Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Viele gute und wertvolle Gedanken in diesem Kalender sind einfach zu schade für den täglichen Papierkorb, so dass wir einige zum Segen  unserer Leser hier abdrucken 
(mit freundl. Genehmigung CSV.Verlag.de).

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Er war verachtet, und wir haben ihn für nichts geachtet Jesaja 53,3  

 

Welchen Stellenwert hat Jesus Christus in meinem Leben? 

 

Man sah es ihm an, dass er zufrieden war mit der Begründung, die er mir nennen konnte, als ich ihm einen Kalender anbot: Nein, er wollte dieses Mal keinen haben - er hatte den Platz schon anderweitig vergeben! 

 

Im Folgenden denke ich nicht an den Ort, wo ein christlicher Kalender seinen Platz findet, ob er an der Wand hängt oder auf dem Nachttisch liegt, ob er im Regal verstaubt oder beim Altpapier landet. Mir geht es vielmehr um den Platz, den Jesus Christus in unserem Leben haben möchte: Haben wir, habe ich den vielleicht auch schon „anderweitig vergeben“? 

 

Wir kennen die Redewendung: Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist! 

 Wir meinen damit, dass die Wahl der Freunde Rückschlüsse auf den eigenen Charakter zulässt. 

 

Ich möchte diese Redewendung einmal konkreter formulieren: Sage mir, wie du mit Jesus Christus umgehst, und ich sage dir, wer du bist!  

Der Platz oder Stellenwert, den wir Ihm einräumen, sagt etwas darüber aus, wer Er für uns ist und wie viel Er uns bedeutet. 

 

Viele Menschen, die Jesus Christus damals, als Er auf der Erde war, persönlich begegneten, waren von Ihm ergriffen und überwältigt. In der Bibel finden wir einige erstaunte und frohe Ausrufe seiner Jünger. Thomas sagt: „Mein Herr und mein Gott!“ Petrus erklärt: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Johannes der Täufer weist auf Ihn hin mit den Worten: „Siehe, das Lamm Gottes!“  

Paulus nennt Ihn: 

 „Christus Jesus, mein Herr“, und: „der Sohn Gottes, der mich geliebt hat“.  

Und die Jünger insgesamt rufen aus:  

„Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“  

Anreden, Ausrufe und Beschreibungen voller Wertschätzung, Hochachtung und Liebe! (Matthäus 14,33; 16,16; Johannes 1,36; 20,28; Galater 2,20; Philipper 3,8) 

 

Welchen Stellenwert hat Jesus Christus in meinem Leben?  

Oder habe ich den Platz, der Ihm zusteht, schon anderweitig vergeben?

 

 

 

 

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Vieele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn. Einige aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Joh.11,45.46  

 

Jesus hörte, Jesus liebte, Jesus kam, Jesus weinte, Jesus sprach! 

 

In der beeindruckenden Geschichte von dem Tod und der Auferstehung des Lazarus gibt es fünf Wortpaare, die wir nehmen können, um die ganze Geschichte zusammenzufassen.  

Wir finden sie in den Versen 4.5.17.35.39:  

Jesus hörte, Jesus liebte, Jesus kam, Jesus weinte, Jesus sprach. 

 

Den Inhalt der ersten vier Wortpaare haben unzählige Gläubige schon irgendwie erleben dürfen. Sie machen Mut, dem Herrn Jesus in allen Lebensumständen zu vertrauen. Auf den „gebietenden Zuruf“, das fünfte Wortpaar, warten noch alle, die „in Jesus entschlafen“ sind. Dann werden die Toten in Christus auferstehen - der Tod muss sie alle hergeben -, um zusammen mit den dann lebenden Gläubigen für immer bei Christus zu sein. (1.Thes.4,16.17) 

 

Die Auferweckung des Lazarus hat damals viele Menschen beeindruckt. Zwar hatte der Herr bereits andere Personen auferweckt - die Tochter des Jairus unmittelbar nach ihrem Tod und den Sohn der Witwe von Nain, der bereits auf der Totenbahre lag -, doch am deutlichsten zeigt sich die göttliche Macht bei der Auferweckung des Lazarus aus dem Grab heraus, denn sein Körper hatte bereits zu verwesen begonnen. 

 

Wer das Leben und Handeln Jesu betrachtet, wird zur Entscheidung gedrängt - auch „entfernte Zuschauer“ von heute:  

Entweder wir öffnen unser Herz und glauben an Ihn, oder wir schlagen uns auf die Seite seiner Feinde, so wie damals.  

 

Wer glaubt, wird ewiges Leben ernten; wer Ihn aber ablehnt, wird ewiges Verderben ernten. (Gal.6,8) 

 

Deshalb: „Ergreife das ewige Leben.“  1.Tim.6,12

 

 

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Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du errettet werden. … Denn die Schrift sagt: „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.“  Römer 10,9.11 

 

Die Brücke über den Tay 

 

28. Dezember 1879. Ein Orkan wütet an der schottischen Ostküste, Windstärke 10 bis 11. Die über 3 Kilometer lange Brücke über den Meeresarm Firth of Tay gilt als technisches Meisterwerk. Sicher wird sie den Belastungen standhalten … Um 19 Uhr nähert sich von Süden ein Zug. Am Brückenwärterhaus bremst er auf Schrittgeschwindigkeit ab. Der Lokführer nimmt einen Stab entgegen. Ohne Stab keine Überfahrt! So ist sichergestellt, dass auf der eingleisigen Strecke kein Zug entgegenkommt. - Schnell nimmt der Zug danach wieder Fahrt auf. 

 

Da - ein Augenzeuge sieht plötzlich kometenartigen Funkenflug, einen langen Feuerstrahl, der in den Fluten verschwindet; dann wieder tiefe Dunkelheit. Der gesamte Mittelteil der Brücke ist zusammen mit dem Zug und den 75 Insassen ins Wasser gestürzt. Die Ursachen für das Unglück werden später festgestellt: zahlreiche Konstruktionsfehler, eine schlampige Bauausführung, schlechte Materialqualität, ungenügende Wartung und überhöhte Geschwindigkeit. 

 

Hält unsere Brücke stand?  

Haben wir eine sichere Grundlage für unsere Lebensfahrt?  

Kann sie allen Stürmen trotzen und uns sicher ans himmlische Ziel bringen? 

 

Eins ist gewiss: Was von „Menschenhand“ kommt, ist nur „Tand“. Das sagt schon Fontane in seiner Ballade über diese Brücke. Und das gilt erst recht, wenn es um das ewige Heil geht.  

Auf Menschenwerk können wir da nicht bauen; es ist wertlos.  

Wenn wir nicht zuschanden werden wollen, müssen wir unser Vertrauen ganz auf Jesus setzen.  

 

Er ist der Weg zu Gott - die sichere Brücke!

 

 

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Der Apostel Paulus schrieb: Die Zeit meines Abscheidens ist gekommen. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt 2. Timotheus 4,6.7  

 

Das letzte Kapitel 

In den Räumen der „Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft“ in London ist ein eindrucksvolles Bild des Malers J. D. Penrose zu sehen. Es stellt eine Szene aus dem Jahr 735 dar. Man sieht einen Greis in einem Sessel sitzen mit einem Manuskript in den Händen. Vor ihm sitzt ein junger Mann und schreibt, was ihm diktiert wird. 

 

Der Greis ist Adam Beda, genannt „der Ehrwürdige“, der seine Übersetzung des Johannes-Evangeliums in die altenglische Sprache fertigstellt. as Bild trägt die Unterschrift „Das letzte Kapitel“. 

 

Der Alte ist sich offenbar seiner Schwachheit bewusst und fühlt, dass auch in seinem Leben das letzte Kapitel begonnen hat. Aber er hat die Gewissheit, dass der Tod nur auf seinen Körper Zugriff hat. Und auch das nur für eine Zeit, denn er sieht der Auferstehung entgegen. Sein Geist, der schon den Frieden Gottes empfindet, wird bei seinem Tod zu Jesus gehen ins Paradies. (Lukas 23,43)  

Ein friedvoller Schein erhellt das Gesicht des Alten. 

 

„Das letzte Kapitel“ - diese drei Worte sind doch beeindruckend.  

 

Sie erinnern uns daran, dass auch für jeden von uns der Augenblick kommen wird, wo das Wort „Ende“ unter die letzte Seite unseres Lebensbuches geschrieben wird.  

 

Sind auch Sie dann bereit, vor Gott zu treten?  

Kennen Sie Jesus Christus als Ihren Erlöser? Dann hat Er Sie durch seine sühnenden Leiden schon jetzt zu Gott geführt, und dann können Sie dem Tod nicht nur ohne Furcht, sondern mit froher Erwartung entgegensehen.  

 

So war es beim Apostel Paulus: Er freute sich darauf, zu Christus in die Herrlichkeit zu gehen. (Philipper 1,23) 


 

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Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und ganz Jerusalem mit ihm. Matthäus 2,3  

 

Nicht Jubel, sondern Bestürzung 

 

Dieser Bibelvers wirft ein deutliches Licht auf die Verhältnisse, die zur Zeit der Geburt Jesu unter den Bewohnern Jerusalems herrschten. Endlich war Jesus Christus, der lang verheißene König der Juden, in Bethlehem geboren worden, aber die Elite des Volkes hatte es nicht zur Kenntnis genommen. Die Unwissenheit von König Herodes überrascht uns eigentlich nicht, denn er war kein Israelit, sondern ein Idumäer, ein Nachkomme Esaus, des Bruders Jakobs. Aber hätten die jüdischen Schriftgelehrten über dieses große Ereignis nicht informiert sein müssen? Hatten sie die Geburt des Messias denn etwa nicht erwartet? 

 

In Lukas 2 lesen wir, dass die Geburt des Erlösers einigen einfachen, aber gottesfürchtigen Menschen längst vom Himmel her mitgeteilt worden war. Ja, „das Geheimnis des HERRN ist für die, die ihn fürchten“ (Psalm 25,14), also für die, die an Gott glauben und Ihn ehren. Beispiele dafür sind die Hirten von Bethlehem und andere Gottesfürchtige. Die religiösen Führer in Jerusalem aber gehörten nicht dazu. Schlimmer noch: Genauso wie der König Herodes wurden auch sie „bestürzt“, als sie schließlich hörten, dass „der König der Juden geboren war“ (V. 2). 

 

Das war also die Lage bei der Ankunft des Erretters: nicht Jubel, sondern Bestürzung.  

Die Oberhoheit der Römer war den Juden verhasst, und die Willkürherrschaft von Herodes versetzte sie oft in Schrecken; und doch zogen sie beides der Herrschaft des Sohnes Gottes vor. 

 

Warum das? - Jesus Christus war doch zu ihnen gekommen, um sie von jedem drückenden Joch zu befreien. Sie aber wollten lieber unter fremder Herrschaft und unter der Gewalt der Sünde bleiben, anstatt Jesus als ihren Herrn anzuerkennen. 

 

Und doch: Damals wie heute gibt es Einzelne, die für sich persönlich die Befreiung annehmen und dem Erretter mit glücklichem Herzen dienen.