Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Viele gute und wertvolle Gedanken in diesem Kalender sind einfach zu schade für den täglichen Papierkorb, so dass wir einige zum Segen  unserer Leser hier abdrucken 
(mit freundl. Genehmigung CSV.Verlag.de).


Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine Gedanken werden zustande kommen Sprüche 16,3  

 

Zum Jahresbeginn 

 

Zum Jahresbeginn startete die Zeitung eine Umfrage. Die Leser sollten mitteilen, wie sie sich eine Steigerung ihrer Arbeitsleistung vorstellen könnten. Ein Kassenprüfer, ein Manager, ein Bauarbeiter, eine Verkäuferin und viele andere kamen zu Wort. Beeindruckend, welche wichtigen Vorsätze diese Menschen für das neue Jahr gefasst hatten und welche Ansprüche sie dabei an sich selbst stellten! Ob es ihnen gelang, alle guten Vorsätze vollständig auszuführen? 

 

Viele denken am Jahresanfang auch an Schwachstellen im Privatleben, und sie fassen gute Vorsätze dafür.  

Doch hier wird die Sache schwieriger; hier sind die Bahnen noch eingefahrener. Wie will man da herauskommen? Dem einen bringt sein aufbrausendes Temperament manchen Ärger ein. Das muss anders werden. Der Zweite weiß, dass er es mit der ehelichen Treue ernster nehmen muss. Wieder andere haben Probleme mit der Wahrheitsliebe oder mit der Zuverlässigkeit. 

 

Die meisten sind sich darüber klar: Das kann und darf so nicht weitergehen.  

Aber woher bekomme ich die Kraft, mich selbst und mein Leben zu ändern? 

 

Das heutige Bibelwort gibt uns die Richtung an. Wir sollen unsere Sache dem HERRN anbefehlen. So offen und erwartungsvoll, wie ein Kind seinen Eltern etwas anvertraut, so dürfen auch wir zu Gott beten. Aber erfordert das nicht eine ungehinderte Verbindung zu Ihm? Wenn ich ein Leben lang nicht nach Gott und seinem Willen gefragt habe, fürchte ich mich vor Ihm. Was soll ich da tun? 

 

Beginnen Sie damit, regelmäßig die Bibel zu lesen!  

Dabei werden Sie erkennen, wie Gott selbst durch sein Wort zu Ihnen redet. Und dann antworten Sie Ihm und beten Sie zu Ihm!  

Benennen Sie Ihm offen alles, was Sie als Schuld in Ihrem Leben erkannt haben!  

 

Gott kann und will Ihnen die Freude und Gewissheit schenken, dass Ihre Sünden vergeben sind.  

Und Er will Ihnen die Kraft verleihen zu einem neuen Leben unter seiner Führung. 

 

 

HERR, sei mein Helfer Psalm 30,11 

  

Aufbauanleitungen für mein Leben! 

Vor mir liegt die Aufbauanleitung eines Möbels. Ich erfahre, 

  • welches Werkzeug ich benötige, 

  • dass ich mich nach einem Helfer umsehen soll, 

  • dass ich die Einzelteile vorsichtig behandeln soll, damit nichts beschädigt wird, 

  • und dass ich anrufen soll, wenn ich nicht weiterweiß. 

Die Anleitung will mir Ärger, Kosten und Zeit ersparen und mich davor bewahren, dass ich das Möbel falsch zusammenbaue. 

 

Auch mein Lebensweg besteht aus vielen Bausteinen.  

Manchmal füge ich sie spontan und ohne nachzudenken zusammen; manchmal gehe ich mit meinem Leben, meinen Beziehungen und meinen Prioritäten nicht achtsam um; manchmal bin ich zu stolz, um Hilfe anzunehmen. Doch Gott stellt mir alles für mein Leben zur Verfügung: 

  • Er will bei mir sein, will Helfer und Berater sein (Jesaja 43,2); 

  • Er hat mir die Bibel, sein Wort gegeben, durch das Er mich unterweisen und den richtigen Weg lehren will (Psalm 32,8); 

  • Er fordert mich auf, Ihn „am Tag der Bedrängnis“ im Gebet anzurufen (Psalm 50,15). 

Gott will nämlich, dass mein Leben gelingt, dass es Sinn und Ziel hat und dass es Ihn, meinen Schöpfer, ehrt. 

Doch allein auf mich gestellt, gelingt mir das nicht - ich muss mir helfen lassen! Jesus Christus muss mein Helfer und mein Herr sein: Ich muss sein Wort lesen und befolgen, muss mit Ihm im Kontakt sein und Ihn um Rat fragen, wenn ich nicht mehr weiterweiß. 

 

Aufbauanleitungen für Möbel können fehlerhaft sein oder sogar überflüssig, weil man es auch ohne sie schaffen kann.  

Mein Leben jedoch ist so komplex …, so unüberschaubar … und so wertvoll.  

Außerdem einmalig.  

Ohne Hilfe werde ich scheitern!  

Warum fällt es mir nur so schwer, Jesus Christus in mein Leben zu lassen? 

 

 

Christus Jesus war in Gestalt Gottes und machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist Philipper 2,5–7  

 

Ameisen, gebt acht! 

 

Fasziniert beobachtet Michael eine lange Reihe Ameisen, die eine einsame Landstraße überqueren. Da hört er ein Auto herannahen und ruft: „Ameisen, Vorsicht! Ein Auto, verzieht euch schnell!“ Aber die Ameisen sind für die Warnung taub und laufen einfach weiter … 

 

Ein Mann beobachtet die vergeblichen Bemühungen Michaels und sagt ihm: „Wenn du möchtest, dass die Ameisen dich und deine Worte verstehen, dann musst du eine Ameise werden!“ Michael bleibt nachdenklich zurück.  

Er weiß, dass das unmöglich ist.  

Die Distanz, die einen kleinen Jungen von einer Ameise trennt, ist unüberbrückbar. Und doch ist das nichts im Vergleich zu dem, was den Menschen von Gott, seinem Schöpfer, trennt! 

 

Doch Gott ist auf uns Menschen zugekommen.  

Er möchte mit uns reden, mit uns Gemeinschaft haben.  

Gott hat diese unendlich große Entfernung überwunden und ist in der Person seines Sohnes Jesus Christus zu uns auf die Erde gekommen. Er ist Mensch geworden, während Er zugleich Gott geblieben ist. 

 

Als kleines Kind in bescheidenen Verhältnissen geboren, wuchs Jesus heran und lebte als Mensch unter Menschen. Eins aber unterschied Ihn von den anderen: Jesus Christus tat nie eine Sünde, sondern führte ein vollkommenes, ein sündloses Leben.  

So hat Er uns durch seine Worte und durch sein ganzes Leben gezeigt, wer Gott ist.  

 

Durch Ihn hat Gott in einer sehr verständlichen Sprache von seiner Liebe und Gnade und von seiner Heiligkeit zu uns geredet. 

 

Und dann ist Christus aus Liebe zu uns am Kreuz von Golgatha gestorben.  

Nun kann jeder, der an Ihn glaubt, das ewige Leben empfangen.  

 

 

Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe 2. Korinther 9,15  

 

Nimm das Geschenk der unverdienten Gnade Gottes an! 

 

Ich wollte Christ werden - und ich meinte auch zu wissen, wie man das macht. Zunächst einmal müsste ich aufhören, etwas Falsches zu tun (und es gab eine Menge falscher Dinge in meinem Leben). Und dann müsste ich natürlich Gutes tun: viel in der Bibel lesen, viel beten und natürlich auch viel bereuen und in mich gehen. 

 

An einem Sonntag fing ich damit an. 

Es klappte ganz gut.  

Am Montag und Dienstag war ich auch noch größtenteils erfolgreich.  

Doch am Mittwoch und Donnerstag hatte ich einige schlimme Ausrutscher.  

Darüber war ich verzweifelt - und gab das Christsein für Freitag und Samstag auf. 

 

Am Sonntag fing ich dann wieder von vorne an. Ich meinte zu wissen, warum ich in der Woche vorher versagt hatte: Ich hätte noch mehr aufpassen müssen. Also las ich die Bibel noch bewusster, betete noch intensiver und länger (und schlief einige Male auf den Knien neben dem Bett ein). Doch es half alles nichts: Ich schaffte es nicht, als Christ zu leben. 

 

Dann hörte ich eine Predigt, die mir die Augen öffnete. Zwar habe ich von ihr nur einen Satz behalten, aber der hatte es in sich. Er lautete: „Alles, was du tun musst, um errettet zu werden, ist das Geschenk, das Gott gibt, anzunehmen - und Ihm dann dafür zu danken!“  

Da wusste ich, was ich falsch gemacht hatte: Ich hatte gedacht, ich müsste Gott eine Gabe bringen, um ein erlöster Christ zu werden.  

Deshalb hatte ich mich bemüht, so zu leben, dass es Ihm gefiel. Doch es war umgekehrt!  

Die Gabe der Errettung, die Gabe des ewigen Lebens, kann nur Gott geben.  

Und Er wollte sie mir wie etwas geben, was ich nur noch annehmen musste. 

 

An diesem Abend bin ich zu Gott umgekehrt und habe seine Gabe, sein Geschenk, angenommen. Noch heute sage ich Ihm immer wieder „Danke“ dafür. 

 

„Die Gnadengabe Gottes ist ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Römer 6,23 

 


 

 

Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.

Maria wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.   Matthäus 1,1.21

Wer ist Jesus Christus? (1)

 

Die Antwort auf diese Frage finden wir gleich zu Beginn des Neuen Testaments. Die ersten Kapitel des Matthäus-Evangeliums erwähnen verschiedene Namen und Hoheitstitel des Herrn Jesus Christus, die uns Wesentliches über seine Person mitteilen:

  • Sohn Davids (Kap. 1,1):

Der von Gott erwählte König David begründete das jüdische Königshaus. Als Nachkomme Davids ist Jesus der rechtmäßige Thronerbe.

  • Sohn Abrahams (Kap. 1,1):

Abraham ist der Stammvater des Volkes Israel. Er vertraute und gehorchte Gott; und Gott versprach ihm, dass durch seinen Nachkommen alle Völker der Erde den Segen Gottes empfangen sollten. Diese Verheißung geht durch Jesus Christus in Erfüllung. (1. Mose 22,18; Galater 3,16)

  • Jesus (Kap. 1,21.25):

Der Sohn, den Maria gebären würde, sollte Jesus genannt werden. Dieser Name bedeutet: „Der HERR ist Rettung.“ Jesus ist der Erretter, durch den schuldige Menschen die Vergebung ihrer Sünden empfangen und vor dem ewigen Verderben gerettet werden können.

  • Christus (Kap. 1,16):

Das Wort „Christus“ entspricht dem Wort „Messias“ und bedeutet „Gesalbter“.

Es ist ein offizieller Titel des im Alten Testament angekündigten Erlösers und Befreiers. Er wird einmal in Gerechtigkeit und Frieden über die ganze Welt herrschen. (Psalm 2)

 

 

 

Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen“, was übersetzt ist: Gott mit uns.     Matthäus 1,23

 

Wer ist Jesus Christus? (2)

 

Von Jesus Christus, der von der Jungfrau Maria geboren wurde, finden wir in den ersten Kapiteln des Matthäus-Evangeliums noch weitere sehr bedeutsame Namen und Hoheitstitel:

  • Emmanuel (Kap. 1,23):

Jesus ist wahrer Mensch - und doch mehr als ein Mensch, denn in seiner Person ist „Gott mit uns“. Der ewige Sohn Gottes ist Mensch geworden, ohne aufzuhören, Gott zu sein.

  • König der Juden (Kap. 2,2):

Christus wird als der König Israels die vielen Zusagen erfüllen, die Israel, das irdische Gottesvolk, im Alten Testament empfangen hat.

  • Führer (Kap. 2,6):

Jesus Christus besitzt die Macht und die Weisheit, sein Volk zu „weiden“ - es so zu leiten, dass für alle Bedürfnisse gesorgt ist.

  • Gottes Sohn (Kap. 2,15):

Jesus Christus hat eine einzigartige Beziehung zu Gott: Er ist sein Sohn.

  • Nazaräer (Kap. 2,23):

Nach dem Ort Nazareth in Galiläa, wo Jesus aufwuchs, wurde Er Nazaräer oder Nazarener genannt. Viele religiöse Menschen seiner Zeit mochten auf den einfachen Mann aus Galiläa herabschauen (vgl. Johannes 1,46; 7,41); dennoch ist Jesus der Messias. Ja, Er ist:

  • der HERR (Kap. 3,3):

In Jesus Christus ist Gott, der Sohn, Mensch geworden.

Deshalb ist Er - wie der Vater und der Heilige Geist - der Gott des Alten Testaments:

 

Er ist der HERR; Er ist Jahwe, der Ewige.

 

 

 

 

 

 

 

Hätten mein Vater und meine Mutter mich verlassen, so nähme doch der HERR mich auf. Psalm 27,10

 

Die Lebensgeschichte einer Muslime

 

Eine junge Frau erzählt: Ich war 20 Jahre alt. Ich liebte meine Eltern und achtete sie. Aber sie wollten mich gegen meinen Willen verheiraten, um mir eine gute Zukunft zu verschaffen. Ich wollte nicht auf diese Weise beherrscht werden, aber ich konnte auch nicht über meine Empfindungen reden, denn mein Vater war gefühlskalt und sehr autoritär.

 

Wenn ich Sorgen hatte, sagte ich muslimische Gebete auf. Davon versprach ich mir Hilfe. Gott selbst schien mir unnahbar zu sein, obwohl ich wusste, dass Er existierte. Das Gebet war in meinen Augen so etwas wie eine magische Kraft. Gott spielte in meinem Leben nur die Rolle eines Beschützers - mehr nicht.

 

Dann zog ich von zu Hause fort, um in Paris zu arbeiten. Meine Eltern verstießen mich daraufhin. Ich war verzweifelt und wollte sogar meinem Leben ein Ende setzen. Zu diesem Zeitpunkt kam ich wieder in Kontakt mit einem früheren Bekannten. Der erzählte mir von Jesus und von einem Gott der Liebe, der mich kennen und verstehen würde.

 

In der Zeit, als wir uns aus den Augen verloren hatten, war dieser Bekannte Christ geworden. Nun erzählte er mir, was Gott in seinem Leben getan hatte. Das klang authentisch, denn vorher war er ganz anders gewesen. Erstaunt sah ich, welche Freude und welchen Frieden er nun ausstrahlte. Konnte sein Gott vielleicht auch mir helfen? Gott war für mich so weit weg.

Von einem Gott der Liebe, der mir wie ein Freund nahe sein könne, hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört.

 

Was war das für eine Veränderung, als ich Christ wurde!

Durch Jesus Christus, meinen Erretter, lernte ich Gott kennen.

Gott verstand mich.

Er redete durch sein Wort zu mir. Und ich konnte zu Ihm beten, wie man mit einem liebenden Vater redet.

Ja, Gott verstand mein tiefstes Inneres.

 

Für mich begann ein ganz neues Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies aber sagte Kajaphas nicht von sich selbst aus, sondern da er jenes Jahr Hoherpriester war, weissagte er, dass Jesus für die Nation sterben sollte; und nicht für die Nation allein, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelte. Von jenem Tag an beratschlagten sie nun, ihn zu töten.

Johannes 11,51–53

Gedanken zum Johannes-Evangelium

 

Der Hohepriester Kajaphas hat der Ratsversammlung erklärt, dass es nützlich sei, wenn ein Mensch - nämlich Jesus Christus - für das Volk stirbt, damit die ganze Nation vor einem Krieg mit den Römern verschont bliebe (V. 50).

 

Bewerten wir diesen Gedanken einmal unter drei Aspekten:

  1. Politisch gesehen ist es ein geschickter Vorschlag: Man verfolgt Ziele, die für die Mehrheit des Volkes scheinbar zweckmäßig und vorteilhaft sind.
  2. Die Moral bleibt hierbei völlig auf der Strecke. Die Worte von Kajaphas sind von einem zynischen, kaltblütigen Geist bestimmt. Er ist bereit, den heiligen und gerechten Sohn Gottes zu töten, um eine schuldige Nation zu schützen.
  3. Entgegen seinen bösen Absichten hat der Hohepriester mit seinen Worten zugleich eine Prophezeiung ausgesprochen, die die Gedanken Gottes über den Tod Jesu offenbart. Das zeigen die erklärenden Worte in unseren Tagesversen.

Wie souverän ist Gott in den Mitteln, die Er benutzt!

Tatsächlich war der Herr Jesus gekommen, um für sein Volk zu sterben.

Er wollte es „erretten von ihren Sünden.“ (Matthäus 1,21)

 

Doch zugleich war Er der „Heiland der Welt“.

Durch den Tod Christi ist eine große Gemeinschaft von Gläubigen aus Juden und Heiden entstanden.

Sie sind Kinder Gottes und stehen als solche nicht getrennt voneinander, sondern werden zusammengeführt, um die eine Familie Gottes zu bilden. 

Doch davon ahnten die Feinde Jesu nichts.

 

 

 

 

 

 

Siehe, das alles tut Gott zwei-, dreimal mit dem Mann, um seine Seele abzuwenden von der Grube.

Hiob 33,29.30

 

Gott bemüht sich, jeden zu „wecken“.

 

Weil sie zu spät kam, blieb eine Stewardess am Leben. Eigentlich war sie für den Unglücksflug nach Paris eingeteilt, bei dem alle 22 Insassen den Tod fanden. Aber an diesem Tag traf sie mit eineinhalbstündiger Verspätung am Flughafen von Nancy ein. Ihr Wecker hatte nicht geläutet. So stand es in der Tageszeitung. - Ein nicht funktionierender Wecker rettete ihr das Leben!

 

War es wirklich nur der Wecker, war es nur ein zufälliger Defekt? Oder stand darüber vielleicht doch ein Mächtigerer - sagen wir ruhig: Gott? Ob die Stewardess einmal daran gedacht hat, dass Gott das Schicksal jedes Menschen in seiner Hand hält und dass seine Hand mit im Spiel ist bei allem, was uns begegnet?

 

Normalerweise erinnert ein Wecker an Zeitpunkte, die wir nicht verpassen sollten, wenn wir Unannehmlichkeiten vermeiden wollen. Moderne Wecker haben zudem eine Wiederholungsfunktion für den, der nicht sofort reagiert.

 

In diesem Sonderfall hat Gott es so geführt, dass ein nicht funktionierender Wecker ein Leben gerettet hat. Normalerweise richten nicht funktionierende Wecker eher Schaden an.

Und das gilt auch noch in einem anderen Sinn:

Besonders wichtig ist nämlich der Zeitpunkt, wo wir über unser ewiges Schicksal zu entscheiden haben, und den dürfen wir auf keinen Fall „verschlafen“.

Gott benutzt oft „Wecker“, um den Menschen daran zu erinnern, dass wir uns jetzt mit Ihm versöhnen lassen müssen.

Da ist zum Beispiel das Gewissen, das sich „meldet“, wenn wir gegen Gottes Gebote verstoßen. Wenn das nicht hilft, „weckt“ Er uns vielleicht durch Unglück oder Krankheit.

 

„Zwei- bis dreimal“ bemüht sich Gott, jeden zu „wecken“.

 

Wie folgenschwer wäre es da, „den Wecker abzustellen“, wenn Gott uns ruft!

 

 

 

 

 

 

 

 

Jesus wandte sich um und sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was sucht ihr? Johannes 1,38

 

Jesu direkt kennen lernen

 

Im Alten Testament wird dem Volk Israel das Kommen des Messias und Erlösers vielfach angekündigt. Wie der Prophet Micha es sieben Jahrhunderte zuvor vorhersagt, wird der Messias in Bethlehem geboren. (Micha 5,1)

Und nun steht das öffentliche Auftreten des Erlösers unmittelbar bevor.

 

Johannes der Täufer hat die Aufgabe, dem Erlöser den Weg zu bereiten. Weil das Volk Gott gegenüber gleichgültig geworden ist, ruft Johannes es eindringlich zur Umkehr auf.

An dieser Botschaft scheiden sich die Geister: Manche lehnen sie ab, doch viele folgen dem Ruf. Sie bekennen ihre Sünden und lassen sich von Johannes taufen. Einige schließen sich ihm sogar an und werden seine Jünger oder Schüler. (Johannes 1,20.23; Markus 1,4.5)

 

Dann kommt auch Jesus zu Johannes an den Jordan. Der Täufer erkennt in Ihm den Messias:

„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (V. 29)

Mit diesem freudigen Ausruf macht Johannes alle auf den Erlöser aufmerksam. Ja, Jesus Christus würde das Erlösungswerk am Kreuz vollbringen. Und einmal wird Er den ganzen Kosmos für immer von der Sünde reinigen.

Schon heute empfängt jeder, der an Ihn und sein Sühnopfer glaubt, die Vergebung seiner Sünden.

 

Am folgenden Tag weist Johannes wieder auf Jesus hin: „Siehe, das Lamm Gottes!“ (V. 36). Zwei Johannes-Jünger sind anwesend. Für sie ist klar: Hier steht der Messias vor uns, den wir erwarten und über den, Johannes die ganze Zeit zu uns spricht!

Weil der Messias auch ihr ganzes Interesse gewonnen hat, folgen sie Ihm nach.

Sie möchten bei Ihm sein und direkt von Ihm lernen.

 

Dem Herrn Jesus entgeht das nicht.

Er wendet sich zu ihnen um.

 „Was sucht ihr?“, fragt Er sie.

 

Und sie fragen zurück: „Wo hältst du dich auf?“ - „Kommt und seht!“, lädt Jesus sie ein. (V. 37-39)

 

Und diese Einladung gilt bis heute: Komm und sieh!

 

 

 

 

 

 

 

 

Der HERR sprach: Das Volk des Landes verübt Erpressung und begeht Raub; und den Elenden und Armen bedrücken sie, und den Fremden übervorteilen sie widerrechtlich. Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir in den Riss treten würde für das Land, damit ich es nicht verderben würde; aber ich fand keinen.   Hesekiel 22,29.30

 

Gott selbst tritt in den Riss

 

Einige Bibelübersetzungen sagen hier Bresche statt Riss. Und das passt in diesem Zusammenhang sehr gut.

 

Eine Bresche ist eine Lücke, die zum Beispiel bei einer Belagerung in die Festungsmauer gebrochen worden ist.

Wenn jemand nun in die Bresche springt, dann versucht er - oft unter Gefahr seines Lebens - zu retten, was noch zu retten ist. So ähnlich wie ein Fußballspieler, der sich mit vollem Risiko in den Ball wirft, wenn der Torwart schon geschlagen ist.

 

Eine Bresche oder ein Riss in der Mauer muss geschlossen, gestopft oder zugemauert werden.

Wie in unserem Bibelwort. Da hat sich das Volk Israel von Gott abgewandt - und nun sucht Gott jemand, der sich der Sache annimmt, der Verantwortung übernimmt, der das Volk zu Ihm zurückführt. Doch Er findet keinen.

 

Ja, Unrecht und Schuld sind „wie ein sturzdrohender Riss, wie eine Ausbauchung an einer hochragenden Mauer, deren Einsturz in einem Augenblick, plötzlich, kommt“ (Jesaja 30,13)

Eine plastische, aber auch drastische Beschreibung - und heute noch genauso gültig wie damals!

 

Die Menschen sind schuldig geworden - voreinander und vor Gott.

Und niemand ist da, der das Schuldproblem lösen kann.

Ist nun alles verloren?

Nein, aber wir müssen eingestehen, dass die Lösung nicht von uns her kommen kann, nicht vom sündigen Menschen.

 

Gott selbst tritt in den Riss - in der Person seines Sohnes.

Nur in Ihm gibt es Heil und Rettung. Dafür hat der Sohn Gottes sein Leben hingegeben.

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin der HERR, ich rede; das Wort, das ich rede, wird auch geschehen.  Hesekiel 12,25

 

Sprich nur ein Wort

 

Als Jesus einmal in die Stadt Kapernaum kam, begegnete Ihm eine Abordnung von Würdenträgern der jüdischen Religion. Sie baten Ihn, einen Kranken zu heilen, der im Sterben lag. Wer war der Kranke? Ein Knecht. Und wer sein Herr? Ein heidnischer Offizier.

Wie würde Jesus jetzt reagieren?

Er war doch „nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt“, wie Er das später einmal ausdrückte! (Matthäus 15,24)

 

Was für Verdienste hatte dieser fremde Hauptmann denn aufzuweisen, dass er eine solche Freundlichkeit erbat? Gar keine. Zweifellos hatte er dem jüdischen Volk viel Wohlwollen erwiesen. Das bezeugten die Juden dem Herrn Jesus mit den Worten:

„Er ist würdig, dass du ihm dies gewährst; denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat uns die Synagoge erbaut.“ (Lukas 7,4.5)

 

Der Hauptmann selbst aber ließ dem Herrn etwas ganz anderes sagen:

„Ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach trittst. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig erachtet, zu dir zu kommen.“

Und jetzt leuchtete sein Glaube hell hervor:

 „Sprich ein Wort, und mein Knecht wird geheilt werden.“ (V. 6.7)

 

Ein Wort genügte dem Hauptmann. Wenn Jesus das spräche, dann würde sein Knecht geheilt werden. Davon war der Hauptmann völlig überzeugt.

Jesus verwunderte sich über ihn. Selbst in Israel hatte Er so großen Glauben nicht gefunden.

Wie hätte Er da unberührt bleiben können? Die Boten dieses glaubensvollen Mannes kehrten zurück und fanden den kranken Knecht gesund vor.

 

Ja, der Glaube ehrt Gott, und Gott ehrt den Glauben.  (vgl. 1. Samuel 2,30)

 

 

 

 

 

 

 

Die heiligen Schriften sind imstande, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit.  2. Timotheus 3,15.16

 

Keine Zeit für Gott?

 

Heute Morgen öffnete ich meinen Briefkasten. Er war überfüllt mit Werbung, sensationellen Sonderangeboten und verlockenden Vorschlägen. Als ich alles durchsah und die meisten dieser Drucksachen wegwarf, kam mir ein Gedanke in den Sinn: Ob nicht auch unser Leben oft diesem vollen Briefkasten gleicht? Die Überfülle der Angebote bringt die Gefahr mit sich, dass wir das Wesentliche übersehen.

In manchen Ländern ist es verboten, die Bibel zu lesen. Doch die meisten von uns leben in Verhältnissen, wo man sich leicht eine Bibel beschaffen kann. Aber schauen wir da auch jeden Tag hinein wie in unseren Briefkasten?

Und hören wir auf Botschaft der Bibel, ohne dass sie in der Flut der anderen Eindrücke untergeht, die auf uns einstürmen?

 

Was ist wirklich wichtig?

Vielleicht sollten wir da einmal kompromisslos aussortieren. Der große Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, hat sich die Mühe gemacht, zu uns zu reden. Hat diese Botschaft, die wir in der Bibel finden, nicht Vorrang vor allem anderen?

Deshalb sollten wir uns die Zeit nehmen, zu forschen, was Er uns sagen will.

Wer sehr beschäftigt ist, kommt schnell dahin, zu sagen: „Ich habe keine Minute frei.“

Haben wir wirklich, keine Minute für Gott?

 

Denken wir an den Briefkasten und überprüfen wir einmal die Rangliste unserer Tätigkeiten, ob sich nicht manches Nutzlose darin findet, auf das man verzichten kann.

Und lesen wir die Bibel, Gottes Wort!

Es wird uns Segen bringen.

 

 

 

 

 

 

 

Bin ich ein Gott aus der Nähe, spricht der HERR, und nicht ein Gott aus der Ferne? Oder kann sich jemand in Schlupfwinkeln verbergen, und ich sähe ihn nicht?, spricht der HERR. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde?, spricht der HERR.  Jeremia 23,23.24

 

Der allgegenwärtige Gott

 

Niemand kann sich gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten aufhalten; das ist unmöglich. Aber Gott ist nicht nur an zwei Orten. Als der Schöpfer von allem ist Er nicht an Raum und Zeit gebunden. Er ist überall zugleich. Er ist allgegenwärtig.

 

Gott ist einerseits völlig unerreichbar für seine Geschöpfe, „denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde“, und doch ist Er ihnen gleichzeitig ganz nahe, „denn in ihm leben und weben und sind wir“. Dieses Geheimnis steht über den Naturgesetzen und ist daher für den menschlichen Verstand unfassbar - aber der Glaube erkennt es an. (Prediger 5,1; Apostelgeschichte 17,28)

 

In der Person Jesu war Gott einst auf der Erde gegenwärtig, um den Menschen die gute Botschaft des Heils zu bringen. Und vom Himmel her erging die Stimme des Vaters, um seinen geliebten Sohn vor allen Menschen auszuzeichnen. (Matthäus 3,17)

 

Jeder Christ heute weiß durch die Bibel und durch die Erfahrungen seines Glaubenslebens: „Nahe ist der HERR allen, die ihn anrufen.“ Und der Herr Jesus Christus hat uns versichert: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage“, und: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer

Mitte“ (Psalm 145,18; Matthäus 28,20; 18,20)

 

Wer an Jesus glaubt, darf wissen:

Mein Herr ist bei mir in den schwierigsten Lebensumständen und auch dann, wenn alles gut geht. Was für einen tiefen Frieden und welche Zuversicht gibt diese Gewissheit!

 

 

 

 

 

 

 

 

Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.  Johannes 4,34

 

Die Größe des Sohnes Gottes

 

Wo hat man das jemals gehört, dass ein Mensch ausschließlich das tun will, was Gott gefällt - so ausschließlich, dass er davon lebt wie von einer Speise?

Die Menschen im Allgemeinen und auch die wiedergeborenen Christen sind jedenfalls von Natur aus nicht so geartet.

 

Doch hier haben wir einen Menschen vor uns - zugleich Gottes eigener Sohn -, der genau das seinen Nachfolgern mit großer Selbstverständlichkeit versichert. Und in seinem täglichen Leben konnte jeder diese Hingabe an Gott sehen. Das war einmalig in der Welt; alle anderen haben ja ihre eigenen Interessen verfolgt. Sich vom Eigenwillen leiten zu lassen ist gerade das eigentliche Übel, an dem die Welt krankt und das auch schließlich das Gericht über sie bringt.

 

Dieser eine Mensch aber, Jesus Christus, hat gezeigt, wie vollkommen Er Gott liebte, indem Er sich seinem Willen unterwarf.

Ganz deutlich wurde das kurz vor seinem grausamen Tod, als der Herr im Garten Gethsemane vor Gott in ringendem Gebet ausrief: „Nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!“ (Lukas 22,42)

 

Ja, Christus war ganz Gott geweiht; Er hat sich völlig hingegeben, und das auch aus tiefer, unvergleichlicher Liebe zu uns. Der Apostel Paulus schreibt davon:

„Seid Nachahmer Gottes, als geliebte Kinder, und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch.“ Epheser 5,1.2

 

Hier sollten wir einmal innehalten, um über die Einzigartigkeit, Erhabenheit und Größe des Sohnes Gottes nachzudenken!

 

Solche Eindrücke tun uns not in unserer egoistischen Zeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.  1. Mose 1,31

Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl.  Psalm 139,14

 

Schutzschirm Jupiter

 

Im Juli 2009 entdeckte ein australischer Amateur-Astronom auf dem Planeten Jupiter einen dunklen Fleck, der zuvor nicht da gewesen war. Nähere Untersuchungen mit verschiedenen Teleskopen ergaben dann, dass es sich dabei um Aschewolken handeln muss, die durch den Einschlag eines Kometen oder Asteroiden verursacht wurden.

 

Im Juli 1994 hatte der viel beachtete Einschlag des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf dem Jupiter stattgefunden. Die damals freigesetzte Energie kam der von 50 Millionen Hiroshima-Bomben gleich. Der Einschlag hinterließ dunkle Flecken von bis zu 12.000 Kilometern Durchmesser.

 

Seit langem ist bekannt, dass der Jupiter, der schwerer ist als alle anderen Planeten zusammen, stabilisierend auf das Sonnensystem wirkt. Wissenschaftler, die die jüngsten Ereignisse untersucht haben, kommen zu dem Ergebnis: „Der Jupiter trägt mit seiner Schwerkraft offenbar mehr als gedacht dazu bei, als eine Art Schutzschirm größere ,Eindringlinge‘ auf sich zu lenken und damit das innere Sonnensystem vor solchen Irrläufern zu schützen.“

 

So erfüllt der Jupiter also eine wichtige Funktion für die Erde. Und dabei geht es nur um eine von vielen Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit Leben auf unserem Planeten überhaupt möglich ist.

 

Beobachtungen dieser Art führen Wissenschaftler und Laien zum Staunen.

Und manche sind dadurch zum Glauben an Gott gekommen, der alles so wunderbar geschaffen hat und „alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt“ und aufrechthält.

(Hebräer 1,2.3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Herr hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht.

2. Korinther 12,9

 

Trotz Einschränkungen Gott ist immer da!

 

Gott will uns seine Gnade in allen Situationen des Lebens zur Verfügung stellen.

Doch wie kommt es dann, dass so viele Menschen tiefes persönliches Leid erfahren oder mit chronischen Krankheiten, Behinderungen und sonstigen Einschränkungen leben müssen?

Davon sind ja auch die Christen nicht ausgenommen.

 

Das musste auch der Apostel Paulus erfahren, der die befreiende Botschaft von der Sündenvergebung durch Jesus Christus bis nach Europa brachte.

Paulus diente Gott mit ganz besonderer Hingabe.

Liegt da nicht der Gedanke nahe, dass Gott Leid und Krankheit von so einem Menschen fernhält? Oder dass Er ihn auf sein Gebet hin heilt?

Paulus hatte ein Problem, einen „Dorn für das Fleisch“ (V. 7).

Was es genau war, wissen wir nicht. Aber es machte ihm erheblich zu schaffen; und Paulus fühlte sich dadurch in seinem Dienst behindert. Fest steht, dass Paulus so sehr darunter litt, dass er dreimal zu Gott um Linderung oder Heilung flehte.

 

Zweimal betete der Apostel eindringlich zu Gott - und es geschah nichts. Kennen wir das auch?

Wir beten zu Gott um Hilfe, aber wir können keine Hilfe erkennen?

Dann ist es gut, wenn wir geduldig warten und Ihm und seinen guten Absichten weiter vertrauen.

 

Paulus betete zum dritten Mal. Und welche Antwort erhält er schließlich?

„Meine Gnade genügt dir.“

 Der Herr würde diesen „Dorn für das Fleisch“ nicht wegnehmen.

Aber Er würde Paulus jede nötige Gnade geben, damit er Ihm dennoch freudig dienen konnte.

Ja, dieser „Dorn“ sollte ein Anlass dazu sein, dass Paulus die reiche Gnade des Herrn immer wieder in Anspruch nahm.

Was für ein gewaltiger Trost und Zuspruch für den Apostel!

Dieser zweite Brief an die Korinther ist stark davon geprägt.

 

So will Gott auch uns bei all den Einschränkungen unseres Lebens ermuntern.

 

 

 

 

 

So hütet euch in eurem Geist, und handle nicht treulos gegen die Frau deiner Jugend!   Maleachi 2,15

 

Alles Reden Gottes einfach vergessen

 

Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann und, wie es schien, glücklich verheiratet. Seine Frau ahnte nicht, dass er es mit der ehelichen Treue oft nicht so genau nahm. Das brächte der Beruf eben mit sich, redete er sich ein, das machten ja alle. - Wirklich?

 

Früher hatte der Mann guten Kontakt zu gläubigen Christen gehabt. Er wusste, dass Ehebruch Sünde ist. Aber er dachte sich, Gott wäre mit „wichtigeren“ Dingen beschäftigt als mit seinen „kleinen Unregelmäßigkeiten“.

 

Doch dann musste er plötzlich ins Krankenhaus.

Ein Magengeschwür war geplatzt … Da schlug ihm das Gewissen, und er fürchtete sich vor dem Sterben. Die Krankenschwester, die ihn betreute, war eine gläubige Diakonisse. Sie wollte ihn trösten und betete mit ihm. Einem Bekannten, der ihn besuchte, erzählte er später: „Das war sonderbar, als die Schwester mit mir betete. Ich hatte das Gefühl, als ob Gott selbst im Zimmer gewesen wäre. Und die Schwester redete mit Gott, als ob sie zu Ihm in einem besonderen Vertrauensverhältnis stände.“

 

Die Operation glückte, und wider Erwarten erholte sich der Patient gut.

Noch einmal kam die Diakonisse und sprach ein Dankgebet.

Sein Herz wurde davon berührt, aber nur für kurze Zeit.

Je mehr seine Genesung fortschritt, desto mehr verflogen auch die ernsten Eindrücke. Bald war er wieder ganz der Alte - die früheren „Bekanntschaften“ tauchten wieder auf; alles Reden Gottes schien vergessen.

 

Ob es noch zur Umkehr in seinem Leben kam, wissen wir nicht.

 

„Der HERR ist langsam zum Zorn und groß an Güte, der Ungerechtigkeit und Übertretung vergibt - aber keineswegs hält er für schuldlos den Schuldigen.“ 4. Mose 14,18

 

 

 

 

 

Sei guten Mutes; steh auf, er ruft dich!  Markus 10,49

 

Wirf alles ab!

 

Als Jesus Christus aus der Stadt Jericho herauskam, saß Bartimäus, der Blinde, bettelnd am Weg. Man hatte ihm gesagt, dass Jesus vorübergehe. Da rief er laut, dass Er sich doch über ihn erbarmen möge. Von allen Seiten fuhr man den Blinden an, dass er still sein solle. Aber Jesus blieb stehen und ließ ihn holen. Daher riefen die Leute dem Bartimäus nun zu: „Sei guten Mutes; steh auf, er ruft dich!“ Auf dieses Wort hin warf Bartimäus seinen Umhang ab, sprang auf und kam zu Jesus.

 

Jesus selbst hatte ihn gerufen. Ist das nicht Grund genug, guten Mutes zu sein?

Das Vertrauen des Blinden zum Heiland wird nicht beschämt. Der Sohn Gottes tut das erbetene Wunder: Bartimäus kann sehen!

Und er folgt dem Herrn nach auf seinem Weg.

 

Blindheit gibt es auch auf geistlichem Gebiet. Wie viele haben sich nie für Gott interessiert und sind blind in Bezug auf Ihn - blind für seine Liebe und Gerechtigkeit und daher auch blind über sich selbst. Ihre Sünden trennen sie von Gott.

Gott bemüht sich um jeden, damit uns diese Not bewusst wird. Und dann ergeht es uns wie Bartimäus. Wir sitzen wie Bettler am Weg. Wir wissen, dass wir vor Gott schuldig sind, und fühlen uns arm, elend und verloren. Dann aber erreicht uns das Wort: „Sei guten Mutes; er ruft dich!“

 

Jesus will bei jedem stehen bleiben, der unter der Last der Sünde seufzt. Wirf alles ab, was dich hindern will, zu Ihm zu gehen. Er wartet darauf, dass du Ihm deine Schuld bekennst; Er will dir vergeben und dich von der Last befreien. Er wird deinem Herzen Frieden schenken, und du wirst Ihm mit Freuden nachfolgen.

 

Lass dich wie Bartimäus von niemand abhalten, zum Herrn Jesus zu rufen und zu Ihm zu gehen!

 

Es ist der Herr selbst, der dich ruft: Folge seinem Ruf, um glücklich zu werden, glücklich für jetzt und für ewig.

 

 

 

 

 

Jesus Christus ist die Sühnung für unsere Sünden.  1. Johannes 2,2

 

Sorry!? - Und wer bezahlt?

 

Auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums schiebt sich ein Auto in eine Parklücke. Plötzlich knirscht Metall auf Metall. Es tut weh - für die Augen und die Ohren. Der Fahrer steigt aus und besieht sich den Wagen, den er unsanft berührt hat. Er nimmt ein Stück Papier, schreibt etwas darauf, steckt es unter die Scheibenwischer und fährt weg.

 

Wenig später kommt der Fahrer des demolierten Wagens und sieht, was passiert ist. Als er sich umsieht und den Schuldigen sucht, spricht ihn ein Mann an, der alles beobachtet hat. Der sagt ihm, dass der andere eine Notiz unter die Scheibenwischer gesteckt hat. Der Geschädigte atmet tief durch: Dann hat der Schuldige sicher dort Namen und Telefonnummer hinterlassen!
Er faltet das Papier auseinander, doch dort steht nur ein einziges Wort: Sorry! - Sprachlos hält er es dem anderen hin. Der versteht erst nicht: „Ja, dann ist ja alles in Ordnung, wenn er sich entschuldigt!“ Erst jetzt findet der Mann seine Sprache wieder und schreit: „Sorry!? - Und wer bezahlt mir den Schaden?“

 

Das ist der Punkt: Sorry! (Entschuldigung!) reicht nicht!

Sorry! repariert kein Auto und bezahlt keine Rechnung! - Es ist gut, sich zu entschuldigen und zu versprechen, das nächste Mal besser aufzupassen. Doch die Frage bleibt: Wer bezahlt den Schaden?

Ich habe gegen Gott gesündigt. Er möchte, dass ich es Ihm offen eingestehe, damit Er mir meine Schuld vergeben kann.

 

Doch auch hier bleibt die Frage: Wer bezahlt meine Schuld?

Ich selbst kann es nicht.

Nur Einer kann es: Jesus Christus.

Er hat es für mich getan: Er ist „die Sühnung“ für meine Sünden, durch Ihn habe ich nun „Versöhnung empfangen“.

 

Nun ist alles geordnet: Gott hat mir vergeben - und Christus hat für mich bezahlt! (Römer 5,11)

 

 

 

 

 

 

Es hat ja Christus einmal für unsere Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe.

1. Petrus 3,18

Da ist keiner, der Gott sucht!

 

Menschen zu Gott führen! Dazu ist Jesus Christus in die Welt gekommen, dazu hat Er am Kreuz gelitten. Das ist ein großer Trost für jeden, der empfindet, dass sein Verhältnis zu Gott nicht in Ordnung ist!

 

Ja, das ist eine gute Nachricht: Einer ist da, der uns zu Gott führen kann, weil Er selbst den Weg dahin gebahnt hat! Durch Ihn, den Herrn Jesus Christus, reicht uns Gott die Hand.

 

Wir Menschen, sind ja von Natur aus fern von Gott, „wir wandten uns jeder auf seinen Weg“, wie der Prophet Jesaja es ausdrückt. (Jes.53,6)

 

Schon in den ersten Tagen der Menschheit war es so. Der Mensch versteckte sich vor Gott. Und bis heute ist es so geblieben: „Da ist keiner, der Gott sucht“ (1. Mose 3,8; Römer 3,11)

 

Vielleicht empfindet jemand unter unseren Lesern, dass es zwischen ihm und Gott nicht stimmt. Dann danken Sie Ihm, dass Er Ihr Gewissen aufgeweckt hat! Wer dahin gekommen ist, nach Gott zu fragen, dem kann geholfen werden.

 

Es sind unsere Sünden, diese zahllosen Verstöße gegen Gottes Willen, die uns den Weg zu Ihm versperren.

Doch Gott möchte uns den Weg zu Ihm bahnen. Deshalb hat Christus am Kreuz von Golgatha gelitten. Nun kann jeder Vergebung empfangen, der zu Ihm kommt und aufrichtig die Schuld seines Lebens bekennt. Er, der Gerechte, hat durch seinen Sühnungstod Gottes Ansprüche erfüllt. - Wir, die Ungerechten, hätten sie nie erfüllen können.

 

Glauben Sie an Christus und an die sühnende Kraft seines Blutes, das am Kreuz von Golgatha geflossen ist!

 

Dann werden Sie für ewig als geliebte Kinder in der Nähe Gottes sein.

 

 

 

 

 

Die Gesinnung des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott.    Römer 8,7

 

Rache oder Gnade? (1)

 

Yang-won Son war ein Prediger des Evangeliums in Korea und hatte um seines Glaubens willen viel zu leiden. Während des Zweiten Weltkriegs, als Korea unter japanischer Besetzung stand, war Son lange inhaftiert. - Er hatte sich geweigert, dem Kaiser die geforderte göttliche Verehrung zu erweisen.

 

Nach dem Krieg, im Jahr 1948, wurde die Stadt Soon-chun, in der die beiden ältesten Söhne von Pastor Son zur Schule gingen, für einige Tage von kommunistischen Partisanen eingenommen. Einige Polizisten und die führenden Männer der Stadt wurden kurzerhand erschossen.

 

Auch auf die Christen hatten es die Aufständischen abgesehen. Matthäus und Johannes, die beiden Söhne von Yang-won Son, weigerten sich, ihren Glauben aufzugeben und wurden erschossen.

 

Die Aufständischen konnten sich nur eine Woche in der Stadt halten. Regierungssoldaten kamen nach S