Wenn das geistliche Leben erlahmt ist!

 

damit ihr erfüllt sein mögt mit der Erkenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlicher Einsicht, um würdig des Herrn zu wandeln zu allem Wohlgefallen, in jedem guten Werk Frucht bringend und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden. (Kolosser 1,9-11)

 

 

Ein Viehzüchter aus der Normandie sprach einmal mit einem Journalisten über die Tierseuche BSE (Rinderwahn): „Ein krankes Rind fällt sofort auf! Wenn ein Tier nicht mehr frisst, wenn es nicht wiederkäut und wenn es sich abseits der Herde hält, sind das alles Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.“

 

Diese drei Symptome finden sich auch bei Christen, deren geistliches Leben erlahmt ist.

 

Nicht essen: Ein Gläubiger, der sich von Gott entfernt, verliert den Wunsch, sein Wort als Nahrung in sich aufzunehmen und seine Gedanken zu erforschen. Stattdessen zieht ihn sein Appetit zu dem hin, was die Welt ihm bietet.

 

Nicht wiederkäuen: Wiederkäuen bedeutet, gründlich über etwas nachzudenken, damit es ein Teil von uns wird und unser Leben prägen kann. Wenn ein Christ sich keine Zeit mehr für Gottes Wort nimmt, werden Herz und Leben von anderen Einflüssen bestimmt werden – von der Welt und von den Sorgen des Lebens.

 

Sich abseits halten: Ein Christ, der sein Leben nicht mit dem Herrn führt, wird auch keine tieferen Kontakte mit den Gläubigen unterhalten. Die Freude an den großen Gesprächsthemen der Kinder Gottes ist ihm verloren gegangen.

 

Wer an diesen Symptomen leidet, sollte nicht zögern, damit zum Herrn Jesus zu gehen; ER wird ihn nicht zurückstoßen und ihm keine Vorwürfe machen. – Geben wir doch alles auf, was uns von Ihm entfernt hat, und bekennen wir es Ihm, damit ER unser Leben neu ausrichten kann!

 

Tägliche Bibellese:   Hiob 41,1-26  Apostelgeschichte 19,23-40 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 3.9.2022 entnommen )

Jesus Christus Gott und Mensch

 

Denn Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus. (1. Timotheus 2,5) 

 

Die Evangelien beschreiben das Wirken des Herrn Jesus während seines Lebens hier auf der Erde. Dabei entdecken wir immer wieder, dass Jesus wahrer Gott und zugleich wahrer Mensch war. Manche Begebenheiten zeigen diese beiden Seiten seiner herrlichen Person besonders eng beieinander.

 

Einmal wurde Jesus von seinen Jüngern im Schiff mitgenommen. Ermüdet von einem anstrengenden Tag schlief ER im hinteren Teil des Schiffes auf einem Kopfkissen – wahrer Mensch! Doch wenige Augenblicke später stand ER majestätisch im Sturm und zeigte seine göttliche Allmacht: ERschalt den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme!“ – wahrer Gott! (Markus 4,35-41)

 

Ein anderes Mal ließ der Herr Jesus sich als steuerpflichtiger Bürger behandeln, indem ER die Tempelsteuer bezahlte – wahrer Mensch! Doch die Art und Weise, wie ER für die Steuer aufkam, zeigt seine Göttlichkeit: Als Schöpfer-Gott führte ER einen Fisch mit einer passenden Geldmünze im Maul an die Angel von Petrus – wahrer Gott! (Matthäus 17,24-27)

 

Für uns ist und bleibt es ein Geheimnis, dass Christus gleichzeitig Gott und Mensch ist: „Niemand erkennt den Sohn, als nur der Vater“ (Matthäus 11,27) Aber wir staunen über seine Herrlichkeit und beten Ihn dafür an!

 

Herr, in Deinen Erdentagen

bargst Du unter schlichtem Kleid,

das als Diener du getragen,

Deiner Gottheit Herrlichkeit. 

 

Tägliche Bibellese:   Hiob 35,5-24  Apostelgeschichte 17,22-34 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 28.8.2022 entnommen )

Wir sind zum Gehorsam berufen!

 

da liebte Simson eine Frau im Tal Sorek, ihr Name war Delila. (Richter 16,4)

 

 

Simson, der Held Israels, ließ sich oft von seinen Begierden leiten und betrügen. Dadurch geriet er auch unter den Einfluss der Philisterin Delila; und die verriet ihn für Geld an ihr Volk. Simson konnte sich dem Bann dieser Frau nicht entziehen – so blind macht die Sünde. Delila zog ihre Schlingen immer enger, und schließlich verriet Simson das Geheimnis des HERRN: Seine große Kraft hing nach Gottes Willen davon ab, dass sein Haar nicht geschoren wurde.

 

Hier kam es also nur auf eines an: auf den Gehorsam. Doch darin strauchelte Simson wie Adam vor ihm und alle Menschen nach ihm – alle, außer dem Sohn Gottes. Und wie vollkommen hielt Christus in der Versuchung stand, obwohl Er versucht wurde, wie kein anderer überhaupt versucht werden konnte! Wissen wir, was Gehorsam in den Augen Gottes ist?

Gehorsam ist die Vollendung des Geschöpfes,

denn der Gehorsam gibt Gott den Platz, der Ihm zukommt

 – und ebenso dem Menschen. Gehorsam kennzeichnet den äußerlich niedrigsten Platz auf der Erde, doch moralisch gesehen ist es der höchste Platz. Das gilt übrigens auch für die Engel.

 

Im Fall Simsons wurde der Gehorsam nur durch ein kleines äußeres Zeichen – aber ein Zeichen völliger Unterordnung – auf die Probe gestellt: Seine langen Haare durften nicht abgeschnitten werden. Wir hingegen sind berufen, in allem gehorsam zu sein, ja uns durch den Heiligen Geist formen und leiten zu lassen gemäß dem geschriebenen Wort Gottes. Die Person Christi, sein Verhalten, sein Werk und seine Herrlichkeit lassen uns in vollem Licht erkennen, was Gehorsam bedeutet. Für uns, die wir den Herrn Jesus kennen, geht es nicht nur um ein äußeres Zeichen. Vielmehr schließt das Geheimnis des Herrn in unserem Fall etwas mit ein, was überaus kostbar ist für Gott und Menschen. Wir sind zum Gehorsam berufen, weil es den innigen Beziehungen entspricht, in die wir zum Vater und zu unserem verherrlichten Herrn gebracht sind. Nach W. Kelly

 

Tägliche Bibellese:   Hiob 33,1-22  Apostelgeschichte 15,30-41

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 22.8.2022 entnommen ) 

Ausgerüstet und gehorsam!

 

Gott bestellte einen Wurm, und dieser stach den Wunderbaum. (Jona 4,7)

  

Willige Werkzeuge Gottes?

  

Der Wurm im Buch Jona hätte sagen können: „Ich bin nur ein armer, schwacher Wurm. Ich kann noch nicht einmal zu diesem großen Wunderbaum aufblicken. Gott wird doch von mir nicht erwarten, dass ich den kaputtkriege!“Empfinden wir nicht oft ähnlich?

 

Gott beauftragte und gebrauchte den kleinen Wurm. Und der kleine Wurm tat Gottes Willen ebenso wie der heftige Wind oder der große Fisch. Er tat das, wofür er erschaffen und ausgerüstet und von Gott bestellt war. Er stach den Wunderbaum, so dass er verdorrte. Und indem er das tat, gehorchte er Gottes Willen und vollführte Gottes Absicht.

 

Ist es nicht bemerkenswert, dass im Buch Jona alles dem Willen Gottes gehorcht – der heftige Sturm, der große Fisch, der Wunderbaum, der Wurm, der schwüle Ostwind? Nur einer will Ihm nicht gehorchen: Jona, das vernunftbegabte Geschöpf, der Prophet Gottes! Er ist ungehorsam, widerspenstig, verdrießlich und zornig. Was für ein trauriges Bild!

 

Wie gut, dass die Gnade – der gnädige Gott – das letzte Wort hat! Sie ist auch mit seinem ungehorsamen Knecht Jona an sein Ziel gekommen. Das dürfen wir der Tatsache entnehmen, dass Jona seine eigene Widerspenstigkeit so ungeschminkt beschreibt.

 

Wie anspornend ist in diesem Zusammenhang die Überschrift, die Gottes Wort über das Leben Davids setzt!

 

David freilich, als er zu seiner Zeit dem Willen Gottes gedient hatte, entschlief …

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 25.8.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Vorsicht vor alten Verbindungen!

 

Lasst euch nicht verführen: Böser Verkehr verdirbt gute Sitten. (1. Korinther 15,33) 

 

Vorsicht vor alten Verbindungen!

 

Wenn ein Neubekehrter einen guten Anfang macht, wird er seinen Herrn bekennen und seine weltlichen Freundschaften nicht in alter Form beibehalten. Allerdings kommt es vor, dass die Ungläubigen den bisherigen geselligen Kontakt fortführen und den Gläubigen nicht loslassen wollen.

 

Später kann sich die Gefahr erneut auftun.

 

Wenn bei einem Gläubigen die Liebe zum Herrn erkaltet und sein Weg abwärtsführt, kann es geschehen, dass er zu Freundschaften und zu Aktivitäten zurückkehrt, die er nach seiner Bekeh­rung aufgegeben hatte. Manche hegen dabei den verhängnisvollen Gedanken, dass sie bei ungläubigen Freunden eher Gehör finden und sie allmählich zum Guten beeinflussen können, wenn sie geselligen Umgang mit ihnen pflegen.

 

Doch das ist ein großer Irrtum!

 

Wir werden sie nicht nach oben ziehen, sondern sie werden uns nach unten ziehen! Das bestätigt uns nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Heilige Schrift.

 

Josaphat war einer der gottesfürchtigsten und besten Könige Judas, Ahab hingegen der böseste König, den Israel je hatte. Und doch verschwägerte sich“ Josaphat mit Ahab. Mit welchem Ergebnis? Konnte Josaphat Ahab auf seine Ebene heraufziehen und sagen: „Du bist geworden wie ich“? Nein, das Gegenteil trat ein. Josaphat sagte: „Ich will sein wie du.“ Für dieses Eingeständnis schämte er sich offenbar nicht – er wird nicht an die tiefe geistliche Bedeutung dieser Worte gedacht haben. Dann kam der Feldzug, der Ahab das Leben kostete. Und Josaphat wurde von dem Propheten Jehu mit der ernsten Botschaft konfrontiert: „Hilfst du dem Gottlosen, und liebst du, die den HERRN hassen?“ (2. Chronika 18,1.3; 19,2)

 

Die traurige Folge dieser bösen Verbindung war, dass Josaphats Schwiegertochter Athalja, die Tochter Ahabs und Isebels, die Ursache von namenlosem Elend für Juda wurde. 

 

Tägliche Bibellese:   Daniel 6,1-18  Apostelgeschichte 1,10-14

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 9.7.2022 entnommen ) 

Der Glaube weiß, dass es IHN gibt!

 

Im Meer ist dein Weg, und deine Pfade sind in großen Wassern, und deine Fußstapfen sind nicht bekannt. (Psalm 77,20) 

 

Gestern haben wir darüber nachgedacht, dass Gottes Weg „im Heiligtum“ ist. (V. 14) Heute nun haben wir gelesen: „Im Meer ist dein Weg“. Besteht da ein Widerspruch? Nein!

 

Asaph weiß, dass Gottes Wege höher sind als die Wege der Menschen, und so sagt er voll Vertrauen: „Wer ist ein großer Gott wie Gott?“ Er erinnert sich daran, dass dieser große Gott sein Volk erlöst und „mit erhobenem Arm“ aus Ägypten herausgeführt hat. Und weiter geht sein Blick: wie die Wasser sich verzogen, so dass das Volk hindurchgehen konnte, und wie Gott ihnen im Blitz und Donner das Gesetz gab. Niemand und nichts konnte der Macht Gottes widerstehen, konnte Gott daran hindern, seine Gedanken auszuführen! (Verse 14-19; Jesaja 55,9).

 

Gottes Pfade mochten im Meer nicht zu erkennen sein, Gottes Fußstapfen mochten nicht bekannt sein – doch sie waren da! Gott hatte sein Volk aus Ägypten herausgeführt, hatte es sicher durch die Wasser des Schilfmeers hindurchgebracht, und hatte es durch die Wüste geleitet – mit Macht, mit Liebe und mit sicherer Hand. (V. 21)

 

Fußspuren sind im Wasser nur kurz zu sehen, dann sind sie durch das Hin und Her der Wellen und Gezeiten verwischt – und doch sind sie da gewesen. Mag Gottes Weg für uns auch oft nicht zu erkennen sein – der Glaube weiß, dass es ihn gibt.

 

Gott hat einen Weg für uns erdacht „im Heiligtum“; und auch wenn wir den Weg jetzt nicht sehen, führt Er uns – „im Meer“.

 

Der Weg, den Er mit den Seinen in dieser Welt geht, stimmt überein mit dem Weg, den Er im Heiligtum entworfen hat. Dieser Weg wird Ihn verherrlichen – und wird zum Segen für sein Volk wie auch für jeden Einzelnen sein. Damals wie heute.

 

Wie tröstlich ist dieses Wissen im Durcheinander unseres Lebens!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 6.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Freud und Leid liegen nahe beieinander!

 

als Traurige, aber allezeit uns freuend(2. Korinther 6,10)

 

 

Freud und Leid liegen nahe beieinander, so sagt der Volksmund. Und tatsächlich erleben auch wir Christen manchmal, dass wir unverhofft aus einer freudigen Atmosphäre in eine traurige Stimmung abstürzen. Doch unser Tagesvers sagt nicht, dass Trauer und Freude einander abwechseln. Zeiten der Trauer können kommen und gehen; aber freuen kann und soll der Christ sich zu jeder Zeit.

 

Solange wir auf der Erde leben, kommen wir immer wieder in Situationen, die uns bedrücken und traurig machen. Das kann persönliches Leid sein, aber auch Leid oder Böses, das wir in der Welt wahrnehmen. Niemals sollten wir dann die Trauer darüber zwanghaft unterdrücken. Kinder Gottes schweben nicht abgehoben über den wechselnden Umständen des Lebens. Wenn wir mit dem Herrn leben und unseren Schmerz mit Ihm teilen, empfinden wir vieles sogar noch tiefer als andere. Ja, Christen können Traurige sein.  (vgl. dazu Matthäus 5,4; Lukas 19,41; Johannes 11,35; Römer 12,15)

 

Doch selbst wenn Trauer da ist, können wir uns „allezeit freuen“. Wir sind mit Christus in der Herrlichkeit untrennbar verbunden; in Ihm ist uns eine Quelle der Freude und ein unbeschreiblicher Reichtum geschenkt. Anlass zur Traurigkeit bietet immer das, was uns auf der Erde begegnet; die Quellen unserer Freude jedoch liegen im Himmel und können durch irdische Ereignisse nicht angetastet werden. Deshalb können Traurigkeit und Freude in unseren Empfindungen parallel gehen.

 

In Trauer und Bedrängnis dürfen wir zu Christus aufblicken und erfahren, wie ER uns mit seinem Trost gleichsam überschütten will. (2. Korinther 1,5) Was für ein Geber ist ER, und welche Fülle an Reichtum und Freude besitzen wir in Ihm!

 

Unser Tagesvers geht noch weiter:

 

„… als Arme, aber viele reich machend;

 

als nichts habend und alles besitzend.“

 

Tägliche Bibellese:   Hiob 3,1-26 Apostelgeschichte 5,33-42

 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 25.7.2022 entnommen )

Jede Arbeit, die wir verrichten, ist ein Ausdruck von Gottesfurcht!

 

Glückselig jeder, der den HERRN fürchtet, der auf seinen Wegen wandelt! Denn essen wirst du die Arbeit deiner Hände; glückselig wirst du sein, und es wird dir wohl ergehen(Psalm 128,1.2)

 

 

In diesem kurzen Text werden Gottesfurcht, Gehorsam, eine gute materielle Versorgung und inneres Wohlbefinden miteinander verbunden.

 

Bibelverse, die von der Furcht des HERRN reden, leiden oft unter dem negativen Image des Wortes Furcht. Dass das unberechtigt ist, zeigt die Einleitung: Wer so lebt, ist glückselig! Er meidet alles, was Gott beleidigt und seine Heiligkeit angreift.

 

Gottesfurcht ist zunächst eine Sache der inneren Haltung.

 

Die wird aber nicht auf Dauer verborgen bleiben, sondern das Leben prägen. Wer wirklich achtungsvolle Scheu oder Ehrfurcht vor Gott im Herzen hat, wandelt auf seinen WegenEr richtet seine Entscheidungen und seine Lebenspraxis an Gottes Willen aus und erfährt so den Segen des Gehorsams.

 

Gottes Wege sind gute Wege, wenn auch nicht immer glatte.

 

Den Segen der Gottesfurcht bezieht der Psalmdichter danach auf das Arbeitsleben. Ein gottesfürchtiger Mensch ist arbeitsam, ist fleißig. Er nutzt weder andere Leute noch das Netz der sozialen Absicherung aus, sondern arbeitet für seinen eigenen Bedarf und den seiner Familie. Nicht jeder mag darin seine persönliche Berufung empfinden, aber es ist Gottes Wille, und das schon von der Schöpfung an.

 

Auch wenn der Erdboden infolge des Sündenfalls verflucht wurde und die tägliche Arbeit durch die allgegenwärtigen Dornen und Disteln mit Mühsal verbunden ist, hat diese Arbeit, wenn sie in Gottesfurcht getan wird, einen wohltuenden Effekt auf das innere Befinden: „Glückselig wirst du sein, und es wird dir wohl ergehen.“Es ist gut, jeden Tag in dieser Haltung produktiv tätig zu sein – auf dem Feld, in der Werkstatt, in der Küche, in der Arztpraxis, im Büro. Dann ist die Arbeit ein Ausdruck unserer Gottesfurcht und so die Grundlage unserer Versorgung und ein Hilfsmittel zur inneren Ausgeglichenheit.

 

Tägliche Bibellese:   1.Mose 29,15-35  Psalm 16,1-11 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 21.5.2022 entnommen )

Gott greift in unser Leben ein!

 

Da sprach Haggai, der Bote des HERRN, kraft der Botschaft des HERRN zum Volk und sagte: Ich bin mit euch, spricht der HERR. (Haggai 1,13)

  

Gott sendet den Propheten Haggai zum Überrest des Volkes Israel, der aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt ist. Die Rückkehrer haben mit dem Wiederaufbau des Tempels begonnen und mit großer Euphorie den Grund gelegt, doch dann ist der Bau zum Erliegen gekommen. Nun soll Haggai das Volk wachrütteln und neu motivieren. (Esra 3 und 4)

 

Was war der Grund für die Unterbrechung?

Warum waren die Begeisterung und die Aktivitäten des Volkes nicht von Dauer?

 

Haggai spricht den wunden Punkt an: „Ist es für euch selbst Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus wüst liegt?“ Um sie zur Einsicht und Umkehr zu bewegen, richtet Haggai ihren Blick zunächst auf die Vergangenheit und die Konsequenzen, die aus ihrem Ungehorsam resultieren. Dann blickt er nach vorn und teilt ihnen mit, was sie tun sollen. Das Volk hört zu und gehorcht; es „fürchtet sich vor dem HERRN“. Darin wird deutlich, dass die Landsleute sich ihre Schuld und Schwachheit eingestehen. (V. 4.12)

 

Das Volk ist zur Einsicht gekommen, hat aber die Arbeit am Tempel zum Zeitpunkt unseres Tagesverses noch nicht wieder aufgenommen. Doch Gott reagiert schon auf die innere Umkehr und stärkt sie, indem Er ihnen seine Nähe und seine Hilfe verheißt. Auch an diesem Beispiel zeigt sich, dass Gott die Herzen kennt und auf jede Regung achtet. (1. Samuel 16,7; 1. Chronika 28,9; Lukas 16,15) „Ich bin mit euch, spricht der HERR“ – sie brauchen also nicht ohne Ihn zu bauen. Was für eine positive Wirkung muss diese gnädige Zusage auf das Volk ausgeübt haben!

 

Nicht anders handelt Gott auch heute. Wenn wir uns unserer Schwachheit bewusst sind, vorhandene Schuld bekennen und sein Wort befolgen wollen, dann greift Gott zu unseren Gunsten in unser Leben ein.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 22.1.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Wer ist der Größte?

 

Was habt ihr auf dem Weg besprochen? Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Weg miteinander beredet, wer der Größte sei. (Markus 9,33.34) 

 

Der Herr stellt seinen Jüngern hier eine einfache Frage – und legt dadurch eine Wurzel ihrer Schwachheit offen.

 

Was haben sie miteinander besprochen?

 

Sie hatten darüber gestritten, wer der Größte sei“! Das ist auch heute noch ein echtes Problem und der Ursprung mancher Streitigkeiten im Volk Gottes. Da mag man vielleicht über eine ganz andere Frage diskutieren – doch unter der Oberfläche mischt sich leicht unser Ich ins Gespräch ein. Und das will nicht nur groß, sondern der Größte sein! Wenn ein Gläubiger aber der Größte sein will, führt dies früher oder später dazu, dass der kleinste Ausrutscher eines Bruders dazu benutzt wird, ihn herabzusetzen und sich selbst zu erhöhen.

 

Schon der Gedanke, „groß sein“ zu wollen, zeigt, wie wenig die Jünger damals die Grundsätze des Reiches Gottes verstanden haben. Sie übersahen, dass hier Gottes Liebe, Gerechtigkeit, Gnade und Macht gesehen werden sollten. Aber auch du und ich können uns in dem Fallstrick verfangen, das Miteinander der Gläubigen zu benutzen, um uns selbst zu erhöhen. Untereinander streiten Christen vielleicht wie die Jünger, doch in der Gegenwart des Herrn Jesus müssen sie verstummen. Wir können sicher sein: Wenn Gläubige anfangen, miteinander zu streiten, dann haben sie vergessen, dass der Herr sie sieht und alles hört.

 

Was macht der Herr nun?

 

ER setzt sich nieder und weist die Zwölf liebevoll auf den Weg wahrer Größe hin. Wenn jemand der Erste im Reich Gottes sein möchte, dann soll er auf dem Weg zur Herrlichkeit bereitwillig den letzten Platz einnehmen: Er soll „der Diener aller sein“! (V. 35)

 

Vielleicht sind wir bereit, einer großen Persönlichkeit zu dienen doch sind wir bereit, der Diener von allen zu sein?

 

Tägliche Bibellese:   Esra 7,19-28  Sprüche  8,1-9 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 28.1.2022 entnommen ) 

Bei Gott wächst eben kein Gras über alte Sachen!

 

Als ich schwieg, verzehrten sich meine Gebeine (Psalm 32,3) 

 

Ungeordnete Verfehlungen im Leben eines Christen sind ein Problem, das viel verbreiteter ist, als wir im Allgemeinen denken. An sich ist es schon eine traurige Sache, wenn wir einen Fehltritt tun und durch Worte oder Taten vor Gott und Menschen schuldig werden. Aber wenn wir diese Vorkommnisse nicht schnellstens bereinigen, machen wir uns doppelt schuldig. Wir verhalten uns dann etwa wie die Baubehörde bei einem baufälligen Denkmal im Stadtpark: Anstatt es sanieren oder abreißen zu lassen, wurde zum Schutz der Passanten ein Bauzaun aufgestellt, und das schon vor Jahren.

 

In diesem Fall ist es nur ein Ärgernis für alle, die Erholung suchen – bei nicht geregelter Schuld dagegen ein schwerwiegender Schaden für uns selbst und andere. Sich abschotten oder nicht daran rühren kann nicht die Lösung unseres Problems sein.

 

Im geistlichen Leben wird es immer weiter rückwärts mit uns gehen, die Kraft zum Dienen und zum Standhalten in den Versuchungen unserer Zeit schwindet. In den Zusammenkünften der Gläubigen werden die Folgen spürbar, und niemand weiß genau, warum.

 

Bei Gott wächst eben kein Gras über alte Sachen!

 

David fand – wenn auch erst nach einer gewissen Zeit – die Kraft, dem Herrn seine Sünde zu bekennen. Deshalb konnte er in unserem Psalm hinzufügen: „Du hast die Ungerechtigkeit meiner Sünde vergeben.“ (V. 5)

 

Das macht uns Mut, dem Herrn unsere Verfehlungen schnell – aber nicht oberflächlich! – zu bekennen, wenn wir gesündigt haben. Wir selbst werden den größten Nutzen davon haben.

 

Oder wollen wir es wagen, die mächtige Hand Gottes herauszufordern? Wir können sicher sein, dass ER seinen Kindern in den Weg tritt und sie nicht ins Verderben laufen lässt (1.Korinther 11,32)

 

Tägliche Bibellese:   Obadja 1-11  Sprüche 25,19-28

 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 18.3.2022 entnommen )

Aus Liebe geben und Segen ernten

  

Lasst uns aber nicht müde werden, Gutes zu tun, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. (Galater 6,9)

 

Jedes Kind Gottes erfährt immer wieder die Liebe seines Vaters im Himmel. Gott ist ein gebender Gott. Er gab seinen Sohn, um uns zu erretten; und mit Ihm haben wir alles, was wir zu unserem Glück in dieser Zeit und in der Ewigkeit nötig haben. Mit Recht schreibt der Apostel Paulus: „Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ (Römer 8,32)

 

Wir sollten alles, was Gott uns in seiner Liebe gibt, dankbar entgegennehmen. Doch ebenso sollte in unseren Herzen der Wunsch lebendig sein, Ihn nachzuahmen, indem wir anderen etwas von dem mitteilen, was wir selbst empfangen haben und genießen dürfen. Dieses Geben bezieht sich – wie das, was Gott uns schenkt – auf alle Bereiche unseres Lebens, sowohl auf geist­liche wie auch auf materielle Güter.

 

Aber Gott kennt unsere Schwachheit und weiß, wie leicht wir „müde werden, Gutes zu tun“. Deshalb ermuntert uns das heutige Bibelwort und weist uns auf die zu erwartende Ernte hin. – Der Apostel Paulus hatte den Galatern zunächst den Grundsatz vorgestellt, dass jeder Mensch das ernten wird, was er sät. Und jetzt zeigt er ihnen, dass dies auch auf die guten Taten zutrifft: Es gibt eine Ernte, eine Belohnung! Wohlgemerkt, unser Beweggrund sollte immer – wie beim Handeln Gottes selbst – die Liebe sein. Natürlich sollten Christen nicht nur um des Lohnes willen Gutes tun; das würde einem weltlichen Leistungsdenken gleichen. Allein die Liebe Gottes in unseren Herzen darf uns dazu antreiben. Und doch ist es ein Ansporn, an die „Ernte“ zu denken, die uns verheißen ist.

 

Haben wir nicht einen gütigen Gott?

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 11.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 Wo steht Jesus in meinem Leben, geht es mir immer um IHN?

 

Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der jenseits des Jordan bei dir war, dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und alle kommen zu ihm. (Johannes 3,26)

 

 

Johannes der Täufer ist ein Beispiel eines Mannes Gottes, der sich selbst vergisst, weil nur Eines sein Herz erfüllt: die Person seines Herrn, des nach ihm Kommenden. Dieser ist so erhaben, dass Johannes sich nicht für würdig hält, Ihm den Riemen seiner Sandale zu lösen. (Kap. 1,27)

 

Als die Priester und Leviten zu Johannes kommen, um mehr über seine Person zu erfahren, wird Johannes bei jeder Frage einsilbiger. Er spricht nicht gern über sich selbst. Als er es dennoch tun muss, nennt er sich die „Stimme eines Rufenden in der Wüste“, das heißt: Er sieht sich selbst nicht als den Herrn (den der Rufende ankündigte), ja nicht einmal als den Rufenden selbst, sondern nur als dessen Stimme. (Kap. 1,19-28)

 

Johannes ist nur ein Instrument. 

Nicht seine Person, sondern seine Botschaft ist wichtig.

 

Auf dieses beeindruckende Zeugnis der Demut folgt die Prüfung für Johannes. (Kap. 3) Auf das Bekenntnis folgt der Test in der Lebenspraxis. Nun taufen auch die Jünger Jesu; der Dienst des „Täufers bekommt Konkurrenz. Die Leute kommen nun vor allem zu Jesus, nicht zu Johannes. Jetzt geht es nicht mehr um Worte der Demut, sondern um Demut in der Praxis. In einem vielbeachteten Dienst kann man demütige Worte sagen. Aber ob man wirklich demütig ist, zeigt sich zum Beispiel dann, wenn die eigene Popularität sinkt, wenn andere beachtet und wir vergessen werden. – Johannes, geht es dir wirklich um Christus?

 

Der Täufer besteht den Test auf beeindruckende Weise. Er sagt: „Er muss wachsen, ich aber abnehmen.“ Johannes freut sich, dass statt „der Stimme des Rufenden“ jetzt „die Stimme des Bräutigams“ gehört wird. (Kap. 3,29.30) Der Bräutigam ist da, und das genügt Johannes.

 

Wo stehen unsere Herzen? 

Geht es uns ebenfalls um IHM?

 

Tägliche Bibellese:   Micha 6,1-16  Sprüche 29,10-19

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 29.3.2022 entnommen ) 

Ist es recht in SEINEN Augen?

 

Und sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volk keine Frau, dass du hingehst, eine Frau zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen? Und Simson sprach zu seinem Vater: Diese nimm mir, denn sie ist recht in meinen Augen. (Richter 14,3)

 

 

Es ist recht in meinen Augen!

 

 

Die Zeit der Richter war eine dunkle Periode in der Geschichte des Volkes Israel, es war eine Phase der Rebellion gegen Gott. Der allgemeine moralische Zustand des Volkes Gottes wird durch den letzten Vers des Bibelbuches beschrieben: „In jenen Tagen war kein König in Israel; jeder tat, was recht war in seinen Augen.“ (Kap. 21,25) Man lehnte jede göttliche Autorität ab und folgte stattdessen dem Eigenwillen.

 

Doch inmitten dieser moralischen Dunkelheit gab es einzelne Gläubige, die treu und gottesfürchtig waren. Aus einem solchen frommen Elternhaus kam Simson. Gott hatte ihn als Richter berufen: Simson sollte das Volk aus der Hand der Feinde retten und eine Umkehr zu Gott bewirken. Leider kam Simson diesem Auftrag nur selten nach, stattdessen passte er sich dem Zeitgeist an. Er ging eine Beziehung zu einer heidnischen Frau ein, obwohl Gott den Israeliten ausdrücklich verboten hatte, Ehen mit den heidnischen Bewohnern des Landes zu schließen. (2. Mose 34,16; 5. Mose 7,3)

 

Als Simson von seinen Eltern für sein Fehlverhalten getadelt wurde, lieferte er eine erschreckende Begründung: „Sie ist recht in meinen Augen.“ Ist das die Haltung eines Nasirs?! Simson trug als Nasir langes Haar, ein Zeichen der Unterordnung unter Gottes Willen, aber das Gegenteil davon hören wir in Simsons Worten: Der gleiche Eigenwille, der in ganz Israel vorherrschte, fand sich auch bei dem Mann Gottes. (Richter 13,7)

 

Lasse auch ich mich anstecken von den Menschen um mich herum, die nicht nach Gottes Willen fragen, sondern so leben, wie sie selbst es für richtig halten?

 

Tägliche Bibellese:   Jona 2,1-11  Sprüche 26,20-28

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 21.3.2022 entnommen ) 

Gott möchte uns schmerzliche Umwege ersparen!

 

Und es soll geschehen: Aus dem Bach wirst du trinken, und ich habe den Raben geboten, dich dort zu versorgen.

 

Siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen. (1. Könige 17,4.9)

 

 

Das Leben des Propheten Elia enthält wichtige Lektionen für unser Glaubensleben heute. Von ihm und seinem Gehorsam, vom Vertrauen auf seinen Gott, ja selbst von seinem Versagen, können wir viel lernen. Heute möchte ich den Blick auf das kleine Wörtchen dort lenken, das für Elia am Anfang seines Prophetendienstes in Israel so wichtig wird.

 

Nachdem Elia dem gottlosen König Ahab eine jahrelange Dürre als Gericht Gottes angekündigt hat, erhält er von Gott den Auftrag, sich am Bach Krith zu verbergen. Dabei verheißt ihm Gott, ihn dort durch Raben zu versorgen. Und als er später den inzwischen vertrockneten Bach verlassen muss, weist Gott ihn an, nach Zarpat zu gehen, denn dort hat Er einer Witwe geboten, ihn zu versorgen. Beide Male verbindet Gott seine Zusagen mit dem Aufenthalt von Elia an einem bestimmten Standort. Nur dort gelten die Verheißungen Gottes. Und Elia ist gehorsam und geht und erfährt die verheißene Versorgung.

 

Handelt Gott nicht auch heute oft ganz ähnlich?

 

Es mag ein bestimmter Ort sein wie bei Elia oder ein Weg wie in Psalm 32,8 „Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst.“ Oder es geht um Entscheidungen, die wir treffen müssen. Immer gilt: Nur wenn wir gehorsam handeln, werden wir erleben, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Nur dort – in Übereinstimmung mit seinen Gedanken und seinem Wort„hat der HERR den Segen verordnet“
(vgl. Psalm 133,3)

 

Der Herr schenke dir und mir die Gnade, stets das „Dort“ zu entdecken, das Gott für uns hat, Ihm darin zu gehorchen und dort seinen Segen zu erfahren!

 

So werden uns viele oft schmerzliche Umwege erspart bleiben!

 

Tägliche Bibellese:   Nehemia 9,4-25  Sprüche 154,1-25

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 15.2.2022 entnommen ) 

‘‘Twende setu‘‘ - Es geht nach Hause!

 

Wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet. (Johannes 14,3)

 

In Ostafrika herrschte Krieg. Einem Mann war ein Bein zerschmettert worden und er wurde ins Lazarett eingeliefert. Nach langem Krankenlager konnte er wieder ein wenig am Stock umherhumpeln.

 

Dann kam der Befehl zum Rückzug, und dieser Mann schloss sich dem Zug der verwundeten Krieger an. In wochenlanger, mühsamer Wanderung ging es langsam über Berg und Tal in Richtung Heimat.

 

Auf dem Marsch bedauerte man ihn oft, weil er dem Zug nur mühsam folgen konnte. Da wies er auf den Griff seines Stockes. Dort hatte er die Rinde entfernt und die Worte eingeritzt: „Twende setu!“„Es geht nach Hause!“

 

Der Gedanke an die Heimat flößte dem Müden immer wieder frischen Mut und neue Kraft ein. So konnte er mit seinen Gefährten mithalten, und von Tag zu Tag kamen sie der ersehnten Heimat ein Stück näher.

 

Das ist auch unser großer Trost: Wie lang der Weg sein mages geht nach Hause. Wir mögen achtzig oder neunzig Jahre alt werden, aber nicht darauf kommt es an, sondern auf das Ziel – bei Christus zu sein im Haus des Vaters. Ja, wir werden nach Hause kommen. Vielleicht nicht mehr als Einzelne nacheinander, sondern gemeinsam, wenn der Herr kommt, um die Seinen zu sich zu nehmen. Ihn erwarten wir mit Freude.

 

Der Weg bis dahin ist womöglich rau, aber es ist der Weg, den Gott uns führt. Nur die Gnade und die Macht Gottes haben uns bis hierhin gebracht, und diese Gnade ist ausreichend, uns auch auf der letzten Wegstrecke zu bewahren.

 

Kinder Gottes, es geht nach Hause! Es geht dorthin, wo unser Herr schon ist. Und wir werden für immer bei IHM sein.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 7.1.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

 Wahre Gottesfurcht führt zur Anbetung!

 

Wenn du, Jah, auf die Ungerechtigkeiten achtest: Herr, wer wird bestehen?

 

Doch bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest. (Psalm 130,3.4) 

 

Der Verfasser unseres Psalms kannte seinen Gott. Er wusste: Wenn Gott die Ungerechtigkeiten eines Menschen in Betracht zieht, dann kann niemand vor Ihm bestehen. Das verdiente Gericht muss ihn wegraffen. Ein anderer Mann Gottes drückt es so aus: „Du bist zu rein von Augen, um Böses zu sehen.“ Das bedeutet, „um Böses vor deinen Augen zu dulden.“ (Habakuk 1,13)

 

Aber der Psalmdichter wusste noch mehr von seinem Gott: „Doch bei dir ist Vergebung.“ Wie beziehungsreich stehen diese beiden Verse nebeneinander – eine richtige kleine Predigt. Sie lautet etwa so:

 

Wer Gott in seiner Heiligkeit kennengelernt hat und einsieht, dass er wegen seiner Sünden nicht vor Ihm bestehen kann, der darf und muss wissen, dass Gott ihm trotzdem gerne vergeben will. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“ (1.Johannes 1,9)

 

Zuerst müssen wir die Heiligkeit Gottes und seine gerechten Ansprüche zutiefst anerkennen. Dann werden wir das Glück der Vergebung erfahren, wenn wir unsere Sünden aufrichtig bereuen und sie Ihm bekennen.

 

„… damit du gefürchtet werdest“, damit ist nicht Angst vor Gott gemeint, sondern tiefe, echte Gottesfurcht: die Ehrfurcht, die ein Ergebnis der persönlichen Erfahrung mit Gott ist. Die Angst wegen begangener Sünden will uns wegtreiben von Gott, wie es bei Adam war: „Ich fürchtete mich …, und ich versteckte mich.“ (1.Mose 3,10)

 

Echte Gottesfurcht, die aus der Erkenntnis der Gnade und Liebe Gottes hervorgeht, führt uns stattdessen zur Anbetung und lässt uns Gottes Nähe suchen. Das ist sein Ziel mit uns, und so entspricht es seinem Wesen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 17.4.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

 Wie erwarte ich Jesu Wiederkunft in meinem Leben?

 

Die ihr durch Gottes Macht durch Glauben bewahrt werdet …, damit die Bewährung eures Glaubens … befunden werde zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi. (1. Petrus 1,5.7) 

 

Ich warte darauf, dass der Herr Jesus offenbart wird, dass der Sohn Gottes wiederkommt, um mich zu sich zu holen, „zu einem unverweslichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil“, das nie vergehen wird. (V. 4) Deshalb dient alles, was mir hier begegnet – weil Gott es für mich für nötig hält –, nur der Vorbereitung meines Herzens für dieses Ziel, um mich dahin zu bringen, wo unser Herr schon ist.

 

Nichts hat einen größeren praktischen Einfluss auf meine Arbeit und meinen Dienst, als wenn ich den Sohn Gottes erwarte. In diesem Licht erkenne ich den wahren Charakter der Welt und empfange Trost und Ermunterung, wie die Welt sie nicht geben kann. Paulus sagt: „Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus Hoffnung haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen.“ (1. Korinther 15,19) Wenn ich aber den Sohn Gottes aus den Himmeln erwarte, dann sehe ich, wie Gott in meinem Leben handelt, damit es „zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi“ wird.

 

Wenn ich überzeugt bin, dass Jesus Christus wiederkommt, dann wird das Auswirkungen auf mein Leben haben! Heute werde ich von allen Seiten versucht und bedrängt – doch Er wird kommen und mich aus dem allen heraus zu sich holen. Werde ich davon überrascht werden? Wird Er mich vielleicht mit etwas beschäftigt finden, was ich eigentlich schon längst aufgegeben haben sollte? Wie gut, wenn mein Gedanke der sein wird: Jetzt ist das Ende aller Übungen und Prüfungen gekommen, jetzt kommt Der, auf den ich gewartet habe! Er kommt, um mich zu sich zu holen!

 

Jesus Christus kommt wieder! Wenn mir das bewusst ist, dann wird sich meine Arbeit, mein Dienst, ja, mein ganzes Leben verändern.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 7.4.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Von Gottes Wort weitererzählen bringt großen Segen!

 

Und Anna trat zu derselben Stunde herzu, lobte Gott und redete von ihm zu allen, die auf Erlösung warteten in Jerusalem. (Lukas 2,38)

 

 

Die Prophetin Anna gehörte zu dem treuen Überrest Israels, der den Messias erwartete. Der Erlöser und sein Kommen wird schon vorher ihr Hauptthema gewesen sein. Sie hielt sich ja im Vorhof des Tempels auf, um dort unermüdlich „mit Fasten und Flehen“ zu dienen und als Prophetin von Gott her zu reden, „zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung“ der Menschen. (V. 36.37; 1. Korinther 14,3

 

Dann wurde der Erlöser als kleines Kind in den Tempel gebracht. Anna erkannte sogleich, dass Er es war – dass ihr Sehnen nach dem Messias in Erfüllung gegangen war. Sie lobte Gott aus vollem Herzen, und als Prophetin konnte sie auch den Menschen gegenüber nicht davon schweigen. Wir können uns gut vorstellen, in wie vielen einzelnen Gesprächen sie auf das Kind hingewiesen hat und wie sie später von Ihm erzählt und an die herrlichen Zusagen Gottes im Alten Testament erinnert hat, die Christus erfüllen würde. 

 

Es fällt auf, dass Anna ihre prophetische Gabe nicht etwa in der jüdischen Synagogenversammlung ausübte. Dort war das öffentliche Sprechen den Männern vorbehalten, so wie Gott es später durch den Apostel Paulus auch für die christ­lichen Gemeindeversammlungen anordnen würde. (1.Korinther 14,34-37

 

Das allerdings mindert weder den Wert der Gabe, die Anna besaß, noch den Wert ihres Dienstes. Und wie notwendig sind gerade in unserer Zeit – so kurz vor dem Wiederkommen des Herrn – Frauen wie Anna, deren Herzen von Ihm erfüllt sind und die in ihren täglichen Gesprächen „von ihm reden“. 

 

Was für ein Segen geht davon aus!

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 19.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Jesus lebt - Gedanken über den Auferstehungstag!

 

Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades. (Offenbarung 1,17.18)

 

 

Jesus lebt!

 

Freude, Freude: Jesus lebt!

Der für uns im Tod gelegen,

aus dem Grabe sich erhebt,

aller Feinde List entgegen.

Siegreich Er sie überwand.

Jesus lebt, Er auferstand!

 

Wunderbar: der „dritte Tag“,

wovon Jesus oft gesprochen!

Christi Sieg – der Todesschlag,

der des Satans Macht zerbrochen,

ist für uns: Beginn der Zeit

voller Licht und Herrlichkeit!

 

Jesus lebt! O Sieger Dir,

Lebensfürst und Überwinder,

bringen Ruhm und Ehre wir,

freuen sich die Gotteskinder,

alle, die nun haben Teil

an dem Auferstehungsheil.

 

P. W.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 4.4.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Die Auferstehung Jesu als wahrer Mensch, und Gottes Sohn!

 

Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm festgehalten wurde. (Apostelgeschichte 2,24)

 

Gott hat Christus aus den Toten auferweckt! Die Heilige Schrift bezeugt diese Tatsache ebenso deutlich, wie sie andererseits mit großer Sorgfalt betont, dass Jesus selbst in eigener Macht auferstanden ist. Die erste Wahrheit betont, dass Jesus wahrer Mensch ist; die zweite Seite steht damit in Verbindung, dass Er der Sohn Gottes ist.

(vgl. Johannes 2,19; 10,18; Römer 1,4)

 

Petrus spricht in unserem Tagesvers von dem Menschen Jesus, von einem „Mann“, den die Juden „durch die Hand von Gesetzlosen an das Kreuz geschlagen und umgebracht“ haben. (Apostelgeschichte 2,23)

 

Durch den schmachvollen Kreuzestod brachten die Menschen ihre ganze Verachtung gegenüber diesem „Nazaräer“ zum Ausdruck. Gott aber zeigte durch die Auferweckung, wie sehr Er Ihn wertschätzte. Unmöglich konnte Er zulassen, dass sein „Frommer“, der Ihn in seinem Leben und Sterben unendlich verherrlicht hatte, nun wie ein gewöhnlicher Mensch „die Verwesung sehe“. Hatte Er noch geduldet, dass Ihn Gesetzlose umbrachten, so war Er jetzt mit der ganzen Herrlichkeit seines Wesens tätig. Ja, es war „die Herrlichkeit des Vaters“, die den Sohn auferweckte. (V. 27; Römer 6,4)

 

So war die Auferweckung des Herrn Jesus in erster Linie eine ganz persönliche Auszeichnung und Würdigung Gottes für seinen „heiligen Knecht“. Er hatte Ihm sein Leben lang in Treue gedient; und sein Gehorsam war selbst angesichts des so schmachvollen Todes am Kreuz nicht wankend geworden. Diese Auszeichnung beweist, dass Christus durch sein Werk auf Golgatha nicht nur alle Forderungen Gottes im Blick auf die Sünde ganz erfüllt, sondern auch den Vater auf unvergleichliche Weise geehrt hat.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 5.4.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Israels Wüstenreise hat für uns alle eine mahnende Funktion!

 

Alle aßen dieselbe geistliche Speise, und alle tranken denselben geistlichen Trank; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. – Der Fels aber war der Christus.

(1. Korinther 10,3.4) 

 

In der Wüste, auf der Reise von Ägypten nach Kanaan, wurde das Volk Israel von Gott versorgt. Sie aßen das Manna, das jeden Morgen vom Himmel fiel, und tranken Wasser aus dem Felsen, den Mose geschlagen hatte. Alternativen dazu gab es nicht. Sie hatten alle dasselbe, und sie hatten alle genug.

 

Das stoffliche Manna der Wüstenreise wird in unserem neutestamentlichen Bibelwort eine geistliche Speise genannt und der steinerne Felsen ein geistlicher Felsen.

 

Was will der Geist Gottes uns damit sagen?

 

Zunächst dies: In beiden Fällen hatte Gott auf besondere Weise eingegriffen, um Israel in der Wüste zu versorgen. Als das Volk zu Beginn der Reise vor Hunger murrte, ließ Gott Brot vom Himmel regnen; und diese wunderbare Versorgung hörte erst auf, als Israel sich vom Getreide des Landes Kanaan ernähren konnte.
(2. Mose 16,4; Josua 5,12)

 

Auf ähnlich wunderbare Weise versorgte Gott sie mit Wasser. Wo weit und breit keine Quelle zu sehen war, schlug Mose den Felsen im Auftrag Gottes mit seinem Stab. Da kam so viel Wasser heraus, dass das ganze Volk trinken konnte. (2. Mose 17,1-7) Und der Apostel Paulus erklärt: Es war Christus (Gott, der Sohn), der das Volk auf der langen Reise begleitete und auf wunderbare Weise versorgte.

 

Zum anderen weisen die Ausdrücke „geistlicher Trank“ und „geistlicher Felsen darauf hin, dass die Ereignisse der Wüstenreise eine vorbildliche oder typologische Bedeutung haben. Wir lernen daraus, dass Christus auch uns auf der Reise durch eine böse Welt, die dem inneren Menschen nichts bieten kann, mit geistlicher Speise und geistlichem Trank versorgen will. Zugleich haben die Vorbilder der Wüstenreise eine mahnende Funktion, damit wir nicht nach bösen Dingen begehren  (1. Korinther 10,6-11) 

 

Tägliche Bibellese:   Esther 5,1-14  Sprüche 20,1-10

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 1.3.2022 entnommen ) 

Lasse dir deine geistliche Speise nicht verunreinigen!

 

Es war Hungersnot im Land. … Und Elisa sprach zu seinem Knaben: Setze den großen Topf auf und koche ein Gericht für die Söhne der Propheten. (2. Könige 4,38) 

 

Der Prophet Elisa weist seinen Diener an, den großen Topf auf das Feuer zu setzen. – Wäre nicht ein kleiner Topf angemessener gewesen? Schließlich herrscht Hungersnot. Und was soll in den großen Topf hinein? – So ungefähr denkt wohl einer der Prophetenschüler, der losgeht, um auf dem Feld Kräuter zu suchen. Er findet wilde Früchte, die er dann zerschnitten in den Topf gibt.

 

Doch der Mann begeht zwei Fehler:

Zunächst einmal zieht er offenbar ohne jede Aufforderung des Propheten los.

Und dann erntet er in seiner Unwissenheit völlig ungenießbare Früchte von einem Kürbisgewächs und verdirbt damit die ganze Mahlzeit.

 

Wenn es um geistliche Speise für uns heute geht, dürfen wir alles vom Herrn Jesus erwarten. Er will uns sättigen. Ihm fehlt es nicht an Möglichkeiten, „den großen Topf“ zu füllen. Sein Wort aufbereitet für unsere Herzen – ist das, was wir brauchen, damit unser innerer Mensch gestärkt wird.

 

Doch ähnlich wie der Prophetenschüler stehen auch wir in der Gefahr, das Geistliche, was der Herr geben will, mit menschlichen Ideen anzureichern. Wir vermischen dann Geistliches und Natürliches und merken zunächst gar nicht, dass wir damit das Geistliche verderben!

 

Der Herr Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten“ (Johannes 6,35) Er allein kann durch sein Wort und seinen Geist und oft mithilfe seiner Knechte, die Er dazu befähigt und beauftragt hat, unseren geistlichen Hunger stillen.

 

So endet auch unsere Geschichte:

Man wirft Mehl, ein Bild des Herrn Jesus, des vollkommenen Menschen, in den Topf. Nun ist die Speise genießbar, und alle werden gestärkt.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 20.2.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Die Gemeinschaft am Tisch des Herrn!

 

Sind nicht die, welche die Schlachtopfer essen, in Gemeinschaft mit dem Altar?

 

(1. Korinther 10,18)

 

Wenn wir uns mit anderen an den Tisch setzen, um zusammen mit ihnen zu essen, drücken wir dadurch Gemeinschaft mit ihnen aus. Wenn ein Israelit Gott ein Dank- oder Friedensopfer dar­brachte und von dem Opfertier aß, trat er dadurch in Gemeinschaft mit dem Altar, der auch Tisch des HERRN genannt wurde. Das bedeutete Gemeinschaft mit Gott selbst, der als Erster seinen Anteil an dem Opfer empfing: sein Brot oder seine Speise  (3. Mose 3,11; Maleachi 1,12)

 

Zugleich bekundete der Opfernde Gemeinschaft mit dem darbringenden Priester, der eben­falls einen Anteil empfing, und mit allen anderen aus dem Volk Gottes, die rein waren und von diesem Opfertier aßen. (3. Mose 7,19.28-36)

 

Das Friedensopfer zeigt uns also im Vorbild die Gemeinschaft der Gläubigen mit Gott aufgrund des Opfers Jesu Christi. Es zeigt uns ferner die Gemeinschaft mit Christus selbst, im Bild des Priesters, und mit der ganzen Versammlung Gottes. Diese Gemeinschaft findet heute im Brotbrechen am Tisch des Herrn ihren Ausdruck. (1. Korinther 10,16.17.21)

 

Es ist Gott wohlgefällig, wenn wir am Tisch des Herrn beachten, dass ER den ersten Anteil am Tod Christi hat und dass wir erst an zweiter Stelle kommen. Wenn wir wirklich geistlich sind, werden wir uns darüber freuen, dass Gott in dem Opfer Christi alles das findet, wonach sein Herz verlangt.

 

Gott erfreut sich an Christus, der sich IHM völlig hingegeben hat.

 

Die Gläubigen blicken auf dasselbe Opfer.

 

Sie dürfen die Freude Gottes teilen, wenn sie in den tiefen Leiden des Herrn Jesus seine moralische Herrlichkeit und seine völlige Hingabe an den Vater hervorstrahlen sehen. Indem sie Christus und sein Opfer bewundernd betrachten, haben sie tiefe, beglückende Gemeinschaft mit Gott selbst.

 

Tägliche Bibellese:   Esther 3,1-15  Sprüche 19,8-14

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 27.2.2022 entnommen )  

Gottes Bach ist voll Wasser!

 

Auf dem Weg wird er trinken aus dem Bach, darum wird er das Haupt erheben. (Psalm 110,7)

 

 

Das heutige Psalmwort redet prophetisch von unserem Herrn als wahrem Menschen hier auf der Erde. Die Welt, die Er geschaffen hatte, kannte Ihn nicht. Sein Volk wusste aus den Propheten, dass der Messias kommen würde, und die Schriftgelehrten kannten die Weissagungen über Ihn auswendig, und doch brachte man Ihm von Anfang an entschiedene Ablehnung entgegen: „Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an“ (Johannes 1,10.11)

 

Aber Gott sorgte dafür, dass Er während seines Dienstes „aus dem Bach trinken“ konnte: Er fand hier und da Erfrischung für sein Herz, um sich auf seinem beschwerlichen Weg zu erquicken.

 

Eine samaritische Frau erkannte Ihn als den Christus. – Maria von Bethanien hielt sich zu seinen Füßen auf, um Ihm zuzuhören und Ihn anzubeten. – Auf die Frage an seine Jünger: „Wer sagt ihr, dass ich sei?“, bekannte Petrus klar und deutlich: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Und ein anderes Mal unterstrich er die Aussage mit den Worten: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.“

 

Wie wohl taten solche Worte dem Herzen des Herrn! (Matthäus 16,16; Johannes 6,68)

 

Dieser „Bach der Erfrischung“ steht darüber hinaus für die stete Gemeinschaft, die der Herr Jesus mit seinem Gott hatte. Zwischen dem Sohn, der als Mensch auf dieser Erde lebte, und dem Vater herrschte stets ungetrübte Harmonie, völlige Freude. Ahnen wir ein wenig, was für eine Stärkung die Stunden des Gebets für den himmlischen Fremdling bedeuteten, wenn Er mit seinem Gott allein war? Hier schöpfte Er täglich Kraft für seinen schweren Weg.

 

Und wenn wir uns auch nicht Ihm gleichstellen wollen, so gilt doch uns ebenso: „Gottes Bach ist voll Wasser“ (Psalm 65,10)

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 21.3.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Ich bin mit Christus gekreuzigt!

 

Von mir aber sei es fern, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt. (Galater 6,14) 

 

Gedanken über das Kreuz 

 

Das Kreuz des Herrn Jesus trennt den Gläubigen von der Welt, ebenso wie das Blut Christi den Gläubigen mit Gott verbindet.(vgl. Epheser 2,13) Wenn es für mich selbst irgendetwas zu rühmen gäbe, dann könnte es nur das Kreuz Christi sein. Aber das wäre ein völlig anderer Ruhm als der, den die Menschen der Welt oder die Verführer der Galater suchen.

 

Christus am Kreuz – das ist das Letzte, was die Welt von Ihm gesehen hat. Warum wurde Er gekreuzigt? Er konnte als Sohn Gottes die Anerkennung und Huldigung der Welt beanspruchen. Aber sie verwarf den Einzigartigen. Das Zeichen davon ist das Kreuz.

 

Viele verehren das Symbol des Kreuzes, ohne seine tiefe Bedeutung zu erkennen. Aber sich zum Kreuz Christi zu bekennen, hat nur Wert für den, der glaubt: „Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.“ Für die anderen ist das Kreuz kein Zeichen des Segens, sondern des Fluches. (Galater 2,19.20; 3,13)

 

Am Kreuz endete das Leben Christi in Bezug auf die Welt.

 

Die Welt hat Ihn zu Tode gebracht und den Auferstandenen nicht gesehen. Und der Gläubige ist mit Christus gekreuzigt und steht deshalb – wenn er seine Stellung anerkennt und verwirklicht – für ein Leben nach den Grund­sätzen der Welt nicht mehr zur Verfügung: Ich bin für die Welt nicht mehr da, weil ich mit Christus eins gemacht bin in seinem Tod.

 

Das Kreuz reißt auch die Wurzeln meines Selbstvertrauens aus.

 

Ich rühme mich des Kreuzes und nicht mehr der natürlichen Fähigkeiten, deren sich die Welt rühmt. Die Welt ist mir gekreuzigt.“ Wenn es gut um mich steht, wird ihre Anziehungs­kraft auf mich immer mehr schwinden; denn die Welt liegt unter dem Fluch, weil sie den Sohn Gottes hinausgeworfen hat.

 

Tägliche Bibellese:   Esra 2,1-70  Sprüche  4,1-9 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 20.1.2022 entnommen )

In den letzten „Fußabdruck“ können wir nicht treten!

 

Wenn ihr ausharrt, indem ihr Gutes tut und leidet, das ist wohlgefällig bei Gott. Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. (1. Petrus 2,20.21)

 

Ist das bei uns ebenso?

 

Müssen Christen denn immerfort dafür leiden, dass sie Gutes tun, wenn sie Gott gefallen wollen? – Nein, das will dieses Bibelwort nicht sagen. Aber wenn sie vonseiten der Welt zu leiden haben, dann darf es nur für gute Taten sein. – Hätten die gläubigen Hausknechte damals etwas „auf dem Kerbholz gehabt“, dann wäre ihr Zeugnis für den Herrn zunichte gewesen.

 

Auch Christus hat dafür gelitten, dass er Gutes tat – für Gott war es ein „Wohlgeruch“! Wollen wir nicht unsere Füße in seine Fußspuren setzen? Doch damit wir dies können, müssen wir sie kennen. Deshalb wollen wir „seine Fußspuren“ in den Versen 22 bis 24 ein wenig betrachten.

 

 

„Er tat keine Sünde.“ Wie oft treten wir hier daneben, und dennoch müssen wir nicht sündigen. (1. Johannes 3,6)

 

„In seinem Mund wurde kein Trug (keine Täuschung) gefunden.“ Er war „durchaus das, was er auch redete.“ (Johannes 8,25) Ist das bei uns ebenso?

 

„Gescholten, schalt er nicht wieder.“ Uns dagegen muss gesagt werden: „Vergeltet nicht …Scheltwort mit Scheltwort.“ (1. Petrus 3,9)

 

„Leidend, drohte er nicht.“ Er, der dem Wind und den Dämonen „drohte“, weil Er die Macht dazu hatte, war in seiner freiwilligen Erniedrigung „wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern.“ (Jesaja 53,7)

 

„Er übergab sich dem, der gerecht richtet.“ Wollen nicht auch wir das Unsere Ihm überlassen, damit wir für sein Werk besorgt sein können?

 

In den letzten Fußabdruck“ können wir nicht treten: „Er hat selbst unsere Sünden an seinem Leib auf dem Holz getragen.“ Aber als praktische Konsequenz daraus können wir, „den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben“.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 31.5.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Kopfwissen alleine genügt nicht, es muss dein Herz erreichen!

 

Sie beschlossen aber, dass jeder von den Jüngern, je nachdem einer von ihnen begütert war, den Brüdern, die in Judäa wohnten, etwas zur Hilfeleistung senden solle; was sie auch taten.

 

(Apostelgeschichte 11,29.30)

 

 

Bedürfnisse kennen ist eine Sache, helfen wollen eine andereund wirklich etwas tun eine dritte.

 

In der Versammlung in Antiochien passte alles zusammen. Ein Prophet war gekommen und hatte eine große weltweite Hungersnot angekündigt. Keine Spekulation, sondern Leitung des Heiligen Geistes! Sofort dachten die Christen in Antiochien an ihre Brüder in Judäa. Sie wussten, dass diese durch Verfolgung ohnehin verarmt waren. Und jetzt noch eine Hungersnot …? – Damit war das Bedürfnis klar.

 

Bei näherem Nachdenken rutschte dieses Kopfwissen“ eine Etage tiefer: Es erreichte ,,die Herzen‘‘. Sie wurden bewegt. Und so fassten sie den Beschluss: Wir helfen! Dabei wurden zwei Maßstäbe angelegt: 

 

Jeder von den Jüngern“ sollte etwas geben – darin waren sie alle gleich. Keiner sollte, keiner wollte sich ausklinken. Denn es waren ihrer aller Brüder, die betroffen waren.

 

Gleiche Motivation führte zu tätiger Einmütigkeit!

 

Je nachdem einer von ihnen begütert war, so gab er – darin waren sie unterschiedlich. Es gab keine Schablone, keine Kontrolle. Jeder gab gemäß dem, was er besaß.

 

Und dann gaben sie wirklich: „… was sie auch taten.

 

Die Hände setzten um, was der Kopf zur Kenntnis genommen und das Herz beschlossen hatte.

 

Es blieb nicht nur bei einem guten Vorsatz!

 

Was ist das Ergebnis, wenn Gläubige auf diese Weise Geber sind? – Dann stillen sie den Mangel der Gläubigen und geben damit Anlass dazu, dass die Empfänger Gott aus überströmenden Herzen danken. (2. Korinther 9,12)

 

Was für eine Motivation für uns!

 

Tägliche Bibellese:   Esra 9,5-15  Sprüche 9,1-18

 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 31.1.2022 entnommen )

Wiedergeborene Christen sollten sich vor
der unreinen Finsternis hüten!

 

Dem Reinen ist alles rein. (Titus 1,15) 

 

Kann ein Christ unsaubere Literatur lesen – und innerlich rein bleiben?

 

Kann ein Christ Videos mit Gewalttat oder Schmutz ansehen – und dabei in seinem Denken nicht befleckt werden? Manche Christen zitieren die obige Bibelstelle, um diese Fragen mit ,,Ja‘‘ zu beantworten und sogar unmoralische Handlungen zu rechtfertigen!

 

Nein! Unser Text besagt keineswegs, dass Christen alles, was sie nur wollen, lesen oder sich ansehen können, weil sie gegen Böses immun seien. Er bedeutet nicht, dass Pornographie oder Schund wie durch ein Wunder harmlos würden, wenn „reife“ Christen so etwas ansehen oder lesen, auch dann nicht, wenn sie das vielleicht mit der Absicht tun, besser informierte Zeugen gegenüber Ungläubigen zu sein. Die Schrift betont, dass „reife“ Christen sich unheiligen und unreinen Einflüssen nicht aussetzen können, ohne Schaden zu nehmen; und sie ermahnt die Gläubigen, sich von allem fernzuhalten, was möglicherweise verderblich wirken könnte.

 

Die Kinder Israel im Alten Testament sollten sich nach den Praktiken der heidnischen Religionen nicht einmal erkundigen, damit sie nicht in Versuchung kämen, sich in deren unzüchtige und unmoralische Handlungen hineinziehen zu lassen. Ähnlich gilt dem Volk Gottes in unserer nachchristlichen Kultur, dass wir Unreines nicht anrühren sollen. Wir können schwerlich „jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus“, wenn wir uns mit dem Lesen oder Anschauen von Dingen beschäftigen, die geschrieben oder vorgestellt werden, um unsere gefallene, sündige Natur zu reizen.

(vgl. 5. Mose 12,30; 2. Korinther 6,17; 10,5).

 

Das Wort „Dem Reinen ist alles rein“ wurde im Blick auf gewisse Speisen geschrieben, nicht im Blick auf zweifelhafte Literatur oder Filme! Ja, selbst für die, deren Sinn in Christus gereinigt worden ist, sind durchaus nicht alle Dinge rein! 

 

Tägliche Bibellese:   Nehemia 1,1-11  Sprüche 10,11-21 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 2.2.2022 entnommen )

Mit Liebe am Leib dienen!

 

1.Kor.12,18 Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat.

1.Kor.12,24 denn unsere anständigen brauchen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringeren Glied um so größere Ehre gab,

1.Kor. 12,25 damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen.

Von Beginn seines Dienstes auf der Erde an hat der Herr Jesus Menschen berufen, seine Jünger zu sein und mit Ihm zu arbeiten. Ebenso beruft Gott heute Evangelisten und sendet sie aus, die gute Botschaft des Heils in der ganzen Welt und in allen Schichten der menschlichen Gesellschaft zu verkündigen.

 

Alle, die zum Glauben kommen, werden der Versammlung (Gemeinde) hinzugefügt. Dann sind sie Glieder am Leib Christi.

 

Gott gebraucht die Gläubigen zur Auferbauung und zum Wohl des ganzen Leibes Christi.

 

Sicher ist Er auch jedem Einzelnen von ihnen nahe, wenn sie einsam sind und Trost und Ermutigung von Ihm brauchen. Aber Er erwartet von den Seinen, dass sie wie Knie  sind, um für die Kranken und die Bedrängten zu beten; dass sie  Händen  gleichen, die in schwierigen Augenblicken materielle Hilfe bringen; und dass sie sich wie  Füße  benutzen lassen, um Menschen durch einen Besuch zu ermuntern. Sie sollen auch wie  Ohren  sein, die mit Geduld zuhören, wenn jemand sich ihnen anvertrauen will, und wie  Augen,  die einen Blick haben für die wahren Schwierigkeiten des einen oder anderen.

 

Nur die Liebe, die Liebe Gottes im Herzen des Gläubigen, kann einem solchen Dienst Wirkung und Wert verleihen. Unser Egoismus dagegen begrenzt und hindert den Dienst. Das Leben des Leibes Christi leidet dann darunter und verkümmert.

 

Lasst uns also nicht übersehen, dass Gott für jedes seiner Kinder besondere Aufgaben vorgesehen hat, damit der ganze Leib Christi ungehindert wachsen kann.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 18.6.2019 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Halte deinen Leib rein, denn er gehört Gott!

 

1.Kor.6,13 Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen; Gott aber wird diesen und jene wegtun. Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib.

 

1.Kor.6,14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.

 

1.Kor.6,15 Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? Soll ich nun die Glieder des Christus nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne!

 

Der natürliche Körper der Gläubigen leidet zwar noch unter den Folgen des Sündenfalls, aber er gehört dennoch dem Herrn. Wir können mit ihm nicht tun und lassen, was wir wollen. Der Herr hat uns erkauft mit Geist, Seele und Leib.

 

Wir gehören also ganz Ihm, und unser Leib soll „für den Herrn“ sein, ein Werkzeug in seiner Hand. Andererseits ist der Herr „für den Leib“, das heißt: Er versorgt ihn. Ein Grund mehr, diesen Leib Ihm auch zur Verfügung zu stellen und rein zu erhalten.


Als Gläubige dürfen wir wissen, dass unsere Seele und unser Geist bereits jetzt errettet sind.

 

Doch auch unser Körper wird noch errettet werden, wenn der Herr kommt, um uns zu sich zu holen. Gott wird seine Macht an unseren Körpern erweisen, wie Er sie bei der Auferstehung seines Sohnes erwiesen hat.

Eph.1,19 was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.

 

Unsere Körper werden – ob wir sterben und auferweckt werden oder ob wir bei seiner Ankunft leben – durch seine Macht umgestaltet und entrückt, „dem Herrn entgegen in die Luft.“

1.Thes.4,17 Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.


Das zeigt ebenfalls, dass der Körper für Gott nicht unwesentlich oder wertlos ist.

 

Im Gegenteil, denn mit unserem Körper loben und dienen wir dem Herrn, und zwar nicht nur hier auf der Erde, sondern auch dann, wenn wir bei Ihm im Himmel sind.


Noch etwas hebt den Wert unserer Körper hervor: Sie werden als „Glieder Christi“ bezeichnet.

 

Wird unser Körper dadurch nicht geadelt? Er gehört zu dem verherrlichten Christus. Wie schrecklich ist vor diesem Hintergrund, wenn wir unseren Körper durch jede Art von Hurerei verunreinigen. Darum gilt die Ermahnung: „Flieht die Hurerei!“

1.Kor.6,18 Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch [sonst] begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib. 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 28.8.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Wir müssen das gelesene und gelernte Wort in die Tat umsetzen!

 

In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich sündige.

 

Mit meinen Lippen habe ich erzählt alle Rechte deines Mundes.

 

Über deine Vorschriften will ich sinnen und Acht haben auf deine Pfade.

 

(Psalm 119,11.13.15)

  

damit es sitzt!

  

Ein Missionar in Korea erhielt unerwartet Besuch von einem jungen Christen, der durch seinen Dienst zum Glauben an den Herrn Jesus gekommen war. Der junge Mann hatte Hunderte von Kilometern zu Fuß zurückgelegt, um seinem „Vater im Glauben“ Bibeltexte vorzutragen, die er auswendig gelernt hatte. Zum Erstaunen des Missionars konnte er ihm, ohne zu stocken, die ganze Bergpredigt aufsagen.

 

Der Missionar lobte ihn, weil er so viel gelernt hatte. Aber er versuchte auch, ihm zu erklären, dass das Gelernte zunächst einmal nur im Kopf sitzt und dass es seinen Platz in unserem Herzen und Leben finden muss.

 

Wir müssen das Gelernte in die Tat umsetzen!

 

Da leuchteten die Augen des jungen Mannes auf. „Ja, das ist wahr! Und nur auf diese Weise habe ich die Bibelverse überhaupt lernen können“, erzählte er. „Zuerst hatte ich versucht, die Worte alle nacheinander auswendig zu lernen, aber da wollten sie nie richtig sitzen. Doch plötzlich kam mir ein Gedanke, und dann habe ich es auf andere Weise versucht: Immer, wenn ich einen Abschnitt auswendig gelernt hatte, ging ich zu dem einen oder anderen heidnischen Nachbarn und versuchte, das auszuführen, was das Wort mich lehrte. – Und dann merkte ich, dass die Worte auch ,saßen‘.“

 

An deinen Satzungen habe ich meine Wonne; dein Wort werde ich nicht vergessen.“

 

Psalm119,16 

Tägliche Bibellese:   Joel 1,1-20  Sprüche  1,10-20

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 15.1.2022 entnommen ) 

Wie reagieren wir, wenn wir ungerecht behandelt werden?

 

Und so sprach Simei, indem er fluchte: Hinweg, hinweg, du Mann des Blutes und Mann Belials! … Aber der König sprach: … Ja, mag er fluchen! Denn wenn der HERR ihm gesagt hat: Fluche David!, wer darf dann sagen: Warum tust du so? (2. Samuel 16,7.10)

 

 

David befindet sich auf der Flucht vor seinem Sohn Absalom, der ihm das Königtum entreißen will. David weint, während er Jerusalem verlässt. Da kommt ihm Simei entgegen, ein entfernter Verwandter Sauls. Er zeigt keinen Respekt vor David und kein Mitgefühl für seinen Schmerz, sondern er flucht ihm und sagt, dass Davids Leid die gerechte Strafe Gottes für alles Unrecht sei, das er dem Haus Sauls angetan habe. Der hasserfüllte Vorwurf Simeis ist offensichtlich ungerecht, denn David hatte sich gegenüber Saul und seiner Familie vorbildlich verhalten. (1. Samuel 24,7; 26,11; 2. Samuel 1,17-27; 4,11; 9,1)

 

Wie müssen die Verwünschungen Simeis David getroffen haben! David hätte sich rechtfertigen und Simei bestrafen können, aber er reagiert ganz anders. Er sieht Gott hinter diesen Umständen und nimmt die harte und ungerechte Behandlung willig aus dessen Hand an. Vielleicht dachte er dabei auch an seine Sünde mit Bathseba und an die Strafe Gottes dafür. (vgl. 2. Samuel 12,9.10)

 

Wie reagieren wir, wenn wir ungerecht behandelt werden?

 

Das hängt entscheidend davon ab, ob wir vor Gott stehen oder alles nur auf der horizontalen Ebene beurteilen. Im letzteren Fall besteht die Gefahr, zu verbittern, unversöhnlich zu sein und den zu meiden, der uns Unrecht getan hat. Wenn wir uns aber bewusst machen, dass Gott alles zugelassen hat, auch das Böse, das uns angetan wird, dann ändert sich alles. Denn wenn Gott es für wichtig hält, uns durch Unrecht, das uns zugefügt wird, zu erziehen und geistlich wachsen zu lassen, dann ist es unerheblich, welches Werkzeug Er dazu benutzt.

 

Lasst uns neu von David lernen, alles, was uns widerfährt, aus der Hand des Herrn anzunehmen. So ehren wir Ihn und vermeiden weiteren Schaden durch zornige Regungen unserer sündigen Natur.

 

Tägliche Bibellese:   Esra 3,1-13  Sprüche  4,10-27 

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 21.1.2022 entnommen )

Zeit für das Gebet im Verborgenen!

 

Du aber, wenn du betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. (Matthäus 6,6)

 

 

Das Gebet „im Verborgenen“ ist eines der wichtigsten Elemente in unserem Glaubensleben. Und doch entschuldigen wir uns vielleicht manches Mal und sagen: „Ich habe keine Zeit zum Beten.“ Wenn wir aber keinen regelmäßigen Umgang mit Gott in der Stille pflegen, wird unser geistliches Leben dürr und kraftlos, und unser Dienst für Ihn kann nicht zum Segen sein.

 

Wir finden oft viel Zeit, unnützen Dingen nachzugehen!

 

Da ist Zeit, uns mit anderen über oberflächliche Themen zu unterhalten, aber keine Zeit, mit Gott allein zu sein im Gebet. Dem Feind kann das nur recht sein. Er legt uns tausend Schwierigkeiten in den Weg. Darum sind Energie und Entschiedenheit nötig, dass wir uns vom Tagesgeschehen losreißen, um mit Gott allein zu sein.

 

Es kann auch sein, dass wir Zeit finden, vor die Menschen zu treten, um das Evangelium zu predigen und den Gläubigen zu dienen, uns aber wenig Zeit nehmen, um vor Gott zu treten, um mit Ihm allein zu sein. In den Augen unserer Umgebung erscheinen wir dann vielleicht geistlich, während Gott ganz anders über uns denkt.

 

In der „Kammer“ sind wir allein mit Gott. Ihn können wir nicht täuschen. Dort können wir auch keinen Eindruck auf andere machen. Niemand ist da, der unseren Eifer sieht. Da lernen wir, was für ein Segen damit verbunden ist, vor Gott, unserem Vater in Christus Jesus, unser Herz auszuschütten.

 

In der Stille, Herr, vor Dir

darf ich Kraft und Freude finden;

und Du willst mein Herz in ihr

inniger noch an Dich binden.

Dank! Du segnest reich mich hier:

In der Stille, Herr, vor Dir.

 

P. W.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 6.4.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Bei Jesus ist Gnade und Wahrheit vollkommen

 

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns … voller Gnade und Wahrheit.

(Johannes 1,14)

 

Als der Herr Jesus hier auf der Erde lebte, zeigte sich gerade in den Alltagssituationen seine moralische Herrlichkeit. In allem war sein ganzes Verhalten vollkommen, war „voller Gnade und Wahrheit“ – auch dann, wenn Er als Gast eingeladen war und bei anderen am Tisch saß.

 

Da wird Er gastfreundlich im Haus eines Pharisäers aufgenommen – und bleibt doch gleichzeitig sich und seinem Auftrag treu und lehrt und weist zurecht. Genauso wie Er es draußen, bei den Volksmengen, getan hat, so macht Er auch im Innern des Hauses die Finsternis offenbar. Denn Er ist „das Licht“, und Er handelt als „das Licht“.

 

Joh.8,12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.

 

Lk.7,36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch.

 

Während Jesus das Haus des Pharisäers als Lehrer betritt – und als solcher den moralischen Zustand verurteilt, den Er dort vorfindet –, sehen wir Ihn in der Wohnung eines Zöllners als Heiland.

 

Da bereitet Levi Ihm ein Mahl in seinem Haus und lädt Zöllner und Sünder ein. Und als das den Ärger der Schriftgelehrten, der religiösen Leiter des Volkes erregt, offenbart sich der Herr als Heiland und sagt: „Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das ist: ,Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘; denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder“.

 

Mt.9,12 Jesus aber, als er es hörte, sprach zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

 

Mt.9,13 Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer«. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.

 

Einfache Worte, doch zugleich treffend und bedeutungsvoll! Simon, der Pharisäer, war unwillig darüber, dass eine Sünderin in sein Haus kam und sich Jesus nahte – während Levi, der Zöllner, gerade Sünder einlud, damit sie Mitgäste des Herrn Jesus wären. Im Haus des einen tadelt der Herr – im Haus des anderen zeigt Er seine ganze Gnade! Wie vollendet und vollkommen harmonisch zeigen sich bei Ihm „Gnade und Wahrheit“!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 3.1.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Glaube fest, dass Gott sich kümmert!

 

So demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr all eure Sorge auf ihn werft; denn er ist besorgt für euch. (1. Petrus 5,6) 

 

Was für ein Vorrecht für jeden Gläubigen – unsere ganze Sorge auf Gott zu werfen! Dann können wir erleichtert weitergehen, weil wir wissen, dass Er besorgt ist für uns. Wie wohl muss uns sein, wenn wir das von Herzen getan haben!

 

Doch die Erfahrung lehrt, dass die Sorgen allzu oft bei uns zurückgeblieben sind und von neuem an uns nagen. Dann hören wir vielleicht den Rat: „Du musst deine Sorgen auch dort lassen, wohin du sie gebracht hast, und darfst sie nicht wieder aufpacken!“ Das ist richtig. Aber wie macht man das? Da, wo der gute Rat aufhört, fängt unser Problem ja erst an!

 

Als Erstes ist zu beachten, dass wir eine Aussage der Bibel immer in ihrem Zusammenhang sehen müssen. Und der lautet hier: „So demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes.“ Über unseren Bitten und Wünschen, und seien sie noch so berechtigt, steht immer die Regierung Gottes. Das ist die Art und Weise, wie Er das Geschehen in seiner Weisheit und nach seinem Willen lenkt. Zu dieser Regierung müssen wir Ja sagen und bereit sein, uns ihr zu fügen. Diese Ergebenheit ist dann einer der Schlüssel dazu, von unseren Sorgen frei zu werden. Erst dann kann Gott uns „erhöhen zur rechten Zeit“; und wir werden erleben, wie vollkommen Er selbst für uns sorgt.

 

Ein anderer Schlüssel heißt: Glauben! Wir müssen wirklich und wahrhaftig damit rechnen, dass Gott das tun kann, was nötig ist, und dass Er unsere Sorge zu seiner eigenen gemacht hat. Ein Kind, das mit einem Anliegen zu seinem Vater kommt und ihm seinen Kummer sagt, geht wieder fort in dem Bewusstsein: „Mein Vater macht das jetzt.“

 

Davon können auch wir lernen, denn das ist praktischer Glaube.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 27.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Die Menschwerdung Jesu Christi!

 

Dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. (Lukas 2,12) 

 

Was für ein merkwürdiges Zeichen ist es doch, an dem die Hirten von Bethlehem den neugeborenen Erretter erkennen sollen!

 

Saul, der erste König des Volkes Israel, hatte Beachtung gefunden, weil er „von seiner Schulter an aufwärts alles Volk überragte“ (1. Samuel 9,2) Der Messias aber, der Sohn Gottes, sollte an den Windeln und an der Futterkrippe erkannt werden. Und doch war Er in dieser tiefen Erniedrigung zugleich Derjenige, der die ganze Welt „durch das Wort seiner Macht“ trägt. (Hebräer 1,3)

 

Zweifellos hätte der Sohn Gottes gleich als Erwachsener unter den Menschen erscheinen können, also ohne geboren zu werden, aber dann wäre das Geheimnis seiner wahren Menschwerdung, seiner tiefen Erniedrigung, nicht so deutlich zutage getreten. Hatte der Prophet Jesaja nicht gesagt: „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben“? Hinzu kommt, dass unser Heiland in alle unsere Lebensumstände in jedem Lebensalter eintreten wollte, um uns aus Erfahrung zu verstehen und zu helfen. (Jesaja 9,5; Hebräer 2,17.18)

 

Die Engel brachen in Jubel aus, weil sie die größte Nachricht verkündigten, die der Welt je mitgeteilt worden ist: „Euch ist heute in der Stadt Davids ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ (V.11)

 

Und in ihrem Lob vernehmen wir

 

Anbetung: Herrlichkeit sei Gott in der Höhe;

 

eine Prophetie: Friede auf Erden;

 

und eine gute Botschaft: „an den Menschen ein Wohlgefallen.

 

Die Hirten gingen nach Bethlehem und fanden das Kind. Auch sie verherrlichten und lobten Gott – und wir dürfen voll Freude und Dankbarkeit in ihr Lob einstimmen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 24.12.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Selbstgerechtigkeit verhindert heilsames Erkennen!

 

Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, dass er von ihnen redete. (Matthäus 21,45) 

 

Das war ein seltenes Erkennen. Wenn die Hohenpriester und Pharisäer die Worte des Herrn gehört haben, werden sie meist – wie es uns Menschen von Natur aus liegt – an den einen oder anderen gedacht haben, den sie kannten. Der Gedanke, „dass er von ihnen reden“ könnte, lag ihnen zunächst ganz fern. Diesmal war es jedoch unmöglich für sie, sich der Macht der Worte Jesu zu entziehen und dem Licht der göttlichen Wahrheit auszuweichen. 

 

Es war also ein seltenes Erkennen, aber ein heilsames. Oder vielmehr, es hätte ein heilsames Erkennen sein können. Doch dabei standen ihnen ihre Selbstgerechtigkeit und ihre Selbstsicherheit im Weg. Sie waren ja so dankbar, dass sie „nicht waren wie die Übrigen der Menschen“, wie dieser und jener.(Lukas 18,11) Zudem standen sie in dem Ansehen, dass bei ihnen alles in bester Ordnung sei. Sie waren die religiösen Führer; wie konnte es da einer wagen, auf diese Weise „von ihnen zu reden“

 

Ja, es hätte ein heilsames Erkennen sein können. Doch das ließ der Pharisäerstolz nicht zu. Als ihnen klar wurde, dass genau sie gemeint waren, sie persönlich und niemand sonst, da „suchten sie ihn zu greifen.“ (V. 46)

 

So ist der Mensch – so sind wir, du und ich, von Natur aus. 

 

Nehmen wir uns ein Beispiel an David. Er betete: 

 

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg!

Psalm 139,23.24 

 

Das Urteil über unseren Herzenszustand steht allein Gott zu. Wer Ihm sein Inneres offenlegt, wird geistlich wachsen und Frucht für Gott hervorbringen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 19.5.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

ER löst alle deine Probleme, aber auf SEINEN Ratschluss hin!

 

HERR, ich habe deinen Namen angerufen.

 

Du hast meine Stimme gehört.

 

Du hast dich genaht an dem Tag, als ich dich anrief; du sprachst: Fürchte dich nicht! (Klagelieder 3,55-57)

 

 

Das Gebet eines bedrängten Gläubigen, der seine Zuflucht bei Christus sucht, erreicht immer sein Ziel. Die größte Schwachheit auf unserer Seite ist der stärkste Aufruf an die unendliche Liebe Gottes. Es ist unmöglich, dass ein solches Gebet ohne Antwort bleibt. Hiob fragte einst: „Wird Gott sein Schreien hören, wenn Bedrängnis über ihn kommt?“ Und Gott, der die Stimme des jungen Ismael hörte, als seine Mutter ihn aufgegeben hatte, gibt die Antwort: „Gott hat auf die Stimme des Knaben gehört.“ (Hiob 27,9; 1. Mose 21,15-17)

 

Beten und von Gott gehört werden ist eine wunderbare Erfahrung!

 

Eine niedergedrückte Frau wurde einmal sehr durch einen Besuch ermuntert. Was hatte er ihr gebracht? Nicht einmal ein paar Trostworte. Der Besucher erzählte später, er sei an diesem Tag selbst „gar nicht auf der Höhe“ gewesen. Und doch hatte er der Frau eine große Wohltat erwiesen. Wie das? Er hatte ihr zugehört; und das war es, was sie in diesem Augenblick am meisten brauchte.

 

Gott aber hört uns nicht nur, sondern Ihm stehen auch alle Hilfsquellen zu Gebote

 

Bist du niedergedrückt durch die Umstände deines Lebens? Dann wende dich an den Herrn Jesus! Öffne Ihm dein Herz! Wenn du keine Worte findest, weine zu seinen Füßen. Er wird deine Tränen stillen und dir in deiner Not beistehen. Sein Ziel ist es, dir wohlzutun!

 

Und wenn Gott dir dabei nicht unbedingt das schenken kann, was du wünschst, so wird Er dir doch das geben, was nach seiner Weisheit zum Segen für dich ist.

 

Vertraue Ihm!

 

Du wirst zur Ruhe kommen, wenn du deine Sache ganz Ihm übergibst. Lege Ihm deine Probleme dar, und lass sie Ihn nach seiner Weise lösen. Das wird auf jeden Fall das Beste für dich sein.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 12.5.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wissen, das Gott mir helfen wird!

 

Was beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, der die Rettung meines Angesichts und mein Gott ist. (Psalm 43,5)

  

Auf Gott harren

  

Dieser Vers steht fast wortwörtlich auch zweimal in dem vorhergehenden Psalm 42. (V. 6.12) Es ist ein Zwiegespräch, eine Predigt an sich selbst.

 

Der Verfasser, einer der Söhne Korahs, blickt zurück. Er sieht seine Traurigkeit, seine Unruhe. Er muss stöhnen und fühlt sich kraftlos. Alles drückt ihn nieder. Er bildet sich die bedrückenden Umstände nicht ein, nein, sie sind harte und traurige Realität. (V.1.2)

Doch er gibt sich mit seinem Zustand, seiner Gefühlslage, seiner Reaktion auf die Not nicht zufrieden. Er will verstehen, wie es zu diesem Gemütszustand gekommen ist.

 

Dann stellt er sich der Gegenwart und spornt sich an, ruft sich selbst zu: „Harre auf Gott.“ Dieses Harren ist mehr als ein unbestimmtes Hoffen oder Warten, dieses Harren ist zielgerichtet, aus­dauernd, voll Geduld und Sehnsucht. Harren erwartet Konkretes, erwartet es von Gott, der für den Verfasser kein Unbekannter ist.

 

Dann aber blickt der Verfasser in die Zukunft und ist sich sicher, dass er Gott einmal preisen, Ihm einmal danken wird. Das ist seine Absicht – aber auch sein Ziel, das hinter der Durststrecke liegt, in der er sich gerade befindet. Er sieht schon das Eingreifen Gottes, sieht die Rettungen seines Angesichts, und weiß, dass sein Gott ihm helfen wird.

 

Es sind Worte, die helfen und heilen, die trösten und ermutigen.

 

Worte, die uns aus einer inneren Not abholen können, die neu ausrichten, die wei­ter­führen, die auf das Ziel blicken. Worte, die jeder von uns in seine persönliche und ganz spezielle Situation „übersetzen“ kann. Worte, die vom Was? und Warum? zum Wozu? führen: So werde ich … dich preisen mit der Laute, Gott, mein Gott!“ (V. 4)

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 19.4.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 Gottes Zusagen werden sich erfüllen!

 

Du wirst an Jakob Treue, an Abraham Güte erweisen, die du von den Tagen der Vorzeit her unseren Vätern geschworen hast. (Micha 7,20)

 

 

Mit der Botschaft der Kapitel 6 und 7 seines Buches wendet sich der Prophet Micha in schwerer Zeit an Gottes Volk. Die meisten haben sich von Gott abgewandt. Micha bemüht sich, die Israeliten aufzurütteln und zu Gott zurückzuführen. Er warnt sie nachdrücklich vor dem Gericht Gottes über ihre Sünden. Aber er stellt ihnen auch den Segen Gottes vor, der sie erwartet, wenn sie Ihm dienen. In den letzten Versen seines Buches betont Micha, dass Gott seine Zusagen erfüllen wird: Er wird sich Israels erbarmen und den Nachkommen Jakobs und Abrahams Treue und Güte erweisen.

 

Im Brief an die Römer wird der gleiche Gedanke behandelt: „Was denn? Wenn einige nicht geglaubt haben, wird etwa ihr Unglaube die Treue Gottes aufheben?“ (Römer 3,3)

Nein, das kann nicht sein. Gott wurde nicht davon überrascht, dass seine Geschöpfe sich gegen Ihn auflehnten. Er wusste das schon, als Er die Verheißungen gab. Zwar wird das gerechte Gericht alle treffen, die Ihm nicht gehorchen wollen, aber dadurch wird die Verheißung nicht ungültig.

 

Gott hat Mittel und Wege, sein Wort zu erfüllen, „denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar“ (Römer 11,29)

 

Leider gibt es in unserer Zeit ebenfalls viel Böses – gerade in einst christlich geprägten Ländern. Da kann man sich fragen, ob es noch Hoffnung gibt. Doch wie für Micha und seine Zeit gilt auch für uns: Wir dürfen fest auf Gottes Verheißungen vertrauen. Wir brauchen keinerlei Sorge zu haben, Gott würde etwas entgleiten. Im Gegenteil – wir ehren unseren Gott, wenn wir daran festhalten, dass Er auch an uns alle seine Verheißungen erfüllen wird.

 

In diesem Vertrauen dürfen wir selbst in schwierigen Zeiten am Wort Gottes festhalten und danach leben.

 

Dann werden wir die Treue Gottes ganz gewiss erfahren. 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 12.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Wir sind SEINE Botschafter und tragen SEINEN Namen!

 

So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte. (2. Korinther 5,20)

 

Ein Botschafter oder Gesandter repräsentiert das Staatsoberhaupt seines eigenen Landes in einem anderen Land. In einem weiteren Sinn werden auch andere mit einer Botschaft betraute Personen so genannt.

 

In unserem Bibelwort ist Gott selbst dieses Oberhaupt und der Himmel sein Land. In fremdem Land, in der Welt, ist das Evangelium die anvertraute Botschaft. Wer können dann die Gesandten sein, wenn nicht die Gläubigen, die den Namen Christi tragen und sein Evangelium und seinen Willen hier bekannt machen?

 

Ein Gesandter wird umso höher geachtet, je mächtiger die von ihm vertretene Nation ist. Deshalb kommt der Wahl dieses Diplomaten eine große Bedeutung zu. Er muss sein eigenes Land sehr gut kennen: seine Gesetze, seine Geschichte, seine Grenzen

 

Das Land, in dem der Gesandte die Fahne seines Heimatlandes hochhalten soll, wird ihm zugewiesen. Dort wird er dann nicht nur nach seinen Reden beurteilt, sondern auch nach seinem Verhalten in allen Situationen. Man erwartet von ihm nicht nur ein angemessenes Auftreten, sondern auch Ehrenhaftigkeit und Charakterstärke. In einigen Ländern werden Botschafter mit „Exzellenz“ angeredet; das bedeutet Vortrefflichkeit, und das sollen sie auch darstellen.

 

Das Reich der Himmel“ hat ebenfalls seine Gesandten im Reich dieser Erde. Sie sind Träger der herrlichen Botschaft der Versöhnung. Sie kennen die Grundsätze des himmlischen Reiches und suchen, sie darzustellen.

 

Wiedergeborene Christen haben die Ehre, ihren Herrn als seine Vertreter oder Gesandten auf der Erde zu repräsentieren, deshalb sollten sie ihr Augenmerk darauf richten, den Menschen ein treffendes, anziehendes Bild von ihrem Herrn zu vermitteln.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 16.11.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Streithahn oder Friedensstifter?

 

Da sprach Abram zu Lot: Lass doch kein Gezänk sein zwischen mir und dir und zwischen meinen Hirten und deinen Hirten; denn wir sind Brüder! Ist nicht das ganze Land vor dir? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich mich zur Rechten wenden, und willst du zur Rechten, so will ich mich zur Linken wenden. (1. Mose 13,8.9)

 

Die Hirten Abrahams und die Hirten Lots streiten sich um das Weideland. Für uns ist sehr lehrreich, wie Abraham darauf reagiert:

 

„Da sprach Abraham zu Lot“: Abraham ergreift die Initiative. Er möchte wieder Frieden haben. Wie ist das bei uns? Befeuern wir Streitigkeiten noch oder stiften wir aktiv Frieden? Abraham geht auf Lot zu und spricht mit ihm.

 

Miteinander zu sprechen ist besser, als übereinander zu sprechen.

 

„Denn wir sind Brüder“: Abraham erinnert an ihre familiäre Verbundenheit. Er hat ein Empfinden dafür, dass gerade innerhalb der eigenen Familie ein besonders liebevoller Umgang angemessen ist.

 

Gleiches gilt für Brüder und Schwestern in Christus!

 

Abraham macht einen Lösungsvorschlag: Frieden erreicht man nicht durch gegenseitige Schuldzuweisungen, sondern durch konstruktive Angebote.

 

Abraham verzichtet auf das Recht des Älteren und überlässt Lot den Vortritt bei der Auswahl des Landes. Den streitenden Korinthern gibt Paulus einen ähnlichen Rat: „Warum lasst ihr euch nicht lieber unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen?“

(1. Korinther 6,7)

 

Offenbar konnte Abraham deshalb so handeln, weil er mit Gott lebte und mit seiner Führung und seinem Segen rechnete. (vgl. V. 4.14-18)

 

So konnte er ein Friedensstifter sein.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 10.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Lauheit und doppelherzig -  eine große Gefahr in der Nachfolge

 

Ps.32,3 Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag.

Ps.32,4 Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, so dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. {(Sela.)}

Ps.32,5 Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; ich sprach: »Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen!« Da vergabst du mir meine Sündenschuld. {(Sela.)}

 

Ein junger Lehrer bereitete sich gerade für den nächsten Unterrichtstag vor. Da wurde er gebeten, einen älteren Prediger zu einer Bibelstunde zu geleiten. Er war gar nicht dazu gestimmt, willigte aber schließlich ein.

 

Thema war dann Kapitel 15 aus dem Lukas-Evangelium mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Der junge Lehrer war zwar durch den Glauben an den Herrn Jesus errettet, aber er war lau und doppelherzig geworden.

 

®     Die Sünde hatte in seinem Leben wieder Eingang gefunden; und er fand nicht die Kraft, sich davon zu lösen.

 

In dieser Bibelstunde aber rührte Gott sein Herz an. Er hörte die eindringliche Mahnung zur Umkehr, um zur Freude der Gemeinschaft mit Gott zurückzufinden. Deutlich verspürte er das Wirken des Geistes Gottes, der ihn auf das hinwies, was er in seinem Leben zu ordnen hatte.

 

Abends kämpfte der junge Mann noch einen schweren Kampf. Aber Gott schenkte ihm die Kraft, mit der Sünde zu brechen, die ihm so lange den Frieden und die Freude des Herzens geraubt hatte.

 

®     Er bekannte Ihm seinen eigenwilligen Weg und empfing Vergebung.

 

Wie dankbar war er nun dafür, dass Gott ihm an diesem Tag so unerwartet in den Weg getreten war, um ihm Befreiung zu schenken. 

 

Stimmt zu Gottes Ehre, stimmt ein Loblied an!

Rühmet, was der hehre Gott an uns getan!

Denn von eignen Wegen bracht Er uns zurück,

gab uns Heil und Segen, unverdientes Glück.

Die einst Knechte waren, hat Er frei gemacht;

rühmt, erlöste Scharen, rühmet Gottes Macht! 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 16.10.2020 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Gott alleine steht es zu, zu richten!

 

Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest? (Jakobus 4,12)

  

Die Empfänger des Jakobus-Briefes hatten mit Neid und Machtkämpfen zu tun, sprachen schlecht übereinander und machten einander Vorwürfe, weil sie manches unterschiedlich beurteilten. Jakobus fragte sie gewissermaßen: „Meint ihr, ihr seid die Autoritäten? Es gibt doch ein Gesetz und somit auch einen Gesetzgeber. IHM allein steht es zu, zu richten!

 

Manche haben eine „enge“ Vorstellung davon, was richtig ist. Sie reihen Schlussfolgerungen aneinander, aber sie vergessen leicht, dass andere Herleitungen genauso schlüssig erscheinen können. Sie sollten bedenken, dass nur Gott selbst uns lehrt, was richtig und was falsch ist. 

Andere dagegen haben eine recht „weite“ Sicht. Sie meinen, dass feste Prinzipien der Vergangenheit angehören. Sie kennen etwas von der Gnade, aber vergessen die Wahrheit. Sie übersehen, dass Gott keine Vorschläge gemacht, sondern Anordnungen gegeben hat.

 

In der Frage „Wer bist du, der du … richtest?“, liegt ein deutlicher Vorwurf. Doch wir sollten nicht denken, dass deshalb nichts mehr als falsch oder richtig beurteilt werden dürfe. Sonst hätte Jakobus die Empfänger des Briefes ja auch nicht für ihren Richtgeist tadeln dürfen. Nein, Lügner und Betrüger müssen verurteilt, und auf die Gefahren von Selbstgefälligkeit, Stolz oder Lust muss hingewiesen werden. Das gehört notwendigerweise dazu, wenn wir als Gläubige füreinander Sorge tragen.

 

Die Gefahr besteht darin, dass wir in diesen Fragen gern selbst in die „Rolle“ Gottes schlüpfen. Wenn aber Gott durch sein Wort meinen „Nächsten“ nicht korrigiert, weil er nicht gegen ein Bibelwort oder einen biblischen Grundsatz verstößt, dann sollte auch ich mir nicht die Autorität zu einem Urteil anmaßen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 11.8.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Unsere bösartige Zunge kann viel ausrichten!

 

Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Gleichnis Gottes geworden sind. Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein. (Jakobus 3,9.10)

  

Segen und Fluch der Zunge

 

Der Apostel Jakobus verwendet in seinem Brief viele Verse darauf, uns vor schlechten Worten zu warnen. Ja, wie leicht sündigen wir durch falsches Reden.

 

Im Tagesvers wird beschrieben, wie zwiespältig wir unsere Zunge einsetzen: Einerseits preisen wir Gott, andererseits reden wir schlecht über unsere Mitmenschen. Beides – Segen und Fluch – kommt aus demselben Mund hervor, manchmal gar innerhalb weniger Minuten.

 

Ein treffendes Beispiel dafür hat Petrus gegeben, der häufig als Sprecher der Apostel auftritt und mit seinem Mundwerk immer vorneweg ist. In Matthäus 16 beantwortet er die Frage des Herrn Jesus mit einer spontanen und groß­artigen Aussage über die Person Christi: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ (V. 16) Wie inhaltsreich ist dieses Bekenntnis, das ihm Gott, der Vater, offenbart hat! Hier geht Segen aus dem Mund von Petrus hervor.

 

Wenige Verse später hören wir ganz andere Worte. Derselbe Jünger, dieselbe Zunge, aber jetzt kommt Fluch aus seinem Mund hervor: Als der Herr seine Leiden ankündigt, tadelt Petrus seinen Meister – so, als ob der Herr korrigiert werden müsste: „Gott behüte dich, Herr! Dies wird dir nicht widerfahren!“ (V. 22) Der Herr muss Petrus deutlich zurechtweisen; Er bezeichnet Petrus sogar als „Satan“ (Widersacher), weil der vorlaute Jünger in diesem Augenblick ein Widersacher Gottes ist, der den göttlichen Plan zu verhindern sucht.

 

Und wir? Lasst uns Worte zum Segen sprechen: Gott preisen und loben, unseren Mitmenschen von Christus erzählen und unsere Mitgeschwister ermutigen!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 12.8.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

 

Unser Herr Jesus handelt anders, als du denkst!

 

Glückselig ist, wer irgend nicht an mir Anstoß nimmt. (Lukas 7,23) 

 

Johannes der Täufer sitzt im Gefängnis. Da erzählen ihm seine Jünger, dass Jesus einen gestorbenen jungen Mann wieder zum Leben erweckt hat. Wie passt das zusammen? Im Auftrag Gottes hat Johannes den Herrn Jesus als den Messias angekündigt. Aber Jesus hat sein Reich immer noch nicht aufgerichtet. Immer noch herrscht die Ungerechtigkeit, und die Gottesfürchtigen haben darunter zu leiden. Und Johannes selbst erlebt Gefängnis statt Befreiung.

 

Hat Johannes sich vielleicht geirrt? Ist Jesus doch nicht der verheißene Erlöser? – Aber wie kann Er dann solche Wunder tun? – Wir wissen nicht, für wen dieses Problem größer war: für Johannes selbst oder für seine Jünger. Jedenfalls schickt Johannes Boten zum Herrn und lässt Ihn fragen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?“ (V. 19)

 

Der Herr antwortet nicht mit Ja oder Nein. Vielmehr sollen die Boten dem Johannes als Augenzeugen berichten, was sie selbst von den Machttaten des Herrn miterlebt haben. Daran können Johannes und seine Jünger deutlich erkennen, dass der Herr wirklich der Sohn Gottes ist, der angekündigte Messias.

 

Dann fügt der Herr hinzu: „Glückselig ist, wer irgend nicht an mir Anstoß nimmt.“ Damit will ER den Beteiligten damals und uns heute sinngemäß sagen: Du hast eine Hoffnung, die sich in dieser Form noch nicht erfüllt.

 

ICH handle anders, als du denkst.

 

Aber sieh meine Taten an, dann verstehst du, dass ich alle Macht auf dieser Erde habe.

 

Du bist glückselig, wenn du an mir festhältst.

 

Auch wir haben für unser Leben oft eine feste Vorstellung, wie der Herr uns führen wird. Doch unsere Wünsche und Pläne gehen vielleicht nicht in Erfüllung. Was nun? Hat der Herr uns vergessen? Nein, das sollten wir nie denken! Auch wir sind glückselig, wenn wir dann nicht am Herrn zweifeln, sondern Ihm weiterhin vertrauen. ER weiß, was für uns gut und richtig ist, und Er wird uns liebevoll und weise führen.

 

Deshalb möchten wir IHM weiter vertrauen und uns auf IHN stützen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 20.10.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Setze ich mein Leben für Jesus ein?

 

Barnabas und Paulus … Männer, die ihr Leben hingegeben haben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Apostelgeschichte 15,26) 

 

Wie Paulus mit seinem Leben umging 

 

Die Apostel und die Gläubigen in Jerusalem stellen Barnabas und Paulus ein einzigartiges Zeugnis aus: Erfüllt von der Person des Herrn Jesus haben sie für Ihn und in seinem Dienst ihr Leben eingesetzt – bis hin zur Steinigung. (Kap. 14,5.19)

 

Paulus selbst sagt über sein Leben: „Ich nehme keine Rücksicht auf mein Leben als teuer für mich selbst, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium der Gnade Gottes“ (Kap. 20,24) Das Leben des Apostels war geprägt von diesem Auftrag.

 

Für eigennützige Interessen gab es keinen Raum mehr.

 

War das denn nicht ziemlich weltfremd? – Man mag es welt-fremd nennen, aber menschen-fremd war der Apostel dabei nicht. Im Gegenteil: Paulus wollte als Christ „nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für ihn gestorben und auferweckt worden ist“. Dabei drängte ihn die Liebe des Christus und ließ ihn verlorenen Menschen das Evangelium verkündigen. Und das wirkte sich in vielen Einzelheiten auf seine eigene Lebensführung aus. (2. Korinther 5,14-20; 1. Korinther 9,19-27)

 

Den Gläubigen galt die besondere Liebe des Apostels, sogar denen, die seine Liebe kaum erwiderten: „Ich will aber sehr gern alles verwenden und völlig verwendet werden für eure Seelen …“. Paulus war bereit, wirklich alles – einschließlich seines ganzen Lebens – für das Wohl der Gläubigen hinzugeben. (2. Korinther 12,15)

 

Den Thessalonichern schreibt der Apostel: „Es gefiel uns wohl, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil ihr uns lieb geworden wart.“ Und wie tat Paulus das? Indem er ihnen nicht nur predigte, sondern sich wie eine nährende Mutter oder ein liebevoller Vater um sie bemühte und sein Leben ganz für sie einsetzte! (1. Thessalonicher 2,7-12)

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 17.9.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Gott ist immer auf der Seite seiner Kinder

 

2.Chr.20,12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen diesen großen Haufen, der gegen uns herangerückt ist, und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet!

Ein großes feindliches Heer ist ins Land Juda eingefallen und rückt gegen Jerusalem vor. Verständlich, dass König Josaphat sich fürchtet. Angesichts dieser großen Gefahr sucht er mit dem ganzen Volk die Nähe und Hilfe Gottes. (V.2.3)

Schließlich bittet er Gott eindringlich: „Unser Gott, willst du sie nicht richten?“

Aber, warum soll Gott eigentlich helfen wollen? Gibt es Gründe dafür? Ja und Josaphat zählt einige davon in seinem Gebet auf.

2.Chr.20,2 Und man kam und meldete es Josaphat und sprach: Eine große Menge rückt gegen dich heran von jenseits des Toten Meeres, aus Aram; und siehe, sie sind bei Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi!

2.Chr.20,3 Da fürchtete sich Josaphat und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen; und er ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen.

 

 Zunächst sagt Josaphat rühmend vor Gott,  wer Gott ist: 

2.Chr.20,6 und er sprach: O HERR, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann vor dir bestehen!

 

Dann erinnert Josaphat Gott daran,  was Er getan hat: Du hast das Land „den Nachkommen Abrahams gegeben auf ewig“ und hast verheißen: Wenn wir „zu dir aus unserer Bedrängnis schreien, so wirst du hören und retten“.Zum Schluss weist der König Gott darauf hin, dass das Land ja  Gottes eigenes  Land ist, „das du uns zum Besitz gegeben hast“.

2.Chr.20,7 Hast du nicht, unser Gott, die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und hast es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewige Zeiten?

2.Chr.20,8 Sie haben sich darin niedergelassen und dir darin ein Heiligtum für deinen Namen gebaut und gesagt:

2Chr 20,9 Wenn Unglück über uns kommt, Schwert des Gerichts oder Pest oder Hungersnot, und wir vor dieses Haus und vor dich hintreten - denn dein Name wohnt ja in diesem Haus -, und wir in unserer Not zu dir schreien, so wollest du hören und helfen!

2.Chr.20,11 siehe, diese vergelten uns das damit, dass sie kommen, um uns aus deinem Besitztum zu vertreiben, das du uns doch zum Besitz gegeben hast!

 

Josaphat weiß, dass Gott größer ist als seine Probleme und dass bei Ihm „alle Dinge möglich“ sind.

Mtt.19,26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

 

Er erlebt, dass andere sich mit ihm im Gebet und in der gemeinsamen Not verbinden, und er erfährt, dass Gott eine Antwort gibt.

 

Das ist heute nicht anders! Wir sollten uns neu bewusst machen, warum Gott auf unserer Seite ist.

Das tröstet und beruhigt uns und erfüllt unsere Herzen mit Ihm.

 

Ps.123,2 Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Gebieterin, so blicken unsere Augen auf den HERRN, unseren Gott, bis er uns gnädig ist.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 3.1.2020 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Unser Leben soll zur Freude Gottes sein!

 

Durch Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt, dass er Gott wohlgefallen habe. (Hebräer 11,5)

 

 

Ist die Gottlosigkeit, die uns umgibt, vielleicht schuld daran, dass wir nicht treu sind? Kann man überhaupt „mit Gott wandeln“, während man von gottlosen Menschen umgeben ist?

 

Als Henoch lebte, wollten die Nachkommen Kains durch Landwirtschaft, Handwerk und Musik die Welt zu einem angenehmen Platz machen, wo man gut ohne Gott leben konnte. Doch gleichzeitig herrschten Unrecht und Gewalt. Gerade in diesem Umfeld lebte Henoch und „wandelte mit Gott“ (1. Mose 5,22) Er lebte „durch Glauben“, sein Blick war auf die Verheißungen Gottes gerichtet und sein Leben war zur Freude Gottes.

 

Manche Christen haben Arbeitsstellen, wo regelmäßig geflucht wird und wo man schmutzige Witze erzählt. Manchmal erwarten unsere Mitmenschen von uns, dass wir uns unserer Umgebung anpassen und unehrlich sind. Jugendliche Christen haben oft Lehrer oder Mitschüler, die von Gott nichts wissen wollen, und Schulmaterial, das sie mit vielem überschüttet, was dem Wort Gottes entgegen ist. Wir alle leiden darunter, dass das sittliche Verderben durch die Massenmedien so gefördert wird. Kann man da überhaupt noch für den Herrn Jesus leben? Kann man da noch zu seiner Freude leben? ‘‘Ja‘‘.

 

Und Henoch ist für uns ein Vorbild, ein wirklich Mut machendes Beispiel!

 

Wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch.

 

Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn; wandelt als Kinder des Lichts. Epheser 5,2.8

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 30.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Vertraue auf Jesus, denn ER ist in jeder Not mit dir!

 

Auf dich werden vertrauen, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich suchen, HERR. (Psalm 9,11) 

 

Sascha lebte als Kind in einem kommunistischen Land. Als er zehn Jahre alt war, nahm man ihn seiner Mutter weg, weil sie Christin war. Der Vater war ungläubig und verließ die Familie.

 

Als die Polizei damals kam, um Sascha zu holen, klammerte er sich an seine Mutter und rief: „Ich will nicht von dir weggehen!“ Die Mutter hielt ihn fest. Sie weinte. Die Nachbarn wurden aufmerksam; einige Menschen kamen in den Hof. Da meinte einer der Polizisten beruhigend: „Wir wollen Sie ja gar nicht trennen. Sie dürfen ruhig mitfahren.“

 

So verließen sie gemeinsam den Hof und fuhren fort. Irgendwo in einem Wald hielten die Polizisten auf einmal an, und die Mutter musste aussteigen. Das Auto fuhr weiter. – Was für Empfindungen gingen da durch das Herz der Mutter!

 

In der Folgezeit betete sie anhaltend für ihren Jungen und forschte überall nach ihm. Sie suchte viele Internate in der Umgebung auf, aber überall hieß es: „Wir können Ihnen nicht helfen.“

 

Endlich erfuhr die Mutter, wo ihr Sohn untergebracht war. Die leitende Erzieherin des Hauses meinte zu ihr: „Sie haben doch einen seltsamen Jungen! Vor dem Schlafengehen geht er jedes Mal auf die Knie und betet. Die anderen Jungen bewerfen ihn mit Kissen. Aber am nächsten Morgen betet er wieder; und am Tisch betet er auch. Und bei allem ist er so ruhig und gefasst.“

 

Dann kam Sascha ins Zimmer. Mutter und Sohn konnten sich allein unterhalten. – „Mein Sascha, warum hast du mir nicht geschrieben?“ – „Ich durfte es nicht. Man hat mich auch nie allein gelassen; und wir wurden ständig überwacht.“

 

Als die Erzieherin zurückkehrte, knieten Mutter und Sohn und beteten.

 

Nicht lange danach kamen die Erzieherin und ihre Tochter selbst zum Glauben an den Herrn Jesus.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 26.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Unser Herr Jesus kommt rechtzeitig!

 

Joh.16,4 Ich aber habe euch dies gesagt, damit ihr daran denkt, wenn die Stunde kommt, dass ich es euch gesagt habe. Dies aber habe ich euch nicht von Anfang an gesagt, weil ich bei euch war.

 

Wie vollkommen ist der Herr Jesus – sowohl in seinem Schweigen wie in seinem Reden!

 

Das eine wie das andere entspringt seiner vollkommenen Liebe zu den Seinen.

 

Bisher hatte Er den Jüngern nichts von der Verfolgung gesagt, die nach seinem Weggehen gegen sie losbrechen würde. Wozu hätte Er sie vorzeitig beunruhigen sollen? Solange Er bei ihnen war, hatte Er „sie behütet.“ 

Joh.17,12 Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde.

 

Einmal, als sie am Sabbat Ähren pflückten und von den Pharisäern deswegen zur Rede gestellt wurden, antwortete der Herr an ihrer Stelle.

Lk.6,1 Es geschah aber, dass er am zweiten Sabbat nach dem ersten1 durch die Kornfelder ging; und seine Jünger streiften Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie.

Lk.6,2 Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist?

Lk.6,3 Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Habt ihr nicht einmal gelesen, was Davida tat, als er und seine

Gefährten hungrig waren?

Lk.6,4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab, welche doch niemand essen darf als nur die Priester?

Lk.6,5 Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

 

Dann wieder wurden sie angegriffen, weil sie einen Besessenen nicht heilen konnten, doch Er kam rechtzeitig dazu, um sie aus dieser Lage zu befreien . (Markus 9,14-27)

 

Zuletzt stellte Er sich vor seine Jünger, als die Häscher kamen, um Ihn gefangen zu nehmen:

Joh.18,8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen!

 

Nun aber würde Er zum Vater gehen, und in seiner Fürsorge sagte Er ihnen, was sie nach seinem Abschied zu erwarten hatten, damit sie von den Ereignissen nicht überrascht wurden. Und wie bald nach dem Pfingsttag begannen diese Nachstellungen!

Apg.5,41 Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen.

 

Später schreibt Petrus den Gläubigen in der Zerstreuung:

1.Petr.4,12 Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges.

 

Nein, es ist nichts Fremdes, wenn Christen dasselbe erleben, was Christus in seinem Erdenleben erlebt hat.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 28.11.2019 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Gottes ‘‘Gnaden‘‘ - Lager wird nie leer!

 

Seine Erbarmungen sind nicht zu Ende; sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß. (Klagelieder 3,22.23)

  

In Psalm 73 klagt Asaph, dass er „den ganzen Tag geplagt wurde“ und dass „jeden Morgen seine Züchtigung da war“ (V. 14) – Wie mancher von uns kann das nachempfinden, spürt auch eine Last, die ihn jeden Morgen neu überfällt: körperliche Schmerzen oder Schwäche …, finanzielle Nöte …, Sorgen um Kinder, Eltern oder Ehepartner …, Überforderung …, Probleme am Arbeitsplatz oder bei der Führung eines Betriebes. Man wird wach – und schon ist die Last da. Sie drückt uns nieder, sie zermürbt und lähmt uns.

 

Doch unser Tagesvers zeigt uns: Noch etwas anderes ist jeden Morgen neu da – wie ein Gegengewicht: Gottes Erbarmungen.

 

SEIN Mitgefühl, SEINE Zuwendung, SEINE Hilfe.

 

Jeden Morgen neu, frisch und unverbraucht – und ausreichend, weil nie zu Ende. Was ging nicht alles in Corona-Zeiten zu Ende: Nudeln und Reis, Mundschutz und Schutzkleidung.

 

Doch Gottes Lager, Gottes Depot, ist immer voll, geht niezu Ende“.

 

Dieses Lager ist nie leer, es gibt keine Lieferengpässe.

 

Nein, Gottes Treue ist groß!

 

Groß hinsichtlich der Menge, denn sie reicht „bis zu den Wolken“ hinauf – eine Treueerweisung aufgehäuft auf die andere. Aber auch groß hinsichtlich der Intensität, denn die „sehr große Treue“ kommt von dem „Gott der Treue und ohne Trug“ (Psalm 36,6; 119,138; 5. Mose 32,4)

 

Für den Schreiber der Klagelieder sind das keine theoretischen Erörterungen, nein, er hat Gottes Erbarmungen selbst erfahren. Deshalb fährt er fort: „Der HERR ist mein Teil, sagt meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen“ (V. 24) Wollen wir uns das nicht von ihm „abgucken“, diese Zuversicht, diese Überzeugung? Gottes Erbarmungen sind doch auch für uns da: heute und morgen und an jedem Tag, den ER uns schenkt!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 13.9.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Unterwegs in einer Welt voller ‘‘Schlaglöcher‘‘!

 

Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seiner Herrlichkeit untadelig darzustellen vermag …, sei Herrlichkeit, Ma­jes­tät, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeit! Amen. (Judas 24.25) 

 

Vielleicht ist Straucheln die größte Gefahr, die uns in unserem Alltag begegnet. Straucheln klingt wie eine kleine Unachtsamkeit – aber es bedeutet viel mehr. Wenn jemand strauchelt, wird er im Lauf aufgehalten und könnte hinfallen. Ein Glaube, der strauchelt, kann ins Wanken geraten. Schon ein kleines Schlagloch auf dem Weg lässt uns straucheln, und jeden Tag gibt es tausend kleine Dinge, die uns ein Bein stellen können – wir könnten durch sie veranlasst werden, zu sündigen. Jakobus hat recht: Wir alle straucheln oft (Jakobus 3,2) 

 

Es hilft jedoch nicht, wenn uns jemand aus weiter Ferne Vorsicht! zuruft. Wir brauchen jemanden, der uns festhält, der uns bewahrt, damit wir nicht straucheln.

 

Wer das tut, beweist, dass wir IHM wichtig sind!

 

Und genau das tut Gott in liebevoller Fürsorge, aber auch mit Macht: ER führt und bewahrt uns.

 

Gott will uns vor seiner Herrlichkeit untadelig darstellen. Ihm liegt an uns – nicht nur hin und wieder, sondern beständig! Er wird nie damit aufhören, wird immer um uns besorgt sein – denn ER möchte, dass wir fest im Glauben stehen. ER wird es tun, bis wir bei Ihm in der Herrlichkeit sind, wo wir nicht mehr geführt und auch nicht mehr bewahrt werden müssen.

 

Kein Wunder, dass der Abschnitt mit einem Lobgesang endet, in dem Gottes Herrlichkeit und Stärke besungen werden. Gott ist so groß und ER allein vermag uns aufrechtzuerhalten, wenn wir in einer Welt voller Schlaglöcher unterwegs sind. ER allein vermag uns zu bewahren – deshalb loben wir Ihn jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.9.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wenn SEIN Weg durch Leid führt!

 

Nur auf Gott vertraut still meine Seele. (Psalm 62,2) 

 

Als Kinder Gottes wissen wir, dass Gottes Wege mit uns gut sind. Und doch fällt es uns manchmal schwer, sein Handeln zu bejahen, wenn SEIN Weg uns durch Leiden führt oder wir mit Problemen zu kämpfen haben!

 

David wurde viele Jahre lang von Saul wie „ein Rebhuhn auf den Bergen“ gejagt und verfolgt und musste viele Entbehrungen hinnehmen. Hätte er nicht vielleicht zweifelnd fragen können, warum Gott ihm dieses schwere Schicksal auferlegt hatte? (1. Samuel 26,20)

 

Wohl lesen wir in den Psalmen, dass David in seiner Bedrängnis immer wieder zu Gott rief. Aber daraus wird nur deutlich, wie ausdauernd er auf die Hilfe des Herrn vertraute, wie geduldig er in den meisten Situationen auf sein Eingreifen wartete. „Er wird mich bergen … am Tag des Unglücks“, so sagt er voller Zuversicht. Bei Gott fühlte er sich geborgen wie in einer Festung, und so vertraute er still auf seinen Gott. (Psalm 27,5)

 

Auch wir bringen in unseren Gebeten und Liedern gern unser Vertrauen auf den Herrn zum Ausdruck. Aber sind unsere Herzen dabei nicht manches Mal voller Unruhe? Von diesem Zwiespalt kannten auch die Söhne Korahs etwas. Sie sagen: „Was beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in mir?“ Aber dann zeigen sie uns auch das Heilmittel, das uns gegeben ist, damit wir den Frieden Gottes in unseren Herzen erfahren:

 

„Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, der die Rettung meines Angesichts und mein Gott ist.“ (Psalm 42,12)

 

Wenn wir auf Gottes unveränderliche Liebe und Treue blicken, kommt auch unser sorgenvolles Herz zur Ruhe. Wir werden immer wieder Hilfe und Rettung bei Ihm finden und erfahren, dass Er die Seinen mit unveränderlicher Liebe liebt.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 23.8.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Ein Gott der Starken und der Elenden!

 

HERR, Gott der Heerscharen, höre mein Gebet; nimm zu Ohren, du Gott Jakobs! – Sela.

(Psalm 84,9)

 

Jakobs Leben ist ein einziger Kampf: Sein Glaube an den lebendigen Gott ist echt – aber oft setzt sich sein Eigenwille durch. Seine Geschichte ist wie eine lange, gewundene Straße mit vielen Kurven und Kehren. Immer wieder geht es auf und ab, immer wieder greift Gott in sein Leben ein und korrigiert und erzieht ihn. Doch schließlich, am Ende seines Lebens, bringt Jakob „die friedsame Frucht der Gerechtigkeit“ und wird zu einem Anbeter. (Hebräer 12,11; 1. Mose 47,31)

 

Auffallend schön ist dabei, dass Gott den Namen dieses Mannes benutzt und sich der „Gott Jakobs“ nennt. Er bezeichnet sich auch als „Gott Abrahams“ und „Gott Isaaks“, aber am häufigsten nennt Er sich „Gott Jakobs“. Wenn wir an Jakob, an seinen Charakter und seine Lebensgeschichte denken, dann staunen wir über die Gnade Gottes, die sich nicht schämt, sich „Gott Jakobs“ zu nennen.

 

Unser Tagesvers ist ein schöner Beweis dafür: Dort wird der „Gott Jakobs“ mit einem anderen Namen Gottes verbunden: mit dem Namen „HERR, Gott der Heerscharen“. Dieser Name bedeutet, dass der HERR Gott ist über alle Engel, über diese „Gewaltigen an Kraft“. Auch ist Er Gott über „die Zahl der Sterne“ und nennt sie alle „mit Namen“. Er ist Schöpfer und Erhalter der Engel und Sterne und „nach seinem Willen tut er mit dem Heer des Himmels“. Gleichzeitig aber verbindet Er sich mit den Elenden, mit dem „Häuflein Israel“, mit dem „Wurm Jakob“. Und als der Sohn Gottes am Kreuz hing und für unsere Sünden litt und starb, rief Er: „Ich aber bin ein Wurm und kein Mann.“  (Psalm 22,7; 103,20; 147,4; Daniel 4,32; Jesaja 41,14)

 

Unser Gott ist der „HERR, Gott der Heerscharen“ und gleichzeitig der „Gott Jakobs“! Das ist überwältigend!

 

Der HERR erhöre dich am Tag der Drangsal, der Name des Gottes Jakobs setze dich in Sicherheit. Psalm 20,2

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 13.2.2021 entnommen )

Aus Liebe geben und Segen ernten

 

Lasst uns aber nicht müde werden, Gutes zu tun, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. (Galater 6,9)