Christliche Episoden und Geschichten

zum Nachdenken, zur Auferbauung,
zur Glaubensstärkung und vieles mehr...


Mathilda, ein Leben für die Gefangenen - 1

 

 

 

Mathilda Wrede wurde im Jahr 1864 in Finnland geboren. Ihr Vater war Gouverneur des Verwaltungsbezirks Vaasa. Als Jugendliche führte Mathilda ein unbeschwertes Leben; in der Privatschule war sie der Liebling aller Lehrerinnen. Und doch fühlte sie eine tiefe Leere in ihrem Innern.

 

 

 

Mit 19 Jahren hörte Mathilda einmal in einer Abendversammlung der Botschaft eines Erweckungspredigers zu, der unseren Tagesvers auslegte. Da erkannte sie, dass Jesus Christus gekommen war, um die Kluft zwischen Gott und den Menschen, die durch die Sünde entstanden war, zu überbrücken. Das führte zur entscheidenden Wende ihres Lebens. Von da an war Jesus Christus ihr Retter und Herr, dem sie ihr Leben völlig weihte.

 

 

 

In der Öffentlichkeit sah man oft Strafgefangene, die tagsüber mit Zwangsarbeit beschäftigt waren. Als Siebenjährige sah Mathilda einmal mit an, wie ein Schmied einem jungen, finster blickenden Häftling Handschellen anschmiedete und ihn dabei sehr verächtlich und misstrauisch behandelte. Dieses spannungsgeladene Bild prägte sich Mathilda für immer ein.

 

 

 

Auch kurz nach ihrer Bekehrung traf Mathilda auf einen Häftling. Sie konnte ihm gegenüber von der Liebe Gottes und von dem beglückenden eigenen Erlebnis nicht schweigen. Der Mann hörte zu und sagte dann: „Sie sollten zu uns her­aus­kommen ins Gefängnis und dort so mit uns reden. Wir haben es so nötig!“

 

 

 

Spontan sagte Mathilda zu; und ihr Vater erlaubte es zögernd. So begann ihr Dienst in den Gefängnissen. Unermüdlich ging sie in die Strafanstalten und redete unerschrocken mit den einzelnen Strafgefangenen in ihren Zellen.

 

 

 

Ist mein Wort nicht so - wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?

 

Jeremia 23,29

 

Mathilda, ein Leben für die Gefangenen - 2

 

 

 

Mit offizieller Erlaubnis besucht Mathilda nun die Strafanstalten. Sie redet mit den einzelnen Gefangenen und gibt ihnen christliche Schriften.

 

 

 

Arska ist ein berüchtigter Mörder. Erstaunt sieht er, wie eine junge Frau furchtlos seine Zelle betritt und freundlich mit ihm zu reden beginnt. Er fragt Mathilda, ob sie denn nicht wisse, dass er der Allerschlimmste an diesem Ort sei. Ihre Freundlichkeit und ihr ruhiges Gottvertrauen entwaffnen den hasserfüllten Mann. Er verspricht, das Neue Testament zu lesen, das sie ihm anbietet.

 

Einige Zeit später bezeugen die Wärter die radikale Umkehr des Mannes.

 

 

 

Honka ist zu lebenslanger Haft verurteilt. Wenn er sein Leben überdenkt, fallen ihm ausschließlich nur böse Dinge ein, die er getan hat. Da denkt Mathilda an die Begegnung Jesu mit einer Frau, die ihm ihre traurige Vergangenheit eingesteht (Johannes 4). Und wie ihr Meister diese Frau bat, so bittet auch sie den Gefangenen, ihr zu trinken zu geben. Der harte Mann ist zutiefst bewegt, als sie ihre Lippen an seinen schmutzigen Krug setzt.

 

In ihm findet Mathilda - auch bei späteren Begegnungen - einen aufmerksamen Zuhörer.

 

 

 

Matti ist ein berüchtigter Raubmörder. Als sein Blick auf Mathildas Bibel fällt, fordert er sie dazu auf, ihm die erste Stelle zu erklären, auf die ihr Blick beim Öffnen fällt. Schon auf der allerersten Seite findet sie etwas, was Matti betrifft: „Die Erde war wüst und leer. … Und Gott sprach: Es werde Licht!“ (1. Mose 1,2.3)

 

Mathilda erklärt ihm: Von Natur aus ist das Herz des Menschen wüst und leer, aber Jesus Christus kann Licht in das Herz eines jeden Menschen bringen. (2. Korinther 4,4.6)

 

 

 

In Mattis Herzen tobt ein Kampf. Noch am selben Tag bekennt er Gott weinend seine Sünden und empfängt Vergebung.

 

 

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

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Die Spannische Wand  (Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

Meine Wehklage hast du mir in einen Reigen verwandelt … HERR, mein Gott, ewig werde ich dich preisen!

 

Psalm 30,12.13

 

 

 

Ein schwer verunglückter Mann lag im Krankenhaus. Dort hatte er viel Zeit zum Nachdenken. Und da die Heilungsaussichten ungewiss waren, dachte er auch über den Tod nach.

 

 

 

Eines Tages stellte eine Krankenschwester auf einmal eine spanische Wand um sein Bett. Der Mann verstand, was das zu bedeuten hatte: Ihm blieb nicht mehr viel Zeit.

 

 

 

An der Wand, seinem Bett gegenüber, hing ein Bibelspruch: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28). Der Blick des Kranken wanderte vom Spruch zur spanischen Wand und wieder zurück. Zu Jesus kommen! Aber war es für ihn nicht zu spät? Er war Gott gegenüber doch bisher so gleichgültig gewesen. Aber jetzt drängte die Zeit. Da rief er laut: „Herr Jesus, ich komme zu Dir!“ – „Armer Mann“, dachte sein Bettnachbar, „jetzt fängt er an zu spinnen.“

 

 

 

Der Herr hörte diesen Notschrei! Und Er rief dem Kranken Bibelworte ins Gedächtnis, die dieser früher einmal gehört hatte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ – „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Diese Heilsbotschaft fiel jetzt in sein aufgewühltes Herz, und die Saat ging auf. Er fand Frieden (Johannes 6,37; 11,25).

 

 

 

Später erschien die Krankenschwester erneut: „Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich im Zimmer geirrt“, und nahm die Wand wieder weg. – „O Schwester, Ihr Irrtum ist mir zum Heil geworden.“Der Mann wurde bald wieder gesund und führte ein glückliches Leben in der Nachfolge Jesu.

 

 

 

 

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Man erntet, was man sät

(aus dem Andachtsbuch „Stille Zeit zu zweit“ von Dennis & Barbara Rainey)

 

 

 

Es gibt eine Geschichte von einem reichen Witwer, der unter einer Bedingung seinem einzigen Sohn und dessen Frau sein Gut überließ: Er wollte dort bis zum Ende seines Lebens bei ihnen wohnen bleiben.

 

 

 

Nach ein paar Jahren war das Erbe aufgezehrt. Die Schwiegertochter hatte den alten Herrn satt und sagte ihrem Mann, er müsse ihn wegbringen. Der Sohn war einverstanden und brachte seinem Vater die schlechte Nachricht.

 

 

 

Kurze Zeit später gingen er und der gebrechliche alte Mann auf staubiger Straße zu einem staatlichen Altersheim. Da der Vater das Laufen nicht mehr gewohnt war, bat er darum, sich ein paar Augenblicke auf einem Baumstumpf ausruhen zu dürfen, um sich für das letzte Stück des Weges zu rüsten.

 

 

 

Als er dort saß, barg er plötzlich das Gesicht in seinen Händen und fing an zu schluchzen. Der Sohn, vom schlechten Gewissen getroffen, erging sich in Entschuldigungen. Schließlich hatte der Vater sich genügend in der Gewalt, dass er sagen konnte: „Ich weine nicht, weil ich in dieses einsame Heim für Arme und Unglückliche muss. Ich weine wegen meiner eigenen Sünde. Vor vierzig Jahren bin ich mit meinem Vater den gleichen Weg gegangen und habe ihn an genau den gleichen Ort gebracht. Jetzt erkenne ich, was ich mit der bösen Tat ernte, die ich einmal gesät habe!“

 

 

 

Es gibt ein Sprichwort: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ Wenn Sie Ihren Kindern ein gutes Vorbild sind und ihre Eltern ehren, tragen Sie damit im Grunde zu Ihrer eigenen Zukunft bei.

 

 

 

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Ein gewöhnlicher nigerianischer Polizist

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele einbüßt? Markus 8,36

 

 

 

1978 bin ich in das Korps der nigerianischen Polizei eingetreten. Wie jeder Polizist in Nigeria genoss ich als Hüter des Gesetzes eine gewisse Macht und hatte meinen Landsleuten einige Privilegien voraus. So oder ähnlich fassten die meisten von uns ihren Beruf auf.

 

 

 

Im April 1983 ereignete sich zwischen der Hauptstadt Lagos und Ibadan ein tödlicher Verkehrsunfall. Zwei Menschen kamen ums Leben, und drei weitere wurden schwer verletzt. Mit einem Kollegen musste ich den Unfallhergang abklären. Ich beauftragte ihn, die Verletzten ins nächstliegende Krankenhaus zu bringen.

 

 

 

Meine Aufgabe war es, nach Gegenständen zu suchen, die zur Identifizierung der Betroffenen führen könnten. So durchsuchte ich das erste Auto. Dabei machten mich zwei Gegenstände neugierig: eine Aktentasche mit Bargeld im Wert von (umgerechnet) mehr als 1000 Euro und eine neue Bibel, in der kein Name stand. Da ich allein war, ließ ich Geld und Bibel verschwinden. So etwas gehörte zu den „Leckerbissen“ eines gewöhnlichen nigerianischen Polizisten.

 

 

 

In weniger als drei Monaten hatte ich das Geld ausgegeben, die Bibel aber lag weiterhin bei mir zu Hause unbeachtet auf einem Tisch. Monate später hatte ich die Angelegenheit „vergessen“ - wie jeder gewöhnliche Polizist -, bis mich eines Tages ein befreundeter Kollege besuchte. Er sah die Bibel und blätterte darin. Zufällig stieß er auf den Abschnitt mit unserem Tagesvers: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele einbüßt?“

 

 

 

Da erinnerte ich mich daran, wie dieses Buch in meine Hände geraten war. Aber ich versuchte, die Sache zu verdrängen, und eine Woche später hatte ich Urlaub.

 

 

 

Als ich im Urlaub eines Morgens das Radio andrehte, wurde gerade eine Predigt übertragen. Aus Tausenden von Bibelversen hatte der Prediger ausgerechnet Markus 8,36 ausgewählt! Verärgert schaltete ich ab. Aber ich konnte das Bibelwort nicht aus meinen Gedanken verbannen. Und schließlich verbrachte ich in diesem Urlaub sogar viele Tage damit, die Bibel zu lesen.

 

 

 

Ein Freund bemerkte mein neues Interesse und riet mir, zuerst das Johannes-Evangelium und dann den Römer-Brief zu lesen. Das tat ich denn auch. Dabei kam es mir vor, als sei die Bibel nur für mich geschrieben worden.

 

 

 

Als ich eines Morgens das dritte Kapitel im Johannes-Evangelium las, konnte ich nicht anders, als Gott meine Sünden zu bekennen und Ihn um Vergebung zu bitten.

 

 

 

Plötzlich begann ich das Leben mit anderen Augen zu sehen. Ich lernte, dass die Seele eines Menschen viel wichtiger war als alles Geld der Welt.

 

 

 

Mein Urlaub ging zu Ende, und ich kehrte an die Arbeit zurück. Zunächst stand ich unter dem Eindruck, ich müsse meinen Dienst aufgeben: Ein Leben nach der Bibel schien mir mit dem Beruf eines nigerianischen Polizisten unvereinbar zu sein! Doch Gott führte mich zu einem Nachbarn, der nicht nur Zollbeamter, sondern auch Christ war. Der zeigte mir, dass es sogar in meinem Beruf möglich war, Jesus Christus als Herrn nachzufolgen. Und das wollte ich tun!

 

 

 

In der Folge brachte mir das zwar Probleme und Spott ein. Ich stieß auf Unverständnis und wurde diskriminiert. Aber diese Schmach wollte ich gerne auf mich nehmen; sie gehört zu einem Leben mit Christus dazu. Als gläubiger Polizist kann ich nicht länger ein „gewöhnlicher“ Polizist sein.

 

 

 

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Das himmlische Nahrungs-Suchkommando“

 

 

 

Am Tag meiner Bedrängnis werde ich dich anrufen, denn du wirst mich erhören. Psalm 86,7

 

 

 

Man schrieb das Jahr 1945, und es herrschte noch Krieg. Ich war 14 Jahre alt, und unsere Schule war von Berlin nach Österreich evakuiert worden. Dann war alles vorbei - und 90 Jungen mussten allein zurechtkommen.

 

 

 

Mit drei Freunden sollte ich bei den Bauern etwas Essbares auftreiben. Geld hatten wir, aber keiner wollte uns etwas verkaufen. Wir waren hungrig, enttäuscht, voller Angst und wussten nicht weiter.

 

 

 

Früher, zu Hause, hatte ich geglaubt und gebetet. Doch im Krieg hatte ich alles über Bord geworfen. Doch jetzt erinnerte ich mich wieder an Gott. Leise hörte ich mich sagen: Wir sollten für unsere Suche beten. So stellten wir uns zusammen, und ich betete: Lieber Herr Jesus, du weißt, wie hungrig wir sind. Bitte berühre das Herz des nächsten Bauern, dass er uns etwas zu essen gibt!

 

 

 

Als wir bei dem Bauer ankamen, fragte er uns: Was habt ihr gemacht, als ihr dort zusammen­standet? Wir sagten ihm, dass wir gebetet hätten. Er lachte uns nicht aus, sondern füllte Mehl, Zucker und Hafer in kleine Säcke. Dann sagte er: Ich hätte 30 Mark von euch verlangt. Aber ihr habt sicher um ein Wunder gebetet.

 

Ich lasse es euch für 15 Mark.

 

Auch der nächste Bauer war bereit, uns Korn und Kartoffeln zu verkaufen. Wir staunten nur!

 

Ab dann nannte man uns „das himmlische Nahrungs-Suchkommando“.

 

Damals habe ich wieder gelernt, zu beten und meinem himmlischen Vater zu vertrauen.

 

 

 

Vielleicht haben Sie früher auch einmal an Jesus Christus geglaubt. Sie haben gebetet und sich zu Ihm bekannt. Doch dann wurde Ihr Leben durch Not oder eigene Schuld erschüttert, und Sie warfen Ihren Glauben über Bord. –

 

Der Herr Jesus wartet auf Sie!

 

Gerade jetzt sucht Er Sie, um Sie nach Hause zu bringen und für immer glücklich zu machen! (Lukas 15,3–7)

 

 

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

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Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten.  1.Johannes 4,9  

 

 

 

Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. 1.Korinther 1,18     

 

 

 

 

 

Zweimal gerettet

 

 

 

Ein Mann hatte die Gewohnheit, im Hallenbad zunächst zum Wasser zu laufen und nur gerade seine große Zehe einzutauchen. Und dann ging er zum höchsten Sprungbrett und sprang mit einem prächtigen Kopfsprung ins Wasser.

 

 

 

Als er einmal darauf angesprochen wurde, erzählte er:

 

 

 

„Ich glaube, dass es eine Frage der Gewohnheit ist, aber es gibt doch einen Grund dafür, und den will ich Ihnen verraten. Vor einigen Jahren war ich Schwimmlehrer für eine große Männergruppe. Meine Aufgabe war, ihnen gründlich Schwimmen und Tauchen beizubringen.

 

 

 

Eines Nachts konnte ich nicht einschlafen. Als Kursleiter besaß ich einen Schlüssel zum Schwimmbad. So beschloss ich, ein wenig zu schwimmen, um danach besser schlafen zu können. - Ich machte kein Licht, denn ich kannte den Raum genau. Das Dach war aus Glas, und der Mond schien hindurch. Als ich auf dem Sprungturm stand, sah ich den Schatten meines Körpers an der gegenüberliegenden Mauer. Durch meine ausgestreckten Arme bildete meine Silhouette ein prächtiges Kreuz. Anstatt zu springen, blieb ich stehen und betrachtete dieses Bild.

 

 

 

Während ich regungslos so stand, kam mir der Gedanke an das Kreuz von Christus und seine Bedeutung.

 

Ich war kein Christ, hatte aber als Junge einmal ein Lied gelernt, dessen Worte mir plötzlich in den Sinn kamen:

 

 

 

Er starb, damit wir könnten leben,
Er starb, um uns dadurch zu retten.
Wir gehn zum Himmel frohgemut,
gerettet durch sein kostbar Blut.“

 

 

 

 

 

 

 

Ich weiß nicht, wie lange ich dort mit ausgestreckten Armen auf dem Sprungbrett stand und warum ich nicht ins Wasser sprang. Auf jeden Fall ging ich schließlich auf dem Brett zurück und stieg vom Turm hinunter. Ich ging am Rand des Schwimmbeckens entlang zur Treppe, um dort ins Wasser zu steigen.

 

 

 

Ich erreichte den Grund des Beckens - aber meine Füße berührten den harten, glatten Fußboden … Am Abend zuvor hatte man das Wasser aus dem Becken abgelassen, ohne dass ich davon erfahren hatte!

 

 

 

Ein kalter Schauer lief mir den Rücken hinunter. Wäre ich gesprungen, würde es mein letzter Sprung gewesen sein. Das Kreuzzeichen an der Mauer rettete mich in dieser Nacht.

 

Ich war so dankbar, dass Gott mir in seiner Gnade das Leben erhalten hatte, dass ich am Rand des Beckens niederkniete.

 

 

 

Mir wurde bewusst, dass außer meinem natürlichen Leben auch meine Seele gerettet werden musste. Dafür war ein anderes Kreuz nötig gewesen, das Kreuz, an dem Jesus Christus starb, um Sie und mich zu retten.

 

Und Er hat auch mich gerettet, als ich meine Schuld vor Ihm bekannte und Ihm mein Leben übergab.

 

 

 

In dieser Nacht wurde ich zweimal gerettet.

 

Mein Körper blieb unversehrt bewahrt, aber viel wichtiger ist, dass ich für die Ewigkeit errettet bin.

 

 

 

Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum ich immer zuerst meine große Zehe ins Wasser strecke, bevor ich hineinspringe.“

 

 

 

„Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Errettung durch unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit wir, sei es, dass wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben.“   1.Thessalonicher 5,9.10

 

 

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

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Ich tat dir meine Sünde kund und habe meine Ungerechtigkeit nicht zugedeckt. Ich sprach: „Ich will dem HERRN meine Übertretungen be­kennen“; und du hast die Ungerechtigkeit meiner Sünde vergeben.

 

Psalm 32,5 

 

 

 

Einwand: „Gott kann mir nicht vergeben!“

 

 

 

Vor einigen Jahren traf ich einen Mann, der ganz unten angekommen war. Sein Körper war von Krebs zerfressen; er war wortwörtlich am Ende. Seine Geschichte ließ nur erahnen, wie er sich fühlen musste. Einige Jahre zuvor hatte er als Soldat in Afghanistan schreckliche Dinge gesehen und auch selbst getan. Eines Tages beobachtete er dort einige Soldaten, die ein kleines Mädchen quälten und dann töteten. In rasender Wut griff er zur Waffe und erschoss sie alle. Er richtete ein Blutbad an.

 

 

 

Zurück in Deutschland griff er - zerfressen von Schuldgefühlen und belastet durch seine furchtbaren Erinnerungen - zur Flasche. Seine Frau trennte sich von ihm; er selbst fand keine Arbeit mehr. Nun saß er vor mir, den Tod vor Augen. Seine ganze Hoffnungslosigkeit kam zum Vorschein, als er mit Schmerz in der Stimme sagte: „Ich habe dort so schreckliche Dinge getan! Das kann Gott mir niemals vergeben - unmöglich!“

 

 

 

Anhand der Bibel zeigte ich ihm, dass Jesus Christus am Kreuz alle Sünden derer, die an Ihn glauben, auf sich genommen hat. Er, der völlig Schuldlose, stand vor Gott, als ob Er selbst alle diese schrecklichen Sünden begangen hätte. Er wurde dafür bestraft und hat mit seinem Tod für jede einzelne dieser Sünden bezahlt.

 

 

 

„Und genau deshalb“, erklärte ich weiter, „darfst du sicher sein, dass Gott dir deine ganze Schuld vergeben kann und will - egal, wie schlimm sie auch ist.“

 

 

 

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ 1.Johannes 1,9

 

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

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Aufsehenerregende Entdeckungen eines Atomwissenschaftlers

 

 

 

Vor einiger Zeit wurde eine wunderbare Entdeckung über die Kraft des Gebetes gemacht. Ja, man kann sagen, die Kraft des Gebetes wurde wissenschaftlich bewiesen.

Dr. J.N. Stoven, der am 12. Juli 1953 seine Bekehrung zu Jesus Christus erlebte, war Atheist und zur gleichen Zeit einer der bekanntesten Gelehrten der USA. Er arbeitete auf dem Gebiet der Atomenergie und versuchte, in die Naturgeheimnisse einzudringen.
So entdeckte er neue Wege zur Erforschung der Natur und machte große Entdeckungen.

Einige dieser Entdeckungen waren so groß, daß sie seine Denkweise völlig umwandelten. Er schreibt darüber selbst: "Ich war ein zynischer Atheist, der glaubte, daß Gott nichts anderes sei als eine Gedankenvorstellung der Menschen. An ein lebendiges, göttliches Wesen, das uns alle liebt und das über uns Macht besitzt, vermochte ich nicht zu glauben.

Eines Tages arbeitete ich in dem großen pathologischen Laboratorium einer Klinik.
Ich war mit der Aufgabe beschäftigt, die Wellenlänge und die Stärke der menschlichen Gehirnstrahlungen zu messen. So einigte ich mich mit meinen Mitarbeitern auf ein heikl~ Experiment. Wir wollten untersuchen, was bei dem Ubergang aus dem Leben in den Tod innerhalb des menschlichen Gehirns vor sich geht. Zu diesem Zweck hatten wir uns eine Frau ausgewählt, die an todbringendem Gehirnkrebs litt. Die Frau war geistig und seelisch völlig normal. Allgemein auffallend trat ihre liebenswürdige Heiterkeit zutage. Doch körperlich stand es um so schlimmer mit ihr. Wir wußten, daß sie im Sterben lag, und sie wußte es auch. Wir hatten erfahren, daß es sich um eine Frau handelte, die im Glauben an ihren persönlichen Erlöser Jesus Christus gelebt hatte.

Kurz vor ihrem Tode stellten wir einen hochempfindlichen Aufnahmeapparat in ihr Zimmer. Dieses Gerät sollte uns anzeigen, was sich in ihrem Gehirn während der letzten Minuten ihres Lebens abspielen würde. Über dem Bett brachten wir zusätzlich ein winziges Mikrophon an, damit wir hören konnten, was sie spräche, falls sie überhaupt noch ein Lebenszeichen von sich geben würde.

Inzwischen begaben wir uns in den angrenzenden Nebenraum. Wir zählten fünf nüchterne Wissenschaftler, von denen ich wohl der nüchternste und verhärtetste war. Abwartend und von innerer Spannung erfaßt, standen wir vor unseren Instrumenten. Der Zeiger stand auf Null und konnte bis 500 Grad nach rechts in positiver Wertung, und 500 Grad nach links in negativer Wertung ausschlagen. Einige Zeit vorher hatten wir unter Zuhilfenahme des gleichen Apparates die Sendung einer Rundfunkstation gemessen, deren Programm mit einer Stärke von 50 Kilowatt in den Äther strahlte. Es handelte sich dabei um eine Botschaft, die rund um den Erdball getragen werden sollte. Bei diesem Versuch stellten wir einen Wert von 9 Grad positiver Messung fest.

Der letzte Augenblick der Kranken schien herbeigekommen. Plötzlich hörten wir, wie sie zu beten und Gott zu preisen begann. Sie bat Gott, an den Menschen zu vergeben, die ihr in ihrem Leben Unrecht getan hatten. Dann verlieh sie ihrem festen Glauben an Gott Ausdruck mit den Worten: "Ich weiß, daß Du die einzige zuverlässige Kraftquelle aller Deiner Geschöpfe bist und bleiben wirst." Sie dankte Ihm für Seine Kraft, mit der Er sie ein Leben lang getragen hatte und für die Gewissheit, Jesu Eigentum sein zu dürfen. Sie bekundete Ihm, daß ihre Liebe zu Ihm trotz allem Leid nicht wankend geworden sei. Und im Hinblick auf die Vergebung ihrer Sünden durch das Blut Jesu Christi klang aus ihren Worten eine unbeschreibliche Wonne. Sie brach schließlich in Freude darüber aus, daß sie bald ihren Erlöser werde schauen dürfen.

Erschüttert standen wir um unser Gerät. Längst hatten wir vergessen, was wir eigentlich untersuchen wollten. Einer schaute den andern an, ohne daß wir uns unserer Tränen schämten. Ich war derart gepackt von dem Gehörten, daß ich weinen mußte wie seit meiner Kindheit nicht mehr. Plötzlich, während die Frau noch weiterbetete, hörten wir einen klickenden Ton an unserem Instrument. Als wir hinüberblickten, sahen wir den Zeiger bei 500 Grad positiv anschlagen und immer wieder gegen die Abgrenzung wippen.

Unsere Gedanken jagten sich: Jetzt hatten wir durch technische Messungen erstmals eine ungeheuerliche Entdeckung gemacht: Das Gehirn einer sterbenden Frau, die mit Gott in Verbindung stand, entwickelte eine Kraft, die 55mal stärker war, als jene weltweite Ausstrahlung der Rundfunkbotschaft.

Um unsere Beobachtungen weiterzuführen, einigten wir uns wenig später auf einen neuen Versuch. Nachdem wir unsere .Geräte aufgebaut hatten, baten wir eine Schwester, einen anderen Kranken in irgend einer Form zu reizen. Der Mann reagierte darauf mit Schimpfen und Fluchen. Ja, nicht genug, er missbrauchte sogar den Namen Gottes auf lästerliche Art. Und wieder klickte es an unserer Apparatur. Wie waren wir bewegt, als wir feststellen mußten, daß sich der Zeiger auf 500 Grad negativ befand, und am Anschlag aufgeschlagen war. Damit standen wir am Ziel unserer Entdeckung. Es war uns gelungen, auf wissenschaftlichem Wege die positive Kraft Gottes, wie auch die negative Kraft des Widerwirkens einwandfrei zu beweisen.

In jenem Augenblick begann meine atheistische Weltanschauung zusammenzubrechen. Dann stand ich vor dem Angesichte des allwissenden Gottes. Die Lächerlichkeit meines Unglaubens wurde mir klar. Weil ich ehrlich gegen mich selbst bleiben wollte, konnte ich mich der auf mich eindringenden Wahrheit nicht verschließen. So wurde ich ein glücklicher Jünger Jesu, der an Jesus Christus als seinen persönlichen Heiland glauben lernte.

Jesus spricht in Markus 1,15: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium !“

Quelle: Aus "Schwedischer Kriegsruf"

 

 

 

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Martin Luther erzählte dazu einmal folgende Fabel:

 

 

 

Ein Rabe hatte aus einem offenen Fenster eines Wohnhauses ein Stück Käse gestohlen. Er setzte sich auf einen hohen Baum und wollte den Käse genüsslich verzehren. Man hörte, wie es ihm schmeckte. Das vernahm ein Fuchs. Der dachte bei sich: „Wie komme ich zu dem Käse? Ah, jetzt weiß ich’s!“ Er schlich sich ganz nah an den Baum, auf dem der Rabe saß, und sagte: „O lieber Rabe! Ein ganzes Leben lang habe ich noch keinen so schönen Vogel gesehen wie dich. Und wenn deine Stimme auch so schön klingt, wie du schön bist, dann sollte man dich zum König über alle Vögel krönen. Zeig doch mal, wie schön du singen kannst.“ Das tat dem Raben gut. So was hatte noch nie einer zu ihm gesagt. Dass der Fuchs so nett zu ihm sein konnte!? Der Rabe wurde ganz stolz, plusterte sich auf und machte sich bereit zum Singen. Dabei vergaß er seinen Käse. Wie er nun seinen Schnabel aufmachte und den ersten Ton herauskrächzte, fiel der Käse auf den Boden, genau vor das Maul des Fuchses. Der Fuchs machte sich sofort ans Fressen und lachte über den dummen Raben.

Nun, der Fuchs kannte den schwachen Punkt des Raben und nutzte ihn aus.

 

 

 

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Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle. 1. Timotheus 2,5.6

 

Gott gibt es nicht.

 

 

 

Anfang der 1960er-Jahre saß eine junge Russin namens Irina in Odessa in der Schule und langweilte sich schrecklich. Wieder einmal ging es um den Atheismus: „Gott gibt es nicht. Nur ein paar Dummköpfe glauben an Ihn.“

 

 

 

Irina sagte sich: „Wenn das stimmt, dann sollte es eigentlich reichen, wenn man uns das zwei- oder dreimal mitteilt, und dann ist Schluss. Aber sie müssen es immer wieder und mit so viel Hass sagen. - Also muss es Gott geben. Also muss Er stark sein.“

 

 

 

Sie war zuerst etwas unwillig darüber. Denn wenn es Gott nicht gäbe, dann brauchte sie diese langweiligen Schulstunden mit atheistischer Propaganda nicht abzusitzen.

 

 

 

Doch das Thema ließ Irina nicht mehr los. Sie fing an, zu Gott zu beten. Sie kannte Ihn nicht; aber sie suchte Ihn. Dabei erhoffte sie sich Hilfe von den Büchern der großen russischen Schriftsteller; doch dadurch kam sie Gott nicht näher. Dann aber kam sie in den Besitz des „geächteten Buches“: Ihr wurde eine Bibel geschenkt. Darin lernte sie Jesus Christus kennen, den Sohn Gottes. Er wurde für sie - wie für Ungezählte andere vor und nach ihr - der Weg zu Gott.

 

 

 

Gott existiert. Und Er hält sich nicht vor uns verborgen. Obwohl wir Ihm den Rücken zugewandt und gottlos gelebt haben, hat Er sich uns offenbart. In seinem Sohn Jesus Christus, in seinem Leben voller Reinheit und Liebe, in seinem Sühnopfer am Kreuz und in seiner Auferstehung erkennen wir die Größe Gottes, seine ewige Liebe und seine Heiligkeit. Christus ist der Mittler, den Gott gesandt hat und der uns in die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott führen will.

 

 

 

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Johannes 14,6

 

 

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

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Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe.  Johannes 10,14.15

 

 

 

Und du - kennst du Ihn auch?“

 

 

 

Der alte Mann war am Ende seines Lebens angelangt und lag im Krankenhaus im Sterben. Als ihn eines Tages sein zehnjähriger Enkelsohn besuchen wollte, hatte er schon mehrere andere Besucher. Der Junge fasste sich ein Herz und bat alle, einen Moment hinauszugehen. Sie waren etwas befremdet über dieses Verhalten, folgten der Bitte aber trotzdem.

 

 

 

Der Junge kam ganz nah heran und sagte mit größtem Ernst: „Opa, ich habe gehört, dass du sterben musst. Seitdem ich in den Bibelunterricht gehe, kenne ich den Herrn Jesus und weiß, dass ich einmal zu Ihm gehen werde. Und du - kennst du Ihn auch?“ Der Großvater schwieg eine Weile. Schließlich sagte er: „Hol mir deinen Bibellehrer.“

 

 

 

Der Bibellehrer kam und war gern bereit, diesem Mann, der dem Tod ins Auge sah, das Evangelium zu erklären. - Und bevor der alte Mann starb, konnte er seinem Enkelsohn noch sagen: „Wir werden uns da oben wiedersehen. Jetzt bin ich sicher.“

 

 

 

Das Evangelium ist die gute Nachricht Gottes für die Menschen; diese Nachricht ist dieselbe für Kinder wie für Erwachsene. Sie sagt, dass es nur einen Weg zu Gott gibt, nur einen Erretter für alle: Jesus Christus. Durch seinen Tod hat Er den Zugang zum Himmel geöffnet für jeden, der Ihm die Schuld seines Lebens bekennt.

 

 

 

„Das Evangelium … ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden.“ Römer 1,16

 

„Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Markus 1,15

 

 

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

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Jesus Christus hat Frieden gemacht durch das Blut seines Kreuzes. Kolosser 1,20

 

 

 

Ein schwerer Verkehrsunfall

 

 

 

Ein grauer Novembertag, das Telefon klingelt:

 

 

 

„Ein schwerer Verkehrsunfall. Mehrere Personen und Fahrzeuge sind beteiligt. Der Hergang ist unklar.“ Wir sollen als Sachverständige im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Unfallstelle vermessen.

 

 

 

Auf dem Weg zum Unfallort gehen mir viele Gedanken durch den Kopf „Was wird uns wohl diesmal erwarten?“ Und dann sehen wir es vor uns - ein chaotisches Bild: mehrere zerstörte Fahrzeuge, herumliegende Ladung und dazu Einsatzkräfte, Rettungswagen und - oh nein! - ein schwarzer Kombi. Sofort ist klar: Es gibt eine Person mit tödlichen Verletzungen.

 

 

 

Wir verschaffen uns einen Überblick über die Situation. Dabei sehen wir, wie eine verletzte Person von Sanitätern in einen bereitstehenden Krankenwagen getragen wird. Das große rote Kreuz fällt mir heute besonders ins Auge.

 

 

 

Zeitgleich wird eine andere, regungslose Person zugedeckt, in einen Sarg gelegt und in den schwarzen Wagen geschoben. Beide Fahrzeuge fahren weg - in unterschiedliche Richtungen.

 

Das „rote Kreuz“ erinnert mich an das Evangelium der Gnade Gottes: Sinnbildlich kann man sagen: Das Blut Jesu Christi am Kreuz bringt Rettung und Leben für jeden, der das Versöhnungsangebot Gottes annimmt und Gott seine Sünden bekennt.

 

So kommt der Mensch „vom Leben zum Leben“.

 

Gottes Wort bezeugt allen Glaubenden, dass Christus „uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blut.“ (vgl. 2. Korinther 2,16; Offenbarung 1,5)

 

 

 

Wer sich aber nicht retten lässt, der kommt zwangsläufig vom „Tod zum Tod“.

 

Für ihn gibt es keine Hoffnung mehr; er ist ewig verloren.

 

Deshalb sollte niemand zögern, das Rettungsangebot Gottes anzunehmen.

 

 

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

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So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.  Johannes 3,16

 

 

 

 

In der Ewigkeit zählt kein Weltliches Dokument!  (Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.  Joh.3,3

 

 

 

Pastor Wilhelm Busch (1897–1966) erzählte einmal, dass ein Mann einen Traum hatte: Er war gestorben und stand mit noch vielen anderen vor dem Thron Gottes. Dort wurde Gericht gehalten: Einer nach dem anderen wurde aufgerufen. Der Mann fühlte, wie ihm heiß wurde. So hatte er sich das nicht vorgestellt, so unbestechlich. Er erschrak – doch dann dachte er an die Dokumente, die ihn wohl entlasten würden, und atmete tief durch.

 

Nun war er an der Reihe. Selbstbewusst zog er seinen ersten Schein hervor: den Taufschein. Doch dann fiel ihm ein: Hier, vor Gott, bedeutete der Tauf­schein wohl keine Entlastung für ihn, sondern eher eine Anklage. Ja, er war getauft worden – aber wozu? Erschrocken zog er das nächste Papier hervor: seine Konfirmationsbescheinigung. Die würde ihm sicherlich den Freispruch bringen. Doch dann fiel ihm ein, was er Gott bei seiner Konfirmation versprochen hatte. Und wie wenig er davon eingelöst hatte …

 

 

 

Doch er konnte ja noch mehr vorlegen: Kirchen­steuer­bescheinigungen und Spendenquittungen. Nicht gerade wenige. Würden die ihm vielleicht weiterhelfen können? Zuletzt zog er noch sein Testament hervor mit dem Wunsch für eine christliche Beerdigung. Doch er wusste schon, auch das würde nicht ausreichen … Da wurde er schweißgebadet wach!

 

 

 

Die Beweisurkunden, auf die es im Endgericht Gottes ankommt, werden nicht auf der Erde erstellt, sondern im Himmel.

 

Dort wird „Buch geführt“ über die Werke der Menschen. Dementsprechend wird das Gericht ausfallen: ewige Strafe, ewige Gottesferne. Doch es gibt noch eine weitere Urkunde: „das Buch des Lebens“. Darin sind alle verzeichnet, die von neuem geboren sind. Sie haben neues Leben empfangen und die Vergebung ihrer sündigen Taten. Sie haben Jesus Christus und sein Erlösungswerk im Glauben angenommen. Deshalb kommen sie nicht ins Gericht. (Off.20,12.15; Joh.5,24).

 

 

 

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Himmel und Hölle - beides sind Realitäten  (Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören.   Apostelgeschichte 17,21

 

 

 

Eine Gruppe älterer Männer traf sich regelmäßig auf dem Marktplatz einer Kleinstadt. Als Rentner hatten sie ja viel Zeit. Da wurden Erinnerungen ausgetauscht, man besprach das Neueste von Politik und Wirtschaft und vom Tagesgeschehen am Ort. Für Abwechslung sorgte ein Herr mittleren Alters, der hin und wieder auftauchte und ihnen christliche Flyer überreichte. Sie nahmen die Schriften zwar an, lasen auch ein wenig darin, zeigten aber kein weitergehendes Interesse daran.

 

 

 

Als der Christ wieder einmal auf dem Marktplatz erschien, sah er sich plötzlich von den älteren Herren umringt. „Hören Sie bitte“, begann einer von ihnen, „wir haben da eine Frage.“ Er räusperte sich und fuhr dann fort: „Neulich, da hat uns einer wie Sie, also einer, der auch an Gott glaubt, Folgendes gesagt: ‚Wenn Sie sich nicht bekehren, kommen Sie alle in die Hölle!‘ – Nun, ich muss ja sagen, so etwas ist uns noch nicht vorgekommen. Wie stehen Sie denn dazu?“ Nach kurzer Pause entgegnete der Christ: „Ob ich Ihnen das so direkt gesagt hätte, weiß ich nicht; eins aber ist sicher: Der Mann hatte recht!“ Verlegenheitspause … Endlich sagte der Wortführer: „Lassen Sie uns bitte in Ruhe mit solchen Märchen; wir brauchen Ihre Blättchen nicht!“

 

 

 

Das Neueste wollten die Alten hören; aber das ist oft nicht das Wichtigste. Das Stichwort „Hölle“ genügte ihnen, um das Evangelium mit einer Handbewegung abzutun. Dabei ist das Evangelium doch gerade die gute Botschaft, dass Jesus Christus uns vor dem ewigen Gericht erretten will.

 

 

 

Himmel und Hölle beides sind Realitäten. Das lehrt uns die Bibel, das hat Jesus Christus selbst gepredigt, und darauf können wir uns verlassen!

 

 

 

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Gottes Wort berührt immer tief!  (Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

Der HERR hat diese nicht erwählt. … Sind das die Jünglinge alle? 1. Sam.16,10.11

 

Fred Meyer war Lehrer gewesen. Und mit seinen 67 Jahren war er noch sehr fit. Dazu trugen auch regelmäßige Wanderungen bei. „Wer rastet, der rostet.“ Und nach dieser Devise versuchte er, auch seinen Geist immer wieder anzuregen. Seine Welt war die Welt der Dichter und Denker, die ihm immer neue Anregungen vermittelte.

 

 

 

Die tiefe Befriedigung, nach der Meyer sich sehnte, gab ihm „seine Welt“ allerdings nicht. Er brauchte mehr, als ihm die Philosophen geben konnten. Auch Goethe sah sich in dieser Situation („in diesem Falle“). Er klagte einmal – ausgehend von unserem Bibelwort –, dass er den wahren Weisen noch nicht gefunden habe. Jeder urteilte nämlich nur nach seinen eigenen, unzulänglichen Maßstäben:

 

 

 

Ach! Ich war auch in diesem Falle:
Als ich die Weisen hört und las,
da jeder diese Welten alle
mit seiner Menschenspanne maß,
da fragt ich: Aber – sind sie das,
sind das die Knaben alle?

 

 

 

Eines Tages wurde Meyer von einem früheren Schüler zu Evangeliums-Vorträgen eingeladen. Er hörte schlichte, aber eindringliche Worte über Sünde, Umkehr, Glauben und Vergebung. Gottes Wort berührte ihn tief, und er sprach mit dem Prediger. Der zeigte ihm, dass die Weisheit der Welt nicht zum Heil führen kann, und bat ihn inständig: „Kommen Sie zu Jesus und zum Kreuz von Golgatha, sonst können Sie nicht errettet werden.“ Erst nach Mitternacht trennten sie sich.

 

 

 

Goethe wollte trotz aller Bibelkenntnis Christus nicht als seinen Retter und Herrn annehmen. – Ob Fred Meyer Frieden mit Gott gefunden hat, wissen wir nicht.

 


Wanderung durch den Frühling

 

Vor mir breitet sich die schöpferische Vielfalt in ihrem Frühlingskleid aus. Ein Blütenmeer, dessen zarte Farben einen Reigen bilden. In mir erwacht eine bisher nicht gekannte Frühlingssinfonie. Ihre harmonisch weichklingenden Töne gehen sanft ineinander über und verklingen in einem etwas schwerfälligen Mollakkord. Mir will das Herz zerspringen. Ich werde ganz still und denke:

 

War das ursprüngliche Leben der Menschen nicht auch so geschaffen? Wo ist die Blütenpracht der Menschen?

 

Hinweggerafft durch Atom, Bakterien, Chemikalien und Technik. Durch Lieblosigkeit, Ungerechtigkeit und Ichsucht. Es ist der Zeitgeist, der aus dem Menschen ein Zerrbild geschaffen hat.

 

Weiß denn niemand mehr, dass der Mensch Gottes Ebenbild ist?

 

Wo sind die Blumen unter den Menschen?

Ich bin ständig auf der Suche nach ihnen. Eigentlich möchte ich einen ganzen Strauß solcher Blumen finden, um mit ihnen blühen zu können. Also gehe ich weiter durch den Frühling – suche weiter – und was finde ich?

Traurige Menschen – ohne Trost und Hilfe.

Einsame Menschen – allein mit ihrem Herzeleid.

Haben sie nie das Erwachen des Frühlings in seiner ganzen Schönheit erkannt? Sind sie nie eine Knospe gewesen, die sich durch Wärme und Geborgenheit entfalten konnte? Entfalten  zu einer wunderschönen Blüte? Entfalten in ihrem ganzen Sein und Können?

Hat ein Sturmwind sie in ihrer vornehmsten Blütezeit dahingerafft? Abgeknickt und entwurzelt? War es ein menschlicher Unhold, der sie schamlos zertreten hat?

 

Auf all diese Fragen bekomme ich keine Antwort. Ich möchte ihnen etwas sagen, etwas Mut machen. Möchte mit ihnen ein Stück ihres Weges gehen. Ja, eine Freude möchte ich ihnen bereiten.

Warum begreifen sie das Erwachen in der Natur nicht? Warum hören sie nicht in der Frühe das muntere Zwitschern der Vögel? Warum lassen sie sich nicht von der Sonne erwärmen?

Ich habe es längst erkannt!

 

Der Mensch unserer Zeit hat den natürlichen Blick verloren.

 

Den Sinn für das Schöne. Die Gabe, seine Fähigkeiten zu verwirklichen. Gefährliche Strahlen flimmern ihnen eine andere unreale Welt vor ihre Augen. Ich glaube, die Menschen wollen es so …

 

Mit sehenden Augen können sie nicht mehr sehen!

Mit hörenden Ohren können sie nicht mehr hören!

 

Ein verdorbener Frühling? Haben Wind und Wetter die Sonne verdrängt? Was sind seine Früchte?

Aber wie ist es, wenn ich doch eine Blume finde? Eine, die mir besonders gut gefällt in ihrer Art und Weise?

Wie – wenn der Wind ihren Blütenstaub zu mir weht?

Wie – wenn der Duft ihrer Blüte mein Herz bewegt?

 

Ich versuche, mich gegen diesen Wind zu schützen. Eine unsichtbare Hand, eine starke Hand, hält mich. Diese starke Hand weiß etwas von mir, weiß etwas von meinem Sehnen.

 

An der Blütenpracht solcher Menschen will ich mich wohl erfreuen.

 

Ihr Wesen ist oft von geprägter Schönheit und faszinierend sind ihre Tugenden.

Sie blühen im Verborgenen, aber wie ein Vergißmeinnicht in meinem Herzen. So ein Mensch, so eine Blume unter den Menschen, könnte mir ein guter Freund sein, ein Freund, der zuhören kann, ein Freund, der mich versteht.

 

Aber pflücken werde ich so eine Blume nicht. Der Garten gehört mir nicht. Ich weiß, dass eine solche Blume tief an ihrer Wurzel verbunden sein kann mit einer anderen. Licht und Schatten, Freud und Leid haben sie gemeinsam getragen, das zeigt die Reife ihrer Blüte. Eine solche Wurzel darf man nicht zerstören! Keine von ihnen würde den neuen Frühling erleben. Keine von ihnen würde das Rauschen des Windes in den Zweigen mehr vernehmen.

 

In der Blütezeit sehe ich die Natur in einem feierlichen Gewand, geschmückt mit edlen Diamanten im Morgentau. Das allein kann Grund zur Freude sein. Ich möchte den Menschen zurufen:

 

Die Freude an dem Schöpfer dieser Dinge ist meine Stärke.

 

Es ist nicht eine trotzende Stärke, nein. Aber es geht eine wegweisende Kraft von ihm aus. Eine Geborgenheit, die einmal alles Sehnen erfüllen wird!

 

Wo sind die Blumen unter den Menschen, die diese Freude mit mir teilen wollen?

Wo sind sie? Wo?

 

Ich laufe weiter durch das frische Grün und suche. Alles ist noch nicht in voller Blütenpracht. Hier und dort wiegt der Wind noch manche schlafende Knospe. Aber bald, wenn die junge Lebenskraft drängt, wird sie sich dem Lichte öffnen.

 

 

Ich schaue mir die Knospen unter den Menschen an. Was ich nicht gesucht habe, das finde ich.

 

Ausdruckslose Kindergesichter – fragende Kinderaugen!

 

Was fragen sie? – Ist so das Leben?

Was suchen sie? – Ein Herz voll Liebe!

 

Diese Kinder sind vollgepumpt mit schmutzigen Dingen, die sie nicht verkraften können. Diese Kinder sind aufgehalten in ihrer Entwicklung durch eine Grenzüberschreitung der fortschrittlichen Technik…

Ihre Knospen können sich nicht zur natürlichen Schönheit entfalten!

Manch ein Vater ist verantwortungslos und lieblos manche Mutter. Niemand hat Zeit, um das Aufblühen ihrer Knospe mit dankbarer Freude zu erleben. Sie sind vom Wohlstand und Zeitgeist erfüllt, was ihren Blick verdunkelt. Solche Knospen faulen oftmals noch in ihrer Blütezeit…

 

Eine Schattenseite des Frühlings?

 

Andere Knospen, die ihren Blütenkelch in den Strahlen der Sonne öffnen, schließen sich am Abend wieder. Warum eigentlich?

War ihnen der Tag zu kalt?

War ihnen die Welt zu laut?

Lässt die Kühle der Nacht ihr zartes Empfinden erfrieren?

 

Eine Knospe beobachte ich täglich in ihrer Entfaltung. Ein Schmerz geht mir durch die Brust. Diese werdende Blume muss viel entbehren. Diese werdende Blume hat schon im Kern ihrer Blüte die Kälte des Schattens erfahren. Ich habe sie lieb und werde sie pflegen. Ich nehme mir Zeit dafür. Wir reden miteinander. Und was soll ich sagen? – Es tut ihr gut.

Ganz allmählich wird sie eine kostbare Blüte. Ich erfreue mich an ihr in stiller Dankbarkeit. Eine Blütenpracht wünsche ich ihr von geprägter Schönheit und faszinierender Tugend. Möchte ihre Blüte nur nach oben gerichtet bleiben. Mein Herz bangt ein wenig –

 

wird diese Blume Kraft genug haben, wenn die ersten Lebensstürme ihr begegnen?

 

Ganz anders sind die wilden, eigensinnigen Knospen. Sie öffnen sich nicht nur in der Sonne, nein, sie trotzen mit ihrem jungen Lebensdrang jedem Wetter. Sie breiten eigenmächtig ihre Blüten aus und verschleudern ihren Blütensaft! Sie sind von einer inneren Unruhe geprägt. Sonne und Herzenswärme kann ihre Wesensart nicht lange ertragen. Und doch, wenn man ihnen mit Liebe begegnet, nehmen sie es dankbar an. Arme Menschen sind es in ihrer Blütezeit. Sie kämpfen, um ihr Leben zu erhalten.

 

Eine besonders eigensinnige Knospe möchte ich pflegen, pflegen, bis ihre Wurzel gesund ist. Aber jedes Leben geht seinen Weg, man kann es nicht aufhalten. Eine tiefe Traurigkeit hat mich längst darüber erfasst! Nachdenklich und wieder suchend gehe ich weiter durch den Frühling.

Will die Sonne heute nicht scheinen?

Ziehen Wolken auf?

 

Eine bittere Wurzel lässt in meinem Herzen eine traurige Melodie anklingen und Tränen in meinen Augen wollen mir die Schönheit des Frühlings verwischen. Aber eine gewisse Hoffnung überwältigt mich und lässt mich mehr und mehr reifen.

Mein Weg führt durch den Wald.

Ich höre das Rauchen in seinen Zweigen und betrachte sein neues Leben. Der Duft dieser frischen Waldluft lässt mich tief durchatmen und gibt meinem Herzen neue Kraft. Sein dumpfes Rauschen zeigt mir, dass der Wind ein Spiel mit den Wipfeln der Bäume treibt. Es ist die Sprache des Waldes.

Was flüstert er denn?

Spricht der Wald mitten im Frühling vom Tod?

Fürchtet er das Sterben seiner Majestät?

 

Ich verstehe seine Sprache nicht und so lausche ich den Gesprächen der Menschen.

Worüber sprechen sie denn?

Ich höre genau hin!

Sie schwatzen miteinander, sie reden monoton, sie  murmeln etwas, einige flüstern und manche lachen sogar. Ihr Lachen ist eiskalt und unberechenbar. Mit den Augen sprechen sie ungewollt von ihrem Wesen. Ihre Worte verwirren mich! Ich höre immer das gleiche: Mode, Dauerwelle, Video, Fernsehen, Treibhaussalat – und wieder: Treibhaussalat, Fernsehen, Mode, Video, Nachbarn, Dauerwelle…

Welch eine Variante! Und alle sind eilig, ihre Interessen nehmen sie voll in Anspruch!

 

Von welchem Geist sind diese Menschen beherrscht?

 

Langsam gehe ich weiter. Viele Fragen stellen sich mir.

Aber wen soll ich fragen?

Wer lässt sich noch einen Moment aufhalten?

Noch etwas fällt mir auf. Ich sehe schweigende Menschen reden. Ihr Angesicht spricht von großer Enttäuschung. Sie sehen dem Treiben der Menschen zu. Sie haben keine Kraft mehr, keinen Mut und gewiss auch keine Hoffnung.

Ist der Sommer ihres Lebens schon vorbeizogen?

Sind sie Blumen, die zu früh verblüht und ausgetrocknet sind? Alles will mich erdrücken.

 

Ich möchte mit jemandem sprechen.

Ich suche und finde eine Blume unter den Menschen.

Darf ich ihr alles sagen, was mich innerlich bewegt? Darf ich meine Lasten in ihren zarten Blütenkelch legen? Ich tue es nicht. Es wäre zu schwer. Es könnte ihre Blütenpracht ein wenig knicken. Wir reden freundlich und herzlich miteinander.

Es tut uns gut!

 

Wohin gehe ich denn jetzt?

Zurück in den Wald – in die Stille.

Regenwolken haben das neue Leben in Wald und Feld getränkt. Die Luft ist kühl geworden. Aber noch mehr lässt mich die Kälte der Menschen zu frieren anfangen!

 

Ich gehe noch eine Weile etwas nachdenklich meinen Weg. Einige Sonnenstrahlen fallen wieder durch die Bäume und geben mir Wärme. Wärme ist wohltuend. Wärme gibt Geborgenheit. Wärme ist heilsam und noch etwas: Wärme kann befreiend sein, ich spüre es ganz deutlich! Der Wald lichtet sich.

Auf einen neuen Weg lockt mich der Frühling. An den Blüten hängen noch einige Regentropfen, die in der Sonne verdunsten. Sonne und Regen – denke ich – das gibt doch… Ich schaue zum Himmel und entdecke

 

einen wunderbaren Regenbogen.

 

Seine hellen Farben sind von unbeschreiblicher Schönheit.

 

 

Ist die erwachende Natur mit ihren lieblichen Tönen ein Spiegelbild des Regenbogens?

Oder ist der Regenbogen ein Abglanz der Natur?

Eine seltsame Frage. Weiß jemand die Antwort?

 

Fast unmerklich bleibe ich stehen und betrachte beides. Eine erhebende Freude erfüllt mich. War ich eben noch traurig, werde ich jetzt froh! Was hat es mit dem Regenbogen auf sich? Er ist ein Friedensbogen!

 

Einen Bund hat Gott mit den Menschen geschlossen zum Zeichen, dass es keine Sintflut mehr geben soll.

 

Die Erde sollte in ihrer natürlichen Vielfalt erhalten bleiben. Erhalten bleiben, denke ich, wirklich natürlich erhalten bleiben?

Will denn der Mensch das auch?

 

Mein Herz ist fröhlich und diese Freude möchte ich weitergeben.

Ob es jemand merkt?

 

Ich pflücke einen großen Strauß hübscher bunter Blumen. Auf meinem Weg singe ich ein Lied. Hier kann ich das, hier bin ich allein mit meiner Freude. Und welches Lied singe ich? Geh aus mein Herz  und suche Freud…

Es kommen mir einige Wanderer entgegen. Mein Gang ist beschwingt, nur ich singe nicht mehr, ich summe. Wir grüßen uns sehr freundlich und ich schaue in warmherzige Gesichter. Haben sie mein Summen gehört? Haben sie den Regenbogen gesehen? Ich weiß es nicht. Aber sie erfreuen sich mit mir an dem Wunder der Natur!

 

Der Waldweg endet an einer Straße. Mehr Häuser, mehr Menschen und wenig neues Leben. Ein bekanntes Bild. Verhärtete Gesichter, verzerrt und ohne Freude. Hier und dort begegne ich doch einem freundlichen Menschen, dessen Augen leuchten.

Solche Menschen sind Blumen am Straßenrand und nur wenige beachten sie.

 

In eines der Häuser trage ich meinen Frühlingsgruß hinein. Hin zu einer reifgewordenen Blume unter den Menschen. Mit ihren Augen kann sie die Farbenpracht nicht mehr sehen. Aber der frische Blumenduft kann ihr Herz bewegen und sie erfreuen. Mir bereitet dieses Grüßen ebenfalls Freude und so entsteht auf ganz einfache Weise eine doppelte Freude.

 

Gewiss gäbe es mehr Freude, wenn wir einander mehr helfen würden.

Gewiss gäbe es mehr Freude, wenn wir einander aufmerksamer begegnen würden.

 

Auf meiner Wanderung durch den Frühling sehe ich in Wald und Feld und Garten immer wieder Knospen, Blüten und Blumen mit einer ungesunden Farbe. Eine Farbe, die gar nicht in das farbenfrohe Kleid des Frühlings hinein passt. Blass, krank und schwach sehen sie aus. Angefault und abgestorben. Hat die Umwelt mir ihrer ungesunden Luft dazu beigetragen? Gibt der Boden nicht die richtige Nahrung zum Gedeihen? Hat niemand Zeit zur Pflege? Ich denke ein wenig nach.

 

Mir kommen die kranken Menschen in den Sinn.

 

Hat niemand Zeit zur Pflege?

 

Doch, viele Menschen werden in Heim und Haus versorgt. Sie finden Platz in sozialen Einrichtungen. Es sind Betreuer da und auch freiwillige Gemeindehelfer, die einen Dienst an dem Kranken tun. Es ist oft alles ganz vorbildlich durchorganisiert. Und doch bleibt ein trostloses Bild zurück!

 

Ist denn selbst die Pflege krank?

Oftmals ist es so. Die Herzen der Menschen sind krank, weil es ihnen an Liebe fehlt. Ein Mangel an selbstloser Liebe. Eine Liebe, die den anderen in seiner Not sieht. Eine aufopfernde Liebe mit einem freundlichen Wort, mit einem liebevollen Blick und ohne Hast.

Menschen, die ein wenig Sonne dem Kranken bringen.

Menschen, die den Kranken ein wenig in die Sonne bringen.

 

Hat doch die aufrichtige Nächstenliebe Ewigkeitswert!

 

Was sammelt der Mensch unserer Zeit für Werte?

Ist nicht alles vergänglich auf dieser Erde?

Sie sammeln und wissen nicht, wer es einnehmen wird.

Wo sind die Blumen unter den Menschen?

Ruft mich die schönste Zeit des Jahres noch immer? Soll ich noch weiter suchen?

 

Also gehe ich erwartend hinaus. Hinaus in einen Frühling, der seinen Abend erreicht hat.

Seine Blütenpracht neigt sich dem Ende. Verwaschen und kraftlos hängen diese an den Zweigen. Wind und Regen haben ihr Spiel mit den Blüten getrieben und langsam beginnt die Zeit des Reifwerdens. Ein warmer Frühlingstag kündet den Sommer an. Viele Menschen sind unterwegs. Sie machen eine Fahrt ins Grüne mit dem Auto oder mit dem Fahrrad. Andere gehen spazieren, und Kinder tummeln sich auf der Wiese und im Sand. Junge Menschen gehen verliebt Hand in Hand.

Ein recht buntes, fröhliches Bild und viel Leben.

 

Sind es die Blüten unter den Menschen?

Sind es die Blumen, die ich gesucht habe?

 

Ihr Gemüt ist aufgelockert und das Gesicht von der Sonne erwärmt. Habe ich endlich gefunden, was ich gesucht habe?

Mit einem fragenden Blick sehe ich ihrem fröhlichen Treiben zu. Tragen sie auch die Sonne im Herzen? Können sie auch Sonnenstrahlen von sich geben, wenn draußen ein Wetter tobt?

Wenn Blitz und Donner aus dem Munde anderer ihre Seele betrüben? Sind sie nur heute angenehm? Was ist morgen? –

Ich weiß es nicht –

Aber eins weiß ich,

 

Menschen brauchen die Sonne. Warum richten sie nicht ihren Blick nach oben, zu einer Sonne, die auch an kühlen Tagen wärmen kann?

 

Abseits, an einem stillen Flecken, lädt mich die Abendsonne zum Ausruhen ein. Gerne verweile ich hier. Der laue Abendwind trägt zarten Blütenduft herüber. Einige Blumen machen noch durch ihren herben Duft auf sich aufmerksam. Der frische Geruch des Nadelholzes und der Wiese dämpfen meine Müdigkeit. Der Blick auf die rotgoldene Abendsonne lässt mein Herz höher schlagen.

Ein Kampf beginnt in meinem Inneren. Ein Kampf mit der Natur?

 

Ich möchte ihn überwinden, möchte ihn besiegen.

Allein – es gelingt mir nicht.

Ist es die Glut der heißen Abendsonne?

Spricht ihr feuriges Temperament wortlos in die Abendstille?

War sie doch eben noch ein ruhender Pohl in meinen Augen –

Langsam verliert sich der rote Feuerball hinten den Wolken. Der Himmel trägt nur noch seine Farbe, die sich mit der ersten Dunkelheit vermengt.

Ist der Kampf entschieden?

Wer hat den Sieg davongetragen?

 

Etwas verträumt lehne ich mich zurück und lasse dabei meine Wanderung durch den Frühling an mir vorüberziehen. Von Ferne erklingt leise ein – Da capo al Fine – einer mir unbekannten Frühlingssinfonie.

 

Blumen habe ich gesucht, gefunden und gebunden…

Gepflanzt in meinem Herzen als Vergißmeinnicht.

 

Ist der Boden meines Herzens eigentlich gesund?

Will die Umwelt ihn verseuchen?

Ist die Wurzel meiner Blüte noch gesund?

Hat der Sturmwind etwas abknicken können?

Haben Menschen Blüte und Wurzel zertreten wollen?

Es ist ihnen nicht gelungen!

Es darf ihnen nicht gelingen!

 

Eine unsichtbare starke Hand hat mein Leben erhalten! Eine unsichtbare starke Hand wird mich durch den Sommer und den Herbst meines Lebens begleiten.

 

Die Abendsonne hat ihren Schein längst verloren.

Über mir breitet sich der sternenklare Himmel aus.

Die Nacht mit ihrer Kühle hat angefangen.

 

HEDI BODE


Eine Geschichte von den Flusssteinen  (Autor unbekannt) 
 

Ein Philosophieprofessor stand vor seiner Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich aufgestellt. Als der Unterricht begann, nahm er still schweigend ein durchsichtiges Gefäß und begann es mit großen Flusssteinen bis zur Oberkante zu füllen. Anschließend fragte er die Studenten, ob das Gefäß jetzt voll sei. Sie stimmten überein, dass es gefüllt war. 

 

Sodann holte der Professor eine Kiste mit Kieselsteinen hervor und schüttete sie in das Gefäß. Er rüttelte das Gefäß leicht. Die Kieselsteine kullerten natürlich in die freien Bereiche zwischen den Flusssteinen. Die Studenten lachten. Er fragte seine Studenten wieder, ob das Gefäß jetzt voll sei. Sie stimmten ihm nochmals zu. Der Professor nahm dann eine Kiste mit Sand und schüttete ihn in das Gefäß. Der Sand rieselte in alle Ritzen und füllte alle noch vorhandenen Zwischenräume auf. 

 
„Jetzt“, sagte der Professor „möchte ich, dass Sie dies auf Ihr Leben übertragen.“ Die Flusssteine sind die wichtigen Sachen im Leben – Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder – alles das, was Ihnen wertvoll ist und das Sie sehr treffen würde, wenn es verloren ginge. Die Kieselsteine sind die anderen Dinge im Leben, die zwar eine Bedeutung haben, aber in einem geringeren Ausmaße. Die Kieselsteine stellen Dinge wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto, usw. dar. Der Sand ist alles Übrige, das Kleinzeug. Wenn Sie den Sand oder die Kieselsteine zuerst in das Gefäß geben, ist kein Platz mehr für die Flusssteine. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie für Nebensächlichkeiten und die materiellen Dinge einsetzen, dann haben Sie niemals Raum für die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben. Geben Sie Acht auf die Dinge, die in Ihrem Leben entscheidend sind. Spielen Sie mit Ihren Kindern, gehen Sie mit Ihrem Partner zum Tanzen. Es wird immer Zeit geben, um zu arbeiten, die Wohnung zu reinigen, eine Party zu veranstalten und seine Angelegenheiten zu erledigen. 

 
Vergessen Sie die Flusssteine nicht – die Dinge, die wirklich von Bedeutung sind. Legen Sie Prioritäten fest. Der Rest sind nur Kieselsteine und Sand. 



Ich sehe dich - und das reicht schon  (Autor unbekannt)

Eines Nachts bricht in einem Haus ein Brand aus.
Während die Flammen hoch auflodern, stürzen Eltern und Kinder aus dem Haus. Entsetzt sehen sie, wie das Feuer ihr Heim vernichtet.
Plötzlich bemerken sie, dass der Jüngste fehlt, ein fünfjähriger Junge, der sich im Augenblick der Flucht vor Rauch und Flammen fürchtete und sich versteckte. Man
schaut einander an. Es gibt keine Möglichkeit, zurück in das brennende Haus zu gelangen.
Da öffnet sich ein Fenster. Der Junge ruft um Hilfe.
Sein Vater sieht es und ruft ihm zu »Spring!«
Der Junge sieht nur Rauch und Flammen.
Er hört aber die Stimme des Vaters und schreit: »Papa, ich sehe dich nicht!«
Der Vater ruft ihm zu: »Aber ich sehe dich, und das reicht schon. Spring!«
Der Junge springt und findet sich heil in den Armen seines Vaters wieder, der ihn aufgefangen hat.


Moody predigt “Was soll ich denn mit Jesus tun?”  (Autor unbekannt)

 

 
Der Evangelist D. L. Moody (1837-1899) predigte am Vorabend der Nacht, in der die Stadt Chicago durch einen verheerenden Brand verwüstet wurde, vor ungefähr 2500 Menschen über das Thema “Was soll ich denn mit Jesus tun?”. Zum Schluss sagte er: “Nimm dieses Wort mit nach Hause und denk darüber nach. Am nächsten Sonntag komm wieder und sage mir dann, was du mit Ihm tun willst!”
Kurz nach Ende der Zusammenkunft wurde Brandalarm gegeben. Es dauerte nicht lange, bis die ganze Stadt in Flammen stand. Gegen Mitternacht brannte auch der Saal aus, in dem Moody gepredigt hatte. Tausende von Menschen kamen in den Flammen um, darunter auch viele, die am Tag zuvor im Saal gewesen waren. Sie bekamen nicht die Gelegenheit, eine Woche lang über die Frage nachzudenken: “Was soll ich denn mit Jesus tun?” Seit diesem Tag hat der große Prediger nie mehr davon gesprochen, dass man sich für die Entscheidung für Jesus irgendeine Frist setzen soll. Mit Ernst drang er immer wieder darauf, dass man die Wahl sofort treffen und sich heute zu Gott bekehren muss. Gottes Wort sagt: “Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!” (Hebräer 4,7)


Warum so viel Leid? (Autor unbekannt)

Zwei Männer sitzen auf einer Bank im Park.
Fragt der Eine:
"Wenn du Gott eine Frage stellen könntest, was würdest du ihn fragen?"
Er: "Warum Gott all das Leid auf dieser Welt zulässt!"
Darauf der Andere: "Warum machst du es nicht?"
Er: "Weil ich Angst hab, dass er mich das gleiche fragt!" 


Himmel den Spatzen überlassen?  (Pfarrer Wilhelm Busch)

Vor vielen Jahren war ich Pfarrer in einem großen Bergarbeiterbezirk. Eines Tages geriet ich bei meinen Hausbesuchen in eine Geburtstagsfeier. Da kreisten die Schnapsflaschen. Da wurde geschrieen und gegrölt. Als ich in der Tür erschien, wurde es für einen Augenblick ruhig. Aber dann brüllte ein Mann: "Ah! Der Paffe! Was will der hier? Wir haben keine Verwendung für Ihre Reden! Den Himmel überlassen wir Ihnen und den Spatzen!" "Wie nett", entgegnete ich, "nur – ich begreife nicht recht: Man kann einem andern doch nur das überlassen, was einem gehört! Und ich fürchte, Sie haben gar keinen Himmel, den Sie mir überlassen können. Ja, ich fürchte, Ihr Weg geht eher zur Hölle als in den Himmel! Was also wollen Sie den Spatzen und mir überlassen?"
Einen kurzen Augenblick war der Mann verlegen. Dann sagte er: "Na, die Pfarrer vertrösten die Menschen doch immer auf den Himmel! Und das wollen Sie doch sicher auch tun!" "Unsinn!", sagte ich. "Ich denke nicht daran, Menschen auf den Himmel zu vertrösten, die gar kein Anrecht darauf haben. Ich möchte Sie vielmehr warnen, den Weg in die Hölle weiterzugehen. Und ich möchte Sie einladen zu dem Erlöser, dem Herrn Jesus Christus. Der schenkt denen, die ihn annehmen, den Himmel.“


Mein Bruder  (Autor unbekannt)

Auf steiler Straße traf ich jüngst ein Mädchen, den kleinen Bruder auf dem Rücken tragend.
"Ei", sagte ich, "Kind, da trägst du eine schwere Last!" Darauf sieht verwundert mich das Mädchen an und spricht: "Mein Herr, ich trage keine Last, ich trage meinen Bruder."
Ich stand betroffen. Tief hat sich das Wort des tapfern Kindes mir ins Herz gegraben.
Und immer, wenn die Not der Menschen mich bedrückt und mir wie eine schwere Last den Mut will rauben, so mahnt des Mädchens Antwort mich und tröstet: "Du trägst ja keine Last, du trägst doch deinen Bruder."


Das Buch  (Autor unbekannt)

Kommt ein Mann in eine Buchhandlung und fragt nach einem Buch, in dem die ganze Wahrheit steht. Der Händler weist auf die Ausstellung: »Das ist ein sehr wahres Buch, Preis DM 20,-«
Der Kunde fragt, ob es denn auch ein Werk gebe, das noch mehr Wahrheit enthielte, worauf ein Exemplar unter der Theke hervorkommt: »Dieses Buch enthält sehr viel Wahrheit, Preis DM 100,-!«
Der Mann ist interessiert, fragt aber weiter: »Gibt es denn nicht ein Buch, in dem die GANZE Wahrheit steht?«
»Aha, Sie wollen es also ganz genau wissen! Folgen Sie mir!« Im Keller angekommen, öffnet der Händler eine verstaubte Truhe und weist auf den geheimnisvoll anmutenden Inhalt: »Dieses Buch enthält die GANZE Wahrheit!«
Ehrfürchtig fragt der Interessierte: »Was kostet es?«
Der Buchhändler antwortet mit bedeutungsvoller Stimme: »Dieses Buch hat den höchsten Preis von allen!« - »Wie viel?« - »Es kostet Sie kein Geld, aber dafür alle Ihre Gewohnheiten, es kostet Sie Ihr bequemes Leben, es kostet Sie den Weg, den Sie bisher gehen, nichts wird so sein, wie es vorher war, sie werden alles aufgeben und hinter sich lassen müssen!«


Die abgetragenen Kinderschuhe  (Autor unbekannt)

Clarence Powell befand sich eine Zeitlang in größten finanziellen Schwierigkeiten. Als jung verheirateter Ehemann arbeitete er bei einer Baufirma. Solange er Arbeit hatte, bezog er ein ausreichendes Einkommen. Aber es gab Zeiten, wo seine Firma keine Bauaufträge bekam. Die Familie Powell hatte sechs Kinder zu versorgen. An einem Herbsttag, kurz vor Schulbeginn, bemerkten die Eltern, dass drei ihrer Kinder völlig abgetragene Schuhe anhatten. Auch die Waschmaschine war kaputt und nicht mehr zu reparieren. Clarence Powell suchte in der Zeitung nach einer preiswerten gebrauchten Maschine. Er fand tatsächlich ein Inserat und wandte sich an die angegebene Adresse.
Das Haus, das Powell aufsuchte, war groß und schön, so dass er zögerte einzutreten. Beim Läuten der Glocke erschien ein freundlicher Herr. Powell sagte ihm, er wolle sich die Waschmaschine ansehen, und wurde ins Hausinnere geführt. Auf dem Weg zur Küche, wo die Maschine aufgestellt war, sah er sich staunend um. Alles war vornehm und bequem eingerichtet. Der Mann und seine Frau boten Clarence die Maschine zu solch einem niedrigen Kaufpreis an, dass er ihnen, um seine besondere Dankbarkeit für ihr Entgegenkommen auszudrücken, von seiner finanziellen Not, seinen beruflichen Schwierigkeiten und den Kleidungssorgen der Familie erzählte.
Daraufhin verließ die Frau unter Schluchzen das Zimmer.
"Habe ich etwas Falsches gesagt?" fragte Clarence.
"Nein", antwortete der Mann. "Sie haben nichts Falsches gesagt. Sie haben bloß von abgetragenen Kinderschuhen gesprochen. Wir haben nur ein Kind, ein kleines Mädchen, und es hat in seinem Leben noch keinen einzigen Schritt getan. Ein paar abgetragene Schuhe würden uns sehr glücklich machen."
Nach diesem Erlebnis berichtete Clarence Powell: "Ich kehrte wieder heim, ging in mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir zu. Ich kniete nieder und bat den Herrn um Verzeihung für mein Nörgeln und Klagen über Kleinigkeiten. Dann nahm ich die drei paar Schuhe und betrachtete sie voll Dankbarkeit. Ich war so froh, drei Paar abgetragene Kinderschuhe zu haben ..."


Wir würden einige unserer Lasten gar nicht mehr beachten, wenn wir, statt über unsere Lasten zu grübeln, unsere Aufmerksamkeit auf die vielen guten Dinge richten würden, die wir aus Gottes Hand empfangen.


Ein Mensch kann fallen und aufstehen (Autor unbekannt)

Ein junger Pfarrer sollte den Insassen eines Gefängnisses predigen. Als er in den Saal kam, und unter den abweisenden Blicken der Gefangenen den Mittelgang nach vorne ging, wurde ihm bewusst, dass salbungsvolle Reden oder sonst wie fromme Redensarten hier nicht am Platze waren. Mit klopfendem Herzen überlegte er, was er den Männern sagen könnte. Als er die Stufen zum Rednerpult hinaufstieg und dabei ein Gebet um göttliche Leitung zum Himmel schickte, stolperte er und fiel hin. Gelächter erfüllte den Gefängnissaal. Mein Freund aber erhob sich mit strahlendem Gesicht, trat ans Rednerpult und rief: "Männer, genau das ist es, weswegen ich hierher gekommen bin - nämlich um euch zu sagen, dass ein Mensch fallen und wieder aufstehen kann!"


Der beste Beweis  (Surgeon)

Ungläubiger fragte einmal eine Frau: “Was lesen Sie da?”
“Ich lese das Wort Gottes.”
“Das Wort Gottes? Wer hat Ihnen gesagt, dass es das Wort Gottes ist?”, fragte der Ungläubige.
“Gott selbst.”
“Wirklich? Und wie können Sie das beweisen?”, fragte der Ungläubige weiter.
Die arme Frau antwortete: “Können Sie mir beweisen, dass es eine Sonne gibt?”
“Aber sicher!”, erwiderte der Ungläubige. “Der beste Beweis dafür ist, dass sie mich erwärmt und mir ihr Licht spendet.”
“Ganz recht”, erwiderte die Frau. “Der beste Beweis für die Echtheit der Bibel als Wort Gottes ist der, dass sie mich erwärmt und erleuchtet.”


Zweieinhalb Gerettete (Gute Saat 1988 )

D. L. Moody, der bekannte Evangelist des 19. Jahrhunderts, wurde nach der Rückkehr von einem Vortrag einmal gefragt, wie viele Menschen denn ihr Leben dem Herrn Jesus übergeben hätten. Er erwiderte kurz: "Zweieinhalb." Im Zweifel, was er meine, fragte sein Freund: "Also zwei Erwachsene und ein Kind?" - "Nein", entgegnete Moody, "zwei Kinder und ein Erwachsener. Die Kinder haben ihr ganzes Leben dem Herrn Jesus übergeben; der Erwachsene hatte nur noch ein halbes Leben zu geben." Er wollte damit sagen, daß die Zeit, die ein Mensch vor seiner Bekehrung verbracht hat, für Gott verlorene Zeit ist. Jeder Mensch, der es versäumt, die ihm von Gott gewährte Gnadenfrist zu nutzen, um Buße zu tun über sein verlorenes Leben und sich zu Christus zu bekehren, wird einst vor dem Richterstuhl Gottes bekennen müssen: Ich habe vergebens gelebt. - Seine Anstrengungen und Mühen waren "für nichts". Schon der Prediger Salomo stellt fest:

"Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der Sonne?" Prediger 1,3

Oft bricht schon zu Lebzeiten sein Lebenswerk zusammen; spätestens aber wenn er die Erde verlässt, verliert er alles, was ihm hier wertvoll war. Wie nötig ist es deshalb, daß jeder, der noch nicht sagen kann, dass er von neuem geboren ist, Bilanz macht über die noch verbleibende Zeit seines Lebens und Jesus Christus im Glauben als seinen Erretter ergreift! Doch auch ein Christ sollte sein Leben nie nach irdischen Zielen orientieren, sonst wird sein Werk einmal "verbrennen", wenn auch er selbst, sofern er wirklich von neuem geboren war, "wie durchs Feuer" gerettet werden wird.

"Die vergangene Zeit ist uns genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben." 1.Petrus 4,3


Von außen gibt es keine Türklinke! (Autor unbekannt)

Ein Kunstmaler hatte ein Gemälde beendet, auf dem er die Szene aus der Offenbarung des Johannes schildert, wo Christus das Wort sagt: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an!" (Kap. 3,20). Der kleine Sohn des Malers sagt zu seinem Vater: "Aber eins hast du falsch gemacht. Es fehlt draußen an der Tür die Klinke. Der Herr Jesus kann ja gar nicht hinein." "Er kann es nur", erklärt der Vater, "wenn man ihm von innen öffnet und wenn man ihn haben will. Darum habe ich die Außenklinke weggelassen. Heißt es doch: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an!"


Manchmal brauchen wir Hilfe  (Autor unbekannt)

Die Geschichte von dem kleinen Jungen, der trotz größter Anstrengung einen gewaltigen Stein nicht anheben kann, macht das deutlich.
Der Vater fragt den Sohn “Hast du denn wirklich alle Kräfte, die dir zur Verfügung stehen eingesetzt?”
-”Ja, das siehst du doch – es geht wirklich nicht!”
-”Das glaub ich dir nicht!”
-”Wieso!” fragt der Junge erstaunt.
Der Vater antwortet: “Du hast mich noch nicht um Hilfe gefragt


Haben Sie schon gebetet?  (Autor unbekannt)

 

Pastor Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910) war lange Jahre Leiter der nach ihm benannten v. Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel bei Bielefeld. Einer seiner Mitarbeiter erzählt folgendes Erlebnis: Der chirurgische Chefarzt von Bethel musste Vater Bodelschwingh in einem Fall bedauernd mitteilen, dass ein Patient nicht mehr zu retten sei. Da platzte Bodelschwingh mit der Frage an den Professor heraus: “Haben Sie schon gebetet um seine Rettung?”
Der Professor lächelte etwas mitleidig, und seine Assistenten taten das gleiche. Bodelschwingh sah darüber hinweg und meinte: “Also nein! Gut, dann will ich jetzt einmal die Sache mit Gott bereden!”
Wohl eine Stunde lang lag er in seinem Zimmer auf den Knien und betete. Dann ging er wieder in die Krankenstube des Patienten. Hier empfing ihn gleich die pflegende Schwester: “Herr Pastor, seit einer halben Stunde geht es dem Kranken ganz plötzlich auffallend besser!”
Nach einigen Wochen war der Kranke genesen. Da pochte in einer stillen Stunde der Professor an Bodelschwinghs Tür: “Herr Pastor, ich will ganz gewiss nicht wieder lächeln, wenn Sie zum Beten auffordern!”


Dann können Sie ihn fragen (Autor unbekannt)

 

Eine Christin, die beruflich viel reisen musste, war deshalb viel mit dem Flugzeug unterwegs. Aber das Fliegen machte sie nervös, deshalb nahm sie immer ihre Bibel mit, um darin zu lesen, was ihr half, sich zu entspannen. Einmal saß sie neben einem Mann. Als er sah, dass sie eine Bibel aus der Tasche zog, lächelte er etwas spöttisch und wandte sich wieder ab. Nach einer Weile drehte er sich zu ihr und fragte: "Sie glauben doch nicht im Ernst all das Zeug, das in der Bibel steht?"
Die Frau antwortete: "Doch, natürlich. Es ist schließlich die Bibel."
Er sagte: "Nun, was ist mit dem Typen, der von einem Wal verschluckt wurde?"
Sie antwortete: "Oh, Jona. Ja, ich glaube das, es steht in der Bibel."
Er fragte: "Gut, was meinen Sie, wie er die ganze Zeit im Wal überleben konnte?"
Die Frau sagte: "Nun, das weiß ich nicht. Aber ich denke, ich werde ihn fragen, wenn ich im Himmel bin."
"Was, wenn er nicht im Himmel ist?" fragte der Mann sarkastisch.
"Dann können Sie ihn fragen", antwortete die Frau.


Komisch? NEIN!!!!!!!!!!! Traurig!!!!!!!  (Autor unbekannt)

Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen, aber wie schnell 60 Minuten Fußball vergehen. Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir unseren Freunden immer etwas zu erzählen wissen. Komisch, wie schwer es fällt, ein Kapitel in der Bibel zu lesen, aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen. Komisch, wie Leute sich auf einem Konzert um die vordersten Plätze drängeln, und sich um eine der hintersten Plätze in der Gemeinde bemühen. Komisch, wie schwer es Menschen fällt, die Gute Nachricht weiterzugeben, aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch weiter zu verbreiten. Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was in der Bibel steht.
Komisch? NEIN!!!!!!!!!!! Traurig!!!!!!!


Der glanzlose Stein  (Autor unbekannt)

In einem Juwelierladen konnten zwei Freunde sich nicht satt genug an den Edelsteinen sehen. Sie staunten über die Vielfalt der Steine, über ihr Leuchten und Glitzern. Plötzlich aber stutzten sie. Vor ihnen lag ein gewöhnlicher Stein, matt und ohne Glanz. Wie kommt denn der hier her? Diese Frage hörte der Juwelier und sprach lächelnd: „Nehmen sie diesen Stein ein paar Augenblicke in die ihre Hand.“ Einer von den Freunden tat wie ihm geheißen. Als er später die Handfläche öffnete, strahlte der vorher glanzlose Stein in herrlichen Farben. Wie ist das möglich?Der Fachmann wusste die Antwort:„Das ist ein Opal, er braucht nur die Berührung mit einer warmen Hand, und schon zeigt er seine Farben und seinen Glanz. In der Wärme entzündet sich leise und lautlos sein Licht.Dieser Stein ist ein tiefes Symbol für alles Gutsein und alles Zarte in unserem Leben. Es gibt so viele Menschen auf der Erde, arm und reich, klein und groß, gebildet und einfach, die alle nur die Berührung einer warmen Hand, eines lieben Wortes, einer kleinen Zärtlichkeit, einer wohlwollenden Geste, eines teilnehmenden Blickes, einer helfenden Tat bedürfen, um aufzustrahlen; im Licht der Freundlichkeit, um das Wunder der Zuneigung zu erfahren, um hell zu werden im Glanz einer leisen Begegnung.“

 

Wen willst du heute zum Strahlen bringen?


Zwei Fische  (Autor unbekannt)

 

Zwei Fische schwammen durchs Gewässer und sahen einen Wurm vor sich. Da sagte ein Fisch zum anderen: "Pass auf! Der Wurm ist an einem Haken aufgespiesst." "Na und?" "Der Haken ist an einer Schnur festgemacht." "Mag ja sein." "Die Schnur hängt an einer Rute." "Und was noch?" "Die Rute hält ein Mann in der Hand.""Kann er ja ruhig tun." "Bist Du verrückt?! Wenn einer von uns den Wurm frisst, dann bohrt sich der eiserne Haken in unseren Kopf, wir werden herausgezogen und landen in der Bratpfanne." "Haha! Dieses Märchen erzählte schon meine Oma, als ich klein war. Alles Unsinn! Es ist noch keiner von der Pfanne zurückgekommen, um das zu bestätigen. Wenn Du den leckeren Wurm links liegen lässt, dann fresse ich ihn!" Der ungläubige Fisch frass den Wurm und endete wirklich in der Bratpfanne. Tatsächlich: er kam nicht zurück, um das den anderen Fischen zu erzählen...
Gewisse Parallellen zur Bibel sind meines Erachtens unverkennbar