Die Bedeutung der Berge in der Bibel

 

Berge haben eine zentrale Stellung, die sich in der Bibel oft als Grundfesten des Himmels wie auch in einer Vermittlerrolle zwischen Himmel und Erde zeigt. Zugleich dient die Beschaffenheit der Berge dazu, auf die Macht Gottes zu schließen, die sogar die der Berge übertrifft und übersteigt.

Auch nach Mose blieb der Berg ein bevorzugter Ort, von wo Weisung, Lehre und Urteil in göttlicher Legitimation gesprochen werden.

Im Alten Testament sind Berge von Anfang an Orte, an denen Gott besonders nahe ist.

Dass Gott in seinem Handeln kräftiger und stärker ist als Berge, wird auch in der Offenbarung beschrieben. (Off.6,6 und Off.21,10)

In der Bibel des AT und NT werden immer wieder die Verheißungen von Gottes rettender Gegenwart verkündet, der den Zion zum Fußschemel seiner Herrlichkeit und zur Quelle des Segens für Israel und die Völker erwählt hat.

Die Symbole von Berg und Fels sprechen in vielen Texten der Bibel vom Schutz und der Geborgenheit Gottes.

Über 440 Mal wird das Wort „Berg“ im Alten und Neuen Testament verwendet.

Der Berg Nebo

Moses Tod

5.Mo.34,1 Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Pisga, Jericho gegenüber. Da zeigte ihm der HERR das ganze Land: von Gilead bis nach Dan.

Schauplatz des Alten Testaments: Berg Nebo

Der Berg Nebo liegt im heutigen Jordanien. Er ist 808 m hoch und bietet eine Aussicht über das Jordantal, das Tote Meer und weit hinüber nach Israel. Der Berg gehört aufgrund der biblischen Tradition, dass Mose von hier aus das verheißene Land sehen durfte, zu den heiligen Stätten, die von Besuchern des Heiligen Landes vorrangig aufgesucht werden.

 

Nach christlicher Überlieferung liegt der Berg Nebo als Felsausläufer eines Plateaus der Jordan-Senke südwestlich vom heutigen Amman, der jordanischen Hauptstadt. Moses soll nach der erfolgreichen Ausreise aus Ägypten und dem Empfang der 10 Gebote von diesem 840 Meter hohen Gipfel aus das gelobte Land erblickt haben – das er selbst nie betreten sollte: Moses starb hochbetagt auf dem Berg Nebo. Seine Grabstätte im Tal Moab allerdings ist unbekannt.

 

Man könnte also den Nebo ebenfalls als »Mosesberg« bezeichnen, denn nur durch ihn hat er Bedeutung erlangt. Und Mose hat tatsächlich auf Christus hingewiesen, wie Jesus selbst später feststellte: »Wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben « (Joh.5,46), nämlich dies: »Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören«. (5.Mo.18,15)

Der Berg Ararat

 

Nach der Sintflut

1.Mo.8,4 Und die Arche ließ sich auf dem Gebirge Ararat nieder am siebzehnten Tag des siebten Monats.

 

Dieser Berg – oder genauer gesagt: ein Gebirge – stellt uns die größte Katastrophe der Weltgeschichte vor Augen: die Sintflut. Davon berichtet nicht nur die Bibel, dafür gibt es auch in anderen alten Kulturen zahlreiche Hinweise. Damals brachen nach dem Bericht der Bibel »die Quellen der großen Tiefe auf« und zusätzlich fiel der Regen auf die Erde »vierzig Tage und vierzig Nächte lang«. (1.Mo.7) Nicht mehr als 8 Menschen, Noah und seine Familie, überlebten – dank der Arche – dieses Gericht, und nach 150 Tagen liess sich die Arche auf dem Gebirge Ararat nieder. Als Erstes baute Noah nach Verlassen der Arche einen Altar, um Gott anzubeten.

 

 

Der Berg Zion

Der Begriff “Zion“ erscheint über 150 mal in der Bibel und bedeutet im Grunde “Festung“.

 

Ps.87,2 der HERR liebt die Tore Zions mehr als alle Wohnungen Jakobs.

Ps.87,3 Herrliches ist über dich verheißen, du Stadt Gottes! (Sela.)

 

Im Verlauf der Bibel wird das Wort „Zion“ von einem vorrangig physischen Ort zu einer mehr geistlichen Bedeutung transferiert.

Die wichtigste Verwendung des Wortes „Zion“ ist im theologischen Sinn. Zion wird bildlich für Israel als Volk Gottes verwendet (Jes.60,14). Die geistliche Bedeutung von Zion wird im Neuen Testament fortgesetzt, wo ihm die christliche Bedeutung von Gottes geistlichem Königreich, dem himmlischen Jerusalem (Heb.12,22; Off.14,1) beigemessen wird. Petrus verweist auf Christus als Eckstein von Zion.

„Darum steht in der Schrift (Jes.28,16): »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden. «(1.Pet. 2,6)

 

 

 

Der Berg Sinai

 

Berg der 10. Gebote Gottes

Ps.68,9 da erbebte die Erde, auch die Himmel troffen vor Gottes Angesicht, der Sinai dort vor Gott, dem Gott

Israels.

2.Mo.34,1 Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, damit ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast.

2.Mo.34,2 und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigst und dort zu mir auf die Spitze des Berges trittst.

 

Der biblische Sinaiberg ist jener Berg, an dem laut biblischer Überlieferung das gesamte Volk Israel Zeuge der Offenbarung Gottes wurde und Moses von Gott die Zehn Gebote erhielt. Die Lage des Berges ist unklar, manchmal wird er aber mit dem so benannten Berg Sinai auf der gleichnamigen Halbinsel gleichgesetzt. Doch es gibt auch abweichende Vermutungen zur Lage des Berges.

 

Die biblische Überlieferung berichtet vom Sinaiberg, dass hier Moses von Gott die mündliche und die schriftliche Lehre übergeben wurde.

 

 

Der Berg Tabor auch Weltenberg oder Berg der Bergpredigt

 

Berg der Verklärung

 

Mtt.17,2 Und er wurde vor ihnen verklärt, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.

Mtt.17,3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm.

 

Von dem biblischen Bericht über die drei Jünger mit Jesus, zusammen auf dem Berg Tabor,

Jesus nimmt die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führt sie auf einen hohen, nicht näher bezeichneten Berg.

Nun erscheinen Mose und ElijaGesetzesordnung und Prophetie des Alten Bundes verkörpernd – und sprechen mit ihm. Die drei Apostel fallen vor Schreck zu Boden. Der Apostel Petrus schlägt vor, drei Hütten zu bauen, somit ergibt sich wieder ein Bezug zum jüdischen Laubhüttenfest.

 

Da kommt eine Wolke und aus der Wolke ruft eine Stimme: „Dies ist mein geliebter Sohn.“

Jesus stärkt den Glauben der Apostel. Bei der Verklärung gewährt Jesus Einblick in seine göttliche Herrlichkeit.

 

 

Der Berg Golgatha - Schädelstätte

Kreuzigung Jesu – Jesu Tod

 

 

Golgatha ein Hügel bei Jerusalem, auf dem Christus gekreuzigt wurde.

Joh.19,17 Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt.

 

Zugegeben, man kann hier nicht von einem wirklichen Berg sprechen und doch ist dies die Erhebung auf der ganzen Erde, auf der wohl das wichtigste Ereignis überhaupt der ganzen Weltgeschichte stattgefunden hat.

 

Der schuldlose Sohn Gottes war weit davon entfernt, das an ihm geschehene Unrecht zu beklagen. Stattdessen zeigen seine letzten Worte am Kreuz, welches Ziel er wirklich verfolgte: sündigen Menschen Vergebung und Rettung von der ewigen Gottesferne zu ermöglichen – durch seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz.

 

Was Jesus damals freiwillig mit sich geschehen ließ, das hat er auch für mich, dich für uns alle getan.

  

Der Ölberg oder auch Olivenberg

 

Berg der Gebetes und des Gerichtes

Der Ölberg wird insbesondere mit verschiedenen neutestamentlichen Berichten in Verbindung gebracht. So zog Jesus vom Ölberg aus in Jerusalem ein (Lk.19,28–40), er weinte am Ölberg über Jerusalem (Lk.19,41–44). Er wurde vor seiner Kreuzigung am Abend des Gründonnerstags am Fuß des Berges im Garten Gethsemane gefangen genommen (Mtt.26.40) und fuhr nach der Auferstehung vom Ölberg in den Himmel auf. (Lk.24,50)

 

Der Ölberg steht im engen Bezug mit Jesus Christus, dem Messias, Erlöser und HERRN.

Jesus deutete des Öfteren an, einst auf diesem Berg bei seiner Wiederkunft wieder zu stehen.

 

Sach.14,4 Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden.

 

Oft wird der Berg zum Symbol für Hindernisse im Leben, und man sollte an den Ausspruch von Jesus denken: „Wer Glauben hat wie ein Senfkorn, kann Berge versetzen.“

Berggipfel sind Orte, an denen es höher nicht geht.

Berge ein Bild, das sich auch in der Bibel immer wieder findet. Moses empfängt die Zehn Gebote auf dem Berg Sinai und auch Jesus steigt auf einen Berg, um zu beten.

Die Berge sind Gott nahe und sie sind auch oft Orte der Gottesbegegnung.

 

Danke für dein Wort heiliger Schöpfergott und Herr Jesus. Ich will es in Mund und Herz bewahren.

In der Bibel wird Gottes Größe manchmal mit Bergen verglichen. Gott als Schutz und Sicherheit.

 

 

Ps.125,2 Jerusalem - Berge sind rings um es her. So ist der HERR rings um sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit.