Eph.1,13 In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.

 

1.Kor.12,13 Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist.

 

Die Wirkungen des Heiligen Geistes

 

Christus kehrte nach seiner Auferstehung in den Himmel zurück. Am Pfingsttag danach ging in Erfüllung, was Er versprochen hatte: Der Heilige Geist kam auf die Erde, um fortan in den Gläubigen zu wohnen. Das geschah damals unter besonderen, auffallenden Begleiterscheinungen. Es war die Anfangszeit des Christentums, die Übergangszeit, in der „Gott mitzeugte sowohl durch Zeichen als durch Wunder“. Dadurch wurde das neue Werk Gottes beglaubigt, bis die Lehre des Christentums völlig offenbart und „das Wort Gottes vollendet“ war (Hebräer 2,4; Kolosser 1,25.26).

 

Wenn heute ein Mensch zum Glauben an Christus kommt und den Heiligen Geist empfängt, geschieht das nicht mehr unter äußerlich sichtbaren Erscheinungen. Die Wirkung ist eine innere: „Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ Er verbindet sich mit unserem eigenen Geist und bewirkt in den Gläubigen das Bewusstsein, dass sie Kinder Gottes sind.

 (Römer 8,16)

 

Der Heilige Geist leitet die Gläubigen auf ihrem Lebensweg, damit sie mit Einsicht den Willen Gottes tun: „So viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes.“ (Römer 8,14)

 

Schließlich ist es der Heilige Geist, der alle Gläubigen zu dem einen geistlichen Leib zusammengefügt hat, dessen Haupt Christus, der verherrlichte Herr im Himmel, ist. Sie sind alle von ein und demselben Geist durchdrungen. Er wohnt in jedem Einzelnen von ihnen. Darum ist ihr Körper der „Tempel des Heiligen Geistes.“ (1. Korinther 6,19)

 

Die Macht und Wirksamkeit des Heiligen Geistes

 

1.Kor.3,16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel ( Bezeichnung besonders für das innere Heiligtum des Tempels ) seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt?

 

Wen meint Paulus hier: den einzelnen Christen oder die Gemeinschaft aller Gläubigen? Der folgende Vers in 1.Kor.3. macht es deutlich:

1.Kor.3,17 Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.

 

Gemeint ist also die ‘‘Behausung Gottes im Geist‘‘, ,,die Versammlung des lebendigen Gottes.‘‘

 

Eph.2,22 in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist. (od. durch den Geist)

1.Tim.3,15 damit du aber, falls sich mein Kommen verzögern sollte, weist, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.

 

In Johannes 14,17 lesen wir, das der Geist der Wahrheit sowohl in uns, in jedem Einzelnen, als auch bei uns, den Vielen ist.

Der Heilige Geist wirkt in uns, aber auch unter uns gemeinsam. Dabei gebraucht er dann die Einzelnen, denen ER ,,Gaben‘‘ gegeben hat, damit alle Nutzen davon haben.

 

Seit dem Pfingsttag damals in Jerusalem prägt der Heilige Geist durch seine Gegenwart den Charakter der Versammlung Gottes.

Er heiligt die Gläubigen gemeinsam zu einem Tempel Gottes; ER ist in ihren Zusammenkünften gegenwärtig, wie auch der Herr Jesus gegenwärtig ist.

Er will geistlichen Segen darreichen und seine Kraft in jedes verkündigte Wort legen.

Er möchte die Gläubigen an die Worte des Herrn Jesus erinnern und sie in die ganze Wahrheit leiten.

Joh.14,26 der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Joh.16,13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

 

Wie ermunternd, wenn zu erkennen ist, dass ,,Gott wirklich in uns ist‘‘!

Die Macht und die Wirksamkeit des Geistes soll in den Zusammenkünften der Gläubigen offenbar werden.

Nur Er sollte dort die Leitung haben, wenn wir gemeinsam Gott loben und IHM danken und wenn SEIN Wort ausgelegt wird.

1.Kor. 14,25 und so würde das Verborgene seines Herzens offenbar, und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig in euch ist.

 

Wenn wir dafür beten und darauf achten, werden es stets unvergleichliche Zusammenkünfte sein.

Zur Ehre des Herrn wird dann auch etwas sichtbar von der ,,Behausung Gottes im Geist‘‘, dem ,,Tempel Gottes‘‘. 

 

Der Heilige Geist als Gottes Siegel

 

2.Kor.1,21 Gott aber, der uns zusammen mit euch in Christus fest gegründet ( od. fest gemacht/gestärkt ) und uns gesalbt hat,

2.Kor.1,22 er hat uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.

 

Als Gläubige sind wir mit Christus, unserem Herrn, fest verbunden. Gott selbst ist es, der diese unauflöslich sichere Verbindung geschaffen hat. Ein Beweis dafür ist der Heilige Geist, den er uns gegeben hat.

Der Heilige Geist ist das Siegel des lebendigen Gottes dafür, dass wir IHM unabänderlich gehören. Dieses Siegel bestätigt, dass Gott sein Eigentumsrecht an uns niemals aufgeben wird.

Zum anderen ist der Geist Gottes auch als Unterpfand in unsere Herzen gegeben.

Sein Wohnen in uns verbürgt, dass wir das Ziel in der Herrlichkeit Gottes sicher erreichen werden.

 

Eph.1,13 In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt ( Das Siegel war ein Zeichen des rechtmäßigen Eigentümers und ein Schutz vor dem Zugriff von Unbefugten )  worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung,

Eph.1,14 der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit.

Röm.8,11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

 

Kommen wir zu dem Bild des Siegels zurück! Es zeigt an, dass Gott uns jetzt schon besitzt, wir sind ganz und gar sein Eigentum. Was Gott nun besitzt, darin will er auch herrschen und verherrlicht werden.

Deshalb kann Gott es nicht dulden, wenn im Leben seiner Kinder das Fleisch und der Eigenwille herrschen!

Wie stehen wir nun zu diesem Herrschaftsanspruch Gottes?

Gestatten wir seinem Geist dass ER wirklich uneingeschränkt über uns verfügen kann? Erlauben wir ihm doch, dass ER auf alle Bereiche unseres Lebens Einfluss nehmen kann!

Klammern wir dabei nichts aus, halten wir nichts für unseren Eigenwillen zurück! Dann wird ER uns durch seinen Geist befestigen, kräftigen, gründen.

 

Wenn wir verwirklichen, dass wir Gott gehören, und man so Gottes Siegel an uns wahrnimmt, dann werden wir uns auch an dem Segen erfreuen, den das Unterpfand des Geistes mit sich bringt.

Wir gehen dem himmlischen Ziel froh mit Glaubensgewissheit entgegen.

 

( Alle Beiträge aus der Guten Saat 2020 und Der Herr ist nahe 2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter Version 2000 entnommen ) 


Der Heilige Geist: Gott in Verbindung mit Seinen Geschöpfen

 

Wenn der Beistand gekommen ist … der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen.    Johannes 15,26

 

Wenn ich die christlichen Erfahrungsberichte aus Gegenwart und Vergangenheit richtig verstehe, so haben diejenigen, die sich der Kraft des Geistes am meisten erfreuen, am wenigsten über Ihn zu sagen – sie versuchen nicht, Ihn zu definieren.

Die biblischen Heiligen, die im Geist wandelten, haben nie versucht, Ihn zu beschreiben. In nachbiblischen Zeiten waren viele vom Geist Erfüllte und Getriebene durch den Mangel an Ausdruckskraft daran gehindert, uns viel von Ihm zu berichten. Sie hatten nicht die Gabe der Selbstbespiegelung, sondern lebten in unkritischer Einfalt von innen heraus. Für sie war der Geist Einer, den man liebt und mit dem man in Gemeinschaft ist, wie mit dem Herrn Jesus selbst. Sie würden in einer metaphysischen Diskussion über das Wesen des Heiligen Geistes hoffnungslos untergehen – aber sie hatten keine Probleme damit, die Kraft des Heiligen Geistes für ein geheiligtes Leben und einen fruchtbaren Dienst in Anspruch zu nehmen.

So sollte es immer sein. Persönliche Erfahrung ist im wirklichen Leben immer das Erste. Die Kenntnis aus dem persönlichen Umgang ist stets besser als die Kenntnis aus der Beschreibung, und das Erste setzt das Zweite weder voraus, noch verlangt es danach. Was wir über den Heiligen Geist lehrmäßig sagen können, ist dies: Er ist Gott, wie Er unter uns gegenwärtig ist. Er ist nicht nur der Übermittler göttlichen Willens, sondern Er ist Gott! Er ist Gott in Kontakt mit Seinen Geschöpfen, der in ihnen und unter ihnen Sein rettendes und erneuerndes Werk tut.

 

 

Um Christus ähnlich zu werden,
muss man im Geist wandeln

 

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er … mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. Johannes 16,13.14

 

Wenn wir Christus auf Erden darstellen und Christus ähnlich werden und Ihn den Menschen zeigen wollen, was ist dann das Wichtigste für uns? Wir müssen den Geist Christi haben!

Wenn wir Kinder Gottes sein wollen, müssen wir den Geist des Vaters haben, der in unsere Herzen strömt, um wieder von uns auszugehen. Darum müssen wir den Geist Gottes haben! Darum braucht die Gemeinde den Geist Christi!

Die christliche Gemeinde ist berufen, über ihre Verhältnisse zu leben. Sie ist berufen, auf einer solchen Höhe zu leben, dass kein Mensch dies aus eigener Kraft verwirklichen kann. Der niedrigste Christ ist berufen, ein Wunder darzustellen, ein Leben von solcher Moral und Spiritualität und Reinheit, wie kein Mensch es fertig bringt – nur Jesus kann das schaffen. Er will, dass Sein Geist zu Seinem Volk kommt – eine Invasion von oben –, damit wir nach Empfinden, Moral und Denken verändert werden!

Der Heilige Geist bringt das wunderbare Geheimnis, das Gott für uns bedeutet, dem menschlichen Geist zum Bewusstsein.

Der Geist ist unser Lehrer, und wenn Er uns nicht belehrt, wissen wir nichts. Er erleuchtet uns, und wenn Er nicht das Licht anzündet, können wir niemals etwas sehen. Er heilt unsere tauben Ohren, und wenn Er unsere Ohren nicht berührt, können wir niemals etwas hören! Der Heilige Geist beschenkt uns mit unbeschreiblicher Glückseligkeit. Und Er verlangt nichts, als dass wir willig sind zuzuhören, willig sind zu gehorchen! 

(aus dem Andachtsbuch ‘‘Verändert in sein Bild‘‘ von A.W.Tozer entnommen )