Zeugnis, wie GOTT meine Gebete erhört hat (Glaubensschwester)

„ Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht. ( Psalm 36;8-10)

 

Diese Zeilen, die ich hier niederschreibe, sind ein Zeugnis, wie Gott meine Gebete erhört hat und was unser HERR daraus gemacht hat.

 

Nun sind es 20 Jahre her, wo sich Sein Wort an mir erfüllte und mein Herz durch dieses Wort offen wurde.

Heute, so ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht ...(Hebräer 3,15)

 

Diese Stimme forderte in mir eine Entscheidung und ich begann mehr und mehr, die Heilige Schrift zu lesen. Es begann für mich eine neue Zeit, ein neues Leben und unser HERR hat mich stückweise immer tiefer in Seine lebendig machende Wahrheit hineinschauen lassen.

Mein Leben zuvor war geprägt durch die 70er Jahre …….ER nahm mir den Schleier von meinen Augen, durch Sein Wort erkannte ich Sünde, Schuld und Vergebung.

 

Einen neuen Menschen machte ER aus mir, doch was geschah in meinem Umfeld? Meinem Mann, mit dem ich seit 36 Jahre verheiratet bin, gefiel das alles gar nicht und so kam ein Problem nach dem anderen.

Unser Herr schenkte mir viel Weisheit in diesen Jahren und begleitete mich durch die Tiefen, die auf mich zu kamen.

Ich war tief im Gebet für mein Anliegen, doch die äußere Situation änderte sich nicht.

Es kam noch sehr viel Herzensleid auf mich zu, unter der auch meine Gesundheit zu leiden begann. Das Wort in Lukas 8,8 gewann immer größere Bedeutung:           

Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

 

Durch das Trinkverhalten meines Mannes ergab es sich, dass auch Aggressionen frei wurden.

Er konnte natürlich vieles nicht verstehen und lehnt es auch weiterhin ab. Viele Tränen begleiteten mich in diesen Jahren, doch es war noch nicht genug. Ich wurde betrogen und belogen, doch auch da erfüllte sich das Wort Gottes:

 Er öffnet die finsteren Gründe und bringt heraus das Dunkel an das Licht.  ( Hiob 12,22)

 

Nun begann eine sehr bittere Zeit. Vertrauen wurde zerstört und große Verzweiflung machte sich breit. Hin und her gerissen von Gefühlen, (da war auch noch unser kleiner Sohn) suchte ich nach einem Weg, wie es weitergehen sollte. In Gedanken und in meiner stillen Zeit rief ich immer zu unserem Herrn, und der Psalm 23,6 festigte weiterhin mein Herz:

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Im Hause des Herrn bleiben ist auf unserem Lebensweg das Wichtigste. Unser Gott hat einen Plan für uns und was ER begonnen hat, bringt ER auch zu Ende. Mir war klar, an dem Platz, an den ER mich gestellt hat, werde ich bleiben, aber Gedanken führten mich zu der Erkenntnis und zu der Frage, auf was ich warte und um was ich bitte den Herrn.

Es geht um Jesus alleine und um jeden Einzelnen, der in der Verantwortung vor unserem HERRN steht. Da fiel mir der Psalm 23,8 ein:

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.

Mir wurde klar, dass alle Anstrengungen von mir nichts nutzten. Und unser HERR hat mir stückweise Seinen Willen so ins Herz gelegt, dass ich zu einem Überwinder werden konnte.

Durch Gottes Liebe und Gnade wurde meine Denkweise verändert, mit der ich heute den Alltag bewältigen kann und ein Leben neben meinem Mann weitergeht.

 

Ja, das hat unser HERR daraus gemacht. Das Leben um mich hat sich nicht verändert, doch ich konnte mich durch Sein Erbarmen verändern lassen.

Die Liebe, die ich zu meinem Gott und Herrn im Herzen trage, ist unerschütterlich, ich habe IHN angerufen in der Not und ER hat mich errettet……...frei gemacht von unnützen Gedanken...durch Seine Liebe ist es mir möglich, meine Familie so zu lieben, wie es uns das Wort sagt...ich bin im Gebet…..

und für mich: ein alter Bruder, der jetzt schon beim HERRN ist, sagte einmal zu mir: Letztendlich geht es um die Ewigkeit.

Wenn dies einem vor Augen klar steht, dann erkennen wir die ganze Größe Gottes und das Kommende.

 

Bei all dem, was in meinem Leben passiert und wie mein Weg mit unserem HERRN ist, habe ich mich immer nur an IHN gewendet. ER hat mir Tore und Türen des Erkennens geschenkt und damit auch Seine Ruhe im Herzen.

 

Bei allen Einzelheiten, die man noch ausführen könnte, und das Wort, das geschrieben steht:

Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre;  ( 1.Tim 4,16)

 war es mir besonders auf dem Herzen gelegen, Geschwistern dies mitzuteilen…...ich habe meine Hilfe, eine Lösung für das, was mein Herz fast zerbrochen hätte, alleine beim HERRN gefunden, Sein Wort ist die Wahrheit und das Leben und ER hilft nach Seinem Willen.

 

Gnade und Barmherzigkeit erbitte ich alle Tage : ER ist mein Wegbegleiter


Lebensgeschichte meiner gläubigen Mutter (W. Ertl)


Wenn ich hier die Lebensgeschichte unserer Mutter wiedergeben würde, könnte ich seitenweise Information darüber geben, wie groß das Martyrium von ihr gewesen ist.

Sie hatte fast 30 Jahre lang versucht, unseren Vater von der Heilsbotschaft Jesu Christi zu erzählen und in aller Schwachheit es auch zu leben.

Meine Mutter ließ sich von nichts und niemanden abhalten, um den Gottesdienst, die Bibel- oder Gebetsstunde zu besuchen.

Ihr Sonntag begann um 4:00 früh, nachdem mein Vater das Haus zur Arbeit verlassen hatte, und begann immer nach der Stillen Zeit und dem Gebet ihre Tagesarbeit!

Sie hatte alles so weit zubereitet, dass, wenn sie um 11.00 vom Gottesdienst heim kam, nur mehr Kleinigkeiten fertig machte, wenn mein Vater um 12:00 mittags nach Hause kam, damit alles essfertig auf dem Mittagstisch stand.

Kein Wind und Wetter, keine Umstände ließen sie davon abbringen, diesen Weg der Nachfolge unter unseres Herrn Segen getreu zu gehen.

Alle Liebesmühe, viel Not und Leid begleiteten diese immer wieder vergeblichen Versuche, meinen Vater von der Liebe und Allmacht auf dem gemeinsamen Ehealltag mit zunehmen!

1994 wurde sie dann von unserem Herrn Jesus heimgeholt.

 

Ich durfte unter viel Staunen und Schauen miterleben, wie danach im letzten Lebensjahr unseres Vaters mit ihm dermaßen ins Gericht gegangen wurde, dass es mir angst und bange wurde.

Gott ging unserem Vater fast 80 Jahre nach,16 Jahre nach dem Tode unserer geliebten Mutter, als er auf all die Bitten und Flehen unserer verstorbenen Mutter aktiv wurde.

 

Es war für mich persönlich ein tief ergreifendes und niemals vergessliches Ereignis, das sich bis zum heutigen Tage tief in mein Leben und Herz eingepflanzt hatte.

Ich kann und will nur so viel dazu sagen, wenn man selbst nicht in solchen Situationen steht, es selbst mit erlebt oder es leben muss, nicht viel dazu sagen kann.

 

Es ist immer leicht, dem anderen mit Hilfe vieler zahlreicher Bibelstellen und gut gemeinten Ratschlägen „helfen“ zu „wollen“!

Doch der Alltag und die Praxis sprechen dagegen eine ganz andere Sprache.

 

So viel darf und kann ich Ihnen allen, die davon betroffen sind, nur in ihr Herz mit geben, viel Gebet und Liebe und ihre ständige treue Nachfolge prägte das Eheleben unser sehr wertvollen und geliebten Mutter.

 

Eines möchte ich dazu noch erwähnen, Gottes heilig geschriebenes Wort hat auch in dieser Situation vollkommen recht, es ist menschlich fast unmöglich, mit einem ungläubigen Partner eine Ehe zu leben.

 

Viele Nöte, Sorgen und Ängste werden Sie sicherlich begleiten, aber Gottes Wege und Gedanken…sind eben ganz anders als die unseren.

 

Ich wünsche Ihnen allen, die diesen Beitrag lesen werden, Gottes reichen Segen, viel Weisheit, Mut und vor allem Ausdauer (eine Gabe des Heiligen Geistes), ihre Ehe mit einem ungläubigen Partner leben zu können.

 

Helft einander, eure Lasten zu tragen. So erfüllt ihr das Gesetz, das Jesus Christus uns gibt.

 

Liebe Grüße und Gottes Segen, ihr Bruder im Herrn Jesus Christus,

 

Walter Ertl