Der treue Überrest

 

Und es war eine Prophetin Anna da, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamm Aser. Diese war in ihren Tagen weit vorgerückt und hatte sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt von ihrer Jungfrauschaft an; und sie war eine Witwe von vierundachtzig Jahren, die nicht vom Tempel wich, indem sie Nacht und Tag mit Fasten und Flehen diente. (Lukas 2,36.37)

 

 

Die Menschen haben Witwen, Waisen und Fremden oft wenig Beachtung geschenkt; Gott aber denkt an sie und nimmt sich ihrer an. (Psalm 146,9) Das wird im Leben des Herrn Jesus auf der Erde besonders deutlich: Im Lukas-Evangelium werden insgesamt fünf Witwen erwähnt. 

 

Die Prophetin Anna war nur wenige Jahre verheiratet gewesen und stand jetzt bereits etwa 60 Jahre lang allein. Und doch war sie nicht einsam oder verbittert geworden. Sie hatte sich nicht trüben und bitteren Gedanken hingegeben oder mit Gott gehadert, sondern sie stand in lebendiger Verbindung mit Ihm. 

 

Anna war eine treue Israelitin, die sich ganz mit dem Tempel Gottes verbunden fühlte. Wie einst David wollte sie „wohnen im Haus des HERRN alle Tage ihres Lebens“. Und Gott nahm Kenntnis davon, wie sie dort mit „Fasten und Flehen diente“. Sie entsprach dem Muster gottesfürchtiger Witwen, die Paulus so beschreibt: „Die aber, die wirklich Witwe und vereinsamt ist, hofft auf Gott und verharrt in dem Flehen und den Gebeten Nacht und Tag.“ So kann auch ein schweres Leben segensreich werden! (Psalm 27,4; 1. Timotheus 5,5)

 

Zusammen mit anderen bildete Anna den treuen Überrest ihrer Zeit, der den verheißenen Messias erwartete. Im hohen Alter durfte sie erleben, dass ihr Wunsch in Erfüllung ging. Ebenso wie der alte Simeon sah sie den Erlöser, als Maria und Joseph das Kind in den Tempelbezirk brachten, „um ihn dem Herrn darzustellen.“ (V. 38.22.27)

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 18.1.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Gott hört, was wir beten!

 

So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, habe ich gehört. (2. Könige 19,20) 

 

Die Assyrer sind ins Land Israel eingefallen und haben alle befestigten Städte eingenommen. Nun steht das Heer vor der Hauptstadt Jerusalem und belagert sie. Der Oberbefehlshaber der Assyrer legt König Hiskia in einer Rede und in einem Brief dar, wie überwältigend ihre militä­rischen Erfolge sind und wie schwach ihre Kriegsgegner und wie ohnmächtig deren Götter. Für ihn ist der Gott Israels nur ein weiterer Gott unter allen anderen hilflosen Göttern.

 

In seiner Not und Ausweglosigkeit wendet sich Hiskia zum HERRN und breitet die Situation im Gebet vor Ihm aus. Gott antwortet Hiskia durch den Propheten Jesaja. Zunächst versichert Er ihm, dass Er die Einzelheiten seines Gebets gehört hat. Das ist bedeutsam, denn natürlich kannte Gott den Brief des Assyrers sowie sein Handeln und seine Einstellung längst vorher. (V. 23.27.28) Gott kannte auch die Gedanken Hiskias, bevor der König zu Ihm betete, dennoch sagt Er hier: „Was du … zu mir gebetet hast, habe ich gehört.“ Gott nimmt in seiner Antwort ganz deutlich Bezug auf das, was Hiskia im Gebet vor Ihm ausgebreitet hat.

 

Ebenso kennt Gott unsere Gedanken, unsere Worte und unsere Anliegen, trotzdem wünscht Er, dass wir sie vor Ihn bringen: „Lasst … eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ Und Er hört, was wir beten. (Psalm 139,2; Philipper 4,6)

 

Das zu wissen macht uns klein; und wir hüten uns vor unbesonnenen Worten in seiner Gegenwart.

  

Es macht uns demütig, dass der große Gott unsere oft so schwachen Gebete hört.

 

Es beschämt uns, dass Gott unsere Gebete wirklich hören will.

 

Es macht uns glücklich, dass unserem Gott und Vater unsere Gebete wichtig sind.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 8.6.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Wie wertvoll ist mir die Seele meines Feindes?

 

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen

 

Und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Untergewand nehmen will, dem lass auch das Oberkleid.

 

Liebt eure Feinde …, damit ihr Söhne eures Vaters werdet, der in den Himmeln ist.

 

(aus Matthäus 5,38-45) 

 

Der Evangelist E. Dapozzo kommt nach einigen Tagen Abwesenheit am frühen Morgen nach Hause. Vor seinem Haus sieht er einige Männer, die damit beschäftigt sind, ihm schöne Bretter zu stehlen, mit denen er Wichtiges vorhat. Sein erster Gedanke ist, die Polizei zu rufen.

 

Da durchzuckt Dapozzo der Gedanke: Diese Diebe haben eine Seele, die viel wertvoller ist als diese Bretter. Die göttliche Liebe drängt ihn, zu diesen Männern zu gehen und ihnen seine Hilfe anzubieten. Die denken nicht im Entferntesten daran, dass er der Eigentümer sein könnte, und nehmen erstaunt die Hilfe an. Dapozzo sucht ihnen die schönsten Bretter heraus.

 

Als das Fahrzeug zum Bersten voll ist, bietet Dapozzo ihnen eine Erfrischung an. Er holt seinen besten Cidre und serviert ihn in den besten Gläsern. Schließlich erklärt er ihnen in aller Ruhe, wer er ist, und erzählt ihnen von seinem Retter. Er lädt sie ein, doch einmal wiederzukommen, um das Evangelium zu hören.

 

Sechzehn Jahre sind vergangen, als einer der Diebe wiederkommt. Er hört dem Evangelium zu und nimmt die Botschaft von der Gnade Gottes an. Dapozzo hat seine Bretter verloren, aber er hat eine Seele für die Ewigkeit gewonnen. Und er bereut es nicht!

 

Wieder eine Zeit später ist Dapozzo mittellos, er hat kein Baumaterial. Doch er muss ein Haus bauen, um seine Familie unterzubringen … Da schickt ihm ein Freund genau die Bretter, die er braucht.

 

Gott hat das Opfer nicht vergessen, das er mit seinen Brettern gebracht hat. Eine wertvolle Seele ist gerettet, und Dapozzo selbst hat keinen Verlust erlitten!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 7.7.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Mit Gott rechnen und nichts ohne ihn tun!

 

Vertraue still dem HERRN und harre auf ihn!

 

Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand. (Psalm 37,7; Sprüche 3,5)

 

Stille des Geistes

 

Wie wenig ist oft nötig, um unser Herz zu beunruhigen! Eine kleine unerwartete Schwierigkeit genügt, und wir sind erregt. Die Lebenssorgen beschweren unsere Herzen, wie der Herr Jesus sagt; sie hindern uns daran, uns zu freuen. Gott warnt daher vor den Sorgen und ermahnt uns, sie auf Ihn zu werfen: „… indem ihr all eure Sorge auf ihn werft; denn er ist besorgt für euch.“ (Lukas 21,34; 1. Petrus 5,7)

 

Sorgen sind eine Last, die unser geistliches Wachstum hemmen und unseren Glaubenslauf behindern. Deshalb „lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf, hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.“ (Hebräer 12,1.2) Die Stille des Herzens, von der Psalm 37 spricht, können wir nur genießen, wenn wir Gott vertrauen und uns seinem Willen übergeben, wie Jesus es getan hat.

 

Dieser innere Frieden des Gläubigen bedeutet keineswegs Gleichgültigkeit gegenüber seinen Aufgaben, seiner Arbeit oder seiner Familie. Dieser Frieden besteht in dem Vertrauen des Glaubens, der durch alle Lebensumstände hindurch mit Gott rechnet und nichts ohne Ihn tut.

 

Zwar sind Schwierigkeiten, Kummer und Trauer ganz sicher eine Belastung für unsere Herzen. Ein Christ ist ja durchaus nicht empfindungslos, ist nicht eine Art Übermensch, der fähig wäre, jeder Prüfung des Lebens ungerührt zu trotzen. Doch er erfährt tiefe innere Ruhe, wenn er sich daran erinnert, dass ihm „rechtzeitige Hilfe“ verheißen ist!

(Hebräer 4,16)

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 26.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Den Blick immer fest auf das Ziel gerichtet halten!

 

Vergessend, was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend, hin zu dem Kampf­preis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus. (Philipper 3,13.14)

 

Wie kann man den Weg erkennen, auf dem man gehen soll, um das Ziel zu erreichen, das Gott für uns hat? – Wir täuschen uns ja manchmal und müssen umkehren und uns neu orientieren oder verlieren viel Zeit.

 

Ein Beispiel aus der Winterzeit kann uns bei der Beantwortung der Frage behilflich sein: Da vergnügen sich zwei Jungen im frisch gefallenen Schnee und wetteifern miteinander, wer von ihnen die geradeste Spur hinterlassen kann. Felix setzt ein Bein vors andere und achtet genau auf seine Füße. Lukas aber richtet seinen Blick auf das Ziel und geht mit festem Schritt geradeaus darauf zu.

 

Am Ziel angekommen, stellt Felix fest, dass seine Spur doch ziemlich krumm und kurvenreich ist. Lukas hingegen ist nicht nur vor ihm ans Ziel gekommen, sondern hat auch eine recht gerade Spur hinterlassen. Noch rätselt Felix über dieses Ergebnis, da erklärt Lukas ihm sein Geheimnis: den Blick immer fest auf das Ziel gerichtet halten!

 

Auch der Christ kann keinen „geraden Weg“ gehen, wenn er auf und in sich selbst schaut. Der Prophet Jeremia sagt: „Ich weiß, HERR, dass nicht beim Menschen sein Weg steht, nicht bei dem Mann, der da wandelt, seinen Gang zu richten“ (Jeremia 10,23)

 

Die richtige Ausrichtung und die Kraft, ihr zu folgen, erhält der Gläubige durch den Blick auf das Ziel: auf Christus in der Herrlichkeit. Wenn Er unser Herz erfüllt, „vergessen wir, was dahinten“ liegt. Dann verblasst alles andere und verliert seinen Einfluss auf unseren Weg. Wer sich nach Christus ausstreckt, wird eine „gerade Spur“ hinterlassen, er bemüht sich ja, „zu wandeln, wie er gewandelt ist“ (1. Johannes 2,6)

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 3.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

 

Gott hat für jeden von uns SEIN Lebensmuster parat!

 

Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst; mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten. (Psalm 32,8) 

 

Handgewebte Saris sind farbenfrohe Kunstwerke, in die Gold- und Silberfäden eingebettet sind. Diese wertvollen Gewänder werden von indischen Frauen zu Hochzeiten und anderen feier­lichen Anlässen getragen.

 

In einer kleinen Werkstatt arbeiten zwei Personen: ein Facharbeiter und ein junger Mann – Vater und Sohn. Umgeben von vielen Spulen sitzt der Vater auf einer Art Podium. Vor ihm achtet sein Sohn auf die kleinste Bewegung seines Kopfes und lässt das Weberschiffchen hin- und her­ge­hen. Der Vater fasst einige Fäden mit seinen Fingern zusammen, gibt ein Zeichen mit dem Kopf, und erneut setzt der Sohn das Schiffchen in Bewegung.

 

So geht es stundenlang. Nach und nach ent­steht ein wunderbares Motiv. Der Sohn führt den einfacheren Teil der Arbeit aus: Er folgt jeder kleinen Bewegung des Vaters, der das Muster im Gedächtnis hat und die gerade benötigten Fäden im richtigen Augenblick zusammenfasst.

 

Ähnlich hat auch Gott ein „Lebensmuster“ für jeden von uns, das Er mit und in uns hervorbringen will. Dazu müssen wir Ihm vertrauen und seine Winke aufmerksam befolgen. Er wünscht, dass unser Leben etwas von der moralischen Schönheit des Herrn Jesus widerspiegelt. Das kann nicht das Ergebnis unserer eigenen Initiative sein; dieses Bild kann nur entstehen, wenn wir unsere Herzen Tag für Tag bewusst für Gottes Führung öffnen. Der Herr Jesus selbst hat uns als abhängiger Mensch auf der Erde darin ein anspornendes Beispiel gegeben:

 

„Er weckt jeden Morgen, er weckt mir das Ohr, damit ich höre wie solche, die belehrt werden.“ Jesaja 50,4

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 27.4.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

 

Moralische Trennung von dieser Welt

 

2.Kor.5,20 So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!

 

Als der König Hiskia die Gesandten des mächtigen Königs von Babel empfing, ließ er sich nicht aufhalten, ihnen alle seine Schätze zu zeigen. Doch er hätte Wichtigeres tun sollen: nämlich seinen hohen Gästen von dem Gott zu erzählen, der ihn erst kürzlich auf so wunderbare Weise vom Tod errettet und ihn von seinen assyrischen Feinden befreit hatte. Aber indem Hiskia mit seinen Reichtümern prahlte, machte er in diesem Augenblick jedes Zeugnis für Gott unmöglich.

2.Chr.32,31 Als aber die Gesandten der Fürsten von Babel zu ihm geschickt wurden, um sich nach dem Wunder zu erkundigen, das im Land geschehen war, da verließ ihn Gott, um ihn auf die Probe zu stellen, damit er alles erkenne, was in seinem Herzen war.

 

Dieser Bericht hat auch heute seine ganz aktuelle Bedeutung. Wenn wir versuchen, der Welt noch irgendwie zu gefallen, kommen wir schnell in eine zweideutige und gefährliche Stellung. Das Lächeln der Weltmenschen ist oft mehr zu fürchten als ihre Drohungen. Sie verstehen es ausgezeichnet, uns zu binden oder uns durch ihre Gunst und ihre Geschenke zu schaden:

2.Mo.32,8 Sie sind schnell abgewichen von dem Weg, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben es angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!

 

Wir sollen Gesandte für Christus sein, die ständig ihren Herrn vertreten. Das wird uns dahin führen, die Welt, die uns umgibt, nicht nachzuahmen. Stattdessen werden wir moralisch Abstand von ihr halten, damit unser Denken und Handeln nicht von ihr beeinflusst wird. Nur so können wir als „Gesandte für Christus“ etwas von seiner Herrlichkeit ausstrahlen und ein Zeugnis für Ihn sein.

Mtt.5,13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.

 

 Wir sollten jedoch nicht meinen, durch diese moralische Trennung von der Welt entginge uns etwas.

 

Im Gegenteil: Dass wir uns moralisch von der Welt trennen, ist die Voraussetzung für wahres Glück und echte Freude und der Schlüssel zu einer erfüllten Beziehung zu Gott.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 29.11.2019 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Hilfsmittel für die Endzeit!

 

Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. (2.Timotheus 3,1)

  

Mit erstaunlicher Genauigkeit sieht der Apostel Paulus in 2. Timotheus 3,1-5 die „letzten Tage“ der Christenheit voraus, in denen wir heute leben. Die Beschreibung der Menschen, die zwar noch eine „Form der Gottseligkeit“ haben, deren Kraft jedoch durch ihr praktisches Verhalten verleugnen, ist ebenso treffend wie erschütternd.

 

Für den Gläubigen, der seinen Weg nach Gottes Wort ausrichten möchte, sind es in der Tat schwere oder gefahrvolle, mühevolle Zeiten. Schwer deshalb, weil man so leicht in den Sog des Niedergangs hineingeraten kann. Es geht hier ja nicht um „Heiden“, sondern um Menschen, die sich meist noch „Christen“ nennen, in christlichen Traditionen leben und noch religiöse Formen praktizieren, die aber die göttlichen Grundsätze in ihrem Denken und Handeln immer mehr aufgeben.

 

Wie schwer hat es da der Einzelne, sich diesem Einfluss zu entziehen. Die Gefahr ist groß, dass wir uns an etwas gewöhnen, was „doch alle tun“ und worin die Mehrheit in den früher christlich geprägten Ländern gar nichts Böses mehr sieht.

 

Und es ist auch „mühevoll“, es kostet Kraft und Energie, gegen den Strom zu schwimmen. Niemand ist gern ein Außenseiter. Der Druck, sich der Allgemeinheit anzupassen, ist enorm.

 

Aber Gott wollte nicht nur, dass wir wissen, wie unsere Zeit aussehen wird, Er hat uns auch Hilfen und Bewahrungsmittel in seinem Wort aufgezeigt, damit wir Ihm treu bleiben und Ihn ehren. Dazu gehört: die Lehre der Apostel bewahren, Christus als den Auferstandenen vor Augen haben, von der Ungerechtigkeit abstehen, Gemeinschaft mit treuen Gläubigen pflegen, nach den Unterweisungen der Heiligen Schrift leben und Gott dienen.

(Kap. 1,13.14; 2,8.19.22; 3,14-17)

 

Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit!     2. Timotheus 2,19 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.6.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Gottes Geist hilft uns beim Gebet!

 

Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern. (Römer 8,26)

 

 

Wie wunderbar und tröstlich ist es, dass die Gläubigen mit jedem Anliegen zu ihrem himmlischen Vater kommen dürfen! In völligem Vertrauen dürfen wir alle Sorgen, Nöte und Fragen, aber auch unsere Freuden mit Ihm teilen. Gerade die Probleme, die uns zur bedrückenden Last werden und uns niederbeugen, dürfen wir im Gebet vor den Thron der Gnade bringen, um „rechtzeitige Hilfe“ zu finden. (Hebräer 4,16) 

 

Wir sollen mit unseren Anliegen ohne jede Scheu kommen. Wir sind ja Kinder, die es mit einem liebenden Vater zu tun haben! Nicht immer wird die Antwort nach unseren Vorstellungen ausfallen, doch es wird immer ein Segen daraus hervorgehen. Es ehrt unseren Vater, wenn wir Ihn bitten, wie es uns ums Herz ist. (Philipper 4,6.7) 

 

Nun gibt es aber Situationen, in denen wir einfach nicht wissen, um was wir denn bitten sollen. Meist trifft das dann zu, wenn wir die Auswirkungen unserer Bitte noch nicht übersehen können. – Denken wir zum Beispiel an eine tragische Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium.

 

Soll man da bitten, dass der Herr den Familienvater noch erhält oder dass Er ihn von dem schrecklichen Leiden erlöst?

 

Oder denken wir an die Nöte, die ein hohes Alter mit sich bringt. Wie oft können wir da nur noch flehen: Herr, lass Deine Gnade groß sein! 

 

Was für ein Trost, dass der Geist Gottes uns dann nicht allein lässt!

 

Er, der gemeinsam mit unserem Geist bezeugt, dass wir Kinder Gottes sind, macht sich auch eins mit uns in unserer Schwachheit und bringt unsere Empfindungen vor Gott, die wir nicht in Worte fassen können.

 

Er tut das „Gott gemäß“ – so, dass Gott erhören kann!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 22.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Welche Einflüsse lasse ich durch meine Augen wirken?

 

Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein.

(Matthäus 6,22.23)

 

Hast du einmal beobachtet, wie sich Eiszapfen bilden? Es fängt mit einem einzelnen Tropfen an, der gefriert. Und dann läuft Tropfen für Tropfen an ihm herunter, um an der Seite oder an der Spitze anzufrieren.

 

Wenn das Wasser sauber und klar ist, wird der Eiszapfen rein und klar werden. Ist das Wasser jedoch schmutzig, dann kann auch das Gebilde aus Eis nur trübe aussehen.

 

Ähnlich geht es bei der Bildung unseres Charakters zu. Die Einflüsse, denen wir durch „das Auge“ Zutritt gewähren, haben Auswirkungen auf den „ganzen Leib“. All das, was Raum in unserem Innern findet, wirkt mit bei der Prägung unseres Charakters und unseres Lebens.

 

Wenn das, was unsere Gedanken beschäftigt, dem Licht Gottes entspricht, wird unser Charakter entsprechend gebildet werden und unser Inneres von hellem, freundlichem Licht erfüllt sein. Aber auch unreine und finstere Gedanken üben – wenn wir sie zulassen – unweigerlich ihren Einfluss auf unseren Charakter aus. Deshalb ist es so wichtig, dass wir immer wieder prüfen, welchen Gedanken und Gefühlen wir Einlass und Raum in unserem Herzen gewähren.

 

Der Herr Jesus spricht in diesem Zusammenhang vom „einfältigen Auge“. Damit ist die lautere, klare und eindeutige Ausrichtung eines Herzens gemeint, das Gott liebt und Ihm in allem dienen möchte. Dann strecken wir uns wie von selbst danach aus, dass unsere Gedanken, Gefühle und Beweggründe von Ihm her mit dem erfüllt werden, was hell, rein und gut ist.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 13.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Eigenmächtiges Handeln hat immer tragische Folgen!

 

Und der Name des Mannes war Elimelech, und der Name seiner Frau Noomi, und die Namen seiner beiden Söhne Machlon und Kiljon, Ephratiter aus Bethlehem-Juda. Und sie kamen in die Gebiete von Moab und blieben dort. (Ruth 1,2)

  

Die Geschichte von Elimelechs Familie ist spannend zu lesen. Dabei hebt Gottes Wort die Namen besonders hervor. – Oft lässt sich die Bedeutung biblischer Namen aus ihren Wurzeln in den Grundsprachen ableiten. Manchmal enthalten sie auch eine geistliche Aussage. Sie entspricht dem Zusammenhang, in dem der Name gegeben wurde oder in dem Gottes Wort ihn übermittelt. Doch wenn der Zusammenhang eine solche Aussage nicht nahelegt, müssen wir uns vor gekünstelten Deutungen hüten.

 

Der Name Elimelech bedeutet: „Mein Gott ist König“; Noomi heißt übersetzt „Liebliche“. Anders als diese wohlklingenden Namen sprechen die Namen der beiden Söhne von Krankheit und Schwachheit. Sind sie krank und schwach geboren oder haben die Eltern angesichts der Hungersnot im Land Israel keine Zukunftshoffnung? Jedenfalls deuten diese beiden Namen auf einen inneren, geistlichen Zustand der Eltern hin, der im Gegensatz zu ihren eigenen Namen steht.

 

„Mein Gott ist König“ – das ist ein gutes Bekenntnis, aber es muss in Glaubenskraft verwirklicht werden. Doch als die Hungersnot kommt, verlässt die Familie ihre Heimat und zieht nach Moab. Und das, obwohl die Moabiter Götzendiener sind und sich schon früh als Feinde Israels erwiesen haben. Deshalb soll selbst die zehnte Generation von ihnen nicht in Gottes Volk aufgenommen werden. (4. Mose 22–25,5; 5. Mose 23,4-7; vgl. Esra 9,1.2.12; Nehemia 13,1-3.23-30)

 

Hat Elimelech vor der Reise nach Moab seinen Gott befragt? Wenn Gott sein König ist, dann müsste Elimelech doch seine Gebote befolgen! Aber er handelt eigenmächtig, und das Ergebnis ist sehr traurig: Er selbst und seine beiden Söhne sterben in Moab.

 

Sich von Gott und seinem Volk zu entfernen hat immer tragische Folgen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 30.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Eifrig in guten Werken sein!

 

Tit.2,14 der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.

 

Eifrig in guten Werken – so möchte Christus sein erlöstes Volk, für das Er sich selbst gegeben hat, auf der Erde sehen. Wirkliches Christentum besteht ja nicht nur darin, dass wir das Böse und Verkehrte meiden. So notwendig, das im Leben eines Gläubigen auch ist, damit wir die Gemeinschaft mit Gott ungetrübt erfahren können – das ist nur eine  Seite des Christentums.

 

Zu einem christlichen Lebenswandel gehören unbedingt auch die „guten Werke“, die Gott schon im Vor­aus für uns vorbereitet hat, damit wir sie tun.

1.Thes.5,22 Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!

 

2.Tim.2,19 Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen! und: Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit!

 

Eph.2,10 Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

 

Nicht dass uns gute Werke erretten könnten oder dass wir dadurch „heiliger“ würden. Doch Christus hat uns nicht aus einem Leben in Gesetzlosigkeit und Eigenwillen erlöst, damit wir nun die Hände in den Schoß legen.

 

Er will nicht, dass wir uns, sozusagen auf unserer Erlösung ausruhen und uns damit begnügen, von nun an alles Böse zu lassen.

 

Nein, wir sollen „eifrig sein in guten Werken“.

 

Auch Petrus betont diese beiden Seiten der christlichen Lebensführung:

1.Petr.3,11 er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche den Frieden und jage ihm nach!

 

Jakobus zeigt in seinem Brief, dass unsere Werke, geradezu der Beweis für einen echten, lebendigen Glauben sind, das äußere Kenn­zeichen unserer Rechtfertigung. (Jakobus 2,14-26)

 

Lassen wir uns doch vom Herrn die Augen öffnen für die vielfältigen Aufgaben, die Er für uns hat  schon in unserer nächsten Umgebung. Wie viele Gelegenheiten zu guten Werken, „die Gott zuvor bereitet hat“, werden wir dann erkennen! Und diese guten Werke werden nie in Vergessenheit geraten.

 

Denn das Hochzeitskleid der Braut, „die feine Leinwand“, wird aus den „Gerechtigkeiten der Heiligen“ gewebt sein.

Offb 19,8 Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 23.9.2020 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Mit welcher Herzenshaltung betest du unseren Herrn Jesus an?

 

Hebr.10,22 so lasst uns hinzutretena1 mit wahrhaftigem Herzen, in völliger Gewissheit des Glaubens, durch

Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.

Die völlige Vergebung unserer Sünden auf der Grundlage des einen vollkommenen Opfers bereitet den Weg zur Anbetung.

Hebr.10,14 Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.

Hebr.10,15 Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist; denn nachdem zuvor gesagt worden ist:

Hebr.10,16 »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben«,

Hebr.10,17 sagt er auch: »An ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken

Hebr.10,18 Wo aber Vergebung für diese ist, da gibt es kein Opfer mehr für Sünde.

Aber wie gut kennen wir dieses  Hinzutreten  innerhalb des Vorhangs, diesen „Eintritt in das Heiligtum“? Vielleicht kennen wir die andere Aufforderung im Hebräerbrief besser:

Hebr.4,16 So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!

 

Das heißt: Eine  Zuflucht  zu haben, wo man vor dem Sturm des Lebens sicher ist. 

Doch unser Tagesvers spricht davon, ein  Zuhause  zu haben, wo uns Liebe umgibt.

 

Eine  Zuflucht  brauchen wir in Zeiten der Not – ein  Zuhause  aber lässt unser Herz zur Ruhe kommen. Wir alle kennen Christus als unseren  Zufluchtsort,  zu dem wir in unserer Not fliehen – doch wie wenig kennen wir Ihn als den  Wohnort,  als die  Heimat  für unser Herz.

 

Natürlich ist Christus für uns „ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Unwetter …, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens in lechzendem Land.“

Jer.32,2 Damals belagerte das Heer des Königs von Babel Jerusalem; der Prophet Jeremia aber war eingesperrt im Gefängnishof, der zum Palast des Königs von Juda gehörte.

 

Und natürlich ist es ein Segen für uns, dass wir jemand haben, zu dem wir unsere  Zuflucht  nehmen können, wenn wir durchgeschüttelt, ausgelaugt oder müde sind. Doch wenn wir nur zu Ihm kommen, wenn es stürmisch ist – dann stehen wir in Gefahr, Ihn aus dem Auge zu verlieren, wenn es wieder ruhig ist!

 

Leider geschieht das viel zu oft bei uns!

 

Wir fliehen zu Ihm in Zeiten der Not – und „vergessen“ Ihn in Zeiten der Ruhe.

 

Doch wenn unser Herz da ist, wo Er ist, wenn wir sehen, dass  sein  Platz im Himmel auch  unser  Platz ist, dann wird dort auch unser  Zuhause,  unsere  Heimat  sein.

Dort werden wir Gemeinschaft mit Ihm haben in einer Sphäre, wohin kein Schatten des Todes fallen kann und wo alle Tränen abgewischt sind.

Offb.21,4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 25.11.2019 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Weltliche Einflüsse erkennen und meiden!

 

Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist. (1. Johannes 2,15)

 

Vielleicht fragt jemand: Was ist denn „die Welt“? Es gibt ja kaum ein Thema, über das so viele unklare Vorstellungen im Umlauf sind wie über Welt oder Weltlichkeit. Das liegt daran, dass wir alle dazu neigen, Weltlichkeit so zu definieren, dass wir in unserem eigenen Leben nichts ändern müssen. Gottes Wort hingegen gibt uns klar und deutlich Aufschluss über Bedeutung und Umfang des Begriffes Welt: Alles, was „nicht von dem Vater“ ist, fällt in diesen Bereich. Je enger nun meine Gemeinschaft mit dem Vater ist, desto deutlicher werde ich wahrnehmen können, was Welt oder Weltlichkeit ist. (V. 16) 

 

Das ist Gottes Weise, uns zu belehren. Je mehr wir uns an der Liebe des Vaters erfreuen, umso mehr legen wir alles ab, was von der Welt ist, und meiden ihre Einflüsse.

 

Wer offenbart mir nun den Vater und seine Liebe?Der Sohn!

 

Und wie geschieht das? – Indem der Heilige Geist uns die Offenbarung des Vaters durch den Sohn lebendig vor die Herzen stellt. 

 

Je inniger wir in der Gemeinschaft mit dem Vater leben, desto feiner wird unser Unterscheidungsvermögen werden, was die Welt betrifft. Den Begriff Welt auf andere Weise definieren zu wollen, wäre nutzlos. Die Welt zeigt sich ja in zahllosen Schattierungen; und oft ist es gar nicht möglich, verbindlich zu sagen: „Hier ist der Punkt, wo die Weltlichkeit beginnt.“ 

 

Aber unter der Leitung des Geistes weicht die empfindsame göttliche Natur in uns vor der Welt zurück, in welcher Form sie uns auch begegnet. Wenn wir mit Gott leben, werden wir nicht gemeinsame Sache mit der Welt machen. Kalte Definitionen oder strenge Regeln nützen nichts.

 

Nur durch den Wandel „im Geist“ empfangen wir Einsicht und Kraft zu einem Leben mit Gott, das nicht von weltlichen Einflüssen getrübt wird. (Galater 5,16)

 

Nach C. H. Mackintosh

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 9.4.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Mein gelebter Eigenwille verhindert Gottes Leitung!

 

Von dem HERRN werden die Schritte des Mannes befestigt. (Psalm 37,23)

  

Können wir erwarten, für die tausend Kleinigkeiten unseres Lebens entsprechende Bibeltexte zu finden, die uns konkrete Leitung geben? Ganz sicher nicht. Was wir in der Heiligen Schrift aber sehr wohl finden, sind Grundsätze. Durch diese will Gott uns leiten, auch wenn wir sonst keine klaren Anweisungen haben. Darüber hinaus haben wir die feste Zusage, dass Gott seine Kinder in allen Dingen leiten kann und wird, denn „von dem HERRN werden die Schritte des Mannes befestigt“. Außerdem „lehrt er die Sanftmütigen seinen Weg“ und verheißt: „Mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten.“ Zu allen Schritten auf unserem Glaubensweg will Er uns also seine Gedanken wissen lassen. (Psalm 25,9; 32,8)

 

Wenn wir mit dem Herrn leben, Ihn um seine Leitung bitten und sein Wort beherzigen, dann können wir in den täglichen Aufgaben oft das Nächstliegende getrost mit Ihm tun. Aber wie froh können wir sein, dass Er uns für jede Weggabelung in unserem Leben – so, wie es Ihm gefällt – besondere Gewissheit geben will. Er will uns seine Gedanken mitteilen, will uns sagen, wohin wir gehen und was wir tun sollen. Ohne diese Gewissheit sollten wir keine neuen Wege einschlagen, wir sollten ruhig werden und warten!

 

Einmal beklagte sich jemand, dass er gar nicht wüsste, wie er sich entscheiden solle. Er erhielt die Antwort: „Dann warte ab und tue nichts!“ – Das lässt sich nicht verallgemeinern, war jedoch für diese konkrete Situation weise und angemessen.

 

Eine weitere überaus wichtige Frage ist: Was sind unsere Beweggründe, unsere Motive? Nur wenn wir demütig sind, wenn wir nicht auf uns selbst vertrauen, sondern ehrlich und aufrichtig auf Gott warten – nur dann wird Er uns seinen Weg weisen können. Sollten wir uns allerdings in einer Sache schon entschieden haben oder sollte unser eigener Wille am Werk sein und wir fragen Ihn um Rat, dann sind wir nicht mehr offen für sein Reden.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 4.5.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

 

Tägliches Forschen in der Schrift bewahrt vor Irrtümer!

 

Die Juden in Beröa aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob dies sich so verhielte. (Apostelgeschichte 17,11) 

 

Die edle Gesinnung der Juden in der Stadt Beröa in Mazedonien ist beispielhaft. Nachdem man in Thessalonich nach kurzer Zeit Anstoß an der Lehre des Apostels genommen und die Stadt gegen Paulus aufgewiegelt hatte, nahmen die Juden in Beröa „das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf“. Dabei waren sie keineswegs leichtgläubig, sondern sie überprüften das Gehörte täglich an den „Schriften“, die ihnen vorlagen. Paulus legte ihnen ja anhand des Alten Testaments dar, dass Jesus der verheißene Messias war. In den Schriften fanden sie das bestätigt, was der Apostel ihnen predigte. (vgl. V. 2.3) 

 

An Paulus und den Beröern sollen Prediger und Hörer sich auch heute orientieren, wenn es um die christliche Verkündigung geht. Der Verkündiger hat die große Verantwortung, nicht irgendeine „mögliche“ Auslegung zu predigen und auch nicht seine eigene Meinung in die Schrift hineinzulegen. Es muss „das Wort“ selbst sein, das er aus einer begründeten Überzeugung heraus verkündigt.

 

Zudem sollte die Art der Predigt es den Zuhörern leicht machen, die Verkündigung anhand der Schrift nachzuvollziehen. (2. Timotheus 4,2; vgl. auch 1. Petrus 4,11) 

 

Die vielen unterschiedlichen Stimmen in der Christenheit und die unzähligen Veröffentlichungen erfordern heute besondere Wachsamkeit. Denn nur zu oft werden „die Schriften“ zwar benutzt, aber „verdreht“ (2. Petrus 3,16) Wie wichtig ist es daher, dass die Gläubigen Gottes Wort kennen, um urteilsfähig zu sein und vor schweren Irrtümern bewahrt zu bleiben!

 

Lasst uns deshalb die Bibel aufmerksam und ohne vorgefasste Meinung, in Abhängigkeit von Gott und unter Gebet erforschen! 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 21.4.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Es ist ein gewaltiger Segen, Teil der Versammlung zu sein!

 

Eph.1,3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus,

 

Eph.1,5 Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens.

 

Eph.5,25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,

 

Eph.5,27 damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.

 

Wenn wir darüber nachdenken, dass Gott uns schon vor ewigen Zeiten dazu bestimmt hat, Ihm zu Söhnen zu sein, können wir Ihn nur preisen und anbeten. Er hat uns von jeher in die höchste Stellung berufen, die überhaupt denkbar ist. Und schon jetzt ist der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus auch  unser  Gott und Vater!

 

Der Anfang des Epheserbriefs betont nicht, was  wir  als verlorene Menschen nötig haben. Nein, es geht um  Gottes  Wohlgefallen, um  sein  Herzensbedürfnis und um die Fülle des Segens, die Er ganz abgesehen von der Erlösung für uns vorgesehen hat. Dementsprechend beschreibt der Apostel auch das Ergebnis: nämlich was wir  für Gott  sind. 

 

Er selbst  will sich an Menschen verherrlichen.

 

Wir haben nicht das Geringste dazu beigetragen, dass Er uns zur Sohnschaft vorherbestimmt hat.

 

Dieser Segen dient allein „zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade“

 Eph.1,6 Zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.

 

Derselbe Brief, der uns die persönlichen Vorrechte der Gläubigen vorstellt, beschreibt auch ihre gemeinsamen Vorrechte. Und dazu konnten wir genauso wenig beitragen wie zu den persönlichen Vorrechten.

 

Was ist es für ein gewaltiger Segen, Teil der Versammlung zu sein, die Christus geliebt und für die Er sich selbst hingegeben hat!

 

Wollen wir Ihm nicht dafür danken? Zugleich wollen wir nicht aus dem Auge verlieren, welches Ziel der Herr mit der Versammlung verfolgt: Er wird sie  sich selbst verherrlicht darstellen!

 

Es geht um  seine  Herrlichkeit und um  seine  Freude!

 

Die größte Freude für uns Gläubige besteht darin, an der Freude des Vaters und des Sohnes teilzuhaben.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 12.1.2020 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Mit welcher Herzenshaltung betest du unseren Herrn Jesus an?

 

Hebr.10,22 so lasst uns hinzutretena1 mit wahrhaftigem Herzen, in völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.

 

Die völlige Vergebung unserer Sünden auf der Grundlage des einen vollkommenen Opfers bereitet den Weg zur Anbetung.

 

Hebr.10,14 Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.

Hebr.10,15 Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist; denn nachdem zuvor gesagt worden ist:

Hebr.10,16 »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben«,

Hebr.10,17 sagt er auch: »An ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken

Hebr.10,18 Wo aber Vergebung für diese ist, da gibt es kein Opfer mehr für Sünde.

 

Aber wie gut kennen wir dieses  Hinzutreten  innerhalb des Vorhangs, diesen „Eintritt in das Heiligtum“? Vielleicht kennen wir die andere Aufforderung im Hebräerbrief besser:

 

Hebr.4,16 So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!

 

Das heißt: Eine  Zuflucht  zu haben, wo man vor dem Sturm des Lebens sicher ist. 

Doch unser Tagesvers spricht davon, ein  Zuhause  zu haben, wo uns Liebe umgibt.

 

Eine  Zuflucht  brauchen wir in Zeiten der Not – ein  Zuhause  aber lässt unser Herz zur Ruhe kommen. Wir alle kennen Christus als unseren  Zufluchtsort,  zu dem wir in unserer Not fliehen – doch wie wenig kennen wir Ihn als den  Wohnort,  als die  Heimat  für unser Herz.

 

Natürlich ist Christus für uns „ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Unwetter …, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens in lechzendem Land.“

 

Jer.32,2 Damals belagerte das Heer des Königs von Babel Jerusalem; der Prophet Jeremia aber war eingesperrt im Gefängnishof, der zum Palast des Königs von Juda gehörte.

 

Und natürlich ist es ein Segen für uns, dass wir jemand haben, zu dem wir unsere  Zuflucht  nehmen können, wenn wir durchgeschüttelt, ausgelaugt oder müde sind. Doch wenn wir nur zu Ihm kommen, wenn es stürmisch ist – dann stehen wir in Gefahr, Ihn aus dem Auge zu verlieren, wenn es wieder ruhig ist!

 

Leider geschieht das viel zu oft bei uns!

 

Wir fliehen zu Ihm in Zeiten der Not – und „vergessen“ Ihn in Zeiten der Ruhe.

 

Doch wenn unser Herz da ist, wo Er ist, wenn wir sehen, dass  sein  Platz im Himmel auch  unser  Platz ist, dann wird dort auch unser  Zuhause,  unsere  Heimat  sein. Dort werden wir Gemeinschaft mit Ihm haben in einer Sphäre, wohin kein Schatten des Todes fallen kann und wo alle Tränen abgewischt sind.

 

Offb.21,4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 25.11.2019 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Gott will, dass mir meine Sünden bewusst sind!

 

2.Sam.12,15 Und Nathan ging heim. Und der HERR schlug das Kind, das die Frau Urijas dem David geboren hatte, so dass es todkrank wurde.

2.Sam.12,16 Und David flehte zu Gott wegen des Knaben; und David fastete und ging hinein und lag über Nacht auf der Erde.

 

David liegt, wenn es um Sünde geht, er sitzt, wenn er anbetet, er steht, wenn er dient.

 

David liegt wenn es um Sünde geht:

David hat mit Bathseba die Ehe gebrochen und ihren Mann ermordet, und der Prophet Nathan stellt ihm das klar und deutlich vor. Seine Worte treffen David mit göttlicher Macht, so dass er vor Gott in den Staub sinkt.

Im übertragenen Sinn wird das besonders in Psalm 51 deutlich.

Ps.51,11 Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten!

Ps.51,12 Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern!

 

David hat seine große Schuld erkannt, sie lastet schwer auf ihm. Deshalb bittet er:

Ps.51,3 O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit!

Ps.51,4 Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde.

 

David bekennt seine Sünde – und Gott, der gnädig und barmherzig ist, vergibt sie ihm sofort. 

Denn Gott freut sich zu vergeben, und Gnade zu zeigen. Er will ja nicht richten, sondern ER will, dass uns die Sünde bewusst wird, dass wir sie in SEINEM Licht verurteilen, sie IHM bekennen und sie lassen.

1.Sam.12,13 Und nun, seht, da ist euer König, den ihr erwählt, den ihr begehrt habt; denn siehe, der HERR hat einen König über euch gesetzt!

 

Ja Sünde muss verurteilt werden. Je klarer das geschieht – umso besser. Wenn Sünde nur oberflächlich verurteilt wird, dann ist es wie mit dem Samenkorn, das auf einen steinigen Boden fällt:

Das Gewissen wird dann nicht getroffen. Es bilden sich keine tiefen Wurzeln, und die Pflanze verdorrt bald.

 

Die Wahrheit muss bis auf den Boden des Herzens dringen, sonst hat die Umkehr keinen Bestand.

Mtt.13,20 Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden

aufnimmt;

Mtt.13,21 er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch. Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß.

 

Obwohl Nathan angekündigt hat, dass das Kind sterben wird, hofft David weiter und betet um das Leben des Kindes.

 

Hier sehen wir ihn buchstäblich auf der Erde liegen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 26.6.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Die Belohnung kommt noch!

 

Mose wählte lieber, mit dem Volk Gottes Unge­mach zu leiden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben. (Hebräer 11,25)

 

In der Hochkultur des Alten Ägypten waren Staat, Gesellschaft, Wissenschaft und Religion eng miteinander verknüpft. Zahlreiche Ausgrabungen zeigen, welcher Luxus am Hof des Pharaos herrschte. In diese Situation kam Mose hinein: Er wurde von der Tochter des Pharaos adoptiert, am Königshof erzogen und „unterwiesen in aller Weisheit der Ägypter“; und er selbst war „mächtig in seinen Worten und Werken.“ (Apostelgeschichte 7,21.22)

 

Eine glänzende Karriere hatte begonnen. Beneidenswert – oder doch nicht? Darüber hat Mose sicher sorgfältig nachgedacht und ihm wurde immer deutlicher, dass er sich zwischen seiner hohen Stellung am Königshof und seinem eigenen Volk entscheiden musste. Seine Stellung brachte ihm Ansehen ein, und das Hofleben mit seinen Annehmlichkeiten bot viele Verlockungen. Aber alles war durchzogen vom Heidentum, von einem Leben ohne den wahren Gott – und damit von der Sünde. 

 

Die Alternative für Mose bestand darin, sich dem Volk Israel zuzuwenden, aus dem er stammte. Das war nicht gerade anziehend. Israel war versklavt, rechtlos und zu harter Arbeit gezwungen. Doch für Mose war entscheidend, dass Israel das Volk Gottes ist.

Er wusste, dass Gott sein Volk nicht fallen lässt und dass es für ihn selbst nur Gewinn sein würde, wenn er sich auf die Seite des Volkes Gottes stellte.

 

Mose musste jedoch vorher 40 Jahre als Schafhirte arbeiten. Danach führte er das Volk Israel aus Ägypten heraus und zog mit ihm 40 Jahre durch die Wüste. Schließlich starb er kurz vor Erreichen des verheißenen Landes. – War Mose am Ende ein Verlierer?

 

Nein, das Schönste, die Belohnung, kam danach.

 

Etwas davon können wir bei der Verklärung des Herrn Jesus auf dem Berg erkennen. Mose und Elia „erschienen in Herrlichkeit“, um sich mit dem Herrn Jesus zu unterreden.

 

Auf die tiefe, ungestörte Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus in ewiger Herrlichkeit dürfen auch wir uns freuen. 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Meine investierte Zeit als Streiter Jesu Christi!

 

Nimm teil an den Trübsalen als ein guter Streiter Christi Jesu. Niemand, der Kriegsdienste tut, verwickelt sich in die Beschäf­tigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. (2. Timotheus 2,3.4)

 

 

Der Weg des Christen über diese Erde ist kein gemütlicher Spaziergang.

 

Judas schreibt einen Brief, weil er sich genötigt sieht, die Gläubigen zu ermahnen, „für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen“ (Judas 3) Und Paulus vergleicht den Kampf des Glaubens mehrfach mit dem Dienst eines Soldaten. Die Aufforderung, „ein guter Streiter Christi Jesu“ zu sein, ist wichtig, denn wir haben einen Feind, der kein Erbarmen kennt. Er greift uns an, und das oft an mehreren Punkten gleichzeitig: in den persönlichen Beziehungen, in lehrmäßigen Prinzipien, in Fragen des Zusammenkommens.

 

Und wir? Wir verschwenden unsere Zeit: Wir kaufen Möbel, reisen in der Welt herum, pflegen unseren Körper, hängen an Internet und Smartphone – sind also verwickelt „in die Beschäftigungen des Lebens“. Doch wir werden nichts davon mitnehmen, wenn unser Herr wiederkommt und uns zu sich in den Himmel aufnimmt.

 

Rücken wir Möbel, Reisen, Internet und unseren Körper doch an den richtigen Platz in unserem Leben. Setzen wir die Prioritäten neu und konzentrieren uns auf das, worauf es ankommt. Nutzen wir die verbleibende Zeit auf der Erde so, dass wir Dem gefallen, der uns angeworben hat!

 

Es geht nicht darum, dass wir unseren täglichen Verpflichtungen (etwa im Beruf oder in der Familie) nicht mehr nachkommen, sondern dass „die Beschäftigungen des Lebens“ uns nicht in Beschlag nehmen und anderes verdrängen. Paulus selbst ist uns darin ein großes Vorbild. Er schreibt:

 

Das Leben ist für mich Christus. Philipper 1,21 

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 16.1.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Dankbar für alles sein!

 

Danksagt in allem, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

 

Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Gesänge gibt in der Nacht? (1. Thes.5,18; Hi.35,10) 

 

Eine junge Missionarin berichtet:

 

Auf Madagaskar erleben wir zwar viel Freude, aber es gibt auch Zeiten der Entmutigung. Zum Beispiel, wenn ein Malariaanfall kommt oder wenn wir schwere Nackenschläge hinnehmen müssen und nichts mehr geht.

 

Eines Tages war ich einmal besonders entmutigt. Ich ging in unser Gemeindehaus und fing an zu beten: „Warum lässt Du das alles zu? Warum diese Entmutigungen? Warum mein schlechter Gesundheitszustand? Und ich habe doch alles gegeben …“

 

In diesem Augenblick kam ein Leprakranker herein. Er war blind. Um sich fortzubewegen, musste er auf seinen Knien rutschen. Der Mann kam ganz in meine Nähe; und weil er sich allein glaubte, fing er an, laut zu beten. Es war ein Gebet voller Lob und Dank, ein ganz erstaunliches Gebet.

 

Was ich davon behalten habe, ist Folgendes: „Ich danke Dir für alles, was Du in meinem Leben für mich getan hast. Ich danke Dir auch für diese Krankheit. Wenn ich nicht aussätzig geworden wäre, würde ich jetzt im Busch leben. Ich wäre vielleicht ein reicher Mann geworden und besäße Zebus und Reisfelder. Aber Dich hätte ich nicht kennengelernt. Wegen dieser Krankheit bin ich zur Leprastation gekommen. Da habe ich Dich kennengelernt. Und Dich zu kennen ist wertvoller als alles andere. Ich danke Dir für alles, auch für diese Krankheit.“

 

Als ich das gehört hatte, begann ich leise zu weinen. Mit gedämpfter Stimme schloss ich mein Gebet: „Vergib mir, mein Gott. Ich will nie mehr gegen Dich aufbegehren.“

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 20.3.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Dankbar für alles sein!

 

Danksagt in allem, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

 

Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Gesänge gibt in der Nacht? (1. Thes.5,18; Hi.35,10) 

 

Eine junge Missionarin berichtet:

 

Auf Madagaskar erleben wir zwar viel Freude, aber es gibt auch Zeiten der Entmutigung. Zum Beispiel, wenn ein Malariaanfall kommt oder wenn wir schwere Nackenschläge hinnehmen müssen und nichts mehr geht.

 

Eines Tages war ich einmal besonders entmutigt. Ich ging in unser Gemeindehaus und fing an zu beten: „Warum lässt Du das alles zu? Warum diese Entmutigungen? Warum mein schlechter Gesundheitszustand? Und ich habe doch alles gegeben …“

 

In diesem Augenblick kam ein Leprakranker herein. Er war blind. Um sich fortzubewegen, musste er auf seinen Knien rutschen. Der Mann kam ganz in meine Nähe; und weil er sich allein glaubte, fing er an, laut zu beten. Es war ein Gebet voller Lob und Dank, ein ganz erstaunliches Gebet.

 

Was ich davon behalten habe, ist Folgendes: „Ich danke Dir für alles, was Du in meinem Leben für mich getan hast. Ich danke Dir auch für diese Krankheit. Wenn ich nicht aussätzig geworden wäre, würde ich jetzt im Busch leben. Ich wäre vielleicht ein reicher Mann geworden und besäße Zebus und Reisfelder. Aber Dich hätte ich nicht kennengelernt. Wegen dieser Krankheit bin ich zur Leprastation gekommen. Da habe ich Dich kennengelernt. Und Dich zu kennen ist wertvoller als alles andere. Ich danke Dir für alles, auch für diese Krankheit.“

 

Als ich das gehört hatte, begann ich leise zu weinen. Mit gedämpfter Stimme schloss ich mein Gebet: „Vergib mir, mein Gott. Ich will nie mehr gegen Dich aufbegehren.“

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 20.3.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Abgelehnt  und bestraft!

 

Darum hat auch Jesus, damit er durch sein eigenes Blut das Volk heiligte, außerhalb des Tores gelitten. (Hebräer 13,12)

  

Außerhalb der Stadt

 

Bevor der Herr Jesus für uns starb, wurde Er aus der Stadt hinausgeführt, um außerhalb der damaligen Stadtmauern auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt zu werden. (Markus 15,20) Dieses „außerhalb“ beinhaltet zwei Aspekte: die Ablehnung des Herrn Jesus durch sein Volk und sein Leiden als Sündopfer im Gericht Gottes. Das eine ist die Seite der Menschen, das andere die Seite Gottes.

 

Von Anfang an musste der Herr Jesus die Zurückweisung der Menschen schmerzhaft erfahren. Seine Liebe wurde von den Juden mit Hass beantwortet. Noch wenige Tage vor seinem Tod hatte der Herr Jesus in Jerusalem das Gleichnis von den bösen Weingärtnern erzählt, die den Erben des Weinbergs hinauswarfen und töteten. Dieses Wort erfüllte sich jetzt: Nachdem die Menschen in ihrem blinden Hass „Hinweg, hinweg!“ geschrien hatten, warfen sie den Herrn Jesus aus der Stadt hinaus, damit Er dort draußen am Kreuz sterben sollte. Daran erinnert auch der Ausdruck „seine Schmach.“

(Psalm 109,5; Matthäus 21,39; Hebräer 13,13).

 

Andererseits spricht der Platz außerhalb des Tores auch von dem Ort des Gerichts. Das La­ger der Israeliten damals in der Wüste sollte ein reiner und heiliger Ort sein. Deshalb musste alles Unreine hinausgebracht werden. Auch die Leichname der Sündopfer wurden außerhalb des Lagers verbrannt. (vgl. 5.Mose 23,11.15; 3.Mose 4,12; 16,27) Der Schreiber des Hebräerbriefs überträgt diesen Umstand auf Christus: So wie die Opfertiere außerhalb des Lagers verbrannt wurden, so hat auch Christus außerhalb der Stadt gelitten.

 

Dort wurde der Reine mit unseren Sünden beladen, Er kam als das wahre Sündopfer in das Feuer des Gerichts Gottes und wurde für uns zur Sünde gemacht. (2.Korinther 5,21)

 

Abgelehnt von den Menschen und gestraft von Gott! Wie viel hat Er dortaußerhalb des Tores – für uns gelitten!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 2.4.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Herr, dein Sühnungswerk von Golgatha

 

Ps.126,6 Wer weinend hingeht und den Samen zur Aussaat trägt, der kommt gewiss mit Freuden zurück und bringt seine Garben.

 

 „Ach, Herr Jesus, wie hast Du doch auf der Erde nach jeder Seite hin gelitten, hast an der Mühsal Deiner Geschöpfe teilgenommen, hast Hunger, Durst und Müdigkeit erduldet! Dein Inneres hat tief gelitten beim Anblick der Folgen der Sünde: Krankheit, Besessenheit, Angst und Verzweiflung der Menschen. Herr, wir bewundern Dich!

 

Und doch war es erst der Anfang; es war der Weg, der Dich zu dem unendlich größeren Leid hinführte, zu dem Kreuzesleid. Auf diesem Weg hast Du unablässig Gott verherrlicht und Dich so als fähig erwiesen, auch das Eine zu vollbringen, was Gott nur von Dir entgegennehmen konnte: die Sühnung der Sünde durch Dein Blut.

 

Dazu warst Du zu vorersehen. Und Du wusstest, was das bedeutete. Wir danken Dir für den Blick nach Gethsemane, den Dein Wort uns gestattet, um die Anteilnahme unserer Herzen zu wecken.

 

Und dann gedenken wir in stiller Anbetung der drei finsteren Stunden am Kreuz, in die kein Erschaffener je blickt.

 

Dort warst Du von Gott verlassen, weil unsere Sünden auf Dir lagen. Dafür ist jedes Lob zu klein.

 

Wir alle, die zu der Frucht zählen, die Dein Sühnungswerk von Golgatha gebracht hat, freuen uns für Dich auf den Augenblick, wenn Du Deine Garben heimtragen wirst. Doch auch für uns wird es eine unbeschreibliche Freude sein, Dich inmitten der Deinen zu erblicken.

 

Herr Jesus, nimm unseren Dank für Deine Tränen, für Dein Ausharren, für Deine Liebe!“

 

Tag unergründlich tiefen Schmerzes!

O Tag voll Leid und größter Not,

da Du, Herr, wardst von Gott verlassen,

gingst für mich Sünder in den Tod!

 

Herr Jesus, Deine große Liebe

rührt tief mein Herz aufs Neue an.

Für mich hast Du Dich hingegeben,

Anbetung Dir, Du Schmerzensmann!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 11.10.2020 entnommen ) 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Was sieht die Welt bei uns?

 

Und es gab Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Land. (1. Mose 13,7)

 

Als Abraham und sein Neffe Lot ins Land Kanaan kommen, bringen sie Vieh sowie Knechte und Mägde mit. Die Reise nach Ägypten führt dazu, dass der Pharao ihnen neben Knechten und Mägden auch noch eine Menge an Kleinvieh, Rindern und Eseln schenkt (Kap. 12,5.16).

 

Zurück in Kanaan wird das zu einem Problem: Die Herden sind jetzt so groß, dass zwischen den Hirten Abrahams und den Hirten Lots Streit um die Weideplätze aufkommt. Im gleichen Atem­zug lesen wir in unserem Tagesvers: „Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Land.“ Das kann ein Hinweis darauf sein, dass Abra­ham und Lot die zur Verfügung stehenden Weideflächen mit den Bewohnern des Landes teilen mussten. Aber sicherlich will Gott uns damit auch sagen, dass dieser Streit vor den Augen der Welt stattfand. Wie beschämend ist das für Gläubige!

 

Kommt so etwas nicht auch in unseren Familien vor und in der Familie Gottes? Nur zu schnell gibt es Streit um banale Dinge oder um materiellen Besitz! Zank unter Gläubigen ist immer schlecht; aber es ist doppelt schlimm, wenn das Zeugnis vor der Welt dadurch beeinträchtigt wird. Daher tadelt der Apostel Paulus die Korinther: „Es rechtet Bruder mit Bruder, und das vor Ungläubigen!“ (1. Korinther 6,1-8)

 

Das Gegenteil sollte der Fall sein: Die uns umgebende Welt sollte bei uns Gläubigen Frieden und gegenseitige Liebe finden. Deshalb sagte der Herr Jesus kurz vor seinem Tod: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Gegenseitige Liebe im Volk Gottes ist ein kraftvolles Zeugnis vor der Welt. (Johannes 13,35)

 

Was sehen die ungläubigen Menschen in unseren Familien und in unseren örtlichen Versammlungen (Gemeinden): Streit oder Frieden?

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 9.2.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Meide die Finsternis, sonst verlierst du alles aus deinen Händen!

 

Murrt auch nicht, so wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden. (1. Korinther 10,10) 

 

Beim Auszug aus Ägypten hatten sich dem Volk Israel auch fremde Menschen angeschlossen. Dieses Mischvolk sehnte sich nach Ägypten und seinem reichen Speiseangebot zurück und übte einen verderblichen Einfluss auf das Volk Gottes aus. Auch die Israeliten waren in ihrem Herzen nicht mehr zufrieden mit der Fürsorge Gottes und der Speise, die Er ihnen schenkte, denn es war empfänglich geworden für die bösen Worte des Mischvolks. – Hier zeigte sich deutlich: Menschen, die Gottes Grundsätze nicht anerkennen, schaden dem Volk Gottes.

 

Darum sollte auch der Christ heute keine Gemeinschaft mit ihnen haben.

 

Was sagt Israel? „Wir erinnern uns an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und die Melonen …; und nun ist unsere Seele dürr; gar nichts ist da, nur auf das Man sehen unsere Augen.“ (4. Mose 11,5.6)

 

Woran hätten sie denn denken sollen, wenn sie an Ägypten dachten? An ihre Bedrängnis dort, an die Peitsche der Fronvögte, an die Grausamkeit des Pharaos. Und hätten sie sich nicht vor allem an die Güte, Liebe und Macht Gottes erinnern sollen, der sie mit starkem Arm aus dem Land der Knechtschaft geführt und aus der Gewalt des Pharaos befreit hatte? Alles das hatten sie aus den Augen verloren.

 

Israel empfing, was es begehrte; aber es war nicht zum Segen für sie, sondern zum Gericht. „Da gab er ihnen ihr Begehr, aber er sandte Magerkeit in ihre Seelen.“ (Psalm 106,15)

 

Daher sollten Kinder Gottes den Herrn täglich bitten: „Bewahre uns vor allen schädlichen Begierden!“ Denn auch heute kann es sein, dass wir etwas unbedingt haben wollen und dass Gott es uns schließlich gewährt. Doch die Folge davon ist oft geistliche Dürre.

 

Wollen wir uns da nicht vielmehr nach dem ausstrecken, was Er uns zu unserem reichen Segen geben will?

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 17.3.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Lasse dir deine geistliche Speise nicht verunreinigen!

 

Es war Hungersnot im Land. … Und Elisa sprach zu seinem Knaben: Setze den großen Topf auf und koche ein Gericht für die Söhne der Propheten. (2. Könige 4,38)

  

Der Prophet Elisa weist seinen Diener an, den großen Topf auf das Feuer zu setzen. – Wäre nicht ein kleiner Topf angemessener gewesen? Schließlich herrscht Hungersnot. Und was soll in den großen Topf hinein? – So ungefähr denkt wohl einer der Prophetenschüler, der losgeht, um auf dem Feld Kräuter zu suchen. Er findet wilde Früchte, die er dann zerschnitten in den Topf gibt.

 

Doch der Mann begeht zwei Fehler:

Zunächst einmal zieht er offenbar ohne jede Aufforderung des Propheten los.

Und dann erntet er in seiner Unwissenheit völlig ungenießbare Früchte von einem Kürbisgewächs und verdirbt damit die ganze Mahlzeit.

 

Wenn es um geistliche Speise für uns heute geht, dürfen wir alles vom Herrn Jesus erwarten. Er will uns sättigen. Ihm fehlt es nicht an Möglichkeiten, „den großen Topf“ zu füllen. Sein Wort aufbereitet für unsere Herzen – ist das, was wir brauchen, damit unser innerer Mensch gestärkt wird.

 

Doch ähnlich wie der Prophetenschüler stehen auch wir in der Gefahr, das Geistliche, was der Herr geben will, mit menschlichen Ideen anzureichern. Wir vermischen dann Geistliches und Natürliches und merken zunächst gar nicht, dass wir damit das Geistliche verderben!

 

Der Herr Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten“ (Johannes 6,35) Er allein kann durch sein Wort und seinen Geist und oft mithilfe seiner Knechte, die Er dazu befähigt und beauftragt hat, unseren geistlichen Hunger stillen.

 

So endet auch unsere Geschichte:

Man wirft Mehl, ein Bild des Herrn Jesus, des vollkommenen Menschen, in den Topf. Nun ist die Speise genießbar, und alle werden gestärkt.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 20.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Die richtige Reihenfolge für Ohren und Mund!

 

Und Jesus nahm den Tauben von der Volks­menge weg für sich allein und legte seine Finger in seine Ohren; und er spie und rührte seine Zunge an … Und sogleich wurden seine Ohren aufgetan, und das Band seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig. (Markus 7,33.35)

 

Am See Genezareth in Galiläa wurde ein kranker Mann zum Herrn Jesus gebracht. Dieser Mann war taubstumm (V. 32.37) Eigentlich hatte er also zwei Probleme: Er konnte nicht hören und nicht richtig sprechen. – Abseits von den Menschenmassen kümmerte sich der Herr Jesus persönlich um die Not dieses Mannes und heilte ihn.

 

In dieser Heilung sehen wir ein Bild der Lebenswende eines Menschen. Vor seiner Bekehrung ignoriert er Gott; er ist taub für die Stimme Gottes. Auch mit seinem Mund sündigt er. „Mit ihren Zungen handelten sie trügerisch. … Ihr Mund ist voller Fluchen und Bitterkeit“, sagt Paulus in Römer 3,13.14. Aber wenn Jesus in das Leben eines Menschen tritt, ändert sich die Situation schlagartig. Durch Gottes Wirken werden Ohren und Mund geheilt: Der wiedergeborene Mensch hört jetzt auf das Reden Gottes und benutzt seine Zunge, um Gott zu loben.

 

Doch manchmal verhalten auch wir Gläubigen uns leider wie unbekehrte Menschen. In bestimmten Situationen oder bei gewissen Themen stellen wir uns taub und hören nicht auf das Wort Gottes. Wie schnell bringt dann unser Mund Flucht statt Segen hervor (Jakobus 3,10). Wie wichtig ist es deshalb, dass wir zum Herrn kommen und Ihn an uns wirken lassen.

 

Interessant ist die Reihenfolge: Die Tagesverse zeigen, dass Jesus zuerst die Ohren und dann den Mund behandelt. Und genau in dieser Reihenfolge tritt auch die Heilung ein. Nur das, was wir zuvor „gehört“ haben, können wir durch unser Reden weitergeben. Deshalb ist es besonders hilfreich, wenn wir morgens in der Bibel lesen und auf diese Weise Gottes Stimme hören, damit wir den Tag über „richtig reden“ können.

 

Gott loben und anderen Menschen von Ihm weitersagen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 29.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Gottes Wort ist unser Lebenskompass

 

Wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen. (2. Korinther 5,7)

 

 

Stellen wir uns einen Piloten vor, der sein Flugzeug ohne Sicht einem Ziel entgegensteuern muss und dabei plötzlich anfängt, die Lage der Maschine nach seinem eigenen Gefühl zu beurteilen, anstatt sich genau nach seinen Instrumenten zu richten. Das kann die Katastrophe bedeuten. Nie darf der Pilot seinem Gefühl folgen, auch wenn es zuweilen mit seinen Instrumenten in Widerspruch steht.

 

Auch die Kinder Gottes haben solche „Instrumente“ oder vielmehr ein Instrument. Es ist die Bibel, die ihnen ihre Position anzeigt. Wie könnten sie ihre Stellung vor Gott sonst kennen, da doch der natürliche Mensch keinerlei Wahrnehmung in den Dingen hat, die Gott betreffen?

 

Gottes Wort sagt uns zum Beispiel, dass der Christ Frieden mit Gott hat und in seiner Gnade steht. (Römer 5,1.2) Aber wenn ich auf meine Fehler sehe, frage ich mich, ob Gott mich wirklich annehmen kann mit all den bösen Gedanken, die mich immer noch überkommen. Dann versuche ich vielleicht, die Gunst Gottes zu erlangen, indem ich selbst aufgestellte Gesetze befolge. Die können mir für kurze Zeit die Illusion geben, etwas verdient zu haben. Und doch wird es nur noch schlimmer.

 

Oder ich durchlebe eine schmerzliche Glaubens­prüfung, von der ich weder das Ende noch den Zweck erkennen kann, den Gott verfolgt. Stehe ich wirklich noch in seiner Gnade? Hat das Ausharren noch einen Sinn oder soll ich mit menschlichen Mitteln versuchen, um jeden Preis damit fertig zu werden? Solche Gedanken kommen mir, wenn ich mich auf meine eigenen Gefühle verlasse, anstatt mich auf die Verheißungen Gottes zu stützen.

 

Was für ein Glück und was für eine Sicherheit, dass wir die Bibel zur unfehlbaren Orientierung haben bis an das Ziel unserer Reise!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 22.2.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wer entscheidet über meinen Lebenswandel?

 

Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst; mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten. (Psalm 32,8)

  

Wer trifft die Entscheidung? 

 

Auf dem Weg vor sich beobachtete ein Wanderer einmal eine Frau, über deren Verhalten er sich wunderte: Sie kam an eine Weggabelung und blieb unentschlossen stehen. Rechts ging es zu einem Bauernhof, links zu einer vornehmen Villa. Auf einmal setzte die Frau ihren Korb auf die Erde und warf ihren Stock mehrmals in die Luft. Schließlich wandte sie sich nach rechts, dem Bauernhaus zu. Das war auch das Ziel des Wanderers.

 

Bald hatte er mit der Frau, einer Hausiererin, ein Gespräch angeknüpft. Er fragte sie, warum sie denn an der Weggabelung gezögert und den Stock wiederholt in die Luft geworfen habe. „Ja, wissen Sie“, antwortete die Frau geheimnisvoll, „wir sind arme Leute, aber doch fromm. Ich lasse mir immer von Gott den Weg zeigen; und dann bin ich immer gut geführt worden.“ – „Was hat aber das Stockwerfen dabei zu bedeuten?“ – „Die Stockspitze zeigt mir den Weg, den ich wählen soll!“ – „Und warum werfen Sie dann den Stock so oft?“ – „Ja, sehen Sie“, sagte die Frau zögernd, „der Stock fiel nicht so, wie er sollte. Da versuchte ich es eben wiederholt, bis er richtig fiel!“

 

Machen wir es nicht zuweilen ganz ähnlich? Wir wissen, dass Gott uns nur segnen kann, wenn wir unser Leben nach seinem Willen führen. Deshalb bitten wir Ihn auch in den verschiedenen Situationen, uns seinen Willen zu zeigen. Aber es kann vorkommen, dass wir uns selbst täuschen: Wenn wir bereits eine eigene Entscheidung gefällt haben – ganz nach unserem eigenen Ermessen –, dann sind wir in unserem Herzen gar nicht mehr empfänglich für die Führung Gottes. Vielleicht hätte uns ein Wort Gottes längst Klarheit geben können, aber wir wollen es nicht wahrhaben.

 

Darum ist diese alte Geschichte auch heute noch sehr aktuell.

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 9.3.2021 entnommen )

Warten bringt Segen!

 

Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen. (Jesaja 28,16)

  

Es ist nicht unsere starke Seite, auf Gottes Zeit zu warten. Zwar zeigt uns das Wort Gottes einzelne Fälle, in denen der Glaube sich zu Recht beeilte, aber es stellt uns eine Fülle anderer Beispiele vor, bei denen der Segen Gottes davon abhing, dass man geduldig wartete.

 

Saul zum Beispiel wartete sieben Tage auf das Kommen Samuels, doch er hielt nicht bis zum Ende durch. Schließlich war er so töricht, selbst das Opfer darzubringen, weil Samuel noch nicht eingetroffen war. (1. Samuel 13,8.13)

 

Und die Jünger des Herrn Jesus hatten die ganze Nacht hindurch gerudert, aber erst „in der vierten Nachtwache“ kam Jesus zu ihnen, als sie offenbar nicht mehr mit Ihm und seiner Hilfe rechneten. (Matthäus 14,22-33)

 

Nur wenn wir Gott wirklich vertrauen, können wir warten. Wir müssen glauben, dass Gott wirkt, um selbst dann ruhig zu bleiben, wenn wir vielleicht zunächst ganz untätig sein müssen. Natürlich sollen wir auch die Hilfsmittel nicht vernachlässigen, die Gott uns zur Verfügung stellt. Vielleicht sollen wir damit einen Schritt nach dem anderen tun und dabei auf Ihn warten. Ob es sich um die berufliche Situation handelt, die Eheschließung, den Wechsel des Wohnorts oder andere Umstände – nie sollten wir das alles unabhängig von Ihm in die Hand nehmen und übers Knie brechen, denn dann würden wir den Segen nicht empfangen, der darin liegt, Ihn wirken zu lassen und in Frieden zu sein.

 

Und wenn sich die Tür für uns öffnet, ist es eine große Freude, darin die Hand Gottes zu sehen! Solche Erfahrungen stärken unser Vertrauen. Die vorausgegangene anstrengende Wartezeit betrachten wir dann nicht als Strafe, sondern wir erkennen, dass der Herr uns liebevoll erziehen wollte.

 

Wir haben Ihn noch besser kennengelernt und erfahren, wie weise Er uns führt.

 

Diesen Segen würden wir verlieren, wenn wir voreilig handeln und Ihm nicht vertrauen würden.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

 

Hoffnung für unsere Familien!

 

Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus. (Apostelgeschichte 16,31)

 

Gott möchte, dass ganze Familien gerettet werden. Er begnügt sich nicht damit, dass nur eine einzelne Person aus einer Familie an den Herrn Jesus glaubt und das Heil annimmt. Nicht immer kommt es jedoch soweit – oder manchmal erst nach vielen Jahren. Doch der Geist Gottes gibt uns in der Apostelgeschichte Beispiele davon, dass sich ganze Familien zum Herrn Jesus bekehrten. Vom Kerkermeister in Philippi heißt es, dass er „frohlockte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus“. Durch Gottes Gnade geschieht das auch heute noch. (Apostelgeschichte 16,34) 

 

Ein Mitarbeiter einer Radiomission in arabischer Sprache traf einen jungen Marokkaner, der nach einer Evangeliums-Sendung gläubig geworden war. Nach seiner Bekehrung behandelte seine Familie ihn wie einen Hund. Als Christ durfte er nicht mehr gemeinsam mit der Familie essen, denn er galt als „unrein“. Seine Mutter war sehr unglücklich über ihn; aber sie musste eingestehen, dass sich sein Leben zum Guten verändert hatte. 

 

Einige Jahre später traf der Radio-Missionar in Marokko einen jungen Mann, der diesem gläubig gewordenen Marokkaner sehr ähnlich sah. Es war dessen Bruder. Der Missionar fragte ihn, ob er ebenfalls Christ geworden sei. Da erzählte dieser ihm die wunderbare Neuigkeit, dass nun sowohl er als auch seine Schwester und seine Mutter gläubige Christen seien.

 

Jetzt beteten alle zusammen für die Bekehrung ihres Vaters.

 

Ja, Gottes Gedanke ist: „Du und dein Haus.“ 

 

Krispus aber, der Synagogenvorsteher, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Haus.

Apostelgeschichte 18,8

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 28.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wir wissen weder Zeit noch Stunde, wann unser Herr Jesus wieder kommt!

 

Aus Seir ruft man mir zu: Wächter, wie weit ist es in der Nacht? Wächter, wie weit in der Nacht? Der Wächter spricht: Der Morgen kommt und auch die Nacht. Wollt ihr fragen, so fragt! Kehrt wieder, kommt her! (Jesaja 21,11.12)

 

Die Edomiter im Gebirgsland Seir missachten die Warnungen Gottes und verhöhnen seinen Propheten. Dieser stellt sich hier als Wächter vor, der im Auftrag Gottes das bevorstehende Gericht ankündigt.

 

Auf die wiederholte spottende Frage: „Wie weit ist es in der Nacht?“, antwortet der Wächter mit heiligem Ernst: „Der Morgen kommt und auch die Nacht.“ Für Israel, das Volk Gottes, wird einmal ein „Morgen ohne Wolken“ anbrechen, wenn Christus in Herrlichkeit erscheint, um sein Reich auf der Erde zu errichten. Edom aber erwartet die Nacht des Gerichts.

(2. Samuel 23,4; Jeremia 49,7.13)

 

Doch noch ist die Nacht nicht gekommen, und für den, der aufrichtig fragt und sucht, gibt es noch eine Antwort und einen Ausweg: „Kehrt wieder, kommt her!“

 

Die Gläubigen heute dürfen den Herrn Jesus erwarten, der uns zu sich nimmt, damit wir für immer bei Ihm sind. (Johannes 14,3)

 

Auch wir wissen weder Zeit noch Stunde, wann Er wiederkommt!

 

Wir sind von tiefer Nacht umgeben und fühlen, wie die Merkmale der „letzten Tage“ in bedrückendem Maß an Intensität zunehmen. Da kann die Antwort des Wächters uns ebenfalls ermuntern: „Der Morgen kommt.“ So sicher, wie die Zusagen Gottes für Israel in Erfüllung gehen werden, so sicher geht die Zusage des Herrn Jesus an uns in Erfüllung: Er selbst wird kommen, um die Seinen zu sich zu holen in die ewige Herrlichkeit.

 

„Der Morgen kommt und auch die Nacht.“ Auch für die christlichen Länder wird „die Nacht“ kommen, die Nacht, in der die Menschen „der Lüge glauben“ werden.

 

Doch noch gilt allen der Ruf: Kehrt um! Kommt her! – Die Liebe des Christus und der Schrecken des Herrn treiben uns an, den Menschen das Evangelium zu bringen, solange noch Gnadenzeit ist. (2. Thessalonicher 2,11; 2. Korinther 5,11.14)

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 6.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Welch unverdiente Gnade am Brotbrechen teilnehmen zu dürfen!

Ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm, und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis. Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. (1. Korinther 11,23-26)

 

 

Der Herr Jesus hatte sein Mahl eingesetzt, bevor Er am Kreuz sein Leben hingab. Als das auferstandene und verherrlichte Haupt seiner Versammlung (Gemeinde) bestätigt Er jetzt diese Einsetzung vom Himmel her. Der Apostel Paulus, dem das Geheimnis von Christus und seiner Versammlung offenbart worden war, empfängt eine besondere Mitteilung über dieses Mahl. Sie ist noch umfangreicher als die Berichte in den Evangelien. Zeigt uns das nicht, welch große Bedeutung der Herr Jesus diesem Mahl beimisstseinem Mahl, dem Mahl des Herrn?

 

Für uns ist es ein großes Vorrecht, an Brot und Kelch teilzuhaben in liebendem Gedenken an Den, der dieses Gedächtnismahl gestiftet hat! Wir kommen nicht als eingeladene Fremde, sondern umgeben Ihn als solche, die Er „Brüder“ nennt. Er ist der „Erstgeborene“ unter ihnen. Zudem drücken wir durch dieselbe Handlung aus, dass wir Glieder seines Leibes sind. Die Grundlage zu allem ist sein Sühnungstod am Kreuz. Was für eine Gnade! (Hebräer 2,11.12; Römer 8,29; 1. Korinther 10,17)

 

Der Herr Jesus will in der Mitte der Seinen gegenwärtig sein und gewissermaßen als „Vorsänger“ den Lobgesang leiten. Die „Sänger“ sind versammelt in der Gegenwart ihres „Chorleiters“; jedes Auge ist auf Ihn gerichtet.

 

Als Ergebnis seiner Leitung steigen Lob und Anbetung auf zu Ihm und zu Gott, dem Vater, durch Ihn.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 21.2.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Kümmere ich mich um den geistlichen Mauerbau?

 

Neh.4,4 Und Juda sprach: Die Kraft der Lastträger wankt, und es gibt so viel Schutt; wir können nicht [mehr] an der Mauer bauen!

 

Die Juden, die aus dem Babylonischen Exil zurückgekehrt waren, hatten mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, als sie die Mauer Jerusalems wiederaufbauten. Die Arbeit war schwer und ungewohnt und die Feinde blieben nicht untätig. Zuerst spotteten sie. Als sie aber die Fortschritte sahen, drohten sie den Juden mit Waffengewalt, so dass Tag und Nacht Wachen aufgestellt werden mussten. Aus dieser Zeit stammt der obige Ausspruch.

 

Leben wir heute nicht in einer ähnlichen Situation? Die geistliche „Mauer“, die das Volk und das Haus Gottes schützen soll, ist an vielen Stellen eingestürzt. Diese Mauer besteht in der Anwendung klarer, biblischer Grundsätze; und wir sind gerufen, dabei mitzuwirken, „die Mauer wieder aufzubauen“. Es geht ja um den Ort, den der Herr „erwählt hat, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.“

Neh.2,17 Da sprach ich zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir uns befinden; wie Jerusalem in Trümmern liegt  und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger ein Gespött sind!

 

Neh.1,9 kehrt ihr aber zu mir um und befolgt meine Gebote und tut sie - selbst wenn einige von euch bis ans Ende der Himmel verstoßen wären, so würde ich sie doch von dort sammeln und sie an den Ort bringen, den ich erwählt habe, damit mein Name dort wohnen soll

 

Wir können nur dann glückliche Gemeinschaft mit dem Herrn und untereinander haben, wenn wir an seinen Grundsätzen festhalten und der Einfluss der Welt draußen bleibt.

 

®     Wo aber eine weltliche Gesinnung und weltliche Grundsätze in die Mitte der Gläubigen eingedrungen sind, gibt es unzählige Probleme.

 

®     Dann muss viel „Schutt“ weggeräumt werden, wenn das geistliche Leben wieder erwachen und sich weiterentwickeln soll.

 

?         Sind wir dem Herrn dafür dankbar, dass es unter den Gläubigen „Lastträger“ gibt, die sich mit diesen Nöten belasten?

 

Doch wie oft sinkt auch ihre Kraft, wenn sich immer neue Probleme vor ihnen auftürmen!

 

Da stellt sich uns die Frage:

?         Gehören wir etwa zu denen, die den Segen gern annehmen, sich aber sonst um nichts kümmern?

 

Oder stützen wir die Lastträger in treuem Gebet? Und sind wir auch selbst bereit, mitzutragen, so wie der Herr uns ruft?

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.10.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Geborgen in den Armen des Guten Hirten

 

Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich. (2. Timotheus 4,17)

 

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden in Drangsalen. (Psalm 46,2)

 

 

Ein junges gläubiges Ehepaar war sehr niedergeschlagen, weil die kleine dreieinhalbjährige Tochter schwer erkrankt war.

 

Das Kind lag schon seit fünf Wochen im Krankenhaus und die Mutter blieb bei ihm. In den letzten Tagen reagierte die Kleine gar nicht mehr, sie lag im Koma. Der Vater war tagsüber an seiner Arbeitsstelle, aber immer wieder musste er an seine Tochter denken und immer wieder betete er still für sie zu Gott.

 

Das Ende war abzusehen. Da öffnete die Kleine eines Tages plötzlich die Augen und sang leise ein Lied von dem Guten Hirten, der sie liebte und kannte und in dessen Armen sie sich geborgen fühlte. Das Stimmchen verhallte, aber die Mutter hatte die Botschaft aufgenommen. Die Eltern sagten sich: „Der Herr selbst bereitet uns auf den Tod unserer Kleinen vor, damit wir es ertragen können.“ Wie bewegend und trostreich war das für sie!

 

In diesen Tagen las der Vater zu Hause jeden Abend für sich aus dem Matthäus-Evangelium. Gerade an diesem Abend kam er zum 18. Kapitel und las die Worte des Herrn Jesus: „Es ist nicht der Wille eures Vaters, der in den Himmeln ist, dass eins dieser Kleinen verloren gehe.“ (V. 14) Als er noch über diese trostreiche Zusicherung nachdachte, klingelte das Telefon. Er erhielt die Nachricht, dass seine Tochter soeben gestorben war. Doch er wusste: Wenn sie diese Welt gerade verlassen hatte, war sie jetzt schon beim Herrn Jesus.

 

Mitten in Not und Leid erlebten das kleine Mädchen und seine Eltern, wie völlig wir in den Armen des Guten Hirten geborgen sind.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 23.1.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

 

Hoffnung für unsere Familien!

 

Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus. (Apostelgeschichte 16,31)

 

Gott möchte, dass ganze Familien gerettet werden. Er begnügt sich nicht damit, dass nur eine einzelne Person aus einer Familie an den Herrn Jesus glaubt und das Heil annimmt. Nicht immer kommt es jedoch soweit – oder manchmal erst nach vielen Jahren. Doch der Geist Gottes gibt uns in der Apostelgeschichte Beispiele davon, dass sich ganze Familien zum Herrn Jesus bekehrten. Vom Kerkermeister in Philippi heißt es, dass er „frohlockte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus“. Durch Gottes Gnade geschieht das auch heute noch. (Apostelgeschichte 16,34) 

 

Ein Mitarbeiter einer Radiomission in arabischer Sprache traf einen jungen Marokkaner, der nach einer Evangeliums-Sendung gläubig geworden war. Nach seiner Bekehrung behandelte seine Familie ihn wie einen Hund. Als Christ durfte er nicht mehr gemeinsam mit der Familie essen, denn er galt als „unrein“. Seine Mutter war sehr unglücklich über ihn; aber sie musste eingestehen, dass sich sein Leben zum Guten verändert hatte. 

 

Einige Jahre später traf der Radio-Missionar in Marokko einen jungen Mann, der diesem gläubig gewordenen Marokkaner sehr ähnlich sah. Es war dessen Bruder. Der Missionar fragte ihn, ob er ebenfalls Christ geworden sei. Da erzählte dieser ihm die wunderbare Neuigkeit, dass nun sowohl er als auch seine Schwester und seine Mutter gläubige Christen seien.

 

Jetzt beteten alle zusammen für die Bekehrung ihres Vaters.

 

Ja, Gottes Gedanke ist: „Du und dein Haus.“ 

 

Krispus aber, der Synagogenvorsteher, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Haus.

Apostelgeschichte 18,8

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 28.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wir wissen weder Zeit noch Stunde, wann unser Herr Jesus wieder kommt!

 

Aus Seir ruft man mir zu: Wächter, wie weit ist es in der Nacht? Wächter, wie weit in der Nacht? Der Wächter spricht: Der Morgen kommt und auch die Nacht. Wollt ihr fragen, so fragt! Kehrt wieder, kommt her! (Jesaja 21,11.12)

 

Die Edomiter im Gebirgsland Seir missachten die Warnungen Gottes und verhöhnen seinen Propheten. Dieser stellt sich hier als Wächter vor, der im Auftrag Gottes das bevorstehende Gericht ankündigt.

 

Auf die wiederholte spottende Frage: „Wie weit ist es in der Nacht?“, antwortet der Wächter mit heiligem Ernst: „Der Morgen kommt und auch die Nacht.“ Für Israel, das Volk Gottes, wird einmal ein „Morgen ohne Wolken“ anbrechen, wenn Christus in Herrlichkeit erscheint, um sein Reich auf der Erde zu errichten. Edom aber erwartet die Nacht des Gerichts.

(2. Samuel 23,4; Jeremia 49,7.13)

 

Doch noch ist die Nacht nicht gekommen, und für den, der aufrichtig fragt und sucht, gibt es noch eine Antwort und einen Ausweg: „Kehrt wieder, kommt her!“

 

Die Gläubigen heute dürfen den Herrn Jesus erwarten, der uns zu sich nimmt, damit wir für immer bei Ihm sind. (Johannes 14,3)

 

Auch wir wissen weder Zeit noch Stunde, wann Er wiederkommt!

 

Wir sind von tiefer Nacht umgeben und fühlen, wie die Merkmale der „letzten Tage“ in bedrückendem Maß an Intensität zunehmen. Da kann die Antwort des Wächters uns ebenfalls ermuntern: „Der Morgen kommt.“ So sicher, wie die Zusagen Gottes für Israel in Erfüllung gehen werden, so sicher geht die Zusage des Herrn Jesus an uns in Erfüllung: Er selbst wird kommen, um die Seinen zu sich zu holen in die ewige Herrlichkeit.

 

„Der Morgen kommt und auch die Nacht.“ Auch für die christlichen Länder wird „die Nacht“ kommen, die Nacht, in der die Menschen „der Lüge glauben“ werden.

 

Doch noch gilt allen der Ruf: Kehrt um! Kommt her! – Die Liebe des Christus und der Schrecken des Herrn treiben uns an, den Menschen das Evangelium zu bringen, solange noch Gnadenzeit ist. (2. Thessalonicher 2,11; 2. Korinther 5,11.14)

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 6.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Der zusammengestellte Leib des Herrn

 

Eph.2,15 indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften,

Eph.2,16 und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. 

 

 Die Versammlung – der Leib Christi, zu dem alle Gläubigen gehören – hat ihren Ursprung im ewigen Ratschluss Gottes. Ihre Existenz beruht auf dem Erlösungswerk des Herrn Jesus. Und der Heilige Geist hat diesen Leib gebildet und erhält ihn in untrennbarer Verbindung mit Christus, dem verherrlichten Haupt im Himmel.

 

Eph.1,9 Er hat uns das Geheimnis seines Willens bekanntgemacht, entsprechend dem Ratschluss, den er nach seinem Wohlgefallen gefasst hat in ihm,

Eph.1,10 zur Ausführung in der Fülle der Zeiten: alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus,

sowohl was im Himmel als auch was auf Erden ist.

Eph.1,22 und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben,

Eph.1,23 die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

1.Kor.12,13 Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist.

 

Gott sei Dank! – weder das Tun des Menschen noch die Angriffe Satans können diese enge Verbindung mit Christus ändern oder gar zerstören. Christus ist das Haupt, wir sind sein Leib. Das gilt seit dem Pfingstereignis in Jerusalem für jeden Glaubenden – unabhängig von Nationalität, Kultur oder Bildung. Ein Grund zu großer Freude!

 

In souveräner Gnade hat Gott jeden Einzelnen berufen, der zum Leib Christi gehört.

Er hat uns nicht berufen, weil wir in guten Umständen geboren sind oder ein gutes Leben geführt haben.

 

Nein, Er hat uns berufen, weil Er uns mit seiner Liebe geliebt hat.

 

Das lässt uns mit Ehrfurcht und Staunen fragen: „Warum?“

 

Gott hat es deshalb getan, weil Er ein Volk haben wollte, durch das Er den Reichtum seiner Gnade und Herrlichkeit entfalten kann.

 

 Wenn uns dies bewusst wird, kann es uns vor menschlichen Plänen und Programmen bewahren, die den Menschen erheben und Christus seiner Autorität berauben.

 

Geben wir acht, dass wir nicht den wahren himmlischen Charakter der Versammlung Gottes verdunkeln.

 

Sonst wird nicht mehr der  „eine  neue Mensch“ in Christus gesehen, sondern es kommt zu einem großen Durcheinander. Bedenken wir: Der Leib Christi ist mit dem ausdrücklichen Zweck auf der Erde zurückgelassen, damit die Herrlichkeiten Christi an ihm gesehen werden, nicht aber Besonderheiten, die auf menschliches Planen und Wirken zurückgehen.

 

Zitiert mit der CSV Kalender-App vom 22.8.2020

,, Der Herr ist nahe‘‘

Bibelstellen aus Schlachter 2000 entnommen 

Gott hört alle deine Gebete!

Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus. (Philipper 4,6.7)

 

Es ist sehr gut und hilfreich, wenn wir auch kleine Sorgen, geringe Mühen und alle Bedürfnisse des täglichen Lebens vor Gott bringen. Bringen wir Ihm alles, was uns beschäftigt: das, was uns ärgert, ein verletzendes Wort, ein Geldproblem und jeden Kummer.

 

Selbst das, was du nicht einmal einem Freund anvertrauen würdest, kannst du ohne Furcht Gott sagen. Die Menschen sind durchweg zu klein, um dir in deinen großen Schwierigkeiten zu helfen, aber Gott ist nicht zu groß für deine kleinsten Probleme.

 

Wie soll man beten? Man kann allein oder gemeinsam mit anderen beten, still oder mit lauter Stimme, auf den Knien oder am Lenkrad des Autos – und auch dann, wenn man ans Bett gefesselt ist. Jona betete im Bauch des Fisches, Petrus auf dem Dach, Paulus am Meeresufer. Nehemia betete, als er den König am Tisch bediente, und der Herr Jesus auf dem Berg.

 

Jon.2,2 Und Jona betete aus dem Bauch des Fisches zu dem HERRN, seinem Gott, und sprach.

 

Apg.10,9 Am folgenden Tag aber, als jene auf dem Weg waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten, etwa um die sechste Stunde.

 

Apg.21,5 Als wir schließlich diese Tage vollendet hatten, brachen wir auf und zogen fort, wobei sie uns alle mit Frau und Kind bis vor die Stadt hinaus begleiteten; und wir knieten am Meeresstrand nieder und beteten.

 

Neh.2,4 Da sprach der König zu mir: Was erbittest du denn? Da flehte ich zu dem Gott des Himmels.

 

Mt.14,23 Und nachdem er die Menge entlassen hatte, stieg er auf den Berg, um abseits zu beten; und als es Abend geworden war, war er dort allein.

 

Für wen soll man beten? Für alle Menschen: für die Kranken, für die Leidgeprüften, für die verfolgten Christen, für unsere Kinder, für unsere Nachbarn und Arbeitskollegen, für alle Menschen, die noch nicht bekehrt sind, für die Verantwortlichen in der Regierung und für die Diener Gottes, die das Evangelium verkündigen. Lasst uns auch dafür beten, dass die Andachtskalender jeden Tag allen Lesern eine Botschaft bringen, die passend ist für ihre geistlichen Bedürfnisse.

 

Zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in dem Geist, und hierzu wachend in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.

 

Eph.6,18 Indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 4.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Freimütigkeit

zum Stoßgebet!

 

Und der König sprach zu mir: Um was bittest du denn? Da betete ich zu dem Gott des Himmels; und ich sprach zum König … (Nehemia 2,4.5)

 

Am persischen Königshof hatte Nehemia Berichte über das Land Juda empfangen. Ungefähr 140 Jahre zuvor war Jerusalem von den Truppen Nebukadnezars, des Königs von Babel, zerstört worden. Noch immer lagen seine Mauern mit ihren Toren in Trümmern. Nehemia brachte seinen großen Schmerz darüber vor „den Gott des Himmels“. Jerusalem lag ihm am Herzen, und es war sein Anliegen, die Stadt Gottes wieder aufzubauen. Dazu brauchte er als „Mundschenk des Königs“ aber die Einwilligung und die Vollmacht des persischen Herrschers.

Nachdem Nehemia eine Zeit lang gefastet und gebetet hatte, ergab sich plötzlich eine Gelegenheit, dem Großkönig sein Anliegen vorzutragen. Doch eigenartig: Mitten in diesem Gespräch betete er „zu dem Gott des Himmels“! Das wird nur ein ganz kurzes Gebet gewesen sein, denn das Gespräch wurde unmittelbar darauf fortgesetzt. Es war also einfach ein Stoßgebet, das zeigt, wie sehr sich Nehemia von Gott und seiner Leitung und Hilfe abhängig wusste. 

Der König wird von dem Stoßgebet nichts bemerkt haben, aber Gott hat es gehört. In diesem Bewusstsein fasste Nehemia Mut, dem König sein Anliegen freimütig vorzutragen. Und dann erlebte er, wie Gott das Herz des Königs so lenkte, dass er ihm seine Bitte gewährte.
 

Es ist gut und notwendig, wenn wir regelmäßig zum Gebet in die Stille gehen morgens und abends oder dreimal am Tag wie Daniel (Daniel 6,11) Wenn wir die Nähe Gottes und seine Leitung für unser Leben aufrichtig suchen, dann haben wir in besonderen Situationen auch die Freimütigkeit zu einem „Stoßgebet“.

Und wir werden wie Nehemia ermutigende Erfahrungen mit unserem Gott und Vater machen!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 14.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Liebe den Herrn Jesus mit ganzem Herzen, damit alles andere zweitrangig wird!

 

1.Sam.18,1 Und es geschah, als er aufgehört hatte mit Saul zu reden, da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids, und Jonathan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele.

 

Entrüstet hatte der junge David gehört, wie der Philister Goliath das Heer Israels, „die Schlachtreihen des lebendigen Gottes“, verhöhnt hatte. Sein Bruder Eliab schalt ihn aus; und König Saul hielt ihn für mangelhaft ausgerüstet. Und doch gelang es dem einfachen Hirten David, den Riesen Goliath mit Gottes Hilfe zu töten und das Volk Gottes aus schwieriger Lage zu retten (Kap.17). Kein Wunder, dass man aus allen Städten Israels kam, um seine Tat zu besingen. Der Feind war geschlagen, und das Volk konnte mit großer Freude die Befreiung feiern.

 

Einer jedoch hatte noch tiefere Empfindungen für David als das Volk: der Königssohn Jonathan. Was ihn besonders anzog, war der Retter selbst. Ihn liebte er wie seine eigene Seele.

 

Das feste Vertrauen Davids auf seinen Gott hatte Jonathan sicher schon vorher beeindruckt.

 

Mit was für Gefühlen werden dann wohl seine Blicke David gefolgt sein, als dieser in völliger Ruhe und Zuversicht dem „Starken“ entgegenging! Als David dann in der Kraft Gottes den Sieg errungen hatte, trat für Jonathan alles andere hinter David selbst zurück.

 

Der Herr Jesus hat uns vor einem weit mächtigeren Feind errettet.

 

Doch Ihn führte der Weg zu unserer Befreiung in den Tod. Vorher aber bat Er seine Jünger, doch Seiner zu gedenken; und zu diesem Zweck setzte Er sein Gedächtnismahl ein. Wir halten dieses Mahl, bis Er wiederkommt; wir danksagen Ihm, weil Er für uns gelitten hat und gestorben ist.

 

Über allem jedoch, was uns oder unser Heil betrifft, sollte seine herrliche Person selbst stehen.

 

Er hat sich Gott geopfert zu einem „duf­ten­den Wohlgeruch“. Mit Gott haben wir Teil an demselben Opfer. Gott sieht nur Herrlichkeiten in seinem Sohn, und auch wir dürfen uns an seiner Person und seinem Werk erfreuen. Lasst uns Ihm huldigen! 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 13.9.2020 entnommen )

Gottes große Vor und Fürsorge, er meint es gut mit dir!

 

Ps.145,9 Der HERR ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken.

Gott „ist gut gegen alle“. Er  ist  „gut“ und Er  tut  „Gutes“. 

Ps.119,68 Du bist gut und tust Gutes; lehre mich deine Anweisungen!

 

Und Er  meint  es gut mit uns. Mit allen. Keiner, ob gläubig oder ungläubig, ist davon ausgenommen. Außerdem sind „seine Erbarmungen über alle seine Werke“, sie rahmen sie ein, sie umschließen sie. Ja,  Liebe und Barmherzigkeit sind die Beweggründe seines Handelns!

 

Als Noomi nach Bethlehem zurückkehrte, sagte sie: „Der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht.“ Doch  sie wusste nicht,  dass Gott ihr durch Ruth und Boas noch einen „Sohn“ schenken wollte.

Rt.1,20 Sie aber sprach: Nennt mich nicht Naemi, sondern nennt mich Mara; denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht!

 

Rt.4,14 Da sprachen die Frauen zu Naemi: Gepriesen sei der HERR, der dir zu dieser Zeit einen Löser nicht versagt hat! Sein Name werde gerühmt in Israel!

 

Rt.4,15 Der wird nun deine Seele erquicken und dich in deinem Alter versorgen; denn deine

Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, sie, die dir mehr wert ist als sieben Söhne!

 

Rt.4,16 Und Naemi nahm das Kind und legte es in ihren Schoß und wurde seine Pflegerin.

 

Rt.4,17 Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Namen und sprachen: Der Naemi ist ein Sohn geboren! Und sie gaben ihm den Namen Obed. Der ist der Vater Isais, des Vaters Davids.

 

Als Jakob bei der zweiten Reise seiner Söhne nach Ägypten auch noch Benjamin abgeben musste, sagte er:

1.Mo.43,14 Und Gott, der Allmächtige, gebe euch Barmherzigkeit vor dem Mann, dass er euch euren anderen Bruder wieder mitgibt und Benjamin! Ich aber, wenn ich doch der Kinder beraubt sein soll, so sei ich ihrer beraubt!

 

Als Lazarus gestorben war und schon vier Tage in der Gruft lag und der Herr dann befahl, den Stein wegzunehmen, sagte Martha:

Joh.11,39 Jesus spricht: Hebt den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier!

 

Gott ist gut auch gegen die,  die Ihn ablehnen,  denn Er ist „langmütig …, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen“.

Seine Güte soll Menschen „zur Buße leiten.“

2.Petr.3,9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

Röm.2,4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

 

Gott ist gut gegen die,  die Ihn kennen: Er stützt sie, richtet sie auf, gibt ihnen ihre Speise, ist ihnen nahe, hört ihr Schreien und rettet sie  (Psalm 145,14-19). Was für eine umfassende Vorsorge und Fürsorge!

Ps.86,5 Denn du, Herr, bist gut und vergibst gern; und du bist reich an Gnade für alle, die dich anrufen. 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.9.2020 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Der unergründliche Reichtum des Christus

 

Eph.3,8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen.

 

Im dritten Kapitel des Epheserbriefs schreibt der Apostel Paulus über das „Geheimnis des Christus“, das den Aposteln und Propheten offenbart worden ist. Es geht um Gottes ewigen Ratschluss, den Er in Bezug auf Christus, seinen geliebten Sohn, gefasst hat. Diesen Ratschluss konnte niemand erahnen oder aufspüren; er war „von den Zeitaltern her verborgen in Gott“

 

Eph.3,9 Und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus.

 

Gott selbst hat diesen Ratschluss offenbart, nachdem der Heilige Geist die Versammlung (Gemeinde) gebildet hatte.

 

Erst dann wurde das Geheimnis gelüftet.

 

Dieses Geheimnis betrifft nämlich nicht ausschließlich Christus, sondern auch Christus in Verbindung mit seiner Versammlung.

 

Ein wesentlicher Punkt darin ist, dass auch Menschen aus den Nationen jetzt „durch das Blut des Christus nahe geworden“ sind und zusammen mit den Gläubigen aus den Juden den Leib Christi bilden (vgl. Kap. 2,13-16; 3,6; 5,32).

 

Paulus hatte den Auftrag erhalten, dieses Geheimnis zu verkündigen – eine große und verantwortungsvolle Aufgabe, die besondere Befähigung und Kraft erforderte. Angesichts dieser Gnade nennt Paulus sich deshalb den „allergeringsten von allen Heiligen“.

 

Der „unergründliche Reichtum des Christus“ umfasst den ganzen Umfang des Ratschlusses Gottes und schließt jeden Segen ein, den Gott den Gläubigen in und durch Christus schenken will.

 

Eph.1,3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus.

 

Dieser Reichtum ist unergründlich. Wir können diese Segnungen nicht ausloten oder in allen Einzelheiten analysieren. Sie übersteigen unser Fassungsvermögen.

 

Aber wir können uns im Glauben daran erfreuen und Gott dafür preisen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 1.12.2019 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Hast du für den Herrn einen Platz in deinem Leben?

 

Ps.132,3 »Ich will nicht in das Zelt meines Hauses gehen, noch mein Ruhelager besteigen,

Ps.132,4 ich will meinen Augen keinen Schlaf gönnen und meinen Augenlidern keinen Schlummer,

Ps.132,5 bis ich eine Stätte gefunden habe für den HERRN, eine Wohnung für den Mächtigen Jakobs

 

Viele junge Menschen denken darüber nach, was sie unternehmen müssen, um zu Reichtum und Ehre zu kommen und sich einen guten Platz hier auf der Erde zu sichern. Auch David tat als junger Mann einen Schwur; aber ihm ging es darum, eine Stätte für den HERRN zu finden und nicht einen Platz für sich selbst. – Sein Vorgänger Saul hatte das Motto: „Ein Platz für mich.“ Davids Motto aber lautete: „Eine Stätte für den HERRN.“

 

Der Zusammenhang dieses Psalms zeigt, dass David wusste, wie die Bundeslade einst an die Philister verloren gegangen und nach ihrer Rückkehr nicht wieder den ihr gebührenden Platz erhalten hatte. Deshalb wollte er sich nicht eher Ruhe gönnen, bis er eine Stätte für den HERRN gefunden hätte. Solch ein Mann gefällt dem Herzen Gottes, nicht aber ein Mann, der nur einen guten Platz für sich selbst sucht.

 

In diesem Licht sollten wir auch unser eigenes Herz einmal prüfen.

 

Es gibt ja unzählige „Platz-Jäger“ in der Völkerwelt, in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, am Arbeitsplatz und leider auch unter den Gläubigen.

 

Offenbar ist auf der Erde nichts mehr an seinem richtigen Platz.

Christus wird der Platz nicht zugebilligt, der Ihm als Haupt über alles rechtmäßig zusteht.

Die Versammlung Gottes ist noch nicht an ihrem Bestimmungsort im Himmel.

Das Volk Israel ist großenteils noch nicht wieder in seinem Land. Die Völker sind nicht an dem Platz, den sie im Friedensreich Christi einnehmen sollen.

Nichts ist an seinem Platz, solange Christus nicht seinen Platz einnehmen kann.

So rufen wir mit Recht: „Komm, Herr Jesus!“

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 7.9.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Unser Vertrauen wird öfters durch Gott auf die Probe gestellt!

 

Jes.36,14 So spricht der König: Lasst euch von Hiskia nicht verführen, denn er kann euch nicht erretten!

Jes.36,15 Lasst euch von Hiskia auch nicht auf den HERRN vertrösten, wenn er sagt: »Der HERR wird uns gewiss erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden«!

Jes.36,18 Lasst euch von Hiskia nicht verführen, wenn er spricht: »Der HERR wird uns erretten!« Hat etwa irgendeiner von den Göttern der Heidenvölker sein Land aus der Hand des Königs von Assyrien erretten können?

 

Der Oberbefehlshaber des Königs von Assyrien steht vor den Toren Jerusalems und ruft diese Worte dem jüdischen Volk zu. Noch dazu auf Jüdisch, so dass es jeder verstehen kann.

 

Er fordert das Volk auf, sich von Hiskia und seinem Gottvertrauen wegzuwenden. Mit seinen Worten will er Zweifel in die Herzen säen: Ist Hiskia wirklich ehrlich zu euch? Ist seine Zuversicht, dass Gott euch retten wird, nicht Augenwischerei, nicht Täuschung, nicht Verführung? Könnt ihr euch wirklich auf euren Gott verlassen? Ist eine Kapitulation nicht viel vorteilhafter für euch? Warum soll gerade euer Gott stärker sein als andere Götter?

 

Nun, wir kennen das Ende dieser Begebenheit: Hiskia und das Volk vertrauen weiter auf Gott. Und Gott sichert ihnen zu: „Ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten.“ Dann schlägt Gott „im Lager der Assyrer 185 000 Mann“, die Belagerung wird abgebrochen, und der Feind kehrt nach Assyrien zurück. (Kap. 37,35-37)

Jes.37,35 Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu erretten um meinetwillen und um meines Knechtes David willen!

Jes.37,36 Und der Engel des HERRN ging aus und erschlug im Lager der Assyrer 185000 Mann. Und als man am Morgen früh aufstand, siehe, da waren diese alle tot, lauter Leichen.

Jes.37,37 Da brach Sanherib, der König von Assyrien, auf und zog fort, und er kehrte heim und blieb in Ninive.

 

Manchmal steht der Feind auch vor unserer Tür und sagt: 

®     Lass dich doch nicht durch die Bibel täuschen;

®     lass dich doch nicht auf den Himmel vertrösten;

®     lass dich doch nicht von christlichen Lehrern beeinflussen und verführen!  

 

Da bebt der Boden, auf dem wir stehen, da geraten Überzeugungen und Bekenntnisse ins Wanken, da wird unser Vertrauen auf die Probe gestellt.

 

Was macht Hiskia? Er geht „in das Haus des HERRN“. Das muss auch unser Weg sein: Gott suchen …, es Ihm sagen …, auf sein Wort hören …, Ihm vertrauen.

 

®     Gott  täuscht  uns nicht.

®     Er ist „ohne Trug.“

®     Er  vertröstet  uns auch nicht.

®     Er ist ein Gott der Treue.

®     Er  verführt  uns auch nicht.

®     Alle seine Wege sind recht.   (Kap. 37,1; 5. Mose 32,4)

 

 

Jes.37,1 Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des HERRN.

 

5.Mo.32,4 Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 21.6.2019 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Keine Furcht, weitergehen, unser Herr geht mit und sorgt für mich!

 

Mtt.10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!

 

Schwierige Aufgaben machen uns oft mutlos. Und Prognosen wie: „Das wird richtig hart werden, was du da vor hast!“, machen es uns auch nicht leichter!

 

So ähnlich müssen sich die zwölf Apostel damals fühlen, als der Herr Jesus sie aussendet, das Evangelium in den Städten und Dörfern zu predigen. Er kündigt ihnen große Schwierigkeiten an: „Ich sende euch wie Schafe inmitten von Wölfen. … Ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen.“

 

Doch der Herr fügt hinzu, dass sie sich vor denen, die sie hassen, nicht zu fürchten brauchen. Sie können ihnen ja nichts Schlimmeres antun, als ihren  Körper zu töten. Das ist schrecklich, keine Frage – und wie viele haben diesen Preis bezahlt, angefangen von den ersten Aposteln bis hin zu Christen in unserer Zeit!

 

Mtt.10,16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!

Mtt.10,22 Und ihr werdet von jedermann gehaßt sein um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.

 

Warum brauchen die Jünger sich dennoch nicht zu fürchten? Weil die, die sie hassen, ihre  Seele  nicht töten können. Dazu haben sie keine Macht. Doch Gott kann Seele und Leib in der Hölle richten. Das heißt nun nicht, dass Kinder Gottes in die Hölle kommen können! Nein, im Gegenteil: Gott sorgt für sie wie ein Vater!

Das, was der Herr hier betont, ist einfach:  Die Menschen, die euch hassen, werden nicht das letzte Wort haben – das hat Gott!

 

Ein Mensch besteht nicht nur aus seinem Körper.

Es sind Seele und Geist, die sein Wesen ausmachen, und die überdauern seinen Körper.

 

Und wenn Gott schon für die Sperlinge sorgt, die in den Augen der Menschen keinen Wert haben, wie der Herr in diesem Zusammenhang betont, wie viel mehr dann für uns, die wir Ihm so unendlich wertvoll sind!

 

Mtt.10,29 Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Groschen? Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater.

Mtt.10,30 Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt.

Mtt.10,31 Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.

 

Er wird die Seinen nicht darben lassen – weder in der Zeit noch in der Ewigkeit. Ihn wollen wir fürchten, und Ihm wollen wir vertrauen! 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.6.2019 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Doch bald wird unser Herr Jesus sichtbar wiederkommen!

 

Hebr.9,26 Denn sonst hätte er ja oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an. Nun aber ist er einmal

offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.

 

Hebr.9,28 So wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten mal denen erscheinen, die auf ihn wartend, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.

 

Was für ein gewaltiger Unterschied besteht doch zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen des Herrn Jesus! In den verschiedenen Zeitaltern war die Sünde des Menschen immer deutlicher ans Licht getreten. Deshalb ist Christus „in der Vollendung der Zeitalter“  gekommen  „zur Abschaffung der Sünde durch sein Opfer“.

 

®     Doch bald wird Er  wiederkommen,  um allen, die Ihn erwarten, eine völlige Befreiung zu schenken.

 

Ihre Sünden hat Er am Kreuz  ein für alle Mal  getragen, und sein Sühnopfer ist vollgültig und abschließend. Beim Wiederkommen des Herrn, das wir erwarten, geht es also nicht erneut um die Frage der Sünde.

Hebr.7,27 Der es nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, danach für die des Volkes; denn dieses [letztere] hat er ein für allemal getan, indem er sich selbst als Opfer darbrachte.

 

Hebr.9,12 Auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.

 

Hebr.10,10 Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, und zwar ein für allemal.

 

Christus kommt wieder, um uns in den ganzen Umfang der „großen Errettung“ einzuführen, die Er zustande gebracht hat.

Hebr.2,3 Wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung missachten? Diese wurde ja zuerst durch den Herrn verkündigt und ist uns dann von denen, die ihn gehört haben, bestätigt worden.

 

®     Die Gläubigen aus der Gnadenzeit werden dann in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen.

 

Zu einem späteren Zeitpunkt wird der gläubige Überrest Israels in die Segnungen des Tausendjährigen Reiches eintreten. Beide Ereignisse sind Aspekte des bevorstehenden Kommens des Herrn; und beide setzen sein „ein für alle Mal geschehenes Opfer“ voraus.

 

®     Wenn der Herr wiederkommt, werden wir Ihn sehen, wie Er ist.

 

Doch schon jetzt sieht das Auge des Glaubens Christus „mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt“ im Himmel. Dort weilt Er „als Vorläufer für uns“. Was für eine Sicherheit gibt uns das für unsere Zukunft!

Hebr.2,9 Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit

Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken.

 

Hebr.6,20 Wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist nach der Weise Melchisedeks.

 

®     Deshalb wollen wir unsere Blicke auf den Himmel gerichtet halten; dort ist unser Retter, und dort ist unsere Heimat.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 8.9.2019 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Jesu Platz in meinem Leben und mein Platz in seiner Gegenwart!

 

Ps.132,5 bis ich eine Stätte gefunden habe für den HERRN, eine Wohnung für den Mächtigen Jakobs

Solange die Rechte des Herrn Jesus nicht anerkannt werden, ist auf der Erde nichts am richtigen Platz. Deshalb erwarten wir sein Kommen. Aber wir sollten auch bedenken, dass es in der Zwischenzeit eine Möglichkeit für uns gibt, wie wir dem Herrn den Ihm gebührenden Platz einräumen können.

Zum Beispiel hat Er ja gesagt:

Mtt.18,20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.

 

Wenn Er wiederkommt, werden wir „zu ihm hin“ versammelt werden.

2.Thes.2,1 Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm.

 

Aber während wir Ihn erwarten, können wir uns in seinem Namen versammeln, indem wir seine Autorität und seine Gegenwart in der Mitte der Seinen anerkennen. Wenn wir dass tun, werden wir die Freude erfahren, „eine Stätte für den Herrn“ zu finden.

 

Dabei müssen wir sorgfältig darauf achten, dass Er tatsächlich seinen rechtmäßigen Platz in unseren Gedanken, Herzen und Zuneigungen, in unserem Dienst und unserem Leben hat.

 

Die Leute dieser Welt werden uns für Narren halten. Sie werden uns klarmachen wollen, dass wir alle Energie zusammennehmen müssen, um uns einen Platz in der Welt zu verschaffen, wenn wir nicht untergehen wollen.

Doch der Herr ruft uns zu: „Euer Herz werde nicht bestürzt … Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.“

 

Und diese Stätte ist bei weitem jedem anderen Platz vorzuziehen, den irgendeiner von uns in der Welt verlieren könnte.

Joh.14,1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

Joh.14,2 Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.

 

Deshalb wollen wir Mut fassen und im Glauben weitergehen.

Mtt.4,4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht

 

1.Thes.5,17 Betet ohne Unterlass!

 

Ps.37,5 Befiehl dem HERRN deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen.

Ps.37,6 Ja, er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den hellen Mittag.

Ps.37,7 Halte still dem HERRN und warte auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der Arglist übt.

 

Röm.12,1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

 

Die Stätte, die der Herr uns bereitet hat, ist uns sicher und mit Worten nicht zu beschreiben.

 

Und bis Er selbst uns dort einführt, wollen wir von Herzen die Interessen unseres Herrn suchen und bestrebt sein, eine „Stätte“ für Ihn zu finden! 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 8.9.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

Gott erbarmt sich jeden Tag neu!

 

Ps.73,14 denn ich bin doch den ganzen Tag geplagt worden, und meine Züchtigung war jeden Morgen da!

Kla.3,22 Gnadenbeweise des HERRN sind's, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;

Kla.3,23 sie ist jeden Morgen neu, und deine Treue ist groß!

 Vielleicht liegst du schon lange auf deinem Kran­kenbett. Oder du hast im Beruf oder in der Familie Schwierigkeiten und kannst das Ende noch nicht absehen. Es geht dir wie dem Psalmdichter Asaph: Am Morgen ist die Prüfung schon da, und sie dauert den ganzen Tag an.

 Wie soll es weitergehen?

 

Gott sei Dank, das Wort Gottes redet auch noch von etwas anderem, was jeden Morgen wieder da ist: Es sind die Gütigkeiten und die Erbarmungen des HERRN und seine ewige Treue.

Wie gütig war Gott schon mit uns, als wir Ihn noch nicht als Vater kannten!

 

Lk.6,35 Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Mtt.5,45 damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.

 

Jeden Morgen sind seine Erbarmungen neu. Er kennt deine Probleme und Nöte. Niemals wird Er gleichgültig oder abgestumpft dir gegenüber. Er ist der „Vater der Erbarmungen.“

 

2.Kor.1,3 Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes.

 

Seine Treue ist unwandelbar. Er hält alles, was Er in seinem Wort versprochen hat, und erfüllt es zu seiner Zeit.

 

2.Tim.2,13 wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen.

 

Sind diese Worte nicht ein starker Trost? Und jeden Morgen gelten sie aufs Neue, so dass wir sie wieder neu in Anspruch nehmen können.

 

Auf Gnade darf man trauen,

man traut ihr ohne Reu;

und wenn uns je will grauen,

so bleibt’s: Der Herr ist treu!

 

 

Zitiert mit der CSV Kalender-App 25.8.2020 ,, Der Herr ist nahe‘‘

Bibelstellen aus Schlachter 2000 entnommen 

Die Treue Gottes bleibt immer dieselbe

 

Dan.9,1 Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes Ahasveros', von medischer Abstammung, der zum König über das Reich der Chaldäer gemacht worden war,

Dan 9,2 im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des HERRN an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren

vollendet sein sollte.

Dan 9,3 Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche.

 

Daniel war als junger Mann aus seiner Heimat nach Babel weggeführt worden. In dieser fremden Umgebung, am Königshof des Herrschers, führte Daniel ein vorbildliches Leben zur Ehre Gottes. Gott ließ ihn ein hohes Alter erreichen. Und auch wenn die Herrscher kamen und gingen;– Daniel blieb seinem Gott treu. Woher nahm er die Kraft dazu?

 

Im heutigen Bibelvers finden wir eine doppelte Antwort auf diese Frage. Zum einen erkennen wir, dass Daniel aufmerksam und mit Energie die heiligen Schriften studierte. Er las die Schriften, die ihm zur Verfügung standen – in diesem Fall das, was Gott durch Jeremia geredet hatte –, und Gott schenkte ihm Verständnis. So verstand er, dass die Verwüstung Jerusalems nach 70 Jahren zu Ende gehen sollte. Das machte ihm Mut, denn er erkannte, dass dieser Zeitpunkt nahe bevorstand.

 

Diese Erkenntnis trieb Daniel ins Gebet.

 

Das ist die zweite Kraftquelle, die dieser treue Mann nutzte: Er richtete sein Angesicht zu Gott.

 

Das ist die einzig gute Ausrichtung für jeden, der Gott kennt – für Daniel damals und für den Christen heute.

 

Er suchte Gottes Nähe mit Gebet, Flehen und in tiefer Demut.

 

Mit welcher Energie und Entschiedenheit rief dieser treue Mann Gott an! Ein solches Gebet bleibt nicht unerhört.

 

Bis heute sind uns als Christen diese beiden Kraftquellen geblieben. Wer sie nutzt, wird erfahren, dass die Treue Gottes zu aller Zeit dieselbe geblieben ist, und er wird befähigt, wie Daniel in einer Gott feindlichen Umgebung standzuhalten.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 12.9.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

 

Entweder Fleisch oder Geist, etwas anderes gibt es nicht!

 

Gal.5,17 Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist ( d.h. richtet sich mit seinem Begehren gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben  einander, so dass ihr nicht das tut, was ihr wollt.

 

Unser heutiges Bibelwort hat schon manchen Gläubigen in Erstaunen versetzt und die Frage aufkommen lassen:

Wie kann Gott uns für unser Tun verantwortlich machen, wenn wir doch gar nicht tun, was wir wollen?

Nun wir werden hier dafür belehrt, dass alle Werke, die wir tun, entweder werke des Fleisches sind oder die Frucht des Geistes, irgendetwas dazwischen gibt es nicht!

Entweder das Fleisch – der Einfluss der sündigen Natur des Menschen – oder der Heilige Geist.

Eine dieser Mächte herrscht immer über uns.

Insofern sind wir nicht frei, zu tun, welcher dieser beiden Mächte wir folgen, und dafür bleiben wir Gott verantwortlich.

 

Der Apostel hat den Galatern zugerufen:

‘‘Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen‘‘.

 

Gal.5,16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

 

Er wollte ihnen damit sagen, dass es nicht auf ein gesetzliches Bemühen ankommt, sondern allein darauf, dass man sich dem richtigen Einfluss unterwirft.

Nur dadurch wird das Ergebnis bestimmt und nicht von dem, was wir tun wollen.

‘‘Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt‘‘. So leben sie durch den Geist, und wenn das so ist, dann ‘‘lasst uns durch den Geist wandeln‘‘.

Das ist die Schlussfolgerung des Apostels.

 

Gal.5,24 Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.

Gal.5,25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.

 

‘‘Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt‘‘.

So leben sie durch den Geist, und wenn das so ist, dann ,,lasst uns durch den Geist wandeln‘‘.

 

Wenn wir jeden Schritt, jeden Entschluss vor der Frage mächtig machen:

Ist es der Heilige Geist, der mich hierzu leitet?

Dann wandeln wir im Geist und bringen die Frucht des Geistes.

 

Nur dann sind wir glückliche Christen und das zu Ehre unseres Herrn Jesus! 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 22.7.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Geheimnis meines zukünftigen neuen Namens

 

Offb.2,17 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Mannab1 zu essen geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.

 

Ein neuer Name

Wir alle tragen einen bürgerlichen Namen. Doch die Überwinder – das sind in den Sendschreiben von Offenbarung 2 und 3 wiedergeborene Christen, die die besonderen Versuchungen und Widerstände ihrer Zeit überwinden – empfangen einen neuen Namen.

 

In diesem neuen Namen, der insbesondere den Überwindern in Pergamus verheißen ist, kommt eine bestimmte Eigenart  zum Ausdruck, die der Herr anerkennt und würdigt. Denn er selbst gibt ja den neuen Namen.  Und was für eine Gnade ist es, dass der Herr es liebt, uns zu sagen, was ER bei uns schätzt!

 

Dass sehen wir auch schon im Hohelied in all den Stellen, wo der Bräutigam zum Herzen der Braut von der Schönheit redet, die sie in seinen Augen hat. Doch der neue Name auf dem weißen Stein stellt ein Geheimnis zwischen dem Herrn und dem Überwinder dar. Wie wertvoll ist diese Belohnung dadurch für den Gläubigen! Diese Verheißung ermutigt uns, trotz Widerstand und Verführung treu voranzugehen.

 

Der Herr gab einst einigen seiner Apostel öffentliche Beinamen, und die Apostel scheinen dem Beispiel des Herrn gefolgt zu sein, als sie Joseph den Beinamen Barnabas, das heißt Sohn des Trostes, gaben.

 

Der Name auf dem weißen stein aber ist nicht für die Öffentlichkeit, er ist ein ganz persönliches Geheimnis zwischen dem Herrn und dem Überwinder – eine Freude und ein Genuss für beide.  

 

(Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 30.6.2020 )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Zeugen meine Reden von der Liebe zu meinem Herrn Jesus?

 

Hl.5,9 Was ist dein Geliebter vor anderen Geliebten, o du Schönste unter den Frauen? Was ist dein Geliebter vor anderen Geliebten, dass du uns so beschwörst?

 

Die Braut im Lied der Lieder ist das Bild von Gläubigen. Diese Braut wird nach ihrem Bräutigam gefragt – und sofort beschreibt sie ihn und porträtiert ihn von Kopf bis Fuß. ( Verse 10 – 16 )

Es sprudelt nur so aus ihr heraus, und sie findet immer wieder neue Worte und neue Vergleiche.

Sie charakterisiert ihn so deutlich und detailliert, wie es nur echte und tiefe Liebe kann.

 

Wie schön wäre es, wenn auch wir stets genau so bereit wären, von Jesus, unserem Herrn, zu erzählen.

Wie müssten dann nicht sehr lange nachdenken oder erst noch jemand fragen. Wir würden uns einfach freuen, von IHM reden zu können. Es müsste nur jemand ernsthaft interessiert sein – und schon würde unser Herz überfließe, und wir würden wie die Braut voll Bewunderung und Verehrung von unserem Herrn erzählen.

 

Wenn du das Evangelium weiter geben willst, dann brauchst du Liebe – liebe zu deinem Herrn und Liebe zu den Menschen.  Wenn du diese Liebe hast, dann brennst du, und dann kannst und wirst du reden. Deine Liebe zum Heiland und zu den Menschen muss eine brennende Flamme sein.

 

Liegt dir die Ausbreitung des Evangeliums am Herzen?

Dann gib alles auf, was dich daran hindert.

 

Wenn du das Evangelium verbreiten willst, dann musst du auf die Menschen zugehen, musst sie inständig bitten. Es muss dir ernst und eine wirkliche Last sein.

Denk daran:

Es geht um Leben und Tod, um Himmel und Hölle, es geht darum, ob jemand ewig gerettet  - oder ob er ewig verloren ist!

 

Rufe zu dem Gott aller Gnade, damit nicht jemand weggeht: unbeeindruckt  … unberührt … ungerettet!  

 

2.Kor.5,11 In dem Bewusst sein, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir daher die Menschen zu überzeugen, Gott aber sind wir offenbar; ich hoffe aber auch in eurem Gewissen offenbar zu sein.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 14.7.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )