Leere Hände, die nur unser Herr Jesus füllen kann!

 

Ri.14,6 Da kam der Geist des HERRN über ihn, so dass er den Löwen zerriss, als ob er ein Böcklein zerrisse, und er hatte doch gar nichts in seiner Hand. Er verriet aber seinem Vater und seiner Mutter nicht, was er getan hatte.

 

Simson begegnete einem brüllenden Löwen und zerriss ihn, nur durch Gottes Kraft, so als ob er ein Böcklein zerrisse. Seine einzige Waffe und Hilfe war der Geist des HERRN, der über ihn kam.

 

Hat uns diese Geschichte nicht etwas zu sagen? Wenn Gott im Alten Bund ein Menschenleben ergreifen konnte, um ein Wunder zu tun, was sollte Er da nicht durch uns ausrichten können, die wir die Segnungen des Neuen Bundes genießen dürfen?

 

Theoretisch kennen wir die Lehre vom Heiligen Geist und wissen, dass Er Großes tun kann mit einem Leben, das Ihm ganz ausgeliefert ist. Haben wir es aber persönlich erlebt?

 

Apg.4,8 Da sprach Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von

Israel,

 

Apg.4,9 wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, durch wen er geheilt worden ist,

 

Apg.4,10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekanntgemacht, dass durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, dass dieser durch Ihn gesund vor euch steht.

 

Apg. 4,11 Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist.

 

Apg.4,12 Und es ist in keinem anderen das Heil1; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!

 

Was lähmt die Kraft unseres Herrn so oft und hindert sie, in der todkranken Welt herrliche Dinge zu tun?

 

Warum gebraucht Er uns nicht wie Simson? Weil unsere Hände nicht leer sind wie Simsons Hände. Wir haben so vieles in der Hand, was den Herrn hindert, zu handeln und uns ganz zu erfassen.

 

Das ist eine unbeliebte Wahrheit; sie entspricht nicht dem Geist der Zeit. 

Vielen Menschen, die sich Christen nennen, ist sie sogar unverständlich.

 

Wenn Gott das Hindernis bei Namen nennt und uns deutlich zeigt, was in unserem Leben den Heiligen Geist hindert, ganz von uns Besitz zu ergreifen, dann wollen wir doch nicht die Augen davor verschließen, sondern Ihm alles ausliefern, was Ihn betrübt; alles, was uns vielleicht

nützlich scheint, was Er aber nicht gebrauchen kann.

 

Lk.24,46 und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen,

 

Lk.24,47 und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern1, beginnend in Jerusalem.

 

Lk.24,48 Ihr aber seid Zeugen hiervon!

 

Lk. 24,49 Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!

 

Wenn wir nichts in der Hand haben, dann kann uns Gott gebrauchen, wie es Sein Wille ist.

 

Der Teufel streicht wie ein brüllender Löwe um uns herum. Der Herr sagt: «Dem widersteht fest im Glauben!» Und das ist nur möglich, wenn der Geist des Herrn auf uns ist.

Die Welt treibt dem Abgrund zu. Nur das Eingreifen des Heiligen Geistes kann sie aufhalten.

 

Aber dazu braucht Er Menschenleben, die Er erfassen, leere Hände, die Er füllen kann.

 

Dann wird sich die Verheißung, die der Urgemeinde gegeben wurde, auch für uns erfüllen:

Apg.1,8 Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!

 

1. Korinther 2,1-5

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 26.9. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

In meinen Gedanken gefangen

 

2.Kor.10,5 so dass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus.

 

Die Frage unseres Herrn: «Warum steigen solche Gedanken in euren Herzen auf?» zeigt uns, in welchem Zustand sich viele Christen befinden, die mit Schmerzen feststellen müssen, welcher Art die Einflüsterungen ihres eigenen Herzens sind.

 

Der Apostel Paulus zeigt uns das Heilmittel dafür: «Jeden Gedanken gefangen nehmen, zum Gehorsam gegen Christus.»

 

Unsere Gedanken für uns zu behalten ist oft eine Wohltat für die anderen.

 

Aber aufgepasst! Wir dürfen uns nicht in unseren Vorstellungen verschanzen wie in einer Festung, die sich gegen Gott erhebt.

 

Solche Gedanken können zu fixen Ideen werden, die uns unseren Herrn verhüllen und unseren Mitmenschen Leid zufügen.

 

Unsere Vernunftschlüsse, von denen der Apostel in demselben Bibelvers redet, sind oft Wälle, die uns von Gott trennen, und dann sind wir uns selbst überlassen.

 

Unser Eigenleben verteidigt seinen Grund und Boden und seine Ansichten, und die können zu einer richtigen «Höhe» werden, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt.

 

Das bedeutet Rebellion gegen Gott im Bereich der Gedanken eines Christen.

 

1.Chr.29,18 HERR, du Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes, und richte ihr Herz fest auf dich!

 

Wir sprechen leicht vom Kreuz, singen Lieder über das Kreuz, aber unsere Gedankenwelt wird nicht vom Kreuz regiert. Anstatt in Christus frei zu sein, sind wir regelrecht in unseren eigenen Gedanken gefangen, an sie gebunden und lassen uns von ihnen antreiben.

 

Röm.12,2 Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

 

Dadurch wird nicht nur der Heilige Geist betrübt und wie lahmgelegt, sondern beim Aussprechen

unserer Ideen richten wir auch viel Unheil an.

 

Es gibt nur einen Weg zur Befreiung: Wir müssen entschlossen handeln und unsere Gedankenwelt zum Kreuz bringen.

Eph.4,23 dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung.

 

Wenn wir eingesehen haben, dass unsere unabhängigen, aufrührerischen Gedanken Sünde sind, dann lasst sie uns zum Herrn bringen.

 

Möge Er sie zum Gehorsam gegen Ihn gefangen nehmen durch die Reinigung in Seinem Blut und durch die Gegenwart Seines Geistes in uns!

 

Phil.4,7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

 

Danach lasst uns wachen und beten, dass wir nicht wieder in ein solches Leben der Unabhängigkeit verfallen, sondern dass unsere Denkweise die Seine sei und deshalb immer Seinem Willen entsprechen möge.

 

Dann tun wir nicht mehr den Willen unserer Gedanken, sondern sind so gesinnt wie Jesus Christus; wir kommen zur Ruhe, und unser Zeugnis dient zur Ehre Gottes.

 

Eph.2,3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die

anderen. 

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 7.9. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Ein Glaubensleben aus purem menschlichen Eifer!

 

1.Kö.18,30 Da sprach Elia zu dem ganzen Volk: Tretet heran zu mir! Als nun das ganze Volk zu ihm trat, stellte er den Altar des HERRN, der niedergerissen war, wieder her.

 

Viele Christen machen die Erfahrung, daß der Himmel ehern zu sein scheint, daß das göttliche Leben und die göttliche Kraft scheinbar zum Stillstand gebracht wurde. Es sieht so aus, als würde das Böse siegen; anstelle von Freude und Frieden tritt Traurigkeit und Dunkelheit; die Arbeit wird zur Angewohnheit oder zu einer Formsache.

Dem aber, der aufrichtig den Ausweg aus dieser Lage sucht, zeigt Gottes Wort ein Heilmittel: Stellt den Altar des HERRN wieder her, der niedergerissen war!

 

2.Chr.15,8 Als nun Asa diese Worte und die Weissagung des Propheten Oded hörte, fasste er Mut, und er schaffte die Greuel hinweg aus dem ganzen Land Juda und Benjamin und aus den Städten, die er auf dem Bergland von Ephraim erobert hatte, und er erneuerte den Altar des HERRN, der vor der Halle des HERRN stand.

 

Im Mittelpunkt jedes erlösten Lebens sollte der Altar aufgerichtet sein, das persönlich erlebte und ausgelebte Kreuz des Christus. Sonst ist das Christenleben nur eine «äußere Form der Gottesfurcht», und der Dienst «Holz, Heu und Stroh». Gott zeigt uns in Seinem Wort deutlich eine der Hauptgefahren, die jedem Gläubigen am Ende des gegenwärtigen Zeitalters droht: ein christliches Leben und Glaubensbekenntnis, in dem nur unsere eigenen Kräfte zum Ausdruck kommen.

 

Gal.2,20 Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

 

Gal.2,21 Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

 

Rein menschliches Eifern tritt an die Stelle göttlichen Handelns, das die Frucht persönlicher Gemeinschaft mit dem im Leben Seines Kindes wirkenden Herrn ist. Eine scheinbare Freiheit, aus der rasch Zügellosigkeit wird, tritt an die Stelle der geistlichen Disziplin, die uns im Neuen

Testament ans Herz gelegt wird, und zwar in Bezug auf unser verborgenes Leben mit Gott wie auch auf unsere äußeren Beziehungen zu den Menschen, unter denen zu wirken der Herr uns berufen hat. 

  • Lasst uns deshalb vor Ihm still werden und den Altar wieder herstellen, der niedergerissen wurde. 

Dieser Altar ist, das sagt uns Gottes Wort, der Ausgangspunkt unserer Berufung, das Mittel zur Reinigung unseres Lebens und Dienstes. Er erhält uns in der Wirklichkeit des «lebendigen Opfers», das unser «vernünftiger Gottesdienst» ist und der Prüfstein unserer Beziehungen zu anderen Menschen.

 

Röm.12,1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

 

Wir wollen auch eines dabei beachten, nämlich was der Herr in Matthäus 5,23-24 über den Altar sagt.

 

Mt.5,23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,

 

Mt.5,24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!

 

Wenn wir mit Gott und Menschen alles in Ordnung gebracht haben, wenn wir bis zu Seinem Altar gekommen sind, dann können wir Ihn mit Freude und Jubel rühmen.

 

Esra 3,1-6

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 11.3. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 

Der Tröster, der Geist der Wahrheit

 

Joh.16,13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

 

Wenn der Tröster kommt! Spüren wir die Notwendigkeit der Gegenwart dieses Trösters, unseres göttlichen Beistandes, der uns zur Seite steht und gleichzeitig im Himmel zur Rechten des Vaters

als Fürsprecher gegen den Verkläger für uns eintritt? 

  • Wir leben so gern bequem und sind dabei so jämmerlich allein! 

Joh.16,7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.

 

Wir begnügen uns mit unseren eigenen Kräften und vergessen, daß in der Bibel steht: «Getrennt von mir könnt ihr nichts tun.»

Der Heilige Geist ist es, der uns nicht nur in die ganze Wahrheit leitet, sondern uns auch in den freien Zugang zum Vater und in die Gemeinschaft mit Ihm einführt. Darum wollen wir doch nicht mehr wie

Waisenkinder, unabhängig von unserem himmlischen Vater, nach unserem eigenen Gutdünken leben, uns immer um uns selber drehend, anstatt in Ihm zu sein! Solch ein Leben ist es nicht wert, gelebt zu werden. 

  • Der Tröster ist gekommen! 

2.Kor.13,13 Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.

 

Er ist an unserer Seite und möchte unsere Herzen zur Liebe Gottes hinlenken, uns ungetrübte Gemeinschaft mit Ihm schenken, dem Ebenbild und Vorbild des Sohnes entsprechend. Der Sohn und der Vater sind eins, und es steht geschrieben, daß der Heilige Geist von dem nehmen wird, was dem Sohn gehört, um es uns zu verkündigen. 

  • Aber unsere Verantwortung ist es, auf Ihn zu hören! 

Phil.1,19 Denn ich weiß, daß mir dies zur Rettung ausschlagen wird durch eure Fürbitte und den Beistand des

Geistes Jesu Christi.

 

Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, fand die Zeit, vor jedem Dienst, bei allem Kommen und Gehen in Seinem Leben, zu Seinem Vater in die Stille zu gehen. So gibt es auch für uns keine Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn, wenn wir Ihm nicht die nötige Zeit widmen, um

auf Ihn zu hören und Seine Herrlichkeit zu betrachten. Es gibt nur wenige Christen, die nicht den Druck empfinden, den das Leben auf sie ausübt. Aber es gibt auch nur wenige, die sich so in Zucht

nehmen, daß sie vor allen anderen Dingen ihrer Gemeinschaft mit Gott Zeit widmen.

Gott erhalte in unseren Herzen den Wunsch, uns in allen Lebenslagen von dem Tröster leiten zu lassen; und unser Leben sei geprägt von der Gemeinschaft mit dem Vater und mit dem Sohn!

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 4.6. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Harre auf den Herrn, und höre auf IHN!

 

Ps.27,14 Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!

 

In der englischen Bibelübersetzung wirkt dieses Psalmwort besonders erfrischend. Es ist nicht nur die Rede davon, mit dem HERRN zu rechnen, was sehr notwendig ist, sondern von mehr, vom geduldigen Warten, vom Harren auf den HERRN, und dieses Wort wird wiederholt:

«Warte auf den HERRN, sage ich dir!» Dieser wiederholte inspirierte Ausspruch ist eine väterliche, durch die vielen Erfahrungen des Psalmisten diktierte Ermahnung. In dem Augenblick, wo Gottes Kind ungeduldig wird wie Abraham und selber etwas tun möchte, um die Verheißungen zu erfüllen, spricht der Geist Gottes: «Nein! Warte auf den HERRN!» 

  • In Zeiten der Ratlosigkeit möchten wir oft die Lösung der Schwierigkeiten selbst in Gang bringen. 

Jes.30,18 Darum wartet der HERR, damit er euch begnadigen kann, und darum ist er hoch erhaben, damit er sich über euch erbarmen kann, denn der HERR ist ein Gott des Rechts; wohl allen, die auf ihn harren!

 

Dann sagt uns die sanfte Stimme des Geistes Gottes: «Warte! Warte auf den HERRN, sage ich dir!» Vielleicht wollen wir auch, von einem unbeherrschten Verlangen getrieben, Gott zu dienen

und Ihn zu verherrlichen, etwas unternehmen, einen Weg einschlagen, der nicht wirklich der Glaubensweg ist.

Um uns die bitteren Erfahrungen und Schwierigkeiten zu ersparen, die daraus entstehen würden, ruft uns Gottes Geist zu: «Warte! Warte auf den HERRN, sage ich dir!»

Diese Haltung hat nichts mit Passivität zu tun, sie bedeutet ein bewusstes Warten in kindlicher Liebe, eine freudige Hoffnung auf das Offenbarwerden der Herrlichkeit Gottes in der Erfüllung Seiner Verheißungen.

Zu wem redet der Geist Gottes so? David sagt im Vers vorher: «Ach, wenn ich nicht gewiss wäre, daß ich die Güte des HERRN sehen werde im Land der Lebendigen.» Sind deine Lebensumstände entmutigend, zum Verzweifeln? 

  • Dann schaue dir deine augenblickliche Lage im Glauben an. 

Steht nicht auf der ersten Seite deiner Bibel geschrieben: «Und es wurde Abend, und es wurde Morgen»? Vielleicht sehnst du dich nach dem Himmel, eigentlich aber nur deshalb, weil du deinen momentanen Schwierigkeiten entfliehen willst, und das ist nicht das Verlangen des Glaubens. 

  • Gott redet durch dieses Psalmwort zu deinem Herzen. 

Mi.7,7 Ich aber will nach dem HERRN ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.

 

«Sei guten Muts», sagt Er, und Er verspricht dir, dein Herz, den Mittelpunkt deines Lebens, zu stärken. 

  • Höre also auf Ihn, setze dein Vertrauen auf Ihn! 

Ps.40,2 Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien.

 

«Warte auf den HERRN; sei guten Muts, so wird er dein Herz stärken. Warte auf den HERRN, sage ich dir!»

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 12.3. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

 

Der schmale Weg führt über manch Hindernisse,
heim ins Vaterhaus
!

 

Jes.49,11 Ich werde alle meine Berge zum Weg machen, und meine Straßen sollen erhöht werden.

 

Der Herr wählt den Weg für den, der Ihm gehorcht. Er Iässt zu, daß es durch tiefe Täler und über Berge von Schwierigkeiten geht. Darüber muss sich der Christ ganz klar sein, wenn er den schmalen Weg wählt, der zu den Pforten des Himmels führt.

Warum sind wir ratlos, wenn sich ein «Berg» vor uns auftürmt? Kommen wir dann in Versuchung, diesen Berg zu umgehen, oder, was noch schlimmer ist, umzukehren? Wer den Namen trägt, der über allen anderen Namen ist, tut das nicht! Hat Gott uns nicht gesagt, daß der Weg ins Land der Verheißung durch die Wüste führt? Das dient ja zu unserer Erziehung.

 

Gott will unseren Glauben dadurch stärken und sehen, ob wir Ihn von ganzem Herzen lieben.

 

Jes.42,16 Ich will die Blinden auf einem Weg führen, den sie nicht kennen, und auf Pfaden leiten, die ihnen

unbekannt sind; ich werde die Finsternis vor ihnen zum Licht machen und das Hügelige zur Ebene. Diese Worte werde ich erfüllen und nicht davon lassen.

 

Wenn wir im Glauben entschlossen den «Berg» angehen, wird Gott ihn gebrauchen, um uns zu segnen. Der Herr ist bei uns in der Prüfung. Ist diese Gewissheit nicht das Geheimnis des Friedens, das Unterpfand des Sieges? Müssen wir nicht oft wie der Patriarch bekennen:

 

1.Mo.28,16 Als nun Jakob von seinem Schlaf erwachte, sprach er: Wahrlich, der HERR ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht! 

  • Er ist bei uns in unserer gegenwärtigen Lage. 

Jes.35,8 Und eine Straße wird dort sein und ein Wega; man wird ihn den heiligen Weg nennen; kein Unreiner wird auf ihm gehen, sondern er ist für sie; die auf dem Weg wandeln, selbst Einfältige, werden nicht irregehen.

 

Jes.35,9 Dort wird es keinen Löwen geben, und kein Raubtier wird zu ihm herankommen oder dort angetroffen werden, sondern die Losgekauften werden darauf gehen. 

  • Nichts ist Ihm verborgen, und nichts ist Ihm unmöglich. 

Wir wollen Seine Unterweisungen annehmen und aus dieser bestimmten Schwierigkeit das lernen, was wir zu lernen haben.  Er wird das scheinbare Hindernis zu einem neuen und lebendigen Weg machen. 

  • Gott will auf den Boden unserer Ratlosigkeit Sein Licht säen. 

Ps.97,11 Licht wird dem Gerechten gesät und Freude den von Herzen Aufrichtigen.

 

Ein ausgesätes Samenkorn sieht man anfänglich nicht mehr. Aber es keimt in der Dunkelheit, und dann geht es auf in neuem Leben.

 

Ps.37,6 Ja, er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den hellen Mittag.

 

Ps.37,7 Halte still dem HERRN und warte auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der Arglist übt.

 

Unsere augenblickliche Traurigkeit ist das gepflügte Ackerland, in das Gott die Freude aussät. Gott braucht Diener und Dienerinnen, die Ihm den Weg bereiten, die ohne Furcht die Hindernisse angehen und durch Seine Kraft siegreich sind. Wer will sich ihren Reihen anschließen, aus Liebe zu Ihm?

 

5. Mose 8,2-9; Psalm 18,29-37

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 13.5. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )

Wohin wird mich mein Herr Jesus heute führen?

 

Mk.6,1 Und er zog von dort weg und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach.

 

Für die Leute von Nazareth war Jesus beunruhigend; sie kritisierten Ihn und stießen sich an Ihm. Sie konnten sich das Geheimnis eines solchen Lebens nicht erklären. Sie behandelten Ihn wie den verachtetsten und unwertesten unter den Menschen, und dennoch mussten sie staunen über diesen «Sohn des Zimmermanns»!

Weil Er in allem dem Vater gehorsam war, sehen wir Ihn hier zum letzten Mal in diese Stadt zurückkehren, wo Er auf so viel Feindseligkeit gestoßen war.

 

Christ, der du von fieberhafter Hektik, Lärm und widrigen Strömungen umgeben deine berufliche Arbeit verrichtest, rufst du dieselbe Reaktion hervor wie der Sohn des Menschen? Stehst du in so enger Verbindung mit deinem himmlischen Vater, daß deine Umgebung in deinem Leben ein Geheimnis sieht, das sie sich nicht erklären kann?

 

Apg.13,44 Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.

 

Apg.13,45 Als die Juden jedoch die Volksmenge sahen, wurden sie voll Eifersucht und widersetzten sich dem, was Paulus sagte, indem sie widersprachen und lästerten.

 

Apg.13,46 Da sagten Paulus und Barnabas freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt werden; da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden.

 

Apg.13,47 Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!

 

Apg.13,48 Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.

 

Apg.13,49 Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen. 

  • Bist du der beste Arbeiter, der beste Angestellte, der beste Soldat im Regiment? 

Diese ganz menschliche Seite deines Lebens und christlichen Zeugnisses ist notwendig, damit das göttliche Leben, das in dir ist, sich offenbaren kann. Gibst du Zeugnis für Christus durch deine gut ausgeführte Arbeit, dein folgerichtiges Leben, voller Rücksichtnahme auf andere?

 

Gerade unter den Seinen stieß Jesus auf eisige Gleichgültigkeit, obgleich Er dort ihnen zu Beginn Sein Herz aufgeschlossen und Seine unergründliche Liebe für die Welt geoffenbart hatte:

 

Lk.4,18 Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilend, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und  den Blinden, daß sie wieder sehende werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen. 

  • In unserem Text heißt es: «Seine Jünger folgten ihm nach».

  • Folge Seiner Spur.

  • Mache es ebenso wie Er. 

Mt.10,7 Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! 

  • Verschwende deine Zeit nicht mit denen, die nicht hören wollen. 

Mt.10,14 Und wenn euch jemand nicht aufnehmen noch auf eure Worte hören wird, so geht fort aus diesem Haus oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen! 

 

In deiner Umgebung sind genug arme, zerbrochene Herzen, Gefangene, Blinde und niedergeschlagene, die auf die frohe Botschaft und auf Heilung warten. Heute noch ist das angenehme Jahr des Herrn; der Ruf der Gnade ergeht heute noch an alle, die mühselig und beladen sind. Die Bewohner von Nazareth mögen sich in ihrem Unglauben verhärten, du bist berufen, zu den Unglücklichen und Gefangenen zu gehen, die so nötig einen Retter brauchen. Wohin wird Er dich heute führen? Folge Ihm nur in aller Herzenseinfalt! 

 

Lukas 4,16-30; Matthäus 10,5-14

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 29.1. entnommen ) 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )