Gegen den Strom schwimmen!

 

1Mo 17,1 Als nun Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor mir und sei untadelig!

 

Abram war in Bezug auf die Zeugung eines Sohnes in einem Zustand vollständiger Unfähigkeit. Alle Umstände waren gegen ihn; er war am Ende seiner Möglichkeiten. Aber als er an diesem Punkt angekommen war, hatte er eine Begegnung mit Gott, der sich ihm als der «Allmächtige

» offenbarte, oder eigentlich: «Der, welcher völlig genügt.»

Was für eine Offenbarung! Für viele unter uns ist Gott noch nicht wirklich der völlig Genügende. Viele Christen seufzen und sehnen sich danach, daß der Herr ihnen alles sei, sie ganz erfülle und ihr Herz gefangen nehme. 

  • Viele aufrichtige, treue Gläubige sind kraftlos und ohnmächtig und sehnen sich nach mehr! 

Hi.22,23 Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du aufgerichtet werden, wenn du die Ungerechtigkeit aus deinem Zelt entfernst.

 

Hi.22,26 Dann wirst du dich an dem Allmächtigen erfreuen und dein Angesicht zu Gott erheben;

 

Hi.22,27 du wirst zu ihm flehen, und er wird dich erhören, und du wirst deine Gelübde erfüllen.

 

Aber wir brauchen nicht etwas, sondern Jemand; keinen Segen, sondern den, der segnet; keine Kraft, sondern Gott selbst. Ihm wollen wir alles bekennen, unseren Mangel, unseren Zustand. Er sehnt sich ja ernstlich danach, für uns alles zu sein. 

  • Lasst uns mit Ihm wandeln, was auch geschehen mag, und gegen den Strom schwimmen. 

Phil.4,13 Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

 

Phil.4,19 Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.

Dazu ruft Er uns auf. Solch ein Leben, solch ein Wandel ist möglich, wenn wir mit uns selbst am Ende sind und aufgehört haben, unsere eigenen Werke tun zu wollen und Vorteile für uns selber zu erstreben. Ist es erstaunlich, daß Abram bei dieser Offenbarung auf sein Angesicht fiel? Kennen wir diese Haltung? Können unsere Knie sich beugen, können unsere Herzen im Geist und in der Wahrheit anbeten? Wenn ja, dann wird Gott zu uns reden, nicht durch Visionen oder geheimnisvolle

Erlebnisse, sondern durch Sein Wort. Es gibt nur einen Weg. Wir müssen alle eigenen Hilfsquellen beiseitelassen; der Herr muss allen Raum in uns einnehmen. Lasst uns unser Scheitern eingestehen und unsere Kraftlosigkeit bekennen, und wie Abram auf unser Angesicht fallen! Dann wird Gott sich uns aus Gnade als der offenbaren, der völlig genügt für unser Leben und Dienen. Dann werden wir nicht nur ohne Tadel vor Ihm wandeln können, sondern Er selber wird mit Seiner ganzen Fülle zu uns kommen und in uns wohnen, unser Leben umwandeln und uns befähigen, geistliche Früchte zu tragen. 

  • O lasst uns umkehren zu Ihm! Er soll uns völlig genügen! 

Offb.1,8 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

 

Hiob 22,23-27

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 10.4. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Für meine Glaubensgeschwister einstehen und gut über sie reden!

  

Mtt.7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.

 

Wenn wir Täter dieses Wortes wären, bliebe uns viel Unangenehmes erspart, und dem Satan, dem Verkläger der Brüder, würde ein Boden entzogen, auf dem er gern arbeitet; Waffen, die er

nur all zugut zu gebrauchen versteht, würden ihm genommen. Wenn jeder nur das täte, was er will, dass ihm die Leute tun sollen, wenn jeder nur das über andere sagte, was er möchte, dass man über ihn sagt, dann würde viel Unheil vermieden werden.

 

Dieses Wort sollte uns in unserer Haltung und in unserem Tun leiten.

 

Röm.13,8 Seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.

Röm.13,9 Denn die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren« - und welches andere Gebot es noch gibt -, werden zusammengefasst in diesem Wort, nämlich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst

Röm.13,10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

 

Leider ist das aber nicht immer der Fall. Wir führen über unsere Mitmenschen Reden, die aus unserem heuchlerischen, bösen Herzen kommen, und sind dadurch nicht nur unserem Herrn ungehorsam, sondern tun, was nicht mit Seinem Geist und Seiner Lehre übereinstimmt.

 

Das Gesetz gebot den Menschen, ihren Mitmenschen, ihren Angehörigen oder den Gliedern ihrer Gemeinde nicht zu tun, was sie nicht wollten, dass man ihnen selbst täte. Aber unter der Gnade lassen wir nicht zu, dass man den Unseren antut, was wir nicht möchten, das man uns antäte.

 

Unter der Gnade halten wir zusammen mit den Unseren, die man schlecht behandelt; wir tragen mit an ihrer Schmach.

 

Nach diesem Grundsatz handelt der Herr Seinem Volk gegenüber: wer es anrührt, rührt Seinen Augapfel an.

 

Das Zusammenhalten der Kinder Gottes, bei denen eins fürs andere einsteht, wird am Ende der Zeiten von unserem göttlichen König belohnt werden.

 

1.Kor.12,24 denn unsere anständigen brauchen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringeren Glied um so größere Ehre gab,

1.Kor.12,25 damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen.

1.Kor.12,26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.

 

Loyal sein heißt, es für ein Vorrecht halten, wenn einer für den anderen leidet. Wenn über andere hergefallen wird, lasst uns für sie einstehen.

 

Wird ein Bruder, eine Schwester verachtet, so wollen wir uns zu ihnen halten. Werden sie verworfen, so sind auch wir verworfen. Schießt die Welt ihre Pfeile gegen sie ab, so wollen wir sie auffangen und zu ihren Gunsten reden, nicht feige schweigen.

 

Kein wirksameres Gegengift gibt es gegen Klatsch und Unlauterkeit unter Christen, als loyal zu sein.

 

Röm.15,1 Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen1 der Schwachen zu tragen und nicht Gefallen an uns selbst zu haben.

Röm.15,2 Denn jeder von uns soll seinem Nächsten gefallen zum Guten, zur Erbauung.

Röm.15,3 Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: »Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen«.

 

Wir wollen uns also nicht damit begnügen, mit knapper Not das Gesetz zu erfüllen, sondern die Gnade unseres Herrn Jesus Christus möge uns dazu anspornen, mehr zu tun als das, was von uns verlangt wird!

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 28.9. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Er ist der Herr der ganzen Erde, der auf Seinen Tag wartet!

 

Sach.4,6 Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen.

 

Beim Lesen dieses Kapitels aus dem Propheten Sacharja stehen wir vor einem Gegensatz: Auf der einen Seite der Beginn des Werkes des Christus in Schwachheit und Verwerfung, andererseits die Vollendung dieses Werkes in Herrlichkeit und Majestät. 

  • Wie nötig haben wir diese Sicht in unseren Tagen! 

2.Chr. 20,12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen diesen großen Haufen, der gegen uns herangerückt ist, und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen

gerichtet! 

  • Der Herr ist der Herrscher über Himmel und Erde. 
  • Er regierte zur Zeit der Sintflut, und Er wandelt noch heute auf dem Wasser. 

1.Kor.2,4 Und meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft,

 

1.Kor.2,5 damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.

 

Die feste Überzeugung, die von dieser Gewissheit ausgeht, wird unserem Gemüt die Ruhe bewahren,

auch in aller Unruhe der Gegenwart. Er ist der Herr der ganzen Erde, der auf Seinen Tag wartet, um Seine herrliche Königsherrschaft aufzurichten über den Ruinen der Reiche dieser Welt, die von den Menschen in den Niedergang geführt wurden.

Mitten im Strudel der politischen Ereignisse, wenn in vielen Ländern die Evangelisation erschwert wird, und angesichts aller Bewegungen, die Vorläufer des Antichristen sind, ermahnt Gott Seine Getreuen, «den Tag geringer Anfänge» nicht zu verachten. Vor den Augen des Herrn, die die ganze Erde durchlaufen, bestehen diese Anfänge hauptsächlich in reicher Aussaat des Wortes Gottes, des unvergänglichen Samens, auf den Sein Reich gegründet wird. Dann werden die jetzt verborgenen und verachteten Werke offenbar; diejenigen Werke aber, die sich vordrängen und hervortun, werden vergehen. 

  • Lasst uns also den Tag geringer Anfänge nicht verachten! 

Eph.3,17 Daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und

gegründet,

 

Eph.3,18 dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei,

 

Eph.3,19 und die Liebe des Christus zu erkennen die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes.

 

Eph.3,20 Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt,

 

Eph.3,21 ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen.

 

Unter diesen Umständen müssen wir uns klarmachen, daß die uns anvertraute Arbeit nicht durch Macht oder Kraft geschieht, sondern durch Seinen Geist. «Macht» und «Kraft» bezeichnen Fähigkeiten und Mittel, deren die Menschen sich rühmen. Gott hat Seine besonderen Mittel, Seine Gnadenmittel, und Er benützt unsere Fähigkeiten nur, wenn sie am Fuß des Kreuzes niedergelegt worden sind. Hat Gott uns aufgetragen, etwas zu beginnen, dann erwartet Er auch, daß wir es zu Ende führen, es siegreich vollenden und Seinem Plan und Seiner Berufung gemäß zustande bringen – nicht durch Macht oder Kraft, sondern durch Seinen Geist.

Sein Geist teilt uns Seine Gedanken mit, gibt uns unsere Gebete ein, Er benützt unsere Schwachheit, Er antwortet auf unsere Hingabe und erkennt unsere Tätigkeit für Ihn an.

 

1. Korinther 2,1-5; Epheser 3,14-21

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 8.3. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes eingehen!

 

Spr.13,7 Einer stellt sich reich und hat doch gar nichts, ein anderer stellt sich arm und besitzt doch viel.

 

Die Sicht des Himmels von den Menschen und Dingen ist völlig anders als die Sicht der Erde.

Unser heutiger Text erinnert an die letzte Warnung, die der Herr an Seine Kinder richtet: «Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts!»

 

Offb.3,17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! - und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.

 

Wo dieser Geist der Selbstzufriedenheit und Selbstgenügsamkeit herrscht, fühlt man sich beruhigt und hält sich für reich, reich an Selbstgerechtigkeit ... In Wirklichkeit aber ist man arm, einsam und unbrauchbar. Der Herr sagt es und fügt hinzu, daß nichts weniger als ein Eingreifen seinerseits notwendig ist, damit Seine Kinder zur Wirklichkeit erwachen, Seinen Rat befolgen und sich Augensalbe kaufen, damit sie sehend werden.

Was lehrt uns aber das Wort: «Ein anderer stellt sich arm und besitzt doch viel»? 

  •      Gewiss nicht die Auslöschung der Persönlichkeit. 

Mk.10,24 Die Jünger aber erstaunten über seine Worte. Da begann Jesus wiederum und sprach zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es für die, welche ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, in das Reich Gottes hineinzukommen!

 

Mk.10,25 Es ist leichter, daß ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes

hineinkommt.

Nein, wir sollen uns aus Liebe zum Herrn Jesus und zu den Menschen bewusst und ganz Gott ausliefern und echte Selbstverleugnung üben, damit andere Menschen gesegnet werden. Wir sollen wirkliche Opfer bringen und nicht eigene Interessen im Auge haben, damit andere durch uns reich werden.

Solche Entscheidungen zur Hingabe und Weihung werden nicht in der Öffentlichkeit, sondern im Verborgenen gefasst, tief im Herzen und im Gewissen, in der Gegenwart Gottes und im Licht geistlicher, ewiger Werte. Das bedeutet Herzensentschlüsse, die aus Liebe zu Ihm gefasst werden, an einer Weggabelung, dort, wo andere den breiten Weg wählen.

Davon hat Jesus Christus ein Beispiel gegeben, der, «obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet ».

 

2.Kor.8,9 Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, daß er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.

 

Das erwartet Gott von uns, und dadurch werden wir, wie Paulus es in 2. Korinther 6,10 ausdrückt:

 

2.Kor.6,10 Als Betrübte, aber immer fröhlich, als Arme, die doch viele reich machen; als solche, die nichts haben und doch alles besitzen.

 

Nur ein Leben, das diesen Preis bezahlt hat, kann andere bereichern und der Welt die herrliche Gabe der Gnade Gottes bringen. Der Geist Jesu Christi, der uns dazu treibt, ist eine wirkliche, obschon verborgene Kraft, und wenn Er auf diese Weise in uns wirkt, werden die Menschen die Früchte sehen.

 

2.Kor.5,14 Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben;

 

2.Kor.5,15 und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.

 

Offenbarung 3,14-22; Markus 10,17-27

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 8.2. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen

 Wir gewöhnen uns oft an unseren Ungehorsam
gegenüber unserem Herrn Jesus!
  

 

Mt.21,30 Und er ging zu dem zweiten und sagte dasselbe. Da antwortete dieser und sprach: Ich [gehe], Herr! und ging nicht. 

 

Mit diesen Worten wandte sich der Herr an die verantwortlichen Führer Israels. Aber dieses Gleichnis von den zwei Söhnen redet durch alle Jahrhunderte zu Gottes Volk, und wir wollen uns überlegen, welchen Platz wir darin einnehmen...

 

Wie oft hat der Herr uns angesprochen und gesagt: «Mein Kind», wie in dem angeführten Gleichnis, und hat uns aufgefordert, in Seinem Weinberg zu arbeiten!

 

Wir haben geantwortet: «Ich gehe, Herr!», und wir sind nicht gegangen!

 

Wir sollten darüber ernsthaft nachdenken; was für einen Wert hat ein Bekenntnis, wenn es nicht der Wirklichkeit entspricht? Der Herr sagt genau zu denen, die viel bekennen, aber nicht dementsprechend leben: 

 

Offb.3,16 So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. 

  • Wir sind reich an Vorrechten und Segnungen unseres himmlischen Vaters, an Möglichkeiten, Seinen Willen kennenzulernen. 
  • Aber wie oft benehmen wir uns wie dieser Sohn! Unser Jawort hat keine Folgen. 
  • Wir haben es vorgezogen, nicht zu weit zu gehen, uns nicht zu sehr bloßzustellen. 
  • Wir haben uns daran gewöhnt zu sagen: «Ich gehe, Herr!» und dann nichts zu tun. 

 

1.Sam.15,22 Samuel aber sprach zu Saul: Hat der HERR dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern!  

  • Damit haben wir uns an den Ungehorsam gewöhnt, und das hat schwerwiegende Folgen. 

Ps.81,12 Aber mein Volk hat meiner Stimme nicht gehorcht, und Israel war mir nicht zu Willen. 

 

Ps.81,13 Da gab ich sie dahin in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandelten nach ihrem eigenen Rat. 

 

Gott wollte auf uns zählen können, uns in die Werke einführen, die Er für uns zuvor bereitet hat. Wie oft bot Er uns die Gelegenheit dazu! Wir wollen es eingestehen: Wir haben zu oft geantwortet, wie der Sohn im Gleichnis: «Ich gehe, Herr!» ohne dass sich etwas in unserem Leben änderte. Aber bei uns handelte es sich nicht um ein Gleichnis, sondern um die Wirklichkeit.  

  • Wenn wir unsere Vorrechte missachten, werden wir die Folgen tragen müssen.  

Der Herr hat gesagt:

 

Mt.21,31 Wer von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Da spricht Jesus zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und die Huren kommen eher in das Reich Gottes als ihr! 

 

Damit meint der Herr den ersten Sohn, der antwortete: «Ich will nicht!», den es danach aber reute und der ging. Oh, dass es doch wirklich Reue und Buße bei uns, Seinen Söhnen und Töchtern, geben möge!  

  • Lasst uns die Verantwortung auf uns nehmen, die mit unseren Vorrechten verbunden ist! 

1.Petr.1,2 Die auserwählt sind gemäß der Vorsehung Gottes, des Vaters, in der Heiligung des Geistes, zum

 

Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blute Jesu Christi: Gnade und Friede werde euch mehr und mehr

 

zuteil! 

 

Psalm 81,12-17;

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 11.11. entnommen ) 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

ER führt mich zu stillen Wassern!

 

Ps 23,2 Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.

 

Er  weidet mich (wörtl. lässt mich lagern) auf grünen Auen», im frischen Frühlingsgras! Diese Worte atmen Frieden und Ruhe; die schönsten Bilder aus der Natur steigen dabei vor unseren Augen auf. 

  •      Und doch spricht dieser Psalm auch von Feinden und vom Todesschatten. 

David konnte gerade deshalb ein so positives Zeugnis ablegen, weil er durch Schwierigkeiten hindurch musste, in denen ihn der Stecken und Stab des guten Hirten getröstet hatten. «Er führt mich zu stillen Wassern.» 

  •           Wir wollen uns führen lassen! 

5.Mo.33,3 Ja, er liebt das Volk; alle seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie lagern zu deinen Füßen, ein jeder empfängt von deinen Worten.

 

Das ist das Verlangen des liebenden Vaters im Himmel für die, die Ihm heute dienen und trotz aller Widerstände nachfolgen wollen. Sehnt sich unser Herz nicht auch danach? Spüren wir nicht das dringende Bedürfnis, uns zu den stillen Wassern Seiner Gegenwart und Seines Wortes führen zu

lassen? Dieses Sehnen hat der Heilige Geist in unser Herz gelegt; wir wollen es nicht ersticken, sondern es von Herzen beachten. Der gute Hirte möchte uns von den stillen Wassern des Lebensstromes zu trinken geben, uns auf den Auen des Wortes Gottes mit zarten Gräsern nähren,

fern von den steinigen, ausgetretenen Pfaden, geschützt vor Wind und brennender Sonne. 

  •          Lasst uns doch in Seiner Gegenwart bleiben, bis unser ganzes Leben von ihr durchdrungen ist! 

Hes.34,14 Auf einer guten Weide will ich sie weiden; und ihr Weideplatz soll auf den hohen Bergen Israels sein, dort sollen sie sich auf einem guten Weideplatz lagern und auf den Bergen Israels fette Weide haben!

 

Hes.34,15 Ich selbst will meine Schafe weiden und sie lagern, spricht GOTT, der Herr.

 

Hes.34,16 Das Verlorene will ich suchen und das Verscheuchte zurückholen und das Verwundete verbinden; das Schwache will ich stärken; das Fette aber und das Starke will ich vertilgen; ich will sie weiden, wie es recht ist.

 

Mit dieser Salbung können wir dann der hektischen Geschäftigkeit und den Zusammenstößen

des täglichen Lebens begegnen. Wir lassen uns oft so sehr hetzen und stürzen uns von einer Arbeit in die andere, so daß wir gar nicht merken, wie der Dienst für Gott schließlich den Platz einnimmt, den Er selbst in unserem Leben einnehmen sollte. Dennoch möchte Er uns diese überaus notwendige und segensreiche Erfahrung machen lassen: «Er führt mich zu stillen Wassern.» 

  •      Wir wollen sie also nicht zu umgehen suchen. 

Joh.10,9 Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

 

Joh.10,10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.

 

Dürfen wir es wagen, ohne die grasbewachsenen Hürden, die stillen Wasser und die grünen Auen des

Nachsinnens über Gottes lebendiges, kräftiges Wort auszukommen? David überwand seine Feinde erst, nachdem er sich lange in Gottes Gegenwart aufgehalten hatte. Lasst uns dem guten Hirten eingestehen, daß uns dieses Verlangen nach Gemeinschaft mit Ihm fehlt, und Ihm dann erlauben, uns zu führen, wohin Er will. 

  •      Dann werden wir mit Ihm unsere Feinde überwinden. 

Johannes 10,9-15

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 23.5. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 Stärke dich in dem Herrn, werde nicht mutlos!

 

1.Sam.30,6 Und David war sehr bedrängt, denn das Volk wollte ihn steinigen, weil die Seele des ganzen Volks erbittert war, jeder wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. David aber stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott.

Am Anfang dieses Bibelverses lesen wir, daß David sehr bedrängt war, denn das Volk wollte ihn steinigen. Alles stand gegen ihn; er hatte alles verloren.

Die Gegenwart bestand aus lauter Widrigkeiten, die Zukunft hielt keine Hoffnung bereit. 

  •      Aber weil David sich stärkte in dem HERRN, griff der HERR ein, und David brachte alles zurück. 

Ps.18,2 Ich will dich von Herzen lieben, o HERR, meine Stärke!

 

Ps.18,3 Der HERR ist mein Fels, meine Burg und mein Retter; mein Gott ist mein Fels, in dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine sichere Festung. 

  •      Du bist vielleicht in großer Bedrängnis und stehst im Kampf. 

Jak.1,2 Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet.

 

Der Feind greift dich von allen Seiten an; du bist versucht, alles aufzugeben, und neigst dazu, unruhig um dich zu schauen. 

  •      Dann stärke dich nur in dem Herrn, deinem Gott! 

Ps.28,6 Gelobt sei der HERR, denn er hat erhört die Stimme meines Flehens!

 

Ps.28,7 Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir wurde geholfen. Darum frohlockt mein Herz, und ich will ihm danken mit meinem Lied.

 

Versuche nicht, deine Lage selber zu verändern, ehe du von Ihm all die Hilfe empfangen hast, die Er in diesem bestimmten Augenblick deines Lebens für dich bereithält. 

  •      Lass dich nicht länger von dunklen Gedanken überwinden. 
  •      Lass dich nicht noch mehr niederdrücken, indem du dich innerlich einschließt. 

1.Petr.1,6 Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen,

 

1.Petr.1,7 damit die Bewährung eures Glaubens der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.

 

1.Petr.1,8 Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude,

 

1.Petr.1,9 wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!

 

Zögere nicht, sondern stärke dich in dem Herrn, deinem Gott! Das bedeutet, zurückzukommen zur Quelle, zum Anfang, den du mit deinem Retter gemacht hast. Erinnere dich an die Verheißungen, auf die sich dein Leben und deine Berufung gründet, diese Verheißungen, die dein geistliches Leben und deine Berufung erzeugt haben. 

  •      Er kann sich selbst nicht verleugnen, auch wenn wir untreu werden. 

Geh also in die Stille; lass deine Beschäftigungen fahren, um dich im Herrn zu stärken, um dir bei Ihm neuen Mut zu holen. Wenn die Prüfung ihr Werk an dir getan hat, dann wirst du geläutert wie Gold aus ihr hervorgehen und wie David alles wiederbekommen. Die Welt braucht Menschen, die diese Art von Mut besitzen und die Gott dadurch verherrlichen, und die auch denen, die in Not sind, helfen können. Dann wirst du mit David singen können:

 

Ps.63,8 Denn du bist meine Hilfe geworden, und ich juble unter dem Schatten deiner Flügel.

 

Ps.63,9 An dir hängt meine Seele; deine Rechte hält mich aufrecht.

 

Psalm 18,1-7.33.47; Jakobus 1,2-4.12;

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 2.2. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Ein beständiges, treues und einsichtiges Gebetsleben!

 

Joh.14,13 Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn.

 

Mit dieser Verheißung kündigte der Herr den Tag an, an dem der neue und lebendige Weg durch den zerrissenen Vorhang Seines Fleisches hindurch eröffnet wurde. Seine Kreuzigung und Auferstehung leiteten die Zeit ein, in welcher der Gebetsdienst ein reines Geschenk Seiner Gnade ist, weil der Heilige Geist den Erlösten gegeben wurde. In 4. Mose 18,7 lesen wir:

 

4.Mo.18,7 Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt euren Priesterdienst ausüben in allem, was am Altar zu tun ist, und innerhalb des Vorhangs, und so den Dienst tun; denn als Gabe gebe ich euch den Dienst eures Priestertums. Wenn aber ein Fremder herzunaht, so muss er getötet werden. 

  •  Was haben wir in den Gottesdiensten, in unserem Verhältnis zu Gott, in unserer Familie und Umgebung mit diesem Geschenk gemacht? 

Alles, um was wir bitten, soll uns gegeben werden, aber unter einer Bedingung: Unsere Bitte muss dem Willen Gottes entsprechen und in Seinem Namen vorgebracht werden. Wenn wir uns von unseren eigenen Interessen ins Gebet treiben lassen, oder etwas anderes im Auge haben als Gottes Ehre und das Heil der Menschenseelen, gilt uns die Verheißung unseres Textes nicht. Unser Gebet soll den Vater verherrlichen durch das Wirken des Sohnes, denn Er fügt hinzu: «Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun», wörtlich: «So werde ich handeln.» Das Gebet in Seinem Namen dringt durch den Vorhang hindurch, steigt die Stufen zum Thron der Gnade hinauf und berührt das goldene Zepter, das uns entgegengestreckt wird. Solange der Tag der Gnade währt, ehe die Gerichte Gottes über die Erde kommen, hat jeder Erlöste das Vorrecht des Gebets im Namen Jesu Christi. Dadurch kann er größere Werke tun als der Messias auf Erde.

 

Joh.14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. 

  •  Beten wir immer in der Überzeugung, dass Gott erhört, und mit dem Verlangen, dass der Vater verherrlicht wird in dem Sohn?

1.Petr.2,5 So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges

Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. 

  • Oder vergeuden wir unsere Zeit mit nutzlosen Bemühungen und fleischlichen Aktivitäten, anstatt zu beten?

1.Jo.5,14 Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten.

 

1.Jo. 5,15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben. 

  •  Dadurch wird der Heilige Geist betrübt! 

Hebr.4,15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.

 

Hebr.4,16 So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!

 

Darum wollen wir unser Erstgeburtsrecht nicht verkaufen, sondern unser Leben dem weihen, der uns größere Werke zu tun gibt, das heißt die Gebete in Seinem Namen, die Seine Jünger bis dahin noch nicht kannten. «Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten», sagte Er zu ihnen.

 

Joh.16,24 Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude völlig wird! 

  •  Möge doch unser beständiges und einsichtiges Gebetsleben die größeren Werke offenbar machen, die Seinen Namen verherrlichen!

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 27.11. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Der Weinstock und die Reben

 

Joh.5,1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.

 

Wir sind damit einverstanden, Reben am Weinstock zu sein. Aber sind wir auch einverstanden damit, daß der Vater als Weingärtner an Seinem Weinberg arbeitet?

 

Jes.27,3 Ich, der HERR, behüte ihn und bewässere ihn zu jeder Zeit; ich bewache ihn Tag und Nacht, damit sich niemand an ihm vergreift.

 

Jes.27,4 Zorn habe ich keinen. Wenn ich aber Dornen und Disteln darin fände, so würde ich im Kampf darauf

losgehen und sie allesamt verbrennen! 

  •      Wir wissen mit unserem Verstand, daß Christus der Weinstock und wir die Reben sind. 
  •      Wie aber kommen wir zu der wirklichen Einheit mit dem Weinstock? 

Dafür müssen wir uns vor allem die väterliche Fürsorge des Weingärtners gefallen lassen! Der Vater will uns nicht entmutigen, sondern anspornen. Wenn Er uns aber in Seiner Güte beschneidet, gibt unser Eigenleben vor, entmutigt zu sein, und findet es nötig, das anderen zu erzählen.

Seine Schliche, wie es sich der Zucht des himmlischen Vaters entziehen will, sind unerschöpflich! So verbreitet sich der Virus der Auflehnung. Wenn wir in der Versuchung stehen, zu verzagen, sollten wir bedenken, daß hinter den Umständen, die uns niederdrücken wollen, die Hand des göttlichen Weingärtners steht. 

  •      Er will uns beschneiden, damit wir mehr Frucht bringen. 

Gal.2,20 Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

 

Wir hatten einen Plan gemacht, der nicht zustande kam – aber der Vater hatte einen anderen bereit! Wir hatten einen Weg einschlagen wollen, und gefunden, daß er versperrt war – aber der Vater hatte einen anderen bereit! Wir hatten auf ein bequemes, ruhiges Leben und allgemeine Beliebtheit gehofft, und nun ist nichts daraus geworden; aber der Vater wollte ein Leben für uns, in dem wir beschnitten werden, selbst wenn es Wunden gibt. Wir haben ja Anteil am Leben des Weinstocks, und der Saft, der uns Leben gibt, kommt von dem, durch dessen Wunden wir geheilt sind. Dürfen wir uns dann vor unseren Wunden fürchten? Auf diese Weise verherrlicht der Vater den Sohn, indem Er uns inniger mit Ihm verbindet, so daß der göttliche Lebenssaft im Rebschoss zirkulieren kann und sich in fruchtbarerem Gebet in Seinem Namen äußern kann, und auch in Seiner göttlichen Freude in unseren Herzen. Der Vater will uns unsere innige Einheit mit Christus zum Bewusstsein bringen, daß wir mit Christus in Seinem Tod und in der Kraft Seiner Auferstehung einsgemacht sind. 

  •      Das ist das Geheimnis eines fruchtbringenden Lebens. 

2.Kor.12,9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne.

 

2.Kor.12,10 Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

 

Der Vater ist der Weingärtner, und Er arbeitet an uns mit diesem herrlichen Ziel. «Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von Ihm zurechtgewiesen

wirst!

 

Hebr.12,5 Und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: »Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst!

 

Hebr.12,6 Denn wenn der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt

 

Sprüche 3,5-18;

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 8.5. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Der Glaube verlässt sich auf das, was Gott in Seinem Wort sagt!

 

Joh.1,14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

 

Jeder einzelne unter uns ist eine Welt für sich mit besonderen Bedürfnissen und geistlichen Gebrechen. Wie kein Eichblatt dem anderen gleicht, so gibt es auch in unseren Schwierigkeiten Schattierungen und Abstufungen. Ja, wir sind eine ganze Welt für sich. In diese Welt unseres Herzens hinein ist nun das Wort gekommen, um in uns zu wohnen, uns neu zu erschaffen, umzugestalten und zu vollenden. «Es wohnte unter uns.» Es kam nicht nur zu Besuch, wie der Engel des HERRN zu Abraham kam; es will bei uns bleiben. 

  •      Es ist das Wort Gottes, das kam, um uns Gnade zu geben. 

Kol.1,27 Ihnen wollte Gott bekanntmachen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

 

Es will das vollbringen, was wir nicht können. Es will zu uns reden, Gemeinschaft mit uns haben, uns vollkommen erretten und heiligen. 

  •     Nicht mehr wir sind es, die wirken, sondern das Wort ist am Werk. 

Kol.3,16 Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.

 

Nicht mehr wir versuchen es und hoffen, sondern das Wort ist es, das vollbringt und vollendet. Das ist wahre Ruhe! Wir wollen also lernen, die Zügel aus der Hand zu geben und Gott wirken zu lassen! Lasst uns lernen, das wahre christliche Leben zu leben: Christus für uns, in uns, durch uns, in allem.

«Voller Gnade und Wahrheit.» Nicht wie ein verzehrendes Feuer wohnt Gott unter uns, sondern voller Gnade und Wahrheit. 

  •      Diese Offenbarung ist nötig für unser müdes Herz, unser gequältes Gewissen. 

Das Gesetz forderte von uns, was wir nicht erfüllen konnten. Die Gnade schenkt uns, was wir nicht anders erringen können. Der Glaube verlässt sich auf das, was Gott in Seinem Wort sagt; er eignet sich alles an, was Christus ist und hat. So wird die Gegenwart des Wortes voller Gnade und Wahrheit täglich für uns persönlich zu einer Tatsache. Alles, was das Wort in Ewigkeit ist, können wir uns aneignen und dadurch ein normales Christenleben führen. Das schöpferische Wort wird in unserem Leben die Verheißung zur Wirklichkeit machen:

 

2.Kor.5,17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!

 

Dieses Schöpfungswerk beginnt Gott dadurch, daß Er Tod und Finsternis vertreibt und dann Leben nach dem Bild Seines Lebens in uns erzeugt. 

  •      Diese ganze Fülle ist für den Schwächsten und Kleinsten. 

Joh.14,20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. 

  •           Wir wollen doch wagen, es zu glauben und ganz einfach anzunehmen!  

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 21.4. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Der Wohlgeruch SEINES Segens sollte immer zurück bleiben!

 

Joe.2,14 Wer weiß, ob er sich wieder abkehrt und es ihn nicht reut, und ob er nicht einen Segen zurücklassen wird, Speisopfer und Trankopfer für den HERRN, euren Gott.

 

Bei den biblischen Weissagungen muss man in bestimmten Fällen den schnellen Übergang von einem Gegenstand zum anderen beachten, den Wechsel vom Negativen zum Positiven und umgekehrt.

In dem Abschnitt, dem unser Text entnommen ist, redet der Prophet Joel von der Schlacht bei Harmagedon, diesem letzten internationalen Konflikt. 

  • Er schildert die modernen Heere des Antichristen, die gegen den HERRN vorrücken. 

Zu gleicher Zeit redet er von der großen Drangsal seines Volkes und von ihrer Umkehr. Er stellt ihnen den gnädigen, barmherzigen Gott vor Augen, der langmütig und von großer Gnade ist, und sagt: «Wer weiß, ob er sich wieder abkehrt und es ihn nicht reut, und ob er nicht einen Segen zurücklassen wird, Speisopfer und Trankopfer für den HERRN, euren Gott?»

 

1.Mo.12,2 Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.

 

Dieses Kind Gottes, das mitten in der Unrast und im Leid unserer Zeit steht – «wer weiß, ob er nicht einen Segen zurücklassen wird?» Es besitzt nicht nur Frieden mit Gott, sondern dieser Frieden soll anderen geschenkt werden. Es ist ihm die Möglichkeit gegeben, ein Segen zu sein. 

  • Wir dürfen dieses Wort auf uns selbst beziehen. 

Joh.7,38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers

fließen.

 

Wer weiß, ob wir nicht einen Segen zurücklassen werden? Wenn der Herr in uns wohnt und wir

in Gemeinschaft mit Ihm stehen, müsste es so sein. Ströme lebendigen Wassers sollten aus uns fließen. 

  •  Dort, wo Gottes Segen ruht, macht er sich bemerkbar, nicht notwendigerweise mit Worten, sondern in der ganzen Art des Seins und Auftretens. 

1.Petr.3,9 Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, daß ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.

 

Welch verborgene Kraft liegt in jedem  wiedergeborenen Christen! Welche Sünde ist es, kein Zeugnis abzulegen, oder im Leben negative Elemente zu dulden, die diese Kraft unwirksam machen! 

  • Unser Daseinszweck auf Erden ist es, Frucht zu bringen. 

Lasst uns also bestrebt sein, bei unserem Kommen und Gehen, bei unseren Begegnungen mit Menschen, hier und dort und überall zur Wirklichkeit zu machen, was die heutige Botschaft uns zu sagen hat. «Wer weiß, ob er nicht einen Segen zurücklassen wird?» Ja, wir wollen etwas von unserem Herrn selber zurücklassen!

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 27.3. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Ein Verleumder trennt vertraute Freunde,

Zungensünden sind brandgefährlich!

 

Spr.16,28 Ein verdrehter Mann entfesselt Streit, und ein Verleumder trennt vertraute Freunde.

Hasst du ihn bemerkt? Er spricht mit gedämpfter Stimme mit anderen. Er tut geheimnisvoll und bittet, nichts weiterzusagen, beeilt sich aber selbst, die Neuigkeit zu verbreiten.

Wenn er sein Gift ausgestreut und denen, die er verleumdet, die bösen Absichten nachgesagt hat, die er selber hegt, dann geht er befriedigt davon. Seine Absicht, andere schlechtzumachen, hat er ausgeführt. Jesus Christus sagt von ihm:

Mt.15,11 Nicht das, was zum Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund

herauskommt, das verunreinigt den Menschen.

 

In unserem Text wird der Verleumder mit einem verkehrten Menschen verglichen, der Streit entfesselt. Ein anderer Spruch betont den Gegensatz zwischen zweierlei Handlungsweisen:

Spr.17,9 Wer Liebe sucht, deckt die Verfehlung zu, wer aber eine Sache weitererzählt, trennt vertraute Freunde. 

  •         Wieviel Klatsch und böse Nachrede gibt es unter denen, die sich Christen nennen!

Ps.101,5 Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den will ich vertilgen; wer stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den will ich nicht dulden.

 

Wir müssen es zu unserer Schande gestehen. Dadurch wird unberechenbarer, nicht wieder gutzumachender Schaden angerichtet. Es gibt kein Wort, das stark genug wäre für solche schändlichen Verleumdungen! 

  •          Es sind feurige Pfeile des Bösewichts, die grausam verletzen können.

3.Jo.1,10 Darum will ich ihm, wenn ich komme, seine Werke vorhalten, die er tut, indem er uns mit bösen Worten verleumdet; und damit nicht genug, er selbst nimmt die Brüder nicht auf und verwehrt es auch denen, die es tun wollen, und stößt sie aus der Gemeinde hinaus. 

  •  Die Zunge des Verleumders wird von der Hölle in Brand gesteckt; sie verdirbt die Gemüter und vergiftet die Gedanken der Zuhörer. 

Und aus demselben Mund, der den Fluch ausstreut, kommen Segensworte, wenn die religiöse Pflicht es fordert! Solche Leute widmen sich diesem gesetzlosen Geschäft, um den anderen  Schaden zuzufügen, um ihren Ruf zu schädigen und sich selber herauszustreichen, und damit verletzen sie unschuldige Opfer und richten bleibende Verwüstungen an.

Jak.3,11 Sprudelt auch eine Quelle aus derselben Öffnung Süßes und Bitteres hervor? 

  • Wer aber hätte sich auf diesem Gebiet nie etwas zuschulden kommen lassen?

3.Mo.19,16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk! Du sollst auch nicht auftreten gegen das Blut deines Nächsten! Ich bin der HERR.

 

Darum wollen wir Gott unsere Zungensünden bekennen, damit Er sie uns vergibt und uns davon befreit. Aber wir müssen das an unserem Nächsten begangene Unrecht auch wieder gutmachen, unsere Schuld denen eingestehen, die unsere Verleumdungen gehört haben.

Ps.39,2 Ich habe gesagt: Ich will auf meine Wege achten, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund im Zaum halten, solange der Gottlose vor mir ist.

 

Ps.39,13 HERR, höre mein Gebet und vernimm mein Schreien! Schweige nicht zu meinen Tränen; denn ich bin ein Fremdling bei dir, ein Gast wie alle meine Väter.

 

Psalm 50,16-21;

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 6.11. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Ermahnung zum Gehorsam und
Erinnerung an Gottes Erziehungswege!

 

5.Mo.8,2 Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der HERR, dein Gott, dich geführt hat diese 40 Jahre lang in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfend, damit offenbar würde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.

 

Ohne Gottes Wort wäre der Christ in den Schwierigkeiten, Anfechtungen und Widerwärtigkeiten des Lebens nur auf sich selber angewiesen. Heutzutage kann man sich mit Recht fragen: Wo ist die Hoffnung dieser Welt? 

  •          Was tut die Welt, wenn Schwierigkeiten kommen? 
  •          Wo sucht sie Zuflucht? 

1.Kor.10,12 Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle!

 

1.Kor.10,13 Es hat euch bisher nur menschlicheaVersuchung1 betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt. 

 

Und wir denken an das Wort des Propheten Jesaja:

 

Jes.48,18 O daß du doch auf meine Gebote geachtet hättest! Dann wäre dein Friede wie ein Wasserstrom gewesen und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen.

 

«Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der HERR, dein Gott, dich geführt hat …, um dich zu prüfen.» Gott lässt die Schwierigkeiten der Wüste zu, um zu prüfen, wie es um unser Herz bestellt ist. Er lässt uns auf einem mit Hindernissen übersäten Weg wandern, um zu erfahren, ob wir Ihn von ganzem Herzen lieben. Hebräer 12 sagt uns, daß Gott uns als Söhne behandelt, daß Seine Erziehung uns zum Besten dient und wir durch sie bereichert werden. Sein väterliches Bestreben zielt darauf hin, daß wir in Seiner Liebe und Erkenntnis zunehmen. Und wenn wir auf Seinen Willen eingehen, wenn wir der Wolken- und Feuersäule folgen, werden wir die friedsame Frucht der Gerechtigkeit sehen. 

  •      Durch solche Erfahrungen wachsen wir in Christus. 

Seinen Willen zu erfüllen ist für uns dann keine Last, sondern ein Vorrecht und eine Stärkung. Weiter sagt Gottes Wort:

 

5.Mo.8,3 Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, daß der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern daß er von all dem lebt, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht.

 

Gott ließ zu, daß Sein Volk durch Hunger geprüft wurde; Er erlaubte auch dem Teufel, Seinen geliebten Sohn durch Hunger in Versuchung zu führen. Unser Herr, der gänzlich von dem Wort Seines Vaters abhängig war, widerstand dem Teufel, indem er diese Schriftstelle anführte. Wenn der Satan uns mit raffinierten Versuchungen naht, dann wollen auch wir ihm das «Es steht geschrieben» entgegenhalten! 

  •      Dann muss er weichen. 

1.Petr.1,8 Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude,

 

1.Petr.1,9 wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!

 

Solche Erlebnisse sind Gelegenheiten, Gott auf die Probe zu stellen und uns auf nichts als Sein Wort zu verlassen. So bereichert uns jeder errungene Sieg. Ja, unser himmlischer Vater möchte erfahren, was in unserem Herzen ist. «Herr, Du weißt alle Dinge. Du weißt, daß ich dich lieb habe»

 

Joh.21,17 Und das dritte Mal fragt er ihn: Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb? Da wurde Petrus traurig, daß er ihn das dritte Mal fragte: Hast du mich lieb?, und er sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge; du weißt, daß ich dich lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe!

 

1. Korinther 10,1-13; 5. Mose 13,1-5; 1. Petrus 1,6-9

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 9.5. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Seid getrost, ich habe die Welt überwunden!

 

Joh.16,33 Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!

 

Durch Sein Überwinden hat uns der Herr den Sieg gegeben über Sünde und Verdammnis, die auf dem sündigen Menschen lasten.

1.Mo.3,15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechend.

 

Der Glaube an das sühnende Opfer Jesu Christi, unseres Herrn, führt uns in der Tat zum Überwinden der Sünde und der Verdammnis, die mit ihr zusammenhängt.

Röm.8,1 So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.

 

Durch Sein Überwinden gibt Er uns auch den Sieg über unseren Widersacher, den Teufel, und über seine Werke.

 

Auf dem Schlachtfeld von Golgatha ist nichts unvollendet, kein Feind unbesiegt geblieben. Der Sieg, den Christus dort errang, erstreckt sich auf das ganze Reich der Finsternis, auf alle bösen Geister, auf absolut alles.

Kol.2,15 Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben.

 

Wenn wir das Kreuz betrachten, offenbart uns der Heilige Geist die Bedeutung der Wunden unseres Retters, die Bedeutung Seiner Leiden, Seiner Todesnot und Seines Kampfes, in dem Er der Schlange den Kopf zertrat.

Offb.5,5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen!

 

Er lehrt uns verstehen, was das Wort «Es ist vollbracht» alles in sich schließt.

 

Es war ein Siegesruf! Durch Sein Überwinden offenbart uns der Herr auch, dass Er alles auf Sich nahm, was Sünde in uns und um uns ist. Unser Fleisch mit seinen Begierden und Lüsten, alles ererbte Sündige und der Einfluss der Welt, unter dem wir vielleicht ganz unbewusst gestanden haben – alles ist mit Ihm gekreuzigt worden. Der göttliche Überwinder schenkt Seinen Kindern und Erben den Sieg über das alles. Wir dürfen ihn in aller Glaubenseinfalt annehmen.

 

Er hat auch unsere Sorgen und Schwachheiten aufs Kreuz hinaufgetragen, damit wir nicht mehr von ihnen bedrückt würden.

 

Wenn wir unter schweren Lasten zu unterliegen drohen, sollte doch das Loblied erklingen:

1.Kor.15,57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!

 

Wie viele Christen lassen sich von ihren Lebensumständen überwältigen und von ihrem Temperament mit fortreißen!

1.Joh.4,4 Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist.

 

Sie leben ohne den auf Golgatha errungenen Sieg, als ob das Kreuz uns nicht von allem erlöst

hätte, was unserem geistlichen Leben schadet! Dieser Sieg ist vollständig. Seine Wirkungskraft währt noch immer, und der Glaube eignet sich diese Gabe an, die Gott uns anbietet.

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 2.10. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Ist Bitterkeit in deinem Herzen?

 

2.Mo.15,25 Er aber schrie zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde das Wasser süß. Dort gab er ihnen Gesetz und Recht, und dort prüfte er sie.

 

2.Mose 15 beginnt mit einem Lied des Triumphs über den Feind, einem Lobgesang für Gott, den Erlöser Seines Volkes. Leider endet es mit dem Murren eines Volkes, das vom Teufel besiegt wurde, das von seiner Undankbarkeit und Selbstsucht in die Niederlage geführt worden war. Sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, weil es bitter war; und Bitterkeit stieg in ihrem Herzen auf. Das lag nicht im Plan Gottes für Israel, und das Volk kam nicht mehr vorwärts durch seine eigene Schuld.

 

?         Kind Gottes, ist Bitterkeit in deinem Herzen?

 

Hebr.12,1 Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt,

 

Hebr.12,2 indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm

liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.

 

!          Dann sprich nicht von Segen! 

 

 Jak.3,10 Aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein, meine Brüder!

 

Jak.3,11 Sprudelt auch eine Quelle aus derselben Öffnung Süßes und Bitteres hervor?

 

Du sagst, man habe dir Unrecht getan; du schiebst vielleicht die Schuld auf andere. Aber der Heilige Geist möchte dein Gewissen wecken und dir klarmachen, daß die Quelle dieses bitteren Wassers in dir selbst ist, daß deine versteckte Bitterkeit geradezu einen stehenden und faulenden Teich bildet. Dieses Gift bleibt außerdem nicht allein in dir, sondern es verbreitet sich und steckt deine Umgebung an. 

  •      Nur Gott kann dieses bittere Wasser süß machen. 

Kla.3,18 Und ich sprach: Meine Lebenskraft ist dahin, und auch meine Hoffnung auf den HERRN!

 

Kla.3,19 Gedenke doch an mein Elend und mein Umherirren, an den Wermut und das Gift!

 

Kla.3,20 Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt!

 

Kla.3,21 Dieses aber will ich meinem Herzen vorhalten, darum will ich Hoffnung fassen:

 

Kla.3,22 Gnadenbeweise des HERRN sind's, daß wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;

 

Kla.3,23 sie ist jeden Morgen neu, und deine Treue ist groß!

  •      Bekenne Ihm nur deinen Zustand, dann wird Er dir ein Holz zeigen, das Holz des Kreuzes. 

Eph.4,31 Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit.

 

Verhätschle deine Bitterkeit nicht länger, indem du gleichzeitig an einem äußerlichen religiösen Bekenntnis festhältst, sondern wirf schnell dieses Holz des Kreuzes in dein Leben!

Gehst du durch eine bittere Prüfung? Der Teufel versucht dich und will dich zum Zweifeln und Murren verleiten. Es scheint dir, als ob du unnötiges Leid erduldest, und du verstehst nicht, warum Gott dich solche Wege führt. Wirf das Holz des Kreuzes in deine Bedrängnis; dann wird der Friede Gottes dein Herz erfüllen, und du wirst im Glauben den Ausgang der Prüfung sehen! 

  •      Am Holz des Kreuzes hat Jesus alle unsere Bitterkeit auf sich genommen. 

Dieses Holz wird unsere Klagen und unser Murren in Lobgesänge verwandeln, so daß unsere Anfechtung uns zum Segen und unseren Mitmenschen eine Hilfe wird.

 

Klagelieder 3,13-33; Hebräer 12,1-11

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 15.7. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen

 

Ps.16,8 Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht.

 

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen», das war ein Entschluss, den David gefasst hatte. Diesen festen Anker für seine Seele besaß er in seinem bewegten Leben. Seine Blicke richteten sich auf den Herrn, der im Mittelpunkt seines Lebens und seiner Interessen stand.

Neutestamentlich ausgedrückt bedeutet dieser Gedanke, daß der Herr im Leben des Glaubenden in allem der Erste ist. Das Kind Gottes sollte allem widerstehen, was seinem Herrn den Vorrang streitig machen und die Gemeinschaft mit Ihm stören könnte.

Unsere Blicke werden von so vielem angezogen; so viele Geräusche wollen unsere Ohren betäuben, so manch lockender Ruf versucht, unsere Schritte vom Weg abzulenken. Man könnte sich viel Verdruss und unnötiges Leid ersparen, wenn man den festen Entschluss fasste, den Herrn zum Mittelpunkt des Lebens zu machen. Nur dann wankt man nicht.

 

?         Haben wir den Herrn allezeit vor Augen?

?         Ruht unser Glaube ohne Wanken in Ihm?

 

Wenn wir in Versuchung kommen, einen leichteren Weg, ein niedrigeres Niveau zu wählen, lasst uns achtgeben, daß der Herr in unserem Leben in allem den Vorrang hat! Dann wird die Versuchung verschwinden. 

  • Wir wollen uns prüfen im Licht dieses Wortes. 

Hebr.12,2 Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm

liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.

 

Hebr.12,3 Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!

 

?         Hat Gott bei uns wirklich den Vorrang?

?         Suchen wir vor allem nach dem, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes?

 

Ps.34,5 Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir und rettete mich aus allen meinen Ängsten.

 

Ps.34,6 Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht wird nicht beschämt.

 

?         Trachten wir nach diesen Dingen?

?         Ist Christus wirklich unser Leben?

?         Gibt uns Sein Wille wirklich unsere Entschlüsse ein?

?         Ist die Ehre Gottes tatsächlich das einzige Ziel aller unserer Bemühungen?

 

Wenn ja, dann können wir sagen, weil es wahr ist: «Ich wanke nicht.» Dann ist unser Herz fröhlich, weil es eine Quelle besitzt, die nie versiegt. Und der Herr wird uns den Weg des Lebens zeigen, diesen Weg, der sich Schritt für Schritt vor uns auftut, während wir unserem Meister nachfolgen, der selbst jeden Schritt auf diesem Weg gebahnt hat. «Ich habe den Herrn allezeit vor Augen.»

 

Psalm 112,1-6; Hebräer 12,1-3; Psalm 34,5-9

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 23.2. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Die Stellung des wiedergeborenen Christen in Jesus Christus!

 

Ps.16,11 Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!

 

Der Sohn empfing das Leben vom Vater und teilt dieses Leben dem Glaubenden mit. Er zeigt ihm den Weg des Lebens, des überfließenden, frischen, kraftvollen Lebens, das sich dauernd erneuert und das immer genügt, das Leben, das wir in Jesus Christus, dem Auferstandenen haben. Dieses Leben ist ein Weg der Gemeinschaft mit Jesus Christus, ein fröhliches, anmutiges Leben. In dem irdenen Gefäß unseres äußeren Menschen, der von Tag zu Tag abnimmt, besitzen wir diesen großen Schatz – das Leben unseres Retters selber, das nie wirkungslos ist.  Seine segensreichen Auswirkungen zeigen sich in uns und um uns her, wenn wir die Gewissheit haben, mit Christus gestorben und auferstanden zu sein. 

 

?         Leidest du unter Mangel an Frucht?

 

?         Fehlt es dir an göttlicher Freude?

 

?         Fühlst du dich arm, weil du dich immer um ein und dasselbe drehst und fast den Mut verloren hast?

 

Spr.10,17 Wer auf die Unterweisung achtet, geht den Weg zum Leben, wer aber aus der Schule läuft, gerät auf Irrwege.

 

Der Herr zeigt dir einen Ausweg: «Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle.» Dabei ist nicht von Gefühlen die Rede, sondern von Glauben an das, was Gott sagt. 

  • In dem Maß, wie du in Christus heranwächst, wirst du dir immer mehr deiner Mängel und Gebrechen bewusst. 

Ps.36,10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht. 

  • Das ist ein sicheres Zeichen, daß Gott an deinem Herzen wirkt und dich heiligen will. 

Röm.6,4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.

 

Lerne, durch einen Glaubensblick deine alte Natur am Kreuz zu sehen, mit Christus gekreuzigt, und nimm das geistliche Leben in Besitz, das dir die Auferstehung des Christus zusichert. Dieses Leben von oben muss alle Gebiete deines Lebens durchdringen, aus ihm entspringt deine Heiligung und dein Zeugendienst, wie geschrieben steht:

 

Kol.3,9 Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen

 

Kol.3,10 und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. 

  • Die Macht der Sünde erhielt am Kreuz den Todesstoß. 

Röm.8,2 Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der

Sünde und des Todes.

 

Wer an die Auferstehung Jesu Christi glaubt, hat Anteil an Seinem Sieg und ist errettet von der Macht der Sünde. Darum kannst du nun durch deine Erfahrung den Beweis liefern, daß du in Jesus Christus eine neue Schöpfung bist, und die Freude an der Gegenwart deines auferstandenen Retters wird dein Herz erfüllen.

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 29.4. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Hast du Seinen Ruf nicht gehört?

 

1.Sam.17,58 Und Saul sprach zu ihm: Knabe, wessen Sohn bist du? David sprach: Ich bin ein Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiten.

 

Diese Frage wurde einst an einen jungen Hirten in Israel, an David, den Sohn Isais, gestellt. Er war der Jüngste und Schwächste in seiner Familie, aber weil sein Herz ganz Gott gehörte, wurde ihm die

königliche Salbung zuteil. Mit der alleinigen Autorität des Namens des HERRN ausgerüstet, konnte er den Riesen Goliath überwinden, sein Volk erlösen und zum Sieg führen. Dieselbe Salbung, die ihn in die Schmach führte, die ihn auf den Weg des Opfers, der Verwerfung und der Gefahren eines Lebens im Glaubensgehorsam führte, diese Salbung machte ihn ausdauernd, stärkte ihn und half ihm überwinden. Sie trieb ihn dazu, die Herden seines Vaters zu verlassen und später auf seine Ehrenstellung am Königshof zu verzichten. Diese Salbung zog alle, die betrübten Herzens, in Not und in Schulden waren, zu dem verworfenen, einsamen David hin. 

  • Unter ihnen fand er seine Streiter und Helden. 
  • Das waren für David die Ergebnisse der Salbung zum König. 

Sie ermöglichte es ihm, trotz des Hasses von Saul die Krone zu erlangen und das Reich zu gründen,

dessen Einfluss sich noch bis ins zukünftige Zeitalter erstreckt. Wir wollen uns durch sein Leben belehren lassen, das dem Volk Israel zu einem neuen Anfang verhalf und das die Verwerfung unseres Retters und Seines Reiches im Vorbild andeutet. In diesem Leben ging es immer wieder durch Stürme; Konflikte brachen aus, Kämpfe mussten ausgefochten werden. 

  • Aber David war von Gott berufen; er gehorchte Ihm, und Gott nahm ihn beim Wort. 

1.Chr.28,9 Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen und erkennt alles Trachten der Gedanken. Wenn du ihn suchst, so wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, so wird er dich verwerfen auf ewig!

 

1.Chr.28,10 So habe nun acht! Denn der HERR hat dich erwählt, ihm ein Haus als Heiligtum zu bauen. Sei  stark und führe es aus!

 

«Knabe, wessen Sohn bist du?» Diese Frage appelliert an unser Verantwortlichkeitsgefühl.

Wenn wir Söhne sind, sind wir auch Erben des Sohnes Davids, Erben des Dienstes an verlorenen Menschenseelen. Wie David sollten auch wir alle die zu uns ziehen, die in Not sind, und ihnen

den Retter der Welt zeigen. «Knabe, wessen Sohn bist du?» Antworte! Diese Frage gilt dir. Sie wird dir im Namen des Herrn, des Freundes der Sünder, gestellt. Du trägst Seinen Namen.

 

?         Bist du nicht Sein Sohn, erkauft durch Sein Blut?

 

?         Bist du nicht der Gegenstand Seiner Liebe?

 

?         Hast du Seinen Ruf nicht gehört und bist du nicht dafür verantwortlich?

 

Röm.8,14 Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.

 

Röm.8,15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!

 

Röm.8,16 Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind.

 

Röm.8,17 Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden.

 

Zögere nicht mit der Antwort! Du darfst nicht mit der Zeit spielen, denn «jetzt ist die angenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils», sagt dein Gott.

 

2.Kor.6,2 Denn es heißt: »Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen«.1

 

!          Darum lebe wie ein wahres Kind Gottes!

 

Epheser 5,1-2.8

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 15.5. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Unser Eigenleben verschleiert uns Gottes Güte 

 

Ps 26,3 Denn deine Gnade ist mir vor Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit.

 

Der Mangel an Dankbarkeit gegen Gott, das Vergessen Seiner Gnade, Seiner Wohltaten materieller und geistlicher Art, sind Kennzeichen unserer Zeit; und die Christen sind dabei keine Ausnahme.

Dieser gefährliche Zustand ist die Folge der Verhärtung unserer Herzen, die nach und nach immer unempfindlicher werden für den Anruf Gottes und Seines Geistes. 

  • Dann erobert sich das Eigenleben wieder seine frühere Stellung und geht sogar zum Angriff über. 

Ps.107,15 Sie sollen dem HERRN danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern.

 

Ps.107,16 Denn er hat eherne Türen zerbrochen und eiserne Riegel zerschlagen!

 

Ps.107,31 Sie sollen dem HERRN danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern.

 

Ps.107,43 Wer weise ist, wird dies beachten, und er wird die Gnadenerweise des HERRN verstehen.

 

Wie Judas es in seinem Brief ausdrückt, droht dem Christen die Gefahr, die Gnade Gottes

in Zügellosigkeit zu verkehren, alle Gnadengeschenke hinzunehmen, als ob sie ihm zukämen, und Gottes Reichtümer und Gaben zu missbrauchen, um ein bequemes und oft selbstsüchtiges Leben führen zu können.

Die Aussage Davids ist ein Beispiel normaler Dankbarkeit. David war nicht blind geworden für Gottes Güte. Seine Leiden und Schwierigkeiten hatten ihn von sich selbst gelöst und ihn dazu gebracht, dass er seine Vorrechte schätzte. Tag für Tag hatte er die Gnade Gottes vor Augen, darum wandelte er in der Wahrheit.

Es ist eine ernste Tatsache, dass Gläubige, die sich an Gottes Gnade gewöhnen, infolge ihrer Selbstsucht die Wahrheit nicht mehr erkennen und in die mannigfaltigen Fallstricke des Teufels geraten. 

  • Unser Eigenleben verschleiert uns Gottes Güte; es bringt einen Misston in unseren Verkehr mit Ihm und macht unseren Zeugendienst fruchtlos. 
  • Anstatt völlig in der Wahrheit mit Gott zu wandeln, bekennen wir uns nur rein äußerlich und knechtisch zum Glauben, unser Dienst ist nur Lippendienst. 

Ps.145,7 Das Lob deiner großen Güte soll man reichlich fließen lassen, und deine Gerechtigkeit soll man jubelnd rühmen!

 

Gott gibt uns auf materiellem und geistlichem Gebiet so viel Beweise Seiner Gnade und Güte, dass wir sie gar nicht alle aufzählen können. Je größer sie sind, desto mehr müssen wir darüber wachen, dass wir uns nicht an sie gewöhnen. Im 5. Buch Mose ermahnt der HERR Sein Volk mehr als ein dutzendmal, an alles zu gedenken, was Er in der Vergangenheit an ihm getan hat. 

  • Auch wir sollten nie vergessen, was Er für uns getan hat, und Ihm Lob und Dank dafür sagen. 

Röm.2,4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? 

  • Er hat ein Recht darauf! Haben wir nicht einen Gott, der reich ist an Gnade und Treue? 

Psalm 107,1-43

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 13.12. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Leere Hände, die nur unser Herr Jesus füllen kann!

 

Ri.14,6 Da kam der Geist des HERRN über ihn, so dass er den Löwen zerriss, als ob er ein Böcklein zerrisse, und er hatte doch gar nichts in seiner Hand. Er verriet aber seinem Vater und seiner Mutter nicht, was er getan hatte.

 

Simson begegnete einem brüllenden Löwen und zerriss ihn, nur durch Gottes Kraft, so als ob er ein Böcklein zerrisse. Seine einzige Waffe und Hilfe war der Geist des HERRN, der über ihn kam.

 

Hat uns diese Geschichte nicht etwas zu sagen? Wenn Gott im Alten Bund ein Menschenleben ergreifen konnte, um ein Wunder zu tun, was sollte Er da nicht durch uns ausrichten können, die wir die Segnungen des Neuen Bundes genießen dürfen?

 

Theoretisch kennen wir die Lehre vom Heiligen Geist und wissen, dass Er Großes tun kann mit einem Leben, das Ihm ganz ausgeliefert ist. Haben wir es aber persönlich erlebt?

 

Apg.4,8 Da sprach Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von

Israel,

 

Apg.4,9 wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, durch wen er geheilt worden ist,

 

Apg.4,10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekanntgemacht, dass durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, dass dieser durch Ihn gesund vor euch steht.

 

Apg. 4,11 Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist.

 

Apg.4,12 Und es ist in keinem anderen das Heil1; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!

 

Was lähmt die Kraft unseres Herrn so oft und hindert sie, in der todkranken Welt herrliche Dinge zu tun?

 

Warum gebraucht Er uns nicht wie Simson? Weil unsere Hände nicht leer sind wie Simsons Hände. Wir haben so vieles in der Hand, was den Herrn hindert, zu handeln und uns ganz zu erfassen.

 

Das ist eine unbeliebte Wahrheit; sie entspricht nicht dem Geist der Zeit. 

Vielen Menschen, die sich Christen nennen, ist sie sogar unverständlich.

 

Wenn Gott das Hindernis bei Namen nennt und uns deutlich zeigt, was in unserem Leben den Heiligen Geist hindert, ganz von uns Besitz zu ergreifen, dann wollen wir doch nicht die Augen davor verschließen, sondern Ihm alles ausliefern, was Ihn betrübt; alles, was uns vielleicht

nützlich scheint, was Er aber nicht gebrauchen kann.

 

Lk.24,46 und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen,

 

Lk.24,47 und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern1, beginnend in Jerusalem.

 

Lk.24,48 Ihr aber seid Zeugen hiervon!

 

Lk. 24,49 Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!

 

Wenn wir nichts in der Hand haben, dann kann uns Gott gebrauchen, wie es Sein Wille ist.

 

Der Teufel streicht wie ein brüllender Löwe um uns herum. Der Herr sagt: «Dem widersteht fest im Glauben!» Und das ist nur möglich, wenn der Geist des Herrn auf uns ist.

Die Welt treibt dem Abgrund zu. Nur das Eingreifen des Heiligen Geistes kann sie aufhalten.

 

Aber dazu braucht Er Menschenleben, die Er erfassen, leere Hände, die Er füllen kann.

 

Dann wird sich die Verheißung, die der Urgemeinde gegeben wurde, auch für uns erfüllen:

Apg.1,8 Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!

 

1. Korinther 2,1-5

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 26.9. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

In meinen Gedanken gefangen

 

2.Kor.10,5 so dass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus.

 

Die Frage unseres Herrn: «Warum steigen solche Gedanken in euren Herzen auf?» zeigt uns, in welchem Zustand sich viele Christen befinden, die mit Schmerzen feststellen müssen, welcher Art die Einflüsterungen ihres eigenen Herzens sind.

 

Der Apostel Paulus zeigt uns das Heilmittel dafür: «Jeden Gedanken gefangen nehmen, zum Gehorsam gegen Christus.»

 

Unsere Gedanken für uns zu behalten ist oft eine Wohltat für die anderen.

 

Aber aufgepasst! Wir dürfen uns nicht in unseren Vorstellungen verschanzen wie in einer Festung, die sich gegen Gott erhebt.

 

Solche Gedanken können zu fixen Ideen werden, die uns unseren Herrn verhüllen und unseren Mitmenschen Leid zufügen.

 

Unsere Vernunftschlüsse, von denen der Apostel in demselben Bibelvers redet, sind oft Wälle, die uns von Gott trennen, und dann sind wir uns selbst überlassen.

 

Unser Eigenleben verteidigt seinen Grund und Boden und seine Ansichten, und die können zu einer richtigen «Höhe» werden, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt.

 

Das bedeutet Rebellion gegen Gott im Bereich der Gedanken eines Christen.

 

1.Chr.29,18 HERR, du Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes, und richte ihr Herz fest auf dich!

 

Wir sprechen leicht vom Kreuz, singen Lieder über das Kreuz, aber unsere Gedankenwelt wird nicht vom Kreuz regiert. Anstatt in Christus frei zu sein, sind wir regelrecht in unseren eigenen Gedanken gefangen, an sie gebunden und lassen uns von ihnen antreiben.

 

Röm.12,2 Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

 

Dadurch wird nicht nur der Heilige Geist betrübt und wie lahmgelegt, sondern beim Aussprechen

unserer Ideen richten wir auch viel Unheil an.

 

Es gibt nur einen Weg zur Befreiung: Wir müssen entschlossen handeln und unsere Gedankenwelt zum Kreuz bringen.

Eph.4,23 dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung.

 

Wenn wir eingesehen haben, dass unsere unabhängigen, aufrührerischen Gedanken Sünde sind, dann lasst sie uns zum Herrn bringen.

 

Möge Er sie zum Gehorsam gegen Ihn gefangen nehmen durch die Reinigung in Seinem Blut und durch die Gegenwart Seines Geistes in uns!

 

Phil.4,7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

 

Danach lasst uns wachen und beten, dass wir nicht wieder in ein solches Leben der Unabhängigkeit verfallen, sondern dass unsere Denkweise die Seine sei und deshalb immer Seinem Willen entsprechen möge.

 

Dann tun wir nicht mehr den Willen unserer Gedanken, sondern sind so gesinnt wie Jesus Christus; wir kommen zur Ruhe, und unser Zeugnis dient zur Ehre Gottes.

 

Eph.2,3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die

anderen. 

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 7.9. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Ein Glaubensleben aus purem menschlichen Eifer!

 

1.Kö.18,30 Da sprach Elia zu dem ganzen Volk: Tretet heran zu mir! Als nun das ganze Volk zu ihm trat, stellte er den Altar des HERRN, der niedergerissen war, wieder her.

 

Viele Christen machen die Erfahrung, daß der Himmel ehern zu sein scheint, daß das göttliche Leben und die göttliche Kraft scheinbar zum Stillstand gebracht wurde. Es sieht so aus, als würde das Böse siegen; anstelle von Freude und Frieden tritt Traurigkeit und Dunkelheit; die Arbeit wird zur Angewohnheit oder zu einer Formsache.

Dem aber, der aufrichtig den Ausweg aus dieser Lage sucht, zeigt Gottes Wort ein Heilmittel: Stellt den Altar des HERRN wieder her, der niedergerissen war!

 

2.Chr.15,8 Als nun Asa diese Worte und die Weissagung des Propheten Oded hörte, fasste er Mut, und er schaffte die Greuel hinweg aus dem ganzen Land Juda und Benjamin und aus den Städten, die er auf dem Bergland von Ephraim erobert hatte, und er erneuerte den Altar des HERRN, der vor der Halle des HERRN stand.

 

Im Mittelpunkt jedes erlösten Lebens sollte der Altar aufgerichtet sein, das persönlich erlebte und ausgelebte Kreuz des Christus. Sonst ist das Christenleben nur eine «äußere Form der Gottesfurcht», und der Dienst «Holz, Heu und Stroh». Gott zeigt uns in Seinem Wort deutlich eine der Hauptgefahren, die jedem Gläubigen am Ende des gegenwärtigen Zeitalters droht: ein christliches Leben und Glaubensbekenntnis, in dem nur unsere eigenen Kräfte zum Ausdruck kommen.

 

Gal.2,20 Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

 

Gal.2,21 Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

 

Rein menschliches Eifern tritt an die Stelle göttlichen Handelns, das die Frucht persönlicher Gemeinschaft mit dem im Leben Seines Kindes wirkenden Herrn ist. Eine scheinbare Freiheit, aus der rasch Zügellosigkeit wird, tritt an die Stelle der geistlichen Disziplin, die uns im Neuen

Testament ans Herz gelegt wird, und zwar in Bezug auf unser verborgenes Leben mit Gott wie auch auf unsere äußeren Beziehungen zu den Menschen, unter denen zu wirken der Herr uns berufen hat. 

  • Lasst uns deshalb vor Ihm still werden und den Altar wieder herstellen, der niedergerissen wurde. 

Dieser Altar ist, das sagt uns Gottes Wort, der Ausgangspunkt unserer Berufung, das Mittel zur Reinigung unseres Lebens und Dienstes. Er erhält uns in der Wirklichkeit des «lebendigen Opfers», das unser «vernünftiger Gottesdienst» ist und der Prüfstein unserer Beziehungen zu anderen Menschen.

 

Röm.12,1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

 

Wir wollen auch eines dabei beachten, nämlich was der Herr in Matthäus 5,23-24 über den Altar sagt.

 

Mt.5,23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,

 

Mt.5,24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!

 

Wenn wir mit Gott und Menschen alles in Ordnung gebracht haben, wenn wir bis zu Seinem Altar gekommen sind, dann können wir Ihn mit Freude und Jubel rühmen.

 

Esra 3,1-6

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 11.3. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Der Tröster, der Geist der Wahrheit

 

Joh.16,13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

 

Wenn der Tröster kommt! Spüren wir die Notwendigkeit der Gegenwart dieses Trösters, unseres göttlichen Beistandes, der uns zur Seite steht und gleichzeitig im Himmel zur Rechten des Vaters

als Fürsprecher gegen den Verkläger für uns eintritt? 

  • Wir leben so gern bequem und sind dabei so jämmerlich allein! 

Joh.16,7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.

 

Wir begnügen uns mit unseren eigenen Kräften und vergessen, daß in der Bibel steht: «Getrennt von mir könnt ihr nichts tun.»

Der Heilige Geist ist es, der uns nicht nur in die ganze Wahrheit leitet, sondern uns auch in den freien Zugang zum Vater und in die Gemeinschaft mit Ihm einführt. Darum wollen wir doch nicht mehr wie

Waisenkinder, unabhängig von unserem himmlischen Vater, nach unserem eigenen Gutdünken leben, uns immer um uns selber drehend, anstatt in Ihm zu sein! Solch ein Leben ist es nicht wert, gelebt zu werden. 

  • Der Tröster ist gekommen! 

2.Kor.13,13 Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.

 

Er ist an unserer Seite und möchte unsere Herzen zur Liebe Gottes hinlenken, uns ungetrübte Gemeinschaft mit Ihm schenken, dem Ebenbild und Vorbild des Sohnes entsprechend. Der Sohn und der Vater sind eins, und es steht geschrieben, daß der Heilige Geist von dem nehmen wird, was dem Sohn gehört, um es uns zu verkündigen. 

  • Aber unsere Verantwortung ist es, auf Ihn zu hören! 

Phil.1,19 Denn ich weiß, daß mir dies zur Rettung ausschlagen wird durch eure Fürbitte und den Beistand des

Geistes Jesu Christi.

 

Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, fand die Zeit, vor jedem Dienst, bei allem Kommen und Gehen in Seinem Leben, zu Seinem Vater in die Stille zu gehen. So gibt es auch für uns keine Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn, wenn wir Ihm nicht die nötige Zeit widmen, um

auf Ihn zu hören und Seine Herrlichkeit zu betrachten. Es gibt nur wenige Christen, die nicht den Druck empfinden, den das Leben auf sie ausübt. Aber es gibt auch nur wenige, die sich so in Zucht

nehmen, daß sie vor allen anderen Dingen ihrer Gemeinschaft mit Gott Zeit widmen.

Gott erhalte in unseren Herzen den Wunsch, uns in allen Lebenslagen von dem Tröster leiten zu lassen; und unser Leben sei geprägt von der Gemeinschaft mit dem Vater und mit dem Sohn!

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 4.6. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Harre auf den Herrn, und höre auf IHN!

 

Ps.27,14 Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!

 

In der englischen Bibelübersetzung wirkt dieses Psalmwort besonders erfrischend. Es ist nicht nur die Rede davon, mit dem HERRN zu rechnen, was sehr notwendig ist, sondern von mehr, vom geduldigen Warten, vom Harren auf den HERRN, und dieses Wort wird wiederholt:

«Warte auf den HERRN, sage ich dir!» Dieser wiederholte inspirierte Ausspruch ist eine väterliche, durch die vielen Erfahrungen des Psalmisten diktierte Ermahnung. In dem Augenblick, wo Gottes Kind ungeduldig wird wie Abraham und selber etwas tun möchte, um die Verheißungen zu erfüllen, spricht der Geist Gottes: «Nein! Warte auf den HERRN!» 

  • In Zeiten der Ratlosigkeit möchten wir oft die Lösung der Schwierigkeiten selbst in Gang bringen. 

Jes.30,18 Darum wartet der HERR, damit er euch begnadigen kann, und darum ist er hoch erhaben, damit er sich über euch erbarmen kann, denn der HERR ist ein Gott des Rechts; wohl allen, die auf ihn harren!

 

Dann sagt uns die sanfte Stimme des Geistes Gottes: «Warte! Warte auf den HERRN, sage ich dir!» Vielleicht wollen wir auch, von einem unbeherrschten Verlangen getrieben, Gott zu dienen

und Ihn zu verherrlichen, etwas unternehmen, einen Weg einschlagen, der nicht wirklich der Glaubensweg ist.

Um uns die bitteren Erfahrungen und Schwierigkeiten zu ersparen, die daraus entstehen würden, ruft uns Gottes Geist zu: «Warte! Warte auf den HERRN, sage ich dir!»

Diese Haltung hat nichts mit Passivität zu tun, sie bedeutet ein bewusstes Warten in kindlicher Liebe, eine freudige Hoffnung auf das Offenbarwerden der Herrlichkeit Gottes in der Erfüllung Seiner Verheißungen.

Zu wem redet der Geist Gottes so? David sagt im Vers vorher: «Ach, wenn ich nicht gewiss wäre, daß ich die Güte des HERRN sehen werde im Land der Lebendigen.» Sind deine Lebensumstände entmutigend, zum Verzweifeln? 

  • Dann schaue dir deine augenblickliche Lage im Glauben an. 

Steht nicht auf der ersten Seite deiner Bibel geschrieben: «Und es wurde Abend, und es wurde Morgen»? Vielleicht sehnst du dich nach dem Himmel, eigentlich aber nur deshalb, weil du deinen momentanen Schwierigkeiten entfliehen willst, und das ist nicht das Verlangen des Glaubens. 

  • Gott redet durch dieses Psalmwort zu deinem Herzen. 

Mi.7,7 Ich aber will nach dem HERRN ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.

 

«Sei guten Muts», sagt Er, und Er verspricht dir, dein Herz, den Mittelpunkt deines Lebens, zu stärken. 

  • Höre also auf Ihn, setze dein Vertrauen auf Ihn! 

Ps.40,2 Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien.

 

«Warte auf den HERRN; sei guten Muts, so wird er dein Herz stärken. Warte auf den HERRN, sage ich dir!»

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 12.3. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

Der schmale Weg führt über manch Hindernisse,
heim ins Vaterhaus
!

 

Jes.49,11 Ich werde alle meine Berge zum Weg machen, und meine Straßen sollen erhöht werden.

 

Der Herr wählt den Weg für den, der Ihm gehorcht. Er Iässt zu, daß es durch tiefe Täler und über Berge von Schwierigkeiten geht. Darüber muss sich der Christ ganz klar sein, wenn er den schmalen Weg wählt, der zu den Pforten des Himmels führt.

Warum sind wir ratlos, wenn sich ein «Berg» vor uns auftürmt? Kommen wir dann in Versuchung, diesen Berg zu umgehen, oder, was noch schlimmer ist, umzukehren? Wer den Namen trägt, der über allen anderen Namen ist, tut das nicht! Hat Gott uns nicht gesagt, daß der Weg ins Land der Verheißung durch die Wüste führt? Das dient ja zu unserer Erziehung.

 

Gott will unseren Glauben dadurch stärken und sehen, ob wir Ihn von ganzem Herzen lieben.

 

Jes.42,16 Ich will die Blinden auf einem Weg führen, den sie nicht kennen, und auf Pfaden leiten, die ihnen

unbekannt sind; ich werde die Finsternis vor ihnen zum Licht machen und das Hügelige zur Ebene. Diese Worte werde ich erfüllen und nicht davon lassen.

 

Wenn wir im Glauben entschlossen den «Berg» angehen, wird Gott ihn gebrauchen, um uns zu segnen. Der Herr ist bei uns in der Prüfung. Ist diese Gewissheit nicht das Geheimnis des Friedens, das Unterpfand des Sieges? Müssen wir nicht oft wie der Patriarch bekennen:

 

1.Mo.28,16 Als nun Jakob von seinem Schlaf erwachte, sprach er: Wahrlich, der HERR ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht! 

  • Er ist bei uns in unserer gegenwärtigen Lage. 

Jes.35,8 Und eine Straße wird dort sein und ein Wega; man wird ihn den heiligen Weg nennen; kein Unreiner wird auf ihm gehen, sondern er ist für sie; die auf dem Weg wandeln, selbst Einfältige, werden nicht irregehen.

 

Jes.35,9 Dort wird es keinen Löwen geben, und kein Raubtier wird zu ihm herankommen oder dort angetroffen werden, sondern die Losgekauften werden darauf gehen. 

  • Nichts ist Ihm verborgen, und nichts ist Ihm unmöglich. 

Wir wollen Seine Unterweisungen annehmen und aus dieser bestimmten Schwierigkeit das lernen, was wir zu lernen haben.  Er wird das scheinbare Hindernis zu einem neuen und lebendigen Weg machen. 

  • Gott will auf den Boden unserer Ratlosigkeit Sein Licht säen. 

Ps.97,11 Licht wird dem Gerechten gesät und Freude den von Herzen Aufrichtigen.

 

Ein ausgesätes Samenkorn sieht man anfänglich nicht mehr. Aber es keimt in der Dunkelheit, und dann geht es auf in neuem Leben.

 

Ps.37,6 Ja, er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den hellen Mittag.

 

Ps.37,7 Halte still dem HERRN und warte auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der Arglist übt.

 

Unsere augenblickliche Traurigkeit ist das gepflügte Ackerland, in das Gott die Freude aussät. Gott braucht Diener und Dienerinnen, die Ihm den Weg bereiten, die ohne Furcht die Hindernisse angehen und durch Seine Kraft siegreich sind. Wer will sich ihren Reihen anschließen, aus Liebe zu Ihm?

 

5. Mose 8,2-9; Psalm 18,29-37

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 13.5. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wohin wird mich mein Herr Jesus heute führen?

 

Mk.6,1 Und er zog von dort weg und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach.

 

Für die Leute von Nazareth war Jesus beunruhigend; sie kritisierten Ihn und stießen sich an Ihm. Sie konnten sich das Geheimnis eines solchen Lebens nicht erklären. Sie behandelten Ihn wie den verachtetsten und unwertesten unter den Menschen, und dennoch mussten sie staunen über diesen «Sohn des Zimmermanns»!

Weil Er in allem dem Vater gehorsam war, sehen wir Ihn hier zum letzten Mal in diese Stadt zurückkehren, wo Er auf so viel Feindseligkeit gestoßen war.

 

Christ, der du von fieberhafter Hektik, Lärm und widrigen Strömungen umgeben deine berufliche Arbeit verrichtest, rufst du dieselbe Reaktion hervor wie der Sohn des Menschen? Stehst du in so enger Verbindung mit deinem himmlischen Vater, daß deine Umgebung in deinem Leben ein Geheimnis sieht, das sie sich nicht erklären kann?

 

Apg.13,44 Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.

 

Apg.13,45 Als die Juden jedoch die Volksmenge sahen, wurden sie voll Eifersucht und widersetzten sich dem, was Paulus sagte, indem sie widersprachen und lästerten.

 

Apg.13,46 Da sagten Paulus und Barnabas freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt werden; da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden.

 

Apg.13,47 Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!

 

Apg.13,48 Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.

 

Apg.13,49 Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen. 

  • Bist du der beste Arbeiter, der beste Angestellte, der beste Soldat im Regiment? 

Diese ganz menschliche Seite deines Lebens und christlichen Zeugnisses ist notwendig, damit das göttliche Leben, das in dir ist, sich offenbaren kann. Gibst du Zeugnis für Christus durch deine gut ausgeführte Arbeit, dein folgerichtiges Leben, voller Rücksichtnahme auf andere?

 

Gerade unter den Seinen stieß Jesus auf eisige Gleichgültigkeit, obgleich Er dort ihnen zu Beginn Sein Herz aufgeschlossen und Seine unergründliche Liebe für die Welt geoffenbart hatte:

 

Lk.4,18 Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilend, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und  den Blinden, daß sie wieder sehende werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen. 

  • In unserem Text heißt es: «Seine Jünger folgten ihm nach».

  • Folge Seiner Spur.

  • Mache es ebenso wie Er. 

Mt.10,7 Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! 

  • Verschwende deine Zeit nicht mit denen, die nicht hören wollen. 

Mt.10,14 Und wenn euch jemand nicht aufnehmen noch auf eure Worte hören wird, so geht fort aus diesem Haus oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen! 

 

In deiner Umgebung sind genug arme, zerbrochene Herzen, Gefangene, Blinde und niedergeschlagene, die auf die frohe Botschaft und auf Heilung warten. Heute noch ist das angenehme Jahr des Herrn; der Ruf der Gnade ergeht heute noch an alle, die mühselig und beladen sind. Die Bewohner von Nazareth mögen sich in ihrem Unglauben verhärten, du bist berufen, zu den Unglücklichen und Gefangenen zu gehen, die so nötig einen Retter brauchen. Wohin wird Er dich heute führen? Folge Ihm nur in aller Herzenseinfalt! 

 

Lukas 4,16-30; Matthäus 10,5-14

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 29.1. entnommen ) 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )