Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Viele gute und wertvolle Gedanken in diesem Kalender sind einfach zu schade für den täglichen Papierkorb, so dass wir einige zum Segen  unserer Leser hier abdrucken 


(mit freundlicher Genehmigung CSV.Verlag.de).

 

 

2022


Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen. Kolosser 3,23

 

Unbeachtet und doch wahrgenommen

 

Ihr Arbeitsplatz. Es ist immer dasselbe: Täglich müht sie sich ab und doch nimmt keiner Notiz von ihr. Alles, was sie sich wünscht, ist ein wenig Anerkennung. Unermüdlich sorgt sie für Sauberkeit. Sie fragt sich, ob es irgendjemand auffallen würde, wenn die Böden nicht gewischt und die Fenster nicht geputzt wären.

 

Sein Arbeitsplatz. Endlos lang ist der Stau auf der Lkw-Spur. Es gibt kaum Abwechslung in der Fahrerkabine. Und das Wüten des Chefs klingt ihm schon wieder in den Ohren: Wehe, die Ware wird zu spät geliefert!

 

Ihr Arbeitsplatz. Ihr Kind leidet von Geburt an unter einer schweren Behinderung. Die Pflege erfordert nicht nur viel Zeit, sondern strapaziert auch zunehmend ihre Nerven. Statt Anerkennung für die treue Pflege ihres Kindes erntet sie meistens nur Unverständnis.

 

Und Ihr Arbeitsplatz in Beruf oder in der Familie?

 

Nimmt auch keiner wahr, was Sie tun? Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Wie viele treue Leute haben ihren Mann oder ihre Frau gestanden und wurden wenig beachtet, geschweige denn angemessen entlohnt.

 

Doch es gibt jemand, der Ihre Mühen und Anstrengungen wahrnimmt und dessen Anerkennung Ihr Tun adelt:

 

Es ist der oberste Dienstherr, Gott selbst.

 

Er nimmt jeden Dienst wahr, der für Ihn getan wird, auch wenn Menschen keine Notiz davon nehmen. Gott ist ein Gott des Wissens „und von ihm werden die Handlungen gewogen … ER hebt aus dem Staub empor den Geringenund den Thron der Erde gibt er ihnen als Erbteil“ (1. Samuel 2,3.8)

 

Wer seine tägliche Arbeit so tut, als würde sie dem Herrn Jesus selbst zukommen, der wird einmal die verdiente Anerkennung für seine Mühe erhalten.

 

Das ist ein ewiger Lohn, der unendlich wertvoller ist als jede Belohnung auf der Erde.

 

Ist das keine lohnenswerte Aussicht?

 

( Beitrag aus ‘‘Die Gute Saat‘‘ vom 4.1.2022 entnommen )

 

 

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten.   1. Timotheus 1,15

 

Jesus Christus kam in die Welt

 

Vor ungefähr 2000 Jahren wurde Jesus Christus, der Sohn Gottes, Mensch. E ER lebte 33 Jahre in Israel, starb am Kreuz und stand am dritten Tag von den Toten wieder auf. 40 Tage später kehrte ER zu Gott, seinem Vater, in den Himmel zurück. Das Leben von Jesus Christus auf der Erde war somit relativ kurz und sein Tod überaus schmerzvoll. Trotzdem wollte ER zu uns kommen! Warum?

 

ER selbst gibt uns die Antwort:

„Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße“ (Lukas 5,32) Der Sohn Gottes hat gesehen, wie wir durch unser sündiges Leben unweigerlich der göttlichen Strafe entgegengehen. Davor wollte ER uns retten. Deshalb kam ER auf die Erde, um uns zur Buße und zur Umkehr aufzurufen.

 

„Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben“ (Johannes 10,10) Der Herr Jesus hat uns ein Geschenk mitgebracht: das ewige Leben. ER ist am Kreuz gestorben, damit wir - die wir wegen unserer Sünden den Tod verdient haben - durch den Glauben an Ihn dieses ewige Leben bekommen.

 

„Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“ (Johannes 12,46) Weil wir uns von Gott entfernt haben, leben wir in einer geistlichen Finsternis. Doch Jesus Christus ist als Licht zu uns gekommen, damit wir erkennen, wer Gott wirklich ist und wie ER die Menschen sieht. Wenn wir an Ihn glauben, kommen wir aus der Finsternis zu Gottes wunderbarem Licht (vgl. 1. Petrus 2,9)

 

Du merkst: Der Sohn Gottes ist gekommen, um dich zu erretten!

 

Für dich hat ER sein Leben gegeben.

 

Willst du Ihm nicht dein Herz öffnen?

 

 

Als sie den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude. Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm. Matthäus 2,10.11

 

Am Ziel

 

Ein tiefes Geheimnis umgibt die Reisenden aus dem fernen Osten. Woher kommen sie? Und warum? Wer hat ihnen von Israel erzählt und von dem besonderen Retter-König, dem Messias, der dort seit Jahrhunderten erwartet wird? Matthäus nennt diese Männer „Magier“. Sie kommen aus einer Kultur, in der Astronomie und Astrologie miteinander verwoben sind. Sind sie also Forscher und Zukunftsdeuter zugleich?

 

Eins steht fest: Ein Stern oder eine Sternenkonstellation hat ihre Aufmerksamkeit geweckt. Eine lange, mühsame Reise liegt hinter ihnen. Nun kommen sie nach Israel. In der Hauptstadt erkundigen sie sich nach dem neugeborenen König und wundern sich, dass dort noch niemand von der Geburt des Königs weiß. Ist vielleicht alles ein Irrtum? Doch die Magier lassen sich nicht beirren. Immerhin, den angekündigten Geburtsort des großen Königs können ihnen die frommen Männer in der Stadt sagen: Bethlehem.

 

Als sie weiterreisen, sehen sie wieder den Stern am Himmel.

 

Er bleibt über dem Ort stehen, wo sich das Kind Jesus mit Maria, seiner Mutter, aufhält. Einfache Leute, wie es scheint.

 

Voller Freude erkennen die Magier, dass sie am Ziel sind! Demütig fallen sie vor dem Kind nieder, beten es an und geben ihm kostbare Geschenke. In ihrem Herzen selbst reich beschenkt, kehren sie in ihre Heimat zurück.

 

Gott, der lebendige Gott, hat die Sehnsucht der Magier bemerkt und ihnen den Hinweis gegeben, den sie verstehen konnten: einen besonderen Stern, der ihnen den Weg zu Jesus Christus gewiesen hat.

 

So sieht Gott auch unsere Sehnsüchte.

 

Und wenn jemand ehrlich nach Gott sucht, wird Gott sich finden lassen.

 

Immer!!

 

Denn Gott liebt die Menschen so sehr, dass Er seinen Sohn gesandt hat.

 

Jesus Christus ist der Weg zu Gott!

 

 

Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du zogst liebevoll meine Seele aus der Grube der Vernichtung; denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.

Jesaja 38,17

 

Ein Leserbrief

 

„Zu meinem 8. Geburtstag, im Dezember 1985, bekam ich von meinen Eltern ein Poesiealbum geschenkt. Ich wartete schon gespannt darauf, was mir meine Eltern hineinschreiben würden. Regelrecht entsetzt habe ich einige Tage später dann den Eintrag meines Vaters gelesen, der da schrieb:

 

,,Wenn dich des Schicksals Leiden treffen, so fange nicht zu klagen an. Du sollst die Worte nicht vergessen: Was Gott tut, das ist wohlgetan.‘‘

 

Mit diesen Versen konnte ich überhaupt nichts anfangen und ich habe mich sehr über den Ratschlag meines Vaters geärgert.

 

Einige Jahre später, ich war gerade erwachsen geworden und führte ein wildes und gottloses Leben, erkrankte ich schwer an Depressionen. Ich versuchte, mein bisheriges Leben weiterzuführen. Vergebens. Bald war ich nicht einmal mehr in der Lage, arbeiten zu gehen. Ich suchte Hilfe in der Schulmedizin. Erfolglos. Später suchte ich mein Heil in alternativen Heilmethoden und Esoterik, gab dafür viel Geld aus und geriet dadurch regelrecht in einen Teufelskreis.

 

Ungefähr 17 Jahre später, in völliger Verzweiflung und immer noch krank, begann ich, in der Bibel zu lesen. Ich bat Gott um Verständnis für seine Worte und durfte erkennen, dass ich ein Sünder bin und durch meine Sünden von Gott getrennt bin.

 

Ich kehrte um zu Gott und bekannte Ihm meine Lebensschuld und Er schenkte mir Vergebung und neues Leben.

 

Heute bin ich mir sicher, dass dieses Leid mich zu Gott geführt hat und dass es meine schwierigen Lebensumstände waren, durch die ich schließlich ein Kind Gottes geworden bin.

 

Ich bin dankbar, dass Gott auf diese Art und Weise in mein Leben eingegriffen hat.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat, hat auch uns, als wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht.

Epheser 2,4.5

 

Der Waldfrosch

 

Wenn Frösche überwintern, verlangsamt sich dabei ihr Stoffwechsel. Sie können an Land oder im Wasser überwintern; wenn sie an Land überwintern, dann halten sie in Baumstämmen oder Laubhaufen Winterruhe; wenn sie im Wasser überwintern, halten sie sich am Grund des Teiches in der Schlammschicht auf, wo noch Sauerstoff verfügbar ist.

 

Doch da, wo strenge Winter normal sind, haben Frösche es schwer. Der Waldfrosch (Rana sylvatica) überwintert, indem er „einfriert“ und im Frühjahr wieder „auftaut. Das gelingt nur wenigen Lebewesen. Denn in den Zellen eines Tieres befindet sich Wasser; und wenn dieses Wasser gefriert, dehnt es sich aus und die Zellen platzen. Beim Waldfrosch jedoch sind die Wände seiner Zellen elastisch; außerdem enthalten die Zellen seiner Zentralorgane große Mengen an Glukose (Traubenzucker), die das Gefrieren verhindert. So ein Waldfrosch mitten im Winter scheint vollständig gefroren zu sein: Er atmet nicht, hat auch keinen Herzschlag. Doch im Frühjahr taut er wieder auf und erwacht auf wundersame Weise wieder zum Leben.

 

Der Waldfrosch erinnert mich an meinen Zustandswechsel: Ich war „tot in Vergehungen und Sünden“ (V. 1), war unfähig, Gott zu finden.

 

Ich gab kein einziges Lebenszeichen von mir und konnte mich - im Gegensatz zum Waldfrosch, der auftauen kann - nicht selbst retten.

 

Ich war verloren, doch Gott hat mich gefunden; ich war tot, doch ER hat mich lebendig gemacht. (Lukas 15,32)

 

ER hat sich meiner erbarmt, hat mich „wegen seiner vielen Liebe, womit er mich geliebt hat … mit dem Christus lebendig gemacht“.

 

Wie erstaunlich und wundersam hat ER mich verändert!

 

 

Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes ...

Markus 1,1

 

Das Evangelium

 

Evangelium bedeutet Gute Botschaft“. Dabei handelt es sich um eine ganz besondere Botschaft von Gott selbst. Inhalt dieser Botschaft ist eine wunderbare Person: Jesus Christus, Gottes Sohn. Gott hat vier Schreiber benutzt, um aus vier verschiedenen Blickwinkeln über das Leben Jesu in Wort und Tat berichten zu lassen: die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

 

Der heutige Tagesvers ist die Einleitung zum Markus-Evangelium. Markus beschreibt den Herrn Jesus vor allem als Diener und betont zugleich, dass dieser der Sohn Gottes ist.

 

Jesus Christus hat einmal mit folgenden Worten seinen Jüngern erklärt, warum ER in die Welt gekommen war: „Der Sohn des Menschen [damit meint Jesus sich selbst] ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele“ (Markus 10,45) - Ist es nicht gewaltig, dass der ewige Sohn Gottes Mensch geworden ist und auf der Erde gelebt hat, um uns Menschen zu dienen?

 

Warum war dieser „Dienst“ notwendig?

 

Weil Jesus Christus damit zeigen wollte, dass Gott die Menschen liebt. ER ist ein barmherziger Gott, der gerne hilft. ER will die Menschen aus ihrem Elend herausziehen.

 

Und genau das ist die Botschaft des Evangeliums: Jesus Christus kam zu uns, um wohlzutun und zu heilen. Unermüdlich nahm ER sich der Hilfsbedürftigen an. Mehr noch: ER wollte uns von unseren Sünden erretten, um uns mit Gott zu versöhnen und uns eine Hoffnung über den Tod hinaus zu schenken. Dafür ließ ER sich an das Kreuz schlagen und litt und starb stellver­tretend für fremde Schuld. Damit hat ER allen, die an Ihn glauben, den allergrößten Dienst erwiesen.

 

 

Du wirst erfahren, dass dein Zelt in Frieden ist, und überschaust du deine Wohnung, so wirst du nichts vermissen. Hiob 5,24

 

Ein Zuhause

 

So stellen wir uns eine intakte Familie und ein schönes Zuhause vor: eine Wohnung, in der alles vorhanden ist, Eltern und Kinder, die miteinander harmonieren und sich einig sind. Keine Not, keine Probleme, kein Missklang.

 

So ähnlich hat es sich wohl auch der Niederländer Vincent van Gogh (1853-1890) vorgestellt, als er eines seiner, wie er selbst sagt, besten Bilder gemalt hat: „Vincents Schlafzimmer in Arles“ aus dem Jahr 1888. Man sieht ein kleines Zimmer, ein Bett, ein Nachttisch, ein Stuhl, alles in warmen und strahlenden Farben gemalt. Der Holzfußboden, die Wände und die einfachen Holzmöbel vermitteln den Eindruck von Ruhe und Bodenständigkeit. Auch van Gogh träumte von einem harmonischen Familien­leben - doch die Erfüllung seines Traumes blieb ihm zeitlebens versagt.

 

Vielleicht haben Sie und ich auch einen Traum - und vielleicht wird sich auch unser Traum nicht erfüllen. Wir haben keine schöne Wohnung, kein schönes Haus, wohnen in der falschen Gegend und Nachbarschaft. Uns fehlt das nötige Geld und ein liebevolles Miteinander kennen wir schon lange nicht mehr. Wir sind krank oder befürchten, krank zu werden, oder unser Älterwerden beunruhigt uns. Selten ist alles perfekt und zufrieden sind wir auch (fast) nie.

 

Auch Jesus Christus spricht von Wohnungen, Wohnungen im Haus seines Vaters.

 

Aber sie sind kein Traum, sondern Realität. Denn ER hat verheißen, sie zuzubereiten, wenn ER in den Himmel zurückgeht. Und dann fährt ER fort: „Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet“ (Johannes 14,3)

 

Eine solche Wohnung bei IHM und mit IHM wird ganz sicher unvorstellbar schön sein!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Gott sagt:] Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten.  Jesaja 65,1

 

Der unerwartete Fund

 

Vor einigen Jahren ging ein junger Mann aus Speyer seinem Hobby nach: Er suchte mit einer Metallsonde nach historischen Gegenständen im Boden. Nachdem er mit zwei Freunden bereits sieben Stunden erfolglos gesondelt hatte, schwenkte er seine Sonde nur noch lustlos hin und her - da schlug sie plötzlich an! Rasch griff er zum Spaten und legte etwas frei, was er für einen Gartenzaun hielt. Tatsächlich handelte es sich aber um einen Klappstuhl aus dem 5. Jahrhundert. Darunter lagen knapp 100 antike Fundstücke mit einem Gesamtwert von rund einer halben Million Euro. „Zufälliger kann ein Fund nicht sein“, sagte der Finder.

 

Von einem „zufälligen Fund“ berichtet auch der heutige Tagesvers aus dem Buch des Propheten Jesaja im Alten Testament. Diesen Vers zitiert der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer im Neuen Testament, um deutlich zu machen: Es gibt einen Schatz, den jeder Mensch finden kann, von dem aber leider viele nichts ahnen. Dieser Schatz ist das Angebot Gottes, dass jeder, der an den Herrn Jesus Christus glaubt, die Vergebung seiner Sünden erhält und ewiges Leben bekommt. Dieses Heilsangebot gilt heute allen Menschen ohne Ausnahme - und das ist alles andere als selbstverständlich. Denn im Alten Testament waren die nicht jüdischen Völker „ohne Christus“, hatten „keine Hoffnung“ und waren „ohne Gott“ (Epheser 2,12)

 

Übrigens erhielt der junge Mann aus Speyer eine Bewährungs- und Geldstrafe, weil er seinen Fund zunächst ein halbes Jahr für sich behielt, bevor er ihn den Behörden übergab.

 

Im Unterschied dazu muss niemand, der durch den Glauben an den Herrn Jesus das ewige Leben bekommt, diesen Schatz jemals wieder abgeben.

 

Was für ein Fund!

 

 

Die Tür wurde verschlossen.  Matthäus 25,10

 

Alarm im Urlaub

 

13. Januar 2018: Ich mache gerade Urlaub auf Hawaii, als morgens um acht auf allen Handys die Nachricht erscheint: „Langstreckenraketen im Anflug auf Hawaii! Suchen Sie sofort Schutz! Das ist keine Übung!“

 

Keine Übung? Ein Ernstfall? Dann nichts wie los! Anziehen (wo sind nur meine Bermudas?) … Tür aufschließen (warum dauert es so lange?) … an der Rezeption fragen (warum ist nur keiner mehr da?) … gemessenen Schrittes (oder doch lieber im Dauer­lauf?) den Keller aufsuchen. Es könnte ja wirklich ein Ernstfall sein! Denn es haben sich Spannungen in den Beziehungen zu Nordkorea aufgebaut - und Hawaii liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen beiden Ländern. Doch es ist ein Fehlalarm! Aber ein sehr realistischer. Wäre es ein Test gewesen: Hawaii hätte ihn nicht bestanden.

 

Auch manche Menschen erleben einen sehr persönlichen Alarm: einen leichten Schlaganfall oder Herzinfarkt; einen Unfall, bei dem zum Glück niemand ernsthaft verletzt wird. Ähnlich wie ein Fehlalarm, ein Test. Doch wie hätte der Ernstfall ausgesehen?

 

In der Zeitung stand: „Hawaii hätte den Ernstfall nicht bestanden.“ Würde ich meinen persönlichen Ernstfall bestehen?

Habe ich vorgesorgt und an alles gedacht?

 

Sie verstehen mich, ich meine hier nicht die medizinische Versorgung oder die Erb­re­gelung. Ich denke an den Tod, an Gottes Urteil über meine ewige Existenz. Oder auch daran, dass Jesus Christus wiederkommt und dann die Tür zu Ihm für mich verschlossen ist.

 

Noch ist die Tür offen, noch kann jeder zu IHM kommen, der will.

 

Wie gut, wenn auf Hawaii nach diesem Fehlalarm jedem klar geworden ist, wie ernst der Ernstfall ist! Und wie gut, wenn heute Menschen für den Ernstfall des Lebens Vorsorge treffen!

 

 

Mit seinen Fittichen wird er dich decken, und du wirst Zuflucht finden unter seinen Flügeln; Schild und Schutz ist seine Wahrheit. Psalm 91,4

 

Der Habicht

 

Der bekannte englische Prediger C. H. Spurgeon erzählte einmal folgende Beispielgeschichte:

Ein Habicht schwebt in der Luft. Seine scharfen Augen haben eine Anzahl Küken auf dem Erdboden erspäht. Die Mutterhenne sieht die Silhouette des Raubvogels in der Höhe und stößt sofort ihren Warnruf aus. Ihre Küken, die nichts von der drohenden Gefahr ahnen, verstehen den Ruf der Mutter und sehen, wie die Henne sich mit ausgebreiteten Flügeln flach auf den Boden drückt. Immerfort ruft sie dabei weiter, bis ein Küken nach dem anderen herbeiläuft und sich unter ihren Flügeln verbirgt.

 

Nun sind für den Habicht keine Küken mehr zu sehen. Und falls er sich entschließen sollte, die potenzielle Beute anzugreifen, müsste er zuerst die Henne besiegen, unter deren Flügeln die Küken sicher verborgen sind.

 

Dieses Geborgensein, schreibt Spurgeon, „ist eine Illustration des Glaubens. Hier ist Christus, der Heiland, und ich verberge mich hinter Ihm. Die Gerechtigkeit Gottes muss den Sünder schlagen oder einen andern, welcher fähig und willig ist, anstelle des Sünders zu leiden.“

 

Der, der „fähig“ und „willig“ ist, ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Fähig“ deshalb, weil ER als Einziger ohne Sünde war und nie eine Sünde tat. (1. Johannes 3,5; 1. Petrus 2,22) Willig deshalb, weil ER seinem Gott und Vater, der den Plan hatte, Sünder zu retten, aus Liebe gehorsam war.

 

Wer durch den Glauben an den Herrn Jesus unter diese Flügel schlüpft, empfängt das ewige Leben und weiß sich in Gott geborgen in dieser Zeit und für die Ewigkeit.

 

 

 

Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.  Johannes 14,6

 

Jesus ist die Antwort

 

Um uns herum wird es immer verworrener und finsterer.

 

Was gestern noch selbstverständlich war, ist heute infrage gestellt. Auch Führungspersönlichkeiten haben keine Ideen mehr, was zu tun ist. Viele Wege sollen nach Rom führen, doch keiner ist wirklich zielführend.

Denn es gibt keine absoluten Wahrheiten mehr - alles ist relativ.

 

Das Leben ist ein Krampf zwischen Druck und Genuss, zwischen Stress und Entspannung. Wie gut, dass es bei Gott anders ist …

 

Jesus ist der Weg. Wenn wir keinen Ausweg mehr sehen, dann ist Er da. Wenn wir keine Perspek­tive haben, dann ist Er Wegweiser und Fixpunkt für uns. Wo wir ideenlos sind, hat Er die Lösung. Denn Er selbst ist der Weg: der Weg zu Gott.

 

Jesus ist die Wahrheit. Wenn uns in einer postfaktischen Gesellschaft das Fundament wegzubrechen droht, dann ist in einer Person immer noch die absolute Wahrheit zu finden: in Jesus. Er möchte, dass wir Anteil haben an dieser Wahrheit, dass wir sie uns sozusagen zu eigen machen. Sein Ziel ist es, dass wir Gottes Absichten und Gedanken verstehen und unser Leben danach ausrichten. Das gibt echten Halt!

 

Jesus ist das Leben. Wenn um uns herum alles erstarrt und tot ist, dann ist in Jesus „das blühende Leben“ zu finden. Ein solches Leben ist viel mehr als ein dickes Bankkonto oder ein schönes Haus - erfülltes Leben ist ein sinnvolles Leben, das auf ein Ziel zusteuert! Und das ist nur in Jesus Christus zu finden.

 

Jesus Christus ist die Antwort auf die Fragen, die uns bewegen.

 

Denn in Ihm ist das zu finden, was wir in dieser Welt vergeblich suchen. Alles, was wir tun müssen, ist, uns Ihm anzuvertrauen! Doch oft lehnt unser Stolz Ihn ab - während alles andere in uns nach Erlösung schreit …

 

 

Am ersten Tag der Woche aber kommt Maria Magdalene früh, als es noch dunkel war, zur Gruft und sieht den Stein von der Gruft weggenommen. Sie läuft nun und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus der Gruft weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.

 

Johannes 20,1.2

Maria Magdalene eine ganz besondere Frau!

 

Sonntagmorgen. Maria Magdalene, eine Frau, die Jesus von sieben Dämonen befreit hat, sucht das Grab ihres Wohltäters auf. Schon bei der Kreuzigung und der Grablegung Jesu ist sie dabei gewesen und hat alles genau verfolgt. Den Berichten der anderen Evangelisten ist zu entnehmen, dass sie nicht allein gekommen ist, sondern von einigen Frauen begleitet wird. Doch in unserem Evangelium wird der Scheinwerfer auf Maria Magdalene gerichtet; ihre Haltung ist beispielhaft für alle, die Jesus Christus als ihren Retter kennengelernt haben.

 

Die Frauen haben das Grab Jesu aufgesucht, weil sie den Leib Jesu nach jüdischer Sitte salben wollen. Doch es kommt anders als erwartet: Das Grab ist offen und der Gestorbene ist nicht mehr zu sehen. Erschrocken und enttäuscht läuft Maria Magdalene davon; sie muss es den führenden Jüngern berichten: Petrus und - wie wir annehmen - Johannes.

 

Was ist passiert? Haben die Bestatter den Leib Jesu umgebettet, nachdem sie ihn unter Zeitdruck vorläufig in die neue Gruft gelegt hatten? Nein, Maria denkt wohl eher, dass die Gegner Jesu ihre Hand im Spiel gehabt haben könnten. Allerdings denkt sie nicht an die Möglichkeit, dass Jesus auferstanden sein könnte. Doch mit welcher Ehrfurcht spricht sie von dem Gestorbenen - ER ist immer noch ihr Herr!

 

Ihr ganzes Herz hängt an IHM, dem sie treu bleiben will!

 

Wie sehr Gott diese Liebe und Treue Marias schätzt, können wir daran erkennen, dass ER uns diese Begebenheit in seinem Wort mitteilt.

 

 

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Johannes 6,37

 

Geschenkt oder selbst erarbeitet? (1)

 

Olga wohnt weit weg, mitten in Russland. Sie hat ein Problem: Sie trinkt. Ihre Nachbarn, ihre Freundinnen und auch Igor, ihr Mann - sie alle wissen es. Sie selbst weiß es auch. Doch sie kann es nicht lassen.

 

Olga ist darüber unglücklich und kann sich oft selbst nicht leiden. Manchmal ekelt sie sich regelrecht vor sich selbst. Eines Tages hört sie, wie ein Prediger aus der Bibel vorliest: „So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3,16) Sie hört, dass mit dem Wörtchen „jeder“ auch wirklich jeder gemeint ist: Auch der, der alkohol­abhängig ist oder einen Menschen umgebracht hat.

 

Jeder - selbst der größte Verbrecher!

 

So etwas hat sie noch nie gehört. Kann es sein, dass Gott auch eine Frau wie sie lieb hat? Sie spricht mit dem Prediger darüber, sie öffnet Gott ihr Herz, bekennt Ihm ihre Sünden und erfährt, dass ER ihr vergibt.

 

Glücklich erzählt sie es ihrem Mann. Doch der schüttelt den Kopf und sagt: „Nein, nein, Olga, so einfach geht das nicht! Du bekommst den Himmel nicht geschenkt. Du musst dich anstrengen, um dorthin zu kommen!“ Auch als Olga ihm die genannte Bibelstelle zeigt, bleibt Igor dabei: Man kann auf so eine einfache Weise nicht errettet werden, sondern man muss dafür schon selbst etwas tun!

 

Vielleicht kommen auch Sie wie Olga von einer bestimmten Sünde nicht los. Vielleicht sind Sie aber auch solide und vernünftig wie Igor und sind überzeugt, dass sein Einwand stimmt. Egal, werSie sind und wie Sie sind: Mit jeder ist wirklich jeder gemeint! Es heißt: „jeder, und es heißt: wer zu mir kommt - das ist alles.

 

Es gibt keine andere Voraussetzung!

 

Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Epheser 2,8.9

 

Geschenkt oder selbst erarbeitet? (2)

 

Olga hat Gott ihre Sünden bekannt und erfahren, dass Er ihr vergeben hat. Ihr Mann Igor aber ist überzeugt, dass man so einfach nicht in den Himmel kommen kann - dass man sich dafür schon anstrengen muss. Olga kann ihn nicht überzeugen, betet aber für ihn.

 

Eines Abends will Igor in dem begehbaren Brunnen ihres Dorfes Wasser holen. Dabei rutscht er aus und fällt in das Loch hinein. Laut schreit er: „O Gott, rette mich!“ Olga hört den Hilferuf. Sie holt ein Seil, um ihn herauszuziehen - doch plötzlich lässt sie das Seil wieder los, so dass Igor ins Wasser fällt. Prustend und nach Luft schnappend taucht er auf und schreit: „Was machst du denn, Olga? Willst du mich umbringen?“

 

„Nein“, ruft sie zurück, „aber du bist so schwer, ich schaffe es nicht. Kannst du dich nicht anstrengen und selbst herauskommen?“

Kurze Zeit ist es still, dann ruft Igor: Olga, ich kann mich doch nicht selbst retten - das musst du doch tun! Bitte hol Hilfe herbei und zieh mich schnell heraus!“ Olga geht, holt Hilfe und wenig später ist Igor gerettet.

 

Sein Sturz öffnet Igor die Augen. Er hat verstanden, dass er ein Sünder ist. Doch er hatte sich nicht retten lassen wollen, weil er meinte, er müsste selbst etwas dazutun. Nun versteht er, dass er zu seiner eigenen Rettung nichts beisteuern kann.

 

Ein anderer muss es tun - und zwar vollständig!

 

Egal, ob Sie Olga oder Igor heißen, ob Sie wie Olga an eine Sucht gebunden sind oder wie Igor argumentieren: Auch Sie können zu Ihrer eigenen Rettung nichts dazutun.

 

Rettung geschieht durch Gnade - sie ist ein Geschenk, eine Gabe Gottes für jeden, der an Jesus Christus glaubt.

 

 

Es hat mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir ... der Reihe nach zu schreiben, damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst. Lukas 1,3.4

 

Die Zuverlässigkeit von Gottes Wort!

 

Nehmen wir einmal an, jemand kennt die Bibel noch nicht gut. Er weiß, dass es ein altes Buch ist und deshalb erwartet er, dass er hier Mythen und Märchen vorfindet. Aber er möchte sich offen und ehrlich selbst ein Urteil bilden. Deshalb taucht er ein in die biblische Zeit und zoomt sich wie mit einem Fernglas heran. Er rechnet damit, bei seiner Nachprüfung Überliefertes, Erdachtes und Verfälschtes zu entdecken - doch genau das Gegenteil passiert!

 

Je mehr er prüft, je mehr er die Geschichte, Geologie und Archäologie befragt, desto klarer und deutlicher wird ihm, dass er es in der Bibel mit Fakten und zuverlässigen Berichten zu tun hat. Kaiser Augustus und Pontius Pilatus sind ebenso Realität wie eine römische Volkszählung und die Strafe der Kreuzigung. Und die Menschen der Bibel werden nicht märchenhaft verklärt, sondern haben ihre Fehler und Schwächen - wie die Menschen heute. Er erkennt, dass das Lebensumfeld zuverlässig beschrieben wird und dass sich Leben und Tod von Jesus Christus als historisches Ereignis im Nahen Osten des ersten Jahrhunderts lokalisieren lassen.

 

Er erkennt „die Zuverlässigkeit der Dinge“, entdeckt aber gleichzeitig auch, dass Jesus Christus nicht nur eine Person in der Geschichte ist, sondern dass ER auch der ewige Sohn Gottes ist. Dass Gott Ihn auf die Erde gesandt hat, „damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ und damit jeder sich „von der Finsternis zum Licht“ bekehre und „Vergebung der Sünden“ empfange. (Joh.3,16; Apg.26,18)

 

Er erkennt, dass er sich jetzt für oder gegen Jesus Christus entscheiden muss!

 

 

Ein Mann vieler Freunde wird zugrunde gehen; doch es gibt einen, der liebt und anhänglicher ist als ein BruderSprüche 18,24

 

Viele „Freunde

 

Seit es im Internet die sozialen Netzwerke gibt, ist es mit den „Freunden so eine Sache. Spätestens, wenn du den hundertsten hinzugefügt hast, sollte dir klar werden, dass diese Leute nicht alle deine Freunde sein können. Sie posten ein Foto ihres Lieblingsessens, teilen dir mit, wo sie gerade gefeiert haben oder schreiben über den Dackel von nebenan.

 

Doch wenn es jemand richtig mies geht, hörst du selten etwas über diesen Kanal. Es kann unangenehm werden, deinen Freunden einen realen Lebensbericht zu geben. Stell dir nur vor, wer da alles mitlesen kann …

 

„Ein Mann vieler Freunde wird zugrunde gehen!“ Es ist, als ob der Schreiber vor 3000 Jahren etwas von Facebook, Instagram und Co. gewusst hätte. Die Bibel ist eben kein vergänglicher Twitter-Beitrag, sondern Gottes ewiges Wort. Sie bleibt aktuell und zeigt uns, wo wir heute stehen.

 

Glücklicherweise geht der Ausspruch von Salomo noch weiter: „Es gibt einen, der liebt und anhänglicher ist als ein Bruder.“ Dieser Eine ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. ER hat dir seine Liebe bewiesen, als ER am Kreuz sein Leben für dich ließ.

 

ER ist dort gestorben, um dein Sündenproblem zu lösen.

 

Schenk Ihm dein Vertrauen und nimm im Gebet Kontakt mit Ihm auf.

 

Bekenne Ihm deine Sünden und glaube, dass ER durch seinen Tod die Strafe dafür getragen hat. So kommst du in eine glückliche Beziehung zu Ihm und erfährst, dass Jesus Christus weit mehr ist als ein guter Freund. In Ihm haben die Glaubenden Frieden und eine herrliche Zukunft im Himmel. ER selbst ist bereits dort und wartet auf den Augenblick, wo ER alle Erlösten zu sich holt, um dann mit ihnen seine Freude zu teilen.

 

Wer kennte einen besseren Freund?

 

 

Das Unsichtbare von ihm (Gott) wird geschaut, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden.

 

Römer 1,20

 

Die Wirklichkeit

 

Gibt es eine objektive Wirklichkeit? Diese Frage würden überzeugte Anhänger der Philosophie des so genannten Konstruktivismus verneinen, denn sie sind der Ansicht, dass der Mensch sich durch Erfahrung, Beobachtung und Kommunikation eine geordnete Welt „konstruiert“, damit er sich darin zurechtfinden kann.

 

Wer die Bibel liest, lernt den allmächtigen Gott und seinen Sohn Jesus Christus kennen. Dieser Gott ist nicht konstruiert, sondern ein lebendiger Gott, der sich auf unterschiedliche Weise erkennbar gemacht hat. Einige Beispiele:

  • Die Schöpfung, die uns umgibt, zeigt uns im Großen wie im Kleinen die unvorstellbare Weisheit und Macht Gottes. (s. Römer 1,20)
  • Die Sünde, das Böse, ist in vielerlei Schattierungen vorhanden: Lüge, Diebstahl, Ehebruch, Gewaltverbrechen, Lästerung, Hochmut … Zugleich stellen wir fest, dass wir uns nach Gerechtigkeit und Frieden sehnen, und ahnen etwas von der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes.
  • Die Existenz des Volkes Israel, das bis heute trotz aller Verfolgung über die Jahrhunderte nicht untergegangen ist und in der Weltgeschichte einen wichtigen Platz einnimmt, zeigt uns die Treue und Fürsorge Gottes.
  • Jesus Christus hat auf der Erde gelebt, ist am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden. Diese Tatsachen zeigen uns die Liebe und Barmherzigkeit Gottes.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe(Johannes 3,16)

 

 

Ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück, um euch Ausgang und Hoffnung zu gewähren.  Jeremia 29,11

 

Eine lebendige Hoffnung

 

Als zu Beginn des Jahres 2021 die ersten Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen wurden und die wohl größte Impfung der Menschheitsgeschichte begann, keimte Hoffnung auf, dass nun die Corona-Pandemie überwunden werden könnte. Ohne Hoffnung kann kein Mensch leben! Sonst würden wir vor Angst und Sorgen erdrückt werden. Was wir aber unbedingt brauchen, ist eine Hoffnung, die sich auf eine zuverlässige Grundlage stützt, damit wir nicht enttäuscht werden. Doch gibt es so eine feste Hoffnung überhaupt? Ja, der Tagesvers drückt diese Hoffnung aus.

 

Gott will das Beste für uns!

 

ER ist nicht allein um unser Hier und Jetzt besorgt, sondern ER will uns auch eine glückliche Zukunft geben - über den Tod hinaus.

 

Deshalb sandte ER seinen Sohn Jesus auf die Erde.

 

Gottes Sohn ist Mensch geworden und alles in seinem Leben war einzigartig: SEINE Wundertaten sowie seine Barmherzigkeit gegenüber allen, die bei Ihm Hilfe suchten.

 

Doch es ging um mehr: „Gott hat seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt, damit wir durch ihn leben möchten“ (1. Johannes 4,9)

 

Wir sollen leben!

 

Dabei geht es nicht um unser natür­liches Leben auf der Erde. Gemeint ist das ewige Leben, eine Lebensqualität, die für immer Glück und Freude garantiert, auch über Krankheit und Tod hinaus.

 

Es ist unfassbar!

 

Gott bietet uns ein Leben in Gemeinschaft mit Ihm an, das nie enden wird, ein Leben, das in der ewigen Herrlichkeit, im Himmel, seinen Höhepunkt findet. Nur wenn Jesus Christus mein persönlicher Retter geworden ist, kann ich diese sichere Hoffnung haben. Der Glaube an Ihn, an seinen Tod und seine Auferstehung, ist der Schlüssel zu einer lebendigen Hoffnung, die niemals enttäuscht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ging Petrus hinaus und der andere Jünger, und sie gingen zu der Gruft. Die beiden aber liefen zusammen, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als Erster zu der Gruft; und sich vornüberbückend, sieht er die Leinentücher liegen; doch ging er nicht hinein. Da kommt auch Simon Petrus, ihm folgend, und ging in die Gruft hinein und sieht die Leinentücher liegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Leinentüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem Platz.

 

Johannes 20,3–7

 

Die Nachricht vom leeren Grab

 

Maria Magdalene hat Petrus und „dem anderen Jünger“ berichtet, dass der Herr nicht mehr im Grab liegt. Petrus - ist er jetzt wirklich der richtige Ansprechpartner? Hat er nicht Jesus verleugnet? Ja, aber Petrus ist kein Judas! Petrus hat seine Tat bitterlich bereut und ist im Kreis der Jünger geblieben. Zusammen mit Johannes macht er sich jetzt auf, um sich selbst ein Bild zu machen. Offensichtlich erinnern auch sie sich nicht an die Worte Jesu, dass Er nach drei Tagen auferstehen würde.

 

Die Nachricht vom leeren Grab setzt zwei Männer in Bewegung; sie laufen jetzt um die Wette. Johannes ist schneller als Petrus, er ist schließlich auch der Jüngere von beiden.

 

Doch warum wird das hier überhaupt erwähnt?

 

Soll deutlich gemacht werden, dass Johannes die Liebe Jesu besonders geschätzt und erwidert hat? Petrus hinterlässt dagegen einen bedrückten Eindruck. Seit seiner Verleugnung hat er mit Jesus noch nicht sprechen können. Andererseits zeigt Petrus sich mutig und überholt Johannes, indem er in die Grabstätte hineingeht.

 

Alles sieht ordentlich und aufgeräumt aus.

 

Zudem fällt auf, dass das Schweißtuch für sich allein zusammengewickelt ist. Was für ein deutlicher Hinweis, dass der Leib Jesu nicht heimlich und hastig von Feinden oder Freunden weggenommen worden ist!

 

Die Ordnung im Grab zeigt: ER ist auferstanden!

 

 

Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer. Römer 3,10–12

 

Gottes gerechtes Urteil

 

Wie urteilt Gott über die Menschen? Bevor wir darüber nachdenken, sollten wir Folgendes berücksichtigen: Als Schöpfer kann Gott von seinen Geschöpfen erwarten, dass sie Ihn ehren und Ihm dankbar sind. Doch wir Menschen haben uns nicht entsprechend verhalten, im Gegenteil - wir haben uns Gott gegenüber schuldig gemacht.

 

Schauen wir, wie Gott die Dinge sieht:

  • Keiner hat gerecht gelebt. Nicht einzelne richtige Handlungen sind gefragt, sondern ein Leben, das auf Gott und seine Anordnungen ausgerichtet ist. Wer könnte behaupten, er habe immer so gehandelt, wie Gott es von ihm möchte?
  • Keiner hat Gottes Ehre gesucht. Stattdessen haben wir uns selbst ins Zentrum gestellt. Wir haben nach eigener Anerkennung gestrebt und unseren eigenen Willen getan.
  • Alle sind abgewichen. Mit der Bibel hat Gott uns klare Richtlinien für unser Leben gegeben. Doch haben wir sie beachtet und uns daran gehalten? Nein, wir sind bewusst von diesem göttlichen Kurs abgewichen.
  • Alle haben gesündigt. Davon kann sich keiner freisprechen. Wir alle müssen zugeben, dass wir unreine Gedanken genährt, zornige Worte ausgesprochen und böse Taten begangen haben.

Niemand würde die Herrlichkeit Gottes erreichen, wenn Gott nicht ein Gnadenangebot gemacht hätte: Jesus Christus ist der Erlöser geworden, weil Gott an Ihm das gerechte Strafgericht vollzogen hat. Wer diesen Erlöser als seinen Stellvertreter in Anspruch nimmt, den spricht Gott frei.

 

Auch darin erweist sich Gott als gerecht.

 

 

Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus?  Johannes 4,29

 

Wir kennen einen Menschen namens Jesus

 

Fehlt dir Hoffnung, fehlt dir Sinn und ein Ziel?
Weißt du nicht weiter, werden Sorgen zu viel?
Brauchst du Kraft und Hilfe für jeden Tag, dann hör gut zu:
Wir kennen einen Menschen namens Jesus,
der uns die Hoffnung gibt, der unser Ziel kennt
und uns unendlich liebt!

Wir kennen Jesus als den, der Rettung gibt,
als den, der Lasten und alle Schuld vergibt!
Und wir erfahren, wie Er uns Freude schenkt,
wird Er uns beisteht und alle Dinge lenkt,
erleben Wunder, die nur Gott wirken kann,
mit dem man trotzdem ganz einfach reden kann.

Sehnst du dich nicht auch oft nach einem Freund,
der sich die Zeit nimmt und es ernst mit dir meint?
Suchst du einen, der dir Trost spenden kann, dann hör gut zu:
Wir kennen einen Menschen namens Jesus,
der dir die Hoffnung gibt, der auch dein Ziel kennt
und dich unendlich liebt!

Sag, kennst du Jesus als den, der Rettung gibt,
der deine Lasten und deine Schuld vergibt?
Willst du erfahren, wie Er dir Freude schenkt
und auch dein Leben nach seinem Willen lenkt?
ER ist dein Schöpfer, dem du vertrauen kannst,
mit dem du heute noch in Verbindung treten kannst!

 

C. Ettelt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.

Psalm 119,105

 

Biblische Antworten auf häufig gestellte Fragen

 

Wo finde ich das ewige Leben?

 

Jesus sagt: „Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen(Johannes 5,39)

 

Was sagt die Bibel über das Jenseits?

 

Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht(Hebräer 9,27)

 

Was muss ich tun, um diesem Gericht zu entgehen?

 

Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann des Frevels seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung(Jesaja 55,7) Und: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden(Apostelgeschichte 16,31)

 

Nimmt Gott jeden Menschen an, ungeachtet seiner Vergangenheit?

 

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist(Römer 5,8) Und Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen(Johannes 6,37)

 

Reicht es nicht, Gutes zu tun, um das ewige Leben zu erlangen?

 

Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme(Epheser 2,8.9)Gott errettete uns nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit(Titus 3,5)

 

Kann man sich sicher sein, das ewige Leben zu besitzen?

 

Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes(1. Johannes 5,13)

 

 

Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.

Lukas 5,31.32

Hände waschen vor dem Essen!

 

Unsere Eltern haben es uns eingeschärft und wir wiederum haben es unseren Kindern gesagt: „Wascht euch vor dem Essen die Hände!“, oder: „Zieht eure schmutzigen Schuhe aus, wenn ihr ins Haus kommt!“ Und auch als Erwachsene halten wir es oft noch so: Wir räumen auf, wenn wir Besuch erwarten; wir ziehen schöne Sachen an; wir wollen in den Bewerbungsunterlagen oder im Gespräch mit Freunden und Arbeitskollegen gut aus­sehen. Wir tun es aus Höflichkeit oder auch, weil wir vor anderen gut dastehen wollen.

 

Manche Menschen glauben, bei Gott gelte dasselbe Prinzip: Erst wenn sie sich vor Ihm gut präsentieren könnten, dürften sie zu Ihm kommen! Und so bemühen sie sich: Sie versuchen, die Zehn Gebote zu halten; sie tun Gutes; sie fasten; sie beten; sie setzen sich ehrenamtlich ein oder sie spenden. Und sie erwarten (oder hoffen), dass Gott sie dann annimmt.

 

Doch bei Gott ist es ganz anders!

 

Als Jesus Christus vor 2000 Jahren lebte, aß Er mit Zöllnern und Sündern und kümmerte sich um Kranke und Schwache. Er tat es, weil Er Sünder zur Buße rufen wollte. Ja, ER wollte suchen und erretten, was verloren war. (Lukas 19,10) Auch wir müssen uns heute nicht bemühen, vor Gott gut dazustehen, damit wir dann zu Ihm kommen können (das wird uns sowieso nicht gelingen!). Nein, wir dürfen kommen, wie wir sind!

 

Ich kann gar nichts zu meiner Errettung beitragen, ich kann von mir aus nicht gut vor Gott dastehen - im Gegenteil, ich bin schuldig vor Ihm. Doch wenn ich mich aufmache und Schuld und Unrecht vor Ihm bekenne, dann reinigt Er mich und vergibt mir meine Schuld

(1.Johannes 1,9)

 

 

Wer in Gerechtigkeit wandelt und Aufrichtigkeit redet; ... wer sein Ohr verstopft, um nicht von Bluttaten zu hören, und seine Augen verschließt, um Böses nicht zu sehen, der wird auf Höhen wohnen, Felsenfestungen sind seine Burg; sein Brot wird ihm dargereicht, sein Wasser versiegt nie.  Jesaja 33,15.16

 

Spammails

 

Wer auf die elektronische Post angewiesen ist, weiß ein Lied davon zu singen, wie lästig unerwünschte Briefe sind, die einem das Postfach „verstopfen“. Solche Nachrichten werden als Spam bezeichnet. Die meisten Anbieter von E-Mail-Konten haben daher Spamfilter integriert, die allzu dreiste E-Mail-Werbung - teilweise vergleichbar mit Postwurfsendungen an alle Haushalte - gleich von vornherein abfangen.

 

Eine Flut unerwünschter oder sogar schäd­licher Informationen und Bilder gibt es auch sonst in unserem Leben. Und auch hier können wir auf einen „Filter“ nicht verzichten, wenn unser innerer Mensch nicht zum Schlechten beeinflusst werden soll. Denn all das, wofür wir unsere Sinne öffnen, wird seinen Einfluss auf unser Leben ausüben. - Wir müssen also eine Entscheidung gegen das Böse fällen und unsere Augen und Ohren davor verschließen. Gott verspricht denen, die das tun, dass sie Sicherheit und Geborgenheit auf Felsenfestungen finden und von seinem Segen begleitet werden. ( s. Tagesvers )

 

Viele bemühen sich, dem Bösen den Rücken zuzukehren, schaffen es aber nicht auf Anhieb.

 

Woran liegt das?

 

In sich selbst hat der sündige Mensch gar nicht die Kraft dazu.

 

Da muss zuerst eine grundlegende Veränderung in seinem Innern stattfinden. Jesus Christus nennt das die neue Geburt: Wer zu Gott umkehrt und an Christus glaubt, empfängt neues Leben und außerdem die Bereitschaft und die Kraft, nach Gottes Willen zu handeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann ging nun auch der andere Jünger hinein, der als Erster zu der Gruft gekommen war, und er sah und glaubte. Denn sie kannten die Schrift noch nicht, dass er aus den Toten auferstehen musste. Da gingen die Jünger wieder heim.

Johannes 20,8–10

 

Die Botschaft von der Auferstehung Jesu

 

Petrus und Johannes haben von Maria Magdalene die Nachricht erhalten, dass die Grabstätte Jesu offen und leer ist. Daraufhin haben sie sich schnell aufgemacht, um die Stätte zu inspizieren. Von Johannes wird nun gesagt, dass er sah und glaubte“. Für ihn deutet nichts auf einen Grab­raub hin, im Gegenteil, er schlussfolgert, dass Jesus auferstanden sein muss.

 

Offensichtlich erinnert sich Johannes jetzt an die Worte des Herrn, die er mehrfach gehört hat: „Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen“ (Lukas 24,7) Die Aussagen des Alten Testaments über die Auferstehung Jesu haben die Jünger bis dahin nicht gekannt. Wie verkehrt deshalb die Behauptung, die Jünger hätten Geschichten über Jesus und seine Auferstehung erfunden, um so die Prophezeiungen des Alten Testaments als erfüllt darzustellen.

 

Die Auferstehung Jesu ist eins der Fundamente des Christentums und wird vielfach geleugnet. Aber warum? Sie ist doch eine der am besten bezeugten Tatsachen der Antike und ist für Christen von größter Bedeutung: „Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig; ihr seid noch in euren Sünden“ (1. Korinther 15,17)

 

Die Botschaft von der Auferstehung Jesu versichert dem Glauben eine hoffnungsvolle Zukunft über den Tod hinaus. Zugleich ruft sie den heftigen Einspruch des Unglaubens hervor. Denn der auferstandene Christus ist letztlich der Beweis, dass der Erde ein Gericht droht: Der Mann, den die Welt getötet hat, wird eines Tages ihr Richter sein. (Apostelgeschichte 17,31)

 

 

So spricht der HERR: ... Ist meine Hand etwa zu kurz zur Erlösung? Oder ist in mir keine Kraft, um zu erretten? Jesaja 50,1.2

 

Rettungsgeräte für Schiffbrüchige

 

Im Jahr 1870 meldete Kapitän J. B. Stoner eine bizarre Erfindung zum Patent an: einen „neuen oder verbesserten Anzug mit Ausrüstung zur Lebensrettung im Wasser“. Dieser Anzug aus Gummi sollte den vollständig bekleideten Menschen aufnehmen. Ein Korkgürtel sollte den Schiffbrüchigen an der Wasseroberfläche halten und ihn gleichzeitig wärmen, während Bleigewichte an den Füßen den Körper in senkrechter Stellung halten sollten. - Ob Stoner diesen Anzug wohl jemals selbst erprobt hat?

 

Am Anzug befestigte Stoner eine kleine Boje mit Leuchtsignalen, Raketen und einer Fahne. Damit sollte der Schiffbrüchige auf sich und seine Notlage aufmerksam machen. In einem weiteren Behälter wollte der Kapitän Trinkwasser, Nahrungsmittel, Zigarren, Lesestoff, eine Pfeife und Tabak unterbringen. - Natürlich ist es gut, wenn man sich auf den Ernstfall vorbereitet, aber dieses „Rettungsgerät“ ist zum Schmunzeln!

 

Der Ernstfall! - Sind wir darauf vorbereitet, wenn es zu einem „Schiffbruch in unserem Leben kommt? Woran klammern wir uns, wenn unser Lebensschiff an einem tückischen Riff kentert? Worauf vertrauen wir? Vielleicht auf die eigenen Kräfte, die uns bisher selten im Stich gelassen haben? Oder auf die Erfindung anderer Menschen?

 

Spätestens wenn es einmal zu Ende geht, wird jede menschliche Hilfe versagen.

 

Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns für die Zeit auf der Erde und für die Ewigkeit jemand anvertrauen, der uns sicher leiten und an das richtige Ziel bringen kann: Jesus Christus, dem Sohn Gottes. ER ist bereit, noch heute das Steuer unseres Lebens zu übernehmen.

 

 

Während Jesus noch redete, kommen sie von dem Synagogen­vorsteher und sagen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du den Lehrer noch? Als aber Jesus das Wort hörte, das geredet wurde, spricht er zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht; glaube nur.

 

Markus 5,35.36

 

Glaube nur!

 

Fürchte dich nicht! Glaube nur. - Diese wenigen Worte Jesu gehören zu seinen tröstlichsten Worten.

 

Denkst du an frühere und aktuelle Sünden in deinem Leben?

 

Bedrücken solche Gedanken dich immer wieder und machen sie dich unglücklich? Fürchte dich nicht! Glaube nur, dass deine Sünden vergeben sind, wenn du sie aufrichtig bereut und Gott bekannt hast.

 

Machst du dir Sorgen um den nächsten Tag? Hast du Angst davor, deine Arbeit zu verlieren und deine Familie nicht mehr versorgen zu können? Fürchte dich nicht! Glaube nur, dass Gott sich um dich kümmern wird, wenn ER dein Vater ist - egal, was auch geschieht.

 

Machst du gerade eine schwierige Zeit durch? Hat dich jemand verlassen, der dir nahestand? Wurden deine besten Pläne durchkreuzt? Fürchte dich nicht! Glaube nur, dass die Liebe Gottes dich durch diese schwierige Zeit tragen wird. Er möchte, dass es deiner Seele gut geht.

 

Ist eines deiner Kinder auf einen schlechten Kurs geraten und hast du den Eindruck, dass es jeden Tag schlimmer wird? Fürchte dich nicht! Glaube nur, dass Gott die Macht hat, dein Kind zu schützen, und dass Er dieses verlorene Schaf suchen wird, bis Er es gefunden hat.

Hast du Angst vor dem Tod? Fürchte dich nicht! Glaube nur, dass du im Augenblick des Todes seine Gnade erfahren wirst, wenn du ein Kind Gottes bist.

 

Glaube daran, dass dein Hirte im Sterben bei dir sein wird!

 

Nichts und niemand kann dich IHM entreißen!

 

Er wird dich auf seinen starken Armen tragen, bis du bei Ihm bist. (Johannes 10,28)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiederum nun redete Jesus zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Johannes 8,12

 

Bericht einer jungen Chinesin

 

Ich hörte einmal, wie ein Prediger folgenden Vergleich anstellte: „Wenn wir ein Stück Holz an einem dunklen Ort liegen lassen, werden sich alle möglichen Insekten darunter verstecken. Aber wenn wir sie dem Licht aussetzen, werden sie weglaufen, denn sie hassen Licht. Genauso ist es mit unserem Herzen: Wenn Jesus, das Licht der Welt, nicht darin wohnt, ist es noch in der Finsternis und es verbergen sich alle möglichen schlechten Gedanken darin. Doch sobald wir Christus in unser Leben aufnehmen und mit Ihm das Licht, wird Er auch unsere schlechten Gedanken vertreiben.“

 

Seit meiner Kindheit hatte ich immer Angst vor Insekten. Als ich eines Tages draußen Krocket spielte, sah ich im Gras einen Stein liegen, der mich an den Vergleich des Predigers erinnerte. Ich schob meinen Schläger unter den Stein und hob ihn an. Eine große Eidechse, ein Tausendfüßler und viele kleine Insekten krochen darunter hervor. Mir wurde klar: Du bist wie dieser Stein, außen glatt und weiß, aber innen voller Sünde.

 

Schlagartig verstand ich, wie scheinheilig es war, nur äußerlich den chinesischen Traditionen von Liebe, Gerechtigkeit und Tugend zu folgen, und ich erkannte, dass ich eine Sünderin war. Ich ließ meinen Schläger fallen und lief in mein Zimmer. Ich kniete neben meinem Bett nieder und betete: „Herr, vergib mir meine Sünde und hilf mir, dein Wort zu verstehen. Als ich wieder aufstand, empfand ich eine große Freude. Endlich hatte ich Frieden gefunden!“

 

 

Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie auf seinen Schwingen trägt; so leitete ihn der HERR allein, und kein fremder Gott war mit ihm.  5. Mose 32,11.12

 

Der erste Flug

 

In der Einsamkeit der österreichischen Alpen ist auf einem Felsen in über 1800 Meter Höhe ein Nest zu sehen. Dort nisten Adler. Sie sind der ganze Stolz eines nahe gelegenen Hochgebirgsdorfs. Mit dem Fernglas beobachte ich das Treiben der majes­tätischen Raubvögel.

 

Heute Morgen herrscht große Aufregung im Nest. Deutlich kann ich zwei junge Adler sehen. Nach und nach schieben die Eltern sie aus dem Nest. Schließlich fallen die Jungen wie Steine heraus. Zunächst schlagen sie völlig verzweifelt und planlos mit ihren Flügeln. Dann werden die Schläge regelmäßiger und kräftiger und der Sturzflug hört auf. Die jungen Adler fliegen! Doch ihr Flug währt nicht lange, denn blitzschnell erscheinen ihre Eltern, brechen die erste Flugstunde ab und bringen jeweils ein Adlerjunges zurück zum Nest.

 

Diese faszinierende Beobachtung ließ mich darüber nachdenken, wie Gott zuweilen seine Kinder lehrt, ihre Flügel des Glaubens zu benutzen. Wenn sie in einer schwierigen Situation den Boden unter den Füßen verlieren, lernen sie, sich auf Gottes Verheißungen zu verlassen. Und sie entdecken, dass Gott immer zur rechten Zeit hilft und seinen Schutz wie die Schwingen eines Adlers ausbreitet.

 

Ja, es ist eine unersetzliche Erfahrung für den Gläubigen, sich nur auf den unsichtbaren Gott zu verlassen. Wenn Er uns aus unserem warmen Nest stößt, geschieht das in der guten Absicht, unser Vertrauen in seine Treue und Liebe zu stärken.

 

 

 

 

Wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch unser innerer (Mensch) Tag für Tag erneuert.  2. Korinther 4,16

 

Hauptsache gesund

 

In unserer Zeit setzen viele Leute alles daran, ihre Gesundheit zu optimieren. Ganze Branchen versprechen, dass ihre Produkte den Menschen gesund machen oder zumindest sein Befinden verbessern. Der Besuch im Fitnessstudio, Pillen und Pülverchen sowie eine bestimmte Ernährungsform sollen dabei helfen, das körperliche Wohlbefinden zu steigern. Und sicher sind wir gut beraten, dass wir auf unsere Gesundheit achten - erst recht, wenn wir in einem Beruf arbeiten, der uns einseitig beansprucht.

 

Die steigende durchschnittliche Lebenserwartung in Westeuropa gibt uns Menschen Hoffnung, noch lange zu leben. Trotz aller Mittel, die uns zur Verfügung stehen, können wir jedoch nicht verhindern, dass wir alt werden und eines Tages sterben.

 

Keine Frage: Ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernährung sind gut, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Aber problematisch wird es, wenn wir uns so einseitig auf die Bedürfnisse unseres Körpers konzentrieren, dass wir Gefahr laufen, unsere unsterbliche Seele zu vernachlässigen. Denn für unsere Seele haben wir einen Arzt nötig, der die Wunden heilt, die durch die Sünde entstanden sind.

 

Dieser Arzt ist Jesus Christus.

 

ER lädt bis heute ein: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28)

 

Wer sich vertrauensvoll an Ihn wendet und seine Sünden bei Ihm ablädt, wird innerlich gesund.

 

Das Herz kommt zur Ruhe, weil die ganze Schuld vergeben ist.

 

Nun kann der Erlöste glücklich sein, denn das Schönste kommt noch für ihn: das ewige Leben in der Herrlichkeit des Himmels.

 

 

Von ganzem Herzen habe ich dich angefleht; sei mir gnädig nach deiner Zusage! Lass deine Erbarmungen über mich kommen, so werde ich leben. Psalm 119,58+77

 

Biblische Antworten auf häufig gestellte Fragen

 

Wie kann ich sicher sein, dass Gott mich hört?

 

Rufe zu mir, und ich will dir antworten und will dir große und unerreichbare Dinge kundtun, die du nicht weißt.” (Jeremia 33,3)

 

Die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören.” (Jesaja 59,1)

 

Jeder, der irgend den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.” (Römer 10,13)

 

Kann ich sicher sein, dass Gott mir meine Sünden vollständig vergibt?

 

Kommt und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden.” (Jesaja 1,18)

 

Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.” (1. Johannes 1,9)

 

Soweit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Übertretungen.” (Ps.103,12)

Was geschieht mit dem Menschen, der Jesus Christus in sein Leben aufnimmt?

 

Er „hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“ (Johannes 5,24)

 

So viele ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.” (Johannes 1,12)

 

Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.” (2. Korinther 5,17)

 

Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1. Korinther 6,11)

 

 

Maria aber stand bei der Gruft draußen und weinte. Als sie nun weinte, bückte sie sich vornüber in die Gruft und sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen, einen zu dem Haupt und einen zu den Füßen, da, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und diese sagen zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie spricht zu ihnen: Weil sie meinen Herrn weggenommen und ich nicht weiß, wo sie ihn hingelegt haben.  Johannes 20,11–13

 

Der Blick in das leere Grab Jesu

 

Petrus und Johannes sind wieder nach Hause gegangen, nachdem sie sich davon überzeugt haben, dass Jesus nicht mehr im Grab liegt. Doch Maria bleibt dort stehen. Wohin soll sie auch gehen? Sie vermisst „ihren“ Herrn. Und der Gedanke, dass man Ihm in irgendeiner Weise Unrecht getan hat, stimmt sie überaus traurig. Ihr ganzes Denken ist auf Jesus ausgerichtet - so sehr hat sie Ihn geschätzt und geachtet.

 

Wieder schaut Maria in die Grabstätte.

 

Den Leib Jesu findet sie auch dieses Mal nicht, aber dafür sieht sie zwei Engel. Andere biblische Personen haben bei Begegnungen mit Engeln furchtsam reagiert. Doch Maria zeigt sich keineswegs erschrocken. Sie spricht mit ihnen, als ob die Begegnung mit Engeln ein alltäg­liches Ereignis wäre. Sie ist so sehr mit der Person beschäftigt, der sie ihre Befreiung von den Dämonen verdankt, dass die überraschende Begegnung mit den Engeln sie nicht sonderlich beeindruckt. Ihr Beispiel macht deutlich, wie eine starke Zuneigung zu Jesus Christus das Herz von jeglicher Furcht befreien kann.

 

Engel sind Boten, sie werden von Gott für eine Aufgabe

ausgesandt.

 

Hier sollen sie einer weinenden Frau helfen. Ihre Warum-Frage soll Maria zum Nachdenken bringen. Denn noch immer ist ihr nicht der Gedanke in den Sinn gekommen, dass Jesus auferstanden ist. Sie sucht weiterhin nach dem Gestorbenen, um Ihn zu beweinen. Dabei ist besonders bewegend, dass sie Jesus meinen Herrn nennt.

 

 

Wenn ihr den HERRN sucht, wird er sich von euch finden lassen. 2. Chronika 15,2

 

Meine Suche nach Gott

 

Schon in der Jugend sehnte ich mich nach Gott. Manchmal betete ich zu Ihm, aber mein Herz blieb kalt. Auch die Last meiner Sünden empfand ich nicht: „Ich bin nicht schlecht und tue niemand etwas zuleide“, dachte ich. Doch im Lauf der Jahre wurde mir klar, dass meine Taten mich vor Gott verurteilten.

 

 

Zu jener Zeit sprach mich ein Christ auf den Herrn Jesus an: „Mach dich auf die Suche! Gott wird dir bestimmt antworten“, ermutigte er mich. So verbrachte ich viel Zeit mit Lesen, doch meine Fragen häuften sich, anstatt dass sie beantwortet wurden. Schließlich nahm ich die Bibel zur Hand und fand die Antworten - aber solche, die ich nicht hören wollte!

 

Einen Monat später hörte ich zum ersten Mal eine christliche Predigt. Dort sprach Gott zu mir. Er zeigte mir, dass sein Sohn für mich am Kreuz gestorben ist. Da kapitulierte ich vor Ihm und bekannte Ihm meine Sünden. Ich glaubte an den Herrn Jesus und fand Frieden. Es blieb nicht aus, dass mein Glaube auf die Probe gestellt wurde, zum Beispiel von meiner Familie: Als ich ihnen von meiner Bekehrung erzählte, wurden meine Eltern ärgerlich und wollten mich jahrelang nicht mehr sehen.

 

Doch Jesus Christus ließ mich nicht im Stich, sondern hat mir immer wieder geholfen.

 

ER lehrt mich durch sein Wort und stärkt meinen Glauben.

 

Mein größter Wunsch ist, dass ich Ihn besser kennenlerne, mich mehr an seiner Liebe erfreue und Ihm ähnlicher werde.

 

Dich zu lieben, Dich zu kennen,
Herr, an Deinem Herzen ruhn,
Dich mit Freuden Meister nennen,
nur, was Du willst stets zu tun.

Dich genießen, Brot und Quelle,
Deine Gnade, Deine Kraft -
das ist, was in unsrer Seele tiefen,
heil´gen Frieden schafft.

 

nach Jeremias Risler (1720-1811)

 

 

 

Der Herr ... ist reich für alle, die ihn anrufen.  Römer 10,12

 

Was suchen Sie?

 

Reichtum? - Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst aber verliert oder einbüßt?“ (Lukas 9,25)

 

Glück? - Glückselig die, deren Gesetzlosigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt sind! Glückselig der Mann, dem der Herr Sünde nicht zurechnet!“ (Römer 4,7.8)

 

Wahres Leben? - Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen (Johannes 17,3)

 

Geborgenheit? - Jesus Christus lädt uns ein: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben (Matthäus 11,28)

 

Frieden? - Christus hat Frieden gemacht durch das Blut seines Kreuzes(Kolosser 1,20)

 

Freiheit? - Jesus Christus spricht: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger … und die Wahrheit wird euch frei machen … Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein(Johannes 8,31.32.36)

 

Ansehen? - Und du trachtest nach großen Dingen für dich? Trachte nicht danach! Denn siehe, ich bringe Unglück über alles Fleisch, spricht der H ERR(Jeremia 45,5)

 Liebe? - Gott ist Liebe. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten

(1. Johannes 4,8.9)

 

 

Da Jesus bei sich selbst wusste, dass seine Jünger hierüber murrten, sprach er zu ihnen: Stoßt ihr euch daran? [oder: Ärgert euch dies?]  Johannes 6,61

 

Eine anstößige Botschaft?

 

Manche Menschen stören sich daran, was die Bibel über Jesus Christus sagt:

  • Jesus, der Sohn Gottes, ist Mensch geworden.
  • ER ist am Kreuz gestorben.
  • ER ist aus den Toten auferstanden und in den Himmel aufgefahren.

Wenn Er sich zu Gott gemacht (wie die römischen Kaiser es taten) und sich als Gott unter Menschen gezeigt hätte (was die griechischen Sagen von den Göttern berichteten), dann hätte man Ihn akzeptieren können. Aber dass ER, der Gott war und ist, vom Himmel auf die Erde kam, dass Gott also Mensch wurde - unbegreiflich, unerklärlich, unakzeptabel!

 

Wenn das Todesurteil über Jesus Christus berechtigt, wenn ER also ein schuldiger Verbrecher gewesen wäre, dann hätte man Ihn akzeptieren können. Aber dass ER als „der Gerechte für die Ungerechten“ am Kreuz starb (1. Petrus 3,18), dass Gott somit seinen Sohn strafte, damit Menschen gerettet werden können - unbegreiflich, unerklärlich, unakzeptabel!

 

Wenn Jesus im Grab geblieben wäre, wenn man sicher wüsste, dass ER nur scheintot oder besinnungslos war, dann hätte man Ihn akzeptieren können. Aber dass ER nach drei Tagen seinen Jüngern erschien, sein Leichnam nicht mehr aufzufinden war und dass ER  nach 40 Tagen wieder in den Himmel zurückkehrte - das war unerhört, unerklärlich, unakzeptabel!

 

Ja, Menschwerdung, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt sind Stolpersteine des Glaubens, sind Anstoß und Ärgernis!

 

Damals wie heute!

 

Und doch ist es wahr:

  • Gott ist in Christus Jesus Mensch geworden.
  • Jesus Christus ist am Kreuz gestorben.
  • ER ist auferstanden und in den Himmel aufgefahren.

Unfassbar - aber trotzdem wahr!

 

 

 

 

Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus.

 

Apostelgeschichte 8,5

 

Warum Jesus und nicht ein anderer?

 

Viele Menschen sind auf einer spirituellen Suche und wissen nicht, welchen Weg sie einschlagen sollen. So viele Religionen und Philosophien werden angeboten! Warum sollte man an Jesus Christus glauben und nicht an Buddha, Konfuzius oder Mohammed? Führen nicht alle Wege in den Himmel? Die Antwort lässt sich in drei Worten zusammenfassen.

 

Nur Jesus lebt!

 

Nur Jesus kann von sich sagen, dass ER der Sohn Gottes ist, denn Er ist der Einzige, der den Tod besiegt hat. Buddha und die anderen liegen noch heute in ihren Gräbern. Aber Jesus ist am dritten Tag aus den Toten auferstanden. Die Belege für seine Auferstehung sind vielfältig.

 

Da ist zunächst das leere Grab. Um zu verhindern, dass die Jünger Jesu den Leichnam Jesu stehlen, kommandierte der römische Statthalter Pontius Pilatus eine römische Wache zum Grab. Trotzdem war das Grab leer, als am Ostersonntag einige Jünger in aller Frühe zum Grab kamen! Die Römer konnten sich das nicht erklären; hätten sie dafür eine Erklärung gehabt, so hätten sie diese bekannt gemacht, um die Nachricht von seiner Auferstehung, die die Jünger bald verkündeten, zu ersticken.

 

Es gab keine andere Erklärung: Jesus war wirklich auferstanden!

 

Danach sahen mehr als 500 Zeugen den Auferstandenen! (1. Korinther 15,6) Die Zahl ist beeindruckend.

 

500 Stimmen können nicht ignoriert werden.

 

Jemand, der mächtiger ist als der Tod, verdient unsere ganze Aufmerksamkeit.

 

Auf IHN sollten wir hören!

 

Jemand, der den Tod erlitten und überwunden hat, ist der Einzige, der uns vom Tod erlösen kann. Nur ER kann von sich sagen: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Offenbarung 1,18)

 

Nur Jesus Christus ist glaubwürdig, weil nur ER lebendig ist.

 

 

 Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir.

Offenbarung 3,20

 

Christliche Gemeinschaft - Christlicher Dienst - Christliche Anbetung

 

Immer wieder suchte Jesus das kleine Dorf Bethanien auf, das knapp 3 Kilometer östlich von Jerusalem liegt. Dort wohnten Martha und Maria mit ihrem Bruder Lazarus. Sechs Tage vor seinem Kreuzestod ist Er am Abend wieder einmal mit seinen Jüngern in Bethanien, und zwar „im Haus Simons, des Aussätzigen“. „Sie machen ihm nun dort ein Abendessen“ (Markus 14,3; Johannes 12,1.2) Es wird speziell für Ihn zubereitet - nicht in erster Linie für die Jünger oder für Lazarus, der ebenfalls anwesend ist und den man hätte feiern können, weil Jesus ihn vor kurzem aus den Toten auferweckt hat.

 

Außer Lazarus sind auch Martha und Maria anwesend. Diese Drei verdeutlichen drei Aspekte in der Beziehung eines Gläubigen zu seinem Gott und Herrn:

  1. Lazarus sitzt gemeinsam mit Jesus und seinen Jüngern am Tisch. Das ist ein Bild für die glückliche Gemeinschaft eines Christen mit seinem Herrn und mit anderen Christen. Sie können von der Kraft des neuen Lebens zeugen und genießen gemeinsam ihre christlichen Segnungen. (1. Johannes 1,3; Epheser 1,3)
  2. Martha dient. Das ist ein Bild eines Christen, der sich hingebungsvoll in den Dienst seines Herrn stellt. (Römer 12,1) ER denkt nicht an sich und ist stets für andere da.
  3. Maria salbt Jesus mit kostbarem Duftöl. Das ist ein Bild für christliche Anbetung, die Jesus Christus und seine großartigen Taten bewundert. Anbetung ist die vorzüglichste Aufgabe im Leben eines Christen; auch im Himmel wird sie nie aufhören. Jesus sagte: „Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter“ (Johannes 4,23)

 

 

An dem Tag, da ich mich fürchte, vertraue ich auf dich. Psalm 56,4

 

 

Mein Vater

 

In einem alten Buch habe ich folgende Begebenheit gelesen: In einer Schule wurde eines Tages der Feueralarm ausgelöst. Die Schüler drängten panisch nach draußen, wobei sich einige verletzten; und ein Mädchen sprang in Panik sogar zum Fenster hinaus.

 

Nur ein Mädchen machte keine Anstalten, den Klassenraum zu verlassen. Zwar war ihr die Angst vor der drohenden Gefahr deutlich anzusehen, doch sie bewegte sich nicht vom Platz.

Nachdem der Alarm vorüber war und die Mitschüler wieder zurückgekommen waren, fragten sie das Mädchen, warum sie als Einzige so ruhig geblieben sei. Da erklärte sie: „Mein Vater ist Feuer­wehrmann und hat mir gesagt, ich sollte bei Alarm nur ganz ruhig am Platz bleiben. Er würde schon kommen und mich beschützen.“

 

Die Antwort des Mädchens hat mir zu denken gegeben.

 

Sie zeigt, dass sie ein bemerkenswertes Vertrauen in die Fähigkeiten und den Mut ihres Vaters hatte: Ihm traute sie alles zu und daraus bezog sie die Kraft, ruhig zu bleiben.

 

Vielleicht kann diese Geschichte mich neu dazu anspornen, wie ein Kind mein Vertrauen auf Gott zu setzen, der mich liebt und die Macht hat, mich zu bewahren. Und aus diesem Vertrauen werde ich dann auch die notwendige Kraft schöpfen, um still zu bleiben, wenn es heiß wird und ich den Herausfor­derungen nicht gewachsen bin.

 

Vertraue still dem HERRN und harre auf ihn!

 

Nur auf Gott vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine Erwartung.

 

Psalm 37,7; 62,6

 

 

Als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich zurück und sieht Jesus dastehen; und sie wusste nicht, dass es Jesus war. Jesus spricht zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie, in der Meinung, es sei der Gärtner, spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn wegholen. Jesus spricht zu ihr: Maria!

 

Johannes 20,14–16

 

Maria Magdalene

 

Gerade hat Maria Magdalene mit den Engeln gesprochen. Sie weint, weil sie „ihren Herrn“ nicht dort findet, wo sie Ihn erwartet hat. Doch ER ist ganz in ihrer Nähe, sie weiß es nur nicht. Wie barmherzig zeigt sich hier der Gute Hirte: ER sorgt dafür, dass sein Schaf Trost findet, aber nicht durch die Engel - ER selbst will ihr begegnen und zu ihrem Herzen reden.

Woher kommt Jesus plötzlich und warum erkennt Maria Ihn nicht? Der Auferstandene ist kein Geist! ER ist als Mensch auferstanden und hat einen Körper, der betastet werden und essen und trinken kann. Aber dieser Auferstehungskörper ist nicht an Zeit und Raum gebunden, wie wir noch sehen werden. Offensichtlich kann er auch in einer anderen Gestalt erscheinen. (Lukas 24,39; Markus 16,12) Allein die Tatsache, dass Maria meint, sie habe es mit dem Gärtner zu tun, beweist, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist: Man konnte Jesus für einen normalen“ Menschen halten.

 

Maria ist in Gedanken bei „ihrem Herrn“ und setzt voraus, dass der „Gärtner“ weiß, von wem sie spricht. Deshalb nennt sie keinen Namen, sondern sagt nur ihn: Sage mir, wo du ihn hingelegt hast.“ Jetzt gibt es einen Lichtblick für sie: Vielleicht hat der Gärtner den Leib Jesu an eine andere Stelle gelegt. Auf jeden Fall möchte sie Ihn wiederhaben.

 

Auf der Suche nach dem Gestorbenen findet Maria den Auferstandenen.

 

Wie ein Blitz das Dunkel erhellt, hat das Wort Jesu ihr Herz erreicht: „Maria!“

 

 

Die Rechte (o. die Gebote) des HERRN sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt; sie sind kostbarer als Gold und viel gediegenes Gold und süßer als Honig und Honigseim.

 

 

Psalm 19,10.11

 

Honiganzeiger und Honigdachs

 

Der Honigdachs ist ein dachsartiger Marder und lebt in Afrika, Vorderasien und Indien. Er wird bis zu 75 Zentimeter lang und bis zu 15 Kilogramm schwer. Mit dem Honiganzeiger, einem Spechtvogel, besteht ein ganz erstaunliches Bündnis: Dieser Vogel teilt nämlich seine Vorliebe für Honigwaben und Bienenmaden mit dem Honigdachs, und beide kooperieren, um an die begehrten Leckerbissen zu kommen. Der Honiganzeiger kann die Nester einiger Bienenarten zwar allein aufbrechen, doch bei den größten und ergiebigsten Nestern ist er dazu nicht in der Lage. In solchen Fällen spürt der Vogel einen Honigdachs auf, der ihm dabei helfen soll.

 

Dann flattert der Honiganzeiger von Ast zu Ast in Richtung des Bienennests und wippt dabei lockend mit dem Schwanz. Der Dachs folgt seinem gefiederten Freund. Am Nest verstummt der Vogel. Der Honigdachs bricht das Bienennest natürlich aus Eigennutz auf, aber für seinen Führer bleibt stets genug übrig, so dass er für seinen Lotsendienst belohnt wird.

 

In Psalm 19 vergleicht König David die guten Anweisungen Gottes mit Gold und mit Honig. Wer sich die Mühe macht, die Bibel gründlich zu lesen, wird David beipflichten: Ja, so wertvoll, so „schmackhaft“ und so lebenswichtig ist Gottes Wort! Viele haben es gekostet und nähren sich Tag für Tag davon. Und so wie der Honiganzeiger den Honigdachs auf den Honig aufmerksam macht, so möchten wir unsere Leser immer wieder auf den Reichtum aufmerksam machen, der in der Bibel zu entdecken ist.

 

Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet.“  Psalm 119,162

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als [Jesus] am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder Simons, die in dem See Netze auswarfen, denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen; und sogleich verließen sie die Netze und folgten ihm nach.  Markus 1,16–18

 

Simon und Andreas

 

Sie sind Brüder. Beide sind Fischer am See Genezareth, offensichtlich in einem größeren Fischerei­betrieb, denn es gibt mehrere Tagelöhner.

 

Als die beiden gerade dabei sind, Netze in den See zu werfen, um Fische zu fangen, kommt Jesus vorbei und ruft sie in seine Nachfolge.

 

Bitten die beiden nun um Bedenkzeit?

 

Wollen sie erst einmal eine Nacht darüber schlafen?

 

Nein, sie stehen auf, verlassen ihre Arbeit und folgen Jesus nach.

 

Und das sofort.

 

Erstaunlich!

 

Auch Lukas erzählt diese Begebenheit in seinem Evangelium. Dabei erwähnt er, dass Jesus kurz vor dieser Begebenheit ein Wunder getan hat. Dieses Wunder hat Simon so sehr entsetzt, dass er ausruft: „Geh von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr“ (Lukas 5,8.9)

 

Ja, in der Gegenwart des Herrn Jesus wird einem bewusst, dass man nicht nur gesündigt hat, sondern dass man durch und durch schlecht ist. Simon sagte: Geh - doch Jesus sagt hier: Komm!“ Denn solche Männer und Frauen kann ER gebrauchen (auch heute noch!): die sich selbst realistisch sehen, die wissen, dass in ihnen nichts Gutes ist - die aber den Sohn Gottes lieb haben und Ihm dienen möchten.

 

Jesus Christus möchte auch heute meine Kraft, meine Zeit, mein Leben.

 

Die Entscheidung für Ihn wird dann Auswirkungen auf meinen Alltag haben: in der Schule, im Beruf, im Miteinander, bei Krankheit oder im Alter. Denn ich soll (und werde) mich dann nicht mehr um mich selbst drehen - sondern der, der für mich gestorben ist, wird der Mittelpunkt meines Lebens sein. (2. Korinther 5,15)

 

 

 

An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus da und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Johannes 7,37

 

Schöpfe nur!

 

Der Amazonas strömt in seinem Mündungsgebiet gewaltige Massen von Süßwasser in den Atlantik. Daher ist das Wasser schon weit draußen im Meer bereits genießbar, lange bevor man die Küste auch nur erahnen kann.

 

In früherer Zeit fuhr einmal ein Segelschiff von Europa nach Südamerika. Sturm und Nebel hatten seine Fahrt verzögert. Es war bereits so lange unterwegs, dass das Trinkwasser an Bord knapp wurde. Die Mannschaft gab sich alle Mühe, so sparsam wie möglich mit dem Wasservorrat umzugehen. Doch bald war auch die letzte Wassertonne leer. Zu allem Unglück wollte auch kein Wind mehr aufkommen. Bei völliger Windstille lagen sie fest und ihre Hoffnungen sanken auf den Nullpunkt. Umso größer war ihre Freude, als sie zwei Tage später ein anderes Schiff sichteten. Als sie nahe genug waren, um Zeichen geben zu können, teilten sie den anderen durch Flaggensignale ihre bedauernswerte Lage mit: Wir kommen um, weil wir kein Wasser mehr haben!“

 

Die Antwort kam schnell und erregte allgemeines Erstaunen: Wasser umgibt euch von allen Seiten, schöpft doch!“ Sie wussten nicht, dass sie gerade die mächtige Amazonasströmung kreuzten und statt in Salzwasser tatsächlich in Süßwasser segelten. Gutes, trinkbares Wasser umgab sie von allen Seiten, obwohl noch kein Land in Sicht war.

 

Vielleicht fragst auch du: Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ Dabei umgibt dich schon längst wie ein Ozean von allen Seiten das lebendige Wasser der Liebe Gottes.

 

Deshalb gilt auch dir: Schöpfe nur!

 

 

Licht ist gesät dem Gerechten und Freude den von Herzen Aufrichtigen.  Psalm 97,11

 

Robbies Ehrlichkeit

 

Im England des 19. Jahrhunderts verdiente ein Junge namens Robbie seinen Lebensunterhalt auf der Straße, indem er Nadeln, Kämme und andere Kleinigkeiten verkaufte. „Kauft Kämme und Nadeln!“, rief er im Wartebereich eines Bahnhofs. Aber seine Stimme war schwach, denn er war müde und hungrig. Kaum einer nahm Notiz von ihm. Endlich trat eine Dame zu ihm und sagte: „Ich nehme ein Set Nadeln, damit ich diesen Riss in meinem Kleid feststecken kann, bis ich nach Hause komme.“ Dann wandte sie sich an ihren Bruder: „Harry, bezahlst du bitte?“ Der Mann gab Robbie das Geld. Aber der Junge protestierte: „Nein, Madam! Das ist zu viel! Ich habe heute Morgen von Ihren Nadeln schon zwei an meine kleine Schwester abgegeben, die ihr Puppenkleid reparieren wollte.“ Mit diesen Worten gab der Junge zwei von den zehn Cent wieder zurück, die er bekommen hatte.

 

„Du bist aber ehrlich“, witzelte der Mann, „wie willst du über­leben, wenn du nicht ab und zu ein wenig schummelst?“

 

Entschieden erwiderte Robbie: „Lieber würde ich gar nicht leben, als durch Betrug zu leben.“ „Wer hat dir das beigebracht?“, fragte der Mann.

 

„Meine Mutter, Sir, bevor sie starb und in den Himmel ging. Und ich bin sicher, sie würde mich lieber sterben sehen, als einen unehrlichen Jungen zu haben.“

 

„Du hast recht, mein Junge“, gab der Mann nachdenklich zu, denn er war selbst ein Kaufmann, hatte gerade Geldsorgen und plante, sich durch einen Betrug zu helfen. Doch die schlichte Ehrlichkeit Robbies beeindruckte ihn so sehr, dass er seinen Plan aufgab und durch Gottes Hilfe ehrlich aus seiner Not herauskam. Auch für Robbie lohnte sich seine Ehrlichkeit. Denn der Kaufmann stellte ihn ein und übertrug ihm viel Verantwortung, weil er sich ja auf Robbie verlassen konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schau nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich stütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit.

Jesaja 41,10

Eigenschaften von Stürmen

 

Stürme haben einige Eigenschaften, die sich auf unser Leben übertragen lassen:

 

Erstens sind Stürme so stark, dass sie uns umwerfen können. - Wir verlieren den Boden unter den Füßen. Vielleicht wissen wir nicht mehr, wer wir sind. Wenn es Ihnen so geht, dann lassen Sie sich den Tagesvers aus dem Propheten Jesaja zusprechen.

 

Zweitens sind Stürme unberechenbar. - Auch im Leben können Situationen eintreten, die für uns völlig unberechenbar sind. Wir waren noch nie zuvor in einer bestimmten Lage und fühlen uns hoffnungslos überfordert. Wir haben keine Ahnung, ob der Sturm schlimme Folgen haben wird oder eher harmlos ist. Wir können sein Ausmaß nicht einschätzen. - Fühlen Sie sich dem Wüten eines Lebenssturms hilflos ausgeliefert? Dann lesen Sie, was der Apostel Paulus über die Liebe Gottes schreibt: „Denn ich bin überzeugt, dass … weder Gegenwärtiges noch Zukünf­tiges noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe … uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist“  (Römer 8,38.39)

 

Drittens wissen wir in der Regel nicht, wie lange der Sturm dauert. - Ungewissheit zu ertragen, fällt schwer. Wie gerne hätten wir eine klare Vorhersage, wann die See wieder glatt und der Himmel wieder blau sein wird. Aber niemand kann uns sagen, wann der Sturm vorüberziehen wird. - Quält Sie die Ungewissheit Ihrer Lage? Dann machen Sie folgendes Psalmwort zu Ihrem Gebet: „Die Ängste meines Herzens haben zugenommen; führe mich heraus aus meinen Drangsalen!“ Und seien Sie gewiss: „Du, der du uns viele Bedrängnisse und Übel hast sehen lassen, du wirst uns wieder beleben und uns wieder heraufführen aus den Tiefen der Erde“ (Psalm 25,17; 71,20)

 

 

Jesus aber redete sogleich mit ihnen und spricht zu ihnen: Seid guten Mutes, ich bin es; fürchtet euch nicht! Markus 6,50

 

Wenn Stürme um dich toben

 

Wenn Stürme um dich toben, erbarmungslos und schwer,
wenn sie den Atem nehmen, die Sicht noch umso mehr.
Wenn du siehst gar kein Ufer, nicht mal den Horizont,
da sind nur Wolken, Nebel - wie eine graue Front.

Wenn du dich fühlst alleine, weil niemand dich versteht,
dir schwindet Kraft zu tragen, weil keiner mit dir geht.
Es türmen sich die Sorgen wie Wellen auf so hoch
und du fragst dich verzweifelt: Wer kann mir helfen noch?

„Sei guten Mut’s, ich bin es! Drum fürchte dich doch nicht!“ -
so sprach im Sturm einst Jesus. ER hält, was Er verspricht.
ER kann dich ganz verstehen. ER fühlt die Not mit dir.
Es ist, als würd ER sagen: Mein Kind, vertraue mir!“

ER ist im Sturm längst bei dir. ER schaut nicht einfach zu.
ER will dir Frieden geben. Bei Ihm kommst du zur Ruh.
ER hat die Macht zum Helfen zu seiner guten Zeit.
ER bringt dich sicher durch den Sturm bis in die Ewigkeit.

 

 

 

 

Sie wendet sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni! - das heißt Lehrer. Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalene kommt und verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen und er dies zu ihr gesagt habe. Johannes 20,16–18

 

Jesus Christus, Gott und Mensch in einer Person!

 

Als Maria Magdalene verzweifelt und weinend nach dem Leib Jesu sucht, kommt der Herr selbst zu ihr und sagt: Maria!“ Damit gibt ER sich ihr zu erkennen; diese Stimme kennt sie. Was für eine Freude für sie: Ihr geliebter Meister steht vor ihr - Er ist auferstanden! Offensichtlich geht sie sogleich auf Ihn zu, um Ihm, wie gewohnt, durch eine Geste Ehre zu erweisen. Doch der Herr hält sie von einer Berührung ab. ER macht ihr deutlich, dass mit seinem Tod und seiner Auferstehung eine neue Situation eingetreten ist:

 

Jesus ist nach seiner Auferstehung genauso wirklich Mensch wie vorher - Gott und Mensch in einer Person. Doch können wir heute, nachdem ER zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt ist, deshalb keine Beziehung mehr zu Ihm haben? Doch! Sie ist sogar noch inniger als damals während seines Lebens auf der Erde. Die Worte des Herrn an Maria zeigen das:

 

Zum ersten Mal nennt der Herr seine Jünger „meine Brüder“. Durch seinen Tod und seine Auferstehung sind die Gläubigen erlöst worden, und mit dieser Erlösung ist eine neuartige Stellung und Beziehung verbunden.

 

Dennoch stehen die Gläubigen und ihr Herr nicht auf einer Stufe. Der Herr sagt: mein Vater und euer Vater, nicht: unser Vater. Aber die Tatsache, dass seine Beziehung zu Gott, dem Vater, jetzt auch unsere Beziehung zu Ihm ist, lässt uns erstaunen: Was für ein unbeschreiblicher Segen ist aus dem Tod und der Auferstehung Jesuhervorgegangen!

 

 

Siehe, wie Handbreiten hast du meine Tage gemacht, und meine Lebensdauer ist wie nichts vor dir; ja, nur ein Hauch ist jeder Mensch, der dasteht. Psalm 39,6

 

Virtuelles „Leben“ oder echtes Leben?

 

Mein Enkel liebt Videospiele; aber er weiß, dass er seine Schul­arbeiten nicht vernachlässigen darf, um stundenlang in eine virtuelle Welt einzutauchen, die ihn irgendwie fasziniert. Tau­sende von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen lassen sich von diesen Spielen förmlich aufsaugen: Abgekoppelt von der Realität tauchen sie in eine Fantasiewelt ein und identifizieren sich mit furchterregenden Helden, die außergewöhnliche Kräfte besitzen. Gewaltszenen kommen häufig vor, und der Tod im Spiel ist nur ein Zwischenfall, auf den sofort ein weiteres Leben folgt.

 

Vorsicht ist aus mehreren Gründen geboten: Erstens lauert hinter vielen Video- und Computerspielen die Gefahr, spielsüchtig zu werden. Studien zufolge sind bereits 3 bis 10 Prozent der Spieler spielsüchtig.

 

Zweitens können Eltern kaum abschätzen, mit welchen Inhalten sich ihre Kinder an Computer oder Konsole beschäftigen. In vielen Spielen ist nicht nur die Verherrlichung von Gewalt ein Problem, sondern auch Okkultismus und Satanismus, vor denen die Bibel eindringlich warnt.

Drittens vergeuden Computerspiele viel Zeit, die uns ja Gott zur Verfügung stellt. Einmal werden wir vor Ihm Rechenschaft darüber abgeben müssen, womit wir unsere Zeit, die Er uns geschenkt hat, verbracht haben.

 

Gott lädt uns zu einem viel reicheren „Leben in Überfluss“ ein, das in einer engen Beziehung zu Ihm durch Gebet und Bibellesen verwurzelt ist. Wer dieses Leben kennengelernt hat, wird sich in der realen Welt für Gottes Reich nützlich machen. Beherzigen wir den Rat des Apostels Paulus, indem wir Gutes tun und reich sind an guten Werken, damit wir „das wirkliche [echte] Leben ergreifen. (1. Timotheus 6,18.19)

 

 

Schmeckt und seht, dass der HERR gütig ist! Glückselig der Mann, der zu ihm Zuflucht nimmt!

 

Psalm 34,9

 

Gott macht keinen Fehler

 

Der König eines afrikanischen Stammes wurde einmal von einem Tiger angegriffen und konnte nur gerettet werden, weil einer seiner Sklaven eingriff; dabei verlor der König allerdings einen Finger. Zornig schrie er: „Wenn Gott gut wäre, hätte ich keinen Finger verloren.“

 

Der Sklave, ein Christ, antwortete: „Majestät, Gott ist gut, und was Er tut, ist weise. Er macht nie Fehler.“ Das brachte den Herrscher erst recht in Wut und er sperrte den Sklaven, der ihm das Leben gerettet hatte, ins Gefängnis.

 

Einige Zeit später wurde der König von Kriegern gefangen genommen, die ihren Götzen Menschenopfer darbrachten. Er sollte das gleiche Schicksal erleiden. Doch als seine Feinde bemerkten, dass ihm ein Finger fehlte, ließen sie ihn unverzüglich frei, weil es ihnen verboten war, Verstümmelte zu opfern.

 

Als der König nach Hause zurückkehrte, ließ er den gefangenen Sklaven frei und sagte freundlich zu ihm: „Gott ist wirklich gut zu mir gewesen. Ich wäre getötet worden. Nur weil mir ein Finger fehlte, ließen sie mich gehen. Aber ich frage mich, warum Gott mir erlaubt hat, dich ins Gefängnis zu bringen.“

 

„Majestät“, antwortete der Sklave, „wenn ich nicht im Gefängnis gewesen wäre, hätte man mich mit Euch gefangen genommen und an Eurer Stelle geopfert, denn ich habe alle meine Finger.“

 

Wie leicht befinden wir uns in einer Situation, in der wir nicht verstehen, welche Absichten Gott mit uns hat. Aber denken wir immer daran: „Denen, die Gott lieben, wirken alle Dinge zum Guten mit.“ (Römer 8,28)

 

 

Kommt und lasst uns zu dem HERRN umkehren. Hosea 6,1

 

Fähre verpasst

 

Die 7.30-Uhr-Fähre hatte gerade abgelegt, als noch ein Reisender an den Fährschalter stürmte. Man sah ihm an, dass er es eilig hatte - aber er war zu spät. Er schimpfte auf den Taxifahrer, der zu langsam, und auf die Fähre, die zu pünktlich gewesen war. Der Schalterangestellte konnte ihn nur auf die nächste Fähre um 9.15 Uhr verweisen.

 

Langsam beruhigte sich der Mann, zog sich einen Kaffee am Automaten und machte es sich gemütlich. Er nahm sich eine der ausliegenden christlichen Broschüren, blätterte sie oberflächlich durch - und begann dann, aufmerksam von vorne an zu lesen. Die Zeit verging. Schon kamen die ersten Reisenden für die 9.15-Uhr-Fähre, doch noch immer las er und nahm offensichtlich um sich herum nichts wahr. Dann aber kam Leben in ihn, er steckte die Broschüre ein und ging aufs Schiff.

 

Eine Woche später war er wieder da. Er sprach den Schalterangestellten an: „Erinnern Sie sich noch an mich?“ - „Natürlich“, sagte dieser, „Sie waren der Mann, der die Fähre verpasste und darüber so wütend war.“

 

„Ja, das stimmt“, sagte der Mann, „und ich bin froh, dass ich sie damals verpasst habe. Die Fähre habe ich verpasst - aber ich habe dadurch Jesus Christus gefunden. Ich war beruflich so im Stress, dass ich gar keine Zeit mehr hatte, über mein Leben nachzudenken. Und damit auch nicht über Gott. Und dann fuhr mir hier die Fähre vor der Nase weg und auf einmal hatte ich Zeit. Gezwungenermaßen. Ich habe eine Broschüre gelesen und Gott hat zu mir geredet. Nun weiß ich, dass Er mir alle Schuld vergeben hat.“

 

Wenn Sie oder ich das nächste Mal etwas verpassen - dann sollten auch wir uns einmal fragen, was Gott uns damit sagen will

 

 

 

Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn errettet werde. Johannes 3,17

 

Errettung

 

Was bedeutet es, durch Jesus Christus errettet zu werden? Was heißt Errettung?

 

Nun, Errettung heißt nicht, dass man einer Religion folgt, Mitglied einer Kirche ist oder ein Glaubensbekenntnis hat. Das alles kann auf mich zutreffen - und doch bin ich nicht errettet!

 

Errettet sein bedeutet frei sein: frei gemacht von der Sünde, freigesprochen von der Strafe. Nicht mehr gebunden, nicht mehr schuldig - einfach frei! Frei von der Knechtschaft des Teufels, der Knechtschaft durch die Sünde und der Gebundenheit unter ein Gesetz.

 

Errettung ist möglich, weil Jesus Christus in die Welt gekommen ist. Das Erste, was der Engel auf dem Feld in Bethlehem sagte, war: „Euch ist heute ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr“ (Lukas 2,11) Genau so einen wie Ihn brauchte ich! Denn ich hatte gesündigt - und brauchte deshalb einen Retter, einen Befreier. Da hat Gott seinen Sohn in die Welt gesandt, nicht damit ich gerichtet würde, sondern damit ich durch Ihn errettet werde.

 

Errettung ist nur möglich „durch IHN“, durch sonst niemand. Denn Jesus Christus ist der Weg, der einzige Weg zum Vater (Johannes 14,6) Nichts und niemand kann mich retten: keine Religion, keine Reformation, keine Sakramente, keine Gebete, keine guten Werke, keine frommen Fürsprecher. Nur „durch ihn“ kann ich gerettet werden.

 

Jetzt bleibt nur noch die Frage offen, ob ich auf diesem Weg und unter diesen Bedingungen gerettet werden will. - Die Alternative wäre, verloren zu gehen und einmal von Gott bestraft und gerichtet zu werden. Doch noch ist der Herr Jesus bereit, damit die Welt durch ihn errettet werde“. Nun bin ich gefragt - und auch Sie!

 

 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis. 2. Korinther 1,3

 

Ohne Regen kein Regenbogen

 

Es kann keinen Regenbogen geben, wenn es nicht regnet. So können wir auch gewisse Aspekte der Herrlichkeit und Gnade Gottes nicht sehen, wenn wir nicht notvolle Glaubensprüfungen erfahren haben. Wie wunderbar und unschätzbar die göttlichen Verheißungen sind, werden wir in vollem Umfang nur in der Not erfahren.

 

Eine junge Bekannte erzählte mir, dass sie in den Wochen, die sie im Krankenzimmer verbrachte, die Liebe Christi klarer und deutlicher erfahren habe als in all den Jahren ihres Lebens. Worte Gottes, die sie von Kindheit an gekannt hatte, leuchteten zum ersten Mal in einem Glanz auf, den sie vorher nicht gesehen hatte. Die Bibelworte gewannen an tiefer Bedeutung für sie, obwohl sie kein oberflächliches Leben geführt hatte. Vor ihrer Krankheit hatte es in ihrem Leben nie Wolken gegeben - alles war Gesundheit und Glück, und sie hatte die Farben des Regenbogens nicht gesehen. Dies gilt für alle göttlichen Tröstungen. Ihre Bedeutung können wir zwar nie ganz ergründen, aber wir verstehen mehr davon, wenn die Not kommt, in der sie Kraft geben sollen.

 

Eine Seligpreisung heißt: „Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“ (Matthäus 5,4)

 

Wir werden erst dann Trost erfahren, wenn wir trauern!

 

Jeder wiedergeborene Christ, der durch Leid gegangen ist, versteht dies!

 

Trau mir, denn ich bin mit dir, auch wenn du nichts verstehst.
Und ich will dich behüten auf allen deinen Wegen,
wo immer du auch gehst.

Ich will dich nicht verlassen, da kannst du sicher sein.
Mein Wort, das werd ich halten, mit Liebe dich umgeben.
Ich lass dich nicht allein.

 

G. W.

 

 

Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen da, wo die Jünger waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und stand in der Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.  Johannes 20,19.20

 

Der erste Tag der Woche

 

So wie der Sabbat, der letzte Tag der Woche, für das Judentum charakteristisch ist, so ist für Christen der Sonntag bedeutend, der erste Tag der Woche. Der Sonntag ist der Tag der Auferstehung Jesu, und damit ist etwas völlig Neues entstanden, wie wir bereits gesehen haben.

 

Im letzten Buch der Bibel wird der Sonntag des Herrn Tag oder der dem Herrn gehörende Tag genannt. An diesem Tag haben sich die ersten Christen gewöhnlich zum Gedächtnis ihres Herrn versammelt. (Offenbarung 1,10; vgl. Apostelgeschichte 20,7; 1. Korinther 16,2)

 

Hier nun sind die Jünger noch in Angst.

Sie halten die Türen verschlossen, damit ihnen die Feinde Jesu nicht zu Leibe rücken. Doch dann tritt das Unerwartete ein: Jesus steht plötzlich in der Mitte der Jünger und im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit! Niemand braucht Ihm die Tür zu öffnen, weder Mensch noch Engel. Der Auferstehungsleib ist nicht an Raum und Zeit gebunden, obwohl er betastet werden kann. Heute noch unvorstellbar, aber es wird eines Tages für alle Glaubenden wahr werden; dann werden auch sie einen solchen Leib bekommen.

 

Der Gruß Friede euch!“ beruhigt die ängstlichen Jünger.

 

Jesus selbst steht vor ihnen!

 

Seine Wundmale beweisen es. Zudem sehen wir, dass Jesu Tod und Auferstehung allen Glaubenden den Frieden mit Gott garantieren. Jeder, der diesen Frieden genießt, kennt auch etwas von der Freude der Jünger: Obgleich wir unseren Herrn nicht sehen, weil ER im Himmel ist, erfüllt uns eine unaussprechliche Freude: (1. Petrus 1,8)

 

 

Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! Psalm 103,2

 

Die richtige Adresse

 

William Booth (1829-1912), der Gründer der Heilsarmee, erzählt in einem seiner Briefe eine lehrreiche Anekdote:

 

Während einer Besprechung hatte ein Christ ausführlich über die Probleme und Enttäuschungen gesprochen, die er mit seinen Glaubensbrüdern und -schwestern hatte. Darauf erwiderte ein anderer: „Ich sehe, dass du in der Klagstraße wohnst. Ich habe selbst einige Zeit dort gelebt, und es ging mir nie gut. Die Luft war ungesund, das Haus war feucht und dunkel, das Wasser war schlecht, die Vögel sangen dort nie, und ich war ständig traurig und schlecht gelaunt.

 

Aber dann bin ich in die Dankstraße umgezogen, und seither geht es mir gut und meiner Familie auch. Die Luft ist sauber, das Wasser ist klar, das Haus ist gesund und der Sonne ausgesetzt, die Vögel singen, und ich bin von morgens bis abends glücklich. Wenn ich dir also einen Rat geben darf, dann zieh doch ebenfalls um! In der Dankstraße sind noch viele Häuser frei, und wenn du dich entschließen möchtest, umzuziehen, bin ich sicher: Du wirst dich dort sehr wohlfühlen. Außerdem würde ich mich sehr darüber freuen, dich als neuen Nachbarn zu haben.“

 

Denken wir doch öfter über die vielen Gaben nach, die Gott uns schenkt, statt uns darüber zu beklagen, was uns vermeintlich fehlt. Vielleicht können wir dann auch ein wenig mehr Liebe, Freude und Frieden in unsere Straße bringen?

 

Mögen sie den HERRN preisen wegen seiner Güte und wegen seiner Wundertaten an den Menschenkindern!  Psalm 107,8

 

 

Wer ist ein Gott wie du, der die Ungerechtigkeit vergibt? Micha 7,18

 

Gott vergibt dir

 

In Le Bouchet-de-Pranles im französischen Departement Ardèche befindet sich das Geburtshaus von Marie Durand (1711-1776). Dort wird das Leben dieser Christin dargestellt, die als 19-Jährige wegen ihres Glaubens unter Ludwig XIV. inhaftiert wurde. Marie verbrachte insgesamt 38 Jahre unter schlimmsten Bedingungen im „Tour de Constance“, einem Wehrturm in der südfranzö­sischen Stadt Aigues-Mortes am Rande der Camargue.

Als Arbeiter das Dach ihres Hauses in Pranle neu eindeckten, fanden sie eine Dachpfanne, auf der geschrieben stand: „Gott vergibt dir.“ Von wem genau diese Worte stammen und für wen sie waren, lässt sich nicht mehr feststellen. Aber es ist anzunehmen, dass protestantische Christen sie für ihre Verfolger schrieben. Sie folgten damit dem Beispiel des Herrn Jesus, der am Kreuz betete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,34)

 

Derjenige, der die Worte auf die Dachpfanne schrieb, formulierte nicht einfach: Gott vergibt, sondern: Gott vergibt dir.“ Dieses dir richtet sich an jeden, der noch nicht mit Gott im Reinen ist. Gott ist Liebe, und ER ist bereit, die Sünden jedes Menschen zu vergeben. Allerdings muss ein Mensch dazu anerkennen, dass er ein Sünder ist und Gottes Gnade braucht! Gott gewährt sie jedem, der sie haben möchte, aber ER drängt sie niemand auf, der sie ablehnt.

 

Noch ist Gnadenzeit!

 

Noch ist Gott geduldig!

 

Aber bald wird die Tür verschlossen sein. (Matthäus 25,10) Dann wird es zu spät sein, um auf Gottes Liebe antworten zu können. Und das ist äußerst tragisch! Denn auch wenn Gott seine Gnade niemand aufdrängt, geht man ohne Vergebung ewig verloren.

 

Du aber bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Güte(Nehemia 9,17)

 

 

Jesus ..., erbarme dich meiner!

Was willst du, dass ich dir tun soll? ... dass ich wieder sehend werde!

Dein Glaube hat dich geheilt.

 

Lukas 18,38.41.42

 

Persönliche Fürwörter

 

Jemand hat einmal gesagt: „Christentum ist eine Religion von Personalpronomen (persönlichen Fürwörtern).“ Und damit hat er teilweise recht. Vielleicht gebe ich zu, dass alle Menschen Sünder sind und dass Jesus ein Retter ist - doch wichtig ist, dass ich erkenne, dass ich ein Sünder bin und dass ER mein Retter werden muss!

 

Die Geschichte hinter unseren Bibelversen spricht davon. Der Blinde ruft: „Erbarme dich meiner!“ Er hört: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Er antwortet: „… dass ich wieder sehend werde!“ Und er darf hören: „Dein Glaube hat dich geheilt.“

 

Einmal kam ein Mann zu einem Prediger und sagte: „Ich glaube alles, was Sie sagen, und ich liebe Ihre Predigten. Doch ich bin nicht errettet - warum nicht?“ Der fragte zurück: „Sind Sie schon einmal ganz persönlich vor Jesus Christus hingetreten und haben Ihm gesagt: O Gott, wenn kein anderer in dieser Welt gesündigt hat, ich habe gesündigt; auch wenn alle anderen dich ablehnen, ich brauche dich als meinen persönlichen Retter?“ - „Sie meinen also“, sagte der Mann, „mein Problem ist, dass ich Gottes Wort nicht persönlich für mich in Anspruch genommen habe? Das könnte sein.“

 

Dieser Mann war nicht errettet, weil er seine Bekehrung nicht als eine ganz persönliche Angelegenheit zwischen sich und Christus ansah: Er war verloren und er musste gerettet werden. Nur wenn er sagte: „Ich habe gesündigt“, wenn er anerkannte: Ich muss „von neuem geboren werden“, dann würde er hören: „Dein Glaube hat dich geheilt (oder gerettet)“ (Lukas 15,21; Johannes 3,7)

Wenn ich errettet werden will, dann muss ich das persönlich tun! Dann denke ich aber auch an andere und sage es weiter!

 

 

Der, der uns einst verfolgte, verkündigt jetzt den Glauben, den er einst zerstörte. Und sie verherrlichten Gott an mir.  Galater 1,23.24

 

Einst und jetzt

 

Der Apostel Paulus spricht hier davon, was die Christen in Judäa damals bei ihm beobachtet hatten: Einst hatte er die Gläubigen verfolgt und ihren Glauben ausrotten wollen; jetzt verkündigte er selbst den christlichen Glauben, denn er war zu Jesus Christus umgekehrt. Dieser radikale Wandel von einem Verfolger der Christen zu einem Apostel von Jesus Christus war für alle deutlich sichtbar. Aus Saulus (vorher) war Paulus geworden (so hieß er nach seiner Lebenswende).

 

In einem Brief an die Gläubigen in Korinth erwähnt Paulus einige schwere Sünden und schreibt im Anschluss daran: „Und solches sind einige von euch (einst) gewesen; aber ihr seid (jetzt) abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes“ (1. Korinther 6,11) Und von den Christen in Ephesus kann der Apostel feststellen: „Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden“ (Epheser 2,13)

 

Wenn sich im Leben eines Menschen noch nichts Grund­legendes verändert hat, wenn sich also das Einst und das Jetzt durch nichts unterscheiden, ist zu befürchten, dass eine solche Lebenserneuerung, auch Bekehrung genannt, noch nicht stattgefunden hat.

 

Nachdem die Christen in Thessalonich sich bekehrt und eine Lebenswende erfahren hatten, bezeugten die Menschen von ihnen, dass „sie sich von den Götzenbildern zu Gott bekehrt hatten, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten“ (1. Thessalonicher 1,9.10)

 

 

Als Barnabas hingekommen war und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren.

 

Apostelgeschichte 11,23

 

Der Sohn des Trostes

 

Joseph, ein Jude, der auf der Insel Zypern geboren ist, kommt zum Glauben an Jesus Christus. Das erste, was die Bibel von ihm berichtet, ist, dass er seinen Acker verkauft und den Erlös den Aposteln bringt. Die ersten Christen in Jerusalem haben nämlich alles gemeinsam, und es wird jedem das gegeben, was er nötig hat.

 

Joseph ist nicht nur ein freigebiger Christ, er sticht auch durch seinen guten Umgang mit den Gläubigen hervor. Deshalb haben ihm die Apostel bereits den Namen Barnabas gegeben - Sohn des Trostes. Er zeigt großes Einfühlungsvermögen und kann offensichtlich auf Fragen und Probleme der Gläubigen eingehen und ihnen Mut zusprechen.

 

Barnabas kann auch Herzen miteinander verbinden. Das beweist er, als der frühere Christenverfolger Saulus von Tarsus Anschluss an die Gläubigen in Jerusalem sucht. Alle haben Angst vor Saulus. Sie können sich einfach nicht vorstellen, dass aus dem erbitterten Verfolger ein Nachfolger des Herrn Jesus geworden ist. Doch Barnabas geht auf ihn zu und befasst sich mit ihm. So kann er die Gläubigen einerseits beschwichtigen und andererseits dazu beitragen, dass Saulus in ihre Gemeinschaft aufgenommen wird.

Einige Zeit später dringt die Nachricht nach Jerusalem: In Antiochien hat eine Erweckung stattgefunden; viele sind zum Glauben an Jesus Christus gekommen!“ Wir würden erwarten, dass die Apostel sich aufmachen, um die Gläubigen dort zu stärken und ihre Verbundenheit mit ihnen auszudrücken. Doch es ist Barnabas, den sie dorthin senden. Wieder ist er als Sohn des Trostes tätig, indem er die Gläubigen mit Nachdruck ermuntert, mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren“.

 

Alles das kann der Glaube an Jesus Christus in einem Menschenleben bewirken!

 

 

So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen! Psalm 90,12

 

Nur ein Schwindel?

 

Pastor Wilhelm Busch (1897-1966) war noch Hilfsprediger, als er einen Mann in seinem Pfarrbezirk aufsuchte, der sich bei jeder Gelegenheit über das Christentum, die Kirche und die Pfarrer lustig machte.

 

Auch in diesem Gespräch war es nicht anders. Lachend sagte der Mann: „Ich habe den Schwindel längst durchschaut. Ihr Pfarrer seid entweder selbst dumm oder aber ihr seid angestellt, um die Leute dumm zu machen. Der Hauptwitz ist, dass ihr den Leuten Angst macht mit dem, was nach dem Tod kommt.“ Und dann wurde er ganz ernst und feierlich und erklärte: „Ich kann und werde ohne euch Pfarrer sterben. Sterben ist die natürlichste Sache der Welt. Jede Pflanze hat einmal ausgeblüht, und genauso geht es dem Menschen.“ Als Wilhelm Busch ihn verließ, war er überzeugt, dass sein Dienst bei diesem Mann zu Ende war.

 

Etwa ein Jahr später schellte es mitten in der Nacht bei ihm. Draußen stand die Frau jenes Mannes und bat ihn aufgeregt, mitzukommen. Mit ihrem Mann gehe es zu Ende, der Arzt habe keine Hoffnung mehr. Wilhelm Busch weigerte sich, da ihr Mann ihn doch unter keinen Umständen sehen wolle. Da rief die Frau: „Kommen Sie schnell, er selbst hat ja nach Ihnen gesandt! Er sagt immerzu: Der Pfarrer hat doch recht gehabt!“

 

Doch als Wilhelm Busch bei dem Mann eintraf, war dieser schon besinnungslos. Wohl las Busch ihm noch einige Bibelverse vor, aber er hatte nicht den Eindruck, dass der Mann sie noch hörte. So starb er.

 

Als Wilhelm Busch am frühen Morgen nach Hause ging, fror er. Nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich. Ganz groß standen ihm die Worte im Gebet Moses vor Augen:

 

 „Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

 

(Psalm 90,12; Luther)

 

 

Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende auch ich euch. Und als er dies gesagt hatte, hauchte er in sie und spricht zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Welchen irgend ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben, welchen irgend ihr sie behaltet, sind sie behalten. Johannes 20,21–23

 

Die Auferstehung Jesu ist vielfach bezeugt

 

Er selbst hat sich „nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebend dargestellt, indem er den Aposteln vierzig Tage hindurch erschien und über die Dinge redete, die das Reich Gottes betreffen.“ (Apostelgeschichte 1,3)

 

So berichtet es Lukas, und unser Tagesvers bestätigt seine Aussage. Nachdem Jesus die Jünger bereits mit Friede euch!“ begrüßt hat, wiederholt Er diesen Gruß noch einmal. Wenn wir den Zusammenhang beachten, stellen wir fest: Es ist kein Abschiedsgruß, sondern dieser Gruß steht in Verbindung mit dem Missionsauftrag für die Jünger. Sie haben zuerst Frieden für sich selbst empfangen und werden als Nächstes beauftragt, das Evangelium des Friedens anderen weiterzugeben.

 

Der Sohn Gottes hat den Auftrag seines himmlischen Vaters treu erfüllt. Jetzt wird ER zu Ihm zurückkehren und seine Jünger sollen den Auftrag nach demselben Muster fortführen: Gott soll auf der Erde bekannt gemacht werden - seine Liebe und Barmherzigkeit, seine Reinheit und Heiligkeit, so wie ER ist und was sein Wille für uns Menschen ist.

 

Keine leichte Aufgabe, könnten wir denken. Doch der Herr sorgt dafür, dass seine Jünger mit Kraft und Autorität ausgestattet werden. ER haucht das Auferstehungsleben in sie, das in der Kraft des Heiligen Geistes besteht. Und ER vertraut ihnen eine Verwaltung an, die allerdings nicht mit der ewigen Sündenvergebung verwechselt werden darf; diese empfängt der Glaubende nur von Gott selbst.

 

 

 

Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.

Wer von euch überführt mich der Sünde?

 

Johannes 8,7.46

 

Die Ungerechten und der Gerechte

 

Die Schriftgelehrten und Pharisäer stellen dem Herrn Jesus eine Fangfrage. ER jedoch lässt sich nicht darauf ein, sondern fordert sie auf: „Wer von euch ohne Sünde ist …“ Was ist ihre Reaktion? „Als sie aber dies hörten, gingen sie einer nach dem anderen hinaus, anfangend von den Ältesten bis zu den Letzten.“ (V. 9)

 

Das Gesetz, Gottes Maßstab an die Menschen, beweist, dass jeder Mensch ein Sünder ist: „Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.“ (Psalm 14,3) Die Worte, die Jesus Christus damals sagte, stellten die Menschen in das Licht Gottes … klagten sie an … ließen sie verstummen. Die Worte bewiesen, dass der Mensch schlecht ist, dass er gesündigt hat.

 

Das ist heute nicht anders.

 

Auch heute stellt Gottes Beurteilung Menschen in ein Licht, das sie nicht ertragen können. Deshalb wenden sie sich ab und gehen weg und verpassen damit die Gnade, die Jesus ihnen anbietet - und gehen ewig verloren. Doch nur wer im Licht steht, erfährt die Gnade!

 

Wenig später fordert Jesus Christus die Menschen auf: „Wer von euch überführt mich der Sünde?“ Und da ist keiner, der Ihm etwas vorwerfen kann. Schon seine Zeitgenossen mussten anerkennen, dass Er ohne Sünde war. Der römische Statthalter Pontius Pilatus: „Ich habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden.“ Einer der mitverurteilten Verbrecher: „Dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.“ Der Hauptmann, der die Kreuzigung überwachte: „Wahrhaftig, dieser Mensch war gerecht“ (Lukas 23,14.41.47)

 

Der Apostel Petrus bringt es auf den Punkt: „Es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe.“ (1. Petrus 3,18)

 

 

 

Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Johannes 10,14.15

 

Ich habe den Schutz des Herrn erfahren

 

Ein alter Christ berichtet:

 

Im Alter von 15 Jahren nahm ich an einem christlichen Ferien­lager teil. Jeden Abend fand für uns eine Bibelstunde statt. Der Prediger fand immer genau die Worte, die ich brauchte. Mit schlichten, einfachen Worten erklärte er die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit und Glück und zitierte die Worte Jesu: „Ich bin der gute Hirte.“ Er machte deutlich, dass es eine Illu­sion sei, sich ohne diesen Hirten in Freiheit zu wähnen, denn Satan, ein böser Fürst, regiere die Welt. Der Sohn Gottes sei der gute Hirte; Jesus sei gekommen, um auf der Erde zu leben. Er allein könne uns wirklich verstehen. Er sei auch der Einzige, der unsere Sünden wegnehmen könne, weil Er selbst ohne Sünde gewesen sei und unsere Sünden am Kreuz gesühnt habe. Er allein könne uns aus der Macht des Teufels befreien. Die wahre Freiheit, das wahre Glück - nur Jesus könne sie uns geben.

 

Ich zögerte, ich wog das Für und Wider ab. Nach einigen Tagen merkte ich, dass ich aus eigener Willenskraft der Versuchung zum Bösen nicht widerstehen konnte. Ich tat das Böse, das ich nicht wollte, und versagte darin, das Gute zu tun, das ich so gerne tun wollte (vgl. Römer 7,19). So entschloss ich mich, Jesus zu vertrauen, Ihm zu folgen, auf sein Wort zu hören, Ihm zu gehorchen. Ich glaubte, dass Er mir die wahre Freiheit und das wahre Glück geben würde. Ich begann, eifrig die Bibel zu lesen, und diese Lektüre hat mein Leben verändert.

 

Das habe ich im Alter von 15 Jahren geglaubt. Heute, im Alter von 86 Jahren, weiß ich, dass es wahr ist, denn ich habe es erlebt. Ich habe den Schutz des Herrn während all dieser langen Jahre erfahren.

 

 

Die Rede über Jesus verbreitete sich umso mehr; und große Volksmengen versammelten sich, um ihn zu hören und von ihren Krank­heiten geheilt zu werden. Er aber zog sich zurück und war in den Wüsteneien und betete. Lukas 5,15.16

 

Jesus Christus in der Stille

 

„Hast du es schon gehört? Simon hat einen großen Fischfang gemacht. Jetzt folgen er und die beiden Söhne des Zebedäus diesem Jesus von Nazareth!“ - „Ja, und Jesus hat einen Aussätzigen geheilt!“ (s. Lukas 5,6–11.13). In Windeseile verbreiten sich diese Nachrichten von Mund zu Mund, so dass die Menschen bei Jesus zusammenströmen.

 

Und wie reagiert ER? Richtet ER jetzt eine weitere Predigt an die Volksmenge oder wirkt ER jetzt noch mehr Heilungswunder? Nein, dieses Mal zieht ER sich an einen abgelegenen Ort zurück, um zu beten.

 

Wird hier nicht sehr deutlich, dass Jesus Christus ganz anders ist als wir? Wir genießen gerne die Aufmerksamkeit oder Anerkennung unserer Mitmenschen - erst recht, wenn wir meinen, etwas besonders gut zu können.

 

Dem Herrn Jesus ging es dagegen nie um den Beifall von Menschen, sondern immer nur um die Ehre Gottes, seines Vaters. Jesus war vom Himmel auf die Erde gekommen, „um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ (Markus 10,45)

Und als dieser treue Diener Gottes suchte Er regelmäßig die Einsamkeit auf, um zu beten. Wie viel war Ihm doch die gelebte Gemeinschaft mit Gott, seinem Vater, wert!

 

Wie ist das bei dir und mir?

 

Lassen wir uns von dem Gebets­leben Jesu anspornen, regelmäßig die Nähe Gottes in der Stille zu suchen und zu beten? Wenn wir das tun, werden wir geistliche Kraft, inneren Frieden und Mut für den Alltag gewinnen. Und wir werden erfahren, dass Gott ein „Hörer des Gebets“ ist. (Psalm 65,3)

 

 

In Ewigkeit, HERR, steht dein Wort fest in den Himmeln.  Psalm 119,89

 

Die Bibel - nicht willkürlich zusammengestellt

 

Die Bibel besteht aus insgesamt 66 Büchern: 39 im Alten Testament und 27 im Neuen Testament. Diese Bücher sind jedoch nicht willkürlich zusammengestellt worden.

 

Bei der Bildung des alttestamentlichen Kanons (griech.: Richtschnur) wird seit jeher dem Schriftgelehrten Esra eine wesent­liche Rolle als Werkzeug Gottes zugeschrieben: Er sammelte und bewahrte nämlich die heiligen Schriften. Die Schriften des Neuen Testaments dagegen (die Evangelien, die Apostelgeschichte, die Briefe des Paulus und die Offenbarung) wurden von Anfang an als inspirierte (lat.: eingehaucht) heilige Schriften betrachtet. Der Heilige Geist wirkte sowohl bei den Schreibern als auch bei den Empfängern und Lesern: Was die einen unter seiner Leitung schrieben, erkannten die anderen unter seiner Leitung als von Gott inspirierte Schriften an.

 

Der alttestamentliche Prophet Daniel, der selbst ein inspirierter Schreiber war, erwähnt zum Beispiel das Ende der 70-jährigen Gefangenschaft des Volkes Israel, das Jeremia vorausgesagt hatte. Das Buch des Propheten Jeremia, das erst kurz vorher entstanden war, gehörte also für Daniel bereits zu den Schriften, zum Wort des HERRN (Daniel 9,2; Jeremia 25,12). Und der Apos­tel Petrus stellt alle Briefe des Apostels Paulus auf die gleiche Stufe wie die übrigen Schriften, womit er das Alte Testament und das Neue Testament meint, das gerade im Entstehen begriffen war. (2. Petrus 3,16)

 

Der Heilige Geist bewirkte nicht nur, dass heilige Menschen Gottes unter seiner göttlichen Eingebung die heiligen Schriften schrieben, sondern Er bewegte die ersten Leser auch dazu, diese - und keine anderen - Schriften als von Gott kommend anzuerkennen.

(2. Petrus 1,21) Und damit war diese Frage ein für alle Mal geklärt. Und so wird es auch bleiben, denn „in Ewigkeit, HERR, steht dein Wort fest in den Himmeln“.

 

 

Der HERR sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf.

2. Mose 34,27

 

Die Bibel - zuverlässig überliefert

 

Bis zur Erfindung der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert war das Abschreiben die einzige Möglichkeit, einen Text zu vervielfältigen. Bei den Ägyptern, Sumerern und Babyloniern war die Schreibkunst schon im 3. Jahrtausend v. Chr. bekannt. Daher spricht nichts dagegen, dass die ältesten Teile der Bibel sehr früh abgefasst wurden. Diese wurden dann äußerst sorgfältig abgeschrieben und so von Generation zu Generation überliefert.

 

Die ältesten Zeugnisse des Alten Testaments wurden ab 1947 bei Qumran am Toten Meer entdeckt. Einige reichen bis ins 3. Jahrhundert v. Chr. zurück. Diese Funde stellen den ältesten und größten Bibelfund aller Zeiten dar und sind ein einma­liges Zeugnis für die außergewöhnliche Qualität der Überlieferung des Alten Testaments.

 

Von den Schriften vieler antiker Schreiber gibt es heute nur noch wenige Überbleibsel. Von Cäsars Gallischem Krieg (verfasst um 50 v. Chr.) existieren zum Beispiel nur 9 bis 10 gute Handschriften, wobei die älteste 900 Jahre nach Cäsars Tod geschrieben wurde. Diesen Handschriften stehen ca. 3000 Manuskripte des hebräischen Alten Testaments und 5700 Schriften des griechischen Neuen Testaments gegenüber - und das, obwohl die Christen im Römischen Reich und von Seiten des Islam im Nahen Osten stark verfolgt wurden.

 

Die Bibel ist eines der ältesten Bücher der Welt und entstand zwischen ca. 1500 v. Chr. und 100 n. Chr. Sie wurde oft bekämpft und häufig vernichtet und ist dennoch das Dokument der Antike, das bei weitem am besten bezeugt ist. Und obwohl sie am schärfsten kritisiert wird, ist sie auch das am weitesten verbreitete Buch der Welt.

 

Wer sie aufschlägt und liest, der erfährt: „Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet“ (Psalm 119,162)

 

Um die Bibel näher kennenzulernen, empfehlen wir einen kostenlosen Bibelkurs.

 

 

Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Epheser 2,8–10

 

Was Gott erwartet

 

Die Frau war für ihren Glauben an Gott und ihre Frömmigkeit bekannt. Umso bestürzter reagierte sie, als ein Prediger ihr in einem Gespräch sagte, dass sie Jesus Christus als ihren persönlichen Retter haben müsse. Erregt erwiderte sie: „Ich habe sonntags nie in der Kirche gefehlt, habe täglich in der Bibel gelesen und gebetet, habe meinen Nachbarn Gutes erwiesen und meiner Meinung nach alles getan, was ein Christ tun muss! Und nun kommen Sie und sagen mir, dass das alles nicht ausschlaggebend ist!?“

 

Anhand der Bibel erklärte der Prediger ihr, dass alle Menschen Sünder sind und sich nicht selbst erlösen können. Das müssen wir offen zugeben. Wir müssen daran glauben, dass Jesus am Kreuz die gerechte göttliche Strafe für unsere Sünden auf sich genommen hat. Errettung gibt es nur aus Gnade durch den Glauben an Ihn. Wer sich auf eigene gute Taten stützen will, ist verloren.

 

Für die Frau begann ein großer Kampf. Lange saß sie da, das Gesicht in den Händen vergraben. Plötzlich rief sie aus: „O Gott, sollen all meine guten Werke mir denn wirklich alle nichts helfen können? Dann stehe ich ja ganz armselig vor Dir da!“ Ihr Gewissen war erwacht; sie erkannte immer deutlicher, dass sie vor Gottes Heiligkeit nicht bestehen konnte. Und schließlich nahm sie den Sohn Gottes von Herzen als ihren Retter an.

 

Kein Zweifel: Gott erwartet „gute Werke“ von uns.

 

Doch keine noch so gute Tat kann auch nur eine einzige Sünde ungeschehen machen. Wenn aber jemand durch den Glauben an Christus errettet ist, soll und kann er aus Dankbarkeit die guten Werke tun, die Gott für ihn „zuvor bereitet hat“ und die seine Liebe sichtbar werden lassen.

 

 

 

Thomas aber, einer von den Zwölfen, genannt Zwilling, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich nicht glauben.

Johannes 20,24.25

 

Der ungläubige  Thomas

 

Was für eine wunderbare Begegnung haben die Jünger mit ihrem auferstandenen Herrn gehabt! Er ist in ihre Mitte gekommen. Diese Zusammenkunft erinnert an die Aussage des Herrn in Matthäus 18,20: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.“ Diese Verheißung gilt bis heute. Auch wenn der Herr heute nicht sichtbar ist: Er ist dort, wo Gläubige sich so versammeln, wie Gott es in seinem Wort mitteilt. Und sie erleben dasselbe wie die Jünger damals: Friede und Freude.

 

Thomas hat etwas verpasst.

 

Er ist nicht dabei gewesen, als der Herr sich den Jüngern gezeigt und ihnen den Friedensgruß zugerufen hat. Jetzt merkt er, dass sie vor Freude sprühen, weil sie den Herrn gesehen haben.

 

ER ist wirklich auferstanden!

 

Thomas haben wir bereits in Kapitel 11 und 14 unseres Evangeliums kennengelernt. Er ist offensichtlich klar, nüchtern und realistisch veranlagt. Deshalb lässt er sich nicht so schnell von Dingen überzeugen, die außerhalb des gewöhnlichen Erfahrungshorizonts liegen.

 

Heute stützt sich der Mensch mehr denn je auf das Sichtbare und Fassbare. Seit dem Altertum hat die Wissenschaft enorme Fortschritte gemacht. Ist damit der Glaube an einen lebendigen Gott überholt? Ist die glaubwürdig bezeugte Tatsache der Auferstehung Jesu deshalb abzulehnen? Nein und noch mal nein! Wer der Bibel, dem Wort Gottes, vertraut, indem er von Dingen überzeugt ist, die man nicht sieht, die aber dennoch real sind, braucht sich nicht zu schämen.

 

 

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben.

Römer 8,32

 

Der „liebe“ Gott

 

Manche Menschen sprechen vom „lieben“ Gott wie von einem greisen Großvater im Himmel. Einer, der ahnungslos, gutgläubig und weltfremd ist. Und dem es gut geht, wenn seine Kinder und Enkelkinder ihren Spaß haben und glücklich sind und dabei nicht allzu viel Unfug anstellen. Einer, der sich am Ende eines Tages zufrieden zurücklehnt und für sich feststellt: Das war mal wieder ein schöner Tag heute!

 

Nicht wenige Menschen haben eine solche (oder ähnliche) Vorstellung von Gott. Doch einen solchen „lieben“ Gott gibt es nicht!

 

Was sollen wir - auch zum Beispiel im Umgang miteinander - von einer Liebe halten, die zu allem Ja und Amen sagt? Würden wir sie nicht eher belächeln? Könnte man sich auf eine solche Liebe verlassen, ja wäre das überhaupt noch Liebe?

 

Gott ist Liebe“, keine Frage, die Bibel sagt es selbst!

Doch weil „Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist“, erweist Er sich nicht allein gnädig und gütig, sondern zugleich wahrhaftig, gerecht und heilig. (1. Johannes 4,8; 1,5)

 

Gottes Liebe ist nicht schwammig, nicht weltfremd!

 

Sie ist konkret, greifbar und sichtbar.

 

Gott hat sie uns gezeigt, ja sogar bewiesen, indem ER seinen Sohn Jesus Christus in die Welt sandte. (Römer 5,8) Doch Gott hat Ihn nicht nur gesandt, sondern Ihn auch nicht verschont. Am Kreuz von Golgatha hat Gott Ihn die Strafe zu unserem Frieden treffen lassen. Denn Er will nicht, dass irgendein Mensch verloren geht, sondern dass alle gerettet werden. Dafür musste sein Sohn sterben. Und dazu war Gott bereit und dazu war auch sein Sohn Jesus Christus bereit. So viel also hat Gott „investiert“, so viel hat Ihn seine Liebestat gekostet!

 

Eine solche Liebe hat Qualität und Tiefgang.

 

 Auf sie kann man sich verlassen und stützen - und kann sie sogar heute noch erfahren.

 

 

Er (Jesus) verharrte die Nacht im Gebet zu Gott. Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger herzu und erwählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte.  Lukas 6,12.13

 

Jesus wählt Menschen aus

 

Nach einer Nacht im Gebet wählt der Herr Jesus zwölf seiner Jünger aus. Was für eine bunte Mischung! Da gibt es zwei Brüderpaare von Fischern, einen Zöllner (Matthäus), einen Freiheitskämpfer (Simon) - und auch jemand, den man als Skeptiker bezeichnen könnte (Thomas). Wie oft wird Jesus für sie gebetet haben, denn sie sollen trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere ein übereinstimmendes und glaubwürdiges Zeugnis vom Leben und später von der Auferstehung ihres Herrn ablegen.

 

Bevor Jesus seine Jünger zum Dienst für sich aussendet, sollen sie von Ihm lernen. Sie ziehen mit ihrem Meister durch das Land und können Ihn auf Schritt und Tritt beobachten. Was sehen sie? Seine Barmherzigkeit, wenn ER Hilfsbedürftigen begegnet; seine göttliche Größe und Macht, wenn ER Wunder tut; seine Geduld, wenn die Schriftgelehrten Ihn bedrängen; seinen Eifer für Gott, wenn die Ehre seines Vaters im Himmel angegriffen wird.

 

Zugleich hören sie seine Worte der Gnade und seine Gebete, die ER öffentlich spricht. Aber sie sehen auch, wenn ER sich immer wieder in die Stille zurückzieht, um mit seinem Gott und Vater alleine zu sein.

 

Noch kurz vor seinem Tod gibt der Herr Jesus ihnen ein unvergessliches Vorbild seiner Demut: ER wäscht ihnen die Füße und bereitet sie auf die Zeit vor, wenn ER nicht mehr leibhaftig bei ihnen sein würde. - Wie oft erfuhren sie seine Liebe: Ja, Erliebte sie bis ans Ende ! (Johannes 13,1)

 

Jesus wählt zwölf Jünger aus und verändert und prägt ihr ganzes Leben (bis auf eine Ausnahme: Judas). Heute ist Jesus im Himmel. Der Dienst der Zwölf ist längst erfüllt. Jetzt geht es um dich und mich. Denn immer noch ruft Jesus in seine Nachfolge.

 

 

 

(Der Apostel Paulus schreibt:) Worin ich Trübsal leide bis zu Fesseln wie ein Übeltäter; aber das Wort Gottes ist nicht gebunden.

 

Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Predigt vollbracht würde und alle die aus den Nationen hören möchten.

 

2. Timotheus 2,9; 4,17

 

Sein Nahesein in meinem Gefängnis

 

Eine Christin aus Mosambik berichtet:

 

Man kann sich sehr schnell unverstanden und isoliert fühlen! Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, empfinden wir Einsamkeit. Wir fühlen uns allein, wenn wir vergessen oder sogar verachtet oder abgelehnt werden. Aber der Herr Jesus lädt uns ein, durch Gebet Ihm zu nahen. Und überhaupt - ER ist es, der sich uns naht.