Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Viele gute und wertvolle Gedanken in diesem Kalender sind einfach zu schade für den täglichen Papierkorb, so dass wir einige zum Segen  unserer Leser hier abdrucken 


(mit freundlicher Genehmigung CSV.Verlag.de).


Gute Saat Kalender Gedanken - 2021

 

 

Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!  Psalm 103,2

 

Das Lied der Barmherzigkeit

( Neujahrsgedanken )

 

Der Teil unseres Gedächtnisses, in dem wir Fakten und Ereignisse abspeichern, wird episodisches Gedächtnis genannt. Von diesem Bereich unserer Erinnerung ist auch in Psalm 103 die Rede. Dort fordert König David sich selbst auf, Gott zu preisen und seine Wohltaten nicht zu vergessen.  ‘‘Was für eine nachahmenswerte Haltung zu Beginn des Jahres!‘‘

 

Wenn wir den ganzen Psalm lesen, spüren wir, wie er von Dankbarkeit bestimmt ist - und von Bewunderung über Gottes Güte. Luther nannte diesen Psalm das „Lied der Barmherzigkeit“, weil dieser in beeindruckenden Worten schildert, wie gnädig und barmherzig Gott ist.

Der Psalmdichter erinnert sich dankbar daran, dass Gott jedem gerne vergibt: „Der da vergibt alle deine Ungerechtigkeit“ (V. 3) Und im weiteren Verlauf des Psalms hält David fest, wie vollständig Gott vergibt, wenn wir unsere Schuld vor Ihm zugeben: „So weit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Übertretungen“ (V. 12)

 

Außerdem betont David, dass es möglich ist, auch im Alter, wenn das Leben mühsam wird, Gottes Güte zu erleben (V. 5)

 

Weiter illustriert David die Barmherzigkeit Got­tes mit den Worten: „Wie ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten“ (V. 13) Dieses Bild aus dem Fa­milien­­­leben verstehen wir sehr gut. Es stellt sich nur die Frage, ob wir zu denen gehören, die vor Gott größte Hochachtung haben.

 

Wir müs­sen uns bewusst machen, dass unser Leben auf der Erde vergebens ist, wenn wir uns nicht ganz Gott anvertrauen. Er ist ein barmherziger Gott, der den Glaubenden nicht nach seinen Sünden behandelt. (V. 10)

 

Es ist daher verständlich, dass der Psalmdichter am Ende des Psalms ausruft: „Preise den HERRN, meine Seele!“

 

 

 

Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters.   Matthäus 13,43

 

Das Nordlicht

 

Im Anschluss an ein gemeinsames Mittagessen nach dem Gottesdienst zeigt M. beeindruckende Filmaufnahmen eines Norwegenurlaubs. Mit einer Drohne hat er die wunderbare Landschaft, die Fjorde, die malerischen Fischerdörfer und die unberührte Natur auf den Lofoten gefilmt. Und auch das Nordlicht hat er mit bewegten Bildern eingefangen.

 

Beim Nordlicht handelt es sich um elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds, die von den Polen der Erde angezogen werden. Sie treffen dabei auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in den oberen Schichten der Erdatmosphäre und verwandeln diese in geladene Ionen. Aber schon nach kurzer Zeit kehren die Teilchen durch Rekombination wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück. So wird elektromagnetische Strahlung frei und es wird Licht ausgesandt.

 

Als ich diese faszinierenden Farbenspiele auf der Leinwand sah, kam mir der Tagesvers in den Sinn. Die „Gerechten“, von denen Jesus Christus an dieser Stelle spricht, sind nicht Menschen, die von Natur aus besser sind als andere.

Es handelt sich auch nicht um Menschen, die von religiösen Amts­trägern heiliggesprochen wurden. Und schon gar nicht sind solche gemeint, die sich selbst für gerecht und besser halten als andere.

 

„Leuchten wie die Sonne“ werden vielmehr einmal jene Menschen, die verstanden haben, dass sie nicht vor Gott bestehen können und daher Vergebung ihrer Schuld nötig haben. Sie sind infolgedessen Jesus als Retter und Herrn begegnet und sind darüber froh geworden. Ihr Leben besitzt Strahlkraft, weil sie Ihn persönlich kennen und in seiner Nähe leben. Und das Schönste kommt für sie noch: das Reich ihres Vaters im Himmel.

 

Gott selbst erfreut sich dann an dem Glanz seiner Kinder, weil seine eigene Herrlichkeit reflektiert wird.

 

 

 

 

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen. Es kommt aber die Stunde, dass jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Dies aber habe ich zu euch geredet, damit, wenn die Stunde gekommen ist, ihr euch daran erinnert, dass ich es euch gesagt habe. Dies aber habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.  Johannes 16,1–4

 

Jesus Christus ist der ewige Sohn Gottes

 

Jesus Christus ist der ewige Sohn Gottes. Er ist vom Himmel auf die Erde gekommen, um den Menschen Erlösung zu bringen. Schon die alten Propheten hatten sein Kommen angekündigt - das Kommen des Messias, der sein Volk befreien und sein Friedensreich aufrichten würde. Die Jünger Jesu haben Ihn lange begleitet. Sie sind überzeugt: Jesus von Nazareth ist der Messias, der Sohn Gottes.

 

Doch jetzt macht Jesus seinen Jüngern eine erschütternde Mitteilung: Er würde sterben und auferstehen und zu Gott, dem Vater, in den Himmel zurückkehren. Sie hingegen würden auf der Erde zurückbleiben und sogar um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Sehr behutsam bereitet Jesus seine Jünger darauf vor, damit sie nicht Anstoß daran nehmen und in ihrem Glauben schwach werden. (Kapitel 13-17) Er würde weiterhin wunderbar für sie sorgen.

 

Die religiösen Führer der Juden würden die Jünger „aus der Synagoge ausschließen“. Sie glaubten zwar äußerlich an den einen wahren Gott, aber sie lehnten den Sohn Gottes ab und verfolgten seine Jünger. Damit bewiesen sie, dass sie den wahren Gott, der Licht und Liebe ist, nicht wirklich kannten. Religiöse Verfolgung und der Glaube an den wahren Gott schließen einander aus.

 

Denn in Jesus „ist die Gnade Gottes erschienen, Heil bringend für alle Menschen“ (Titus 2,11)

 

 

 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Hesekiel 36,26

 

Der Maulwurf

 

Ein farbenfrohes Kinderbilderbuch erzählt von einem Maulwurf, der sich bemüht, ein eigenes Mini-Auto zu bauen. Beim ersten Versuch holt der Maulwurf allerlei Autoteile wie Schrauben, Muttern, Zündkerzen und Lenkrad herbei. Er setzt sie zusammen und wundert sich, dass sein Auto nicht fährt, obwohl er doch nur Originalteile verwendet hat.

 

Beim zweiten Versuch hat er mehr Erfolg. Er findet ein zertrümmertes Spielzeugauto und schleppt es auf den Rat eines Mäusleins in eine Auto­werkstatt. Was dort mit dem Spielzeugschrott passiert, grenzt an ein Wunder: Ein Kran hebt die Trümmer auf. Herunter kommt ein funkelnagelneues Aufziehauto. Der überglückliche Maulwurf fährt mit seinem fahrbaren Untersatz zurück zu seinem Hügel, stellt die Mini-Karosse ab und verschwindet mit dem Aufziehschlüssel über Nacht in seinem Bau.

 

Eine bemerkenswerte Geschichte! Strampeln wir uns nicht allzu oft damit ab, unser Lebensglück allein zu schmieden, statt mit den Trümmern unseres Lebens - mit all dem, was die Sünde in unserem Leben angerichtet hat - zu Dem zu gehen, der uns zu einem neuen Leben voller Sinn und Hoffnung verhelfen will?

 

Christus hat mit seinem Tod am Kreuz für unsere Schuld bezahlt. Wenn wir Gott die Trümmer unseres Lebens bringen, macht Er etwas ganz Neues daraus: Wir werden von neuem geboren und empfangen ewiges Leben. - Diese Verän­derung wird gleich sichtbar werden: Wir haben das Verlangen, Gott zu gefallen und Ihm zu dienen.

 

Außerdem erfahren wir inneren Frieden und Freude, wie wir sie bis dahin nicht gekannt haben.

 

Probieren Sie es aus!

 

 

Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.  1. Korinther 1,18

 

Das Wort vom Kreuz

 

„Gott gibt es wirklich und Jesus Christus lebt“ - mit diesen Worten sprach mich einmal ein Kollege an, der an der gleichen Universität wie ich lehrte. Ich war so perplex, dass ich nichts erwiderte. Aber ich dachte mir, dieser Kollege müsse es ja wissen, denn ich kannte ihn als einen ernsthaften Christen.

 

Ich selbst war innerlich eher zwiegespalten, weil ich zwar an die Existenz Gottes glaubte, mir aber die wirkliche Überzeugung fehlte, dass Jesus Christus lebt. Dennoch beschäftigte mich dieser schlichte Satz meines Kollegen immer wieder. Dann wurde ich zu einer Evangelisation eingeladen und hörte dort, dass Jesus für mich ganz persönlich gestorben ist. Es war die Botschaft vom Kreuz, die man das Evangelium von Jesus Christus nennt. Nie zuvor hatte mir jemand so klar anhand der Bibel verdeutlicht, dass ich wie alle Menschen ein Sünder bin und daher unter dem gerechten Gerichtsurteil Gottes stehe, wenn ich Christus nicht als Retter annehme.

 

Am Ende seines Vortrags bat der Redner, dass sich die Zuhörer zu erkennen geben sollten, die von der Botschaft vom Kreuz berührt worden seien. Das traf haargenau auf mich zu. Ich saß unter den vielen anderen Zuhörern und wusste, dass Gott zu mir sprach. Aber in diesem Moment wagte ich es nicht, mich zu melden. Dennoch nahm ich im Stillen Jesus als meinen persönlichen Retter an, und in diesem Moment wurde ich „von neuem geboren“ (Johannes 3,3.5).

 

Heute weiß ich, dass Jesus lebt. Mit Überzeugung kann ich sagen, dass er nicht im Grab geblieben ist, sondern dem Tod die Macht genommen hat. Ich vertraue voll und ganz dem bib­lischen Bericht, dass Jesus Christus am dritten Tag von den Toten auferstanden ist und jetzt den höchsten Ehrenplatz bei Gott im Himmel hat.

 

 

Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist.

Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen.

Lukas 19,10; Hesekiel 34,16

 

Jesus Christus nahm für uns alles in Kauf

 

Der junge Forscher Raymond Maufrais versuchte, alleine von Guayana nach Brasilien zu gelangen, indem er eines der am wenigsten bekannten Gebiete durchzog. Eine Zeit lang erhielt man regelmäßig Nachricht von ihm, bis er spurlos verschwand. Ein Eingeborener fand sechs Wochen später Raymonds Tagebuch, das er in einer menschenleeren Siedlung zurück­gelassen hatte.

 

Fest davon überzeugt, dass sein Sohn nicht tot war, beschloss sein Vater, ihn zu suchen. Zwölf Jahre lang legte er auf 22 Suchexpeditionen insgesamt 12.000 Kilometer zurück - ohne Rücksicht auf Mühen und Gefahren. Er suchte seinen Sohn mit unerschütterlicher Aus­dauer: in den Tiefen der Urwälder und auf den Höhen der Berge. Er ritzte seinen Namen in Baumstämme und hinterließ Botschaften in Flaschen. Von dem Wunsch beseelt, seinen Sohn zu finden, ignorierte er Hunger und Durst und die ständige Bedrohung seines Lebens durch Eingeborenenstämme, Raubtiere und Schlangen.

 

Schließlich gab er die Nachforschungen auf. Völlig gebrochen und um Jahre gealtert, kam er zurück. „Man lasse mich in Ruhe“, sagte er denen, die seinen Mut lobten, „ich bin nur ein armer Mann, der seinen Sohn verloren hat.“

 

Eine beeindruckende Begebenheit! Erinnert uns das nicht an den, der kam, um die verlorenen Menschen zu suchen und zu retten? Jesus Christus, der Sohn Gottes, verließ einst die Herrlich­keit des Himmels und kam auf diese Erde. Er nahm alles in Kauf, um eine ewige Erlösung zustande zu bringen. Von denen, die Er retten wollte, erfuhr Er bittersten Widerstand und alle Verachtung. Am Ende starb er am Kreuz - aus Liebe zu dir und zu mir! Wie dieser liebende Vater sucht Jesus Christus dich bis heute.

 

Wirst du dich finden lassen? Seine Freude wäre unvorstellbar groß.

 

 

 

Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.   Korinther 3,11

 

Der schiefste Turm der Welt

 

Lange dachte man, dass dieser Titel dem Turm von Pisa zukomme. Doch die Ostfriesen wussten es besser. Der Kirchturm im ostfriesischen Ort Suurhusen, in der Gemeinde Hinte, gilt als der schiefste Turm der Welt. Bei einer Höhe von 27,37 Metern weist der Turm am Dachfirst einen Überhang von 2,47 Metern auf, was einer Neigung von 5,19 Grad entspricht. Zum Vergleich: Der Turm von Pisa bringt es gerade mal auf eine Neigung von 3,97 Grad.

 

Die Kirche von Suurhusen bei Emden stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahr 1450 wurde der Turm angebaut. Er ruht auf einem Fundament aus Eichenstämmen, die jahrhunderte­lang im Wasser konserviert waren. Als im 19. Jahrhundert das Umland trockengelegt wurde, sank der Grundwasserspiegel ab, und die Eichenstämme fingen an zu modern. Das Fundament gab nach, und der Turm neigte sich.

 

Auf das Fundament kommt es also an! - Davon spricht auch der Apostel Paulus in unserem Bibelvers. Auch dort ist „Kirchenbau“ das Thema. Zwar nicht der Bau von Kirchengebäuden, sondern in übertragenem Sinn der Bau der Gemeinde Jesu. Und wie für das Leben des Einzelnen, so gibt es auch für die Gemeinde nur ein einziges geeignetes und tragfähiges Fundament: Jesus Christus selbst!

 

Deshalb ist es so wichtig, dass Jesus Christus im persönlichen Leben, aber auch im Gemeindeleben nicht in den Hintergrund gedrängt wird.

 

Es kommt darauf an, dass Christus gepredigt wird und dass wir an allem festhalten, was das Neue Testament von dem Sohn Gottes bezeugt. Sonst geht es schief!

 

Deshalb: „Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium“ (2. Timotheus 2,8).

 

 

Pilatus sprach zu ihnen: ... Ich habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden in den Dingen, derer ihr ihn anklagt; aber auch Herodes nicht, ... nichts Todeswürdiges ist von ihm getan wordenLukas 23,14.15

 

Freispruch nach 35 Jahren

 

Vor einigen Jahren erschien ein großes Bild in vielen Tageszeitungen. Es zeigte den unschuldig verurteilten Straf­täter James Bain, der einen vornehmen grauhaarigen Herrn, seinen Rechtsanwalt, umarmte. 35 Jahre hatte James Bain unschuldig im Gefängnis gesessen. Ein Gentest brachte es schließlich ans Licht: Er konnte nicht der Täter sein, der vor so vielen Jahren einen neunjährigen Jungen überfallen und vergewaltigt hatte.

 

Ähnlich wie dieser Mann wurden bereits mehrere hundert verurteilte Strafgefangene aufgrund von DNA-Tests wieder freigesprochen. Viele verbüßten langjährige Freiheitsstrafen, einige von ihnen sahen sogar dem Vollzug der Todesstrafe entgegen. Doch keiner erreichte die Zeit von 35 Jahren, die James Bain unschuldig hinter Gittern saß. Umso erstaun­licher war, dass der so lange Zeit unschuldig Inhaftierte weder Bitterkeit noch Groll empfand. Er sagte bei seiner Freilassung: „Ich habe alles in Gottes Hand gelegt.“

 

In der Bibel lesen wir, dass auch Jesus Christus unschuldig verurteilt wurde. Er wurde sogar ans Kreuz geschlagen, obwohl der römische Statthalter Pilatus und Herodes, der Fürst von Galiläa, keine Schuld an ihm fanden.

 

Im Gegensatz zu James Bain hätte sich Jesus aber im Handumdrehen aus dieser schlimmen Lage befreien können. Tat er aber nicht. Vielmehr starb er aus Liebe zu uns, weil Er uns retten wollte. Deshalb können wir jetzt durch den Glauben an Ihn Vergebung der Schuld und ewiges Leben bekommen. Er ist es wert, dass wir uns Ihm ganz anvertrauen - auch, wenn wir zu Unrecht leiden.

 

 

Du, o König, sahst: Und siehe, ein großes Bild; dieses Bild war gewaltig, und sein Glanz außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein Aussehen war schrecklich. Dieses Bild, sein Haupt war aus feinem Gold; seine Brust und seine Arme aus Silber; sein Bauch und seine Lenden aus Kupfer; seine Schenkel aus Eisen; seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton.

Daniel 2,31–33

 

Wer „auf großem Fuß lebt“

 

Wer „auf großem Fuß lebt“, führt einen kostspie­ligen Lebensstil; wenn jemand „auf falschem Fuß erwischt wird“, trifft ihn irgendetwas unvorbereitet - wenn eine Sache auf tönernen Füßen steht, ist sie unsicher und hat keine feste Grundlage.

 

Die Redewendung „auf tönernen Füßen stehen“ hat ihren Ursprung in der Bibel: Im Jahr 605 v. Chr. deportiert der baby­lonische König Nebukadnezar Juden nach Babylon, darunter auch einen jungen Mann namens Daniel. Kurze Zeit später hat der König einen Traum, den nur Daniel erklären kann. Ne­bu­kadnezar sieht ein gewaltiges, außergewöhnliches Stand­bild: Der Kopf besteht aus Gold, der Oberkörper aus Silber, der Bauch aus Kupfer und die Beine aus Eisen. Die Füße aber sind „teils aus Eisen und teils aus Ton“. Im Traum sieht der König einen Stein, der sich losreißt und das Standbild an seinen Füßen trifft. „Da wurde zugleich das Eisen, der Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold zermalmt“. (Vers 35)

 

Heute sind viele Menschen finanziell abgesichert, leben gesund und umweltbewusst, verwirklichen sich im Beruf, genießen das Leben. Offensichtlich ist alles perfekt. Doch dann kommt etwas Unvorhergesehenes in ihr Leben. Der Arbeitsplatz fällt weg, die Ehe zerbricht, eine Krankheit macht sich breit. Plötzlich bröckelt das Lebensfundament, weil es instabil ist.

 

 

Mein Leben soll nicht auf tönernen Füßen stehen - ich möch­te ein Fundament haben, auf das ich mich verlassen kann! Deshalb habe ich mein Leben auf Jesus Christus gegründet. Und dieses Lebensfundament wünsche ich Ihnen auch!

 

 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand von euch fragt mich: Wohin gehst du? Doch weil ich dies zu euch geredet habe, hat Traurigkeit euer Herz erfüllt. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Sachwalter nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden. Johannes 16,5–7

 

Sie sahen SEINE Macht und Herrlichkeit

 

Jesus, der Sohn Gottes, stand im Begriff, zu seinem himmlischen Vater zurückzukehren. Auf der Erde hatte Er gezeigt, wer und wie Gott ist in seiner Heiligkeit und in seiner Liebe. Und nun stand der Höhepunkt bevor: sein Sühnetod am Kreuz. Er, der Heilige und Gerechte, musste für uns, die Ungerechten, leiden und sterben, damit wir zu Gott kommen können. (1. Petrus 3,18)

 

In der zurückliegenden Zeit war es für die Jünger wirklich ein großer Segen gewesen, dass sie ihren Herrn auf Schritt und Tritt begleiten konnten: Sie sahen seine Werke der Macht, hörten seine Worte der Liebe, betrachteten seine Erhabenheit und erfuhren seine Fürsorge. Wäre es nicht ein unersetzlicher Verlust für sie, wenn das alles aufhören würde?

 

Aber der Gewinn würde den Verlust überwiegen. Jesus würde sie verlassen, aber er würde sie nicht allein zurücklassen. Gott, der Heilige Geist, würde als Person auf die Erde kommen, um in den Gläubigen zu wohnen. Er würde sich als Sachwalter auf der Erde ihrer Sache annehmen. Und Er würde sie mit dem auferstandenen Christus, ihrem Sach­walter bei Gott im Himmel, unauflöslich verbinden. Und das ist ein überaus großer Segen.

 

Ergeht es uns nicht manchmal ähnlich wie den Jüngern: Unsere Gedanken sind ganz von einem Verlust in Beschlag genommen, und wir übersehen dabei, wie Gott uns durch dieses Ereignis dennoch am Ende segnen will.

 

 

 

So spricht der HERR zum Haus Israel: Sucht mich und lebt!  Amos 5,4

 

Gibt es ein Leben vor dem Tod?

 

Viele treibt die Frage um: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Andere suchen verzweifelt nach dem Sinn ihres Lebens, bevor es zu Ende ist.

 

Der Liedermacher und Lyriker Wolf Biermann wurde 1936 in Hamburg geboren und zog 1953 in die DDR. Dort wurden seine Auftritte 1965 verboten. Biermann drückte seine Ge­dan­ken zu unserer Frage einmal so aus: „Das kann doch nicht alles gewesen sein. Da muss doch noch irgendwas kommen! Nein, da muss doch noch Leben ins Leben.“

 

Die Bibel berichtet von einem König, der sich genauso mit dem Sinn des Lebens beschäftigt hat. Es war Salomo, der im fortgeschrittenen Alter das Buch „Prediger“ schrieb. Als weiser, erfolgreicher und reicher Herrscher hatte er alle Register gezogen, um glücklich zu werden. Er investierte in beeindruckende Immobilien, legte malerische Parkanlagen mit innovativer Bewässerung an, vermehrte Dienerschaft und Besitz, profitierte von den Tributzahlungen anderer Länder, förderte die Musik und heiratete zahlreiche Frauen. (vgl. Prediger 2,1–12)

 

Doch am Ende musste Salomo ernüchtert und enttäuscht feststellen, dass nichts von alledem sein Leben lebenswert gemacht hatte. Zuletzt gelangte er zu der erstaunlichen Einsicht: „Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch.“ (Kap. 12,13)

 

Welche Lebensziele verfolgen Sie?

Worin suchen Sie Erfüllung und Glück?

 

Der Gott der Bibel lädt Sie ein, den Sinn Ihres Lebens bei Ihm zu suchen und zu finden. Er sagt: „Neigt euer Ohr und kommt zu mir; hört, und eure Seele wird leben.“ (Jesaja 55,3) Darauf kommt es an und dafür lohnt es sich zu leben: Wir dürfen mit Gott leben!

 

Dann leben wir wirklich vor dem Tod. Und dann leben wir auch nach dem Tod - in alle Ewigkeit.

 

 

Jesus antwortete und sprach zu Nikodemus: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Johannes 3,3

 

Die Wiedergeburt des Nikodemus

 

Man könnte diesen „Lehrer Israels“ mit Namen Nikodemus auf unsere Zeit übertragen und ihn vielleicht einen hervorragenden Theologen nennen. Er hatte viel von Jesus gehört und war beeindruckt von den Wunderzeichen, die Er tat.

 

„Dieser Mann muss doch von Gott gekommen sein, denn niemand sonst kann solche Zeichen tun“, so urteilte er nach dem, was er gesehen und gehört hatte. Und damit hatte er recht.

 

Die Wundertaten, die Jesus tat, waren „Zeichen“, mit denen Er sich als der von Gott Gesandte auswies. Die Anwesenheit des Messias wollte Nikodemus sich zunutze machen; von Ihm konnte er noch dazulernen. Aber was jeder Mensch braucht und was selbst Nikodemus nötig hatte, ist nicht, die eigene Religiosität zu verbessern. Wir brauchen eine grundlegende Verän­derung. Diesen Punkt sprach der Herr Jesus ohne Um­schweife an, als Nikodemus bei Nacht das Gespräch mit Ihm suchte.

 

Du musst von neuem geboren werden, wenn du Anteil am Reich Gottes haben willst.“ Das konnte Nikodemus nicht verstehen. Deshalb ergänzte der Herr: „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist“. (V. 6)

 

Die Neugeburt ist ein geistlicher Vorgang mit dem Ergebnis, dass neues, geistliches Leben entsteht.

 

Sie bewirkt ein neues Denken und Handeln, ein Leben in Übereinstimmung mit Gott - also eine Veränderung, die durch Gottes Kraft von innen heraus kommt.

 

Drei Jahre vergingen, da zeigte sich die Neugeburt im Leben von Nikodemus. Zusammen mit Joseph von Arimathia begrub er den Leib Jesu. Er hatte die Worte Jesu verstanden und war sein Jünger geworden.

 

 

 

Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird.   2. Timotheus 4,7.8

 

Wenn wir uns Jesus anvertrauen

 

Der Däne Tycho Brahe (1546-1601) war Astronom und der damals größte Sterndeuter seiner Zeit. Als er starb, wurde nicht nur der berühmteste Wissenschaftler Europas zu Grabe getragen, sondern auch die Ordnung von Erde und Himmel, wie sie seit der Antike galt. Vierzig Jahre lang hatte Brahe geforscht, hatte Sterne beobachtet, entdeckt, kartiert, gemessen, bestimmt und beschrieben. Bei ihm drehten sich, im Gegensatz zur Antike, bereits alle Planeten um die Sonne, allerdings kreiste diese weiterhin um die Erde.

 

Johannes Kepler (1571-1630), mit dem Brahe die letzten zwei Jahre seines Lebens zusammenarbeitete, sollte seinem Weltbild zum Durchbruch verhelfen. Brahe starb mit den Worten: „Möge ich nicht umsonst gelebt haben!“

 

Wünscht sich das nicht jeder von uns? Nicht umsonst zu leben … irgendetwas zu hinterlassen … nicht vergessen zu werden? In der Bibel heißt es von einem König: „Er ging hin, ohne vermisst zu werden“. (2. Chronika 21,20) Ein trauriges Ende!

 

Ganz anders sieht es aus, wenn jemand gegen Ende seines Lebens die Worte unseres Tagesverses schreiben kann.

 

Der Apostel Paulus, von dem dieser Vers stammt, war als fanatischer Christenverfolger von Jesus Christus selbst gestoppt worden, als er sich auf dem Weg nach Damaskus befand. Dann kam es zu einer Kehrtwende von 180 Grad: Er kämpfte nicht mehr gegen Christus, sondern für Ihn. Dabei hatte er ein Ziel vor Augen: bald bei Ihm in der Herrlichkeit des Himmels zu sein.

 

Diese Erfahrung steht jedem offen. Wenn wir uns Jesus anvertrauen, bekommt unser Leben eine klare Perspektive und wir brauchen uns nicht vor dem Sterben zu fürchten.

 

 

Wendet euch zu mir und werdet gerettet, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Gott und keiner sonst. Jesaja 45,22

 

Die Kraft des Wortes Gottes, verändert Menschenleben

 

Zu Beginn des Viktorianischen Zeitalters lebt in Irland der Landarbeiter Andrew Dunn, der aufrichtig nach Frieden mit Gott sucht. Ein für ihn zuständiger Priester kann ihm keine zufriedenstellenden Antworten auf seine Fragen geben.

 

Dann bekommt Andrew ein Neues Testament geschenkt. Wissbegierig beginnt er, darin zu lesen. Als er zu der Stelle in Lukas 15 kommt, wo der verlorene Sohn sagt: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen“, fällt er auf seine Knie, wendet diese Bibelstelle auf sich selbst an und ruft ernstlich zu Gott um Vergebung.

 

Als er sein Gebet beendet hat, fällt sein erster Blick auf die Worte: „Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr“. (Lukas 15,20) Und auch ein anderes Bibelwort lässt ihn nicht mehr los: „Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde“. (1. Johannes 1,7)

 

Dass Gott, der Vater, auf Menschen wartet, die in sich gehen und umkehren, und ihnen sogar entgegeneilt, berührt Andrew tief. Er vertraut sich der Barmherzigkeit Gottes an und erfährt im selben Moment den Frieden, nach dem er so lange gesucht hat.

 

Von nun an verbreitet sich das Evangelium rasch in Andrews Umgebung, zunächst in seiner eigenen Familie. Dann wird ein Nachbar, der als Schläger bekannt ist und Andrew attackieren will, sein bester Freund und Bruder im Glauben. In der Folgezeit finden weitere zwölf Familien zum Glauben an den Herrn Jesus und verbreiten wiederum viel Segen in ihrem Umfeld.

 

Diese wahre Geschichte zeigt, welche Kraft Gottes Wort hat, um das Leben von Menschen zu verändern.

 

Und die gleiche Kraft besitzt es unveränderlich bis heute.

 

Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! 1.Johannes 3,1

 

Die Wiedergeburt

 

Wenn wir eigene Kinder haben, lieben wir sie. Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern hat der Schöpfer in uns hineingelegt. Neben der Liebe zwischen Mann und Frau gibt es keine engere Beziehung als die zwischen Eltern und ihren Kindern. Und nun erfahren wir aus der Bibel, dass Gott Menschen zu seinen Kindern macht. Wie kann das geschehen?

 

Ein Kind entsteht durch Zeugung und Geburt. Ebenso ver­hält es sich im übertragenen Sinn mit der Gotteskindschaft. Der Jakobusbrief erläutert, dass der Gläubige nach Gottes Willen durch das Wort der Wahrheit gezeugt worden ist. (vgl. Jakobus 1,18) Und der Apostel Petrus schreibt in seinem ersten Brief: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten“. (1. Petrus 1,3)

 

Die neue Geburt, die einen Menschen zu einem Kind Gottes macht, ist ein Werk Gottes. Sie geschieht losgelöst von unserer Herkunft oder Abstammung - sonst wären viele Menschen benachteiligt. Selbst soziale oder religiöse Helden­taten machen uns nicht zu Kindern Gottes - und erst recht nicht der Einfluss, den andere auf uns ausüben und sei er noch so gut. (vgl. Johannes 1,13)

 

Was geschehen muss, steht deutlich geschrieben: „So viele ihn [Jesus] aber aufnahmen, denen gab er (Gott) das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben“. (Johannes 1,12)

 

Nichts kann unser Leben reicher, glücklicher und sinnvoller machen als das Bewusstsein, ein Kind Gottes zu sein, den allmächtigen Gott als Vater zu kennen und seinem guten Willen zu folgen.

 

 

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Epheser 2,13

 

Aus der Ferne in die Nähe

 

Wie können wir glücklich in Gottes Nähe leben? Fangen wir vorne an: Gott hatte Adam und Eva geschaffen und sie in einen schönen Garten gesetzt. Dort hatten die ersten Menschen vertrauten Umgang mit Gott. Doch dann änderte sich plötzlich alles: Adam und Eva waren Gott ungehorsam - sie sündigten. Das hatte ungeheure Folgen für die ganze Menschheit, die der Prophet Jesaja wie folgt formuliert hat: „Eure Ungerechtigkeiten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt“. (Kap. 59,2)

 

Die Entfernung zwischen uns und Gott ist keine räumliche Distanz, sondern ein Beziehungskonflikt. Dieser Konflikt kann nicht einfach überspielt werden. Da wir es mit Gott zu tun haben, können wir Ihm nicht nach eigener Vorstellung gut Freund sein. Dadurch würde die Kluft zwischen uns und Gott nicht überbrückt.

 

Doch unser Tagesvers zeigt eine Möglichkeit auf, mit Gott wieder in Gemeinschaft zu kommen. Er redet vom „Blut des Christus“. Gemeint ist der Sühnetod Jesu. Der Sohn Gottes ist nämlich Mensch geworden, um für fremde Schuld sein sündloses Leben zu opfern. Wer an dieses stellvertretende Opfer Christi glaubt und seine Schuld vor Gott bekennt, erhält Zugang zu Gott. Er erfährt Vergebung seiner Schuld und wird ein Kind Gottes. Denn alles, was ihn von Gott trennte, hat Jesus beseitigt.

 

Es ist wunderbar, wenn man wissen darf: Nichts und niemand kann mich von seiner Liebe trennen.

 

Jeden Tag darf ich die Nähe Gottes erfahren.

 

Auch Menschen, die bis dahin nichts mit Ihm zu tun haben wollten, lädt Gott herzlich ein, zu Ihm zu kommen.

 

 Sie heilen die Wunde der Tochter meines Volkes leichthin und sprechen: „Frieden, Frieden!“, und da ist doch kein Frieden. Jeremia 8,11

 

Wie gehen wir damit um?

 

Manchmal traut man seinen Augen nicht. So wurden einem Orang-Utan die Handnägel lila-farben lackiert. Verrückt, nicht wahr?

 

Das Tier ist in einer Tierauffangstation operiert worden. Und gerade, als es aus der Narkose aufwacht, fängt ein Tierpfleger an, sich als Kosmetiker zu betätigen und ihm lila-farbenen Nagellack aufzutragen. Was für einen Sinn hat das? Nun, die ungewohnte Prozedur auf den Nägeln soll den Orang-Utan ablenken, damit er nicht auf die Idee kommt, an dem Verband zu spielen oder in den frischen Wunden zu kratzen. Man will, dass er sich, fasziniert vom Nagellack, erst einmal eine Weile damit beschäftigt, ihn abzukratzen. Eine solche Ablenkung ist nämlich eine Hilfe gegen die Schmerzen.

 

Auch wir Menschen werden verletzt: durch UnfallKrankheitTrennungKündigungArbeitslosigkeit. Wie gehen wir damit um? Denken wir über unser Leben und unsere Prio­ritäten nach, reflektieren und fragen wir uns, ob Gott uns etwas mitteilen möchte? Oder tragen wir einfach nur „Nagellack“ auf, lenken uns ab und fliehen aus der Situation?

 

Was bei dem Orang-Utan sinnvoll sein kann, und was wir bei den kleinen Blessuren unserer Kinder auch schon ausprobiert haben - das verfehlt sein Ziel, wenn Unterhaltung und Abwechslung der Mittelpunkt unseres Lebens werden. Es hilft nicht weiter, wenn wir nur mit dem „Nagellack“ der Ablenkung beschäftigt sind und das Reden Gottes in unserem Leben nicht hören. Gott will, dass wir heil werden.

 

Aber dazu braucht Er unsere Bereitschaft.

 

Ich will hören, was Gott mir zu sagen hat. Ich will mich nicht mit „Frieden, Frieden“ vertrösten - wenn alles in meinem Leben in Aufruhr ist. Ich möchte, dass der große Arzt mir sein Heil schenkt.

 

 

 

Da schrien sie zu dem HERRN in ihrer Bedrängnis, und aus ihren Drangsalen rettete er sie. Er führte sie heraus aus der Finsternis und dem Todesschatten und zerriss ihre Fesseln. Mögen sie den HERRN preisen wegen seiner Güte und wegen seiner Wundertaten an den Menschenkindern!  Psalm 107,13–15

 

Tiefer Friede in meinem Leben

 

Sylvain, ein Strafgefangener in einem anderen Land, der zu lebenslänglicher Haft verurteilt ist, erzählt:

Zehn Jahre lang schmiedete ich Pläne, wie ich von diesem düsteren Ort fliehen könnte. Zehn Jahre voller Rachepläne und voller Hass auf die Gesellschaft und auf die Menschen! Zehn Jahre träumte ich Tag für Tag von einem Leben außerhalb der grauen Mauern.

 

Doch dann, als ich eines Tages das Radio einschaltete, wurde gerade eine christliche Sendung ausgestrahlt. Ein Wort der Bibel berührte mich im Innersten: „Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht … Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein“ (Johannes 8,34.36) Und in diesem Augenblick musste ich auch wieder an das denken, was meine Mutter mich früher gelehrt hatte. Es war, als ob Gott zu mir sagte: „Du bist zwar ein Gefangener, aber dein wirkliches Gefängnis sind gar nicht diese Mauern. In Wirklichkeit ist deine Seele gefangen und du bist ein Sklave des Bösen.“

 

Ich kniete nieder, weinte und bat Gott: „Vergib mir! Befreie mich!“ Da habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Gottes Nähe gespürt. Tiefer Frieden zog in mein Herz ein - ich war frei! Meine Fluchtpläne gab ich auf. Ich wollte nun Gott dienen, hier im Gefängnis.

 

Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt,
ob Stürme auch drohen von fern,

mein Herze im Glauben doch allezeit singt:
„Mir ist wohl in dem Herrn.“

Horatio G. Spafford (1828-1888)

 

 

Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir ihn begehrt hätten. Jesaja 53,2

 

Jesus Christus und seine Rettungstat nicht zu verpassen

 

Interessanterweise finden berühmte Persönlichkeiten in ihren Heimatorten oft wenig Beachtung. So war es auch am 20. Juli 1969, als der Astronaut Neil Armstrong (1930-2012) als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Von ihm stammt der bekannte Ausdruck „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“. Armstrongs Urgroßvater stammte aus Ladbergen in Westfalen. Im Ort nahm man von der Mondlandung jedoch nur am Rande Kenntnis - denn damals zogen viele vor, das örtliche Schützenfest zu feiern.

 

Vor 2000 Jahren wurde einer geboren, den auch viele nicht beachteten, den sie verkannten. Für sie hatte er „keine Gestalt und keine Pracht“, und als sie Ihn sahen, da hatte er kein Ansehen, dass sie Ihn begehrt hätten. (vgl. Jesaja 53,2) Sie verwarfen Ihn, überlieferten Ihn, kreuzigten Ihn, weil sie Ihn nicht wollten!

 

Sie wissen, von wem die Rede ist: Von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der Mensch wurde, hier lebte und Gutes tat, und der verworfen und gekreuzigt wurde. Unbegreiflich! Da war Gott Mensch geworden - und die Menschen ignorierten und verwarfen Ihn. Dabei war Er doch gekommen, weil Er uns Menschen retten und mit Gott versöhnen wollte.

 

Auch heute gibt es Menschen, die Jesus Christus links lie­gen lassen, die Ihn gleichgültig behandeln. Die Ladberger damals haben nur ein einmaliges weltgeschichtliches Ereignis ver­passt - vielleicht ärgerlich, aber nicht tragisch.

 

Doch Jesus Christus und seine Rettungstat vom Kreuz von Golgatha zu „verpassen“ oder zu „verkennen“, wäre verhängnisvoll.

 

Es ist in keinem anderen das Heil, denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen.

 

 

Wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.

Lukas 22,27

 

Martha, Martha!

 

Jesus Christus kommt mit seinen zwölf Jüngern nach Bethanien - in ein Dorf rund drei Kilometer von Jerusalem entfernt. Eine Frau mit Namen Martha nimmt die Gruppe in ihr Haus auf. So viele Personen sind gleichzeitig zu bewirten. Was für eine großzügige Gastfreundschaft! Doch Maria, die Schwester der Gastgeberin, setzt sich „zu den Füßen Jesu“ nieder und hört seinen Worten zu, während Martha alle Hände voll zu tun hat, die Gäste zu versorgen.

 

Irgendwann reicht es der fleißigen Martha und sie beschwert sich bei Jesus mit den Worten: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr, dass sie mir helfen soll.“ (Lukas 10,40)

 

Die Antwort des Herrn Jesus überrascht: „Martha, Martha! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Denn Maria hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.“ (V. 41.42)

 

Fragen wir uns:

  • Sind wir mit dem zufrieden, was Gott uns aufgetragen hat? Sind es nicht gerade die täglichen Aufgaben, die wir für Ihn tun können?
  • Neigen wir vielleicht manchmal dazu, uns mit anderen zu vergleichen, von denen wir denken, dass sie weniger Mühe haben als wir - und werden unzufrieden?
  • Oder stehen wir möglicherweise in Gefahr, vor lauter Aktivität den aus den Augen zu verlieren, der immer unsere ganze Aufmerksamkeit verdient?

Es gibt nichts Wichtigeres, als auf den Herrn Jesus zu hören. Wenn wir regelmäßig und mit Freude seine Nähe aufsuchen und sein Wort zu uns reden lassen, werden wir gesegnet und Gott kann uns zum Segen für unsere Umgebung gebrauchen.

 

 Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen.  Psalm 19,9

 

Er (Jesus) aber sprach: Ja, vielmehr glückselig die, die das Wort Gottes hören und bewahren!

Lukas 11,28

 

Wer bin ich, ist mit dem Tod alles aus?

 

Ein junger Mann, dem ich einen christlichen Flyer geben möchte, lehnt mit den Worten ab: „Ich bin überhaupt nicht religiös!“ - „Aber warum wollen Sie sich nicht einmal mit einem wichtigen Thema vertraut machen?“, entgegne ich.

 

„Ich bin kein Mensch für die Bibel“, fährt der andere fort. - Ob er sie denn schon kenne?, hake ich nach. „Eigentlich nicht!“, erwidert er darauf. Aber dann wird er ernster: „Das Einzige, was ich wissen will, ist, was im Jenseits ist.“ - „Sehr gut, dafür ist die Bibel gerade da.“

 

Dass die Bibel nicht bei jedem auf Interesse stößt, ändert nichts daran, dass sie als Mitteilung Gottes von größter Bedeutung für uns ist. Wer außer Gott selbst könnte uns denn die grundlegenden Fragen unseres Lebens beantworten: Wer wir selbst sind, was es mit dem Leben nach dem Tod auf sich hat, wer Er ist, wie Er uns sieht und ob es einen Himmel und eine Hölle gibt. Zu all diesen Themen haben wir Offen­barungen von Gott, die in der Bibel niedergeschrieben sind. Es lohnt sich, sich damit zu befassen.

 

Das Lukas-Evangelium berichtet von einem reichen Mann, der starb, ohne mit Gott versöhnt zu sein. Seine Lebensschuld nahm er ohne Vergebung mit ins Grab. Und so befand er sich, als er im Totenreich erwachte, plötzlich in unbeschreiblichen Qualen an einem Ort der Gottesferne. Solch ein Schicksal kann uns erspart bleiben, wenn wir rechtzeitig die Bibel zur Hand nehmen und sie auf uns wirken lassen. Wichtig ist natürlich, dass wir sie ohne Vorbehalte lesen. Wenn wir Gottes Wort Vertrauen schenken, werden wir den Weg zur ewigen Herrlichkeit bald finden.

 

 

Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?  Johannes 18,38

 

„Was ist Wahrheit?“

 

Pilatus im Gespräch mit Jesus Christus. Er spricht ein großes Wort gelassen aus. Vielleicht mehr oder weniger gelassen. Die Frage „Was ist Wahrheit?“ steht seit Beginn der Menschheits­geschichte auf dem Programm. Viele scheinen sich nicht mehr dafür zu interessieren. Man lügt nicht nur wie gedruckt, sondern man kann Lügen auch getrost drucken lassen - irgendwie haben wir uns an diesen Umstand gewöhnt.

 

Wahrheit wird auf diese Weise relativiert, einen absoluten Maßstab wünscht man sich auch nicht unbedingt. Das sorgt natürlich für manche Verschiebung - auch im zwischen­menschlichen Miteinander. Der eine findet gut, was andere schlecht finden und andersherum. Was tatsächlich richtig ist, lässt sich schwer sagen. Wahrheit entscheidet sich mehr und mehr an dem persönlichen Empfinden.

 

Wir wollen es natürlich auch nicht übertreiben. Denn was würde passieren, wenn ein Richter plötzlich nach seinem persönlichen Empfinden urteilte? Was würden wir sagen, wenn ein Sexualstraftäter auf freien Fuß gesetzt würde, weil der Richter für solche Vergehen Verständnis zeigt? Wer greift ein, wenn Recht nicht mehr Recht ist, weil Wahrheit relativ geworden ist?

 

Wir merken, dass Recht und Wahrheit bestehen bleiben müssen. Ohne Wertmaßstab geht es nicht. Und nicht jeder kann diesen Maßstab nach Belieben anpassen. Sonst würde nicht nur der Rechtsstaat im Handumdrehen Kopf stehen.

 

Aber wer ist befugt, einen Maßstab zu schaffen, an dem sich alles ausrichten kann? Wer hat das Recht, zu definieren, was wahr ist? Das müsste jedenfalls eine übergeordnete Instanz sein: unparteiisch, gerecht, nicht erpressbar. Diese Instanz ist eine Person. Und mit dieser Person spricht Pilatus hier. Sie konnte von sich selbst sagen: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14,6) Es ist Jesus Christus, der Sohn Gottes.

 

Ob wir das wahrhaben wollen, oder nicht.

 

 

Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Johannes 16,12–13

 

Seit der Wiedergeburt wohnt der Heilige Geist ihn uns!

 

Die Tatsache, dass der Heilige Geist auf die Erde gekommen ist und in den Gläubigen wohnt, ist von größter Bedeutung. Sie hat eine neue Epoche in der Menschheitsgeschichte eingeleitet. Zwar hat der Heilige Geist den Lauf der gottlosen Welt nicht verändert, aber Er hat den wahren Charakter der Welt ans Licht gebracht: Sie liegt in Feindschaft gegen Gott und geht dem Gericht entgegen.

 

Für die Gläubigen ist der Besitz des Heiligen Geistes ein überaus großer Segen. Vor dem Pfingsttag damals konnten die Gläubigen manche Aussprüche Gottes nicht richtig einordnen. Selbst die Propheten forschten nach, wie sich ihre Weissagungen wohl erfüllen würden. (vgl. 1. Petrus 1,10.11) Und Jesus konnte seinen Jüngern noch nicht alles mitteilen; sie wären überfordert gewesen. Erst nach dem Kommen des Heiligen Geistes konnte der ganze Umfang der göttlichen Wahrheit offenbart werden. Zweifellos denkt der Herr hier zuerst daran, dass der Geist Gottes die Apostel „in die ganze Wahrheit leiten“ würde. Doch in den Briefen des Neuen Testaments erkennen wir das Ergebnis dieser Tätigkeit des Heiligen Geistes, der uns die Gedanken Gottes vollständig zugänglich gemacht hat.

 

Weiter sollte der Heilige Geist den Jüngern „das Kommende“ verkündigen. Es ist besonders im Buch der Offenbarung festgehalten, ebenso wie in einigen Abschnitten der apostolischen Briefe. Durch diese prophetischen Schriften ist uns die Entwicklung der Ereignisse sowohl in der Kirche als auch in der Welt in großen Zügen vorhergesagt, so dass wir nicht im Dunkeln tappen müssen. - Gott sei Dank!

 

 

Wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden.  1. Johannes 2,1.2

 

Böse Gedanken, Worte und Handlungen

 

Nyepi ist der höchste hinduistische Feiertag in Bali. Es ist der erste Tag eines neuen Jahres und soll ein Neuanfang in möglichst großer Reinheit sein. Am Tag danach besuchen sich die Balinesen gegenseitig und bitten einander um Vergebung, um gereinigt in das neue Jahr zu starten. Viele von ihnen reiben ihren Körper an diesem Tag mit Schlamm aus dem Mangrovenwald ein und baden dann im Meer, um alles Schlechte abzuwaschen: Schlamm, Negatives, Unheil. Ein großer Spaß - mit ernstem Hintergrund!

 

Reicht es denn aus, andere Menschen um Vergebung zu bitten, um rein zu sein? Was ist mit der Schuld, die ich gegen Gott aufgehäuft habe?Eure Ungerechtigkeiten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Ungerechtigkeit; eure Lippen reden Lüge, eure Zunge spricht Unrecht“ (Jesaja 59,2.3) Aus diesem Bibeltext wird deutlich: Jedes Vergehen richtet sich auch gegen den heiligen Gott. Und diese Schuld kann nur Gott tilgen. Sein Sohn Jesus Christus hat dafür bezahlt.

 

Er starb, damit wir bei Gott angenommen werden können.

 

Böse Gedanken, Worte und Handlungen kann niemand ungeschehen machen oder auslöschen. Doch wenn wir sie vor Gott aufdecken und sie aufrichtig bereuen, vergibt Er uns gern. Warum kann Er das? Weil Er „treu und gerecht“ ist: Treu, denn Er hat es gesagt und Er steht zu seinem Wort; gerecht, weil sein Sohn Jesus Christus bereits gestraft worden ist. Er ist die Sühnung für meine Sünden geworden, sein Blut ist geflossen.

 

Und dieses kostbare Blut wäscht mich rein von aller Sünde. (1. Johannes 1,7)

 

 

Wir haben Zuflucht genommen zum Ergreifen der vor uns liegenden Hoffnung, die wir als einen sicheren und festen Anker der Seele haben.  Hebräer 6,18.19

 

Jesus lebt - der sichere und feste Anker der wiedergeborenen Christen!

 

Wie benutzen wir das Wort „Hoffnung“ im Alltag? Hier einige Beispiele: Wir besteigen eine wackelige Leiter - und hoffen, dass sie hält. Wir fahren zu einer bestimmten Uhrzeit los - und hoffen, pünktlich anzukommen. Wir wechseln die Arbeitsstelle - und hoffen, dass es besser wird. Wir hoffen es … Doch diese Hoffnungen sind oft sehr unsicher, weil sie keine ausreichende Berechtigung, keine Grundlage besitzen.

 

Eine stabile Hoffnung, die tatsächlich zum erhofften Ziel führt, braucht wie ein Anker einen sicheren Halt, eine Befestigung.

 

Besonders kritisch sind unbefestigte Hoffnungen, wenn es um unser ewiges Schicksal geht. So gibt es leider viele Menschen, die meinen, anständig zu leben - und die deshalb hoffen, dass Gott sie einmal annimmt. Andere dagegen leben, als ob es weder Gott noch Ewigkeit gäbe - und doch kann es geschehen, dass bei ihrer Trauerfeier dazu aufge­fordert wird, man solle an sie denken „in der Hoffnung auf Gott“. So wie ein Pfarrer einmal über jemanden sagte, der Gott bis zum letzten Atemzug verlästert hatte: „Ich hoffe, dass der Verstorbene sich an den Himmel gewöhnt, weil er doch auf der Erde nie etwas davon wissen wollte.“

 

Wie kann man nur so leichtfertig mit der Hoffnung und der Vertröstung auf den Himmel umgehen!

 

Wenn die Bibel von Hoffnung spricht, dann meint sie nichts Unsicheres, sondern etwas Zuverlässiges, was allerdings noch zukünftig ist. Die Sicherheit der Hoffnung, die alle Gläubigen haben, liegt in der Auferstehung Jesu: „Gepriesen sei der Gott und Vater … der nach seiner großen Barm­herzigkeit uns wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi“ (1. Petrus 1,3)

 

Jesus lebt - das ist der sichere und feste Anker der Gläubigen.

 

 

 

Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert ... und ein Beurteiler der Gedanken und Überlegungen des Herzens.

Hebräer 4,12

 

Das lebendige Wort Gottes

 

Wer aus der Bibel, dem Wort Gottes, Nutzen ziehen will, darf nie übersehen, dass dieses Wort uns beurteilt - und nicht umgekehrt. Viele Menschen meinen, sich ein eigenes Urteil über das Wort Gottes bilden zu können. Das Ergebnis ist dann leider, dass viele der Bibel ablehnend gegenüberstehen. Andere wiederum legen sich ihre eigenen Interpretationen zurecht, statt die Worte der Bibel unvoreingenommen auf sich wirken zu lassen.

 

Ja, auch wahre Gläubige verlieren viel Segen, und ihr Glaubensleben verkümmert, wenn sie sich nicht ständig der Beurteilung durch das Wort Gottes aussetzen.

 

Und wie ist es dann zu verstehen, wenn der Apostel Paulus zum Beispiel in 1. Korinther 10,15 sagt: „Ich rede als zu Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage.“? Dann appelliert er an die Einsicht der Korinther, aber er fordert sie nicht etwa dazu auf, die Aussagen Gottes zu hinterfragen.

 

Das Wort Gottes ist in der Tat „lebendig und wirksam“: Gott hat nicht nur damals zu Menschen geredet, als es aufgezeichnet wurde. Er redet auch heute noch, jedes Mal, wenn es gelesen wird. Und dieses lebendige Wort Gottes ist „schärfer“ als jede andere Waffe. Warum? Weil es sich an unser Gewissen richtet! Das tut manchmal weh, aber die Folgen sind positiv.

 

Es dient nur zu unserem Guten, wenn uns beim Bibel­lesen gezeigt wird, was bei uns nicht so ist, wie Gott es sich wünscht. Nur auf diese Weise sind wir in der Lage, Fehlhaltungen auf den Grund zu gehen und mit Gottes Hilfe zu ändern. Der Dichter von Psalm 139 hatte verstanden, was für ein Segen darin liegt, die Bibel zu lesen und auf das eigene Leben anzuwenden: „Sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist“, so bittet er Gott. (V. 24)

 

 

Der HERR hat uns geboten, alle diese Satzungen zu tun, den HERRN, unseren Gott, zu fürchten, uns zum Guten alle Tage, damit er uns am Leben erhalte, wie es an diesem Tag ist.

5. Mose 6,24

 

Gebrauchsanweisung beachten!

 

Wenn man sich ein Kleidungsstück kauft, ist es wichtig, die Waschanleitung zu beachten. Es lohnt sich, der Empfehlung zu folgen und zum Beispiel keine empfindlichen Stoffe auf Kochwäsche zu waschen. Wer sich nicht nach der Wasch­anleitung richtet, wird vielleicht kurzfristig kaum Schäden an seiner Kleidung feststellen. Aber früher oder später treten unangenehme Folgen auf: Die Farbe ändert sich oder das Kleidungsstück läuft ein. Und irgendwann ist es unbrauchbar.

 

Ist das in unserem Leben nicht ähnlich? Gott hat uns mit der Bibel eine Art „Gebrauchsanleitung“ zur Verfügung gestellt, damit es uns gut geht. Er ist ja unser Schöpfer und weiß, wie das Leben funktioniert. Doch leider sind wir von vielen Stimmen umgeben, die sich gegen Gottes gute Anweisungen richten.

 

Ein Beispiel ist Gottes Wille zum Thema Sexualität: Sie ist ein großartiges Geschenk für die Ehe. Jede andere Praxis ist Gott zuwider. Doch viele halten Gottes Gedanken für total überholt. Stattdessen will man niemand etwas vorenthalten und klärt eifrig auf, damit unangenehme Folgen vermieden werden. Doch wenn man sich über die Anweisungen Gottes hinwegsetzt, die nur zu unserem Besten dienen, wird man früher oder später die eigene Saat ernten müssen.

 

Wenn wir Gott beim Wort nehmen und es befolgen, werden wir gesegnet sein und das Bibelwort bestätigen können: „Du hast ihnen … gute Satzungen und Gebote gegeben“ (Nehemia 9,13)

 

 

Am folgenden Tag stand Johannes wieder da und zwei von seinen Jüngern, und hinblickend auf Jesus, der da wandelte, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach ... Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien.   Johannes 1,35–37.40

 

Andreas kommt zu Jesus

 

Simon Petrus und Andreas waren leibliche Brüder, aber sehr verschieden. Petrus, offensichtlich der Ältere, gab den Ton an und war oft der Erste. Von Andreas lesen wir dagegen wenig; offensichtlich sprach er nicht viel und trat selten in den Vordergrund. Petrus predigte vor vielen Menschen, so dass sich einmal sogar 3000 Menschen bekehrten. Andreas dagegen hatte Einzelne im Auge. Er war es, der in einer Notsituation über ein einzelnes Kind zu berichten wusste. (Apostelgeschichte 2,41; Johannes 6,9)

 

Beide waren verschieden - wie wir alle. Doch beide empfingen die Vergebung ihrer Sünden und wurden errettet - und beide bekamen Aufgaben von ihrem Herrn Jesus Christus, wenn auch unterschiedliche.

Andreas war zunächst ein Jünger von Johannes dem Täufer gewesen. Er war der Aufforderung nachgekommen: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen“. Dann aber sah Johannes eines Tages Jesus vorbeigehen und rief: „Siehe, das Lamm Gottes!“. Da ließ Andreas alles stehen und liegen und folgte Jesus nach, zusammen mit einem weiteren Jünger. Als Jesus sie dann fragte: „Was sucht ihr?“ sagten sie: „Rabbi, wo hältst du dich auf?“ - und blieben jenen ganzen Tag bei Ihm. (Matthäus 3,2; Johannes 1,38)

 

Andreas suchte keine Lehre, keine Religion, keine neue Kirche oder Gemeinde - er suchte eine Person: Jesus Christus. Und dann kam er zu Dem, der allein Sünden vergeben konnte, folgte Ihm und blieb bei Ihm.

 

Dieser Weg steht auch heute noch jedem Menschen offen!

 

 

Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.  Markus 10,45

 

Jesus Christus kam nicht vergeblich auf diese Welt!

 

Am 31. Januar 1953 erfuhren die Bewohner der hollän­dischen Insel Texel, dass sich ein schwerer Nordweststurm nähere. Gleichzeitig setzte ein besonders hoher Wasserstand die Deiche der Insel unter Druck.

 

Da bekannt war, dass ein bestimmter Deich im Norden der Insel sich in einem schlechten Zustand befand, wurden noch am gleichen Abend die Männer der so genannten „Deich­armee“ zusammengerufen. Sie waren verpflichtet, bei einem drohenden Deichbruch zu kommen und zu helfen. Sie racker­ten, um den Deich zu stabilisieren. Nicht lange nach Mitter­nacht schlugen die ersten Wellen über die Deichkrone und am anderen Morgen brach der Deich. Der Polder lief voll Wasser.

 

Um diese Zeit war noch ein Bus mit weiteren Helfern unter­wegs. Sie waren bereits im Polder angekommen, wussten aber noch nichts vom Deichbruch. Als sie es bemerkten, versuchten sie, sich auf die inneren Deiche der Insel zu retten. Doch sechs Helfer ertranken. Heute erinnert ein Gedenkstein an sie. Dort steht: Im Dienst, die Insel zu schützen, verloren sie in der Sturmflut ihr Leben. Die Männer waren gekommen, um zu helfen, weil sie dazu verpflichtet waren.

 

Das lässt mich an den Einen denken, der sich zum Helfen aufmachte, ohne dass Er dazu verpflichtet gewesen wäre. Im Unterschied zu den Deichhelfern wusste Er schon im Voraus, dass es Ihn sein Leben kosten würde.

Von Jesus Christus wird gesagt: „Jesus nun, der alles wusste, was über ihn kommen würde“ (Johannes 18,4) Er war bereit, „sein Leben als Lösegeld für viele“ zu geben. Er ging freiwillig und mit festem Entschluss an das Kreuz von Golgatha - wissend, was Ihm dort bevorstand.

 

Dort starb Er, weil Er Menschen retten und sie ewig bei sich haben wollte. Und Er kam nicht vergeblich!

 

 

Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, dass er von dem Meinen empfängt und euch verkündigen wird. Johannes 16,14.15

 

Das Wirken des Heiligen Geistes

 

Der Herr Jesus kündigt den Jüngern das Kommen des Heiligen Geistes und Einzelheiten seiner Tätigkeit an. Erstens würde der Heilige Geist sie in die ganze Wahrheit leiten und zweitens das Kommende verkündigen. Und Er würde Jesus verherrlichen, der von der Welt in höchstem Maß verunehrt worden war. Diese Aufgabe erfüllt der Heilige Geist, indem Er uns alles das verkündigt, was den Sohn Gottes und seine Herrlichkeit im Himmel betrifft sowie die Verbindung der Gläubigen mit Ihm.

 

Alles, was Gott, der Vater, besitzt, gehört auch seinem Sohn Jesus Christus.

 

Die große Tragweite dieser Aussage wollen wir nicht übersehen. An zwei früheren Stellen lesen wir, dass der Vater alles in die Hand seines Sohnes gelegt hat.(Kap. 3,35; 13,3) Dieser wird alles treu verwalten und alle Verheißungen Gottes erfüllen. Doch unser Vers geht noch weiter. Alle Dinge des Vaters waren immer auch die seinen, sie sind es und sie werden es sein.

 

Wer so spricht, erhebt den Anspruch, eine göttliche Person innerhalb der Einheit der Gottheit zu sein. Und an dieser Tatsache lässt das Neue Testament keinen Zweifel!

 

Was für eine wunderbare Aufgabe übernimmt der Heilige Geist!

 

Er übermittelt uns einen Segen, der ganz außerhalb unserer Vorstellungskraft liegt und von dem es an anderer Stelle heißt: „‚Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz aufgekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben‘; uns aber hat Gott es offenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes“ (1. Korinther 2,9–11).

 

 Von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen ..., euer Glaube an Gott ist ausgebreitet worden.  1. Thessalonicher 1,8

 

Radiogemeinde – Wenn der Ruf Gottes gehört wird!

 

Die „Radiogemeinde“ Lettland um das Jahr 1980. Der christ­liche Glaube und die Verbreitung des Evangeliums wurden in den Ländern der damaligen UdSSR von den Machthabern mit aller Härte bekämpft. Damals hatten Christen aus Finnland, die eine Radio-Missionsstation betrieben, die Erlaubnis bekommen, nach Riga zu reisen. Bei einer Familie, die sie besuchten, trafen sie auch eine ältere Frau an. Die war aus einem weit entfernten Dorf gekommen und hatte eine interessante Geschichte zu erzählen:

 

In einem großen Dorf wohnte sie allein in ihrem Häuschen. Eines Abends stieß sie im Radio auf das Programm dieses Missionssenders, und zum ersten Mal in ihrem Leben hörte sie das Evangelium von Jesus Christus. Nach der Sendung faltete sie die Hände und nahm den Herrn Jesus als ihren Erretter an.

 

So begann ihr Leben als Christin. Von da an hörte sie regelmäßig die Sendungen dieser Radiomission und lernte die Botschaft der Bibel immer besser kennen. Doch ein Gedanke beschäftigte sie immer wieder: War sie wohl die einzige Gläubige in der ganzen Gegend? Oder gab es außer ihr noch andere Christen? Sie hatte jedenfalls noch keine kennengelernt.

 

Vorsichtig hörte sie sich unter den Bewohnern ihres Dorfes um. Und zu ihrem großen Erstaunen fand sie bald eine Frau, die sich zu Jesus Christus bekannte, dann eine ganze Familie und später noch jemand - es gab in diesem Dorf eine richtige „Radiogemeinde“!

 

Sie war also nicht die Einzige gewesen, die auf den Ruf Gottes geantwortet hatte.

 

Von da an konnte sie den christlichen Glauben gemeinsam mit anderen leben. Dadurch wurde sie innerlich sehr gestärkt und ermutigt.

 

… mein Wort … wird nicht leer zu mir zurück­­kehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe. Jesaja 55,11

 

 

 

Jona machte sich auf, um vom Angesicht des HERRN weg nach Tarsis zu fliehen.  Jona 1,3

 

Gott hat für jeden von uns, SEINE eigene Lektion parat!

 

Die spannende Geschichte des ungehorsamen Propheten Jona steht im ersten Teil der Bibel, im Alten Testament. Gott schickt Jona mit einer Gerichtsbotschaft nach Ninive, in die Hauptstadt des assyrischen Reichs. Jona macht sich auf den Weg, aber in die falsche Richtung! Denkt er wirklich, er könne Gott davonlaufen? Anscheinend ja, aber das ist völlig unmöglich. Und das ist vielleicht die erste wichtige Lektion, die dieses interessante Bibelbuch enthält.

 

Gott holt den ungehorsamen Propheten ein - durch einen großen Fisch, der ihn vor dem Ertrinken rettet und ihn drei Tage später wieder an Land ausspeit. In dieser Extremsituation hat Jona Zeit, gründlich über sein Leben nachzudenken. Er erhält eine zweite Chance und diese nutzt er auch. Jona predigt den Einwohnern von Ninive, dass Gott Gericht über sie bringen wird, weil sie so viel Böses getan haben. Und wie reagieren die Zuhörer? Sie nehmen Gott beim Wort, tragen Leid über ihre Sünden und ändern ihr Leben. Wie freut Gott sich darüber, wenn Menschen ihre Schuld einsehen und Gott um Erbarmen und Vergebung bitten.

Jona ist verärgert. Er kann nicht verstehen, warum Gott die Menschen nicht für ihre Sünden bestraft. Deshalb nimmt Gott ihn nochmal in seine Schule: Er lässt einen Wunderbaum wachsen, der Jona Schatten spenden und ihn erfreuen soll. Aber über Nacht geht der Baum wieder ein. Jona wird wütend. Daraufhin stellt Gott dem Propheten eine letzte Frage: „Du erbarmst dich über den Wunderbaum …; und ich sollte mich über Ninive, die große Stadt, nicht erbarmen, in der mehr als 120.000 Menschen sind?“ (Jona 4,10)

 

Sollte jemand meinen, Gott wäre im Alten Testament kein barmherziger Gott, dann wird er hier eines Besseren belehrt.

 

Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit. Psalm 86,15

 

 

 

O Herr, mir ist bange! Tritt als Bürge für mich ein!

Jesaja 38,14

 

Tritt du o Herr für mich ein!

 

Angst ist wie ein unsichtbarer Ballast, der sich über unser ganzes Leben ausbreiten kann. Der zitierte Ausspruch stammt von Hiskia, dem König des alten jüdischen Reichs. Seine Angst wird uns sofort verständlich, wenn wir das 38. Kapitel des Propheten Jesaja lesen. Hiskia hatte nämlich soeben erfahren, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hatte.

 

Wenn die Bibel von Angst spricht, liegt die Betonung vielfach auf den äußeren Ursachen und nicht so sehr auf dem Gefühl, das durch eine Bedrohung ausgelöst wird. Die Ursachen für Ängste können sehr unterschiedlich sein: das Älterwerden, bedrohliche Situationen oder Menschen, Krankheiten oder eine ungewisse Zukunft.

 

Oft geht mit der Angst das Empfinden einher, dass uns keiner versteht und wir alleine gelassen sind. Das war bei Hiskia sicher nicht anders, denn er fürchtete sich zu sterben. Aber Hiskia wusste in seiner Angst, an wen er sich wenden konnte. Er glaubte an einen lebendigen Gott, der Herr ist über Leben und Tod. Was lag näher, als sich jetzt an Ihn zu wenden: „Tritt für mich ein!“

 

Wer heute Angst vor dem Sterben hat, kann den gleichen Weg gehen. Der Fürsprecher steht schon längst bereit: Jesus Christus, Gottes Sohn, will, dass Menschen furchtlos vor Gott treten können. Er ist der Mittler zwischen Gott und Menschen. Bitten Sie daher diesen Fürsprecher, auch Ihren „Fall“ zu übernehmen. Dafür müssen Sie allerdings ihre „Akten“ offen­legen und Ihm schonungslos den Bankrott erklären. Sie werden merken, wie dann der Friede Gottes in Ihr Herz einzieht und die Angst vor dem „Danach“ weicht.

 

Und was die Ängste in unseren Lebensumständen betrifft - wir dürfen sie jederzeit vor unseren Fürsprecher bringen: Es gibt keinen, der uns besser versteht als Jesus Christus.

 

Er steht uns gerne zur Seite und hilft uns, unsere Ängste zu überwinden.

 

  

 

Siehe, ein Äthiopier, ein Kämmerer, ein Gewaltiger der Kandaze, der Königin der Äthiopier, der über ihren ganzen Schatz gesetzt war, war gekommen, um in Jerusalem anzubeten.

Apostelgeschichte 8,27

 

Religiöse Formen und Rituale sind nutzlos für die Ewigkeit

 

Dieser Mann, von dem die Apostelgeschichte berichtet, nahm eine beachtliche Stellung ein. Nicht nur hatte er die riesigen Schätze seiner Fürstin zu verwalten, sondern er war sicher auch selbst vermögend.

 

Und doch - im tiefsten Innern fehlte ihm etwas, sonst hätte er nicht die mühsame Reise nach Jerusalem unternommen, um dort den wahren Gott kennenzulernen. Leider hatte er Ihn im Tempel von Jerusalem trotz aller seiner Pracht und vielen Rituale auch nicht finden können. Möglicherweise etwas enttäuscht trat der Kämmerer die Heimreise an.

 

Einen Schatz allerdings hatte er von Jerusalem mitgebracht: die Buchrolle des Propheten Jesaja. Darin las er auf der Rückfahrt, doch hatte er Mühe, das Gelesene zu verstehen.

 

Gott sah das Herz dieses Mannes und dessen innere Leere. Und Er sandte ihm den Evangelisten Philippus in den Weg. Der stieg zu ihm auf den Wagen und erklärte ihm das 53. Kapitel aus dem Buch des Propheten Jesaja, das er gerade las. Philippus konnte ihm zeigen, dass es dort um den Herrn Jesus Christus geht, der als das Lamm Gottes das Strafgericht Gottes für schuldige Menschen erduldet hat.

 

Der Kämmerer nahm diese gute Botschaft im Glauben an und konnte anschließend fröhlich seine Reise fortsetzen, weil er den Erlöser gefunden hatte.

 

Religiöse Formen und Rituale, so schön und prunkvoll sie sein mögen, können niemand inneren Frieden und ewiges Glück geben.

 

Das ist allein in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zu finden.

 

 

Jesus spricht: Größere Liebe hat niemand als diese, dass jemand sein Leben lässt für seine Freunde.  Johannes 15,13

 

Weiterleben in der Ewigkeit, weil Jesus Christus für meine Sünden starb

 

941. Der Zweite Weltkrieg tobt. Im Konzentrationslager in Auschwitz, in dem wohl mindestens eine Million Juden, Polen, Sinti und Roma sowie Russen einen grausamen Tod fanden, ist auch der Priester Maximilian Kolbe inhaftiert.

 

Als eines Tages ein Häftling nicht mehr aufgefunden wird, vermuten die sadistischen Wärter eine Flucht. Als Vergeltungsmaßnahme wählen sie willkürlich einige Männer aus, um diese zu ermorden. Darunter ist auch der Ehemann und Vater Franciszek Gajowniczek. Als er in lautes Weinen ausbricht, da er seine Familie nicht alleine zurücklassen will, passiert etwas Unvorstellbares: Maximilian Kolbe tritt hervor und bittet die Wärter, ihn anstatt des Verurteilten in den berüchtigten Hungerbunker zu stecken. Die Wachmänner stimmen zu. So wird Kolbe am 31. Juli 1941 mit den anderen Männern eingesperrt, um den grausamen Hungertod zu finden. Einige Tage später wird er mit der Giftspritze hingerichtet. Gajowniczek überlebte den Tag und sogar die Zeit im KZ Auschwitz. Er konnte nach Hause zurückkehren. Er durfte weiterleben, weil ein anderer für ihn gestorben ist.

 

Diese Begebenheit erinnert an den Tod Jesu, der auch stellvertretend für andere starb - und nicht nur als Märtyrer.

Aber es gibt auch Unterschiede:

  • Kolbe starb für einen - Christus starb für viele.
  • Kolbe erlitt den Tod durch das grausame Handeln der Menschen - an Christus wurde außerdem das Gerichtsurteil vollzogen, das Gott über die Sünde ausgesprochen hatte.
  • Der stellvertretende Tod Kolbes verschonte einen Mitmenschen vor dem physischen Tod - der Tod Christi verschont die Glaubenden vor dem ewigen Tod und schenkt ihnen ewiges Leben.

Was für eine wunderbare Liebestat Jesu!

 

 

Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?

Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.  Markus 10,17; Matthäus 7,7.8

 

Wer ehrlichen Herzen suchet dem wird aufgetan

 

Frau L. führte eine glückliche Ehe. Ihr Mann liebte und umsorgte sie, die Kinder waren gesund und machten ihr Freude. Es fehlte ihr eigentlich an nichts; und doch war tief in ihrem Herzen ein Sehnen nach mehr. Nein, nicht nach materiellen Dingen - ihre Seele hatte keinen Frieden.

 

Dann hörte sie eines Tages bei einer christlichen Veranstaltung zum ersten Mal die Botschaft vom Erlöser Jesus Christus und seiner unbeschreiblich großen Liebe für uns verlorene Menschen. Sie war tief beeindruckt. Später berichtete sie über diese Augenblicke:

Am liebsten hätte ich mich in dieser Stunde hingekniet und den Herrn um Vergebung meiner Schuld gebeten. Es wurde mir heiß und kalt, aber ich konnte es noch nicht. Ich wagte es in diesen Augenblicken auch nicht - ich wollte einfach nur allein mit Ihm sein.

 

Gleich danach schloss ich mich zu Hause im Bad ein und erzählte dem Herrn Jesus alles, was ich empfand, und bat Ihn, meine Schuld zu vergeben, damit ich ein Kind Gottes werden kann. Ich klopfte bei Ihm an, und Er tat mir auf. Plötzlich hatte ich die Gewissheit, dass Gott mich erhört hatte und ich tatsächlich ein Kind Gottes geworden war.

 

Ich habe nun auch keine Angst mehr vor dem Tod - ich weiß, ich gehe dann zu meinem Herrn. Auch bete ich jetzt für meine Kinder, dass sie den Weg zum Herrn finden. An diesem Tag hat mein Leben eigentlich erst einen richtigen Inhalt bekommen - zum äußeren Wohlergehen kam noch das innere Glück.

 

 

Eine kleine Zeit, und ihr schaut mich nicht mehr, und wieder eine kleine Zeit, und ihr werdet mich sehen, weil ich zum Vater hingehe. Einige von seinen Jüngern sprachen nun zueinander: Was ist dies, was er zu uns sagt: Eine kleine Zeit, und ihr schaut mich nicht, und wieder eine kleine Zeit, und ihr werdet mich sehen, und: Weil ich zum Vater hingehe? Da sprachen sie: Was ist das für eine kleine Zeit, wovon er redet? Wir wissen nicht, was er sagt.  Johannes 16,16–18

 

Des Rätsels Lösung – ER kommt bald wieder!

 

Jesus hat seinen Jüngern mitgeteilt, dass Er zu seinem himmlischen Vater zurückkehren würde. Jetzt lernen sie, dass es nur noch eine kleine Weile dauern werde. Die Jünger sind irritiert. Sie gehen davon aus, dass der ihnen verheißene Messias für immer bei ihnen auf der Erde bleiben würde. Sie stehen vor einem Rätsel, das für uns heute längst gelöst ist.

Bald würden die Jünger ihren Herrn nicht mehr schauen, aber nach einer kurzen Zeit würden sie Ihn wieder sehen. In dieser denkwürdigen Aussage benutzt der Herr zwei verschiedene Tätigkeitswörter: Das erste ist „schauen“ oder „als Zuschauer betrachten“, das zweite „sehen“, das heißt „wahrnehmen“ oder „unterscheiden“. Noch eine kurze Zeit, und sie würden ihren Herrn nicht länger schauen, also seine Wege und Werke hier auf der Erde nicht mehr zuschauend betrachten. In wenigen Stunden würde Er den Blicken der Menschen entschwinden - in dem Dunkel des Kreuzes und des Grabes.

 

Eine kleine Weile sollte vergehen, und die Jünger würden Jesus wieder sehen. Dieses Sehen liegt darin begründet, dass Jesus zum Vater ging und der Heilige Geist auf die Erde kam. So sind die Gläubigen befähigt worden, Jesus auf eine neue Art zu sehen. Gott sei gepriesen dafür, dass sie sagen können: „Wir sehen aber Jesus ... mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt“. (Hebräer 2,9)

 

 

Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid ..., sondern mit dem kostbaren Blut Christi.  1. Petrus 1,18.19

 

Unfassbar hoch war das Lösegeld, das für DICH bezahlt wurde!

 

Erlöst sein heißt, dass ein Lösegeld gezahlt worden ist. Oft werden bei Entführungen Geldbeträge als Gegenleistung für die Freilassung von Geiseln gefordert. Solche Lösegelder sind auch in der Geschichte schon oft gezahlt worden:

  • 20 Talente Silber forderten Piraten in der Antike für den römischen Feldherrn Julius Caesar;
  • 6000 Eimer Silber wurde im Jahr 1194 für den englischen König Richard Löwenherz gefordert und
  • 25 Tonnen Gold und Silber forderte der spanische Eroberer Francisco Pizarro im Jahr 1533 für die Freilassung eines Inka-Häuptlings.

Spektakuläre Lösegeld-Forderungen in der deutschen Geschichte waren die 7 Millionen DM für Theo Albrecht (1971), die 21 Millionen DM für Richard Oetker (1976) und die 30 Millionen DM für Jan Philipp Reemtsma (1996).

 

Doch unfassbar groß ist der Preis, der gezahlt worden ist, damit alle, die nach Gottes Maßstab Sünder sind, gerettet werden können: Es waren nicht vergängliche Dinge, wie Sil­ber oder Gold - der Preis war „das kostbare Blut Christi“. Jesus Christus selbst ist Mittler zwischen Gott und Menschen geworden und hat „sich selbst als Lösegeld für alle“ gegeben. Alle können nun gerettet werden - denn das Lösegeld reicht für alle aus! Doch Jesus wusste, dass nicht alle Menschen sich auslösen, sich freikaufen lassen würden, deshalb sagte Er, dass Er sein Leben geben würde „als Lösegeld für viele“

(1. Timotheus 2,5.6; Markus 10,45)

 

Auch für Sie hat Jesus Christus das Lösegeld bezahlt. Es liegt an Ihnen, ob Sie diesen Preis akzeptieren und für sich anrechnen lassen.

 

Erst dann können Sie sagen: erlöst … mit dem kostbaren Blut Christi“.

 

 

 

Wer mich findet, hat das Leben gefunden und Wohlgefallen erlangt von dem HERRN.

Sprüche 8,35

 

Der Sinn des Lebens!

 

Im bekannten internationalen Bestseller „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky steht die Frage nach dem Sinn des Lebens im Mittelpunkt. Die Handlung ist simpel: Ein über­beanspruchter Werbemanager verirrt sich in ein Café im Nir­gend­wo. Als er dort die Speisekarte liest, stößt er auf drei Fragen:

  • Warum bist du hier?
  • Hast du Angst vor dem Tod?
  • Führst du ein erfülltes Leben?

Zunächst ist er skeptisch. Er lässt sich dann aber doch auf die Fragen ein und diskutiert mit der Kellnerin, dem Koch und einem Gast darüber. In der Folge entspinnt sich eine schrittweise Auseinandersetzung über den Sinn des Lebens.

 

Die Antwort von Strelecky: „Tue, was immer du willst und was deiner Bestimmung entspricht.“ An anderer Stelle drückt er es so aus: „Wir alle bestimmen unser Schicksal selbst.“ - Strelecky hält also die Selbstverwirklichung für das einzig Sinnvolle.

 

Besonders auffällig ist, wie schnell der Autor die Frage nach der Angst vor dem Tod abhandelt. Ihm zufolge lässt sich diese Angst damit ausschalten, dass man im Leben alles verwirklicht, was man tun möchte.

 

Was sagt die Bibel dazu?

 

Sie zeigt uns, dass der Mensch längst eine sinnvolle Bestimmung hat, weil er ein Geschöpf Gottes ist. Und deshalb liegt der höchste, beste und schönste Lebenssinn darin, Gemeinschaft mit Gott zu haben und seinen guten Willen auszuleben.

 

Wie wir in diese glückliche Gemein­schaft mit Gott kommen können, darüber informieren viele Texte dieses Kalenders. „Leben finden“ bedeutet also nicht, sich selbst zu finden oder zu verwirklichen, wie Stralecky meint. Im Gegenteil - wir finden es nur in Gott.

 

Und die Angst vor dem Tod weicht dann der Vorfreude auf die Ewigkeit bei Gott im Himmel.

 

 

Die Furcht hat Pein (oder: hat es mit Strafe zu tun).  1. Johannes 4,18

 

Der Weg in die Freiheit!

 

Anfang 1978 entdeckte die Polizei in Belgrad einen ehemaligen Soldaten, der sich aus Furcht vor seiner Bestrafung auf dem Dachboden seines Hauses versteckt hielt. Und das bereits seit 1945!

 

1943 hatte er sich Partisanen angeschlossen, die der Kommunist Tito befehligte. Drei Monate später wurde er von den Deutschen gefangen genommen. Später schloss er sich einer Gruppe an, die gegen die Kommunisten kämpfte. Dann aber gewann Tito und wurde Präsident.

 

Nun fürchtete der ehemalige Soldat, für seine Aktivitäten im Zweiten Weltkrieg bestraft zu werden. Und er versteckte sich. Als er den Entschluss fasste, war er 32 Jahre alt - und als man ihn entdeckte, 64 Jahre alt. Das halbe Leben lang hatte er sich versteckt, weil er nicht entdeckt und bestraft werden wollte. Und dann erfuhr er, dass nichts gegen ihn vorlag und dass er nie angeklagt worden war. Er hatte sich selbst bestraft - 32 Jahre lang. Seine „Furcht hatte Pein“ - ein halbes Leben lang!

 

Ob es auch heute Menschen gibt, die um Gott einen Bogen machen, weil sie Ihn fürchten? Die nicht wissen, wie befreiend das Evangelium der Gnade Gottes ist? Gott hasst die Sünde, keine Frage, aber Er liebt jeden Menschen und hat den Beweis erbracht, indem Er seinen Sohn in diese Welt gesandt hat. (Johannes 3,16)

 

Sollte jemand, der diese Worte hier liest, auch voll Feindschaft und Furcht vor Gott sein, so bitte ich ihn, Mut zu fassen und zu kommen. Gott ist ein gnädiger Gott, der bereit ist, zu vergeben! Er möchte die Furcht wegnehmen und einen Frieden schenken, der nie aufhören wird. Denn Gott hat zugesagt: „Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ (1. Johannes 1,7)

 

Ob sich heute noch jemand für den Weg in die Freiheit entscheidet?

 

 

Als Stephanus aber, voll Heiligen Geistes, unverwandt zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes, und Jesus zur Rechten Gottes stehen.  Apostelgeschichte 7,55

 

Stephanus der erste christliche Märtyrer!

 

Die Anfänge der Christenverfolgungen, die leider noch heute weltweit stattfinden, sind in der Apos­telgeschichte aufgezeichnet. Mit einer eindringlichen Predigt des treuen Jüngers Stephanus richtet Gott damals noch einen letzten Appell an die geistliche und politische Führung der Juden.

 

Sie haben Jesus Christus, den völlig Schuldlosen, zum Tod verurteilt. Und das hält Stephanus ihnen mit klaren Worten vor Augen.

 

Als Stephanus dann „voll Heiligen Geistes, unverwandt zum Himmel“ schaut, darf er dort hineinblicken. Darüber kann er nicht schweigen und sagt: „Siehe, ich sehe den Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!“

 

Die Zuhörer sind außer sich: Sie schreien, halten sich die Ohren zu und stürzen sich geschlossen auf Stephanus, um ihn zu steinigen. So wird er zum ersten christlichen Märtyrer.

 

Beachten wir, dass wahre Christen, die wegen ihres Glaubens zu Märtyrern werden, immer Liebe säen und Hass ernten. Niemals gehen sie in den Tod, um anderen zu schaden. Außerdem müssen Christen nicht ihr Leben opfern, um ihrem Gott damit einen besonderen Gefallen zu tun. Denn Gott hat sie ja bereits jetzt durch den Glauben an Jesus Christus als seine Kinder angenommen.

 

Im Hagel der auf ihn einprasselnden Steine betet der sterbende Stephanus: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ Dann kniet er nieder und spricht mit lauter Stimme sein letztes Gebet, bevor er für immer zu seinem Herrn im Himmel geht: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“ - Was für eine Haltung gegenüber seinen Henkern! Und was für eine beeindruckende Parallele zu den Worten Jesu am Kreuz: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“ und: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“

(Lukas 23,34.46)

 

 

 

Andreas findet zuerst seinen eigenen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (was übersetzt ist: Christus). Er führte ihn zu Jesus.  Johannes 1,41.42

 

Andreas bringt seinen Bruder zu Jesus

 

Andreas ist Jesus Christus gefolgt und er hat Ihn persönlich kennengelernt. Und nun ist er von dieser Person fasziniert und erfüllt. Er möchte anderen davon weitererzählen. So sucht er zunächst seinen Bruder Simon auf und berichtet ihm: „Wir haben den Messias gefunden“, den Erlöser, der „sein Volk erretten wird von ihren Sünden“ (Matthäus 1,21) 

 

Wir lesen im Bericht den kurzen und doch so aussagekräftigen Satz: „Er führte ihn zu Jesus“. Andreas ist selbst überzeugt - und kann deshalb auch seinen Bruder überzeugen und ihn zu Jesus führen. Andreas missioniert, evangelisiert, gibt die gute Botschaft Gottes weiter. Er rechnet nicht und fragt auch nicht: Was ist schon eine einzelne Person?

 

Nein, ihm liegt jeder Einzelne am Herzen.

 

Und so fängt er in seiner Umgebung, seiner Familie, eben bei seinem Bruder an. 

 

Andreas hat sich selbst Jesus anvertraut, nun bringt er auch seinen Bruder zu Ihm. Denn er möchte, dass auch dieser erfährt, was er selbst erfahren hat.

 

Wie sieht das bei mir aus?

 

Vielleicht habe ich durch einen „Andreas“ persönlich diesen Kalender geschenkt bekommen, vielleicht weiß ich auch, dass ein „Andreas“ für mich und meine ganz persönliche Situ­a­tion betet - dass ich auch zu Jesus finde? Oder bin ich selbst auch ein „Andreas“ und habe einem anderen, der mir am Herzen liegt, von Jesus Christus erzählt, weil ich ihn zu Ihm bringen möchte? 

 

Ja - Andreas ist ein Vorbild für jeden von uns!

 

Bis heute ist der persönliche Kontakt zu Einzelnen eine wertvolle Gelegenheit, das Evangelium weiterzugeben.

 

 

Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.  Matthäus 1,1

 

Der Stammbaum von Jesus Christus

 

Das Evangelium nach Matthäus beginnt mit dem Stammbaum von Jesus Christus. Bei den einzelnen Personen, die dort verzeichnet sind, fällt auf, dass es sich um eine Aufzählung von Personen handelt, die alle mehr oder weniger versagt haben. Warum aber hat sich Gott entschieden, für den Messias gerade diese Vorfahren „auszusuchen“?

 

Wir können darin nur seine Barmherzigkeit erkennen.

 

Gerade diese Personenliste macht unzweifelhaft deutlich, warum Gott in der Person seines Sohnes gekommen ist.

 

Das zweite, was am Geschlechtsregister von Jesus Christus auffällt, sind die Frauen, die darin erwähnt werden: Tamar, die Schwiegertochter Judas; Rahab, die Prostituierte aus Jericho; Ruth, die Moabiterin; Bathseba, die Frau von Uria und zuletzt Maria, die Frau Josephs. Warum hat sich Jesus, der Herr der Herren, mit Frauen „geschmückt“, die teilweise keinen guten Ruf hatten? Offenbar wollte Er mit dem Hinweis auf seine verwandtschaftlichen Beziehungen ausdrücken, was Ihm am Herzen lag.

Als Jesus auf die Erde kam, erstrahlte seine äußerliche Herrlichkeit nämlich nicht in majestätischem Glanz. Es war vielmehr sein Wesen als wahrer Gott und wahrer Mensch, das tief berührte.

Der Apostel Johannes nennt Ihn „das Wort“, das ewig war und dann Fleisch, also Mensch, wurde. (Johannes 1,1.14)

Matthäus erwähnt, dass Er „Emmanuel“ ist, das heißt: Gott mit uns.

 

Wie unbegreiflich ist seine Barmherzigkeit!

 

Aber der Sohn Gottes kam nicht, indem Er ein prachtvolles Leben unter den Besten der Menschen führte. Er kam zu den Armen, zu seinem armseligen Volk und zu uns.

 

Was für ein Beweis seiner Liebe zu uns!

 

Egal, wie unsere Lebensgeschichte auch verlaufen ist, Jesus schämt sich nicht für uns. Wenn Er als Heiland in unser Leben tritt, dürfen wir die Vergangenheit zurücklassen.

 

 

Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Darüber fragt ihr euch untereinander, dass ich sagte: Eine kleine Zeit, und ihr schaut mich nicht, und wieder eine kleine Zeit, und ihr werdet mich sehen? Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass ihr weinen und wehklagen werdet, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden.  Johannes 16,19.20

 

Fragen die beim Lesen der Bibel entstehen

 

Für die Jünger ist es ein Rätsel: Jesus würde bald nicht mehr von ihnen geschaut werden, und nach einer kurzen Zeit würden sie Ihn erneut sehen. Wie sollen sie das verstehen? Bevor sie ihr Anliegen ausgesprochen haben, greift der Herr ihre Frage auf und gibt ergänzende Erläuterungen zu seinem „Rätsel“.

 

Auch uns mögen immer wieder Fragen beschäftigen - Fragen, die auftreten, wenn wir die Bibel lesen, oder in Situationen kommen, die uns ein Rätsel aufgeben. Dann sollten wir nicht zögern, diese Fragen dem lebendigen Gott vorzulegen. Er will uns weiterhelfen.

 

Jesus kündigt seinen Jüngern hier an, wie diese einschneidenden Ereignisse bei ihnen zuerst Traurigkeit und dann Freude bewirken würden. Die kurze Zeit, in der Er im Grab lag, würde eine Zeit tiefer Traurigkeit für seine Jünger sein - eine Zeit des Weinens und der Trauer um einen Toten. Ihre ganze Hoffnung für Israel war nun mit Ihm begraben. Die Welt hingegen würde sich freuen, weil sie meint, den besiegt zu haben, der sie und ihre bösen Taten bloßgestellt hatte.

 

Doch der Herr stellt für die Jünger eine Zeit der Freude in Aus­sicht. Ihre Traurigkeit sollte sich nach einer kurzen Zeit in Freude verwandeln. Und so kam es dann auch: Als Jesus sich nach seiner Auferstehung den Jüngern zeigte und ihnen „Frie­de euch!“ zurief, da freuten sie sich, „als sie den Herrn sahen (Kap. 20,20)

 

  

 

Was von Anfang an war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben, betreffend das Wort des Lebens ..., verkündigen wir euch. 1. Johannes 1,1.3

 

Jesus Christus ist für jeden erreichbar!

 

Berühmte Persönlichkeiten haben es oft schwer, unerkannt von Paparazzi und Fans ein normales Leben zu führen. - Einmal erschien in einem Schmuckgeschäft in Los Angeles ein Mann mit angeklebtem Bart und Perücke. Der Juwelier dachte, dass es sich um einen Räuber handelte, und alarmierte die Polizei. Doch dann entpuppte sich der Verdächtige als ein bekannter Künstler, der sich getarnt hatte, um der Aufdringlichkeit seiner Bewunderer zu entgehen.

 

Da denke ich an den Sohn Gottes, der von unvergleichlich höherer Herkunft und von größerer Würde war. Auch zu Ihm kamen viele - um Ihn zu sehen und zu hören oder um bei Ihm Hilfe zu suchen. Zeitweilig umgaben Ihn große Volksmengen und gönnten Ihm keine Ruhepause. Und doch entzog Er sich den Menschen nicht. Wenn Er zum Beten allein sein wollte, benutzte Er dafür oft die Nachtstunden. - Trotzdem war Jesus Christus für jeden erreichbar, nicht nur tagsüber, sondern auch nachts, wenn jemand das wünschte. Tausende in Israel hatten seine Tätigkeit mit eigenen Augen verfolgt, viele hatten Ihm zugehört, einige Ihn sogar berührt. Und wie viele hatte Er geheilt!

 

Und doch erschollen wenig später die Sprechchöre der aufgewiegelten Volksmassen in Jerusalem: „Kreuzige ihn!“ Ausgerechnet Ihn, der nur Gutes getan hatte! - Andererseits lässt die Bibel keinen Zweifel daran, dass Er sein Leben freiwillig hingab für seine Feinde. Durch diese Tat wurde Er wahrhaft der Heiland der Welt. Noch heute ist Er der Retter für jeden, der an Ihn glaubt.

 

Was sind, verglichen mit diesem Herrn, die Berühmtheiten der Welt? Sie sind gestorben und im Grab geblieben. Aber Jesus Christus lebt!

 

 

 

Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um von ihm getauft zu werden.

Matthäus 3,13

 

Keine Selbstherrlichkeit sondern reine Demut, so war Jesus Christus

 

Johannes der Täufer ist der Vorläufer des Messias, des Erlösers und Herrschers von Israel. Dessen Kommen ist im Alten Testament an vielen Stellen angekündigt, und alles deutet darauf hin, dass der Messias bald auftreten wird. Nicht nur Johannes, sondern auch das ganze Volk ist voller Erwartung. (z. B. Lukas 2,25–38; 3,15)

 

Auf welche Weise wird der Messias wohl kommen? - Woran werden sie Ihn erkennen?

 

Es muss uns beeindrucken: Genauso wenig wie Jesus Christus in einem Palast zur Welt gekommen ist, genauso wenig gibt es nun, als Er sein öffentliches Wirken beginnt, Anzeichen von äußerer Prachtentfaltung.

 

Am Jordan tauft Johannes alle, die seinem Ruf zur Umkehr folgen, um in eine erneuerte Beziehung zu Gott einzutreten und den Messias zu erwarten. Dann plötzlich kommt der Sohn Gottes selbst an den Fluss. Äußerlich ist Er nicht von den anderen zu unterscheiden. Und Er stellt sich auch nicht neben Johannes; Er ruft nicht: „Ich bin es, auf den ihr wartet!“ Nein, Jesus stellt sich zu denen, die ihre Sünden bekennen und von Johannes getauft werden. (Matthäus 3,6)

Jesus will von Johannes getauft werden? Das will Johannes nicht zulassen, denn Jesus selbst hat keinerlei Sünden zu bekennen. „Lass es jetzt geschehen; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen“, erklärt der Herr ihm. (V. 15)

 

So etwas ist man von den Herrschern der Antike nicht gewöhnt. Hier zeigt sich keine Selbstherrlichkeit, sondern wahre Demut. Hier wird nicht in Willkür gehandelt, sondern nach dem Willen Gottes. Und hier gibt es keine Prachtentfaltung, die den Fürsten von den anderen abheben würde, sondern wirkliche Gemeinschaft zwischen dem Sohn Gottes und allen Gottesfürchtigen.

 

 

Als Jesus aber getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme ergeht aus den Himmeln, die spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

Matthäus 3,16.17

 

Gottes uneingeschränktes Bekenntnis zu seinem Sohn Jesus Christus

 

Jesus Christus, der von Gott verheißene Erlöser und Herrscher seines Volkes, ist an den Jordan gekommen zu Johannes dem Täufer. Äußerlich ist der Sohn Gottes nicht von den anderen zu unterscheiden, die sich dort taufen lassen. Auch der Täufer hat Ihn erst erkannt, als Er die Taufe von ihm verlangt; zuerst will er sich sogar weigern, den Messias zu taufen. Doch Jesus erklärt ihm, dass es nötig ist, weil es dem gerechten Willen Gottes entspricht. (V. 15)

 

So stellt sich Christus unauffällig und demütig auf die Seite derjenigen, die ihre Sünden bekennen und einen neuen Anfang mit Gott machen.

 

Und doch: Der Sohn Gottes steht nicht auf derselben Stufe wie sündige Menschen. In diesem Punkt darf kein Zweifel aufkommen! Der Himmel öffnet sich über Ihm, und die Be­stä­­tigung Gottes beugt jeder möglichen Missdeutung vor. Nein, in Jesus gibt es keine Sünde, keinen Makel; Er ist der Einzige, der bei seiner Taufe keine Sünden zu bekennen hat; Er ist der geliebte Sohn, der in allem die Zustimmung und das Wohlgefallen des Vaters im Himmel besitzt.

 

Gott gibt Ihm dieses Zeugnis und der Heilige Geist kommt für alle sichtbar auf Ihn: Jetzt wird Jesus seinen Dienst in der Öffentlichkeit beginnen. Zugleich wird bestätigt, dass Er wirklich der angekündigte Messias ist. (vgl. Jesaja 11,2) So ging Er umher, „wohltuend und alle heilend, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.“ (Apostelgeschichte 10,38)

 

 

Du aber steh jetzt still, dass ich dich das Wort Gottes hören lasse.

Hört, und eure Seele wird leben.      1. Samuel 9,27; Jesaja 55,3

 

Ich muss Sie für 14 Tage stillsetzen!

 

Diese Entscheidung des Arztes kann vom Pa­tien­ten sehr unterschiedlich aufgenommen wer­den. - Manche fühlen sich durch eine solche Zwangspause völlig ausgehöhlt. Ohne Aktivität können sie nicht sein. Andere halten sich bisher vielleicht für unentbehrlich und können nun den Gedanken schwer ertragen, dass das Berufsleben 14 Tage lang ohne sie weitergeht.

Möglicherweise empfinden wieder andere eine solche Zeit als wohltuende Pause, die ihnen erlaubt, durchzuatmen und wieder Tritt zu fassen.

Unser Leben gleicht ja manchmal einer Flucht nach vorn, und das bei einer ganz ungewissen Zukunft. Da ist es sehr wohltuend, ja unbedingt nötig, einmal dem Wirbel unserer Zeit zu entfliehen, um in Ruhe über unser Leben und unsere persönlichen Ziele nachzudenken.

 

Noch wichtiger ist es, dass wir diese Zeit zum Zuhören ver­­wenden - nicht den zahlreichen Stimmen dieser Welt zu­zu­hören, die einen oft nur betäuben und jede innere Samm­­lung er­sticken, sondern Gott zuzuhören, der auch heute noch redet. Wie nötig ist es, auf das zu achten, was Er uns zu sagen hat! In der Bibel wendet Gott sich an jeden von uns persön­lich.

 

Seine Botschaft ist von Liebe und von Wahrheit zugleich geprägt. Zwar muss sie uns zeigen, dass wir verloren und fern von Gott sind, doch Gott stellt uns auch das Heilmittel vor: Jesus Christus errettet jeden, der Ihn aufnimmt. Durch seinen Tod hat Er alles beseitigt, was uns von Gott trennte. Er hat „Frieden gemacht durch das Blut seines Kreuzes“  (Kolosser 1,20)

 

Ruhepausen können daher lebensrettend sein, wenn wir sie nutzen, um die Verbindung mit Gott zu suchen.

 

 

Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten.   1. Johannes 4,9

 

Wer oder was bestimmt deine Zukunft?

 

Der Glaube an Jesus Christus wirkt sich immer positiv aus: auf ein Menschenleben, auf das Miteinander und auch insgesamt auf die Gesellschaft. Das lässt sich kaum übersehen. Ein Beispiel dafür ist die Antwort eines 77-Jährigen, der vor einiger Zeit von einem Journalisten interviewt wurde. Die letzte Frage an ihn lautete: „Wird man im Alter gläubiger? Oder anders: Ist uns dadurch etwas verloren gegangen, auch als Gesellschaft, dass das Christentum an Gewicht verloren hat?“

 

Der Befragte antwortete: „Ich kann an die christliche Erzählung nur schwer glauben, aber eins hat das Christentum und deswegen ist es über die vielen Jahre sehr erfolgreich gewesen. Und es ist ja keine billige Religion. Eins hat das Christentum denjenigen, die daran fest geglaubt haben, vermittelt - ich rede nicht von den Menschen, die nur an Weihnachten in die Kirche gehen:

  1. Trost,
  2. Lebenssinn,
  3. Hoffnung,
  4. Hilfe im Gebet,
  5. Trost in der Vergebung und
  6. die christliche Liebe, die ein unglaubliches Geschenk an die Menschheit gewesen ist.

Nur wird das alles in dem Augenblick, in dem das Christentum hier an Gewicht verliert, indem wir immer weniger glauben, verloren gehen.

 

Und die Frage ist, ob die Menschen all diese Dinge nicht auch brauchen und wenn sie sie brauchen, was an ihre Stelle treten kann und was es bedeutet, wenn in Zukunft nichts an deren Stelle tritt.“

 

 

 

 

Diese Feststellung fordert uns heraus, uns einmal ohne Vorbehalte mit der Botschaft der Bibel auseinanderzusetzen.

 

Wenn wir sie annehmen und Jesus zur Grundlage unseres Lebens machen, können wir nur gewinnen.

 

 

Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn [an Jesus Christus] glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen. Apostelgeschichte 10,43

 

Zeugnis in letzter Minute

 

Eine große Wochenzeitung veröffentlichte Aussagen verurteilter Todeskandidaten. Bei vielen kam deutliche Auflehnung zum Ausdruck - nicht so bei M.

 

Er sagte: „Zunächst möchte ich der Familie meines Opfers mein aufrichtiges Bedauern aussprechen. Ich habe viel Schmerz, Kummer, Trauer, Leid verursacht. Das erfüllt mich mit sehr tiefer Traurigkeit. Ich weiß, dass nichts A. (sein Opfer) zurückbringen kann … Aber ich möchte, dass Sie wissen, dass ich nicht mehr der Mensch bin, der ich war: Dieser ist tot … Ich möchte auch meiner Familie sagen: Ich habe euch viel Leid zugefügt, ich bitte euch, mir zu verzeihen. Ich weine als erwachsener Mann wie ein kleines Kind; aber ich weine nicht über mich selbst, sondern über diejenigen, die nicht mehr sind und über diejenigen, die sterben, ohne Gott zu kennen, die nicht von ihren Sünden befreit worden sind.

 

Ich habe dreizehn Jahre im Gefängnis verbracht. Aber ich war in all den Jahren kein Gefangener im Inneren, denn ich war frei, weil Christus mich verändert hat. Selbst wenn ich für meine Schuld sterben muss: Er hat für meine Schuld bezahlt. Er hat mehr bezahlt, als ich ihm jemals zurückgeben könnte!“

 

Wie groß war die Last meiner Sünden,
wie war mein Gewissen beschwert,
bevor ich den Retter gefunden,
bevor ich von Jesus gehört.

 

Er hat gezahlt, was ich nicht zahlen konnte.
Er hat getan, was mir unmöglich war.
Er brachte mich zu Gott, dem Vater.
Er starb für mich auf Golgatha.

 

Frank Ulrich

 

  

Die Frau, wenn sie gebiert, hat Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Bedrängnis um der Freude willen, dass ein Mensch in die Welt geboren ist. Auch ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch.

Johannes 16,21.22

 

Wiedergeborene Christen freuen sich auf das Kommen Ihres Herrn!

 

Geheimnisvoll klingende Worte, die Jesus seinen Jüngern mitteilt: Sie würden Ihn für eine kurze Zeit nicht schauen und deswegen sehr traurig sein, aber die Welt würde sich freuen. Dann würden sie Ihn wiedersehen und ihre Traurigkeit würde sich in Freude verwandeln.

 

Die Lösung ist einfach: Es geht einerseits um den Tod und andererseits um die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu. Die Wehen bei der Geburt eines Kindes dienen hier als eindrückliche Illustration, um die große Traurigkeit der Jünger zu veranschaulichen. Wie schmerzte es sie, als sie nach der Grablegung Jesu an ihren gekreuzigten und gestorbenen Herrn dachten. - Unvergleichlich schlimmer waren allerdings die Schmerzen Jesu, die der Prophet Jesaja „die Mühsal seiner Seele“ nennt, als Ihn „die Strafe zu unserem Frieden“ traf und Er „für alles den Tod schmeckte“ (Jesaja 53,5.11; Hebräer 2,9)

 

Wie groß ist die Freude einer Frau, die ihr Kind zur Welt gebracht hat! Und wie schnell sind die starken Schmerzen vergessen! So verwandelte sich nach der Auferstehung Jesu die Traurigkeit der Jünger in große Freude.

 

Niemand kann den Jüngern Jesu ihre Freude rauben.

 

Dabei handelt es sich also wohl nicht nur um die Freude, die die Jünger während der 40 Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt erfüllte, als der Herr ihnen und weiteren 500 Brüdern erschien. (vgl. 1. Korinther 15,6)

 

Bis heute freuen sich die Gläubigen in dem Herrn, weil sie wissen, dass Er lebt und bald wiederkommt.

 

 

Das Andenken an den Gerechten ist zum Segen, aber der Name der Gottlosen verwest.

Sprüche 10,7

 

Die Segensspuren Gottes

 

Wenn irgendwo auf der Welt ein Pianist auf einem „Steinway & Sons“-Flügel in die Tasten greift, ist das Klangerlebnis Heinrich Engelhard Steinweg zu verdanken, der am 22. Februar 1797 in Wolfshagen im Harz geboren wurde. Heinrich begann im Alter von 15 Jahren eine Tischlerlehre. Anschließend ging er nach Goslar, wo er als Organist tätig war und sich als Instrumentenbauer ausbilden ließ. Von 1814 bis 1822 wurde er zum Militärdienst eingezogen.

 

Nachdem Steinweg zuerst nebenberuflich Gitarren, Zithern und Mandolinen hergestellt hatte, ging er bald zum Bau von Tafelklavieren, Pianos und Flügeln über. Sein erstes Tafelklavier schenkte er seiner Braut zur Hochzeit. Seinen ersten Flügel baute er elf Jahre später in einer alten, als Werkstatt hergerichteten Waschküche.

 

Im Jahr 1850 emigrierte Steinweg mit neun seiner zehn Kinder nach New York. Drei Jahre darauf machte er sich mit drei erwachsenen Söhnen selbstständig - ab 1854 hieß die Firma „Steinway & Sons“. Durch eine einteilige Gussplatte als Rahmen für die Klaviersaiten gelang es Steinweg, seine Flügel entscheidend zu optimieren.

 

Nehmen wir den Geburtstag des berühmten Klavierbauers einmal zum Anlass, uns zu fragen: Welchen Nachklang wird mein Name haben, wenn mein Leben auf der Erde vorüber ist? Mit welchen Gedanken und Empfindungen werden mich meine Mitmenschen im Gedächtnis behalten? Werden sie mich vermissen, weil mich gute Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe, Freundlichkeit und Dankbarkeit gekennzeichnet haben? Werde ich Segensspuren Gottes im Leben anderer hinterlassen?

 

Dies wird uns aber nicht aus eigener Anstrengung gelingen, sondern nur aus der Kraft eines verborgenen Lebens mit Gott, von dem letztlich alles Gute, aller Segen ausgeht.

 

 

Er sandte seinen Knecht zur Stunde des Gastmahls aus, um den Geladenen zu sagen: Kommt, denn schon ist alles bereit. Und sie fingen alle ohne Ausnahme an, sich zu ent­schuldigen. ... Da wurde der Hausherr zornig.  Lukas 14,17.18.21

 

Gott hat ein Fest der Freude bereitet, du bist herzlich dazu eingeladen!

 

Nicht wahr, das würde Sie auch nicht kalt lassen? Sie laden Ihre besten Freunde zum Abendessen ein, geben sich viel Mühe - und wenn Sie schließlich alles zubereitet haben, sagt einer nach dem anderen kurz vorher ab …

 

Wahrscheinlich kommt solch ein beleidigendes Verhalten nur selten vor. Doch die Bibel berichtet von einem Mann, dem es genau so erging: Als alles bereit ist, will keiner der Geladenen mehr kommen! Und was für „wichtige“ Gründe sie anführen! Der eine muss seinen neuen Acker begutachten, der nächste will seine Ochsengespanne ausprobieren, der dritte schließlich hat geheiratet. Das Fest interessiert sie offensichtlich gar nicht, und der Hausherr ist ihnen ziemlich gleichgültig. Wir verstehen gut, dass der Gastgeber darüber in Zorn gerät. Aber er lässt das Abendessen deswegen nicht einfach ausfallen.

 

Nein, er sucht sich neue Gäste, denn es gab andere, die den freundlichen Gastgeber nicht verachteten und sich über die Einladung freuten: Arme, Krüppel, Lahme, Blinde

 

Auch Gott hat ein Fest der Freude bereitet und lädt jeden dazu ein.

 

Er will allen Menschen Vergebung ihrer Sünden und inneren Frieden schenken.

 

Und sie sollen einmal an der Herrlichkeit des Himmels teilhaben. Doch die Gleichgültigen, die Selbstzufriedenen und die Selbstgerechten, die Gottes Einladung verachten - für sie gibt es keine Freude. Die Gestrandeten, Heimatlosen, Zerbrochenen hingegen, die Ihm ihre Schuld bekennen - sie erfahren seine Gnade und erleben große Freude!

 

Es ist eine Ruhe vorhanden für alle fern und nah:In des Gotteslammes Wunden, am Kreuze auf Golgatha.

Eleonore Fürstin Reuß (1835-1903)

 

 

 

Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu erretten. Matthäus 18,11

 

Jesu Christus ist auch für Hoffnungslose gestorben!  

 

George Whitefield (1714-1770) war ein berühmter Prediger in England. Man schätzt, dass er in seinem Leben rund 30.000 Predigten vor fast 10 Millionen Menschen hielt.

 

Dieser Mann hatte einen Bruder, der von Gott nichts wissen wollte und auch dementsprechend lebte. Doch eines Tages kam er zum Nachdenken, war aber angesichts der großen Schuld, die ihm bewusst geworden war, nicht in der Lage, an Gottes Vergebung zu glauben. Einmal war er bei Freunden zu Gast. Da seine Gastgeberin wusste, wie verzweifelt er war, stellte sie ihm die Gnade Gottes vor, die in Jesus Christus gekommen ist. Vergebens. Schließlich sagte er deprimiert und mutlos: „My Lady, ich weiß, dass das, was Sie mir sagen, wahr ist. Die Gnade Gottes ist unendlich groß. Aber sie ist nichts für mich. Dazu bin ich zu verdorben und schlecht. Ich bin verloren.“

 

Seine Gastgeberin lächelte: „Ich freue mich zu hören, dass Sie verloren sind.“

 

Entrüstet entgegnete er: „Wie, Sie freuen sich darüber?“

 

„Ja“, sagte sie, „weil Jesus Christus gerade deshalb in die Welt gekommen ist. Er ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist. Es besteht also Hoffnung für Sie!“

 

Vielleicht liest jemand diese Worte, der möglicherweise auch als so genanntes schwarzes Schaf in seiner Familie gilt, den man abgeschoben oder abgeschrieben hat. Möglicherweise haben Sie sich als hoffnungslos aufgegeben oder meinen, dass alle Einsicht zu spät kommt. Doch es gibt Hoffnung - denn Jesus Christus ist gerade für solche gekommen, die wissen, dass sie verloren sind! Er hat gesagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37)

 

Wenn Sie also befürchten, dass Sie verloren sind - dann besteht Hoffnung für Sie!

 

 

Jesus wachte auf, schalt den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es trat eine große Stille ein.  Markus 4,39

 

Die von Gott geschaffene Natur ist IHM untertan!  

 

Vielleicht denkt jemand: Das gibt es doch gar nicht! Ein Sturm beruhigt sich doch nicht einfach, weil irgendein Mensch ihm zuruft: „Schweig, verstumme!“ - Nein, natürlich nicht! Aber es war ja auch nicht irgendwer, der das tat, sondern Jesus Christus, der Sohn Gottes selbst.

 

Menschen unseresgleichen hätten sich mit einem solchen Versuch, Wind und Wellen zu beruhigen, nur lächerlich gemacht. Hier aber war Einer, dem Wind und Wellen gehorchten - das konnte nur der allmächtige Gott sein! Und die Jünger Jesu, die Ihn mit dem Schiff ans andere Ufer des Sees brachten, waren tief beeindruckt davon.

 

Dazu müssen wir wissen, dass der Sohn Gottes Derjenige ist, durch den Gott die Welt gemacht hat. So lesen wir es in Kolosser 1,16 und an vielen anderen Stellen der Heiligen Schrift. Warum sollte es daher für den Schöpfer des Weltalls zu schwer sein, einen Sturm zum Schweigen zu bringen? Warum sollte Er nicht fähig sein, aus Wasser guten Wein zu machen oder Kranke zu heilen oder 5000 Menschen mit geringen Mitteln zu sättigen oder Tote aufzuerwecken oder …?

Viele Menschen damals sind Augenzeugen der Wunder Jesu gewesen. Matthäus, der Zöllner, Markus, der Diener, Lukas, der Arzt, und Johannes, der Fischer, haben ihre Beobachtungen für uns aufgeschrieben. Und sie haben uns nur eine Auswahl der Wunder mitgeteilt. Johannes sagt das in seinem Evangelium: „Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor seinen Jüngern getan …“ (Kap. 20,30). - Es gibt keinen vernünftigen Grund, diesen Zeugen nicht zu trauen. Angenommen, der allmächtige Schöpfergott existiert. Dann steht Er über allem und dann sind Wunder für Ihn kein Problem.

 

 

Sogleich gingen sie aus der Synagoge hinaus und kamen in das Haus von Simon und Andreas. Die Schwiegermutter Simons aber lag fieberkrank danieder; und sogleich sagen sie ihm von ihr. Markus 1,29.30

 

Andreas bringt seine Probleme zu Jesus

 

Das ist das Beeindruckende an der Bibel: Dass sie auch die Schattenseiten des Lebens erwähnt - das Leid, das Versagen und den Tod. 

 

Eines Tages hielt sich Jesus Christus mit einigen seiner Jünger in der Stadt Kapernaum auf. Dort besuchte Er zunächst die Synagoge und ging dann zu Simon und Andreas nach Hause. Dort aber lag die Schwiegermutter von Simon fieberkrank danieder. Lukas, der Arzt war, schreibt sogar, dass sie von einem „starken Fieber befallen“ war. (Lukas 4,38)

 

Die Beziehung zur Schwiegermutter wird heute oft als negativ hingestellt. Doch hier erleben wir, wie Simon und An­dreas ihr mit großer Wertschätzung begegnen und sehr um sie besorgt sind. Ja, damals wie heute sind gesunde Beziehungen in Familien möglich - mit der Hilfe Gottes!

 

Das Haus von Simon und Andreas blieb allerdings nicht vor Not bewahrt. Auch wir erleben oft Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alterserscheinungen, Missbrauch, finanzielle oder auch psychische Not. Manche Not geht sogar bis an den Rand des Todes - ohne dass ein Ausweg sichtbar ist. Machen wir es wie Simon und Andreas damals: Sagen wir es Jesus!

 

Der Herr über Leben und Tod, der große Schöpfer-Gott, der Heiland der Welt, ist willens und bereit zu hören, was uns bedrückt.

 

Er lädt uns dazu ein, Ihm unsere Not zu sagen, denn Er ist ja besorgt um uns! Darüber hinaus dürfen wir Ihm alle unsere Anliegen nennen - ohne Formalitäten, von Mund zu Ohr, voller Vertrauen. So wie hier: „Sie sagen ihm von ihr.“

 

Es ist gut, Den zu kennen, dem man alles sagen kann!

 

 

 Ist kein Balsam ... oder kein Arzt dort? Warum ist ... kein Verband angelegt worden?

Jeremia 8,22

 

Ich bin der HERR, der dich heilt.

 

Was haben eine Brandverletzung, der Sturz von einem Gerüst, ein Schlaganfall, ein schlimmer Verkehrsunfall und eine Medikamentenüberdosis gemeinsam?

 

Es sind alles Notfälle - Notfälle, die sich an einem Ort vielleicht binnen weniger Stunden ereignen und bei denen die Notrufnummer 112 gewählt wird. Ob bei Tag oder Nacht, ob Mann, Frau oder Kind, ob alt oder jung: Wenn die Nummer 112 gewählt wird, macht sich ein Rettungswagen mit erfahrenen Sanitätern und lebensrettenden Geräten auf den Weg.

Für alle diese Notfälle, so verschieden sie auch waren, gibt es eine gemeinsame Notrufnummer, eben die 112. - Auch bei Gott gibt es eine „zentrale Rufnummer“.

Gott sagt: „Rufe mich an am Tag der Bedrängnis: Ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!“ und: „Ich bin der HERR, der dich heilt.“ (Psalm 50,15; 2. Mose 15,26)

Wer Ihn anruft, weil er in „Seelennot“ gekommen ist, erfährt ebenfalls lebensrettende Maßnahmen:

  • Ihm wird vergeben und er wird gereinigt von jeder Ungerechtigkeit. (1. Johannes 1,9)
  • Er geht nicht mehr verloren, sondern erhält neues, ewiges Leben. (Johannes 3,16)
  • Er empfängt ein neues reines Herz sowie einen neuen Geist. (Psalm 51,12; Hesekiel 36,26)

Doch bei aller Übereinstimmung gibt es auch einen gravierenden Unterschied: Die Nummer 112 darf man nur in Notfällen wählen - doch zu Gott kann sich jeder Mensch zu jeder Zeit und in jeder Situation wenden. Gott ist immer sofort erreichbar und Er kümmert sich um jeden, der Ihn anruft!

 

Ob in Freude oder Leid, in Einsamkeit oder Trauer: Jeder darf kommen, mit Ihm reden und sein Herz vor Ihm ausschütten.

 

Deshalb: Rufen Sie Ihn an! Und: Rufen Sie Ihn jetzt an!

 

 

An jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Um was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dies habe ich in Gleichnissen zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch offen von dem Vater verkündigen werde.

Johannes 16,23–25

 

Wie gesegnet sind die Kinder Gottes!

 

Jesus hatte von der Freude der Jünger gesprochen, die ihnen niemand rauben würde. Diese Freude war nicht nur von kurzer Dauer, sie würde sogar eine ganze Epoche kennzeichnen, die hier „jener Tag“ genannt wird. An diesem „Tag“ leben wir.

 

Bisher hatte der Herr als Mensch auf der Erde allen Bedürfnissen der Jünger entsprochen, und sie konnten mit all ihren Fragen zu Ihm gehen. Doch jetzt würde eine neue Situation eintreten, die kein Nachteil für sie sein würde. Das hatte der Herr ihnen ja bereits mitgeteilt. Seitdem der Heilige Geist auf die Erde gekommen ist und in den Gläubigen wohnt, haben sie direkten Zugang zu Gott, dem Vater. Sie können als seine Söhne direkt zu Ihm beten. Sie brauchen jetzt nicht Jesus Christus zu bitten, dass Er sich für sie an den Vater wende. (vgl. Kap. 11,22) Wenn sie im Namen Jesu den Vater um eine Sache bitten, dürfen sie erleben, dass Er ihnen das Erbetene gibt - egoistische Bitten sind natürlich ausgeschlossen.

 

Ihnen steht eine unermessliche Hilfsquelle zur Verfügung!

 

Wer sie nutzt, wird mit großer Freude gesegnet sein.

 

Der Herr deutet eine weitere Änderung an: Er würde vom Himmel aus die Wahrheit über den Vater nicht mehr gleichnishaft, sondern in aller Klarheit vermitteln:

 

Der Heilige Geist inspirierte die Schreiber des Neuen Testaments, um über den Vater, über seinen Ratschluss, seine Herrlichkeit und seine Liebe zu schreiben.

 

Wie gesegnet sind die Kinder Gottes!

 

 

Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.  Jesaja 53,7

 

Wort des Jahres - Ungehorsam und Auflehnung 

 

Die Gesellschaft für deutsche Sprache wählt seit Anfang der 70er-Jahre regelmäßig ein „Wort des Jahres“, das in der öffent­lichen Diskussion oft eine besondere Rolle gespielt hat. Das erste Mal wurde der Ausdruck „aufmüpfig“ gewählt, was so viel wie widersetzlich oder aufsässig meint. Es enthält den Gedanken an Auflehnung und Rebellion und wir können uns gut vorstellen, dass es in jener Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs vielfach gebraucht wurde.

 

Doch Aufmüpfigkeit entstand nicht erst in den Jahren um und nach 1968. Sie kennzeichnet das Verhalten des Menschen gegenüber Gott schon seit jeher. Bereits die ersten Menschen Adam und Eva lehnten sich gegen Gott auf.

 

Was mit der hinterlistigen Frage der Schlange „Hat Gott wirklich gesagt?“ anfing, endete in einer Tat, die sich gegen Gottes einziges Gebot richtete: Die Menschen aßen von der verbo­tenen Frucht. Wie undankbar verhielten sie sich damit gegen ihren Schöpfer, dem sie nicht nur ihr Leben verdankten, sondern alles, was sie umgab.

 

Aber letztlich war es schlicht Ungehorsam und Auflehnung.

 

So kam die Sünde in die Welt. Und was ist Gottes Antwort? Der Tod!

 

Doch Gott ist nicht nur heilig und gerecht, sondern auch Liebe! Und seine Liebe erweist Er darin, „dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.“ (Römer 5,8) Gott kann Übertretung nicht ungestraft lassen, doch Er straft seinen Sohn, um uns aufmüpfige Menschen zu retten.

 

Doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Ungerechtigkeiten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm,
und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.

 

 

Von dem Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist.  Jakobus 5,11

 

Jesus Christus ist unser einziger Trost!

 

Frederick Tucker wird am 21. Mai 1853 im Nordosten In­diens geboren. Er ist der Sohn einer reichen englischen Familie, die auf der Höhe des Imperialismus lebt. Gemeinsam mit seiner ersten Frau und drei Mitarbeitern gründet er 1882 die Heilsarmee in Indien. Seine erste Frau stirbt früh in einer Cholera-Epidemie.

 

Frederick heiratet erneut. Seine zweite Frau Emma ist eine Tochter des Gründers der Heilsarmee William Booth. Mit ihr bekommt er neun Kinder, von denen drei früh sterben. Auch Emma wird in Indien schwer krank, so dass sie gezwungen sind, nach Amerika zu ziehen.

 

Eines Abends predigt Frederick darüber, dass Jesus Chris­tus voller Mitgefühl ist. Nach der Predigt spricht ihn ein Zu­hörer vorwurfsvoll an: „Wenn Ihre Frau wie meine sterben würde, und wenn Ihre Kinder weinend nach ihrer Mutter riefen, dann könnten Sie nicht mehr von einem Gott der Liebe reden, der mitfühlend ist!“

 

Nur wenige Tage später geschieht das Unfassbare: Aus­gerechnet auf dem Weg zu ihrem Mann verliert Emma ihr Leben bei einem Eisenbahnunglück! Frederick steht mit sei­nen sechs Kindern am offenen Grab. Da fallen ihm die vor­wurfs­vollen Worte des Zuhörers wieder ein, so dass er davon berichtet: „Neulich hat jemand zu mir gesagt, wenn meine Frau stürbe, dann könnte ich nicht mehr verkündigen, dass Jesus Christus voller Mitgefühl ist. Wenn dieser Mann anwesend ist, möchte ich ihm sagen, dass der Herr Jesus bei mir ist. Ja, mein Schmerz ist sehr groß, aber gerade heute ist Christus mein Trost.“ Der besagte Mann hört tatsächlich zu. Überwältigt von Tuckers Zeugnis gibt er sich zu erkennen und öffnet sich für die rettende Botschaft des Evangeliums.

 

Der Herr Jesus ist wirklich der Einzige, der in jeder Situation mit uns fühlen und uns trösten kann.

 

 

Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung vernachlässigen (oder: missachten)? Hebräer 2,3

 

Die rote Laterne Gottes!

 

Es ist mittlerweile 70 Jahre her - aber ich weiß es noch, als ob es gestern war. Als Lokomotivführer war ich eines Nachts mit dem Zug unterwegs. Wir hatten es eilig, obwohl es stürmisch und sehr dunkel war. Als ich durch eine langgestreckte Kurve fuhr, sah ich plötzlich rote Lichter vor mir. „Brems, Hans, brems!“, schrie ich, „brems - oder es ist zu spät!“. Mein Kollege stieg in die Eisen und brachte den Zug zum Stehen. Keine Sekunde zu früh, denn vor uns türmten sich die Trümmer eines Güterzugs, der entgleist war. Nicht vorzustellen, was passiert wäre, wenn …

 

Ich war dankbar, dass ich die roten Schlusslichter recht­zeitig gesehen hatte. Kurze Zeit später wurde ich erneut an sie erinnert. Jemand besuchte mich und fragte mich: „Gerhard, hast du eigentlich jemals darüber nachgedacht, wie es nach dem Tod für dich weitergeht? Hast du dich gefragt, ob Gott dir eine weiße Laterne für freie Weiterfahrt zeigen kann - oder ob Er dir die rote Laterne zeigen muss?“

 

Mir war klar, dass Gott mir keine weiße Laterne zeigen konnte. Er hielt mir die rote entgegen, um mich wachzu­rütteln und zu warnen. Ich erkannte, dass ich in Gottes Augen ein Sünder war und nahm seine Errettung für mich in Anspruch. Nun weiß ich, dass ich „die Erlösung habe durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade“ (Epheser 1,7)

Jeder von uns ist unterwegs. Auf seinem ganz persön­­­­lichen Lebensweg. Und für jeden von uns endet die Fahrt in der Ewigkeit. Wenn Sie Leben aus Gott haben, leuchtet für Sie ein „weißes“ Licht. Ansonsten leuchtet es „rot“.

 

Wenn es „rot“ leuchtet, warnt Gott Sie heute noch einmal. Wollen Sie wirklich seine „große Errettung vernachlässigen“, sie miss­­­achten?

 

 

  

Kein Mensch hat Macht über den Wind, den Wind zurückzuhalten; und niemand hat Macht über den Tag des Todes.

Prediger 8,8

 

Egal was kommen mag, wir sind in IHM geborgen!

 

Ein Mann von 63 Jahren ließ sich einen neuen Zahnersatz anpassen. Im Anschluss daran entspann sich folgendes Gespräch:

 

Patient: „Die alte Zahnbrücke hat 25 Jahre gehalten!“

Zahnarzt: „Hoffentlich hält die neue genauso lange.“

Patient: „Wenn ich so lange ,halte‘ …“

Zahnarzt: „Ja, das ist die bange Frage, die uns alle bewegt.“

Patient: „Ich glaube an Jesus Christus, das lässt mich ruhig sein.“

 

Zahnarzt: „Ja, das verstehe ich. So steht es auch in der Lektüre, die Sie mir beim letzten Mal gegeben haben.“

 

Jeder weiß, dass er einmal sterben muss. Aber niemand kann über den Tag des Todes bestimmen. Der Zahnarzt hatte davon gelesen, dass Christen - bei aller Ungewissheit über den Zeitpunkt des Todes - durch den Glauben an Jesus Christus Frieden und Ruhe haben.

 

Es genügt aber nicht, davon zu lesen oder bei anderen zu beobachten, was der biblische Glaube bewirkt: Man muss selbst zu Jesus Christus kommen, indem man sich von der Botschaft der Bibel überzeugen lässt. Wegen unserer Sünden ist Er gestorben, und ER ist auferstanden, um uns ewiges Leben zu geben.

 

Wer an Ihn glaubt und seine Erlösungstat persönlich in Anspruch nimmt, darf sagen: „Ich aber, ich habe auf dich vertraut, HERR; ich sprach: Du bist mein Gott! In deiner Hand sind meine Zeiten.“ (Psalm 31,15.16)

 

Egal, was kommen mag und wann wir abberufen werden, wir sind dann in IHM geborgen.

 

 

 

Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.  Römer 5,1

 

Hast Du Frieden? (1)

 

Meine Eltern erzogen mich im jüdischen Glauben. Meine Mutter erzählte mir von dem Messias, der eines Tages alle Menschen erlösen würde. Aber der Völkermord der Nazis hatten diesen Samen der Hoffnung in mir zerstört.

 

Nach meinem Studium wurde das Singen zu meiner Religion. Ich wurde Sänger und Schauspieler und ich war erfolgreich: Bald trat ich mit den berühmtesten Sängern auf. Aber dieser Erfolg brachte mir keinen inneren Frieden und ich fragte mich, worin der Sinn meines Lebens bestand.

 

„Hast du Frieden?“, fragte ich manchmal meine Künstler-Kollegen, mit denen ich auf Tournee war. Ich erinnere mich noch gut an die Antwort des bekannten Chansonniers Jacques Brel (1929-1978): „Mit Geld können wir für fast alles bezahlen, was wir wollen, das weißt du ja; aber dieser Frieden, von dem du sprichst, hat keinen Preis. Nicht einmal mit allem Geld die­ser Welt können wir ihn kaufen.“

 

Damit gab ich mich nicht zufrieden und diskutierte auch mit meinem Vater darüber, der viele Religionen studiert hatte. Ich erzählte ihm von meinen Fragen und meiner Suche nach dem Sinn des Lebens. Er hörte mir aufmerksam zu. Dann gab er mir ein Neues Testament, das er von einem Missionar erhalten hatte.

 

Es überraschte mich, dass er als Jude dieses Buch empfahl, das normalerweise von meinem Volk abgelehnt wird. Doch obwohl mein Vater sich den jüdischen Traditionen verpflichtet fühlte, war er liberal geprägt und zum Dialog bereit. Er vertrat die Ansicht, es sei immer besser, zurück zu den Quellen zu gehen. Und so nahm ich seinen Rat an und las das Neue Testament.

 

Von Anfang an war ich beeindruckt von den Worten Jesu, von seiner Botschaft der Liebe und des Friedens.

 

Küsst den Sohn, damit er nicht zürnt und ihr umkommt auf dem Weg, wenn nur ein wenig entbrennt sein Zorn. Glückselig alle, die zu ihm Zuflucht nehmen! Psalm 2,12

 

Hast Du Frieden? (1)

 

Einige Monate später lud mich ein Freund zu einer Konferenz ein. Dort ging es um das Verhältnis von uns Juden zu Jesus. Ich nahm nicht teil, aber im Einladungsflyer stand ein Bibelvers aus Psalm 2, der mich nachdenklich machte. Leider konnte mein Freund mir den Vers nicht näher erläutern.

 

Daraufhin öffnete ich das Alte Testament in der Übersetzung eines jüdischen Rabbiners und las den gesamten Psalm 2. Dabei bemerkte ich, dass der betreffende Vers etwas anders über­setzt war als in dem Flyer. Das machte mich stutzig. Am Ende der Einladung zur Konferenz wurde ein kostenloses Neues Testament angeboten. Das nahm ich gerne in An­spruch.

 

Sechs Monate später kam ein älterer Herr zu mir nach Hause: „Herr Gil Bernard? Ich bin gekommen, um Ihnen das Neue Testament zu bringen, um das Sie gebeten haben.“ Ich ließ ihn herein, und nach einem längeren angenehmen Gespräch fragte er, ob er mir etwas vorlesen dürfe. Langsam las er das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus Lukas 15. Ich verstand sofort und fragte: „Ist Jesus der Messias Israels?“ Er bejahte dies.

 

Ich war erschrocken und sprachlos. Bevor der Herr mich verließ, bat er mich, ihm zu versprechen, das Neue Testament zu lesen. Ich versprach es ihm und hielt Wort. Als ich die Evan­gelien erneut las, hatte ich das Gefühl, in die Fußstapfen Jesu zu treten.

 

Ich bekehrte mich zu Ihm, wodurch sich mein Leben grundlegend veränderte. Drei Jahre später verließ ich meine bisherige Musik-Szene und entschied mich, über meinen Glauben an Jesus zu singen. Diese Entscheidung war schwierig, aber ich habe sie nie bereut. Ich erhielt mehr, als ich erwartet hatte: Ein erfülltes und glückliches Leben, trotz der schmerzhaften Momente.

 

Gott ist treu und hat mich in Freuden und Sorgen unterstützt.

 

Nun besitze ich die sichere Hoffnung, Ihn für alle Ewigkeit zu loben.

 

Küsst den Sohn, damit er nicht zürnt und ihr umkommt auf dem Weg, wenn nur ein wenig entbrennt sein Zorn. Glückselig alle, die zu ihm Zuflucht nehmen! Psalm 2,12

 

Hast Du Frieden? (2)

 

Einige Monate später lud mich ein Freund zu einer Konferenz ein. Dort ging es um das Verhältnis von uns Juden zu Jesus. Ich nahm nicht teil, aber im Einladungsflyer stand ein Bibelvers aus Psalm 2, der mich nachdenklich machte. Leider konnte mein Freund mir den Vers nicht näher erläutern.

 

Daraufhin öffnete ich das Alte Testament in der Übersetzung eines jüdischen Rabbiners und las den gesamten Psalm 2. Dabei bemerkte ich, dass der betreffende Vers etwas anders über­setzt war als in dem Flyer. Das machte mich stutzig. Am Ende der Einladung zur Konferenz wurde ein kostenloses Neues Testament angeboten. Das nahm ich gerne in An­spruch.

 

Sechs Monate später kam ein älterer Herr zu mir nach Hause: „Herr Gil Bernard? Ich bin gekommen, um Ihnen das Neue Testament zu bringen, um das Sie gebeten haben.“ Ich ließ ihn herein, und nach einem längeren angenehmen Gespräch fragte er, ob er mir etwas vorlesen dürfe. Langsam las er das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus Lukas 15. Ich verstand sofort und fragte: „Ist Jesus der Messias Israels?“ Er bejahte dies.

 

Ich war erschrocken und sprachlos. Bevor der Herr mich verließ, bat er mich, ihm zu versprechen, das Neue Testament zu lesen. Ich versprach es ihm und hielt Wort. Als ich die Evan­gelien erneut las, hatte ich das Gefühl, in die Fußstapfen Jesu zu treten.

 

Ich bekehrte mich zu Ihm, wodurch sich mein Leben grundlegend veränderte. Drei Jahre später verließ ich meine bisherige Musik-Szene und entschied mich, über meinen Glauben an Jesus zu singen. Diese Entscheidung war schwierig, aber ich habe sie nie bereut. Ich erhielt mehr, als ich erwartet hatte: Ein erfülltes und glückliches Leben, trotz der schmerzhaften Momente.

 

Gott ist treu und hat mich in Freuden und Sorgen unterstützt.

 

Nun besitze ich die sichere Hoffnung, Ihn für alle Ewigkeit zu loben.

 

 

 

 

 

 

An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich lieb gehabt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin von dem Vater ausgegangen und bin in die Welt gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.

Johannes 16,26–28

 

Kinder Gottes haben freien Zugang zu Gott

 

Kinder Gottes haben freien Zugang zu Gott, ihrem Vater.

 

Sie wissen, welchen Wert und welche Kostbarkeit Jesus in den Augen Gottes hat.

 

In Ihm sind sie von Gott angenommen und dürfen in dieser Gewissheit vor Gott treten. Das bedeutet, in seinem Namen zu beten. Es geht also nicht um das Gebet, das der Herr seine Jünger lehrte und als „Vaterunser“ bekannt ist.

 

Ein Vater hat das größte Interesse an seinen Kindern und kennt ihre Bedürfnisse, weil er sie von Herzen liebt. Es wäre völlig unnatürlich, wenn die Bitten eines Kindes zuerst vor einem Mittler ausgesprochen werden müssten, der sie dann an den Vater weiterleitet. Dasselbe gilt für die Kinder Gottes, die eine innige Beziehung der Liebe zu ihrem himmlischen Vater haben. Wenn selbst der Herr Jesus in dieser Beziehung keine Mittlerrolle übernehmen will, wie viel weniger sind En­gel oder Menschen befugt, Fürsprache für andere zu über­nehmen.

 

Der Herr schließt diesen Teil der Rede mit einer bemerkens­werten Aussage. Die Jünger glaubten, dass Er von Gott aus­gegangen war; sie glaubten, dass Er der Christus Gottes war und dass Er als Mensch von Gott, dem Heiligen Geist, gezeugt worden war. Doch hier öffnet der Herr den Blick der Jünger für mehr: Er war vom Vater ausgegangen und würde zum Vater zurückkehren.

 

Das beinhaltet, dass Jesus eine ewige, göttliche Herrlichkeit als Sohn des Vaters besitzt.

 

Dafür beten wir Ihn an!

 

 

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße. Lukas 5,32

 

Er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach!

 

Das Lukasevangelium berichtet von einer bemerkenswerten Begegnung des Herrn Jesus mit einem Zöllner namens Levi.

 

Levi, der auch Matthäus genannt wird, sitzt am Zollhaus, als Jesus ihn sieht. Die Zöllner in Palästina arbeiteten damals für die römische Besatzungsmacht. Ihre Zoll- und Steuerforderungen wurden notfalls mit Militärgewalt durchgesetzt. Daher hatten sie einen schlechten Ruf unter ihren Lands­leuten.

 

Über Levis Berufspraxis wird nichts Näheres gesagt. Gut möglich ist aber, dass er sich wie andere Zöllner seiner Zeit durch überzogene Steuerforderungen bereichert hat. Der Herr Jesus sieht Levi - und Er sieht ja noch viel mehr. Er sieht, dass Levi sich im Herzen nach Liebe sehnt, aber auch nach einem reinen Gewissen und einem Leben mit Tiefgang. Und Jesus weiß, dass Er dem Zöllner das alles und noch viel mehr geben kann.

 

So spricht Er nur drei Worte zu ihm: „Folge mir nach!“

 

Versetzen wir uns in Levis Situation: Hinter ihm das Zollhaus - seine stetig sprudelnde Einnahmequelle - und vor ihm Jesus, von dem uns die Evangelien berichten, dass er keinen materiellen Besitz hatte.

 

Was muss Levi in diesem Moment überlegt haben? Soll ich sitzen bleiben? Oder soll ich diesem Jesus nachfolgen, von dem gesagt wird, dass Er der Messias sei? Was tut er? „Er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach“ (V. 28). Und noch etwas tut Levi: Er veranstaltet ein großes Gastmahl für den Herrn Jesus und seine Jünger, zu dem er auch viele seiner Berufskollegen einlädt.

 

Den naserümpfenden Pharisäern und Schriftgelehrten erklärt Jesus bei dieser Gelegenheit, wozu Er gekommen ist: Um Sünder zur Buße, zur Lebensumkehr, und in seine Nachfolge zu rufen.

 

Levi hat seine Entscheidung sicher nie bereut.

 

Später benutzte Gott ihn, um das Matthäusevangelium zu schreiben.

 

 

Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!  2. Korinther 9,15

 

Gottes großes Gnadengeschenk an die Menschheit!

 

Martin ist stolz auf seine Tochter Sarah. Besonders jetzt, wo sie über das ganze Gesicht strahlt, weil sie ein kleines Geschenk von dem Mann am Büchertisch erhalten hat.

 

„Was sagt man, Sarah?“, fragt Martin sie.

 

„Oh, sie hat schon Danke gesagt“, versichert der Mann und wendet sich ihr noch einmal zu: „Gott segne dich, kleine Sarah!“

 

Dann wendet er sich an Martin: „Ihre Tochter hat ihre Lektion schon schön gelernt.“

 

Martin versteht ihn nicht: „Welche Lektion?“

 

„Nun, sie sagt Danke für das, was sie bekommen hat. Danken Sie auch für alles, was sie geschenkt bekommen?“

 

„Ich denke, ja“, antwortet Martin.

 

„Nun“, fährt der Mann fort, „Gott hat uns seinen Sohn Jesus Christus gegeben. Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet und hat das ewige Leben. Haben Sie Gott schon für diese Gabe, dieses Geschenk seines Sohnes, gedankt?“ Martin schüttelt den Kopf.

 

Der Mann sieht ihn freundlich an: „Ist das nicht unhöflich von Ihnen, sind Sie da nicht undankbar? - Wenn ein Freund Sie einladen würde, dann würden Sie sich doch auch für die Einladung bedanken, auch wenn Sie sie nicht annehmen können? Weshalb sagen Sie Gott heute dann nicht auch, dass Sie sich herzlich für sein Geschenk bedanken - doch dass Sie leider in Ihrem Leben keine Verwendung für seinen Sohn haben? - Jesus selbst hat gesagt: Wer an mich glaubt (also nicht: wer es fühlt oder denkt), hat ewiges Leben, wer mir aber nicht glaubt (meine Autorität nicht erkennt, mir nicht gehorcht und mein Angebot ablehnt), der wird das Leben nicht sehen. (Johannes 3,36)

 

Darf ich Sie fragen: Wollen Sie weiter undankbar sein und Ihn ablehnen?

 

Oder wollen Sie an Jesus Christus glauben und Gott für sein unfassbar großes Geschenk danken?“

 

 

 

 

Jesus sprach: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Johannes 8,31.32

 

Mit der Kraft Gottes ändert sich dein Leben!

 

Es kommt sicherlich nicht so oft vor, dass eine ordentliche Professorin für Theologie zum lebendigen Glauben an Gott kommt. Sie sagt von sich selbst, dass sie früher die bibelkritische Theologie voll und ganz vertreten habe. Sie war überzeugt, dass sie mit ihrer theologischen Arbeit Gott einen Dienst tun und einen Beitrag zur Verkündigung des Evangeliums leisten würde. Doch dabei hatte sie Philosophien zu ihrem Fundament gemacht, die Gottes Wort als Quelle der Wahrheit ausschließen.

 

Gott aber ließ auch diese kluge Frau nicht los. Zunächst geriet sie in eine seelische Krise. In „tiefer Frustration“ wurde sie, wie sie sagt, „eine Sklavin des Fernsehens“ und geriet in zunehmende Abhängigkeit vom Alkohol.

 

In dieser düsteren Seelenstimmung geschah es, dass sie mit lebendigen Christen in Kontakt kam, die Jesus Christus als ihren persönlichen Herrn und Heiland bezeugten. Sie war beeindruckt von diesen glaubwürdigen Zeugnissen und wagte es, das Erlösungswerk Christi für sich persönlich im Glauben anzunehmen und ihr Leben Ihm anzuvertrauen.

 

Mit der Kraft Gottes, die jetzt in ihr Leben kam, änderte sich ihr Leben radikal.

 

Sie wurde frei vom Alkohol, gewann einen ganz neuen Zugang zu Gottes Wort und sehnte sich auch nach Gemeinschaft mit anderen Christen. Jetzt erkannte sie auf einmal auch solche Verfehlungen ihres Lebens als Sünde, für die sie bisher immer eine Entschuldigung gehabt hatte.

 

Daher erstaunt es nicht, dass sie ihre früheren Bücher und Zeitschriften-Beiträge widerrufen hat.

 

Es ist eine Ruh gefunden für alle, fern und nah,
in des Gotteslammes Wunden, am Kreuze auf Golgatha.

Eleonore Fürstin von Reuß (1835-1903)

 

 

Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein noch auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss; Gutes zu tun, reich zu sein an guten Werken, freigebig zu sein ...

1. Timotheus 6,17.18

 

Errettet und reingewaschen durch Jesu teures Blut!

 

Der amerikanische Unternehmer John Pierpont Morgan (1837-1913) gilt als der einflussreichste Bankier seiner Zeit. Mit dem von ihm gegründeten Bankhaus hatte er sich vor allem durch die Übernahme und Sanierung abgewirtschaf­teter Eisenbahnlinien ein riesiges Vermögen erworben. An­derer­seits war er bekannt dafür, dass er spekulative Geschäfte grundsätzlich ablehnte.

 

Als Morgan am 31. März 1913 starb, hinterließ er ein Testament mit 37 Artikeln. Dieses wurde drei Wochen später in vollem Wortlaut in der „New York Times“ abgedruckt. Das Wichtigste steht in Artikel 1: „Ich übergebe meine Seele in die Hände meines Erretters in der vollen Gewissheit, dass Er, der mich errettet und mich in seinem kostbaren Blut gewaschen hat, mich ohne Flecken vor dem Thron meines himmlischen Vaters darstellen wird. Und ich bitte meine Kinder eindringlich, dass sie unter allen Umständen und um jeden Preis an der Lehre festhalten und sie verteidigen, dass es eine völlige Sühnung für die Sünde gibt durch das Blut und das Sühn­opfer Jesu Christi, und dadurch allein.“

 

Morgan hatte seine Hoffnung nicht „auf die Ungewissheit des Reichtums“ gesetzt, sondern auf Gott und den Sühnetod seines Sohnes. „Ihr seid nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl“

(1. Petrus 1,18.19)

O du Lamm Gottes, das da getragen
all meiner Sünden Schuld, Fluch und Macht;
für mich ans Kreuzholz warst du geschlagen,
für mich hast alles du dort vollbracht!

Hedwig von Redern (1866-1935)

 

 

Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, spricht zu [Jesus]: Es ist ein Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat; aber was ist dies für so viele? Johannes 6,8.9

 

Die Speisung der 5000!

 

Jesus Christus will mit seinen Jüngern allein sein. Doch eine große Volksmenge folgt Ihm, bleibt bei Ihm, hört Ihm zu. Den ganzen Tag. Er sieht ihre innere Not, aber Er weiß auch, dass sie nun, gegen Ende des Tages, Hunger haben. So stellt Er seinem Jünger Philippus die Frage: „Woher sollen wir Brote kaufen, damit diese essen?“ Dieser zählt, rechnet und entgegnet: „Für zweihundert Denare Brot reichen nicht für sie aus, dass jeder ein wenig bekomme“. Er weiß, was er hat - und er weiß, dass es nicht reichen wird! (V. 5.7)

 

Doch der Herr Jesus ist weder überrascht noch ratlos noch überfordert. Es heißt: „Denn er selbst wusste, was er tun wollte“ (V. 6)  

 

Der Jünger Andreas hat entdeckt, dass ein Junge fünf Gerstenbrote und zwei Fische dabei hat. Ihm möchte man sagen: Sehr aufmerksam! Bei 5000 Männern und sicherlich weiteren Frauen und Kindern einen Jungen zu entdecken, der Brot und Fisch dabeihat - beachtlich! Dann festzustellen: „Was ist dies für so viele?“ - verständlich! Und es trotzdem Jesus zu sagen - mutig! Gerade diese fünf Gerstenbrote und die zwei Fische nimmt nun der Herr und vermehrt sie - ein großes Wunder! Alle werden satt und es bleibt sogar noch übrig (V. 9-13)

 

Ja, Andreas hat einen Blick für das, was vorhanden ist, für das Kleine - für das, was andere leicht übersehen. Das schätze ich an ihm, weil ich von mir selbst weiß, wie oft ich Kleines übersehen oder dem Herrn gar nicht genannt habe.

 

Andreas sieht und nennt, was vorhanden ist - und Jesus Christus nimmt und verwendet es.

 

Machen wir es doch wie er!

 

 

 

 

 

 

 

Und darum danken auch wir Gott unablässig dafür, dass ihr, als ihr von uns das Wort der Kunde Gottes empfingt, es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das auch in euch, den Glaubenden, wirkt.

1. Thessalonicher 2,13

 

Die Bibel, das Wort Gottes, beweist sich selbst

 

Es gibt Leute, die sind davon überzeugt, dass die Bibel menschlichen Ursprungs ist, ja, einige schreiben sie sogar dem Teufel zu. Die folgende Geschichte ist zwar schon 150 Jahre alt, doch ich bin überzeugt, dass sie heute noch genauso möglich ist.

 

Auf einem Schiff unterhält sich ein Prediger mit einigen Passagieren. Dabei kommt man auch auf die Bibel zu sprechen. Einer der Zuhörer bemerkt: „Aber, Sir, die Bibel ist doch überholt und voller Fehler, ein ganz schlimmes und schreck­liches Buch!“

 

Der Prediger antwortet: „Ich möchte nicht mit Ihnen darüber diskutieren, ich lese Ihnen einmal etwas aus diesem Buch vor.“ Und er liest: „Jesus tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden. Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit zuteilwerden. Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott sehen. Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen …“ (-11).

 

Als er geendet hat, fragt er: Nun, Sir, was halten Sie von diesem Text? Kann ein Mensch solche Worte sagen? Kann etwa der Teufel so reden? - Die Bibel, das Wort Gottes, beweist sich selbst.

 

Wenn man sie liest und sie zu sich reden lässt, spürt man ihre Wirkung.

 

Es sind nicht menschliche Worte - hier redet Gott selbst.

 

 

Seine Jünger sprechen zu ihm: Siehe, jetzt redest du offen und sprichst kein Gleichnis; jetzt wissen wir, dass du alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand fragt; darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortete ihnen: Glaubt ihr jetzt?

Johannes 16,29–31

 

Gott rückhaltlos zu vertrauen und seinem Wort zu glauben

 

Der Herr hatte den Jüngern von dem Vater erzählt. Von Ihm war Er gekommen, und zu Ihm würde Er wieder zurückkehren. Zwischen Gott, dem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus besteht eine ewige Beziehung.

 

Hatten die Jünger das verstanden? Sie meinten es. Doch so einfach die Worte Jesu auch klangen, die Jünger hatten ihren tiefen Sinn nicht erfasst. Ihre Reaktion verriet sie: Sie sprachen immer noch davon, dass Er von Gott ausgegangen war - was natürlich durchaus richtig war.

 

Jesus dagegen hatte davon gesprochen, dass Er vom Vater ausgegangen war.

 

Bis zuletzt hingen die Jünger an den Hoffnungen Israels: Der von Gott gesandte Messias sollte sie befreien. Gewiss, dieser Zeitpunkt würde kommen, aber jetzt noch nicht. Offenbar war ihnen immer noch nicht ins Bewusstsein gedrungen, dass Jesus leiden und sterben und zum Vater gehen würde und dass sie selbst keine einfache Zeit zu erwarten hätten. Doch immerhin war den Jüngern bewusst, dass ihr Herr der Allwissende ist, der die Gedanken der Menschen von fern kennt. (vgl. Psalm 139,2) Wir Menschen müssen unsere Gedanken und Fragen aussprechen, um deutlich zu machen, was uns beschäftigt. Doch der Sohn Gottes kennt uns durch und durch.

 

Wie gnädig reagiert der Herr auf das Unverständnis der Jünger. Weder korrigiert noch tadelt Er sie.

 

Er stellt ihnen nur die eine Frage: „Glaubt ihr jetzt?“

 

Wie den Jüngern damals, so ergeht es auch uns heute oft: Manche Aussagen in der Bibel sind schwer verständlich.

 

Aber das sollte uns nicht daran hindern, Gott rückhaltlos zu vertrauen und seinem Wort zu glauben.

 

 

Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die Stunde des Gebets, die neunte. Und ein gewisser Mann, der von seiner Mutter Leib an lahm war, wurde getragen, den sie täglich an die Pforte des Tempels setzten, die „die Schöne“ genannt wird, damit er von denen, die in den Tempel hineingingen, ein Almosen erbitte.  Apostelgeschichte 3,1.2

 

Der Lahme springt (1)

 

Petrus und Johannes haben eine gute Gewohnheit: Sie gehen in den Tempel, um zu beten. Wir haben auch Gewohnheiten: im Tagesablauf, im Beruf, im Miteinander.

 

Kennen wir auch die Gewohnheit, regelmäßig zu Gott zu beten?

 

Jeder für sich, aber auch, wie hier, gemeinsam mit anderen

 

An einer Pforte zum Tempel, die man „Die Schöne“ nennt, sitzt ein lahmer Bettler. Gegensätzlicher könnte es nicht sein, denn hier treffen Glanz und Elend aufeinander.

 

Ja, der Tempel ist herrlich (Markus 13,1) und der Zugang „Schöne Pforte“ trägt seinen Namen sicher zu Recht - doch all diese Herrlichkeit kann den Kranken nicht gesund machen. Denn eine Religion, ein nur äußerlicher Gottesdienst, kann nicht helfen, mag er auch noch so schön daherkommen mit Liturgien und Gewändern, mit schönen Gebäuden und geweihten Gegenständen. Nötig ist eine Überzeugung, ein Glaube, eine Person - auch heute!

 

Der Bettler, über 40 Jahre alt, lahm von Geburt, ist auf Träger und Almosengeber angewiesen - Tag für Tag. Er versinnbildlicht uns Menschen, die von Natur aus sündig und kraftlos sind - kraftlos, weil wir nicht dazu in der Lage sind, uns selbst zu erlösen. Jeder von uns ist „in Ungerechtigkeit geboren“ und jeder, der die Anforderungen Gottes an uns Menschen kennt, weiß, dass er sie nicht erfüllen kann.

 

Wir sind in uns selbst zu schwach dafür. Diese Hilflosigkeit könnte uns deprimieren, wenn es keinen Ausweg gäbe …!

 

 

 

 

 

 

Als [der Lahme] Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel eintreten wollten, bat er darum, ein Almosen zu empfangen. Petrus aber blickte mit Johannes unverwandt auf ihn und sprach: Sieh uns an! Er aber gab acht auf sie, in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht!   Apostelgeschichte 3,3-6

 

Der Lahme springt (2)

 

Petrus und Johannes betreten den Tempelbezirk durch die Schöne Pforte. Dort sitzt ein Lahmer, ein Bettler. Als dieser sie sieht, bittet er um ein Almosen, eine Spende - wie er es jeden Tag unzählige Male tut. Doch dieses Mal ist alles anders. 

 

Petrus und Johannes bleiben stehen, sehen den Bettler unverwandt an, sprechen ihn an, fordern seine ungehinderte, ungeteilte Aufmerksamkeit. Und in Erwartung einer großzügigen Gabe ist er voller Spannung und Hoffnung und bekommt eine Antwort, die er so nicht erwartet hat. Petrus sagt: „Silber und Gold habe ich nicht!“. Wie enttäuschend ist diese Erklärung für den Bettler!

 

 „Sieh uns an“, lautet die Aufforderung von Petrus. Er wünscht Blickkontakt und korrigiert dann Gedanken und Erwartungen: „Silber und Gold habe ich nicht!“ Petrus muss Platz schaffen für eine ganz andere Antwort, für etwas viel Größeres, für etwas, womit der Lahme nie gerechnet hätte: Gott wollte ein Wunder tun.

 

Auch heute redet und handelt Gott. Und Er wünscht unsere volle Aufmerksamkeit, deshalb sagt Er auch uns: „Du aber steh jetzt still, dass ich dich das Wort Gottes hören lasse“ (1. Samuel 9,27)

 

Petrus besaß „nichts“, wie sein Herr und Meister Jesus, als dieser hier auf der Erde lebte - und doch konnte er „viele reich“ machen.

 

Das will er auch hier tun - der Lahme wird es noch selbst erfahren. (vgl. 2. Kor.6,10) 

 

Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: In dem Namen Jesu Christi, des Nazaräers, steh auf und geh umher! Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich aber wurden seine Füße und Knöchel stark.

Apostelgeschichte 3,6.7

 

Der Lahme springt (3)

 

Der Bettler erwartet eine milde Gabe von den Aposteln - doch Petrus verweist ihn auf „Jesus Christus, den Nazaräer“; der Bettler erwartet etwas für den Lebensunterhalt - doch Petrus heilt ihn, macht ihn ganz gesund. (Kap. 4,9) Wie verblassen da „Silber und Gold“ und alle anderen Almosen! 

 

Petrus beruft sich dabei auf Jesus Christus, den Nazaräer. Dieser ist erst wenige Wochen vorher hier in Jerusalem verworfen und gekreuzigt worden. Er kam aus Nazareth, dieser kleinen und verachteten Stadt, über die jemand einmal sagte: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ - Aber dieser Jesus hat auch gesagt: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde.“ (Johannes 1,46; Matthäus 28,18) 

 

Dann fasst Petrus den Mann bei der Hand und richtet ihn auf. Und sofort werden „Füße und Knöchel stark“ (Originalton Lukas, der selbst Arzt war), reagieren Nerven, bewegen sich Sehnen und Muskeln. Der ehemals Lahme ist gesund: sofort - vollständig - dauerhaft. Ohne Krankenhaus, Reha-Maßnahme oder Tablettenkur.

 

Wenig später muss sich Petrus für diese Heilung vor der religiösen Elite von Jerusalem verantworten und beruft sich noch einmal auf Jesus: „Wenn wir heute … verhört und gefragt werden, durch wen dieser geheilt worden ist, so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund, dass in dem Namen Jesu Christi, des Nazaräers, … dass durch ihn dieser gesund vor euch steht.“ (Kap. 4,5-10)

 

Auch heute kann man durch keinen anderen Namen errettet werden als durch Jesus!

(Kap. 4,12)

 

 

Und Petrus ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich aber wurden seine Füße und Knöchel stark, und er sprang auf, stand da und ging umher.

Apostelgeschichte 3,7.8

 

Der Lahme springt (4)

 

Wer macht den Kranken gesund? Jesus Christus, der Petrus die Vollmacht gegeben hat. - Wie wird der Kranke gesund? Indem Petrus ein Wort Gottes spricht und ihn bei der Hand fasst und aufrichtet. Er springt auf (obwohl er vorher in seinem Leben noch nie gesprungen ist), kann stehen und geht umher.

 

Wer heute sein Vertrauen in Jesus, den Gekreuzigten und auferstandenen Herrn setzt, wird ebenfalls erleben, dass dieser rettend eingreift. Wie das geht? Durch das Wort Gottes, wenn wir die Bibel lesen oder eine Predigt darüber hören. Allein das „Wort des Lebens“ kann eine grundlegende Veränderung bei uns bewirken. Der Apostel Petrus schreibt später: „… die ihr nicht wiedergeboren seid aus verweslichem Samen, sondern aus unverweslichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.“ (1. Petrus 1,23)

Ein Mensch, der durch Jesus gerettet wurde, … 

  • … wird „springen“, wird mutig seinen Glauben bezeugen, weil er das machtvolle Handeln Gottes erlebt hat. 
  • … wird „stehen“. Ein Christ steht in der Gnade Gottes, das heißt: Gottes Liebe umgibt ihn und hält ihn aufrecht. „Denn ihr steht durch den Glauben“, heißt es in einem anderen Bibelvers. (2. Korinther 1,24) Das bedeutet, dass der Gläubige sich tagein tagaus auf den Beistand seines himmlischen Vaters stützt und so Kraft und Mut für alle Herausforderungen empfängt.
  • … wird „umhergehen“ und ein Leben führen, das Gottes Gedanken entspricht.

Und er ging mit ihnen in den Tempel hinein, ging umher und sprang und lobte Gott.

Apostelgeschichte 3,8

 

Der Lahme springt (5)

 

Die ersten Reaktionen des ehemals Lahmen sind aufspringen, stehen, umhergehen - Zeichen seiner persönlichen Freude. Doch dabei bleibt er nicht stehen, denn es heißt im Bibeltext, dass er „mit ihnen in den Tempel hineinging“ und dass er „Gott lobte“ - Zeichen einer gemeinsam ausgedrückten Freude. 

 

Bis dahin saß er in der Pforte, die zum Tempel führte. Doch höchstwahrscheinlich durfte er nie selbst hinein, denn er war lahm. Aber jetzt darf er es. Was mag er dabei wohl empfunden haben?

 

Petrus und Johannes begleiten ihn hinein. Jeder, der errettet ist, ist in eine Gemeinschaft gerufen. Man wird in eine neue Familie „hineingeboren“, nämlich in die Familie Gottes. Sie wird auch Gemeinde oder Versammlung Gottes genannt.

 

Wie ausgeprägt der Gemeinschaftsgedanke und das Miteinander der ersten Christen war, lesen wir in der Apostelgeschichte Kap. 2,44.

Leider sind heute, aus welchen Gründen auch immer, manche Christen allein unterwegs, ohne irgendeine geistliche Gemeinschaft!

 

Der ehemals Lahme lobt Gott. Auch dazu fordert die Bibel die Gläubigen auf: „Durch ihn (Christus) lasst uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“ (Hebräer 13,15)

 

Gott loben kann man jeden Tag.

 

Dazu braucht man weder Kirchengebäude noch Gemeinderaum. Gott freut sich und wird geehrt, wenn wir Ihm „stets“ Lob bringen. Und weil der Glaube immer auch in der Gemeinschaft mit anderen Christen gelebt wird, nutzen die Gläubigen die wöchentlichen Gottesdienste, um gemeinsam Gott zu preisen und Ihm für seine Rettung zu danken.

Die Segnung und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke sei unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offenbarung 7,12

 

 

Und das ganze Volk sah ihn umhergehen und Gott loben; sie erkannten ihn aber, dass er der war, der wegen des Almosens an der Schönen Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit Erstaunen und Verwirrung erfüllt über das, was sich mit ihm ereignet hatte.

Apostelgeschichte 3,9.10

 

Der Lahme springt (6)

 

Ein Wunder ist geschehen: Ein Lahmer, der von Geburt an und über 40 Jahre lang nicht gehen konnte, kann wieder laufen und springen! Doch die Reaktionen darauf sind enttäuschend! 

 

Die Volksmenge erkennt, dass der Lahme, der Tag für Tag an der Schönen Pforte saß, plötzlich geheilt umhergeht. Hier ist vor aller Öffentlichkeit ein Wunder geschehen, das man nicht leugnen kann. 

 

Doch leider nehmen die Kritiker das Geschehen nicht positiv auf. Man ist erstaunt - weil man damit nicht gerechnet hat. Man ist verwirrt, verwundert, kann es nicht glauben, sieht deshalb in dem Wunder auch nicht ein Handeln Gottes und lobt Ihn deshalb auch nicht. 

 

Sicher erinnern Sie sich noch an den scheinbar deprimierenden Anfang der Geschichte - die Hilflosigkeit des Lahmen. Doch das Ende der Geschichte ist wirklich deprimierend. Da hat Gott in Macht gewirkt, hat ein Wunder getan, aber die Menschen freuen sich nicht mit, sondern sind zunächst verwirrt und wollen es später sogar vertuschen.

 

Bin ich wie der Lahme, dessen Leben hoffnungslos war oder freue ich mich schon über meine Heilung, meine Ret­tung? - Gleiche ich ihm, indem ich die Gemeinschaft mit an­de­ren Gläubigen suche, um regelmäßig Gott zu loben und anzu­beten? - Oder bin ich wie einer aus der Volksmenge, der zwar weiß, was passiert ist - der aber an sich selbst noch keine Heilung und keine Errettung erlebt hat? 

 

Der Lahme springt und ist glücklich - diese Freude kann auch heute, fast zweitausend Jahre später, jeder persönlich erfahren!

 

 

 

 

Siehe, die Stunde kommt und ist gekommen, dass ihr zerstreut werdet, jeder in das Seine, und mich allein lasst; und ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.  Johannes 16,32.33

 

Durch den Glauben an Jesus Christus!

 

Wenn es um seinen Tod ging, musste Jesus seinen Jüngern mitteilen, dass sie Ihm jetzt nicht folgen konnten. Petrus erhob einen Einwand: Er wollte sein Leben für Ihn lassen. Doch der Herr kannte Petrus besser als dieser sich selbst. Und der Herr wusste auch, wie Petrus sich verhalten würde, wenn dieser sich in den Hof des Hohenpriesters begeben würde: Er würde Ihn dreimal verleugnen. (Kap. 13,38)

 

Was würden die übrigen Jünger anlässlich der Gefangen­nahme und Kreuzigung Jesu tun? Waren sie stärker als Petrus? Nein, sie würden fliehen und ihren Herrn allein lassen.

 

Der Herr weiß alles im Voraus; Ihn kann nichts überraschen.

 

Deshalb gibt es bei Ihm auch keine Enttäuschung. Natürlich machte Ihn das Verhalten der Jünger traurig. Doch Er fand seinen Trost in der Gemeinschaft mit seinem himmlischen Vater.

 

Es ist beeindruckend, was Er hier seinen Jüngern abschließend mitgab. Hätte irgendeiner außer Ihm unter solchen Umständen gesagt: „Dieses habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt“? Oder hätte irgendeiner diesen ermutigenden Zuspruch im Blick auf die Zukunft der Jünger gegeben: „In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes …“?

 

Man weiß nicht, ob man mehr die göttliche Autorität dieser Worte bewundern soll oder ihre unübertreffliche Gnade. Dieser Eine, der so an uns denkt, hat die Welt durch seine Auf­er­stehung und Himmelfahrt besiegt.

 

Durch den Glauben an Jesus, den Sohn Gottes, werden auch wir die Welt überwinden. (1. Johannes 5,5)

 

 

Wir wollen aber nicht, Brüder, dass ihr, was die Entschlafenen betrifft, unwissend seid, damit ihr nicht betrübt seid wie auch die Übrigen, die keine Hoffnung haben.

1. Thessalonicher 4,13

Anker der Seele

 

Mit unserem heutigen Bibelwort wendet sich der Apostel Paulus an Menschen, die er „Brüder“ nennt. Er konnte sie deshalb so anreden, weil er mit ihnen durch den Glauben an Jesus Christus verbunden war. Sie kannten, ebenso wie er selbst, Gott als ihren Vater- sie waren Kinder Gottes geworden. Darum nennen sich auch heute noch gläubige Christen „Brüder und Schwestern im Herrn“, weil sie alle zur Familie Gottes gehören.

 

Christen brauchen sich um ihre Glaubensgeschwister keine Sorgen zu machen, die schon gestorben sind. Denn jeder, der im lebendigen Glauben an den Herrn Jesus Christus stirbt, wird in der „Auferstehung des Lebens“ wieder mit ihnen vereint sein. Dann werden die Gläubigen für ewig im Himmel bei ihrem Retter Jesus Christus sein.

 

Aber dann sind da noch die „Übrigen“. Unter ihnen gibt es sowohl Gleichgültige, die sich nicht für Glaubensfragen interes­sieren, als auch erklärte Gegner des Glaubens an Chris­tus. Zu ihnen gehören die Unentschlossenen, die sich für nichts entscheiden können, und die Selbstsicheren, die meinen, keinen Glauben nötig zu haben oder „ihren Glauben“ leben zu können.

 

Bei den „Übrigen“ handelt es sich um eine vielschichtige Gesellschaft. Doch eins verbindet sie: Sie haben keine Hoffnung. An den Gräbern ihrer Lieben weinen sie Tränen der Hoffnungslosigkeit, und obwohl viele von ihnen behaupten, mit dem Tod sei alles aus, mischt sich in ihre Trauer die Furcht vor der Ewigkeit.

 

Ja, der Mensch braucht eine sichere Hoffnung, die über dieses Leben hinausgeht, einen Anker der Seele, an dem er sich halten kann: den Glauben an den Herrn Jesus Christus.

 

 

Das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst.  5. Mose 30,19

 

Das Leben und der Tod - den Segen und den Fluch!

 

Ein junger Mann lag im Krankenhaus. Es stand ernst um ihn, denn sein Leben hing an einem seidenen Faden. Ein Besucher fragte ihn: „Glaubst du, dass es wieder besser mit dir wird?“. Der junge Mann antwortete: „Wenn ich das hier überlebe - dann ist es Gnade; wenn ich aber sterben muss - dann wird es Herrlichkeit sein!“ Nur kurze Zeit später war es Herrlichkeit für ihn geworden.

 

Ja, Leben ist Gnade. Und gesund zu sein und genug zu essen zu haben und bei guter Gesundheit alt zu werden, ist eine besondere Gnade. Doch was ist, wenn der Tod eintritt? Und jeder weiß, dass er eintreten wird: früher oder später, bei klarem Bewusstsein oder in Demenz, erwartet oder un­er­wartet. Wird es dann Herrlichkeit sein - oder wird es Ver­zweif­lung und ewige Einsamkeit, wird es die Hölle sein, wie die Bibel es nennt?

 

Gott legt jedem Menschen „das Leben und den Tod“ vor, „den Segen und den Fluch“. Gott zwingt keinen - jeder kann wählen: Leben und Segen, ewige Freude und Herrlichkeit, wenn er sich für Gott entscheidet, wenn er mit Ihm unterwegs ist - oder Tod und Fluch, ewiges „Weinen und Zähne­knirschen“, wenn er Gott ablehnt oder sich nicht um Ihn kümmert. (Matthäus 13,42)

 

Als Jesus Christus auf der Erde war, musste Er einmal traurig feststellen: „Ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ (Johannes 5,40) Muss Er das heute nicht auch über viele Menschen sagen? Vielleicht auch über jemanden, der das hier gerade liest?

 

Doch noch immer fordert Er offen und ehrlich, aber auch ernst und liebevoll auf: „Wähle das Leben, damit du lebst“, „neigt euer Ohr und kommt zu mir; hört, und eure Seele wird leben.“ (Jesaja 55,3)

 

Darf man eine solche Liebe zurückweisen?

 

 

 

 

Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Knechte, dass sie ein Malzeichen annehmen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn; und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, der das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.

Offenbarung 13,16.17

 

Totale Überwachung

 

Die staatliche Überwachung in der westlichen Welt hat im Zuge der Terrorbekämpfung erheblich zugenommen. Mithilfe der heutigen Technik wird es immer einfacher, digitale Spuren, die die Menschen hinterlassen, zu sammeln und auszuwerten: Kamerabilder werden gescannt, Mobiltelefone lokalisiert, Nachrichten im Internet entschlüsselt. Personalausweise sind mit Chips ausgestattet, die ausgelesen werden können. Angesichts dieser Entwicklung formulierte ein Journalist die Frage: „Was würde morgen passieren, wenn ein auto­ritäres oder gar diktatorisches Regime an die Macht käme?“

 

Die totale Überwachung, die unser Tagesvers beschreibt, ist aus heutiger Sicht technologisch durchaus vorstellbar. Und sie wird kommen! Das Buch der Offenbarung teilt uns zuverlässig mit, dass in naher Zukunft ein Diktator die ganze Menschheit kontrollieren wird - eine beängstigende Perspektive!

 

Doch wer zu Jesus Christus gehört, muss davor keine Angst haben.

 

Denn er geht einer herrlichen Zukunft bei Gott im Himmel entgegen.

 

Diese Hoffnung der Gläubigen stützt sich auf die Worte des Herrn Jesus: „Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich! In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet.“ (Joh.14,1–3)

 

 

Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg. Jesaja 53,6

 

Das bin ich!“ (1)

 

Vor vielen Jahren hielt sich ein junger Engländer für längere Zeit in Australien auf. Einmal verirrte er sich in einem Waldgebiet, bis er schließlich zu einer großen Farm gelangte. Auf seine Bitte um ein Nachtlager antwortete der Farmer: „Sie können in die Scheune dort drüben gehen, wenn Sie wollen. Aber es ist schon einer drin.“

 

Tatsächlich lag schon eine andere Person recht elend in einer Ecke und hustete fürchterlich. Im Gespräch zeigte sich dann, dass auch er Engländer war. Er hatte sogar dieselbe Universität besucht. Dann aber hatte er sich mit seiner Familie zerstritten und war nach Australien gegangen. Hier hatte er 25 Jahre lang ein recht wildes Leben geführt. Jetzt fühlte er, dass es ans Sterben ging, und das machte ihn unruhig.

 

„Wissen Sie vielleicht etwas über das Jenseits?“, fragte er den Neuankömmling. Der zuckte die Achseln. Als er aber die Angst des anderen sah, meinte er, dass vielleicht die Bibel Antwort geben könne.

 

Eine Bibel hatte der Kranke unter seinen Sachen. Seine Mutter hatte sie ihm damals mitgegeben, aber er hatte sie nie gelesen. Jetzt sollte sein Gefährte darin nach einer Antwort suchen. Als der die Bibel aufschlug, öffnete sie sich beim 53. Kapitel des Propheten Jesaja.

Dort begann er zu lesen. Bei den Worten: „Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“, fragte der Kranke: „Wer ist dieser ,Er‘?“ Der Vorleser wagte die fragende Antwort: „Jesus Christus?“ - „Ah!“, sagte der Liegende, „fahren Sie fort!“ Weiter ging es bis zu den Worten: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg …“ - „Halten Sie ein!“, unterbrach der Kranke.

 

„Das bin ich, das bin ich selbst! Das ist‘s, was ich mein Leben lang getan habe.“

 

Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg; und der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.

Jesaja 53,6

 

Das bin ich!“ (2)

 

Als der junge Engländer seinem todkranken Landsmann in der Scheune in Australien den ersten Teil dieses Bibelverses vorlas, rief dieser aus: „Das bin ich, das bin ich selbst! Das ist‘s, was ich mein Leben lang getan habe.“ Dann schwiegen beide. Nach einer Weile bat der Kranke seinen neuen Gefährten, weiterzulesen.

 

„Der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.“ - „Ah!“, sagte er wieder, „Jesus Christus!“ - „Lesen Sie den Vers noch einmal!“, bat er nach einiger Zeit. Daraufhin las der junge Mann das ganze Kapitel zu Ende. Der Kranke hatte sich im Stroh zurückgelegt und hörte ruhig zu.

 

Am nächsten Morgen schien die Sonne durch die Bretter­lücken herein, als der junge Engländer erwachte. Er sah sich nach seinem kranken Landsmann um und musste über seinen Anblick staunen. Er schien ein ganz anderer geworden zu sein, so friedevoll schaute er ihn an. „Der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit“, sagte der Kranke. „Jesus Christus ist jetzt auch mein Heiland.“ Und dann erzählte er, wie er Gott in der Nacht seine Sünden bekannt und durch den Glauben an den Herrn Jesus Vergebung gefunden hatte.

 

„Der Mann ist verrückt geworden!“, dachte der Jüngere zunächst. Aber er konnte beobachten, wie dieser Frieden anhielt, bis der Kranke wenige Tage später starb. Als er später davon berichtete, ergänzte er: „Es hat lange gedauert, bis das Erlebnis im australischen Busch auch mich dahin gebracht hat, Jesus als meinen Herrn zu finden.

 

Aber Gottes Gnade hat mich nicht losgelassen.

 

 

  Es waren aber einige Griechen unter denen, die hinauf­gingen, um auf dem Fest anzubeten. Diese nun kamen zu Philippus ... und baten ihn und sagten: Herr, wir möchten Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und wiederum kommt Andreas mit Philippus, und sie sagen es Jesus.  Johannes 12,20–22

 

Jeus starb für mich, damit ich leben kann!

 

Zum Passahfest in Jerusalem kamen nicht nur Juden, sondern auch Menschen, die nicht zum Volk Israel gehörten. Darunter waren auch Griechen. Sie wollen Jesus sprechen und wenden sich deshalb an Philippus.

 

Aber dieser ist sich einfach unsicher, geht und sagt es Andreas. Gemeinsam gehen sie nun und „sagen es Jesus“ - eine schöne Teamarbeit!

 

 Als die zwei Jünger nun mit ihrer Bitte zu dem Herrn Jesus kommen, sagt Er zu ihnen: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht“. Ja, auch die Menschen außerhalb Israels sollen gerettet werden. So entspricht es Gottes Heilsplan. Aber dieser Heilsplan konnte nur zustande kommen, wenn Jesus Christus sterben würde, sonst hätte Er „allein“ bleiben müssen; wenn Er aber starb, sollte Leben ans Licht gebracht werden und „viel Frucht“ hervorkommen. (V. 24)

 

Jesu Tod war der einzige Weg, auf dem Menschen gerettet werden konnten.

 

Ja, Er starb, damit ich leben kann!

 

Denn der Sohn Gottes hat auch „mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben“. Deshalb sage ich: „Preise den HERRN, meine Seele, … der da vergibt alle deine Ungerechtigkeiten.“ (Galater 2,20; Psalm 103,2.3)

 

 

Dies redete Jesus und erhob seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche - so wie du ihm Gewalt gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe.  Johannes 17,1.2

 

Dieses Gebet ist einzigartig

 

Es gibt wohl kaum ein Kapitel in der Bibel, das solch eine Tiefe und Fülle beinhaltet, wie das 17. Kapitel des Johannes-Evangeliums. Jesus, der Sohn Gottes, steht im Begriff, diese Welt zu verlassen und zurück zu seinem Vater im Himmel zu gehen. Darauf hatte Er seine Jünger sorgfältig und zugleich liebevoll vorbereitet. Doch jetzt spricht Er nicht mehr zu seinen Jüngern, hier spricht der Sohn Gottes zu seinem himmlischen Vater.

 

Dieses Gebet ist einzigartig.

 

Es hat die Jünger zum Thema und alle, die an Jesus glauben würden. Sie sind „in dieser Welt“, die Christus ablehnt, und sind deshalb in Gefahr. Zugleich aber sind sie schon jetzt im Besitz ewiger Dinge. Ewiges Leben, die Beziehung zu Gott als ihrem Vater, die Verbindung mit Christus in der Herrlichkeit und die sichere Zukunft bei Ihm - das alles überdauert ihren Aufenthalt „in dieser Welt“ bei weitem und macht heute schon das Glück der Kinder Gottes aus.

 

Sein Sühnetod und seine Auferstehung stehen Jesus noch bevor; davon berichten die Kapitel 18-20. Doch Er sieht hier alles als bereits geschehen an. So bittet Er darum, dass der Vater Ihn verherrlicht, Ihn mit Ehre und Herrlichkeit krönt.

 

Dabei hat der Sohn Gottes - wie immer - nur ein Ziel: Er will den Vater groß machen, und zwar vom Himmel aus.

 

Jesus ist Gott und Mensch in einer Person.

 

Seine „Gewalt über alles Fleisch“ zeigte sich damals schon bei seinen Toten-Auferweckungen. In Zukunft wird sie sich im Gericht über die Menschen zeigen.

 

Heute zeigt sie sich darin, dass Er allen, die an Ihn glauben, das ewige Leben schenkt.

 

 

 

Hört das Wort des HERRN, die ihr zittert vor seinem Wort! Jesaja 66,5

 

Die predigende Kugel

 

Im 17. Jahrhundert war es für jeden britischen Soldaten Vorschrift, eine Bibel im Gepäck zu haben. Nun war ein junger Straffälliger der Truppe beigetreten, weil er insgeheim hoffte, an Kriegsbeute heranzukommen. Wie seine Kameraden musste er eine Bibel mitnehmen. Am Ende eines harten Kampf­tages griff er hungrig in seine Tasche, um Proviant heraus­­zuholen. Dabei fiel ihm ein Buch in die Hände. Er nahm es heraus und entdeckte darin ein mysteriöses rundes Loch im Einband. Er klappte das Buch auf - es war die Bibel - und stellte fest, dass eine Kugel in den Buchblock eingedrungen war, ohne ihn zu durchschlagen. Die Spitze der Kugel steckte im Buch der Prediger. Dort las er: „Freue dich Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz mache dich fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit, … doch wisse, dass für dies alles Gott dich ins Gericht bringen wird.“ (Kap.11,9)

 

Sofort merkte er, dass Gott zu ihm sprach. Denn ohne die Bibel wäre er womöglich getötet worden! Und nun stellte er sich vor, wie es gewesen wäre, wenn er unvorbereitet gestorben wäre. Ihm wurde klar, dass er vor Gott nicht bestehen konnte. Die gute Botschaft von Jesus Christus kannte er, hatte sie aber bisher nicht ernst genommen. Und so wurde dieses Erlebnis für ihn zum Wendepunkt: Jetzt nahm er Jesus Christus als sei­nen Retter an und erfuhr eine grundlegende, dauerhafte Lebens­veränderung.

 

Er sagte gerne: „Meiner Bibel verdanke ich das Leben, das meines Körpers, das er auf dem Schlachtfeld bewahrt hat, und das Leben meiner Seele, das ich in Jesus Christus gefunden habe.“

 

Gott spricht zu den Menschen auf tausend Arten: im Alltag, durch Versagen, Gebetserhörungen, Schicksalsschläge oder vielleicht durch diese Geschichte.

 

Er möchte uns davon überzeugen, dass Er existiert und zu uns persönlich redet.

 

 

 

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin. 1.Timotheus 1,15

 

Jesus Christus ist in die Welt gekommen um Sünder zu erretten!

 

Einem jungen Mann wurde es in seinem christlichen Elternhaus zu eng. Er wusste, dass seine Eltern regelmäßig für ihn beteten, und das störte ihn noch mehr. So packte er schließlich seinen Koffer und zog in eine andere Stadt. Bei einem Taxiunternehmen fand er eine Anstellung als Fahrer.

 

Eines Tages hatte er einen schweren Verkehrsunfall. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Er war schwer verletzt. Der Bereitschaftsarzt bemühte sich noch um ihn, da schlug er die Augen auf. „Jesus Christus hat mich gerettet!“, sagte er laut und deutlich, bevor ihm bewusst sein konnte, wo er war und wie es um ihn stand.

 

Später berichtete er, was er empfunden hatte, als sein Wagen ins Schleudern kam und auf den Straßengraben zuraste:

 

„Ich sah den Tod vor Augen, und meine vielen Sünden wurden mir schlagartig bewusst. Mir wurde klar, wie Gott die Sünde in meinem Leben beurteilt; und ich zitterte vor dem Tod und der ewigen Verdammnis. Da durchzuckte mich dieses Wort: ,Sünder, von denen ich der erste bin!` Wie hieß das doch noch genau? Ich glaubte, die Stimme meines Vaters zu hören: ,… dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin.` - Ich, der erste!

 

Noch bevor mir die Sinne schwanden, hatte ich es ergriffen: Ich konnte mich daran klammern, dass Er mir alle meine Sünden vergeben hat!

 

Was aber wäre aus mir geworden, wenn der Tod sofort gekommen wäre und ich diese Augen­blicke nicht mehr gehabt hätte?“

 

 

Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid! Frei gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.  Römer 6,17.1

 

Freiheit von der Sünde

 

Versklavt und befreit

 

Aus Afrika entführt und verschleppt, in schwere Eisenketten gelegt, mit dem Schiff unter schrecklichsten Umständen auf andere Kontinente gebracht, brutalen Händlern zum Verkauf angeboten, mit Gewalt zum Arbeiten gezwungen. Allein nach Brasilien wurden von portugiesischen Kaufleuten in der Neuzeit mehr als drei Millionen afrikanischer Sklaven verkauft. Erst 1865 wurde die Sklaverei in den USA abgeschafft. Leider leben heute Schätzungen zufolge weltweit immer noch mehr als zwanzig Millionen Menschen unter sklavenähnlichen Verhältnissen. Was für ein Grauen, wenn wir an die einzelnen Schicksale denken, die sich hinter dieser Zahl verbergen!

 

Die Bibel spricht von einer Versklavung, die aber nichts mit der äußeren Freiheit zu tun hat. Gemeint ist die Tatsache, dass wir unseren bösen Neigungen zwanghaft ausgeliefert sind. Woher kommt dieser Zwang, Böses zu denken, zu sagen oder zu tun?

 

Die Ursache dafür ist die Sünde, die unser Denken wie ein böses Prinzip beherrscht.

 

Das wird schon früh im menschlichen Leben sichtbar, wenn kleine Kinder sich bewusst ihren Eltern widersetzen oder mit Absicht etwas Verkehrtes tun. Deshalb ist es auch keineswegs übertrieben, wenn die Bibel uns als „Sklaven der Sünde“ bezeichnet. (Römer 6,20) Erst, wenn wir einsehen, dass wir uns selbst nicht aus dieser Versklavung befreien können, kann Gott uns seine befreiende Gnade schenken.

 

Jesus Christus befreit von der Sünde. Wer sein Leben Ihm anvertraut, erfährt echte Freiheit - Freiheit von der Sünde.

 

Der Herr Jesus verspricht: „Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein.“ (Johannes 8,36)

 

 

Als aber der Hauptmann, der Jesus gegenüber dabeistand, sah, dass er so schrie und verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!  Markus 15,39

 

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

 

„Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!“, sagte der römische Zenturio. Und wohl zum ersten Mal in seinem harten Soldatenleben fühlte er nackte Angst in sich aufsteigen. Ja, diese Kreuzigung war anders als sonst. Ganz anders. Das spürte der Römer deutlich. Sie war ganz sonderbar verlaufen - bis zum Schluss. Denn zum Beispiel hatte der Hingerichtete noch zweimal laut geschrien.

Dabei wusste der römische Söldner aus Erfahrung, dass ein Gekreuzigter gar keine Kraft mehr zum Schreien haben konnte. Aber „dieser Mensch“ hatte geschrien. In die Dunkelheit hinein. Und noch immer klang der Schrei in den Ohren des Zenturio. Was hatte Er gerufen? - „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Und nur wenig später hatte Er dann zum letzten Mal laut gerufen. Für den Hauptmann war klar: Das war kein Todesschrei, wie er ihn oft gehört hatte.

 

Dieser Gekreuzigte war kein Verbrecher. Da war sich der Zenturio ganz sicher. Ganz im Gegenteil - Er war ein Wohl­täter. Was hatte Er gesagt, kurz nachdem die Legionäre Ihn ans Kreuz geschlagen hatten? „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Nachdenklich und in sich gekehrt blickte der Römer auf das Kreuz in der Mitte. Er und seine Männer würden wohl noch eine Zeit lang bleiben müssen - bis auch die beiden anderen Hingerichteten gestorben waren.

 

Ob dieser römische Hauptmann, der bei der Kreuzigung das Kommando hatte, dann später den auferstandenen Herrn ganz persönlich als seinen Erlöser angenommen hat?

 

Du musstest es empfinden, wie Gottes Zorn so schwer
für uns und unsre Sünden, so viel wie Sand am Meer.
Du tratst an unsre Stelle aus freier Lieb und Huld,
gabst deine eigne Seele für unsre Sünde und Schuld.

Jacques Erné (1825-1883)

 

 

Indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes. Kolosser 1,20

 

Wofür steht Golgatha?

 

Die Hinrichtungsstätte Golgatha lag außerhalb der Stadt Jerusalems, zugleich aber nicht weit von ihr entfernt. (Johannes 19,17.20) Da die Römer mit ihren Kreuzigungen eine abschreckende Wirkung erzielen wollten, führte eine belebte Straße vorbei. (Matthäus 27,39)

 

Das Wort „Golgatha“ oder „Golgota“ bedeutet „Schädel“. Aufgrund archäologischer Ausgrabungen im Bereich der heutigen Grabeskirche ist anzunehmen, dass dieses Gelände bis zum ersten Jahrhundert vor Christus ein großer Steinbruch war. Bei Golgatha handelte es sich wohl um eine Felsformation, die aus der Steinbruchsohle herausragte und von ihrer Gestalt an einen Schädel erinnerte.

 

Heute noch den exakten Ort zu bestimmen, an dem das Kreuz Jesu stand, ist nicht entscheidend. Wichtiger ist die Tatsache, dass Er gekreuzigt wurde. Wie war es dazu gekommen? Die Juden hatten den römischen Statthalter Pilatus regelrecht erpresst, Jesus hinrichten zu lassen. Aufgrund mangelnder Beweise für ihre Anklage hatten sie zuletzt nur noch „Kreuzige! Kreuzige ihn!“ geschrien. Im Gegenzug ließ Pilatus es sich nicht nehmen, über dem Kreuz die Überschrift anzubringen: „Dieser ist Jesus, der König der Juden.“

 

War das zutreffend? Ja, denn Jesus Christus ist der rechtmäßige König Israels, der Messias, den die Propheten angekündigt hatten. Doch Er ist auch der Sohn Gottes, der freiwillig sein Leben in den Tod gab, damit die Menschen von ihren Sünden errettet werden können. Durch das Kreuz, durch den Sühnungstod seines eigenen Sohnes, bietet Gott nun ausnahmslos allen seit fast 2 000 Jahren Erlösung, Vergebung, Frieden und ewiges Leben an.

 

Dafür steht Golgatha.

 

  

Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.

Markus 16,6

 

Jesus lebt, Er ist auferstanden!

 

Jesus Christus wurde gefangen genommen, wurde verurteilt, wurde brutal misshandelt, wurde ans Kreuz geschlagen. Doch warum wehrte Er sich nicht? Warum nahm Er das maßlose Unrecht ohne Protest hin und starb schließlich einen qualvollen, schändlichen Tod? Am Ende lag Er im Grab - und mit Ihm Hoffnungen, Erwartungen, Träume und Sehnsüchte. Alles schien aus und vorbei - am Karfreitag.

 

Am Sonntag, „früh am ersten Tag der Woche“, kommen dann einige Frauen zur Gruft. Sie haben „wohlriechende Gewürzsalben“ dabei und wollen den Leichnam salben. Ein sozusagen letzter Liebesdienst - sicherlich mit Trauer und Tränen und vielen Fragen! Doch als sie in die Gruft hineingehen, sitzt dort ein Engel und sagt zu ihnen: „Entsetzt euch nicht; ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier“ (V. 6)

 

Jesus lebt, Er ist auferstanden! Was für eine Botschaft! - Christen haben es mit einem lebenden Herrn zu tun. Mit einem, der auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist und der einmal in Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird, um dann zu herrschen.

 

Die Bibel sagt: Jesus wurde geboren, starb und ist auferstanden und kommt wieder!; die Juden dagegen behaupten: Jesus ist gestorben - aber nicht auferstanden!; und der Islam sagt: Jesus ist nicht gestorben - und kann deshalb auch nicht auferstanden sein!

 

Wenn die Aussage der Bibel wahr ist - und sie ist wahr! - sind die anderen Behauptungen verkehrt.

 

„Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt“ worden. Für sein leeres Grab gab es viele Augenzeugen. Was würde es außerdem nützen, wenn Menschen unter Lebensgefahr das Evangelium predigten, Tote aber nicht auferweckt werden?

 

Sie wären die elendesten von allen Menschen. (1. Korinther 15,19.20.32)

Auferstehungstag

 

 

Da geschah ein großes Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam aus dem Himmel herab und trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen aber war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aber aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und wurden wie tot. Matthäus 28,2–4

 

Ja ich komme bald!

 

Wie haben wir uns die „Wächter“ vorzustellen, die das Grab Jesu bewachten? Bei der Kreuzigung Jesu werden vier Soldaten und ein Hauptmann erwähnt. Und in der Apostelgeschichte erfahren wir, dass „vier Abteilungen von je vier Soldaten“ Petrus im Gefängnis bewachten. (Johannes 19,23; Lukas 23,47; Apostelgeschichte 12,4)

 

So können wir davon ausgehen, dass es auch mehrere Soldaten waren, die das Felsengrab Jesu bewachten. Römische Wacheinheiten waren äußerst diszipliniert. Die Wachhabenden hatten vier Stunden Dienst, während die anderen im Halbkreis davor schliefen, mit den Köpfen nach innen gerichtet. Grabräuber hätten also zuerst über die Schlafenden hinwegsteigen müssen. Das Grab war rund um die Uhr gesichert.