Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Viele gute und wertvolle Gedanken in diesem Kalender sind einfach zu schade für den täglichen Papierkorb, so dass wir einige zum Segen  unserer Leser hier abdrucken 
(mit freundl. Genehmigung CSV.Verlag.de).

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Er war verachtet, und wir haben ihn für nichts geachtet Jesaja 53,3  

 

Welchen Stellenwert hat Jesus Christus in meinem Leben? 

 

Man sah es ihm an, dass er zufrieden war mit der Begründung, die er mir nennen konnte, als ich ihm einen Kalender anbot: Nein, er wollte dieses Mal keinen haben - er hatte den Platz schon anderweitig vergeben! 

 

Im Folgenden denke ich nicht an den Ort, wo ein christlicher Kalender seinen Platz findet, ob er an der Wand hängt oder auf dem Nachttisch liegt, ob er im Regal verstaubt oder beim Altpapier landet. Mir geht es vielmehr um den Platz, den Jesus Christus in unserem Leben haben möchte: Haben wir, habe ich den vielleicht auch schon „anderweitig vergeben“? 

 

Wir kennen die Redewendung: Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist! 

 Wir meinen damit, dass die Wahl der Freunde Rückschlüsse auf den eigenen Charakter zulässt. 

 

Ich möchte diese Redewendung einmal konkreter formulieren: Sage mir, wie du mit Jesus Christus umgehst, und ich sage dir, wer du bist!  

Der Platz oder Stellenwert, den wir Ihm einräumen, sagt etwas darüber aus, wer Er für uns ist und wie viel Er uns bedeutet. 

 

Viele Menschen, die Jesus Christus damals, als Er auf der Erde war, persönlich begegneten, waren von Ihm ergriffen und überwältigt. In der Bibel finden wir einige erstaunte und frohe Ausrufe seiner Jünger. Thomas sagt: „Mein Herr und mein Gott!“ Petrus erklärt: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Johannes der Täufer weist auf Ihn hin mit den Worten: „Siehe, das Lamm Gottes!“  

Paulus nennt Ihn: 

 „Christus Jesus, mein Herr“, und: „der Sohn Gottes, der mich geliebt hat“.  

Und die Jünger insgesamt rufen aus:  

„Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“  

Anreden, Ausrufe und Beschreibungen voller Wertschätzung, Hochachtung und Liebe! (Matthäus 14,33; 16,16; Johannes 1,36; 20,28; Galater 2,20; Philipper 3,8) 

 

Welchen Stellenwert hat Jesus Christus in meinem Leben?  

Oder habe ich den Platz, der Ihm zusteht, schon anderweitig vergeben?

 

 

 

 

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Vieele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn. Einige aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Joh.11,45.46  

 

Jesus hörte, Jesus liebte, Jesus kam, Jesus weinte, Jesus sprach! 

 

In der beeindruckenden Geschichte von dem Tod und der Auferstehung des Lazarus gibt es fünf Wortpaare, die wir nehmen können, um die ganze Geschichte zusammenzufassen.  

Wir finden sie in den Versen 4.5.17.35.39:  

Jesus hörte, Jesus liebte, Jesus kam, Jesus weinte, Jesus sprach. 

 

Den Inhalt der ersten vier Wortpaare haben unzählige Gläubige schon irgendwie erleben dürfen. Sie machen Mut, dem Herrn Jesus in allen Lebensumständen zu vertrauen. Auf den „gebietenden Zuruf“, das fünfte Wortpaar, warten noch alle, die „in Jesus entschlafen“ sind. Dann werden die Toten in Christus auferstehen - der Tod muss sie alle hergeben -, um zusammen mit den dann lebenden Gläubigen für immer bei Christus zu sein. (1.Thes.4,16.17) 

 

Die Auferweckung des Lazarus hat damals viele Menschen beeindruckt. Zwar hatte der Herr bereits andere Personen auferweckt - die Tochter des Jairus unmittelbar nach ihrem Tod und den Sohn der Witwe von Nain, der bereits auf der Totenbahre lag -, doch am deutlichsten zeigt sich die göttliche Macht bei der Auferweckung des Lazarus aus dem Grab heraus, denn sein Körper hatte bereits zu verwesen begonnen. 

 

Wer das Leben und Handeln Jesu betrachtet, wird zur Entscheidung gedrängt - auch „entfernte Zuschauer“ von heute:  

Entweder wir öffnen unser Herz und glauben an Ihn, oder wir schlagen uns auf die Seite seiner Feinde, so wie damals.  

 

Wer glaubt, wird ewiges Leben ernten; wer Ihn aber ablehnt, wird ewiges Verderben ernten. (Gal.6,8) 

 

Deshalb: „Ergreife das ewige Leben.“  1.Tim.6,12

 

 

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Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du errettet werden. … Denn die Schrift sagt: „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.“  Römer 10,9.11 

 

Die Brücke über den Tay 

 

28. Dezember 1879. Ein Orkan wütet an der schottischen Ostküste, Windstärke 10 bis 11. Die über 3 Kilometer lange Brücke über den Meeresarm Firth of Tay gilt als technisches Meisterwerk. Sicher wird sie den Belastungen standhalten … Um 19 Uhr nähert sich von Süden ein Zug. Am Brückenwärterhaus bremst er auf Schrittgeschwindigkeit ab. Der Lokführer nimmt einen Stab entgegen. Ohne Stab keine Überfahrt! So ist sichergestellt, dass auf der eingleisigen Strecke kein Zug entgegenkommt. - Schnell nimmt der Zug danach wieder Fahrt auf. 

 

Da - ein Augenzeuge sieht plötzlich kometenartigen Funkenflug, einen langen Feuerstrahl, der in den Fluten verschwindet; dann wieder tiefe Dunkelheit. Der gesamte Mittelteil der Brücke ist zusammen mit dem Zug und den 75 Insassen ins Wasser gestürzt. Die Ursachen für das Unglück werden später festgestellt: zahlreiche Konstruktionsfehler, eine schlampige Bauausführung, schlechte Materialqualität, ungenügende Wartung und überhöhte Geschwindigkeit. 

 

Hält unsere Brücke stand?  

Haben wir eine sichere Grundlage für unsere Lebensfahrt?  

Kann sie allen Stürmen trotzen und uns sicher ans himmlische Ziel bringen? 

 

Eins ist gewiss: Was von „Menschenhand“ kommt, ist nur „Tand“. Das sagt schon Fontane in seiner Ballade über diese Brücke. Und das gilt erst recht, wenn es um das ewige Heil geht.  

Auf Menschenwerk können wir da nicht bauen; es ist wertlos.  

Wenn wir nicht zuschanden werden wollen, müssen wir unser Vertrauen ganz auf Jesus setzen.  

 

Er ist der Weg zu Gott - die sichere Brücke!

 

 

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Der Apostel Paulus schrieb: Die Zeit meines Abscheidens ist gekommen. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt 2. Timotheus 4,6.7  

 

Das letzte Kapitel 

In den Räumen der „Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft“ in London ist ein eindrucksvolles Bild des Malers J. D. Penrose zu sehen. Es stellt eine Szene aus dem Jahr 735 dar. Man sieht einen Greis in einem Sessel sitzen mit einem Manuskript in den Händen. Vor ihm sitzt ein junger Mann und schreibt, was ihm diktiert wird. 

 

Der Greis ist Adam Beda, genannt „der Ehrwürdige“, der seine Übersetzung des Johannes-Evangeliums in die altenglische Sprache fertigstellt. as Bild trägt die Unterschrift „Das letzte Kapitel“. 

 

Der Alte ist sich offenbar seiner Schwachheit bewusst und fühlt, dass auch in seinem Leben das letzte Kapitel begonnen hat. Aber er hat die Gewissheit, dass der Tod nur auf seinen Körper Zugriff hat. Und auch das nur für eine Zeit, denn er sieht der Auferstehung entgegen. Sein Geist, der schon den Frieden Gottes empfindet, wird bei seinem Tod zu Jesus gehen ins Paradies. (Lukas 23,43)  

Ein friedvoller Schein erhellt das Gesicht des Alten. 

 

„Das letzte Kapitel“ - diese drei Worte sind doch beeindruckend.  

 

Sie erinnern uns daran, dass auch für jeden von uns der Augenblick kommen wird, wo das Wort „Ende“ unter die letzte Seite unseres Lebensbuches geschrieben wird.  

 

Sind auch Sie dann bereit, vor Gott zu treten?  

Kennen Sie Jesus Christus als Ihren Erlöser? Dann hat Er Sie durch seine sühnenden Leiden schon jetzt zu Gott geführt, und dann können Sie dem Tod nicht nur ohne Furcht, sondern mit froher Erwartung entgegensehen.  

 

So war es beim Apostel Paulus: Er freute sich darauf, zu Christus in die Herrlichkeit zu gehen. (Philipper 1,23) 


 

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Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und ganz Jerusalem mit ihm. Matthäus 2,3  

 

Nicht Jubel, sondern Bestürzung 

 

Dieser Bibelvers wirft ein deutliches Licht auf die Verhältnisse, die zur Zeit der Geburt Jesu unter den Bewohnern Jerusalems herrschten. Endlich war Jesus Christus, der lang verheißene König der Juden, in Bethlehem geboren worden, aber die Elite des Volkes hatte es nicht zur Kenntnis genommen. Die Unwissenheit von König Herodes überrascht uns eigentlich nicht, denn er war kein Israelit, sondern ein Idumäer, ein Nachkomme Esaus, des Bruders Jakobs. Aber hätten die jüdischen Schriftgelehrten über dieses große Ereignis nicht informiert sein müssen? Hatten sie die Geburt des Messias denn etwa nicht erwartet? 

 

In Lukas 2 lesen wir, dass die Geburt des Erlösers einigen einfachen, aber gottesfürchtigen Menschen längst vom Himmel her mitgeteilt worden war. Ja, „das Geheimnis des HERRN ist für die, die ihn fürchten“ (Psalm 25,14), also für die, die an Gott glauben und Ihn ehren. Beispiele dafür sind die Hirten von Bethlehem und andere Gottesfürchtige. Die religiösen Führer in Jerusalem aber gehörten nicht dazu. Schlimmer noch: Genauso wie der König Herodes wurden auch sie „bestürzt“, als sie schließlich hörten, dass „der König der Juden geboren war“ (V. 2). 

 

Das war also die Lage bei der Ankunft des Erretters: nicht Jubel, sondern Bestürzung.  

Die Oberhoheit der Römer war den Juden verhasst, und die Willkürherrschaft von Herodes versetzte sie oft in Schrecken; und doch zogen sie beides der Herrschaft des Sohnes Gottes vor. 

 

Warum das? - Jesus Christus war doch zu ihnen gekommen, um sie von jedem drückenden Joch zu befreien. Sie aber wollten lieber unter fremder Herrschaft und unter der Gewalt der Sünde bleiben, anstatt Jesus als ihren Herrn anzuerkennen. 

 

Und doch: Damals wie heute gibt es Einzelne, die für sich persönlich die Befreiung annehmen und dem Erretter mit glücklichem Herzen dienen.

 

 

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Das Ersehnte aller Nationen wird kommen.  Haggai 2,7

 

„Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen“, was übersetzt ist: Gott mit uns.  Matthäus 1,23

 

Eine Sehnsucht, die tief in uns vorhanden ist!

 

Ein kleiner Junge wurde einmal zur Weihnachtszeit von seinem Lehrer gefragt: „Was möchtest du am allerliebsten zu Weihnachten haben?“ Der Junge dachte an das eingerahmte Bild zuhause mit dem Foto seines Vaters, an dem er so sehr hing und der nun nicht mehr da war. Dann sagte er leise: „Ich wollte am liebsten, dass mein Papa aus dem Rahmen herauskommt und wieder bei uns ist.“

 

Damit hat dieser Junge zugleich die tiefe Sehnsucht der Menschen in Worte gekleidet.

Eine Sehnsucht, die tief in uns vorhanden ist, selbst wenn sie oft von anderen Neigungen, Wünschen und Zielen überdeckt oder verdrängt wird. Uns verlangt nach Geborgenheit und Frieden, nach einer starken Hand, die uns herausreißen kann aus unserer Schwachheit und Not.

 

Lange hatten sich die Menschen danach gesehnt, dass Gott aus dem Rahmen des Ungewissen heraustritt - dass Er uns persönlich begegnet. Und genau das ist vor 2000 Jahren geschehen! In Jesus Christus ist Gott „aus dem Rahmen des Unsichtbaren herausgetreten“.

Wir sind nicht allein in einem toten, kalten Weltall, wir sind nicht einem unbeugsamen Schicksal ausgeliefert, nicht einem blinden Zufall oder einem stummen Nichts.

Nein, wir sehen uns Gott gegenüber, Gott ganz persönlich, der in Jesus Christus Mensch geworden ist wie wir.

Doch auch als Mensch war Er völlig ohne Sünde, und deshalb konnte Er unser Retter werden.

 

Daran erinnern sich viele in der Weihnachtszeit: Der Sohn Gottes ist auf die Erde gekommen, um uns zu zeigen, wer und wie Gott ist, und um uns zu Gott zu führen.

 

Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“  Johannes 14,6

 

 

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Du kennst von Kind auf die heiligen Schriften, die imstande sind, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.    2. Timotheus 3,15

 

Genügt es, aufrichtig zu sein?

 

Ich sehe immer noch unseren alten Geschichts­professor vor mir, wie er den Hörsaal betritt, die Aktenmappe vollgestopft mit Papieren. Wenn er uns in die Riten der antiken Religionen einführte, schloss er öfter mit den Worten: „Sehen Sie, solange man aufrichtig ist, macht es nicht viel aus, was man glaubt.“ Vielleicht sagte er das mehr, um sich selbst zu beruhigen, als um seine Hörer zu überzeugen.

 

Diese Worte taten mir schon damals weh, als ich jung war, und heute noch mehr. Sie enthalten nämlich einen krassen Irrtum.

Es ist zwar durchaus wahr, dass man aufrichtig sein muss, aber Aufrichtigkeit allein genügt nicht. Man kann sich in voller Aufrichtigkeit täuschen. Im täglichen Leben kommt es nicht selten vor, dass wir von etwas aufrichtig überzeugt sind; und dann stellt sich heraus, dass der Sachverhalt ganz anders ist. Meine aufrichtige Überzeugung kann völlig verkehrt sein, wenn sie sich nicht an der Wirklichkeit orientiert.

Wir bezweifeln nicht, dass unsere Leser aufrichtig sind.

Viele halten sich in ihrem Glauben an das, was sie von ihren Eltern und ihren Lehrern oder von einflussreichen Persönlichkeiten und Trends übernommen haben.

Aber hat jeder diese Überzeugungen einmal mit der Bibel verglichen?

Sie ist ja das Wort Gottes und stellt uns die Wirklichkeit aus der Sicht Gottes vor.

 

Zum Schluss möchten wir noch auf ein Wort aus diesem heiligen Buch hinweisen, das sehr bedeutsam ist:

 

„Dies ist Gottes Gebot, dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben.“
1.Johannes 3,23

 

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Seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.  Römer 12,2

 

Die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. 1. Johannes 2,17

 

Welchen Platz nimmt Gott in deinem Leben ein?

 

Julian und Mark fahren im Auto ihrer Eltern auf der Autobahn. Sie wollen die Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten, doch allzu leicht steigt die Tachonadel wie von selbst zu hoch. Dann aber werden sie auch immer wieder von Lkws aufgehalten, die zu kriechen scheinen.

 

Da zwingt sie eine kleine Panne, auf dem Standstreifen anzuhalten. Als sie aussteigen, bekommen sie ganz andere Eindrücke: Der Lärm ist ohrenbetäubend, in ununterbrochenem Strom rasen die Pkws an ihnen vorbei, und die Lkws donnern wie eine Sturmflut heran!

 

Mark ruft: „Die sind ja verrückt, so schnell zu fahren!“ Julian ruft zurück: „Genauso wie wir, wir sind auch so verrückt!“ Einige Minuten später nehmen sie ihre Fahrt vorsichtig wieder auf. Julian denkt laut nach: „Und wenn unsere Welt wie diese Autobahn wäre? … Wir leben so rasend schnell dahin und sind uns der Gefahren nicht bewusst.“

 

Genau so ist es. Unser Leben ist wie eine ungebremste Fahrt, wo jeder die Gefahr übersieht, weil die anderen dasselbe tun. Nein, vernünftig ist das nicht: in unserem Leben auf die Ewigkeit zuzurasen, ohne über das Ziel nachzudenken!

 

Ein junger Mann voller Energie musste sich einst sagen lassen: „Du aber steh jetzt still, dass ich dich das Wort Gottes hören lasse.“ (1.Samuel 9,27)

Stehen auch wir einmal still, und hören wir, was die Bibel uns lehrt! Geben wir uns Antwort auf die drängenden Fragen: Wozu leben wir? - Wohin gehen wir? –

 

Welchen Platz nimmt Gott in unserem Leben ein?

 

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So erkenne und sieh, dass es schlimm und bitter ist, dass du den HERRN, deinen Gott, verlässt …, spricht der Herr, der HERR der Heer­scharen.  Jeremia 2,19

 

Rückkehr nach Hause

 

Er geht davon, der widerspenstige Sohn. Er hat das Herz seines Vaters gebrochen, aber das stört ihn wenig. Er will sein eigenes Leben leben. Das ist das Abbild des Menschen, der aus der Nähe Gottes wegläuft, obwohl er von Gott so reichlich versorgt wird.

 

Wohin geht er nun? „In ein fernes Land“ (Lukas 15,13). Er lebt ausschweifend. Er vergeudet alles, was er hat, und richtet seine Seele zugrunde. Um zu überleben, tut er die erniedrigendsten Arbeiten. Er hat Hunger, aber niemand gibt ihm etwas. Die Arbeiter seines Vaters haben mehr als genug zu essen, aber er geht in Lumpen und steht davor, zu verhungern.

 

Ist es da nicht an der Zeit, nach Hause zurückzukehren? Er überlegt: Was soll er sagen? Gibt es vielleicht irgendeine Entschuldigung, die er vorbringen könnte? Nein. Er sucht auch gar keine Ausflüchte. Er hat nichts zu beanspruchen.

 

Trotzdem - selbst wenn sein Vater ihn nur als Tagelöhner annehmen würde -, er steht auf und kehrt nach Hause zurück.

 

„Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr“ (Lukas 15,20). Der Sohn bekennt seine Sünde. Als Antwort umarmt der Vater seinen abgemagerten Körper mitsamt den Lumpen und sagt zu den Knechten: „Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an.“

 

Genauso nimmt Gott auch heute jeden „verlorenen Sohn“ an, der zu Ihm umkehrt.

 

„Kehre um … bis zu dem HERRN … Kehrt um zu dem HERRN; sprecht zu ihm: Vergib alle Ungerechtigkeit …“

 

„Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, will sie willig lieben; denn mein Zorn hat sich von ihm abgewandt.“ Hosea 14,2.3.5

 

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Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl.  Psalm 139,14

 

Preis sei dem Allmächtigen Schöpfergott für SEINE großen Werke!

 

Seit vielen Jahren unternimmt ein Bionik-Professor Reisen in die Wüste. Er sucht Mechanismen in der Natur, die sich als Vorbild für technische Anwendungen eignen.

Seine ausdauernde Suche zahlt sich aus, als der Forscher mitten in der Nacht mit einem Scheinwerfer den kargen Wüstenboden am Rand der Sahara absucht: Er spürt eine Spinne auf, die mit ihren acht Beinen ein Rad formen kann. Damit kullert sie nicht nur passiv die Düne hinunter, sondern sie ist auch in der Lage, durch ihre Beinarbeit das Rollen noch zu beschleunigen.

 

Der Professor erkennt darin Anregungen für ein Gefährt, das sich sowohl laufend als auch fahrend fortbewegen kann: ein idealer Untersatz für besondere Missionen, z. B. auf dem Mars.

 

Erstaunliche Entdeckungen in der Natur haben Wissenschaftler der Neuzeit immer wieder veranlasst, den Schöpfer für seine Werke zu preisen:

 

„Ich frage, wozu Gott den Menschen auf unsren Erdball, auf dem er nichts als seine wundervoll eingerichtete Natur-Umgebung wahrnimmt, gesetzt habe. Wozu anders als dazu, dass er den unsichtbaren Werkmeister aufgrund seines so herrlichen Werks lobpreise und bewundere?“

Carl von Linné, Biologe

 

„Um irgendein organisiertes Wesen hervorzubringen, ist die bewusste Tätigkeit des ewigen Baumeisters erforderlich, dessen Arbeit und dessen Kunstwerk wir … als Natur bezeichnen.“

Angelo Secchi, Astronom

 

„Die Kenntnis der Natur ist der Weg zur Bewunderung der Größe des Schöpfers. … Alles, was die reichste Fantasie und höchste Geistesbildung zu ersinnen vermag, erscheint, gegen die Wirklichkeit gehalten, wie eine bunte, schillernde Seifenblase.“ Justus von Liebig, Chemiker

 

 

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Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.  Johannes 6,68

 

Worte ewigen Lebens

 

Zar Nikolaus I. von Russland (1796-1855) plante den Bau einer Eisenbahnlinie zwischen St. Petersburg und Moskau. Viele Eisenbahnbauingenieure waren damit beschäftigt, die optimale Streckenführung zu finden. Der Zar sah sich ihre Vorschläge an, und dann forderte er - so erzählt man - ein Lineal, legte es auf die Karte und zog einen Strich. „Das“, sagte er, „ist die Streckenführung. Wir nehmen diese gerade Linie.“ Da ihm aber die Hand abgerutscht war, hatte seine Linie einen Knick. Das wurde beim Bau respektiert; und so hatte die Bahnstrecke, als sie fertig war, tatsächlich nur eine leichte Krümmung.

 

Es gibt auch viele „Himmelsingenieure“, die den Weg zum Himmel planen wollen.

Doch auch hier gibt es nur eine Streckenführung.

Gott selbst hat sie angeordnet: Es ist der direkte, gerade Weg über Jesus Christus.

 

Vielleicht spürt jemand, dass er die Frage nach dem Jenseits für sich klären muss. Die Welt­reli­gionen und viele esoterische „Heilslehren“ machen Aussagen darüber. Doch nicht dort sollten wir Auskunft suchen, sondern nur bei dem Einen, der mit Autorität über diese Fragen sprechen kann: bei Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Nur Er ist aus dem Himmel auf die Erde gekommen; nur Er ist die Quelle, die uns zuverlässig Auskunft gibt über Gott und über das Jenseits; und nur Er ist der Weg zu Gott. - Deshalb sollten wir bei der Suche nach dem Heil zu Jesus Christus gehen und nicht den betrügerischen Heilsversprechen anderer folgen!

 

Echte, ernsthafte Christen können uns erzählen, was die Bibel über Jesus Christus sagt, und uns auf diese Weise zu Ihm führen.

Doch selbst dann ist zu beachten: Wir sollen nicht ihnen, sondern Jesus Christus nachfolgen! Niemand darf zwischen der Seele eines Menschen und Christus stehen!

 

Petrus wusste, dass nur Einer die Antwort hat­te.

Deshalb sagte er: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.“

 

 

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Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn gereinigt worden? Wo sind aber die neun? Lukas 17,17

 

Wo sind aber die neun?

 

Irgendwo vor einem Dorf im Grenzgebiet der ­Landschaften Samaria und Galiläa hocken sie: zehn elende Gestalten - aussätzig, unheilbar krank, lebenslänglich ausgestoßen aus der Gesellschaft. Ihre Krankheit zerfrisst sie förmlich.

 

Vielleicht haben sie gerade heute wieder ein Tief. Es gibt ja einfach keine Zukunft für sie und keine Pflege. Da kommen Wanderer heran. Wer mag das sein? Sie kommen näher. Ist das nicht der, von dem die ganze Gegend redet? Der von sich sagt, Er sei der Sohn Gottes? - Ja, Er ist es wirklich!

 

Die zehn Männer springen auf. Sie sehen einen Hoffnungsschimmer. Hat Er nicht schon so viele Menschen geheilt? Sie winken, rennen und rufen: „Jesus, erbarme dich unser!“

 

Und tatsächlich, Er antwortet ihnen und schickt sie zum Priester zur Untersuchung. Sie machen sich auf den Weg. Aber was ist das? Plötzlich merkt einer, dass er geheilt ist. Er stoppt die anderen. Alle suchen ihre Körper ab - suchen, suchen … Gar nichts ist mehr zu finden! Da bricht Jubel aus.

 

Einer von ihnen wird nachdenklich. Er läuft zurück zu Jesus, fällt vor Ihm auf die Knie und dankt Ihm.

Bezahlen kann er nichts, aber seinem Retter „Danke“ sagen - das kann er. Und das macht ihn erst richtig froh. Von den anderen neun lesen wir weiter nichts. Wollen sie vielleicht nur nachholen, genießen, vergessen …?

 

 

Der Aussatz ist ein eindrucksvolles Bild von der Sünde, die jedem Menschen anhaftet und ihn unrein macht. So wie es früher für einen Aussätzigen keine Aussicht auf Heilung gab, so ist auch der sündige Mensch hoffnungslos verloren. Heilung und Reinigung - die Vergebung unserer Sünden - gibt es auch für uns nur, wenn wir dem Herrn Jesus Christus persönlich begegnen.

 

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Du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Güte. Nehemia 9,17

 

Vergebung ist etwas Großes.

 

Vergebung ist etwas Großes. Sie bedeutet Befreiung von Schuld; sie lässt aufatmen und gibt Frieden. Das ist so in den Beziehungen unter uns Menschen, wenn einer sich schuldig gemacht hat und der andere die Schuld vergibt. Das ist noch viel mehr so in unserer Beziehung zu Gott.

 

Vergebung setzt voraus, dass der Schuldige seine Schuld anerkennt und bekennt. Und da beginnt das Problem.

 

Einmal kam ein Junge, der etwas angestellt hatte, zu seinem Vater und sagte: „Papa, vergibst du mir, was ich getan habe?“ Der Vater antwortete: „Was denn?“ Der Junge wiederholte: „Ja, was ich getan habe.“ Doch der Vater bestand darauf: „Wenn ich dir etwas vergeben soll, dann muss ich doch wissen, was!“ Da verstand der Junge, dass er herausmusste mit der Sprache; anders ging es nicht.

 

Ebenso müssen auch wir Menschen vor Gott unsere Schuld einsehen und bekennen, damit wir Vergebung erlangen.

 

Manche erheben den Vorwurf, der christliche Glaube stürze die Menschen in Schuldkomplexe, nur weil des Öfteren von Sünde und Schuld die Rede ist.

Aber das Gegenteil ist wahr: Der Glaube an den Herrn Jesus Christus befreit von Schuld und unterdrücktem Schuldbewusstsein, denn Gott ist „ein Gott der Vergebung“.

 

Wer durch den Glauben an das Erlösungswerk Christi am Kreuz von Golgatha Vergebung empfangen hat, kennt die wunderbare Befreiung, die in den Worten zum Ausdruck kommt:

 

 

„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“    Römer 5,1

 

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Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.  Johannes 10,9

 

Durch welche Türe wirst du gehen?

 

Durch wie viele Türen bist du heute schon gegangen?

Für uns ist es selbstverständlich, jeden Tag durch viele Türen zu gehen. Wir haben Ziele vor Augen und gehen durch die Türen, die uns den Zugang dazu gewähren.

 

Dieses alltägliche Geschehen nutzt der Herr Jesus Christus, um den Weg zur Errettung und zu einem glücklichen und frohen Leben zu beschreiben. Um errettet zu werden, müssen wir keine Kraftanstrengungen unternehmen, sondern einfach durch die richtige Tür gehen. Denn es gibt nur eine einzige Tür zum ewigen Heil, nur eine einzige Tür zur Errettung von unseren Sünden und der Strafe dafür. Der Herr Jesus selbst ist diese Tür. Alle anderen „Türen“ führen ins Unheil.

 

Wenn das so einfach ist, warum gehen nicht alle Menschen durch diese Tür und werden gerettet? - Bevor ich den Wunsch habe, errettet zu werden, muss ich einsehen, dass ich verloren bin.

Doch daran hindert uns oft der Stolz oder die Angst vor unseren Mitmenschen.

 

Kann ich nicht selbst entscheiden, kann ich mir nicht selbst eine „Tür“ bauen, einen eigenen Weg zum Heil zurechtmachen? - Entscheiden musst du dich.

Entweder entscheidest du dich für den Herrn Jesus - dann erreichst du das Ziel: das ewige Heil und die Herrlichkeit des Himmels.

Oder du wählst irgendetwas anderes - dann erreichst du dieses Ziel nicht. (Johannes 14,6)

Gott ist Gott; und wir sind sündige Menschen, die sich gegen Ihn empört haben.

Er allein legt fest, wie wir zu Ihm kommen können, nicht wir.

 

 

Heute noch bietet Gott dir Vergebung deiner Sünden an, wenn du Jesus Christus und seinen Sühnetod im Glauben annimmst. Niemand schiebt dich durch diese Tür. Du musst selbst gehen, damit du Rettung und Segen auf der anderen Seite genießen kannst. Dort findest du Ruhe für das Gewissen und Nahrung für die Seele.

 

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So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.  Römer 14,12

 

Verdränge deine eigene Schuld nicht!

 

Es war am Büchertisch in der Stadt.

Der ältere Herr, den ich ansprach, reagierte aufgeschlossen und freundlich.

Ich erzählte ihm von der Liebe Gottes: Gott will nicht, dass Menschen wegen ihrer Sünden verloren gehen.

Deshalb hat Er Jesus Christus in die Welt gesandt.

Er ist am Kreuz für Sünder gestorben, damit sie für die Herrlichkeit im Himmel gerettet werden können.

 

Der ältere Mann hörte interessiert zu. Und er nahm auch den Kalender an, den ich ihm anbot. Ein paar Stunden später tauchte er plötzlich wieder auf. Begeistert erzählte er, dass er den Kalender seinem Nachbarn geschenkt habe: „Genau das Richtige für ihn! Wie für ihn geschrieben!“ - „Nein“, er selbst bräuchte keinen Kalender: „Aber mein Nachbar! Genau richtig!“

 

Wie schade!

Er glaubte, dass sein Nachbar Gott nötig hätte. Doch er verschwendete keinen einzigen Gedanken daran, dass er in derselben Lage war. Er dachte an seinen Nachbarn, das war gut - aber er dachte gar nicht daran, dass er selbst auch verloren war!

 

Wie viele denken wie er! Sie verdrängen die eigene Situation, die eigene Schuld, die eigene Ewigkeit. Sie meinen, dass die biblische Botschaft passend wäre: für den Ehepartner, die Eltern, die Tante, den Freund, den Nachbarn. Doch sie selbst gehen dabei für ewig verloren!

 

„Jeder von uns wird für sich selbst Gott Rechenschaft geben.“ - Jeder, und zwar für sich selbst!

Deshalb ist es gut, hier erst einmal an sich selbst zu denken!

 

Der Blick auf den Nachbarn ist da nur hinderlich. Nicht dem eigenen Spiegelbild davonlaufen, sondern hineinsehen, sich ihm stellen: die eigene Schuld bekennen, die eigene Sache mit Gott in Ordnung bringen, selbst errettet werden. - Und dann natürlich die Botschaft auch an andere weitersagen!

 

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Siehe, jetzt ist der Tag des Heils.  2. Korinther 6,2

 

 

 

Schicke dich an, … deinem Gott zu begegnen!  Amos 4,12

 

 

 

Aus dem Leben gerissen

 

20. November 2015. Paris verlebt das Wochenende wie gewöhnlich: Die Terrassen der Restaurants, die Konzertsäle, die Stadien - alles ist voller Menschen, die Entspannung suchen. Doch im Lauf des Abends rafft eine Serie von Attentaten 130 Menschen brutal hinweg, viele von ihnen sind junge Leute …

 

 

 

Einige Tage später findet ein Staatsakt im Invalidendom statt. Während der Trauerfeier herrscht 10 Minuten ernstes Schweigen, als die Namen der Opfer verlesen werden. Während wir zuhören, denken viele von uns daran: Auch ich hätte unter den Opfern sein können.

 

 

 

Ein feierlicher Moment, in dem die schwerwiegende Frage aufkommt: Was ist nach dem Tod?

 

 

 

Das Nichts? - Sicherlich nicht!

 

 

 

Die Ewigkeit? - Ja!

 

 

 

So sagt Gott es uns in der Bibel. Jeden erwartet die Ewigkeit - entweder in der Gegenwart Gottes im Licht oder fern von Ihm in der Finsternis.

 

 

 

Bin ich bereit, Gott zu begegnen?

 

Unser Leben kann von einem Moment zum anderen zu Ende gehen, selbst in ganz alltäglichen Situationen.

 

Und die Frage, was und wo wir in der Ewigkeit sein werden, entscheidet sich jetzt, während wir noch am Leben sind. Hören wir deshalb auf das, was Gott sagt: Er lädt uns ein, an Jesus Christus zu glauben, der uns geliebt hat und die Strafe für verlorene Sünder auf sich genommen hat.

 

 

 

Diese Einladung Gottes ist deshalb eine dringliche Angelegenheit.

 

Denn „jetzt ist der Tag des Heils“.

 

Ob wir morgen noch eine Chance zur Umkehr haben, wissen wir nicht.

 

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Sucht den HERRN, während er sich finden lässt; ruft ihn an, während er nahe ist. Jesaja 55,6

 

 

 

Trachtet nach dem HERRN …, sucht sein Angesicht beständig! Psalm 105,4

 

 

 

Gesucht und gefunden

 

 

 

Wenn wir etwas suchen, sind wir meistens damit beschäftigt, etwas Verlorenes oder Verborgenes zu finden - und das am besten ein für alle Mal. Allerdings kann „suchen“ auch noch andere Bedeutungen haben, zum Beispiel, dass man andauernd nach etwas strebt oder trachtet.

 

 

 

In einer glücklichen Ehe sind beide Bedeutungen Wirklichkeit geworden: Mann und Frau haben den Partner fürs Leben gesucht und gefunden. Sie sind glücklich - und in diesem Sinn nicht mehr auf der Suche.

 

Aber gerade weil sie sich lieben, suchen sie immer wieder von neuem die Nähe des anderen - und das vertieft ihre Beziehung und ihr Glück.

 

 

 

Um eine glückliche und tiefe Beziehung zu jedem Einzelnen seiner Geschöpfe geht es auch dem lebendigen Gott. Die ursprüngliche Beziehung ist allerdings durch die Sünde zerstört.

 

Eigenwillige Interessen haben den Blick des Menschen gefangen genommen, so dass er seinen Schöpfer gleichsam aus den Augen verloren hat.

 

Deshalb müssen wir Gott suchen - nicht, indem wir lange und fortwährend suchen oder im Nebel stochern; nein, wir müssen einfach unsere Blickrichtung, unseren Sinn radikal und grundlegend ändern.

 

 

 

Wenn jemand so zu Gott umkehrt, ist er dankbar, dass Gott ihm dann seine Sünden vergibt.

 

Er ist glücklich über den „Frieden mit Gott“ und über die neue, tiefe Beziehung zu Ihm als Vater.

 

Er ist überwältigt von der Liebe Gottes und von dem Segen, den Er seinen Kindern Tag für Tag geben will.

 

Er hat Gott „gefunden“ - ein für alle Mal; aber gerade deshalb „sucht“ er immer wieder neu „sein Angesicht“, zum Beispiel im Gebet.

 

 

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Ich kenne deine Werke, dass du den Namen hast, dass du lebst, und du bist tot. Offenbarung 3,1

 

 

 

Von Neuem geboren - Wiedergeburt

 

 

 

Die große Ausstellung zum Thema „Ägyptische Mumien“ hatte viele Interessenten angelockt. Mehr als 220 000 Besucher hatten sich in knapp 2 800 Führungen informiert. Und diese Mumien sind nicht nur von geschichtlichem Interesse; sie können uns auch in Glaubensfragen etwas Wichtiges lehren!

 

 

 

Pfarrer Wilhelm Busch zog einmal folgenden Vergleich, der unseren Eingangsvers treffend illustriert:

 


„Die Ägypter haben ihre Leichen so wunderbar einbalsamieren können, dass sie bis zum heutigen Tag nicht verwest sind. Man hat solche Mumien in den Pyramiden gefunden, in den Gräbern. Dabei ist Folgendes interessant: Ehe die Ägypter ihre Leichen in die Särge legten, putzten sie sie heraus, so dass sie ganz lebensecht aussahen. Mit Lippenstift und allen möglichen Farben erhielten sie ein richtig lebendiges Aussehen - doch sie waren und blieben Leichen.

 

 

 

Ich habe den Eindruck, dass es von solchen Typen in der Christenheit nur so wimmelt! Es sind Leute, die christlich aufgeputzt sind; aber sie wissen nichts von einem Leben aus Gott, wo das ,Ich‘ in den Tod gegeben ist … und man vom Geist Gottes regiert wird!

 

 

 

Ich möchte mit aller Deutlichkeit sagen:

 

Es ist einfach falsch, wenn man sagt: ,Wir sind alle Christen!‘

 

Nein, man muss darauf bestehen: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen!

 

Haben wir solches Leben aus Gott?“

 

 

 

„So viele ihn Jesus Christus aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die … aus Gott geboren sind.“ Johannes 1,12.13

 

 

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Pilatus schrieb aber auch eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazaräer, der König der Juden.  Johannes 19,19

 

 

 

Über allem steht Gott.

 

 

 

Bei den Römern war es Brauch, die Schuld eines Verurteilten auf eine Tafel zu schreiben.

 

So ließ der römische Statthalter Pilatus über dem Kreuz Jesu die Aufschrift anbringen: „Jesus, der Nazaräer, der König der Juden“.

 

Das entsprach der Anklage der jüdischen Führer, die sie gegen Jesus vorgebracht hatten. Wer ohne Zustimmung Roms Anspruch auf einen Königstitel erhob, galt als Aufrührer und wurde mit dem Tod durch Kreuzigung bestraft.

 

Aber wie verkehrt war es, den Herrn Jesus schuldig zu sprechen!

 

Denn Jesus hatte Pilatus ja erklärt, dass „sein Reich nicht von dieser Welt“ war.

 

Und Pilatus hatte seine Unschuld ausdrücklich festgestellt und gleich mehrfach öffentlich ausgesprochen.

 

Er wusste genau, dass die Führer der Juden Jesus aus purem Neid aus dem Weg schaffen wollten.

 

(Johannes 18,36; Lukas 23,14.15.22; Matthäus 27,18).

 

 

 

Doch Pilatus gab dem Druck der Hohenpriester nach und verurteilte Jesus wider besseres Wissen.

 

Ob er sich dafür mit der Inschrift über dem Kreuz revanchieren wollte?

 

Tatsächlich beschwerten sich die Hohenpriester über den Wortlaut und forderten den Zusatz, dass Jesus nur gesagt habe, er sei König der Juden. Aber Pilatus antwortete schroff: „Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben“ (Johannes 19,22).

 

 

 

Über allem stand Gott.

 

Er sorgte dafür, dass bei allem Leid und aller Demütigung, die der Herr Jesus erfuhr, sein wunderbarer Name Jesus (= „Der HERR ist Rettung“) und sein rechtmäßiger Königstitel über dem Kreuz zu lesen waren.

 

Der Heiland litt und starb, um für alle, die an Ihn glauben, das ewige Heil zu erwirken.

 

Und einmal wird Er als „König der Könige und Herr der Herren“ auf der Erde erscheinen.

 

Schließlich wird sich „jedes Knie“ vor Ihm beugen, und „jede Zunge“ wird bekennen, „dass Jesus Christus Herr ist“ (1. Timotheus 6,15; Philipper 2,10.11).

 

 

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