemeinschaft irgendeiner weltweiten Kirche oder irgendeiner örtlichen Gemeinde zum Ausdruck kommen, sondern die Einheit und Gemeinschaft des Leibes Christi! 

( Gedanken aus der Bibellese ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ 17.5.2020 entnommen )

 

Jeder prüfe sich selbst vor dem Herrn

 

1.Kor.11,28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.

Die Korinther hatten das Brotbrechen zum Gedächtnis an den Herrn Jesus und an seinen Tod mit einer gewöhnlichen Mahlzeit verbunden. Dabei wurden die sozialen Unterschiede überdeutlich. Die Armen blieben hungrig, und von den Reichen wurden sogar einige ‘‘trunken‘‘.

 

Das nimmt der Heilige Geist zum Anlass, die Korinther und mit ihnen auch uns darauf hinzuweisen, dass der Tod des Herrn auf eine würdige Weise verkündigt werden soll.

1.Kor.11,20 Wenn ihr nun am selben Ort zusammenkommt, so geschieht das doch nicht, um das Mahl des Herrn zu essen;

1.Kor.11,21 denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, so dass der eine hungrig, der andere betrunken ist.

1.Kor.11,22 Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch etwa loben? Dafür lobe ich euch nicht!

1.Kor.11,27 Wer also unwürdig (d.h. in unwürdiger, unangemessener Art und Weise) dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn.

 

Beim Zusammenkommen zum Brotbrechen denken wir an die Leiden und das Sterben unseres Herrn Jesus, an den hohen Preis, den ER zu unserer Errettung gezahlt hat. Das füllt unsere Herzen mit Dank und Anbetung. Dazu gehört auch, dass wir in einer würdigen äußeren Art und Weise zusammenkommen. Alles was an uns gesehen und von uns gehört wird, unser ganzes Verhalten, sollte dann zur Ehre unseres Herrn sein.

 

Doch damit ist es noch nicht getan – auch unser Inneres muss rein sein. Das angemessene äußere Verhalten soll der Spiegel eines guten Herzenszustandes sein. Deshalb fordert der Apostel dazu auf, dass jeder sich selbst prüft. Das ist die persönliche Verantwortung jedes einzelnen. Im Hinblick auf das Gedächtnismahl unseres Herrn sollten wir uns selbst prüfen, ob unsere Herzen gereinigt sind.

 

Dazu passt eine Bitte, die schon König David aussprach:

Ps.139,23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; ( od. erkenne meine Gedanken. )

Ps.139,24 und sieh, ob ich auf bösem Weg ( ob ich einen Weg wandle, der dich betrübt ) bin, und leite mich auf dem ewigen Weg!

 

Wenn uns also bewusst ist oder bewusst wird, dass Sünde in unserem Leben die frohe Gemeinschaft mit unserem Herrn Jesus hindert, dann sollen sie bekennen und wegtun. Diese Prüfung und Reinigung sollte nicht nur vor dem Brotbrechen geschehen, sondern unser tägliches Anliegen sein.

 

( Gedanken aus der Bibellese ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ 16.6.2020 entnommen )