Weisungen für Frauen und Männer

 

1.Kor.7,12 Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat, und diese ist einverstanden, bei ihm zu wohnen, so soll er sie nicht entlassen;

1.Kor.7,13 und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, der einverstanden ist, bei ihr zu wohnen, soll ihn nicht verlassen.

1.Kor.7,14 Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den Mann; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.

1.Kor.7,15 Wenn sich aber der Ungläubige scheiden will, so scheide er sich! Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; in Frieden aber hat uns Gott berufen.

1.Petr.3,1 Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden,

1.Petr.3,2 wenn sie euren in Furcht keuschen Wandel (1) ansehen.

(1) Andere Übersetzung: in Gottesfurcht reinen Lebenswandel.

 

 (Alle Bibelstellen aus der Schlachter 2000 entnommen)

 

Die Unterordnung soll nicht vom Mann eingefordert, sondern von der Frau bereitwillig und liebevoll ausgeübt werden. »Euren eigenen Männern« beschränkt ihre Unterordnung auf den einen Mann, den Gott über sie gesetzt hat, und betont, dass er ihr als persönlicher, ganz vertrauter Besitz gehört.

Weil die höchste Unterordnung der gehorsamen, geistlichen Frau dem Herrn gilt, hat sie die Haltung, sich ihrem Mann aus Gehorsam zum Herrn liebevoll unterzuordnen.

Doch Gott hat den Frauen eine Rolle der Unterordnung unter die Führung ihrer eigenen

Ehemänner zugeteilt. (s. Anm. zu 1.Kor.11,1-9; Eph.5,22; Kol.3,18; Tit.2,4.5).

Die liebevolle, gütige Unterwerfung einer gläubigen Ehefrau unter ihren unerretteten Gatten ist das stärkste evangelistische Mittel, das sie hat. Zur Unterordnung hinzu kommen noch Bescheidenheit, Sanftmut und Respekt vor dem Ehemann.

 

(Begriff aus der Schlachter Studienbibel 2000 entnommen)

 

Duden

Wortbedeutung/Definition - Unterordnung:

Über Menschen, reflexiv: sich in eine Situation finden, in der jemand anderes übergeordnet ist.

 

Sinnverwandte Begriffe:

beugen, fügen, unterwerfen, einfügen, einsortieren, unterstellen, anpassen

 

Viele Leute nehmen an, dass Unterordnung Gehorsam bedeutet. Eine sorgfältige Untersuchung des griechischen Wortes für Unterordnung, das in diesen Versen verwendet wird zeigt, dass es nicht Gehorsam bedeutet, sondern vielmehr ein freiwilliger Akt der Loyalität, der Unterstützung und des gegenseitigen Eingehens aufeinander.

 

Aber wie steht die Sache zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen?

Muss der Christ nicht auf seinen Rechten bestehen?

 

Unterordnung

 

Besteht also nicht aus großen Opfern oder daraus, dass mein Mann Entscheidungen trifft und ich sie ohne Widerrede akzeptieren muss.

Es geht vielmehr um die Einstellung, die ich ihm gegenüber habe.

Diese spiegelt sich dann wiederum  in kleinen Gesten oder Äußerungen, die einem Außenstehenden kaum auffallen.

Trotzdem haben sie immense Auswirkungen: Das Zusammenleben wird harmonischer und der Ehemann fühlt sich in seiner Identität als Mann ernstgenommen.

Im Idealfall hat das zur Auswirkung, dass er auch auf meine Wünschen und Bedürfnisse als Frau besser eingehen kann.

Das kann nach meinem Verständnis von Unterordnung in Ausnahmefällen dran sein, und zwar dann, wenn ein Problem ausführlich durchgesprochen wurde und kein gemeinsamer Kompromiss gefunden werden konnte.

Im Umkehrschluss bedeutet Unterordnung allerdings nicht, dass ich meinen Mann ins Verderben rennen lasse, wenn er nicht merkt, dass er sich und seine Familie ins Unglück stürzt (vgl. dazu die Geschichte von Abigajil und Nabal in 1. Samuel 25).

 

Das gleiche gilt, wenn mein Mann Dinge von mir verlangt, die ich mit meinem Gewissen oder meinem Verständnis von Gottes Geboten nicht vereinbaren kann. Hier gilt die Aussage von Petrus und Johannes, dass man Gott mehr gehorchen muss als Menschen (vgl. Apostelgeschichte 4,19 + 5,29).

Die Antwort darauf ist, dass es weit besser ist, auf seine Rechte zu verzichten, um den Unterschied deutlich zu machen, den Christus im Leben eines Menschen bedeutet.

Die Tragödie von heute ist, dass viele Christen von ihren weltlichen Nachbarn kaum noch zu unterscheiden sind. Unter solchen Umständen besteht für die Ungläubigen wenig Anreiz zur Bekehrung.

 

(Zitat aus William MacDonald - Licht für den Weg entnommen)

 

„Das ist das Geniale am christlichen Glauben. Ich bin als wiedergeborener Christ und Kind Gottes nicht alleine unterwegs. Andere gehen den Weg des Glaubens mit mir.“

 

(zusammengestellt von W. Ertl)