Christliche Episoden und Geschichten

zum Nachdenken, zur Auferbauung,
zur Glaubensstärkung und vieles mehr...


 Geschenkt

 

Eines Tages ging ein armer junger Mann von Tür zu Tür, um Waren zu verkaufen, damit er sein Studium finanzieren konnte. Er stellte fest, dass er nur noch ein 10-Cent-Stück besaß, und er hatte Hunger. Daher beschloss er, im nächsten Haus um etwas zu essen zu bitten. Doch als dort eine hübsche junge Frau die Tür öffnete, verließ ihn der Mut. Anstatt um eine Mahlzeit bat er nur um ein Glas Wasser.

 

Die Frau sah, dass er hungrig war, und brachte ihm ein großes Glas Milch. Er trank es langsam aus und fragte dann: »Was bin ich Ihnen dafür schuldig?« »Du brauchst mir gar nichts dafür zu bezahlen«, antwortete sie. »Mama hat uns beigebracht, dass wir niemals akzeptieren sollen, dass man uns für eine Freundlichkeit etwas bezahlt.« Er antwortete: »Dann danke ich Ihnen von ganzem Herzen.«

 

Als er das Haus verließ, fühlte sich Howard Kelly nicht nur körperlich gestärkt, sondern er spürte auch, wie er seinen Glauben an Gott wiedergewann. Er hatte kurz davorgestanden aufzugeben. Einige Jahre später wurde diese junge Frau ernsthaft krank. Die Ärzte in ihrem Ort wussten nicht mehr weiter. Sie schickten sie in die nächste Großstadt und baten die Spezialisten, die Behandlung dieser seltenen Erkrankung zu übernehmen. Dr. Howard Kelly wurde gerufen, um sich die Patientin anzusehen. Als er den Namen der Stadt hörte, aus der sie stammte, blitzte ein seltsames Funkeln in seinen Augen auf. Er stand sofort auf und machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer. In seinem weißen Kittel trat er an ihr Bett. Er erkannte sie sofort wieder. Dann ging er wieder in sein Büro zurück, fest entschlossen, sein Bestes zu geben, um ihr Leben zu retten.

 

Von diesem Tag an kümmerte er sich mit ganz besonderer Aufmerksamkeit um ihren Fall. Nach einem langen Kampf war die Schlacht schließlich gewonnen. Dr. Kelly bat darum, dass die abschließende Rechnung ihm zuerst zur Prüfung vorgelegt würde. Er sah nur kurz darauf, schrieb dann eine Bemerkung an den Rand und schickte die Rechnung ins Krankenzimmer.

 

Die Frau fürchtete sich davor, sie zu öffnen, weil sie sich sicher war, dass sie den Rest ihres Lebens damit verbringen müsste, sie vollständig abzubezahlen. Endlich öffnete sie doch den Umschlag. Etwas Handgeschriebenes auf dem Rand der Rechnung fesselte sofort ihre Aufmerksamkeit. Sie las die Worte: »Vollständig bezahlt mit einem Glas Milch; gez. Dr. Howard Kelly.« Tränen der Freude schossen ihr in die Augen, und ihr Herz betete voller Freude: »Danke, mein Gott, dass deine Liebe durch die Herzen und die Hände von Menschen ausströmt

 

Autor: Ein Netzfund

 

Es gibt ein altes Bibelwort, das lautet: »Wirf dein Brot hin auf die Fläche der Wasser, denn nach vielen Tagen wirst du es finden« (vgl. Prediger 11,1). Ein Akt der Güte, den du heute ausführst, kann dir oder einem Menschen, den du liebst, in einem Moment nützen, indem du es nicht erwartest.

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Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.  Hebräer 13,14

 

Eine Wohnung im Himmel

 

Christoph von Schmid (1768-1854), der zu seiner Zeit ein sehr bekannter Schriftsteller war, erzählt von einem Ritter, der viel Mühe und Geld darauf verwandte, sein Schloss recht prächtig auszustatten.

 

Da kam einmal ein armer Pilger ans Schlosstor und bat um Herberge für die Nacht. Der Ritter wies ihn unfreundlich ab mit den Worten: „Dieses Schloss ist kein Gasthaus!“

Der Wanderer entgegnete: „Erlaubt mir nur drei Fragen, so will ich weitergehen.“ - „Fragt nur!“ Der Wanderer begann: „Wer wohnte wohl vor Euch in diesem Schloss?

 

Mein Vater!“, antwortete der Ritter.

 

Wer wohnte vor Eurem Vater hier?“

 

Mein Großvater!“

 

Und wer wird wohl nach Euch hier wohnen?“

 

So Gott will, mein Sohn!“, gab der Ritter zur Antwort.

 

„Nun“, sprach da der Pilger, „wenn jeder nur eine Zeit in diesem Schloss wohnt und immer einer dem anderen Platz macht, was seid Ihr denn anderes hier als Gäste? Dieses Schloss ist also wirklich ein Gasthaus. Wendet daher nicht so viel auf, um dieses Haus, das Euch nur kurze Zeit beherbergt, so prächtig auszuschmücken. Baut Euch lieber eine bleibende Wohnung im Himmel.“

 

„Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo Diebe einbrechen und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstören und wo Diebe nicht einbrechen und nicht stehlen; denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ Matthäus 6,19–21

 

 

( Beitrag aus ‘‘Die Gute Saat‘‘ vom 13.5.2022 entnommen )

 

 

Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Cent verkauft? Und doch ist nicht einer von ihnen vor Gott vergessen. Aber selbst die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. So fürchtet euch nicht; ihr seid vorzüglicher als viele Sperlinge.  Lukas 12,6.7

 

 

 

 

 

Wie viel sind Sie wert?

 

Civilla Martin und ihr Mann machen im Staat New York die Bekanntschaft des Ehepaars Doolittle; sie werden enge Freunde. Mrs. Doolittle kann aufgrund einer schweren Krankheit seit 20 Jahren ihr Bett nicht verlassen. Ihr Mann selbst ist behindert und kann nur noch am Rollator laufen. Trotzdem sind sie glückliche Christen, die selbst ihre Umgebung noch aufmuntern. Während eines Besuchs fragt Civilla Mrs. Doolittle, ob sie denn auch schon mal entmutigt sei. Ihre Antwort: „Wie sollte ich denn, wo Gott, mein himmlischer Vater, doch über jeden Sperling wacht? Ich weiß, dass Er mich liebt und mich bewacht!“

 

Bewegt von diesen Worten, verfasst Civilla, die Dichterin ist, ein Lied, das im angelsächsischen Raum sehr bekannt ist: „His eye is on the sparrow“.

 

Warum sollte ich entmutigt sein?
Warum sollten die Schatten kommen?
Warum sollte mein Herz einsam sein
und sich nach der Heimat sehnen?
Wo doch Jesus mein Teil ist.
Er ist ein treuer Freund.
Sein Auge ruht auf dem Sperling
und ich weiß: Er wacht auch über mich.

Civilla D. Martin (1866-1948)

 

Vielleicht befinden Sie sich gerade in einer schwierigen Situation.

 

Dann lassen Sie das Wort Gottes zu sich reden: ER interessiert sich für Sie und kennt alles von Ihnen, auch Ihre Belastung; ER kennt selbst die Zahl Ihrer Haare.

 

Und dann vertrauen Sie sich im Gebet Ihm an!

 

( Beitrag aus ‘‘Die Gute Saat‘‘ vom 9.5.2022 entnommen )

 

  

 

Danksagt in allem, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.  1. Thes.5,18

 

Dankbarkeit - eine Einstellung

 

Nach dem Tod seiner Frau beschloss ein 92-Jähriger, sich einen Platz im Seniorenheim zu suchen. Seine Wohnung war ihm zu groß. Geistig war er noch in bester Verfassung und für seinen Lebensabend wollte er nicht allein wohnen, sondern gerne Gesellschaft haben.

 

Als er im Heim ankam, musste er zunächst längere Zeit im Eingangsbereich warten, bis ein Pfleger ihn in sein Zimmer brachte. Er bedankte sich und lächelte seinem Begleiter zu, während er, auf seinen Stock gestützt, langsam neben ihm herging. Bevor sie den Aufzug betraten, erhaschte der Alte einen Blick in eines der Zimmer und sagte: „Mir gefällt es sehr gut.“ Der Pfleger war überrascht und meinte, er habe doch sein Zimmer noch gar nicht gesehen.

 

Bedächtig antwortete der Alte: „Wissen Sie, junger Mann, ob ich den Raum mag oder nicht, hängt nicht von der Lage oder der Einrichtung ab, sondern von meiner Einstellung - von der Art, wie ich ihn sehen will. Und ich habe mich entschieden, glücklich zu sein. Diese Entscheidung treffe ich jeden Morgen, wenn ich aufwache, denn ich kann wählen.

 

Ich kann im Bett bleiben und damit hadern, dass mein Körper dies und jenes nicht mehr so gut schafft wie früher - oder ich kann aufstehen und dankbar sein für alles, was ich noch kann. Jeder Tag ist ein Geschenk, und solange ich meine Augen öffnen kann, will ich sie auf den neuen Tag richten; und solange ich meinen Mund öffnen kann, will ich Gott für all die glücklichen Stunden danken, die ich erleben durfte und noch erleben darf.“

 

Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! Ps.103,2

 

 

Ich bin stets bei dir: Du hast mich erfasst bei meiner rechten Hand. Psalm 73,23

 

Wer hält das Seil?

 

Eine alte Geschichte erzählt von einem Bergwanderer, der an einem Steilhang seltene Blumen entdeckte. Obwohl er ein Seil mit sich trug, wagte er nicht, sich zu der Stelle hinunterzulassen.

 

Da tauchte auf einmal ein Hirtenjunge auf. Der Wanderer fragte ihn, ob er wohl ein paar dieser wunderschönen Blumen für ihn pflücken würde. Dazu wolle er ihn am Seil herunterlassen. Und eine Belohnung solle er auch erhalten.

 

Skeptisch schaute der Junge den Fremden an. Und dann verschwand er wieder - so plötzlich, wie er gekommen war.

 

Nach kurzer Zeit war er wieder da. Mit ihm kam ein kräftiger, freundlich blickender Mann. „Jetzt bin ich bereit, den Felshang hinunterzuklettern!“, rief der Junge. „Aber dieser Mann muss das Seil halten! Er ist mein Vater.“

 

Wer hält das Seil?

 

Darauf kommt es an!

Gott kennt uns; ER kennt auch unsere Lebensumstände; und ER weiß, wie wir gehalten werden müssen. Ihm können wir vorbehaltlos vertrauen. Bei Ihm sind wir geborgen.

Allerdings müssen wir uns Ihm dazu auch völlig ausliefern mit allem, was wir sind und haben.

 

Alle, die Kinder Gottes sind, dürfen sich von Gott geliebt, getragen und gehalten wissen - nicht als Stiefkinder, sondern als Kinder, die aus Gott geboren sind. (Joh.1,12.13)

 

Wie ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.“  Psalm 103.13

 

Deine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme.“  5. Mose 33,27

 

 

 

 

(Der Apostel Paulus schreibt:) Worin ich Trübsal leide bis zu Fesseln wie ein Übeltäter; aber das Wort Gottes ist nicht gebunden.

 

Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Predigt vollbracht würde und alle die aus den Nationen hören möchten.

 

2. Timotheus 2,9; 4,17

  

 

Sein Nahesein in meinem Gefängnis

 

Eine Christin aus Mosambik berichtet:

 

Man kann sich sehr schnell unverstanden und isoliert fühlen! Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, empfinden wir Einsamkeit. Wir fühlen uns allein, wenn wir vergessen oder sogar verachtet oder abgelehnt werden. Aber der Herr Jesus lädt uns ein, durch Gebet Ihm zu nahen. Und überhaupt - ER ist es, der sich uns naht.

 

Während der ganzen Zeit, als ich wegen meines christlichen Glaubens im Gefängnis saß, verspürte ich ständig die Gegenwart Jesu an meiner Seite. Als die Einsamkeit besonders schwer auf mir lastete, begann ich, zu meinem Herrn zu reden. Ich war im Inneren der dicken Mauern von jedem Kontakt zu anderen abgeschnitten. Aber als ich betete, machte ich wirklich die Erfahrung, dass mich nichts von der Liebe Gottes trennen konnte.

 

Ich verstand auch, dass Gott es zugelassen hatte, dass ich im Gefängnis war, damit ich die gute Botschaft denen weitergeben konnte, die sie noch nie gehört hatten. Gott schenkte es mir, dass ich mich über meine Schmerzen erheben konnte, um den anderen Gefangenen von Jesus zu erzählen. In einem Jahr nahmen 25 von ihnen Christus als ihren Retter an. Das Wort Gottes ist nicht gebunden.“ Es ist machtvoll und gewährt unserem Geist die Freiheit - selbst in Zeiten der Not und des Gefangenseins. In den Augen der Menschen sind wir von der Gesellschaft ausgeschlossen, aber wir sind Gesandte des Himmels für Gott.

 

Öffne unsere Augen Herr, damit wir die Dinge so sehen, wie du sie siehst.

  

 

Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Johannes 10,14.15

 

Ich habe den Schutz des Herrn erfahren

 

Ein alter Christ berichtet:

 

Im Alter von 15 Jahren nahm ich an einem christlichen Ferien­lager teil. Jeden Abend fand für uns eine Bibelstunde statt. Der Prediger fand immer genau die Worte, die ich brauchte. Mit schlichten, einfachen Worten erklärte er die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit und Glück und zitierte die Worte Jesu: „Ich bin der gute Hirte.“ Er machte deutlich, dass es eine Illu­sion sei, sich ohne diesen Hirten in Freiheit zu wähnen, denn Satan, ein böser Fürst, regiere die Welt. Der Sohn Gottes sei der gute Hirte; Jesus sei gekommen, um auf der Erde zu leben. Er allein könne uns wirklich verstehen. Er sei auch der Einzige, der unsere Sünden wegnehmen könne, weil Er selbst ohne Sünde gewesen sei und unsere Sünden am Kreuz gesühnt habe. Er allein könne uns aus der Macht des Teufels befreien. Die wahre Freiheit, das wahre Glück - nur Jesus könne sie uns geben.

 

Ich zögerte, ich wog das Für und Wider ab. Nach einigen Tagen merkte ich, dass ich aus eigener Willenskraft der Versuchung zum Bösen nicht widerstehen konnte. Ich tat das Böse, das ich nicht wollte, und versagte darin, das Gute zu tun, das ich so gerne tun wollte (vgl. Römer 7,19). So entschloss ich mich, Jesus zu vertrauen, Ihm zu folgen, auf sein Wort zu hören, Ihm zu gehorchen. Ich glaubte, dass Er mir die wahre Freiheit und das wahre Glück geben würde. Ich begann, eifrig die Bibel zu lesen, und diese Lektüre hat mein Leben verändert.

 

Das habe ich im Alter von 15 Jahren geglaubt. Heute, im Alter von 86 Jahren, weiß ich, dass es wahr ist, denn ich habe es erlebt. Ich habe den Schutz des Herrn während all dieser langen Jahre erfahren.

 

 

 

 So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen! Psalm 90,12

 

 

 

 

Nur ein Schwindel?

 

Pastor Wilhelm Busch (1897-1966) war noch Hilfsprediger, als er einen Mann in seinem Pfarrbezirk aufsuchte, der sich bei jeder Gelegenheit über das Christentum, die Kirche und die Pfarrer lustig machte.

 

Auch in diesem Gespräch war es nicht anders. Lachend sagte der Mann: „Ich habe den Schwindel längst durchschaut. Ihr Pfarrer seid entweder selbst dumm oder aber ihr seid angestellt, um die Leute dumm zu machen. Der Hauptwitz ist, dass ihr den Leuten Angst macht mit dem, was nach dem Tod kommt.“ Und dann wurde er ganz ernst und feierlich und erklärte: „Ich kann und werde ohne euch Pfarrer sterben. Sterben ist die natürlichste Sache der Welt. Jede Pflanze hat einmal ausgeblüht, und genauso geht es dem Menschen.“ Als Wilhelm Busch ihn verließ, war er überzeugt, dass sein Dienst bei diesem Mann zu Ende war.

 

Etwa ein Jahr später schellte es mitten in der Nacht bei ihm. Draußen stand die Frau jenes Mannes und bat ihn aufgeregt, mitzukommen. Mit ihrem Mann gehe es zu Ende, der Arzt habe keine Hoffnung mehr. Wilhelm Busch weigerte sich, da ihr Mann ihn doch unter keinen Umständen sehen wolle. Da rief die Frau: „Kommen Sie schnell, er selbst hat ja nach Ihnen gesandt! Er sagt immerzu: Der Pfarrer hat doch recht gehabt!“

 

Doch als Wilhelm Busch bei dem Mann eintraf, war dieser schon besinnungslos. Wohl las Busch ihm noch einige Bibelverse vor, aber er hatte nicht den Eindruck, dass der Mann sie noch hörte. So starb er.

 

Als Wilhelm Busch am frühen Morgen nach Hause ging, fror er. Nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich. Ganz groß standen ihm die Worte im Gebet Moses vor Augen:

 

 „Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

 

(Psalm 90,12; Luther)

 

 

 

Kommt und lasst uns zu dem HERRN umkehren. Hosea 6,1

 

Fähre verpasst

 

Die 7.30-Uhr-Fähre hatte gerade abgelegt, als noch ein Reisender an den Fährschalter stürmte. Man sah ihm an, dass er es eilig hatte - aber er war zu spät. Er schimpfte auf den Taxifahrer, der zu langsam, und auf die Fähre, die zu pünktlich gewesen war. Der Schalterangestellte konnte ihn nur auf die nächste Fähre um 9.15 Uhr verweisen.

 

Langsam beruhigte sich der Mann, zog sich einen Kaffee am Automaten und machte es sich gemütlich. Er nahm sich eine der ausliegenden christlichen Broschüren, blätterte sie oberflächlich durch - und begann dann, aufmerksam von vorne an zu lesen. Die Zeit verging. Schon kamen die ersten Reisenden für die 9.15-Uhr-Fähre, doch noch immer las er und nahm offensichtlich um sich herum nichts wahr. Dann aber kam Leben in ihn, er steckte die Broschüre ein und ging aufs Schiff.

 

Eine Woche später war er wieder da. Er sprach den Schalterangestellten an: „Erinnern Sie sich noch an mich?“ - „Natürlich“, sagte dieser, „Sie waren der Mann, der die Fähre verpasste und darüber so wütend war.“

 

„Ja, das stimmt“, sagte der Mann, „und ich bin froh, dass ich sie damals verpasst habe. Die Fähre habe ich verpasst - aber ich habe dadurch Jesus Christus gefunden. Ich war beruflich so im Stress, dass ich gar keine Zeit mehr hatte, über mein Leben nachzudenken. Und damit auch nicht über Gott. Und dann fuhr mir hier die Fähre vor der Nase weg und auf einmal hatte ich Zeit. Gezwungenermaßen. Ich habe eine Broschüre gelesen und Gott hat zu mir geredet. Nun weiß ich, dass Er mir alle Schuld vergeben hat.“

 

Wenn Sie oder ich das nächste Mal etwas verpassen - dann sollten auch wir uns einmal fragen, was Gott uns damit sagen will

 

 

 

Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn errettet werde. Johannes 3,17

 

 

 

 

Schmeckt und seht, dass der HERR gütig ist! Glückselig der Mann, der zu ihm Zuflucht nimmt!

 

Psalm 34,9

 

Gott macht keinen Fehler

 

Der König eines afrikanischen Stammes wurde einmal von einem Tiger angegriffen und konnte nur gerettet werden, weil einer seiner Sklaven eingriff; dabei verlor der König allerdings einen Finger. Zornig schrie er: „Wenn Gott gut wäre, hätte ich keinen Finger verloren.“

 

Der Sklave, ein Christ, antwortete: „Majestät, Gott ist gut, und was Er tut, ist weise. Er macht nie Fehler.“ Das brachte den Herrscher erst recht in Wut und er sperrte den Sklaven, der ihm das Leben gerettet hatte, ins Gefängnis.

 

Einige Zeit später wurde der König von Kriegern gefangen genommen, die ihren Götzen Menschenopfer darbrachten. Er sollte das gleiche Schicksal erleiden. Doch als seine Feinde bemerkten, dass ihm ein Finger fehlte, ließen sie ihn unverzüglich frei, weil es ihnen verboten war, Verstümmelte zu opfern.

 

Als der König nach Hause zurückkehrte, ließ er den gefangenen Sklaven frei und sagte freundlich zu ihm: „Gott ist wirklich gut zu mir gewesen. Ich wäre getötet worden. Nur weil mir ein Finger fehlte, ließen sie mich gehen. Aber ich frage mich, warum Gott mir erlaubt hat, dich ins Gefängnis zu bringen.“

 

„Majestät“, antwortete der Sklave, „wenn ich nicht im Gefängnis gewesen wäre, hätte man mich mit Euch gefangen genommen und an Eurer Stelle geopfert, denn ich habe alle meine Finger.“

 

Wie leicht befinden wir uns in einer Situation, in der wir nicht verstehen, welche Absichten Gott mit uns hat. Aber denken wir immer daran: „Denen, die Gott lieben, wirken alle Dinge zum Guten mit.“ (Römer 8,28)

 

 

 

 

 

Robbies Ehrlichkeit

 

Im England des 19. Jahrhunderts verdiente ein Junge namens Robbie seinen Lebensunterhalt auf der Straße, indem er Nadeln, Kämme und andere Kleinigkeiten verkaufte. „Kauft Kämme und Nadeln!“, rief er im Wartebereich eines Bahnhofs. Aber seine Stimme war schwach, denn er war müde und hungrig. Kaum einer nahm Notiz von ihm. Endlich trat eine Dame zu ihm und sagte: „Ich nehme ein Set Nadeln, damit ich diesen Riss in meinem Kleid feststecken kann, bis ich nach Hause komme.“ Dann wandte sie sich an ihren Bruder: „Harry, bezahlst du bitte?“ Der Mann gab Robbie das Geld. Aber der Junge protestierte: „Nein, Madam! Das ist zu viel! Ich habe heute Morgen von Ihren Nadeln schon zwei an meine kleine Schwester abgegeben, die ihr Puppenkleid reparieren wollte.“ Mit diesen Worten gab der Junge zwei von den zehn Cent wieder zurück, die er bekommen hatte.

 

„Du bist aber ehrlich“, witzelte der Mann, „wie willst du über­leben, wenn du nicht ab und zu ein wenig schummelst?“

 

Entschieden erwiderte Robbie: „Lieber würde ich gar nicht leben, als durch Betrug zu leben.“ „Wer hat dir das beigebracht?“, fragte der Mann.

 

„Meine Mutter, Sir, bevor sie starb und in den Himmel ging. Und ich bin sicher, sie würde mich lieber sterben sehen, als einen unehrlichen Jungen zu haben.“

 

„Du hast recht, mein Junge“, gab der Mann nachdenklich zu, denn er war selbst ein Kaufmann, hatte gerade Geldsorgen und plante, sich durch einen Betrug zu helfen. Doch die schlichte Ehrlichkeit Robbies beeindruckte ihn so sehr, dass er seinen Plan aufgab und durch Gottes Hilfe ehrlich aus seiner Not herauskam. Auch für Robbie lohnte sich seine Ehrlichkeit. Denn der Kaufmann stellte ihn ein und übertrug ihm viel Verantwortung, weil er sich ja auf Robbie verlassen konnte.

 

  

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schau nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich stütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit.

 

Jesaja 41,10

 

 

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Mose erzählte seinem Schwiegervater alles, was der HERR ... getan hatte ... und dass der HERR sie errettet habe. 2. Mose 18,8

Zwei Arztbesuche (1)

 

Der Mann, der mir im Zug gegenübersaß, summte immer wieder einen alten Choral. Schließlich fragte ich ihn, warum ihm dieses Lied wichtig wäre. Da erzählte er mir seine Geschichte: 

 

„Ich arbeitete auf einer großen Farm. Mein Boss war Christ und behandelte uns gut. Immer wieder erklärte er uns das Evangelium und sagte uns, dass wir uns bekehren müssten. Viele meiner Freunde taten es - ich nicht. Ich hatte zwar nichts dagegen, erkannte sogar die Notwendigkeit, aber ich wollte mein Leben nicht ändern - wenigstens noch nicht.

 

Dann wurde ich krank. Ich quälte mich durch den Tag und schaffte meine Arbeit nicht mehr. Schließlich fiel es auch meinem Boss auf. Er ließ mich zu sich holen und sagte: ‚Tom, du reitest jetzt zum Doktor und lässt dich gründlich untersuchen. Und dann sagst du mir, was er gesagt hat.‘ 

 

Am nächsten Morgen ritt ich in die Stadt. Ich beeilte mich nicht, mir ging so vieles durch den Kopf. Ich stellte mir vor, dass der Doktor vielleicht sagen würde: ‚Junger Mann, Sie haben nicht mehr lange zu leben.‘ Dann würde ich mir wünschen, an Gott zu glauben. Aber was wäre das für ein Glaube, der allein auf der Angst vor dem Tod beruht! Wenn er aber sagen würde: ‚Junger Mann, in ein paar Wochen geht es Ihnen wieder besser‘, dann würde ich weiter abwarten. Mir wurde klar, dass das einzig Richtige und Ehrliche wäre, ich würde mich entscheiden, bevor ich zum Doktor ginge. 

 

Gedacht, getan. Ich stieg vom Pferd ab und kniete mich nieder. Ich bekannte Gott meine Sünden, bat IHN um Vergebung und bat IHN auch, mir zu helfen, mein Leben zu ändern. 

 

Wie hätten Sie gehandelt?

 

Ich bin der HERR, der dich heilt. 2. Mose 15,26

 

Zwei Arztbesuche (2)

 

Tom hatte mir erzählt, wie er krank geworden war und dass er bereits mit dem Schlimmsten gerechnet hatte, sich aber auf dem Weg zum Arzt bekehrte.

 

„Während ich weiterritt, war mir, als ob Gott zu mir reden würde. Ich spürte, dass Er vorhatte, mich zu gebrauchen, dass ich dafür aber mein Leben ändern müsste. Dazu gehörte auch das Nein zur Betrunkenheit, denn der Alkohol hatte schon viele ruiniert. So sagte ich innerlich: ‚Herr, ich will keinen Alkohol mehr anrühren.‘ Gott redete weiter mit mir: ‚Und, Tom, du sollst dann etwas von mir erzählen - doch du hast eine ganz verrauchte Stimme. Außerdem weißt du, dass das Rauchen teuer ist.‘ Wieder nickte ich innerlich und zum Beweis, dass es mir ernst war, warf ich Pfeife und Tabak gleich fort. 

 

Ich kam beim Doktor an, er untersuchte mich und verkündete mir dann: ‚Junger Mann, wenn Sie auf mich hören, werden Sie bald wieder gesund sein. Sie dürfen keinen Alkohol mehr trinken und Sie müssen mit dem Rauchen aufhören.‘

 

‚Kein Problem, Doktor‘, sagte ich, ‚genau das hat mir auf dem Weg in die Stadt ein anderer Arzt auch schon empfohlen.

 

Er hob den Kopf: ‚Welcher andere Arzt? Ich bin weit und breit der Einzige!‘

 

Da erzählte ich ihm meine Geschichte, wie ich sie jetzt Ihnen auch erzählt habe. Das Lied, das ich eben gesummt habe, ist mir in meinem Glauben wichtig geworden, deshalb singe und summe ich es oft. Es ist mein Markenzeichen geworden.“ 

 

Wenn wir mit dem Facharzt für Glaubensdinge, mit Gott selbst, sprechen würden, was würde ER uns wohl empfehlen?

 

Und - würden wir es befolgen?

 

 

 

 

 

Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen, in denen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, der das Bild Gottes ist.  2. Korinther 4,3.4

 

Das Wort vom Kreuz!

 

Für Kouri, einen japanischen Seemann, zählt nur eins: das Vergnügen. Mit Jesus Christus soll ihm keiner kommen - das ist für ihn der Gott der Ausländer.

 

Eines Abends ist Kouri wieder einmal in einem verrufenen Viertel Tokios unterwegs. Da fühlt er, wie eine Hand seinen Ärmel berührt. Jemand reicht ihm einen Handzettel. Was ist das denn? Etwa wieder einer dieser christlichen Flyer? Er zerknüllt ihn und wirft ihn weg.

 

Wenig später ist Kouri wieder in derselben Straße. Eine Gruppe von Christen singt Lieder von ihrem Glauben. Kouri kommt näher und hört zu. Schließlich tritt ein junger Japaner vor und liest: „Das Wort vom Kreuz ist Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.“ (1. Korinther 1,18)

 

Kouri hört zu; den Anfang des Textes findet er interessant und gut: „Das Wort vom Kreuz ist Torheit.“ - Aber dann dieser ärgerliche Nachsatz vom Verlorengehen! Und jetzt ergänzt der Vorleser auch noch mit lauter Stimme: „Ja, Torheit für die, die verloren gehen. Wenn jemand hier meint, dass das Evangelium Torheit sei, dann ist es das sichere Zeichen dafür, dass er ins Verderben rennt.“ Die Worte schlagen wie ein Blitz bei Kouri ein. Dann gehört er also zu denen, „die verloren gehen“?

 

Am Ende der Veranstaltung geht Kouri auf den jungen Prediger des Evangeliums zu. Er hat den tiefen Wunsch, das „Wort vom Kreuz“ genauer kennenzulernen. Er möchte mehr wissen über die Kraft Gottes, die uns retten kann.

 

 

Lobt den HERRN, alle Nationen! ... Denn mächtig über uns ist seine Güte.  Psalm 117,1.2

 

Über uns ist Gott

 

An einem strahlenden Sommertag machten wir uns frühmorgens auf, um das Silvrettahorn in den Ostalpen zu besteigen. Während des Aufstiegs ging der Blick immer wieder hinauf zum 3.244 m hohen Gipfel. Je höher wir stiegen, desto besser kam auch das neu errichtete Gipfelkreuz ins Blickfeld. Leuchtend hob sich das frische Holz vom tiefen Blau des Himmels ab. Und als wir den Gipfel erreichten, konnten wir die dunkle, eingebrannte Inschrift lesen: „Über uns ist Gott.“ Als junge Christen berührte uns eine solche Inschrift natürlich tief.

 

Von der Höhe aus eröffnete sich uns bei recht klarer Sicht ein eindrucksvolles Panorama und wir wurden für den mühsamen Aufstieg belohnt.

 

„Über uns ist Gott“, das bedeutet, dass es jemand „über uns“ gibt, dem wir Verantwortung schulden. Wenn wir das akzep­tieren, ist das nur zu unserem Guten. Denn Gott hat einen guten Plan für unser Leben. „Über uns ist Gott.“  Er hat Autorität über unser Leben und Er wacht in seiner Güte über uns.

 

Mehrere Jahrzehnte nach diesem Gipfelerlebnis fiel mir ein aktuelles Foto vom gleichen Gipfelkreuz in die Hände. Das Holz war verwittert, die Inschrift nur noch schwer zu lesen. Und doch: Wie sehr bewahrheitete sich der Wortlaut in meinem Leben!

 

Gott war schützend „über mir“. Jeden Tag. Er ist dagewesen mit seiner Güte, auch in schwierigen Situationen.

 

Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen! Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Ungerechtigkeit, der da heilt alle deine Krank­heiten; der dein Leben erlöst von der Grube, der  dich krönt mit Güte und Erbarmungen. Psalm 103,1–4

 

  

In Frieden werde ich sowohl mich niederlegen als auch schlafen; denn du, HERR, allein lässt mich in Sicherheit wohnen.  Psalm 4,9

 

Der Blick in den Himmel

 

Das Bild in seinem Kopf lässt ihn noch heute, 70 Jahre später, oft aus seinen Träumen aufschrecken.

Es ist D-Day, es ist der 6. Juni 1944, der Tag der Invasion der alliierten Truppen in der Normandie. Diese wollen den Strandabschnitt erobern, den man später „Omaha Beach“ nennen wird. Seine Einheit soll die Feinde aufhalten und zurücktreiben. Er sieht, wie einer der alliierten Soldaten von der Rampe der Landungsboote springt, durchs Wasser watet und zur Steilküste rennt, direkt auf ihn zu.

Da schießt er und trifft den amerikanischen Soldaten mitten in die Brust. Dieser sinkt auf die Knie, legt sein Maschinengewehr vor sich in den Sand, nimmt seinen Helm ab und faltet seine Hände. Dann legt er den Kopf in den Nacken und blickt in den Himmel. Bis er zusammensackt.

 

Dieses Bild, diesen einen Soldaten, hat er immer wieder vor Augen. Nicht die vielen Toten im Krieg schrecken ihn auf, nein, es ist dieser Eine, der betete, bevor er starb.

Immer wieder muss er daran denken: „Wie kann man nur so fromm sein, dass man in der letzten Sekunde seines Lebens noch betet?“

 

Vielleicht plagt Sie auch ein bestimmtes Erlebnis in Ihrem Leben und Ihnen steht immer wieder eine einzelne Szene vor Augen: Ein Wort … eine Begegnung … ein Blick. In Gedanken oder in Träumen. Plötzlich und immer wieder.

 

Ob durch diese Erinnerung nicht Gott zu Ihnen redet? Es ist sein Wunsch, dass Sie Ihm sagen, was Sie aufschreckt, was Sie belastet. Er möchte Ihnen Verfehlungen vergeben, möchte Ihnen Frieden schenken.

Er möchte, dass Sie innerlich ruhig werden können. Ruhig im Blick auf Vorwürfe, Fragen und Schuld in Ihrem Leben - vor allem aber ruhig im Blick auf die Ewigkeit.

 

 

Jesus antwortete: ... Verwundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Johannes 3,7

 

Gott kann etwas völlig Neues aus dir schaffen!

 

Mein Bekannter in Norfolk ist Bootsbauer. Er ist ein zuverläs­siger Handwerker. Wenn er an einem alten Boot eine schwache Stelle entdeckt, kittet er sie nicht einfach zu, sondern säubert sie sorgfältig und setzt neues, gutes Holz an die Stelle des verrotteten Materials. Er ist stolz auf die gute Arbeit, die er für seine zufriedenen Kunden leistet. Lange dachte er, auch Gott durch gute Werke zufriedenstellen zu können. Nach außen schien in seinem Leben alles in Ordnung zu sein.

 

Eines Tages kam ich zu ihm, als er bei einem neu gestrichenen Boot stand. „Ein neues Boot?“, fragte ich. „Nein, nur überholt“, erwiderte er. - „Es sieht aber ganz neu aus: Der Anstrich ist neu, und ich kann keine einzige Flickstelle entdecken.“ - „Ja“, bemerkte er, „aber ich kenne die Stellen, denn ich habe die Arbeit getan. Für dich mag alles sehr gut aussehen, und doch kann man ein überholtes Boot nicht ein neues Boot nennen.“ - „Völlig richtig“, antwortete ich ihm, „und genauso wenig kann man einen sündigen Menschen einen neuen Menschen nennen, wie gut der Anstrich auch sein mag, den er sich mit guten Werken gibt. Du musst von neuem geboren werden! Kein Mensch kann seinen Charakter, seine Natur wirklich verändern oder veredeln. Aber Gott kann etwas völlig Neues aus dir schaffen.“

 

An diesem Tag gestand sich der Bootsbauer ein, dass er nicht durch eigene Kraft ein neuer Mensch werden konnte.

 

Er gestand vor Gott ein, dass er ein Sünder war.

 

Und dann durfte er erfahren, dass es „in Christus“ kein Flickwerk, sondern etwas völlig Neues gibt.

Jesus, Er starb doch an deiner statt, darum kann Gott
auch dir verzeihn, nichts andres macht deine Seele satt!
Willst du nicht heute begnadigt sein?
Gnade, Gnade, Gnade vergibt dir und reinigt dich!
Gottes Gnade bringt die Errettung für dich und mich.

 

Julia Harriett Johnston (1849-1919)

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Gütig und gerade ist der HERR, darum unterweist er die Sünder in dem Weg.  Psalm 25,8

 

Nur ein Windstoß

 

Im Jahr 1999 wurde im Kosovo-Krieg ein Dorf von einer Gruppe bewaffneter Männer überfallen. Die Bewohner versuchten, mit ihren Traktoren in den nahen Wald zu fliehen. Doch bald waren sie umzingelt und gefangen genommen. Die Angreifer setzten die Traktoren in Brand, und dunkler Rauch stieg zum Himmel auf.

 

Die Dorfbewohner sollten erschossen werden und sich dazu in einer Reihe aufstellen. Da geschah das Unerwartete: Der Wind wendet sich plötzlich und bläst den bewaffneten Männern die dichten Rauchwolken ins Gesicht. Sie können nichts mehr erkennen; schimpfend und hustend feuern sie mit ihren Gewehren in alle Richtungen. Aber damit können sie nicht verhindern, dass die etwa hundert Gefangenen im Wald verschwinden. - Viele der Dorfbewohner sagen später, dass Gott ein Wunder getan habe.

 

Tatsächlich ist Gott als der Schöpfer auch der Gebieter über den Wind.

Die vier Evangelien lassen uns staunen, wie Wind und Wellen dem Sohn Gottes gehorchen müssen. (Matthäus 8,27) Und wenn wir etwas von seiner Macht, seinem Mitgefühl und seinen Taten der Liebe zum Heil der Menschen sehen, sollten wir dann etwa von „Zufall“ sprechen?  Diese Dorfbewohner sind auf wunderbare Weise dem Tod entronnen. Sie haben erfahren, dass Gott gütig ist.

 

Ja, Gott ist gütig. Das bedeutet, dass Er es rückhaltlos und ausnahmslos gut mit uns meint. Auch jeder von uns wird sich an Gelegenheiten erinnern können, wo er die Güte Gottes auf besondere Weise erfahren hat. Wichtig ist dann allerdings auch der Nachsatz in unserem heutigen Bibelwort: Gott erweist uns seine Güte, weil Er uns seinen guten Weg zeigen und uns darauf leiten will.

 

 

 

 

Als Jesus die Volksmengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und hingestreckt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.  Matthäus 9,36

 

Herr, ich öffne dir mein Herz!

 

Eine junge Frau arbeitete eine Zeit lang in einer christlichen Familie. Sie war sehr beeindruckt davon, wie es der Mutter gelang, ihre Kinder mit Liebe zu erziehen. Das war nämlich in der kleinen Wohnung gar nicht so einfach. Man betete dort vor den Mahlzeiten, und es herrschte eine Atmosphäre, in der die Aushilfe sich sehr wohlfühlte. - Litt sie doch selbst darunter, dass ihre eigene Tochter nicht von ihr selbst, sondern vom Vater des Kindes erzogen wurde.

 

Einige Jahre später wurde die junge Frau von ihrem alten Vater gebeten, ihm eine Bibel zu besorgen. Als er nach zwei Jahren im Frieden Gottes starb, kam die Bibel an seine Tochter. Diese nahm das Buch erst viel später zur Hand. Sie hatte gerade Urlaub und begann, darin zu lesen. Zunächst konnte sie nur mit Mühe die Zusammenhänge verstehen, aber an den folgenden Tagen las sie geduldig weiter.

 

Als sie an das Buch der Sprüche kam, wirkte es wie ein Spiegel auf sie. Sie entdeckte so viele Fehler und Sünden in ihrem Leben.

 

Was sollte sie tun? - Gern würde sie mit der gläubigen Christin sprechen, bei der sie Jahre zuvor einmal gearbeitet hatte. Daher entschloss sie sich, am Sonntag deren Gemeinde aufzusuchen; wahrscheinlich würde sie die Frau dort antreffen. 

 

„Dieser Tag“, so erzählte sie später, „wurde der schönste Tag meines Lebens.“ Die Predigt, die sie hörte, handelte von Jesus Christus, von seinem tiefen Mitempfinden und seiner Liebe. Sie spürte: Genau das ist es, wonach ich gesucht habe und was ich so dringend brauche.

 

Und dann betete sie: Herr, ich öffne dir mein Herz.“ Das wurde der Anfang zu einem glücklichen Glaubensleben.

 

 

 

Alle werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.  Römer 3,24

 

Umsonst gerechtfertigt!

 

Im 19. Jahrhundert herrschte in vielen Städten große Armut. Viele Kinder litten Hunger und mussten betteln, um zu über­leben.

Eines Abends schlichen zwei ärmlich gekleidete Kinder in einen Raum, in dem das Evangelium gepredigt wurde. Keiner bemerkte sie - außer der Prediger. Sie setzten sich auf eine Bank in der Nähe der Tür und hörten aufmerksam zu, als er den Bibelvers las und erklärte: „He, ihr Durstigen alle, kommt zu den Wassern! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft ein und esst! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch!“

(Jesaja 55,1)

 

Als die Predigt zu Ende war, verließen die beiden leise und unauffällig den Raum. Der Prediger war enttäuscht, dass er nicht mit ihnen sprechen konnte, doch als er später auf der Straße stand, zupfte ihn jemand am Ärmel. Es war das Mädchen von eben.

 

„Bitte, mein Herr, geben Sie mir etwas für meine kranke Mutter!“, bat sie.

 

Er fragte es: „Was soll ich dir denn geben?“

„Nur etwas Milch. Ich habe zwar kein Geld, aber Sie sagten ja: Kommt, kauft ohne Geld. Ich habe auch einen Krug für die Milch mitgebracht.“

 

Das Mädchen berief sich auf eine Verheißung in der Bibel, die eine geistliche Bedeutung hat. Doch Gott antwortete ganz praktisch auf ihren Glauben. Der Prediger begleitete das Kind nach Hause und fand dort die sehr kranke Mutter vor. Er besorgte Milch und Nahrung und auch einen Arzt. Aber er stellte ihnen auch den Erlöser Jesus Christus vor, durch den jeder Glaubende umsonst gerechtfertigt“ wird.

 

Es ist ganz einfach: Ich muss Gott beim Wort nehmen und kommen - dann erhalte ich, was ER mir umsonst geben will!

 

 

 

 

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Römer 5,8

 

Grauer Falke (1)

 

Grauer Falke war ein Indianer. Aber auch ein Lügner, ein Betrüger und ein Mörder. Die Weißen hatten ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, doch immer wieder entkam er ihnen. Als er hörte, dass Missionare zu einem befreundeten Indianerstamm aufbrechen wollten, beschloss er, sich unerkannt ihrem Treck anzuschließen.

 

Er hasste die Christen, er hasste ihre Lieder und ihre Gottesdienste, besonders aber hasste er das kleine schwarze Buch, aus dem sie immer lasen. Doch jetzt war er mit ihnen unterwegs, wochenlang. Sonntags, wenn der Treck rastete, schnappte er sich sein Gewehr und ging den ganzen Tag auf die Jagd. Er wollte keine Predigten und keine Lieder hören.

 

Es wurde Juli und es wurde drückend heiß. Obwohl Sonntag war, hatte Grauer Falke erstmals keine Lust, auf die Jagd zu gehen. Er streckte sich im Schatten eines Planwagens aus und schlief ein. Als er wieder erwachte, wurde um ihn herum gesungen. Denn für den Gottesdienst hatten sich die Missionare gerade um seinen Planwagen herum versammelt. Er war zu müde, um sich zu bewegen und so blieb er, offensichtlich ungerührt und ablehnend, liegen. Der Missionar, der predigte, stellte die Liebe Gottes vor, die den Menschen alles gegeben hatte, was sie brauchten. Er erklärte, dass die Menschen Gott hassten und Ihn ablehnten. Doch Gott liebt seine Geschöpfe und sandte seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde, der starb, damit Menschen gerettet und in den Himmel kommen können.

 

Grauer Falke hörte zu, obwohl er nicht wollte, obwohl er Gott ablehnte und die Bibel hasste

 

Vielleicht hört auch jetzt gerade jemand zu, der eigentlich gar nicht zuhören will.

 

Der aber hören soll, dass Gott ihn lieb hat und sein Herz erreichen möchte …

 

Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten.

1. Johannes 4,9

Grauer Falke (2)

 

Grauer Falke hatte gehört, was der Prediger gesagt hatte - offensichtlich unbeeindruckt.

 

Doch am nächsten Tag sprach er einen anderen Missionar an: „Waren das gestern nicht alles Lügen, die uns erzählt worden sind? Sollte Gott Menschen, die so verdorben sind, wirklich lieb haben?“ Der Missionar erklärte ihm, dass Gott „reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat“. Grauer Falke dachte nach und sagte dann: „Aber dass der große Vater seinen Sohn gegeben hat, das war doch eine Lüge?“. Wieder verneinte der Missionar und erklärte ihm, dass Gott seine Liebe bewiesen hat, indem Er „seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten“. Schon kam die nächste Frage: Dass Gott für solche Menschen einen wunderschönen Platz im Himmel hergerichtet hat, das war aber doch eine Lüge?“.

 

Auch das verneinte der Missionar und las vor, was Jesus selbst gesagt hat: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen

(Epheser 2,4; 1. Johannes 4,9; Johannes 14,2.3)

 

Lange Zeit war Grauer Falke still. Dann sagte er: Wenn das alles wahr ist, dann will ich auch diesen Weg gehen, will dieses Leben haben. Erst erschien es ihm wie eine Lüge, dann hatte er Einwände.

 

Doch Gottes Wort traf ihn.

 

Er ließ sich überzeugen und glaubte.

 

Und Gott veränderte ihn.

 

Ja, man darf Gott vertrauen, weil es unmöglich ist, dass er lügen würde. Er hat uns seine Liebe gezeigt, als „Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist“.

 

Das ist wahr - auch heute noch! (Hebräer 6,18; Römer 5,8)

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Wehe mir! Denn ich bin verloren.

 

Und der HERR der Heerscharen wird im Gericht erhaben sein, und Gott, der Heilige, sich heilig erweisen in Gerechtigkeit. Jesaja 6,5; Jesaja 5,16

 

Wie komme ich mit Gott in Ordnung? (1)

 

Der Jugendpfarrer und Evangelist Wilhelm Busch (1897-1966) erzählte von seiner Bekehrung:

 

Ich war junger Offizier im Ersten Weltkrieg. Ich brauchte keinen Jesus. Ich war ein guter Reiter und hatte mit 18 Jahren die Führung einer Batterie. Da brauchte ich doch Jesus nicht!

 

Aber dann kam die Stunde, wo sich der Abgrund vor mir auftat. Das war, als neben mir ein Freund, dem ich noch etwas sagen wollte, plötzlich tot vom Pferd fiel. Ein Splitter hatte ihn getroffen.

 

Da überfiel mich plötzlich die Frage: „Wenn du jetzt den nächsten Schuss kriegst - wo bist du dann?“ Ich wusste auf einmal: Dann stehe ich vor Gott. Und ich dachte: „Kann ich denn vor Gott stehen?“ Ich weiß noch, wie ich anfing aufzuzählen: „Ich bin doch tapfer und kämpfe für mein Vaterland, ich bin nicht schlechter als andere …“ Und es war, als wenn Gott mir entgegendonnerte: „Und deine Sünden?!“ Da tat sich der Abgrund auf, als ich plötzlich wusste: „Ich kann mit meinen Sünden nicht vor Gott bestehen; wenn ich jetzt einen Schuss kriege, dann komme ich in die Hölle.“ - Durch diese Stunde müssen wir alle einmal gehen.

 

Da betete ich zum ersten Mal: „Lieber Gott, lass mich nicht fallen, ehe ich …“ Ja, ich wusste nicht was. Da hab ich gefragt: „Wie macht man das? Wie komme ich mit Gott in Ordnung?“

 

Dann kamen wir in Ruhestellung. Und in meinem großen Koffer, der immer bei der Bagage blieb, lag obendrauf ein Büchlein, eine Bibel. Die hatte meine Mutter beim letzten Urlaub in den Koffer geschmuggelt. Ich nahm das Büchlein und blätterte darin. Da blieb mein Auge an dem Wort hängen: „Jesus Christus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen.“

„Jesus Christus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen.“ - Diese Stunde vergesse ich nie. Es war, als wenn‘s vor mir einschlüge: Sünder, das bin ich! Selig werden - ich wusste nicht genau, was das ist -, aber das wollte ich. Und wenn Jesus Christus Sünder selig machte, musste ich Jesus finden!

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Jesus sprach: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Johannes 6,37

 

Wie komme ich mit Gott in Ordnung? (2)

 

Der Bericht von Pastor Wilhelm Busch über seine Bekehrung im Ersten Weltkrieg geht weiter:

 

Aber wie macht man das? Weit und breit war kein Mensch, der mir das sagen konnte. Doch der Abgrund war aufgetan. Ich hatte Angst, in die Hölle zu kommen, schreckliche Angst. Habt ihr das schon einmal gehabt? Wenn die Leute heute lauter Problematik aus dem Christentum machen, dann sage ich: Ihr habt noch nie den Schrecken Gottes gefühlt.

 

Ich musste Jesus haben. - Wir waren damals auf dem Rückmarsch. Da stand ein zerschossenes Bauernhaus am Weg. Ich ging darauf zu. Und in dem Augenblick ging es mir auf wie ein ganz helles Licht: Jesus lebt ja! Und mit einem Lebenden kann ich doch sprechen! Wenn Jesus lebt, dann brauche ich Ihm nur zu sagen, dass ich gern selig werden möchte.

 

Bis dahin war das alles Theorie gewesen. Aber nun: Ich stürzte in das Bauernhaus, riegelte von innen die Tür zu, fiel auf meine Knie und betete zum ersten Mal in meinem Leben richtig. Etwa so: „Herr Jesus, ich hab begriffen, dass Du jetzt da bist. Du bist der Einzige, der Sünder selig macht.“

 

Ich bin ein Sünder; ich möchte selig werden. Hier, jetzt, heute! Ich möchte ein Kind Gottes werden. Herr Jesus, ich gebe mich Dir. Ich erinnere mich, wie ich sagte: „Herr Jesus, ich kann Dir nichts versprechen, ich habe einen sehr labilen Charakter. Aber hier bin ich.“ - Von dem Moment an habe ich einen Herrn gehabt.

 

 


Ebenso ist es nicht der Wille eures Vaters, der in den Himmeln ist, dass eins dieser Kleinen verloren gehe.  Matthäus 18,14

 

Unter den Trümmern

 

Während eines Erdbebens in Armenien stürzte eine Schule wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Es schien keine Überlebenden zu geben. Dennoch begann ein Mann, die Trümmer zu durchsuchen. Es war der Vater eines Jungen, der unter den Trümmern lag. Oft hatte dieser Vater seinem Sohn versprochen: „Ich werde immer für dich da sein, wenn du mich brauchst - egal, was passiert.“

 

Er hörte nicht auf die Leute, die ihn überzeugen wollten, seine Bemühungen seien nutzlos. Er arbeitete hart. Er konnte nicht anders; er liebte seinen Sohn zu sehr, um ihn aufzugeben.

 

Nach mehr als 36 Stunden Plackerei, als er gerade einen großen Betonblock mühsam bewegt hatte, hörte er mehrere Stimmen. Er rief den Namen seines Sohnes und die Antwort kam prompt: „Papa, ich bin‘s! Hilf uns!“ Wenig später hatte er sich zu seinem Sohn und dreizehn weiteren Kindern durchgegraben, die völlig erschöpft waren. In einem Hohlraum unter den Trümmern waren sie wie durch ein Wunder am Leben geblieben. Was für eine Rettung!

 

Diese Begebenheit erinnert an die große Liebe Gottes zu uns Menschen. Gott ist für uns da. Er will uns retten. Wir sind zwar nicht unter Trümmern begraben, aber unter der großen Last unserer Schuld, die uns von Gott trennt und uns den Weg zum Himmel versperrt.

 

 

Deshalb hat Gott alles getan, was Er tun konnte, um uns zu retten. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus in die Welt, um uns zu erlösen. Der Herr Jesus starb am Kreuz, damit jeder, der an Ihn glaubt, Vergebung seiner Sünden und ewiges Leben empfängt.

 

 

 

Wie wertvoll ist mir die Seele meines Feindes?

 

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen

 

Und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Untergewand nehmen will, dem lass auch das Oberkleid.

 

Liebt eure Feinde …, damit ihr Söhne eures Vaters werdet, der in den Himmeln ist.

 

(aus Matthäus 5,38-45) 

 

Der Evangelist E. Dapozzo kommt nach einigen Tagen Abwesenheit am frühen Morgen nach Hause. Vor seinem Haus sieht er einige Männer, die damit beschäftigt sind, ihm schöne Bretter zu stehlen, mit denen er Wichtiges vorhat. Sein erster Gedanke ist, die Polizei zu rufen.

 

Da durchzuckt Dapozzo der Gedanke: Diese Diebe haben eine Seele, die viel wertvoller ist als diese Bretter. Die göttliche Liebe drängt ihn, zu diesen Männern zu gehen und ihnen seine Hilfe anzubieten. Die denken nicht im Entferntesten daran, dass er der Eigentümer sein könnte, und nehmen erstaunt die Hilfe an. Dapozzo sucht ihnen die schönsten Bretter heraus.

 

Als das Fahrzeug zum Bersten voll ist, bietet Dapozzo ihnen eine Erfrischung an. Er holt seinen besten Cidre und serviert ihn in den besten Gläsern. Schließlich erklärt er ihnen in aller Ruhe, wer er ist, und erzählt ihnen von seinem Retter. Er lädt sie ein, doch einmal wiederzukommen, um das Evangelium zu hören.

 

Sechzehn Jahre sind vergangen, als einer der Diebe wiederkommt. Er hört dem Evangelium zu und nimmt die Botschaft von der Gnade Gottes an. Dapozzo hat seine Bretter verloren, aber er hat eine Seele für die Ewigkeit gewonnen. Und er bereut es nicht!

 

Wieder eine Zeit später ist Dapozzo mittellos, er hat kein Baumaterial. Doch er muss ein Haus bauen, um seine Familie unterzubringen … Da schickt ihm ein Freund genau die Bretter, die er braucht.

 

Gott hat das Opfer nicht vergessen, das er mit seinen Brettern gebracht hat. Eine wertvolle Seele ist gerettet, und Dapozzo selbst hat keinen Verlust erlitten!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 7.7.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 


Er kam und verkündigte Frieden, euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. Denn durch ihn haben wir beide den Zugang durch einen Geist zum dem Vater. Also seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.

 

Wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.

 

Epheser 2,17–19; 1.Johannes 4,16

 

Ein Widerschein der Liebe Gottes

 

Josiane ist ein Scheidungskind. Nachdem ihre Eltern sich getrennt hatten, kümmerten sie sich nicht mehr um ihre Tochter. So wuchs diese in Pflegefamilien und Kinderheimen auf, ohne elterliche Liebe und Zuwendung.

 

Als Jugendliche kam Josiane wieder einmal in eine neue Familie. Zu Anfang lief es dort gar nicht gut ab. Später erzählt sie davon: „Ich war sehr wild und ertrug es nicht, dass man mir Anweisungen gab. Ich wollte alles selbst entscheiden und mich durchsetzen; und wenn sich mir jemand widersetzte, fing ich an, alles kaputtzuschlagen.“

 

Einige Monate später war Josiane ganz verändert. Ihre Aggressivität war fast vollständig verschwunden; sie lernte gern und war auf einmal hilfsbereit. Sie erzählt: „In dieser Familie geht es ganz anders zu, als überall dort, wo ich vorher gewesen bin - hier herrscht Freundlichkeit. Nie hat man mir Vorhaltungen gemacht oder eine Abfuhr erteilt. Ich habe sogar ein eigenes Zimmer. Und vor allem merke ich, dass meine neuen Eltern mich lieben. Zum ersten Mal kann ich mich in ein geregeltes Familienleben einfügen.“

 

Die Freundlichkeit und Güte, die Josiane erfährt, ist wie ein Widerschein der Liebe Gottes.

 

Er liebt uns, egal, wie auch unser vergangenes Leben aussehen mag.

 

Der größte Beweis der Liebe Gottes ist die Gabe seines Sohnes: Jesus Christus ging in den Tod, um uns zu Gott zu führen. - Gottes Liebe macht es uns leicht, aus aller Entfernung und Entfremdung zu Ihm umzukehren.

 

 

Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn Weisheit und Macht, sie sind sein. Und er ändert Zeiten und Zeitpunkte, setzt Könige ab und setzt Könige ein.  

Daniel 2,20–21

 

Gott steht über allem!

 

Heute vor 500 Jahren, am 27. April 1521, starb der berühmte Seefahrer Ferdinand Magellan im Kampf mit Kriegern der Visa­yas. Doch der Reihe nach: Im Auftrag Spaniens sollte Magellan eine Westroute nach Indonesien zu den Gewürzinseln finden. Die dortigen Muskatnussbäume und Gewürznelken lockten die Seefahrer an.

 

Magellan stach am 20. September 1519 als Generalkapitän mit fünf Schiffen in See. Am 21. Oktober sichtete er in der Nähe des 52. Breitengrades ein Kap. Anfang November - ein 36-Stunden-Sturm hatte zwei Schiffe in eine Bucht getrieben - entdeckten die Seefahrer, dass sie durch eine Meerenge weiter nach Westen segeln konnten. Diese Meerenge zwischen dem südamerikanischen Festland und den weiter südlichen Inseln heißt heute nach ihrem Entdecker Magellanstraße. Sie hatte bis zum Bau des Panama-Kanals für die Seefahrt große Bedeutung. Anschließend überquerte Magellan als erster Europäer den Pazifik. Dabei kam es auf den Phili­p­pinen zum Konflikt mit Einheimischen, der Magellan das Leben kostete. Nur ein Schiff kehrte knapp ein Jahr später zurück nach Spanien. Von den gut 240 Mann der ursprünglichen Besatzung überlebten nur 90 die Expedition.

 

Woran denken wir bei Magellan? Hegen wir Bewunderung für seinen Mut? Oder denken wir auch an die Schatten­seiten, weil seine Entdeckung es den Europäern erleichterte, die Schätze anderer Völker zu plündern?

 

Die Bibel beschreibt Gott als einen, der das Weltgeschehen in seiner „Weisheit und Macht“ aktiv lenkt. Und das gilt im Jahr 2021 wie vor 500 Jahren. Das entbindet zwar niemand aus der persönlichen Verantwortung für sein Handeln vor Gott.

 

Aber derjenige, der Gott in Jesus Christus als Vater kennt, kann zu jeder Zeit beruhigt wissen und festhalten: Gott steht über allem!

 

 


 

  

Und wenn der Hirte das verlorene Schaf gefunden hat, legt er es mit Freuden auf seine Schultern; und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde ... und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Lukas 15,5.6

 

Jesus, erbarme dich meiner!

 

„Dieses kleine, schwarze Lamm, das Sie auf dem Hof herumspringen sehen, erinnert mich oft an Gottes Wort“, erzählte einmal eine Bauersfrau in Belgien. „Einmal war dieses kleine Lamm in einen Brunnen gefallen. Man hörte es blöken, wir wussten aber nicht, wo es war.

 

Schließlich entdeckte mein Mann es tief unten im Brunnen, wo es sich gerade noch über Wasser halten konnte. Wir sahen keine andere Rettungsmöglichkeit, als unseren Sohn in den Brunnen hinunterzulassen.

 

Unser Junge war einverstanden; denn er hatte das Lamm lieb. Mein Mann ließ ihn vorsichtig an einem Seil immer tiefer hinab. Endlich tönte es herauf: ,Ich sehe das Lamm!` Um es zu retten, musste er bis ins eiskalte Wasser hinein. Endlich gelang es ihm, das Tier auf seine Schultern zu heben. Der Aufstieg war schwierig. Schließlich aber erreichte er mit dem schwarzen Lamm wieder das Tageslicht.“

 

Wenn wir Jesus Christus noch nicht als unseren persön­lichen Retter kennen, ist die Geschichte vom kleinen, schwarzen Lamm ein gutes Bild. Auch wir befinden uns in einer auswegs­losen Lage. Angesichts dieser Notlage sind wir unruhig, unglücklich und ängstlich. Wir wissen nicht herauszu­kommen. Uns bleibt nur, dem Tod und dem ewigen Verloren­sein ent­gegen­zusehen.

 

Aber der „gute Hirte“, der Herr Jesus Christus, will uns helfen und uns retten. Er ist für uns gestorben, um uns vom ewigen Tod zu erlösen.

 

Wie unendlich groß ist seine Liebe!

 

Er wartet darauf, dass wir zum Ihm rufen: „Jesus, erbarme dich meiner!“ (Markus 10,47)

 

 

  

   

 

Hört das Wort des HERRN, die ihr zittert vor seinem Wort! Jesaja 66,5

 

Die predigende Kugel

 

Im 17. Jahrhundert war es für jeden britischen Soldaten Vorschrift, eine Bibel im Gepäck zu haben. Nun war ein junger Straffälliger der Truppe beigetreten, weil er insgeheim hoffte, an Kriegsbeute heranzukommen. Wie seine Kameraden musste er eine Bibel mitnehmen. Am Ende eines harten Kampf­tages griff er hungrig in seine Tasche, um Proviant heraus­­zuholen. Dabei fiel ihm ein Buch in die Hände. Er nahm es heraus und entdeckte darin ein mysteriöses rundes Loch im Einband. Er klappte das Buch auf - es war die Bibel - und stellte fest, dass eine Kugel in den Buchblock eingedrungen war, ohne ihn zu durchschlagen. Die Spitze der Kugel steckte im Buch der Prediger. Dort las er: „Freue dich Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz mache dich fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit, … doch wisse, dass für dies alles Gott dich ins Gericht bringen wird.“ (Kap.11,9)

 

Sofort merkte er, dass Gott zu ihm sprach. Denn ohne die Bibel wäre er womöglich getötet worden! Und nun stellte er sich vor, wie es gewesen wäre, wenn er unvorbereitet gestorben wäre. Ihm wurde klar, dass er vor Gott nicht bestehen konnte. Die gute Botschaft von Jesus Christus kannte er, hatte sie aber bisher nicht ernst genommen. Und so wurde dieses Erlebnis für ihn zum Wendepunkt: Jetzt nahm er Jesus Christus als sei­nen Retter an und erfuhr eine grundlegende, dauerhafte Lebens­veränderung.

 

Er sagte gerne: „Meiner Bibel verdanke ich das Leben, das meines Körpers, das er auf dem Schlachtfeld bewahrt hat, und das Leben meiner Seele, das ich in Jesus Christus gefunden habe.“

 

Gott spricht zu den Menschen auf tausend Arten: im Alltag, durch Versagen, Gebetserhörungen, Schicksalsschläge oder vielleicht durch diese Geschichte.

 

Er möchte uns davon überzeugen, dass Er existiert und zu uns persönlich redet.

 

Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung vernachlässigen (oder: missachten)? Hebräer 2,3

 

 

 

 

Die rote Laterne Gottes!

 

Es ist mittlerweile 70 Jahre her - aber ich weiß es noch, als ob es gestern war. Als Lokomotivführer war ich eines Nachts mit dem Zug unterwegs. Wir hatten es eilig, obwohl es stürmisch und sehr dunkel war. Als ich durch eine langgestreckte Kurve fuhr, sah ich plötzlich rote Lichter vor mir. „Brems, Hans, brems!“, schrie ich, „brems - oder es ist zu spät!“. Mein Kollege stieg in die Eisen und brachte den Zug zum Stehen. Keine Sekunde zu früh, denn vor uns türmten sich die Trümmer eines Güterzugs, der entgleist war. Nicht vorzustellen, was passiert wäre, wenn …

 

Ich war dankbar, dass ich die roten Schlusslichter recht­zeitig gesehen hatte. Kurze Zeit später wurde ich erneut an sie erinnert. Jemand besuchte mich und fragte mich: „Gerhard, hast du eigentlich jemals darüber nachgedacht, wie es nach dem Tod für dich weitergeht? Hast du dich gefragt, ob Gott dir eine weiße Laterne für freie Weiterfahrt zeigen kann - oder ob Er dir die rote Laterne zeigen muss?“

 

Mir war klar, dass Gott mir keine weiße Laterne zeigen konnte. Er hielt mir die rote entgegen, um mich wachzu­rütteln und zu warnen. Ich erkannte, dass ich in Gottes Augen ein Sünder war und nahm seine Errettung für mich in Anspruch. Nun weiß ich, dass ich „die Erlösung habe durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade“ (Epheser 1,7)

Jeder von uns ist unterwegs. Auf seinem ganz persön­­­­lichen Lebensweg. Und für jeden von uns endet die Fahrt in der Ewigkeit. Wenn Sie Leben aus Gott haben, leuchtet für Sie ein „weißes“ Licht. Ansonsten leuchtet es „rot“.

 

Wenn es „rot“ leuchtet, warnt Gott Sie heute noch einmal. Wollen Sie wirklich seine „große Errettung vernachlässigen“, sie miss­­­achten?

 

 

 

 

Und darum danken auch wir Gott unablässig dafür, dass ihr, als ihr von uns das Wort der Kunde Gottes empfingt, es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das auch in euch, den Glaubenden, wirkt.

1. Thessalonicher 2,13

 

Die Bibel, das Wort Gottes, beweist sich selbst

 

Es gibt Leute, die sind davon überzeugt, dass die Bibel menschlichen Ursprungs ist, ja, einige schreiben sie sogar dem Teufel zu. Die folgende Geschichte ist zwar schon 150 Jahre alt, doch ich bin überzeugt, dass sie heute noch genauso möglich ist.

 

Auf einem Schiff unterhält sich ein Prediger mit einigen Passagieren. Dabei kommt man auch auf die Bibel zu sprechen. Einer der Zuhörer bemerkt: „Aber, Sir, die Bibel ist doch überholt und voller Fehler, ein ganz schlimmes und schreck­liches Buch!“

 

Der Prediger antwortet: „Ich möchte nicht mit Ihnen darüber diskutieren, ich lese Ihnen einmal etwas aus diesem Buch vor.“ Und er liest: „Jesus tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden. Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit zuteilwerden. Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott sehen. Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen …“ (-11).

 

Als er geendet hat, fragt er: Nun, Sir, was halten Sie von diesem Text? Kann ein Mensch solche Worte sagen? Kann etwa der Teufel so reden? - Die Bibel, das Wort Gottes, beweist sich selbst.

 

Wenn man sie liest und sie zu sich reden lässt, spürt man ihre Wirkung.

 

Es sind nicht menschliche Worte - hier redet Gott selbst.

 

 

 

Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg. Jesaja 53,6

 

Das bin ich!“ (1)

 

Vor vielen Jahren hielt sich ein junger Engländer für längere Zeit in Australien auf. Einmal verirrte er sich in einem Waldgebiet, bis er schließlich zu einer großen Farm gelangte. Auf seine Bitte um ein Nachtlager antwortete der Farmer: „Sie können in die Scheune dort drüben gehen, wenn Sie wollen. Aber es ist schon einer drin.“

 

Tatsächlich lag schon eine andere Person recht elend in einer Ecke und hustete fürchterlich. Im Gespräch zeigte sich dann, dass auch er Engländer war. Er hatte sogar dieselbe Universität besucht. Dann aber hatte er sich mit seiner Familie zerstritten und war nach Australien gegangen. Hier hatte er 25 Jahre lang ein recht wildes Leben geführt. Jetzt fühlte er, dass es ans Sterben ging, und das machte ihn unruhig.

 

„Wissen Sie vielleicht etwas über das Jenseits?“, fragte er den Neuankömmling. Der zuckte die Achseln. Als er aber die Angst des anderen sah, meinte er, dass vielleicht die Bibel Antwort geben könne.

 

Eine Bibel hatte der Kranke unter seinen Sachen. Seine Mutter hatte sie ihm damals mitgegeben, aber er hatte sie nie gelesen. Jetzt sollte sein Gefährte darin nach einer Antwort suchen. Als der die Bibel aufschlug, öffnete sie sich beim 53. Kapitel des Propheten Jesaja.

Dort begann er zu lesen. Bei den Worten: „Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“, fragte der Kranke: „Wer ist dieser ,Er‘?“ Der Vorleser wagte die fragende Antwort: „Jesus Christus?“ - „Ah!“, sagte der Liegende, „fahren Sie fort!“ Weiter ging es bis zu den Worten: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg …“ - „Halten Sie ein!“, unterbrach der Kranke.

 

„Das bin ich, das bin ich selbst! Das ist‘s, was ich mein Leben lang getan habe.“

 

Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg; und der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.

Jesaja 53,6

 

Das bin ich!“ (2)

 

Als der junge Engländer seinem todkranken Landsmann in der Scheune in Australien den ersten Teil dieses Bibelverses vorlas, rief dieser aus: „Das bin ich, das bin ich selbst! Das ist‘s, was ich mein Leben lang getan habe.“ Dann schwiegen beide. Nach einer Weile bat der Kranke seinen neuen Gefährten, weiterzulesen.

 

„Der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.“ - „Ah!“, sagte er wieder, „Jesus Christus!“ - „Lesen Sie den Vers noch einmal!“, bat er nach einiger Zeit. Daraufhin las der junge Mann das ganze Kapitel zu Ende. Der Kranke hatte sich im Stroh zurückgelegt und hörte ruhig zu.

 

Am nächsten Morgen schien die Sonne durch die Bretter­lücken herein, als der junge Engländer erwachte. Er sah sich nach seinem kranken Landsmann um und musste über seinen Anblick staunen. Er schien ein ganz anderer geworden zu sein, so friedevoll schaute er ihn an. „Der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit“, sagte der Kranke. „Jesus Christus ist jetzt auch mein Heiland.“ Und dann erzählte er, wie er Gott in der Nacht seine Sünden bekannt und durch den Glauben an den Herrn Jesus Vergebung gefunden hatte.

 

„Der Mann ist verrückt geworden!“, dachte der Jüngere zunächst. Aber er konnte beobachten, wie dieser Frieden anhielt, bis der Kranke wenige Tage später starb. Als er später davon berichtete, ergänzte er: „Es hat lange gedauert, bis das Erlebnis im australischen Busch auch mich dahin gebracht hat, Jesus als meinen Herrn zu finden.

 

Aber Gottes Gnade hat mich nicht losgelassen.

 

 

Dankbar für alles sein!

 

Danksagt in allem, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

 

Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Gesänge gibt in der Nacht? (1. Thes.5,18; Hi.35,10)

 

 

Eine junge Missionarin berichtet:

 

Auf Madagaskar erleben wir zwar viel Freude, aber es gibt auch Zeiten der Entmutigung. Zum Beispiel, wenn ein Malariaanfall kommt oder wenn wir schwere Nackenschläge hinnehmen müssen und nichts mehr geht.

 

Eines Tages war ich einmal besonders entmutigt. Ich ging in unser Gemeindehaus und fing an zu beten: „Warum lässt Du das alles zu? Warum diese Entmutigungen? Warum mein schlechter Gesundheitszustand? Und ich habe doch alles gegeben …“

 

In diesem Augenblick kam ein Leprakranker herein. Er war blind. Um sich fortzubewegen, musste er auf seinen Knien rutschen. Der Mann kam ganz in meine Nähe; und weil er sich allein glaubte, fing er an, laut zu beten. Es war ein Gebet voller Lob und Dank, ein ganz erstaunliches Gebet.

 

Was ich davon behalten habe, ist Folgendes: „Ich danke Dir für alles, was Du in meinem Leben für mich getan hast. Ich danke Dir auch für diese Krankheit. Wenn ich nicht aussätzig geworden wäre, würde ich jetzt im Busch leben. Ich wäre vielleicht ein reicher Mann geworden und besäße Zebus und Reisfelder. Aber Dich hätte ich nicht kennengelernt. Wegen dieser Krankheit bin ich zur Leprastation gekommen. Da habe ich Dich kennengelernt. Und Dich zu kennen ist wertvoller als alles andere. Ich danke Dir für alles, auch für diese Krankheit.“

 

Als ich das gehört hatte, begann ich leise zu weinen. Mit gedämpfter Stimme schloss ich mein Gebet: „Vergib mir, mein Gott. Ich will nie mehr gegen Dich aufbegehren.“

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 20.3.2021 entnommen )

 

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Wer entscheidet über meinen Lebenswandel?

 

Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst; mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten. (Psalm 32,8)

  

Wer trifft die Entscheidung?

  

Auf dem Weg vor sich beobachtete ein Wanderer einmal eine Frau, über deren Verhalten er sich wunderte: Sie kam an eine Weggabelung und blieb unentschlossen stehen. Rechts ging es zu einem Bauernhof, links zu einer vornehmen Villa. Auf einmal setzte die Frau ihren Korb auf die Erde und warf ihren Stock mehrmals in die Luft. Schließlich wandte sie sich nach rechts, dem Bauernhaus zu. Das war auch das Ziel des Wanderers.

 

Bald hatte er mit der Frau, einer Hausiererin, ein Gespräch angeknüpft. Er fragte sie, warum sie denn an der Weggabelung gezögert und den Stock wiederholt in die Luft geworfen habe. „Ja, wissen Sie“, antwortete die Frau geheimnisvoll, „wir sind arme Leute, aber doch fromm. Ich lasse mir immer von Gott den Weg zeigen; und dann bin ich immer gut geführt worden.“ – „Was hat aber das Stockwerfen dabei zu bedeuten?“ – „Die Stockspitze zeigt mir den Weg, den ich wählen soll!“ – „Und warum werfen Sie dann den Stock so oft?“ – „Ja, sehen Sie“, sagte die Frau zögernd, „der Stock fiel nicht so, wie er sollte. Da versuchte ich es eben wiederholt, bis er richtig fiel!“

 

Machen wir es nicht zuweilen ganz ähnlich? Wir wissen, dass Gott uns nur segnen kann, wenn wir unser Leben nach seinem Willen führen. Deshalb bitten wir Ihn auch in den verschiedenen Situationen, uns seinen Willen zu zeigen. Aber es kann vorkommen, dass wir uns selbst täuschen: Wenn wir bereits eine eigene Entscheidung gefällt haben – ganz nach unserem eigenen Ermessen –, dann sind wir in unserem Herzen gar nicht mehr empfänglich für die Führung Gottes. Vielleicht hätte uns ein Wort Gottes längst Klarheit geben können, aber wir wollen es nicht wahrhaben.

 

Darum ist diese alte Geschichte auch heute noch sehr aktuell.

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 9.3.2021 entnommen )

 

Errette, die zum Tode geschleppt werden, und die zur Würgung hinwanken, o halte sie zurück!

Sprüche 24,11

 

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Gott beantwortet jedes Gebet!

 

„Gebete werden nicht beantwortet, das ist alles nur Einbildung!“ Der das sagte, konnte gut reden und war sich seiner Sache sicher. Er sah in die Menschenmenge, die ihm zuhörte und forderte sie auf, mit ihm darüber zu diskutieren.

 

Da trat ein Mann aus der Menge hervor und stellte sich neben ihn. Man sah ihm an, dass es ihn Überwindung kostete, vor Menschen zu reden. „Ich bin nicht hierhin gekommen, um zu diskutieren“, begann er, „doch ich muss der Behauptung widersprechen, dass Gebete nicht beantwortet werden und pure Einbildung sind.

 

Ich war ein echter Schuft. Ich dealte und zockte und prügelte mich. Meine Frau und meine Tochter fürchteten sich, wenn ich nachts nach Hause kam. Doch sie beteten für mich - was ich aber nicht wusste.

 

Eines Abends kam ich früher als sonst nach Hause - noch dazu nüchtern. Offensichtlich hatte meine Frau gerade meine Tochter zu Bett gebracht, denn ich hörte sie beten: ‚Lieber Herr Jesus, bitte, rette meinen Papa.‘ Und ich hörte, wie meine Frau sagte: ‚Bitte, Herr, erhöre ihr Gebet.‘ Ich stand in der Haustür und hörte zu und war wie gelähmt. Leise verließ ich das Haus und lief ziellos durch die Straßen. Immer wieder hörte ich meine Tochter sagen: ‚Lieber Herr Jesus, bitte, rette meinen Papa!‘ Warum betete sie für mich? Ich hatte sie noch nie auf den Arm genommen, ihr auch selten einen Kuss gegeben. Ich schrie zu Gott: ‚Gott, wenn es dich gibt, hilf mir und gib eine Antwort auf ihr Gebet!‘ Und Gott tat es. Heute weiß ich, dass Jesus Christus mir meine Vergangenheit vergeben hat.“

 

 

Er wandte sich dem ersten Redner zu und sagte: „Ich bin überzeugt, dass Gott Gebete beantwortet - weil ich es an mir selbst erlebt habe!“

 

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 Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein noch auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss; Gutes zu tun, reich zu sein an guten Werken, freigebig zu sein ...

1. Timotheus 6,17.18

 

Errettet und reingewaschen durch Jesu teures Blut!

 

Der amerikanische Unternehmer John Pierpont Morgan (1837-1913) gilt als der einflussreichste Bankier seiner Zeit. Mit dem von ihm gegründeten Bankhaus hatte er sich vor allem durch die Übernahme und Sanierung abgewirtschaf­teter Eisenbahnlinien ein riesiges Vermögen erworben. An­derer­seits war er bekannt dafür, dass er spekulative Geschäfte grundsätzlich ablehnte.

 

Als Morgan am 31. März 1913 starb, hinterließ er ein Testament mit 37 Artikeln. Dieses wurde drei Wochen später in vollem Wortlaut in der „New York Times“ abgedruckt. Das Wichtigste steht in Artikel 1: „Ich übergebe meine Seele in die Hände meines Erretters in der vollen Gewissheit, dass Er, der mich errettet und mich in seinem kostbaren Blut gewaschen hat, mich ohne Flecken vor dem Thron meines himmlischen Vaters darstellen wird. Und ich bitte meine Kinder eindringlich, dass sie unter allen Umständen und um jeden Preis an der Lehre festhalten und sie verteidigen, dass es eine völlige Sühnung für die Sünde gibt durch das Blut und das Sühn­opfer Jesu Christi, und dadurch allein.“

 

Morgan hatte seine Hoffnung nicht „auf die Ungewissheit des Reichtums“ gesetzt, sondern auf Gott und den Sühnetod seines Sohnes. „Ihr seid nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl“

(1. Petrus 1,18.19)

O du Lamm Gottes, das da getragen
all meiner Sünden Schuld, Fluch und Macht;
für mich ans Kreuzholz warst du geschlagen,
für mich hast alles du dort vollbracht!

Hedwig von Redern (1866-1935)

 

 


Die zerrissene Bibel

Tausende, ja Millionen von Menschen sind durch die Bibel gesegnet worden. Aber oftmals war schon ein Blatt oder eine Zeile davon ein Samenkorn, das hundertfältige Frucht trug.

In einer kleinen deutschen Stadt wurde Hausrat versteigert. Eine große alte Bibel war auch dabei. Aber keiner hatte Interesse an ihr. Endlich machte ein Händler ein Angebot und konnte sie für ein paar Groschen mit nach Haus nehmen.

Der praktisch denkende Kaufmann wollte sie als Einwickelpapier benutzen und dachte nicht dran, welch großen Wert die Blätter dieses Buchs haben, selbst wenn sie zerrissen oder verschmutzt sind. Gott hat ja gesagt:

"Mein Wort wird nicht leer zu mir zurückkehren." (Jesaja 55).

 

In dieser Stadt nun wohnte ein Mann, der fortwährend von dem Gedanken gequält wurde, er sei am Tod eines Menschen schuld. Tag und Nacht fand er keine Ruhe. Das Wort "Mörder" hörte er häufig rufen oder es stand wie mit glühenden Buchstaben vor seinen Augen. Eines Tages schickte er seinen Sohn in den Laden, um etwas zu besorgen. Dieser kam mit dem Gewünschten zurück, das in ein Blatt der alten Bibel eingewickelt war. Da stand plötzlich der Text aus Hebräer 9:

"Ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung."  vor den Augen des Mannes.

Zuerst verstand er das nicht. Vergebung suchte er wohl, und so wollte er noch mehr darüber erfahren. Der Junge ging noch einmal zu dem Kaufmann, der mit dem Herausreißen der Seiten inzwischen schon beim 1. Johannesbrief angelangt war. Und als der von Schuldbewusstsein gequälte Mann auch dieses Blatt las, fiel ihm die Last mit einem Mal von der Seele: Es gibt Vergebung, es gibt Reinigung von aller Sünde, denn hier steht es

(1. Johannes 1,7-10):

"Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, reinigt uns von aller Sünde", und:

"Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Er treu und gerecht, dass Er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit."

Diese Worte schienen wie ein Licht in seine dunkle Seele. Auch er erfuhr, dass das Blut des Herrn Jesus Christus, welches Er am Kreuz vergossen hat, imstande ist, alle Sünden wegzuwaschen von denen, die ihre Schuld vor Gott bekennen. So fand auch er vollen Frieden für sein Herz.

Selbst ein ausgerissenes Bibelblatt kann jemand den Weg zum wahren Glück zeigen.

aus dem Traktat "Ein Brief für dich" VdHS


Die weggeworfene Bibel

  

"Wirf das Ding zum Fester hinaus!" ... Soldaten können sich meistens gut unterhalten. Sie haben großen Spaß an Scherzen, über die man laut lachen kann, besonders, wenn sie in der Bahn fahen.

In einer Abteilecke saß ein junger Rekrut und las in seiner Taschenbibel. "Wir wollen uns mit dem frommen Knäbchen mal einen Jux erlauben und werfen die Bibel aus dem Fenster."

Es war das Werk einer Sekunde, da lag die Bibel zwischen den Gleisen. War der junge Soldat böse? Nein, er hatte einen Meister, der gesagt hat: "Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig." (Matthäus 11,29).

Er war traurig, aber er schwieg.

 

Einige Tage später wurde unserem jungen Freund ein Päckchen zugestellt, in dem seine Bibel war. Dabei lag ein interessanter Brief. Ein Gleisarbeiter, der in jener Gegend beschäftigt war, hatte die Bibel gefunden und durch sie die Stimme Gottes gehört.

Er hatte bis dahin große Angst wegen seiner Sünden, aber durch das Lesen der Heiligen Schrift war er in Wahrheit dem Heiland begegnet.

 

Nun verstand der Soldat, warum er seine Bibel ein paar Tage hatte entbehren müssen und auch, dass der Teufel wieder eine Niederlage erlitten hatte.

aus dem Traktat "Ein Brief für dich" VdHS


Die schwimmende Bibel

Ein japanischer Offizier fuhr mit seinem Schiff durch den Hafen von Nagasaki. Da sah er ein kleines Buch im Wasser treiben. Er ließ es auffischen, musste dann aber feststellen, dass es ihm völlig unverständliche Buchstaben enthielt. Hier und da erkundigte er sich, um den Inhalt dieses Büchleins zu erfahren, aber alles war vergeblich.

Endlich konnte ein chinesischer Kaufmann seine Neugier ein wenig befriedigen, weil dieser ein paar Brocken Englisch gelernt hatte und wusste, dass es ein "Jesus-Buch" war, also ein Buch der fremden Eindringlinge, und dass es davon auch eine chinesische Übersetzung gab. Der Offizier konnte nur wenig Chinesisch, aber er bat doch den Kaufmann, ihm eins zu besorgen. Sobald er das Buch, ein chinesisches Neues Testament, in den Händen hatte, begann er eifrig darin die chinesische Sprache zu lernen. Obwohl er es nicht ahnte, wirkte dadurch schon der Heilige Geist an seinem Herzen.

Als er das ganze Buch durchgelesen hatte, war er ein glücklicher Mensch. Er wusste nun, dass der Herr Jesus ihn errettet hatte.

Um den japanischen Götzendienst aufrecht zu erhalten, war es verboten, irgendeinen neuen Gottesdienst einzuführen.

Aber der Offizier konnte nicht von seinem Erretter schweigen und hielt in seiner Familie und vor einem engen Freundeskreis Bibelstunden. Das Feuer der Liebe Christi begann danach in vielen Herzen zu brennen.

Später gab es größere Glaubensfreiheit und sogar ein Missionar ließ sich in Nagasaki nieder. Nun konnte der Offizier frei von seinem "Jesus-Buch" und von seinem Glauben an den Heiland erzählen.

Er war einer der Ersten in Japan, die es frei bekannten, Jesus Christus anzugehören. Sein Handeln und Betragen waren lebendige Beweise davon. Die Ursache von diesem allem war eine schwimmende Bibel im Hafen von Nagasaki.

Ja, das Evangelium ist eine Kraft, die jeden errettet, der daran glaubt

aus dem Traktat "Ein Brief für dich" VdHS


Komm heim !

(aus "Ein Brief für dich" VdHS)

Sie war in der Unterwelt von Chicago gelandet. Erst sah alles so interessant aus, aber dann war nichts als Elend daraus geworden. Sie amüsierte sich mit ihren Freunden und Freundinnen, aber tief in ihrem Herzen war das Heimweh einer verlorenen Tochter.

Und all die Jahre hindurch wartete die Mutter auf ihr Kind. Sie wollte gern zu ihr gehen, sie wollte sie gern suchen, aber wo?

Die Liebe findet Rat. Sie wird einen Brief schreiben. Aber wohin? Die Anschrift ihrer Tochter ist selbst für die Kriminalpolizei seit Jahren unauffindbar. Sie lässt viele Fotos von ihrem vor Kummer alt gewordenen Gesicht machen, klebt sie auf Karton und schreibt darunter:
             Komm heim!

Mutter wartet auf dich!

Die Bilder bringt sie in die Gastwirtschaften der Chicagoer Unterwelt und bittet um die Erlaubnis, sie dort aufhängen zu dürfen. Wird das etwas nützen? Wird ihre Tochter es lesen? Wird sie darauf hören?

Draußen ist es dunkel. In einem verrufenen Nachtlokal tönt widerliche, laute Musik. Lichteffekte verbreiten die dazu gehörende Atmosphäre. Eine junge Frau mit ausgebrannter Seele und ruinierter Gesundheit bewegt sich durch diese Sündenhöhle. Plötzlich bleibt sie wie vom Schlag getroffen stehen... Da  hängt an der Wand das Bild einer alten Frau...

 


Die eingemauerte Bibel

(aus "Ein Brief für dich" VdHS)

 

Als es den St.-Gotthard-Tunnel noch nicht gab, mussten alle Reisenden von Italien nach der Schweiz und umgekehrt zu Fuß über den St. Gotthard-Pass gehen. Das nahm viel Zeit in Anspruch.

Man ging dann oft in Gruppen. So zog auch eine Gruppe von Maurern aus der Gegend von Lugano nach der Schweiz, weil sie dort mehr Geld verdienen konnten. Unter ihnen war ein junger Mann namens Antonio, der auf der Reise mit einer älteren Dame ins Gespräch kam, die ihm von dem Herrn Jesus erzählte. Antonio wollte nichts davon wissen.

Die Dame bot Antonio eine schöne, in Leder gebundene Bibel zum Geschenk an. Er nahm sie mit, aber gelesen hat er nicht darin.

Bei seiner Arbeitsstelle in Glarus angekommen, musste er bei dem Bau eines großen Hauses mithelfen. Dabei spottete und fluchte er lustig mit, wenn seine Kameraden es taten. Beim Verputzen einer Mauer sah er ein Loch, das noch zugemauert werden musste. Plötzlich fiel ihm die Bibel ein, die er in seinem Rucksack hatte, und er sagte zu seinen Kameraden: "Passt auf, ich weiß jetzt einen schönen Spaß. Seht her, hier hab ich eine Bibel, die steck ich in dieses Loch."

Die Bibel ging knapp hinein, und der Einband wurde etwas beschädigt: "Siehst du wohl, jetzt noch Mörtel davor und", so sagte Antonio, "jetzt will ich doch einmal sehen, ob der Teufel die Bibel wieder herauskriegt!"

Ein paar Wochen später zog Antonio über die Berge wieder in seine Heimat zurück.

Im Jahr 1861, am 10. Mai, wütete in Glarus ein großer Brand. 490 Gebäude brannten völlig nieder. Die ganze Stadt war eine schreckliche Ruine; aber sie sollte wieder aufgebaut werden.

Ein Maurerpolier aus Norditalien, Johannes mit Namen, hatte den Auftrag, ein noch neues Haus, das teilweise eingestürzt war, zu untersuchen. Er klopfte mit seinem Hammer hier und da an eine der stehengebliebenen Wände, und plötzlich fiel ein Brocken Mörtel herunter.

Zu seinem Erstaunen fand er ein Buch, das in die Mauer eingeklemmt war. Er zog es heraus. Eine Bibel... Wie kam die hierher? Das war doch sonderbar, denn er hatte schon einmal eine gehabt, aber die hatte man ihm abgenommen. "Das soll  mir diesmal nicht passieren", dachte er.

Johannes fing in seiner Freizeit an, fleißig in der Bibel zu lesen, er verstand zwar längt nicht alles, nur die Evangelien teilweise und die Psalmen. Aus ihnen lernte er beten.

Wenn aber jemand aufrichtig ist, kommt Gott ihm zu Hilfe.

Und es dauerte gar nicht lang, bis er begreifen konnte, dass er ein Sünder war, aber auch, dass Gott ihn lieb hatte und dass er durch den Glauben an den Herrn Jesus Vergebung der Sünden empfangen konnte. Als er im Herbst wieder in seine Heimat und zu seiner Familie zurückkehrte, erzählte er überall, wohin er kam, mit großer Freude von seiner Errettung. 

In seiner Freizeit ging er mit einem Koffer voll Bibeln in die Dörfer der Umgegend, um die Frohe Botschaft von Jesus Christus, dem Retter, zu verbreiten.

So kam er auch in die Gegend, wo Antonio wohnte. Auf einem Jahrmarkt errichtete er einen Stand mit Bibeln. Als Antonio vorbeischlenderte, blieb er stehen und sagte: "Oh, Bibeln, die hab ich nicht nötig! Da brauche ich bloß nach Glarus zu gehen, denn da habe ich noch eine, die in einer Wand eingemauert ist. Und ich bin gespannt, ob der Teufel die da rausholen kann."

Ernst sah Johannes den jungen Mann an. Ihm war sofort alles klar und er sagte: "Seien Sie vorsichtig, junger Mann, Spotten ist leicht, aber was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen diese Bibel zeigte?"

"Du kannst mir nichts vormachen", sagte Antonio, "ich würde sie sofort wieder erkennen; denn ich habe sie gekennzeichnet. Und ich bleibe dabei: der Teufel kriegt sie nicht aus der Mauer!"

Johannes holte die Bibel hervor und fragte: "Kennen Sie das Zeichen, mein Freund?"

Antonio war zuerst sprachlos, als er die beschädigte Bibel sah. "Sehen Sie wohl? Aber das hat nicht der Teufel getan, sondern Gott. Der tat es, damit Sie sehen können, dass Er lebt. Er will auch Sie retten."

Nun brach der alte Hass, den Antonio gegen Gott hatte, hervor. Sein Gewissen redete, aber er rief seinen Kameraden zu: "Kommt her, was hat dieser Kerl hier mit seinem frommen Bibelladen zu suchen!"

In wenigen Sekunden war Johannes ganzer Stand umgerissen. Er selbst bekam ordentliche Schläge, und die Täter verschwanden schnell zwischen den zusammengelaufenen Zuschauern.

Antonio wurde seitdem immer feindseliger gegen Gott.

Als er eines Tages wieder einmal bei seiner Arbeit zuviel Alkohol getrunken hatte, fiel er von einem 17 Meter hohen Gerüst, wurde schwer verwundet und kam ins Krankenhaus. Johannes erfuhr das. Er schickte ihm einen schönen Blumenstrauß und besuchte ihn sogar im Krankenhaus. Aber Antonios Herz blieb wie ein Stein, obwohl ihn die Liebe, die Johannes ihm bewies, sehr beeindruckte. Jede Woche besuchte ihn Johannes und allmählich, erst aus Langeweile, später aus Interesse, begann er in der Bibel zu lesen.

Einmal las er in Hebräer 12: "Mein Sohn, achte nicht gering des Herrn Züchtigung."

Da, das passte zu seinem Unfall. Antonio las weiter und Gottes Wort, das Felsen zerschmettern kann, begann in Antonios Herz zu wirken. Er lernte seine Schuld einsehen und vor Gott zu bekennen. Er lernte aber auch, vertrauensvoll an das vollbrachte Werk an dem Kreuz zu glauben. Seine Seele war genesen, aber seine Hüfte blieb lahm. Seinen früheren Beruf konnte er nun nicht mehr ausüben, aber er fand leichtere Arbeit, und später führte er eine glückliche Ehe mit der Tochter des Johannes. Sein Schwiegervater war nun gleichzeitig sein Freund.

Antonio ist nun schon in dem himmlischen Vaterland, aber die von ihm eingemauerte Bibel gilt seinen Kindern als das schönste Erbstück.


Der beste Beweis

Auf dem Marktplatz saß die Obstverkäuferin hinter ihrem Stand. Wenn keine Käufer kamen, saß sie oft da mit der Bibel auf dem Schoß, um in diesem Buch, von dem sie so viel hielt, zu lesen.

 

"In welchem Buch lesen Sie denn immerzu?" fragte ein Kunde, der einiges bei ihr gekauft hatte.

"Oh, mein Herr, das ist die Bibel, das Wort Gottes."

"So, woher wissen Sie denn, dass die Bibel Gottes Wort ist? Wer hat es Ihnen erzählt?" "Er selbst!"

"Hat denn Gott mit Ihnen gesprochen?"

 

Die Verkäuferin war ein wenig verlegen, als sie beweisen sollte, dass die Bibel Gottes Wort ist. Dann blickte sie zum Himmel und zeigte auf die strahlende Sonne und sagte:

 

"Mein Herr, können Sie mir beweisen, dass das die Sonne ist?"

"Ihnen das beweisen?" antwortete er, "das ist doch ziemlich einfach. Der beste Beweis ist, dass sie mir Licht und Wärme gibt".

"Richtig, genau das ist es!" rief sie aus. "

Der Beweis, dass dies wirklich Gottes Wort ist, besteht darin, dass es mir innerlich Licht und Wärme gibt."

 

(aus dem Traktat "Ein Brief für Dich) VdHS)


Die gebackene Bibel

Johannes Huß kann wohl der Prophet und Reformator, aber auch der Märtyrer von Böhmen genannt werden. Durch sein feuriges Zeugnis wurden Tausenden die Augen über das vollbrachte Erlösungswerk von Jesus Christus geöffnet.

Aber nicht lang hat die öffentliche Verkündigung des Evangeliums in diesem Land angehalten. Johannes Huß wurde verbrannt, das Blut der Christen floss in Strömen und überall wurde nach Bibeln gesucht, um sie zu vernichten.

Eine Frau, deren größter Schatz das Wort Gottes war, stand gerade vor dem Ofen, um Brot zu backen, als sie hörte, dass die Männer von der Inquisition das Dorf durchsuchten und alle gefangen nahmen, bei denen eine Bibel gefunden wurde.

Kurz entschlossen nahm sie ihre Bibel und wickelte sie in einen großen Teigklumpen, den sie dann in den Ofen schob. Dann schob sie auch die anderen Brote hinterher.

Bald darauf wurde auch ihr Haus durchsucht. Alles wurde durchwühlt vom Keller bis zum Dachboden, aber vergeblich.

Als die Verfolger das Haus verlassen hatten, war inzwischen das Brot gar und auch die Bibel kam aus dem heißen Ofen wieder zum Vorschein.

Und siehe da, die Bibel hatte ebenso wenig Schaden gelitten wie Sadrach, Mesach und Abednego, die von Nebukadnezar in den glühenden Ofen geworfen wurden und unversehrt herausgekommen sind. Die Nachkommen dieser beherzten Frau haben die Bibel als ein kostbares Erbe bewahrt. Der letzte Erbe war Bauer Schebold, auch ein Böhme von Geburt, der in Ohio wohnte und das Familienerbstück in hohen Ehren hielt.

(aus dem Traktat "Ein Brief für Dich) VdHS)


 

Der Wettlauf der Frösche

 

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen.

 

Dann endlich – der Wettlauf begann.

 

Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Anstatt die Läufer anzufeuern, riefen sie also: „O, die Armen! Sie werden es nie schaffen!" oder „Das ist einfach unmöglich!" oder „Das schafft Ihr nie!" Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf. Das Publikum schrie weiter: „O, die Armen! Sie werden es nie schaffen!" Und wirklich gaben bald alle Frösche auf – alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte – und als einziger das Ziel erreichte.

 

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war. Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hatte, den Wettlauf zu gewinnen.

 

Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!

 

Was die Frösche aus unserer Fabel mit Worten unbewusst bewirkt haben, setzen Menschen doch oft als Waffe ein, um anderen zu schaden.

Worte können verletzen und lahmlegen.

Sie können einen anderen regelrecht schachmatt setzen.

Worte, die in der Kindheit ausgesprochen werden, begleiten einen Menschen manchmal bis ins hohe Alter. Worte dringen nicht nur in unser Ohr, sondern oft bis  in die Tiefe unserer Seele. Unser Fühlen und Handeln wird meist nachhaltig von Worten geprägt. Oft heilen Verletzungen durch Worte schlechter als körperliche.

 

Es ist unumstritten: Worte haben eine große Macht.

 

(Autor Unbekannt)

 

 

 

 

 

 

 

Freut euch vielmehr, dass eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind.   Lukas 10,20

 

Es ist Gott, der über Himmel und Hölle entscheidet

 

Die Party war in vollem Gang. Es war „Stimmung“. Laut schmetterte die Musik der Band, und als die Ausgelassenheit ihren Höhepunkt erreicht hatte, sang jeder mit: „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel.“ Patrick sang die Strophe noch, als er schwankend in das Auto eines Freundes stieg. Dann geschah das Unerwartete: Der stark angetrunkene Fahrer fuhr das Fahrzeug mit hohem Tempo gegen einen Baum. Das Letzte, was Patrick noch wahrnahm, war ein furchtbares Krachen.

 

Als er wieder erwachte, befand er sich im Krankenhaus. Schonend brachte man ihm die Wahrheit bei: Alle anderen Insassen waren tot, er hatte als Einziger überlebt.

 

Lange Zeit war Patrick nicht ansprechbar. Seine Gedanken gingen ganz neue Wege. Der Schlager, den die Band gespielt hatte, ging ihm nicht mehr aus dem Kopf: „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel.“ - Alle? Wirklich alle? Zum ersten Mal fing er an, darüber nachzudenken. Konnte er so, wie er war, in den Himmel kommen? Die Konfrontation mit dem Tod machte den jungen Mann nachdenklich. Immer drängender wurde für ihn die Frage, was danach kommt.

 

„Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel“ - das ist ein ganz plumper Trick Satans.

 

Dieser Schlager hat die Jahrzehnte mühelos überdauert; und viele haben mitgesungen, ohne weiter über die verkehrten Worte nachzudenken.

Doch es ist Gott, der über Himmel und Hölle entscheidet.

Und die Bibel sagt klar, dass nicht alle in den Himmel kommen.

Aber sie sagt genauso klar, dass man heute schon wissen kann, ob man einmal dort sein wird.

 

Denn für die Weichenstellung zur Ewigkeit sind wir selbst verantwortlich, jetzt auf der Erde.

 

Verschaffen Sie sich Gewissheit über Ihr endgültiges Ziel!

 

Die Bibel zeigt uns den Weg.

 

 

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Die Gesinnung des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott.    Römer 8,7

 

Rache oder Gnade? (1)

 

Yang-won Son war ein Prediger des Evangeliums in Korea und hatte um seines Glaubens willen viel zu leiden. Während des Zweiten Weltkriegs, als Korea unter japanischer Besetzung stand, war Son lange inhaftiert. - Er hatte sich geweigert, dem Kaiser die geforderte göttliche Verehrung zu erweisen.

 

Nach dem Krieg, im Jahr 1948, wurde die Stadt Soon-chun, in der die beiden ältesten Söhne von Pastor Son zur Schule gingen, für einige Tage von kommunistischen Partisanen eingenommen. Einige Polizisten und die führenden Männer der Stadt wurden kurzerhand erschossen.

 

Auch auf die Christen hatten es die Aufständischen abgesehen. Matthäus und Johannes, die beiden Söhne von Yang-won Son, weigerten sich, ihren Glauben aufzugeben und wurden erschossen.

 

Die Aufständischen konnten sich nur eine Woche in der Stadt halten. Regierungssoldaten kamen nach Soon-chun, und das Blatt wendete sich. Jetzt wurden alle verhaftet, die sich an dem Aufstand beteiligt hatten. Unter ihnen war Chai-sun, ein junger Bursche, der an der Erschießung der beiden Christen teilgenommen hatte. Dafür sollte er jetzt mit seinem Leben büßen.

 

Pastor Son, der ein Lepradorf in der Nähe der Stadt betreute, hatte davon gehört, dass man den Mördern seiner Söhne auf der Spur war. Wie reagierte er darauf? Wollte er selbst Rache nehmen? Oder befriedigte ihn der Gedanke, dass die Gerechtigkeit siegen würde und dass die Mörder seiner hoffnungsvollen Söhne für ihre Tat mit dem Leben bezahlen sollten? Oder würde er sich für die Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft einsetzen? Das wäre sicher sehr großherzig …

 

 

 

Als wir Feinde waren, wurden wir mit Gott versöhnt durch den Tod seines Sohnes.  Römer 5,10

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns … zuvorbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst, … zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, womit er uns begnadigt hat in dem Geliebten.  Epheser 1,3.5.6

Rache oder Gnade? (2)

 

Wie reagierte der koreanische Pastor Yang-won Son auf die Nachricht, dass man den Mördern seiner Söhne auf der Spur war und sie hinrichten wollte? - Er handelte ganz anders, als man erwarten würde: Er schickte seine 13-jährige Tochter Rahel in die Stadt. Und als Rahel am Exekutionsort erschien, brachte sie eine Nachricht mit, die alle Anwesenden erschütterte:

 

„Mein Vater bittet darum, dass der, der meine Brüder getötet hat …“ Sie musste schlucken. Entschlossen biss sie sich auf die Lippen und fuhr dann fort: „… nicht getötet oder misshandelt werden soll …“

Sie brach in Tränen aus.

Die erstaunliche Bitte von Vater Son ging noch weiter: Er bat darum, den Mörder seiner Söhne adoptieren zu dürfen.

 

Schließlich wurde dieser Bitte entsprochen; der Mörder Chai-sun wurde von Vater Son adoptiert und in seine Familie aufgenommen.

 

Diese ergreifende Begebenheit hat viel Beachtung gefunden.

Das ist Gnade!

Ein Geschenk für einen Mörder, der das Gegenteil verdient hatte.

 

Genau diese unglaubliche Chance bietet Gott jedem Menschen an. Wir alle sind bewusst oder unbewusst mitschuldig an dem Tod seines Sohnes Jesus Christus, der für uns gestorben ist.

 

Und jetzt will Gott uns als seine Kinder annehmen, uns in seine Familie aufnehmen und zu seinen Erben machen. 

 

So groß ist die unbegreifliche Gnade Gottes!  

 

 

Es ist in keinem anderen das Heil, denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen.  Apostelgeschichte 4,12

 

Ein 75-jähriger Chinese wurde auf den Namen des Herrn Jesus getauft. Dabei legte er vor der versammelten Gemeinde folgendes Bekenntnis ab:

 

Ich war 25 Jahre alt, als ich erkannte, dass die Götzen tot und nichtig sind. In unserem Tempel war gar nichts zu finden, was mir die Last meiner Schuld von Herz und Gewissen nehmen und mich glücklich machen konnte.

 

Da sah ich auf zum Feuerball der Sonne und flehte: „O Sonne, nimm die Last von meinem Herzen!“ So betete ich Tag für Tag, aber erhielt keine Antwort.

 

Da dachte ich, das Heil könnte vielleicht vom Mond kommen. Und ich betete ein Jahr lang den Mond an. Als auch das vergeblich war, betete ich ein Jahr lang zu den Sternen.

 

Doch mein Rufen wurde nirgends gehört, ich bekam keine Hilfe. Traurig fand ich mich damit ab, dass ich meine schwere Last auch weiterhin ganz allein tragen müsse. Ich sagte mir: Auf dieser Erde gibt es keinen Frieden und keine Ruhe.

Ich war schon alt und blind, als man mich vor einigen Monaten mitnahm in diesen Saal. Hier hörte ich, dass Jesus, der Sohn Gottes, aus dem Himmel gekommen ist, um die Verlorenen zu suchen, die Traurigen zu trösten und die Schuldigen mit Gott zu versöhnen. Da betete ich zu Jesus. Das war es, wonach meine Seele geseufzt und gedürstet hat. Nun bin ich glücklich geworden; Jesus hat mir die Last vom Herzen genommen!

 

„… um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, in der uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, um unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten.“ Lukas 1,77–79

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.

 

Matthäus 7,13.14 

Nilas schwerste Fahrt (1) 

 

Nila gehörte zum Volk der Samen; so nennen sich die Bewohner Lapplands. In seiner Jugend hatte er es mit dem Mein und Dein nicht so genau genommen. Es kam doch nicht darauf an, ob die Rentiere, die er schlachtete, zu seiner eigenen Herde gehörten oder zu der des Nachbarn. Besonderen Spaß machte es ihm, reisende Kaufleute, die oft genug die Menschen übervorteilten, einmal selbst gründlich übers Ohr zu hauen. Ab und zu kam Nila auch ins entfernte Kirchdorf - allerdings nicht, um die Kirche zu besuchen, sondern um einzukaufen und seinen Branntweinvorrat wieder aufzufüllen.

 

So führte Nila sein Leben jahrelang, ohne nach Gott zu fragen. Dann gab es eine geistliche Erweckung in Lappland: Viele, die früher dem Branntwein zugesprochen hatten, wurden freie, zuverlässige Menschen; Diebe brachten das gestohlene Gut zurück - die Auswirkungen der Erweckung waren für alle sichtbar.

 

Auch Nila hörte das Evangelium von Christus. Doch zunächst meinte er, dafür viel zu gut zu sein. Sollte denn wirklich jeder Mensch ein verlorener Sünder sein? Das war doch wohl ziemlich übertrieben! Etwas besonders Böses hatte er ja nicht getan. Und außerdem - er konnte sich doch bessern.

  

 Eines Tages aber, als Nila draußen nach seinen Rentieren sah, dachte er noch einmal über diese Frage nach. Und da gingen ihm die Augen auf. Er musste sich die Wahrheit eingestehen: „Ich bin ein Sünder; ich bin verloren!“ An diesem Tag wurde ihm klar, dass der Prediger recht hatte: Er musste sich entscheiden, ob er den breiten Weg weitergehen oder den schmalen Weg einschlagen wollte, der zum Leben führt.

 

Nilas schwerste Fahrt (2)

 

 

Das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst.  5. Mose 30,19

  

Nila stand vor der Entscheidung. Es galt zu wählen zwischen dem breiten und dem schmalen Weg. Entweder würde er einfach sein altes Leben ohne Gott weiterführen, oder er musste Christus als seinen Retter und Herrn annehmen. Wenn er sich für die Nachfolge Christi entscheiden würde, dann hätte er allerdings einiges in Ordnung zu bringen, vor allem mit dem Gutsherrn an der Küste, den er häufig betrogen hatte. In seinem Herzen tobte ein Kampf.

  

Doch dann schirrte Nila sein bestes Rentier an und machte sich auf den Weg. An der Kreuzung zur großen Straße, die von der Küste zum Kirchdorf führte, würde die Entscheidung fallen.
Von dort war es ungefähr genauso weit zum Branntweinhändler im Dorf wie zum Gutsherrn an der Küste. Ein leichter Ruck am Zügel würde dem Rentier die Richtung angeben.

  

Immer näher kamen sie an die Straße heran, doch Nila fühlte sich hin- und hergerissen, unfähig, eine Entscheidung zu fällen. Er schloss die Augen. Schon war die Kreuzung erreicht, und das Rentier wählte von sich aus, ohne zu zögern, den Weg zur Küste, zum Gutsherrn. - Gott selbst hatte die Schritte des Tieres gelenkt.

  

Und Gott war es auch, der Nilas Stoßgebete hörte und ihm den Mut gab, dem Gutsherrn seine Vergehen offen zu bekennen. Der reagierte unerwartet freundlich. Er vergab ihm alles und verzichtete sogar auf Wiedergutmachung.

  

An diesem Tag kam nicht nur Nilas Sache mit dem Gutsherrn in Ordnung, sondern auch seine Sache mit Gott. Als Nila zu Gott betete und Ihm seine Schuld bekannte, empfing er völlige Vergebung und Frieden.

  

Er hatte erfahren, wie „die Güte Gottes“ einen Menschen „zur Buße leitet“. (Römer 2,4)

  

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

 

Was Liebe vermag

 

In einem Dorf lebte ein Christ, mit dem man allerhand Schabernack trieb. Man wollte den "Frommen" ärgern und ihn auf die Probe stellen. Eines Tages trieben es die Dorfjungen besonders arg. Jemand kam auf die Idee: Decken wir dem Sepp das Dach ab. Mal sehen, wie fröhlich er bleibt, wenn er morgens aufwacht und sein Dach ist fort! - Gesagt, getan. In aller Vorsicht deckten sie über Nacht das Dach ab, blieben aber doch nicht unbemerkt. Der Sepp überlegte: Schimpfen, die Polizei rufen, alle verhaften lassen? Nein, der Christ entschied anders. Als das Unternehmen beendet war und die jungen Leute sich verziehen wollten, stand plötzlich der Sepp in der Tür und sagte zu ihnen: Ihr habt die ganze Nacht so schwer gearbeitet, jetzt braucht ihr erst mal ein ordentliches Frühstück. Kommt herein, ich habe alles gerichtet!

 

Selbstverständlich haben die Burschen nach dem ausgiebigen Frühstück die Dachziegel wieder eingedeckt. So war das Dach wieder heil. Die Beziehung war nicht durch Hass oder Rache vergiftet. Und mancher der jungen Leute kam durch das Verhalten des Sepp zum Glauben an Jesus Christus. Was doch die Liebe vermag!

(Autor A. Kühner)

Mtt.5,44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen.

 

 

 

Nur eine kleine Geschichte

 

Es war einmal eine Spinne, die lebte in ihrem Netz herrlich und in Freuden. Alles war gut, bis sie hörte: Die Welt ist anders geworden, du musst dich anpassen, du musst Altes aufgeben, du musst dich neu orientieren, du musst rationalisieren. Die Spinne war nie aufgeregt, aber der Vorwurf der Rückständigkeit machte sie nervös. Umgehend inspizierte sie ihren Betrieb. Aber kein Faden war überflüssig, jeder war für das Geschäft dringend notwendig.

 

Fast verzweifelt fand sie schließlich einen Faden, der senkrecht nach oben lief. Dieser hatte noch nie eine Fliege eingebracht, er hatte noch nie seinen Wert erwiesen und schien überflüssig und völlig nutzlos zu sein. Schnell biss die Spinne den Faden ab. Was dann passierte, ist klar. Das ganze Netz fiel in sich zusammen und ging kaputt. Der Faden nach oben war der, auf den es ankam und an dem alles hing.

(Autor Unbekannt)

 Jesus Christus hat diesen "Faden" nach oben gesponnen. Er hat die Beziehung zu Gott möglich gemacht. Jeder, der sich JESUS anvertraut, hat den Faden nach oben. Haben Sie die Verbindung nach oben?

1.Joh.5,12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. 

 

 

 

Mathilda, ein Leben für die Gefangenen - 1

 

Mathilda Wrede wurde im Jahr 1864 in Finnland geboren. Ihr Vater war Gouverneur des Verwaltungsbezirks Vaasa. Als Jugendliche führte Mathilda ein unbeschwertes Leben; in der Privatschule war sie der Liebling aller Lehrerinnen. Und doch fühlte sie eine tiefe Leere in ihrem Innern.

 

 

Mit 19 Jahren hörte Mathilda einmal in einer Abendversammlung der Botschaft eines Erweckungspredigers zu, der unseren Tagesvers auslegte. Da erkannte sie, dass Jesus Christus gekommen war, um die Kluft zwischen Gott und den Menschen, die durch die Sünde entstanden war, zu überbrücken. Das führte zur entscheidenden Wende ihres Lebens. Von da an war Jesus Christus ihr Retter und Herr, dem sie ihr Leben völlig weihte.

 

 

In der Öffentlichkeit sah man oft Strafgefangene, die tagsüber mit Zwangsarbeit beschäftigt waren. Als Siebenjährige sah Mathilda einmal mit an, wie ein Schmied einem jungen, finster blickenden Häftling Handschellen anschmiedete und ihn dabei sehr verächtlich und misstrauisch behandelte. Dieses spannungsgeladene Bild prägte sich Mathilda für immer ein.

 

  Auch kurz nach ihrer Bekehrung traf Mathilda auf einen Häftling. Sie konnte ihm gegenüber von der Liebe Gottes und von dem beglückenden eigenen Erlebnis nicht schweigen. Der Mann hörte zu und sagte dann: „Sie sollten zu uns her­aus­kommen ins Gefängnis und dort so mit uns reden. Wir haben es so nötig!“

 

  Spontan sagte Mathilda zu; und ihr Vater erlaubte es zögernd. So begann ihr Dienst in den Gefängnissen. Unermüdlich ging sie in die Strafanstalten und redete unerschrocken mit den einzelnen Strafgefangenen in ihren Zellen.

   

Ist mein Wort nicht so - wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?

 

Jeremia 23,29

 

Mathilda, ein Leben für die Gefangenen - 2

  

Mit offizieller Erlaubnis besucht Mathilda nun die Strafanstalten. Sie redet mit den einzelnen Gefangenen und gibt ihnen christliche Schriften.

  

Arska ist ein berüchtigter Mörder. Erstaunt sieht er, wie eine junge Frau furchtlos seine Zelle betritt und freundlich mit ihm zu reden beginnt. Er fragt Mathilda, ob sie denn nicht wisse, dass er der Allerschlimmste an diesem Ort sei. Ihre Freundlichkeit und ihr ruhiges Gottvertrauen entwaffnen den hasserfüllten Mann. Er verspricht, das Neue Testament zu lesen, das sie ihm anbietet.

 

Einige Zeit später bezeugen die Wärter die radikale Umkehr des Mannes.

 

 

Honka ist zu lebenslanger Haft verurteilt. Wenn er sein Leben überdenkt, fallen ihm ausschließlich nur böse Dinge ein, die er getan hat. Da denkt Mathilda an die Begegnung Jesu mit einer Frau, die ihm ihre traurige Vergangenheit eingesteht (Johannes 4). Und wie ihr Meister diese Frau bat, so bittet auch sie den Gefangenen, ihr zu trinken zu geben. Der harte Mann ist zutiefst bewegt, als sie ihre Lippen an seinen schmutzigen Krug setzt.

 

In ihm findet Mathilda - auch bei späteren Begegnungen - einen aufmerksamen Zuhörer.

  

 

Matti ist ein berüchtigter Raubmörder. Als sein Blick auf Mathildas Bibel fällt, fordert er sie dazu auf, ihm die erste Stelle zu erklären, auf die ihr Blick beim Öffnen fällt. Schon auf der allerersten Seite findet sie etwas, was Matti betrifft: „Die Erde war wüst und leer. … Und Gott sprach: Es werde Licht!“ (1. Mose 1,2.3)

 

Mathilda erklärt ihm: Von Natur aus ist das Herz des Menschen wüst und leer, aber Jesus Christus kann Licht in das Herz eines jeden Menschen bringen. (2. Korinther 4,4.6)

  

In Mattis Herzen tobt ein Kampf. Noch am selben Tag bekennt er Gott weinend seine Sünden und empfängt Vergebung.

  

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

  

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Die Spannische Wand  (Autor Gute Saat Schriftendienst)

  

Meine Wehklage hast du mir in einen Reigen verwandelt … HERR, mein Gott, ewig werde ich dich preisen!

 

Psalm 30,12.13

  

 Ein schwer verunglückter Mann lag im Krankenhaus. Dort hatte er viel Zeit zum Nachdenken. Und da die Heilungsaussichten ungewiss waren, dachte er auch über den Tod nach. 

 

Eines Tages stellte eine Krankenschwester auf einmal eine spanische Wand um sein Bett. Der Mann verstand, was das zu bedeuten hatte: Ihm blieb nicht mehr viel Zeit. 

 

An der Wand, seinem Bett gegenüber, hing ein Bibelspruch: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28). Der Blick des Kranken wanderte vom Spruch zur spanischen Wand und wieder zurück. Zu Jesus kommen! Aber war es für ihn nicht zu spät? Er war Gott gegenüber doch bisher so gleichgültig gewesen. Aber jetzt drängte die Zeit. Da rief er laut: „Herr Jesus, ich komme zu Dir!“ – „Armer Mann“, dachte sein Bettnachbar, „jetzt fängt er an zu spinnen.“

 

 Der Herr hörte diesen Notschrei! Und Er rief dem Kranken Bibelworte ins Gedächtnis, die dieser früher einmal gehört hatte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ – „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Diese Heilsbotschaft fiel jetzt in sein aufgewühltes Herz, und die Saat ging auf. Er fand Frieden (Johannes 6,37; 11,25). 

 

Später erschien die Krankenschwester erneut: „Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich im Zimmer geirrt“, und nahm die Wand wieder weg. – „O Schwester, Ihr Irrtum ist mir zum Heil geworden.“Der Mann wurde bald wieder gesund und führte ein glückliches Leben in der Nachfolge Jesu.

 

 

 

 

Man erntet, was man sät

(aus dem Andachtsbuch „Stille Zeit zu zweit“ von Dennis & Barbara Rainey)

  

Es gibt eine Geschichte von einem reichen Witwer, der unter einer Bedingung seinem einzigen Sohn und dessen Frau sein Gut überließ: Er wollte dort bis zum Ende seines Lebens bei ihnen wohnen bleiben.

 

 Nach ein paar Jahren war das Erbe aufgezehrt. Die Schwiegertochter hatte den alten Herrn satt und sagte ihrem Mann, er müsse ihn wegbringen. Der Sohn war einverstanden und brachte seinem Vater die schlechte Nachricht.

 

 Kurze Zeit später gingen er und der gebrechliche alte Mann auf staubiger Straße zu einem staatlichen Altersheim. Da der Vater das Laufen nicht mehr gewohnt war, bat er darum, sich ein paar Augenblicke auf einem Baumstumpf ausruhen zu dürfen, um sich für das letzte Stück des Weges zu rüsten.

 

 Als er dort saß, barg er plötzlich das Gesicht in seinen Händen und fing an zu schluchzen. Der Sohn, vom schlechten Gewissen getroffen, erging sich in Entschuldigungen. Schließlich hatte der Vater sich genügend in der Gewalt, dass er sagen konnte: „Ich weine nicht, weil ich in dieses einsame Heim für Arme und Unglückliche muss. Ich weine wegen meiner eigenen Sünde. Vor vierzig Jahren bin ich mit meinem Vater den gleichen Weg gegangen und habe ihn an genau den gleichen Ort gebracht. Jetzt erkenne ich, was ich mit der bösen Tat ernte, die ich einmal gesät habe!“

  

Es gibt ein Sprichwort: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ Wenn Sie Ihren Kindern ein gutes Vorbild sind und ihre Eltern ehren, tragen Sie damit im Grunde zu Ihrer eigenen Zukunft bei.

 

 

Ein gewöhnlicher nigerianischer Polizist

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

  

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele einbüßt? Markus 8,36 

 

 1978 bin ich in das Korps der nigerianischen Polizei eingetreten. Wie jeder Polizist in Nigeria genoss ich als Hüter des Gesetzes eine gewisse Macht und hatte meinen Landsleuten einige Privilegien voraus. So oder ähnlich fassten die meisten von uns ihren Beruf auf.

 

  Im April 1983 ereignete sich zwischen der Hauptstadt Lagos und Ibadan ein tödlicher Verkehrsunfall. Zwei Menschen kamen ums Leben, und drei weitere wurden schwer verletzt. Mit einem Kollegen musste ich den Unfallhergang abklären. Ich beauftragte ihn, die Verletzten ins nächstliegende Krankenhaus zu bringen.  

 

Meine Aufgabe war es, nach Gegenständen zu suchen, die zur Identifizierung der Betroffenen führen könnten. So durchsuchte ich das erste Auto. Dabei machten mich zwei Gegenstände neugierig: eine Aktentasche mit Bargeld im Wert von (umgerechnet) mehr als 1000 Euro und eine neue Bibel, in der kein Name stand. Da ich allein war, ließ ich Geld und Bibel verschwinden. So etwas gehörte zu den „Leckerbissen“ eines gewöhnlichen nigerianischen Polizisten. 

  

In weniger als drei Monaten hatte ich das Geld ausgegeben, die Bibel aber lag weiterhin bei mir zu Hause unbeachtet auf einem Tisch. Monate später hatte ich die Angelegenheit „vergessen“ - wie jeder gewöhnliche Polizist -, bis mich eines Tages ein befreundeter Kollege besuchte. Er sah die Bibel und blätterte darin. Zufällig stieß er auf den Abschnitt mit unserem Tagesvers: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele einbüßt?“

 

 

Da erinnerte ich mich daran, wie dieses Buch in meine Hände geraten war. Aber ich versuchte, die Sache zu verdrängen, und eine Woche später hatte ich Urlaub.  

 

Als ich im Urlaub eines Morgens das Radio andrehte, wurde gerade eine Predigt übertragen. Aus Tausenden von Bibelversen hatte der Prediger ausgerechnet Markus 8,36 ausgewählt! Verärgert schaltete ich ab. Aber ich konnte das Bibelwort nicht aus meinen Gedanken verbannen. Und schließlich verbrachte ich in diesem Urlaub sogar viele Tage damit, die Bibel zu lesen. 

 

Ein Freund bemerkte mein neues Interesse und riet mir, zuerst das Johannes-Evangelium und dann den Römer-Brief zu lesen. Das tat ich denn auch. Dabei kam es mir vor, als sei die Bibel nur für mich geschrieben worden. 

 

Als ich eines Morgens das dritte Kapitel im Johannes-Evangelium las, konnte ich nicht anders, als Gott meine Sünden zu bekennen und Ihn um Vergebung zu bitten. 

 

Plötzlich begann ich das Leben mit anderen Augen zu sehen. Ich lernte, dass die Seele eines Menschen viel wichtiger war als alles Geld der Welt. 

 

Mein Urlaub ging zu Ende, und ich kehrte an die Arbeit zurück. Zunächst stand ich unter dem Eindruck, ich müsse meinen Dienst aufgeben: Ein Leben nach der Bibel schien mir mit dem Beruf eines nigerianischen Polizisten unvereinbar zu sein! Doch Gott führte mich zu einem Nachbarn, der nicht nur Zollbeamter, sondern auch Christ war. Der zeigte mir, dass es sogar in meinem Beruf möglich war, Jesus Christus als Herrn nachzufolgen. Und das wollte ich tun! 

 

In der Folge brachte mir das zwar Probleme und Spott ein. Ich stieß auf Unverständnis und wurde diskriminiert. Aber diese Schmach wollte ich gerne auf mich nehmen; sie gehört zu einem Leben mit Christus dazu. Als gläubiger Polizist kann ich nicht länger ein „gewöhnlicher“ Polizist sein.

  

 

Das himmlische Nahrungs-Suchkommando“

 

  

Am Tag meiner Bedrängnis werde ich dich anrufen, denn du wirst mich erhören. Psalm 86,7 

 

Man schrieb das Jahr 1945, und es herrschte noch Krieg. Ich war 14 Jahre alt, und unsere Schule war von Berlin nach Österreich evakuiert worden. Dann war alles vorbei - und 90 Jungen mussten allein zurechtkommen. 

 

Mit drei Freunden sollte ich bei den Bauern etwas Essbares auftreiben. Geld hatten wir, aber keiner wollte uns etwas verkaufen. Wir waren hungrig, enttäuscht, voller Angst und wussten nicht weiter. 

 

Früher, zu Hause, hatte ich geglaubt und gebetet. Doch im Krieg hatte ich alles über Bord geworfen. Doch jetzt erinnerte ich mich wieder an Gott. Leise hörte ich mich sagen: Wir sollten für unsere Suche beten. So stellten wir uns zusammen, und ich betete: Lieber Herr Jesus, du weißt, wie hungrig wir sind. Bitte berühre das Herz des nächsten Bauern, dass er uns etwas zu essen gibt! 

 

Als wir bei dem Bauer ankamen, fragte er uns: Was habt ihr gemacht, als ihr dort zusammen­standet? Wir sagten ihm, dass wir gebetet hätten. Er lachte uns nicht aus, sondern füllte Mehl, Zucker und Hafer in kleine Säcke. Dann sagte er: Ich hätte 30 Mark von euch verlangt. Aber ihr habt sicher um ein Wunder gebetet.

 

Ich lasse es euch für 15 Mark.

 

Auch der nächste Bauer war bereit, uns Korn und Kartoffeln zu verkaufen. Wir staunten nur! 

Ab dann nannte man uns „das himmlische Nahrungs-Suchkommando“. 

Damals habe ich wieder gelernt, zu beten und meinem himmlischen Vater zu vertrauen. 

 

Vielleicht haben Sie früher auch einmal an Jesus Christus geglaubt. Sie haben gebetet und sich zu Ihm bekannt. Doch dann wurde Ihr Leben durch Not oder eigene Schuld erschüttert, und Sie warfen Ihren Glauben über Bord. – 

Der Herr Jesus wartet auf Sie! 

Gerade jetzt sucht Er Sie, um Sie nach Hause zu bringen und für immer glücklich zu machen! (Lukas 15,3–7)

 

 (Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

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Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten.  1.Johannes 4,9   

 

Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. 1.Korinther 1,18       

 Zweimal gerettet

 

 Ein Mann hatte die Gewohnheit, im Hallenbad zunächst zum Wasser zu laufen und nur gerade seine große Zehe einzutauchen. Und dann ging er zum höchsten Sprungbrett und sprang mit einem prächtigen Kopfsprung ins Wasser.

 

Als er einmal darauf angesprochen wurde, erzählte er: 

 

„Ich glaube, dass es eine Frage der Gewohnheit ist, aber es gibt doch einen Grund dafür, und den will ich Ihnen verraten. Vor einigen Jahren war ich Schwimmlehrer für eine große Männergruppe. Meine Aufgabe war, ihnen gründlich Schwimmen und Tauchen beizubringen. 

 

Eines Nachts konnte ich nicht einschlafen. Als Kursleiter besaß ich einen Schlüssel zum Schwimmbad. So beschloss ich, ein wenig zu schwimmen, um danach besser schlafen zu können. - Ich machte kein Licht, denn ich kannte den Raum genau. Das Dach war aus Glas, und der Mond schien hindurch. Als ich auf dem Sprungturm stand, sah ich den Schatten meines Körpers an der gegenüberliegenden Mauer. Durch meine ausgestreckten Arme bildete meine Silhouette ein prächtiges Kreuz. Anstatt zu springen, blieb ich stehen und betrachtete dieses Bild. 

 

Während ich regungslos so stand, kam mir der Gedanke an das Kreuz von Christus und seine Bedeutung. 

Ich war kein Christ, hatte aber als Junge einmal ein Lied gelernt, dessen Worte mir plötzlich in den Sinn kamen:

  

Er starb, damit wir könnten leben,
Er starb, um uns dadurch zu retten.
Wir gehn zum Himmel frohgemut,
gerettet durch sein kostbar Blut.“
 

  

Ich weiß nicht, wie lange ich dort mit ausgestreckten Armen auf dem Sprungbrett stand und warum ich nicht ins Wasser sprang. Auf jeden Fall ging ich schließlich auf dem Brett zurück und stieg vom Turm hinunter. Ich ging am Rand des Schwimmbeckens entlang zur Treppe, um dort ins Wasser zu steigen. 

 

Ich erreichte den Grund des Beckens - aber meine Füße berührten den harten, glatten Fußboden … Am Abend zuvor hatte man das Wasser aus dem Becken abgelassen, ohne dass ich davon erfahren hatte! 

 

Ein kalter Schauer lief mir den Rücken hinunter. Wäre ich gesprungen, würde es mein letzter Sprung gewesen sein. Das Kreuzzeichen an der Mauer rettete mich in dieser Nacht. 

Ich war so dankbar, dass Gott mir in seiner Gnade das Leben erhalten hatte, dass ich am Rand des Beckens niederkniete.

  

Mir wurde bewusst, dass außer meinem natürlichen Leben auch meine Seele gerettet werden musste. Dafür war ein anderes Kreuz nötig gewesen, das Kreuz, an dem Jesus Christus starb, um Sie und mich zu retten. 

Und Er hat auch mich gerettet, als ich meine Schuld vor Ihm bekannte und Ihm mein Leben übergab.  

In dieser Nacht wurde ich zweimal gerettet. 

Mein Körper blieb unversehrt bewahrt, aber viel wichtiger ist, dass ich für die Ewigkeit errettet bin. 

 

Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum ich immer zuerst meine große Zehe ins Wasser strecke, bevor ich hineinspringe.“ 

 

„Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Errettung durch unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit wir, sei es, dass wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben.“   1.Thessalonicher 5,9.10

  

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

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Ich tat dir meine Sünde kund und habe meine Ungerechtigkeit nicht zugedeckt. Ich sprach: „Ich will dem HERRN meine Übertretungen be­kennen“; und du hast die Ungerechtigkeit meiner Sünde vergeben.

 

Psalm 32,5   

Einwand: „Gott kann mir nicht vergeben!“ 

 

Vor einigen Jahren traf ich einen Mann, der ganz unten angekommen war. Sein Körper war von Krebs zerfressen; er war wortwörtlich am Ende. Seine Geschichte ließ nur erahnen, wie er sich fühlen musste. Einige Jahre zuvor hatte er als Soldat in Afghanistan schreckliche Dinge gesehen und auch selbst getan. Eines Tages beobachtete er dort einige Soldaten, die ein kleines Mädchen quälten und dann töteten. In rasender Wut griff er zur Waffe und erschoss sie alle. Er richtete ein Blutbad an. 

 

Zurück in Deutschland griff er - zerfressen von Schuldgefühlen und belastet durch seine furchtbaren Erinnerungen - zur Flasche. Seine Frau trennte sich von ihm; er selbst fand keine Arbeit mehr. Nun saß er vor mir, den Tod vor Augen. Seine ganze Hoffnungslosigkeit kam zum Vorschein, als er mit Schmerz in der Stimme sagte: „Ich habe dort so schreckliche Dinge getan! Das kann Gott mir niemals vergeben - unmöglich!“ 

 

Anhand der Bibel zeigte ich ihm, dass Jesus Christus am Kreuz alle Sünden derer, die an Ihn glauben, auf sich genommen hat. Er, der völlig Schuldlose, stand vor Gott, als ob Er selbst alle diese schrecklichen Sünden begangen hätte. Er wurde dafür bestraft und hat mit seinem Tod für jede einzelne dieser Sünden bezahlt. 

 

„Und genau deshalb“, erklärte ich weiter, „darfst du sicher sein, dass Gott dir deine ganze Schuld vergeben kann und will - egal, wie schlimm sie auch ist.“ 

 

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ 1.Johannes 1,9

 

(Autor Gute Saat Schriftendienst)

 

 

 

 

Aufsehenerregende Entdeckungen eines Atomwissenschaftlers

 

 

Vor einiger Zeit wurde eine wunderbare Entdeckung über die Kraft des Gebetes gemacht. Ja, man kann sagen, die Kraft des Gebetes wurde wissenschaftlich bewiesen.

Dr. J.N. Stoven, der am 12. Juli 1953 seine Bekehrung zu Jesus Christus erlebte, war Atheist und zur gleichen Zeit einer der bekanntesten Gelehrten der USA. Er arbeitete auf dem Gebiet der Atomenergie und versuchte, in die Naturgeheimnisse einzudringen.
So entdeckte er neue Wege zur Erforschung der Natur und machte große Entdeckungen.

Einige dieser Entdeckungen waren so groß, daß sie seine Denkweise völlig umwandelten. Er schreibt darüber selbst: "Ich war ein zynischer Atheist, der glaubte, daß Gott nichts anderes sei als eine Gedankenvorstellung der Menschen. An ein lebendiges, göttliches Wesen, das uns alle liebt und das über uns Macht besitzt, vermochte ich nicht zu glauben.

Eines Tages arbeitete ich in dem großen pathologischen Laboratorium einer Klinik.
Ich war mit der Aufgabe beschäftigt, die Wellenlänge und die Stärke der menschlichen Gehirnstrahlungen zu messen. So einigte ich mich mit meinen Mitarbeitern auf ein heikl~ Experiment. Wir wollten untersuchen, was bei dem Ubergang aus dem Leben in den Tod innerhalb des menschlichen Gehirns vor sich geht. Zu diesem Zweck hatten wir uns eine Frau ausgewählt, die an todbringendem Gehirnkrebs litt. Die Frau war geistig und seelisch völlig normal. Allgemein auffallend trat ihre liebenswürdige Heiterkeit zutage. Doch körperlich stand es um so schlimmer mit ihr. Wir wußten, daß sie im Sterben lag, und sie wußte es auch. Wir hatten erfahren, daß es sich um eine Frau handelte, die im Glauben an ihren persönlichen Erlöser Jesus Christus gelebt hatte.

Kurz vor ihrem Tode stellten wir einen hochempfindlichen Aufnahmeapparat in ihr Zimmer. Dieses Gerät sollte uns anzeigen, was sich in ihrem Gehirn während der letzten Minuten ihres Lebens abspielen würde. Über dem Bett brachten wir zusätzlich ein winziges Mikrophon an, damit wir hören konnten, was sie spräche, falls sie überhaupt noch ein Lebenszeichen von sich geben würde.

Inzwischen begaben wir uns in den angrenzenden Nebenraum. Wir zählten fünf nüchterne Wissenschaftler, von denen ich wohl der nüchternste und verhärtetste war. Abwartend und von innerer Spannung erfaßt, standen wir vor unseren Instrumenten. Der Zeiger stand auf Null und konnte bis 500 Grad nach rechts in positiver Wertung, und 500 Grad nach links in negativer Wertung ausschlagen. Einige Zeit vorher hatten wir unter Zuhilfenahme des gleichen Apparates die Sendung einer Rundfunkstation gemessen, deren Programm mit einer Stärke von 50 Kilowatt in den Äther strahlte. Es handelte sich dabei um eine Botschaft, die rund um den Erdball getragen werden sollte. Bei diesem Versuch stellten wir einen Wert von 9 Grad positiver Messung fest.

Der letzte Augenblick der Kranken schien herbeigekommen. Plötzlich hörten wir, wie sie zu beten und Gott zu preisen begann. Sie bat Gott, an den Menschen zu vergeben, die ihr in ihrem Leben Unrecht getan hatten. Dann verlieh sie ihrem festen Glauben an Gott Ausdruck mit den Worten: "Ich weiß, daß Du die einzige zuverlässige Kraftquelle aller Deiner Geschöpfe bist und bleiben wirst." Sie dankte Ihm für Seine Kraft, mit der Er sie ein Leben lang getragen hatte und für die Gewissheit, Jesu Eigentum sein zu dürfen. Sie bekundete Ihm, daß ihre Liebe zu Ihm trotz allem Leid nicht wankend geworden sei. Und im Hinblick auf die Vergebung ihrer Sünden durch das Blut Jesu Christi klang aus ihren Worten eine unbeschreibliche Wonne. Sie brach schließlich in Freude darüber aus, daß sie bald ihren Erlöser werde schauen dürfen.

Erschüttert standen wir um unser Gerät. Längst hatten wir vergessen, was wir eigentlich untersuchen wollten. Einer schaute den andern an, ohne daß wir uns unserer Tränen schämten. Ich war derart gepackt von dem Gehörten, daß ich weinen mußte wie seit meiner Kindheit nicht mehr. Plötzlich, während die Frau noch weiterbetete, hörten wir einen klickenden Ton an unserem Instrument. Als wir hinüberblickten, sahen wir den Zeiger bei 500 Grad positiv anschlagen und immer wieder gegen die Abgrenzung wippen.

Unsere Gedanken jagten sich: Jetzt hatten wir durch technische Messungen erstmals eine ungeheuerliche Entdeckung gemacht: Das Gehirn einer sterbenden Frau, die mit Gott in Verbindung stand, entwickelte eine Kraft, die 55mal stärker war, als jene weltweite Ausstrahlung der Rundfunkbotschaft.

Um unsere Beobachtungen weiterzuführen, einigten wir uns wenig später auf einen neuen Versuch. Nachdem wir unsere .Geräte aufgebaut hatten, baten wir eine Schwester, einen anderen Kranken in irgend einer Form zu reizen. Der Mann reagierte darauf mit Schimpfen und Fluchen. Ja, nicht genug, er missbrauchte sogar den Namen Gottes auf lästerliche Art. Und wieder klickte es an unserer Apparatur. Wie waren wir bewegt, als wir feststellen mußten, daß sich der Zeiger auf 500 Grad negativ befand, und am Anschlag aufgeschlagen war. Damit standen wir am Ziel unserer Entdeckung. Es war uns gelungen, auf wissenschaftlichem Wege die positive Kraft Gottes, wie auch die negative Kraft des Widerwirkens einwandfrei zu beweisen.

In jenem Augenblick begann meine atheistische Weltanschauung zusammenzubrechen. Dann stand ich vor dem Angesichte des allwissenden Gottes. Die Lächerlichkeit meines Unglaubens wurde mir klar. Weil ich ehrlich gegen mich selbst bleiben wollte, konnte ich mich der auf mich eindringenden Wahrheit nicht verschließen. So wurde ich ein glücklicher Jünger Jesu, der an Jesus Christus als seinen persönlichen Heiland glauben lernte.

Jesus spricht in Markus 1,15: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium !“

Quelle: Aus "Schwedischer Kriegsruf"

 

 

 

 

Martin Luther erzählte dazu einmal folgende Fabel:

 

  

Ein Rabe hatte aus einem offenen Fenster eines Wohnhauses ein Stück Käse gestohlen. Er setzte sich auf einen hohen Baum und wollte den Käse genüsslich verzehren. Man hörte, wie es ihm schmeckte. Das vernahm ein Fuchs. Der dachte bei sich: „Wie komme ich zu dem Käse? Ah, jetzt weiß ich’s!“ Er schlich sich ganz nah an den Baum, auf dem der Rabe saß, und sagte: „O lieber Rabe! Ein ganzes Leben lang habe ich noch keinen so schönen Vogel gesehen wie dich. Und wenn deine Stimme auch so schön klingt, wie du schön bist, dann sollte man dich zum König über alle Vögel krönen. Zeig doch mal, wie schön du singen kannst.“ Das tat dem Raben gut. So was hatte noch nie einer zu ihm gesagt. Dass der Fuchs so nett zu ihm sein konnte!? Der Rabe wurde ganz stolz, plusterte sich auf und machte sich bereit zum Singen. Dabei vergaß er seinen Käse. Wie er nun seinen Schnabel aufmachte und den ersten Ton herauskrächzte, fiel der Käse auf den Boden, genau vor das Maul des Fuchses. Der Fuchs machte sich sofort ans Fressen und lachte über den dummen Raben.

Nun, der Fuchs kannte den schwachen Punkt des Raben und nutzte ihn aus. 

 

 

 

 

Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle. 1. Timotheus 2,5.6

 

Gott gibt es nicht. 

 

 

Anfang der 1960er-Jahre saß eine junge Russin namens Irina in Odessa in der Schule und langweilte sich schrecklich. Wieder einmal ging es um den Atheismus: „Gott gibt es nicht. Nur ein paar Dummköpfe glauben an Ihn.“  

 

Irina sagte sich: „Wenn das stimmt, dann sollte es eigentlich reichen, wenn man uns das zwei- oder dreimal mitteilt, und dann ist Schluss. Aber sie müssen es immer wieder und mit so viel Hass sagen. - Also muss es Gott geben. Also muss Er stark sein.“  

 

Sie war zuerst etwas unwillig darüber. Denn wenn es Gott nicht gäbe, dann brauchte sie diese langweiligen Schulstunden mit atheistischer Propaganda nicht abzusitzen.  

 

Doch das Thema ließ Irina nicht mehr los. Sie fing an, zu Gott zu beten. Sie kannte Ihn nicht; aber sie suchte Ihn. Dabei erhoffte sie sich Hilfe von den Büchern der großen russischen Schriftsteller; doch dadurch kam sie Gott nicht näher. Dann aber kam sie in den Besitz des „geächteten Buches“: Ihr wurde eine Bibel geschenkt. Darin lernte sie Jesus Christus kennen, den Sohn Gottes. Er wurde für sie - wie für Ungezählte andere vor und nach ihr - der Weg zu Gott.  

 

Gott existiert. Und Er hält sich nicht vor uns verborgen. Obwohl wir Ihm den Rücken zugewandt und gottlos gelebt haben, hat Er sich uns offenbart. In seinem Sohn Jesus Christus, in seinem Leben voller Reinheit und Liebe, in seinem Sühnopfer am Kreuz und in seiner Auferstehung erkennen wir die Größe Gottes, seine ewige Liebe und seine Heiligkeit. Christus ist der Mittler, den Gott gesandt hat und der uns in die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott führen will.  

 

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Johannes 14,6