Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Viele gute und wertvolle Gedanken in diesem Kalender sind einfach zu schade für den täglichen Papierkorb, so dass wir einige zum Segen  unserer Leser hier abdrucken 
(mit freundl. Genehmigung CSV.Verlag.de).

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Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.  Sprüche 16,9

 

Der Mensch denkt, doch Gott lenkt!

 

Unser Bibelwort sagt nicht, dass Gott jede Einzelheit im Leben eines Menschen im Voraus geplant und festgelegt hätte.

Dann wäre Gott ja auch für alles Böse verantwortlich, was ein Mensch tut.

Das ist natürlich nicht so!

Aber Gott gibt seine Oberhoheit nicht auf.

Er setzt dem Handeln des Menschen Grenzen, und Er behält sich vor, von Fall zu Fall die Gedanken und Schritte der Menschen zu lenken, damit seine eigenen, guten Pläne zustande kommen.

Ein Beispiel dafür steht mit der Geburt Jesu Christi in Verbindung.

 

Zu dieser Zeit herrschte Kaiser Augustus über das Römische Reich.

Vielleicht plante er ein höheres Steueraufkommen, weil er mehr Geld brauchte; vielleicht wollte er aber auch nur die östlichen Provinzen seines Reiches neu organisieren - auf jeden Fall ordnete er eine Volkszählung an.

 Im Zuge dieser „Einschreibung“ machten sich auch Josef und Maria auf, um von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa zu ziehen. (Lk.2,1–5)

 

Kaiser Augustus weiß bei seiner Verordnung nichts von dem, was 500 Jahre zuvor der Prophet Micha geweissagt hat:

Der Messias soll in Bethlehem in Juda geboren werden. (Mi.5,1)

Bethlehem war die Heimat von König David und wird auch oft die Stadt Davids genannt.

Im Zuge der Volkszählung müssen Joseph und Maria als direkte Nachkommen Davids nun in die Stadt ihrer Vorfahren zurückkehren. Sie machen sich auf, obwohl Maria hochschwanger ist.

Als sie ankommen, gebiert Maria „ihren erstgeborenen Sohn“: Jesus Christus.

In Bethlehem - wie angekündigt! (Lk.2,7)

 

War das nur Zufall? Nein!

Kaiser Augustus hat eine Idee, einen Willen - und erfüllt mit seiner Volkszählung doch nur den Ratschluss Gottes.

 

Der Mensch denkt, doch Gott lenkt!

 

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 Ich bin der HERR, der dich heilt.                 2.Mose 15,26

 

Der Herr - unser Arzt

 

Das Leben vieler Menschen ist nicht auf Rosen gebettet. Ratlosigkeit, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit machen sich breit. Vielleicht sind auch Sie gerade verzweifelt oder mutlos? Und vielleicht weiß niemand, wie es wirklich um Sie steht. - Wirklich niemand? Doch! Gott weiß es! Er kennt Sie und Ihre Lage. Er nimmt Anteil an Ihrem Ergehen und will deshalb gern mit Ihnen reden. Und das, obwohl wir Menschen oft gar nicht mit Ihm reden wollen!

 

So wie ein guter Arzt dem Patienten zunächst eine Diagnose stellt, um dann mit einer geeigneten Therapie zu beginnen, so handelt Gott mit uns Menschen. In den folgenden Punkten geht es zunächst um die Diagnose, die Gott dem Menschen stellt, und zwar jedem Menschen. Nach der Diagnose kommt dann die Therapie. Darüber lesen wir morgen.

 

Diagnose

  • 1. Gott sagt: Durch die Sünde ist deine Beziehung zu mir, dem lebendigen und heiligen Gott, völlig unterbrochen.

Eure Ungerechtigkeiten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott“ (Jes.59,2)

„Ihr wart tot in euren Sünden und Vergehungen …, ohne Christus …, keine Hoffnung habend und ohne Gott in der Welt“ (Eph.2,1.12)

  • 2. Gott sagt: Weil du von der Sünde infiziert bist und die Sünde all dein Denken und Handeln beeinflusst, kannst du dich nicht selbst erlösen und nicht aus eigener Kraft zu mir kommen. Auf dich allein gestellt, hättest du nur Tod und Gericht zu erwarten.

„Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes.“

„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Rö.3,23; 6,23)

Gestern haben wir die Diagnose gelesen, die Gott für jeden Menschen stellt. Heute geht es um die Therapie, um die „Medizin“, die Gott dem Menschen verordnet, damit wir sein Heil empfangen und nicht für ewig verloren gehen.

Therapie und Medizin

  • 1. Gott lässt seine Geschöpfe in diesem Zustand nicht allein. Er möchte, dass jeder Mensch in eine glückliche Beziehung zu Ihm kommt. Deshalb sandte Er seinen Sohn auf diese Erde: Jesus Christus. In Ihm finden wir Therapie und Medizin, und Er ist die Brücke zu Gott. Jeder Mensch, der im Glauben zu Christus kommt, der seine Lebensschuld einsieht und Ihm offen bekennt, empfängt Vergebung und Frieden. Jesus Christus spricht:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Joh.14,6)

„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Mtt.11,28)

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Joh.6,37)

  • 2. Von seiner Seite aus hat Gott alles getan, damit Sie in eine glückliche Beziehung zu Ihm kommen können und damit Ihr Leben gesunden kann. Ja, Er will Ihnen - durch den Glauben an Christus - ewiges Leben schenken, Leben in allerhöchstem und allerglücklichstem Sinn. Vertrauen Sie sich deshalb ganz dem Herrn Jesus Christus an! Er spricht:

 

„Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit“ (Joh.10,28)

 

 

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So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab. Johannes 3,16

Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 1. Johannes 5,11

Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!  2. Korinther 9,15

 

Gott gibt zuerst!

 

Viele Menschen leben in der Vorstellung, dass Gott vor allem eine Reihe von Forderungen an uns stellt.

Aber das Neue Testament zeigt uns, dass Gott zuerst gibt, bevor Er irgendetwas von einem Menschen erwartet.

Und was gibt Er?

Seine höchste Gabe ist Jesus Christus, Gottes eingeborener Sohn.

Durch und mit Christus will Gott uns - wenn wir an seinen Sohn glauben - unendlich reich beschenken.

 

 

Zu seinen Gaben zählen:

  • Vergebung der Sünden und ewiges Leben,
  • ein Erretter und Helfer, ein Herr, der es wert ist, dass wir Ihm folgen,
  • jemand, der uns liebt und den wir lieben,
  • eine Quelle beständiger Freude für das Herz,
  • Gewissheit für den Geist,
  • vollkommener Frieden für das Gewissen,
  • eine mächtige Waffe, damit wir das Böse über­winden können,
  • das Recht, Kinder Gottes zu heißen.

Für die Gegenwart haben Kinder Gottes durch den Glauben Sinn und Ziel in ihrem Leben; und für die Zukunft besitzen sie eine Sicherheit über den Tod hinaus und ein himmlisches Erbe bei Christus, ihrem Herrn.

 

Jeder kann diese Gaben empfangen.

Aber jeder muss sie persönlich durch den Glauben annehmen.

Tun Sie es selbst!

Niemand anders kann es für Sie tun.

 

Doch wie jedes Angebot läuft auch dieses zu einer ganz bestimmten Frist ab; und die kennt nur Gott.

 

 

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Jesus spricht zu seinen Brüdern: Geht ihr hinauf zu diesem Fest; ich gehe nicht hinauf zu diesem Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. Nachdem er dies zu ihnen gesagt hatte, blieb er in Galiläa. Johannes 7,8.9

 

Das einwöchige Laubhüttenfest steht bevor, das im Herbst als eine Art Erntedankfest gefeiert wird. Im Jahresverlauf ist es das siebte und letzte der „Feste des HERRN“ - eines von dreien, zu denen alle männlichen Juden nach Jerusalem kommen sollten.

 

Die Brüder Jesu haben die Wunder gesehen, die Jesus in der Landschaft Galiläa im Norden Israels getan hat.

Sie fordern Ihn auf: „Geh nach Judäa, damit auch deine Jünger deine Werke sehen, die du tust … Wenn du diese Dinge tust, so zeige dich der Welt“ (V. 3.4).

Ihnen ist es zu wenig, dass Jesus durch seine „Worte der Gnade“ und „Zeichen und Wunder“ bisher nur in Galiläa bekannt ist (Lukas 4,22; Johannes 4,48).

Sie würden gern seinen öffentlichen Auftritt in der Hauptstadt miterleben.

Ist da nicht eine gehörige Portion Ruhmsucht im Spiel?

Das liegt nahe.

Noch gravierender ist, was der Bibeltext mit knappen Worten feststellt: „Seine Brüder glaubten nicht an ihn“ (V. 5). - Hier liegt das eigentliche Problem!

Nicht religiöse Events mit großen Emotionen stellen die zerbrochene Beziehung zu Gott wieder her; nicht jüdische oder christliche Feste stillen unsere tief sitzende Sehnsucht nach Frieden mit Gott. Vielmehr ist dazu der persönliche Glaube an den Herrn Jesus und sein Erlösungswerk nötig.

 

Nein, Jesus würde nicht zu dem Zeitpunkt zum Fest nach Jerusalem gehen, den seine Brüder Ihm vorschlugen.

Und Er würde dort nicht auf die Weise auftreten, wie sie es wollten.

Er würde dorthin gehen, wenn „seine Zeit“ nach dem Plan Gottes gekommen war.

 

 

Der Sohn Gottes war ja nicht in die Welt gekommen, um als Superstar gefeiert zu werden, sondern um „zu suchen und erretten, was verloren ist“ (Lukas 19,10)

 

 

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Da ist kein Mensch, der nicht sündigt. 1.Könige 8,46

 

Jesus Christus ist der Weg!

 

Auf einer Bergwanderung kommen uns ein Mann und eine Frau entgegen. Schnell sind wir im Gespräch über die Schönheit der Schöpfung Gottes. Neben uns ragt eine Felswand einige Hundert Meter senkrecht nach oben. Wir blicken hinauf, und ich stelle ihnen die Frage, wodurch ein Mensch in den Himmel kommen kann.

„Ich halte die Gebote Gottes“, meinte die Frau.

Diese Antwort bekommt man oft zu hören.

Ich versuche, ihr zu erklären: „Kein Mensch, der je gelebt hat, hat die Zehn Gebote halten können; nur der Herr Jesus Christus hat sie erfüllt.

Niemand kann sich selbst den Himmel verdienen, geschweige denn im Endgericht vor Gott bestehen.“ – Doch die Frau bestand darauf, dass man gerettet werde, wenn man die Gebote halte.

 

Da fragte ich sie: „Angenommen, der Weg in den Himmel ginge über diese Felswand – würden Sie es wagen, hier hochzuklettern?“

Das verneinte sie.

Sie wusste: Ein einziger Fehltritt könnte sie das Leben kosten.

Und daran knüpfte ich an: „Wenn jemand das Gesetz Gottes halten will, aber bei einem Gebot einen Fehltritt tut, dann ist er ,aller Gebote schuldig geworden‘.

So sagt es Gottes Wort.“ (Jakobus 2,10)

 

Nachdenklich schwieg die Frau.

Da meldete sich der Mann zu Wort, der bisher schweigend zugehört hatte, und sagte: „Es ist der Glaube, der rettet.“

 

Wie recht hatte er!

 

Nicht unser Tun rettet, sondern der Glaube an Christus und an das, was Er am Kreuz getan hat!

 

Der Glaube an den Sohn Gottes, an den gestorbenen und auferstandenen Herrn Jesus Christus! Durch Ihn, den Retter, kann jeder Mensch zu Gott kommen, wenn er nur will.

Alle anderen Wege führen ins Verderben.

Aber Christus weist uns den Weg zum Leben, und dieser Weg führt in die Herrlichkeit des Himmels.

 

 

Jesus Christus selbst ist der Weg.

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Durch Christus haben wir den Zugang … zu dem Vater.

In Christus Jesus, unserem Herrn, haben wir die Freimütigkeit und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn. Epheser 2,18; 3,11.12

Der gläubige Beter

 

Viele Menschen verrichten ihre Gebete zu festgesetzten Tageszeiten. Manche glauben, dass man an geweihten Stätten beten solle. Weil aber der große Gott kein sichtbares Haus auf der Erde hat, in dem Er wohnt, sind solche Fragen für das Gebet von untergeordneter Bedeutung.

 

Beten heißt mit Gott reden; reden wie mit einem Freund, der sich für mich interessiert und mir gut gesonnen ist.

Wiedergeborene Christen haben solch ein persönliches Verhältnis zu Gott.

Und das nicht, weil sie besser wären als andere Menschen, sondern weil sie den Sohn Gottes als ihren Erlöser und Herrn kennen. Deshalb können sie mit ihrem Gott völlig offen reden und Ihm alle ihre Anliegen sagen. Dabei vergessen sie das Danken nicht; denn dass sie freien Zugang zu dem allmächtigen Gott haben, ist tatsächlich ein außerordentliches Geschenk.

 

Kennen Sie diesen Zugang zu Gott? – Dann dürfen Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Ihm rufen, unabhängig davon, wo Sie sich gerade befinden. Gott hört überall, auch wenn Sie nur flüstern oder in Gedanken mit Ihm reden.

 

Gott schenkt dem gläubigen Beter in allen Lebensumständen innere Ruhe und Frieden.

 

Kinder Gottes wissen, dass der Vater sie liebt, sie hört und für sie sorgt:

 

„So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen?.. oder: Was sollen wir trinken?, oder: Was sollen wir anziehen? … Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles nötig habt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“ Matthäus 6,31-33

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Wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm2. Korinther 5,20.21

 

Das Sühnopfer Christi

 

Vor 2000 Jahren geschah das größte Wunder, das diese Welt je gesehen hat.

Da lebte ein Mensch auf der Erde, der niemals sündigte.

Er tat in allem das, was nach Gottes Urteil richtig ist.

Das fing bei Ihm nicht erst mit 20 oder 40 Jahren an.

Nein, von frühester Kindheit an tat Er nur das, was Gott erfreute.

 

Sie wissen sicher schon: Das kann nur Jesus Christus, der Sohn Gottes, sein.

Er ist der Einzige, dessen Leben vollkommen mit dem Willen Gottes übereinstimmte.

Die Bibel bezeugt, dass Jesus „keine Sünde tat“.

Er ist auch der Einzige, dessen Worte und Handeln völlig dem entsprachen, was Er in seinem Innern und in seinem Wesen war.

Jeder andere, selbst der „Beste“ von uns, muss zugeben, dass er manchmal etwas zu verheimlichen hat. Christus aber war in seinem ganzen Leben so transparent, dass selbst der Richter Pilatus vor seinem ungerechten Urteilsspruch zugeben musste, dass Jesus Christus „ein Gerechter“ war.

 (1. Petrus 2,22; Johannes 8,25; Matthäus 27,24)

 

Werden wir es je begreifen können, dass Gott gerade diesen Vollkommenen, seinen eigenen Sohn, richtete und für Sünden bestrafte, die Er nicht begangen hatte?

Der Gläubige kann sagen: Er trug am Kreuz meine Sünden.

Er gab sein Leben für mich hin, damit meine Sünden vergeben werden konnten.

 

Das Sühnopfer Christi reicht aus für die Sünden eines jeden.

Aber es kommt nur denen zugute, die zu Gott umkehren, Ihm ihre Sünden bekennen und das Erlösungswerk Jesu im Glauben für sich in Anspruch nehmen.

 

Auf diese Weise sollte jeder der Bitte des Herrn folgen: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“

 

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Weil du das Wort meines Ausharrens bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.

Offenbarung 3,10

Die große Drangsal!

 

Zwei junge Burschen gehen vor mir her. Jeder trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ohne Angst in der Endzeit“.

Ob das wohl gläubige Christen sind? – „Hallo Jungs, was habt ihr denn da für eine Aufschrift auf eurem T-Shirt? Wisst ihr, was das bedeutet?“ – „Nein, das wissen wir nicht, das haben wir irgendwo gekauft.“

„Ohne Angst in der Endzeit“ – was heißt das?

Viele Menschen haben tatsächlich Angst; sie fühlen, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann: Katastrophen, Klimawandel, Terror, Finanzkrisen, Jugendarbeitslosigkeit, Altersarmut – Chaos auf vielen Gebieten.

Wann kommt der große Knall?

Die Prognosen für die Zukunft sind alles andere als gut. Die Angst ist absolut verständlich.

 

Wer die Bibel aufmerksam liest, kann eine Reihe von Anzeichen dafür entdecken, dass die christliche Gnadenzeit, in der wir leben, zu Ende geht.

Sie wird durch ein gewaltiges Ereignis ihren Abschluss finden: wenn die Gläubigen in den Himmel aufgenommen, entrückt werden.

 

Danach wird über die Erde eine Gerichtsperiode hereinbrechen, wie es sie noch nie gegeben hat:

Das ist die „große Drangsal“, wie die Bibel sie nennt.

Doch alle, die zu Gott umgekehrt sind, Ihm ihre Sündenschuld bekannt haben und an Jesus Christus als ihren Heiland glauben, müssen diese schreckliche Zeit nicht erleben, weil sie dann bereits bei Ihm in der Herrlichkeit des Himmels sind. Sie dürfen sich geborgen wissen in der Gnade Gottes, in der Hand des Herrn Jesus Christus.

Deshalb können sie tatsächlich „ohne Angst in der Endzeit“ leben.

 

„Wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus.“ Titus 2,13

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die bitterer Seele sind; die auf den Tod harren, und er ist nicht da, und die nach ihm graben, mehr als nach verborgenen Schätzen; die sich freuen bis zum Jubel, Wonne haben, wenn sie das Grab finden.. Hiob 3,20-22

 

Verbitterte Seele!

 

Hier spricht ein Verzweifelter – einer, der meint, das Leben nicht mehr aushalten zu können.

Er sieht das Grab als Ruheort, wo jedes Problem endgültig beseitigt ist, und er sehnt sich danach.

Wenn die Not groß ist, können solche Gedanken aufkommen.

Und tatsächlich enden ja alle irdischen Sorgen mit dem Tod. – Ist der Tod deshalb ein guter Ausweg?

 

Mit dem Tod ist keineswegs alles aus.

Das sagt uns die Bibel – und das sagt auch unser Gewissen.

Jeder Mensch wird einmal auferstehen und vor Gott erscheinen.

Dabei gibt es einen doppelten Ausgang: Entweder erfahren wir „die Auferstehung zum Leben“ oder „die Auferstehung zum Gericht.“ (Johannes 5,29)

 

Wer aufersteht, um gerichtet zu werden, der wird für jede böse Tat und jedes böse Wort vor Gott Rechenschaft ablegen und verurteilt werden.

Die ewige Gottesferne wird die entsetzliche Folge sein. (Offenbarung 20,11-15; Matthäus 12,36)

Wer sich leichtfertig über Gottes Gebote hinwegsetzt und seinem Leben auf der Erde mutwillig ein Ende bereitet, um von seinen Sorgen befreit zu sein, wird dann merken, dass er sich geirrt hat, und wird weit Schlimmeres erleben.

 

Gott sei Dank: Es gibt einen Ausgang oder Ausweg aus jeder Not auf der Erde.

Gott selbst will denen, die Ihm vertrauen, die Kraft geben, jede Lage zu ertragen. (2.Korinther 4,8; 1. Korinther 10,13)

Und Gott sei Dank gibt es auch eine Auferstehung zum Leben.

Wenn jemand Jesus Christus als seinen persönlichen Retter und Herrn kennt, dann sind seine Sünden vergeben.

Zwar wird auch er vor dem Richterstuhl Christi „offenbar werden“, aber nicht um gerichtet zu werden, sondern um in glücklicher Gemeinschaft mit Christus in der Herrlichkeit des Himmels zu leben. (2. Korinther 5,10; 1. Johannes 3,1.2)

 

 

Deshalb wollen wir uns für Leben und Tod ganz Ihm anvertrauen.

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Sind wir bereit, Gott zu begegnen?

 

3:38 Uhr. Schlafenszeit. Jedenfalls für die meisten von uns.

 

3:38 Uhr am 26. August 2016. Die Uhr des Kirchturms von Amatrice in Italien dokumentiert das Unfassbare: das Erdbeben, das Mittelitalien erschütterte und allein in dem kleinen Bergdorf 231 Menschen im Schlaf überraschte und in den Tod riss.

 

3:38 Uhr. Das Erdbeben legt fast das ganze Dorf in Trümmern. Doch der Kirchturm bleibt wie ein Mahnmal stehen – ebenso wie die Kirch­turm­uhr, die unverändert 3:38 Uhr anzeigt.

Bis Ende Oktober die Erde erneut bebt und das Glockengeschoss des Kirchturms einstürzt.

 

3:38 Uhr. Um diese Uhrzeit zog der Tod ins Dorf ein. Weder erwartet noch erwünscht. – Durch Erdbeben werden wir in Deutschland nur selten aufgeschreckt. Bei uns sind es eher Unfälle oder Krankheiten, die hoffnungsvolle Leben beenden, die Menschen auseinanderreißen, die Schlusspunkte setzen. Sie lassen uns verzweifelt und leer und mit Fragen zurück.

 

Wie gut, dass es Einen gibt, der trösten und Tränen trocknen kann. Der gesagt hat:

„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“

Der das Leid kennt und der am Grab seines Freundes Lazarus selbst Tränen vergoss .

(Mtt.11,28; Joh. 11,35)

 

Dieser Eine redet durch das Wunder einer Geburt und durch die Wunder in der Natur – aber Er redet auch durch Unglücke und Katastrophen. Weil Er Menschen aufwecken will, damit sie zu Ihm umkehren.

Weil Er „nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen“.

Weil Er möchte, dass wir in der Ewigkeit bei Ihm sind. (2.Pet.3,9)

 

 

3:38 Uhr. Sind wir bereit, Gott zu begegnen?

 

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Ihr habt euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten. 1.Thes.1,9.10

 

So tut nun Buße und bekehrt euch!

 

Gott fordert alle Menschen dazu auf, sich zu bekehren.

Damit ist eine radikale Richtungsänderung gemeint, ein völliger Kurswechsel.

Vorher hat sich der Mensch von Gott entfernt, in der Bekehrung wendet er sich Gott zu.

 

Viele denken: Ich glaube doch an Gott, aber wozu soll ich mich bekehren?  

Diese Frage ist nicht neu.

Schon zur Zeit des Propheten Maleachi, vor etwa 2.450 Jahren, stellten Menschen diese Frage:

 „Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren, spricht der HERR der Heerscharen. Und ihr sprecht: ,Worin sollen wir umkehren?‘ Darf ein Mensch Gott berauben, dass ihr mich beraubt?“ (Mal.3,7.8)

Wenn wir Gott durch unsere Lebensführung etwas vorenthalten, worauf Er Anspruch hat, dann „berauben“ wir Ihn. Und dann ist es nötig, dass wir uns bekehren. Gott ist der Schöpfer. Er hat Anspruch auf den Gehorsam seiner Geschöpfe.

Doch wenn wir unser Leben führen, ohne nach seinem Willen zu fragen, dann berauben wir Ihn.

Und das haben wir alle getan; deshalb müssen sich auch alle Menschen bekehren.

 

Den Leerraum, der durch die Abwendung von Gott entstanden ist, haben wir mit vielerlei „Götzen“ gefüllt. Heute macht der Mensch vor allem sich selbst zum Götzen, indem er seine eigenen Wünsche und Lüste zum Maßstab für sein Leben nimmt. Doch in welche Richtung auch immer wir uns von Gott entfernt haben, wir sind dazu aufgerufen, zu Ihm umzukehren.

„Kehrt um … zu dem, von dem ihr so weit abgewichen seid!“ Jes.31,6

„Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen und wendet euer Angesicht von allen euren Gräueln ab!“ Hes.14,6

 

„So tut nun Buße und bekehrt euch, damit eure Sünden ausgetilgt werden.“ Apg.3,19

 

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Thomas spricht zu Jesus: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Joh.14,5.6

Wo ist der richtige Weg?

 

Ein Wanderer hat sich im Gebirge verirrt.

Jetzt ist er an einer Stelle angekommen, wo sich mehrere Wege kreuzen.

Welcher führt zu dem Dorf, wo er seine Ferien verbringt?

Zum Glück kommt gerade ein anderer Wanderer, den er fragen kann.

Dieser plaudert gern und beginnt zu erzählen: woher er kommt, wie ihm die Berge gefallen, wie das Wetter morgen werden soll.

 

Aber welcher Weg zum Dorf führt, wohin unser Freund wandern will – nein, das kann er leider nicht genau sagen. Wahrscheinlich dieser.

Oder ist es doch der andere?

 

Da kommt eine Bergbäuerin an.

Ob sie sich auskennt? Tatsächlich!

Sie kommt aus dem Dorf, das der Wanderer sucht, und sie kennt sogar das Haus, wo er erwartet wird.

„Folgen Sie mir“, sagt sie. – Der sichere Weg, das war hier eine Person.

 

Es nützt nichts, die verschiedenen Religionen zu kennen und die vielen Wege zu vergleichen, auf denen die Menschen den Himmel erreichen wollen.

Da hilft auch keine Philosophie weiter und keine Meditation.

Die Frage „Wo ist der richtige Weg zu Gott?“ kann uns nur jemand beantworten, der von Gott kommt, der Gott völlig kennt und uns zu Ihm führen kann.

 

Und dann ist die Antwort so kurz wie die Frage.

 „Ich bin der Weg“, sagt Jesus.

Der Himmel ist sein Zuhause; Er ist von Gott gekommen und kennt Gott völlig, weil auch Er selbst Gott ist.

 

Und so ist und bleibt Jesus Christus der einzige Weg zu Gott.

 

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Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Johannes 3,36

 

Einwand: „Gott bestraft nicht!“

 

Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter! Gott ist kein Gott, der die Menschen bestrafen will.“ – So lautet ein Einwand gegen die Botschaft der Bibel. Aber stimmt das?

 

Zwei junge Frauen vertraten diese Meinung, und ich fragte sie daraufhin, wie denn wohl mein Vorname sei. „Ich denke mal, Sebastian“, sagte die erste; die zweite meinte: „Nein, ich denke, du siehst aus wie ein Manuel.“

Beide lagen daneben.

Kein Wunder, denn ohne dass ich ihnen einen Hinweis gegeben hätte, konnten sie ja nur Vermutungen anstellen.

 

Genauso wenig aber können wir von uns aus festlegen, wer und wie Gott ist.

Er ist der Einzige, der verbindliche Mitteilungen über sich selbst geben kann.

Gott ist eben nicht so, wie ich Ihn mir vorstellen würde, und auch nicht so, wie Sie Ihn gern hätten.

 

Leider ist das Wort Gott für viele Menschen nur noch wie ein leeres Blatt Papier, auf das jeder seine Wünsche aufschreibt.

Für die einen ist Gott eine weit entfernte höhere Macht, für andere die Moral in uns.

Wieder andere stellen sich einen gnädigen alten Mann vor, der über jede Sünde hinwegsieht.

Doch keiner dieser selbst gebastelten Götter interessiert sich für die Schuld unseres Lebens, für unsere Verfehlungen.

Aber so wie mein Vorname anders lautete, als die Frauen meinten, so ist der wahre Gott anders als jede Vorstellung, die wir selbst uns von Ihm formen!

 

Verbindliche Mitteilungen über Gott hat Jesus Christus, der Sohn Gottes, gegeben.

Er hat gezeigt, dass Gott sowohl Licht als auch Liebe ist.

Am Kreuz von Golgatha wurde das ergreifend sichtbar, als Christus die Strafe für die Sünden aller trug, die an Ihn glauben.

Doch auf allen, die Christus ablehnen, wird der Zorn Gottes ewig bleiben.

 

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Wird man euch nicht sagen: Wo ist das Ge­tünchte, das ihr getüncht habt? Hesekiel 13,12

 

Alles nur Fassade?

 

Haben Sie schon einmal von einem Potemkinschen Dorf gehört?

So bezeichnet man etwas, was nach außen attraktiv herausgeputzt ist, außerhalb der Sichtweite aber verfallen oder nicht vorhanden ist.

Die Redewendung geht auf eine Erzählung über den russischen Feldmarschall Grigori Potemkin (oder: Potjomkin) zurück – aber sie entspricht wohl nicht den historischen Tatsachen.

Bevor die Zarin Katharina II. im Jahr 1787 Neurussland besuchte, soll Potemkin entlang der Wegstrecke Dörfer aus bemalten Kulissen errichtet haben, um Wohlstand vorzutäuschen und das wahre Gesicht der Gegend zu vertuschen.

Die Fassade stand, doch dahinter war – nichts.

 

Gibt es nicht auch Christen, die solchen Potemkinschen Dörfern ähneln?

Sie sind nett und freundlich, keine Frage.

Und sie sind religiös: Sie sind getauft, sind konfirmiert oder haben die Erstkommunion erhalten, sind christlich getraut, besuchen den Weihnachtsgottesdienst. Die christliche Fassade ist da.

Doch dahinter ist – nichts.

Was fehlt ihnen?

Sie haben kein Leben aus Gott! Sie sind nicht, wie Jesus selbst es sagt, „von neuem geboren.“ (Johannes 3,3)

 

Ob man Gott damit täuschen kann?  

Ob Der, der die Gedanken der Menschen „von fern“ kennt, sich durch eine fromme, religiöse Fassade hinters Licht führen lässt?

Ist das nicht eher unwahrscheinlich? (Psalm 139,2)

 

Ich möchte Gott auf jeden Fall nicht nur mit einer Fassade gegenübertreten, sondern in Klarheit und Wahrheit.

Ich möchte Substanz und Inhalt in meinem Leben haben, möchte „von neuem geboren“ sein, um dann auch „in das Reich Gottes eingehen“ zu können.

Ich möchte dieses neue Leben haben – um dann ein Leben zu führen, das seinen prüfenden, aber auch liebevollen Blicken standhalten kann.

 

 

Möchten Sie das nicht auch?  (Johannes 3,5)

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Es soll niemand unter dir gefunden werden, der … Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer … Einen Propheten aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, gleich mir, wird der HERR, dein Gott, dir erwecken; auf ihn sollt ihr hören.    5. Mose 18,10.11.15

 

Es gibt viele Spielarten des Okkultismus

 

Den Teufel gibt es tatsächlich. Doch er ist bemüht, sich zu verbergen und den Okkultismus und seine vielen Spielarten zu verharmlosen. So werden Zauberei, Hexerei und außersinnliche Wahrnehmungen in vielen Science-Fiction-Romanen und Filmen und selbst in beliebten Kinderbüchern verniedlicht. Auf diese Weise werden Hemmschwellen abgebaut, und der Okkultismus gewinnt an Anziehungskraft. Wie aktuell ist daher die eindringliche Mahnung Gottes, alle Formen des Okkultismus zu meiden!

 

Und wenn wir bereits unter okkulte Einflüsse geraten sind? –

 

Die Bibel zeigt uns den Befreier:

Es ist Jesus Christus, der Sohn Gottes; Er ist dieser Prophet, den Gott senden wollte und auf den wir hören sollen. Christus hat den Teufel besiegt und ihm die Macht genommen.

 

Schon viele haben erfahren, dass Jesus Christus sie ganz frei gemacht hat von allen okkulten Verstrickungen und von den Ängsten, die damit verbunden sind. Sie haben Ihm die Schuld ihres Lebens bekannt, darunter auch jede okkulte Bindung. Sie haben sich davon losgesagt, um nun Christus zu folgen. Und Er hat ihnen ein ganz neues Leben und wirkliche Freiheit geschenkt.

 

Eine Frau, die frei wurde, bezeugt: „Ich warf alle esoterischen Bücher, Karten etc. in den Müll und trennte mich für immer von dieser Lehre Satans.

 

Nach und nach verschwanden meine Müdigkeit und dieses Wesen, das mich umgab.

 

Heute schöpfe ich die Kraft aus dem Gebet zu Jesus und erweitere mein Wissen anhand der Bibel – des Wortes Gottes.

 

Jesus lebt wirklich.  

 

Nur Er ist mächtiger und stärker als Satan – durch sein Kreuzesopfer hat Er ihn besiegt.“

 

 

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Lass mich früh hören deine Güte, denn auf dich vertraue ich; tu mir kund den Weg, den ich wandeln soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele! Errette mich, HERR, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht.   Psalm 143,8.9

Die Spardose

 

Eines Nachts fängt der Hund der Familie Perez im Hof an zu bellen. Sofort sind alle auf den Beinen. Sie wissen, dass sich Guerilla-Kämpfer in der Nähe des Dorfes versteckt halten. Schon am Abend vorher sind einige gekommen und haben Geld von ihnen erpresst. – Angstvoll klammern sich die Kinder an die Hände der Eltern.

 

Unter heftigen Schlägen gegen die Tür verlangen raue Stimmen: „Aufmachen!“ Der Vater öffnet. Vier drohende Gestalten treten ein, packen ihn und den ältesten Sohn und stellen sie an die Wand. „Geld her!“, verlangen sie. „Unser ganzes Geld wurde uns schon abgenommen“, antwortet Herr Perez. – „Dann werden wir euch abknallen“, erklärt der Anführer eiskalt.

 

Da geht eines der kleinen Mädchen auf den Mann zu und sagt: „Ich hole meine Spardose.“

Sie läuft weg, und bevor der Anführer begreift, was geschieht, erscheint sie wieder mit ein paar kleinen Münzen, die sie dem Mann in die Hand drückt.

Einen Augenblick lang ist Stille.

Dann bückt sich der Anführer und umarmt die Kleine.

 

Schweigend verlassen die Männer das Haus. Als sich die Tür geschlossen hat, kniet die Familie Perez nieder, alle miteinander, und der Vater dankt dem Herrn für seinen gütigen Schutz.

 

Gott hat tausend Wege, seine Wunder zu wirken! – Ein kleiner Junge brachte einmal fünf Gerstenbrote und zwei Fische zu Jesus. Und der Sohn Gottes speiste damit 5000 Männer (Johannes 6,5-13).

 

 

„Ich jedoch würde Gott suchen und Gott meine Sache vorlegen, der Großes und Unerforschliches tut, Wunder ohne Zahl.“ Hiob 5,8.9

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Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen, in denen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, der das Bild Gottes ist.   2. Kor.4,3.4

 

In Europa gehen derzeit überall die Lichter aus!

 

Anfang August 1914, als es überall in Europa gärte und brodelte, saß der britische Außenminister Sir Edward Grey (1862–1933) noch spätabends in seinem Büro. Von seinem Schreibtisch aus hatte er einen guten Blick über London.

Er sah, dass überall in den Wohnungen die Lichter ausgingen, weil sich die Menschen schlafen legten. Er schrieb: „Auch in Europa gehen derzeit überall die Lichter aus – und wir sehen noch nicht, dass sie wieder angehen.“

Der Erste Weltkrieg war erst wenige Tage alt!

 

Über 100 Jahre später kann man Ähnliches über die Christenheit in Europa sagen.

Früher leuchtete hier „der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus“ hell, jetzt aber verschließen immer mehr Menschen ihr Herz vor der wunderbaren Botschaft des Evangeliums.

Sie wollen nichts mehr davon hören, dass man durch den Glauben an den Herrn Jesus und an sein vollbrachtes Werk auf dem Kreuz errettet werden und ein Kind Gottes werden kann.

 

Ja, die Menschen „machen dicht“, und das liegt nicht immer nur daran, dass sie persönlich kein Interesse haben.

Es gibt Kräfte in der Gesellschaft, welche die biblischen Wertmaßstäbe und die gute Botschaft von Christus verächtlich machen und beiseiteschieben.

Diese Strömungen üben einen starken und prägenden Einfluss über die Medien aus.

Daher kann das Wort Gottes die Gewissen kaum noch erreichen und so die Menschen nicht erretten und zum Guten verändern.

 

Doch noch immer gilt: „Gott ist Licht“.

Und noch immer spricht Er: „Aus Finsternis leuchte Licht.“

Noch immer möchte Er in Herzen hineinleuchten, damit sie in Jesus Christus, in seinem „Angesicht“, die Herrlichkeit des ewigen Gottes erkennen. (1. Joh.1,5; 2. Kor.4,6)

 

 

 

 

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Hörer des Gebets! Zu dir wird kommen alles Fleisch. Psalm 65,3

Dieser Elende rief, und der HERR hörte, und aus allen seinen Bedrängnissen rettete er ihn. Psalm 34,7

 

Beten wir mit Ernst und Ausdauer

 

Die Bibel sagt uns wiederholt, dass Gott hört. Gott hört uns, wenn wir in der Not zu Ihm schreien. Ja, Er hört schon unser Stöhnen und Seufzen.

Er hört – und Er will kommen und helfen (vgl. 2. Mose 3,7.8).

 

Unter den Menschen hört oft der Untergebene auf den Höhergestellten, der Schüler auf den Lehrer, der Arbeiter auf seinen Arbeitgeber; und es ist schwierig, bei einem Menschen Gehör zu finden, der eine hohe Stellung einnimmt.

Aber Gott ist ganz anders.

Er ist ein Gott der Güte: Er tut den ersten Schritt; Er geht auf sein Geschöpf zu.

Er hört uns, aber nicht wie aus großem Abstand, sondern Er ist uns nahe, und Er handelt: „Ich habe dein Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen; siehe, ich will dich heilen“ (2. Könige 20,5)

 

Da können wir uns fragen: Wenn Gott hört – rede ich meinerseits dann auch zu Ihm?

Bete ich bewusst und aufrichtig zu Ihm?

Gott geht es nicht um die Menge meiner Worte.

Er will jedem antworten, der sich in kindlichem Vertrauen an Ihn wendet.

Wollen wir nicht lernen, von ganzem Herzen zu Ihm zu beten, Ihm unsere Bedürfnisse zu sagen und all das, was wir empfinden? (Lk.11,5.8)

 

Beten wir mit Ernst und Ausdauer – auch dann, wenn es einmal so scheint, als ob Gott nicht antworte.

Hiob, ein Glaubensmann aus alter Zeit, kann darin unser Vorbild sein:

Er betete ernsthaft und mit Ausdauer.

Und die Antwort, die Gott ihm schließlich gab, war größer und schöner als alles, was Hiob sich hätte ausdenken können.

 

Wie Hiob können wir Gott alles sagen, was uns bedrückt, sogar unsere Klagen … und vertrauensvoll seine Antwort erwarten.

 

 

„Hiob antwortete dem HERRN und sprach: Ich weiß, dass du alles vermagst und kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.“ Hiob 42,1.2

 

 

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Widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen. Jak.4,7.8

 

Das Zugunglück

Bill und Jim sind bei einer Eisenbahngesellschaft an der Ostküste der USA angestellt. Bill ist Christ, aber Jim kann nicht an einen Gott glauben, der eine Welt wie die unsere erschaffen hat – mit so viel Elend und Bosheit.

 

Eines Tages gibt es auf der Strecke zwischen Seattle und Portland ein Unglück.

 Bill und Jim kommen an der Unfallstelle an und finden dort nur eine unförmige Masse von Trümmern und Schrott vor.

Mehr war von dem stolzen Schnellzug nicht übrig geblieben. Dabei war er doch erst kurz vorher nagelneu aus der Fabrik gerollt.

Bill fordert Jim ein wenig heraus:

 

„Wenn ich bedenke, dass wir für eine Gesellschaft arbeiten, die so etwas mit einem Zug geschehen lässt! Dieser Haufen Schrott sieht einem Zug überhaupt nicht mehr ähnlich.“

 

„Du träumst, Bill“, erwidert Jim. „Du weißt genau, dass der Lokführer betrunken war!“

 

„Und du, weißt du nicht auch genau, dass es nicht der Schöpfer ist, der für den aktuellen Zustand dieser Welt verantwortlich ist?

Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen: vollkommen und rein.

 

Aber nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, ist es, wie wenn ein betrunkener Lokführer die Verantwortung übernommen hätte.“

 

„Du hast recht, es ist der Mensch, der alles verdorben hat.“

 

Jim hat sich schließlich zu Gott bekehrt.

Und wir?

Sind wir uns darüber im Klaren, dass nach dem Sündenfall des Menschen Satan den Lauf der Welt beeinflusst und so viele Menschen wie möglich ins Unglück stürzen will?

 

Aber Gott bietet uns ein Heilmittel an: den Glauben an Jesus Christus.

 

Das ist das sichere Mittel, um dem Unglück zu entgehen, in das Satan die Menschen stürzt, die er beherrscht.

 

 

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Das Licht der Gottlosen wird erlöschen … Seine Zuversicht wird weggerissen werden aus seinem Zelt, und es wird ihn forttreiben zum König der Schrecken. Hiob 18,5.14

 

Wenn bei uns der Vorhang fällt

 

Lautlos senkt sich der Sarg mit seinem Blumenschmuck und verschwindet aus dem Blickfeld. Die Trauerfeier ist zu Ende. Die Menschen suchen schnell das Weite, weg von der Stätte des Todes.

 

Am Ausgang des Friedhofs treffe ich mit einem ehemaligen Kollegen vom Theater zusammen. Wir sind sofort im Gespräch und erinnern uns an gemeinsame Theaterzeiten. „Du weißt ja“, entsinne ich mich, „wenn sich nach einer verpatzten Aufführung der letzte Vorhang geschlossen hatte, dann konnte man nichts mehr korrigieren. Da halfen alle Klagen und Vorwürfe nichts mehr. Die Aufführung war misslungen.“

 

Ist das mit dem Leben des Menschen nicht ähnlich? Einmal wird für jeden von uns gewissermaßen die letzte Szene zu Ende gehen; dann fällt auch für uns der „Vorhang“.

 

Warum ist der Tod für viele – wie die Bibel ihn nennt – „der König der Schrecken“? Sicher, weil Tränen, Trauer, Trennung seine Begleiter sind.

Und spüren nicht viele auch, wenn sie ans Sterben denken, dass sie ohne den Herrn Jesus Christus gelebt haben? Aber ein Leben ohne den Heiland und Erlöser hat verheerende Folgen.

Wer ohne Ihn von der Lebensbühne abtritt, dessen Zukunft ist hoffnungslos und bleibt es auf ewig.

 

Wenn Sie dies lesen konnten, ist bei Ihnen der „letzte Vorhang“ noch nicht gefallen.

 

Nutzen Sie die Zeit, ordnen Sie Ihr Leben, und übergeben Sie es dem Herrn Jesus, ehe es zu spät ist!

 

Denn für Erlöste, wiedergeborene Christen gilt:

 

„Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein …“ Offb.21,4

 

 

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Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir.   Ps.23,4

 

Jesus kennen heißt – denn DU bist bei mir!

 

Das Tal des Todesschattens, das finstere oder dunkle Tal – wer hat es nicht schon kennengelernt? Mancher ist vielleicht jetzt gerade mittendrin …

 

1943 im Ruhrgebiet.

Es ist Krieg, und die ersten Bomben sind schon gefallen.

Pfarrer Wilhelm Busch hat zu einer Kinderstunde eingeladen. Dort liest er Psalm 23. Und dann fragt er: „Kinder, wisst ihr eigentlich, was ein finsteres Tal ist? An was hat David dabei gedacht?“ Ein Mädchen meldet sich: „Ein finsteres Tal ist, wenn die Flieger Bomben schmeißen und die Sirenen heulen und wenn man dann ganz schreckliche Angst hat!“ Wilhelm Busch nickt: „Genau, das ist ein finsteres Tal. Und dann ist es gut, wenn man weiß und sagen kann: ,Du bist bei mir.‘ Daran wollen wir alle beim nächsten Bombenangriff denken.“

 

Wenige Stunden später heulen die Sirenen. Im Keller klammert sich seine kleine Tochter an ihn: „Papa, ich habe solche Angst.“ Er nimmt sie auf seinen Arm: „Was haben wir denn heute Morgen gelernt? – ,Du bist bei mir!‘“ Sie nickt: „Ach Papa, das habe ich ganz vergessen!“ Und dann fallen die Bomben …

 

Am nächsten Tag sitzt Wilhelm Busch in seinem Zimmer. Da platzt seine Tochter herein, mit ihrer besten Freundin Paula im Schlepptau: „Papa, als gestern im Bunker alle durcheinanderschrien und Angst hatten, da hat die Paula ihrer Mutter gesagt: ,Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.‘ – Papa, die Paula hat daran gedacht!“

 

Wie gut ist es, wenn man Jesus Christus als seinen Heiland und Hirten kennt.

 

Wenn man Den kennt, der alle Angst nehmen kann, weil man weiß: „Du bist bei mir.“ – Und wenn man es dann nie wieder vergisst!

 

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Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod, und so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben … Durch den Ungehorsam des einen Menschen sind die vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden. Rö.5,12.19

 

Ein kleiner Schritt – ein Riesenschritt

 

Nach amerikanischer Zeit ist es der 20. Juli 1969, nach mitteleuropäischer Zeit der 21. Juli, und zwar um 3.56 Uhr. Der Astronaut Armstrong, der erste Erdbewohner, der seinen Fuß auf den Mond setzt, spricht die historischen Worte: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen – ein Riesenschritt für die Menschheit!“

 

In der „Morgendämmerung“ der Menschheit hat unser gemeinsamer Vorfahre ebenfalls einen entscheidenden Schritt getan. Eine Frucht essen gegen das Gebot Gottes, was ist das schon? – Nur ein kleiner Schritt?

Für die Menschheit war es ein Riesenschritt mit gewaltiger Tragweite.

Mit Adam hat das ganze Menschengeschlecht seine Unschuld verloren und seine Beziehung zu Gott eingebüßt. Weil Adam sich zum Ungehorsam hinreißen ließ, verlor er seine Würde und wurde zum Sünder.

Die Herrschaft des Bösen über ihn und die Unfähigkeit, sich davon zu befreien, prägten sich seinem Wesen auf und sind von Generation zu Generation bis auf uns gekommen.

 

Doch noch ein anderer Mensch hat einen ersten Schritt getan: Jesus Christus ist auf die Erde gekommen, um die Liebe Gottes zu beweisen.

Am Kreuz ist Er in das Gericht Gottes eingetreten: für unsere von Adam geerbte Natur und für die Sünden, deren wir schuldig waren.

 Er, der einzige Gerechte, hat sein Leben für die Ungerechten gegeben.

 Der „kleine Schritt“ Adams hat uns zu Sündern gemacht. Der „Schritt“, den Christus getan hat, macht es nun möglich, dass Gott allen Menschen Vergebung anbieten kann.

 

Alle, die an Christus glauben, werden vor Gott „in die Stellung von Gerechten gesetzt“. – Was für eine Veränderung!

 

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Dem aber, der nicht wirkt, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.  Rö.4,5

Jesus Christus

„Das ist zu leicht, zu einfach!“ Das sagen viele Menschen, wenn man ihnen das Evangelium, die gute Botschaft Gottes, erklärt. Wenn man ihnen sagt, dass sie nicht unzählige gute Werke tun müssen, um errettet zu werden, sondern nur von Herzen an den Herrn Jesus Christus glauben müssen.

 

Doch ist es wirklich leicht? Und wenn ja, für wen? – Für Jesus Christus war es nicht leicht.

Es war schwer, unsagbar schwer für Ihn,

  • von den Menschen verspottet und verhöhnt zu werden;
  • von den eigenen Jüngern verraten, verleugnet und verlassen zu werden;
  • von der Meute des Hohenpriesters geschlagen und angespuckt zu werden;
  • von den Soldaten gegeißelt und gekreuzigt zu werden;
  • mit einer Dornenkrone gekrönt und dann seiner Kleider beraubt zu werden;
  • am Kreuz hängend auch von Gott verlassen zu werden.

Es war nicht leicht für Ihn, „um unserer Übertretungen willen verwundet, um unserer Ungerechtigkeiten willen zerschlagen“ zu werden. (Jes.53,5)

Doch das war Gottes Weg, um Sünder zu retten. Und es war der einzige Weg! Der einzige Weg, auf dem Menschen gerettet werden konnten.

 

Für Ihn war der Weg nicht leicht. Doch für uns ist er nun leicht. Weil Jesus Christus alles getan hat! Wir müssen Ihn nur annehmen und aufnehmen, dann gibt Er uns das Recht, ein Kind Gottes zu werden. (Joh.1,12)

So leicht ist es, errettet zu werden, so leicht, in den Himmel zu kommen. Danken wir Gott, dass Er es uns leicht gemacht hat, an Jesus Christus zu glauben!

 

 

Glauben Sie schon an Ihn? Warum nehmen Sie Ihn nicht an? Es ist so leicht …

 

 

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Gott ist Liebe

Der Apostel Johannes behandelt drei große Themen: Leben, Licht und Liebe. Von der göttlichen Liebe berichtet er aus Erfahrung. Wenn er in seinem Evangelium von sich selbst spricht, nennt Johannes sich einfach „den Jünger, den Jesus liebte“. So sehr war er von der Gewissheit erfüllt, dass der Sohn Gottes ihn liebte! Einige Aspekte der Liebe Gottes wollen wir hier kurz aufzählen:

 

Gott ist Liebe. Das steht im Tagesvers. Diese göttliche Liebe überragt jede Liebe auf rein menschlicher Ebene. Denn Gottes Liebe besitzt eine ganz besondere Qualität: Er liebt uns vorbehaltlos, ohne Gegenliebe vorauszusetzen. „Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. … da wir Feinde waren.“ (Römer 5,8.10)

 

Gott hat uns seine Liebe in Jesus Christus gezeigt.„Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten.“ (1. Johannes 4,9)

 

Gottes Liebe zeigt sich darin, dass Er uns zu seinen Kindern macht, wenn wir den Herrn Jesus im Glauben als unseren Retter annehmen. – „Seht, welche eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen!“ (1. Johannes 3,1)

 

Wenn wir diese Liebe Gottes selbst erfahren haben, werden wir auch fähig, sie anderen entgegenzubringen: „Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.“ (Römer 5,5)

 

Gottes Liebe hält uns in allen Situationen unseres Lebens fest. – Nichts kann die Kinder Gottes „scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römer 8,39)

 

Gottes Liebe hört nie auf.„Die Liebe vergeht niemals“ (1. Korinther 13,8)

 

Der Himmel wird von der Liebe Gottes erfüllt sein, und erlöste Menschen werden Gott, den Vater, und seinen Sohn ewig für diese Liebe anbeten.


Der Heilige Geist

Seit dem denkwürdigen Pfingsttag vor bald 2000 Jahren in Jerusalem, als der Heilige Geist auf die Jünger Jesu „ausgegossen“ wurde, empfangen alle Christen den Heiligen Geist, wenn sie das Erlösungswerk Jesu Christi im Glauben für sich in Anspruch nehmen (Apostelgeschichte 2,33; Epheser 1,13).

Die Gabe des Heiligen Geistes wirkt sich in allen Lebensbereichen sehr segensreich für die Christen aus. Durch den Geist Gottes

  • empfangen sie das Zeugnis, dass sie Kinder Gottes sind;
  • haben sie freien Zugang zu Gott im Gebet (Epheser 2,18);
  • sind die Gläubigen befähigt, Gott „in Geist und Wahrheit“ anzubeten (Johannes 4,23.24);
  • verstehen sie Gottes Wort und werden sie in die ganze Wahrheit geleitet (Johannes 16,13);
  • erhalten Christen die Kraft, ihr Leben zur Ehre Gottes zu führen und für Ihn Frucht zu bringen (Römer 8,4; Galater 5,22);
  • empfangen sie „Gnadengaben“, die zur Ehre Gottes und zur gegenseitigen Stärkung und Auferbauung der Gläubigen dienen sollen (1. Korinther 12);
  • sind sie in der Lage, das Wort Gottes als „Schwert des Geistes“ zu gebrauchen und die Angriffe Satans abzuwehren (Epheser 6,17);
  • freuen sich Gottes Kinder auch in Bedrängnissen an der Liebe Gottes, die in ihre Herzen ausgegossen ist (Römer 5,5);
  • werden ihre Herzen auf Christus und sein Wiederkommen ausgerichtet (Offenbarung 22,17).

Auf diese Weise erfahren die Gläubigen Tag für Tag, dass Christus sie nicht „verwaist“ auf der Erde zurückgelassen hat (Johannes 14,16-18).

 

 


Lass über mich kommen deine Gütigkeiten, HERR, deine Rettung nach deiner Zusage!     Psalm 119,41

Biblische Therapie

Die Bibel ist kein Buch voller Glücksrezepte. Doch wer sie aufmerksam liest, findet Trost in den vielen Verheißungen Gottes. Sie gelten denen, die mit ihren Fragen zu Ihm Zuflucht nehmen.

 

  • Tod: „Ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.“ (1. Johannes 5,13)
  • Schuldbewusstsein: „Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt um meinetwillen; und deiner Sünden will ich nicht mehr gedenken.“ (Jesaja 43,25)
  • Furcht vor der Zukunft: „Seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen?, oder: Was sollen wir trinken?, oder: Was sollen wir anziehen? … Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles nötig habt.“ (Matthäus 6,31.32)
  • Angst: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam“ (Johannes 14,27).
  • Mangel an Kraft: „Er gibt dem Müden Kraft, und dem Unvermögenden reicht er Stärke dar in Fülle.“ (Jesaja 40,29)
  • Sorgen: „In Frieden werde ich sowohl mich niederlegen als auch schlafen; denn du, HERR, allein lässt mich in Sicherheit wohnen.“ (Psalm 4,9)
  • Schwierigkeit, einen Entschluss zu fassen: „Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst.“ (Psalm 32,8)
  • Furcht vor Katastrophen: „Die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Güte wird nicht von dir weichen.“ (Jesaja 54,10)
  • Furcht vor dem Alter: „Bis in euer Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu eurem grauen Haar werde ich euch tragen.“ (Jesaja 46,4)

Er erquickt meine Seele, er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Psalm 23,3

 

Der Gute Hirte (3)

 

Das klingt gut: „Er erquickt meine Seele“ (oder: Er belebt sie, stellt sie wieder her). Haben wir alle das nicht hin und wieder nötig, weil wir müde geworden sind, weil wir enttäuscht oder ausgebrannt sind? Dann brauchen wir einen, der Tränen trocknet, der tröstet und aufrichtet, der Mut zuspricht, der ein gutes Wort für uns hat. Gott selbst will das durch sein Wort tun. In der Bibel hat Er uns viele besonders hilfreiche und tröstliche Worte aufzeichnen lassen.

 

Ein Schaf kann schon einmal auf dem Rücken zu liegen kommen. Dann braucht es Hilfe, denn es kann sich in der Regel nicht selbst aus dieser Lage befreien. Der Hirte muss es rechtzeitig finden und wieder auf seine Beine stellen, sonst wird es über kurz oder lang sterben.

 

„Er erquickt meine Seele“ – das klingt so persönlich, so behutsam und schonungsvoll. Das klingt so, dass man es am liebsten selbst erleben möchte!

 Wir brauchen Belebung, wenn wir müde geworden sind, und Wiederherstellung, wenn wir gefallen sind.

Petrus, der Jünger, kann da mitreden: Er hat den Herrn Jesus verleugnet, hat dreimal vor anderen behauptet, er würde Ihn nicht kennen. War damit alles verloren? Nein. Jesus sah ihn an, und Petrus erinnerte sich und weinte bitterlich. Doch dann, nachdem der Herr Jesus auferstanden war, erschien Er Petrus und redete mit ihm, so dass alles bereinigt wurde, und vertraute ihm sogar seine eigenen „Schafe“ an. Das ist echte Wiederherstellung einer Seele in ihrer Beziehung zu Gott!

 

Der Prophet Jesaja sagt: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg“ (Kap. 53,6). Wir brauchen also einen, der uns den Weg weist, der uns auf „Pfaden der Gerechtigkeit“ leitet. Auf Wegen, die mit Gott und seinem Willen übereinstimmen.

 

Und die zu unserem Segen sind.


Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen WassernPsalm 23,1.2

 

Der Gute Hirte (2)

Ist das nicht eine recht absolute Behauptung: „Mir wird nichts mangeln“? So überzeugt kann doch wohl keiner sein! Aber der Psalm atmet Dankbarkeit, Zufriedenheit, Vertrauen, Sicherheit und Ruhe – und das trotz der Tatsache, dass er auch vom „Tal des Todesschattens“ und von „Feinden“ spricht (V. 4.5).

Offensichtlich ist der Psalmdichter überzeugt:

Der Hirte kümmert sich um mich!

 Ja, „der Hüter Israels, er schlummert nicht und schläft nicht“.

Und Jesus Christus verheißt seinen Schafen sogar ein Leben „in Überfluss“. Das ist viel mehr, als nur keinen Mangel zu haben! (Ps.121,4; Joh.10,10)

 

Dann folgt Erholung pur auf „grünen Auen“ und an „stillen Wassern“.

Ein Bild von Ruhe, Auftanken, Satt-Sein, Keinen-Durst-mehr-Haben. All das braucht ein Schaf, denn es kann nur lagern und sich entspannen, wenn es ohne Hunger und Angst ist, wenn nichts Unbekanntes oder Unerwartetes mehr in der Luft liegt.

 

Die Bibel sagt: „Der Mensch … ist kurz an Tagen und mit Unruhe gesättigt.“ (Hiob 14,1)

Ein altes Wort – doch hochaktuell!

Unruhe umgibt uns vom ersten Schrei bis zum letzten Atemzug.

Unruhe auf dem Kinderspielplatz, in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf. Unruhe auf der Straße, in unseren Beziehungen, in der Weltpolitik – und tief in uns selbst!

 

Doch Jesus Christus sagt: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben ..., und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.“

 

Und David sagt, dass er sich in Frieden niederlegen und schlafen wird, weil Gott ihm Sicherheit gibt. Ja, Gott sorgt für seine Kinder: Er verschafft ihnen ein ruhiges Gewissen, und Er schenkt ihnen auch Ruhe und Erholung!   (Mtt.11,28.29; Ps.4,9)


 

Der Gute Hirte (1)

 

Wer kennt ihn nicht – den Psalm 23?

Sicherlich gehört er zu den bekanntesten Worten der Bibel.

Ein kleines literarisches Meisterwerk. Gut zu verstehen. Tiefgründig. Einfach wunderschön.

 

Hier beschreibt jemand, der an Gott glaubt und Ihm ganz vertraut, die liebevolle Fürsorge, die er von Gott erfährt. So wie Schafe Führung und Schutz benötigen, so braucht der Mensch in übertragenem Sinn einen Hirten, der sich um ihn kümmert.

 

David, der Verfasser des Psalms, war selbst Hirte. Er wusste aus eigener Erfahrung, dass der Hirte die wichtigste Bezugsperson für die Schafe ist. Von ihm hängt alles ab. Er darf kein Tyrann, darf nicht gleichgültig oder egoistisch sein. Er muss verantwortungsbewusst und liebevoll sein, muss Führer, Arzt, Mentor und Seelsorger für die Schafe sein. Erst dann können sie sich wohlfühlen!

 

„Der HERR ist mein Hirte“ – so beginnt der Psalm. Und das ist gleichzeitig die Grundvoraussetzung für alle weiteren Aussagen. Denn nur ein Mensch, der eine ganz persönliche Beziehung zu Gott als seinem Hirten hat, kann das erleben, was in den nächsten Versen beschrieben wird.

 

Im Neuen Testament gibt es ein ähnliches Bild. Dort sagt Jesus Christus: „Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Und wenig später: „Meine Schafe hören meine Stimme.“ Es heißt: „mein Hirte“, „meine Schafe“ – wie viel Vertrauen und wie viel Liebe liegt in diesen Worten! (Joh.10,11.27)

 

Zunächst muss ich mir also die Frage beantworten, ob ich Jesus Christus überhaupt als meinen Hirten kenne, ob ich weiß, dass Er sein Leben für mich gegeben hat.

Wenn ich das sagen kann, dann darf ich alle Aussagen dieses Psalms auch auf mich beziehen.

 

Dann darf ich sagen: „mein Hirte“!


Wer in Finsternis wandelt und wem kein Licht glänzt, der vertraue auf den Namen des HERRN und stütze sich auf seinen Gott.   Jesaja 50,10

 

Retter und Erlöser

 

Mit heulenden Sirenen ist der Rettungswagen herbeigeeilt. Die Sanitäter handeln schnell. Im Krankenhaus werden dann andere sofort aktiv: Sauerstoffmaske, Injektionen usw. Man unternimmt alles Menschenmögliche für die Frau, damit der versuchte Selbstmord nicht gelingt.

 

Doch alles könnten die Lebensretter für diese Frau nicht tun, obwohl sie sich so sehr bemühen. Indem man sie ins Leben zurückholt, holt man sie in dieselbe Verzweiflung zurück, die sie zum Äußersten getrieben hat. Die Rettung des Körpers bedeutet nicht zugleich, dass ihre Probleme gelöst sind oder ihre Seele gerettet ist. Sie hat Retter gehabt, jetzt braucht sie noch einen Erlöser!

 

Wer kann das ganze Dasein eines Menschen verändern, wer kann neue Motivation zum Leben geben, ja wer kann begründete Hoffnung schenken?

 

Dafür ist Jesus Christus auf die Erde gekommen!

Er hat die tiefsten körperlichen und seelischen Leiden erduldet, so dass Er uns aus Erfahrung verstehen kann. Kein Wunder, dass man damals die Kranken und Besessenen zu Ihm brachte.

Und Er brach die Macht der Krankheiten und des Teufels. (Matthäus 4,24; 8,16.17)

 

Auch heute will Jesus jedem in seinen besonderen Lebensumständen helfen, und zwar dadurch, dass sich entweder seine Situation so verändert, dass diese erträglich wird, oder dass der Mensch Kraft bekommt, dass er sie ertragen kann.

Und Jesus selbst hat versprochen, mitzugehen und mitzutragen.

 

Ja, Jesus Christus ist unsere Hoffnung! (1. Timotheus 1,1)

Und allen Verzweifelten, allen Verbitterten, allen, die in die Enge getrieben sind, gilt die Einladung des Herrn Jesus in besonderem Maß:

 

„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ Mtt.11,28

 

 


Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Johannes 11,25.26

 

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“

 

Oft verspricht die Werbung etwas, was die Realität nicht hält.

Jesus sagt hier: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“Ein gewaltiger Ausspruch! Ist er aber auch wahr?

 

Nur kurze Zeit nach diesem Wort erweckt der Herr den Lazarus tatsächlich wieder zum Leben. Lazarus ist schon vier Tage tot, ja „er riecht schon“, wie seine Schwester Martha einwendet. Doch Jesus tritt vor das Grab und ruft Lazarus heraus. Und der kommt. Lebendig. Sein Tod ist glaubwürdig bezeugt – und seine Auferweckung auch! Denn „die Volksmenge, die bei ihm war, bezeugte nun, dass er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt hatte“ (V. 39; Kap. 12,17).

Wieder ein paar Tage später wird Jesus gekreuzigt und stirbt. Ein Soldat weist seinen Tod nach, indem „er mit einem Speer seine Seite durchbohrt“. Doch Jesus bleibt nicht im Grab – sondern steht aus den Toten wieder auf. 40 Tage lang stellt Er sich vielen Menschen als der Lebendige vor. Wieder ist die Beweislage klar: Er war wirklich tot gewesen – und ist wirklich wieder lebendig. (Kap. 19,34; Apg.1,3)

 

Der Nachsatz in den eingangs zitierten Worten Jesu ist tröstlich, aber auch ernst.

Alle, die gestorben sind, werden einmal auferstehen.

Alle, die an Jesus Christus geglaubt haben, in der „Auferstehung des Lebens“ zum ewigen Leben.

Alle aber, die nicht an Ihn geglaubt haben, in der „Auferstehung des Gerichts“ zur ewigen Verdammnis, zu einer ewigen qualvollen Existenz fern von Gott. (Joh.5,28.29)

 

 

„Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Worte der Macht – der Hoffnung – der Warnung!


Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.   Matthäus 27,42

 

Auferstehungstag – Hat Jesus verloren?

 

Eine bekannte Illustrierte erschien einmal mit dem groß angelegten Aufmacher: „Hat Jesus verloren?“ Vielleicht nahmen die Presseleute ihre eigene Frage nicht so wichtig wie wir. Aber von der Antwort hängt das Wohl der Menschen ab, jetzt und zukünftig.

 

Zunächst einmal: Diese Frage ist gar nicht so neu.

Unter dem Kreuz Christi wurde sie, wenn auch mit anderem Wortlaut, schon einmal gestellt. In unserem Tagesvers haben Sie gelesen, wie abschätzig die Gegner Christi von Ihm sprachen. Jesus Christus ist kurz darauf gestorben. – Hatte Er da etwa wirklich verloren?

 

Dann kommt das Aufregende: Jesus ist aus dem Tod auferstanden.

Das aber wollten seine Gegner schon damals nicht wahrhaben: Als die römische Wachmannschaft, die extra für das Grab Jesu abgestellt war, berichtete, dass das Grab Jesu leer war, herrschte bei den Verantwortlichen große Betroffenheit.

Die Sache sollte mit einer Lüge verschleiert werden. Hatte Jesus nun etwa verloren, obwohl doch gerade die Wachsoldaten Zeugen für das leere Grab sind?! (Mtt.28,11-15)

 

Aber es kommt noch besser: Jesus ist nicht nur auferstanden, sondern auch in den Himmel aufgenommen worden. Seine Feinde waren bei diesem Ereignis nicht zugegen. Deshalb musste es ihnen von einem autorisierten Boten mitgeteilt werden. Der Apostel Petrus bezeugte ihnen dann, dass Gott Jesus Christus, seinen Sohn, auferweckt und in den Himmel aufgenommen hat. Aufgrund seiner Rede vor Tausenden von Pilgern aus dem ganzen Mittelmeerraum bekehrten sich damals dreitausend Menschen zu Christus. (Apg.2,41)

 

Hat Jesus also verloren?

Darauf kann man nur mit einem klaren Nein antworten.

Jesus Christus ist Sieger, und als Sieger wird Er bald auf die Erde zurückkehren!

 

 


Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet die, die euch fluchen; betet für die, die euch beleidigen. Dem, der dich auf die Wange schlägt, biete auch die andere dar; und dem, der dir das Oberkleid nimmt, wehre auch das Untergewand nicht.   Lukas 6,27-29

 

Doch er schwieg

 

Es ist eine Sache, etwas zu lehren; es ist eine andere Sache, das auch selbst zu tun.

Muss sich nicht jeder eingestehen, dass er nicht immer alles so tut, wie er es eigentlich für richtig hält?

Ganz anders ist es bei dem Herrn Jesus Christus: Er ist ein vollkommener Lehrer, der selbst alles völlig umgesetzt hat, was Er seine Jünger gelehrt hat.

 

Als seine Feinde Ihn gefangen nahmen und sein Jünger Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, da heilte Jesus ein Ohr, das Petrus abgeschlagen hatte: eine Wohltat an einem der Feinde. Außerdem hielt Jesus seine Jünger davon ab, Ihn weiter zu verteidigen. (Joh.18,10.11)

 

In den schlimmen körperlichen Qualen am Kreuz betete Jesus: „Vater, vergib ihnen“ (Lk.23,34)

Das war ein Gebet für seine Peiniger und ein unverdienter Segen.

Alle die, die durch die Kreuzigung des Sohnes Gottes gewaltige Schuld auf sich geladen hatten, bekamen so noch eine weitere Gelegenheit, Buße zu tun und umzukehren.

 

Als man Jesus unschuldig auf die Wange schlug, wich Er nicht zurück. Auch gebrauchte Er seine göttliche Macht nicht zur eigenen Verteidigung. Und als man Ihn spottend aufforderte: „Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug?“, hätte Er die Schläger sofort benennen können, doch Er schwieg. (Mtt.26,68)

 

Man zog Ihm seine Kleider aus, und die Soldaten verlosten diese unter sich, ohne dass Er widersprach oder etwas unternahm.

 

 

„Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.“ Jes.53,7


Du kennst meinen Hohn und meine Schmach und meine Schande; vor dir sind alle meine Bedränger. Ps.69,20

 

Karfreitag

 

Wenn wir über die Leiden Christi am Kreuz nachdenken, denken wir oft zuerst an seine körperlichen Schmerzen, die Ihm durch seine Peiniger zugefügt wurden und die Er ohne jede Gegenwehr ertrug „wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird …; und er tat seinen Mund nicht auf“ (Jes.53,7)

 

Dabei übersehen wir leicht, dass der Herr Jesus durch den Spott und den Hohn der Menschen bis ins Innerste getroffen wurde. Jetzt rief eine laute Menge: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Wenige Tage zuvor hatten die Menschen Ihn bei seinem Einzug in Jerusalem mit Jubelrufen als „Sohn Davids“ willkommen geheißen. Doch nun blickte der Heiland vom Kreuz in hasserfüllte Gesichter, die sich an seinen Qualen weideten.

 

Besonders zu schaffen machte Ihm der Spott der Führer des Volkes, den unser Tagesvers prophetisch ankündigt. Wie oft und wie geduldig hatte Jesus sich gerade mit ihnen auseinandergesetzt, um ihnen ihren moralischen Zustand klar vor Augen zu führen. Aber sie waren hart geblieben und hatten von ihrem bösen Plan, Ihn umzubringen, nicht abgelassen. Und jetzt verhöhnten sie Ihn auch noch in seinen Leiden. Was der Heiland dabei empfand, ist zum Beispiel in den Psalmen nachzulesen: „Der Hohn hat mein Herz gebrochen.“ (Ps.69,21)

 

Der Herr Jesus ertrug alle diese Angriffe still und geduldig.

Er wollte Sündern den Weg zu Gott bahnen, und Er wusste, dass das nur durch seinen Sühnetod geschehen konnte.

Dazu musste Er, der Gerechte, für die Sünden von Ungerechten leiden – und das von Gottes Hand.

(1.Pet.3,18)

Diese Leiden unter dem Zorn Gottes waren die tiefsten seiner Leiden.

 

Diesem Heiland, der aus Liebe zu uns sein Leben hingegeben hat, können wir vertrauen!


Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden; er zählt die Zahl der Sterne, nennt sie alle mit Namen. Groß ist unser Herr, und groß an Macht; seiner Einsicht ist kein Maß. Ps.147,3-5

 

Das zerbrochene Herz und die Sterne

 

Was für ein außerordentliches Schauspiel bietet der Sternenhimmel in einer klaren Nacht! Wir selbst kommen uns angesichts dieser großartigen Szenerie ganz unbedeutend vor. Doch mehr noch: Unser Auge kann nur einen winzigen Teil der Sterne erkennen. Riesige Teleskope haben erkennen lassen, dass „Nebel“, die man früher für Gaswolken hielt, aus einer überwältigend großen Anzahl von Sternen bestehen. Viele Milliarden Sonnen erleuchten die Milchstraße, unsere eigene Galaxie. Und daneben gibt es noch viele Milliarden weitere Galaxien. Gemessen an diesem Universum ist die Erde selbst nur ein Staubkörnchen, das in der unermesslichen Weite des Himmels dahinsegelt.

 

Einmal betrachtete ich in einer schlaflosen Nacht den Sternenhimmel mit bekümmertem Herzen. Beim Anblick dieses funkelnden Gewölbes fragte ich mich: „Ist Gott wirklich so groß, dass Er sich um ein vom Leid zerrissenes Herz kümmert?“

 

Dann kamen mir die wunderbaren Worte des obigen Psalms ins Gedächtnis.

Und mein Herz kam zur Ruhe.

Ja, ich zähle für Gott.

Seine Größe hindert Ihn nicht daran, an mich kleines Geschöpf zu denken.

Jetzt bin ich völlig davon überzeugt, dass dieser Gott, der die Welt geschaffen hat, sich auch um ein leidendes Herz kümmert.

Ich möchte diese Worte wiederholen: Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.

Ich weiß, dass Er es tun wird.

Meine Lebensumstände haben sich nicht verändert, aber ich kann mich beruhigt schlafen legen.

Gott ist mir nahe.

Er ist ein gegenwärtiger Gott, ein mächtiger Gott, ein Gott von unendlicher Liebe.

 

 


Siehe, ich bin ausgegangen, um dir zu widerstehen, denn der Weg stürzt ins Verderben vor mir. 4. Mo.22,32

 

Der falsche Weg

 

Ein Autofahrer war an einer Straßenkreuzung von der richtigen Route abgekommen. Aber er merkte es nicht, sondern fuhr unbekümmert in der falschen Richtung weiter. Er war ein vorsichtiger und korrekter Fahrer. Er hielt an jedem Stoppschild, überschritt niemals die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Alles war in Ordnung. Nur – die Richtung war falsch.

 

So kann es auch in unserem Leben sein. Wenn wir uns nicht auf dem Weg Gottes befinden, laufen wir ins Verderben.

 

Von Natur aus befinden sich alle Menschen auf einem Weg, der abwärtsführt. Nicht nur große Sünder sind auf „Abwege“ geraten, wie man es von gewissen Leuten sagt. Nein, alle!

 

Gott will uns auf unserem verkehrten Weg aufhalten, damit wir nicht verloren gehen. Und Er zeigt uns auch den richtigen Weg: Gottes Weg führt über das Kreuz von Golgatha.

 

Über Golgatha? Dorthin ist vor bald 2000 Jahren ja schon Einer gegangen: Jesus Christus!, so fragst du vielleicht. – Ja, das stimmt. Dorthin ist Christus freiwillig gegangen, um für Sünder zu leiden und zu sterben. Er hat ihre bösen Gedanken, Worte und Taten auf sich genommen und das Gericht Gottes dafür erduldet. Damit das nun auch für uns persönlich wirksam wird, müssen wir uns im Glauben zu Christus wenden. Das schließt ein, dass wir von unseren eigenwilligen Wegen zu Gott umkehren.

 

Im Himmel wird es nur Menschen geben, die durch Gottes Gnade in ihrem Leben eine radikale Richtungsänderung vollzogen und Christus und sein Erlösungswerk von Golgatha im Glauben angenommen haben.

 

 

„Der Weg des Narren ist richtig in seinen Augen, aber der Weise hört auf Rat.“     Sprüche 12,15


Seid bereit! Denn in einer Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen. Mtt.24,44

 

Die westlichste der Friesischen Inseln ist die Insel Texel. Sie besaß schon 1927 eine eigene Stromversorgung, wobei der Strom auf der Insel selbst erzeugt wurde. Er wurde jeden Abend gegen 23 Uhr abgeschaltet. Dabei warnte ein Maschinenwärter die Bewohner, bevor er den Strom endgültig abdrehte, indem er vorher mehrmals die Stromzufuhr kurz unterbrach. So konnte jeder noch in aller Ruhe seine Öllampen anzünden.

Manche Menschen stellen sich vor, dass die Wiederkunft von Jesus Christus ähnlich ablaufen würde: Es würde göttliche Warnhinweise geben, so dass sie noch genügend Zeit hätten, sich zu bekehren und mit Gott ins Reine zu kommen. Doch bis dahin könnten sie so leben, wie sie wollten.

 

Doch die Bibel redet ganz anders! Sie sagt nicht: Wartet noch ab! – Sie sagt: Seid bereit! Sie sagt: „Denn in einer Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.“ Hier geht es nicht um die Frage, ob Er kommen wird – sondern wann Er kommen wird!

Alle, die bereit sind, werden dann mit Ihm gehen; allen anderen aber wird Er erklären: „Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“ (Mtt.7,23)

 

Was müssen wir tun, um bereit zu sein? Wir müssen Gott unsere Sünden offen bekennen und an Jesus Christus glauben!

Dann ist Gott „treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“.

Dann sind wir bereit, Christus zu erwarten.

Er hat ja gesagt: „Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet.“(1.Joh.1,9; Joh.14,3)

 

 

Sicher werden auch wir dann überrascht sein: Doch nicht darüber, dass Er gekommen ist – sondern darüber, wie unvorstellbar herrlich es bei Ihm ist!


Sie werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.

Römer 3,24

Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es.

 Epheser 2,8

 

Umsonst gerechtfertigt durch Gottes große Gnade

 

Jeden Samstag besucht Adriana die Familie der kleinen Maria. Neulich versprach sie dem Mädchen beim Abschied: „Nächsten Samstag bringe ich dir ein Geschenk mit – wenn du bis dahin artig bist!“ Maria wollte das Geschenk gern bekommen und fasste gute Vorsätze für ihr Verhalten.

 

Doch am nächsten Samstag ging Maria – anders als sonst – nicht zur Tür, um Adriana öffnen. Trotz ihrer guten Vorsätze und Bemühungen war sie in den vergangenen Tagen ziemlich ungehorsam gewesen. Sie wusste, dass sie das Geschenk nicht verdient hatte.

 

Als Adriana sich an diesem Tag verabschiedete, sah sie dem Mädchen freundlich in die Augen und versprach ihr: „Maria, am Samstag bringe ich dir ein Geschenk mit.“ – Das Mädchen blickte erstaunt auf und ergänzte fragend: „… wenn ich mich gut benommen habe?“ – „Nein, heute verspreche ich dir ein Geschenk, das ganz umsonst ist.“ Am folgenden Samstag wartete Maria schon glücklich und vertrauensvoll an der Tür auf Adriana. Adriana stellte Maria keine Fragen, sondern gab ihr das versprochene Geschenk.

 

Dann erklärte sie: „Maria, genauso handelt Gott mit uns. Wenn wir Vorschriften befolgen oder Gebote halten müssten, um in den Himmel zu kommen, so würde das niemand von uns gelingen. Die Versuchung, Böses zu tun, ist stärker als wir.

Daher sind wir Gott ungehorsam und können niemals durch unsere eigenen Anstrengungen errettet werden!

 

Deshalb stellt Gott nicht die Vorbedingung … wenn du dich gut benimmst, bevor Er uns die Errettung schenkt.

Sein Sohn Jesus Christus hat die Strafe für Sünder auf sich genommen.

 

Wir müssen nur an Ihn als unseren Retter glauben. Es hängt also nicht von uns ab und nicht davon, wie wir uns betragen haben.“


Tut Buße und bekehrt euch! Apostelgeschichte 3,19

 

Wahre Buße und Bekehrung

 

Wenn das Wort Gottes einen Menschen bekehrt, nimmt es ihm die Verzweiflung, aber es nimmt die Buße nicht weg. Zwar denkt der Mensch dann nicht mehr, dass seine Sünde ihn in die Hölle bringen wird, aber er denkt auch nicht, dass seine Sünde eine Kleinigkeit sei.

 

Wahre Bekehrung bringt einem Menschen Vergebung, aber sie macht ihn nicht anmaßend. Seine Übertretungen sind ihm vergeben, aber er sagt deshalb nicht: „Ich werde wieder auf dieselbe Weise sündigen. Wenn man so leicht Vergebung bekommt, warum sollte ich dann nicht sündigen?“ – Kein wirklich bekehrter Mensch würde so reden.

 

Wahre Bekehrung gibt einem Menschen vollkommene Ruhe, aber sie hindert ihn nicht daran, geistlich zu wachsen.

 

Wahre Bekehrung gibt einem Menschen Sicherheit, aber sie gestattet ihm nicht aufzuhören, seinen Feinden gegenüber wachsam zu sein – gegenüber der Welt, dem sündigen Fleisch und dem Teufel.

 

Wahre Bekehrung bringt einem Menschen Kraft, doch nicht so, dass er sich dessen rühmen könnte. Wenn er sich rühmt, dann rühmt er sich seines Herrn.

 

Wahre Bekehrung bringt Harmonie in die Pflichten des täglichen Lebens. Sie hält alle Aufgaben, Gefühle, Hoffnungen und Freuden im Gleichgewicht.

 

Wahre Bekehrung lässt einen Menschen ganz für Gott leben. Er tut nun alles, was er tut, zur Ehre Gottes.

 

Wahre Bekehrung lässt den Menschen bewusst vor Gottes Augen leben. Früher hatte er gewähnt, Gott würde ihn nicht sehen; jetzt ist es seine Freude, vor dem Angesicht Gottes zu leben. Nach C. H. Spurgeon (gekürzt)

 

 

Bei alledem kann der Mensch diese Umkehr nicht in eigener Kraft bewerkstelligen.

 

Aber jeder kann aufrichtig zu Gott beten: „Bekehre mich, damit ich mich bekehre, denn du bist der HERR“ (Jeremia 31,18) 


Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Johannes 10,11

 

„Ich bin der gute Hirte“

 

Kein Ausspruch des Herrn Jesus beschreibt so sehr seine Liebe, Zuneigung und Fürsorge wie dieser! Er ist nicht nur ein Hirte, der sich um seine Schafe kümmert – nein, Er ist „der gute Hirte“, der sogar sein Leben für die Schafe lässt! Wie groß und überwältigend ist diese Liebe!

 

König David von Israel war in seiner Jugend ein Schafhirte. Wenn damals ein Löwe oder ein Bär kam und „ein Stück von der Herde forttrug“, so lief er ihm nach und entriss es ihm. Wenn sie sich dann gegen ihn erhoben, dann tötete er sie mit der Hilfe Gottes. So rettete er sein Schaf. Doch wie weit bleibt sein Einsatz hinter dem zurück, was der Gute Hirte getan hat! (1. Samuel 17,34.35)

 

Um Sünder von der Macht Satans zu retten, gab der Herr Jesus sein eigenes Leben.

Für sie ließ Er sich von Gott richten und ging in den Tod: freiwillig und ohne Rücksicht auf sich selbst. Wie wertvoll muss ein Mensch für Ihn sein, dass Er bereit war, für ihn zu sterben, um ihn von der Strafe für die Sünden und vom ewigen Tod zu erretten!

Er hat es getan!

Was könnte uns nun noch daran hindern, Ihm ganz zu vertrauen?

 

Wenig später sagt Jesus: „Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen.“

Er nennt die, für die Er sein Leben gegeben hat, „die Meinen“.

Sie gehören Ihm, und Er kennt sie alle „mit Namen“.

„Er kennt die, die zu ihm Zuflucht nehmen“, kennt ihre Eigenarten, Schwächen und Probleme.

Wie intensiv, wie persönlich und wie vertraut ist diese Beziehung zwischen dem Hirten und denen, die Er „die Meinen“ nennt!

 

 

Und weil Er sie so gut kennt, freut Er sich, wenn auch sie Ihn immer besser kennenlernen, Ihm vertrauen und sich auf Ihn verlassen. (V. 14; Nahum 1,7)


Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euchPhilipper 4,4

Freut euch!

Ein Missionar in Afrika gab sich viel Mühe, einen alten Häuptling zum Christentum zu bekehren. Allerdings kannte der Prediger seine Bibel selbst nicht gut. Seiner Meinung nach bestand die christliche Glaubenslehre zum großen Teil aus Verboten; und die versuchte er dem schon recht betagten Häuptling zu vermitteln.

 

Der Alte hörte geduldig zu. Schließlich meinte er: „Ich verstehe das alles nicht. Du sagst mir, dass ich nicht die Frau meines Nachbarn nehmen darf.“ – „Stimmt“, sagte der Missionar. – „Oder sein Elfenbein oder seine Ochsen?“ – „Ganz recht.“ – „Und ich soll nicht den Kriegstanz tanzen, um ihn dann zu überfallen und zu töten?“ – „Völlig richtig.“ – „Aber ich kann das alles sowieso nicht mehr tun!“, sagte der Häuptling bedauernd. „Ich bin zu alt. Alt sein und Christ sein ist wohl dasselbe!“

 

Ja, Gottes Maßstäbe und Gebote sind ewig gültig! Und doch hinterlässt diese Geschichte einen bitteren Nachgeschmack. Durch einseitige Verkündigung kann es zu großen Missverständnissen kommen: Dann stellt man sich das Glaubensleben als etwas Altes, Langweiliges, Freudloses vor, wo man hinter dem Ofen sitzt und böse Blicke auf alle fröhlichen jungen Leute wirft.

 

Man hält die Bibel für den Feind des wirklichen Lebens, für einen Gegner der Liebe und der Freude.

 

Unbewusst stellt man sich Gott dann so vor wie vor langer Zeit jene Dame, die ihrem Kindermädchen sagte: „Sehen Sie nach, was der Kleine macht, und sorgen Sie dafür, dass er damit aufhört!“

 

Nein, die gute Botschaft Gottes ist eine ganz andere! Unser Eingangsvers macht das deutlich: Christen sind zur Freiheit und zur Freude berufen.

 

Sie haben wirklich Grund, froh zu sein und sich zu freuen.

 

Früher haben sie erfahren, wie die Sünde unglücklich macht; aber jetzt wissen sie, wo tiefe und bleibende Freude zu finden ist!

 

 


Jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

Jakobus 1,14.15

Opfer oder Überwinder der Versuchung?

Der irische Schriftsteller Oscar Wilde schrieb einmal: „Ich kann allem widerstehen – außer der Versuchung.“ Ein Satz voller Ironie und Selbstironie; aber es ist durchaus etwas Wahres daran.

 

Seit das erste Menschenpaar das Gebot Gottes übertreten hat, trägt jeder Mensch eine Neigung zum Verkehrten und Bösen in sich. Das ist fatal: Wenn nämlich eine Versuchung von außen auf uns einwirkt, sind wir leicht geneigt, ihr nachzugeben und zu sündigen. Auch ein Mensch, der das Gute tun und das Verkehrte meiden will, muss erkennen: Ich habe gar nicht die Kraft, der Versuchung immer und in allem zu widerstehen. – Und manchmal kommt es sogar nach jahrelangem Kampf zur Niederlage.

 

Was ist da zu tun?

Wie können wir die Versuchung überwinden?

Gute Vorsätze reichen nicht, das wissen wir längst. Auch nicht die eigenen Fähigkeiten und Anstrengungen. Nein, ohne Gott geht es nicht!

 

Wenn wir das Böse wirklich überwinden wollen, brauchen wir:

  • eine neue, lebendige Beziehung zu Gott;
  • ein ganz neues Leben mit neuen Zielen, mit Liebe zum Guten und Ablehnung des Bösen;
  • die Kraft des Heiligen Geistes.

Das alles will Gott uns durch Jesus Christus und aus freier Gnade schenken.

An uns ist es, dieses Geschenk, dieses neue Leben, anzunehmen und es dann Tag für Tag durch Gebet und durch Gottes Wort zu kräftigen.

 

Jesus Christus sagt: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt.“ Matthäus 26,41


Lasst euch retten …! Apostelgeschichte 2,40

Wir alle brauchen Hilfe

In seinem Jahresbericht teilt der Österreichische Bergrettungsdienst mit: 7.249 Personen wurden im Jahr 2016 in den Bergen des Alpenlandes geborgen. Darunter waren etwa 5.032 Verletzte und 164 Tote. Die meisten Toten gab es dabei unter den Bergwanderern im leichten Gelände, vorwiegend aufgrund von Herz- und Kreis­lauf­erkran­kungen.

 

Bei den Rettungsaktivitäten haben 12.600 Männer und Frauen der Bergrettung insgesamt 74.221 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet. Für diesen freiwilligen Dienst kann man nur dankbar sein – besonders wenn man zu den Geretteten gehört.

 

Etwas Wichtiges haben allerdings auch die Geretteten beigetragen: Sie haben sich retten lassen! Sie haben erkannt, dass sie nicht allein weiterkamen, sondern Hilfe brauchten. Und dann haben sie die Hilfe angenommen. Eigentlich selbstverständlich, oder? Aber viel zu viele sind einfach zu stolz, um sich retten zu lassen – jedenfalls, wenn es um die Rettung vor dem ewigen Verderben geht.

 

Da gibt es Menschen, die mühsam versuchen, auf eigene Faust weiterzukommen. Doch dadurch wird ihre Situation nur noch schwieriger. Zudem laufen sie Gefahr, den Zeitpunkt für die Rettung ganz zu verpassen. Anderen gefällt der Retter nicht.

 

Sie irren lieber nach eigenem Gutdünken weiter umher, als sich der Führung des Herrn Jesus Christus anzuvertrauen.

Aber zu solchen Vorbehalten gibt Jesus keinen Anlass. Er ist doch der Sohn Gottes, der aus freier Liebe Mensch wurde, um uns durch seinen Sühnetod zu retten:

 

„Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ Markus 10,45

 

 


Einige der Pharisäer und der Herodianer kommen und sagen zu Jesus: Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und dich um niemand kümmerst; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen, sondern lehrst den Weg Gottes nach der WahrheitMarkus 12,14

Jesus Christus ist die Wahrheit

Pharisäer und Herodianer machen gemeinsame Sache. Eine bemerkenswerte Koalition! Denn die Pharisäer eifern für das Gesetz Moses und die religiösen Traditionen der Juden, die im Laufe der Jahrhunderte hinzugefügt wurden, während die Herodianer wahrscheinlich Beamte des Vierfürsten Herodes Antipas waren, der über Galiläa und Peräa regierte.

Nun ist eine Gesandtschaft beider Gruppen in gemeinsamer Mission unterwegs. Bevor sie mit ihrer Frage herausrücken, die Jesus in Verlegenheit bringen soll, schmeicheln sie Ihm zuerst mit den Worten aus unserem Tagesvers. Sehen wir uns an, was sie über den Herrn Jesus sagen und wie es um sie selbst bestellt ist:

 

1. Sie reden Ihn mit „Lehrer“ an, der den „Weg Gottes nach der Wahrheit lehrt“. Damit geben sie zu, dass Er das Alte Testament richtig auslegt. – Andererseits sind es gerade die Pharisäer selbst, die die guten Absichten der Gebote Gottes durch menschliche Zusätze verwässern oder sogar ins Gegenteil verkehren. (Mtt.23,23)

 

2. Sie erkennen, dass Jesus „wahrhaftig“ ist – dass Er aufrichtig ist und es Ihm um die Wahrheit geht. Wir wissen: Er ist die Wahrheit in Person. (Joh.14,6) – Andererseits heucheln seine Gegner ihre Wertschätzung für Jesus nur vor: Sie wollen Ihn ja mit einer Fangfrage in die Falle locken.

 

3. Sie stellen fest, dass Jesus „nicht auf die Person der Menschen sieht“. Damit erkennen sie also seine Unparteilichkeit an, mit der Er „den Weg Gottes lehrt“. – Andererseits dreht sich ihr ganzes Denken und Handeln nur um Macht, Einfluss und Anerkennung.

 

Ja, Jesus Christus ist die Wahrheit, und Er lehrt die Wahrheit wie kein anderer!


So spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der ZerschlagenenJesaja 57,15

 

Gottes Wort ist im Alltag eine große Stütze

Wenn Belastungen auf uns zukommen, wenn Krisen unser Berufs- oder Privatleben bedrohen, dann sind wir dankbar für jede Ermunterung und jeden wirklich hilfreichen Rat von Freunden. In solchen Umständen sind allgemeine „Lebensweisheiten“ oder oberflächliche Redensarten zu wenig; wir brauchen konkrete Hilfe für unsere Probleme. Vorausgesetzt, dass es überhaupt eine Lösung gibt.

 

Aber auch dann, wenn es keinen Trost und keinen „Hoffnungsstrahl“ mehr gibt, muss man nicht verzweifeln. Das sagt uns Gottes Wort, die Bibel. Viele hoffnungslose Situationen entstehen ja gerade dadurch, dass die Menschen Gott nicht mehr kennen, auch nicht mehr als „Helfer in der Not“. Gott „beherrscht“ aber auch unsere Notlagen und will sich oft gerade dadurch bei den Menschen in Erinnerung bringen. – Wie gut, wenn der Mensch sich dann auf Ihn besinnt und zu Ihm umkehrt!

 

Christen dürfen sich auf die zahllosen Ermunterungen im „Buch Gottes“ stützen. Und die sind nicht leer und unverbindlich. Dahinter steht die ganze Autorität und Vertrauenswürdigkeit des lebendigen Gottes.

 

Er hat gesagt:  „Siehe, ich bin der HERR …; sollte mir irgendein Ding unmöglich sein?“ Jeremia 32,27

 

 

So ist auch unser Tagesvers eine Ermutigung für den, der ganz am Ende ist. Ja, der große und erhabene Gott wohnt in der Höhe, aber Er will auch in das Herz eines Menschen einziehen, der Ihn fürchtet und seinem Wort glaubt.


Die Jünger wurden zuerst in Antiochien Christen genannt. Apostelgeschichte 11,26

Was kennzeichnet einen Christen?

Ein Christ, wie Gottes Wort ihn beschreibt, ist ein Jünger des Herrn Jesus Christus – jemand, der Christus nachfolgt und seine Wesenszüge widerspiegelt.

 

Ein Christ ist jemand, bei dem es zu einer radikalen Lebenswende gekommen ist: Früher führte er sein Leben ohne Gott und nach seinen eigenen Vorstellungen; jetzt aber kennt er Jesus Christus als seinen Retter und Herrn; er hört gern auf seine Stimme und folgt Ihm nach. (Eph.2,1-13; Joh.10,27)

 

·         Ein Christ hat die Vergebung seiner Sünden. (Epheser 1,7)

 

·         Ein Christ weiß aus der Bibel, dass er durch den Glauben an den Sühnungstod Jesu Christi vor Gott gerechtfertigt ist, und er hat Frieden mit Gott. (Römer 3,24-26; 5,1)

 

·         Ein Christ weiß, dass er von neuem geboren und dadurch vom Tod zum Leben gelangt ist; er besitzt das ewige Leben. (Johannes 3,3.16; 5,24)

 

·         Ein Christ sieht der ewigen Herrlichkeit bei Gott in voller Gewissheit entgegen; er hat ja die Zusage, dass es für ihn „keine Verdammnis“ gibt. (Römer 5,2; 8,1)

 

·         Ein Christ ist ein Kind und Erbe Gottes und wird mit Christus am Reichtum des Himmels teilhaben. (Römer 8,15-17)

 

·         Ein Christ hat den Heiligen Geist empfangen als Zeugnis, Siegel und Unterpfand seines ewigen Heils. (2. Korinther 1,22)

 

Wir merken: Christsein ist eine Sache des Herzens und des Lebens. Es beginnt damit, dass wir unser Innerstes für Gottes Wort und Wirken öffnen.

 

 


Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide findenJohannes 10,9

„Ich bin die Tür“

Jeder weiß, wie nützlich eine Tür ist: Durch die offene Balkontür spüren wir, dass es Herbst wird. Hinter der Schranktür steht unser Geschirr sicher. Und unsere Haustür schützt uns vor unliebsamen Besuchern.

 

Der Herr Jesus gebraucht hier das Bild einer Schafhürde im Orient. Dieses Gehege war oft mit einer Steinmauer und viel Gestrüpp umgeben. So konnten die Schafe nicht ausbrechen, und wilde Tiere kamen nur schwer hinein. Und an der Tür lag nachts der Hirte und wachte.

 

Wer durch eine Tür eintritt, trifft eine Entscheidung. Er verlässt das Draußen und ist drinnen. Wer Jesus Christus annimmt, wer durch Ihn „eingeht“, ist errettet und ist in Sicherheit. Er ist für ewig gerettet durch das Erlösungswerk auf Golgatha – und er wird auch auf seinem Lebensweg Rettung und Bewahrung erfahren.

 

Der, der eintritt, ist nun frei und kann „ein- und ausgehen“. Er wird nicht gesetzlich eingeengt, sondern ist frei, den Willen Gottes zu tun und Ihm in Hingabe nachzufolgen. Er geht hinein, um Gott anzubeten, und er geht hinaus, um die Botschaft anderen Menschen weiterzusagen. Und er wird „Weide finden“, wird „auf grüne Auen“ und „zu stillen Wassern“ geführt werden. (Ps.23,2)

 

 

Jesus sagt: „Ich bin die Tür.“ Niemand kann durch Ihn eingehen, ohne errettet zu werden – aber niemand kann auch errettet werden, ohne durch Ihn einzugehen. Er ist der Name, „in dem wir errettet werden müssen“. (Apg.4,12) Doch die Bibel spricht auch von einer Zeit, wenn die Tür verschlossen sein wird. Dann kann keiner mehr errettet werden! Doch heute ist die Tür noch offen! Fassen Sie Mut und kommen Sie herein!


Als Jesus zwölf Jahre alt war und sie nach der Gewohnheit des Festes nach Jerusalem hinaufgingen und die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und seine Eltern wussten es nichtLukas 2,42.43

Als Lösegeld für viele

 

Als Jesus Christus seine Kindheit in der Landschaft Galiläa im Norden Israels verbrachte, war das jüdische Volk in mehrfacher Hinsicht auf dem Tiefpunkt: Politisch waren sowohl Galiläa als auch Judäa römische Provinzen. Schlimmer noch war der moralische Zustand der jüdischen Führungsschicht: Es gab Vetternwirtschaft, Korruption, Intrigen und Ausbeutung der Armen. Für viele erschöpfte sich die Frömmigkeit hauptsächlich in den äußeren Formen des jüdischen Glaubens.

 

Stolz waren die Juden vor allem auf ihren Tempel, den König Herodes der Große so prächtig ausgebaut hatte. Dort in Jerusalem feierten die Juden einmal jährlich das Passahfest und strömten dazu aus allen Teilen des Landes zusammen. Und auch Jesus zog mit Maria und Joseph nach Jerusalem.

 

Als das Fest vorüber ist, bleibt Jesus in Jerusalem zurück, während Maria und Joseph mit vielen anderen nach Galiläa zurückkehren. Es vergeht eine Zeit, bis sie bemerken, dass Jesus fehlt. Erst nach drei Tagen finden sie Ihn im Tempel.

Dort unterhält Er sich mit den Schriftgelehrten, die sich über die erstaunlichen Antworten und das weitreichende Verständnis des Jungen verwundern.

 

Aus dem Mund Jesu hören Maria und Joseph dann die Worte: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?“ – Damit ist zunächst der Tempel gemeint, das Haus Gottes, und darüber hinaus auch alles, was Gott, seinen Vater, betrifft.

Maria kann die Bedeutung der Worte damals nur ahnen, aber sie bewahrt sie in ihrem Herzen.

(Lk. 2,51)

Später wird sie miterleben, wie Jesus seinen öffentlichen Dienst für Gott aufnimmt und „wohltuend und heilend“ umhergeht.

 

Und schließlich sehen wir sie unter seinem Kreuz stehen, wo Er sein Leben gibt „als Lösegeld für viele“ und um Gott, den Vater, zu verherrlichen. (Apg.10,38; Mk.10,45; Joh.17,4)

 

 


Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu, deren Herz der Herr auftat, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde. Apostelgeschichte 16,14

 

Die gottesfürchtige Lydia

 

Lydia war mit dem Glauben des Volkes Israel vertraut, sie war gottesfürchtig. Jetzt begegnete sie dem Apostel Paulus an einer Gebetsstätte am Fluss, draußen vor der Stadt Philippi. Paulus erzählte von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, den Gott als Erretter in die Welt gesandt hatte. Und dann geschah etwas Besonderes: Der Herr tat das Herz von Lydia auf!

 

Es ist wichtig, dass es nicht heißt: „deren Geldbeutel der Herr auftat“, so dass sie vielleicht monatlich große Beträge zur Verfügung stellte. Es heißt auch nicht, dass der Herr sie veranlasste, Ihm viel von ihrer Zeit zu opfern. Und auch die guten Werke werden nicht hervorgehoben, obwohl der Herr auch solche durch Lydia wirken konnte. Nein, der Herr tat ihr Herz auf. Das war das Entscheidende. Er gewann Zugang zum Allertiefsten, was ein Mensch besitzt. Und Lydias Geschichte zeigt, dass sie ihr Herz dem Herrn sehr bereitwillig öffnete.

Freunde, wenn wir das tun, dann fängt ein neues Leben an – ein Leben mit dem Herrn Jesus! Dann blicken wir nicht mehr auf Zeit und Geld, dann ist Er uns mehr als alles wert. Dann wollen wir nur Ihm folgen und Ihm dienen. Dann ist Er das Thema unseres Lebens.

 

Haben Sie, unser Leser, Ihr Herz schon für den Sohn Gottes geöffnet? Haben Sie sich Ihm schon ganz übergeben? Er hat so viel für uns getan: Er hat sein Leben am Kreuz für uns hingegeben. Dort hing Er und hat die Strafe für fremde Schuld getragen.

Welche Antwort geben Sie Ihm, wenn Er sagt: „Gib mir … dein Herz!“? (Spr.23,26)

 

 

„Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, und zwar um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Handlungen.“ Jer.17,10


Als sie aber von Toten-Auferstehung hörten, spotteten die einen, die anderen aber sprachen: Wir wollen dich darüber auch nochmals hören.   Apostelgeschichte 17,32

 

Vorstellungen stehen im Weg

 

Zwischen Spott und Neugier bewegten sich die Antworten der Leute in Athen, als der Apostel Paulus ihnen das Evangelium von Jesus Christus verkündigte. Sie fühlten wohl, dass ihnen bei ihrer Vielgötterei etwas fehlte, denn einen ihrer Altäre hatten sie mit der Aufschrift versehen: „Dem unbekannten Gott“. Als Paulus ihnen aber dann den wahren Gott verkündigte und von Jesus Christus, dem Richter der Welt, sprach, da wichen sie aus. Dieser Gott entsprach nicht ihren Vorstellungen.

 

Zwischen Spott und Neugier bewegen sich auch heute die Antworten vieler Menschen auf das Evangelium, und zwar aus demselben Grund. Unsere eigenen Vorstellungen stehen uns oft im Weg.

 

Doch die Spötter sollten bedenken, dass Gottes Existenz nicht davon abhängt, ob wir Ihn begreifen. Er wäre sonst nicht der wahre Gott, der das ganze Weltall geschaffen hat. Wir müssen es uns sagen lassen, dass Gott übernatürlich handeln kann und das auch tut, wenn es Ihm gefällt. Ohne Glauben kommt man Ihm nicht näher als die Athener damals, deren „Götter“ man heute im Museum findet.

 

Und die Neugierigen oder Oberflächlichen sollten bedenken, dass man mit Gott nicht nach Laune umgehen kann.

Wer Ihn zur rechten Zeit nicht ernst nimmt, wird den Anschluss verpassen. Die Athener jedenfalls haben das Zeugnis des Apostels Paulus nie wieder gehört.

Deshalb sollte sich niemand unserer Leser durch seine Mitmenschen davon abhalten lassen, nach Gott zu fragen! Wir finden Ihn, wenn wir die Bibel lesen.

 

 


Was nennt ihr mich aber: „Herr, Herr!“, und tut nicht, was ich sage? Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist: Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, der grub und in die Tiefe ging und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet.

Lukas 6,46-48

 

Einsturzgefährdet?

 

Der Einsturz des Stadtarchivs in Köln am 3. März 2009 führt uns wieder einmal vor Augen, wie außerordentlich bedeutsam das Fundament ­eines Hauses ist. Dabei ist dem Architekten des 1971 erstellten Gebäudes gar nichts anzulasten. Doch weil U-Bahn-Arbeiten nachlässig durchgeführt wurden, konnte der Boden unter dem Archivgebäude in den Bereich der benachbarten U-Bahn-Baustelle absacken. Dadurch entstand ein Krater, in den das Gebäude abrutschte.

 

Im Gleichnis von den zwei Häusern spricht Jesus von dem „Lebenshaus“, das jeder Mensch für sich baut. Auch hier kommt es auf das Fundament an!Auf was für eine Grundlage bauen wir unser Leben, unser Glück, unsere Hoffnung, unsere Zukunft, unsere Sicherheit?

 

Jesus Christus zeigt uns, wie wir unser Leben auf einen festen, sicheren Grund stellen können, so dass es den Belastungen der Zeit und der Zukunft standhält. Das Wichtigste ist die Beziehung zu Ihm selbst. Diese Beziehung darf sich nicht auf das Äußerliche beschränken – es genügt nicht, Ihn „Herr“ zu nennen. Nein, wenn unser Leben gelingen soll, muss der Sohn Gottes tatsächlich unser Erlöser und unser Herr sein. Das zeigt sich dann Tag für Tag und auch in den besonderen Entscheidungen unseres Lebens darin, dass wir seine Worte nicht nur hören, sondern auch tun. So hat unser „Lebenshaus“ Bestand.

 

Wer aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf die Erde baute, ohne Grundlage, an das der Strom schlug, und sogleich fiel es zusammen, und der Sturz jenes Hauses war groß.

Lukas 6,49

 

Beim Kölner Stadtarchiv sorgte die Zusammensetzung der Außenwände für eine natürliche Klimatisierung. So benötigte das Gebäude nur wenig zusätzliche Klimatechnik; 65.000 Urkunden und 26 Regalkilometer Akten waren 38 Jahre lang optimal vor Klima- und Witterungseinflüssen geschützt. Dann kam der Einsturz: Wassereinbrüche und Erdrutsche zogen dem Stadtarchiv gewissermaßen den Boden unter dem Fundament weg. 90% der Archivalien wurden verschüttet. Zwar konnten davon 95% geborgen werden, zumeist mit starken Beschädigungen. Aber die Restaurierungsarbeiten werden noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

 

Mit dem Gleichnis von den zwei Häusern will Jesus uns zeigen, wie wichtig die Grundlage ist, auf der wir unser Leben, unser Glück, unsere Zukunft errichten. Dort, wo man sein Wort hört und tut, dort, wo Christus tatsächlich der Erlöser und der Herr ist, da gibt es Bestand. Wer das Wort des Herrn vielleicht hört, aber nicht danach handelt, dessen „Lebenshaus“ wird einstürzen, spätestens dann, wenn er nach einem Leben ohne Christus vor Gott treten muss: Dann wird er erkennen, dass die ganze Energie und Sorgfalt, die er auf sein Glück, seine Sicherheit, seine Lebensqualität verwandt hat, vergeblich war.

 

Hören und tun – heute wollen viele nicht einmal hören, was Christus, der Herr, uns sagen will. Doch der Einsturz des Kölner Stadtarchivs, die vielfältigen Krisen in der Welt und manche tragischen Ereignisse stellen uns vor die Frage: Sind vielleicht auch die Grundlagen unseres Lebens längst unterspült, und rutscht der Boden unter unserem Lebenshaus ab? Anlass genug, das im Licht der Bibel zu überprüfen!

 

 


Augen habt ihr und seht nicht, und Ohren habt ihr und hört nichtMarkus 8,18

 

Sehen und hören

 

Immer wieder kommt es vor, dass Leute mit abenteuerlichen und absurden Meinungen in die Schlagzeilen kommen. Diese „Wissenden“ können ihre Sicht zwar oft nicht schlüssig untermauern, aber das Gegenteil kann man ihnen auch nicht immer beweisen. Denken wir nur an die bizarren Erklärungsversuche für das Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen im sogenannten Bermudadreieck oder auch an den UFO-Glauben.

 

Wenn man sich nicht voreilig der Meinung solcher Menschen anschließen will, wappnet man sich am besten mit einer gehörigen Portion Misstrauen. Und dann erlebt man, dass geheimnisvolle Erscheinungen irgendwann aufgeklärt werden oder dass es allmählich still darum wird.

 

Wen wundert es, wenn auch der Botschaft Gottes Zweifel entgegengebracht werden? Wer beweist uns denn, dass es Himmel und Hölle, Engel und Teufel tatsächlich gibt?

 

Doch so leicht lässt uns die Bibel nicht entkommen. Jesus Christus selbst stellt die aufrüttelnden Fragen in unse­rem Bibelwort. Wer immer zuerst sehen und hören will, bevor er glaubt, sollte dann aber auch das, was man tatsächlich von Gott und seinen Dingen „sehen“ und „hören“ kann, bereitwillig wahrnehmen und gewissenhaft prüfen.

 

Die Bibel erzählt uns keine Mythen, sondern Ereignisse, die in Raum und Zeit stattgefunden haben, die völlig glaubwürdig bezeugt und mit Sorgfalt aufgezeichnet worden sind. Das Leben Jesu Christi, sein Tod und seine Auferstehung lassen sich nicht wegdiskutieren. Wir haben also durchaus auch etwas zum „Sehen“ und „Hören“.

 

 

Und wer die biblischen Berichte über Christus in diesen Punkten geprüft und erkannt hat, dass sie zuverlässig sind, wird dem Wort Gottes auch dann Vertrauen schenken, wenn es um Himmel und Hölle geht – um Bereiche, die wir nicht mit unseren Sinnen wahrnehmen können.


Wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was stückweise ist, weggetan werden. … Wir sehen jetzt … undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.   1. Korinther 13,10.12

 

Durch eine Lupe

 

In einem Museum bewunderte ich ein großes Gemälde. Ein kleiner Junge kam hinzu und begann aus Spaß, das Bild durch eine Lupe zu betrachten.

Da bat ich ihn, mir das Gemälde doch einmal zu beschreiben.

Wieder nahm er seine Lupe und begann, mir viele Einzelheiten aufzuzählen: Hier stand ein Blumenstrauß, dort saß ein hübsches Rotkehlchen …

Auf diese Weise sah der Junge aber nur Einzelheiten des Gemäldes und erhielt keinen Gesamteindruck.

Er war unfähig, mir zu sagen, was das Gemälde insgesamt darstellte.

 

Da schlug ich ihm vor, etwas zurückzutreten und das Bild ohne Lupe zu betrachten.

Auf einmal sah er die ganze Landschaft, die Harmonie der Farben und der Größenverhältnisse. Vorher hatte er eine nur stückweise Sicht, jetzt sah er das Ganze.

Es war dasselbe Gemälde, aber die Beschreibung, die der Junge davon gab, war nun ganz anders.

 

„Jetzt erkenne ich stückweise“, sagt der Apostel Paulus. Auf der Erde nehmen wir die Dinge nur bruchstückhaft wahr, Gott aber sieht das Ganze.

Im Gebet teilen wir Gott unsere Bedürfnisse mit, und zwar entsprechend der Sicht, die wir jetzt haben.

Doch Gott kennt schon das ganze Bild.

Und seine Antwort voller Weisheit zieht die zahlreichen Elemente in Betracht, die uns noch entgehen.

 

Wenn wir die Bibel lesen, können wir Gott und seine Gedanken immer besser kennenlernen. Ein Stück fügt sich an das andere.

Aber erst wenn die Gläubigen bei Christus in der Herrlichkeit sind, werden sie eine vollkommene „Gesamtschau“ haben.

 

Auf diesen Augenblick freuen sie sich.


Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle.   1. Timotheus 2,5.6

 

Toleranz oder Wohlwollen?

 

In der heutigen Zeit zählt die Toleranz oder Duld­samkeit zu den höchsten Tugenden. Sie gilt als unentbehrliche Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander der Menschen und als Gegenmittel gegen Fanatismus, Vorurteile und Benachteiligung anderer. Und ganz sicher ist das Gegenteil davon, die Intoleranz, die Ursache für viele Streitigkeiten, ob in den Familien, den Gruppen der menschlichen Gesellschaft oder unter den Völkern.

 

Aber das müssen wohl alle zugeben: Wir sind gern tolerant in Fragen, die uns selbst nur wenig betreffen, aber viel weniger zur Toleranz bereit, sobald die Sache uns direkt angeht. Dazu kommt, dass niemand nur „geduldet“ werden möchte. Wir sehen es lieber, wenn andere unsere Überzeugungen und unsere Lebensart als richtig anerkennen.

 

Wie äußert sich die Bibel zu diesem Thema?

Sie fordert uns auf, unserem Nächsten wirkliche Anteilnahme entgegenzubringen und ihn zu „lieben wie uns selbst.“ (Matthäus 19,19)

 

Dazu gehört, dass wir den anderen achten, ihm unsere Überzeugungen nicht aufzwingen und ihm zugestehen, seine persönlichen Entscheidungen zu fällen.

 

Und doch sollen wir deshalb keineswegs neutral oder gleichgültig sein gegenüber dem, was der andere denkt oder tut, sondern uns zu Gottes Maßstäben bekennen.

 

Diese wahre Anteilnahme drängt uns als gläubige Christen, von unserem Glauben zu reden, um ihn mit anderen zu teilen.

Wenn wir mit dem wahren Gott in Verbindung und ins Reine kommen wollen, so geht das nur durch den Mittler Jesus Christus und durch den Glauben an Ihn. Diese äußerst wichtige Botschaft möchten wir zum Wohl aller Menschen um uns her weitergeben – gerade weil wir sie alle zutiefst achten und uns ihres Wertes für Gott bewusst sind.

 

 


Ihr wisst nicht, was der morgige Tag bringen wirdJakobus 4,14

 

Ernste Angelegenheiten erst morgen!

 

Archias gehörte zu den Herrschern (Oligarchen) der griechischen Stadt Theben. Während eines fröhlichen Festes im Jahr 379 V. Chr. überbrachte ihm ein Kurier aus Athen einen dringenden Brief. „Der Absender bittet dich, diesen Brief unverzüglich zu lesen“, sagte der Bote. „Es geht um ernste Angelegenheiten!“ Lachend antwortete Archias: „Ernste Sachen erst morgen!“, und schob den Brief ungeöffnet unter sein Sitzpolster.

 

Aber dieses „Morgen“ sollte Archias nicht mehr erleben.

Noch in derselben Nacht drangen Verschwörer in Theben ein und ermordeten ihn und seine Gäste, bevor das Fest zu Ende war.

Der ungeöffnete Brief aber enthielt eine Warnung vor gerade dieser Verschwörung.

Ein ­anschauliches Beispiel für die Neigung vieler Menschen, unangenehme Dinge, so wichtig sie auch sind, auf später zu verschieben!

 

Auch Gott hat „Boten“ mit Nachrichten von allergrößter Bedeutung gesandt. Dabei denken wir an seinen Sohn Jesus Christus, an die Apostel Jesu und auch an die Propheten des Alten Testaments. Ihre Botschaft finden wir zuverlässig aufgezeichnet in der Bibel. Da geht es um den Schöpfer und seine Ansprüche an uns, um die Gerechtigkeit Gottes, um das Böse in uns, um den Tod und das Jenseits, um Himmel und Hölle, vor allem aber um Jesus Christus, den Retter und Herrn.

 

Das alles ist vielen unangenehm.

Es erinnert sie an ihr Versagen. Deshalb denken sie: „Ernste Dinge erst morgen!

Heute gehen wir den normalen Aufgaben und dem Vergnügen nach, damit haben wir genug zu tun!

Morgen ist noch Zeit genug, an die Ewigkeit zu denken.“

Doch dieses Denken brachte dem Oligarchen von Theben den Untergang.

Deshalb sollten wir den „Brief“ Gottes heute öffnen und beherzigen!

 

 

„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.“ Hebräer 3,15


Frage doch … die Vögel des Himmels, und sie werden es dir kundtun. Hiob 12,7

 

Die Natur Gottes ist etwas einzigartiges!

 

Haben Sie schon einmal vom Thermometerhuhn gehört? Das ist kein Scherz – es heißt wirklich so.

 

Das Huhn wird 60 Zentimeter groß, 2 Kilogramm schwer und lebt in Australien. Es brütet nicht wie alle anderen Vögel, sondern lässt seine Eier durch die Wärme eines mühsam hergestellten Bruthügels ausbrüten. Dazu baut es ab ­April eine 3 Meter breite und 1 Meter tiefe Grube und füllt sie mit Pflanzenmaterial. Sobald dieses feucht geworden ist, wird es mit Sand bedeckt. Oben auf dem bis zu 1,5 Meter hohen Haufen liegt die Brutkammer, in die dann im Oktober bis zu 30 Eier gelegt werden. Darüber kommt noch einmal eine Schicht aus Erde und Sand. Nach zwei bis drei Monaten schlüpfen die Jungen, die vom ersten Tag an selbstständig sind.

 

In der fast zehnmonatigen Bau- und Brutphase prüft das Huhn täglich mit seinem Schnabel die Temperatur im Bruthügel. Sie liegt, bedingt durch die Wärme aus Sonneneinstrahlung und Verrottung, bei etwa 33 Grad. Temperaturabweichungen reguliert das Huhn, indem es Luftlöcher gräbt und den Sand bewegt.

 

Woher hat das Thermometerhuhn seine spezielle Brutmethode? Woher hat es sein Wissen über Luftzirkulation und Wärmeregulierung? Wieso kann es mit seinem Schnabel die Temperatur messen und dann auch die richtigen Korrekturmaßnahmen ergreifen? Was wäre, wenn es zwar bauen, aber nicht messen könnte? Oder wenn es messen, aber das Messergebnis nicht umsetzen könnte?

 

Wie erstaunlich sind doch die Ideen des Schöpfers! Er hat nicht die einfachste Lösung gewählt, sondern eine, die komplex und vielschichtig, aber erstaunlich und wunderbar ist!

 

 

„Wer würde nicht an diesen allen erkennen, dass die Hand des HERRN dies gemacht hat, in dessen Hand die Seele alles Lebendigen ist und der Geist alles menschlichen Fleisches?“ Hiob 12,9.10


Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren WerkenOff.20,12

 

Einwand: „Ich bin kein so schlechter Mensch!“

 

Ich erinnere mich an einige junge Menschen, die zu mir sagten, dass sie im Vergleich zu anderen doch recht harmlose Zeitgenossen wären. „Okay, ich habe ja bestimmt mal gesündigt, aber guck dir doch mal die Mörder an. Die sind ja wohl viel schlimmer!“ – Aber können wir uns mit diesem Argument wirklich der Verantwortung für die eigenen Fehltritte entziehen?

 

Stellen wir uns folgende Gerichtsszene vor: Jemand ist wegen Mordes angeklagt. Gelingt es dem Verteidiger wohl, einen Freispruch zu erwirken, wenn der Angeklagte Folgendes sagt: „Herr Richter, ich gebe zu, dass ich schuldig bin; aber Adolf Hitler hat noch viel schlimmere Dinge getan. Dagegen war mein Vergehen ja wirklich harmlos“? Nein, der Richter wird den Mörder ganz individuell für sein eigenes Vergehen bestrafen, so wie das Gesetz es vorsieht.

 

Jesus Christus, der Heiland der Welt, wird einmal auch der gerechte und unbestechliche Richter sein. Unser Bibelwort spricht von dem Endgericht, wo Christus alle Menschen, die sich nicht durch den Glauben retten lassen wollten, richten wird.

 

Alle aber, deren Namen im „Buch des Lebens“ stehen, haben keine Strafe mehr zu erwarten. Warum nicht? Weil Gott ihre Sünden schon einmal gestraft hat, und zwar an Jesus Christus, seinem Sohn. „Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm“, sagt die Bibel. Nur so konnten wir freikommen. Das ist die Liebe Gottes! (Jesaja 53,5)

 

 

Allen, die sich auf dieses Sühnopfer Jesu stützen und im Glauben annehmen, dass es auch für sie geschehen ist, gilt die Zusage Gottes: „Ich werde ihre Schuld vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken“ (Jeremia 31,34)


Der HERR ist mir von fern erschienen: Ja, mit ewi­ger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir fortdauern lassen meine Güte. Jeremia 31,3

 

Nachfolge Jesu hat immer Konsequenzen!

 

Eine Christin erzählt: Mit acht Jahren freundete ich mich mit einer Klassenkameradin an, deren Familie an Jesus Christus glaubte. Bei uns zu Hause sprach man nicht über Gott. Dennoch hatte ich schon früh Fragen über Gott.

Später lud mich meine Freundin zu einem Treffen von jungen Christen ein. Dort hörte ich,

  • dass der Sohn Gottes auf die Erde gekommen ist, um die Menschen zu erretten;
  • dass Jesus am Kreuz die Schuld verlorener Sünder und die Strafe dafür getragen hat;
  • dass Er aus dem Tod auferstanden ist und in Ewigkeit lebt;
  • dass ich – wenn ich an Jesus Christus und an sein Erlösungswerk glaube – ein Kind Gottes werde, der auch mich liebt.

Welch eine tief greifende Veränderung! Als ich nach Hause kam, kniete ich nieder und bat Jesus, in mein Leben zu treten.

 

Ich begann, die Bibel zu lesen. Und dann kamen Schwierigkeiten auf: Bis dahin waren meine Eltern mir immer voller Liebe und Verständnis begegnet, jetzt aber verboten sie mir, mich weiter mit diesen Christen zu treffen und die Bibel zu lesen. Eines Abends betete ich traurig zu meinem himmlischen Vater: „Gib mir doch bitte das, was du mir geben möchtest!“, und plötzlich wurde ich innerlich sehr gestärkt. Von da an war Gott sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten meine Zuflucht, mein Berater, mein Tröster.

 

Später stellten meine Eltern mich vor die Wahl: Entweder sollte ich mich ihrer Sicht der Dinge anschließen, oder ich sollte meinem Gott folgen, aber dann das Haus verlassen. Ich wählte die zweite Lösung, obwohl das nicht leicht für mich war.

 

 

Seitdem sind viele Jahre vergangen. Heute danken mein Mann und ich dem Herrn dafür, dass Er uns täglich neu stärkt und segnet und dass wir in der Freude seiner Gegenwart leben dürfen.


Als Jesus nun hörte, dass Lazarus krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war.

Johannes 11,6

 

Jesus nimmt Notiz von jedem Leid!

 

In der Auferweckung von Lazarus wird besonders deutlich, dass Jesus der Sohn Gottes ist (vgl. Römer 1,4). Mit einem Detail des Berichtes möchten wir uns heute beschäftigen. Die Schwestern Maria und Martha des schwer erkrankten Lazarus schicken Jesus die Botschaft: „Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank“ (V. 3). Sie kennen den Herrn Jesus ja nicht erst seit gestern. Schon wiederholt ist Er bei ihnen zu Gast gewesen. Und jetzt ist Lazarus krank. Schwer krank. Sehr taktvoll, dass sie Jesus nicht direkt auffordern, zu ihnen zu kommen, sondern Ihm lediglich ihr Problem schildern – und die Lösung Ihm überlassen.

 

Und Jesus? Eilt Er Lazarus sofort zu Hilfe? Nein! Er bleibt noch zwei Tage an seinem Aufenthaltsort. Warum bleibt Er? Diese Frage bleibt zunächst ­unbeantwortet. Erst nach zwei Tagen bricht der Herr nach Judäa auf. In der Zwischenzeit ist Lazarus gestorben, kurz nachdem er erkrankt ist. Er wird, wie damals üblich, in einer Felsenhöhle bestattet, die mit einem großen Stein fest verschlossen wird. – Wenn Jesus doch nicht ausgeblieben wäre! So denken die Schwestern von Lazarus; und so sagen sie es Ihm (V. 21.32).

 

Vielleicht haben Sie ähnliche Fragen und Gedanken, die sich aus persönlichem Leid oder aus Ihrem Mit-Leiden mit lieben Menschen ergeben. Dann möchten wir Ihnen Mut machen. Jesus Christus ist da. Er nimmt sehr genau Notiz von jedem Leid. Ja, Er empfindet mit uns in unserer Not (V. 33.35). Er will uns ganz nahe sein und uns helfen. Wir dürfen und sollen Ihm unsere Fragen und Probleme offen sagen. Er wird uns in seiner Liebe helfen und uns seinen guten Weg führen.

 

 

Christen haben eine Perspektive: Jesus Christus wird einmal alle zu sich in die Herrlichkeit holen, die Ihm durch den Glauben angehören. Dann wird jedes Leid beendet sein, und es wird keine offenen Fragen mehr geben. Auf diesen Tag können sich alle wahren Christen freuen (1. Thessalonicher 4,14-17; Offenbarung 21,4).


Und sie kommen nach Jericho. Und als Jesus aus Jericho hinausging mit seinen Jüngern und einer zahlreichen Volksmenge, saß der Sohn des Timäus, Bartimäus, der Blinde, bettelnd am Weg. Markus 10,46

 

Jesus, erbarme dich meiner!

 

Hier haben wir eine der vielen kleinen Szenen in den Evangelien vor uns, die nur wenige Verse umfassen, aber wunderschön sind. Wir begegnen einem Leben voller Not (Bartimäus), Herzen voller Unverständnis (die Menschenmenge) und der Liebe und dem Erbarmen des Herrn Jesus.

 

Jesus Christus ist auf seiner letzten Reise, die Ihn von Jericho nach Jerusalem führt. Dort wird Er wenige Tage später gekreuzigt werden. Eine „zahlreiche Volksmenge“ begleitet Ihn. Darunter sind sicherlich solche, die an Ihn als den Messias und Sohn Gottes glauben. Andere sind nur dabei, weil sie diesen Rabbi hören und sehen wollen, der so ganz anders ist als alle, denen sie bisher begegnet sind. Doch sicher sind in der Menge auch Kritiker, die Jesus ablehnend gegenüberstehen und nur darauf warten, dass sie Ihn verleumden oder anklagen können.

 

Dann kommt Bartimäus in unser Blickfeld: blind und bettelnd. Er kennt keine Farben und kein Licht; alles um ihn herum ist dunkel. Er ist eine Belastung für seine Familie, denn er kann sich den Lebensunterhalt nicht selbst verdienen. So muss er betteln und ist auf das Mitleid und die Almosen anderer angewiesen.

 

Wo finde ich, wo finden Sie sich wieder?

Bei denen, die an Jesus glauben?

Oder bei denen, die nur äußerlich mitgehen, aber (noch) keine persönliche Beziehung zu Jesus haben?

Vielleicht finden Sie Jesus Christus interessant – und lehnen Ihn doch ab, weil Er so geradlinig, so unbequem ehrlich ist?

Oder ist Bartimäus Ihr „Kandidat“: vom Leben gezeichnet, ausgegrenzt, ein offensichtlich „hoffnungsloser Fall“?

 

Und als Bartimäus hörte, dass es Jesus, der Nazarener, sei, fing er an zu schreien und zu sagen: Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meinerMarkus 10,47

 

Der blinde Bartimäus merkt, dass eine Menschenmenge an ihm vorüberzieht. Es sind viele; das gibt Hoffnung auf Mitleid und milde Gaben. Er erfährt, wer da vorbeizieht: Es ist „Jesus, der Nazarener“. Doch – wie erstaunlich! – Bartimäus ruft:  „Sohn Davids, Jesus“!

 

Jesus – das ist der Wundertäter, das ist der Zimmermann und Rabbi aus Nazareth, dieser kleinen und unbedeutenden Stadt, über die jemand einmal gesagt hat: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Und „Jesus, der Nazarener“ – das bedeutet: Geringschätzung und Verachtung. Zeigt sich das nicht auch heute, wenn man die biblischen Berichte über das Leben und den Tod Jesu Christi zerredet und zerpflückt und verwirft? Wenn man in Ihm nur einen Menschen sieht, einen zwar ungewöhnlichen Menschen, aber eben nicht den Sohn Gottes, den „Heiland der Welt“? (Johannes 1,46; 4,42).

Bartimäus ruft: „Sohn Davids, Jesus.“ Dabei ist Jesus für ihn nicht nur irgendein Nachkomme des Königs David, sondern der eine ganz bestimmte „Sohn“, von dem die Propheten des Alten Testaments gesprochen hatten: der Messias, der Retter, der die alten Verheißungen Gottes erfüllt. Die Wortwahl von Bartimäus zeigt seine Wertschätzung, aber auch seine ganze Hoffnung!

Er ruft weiter: „Erbarme dich meiner!“

Offensichtlich traut er Jesus Christus zu, dass Er ihm helfen kann.

Seine Worte „atmen“ seine Hochachtung und seine Not, aber auch sein Vertrauen und seinen Glauben.

Das will ich von Bartimäus lernen: Ich will den Herrn Jesus um Hilfe bitten, will Ihm gegenüber ehrlich sein und Ihm (wie Bartimäus wenig später) meine Not konkret mit Namen sagen. Und ich will alles von Ihm erwarten und überzeugt sein, dass Er helfen kann und helfen will.

 

Und viele fuhren Bartimäus an, dass er schweigen solle; er aber schrie umso mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen.   Markus 10,48.49

 

Kann man den Unmut der Volksmenge über die lauten Rufe des Blinden nicht nachvollziehen? Die Menge ist groß, und jeder möchte mitbekommen, was Jesus sagt und tut. Diese schreiende Not stört die erwartungsvolle Spannung, deshalb will man Bartimäus zum Schweigen bringen. Doch warum führen die Leute den Blinden nicht einfach zu Jesus Christus? Dann hätte er doch aufgehört zu rufen. Ist es ihr Egoismus, ihre Gleichgültigkeit?

 

Die Leute beschimpfen den Blinden, schreien ihn an, werden vielleicht sogar handgreiflich. Ein Einzelfall, eine Ausnahme? Nein, damals wie heute regt sich Widerstand, wenn einzelne Menschen in ihrer Not zu Jesus rufen, wenn sie zu Ihm kommen wollen. Denn auch heute wissen Menschen, dass sie Sünde und Schuld auf sich geladen haben, und sie stehen vor Abgründen oder in Sackgassen, blicken auf ein verpfuschtes oder zerstörtes Leben zurück und schreien ihre Not heraus. Doch andere sind da, beschwichtigen und vertrösten, lenken ab oder hindern, machen vielleicht auch lächerlich. Echte Sündennot wird heute oft nicht mehr ernst genommen. Da wundert es uns nicht, dass man die geistlichen Hilferufe irgendwie zum Schweigen bringen will.

 

Was macht Bartimäus nun? Er will gehört und wahrgenommen werden und ruft deshalb einfach weiter Jesus um Hilfe an. Er bleibt dran, gibt nicht auf, schreit weiter deutlich seine Not hinaus. Was für ein Mann: blind, bettelnd, hilflos – und gleichzeitig energisch, drängend, nicht aufgebend. Ein Vorbild für echtes Durchhaltevermögen!

 

Und der Herr Jesus? Der hat bei all dem Menschenlärm das Rufen dieses Mannes gehört und bleibt stehen. Wird Er nun dem Rufer eine Lektion erteilen, oder wird Er die Volksmenge maßregeln?

 

Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn! Und sie rufen den Blinden und sagen zu ihm: Sei guten Mutes; steh auf, er ruft dich! Er aber warf sein Oberkleid ab, sprang auf und kam zu JesusMarkus 10,49.50

 

„Jesus blieb stehen.“ Ich liebe diesen Satz, zeigt er mir doch das ganze Mitgefühl meines Heilands! Auch für mich ist Jesus Christus sozusagen „stehen geblieben“ und hat mich zu sich gerufen. Ich habe erkennen dürfen: Der Sohn Gottes ist in Bethlehem Mensch geworden und ist dann am Kreuz für meine Sünden gestorben! Krippe und Kreuz beweisen mir, wie groß sein Erbarmen für mich ist. Hier bleibt Jesus stehen, weil Bartimäus Ihm wichtig ist – heute bleibt Er stehen, weil Sie Ihm wichtig sind!

 

Jesus sagt: „Ruft ihn!“, und die Umstehenden geben den Ruf an Bartimäus weiter: „Sei guten Mutes; steh auf, er ruft dich!“ Ob Menschen dabei sind, die ihn vorher zum Schweigen bringen wollten? Oder Leute, die sich ärgern, weil Jesus sich wieder einmal einem solchen Menschen zuwendet? – Die Aufforderung, den Ruf und die Einladung des Herrn Jesus weiterzugeben, besteht heute immer noch. Es ist die Aufgabe von jedem, der weiß, dass Jesus Christus für seine Sünden gestorben ist: Er soll hingehen und erzählen, soll einladen und Menschen zu Jesus bringen!

Ist Bartimäus nun über die plötzliche Aufmerksamkeit irritiert, oder ist er eingeschüchtert? Nein, er wirft sein Oberkleid ab, springt auf und steht vor Jesus. Auch heute muss ein Mensch Gewohnheiten ablegen (das „Oberkleid“) und Energie aufwenden („aufspringen“), um zu Jesus zu kommen. – Gott will uns die Kraft dazu geben; und wir müssen Gebrauch davon machen.

 

Bartimäus steht mitten in der Menge – und doch gleichzeitig ganz allein vor Jesus. Er steht vor dem Erlöser, dem er zutraut, dass Er Blinde wieder sehend machen kann.

 

Und Jesus hob an und sprach zu Bartimäus: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde aber sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich wieder sehend werde. Markus 10,51

 

Da steht Bartimäus nun: hellwach und sicherlich sehr gespannt. Er hat nach Jesus gerufen – dieser hat ihn gehört, ist stehen geblieben und hat ihn jetzt zu sich gerufen. Was passiert nun?

 

„Und Jesus hob an und sprach zu ihm.“ Ja, der Heiland führt ein Gespräch nicht einfach so im Vorbeigehen, sondern Er möchte die volle Aufmerksamkeit und Konzentration seines Gegenübers haben. Das ist auch heute noch so: Wenn Jesus Christus zu einem Menschen redet, dann redet Er bewusst und ganz persönlich.

 

Jesus fragt: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Ja, kennt Er denn nicht die Not und Hoffnungslosigkeit dieses Mannes? Doch, aber Er möchte hören, was dieser Ihm zutraut. – Bittet Bartimäus nun um Geld oder darum, dass seine Lage erleichtert werde? Nein, er sagt: „Rabbuni, dass ich wieder sehend werde.“ Vertrauensvoll, fast kindlich, spricht er aus, was er sich von dem Mann erhofft, dem er gegenübersteht. Ihm, dem verheißenen Messias, traut er zu, seine Blindheit zu zerreißen und ihm wieder Licht zu geben.

 

Vielleicht haben andere bei seinen Worten den Kopf geschüttelt und gedacht: So etwas Verrücktes – das ist doch völlig unmöglich! Doch den Herrn hat die Antwort ganz sicher gefreut: Hier stand einer vor Ihm, der nicht resignierte, auch nicht aufbegehrte, sondern der Ihm seine Not offen sagte.

Und der überzeugt war: Jesus kann und Jesus will helfen! – Gibt es auch heute noch Menschen wie Bartimäus, die glauben, dass Jesus ihre Sünden vergeben kann? Und die dann Mut fassen und kommen und Ihm voll Glauben und Vertrauen sagen: Herr, ich möchte, dass du meine ganze Schuld, meine vielen Sünden wegnimmst und vergibst?

 

 

Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dich geheilt! Und sogleich wurde er wieder sehend und folgte ihm nach auf dem WegMarkus 10,52

Jesus sagt: „Geh hin, dein Glaube hat dich geheilt!“ Ja, der blinde Bartimäus hat Ihm die Heilung zugetraut und ist nicht enttäuscht worden.

 

Der Herr Jesus macht Bartimäus gesund: Er heilt seinen Körper. Diese Heilung des Blinden ist ein Bild davon, wie Jesus Christus bis heute die Menschen von geistlicher Blindheit heilen will – von der Blindheit in Bezug auf Gott, in Bezug auf das Gute und in Bezug auf sich selbst. Mit einem Wort: Er will die Seele retten. Und diese Rettung ist kein mühsamer Prozess, ist nicht etwas, was man sich mühsam erarbeiten muss, sondern sie ist ein Geschenk Gottes. Die Rettung der Seele geschieht wie die Heilung des Blinden damals „sogleich“ – unmittelbar und vollständig.

 

Jesus hat das Rufen von Bartimäus gehört, seinen Glauben gesehen und ihn gesund gemacht. Nun folgt Bartimäus Ihm nach und beweist seine Dankbarkeit. Er folgt Ihm nach, weil er errettet ist – nicht, um errettet zu werden. Damals führte der Weg Jesu nach Jerusalem, wo die Welt zeigte, dass sie Ihn ablehnte, indem sie Ihn an das Kreuz brachte; und wenn wir Jesus Christus heute nachfolgen, indem wir nach seinem Willen leben, werden auch wir auf diesem Weg weder Ehre noch Anerkennung erfahren.

 

Wenn Sie jetzt noch einmal zurückdenken: Stehen Sie noch in der Volksmenge und schauen zu, wie andere Menschen gerettet werden? Oder rufen Sie schon um Hilfe so wie Bartimäus? Verspüren Sie vielleicht gerade jetzt den Widerstand von Menschen? Oder haben Sie schon Jesus Christus Ihre Sünden bekannt und seine Errettung im Glauben angenommen? Wie schön wäre es, wenn es auch heute heißen würde: Er (oder sie) wurde sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg.

 

 


Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.   Johannes 6,37

Beinahe

 

Ein Gramm wiegt nie eine Tonne. Ein einzelner Dachziegel kann nie das Dach eines Hauses bilden. Eine Blattseite ist kein Buch. Ein Baum ist kein Wald. Ein Buchstabe kann nie einen ganzen Satz ersetzen. „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, lautet ein Sprichwort. – Das alles ist für uns selbstverständlich; darüber wundern wir uns nicht.

 

Aber es kommt durchaus vor, dass Menschen

  • beinahe das Geld für eine Flugreise beisammenhaben und doch zu Hause bleiben müssen,
  • im Examen beinahe durchkommen und eben doch durchfallen,
  • beinahe rechtzeitig am Bahnhof sind und doch den Zug verpassen.

Und das Erschütterndste? Es gibt Menschen, die beinahe Christen geworden wären und doch für ewig verloren sind. Das „Beinahe“ bedeutet dann „überhaupt nicht“.

Der König Agrippa sagte einst zum Apostel Paulus: „In kurzem überredest du mich, ein Christ zu werden.“ Beinahe war er überzeugt. Und Christus selbst sagte zu einem der jüdischen Schriftgelehrten: „Du bist nicht fern vom Reich Gottes“ (Apostelgeschichte 26,28; Markus 12,34).

Auch heute gibt es viele, die vom Glauben an Jesus Christus gar nicht weit entfernt sind. Vielleicht haben sie schon oft das Evangelium gehört, vielleicht waren sie manches Mal nahe daran, dem Herrn Jesus Christus ihre Sünden zu bekennen und sich Ihm ganz anzuvertrauen. Aber wenn man diesen Schritt dann nicht tatsächlich getan hat, ist man in Wirklichkeit noch so weit von Ihm entfernt wie eh und je.

 

Niemand weiß, ob Gott ihm noch eine weitere Gelegenheit gibt, umzukehren. Deshalb ist jedes Zögern verhängnisvoll.


An dem Tag, als ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt: In meiner Seele war Kraft.

Der HERR wird es für mich vollenden. HERR, deine Güte währt ewig. Psalm 138,3.8

 

Die belebende Kraft des Wortes Gottes!

 

Im April 1943, während des Zweiten Weltkriegs, wurde der schottische Pfarrer Donald Caskie, der in Frankreich lebte, ins Gefängnis geworfen, weil er alliierten Soldaten geholfen hatte, aus Frankreich zu flüchten.

Über seine Gefangennahme schrieb er später: „Es war eine äußerst demütigende Erfahrung, die einen Menschen leicht zur Verzweiflung führen kann. Aber die Kenntnis der Bibel hat mich davor bewahrt.“ Zwar wurde ihm seine Bibel weggenommen, aber er sagte: „Ich hatte sie in meinem Herzen und in meinem Gedächtnis; so hat sie meinen Glauben und mein seelisches Gleichgewicht aufrechterhalten.“

 

In einem anderen Gefängnis sah Caskie die Namen zahlreicher Gefangenen an die Wände seiner Zelle geritzt. Da fügte auch er etwas hinzu: „So spricht der HERR: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten; wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden“ (Jes.43,1.2). Bei diesen Worten dachte er auch an andere Gefangene und betete dafür, dass Gott ihnen Frieden geben möge.

 

In wieder einem anderen Gefängnis erzählte ein Gefangener Caskie seine Geschichte: „Ich war drauf und dran, meinem Leben ein Ende zu setzen (um der Folter zu entgehen), als ich an der Wand Worte entdeckte, die mich innehalten ließen und mir Trost und Kraft gaben. Jetzt fürchte ich mich nicht mehr. Ich werde diese Worte nie vergessen.“

Es waren die Verse, die Caskie in die Wand geritzt hatte. Das Gebet von Caskie war erhört worden. Gottes Wort hatte seine belebende Kraft erneut unter Beweis gestellt.

 

 


Auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Kronen.

Und sie hatten jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk. Offenbarung 4,4; 5,8

 

Keine Worte, um die Schönheit des Himmels zu erklären!

 

Manchmal trifft man Menschen, die seltsame Vorstellungen haben: Sie wollen nicht in den Himmel, weil es ihnen dort zu langweilig ist! Sie stellen sich vor: Tag für Tag weiße Kleider anziehen, Kronen tragen, Harfe spielen …

Als am 24. November 1922 der Archäologe Howard Carter (1873–1939) bei seinen Ausgrabungen im Tal der Könige in Ägypten eine Tür freigelegt hatte, die das Siegel des Pharaos Tutanchamun trug, machte er eine kleine Öffnung, zündete eine Kerze an, hielt sie hinein – und blieb lange Zeit stumm. Endlich fragte ihn jemand: Können Sie etwas sehen? Er drehte sich wie verzaubert um und sagte nur: Ja, wunder­bare Dinge!

 

Wenn man die Menge und die Schönheit der Gegenstände aus diesem Grab kennt, dann klingt seine Antwort schwach. Doch ihm fehlten die Worte, um die Herrlichkeit, die er sah, zu beschreiben.

 

Ist es mit dem Himmel nicht ähnlich?

Fehlen der menschlichen Sprache hier nicht auch die Worte, um ihn angemessen zu beschreiben? Kleider, Kronen, Harfen und Gold stehen für das Unaussprechliche, Unbeschreibbare: Kleider stehen für Stellung und Rang, Kronen für Ehre und Würde, Harfen für Freude und Erfüllung und Gold für Reichtum und Schönheit.

 

Auch hier bleiben menschliche Worte weit hinter der Herrlichkeit und Wirklichkeit des Himmels zurück!

 

Die Bibel sagt: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz aufgekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1. Korinther 2,9).

Wenn wir auf der Erde schon faszinierende Schönheit sehen können, wie viel herrlicher muss dann der Himmel sein!

 

Sehen wir uns dort?


Ich würde mich schämen Hilfe anzunehmen!

 

Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühmeEpheser 2,8.9

 

Der neue Vorstandschef der deutschen Großbank ist nicht zu beneiden. Seinen Mitarbeitern schrieb er, er habe die schlechten Nachrichten satt. Und in der Tat: Die glorreichen Zeiten, in denen die Bank als unantastbar galt, sind längst vorüber. Dabei hat man die Finanzkrise von 2008/09 vermeintlich sogar besser überstanden als die US-Konkurrenz, die Staatshilfe im großen Stil in Anspruch nahm.

 

Allerdings meinen Branchenkenner heute, dass es damals ein Grundfehler gewesen sei, staatliche Finanzhilfen abzulehnen. Ein früherer Vorstandschef hatte damals gesagt: „Ich würde mich schämen, Staatshilfe anzunehmen. Ich bin stolz darauf, nicht auf Staatsgelder angewiesen zu sein.“ Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Und das Geldhaus kommt aus der selbst verschuldeten Krise nicht heraus.

 

Ich würde mich schämen, Hilfe anzunehmen. Ich bin stolz darauf, nicht auf Hilfe angewiesen zu sein.Das ist die Haltung vieler Menschen. Und in manchen Lebensbereichen ist sie nicht unberechtigt. Doch es gibt auch Bereiche, wo dieses Prinzip nichts taugt, wo es sogar ungeheuren Schaden anrichtet. Dabei denken wir vor allem an die Beziehung des Menschen zu Gott.

 

Wenn es um die zerbrochene Beziehung zu Gott geht und um die Frage von Schuld und Sünde, dann sind wir auf Gottes Hilfe und Vergebung angewiesen. Dieses Problem können wir nicht selbst aus der Welt schaffen. Das macht unser heutiges Bibelwort ganz klar.

 

Uns die Schuldenlast abnehmendas kann nur Jesus Christus, der Sohn Gottes. Gott hat die Sünden schuldiger Menschen an Jesus Christus bestraft, als Er am Kreuz hing und in den Tod ging. Deshalb werden alle, die an Christus glauben, vor dem ewigen Verderben gerettet – „durch die Gnade“ und „mittels des Glaubens“.

 

 

( Eph.2.8;Eph.2.4+5;Ps.51.3+4;1.Pet.5.10 )


Am Ende deiner Reise wirst Du Rechenschaft ablegen müssen

 

Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Johannes 12,32

 

Michelangelo Buonarroti (1475–1564) ist einer der gewaltigsten Künstler des Abendlandes. Er ist bekannt als Maler, Bildhauer und Architekt, aber er hat auch meisterhafte Gedichte hinterlassen. In seinem letzten Sonett zieht er als etwa 80-Jähriger Bilanz. Er vergleicht sein Leben mit der Fahrt auf schwankendem Kahn durch stürmische See; und er macht sich bewusst, dass er am Ziel dieser Reise Rechenschaft über all sein Tun ablegen muss.

 

Seine Hingabe an die Kunst kann ihm in diesem Punkt nicht helfen, das weiß Michelangelo. Deshalb wendet er den Blick nach vorn und schließt mit den Worten: „Nicht Malen und nicht Meißeln schafft der Seele Heil, sondern nur die Hinwendung zu der Liebe Gottes, die am Kreuz die Arme öffnet, uns zu ergreifen.“

In diesen Worten sehen wir, wie jemand die Verheißung unseres Bibelwortes in Anspruch nimmt, denn die „Erhöhung“, von der Jesus in unserem Tagesvers spricht, bedeutet eben seine Kreuzigung. Für jeden Menschen ist diese Einsicht Michelangelos unabdingbar: Alles eigene Tun kann uns vor Gottes Gericht nicht rechtfertigen; und nur indem wir uns zu dem Einen hinwenden, der auf Golgatha die Strafe für die Sünden getragen hat, können wir „der Seele Heil schaffen“ – das heißt Vergebung der Schuld und ewiges Leben erlangen.

Die ausgebreiteten Arme des Gekreuzigten sind der höchste Ausdruck der Liebe Gottes. Gott will nicht das Verderben des Ihm entfremdeten Menschen, sondern Er ruft ihn in seine Gemeinschaft zurück; ja noch mehr: Er will ihn als sein Kind annehmen. Jesus bezeugt von sich selbst:

 

 

„Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ Johannes 3,14.15; vgl. 4. Mose 21,6-9


Du ahnst nicht, wie gefährdet Du bist

 

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht.

Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein. Joh. 8,34.36

 

Pfarrer Wilhelm Busch erzählt von einem unerwarteten abendlichen Besucher:

 

„Retten Sie mich“, bat ihn ein Industriemanager. Sein Vater war Alkoholiker gewesen. Und auch ihn selbst überfiel die Sucht zwei- oder dreimal im Jahr wie ein Feuer. „Ich ruiniere mein Leben. Meine Frau und Kinder müssen mich verachten! Und doch – ich muss!“, keuchte er. „Retten Sie mich!“

 

Ich riss mich zusammen: „Wie sollte ich Sie retten können? Die Ketten des Teufels sind doch viel zu stark, als dass ich sie zerbrechen könnte. Wie sollte ich das können, wo Sie selbst es nicht einmal konnten!“

Mit einem unbeschreiblichen Jammerlaut sank er im Sessel zusammen: „Haben Sie mir sonst nichts zu sagen?“ – „Doch“, sagte ich, „doch! Wir sollten uns nach einem umsehen, der stärker ist als der Teufel.“ – „Wo sollte ich so einen finden, der stärker ist als der Teufel?“, murmelte er. Da sagte ich nur einen Namen: „Jesus!“

 

Er fuhr auf. Mit einem Hoffnungsblick im Auge: „Jesus! – Meinen Sie wirklich?“ – Ich nickte. Und dann knieten wir nieder und riefen Jesus an, den Jesus, der die Werke Satans zerstört; den Jesus, der mit Blut Sünder erkauft hat; den Jesus, der stärker ist als Satan. – Von dem Tag an war die Macht des Teufels gebrochen. Es gab noch Kämpfe. Es gab auch Niederlagen, die jetzt noch viel schrecklichere Scham hervorriefen als früher. Aber – der Bann war gebrochen!

 

 

Als wir später einmal zusammensaßen – wir waren inzwischen Freunde geworden –, sagte er: „Du ahnst nicht, wie gefährdet ich bin. Ohne Jesus bin ich im Nu verloren. Darum muss ich mich jeden Tag Ihm in die Hände geben. Jeden Morgen rufe ich Ihn an.


Steh auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird der Gott unser gedenken, dass wir nicht umkommen. Jona 1,6

 

Mit der Stange im Nebel?

 

Wenn jemand hilflos und ohne Ahnung von der Sache zu haben, mit irgendeinem Problem fertigwerden will, dann sagt man gelegentlich: „Er tastet herum wie mit einer Stange im Nebel.“ Das soll heißen: Es ist dem Zufall überlassen und noch dazu sehr unwahrscheinlich, dass er je zum Ziel kommt.

Der Prophet Jona befand sich auf einem Schiff, das auf hoher See in größte Seenot geraten war. „Die Seeleute fürchteten sich und schrien, jeder zu seinem Gott.“ Als alles nichts half, trat der Obersteuermann mit den Worten unseres heutigen Bibelverses an Jona heran: „Rufe deinen Gott an! Vielleicht wird der Gott unser gedenken.“ Wie wenig wussten diese Menschen doch vom wahren Gott! Sie wollten es mit allen Göttern versuchen, in der Hoffnung, dass wenigstens einer dabei war, der wirklich helfen konnte.

 

Die Athener zur Zeit des Apostels Paulus waren auch nicht weiter. Unter den vielen Altären in ihrer Stadt gab es auch einen mit der Aufschrift: „Dem unbekannten Gott“. Sie hielten zwar sehr viel von ihrer Weisheit, aber man konnte ja nie wissen …

 

Doch auf diese Weise kann man Gott nicht finden. Dazu braucht man eine Orientierung, die von keinem Menschen kommen kann. Diese Orientierung ist die Bibel, Gottes Wort. Darin hat Gott selbst geredet, zuerst durch seine Propheten und dann in seinem eigenen Sohn Jesus Christus, der auf diese Erde kam, um uns zu Gott zu führen.

 

Jesus Christus ist „der Weg“. Für jeden, der Ihn kennt, hat das Suchen und das Stochern im Nebel aufgehört. (Johannes 14,6)

 

 

„... damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl ertasten und finden möchten, obgleich er nicht fern ist von einem jeden von uns.“ Apostelgeschichte 17,27


Greife zu!

 

Unsere Ungerechtigkeiten sind uns über das Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß geworden bis an den Himmel. Esra 9,6

 

Der kleinste Schneemann der Welt war mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen: Genau 0,003 Millimeter groß war die Figur, die Ende 2016 in einem kanadischen Institut entstand. Die Nanotechnologie hatte es möglich gemacht.

 

Klein, kleiner, am allerkleinsten. Alles will der Mensch miniaturisieren. Was in der Technik funktioniert, versucht man auch beim Thema Sünde und Schuld. Man redet klein, verniedlicht, banalisiert – und wenn das alles nicht hilft, dann entschuldigt und erklärt man. Dann geht es nicht um Sünde, sondern nur um ein Knöllchen, um eine Steuerhinterziehung, um einen Seitensprung. Zu klein, um sich ernsthaft damit zu befassen, um sich etwas vorzuwerfen!

Sünde miniaturisieren? Das geht höchstens in unseren Gedanken, nicht aber in der Wirklichkeit. Sünde dürfen wir nicht verniedlichen, denn sie trenntvon Gott – manchmal aber auch vom Ehepartner, vom Chef, vom Freund, von den Kindern. Sünde zerstört und verletzt. Manchmal, wenn wir allein sind, spüren wir, dass sie „groß ist bis an den Himmel“.

 

Die Bibel zeigt den Ausweg: „Wo die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überreichlicher geworden.“ Deshalb besteht Hoffnung für jeden, dem seine Schuld zu schaffen macht. Denn Gott hat seine Liebe bewiesen: Er hat seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt, damit jetzt „jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Rö.5,20) (Joh.3.16).

 

Reden wir Sünde nicht klein!

Stellen wir uns ihr!

 

Sünde kann in Wahrheit nicht miniaturisiert werden, und sie darf nicht verniedlicht werden – Sünde kann und soll ausgelöscht werden! Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Deshalb liegt jetzt für jeden, der will, Gnade und Vergebung bereit. Nicht nur ein wenig, sondern überreichlich! – Greifen Sie zu!


Worin liegt deine Sicherheit?

Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes1. Johannes 5,13

 

Vor einigen Jahren besichtigte ich ein Bergwerk. Als ich im Korb hinunterfuhr, hatte ich seltsamerweise das Gefühl, als ob es aufwärtsging – wobei ich natürlich wusste, dass ich abwärtsfuhr. Als ich später im Korb aus der Dunkelheit wieder ans Licht fuhr, war es genau umgekehrt: Jetzt meinte ich, dass es abwärtsging – aber ich wusste, dass ich aufwärtsfuhr.

 

Etwas Ähnliches erfährt ein Mensch, der ohne Gott lebt. Sein Weg führt ihn abwärts in die ewige Dunkelheit, doch er denkt: „Alles in Ordnung! Mir geht es gut. Ich hoffe, ich komme in den Himmel!“ Doch sein Gefühl täuscht ihn, denn jede Hoffnung muss auf das Wort Gottes gegründet sein.

 

Die Bibel sagt: „Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten“ (1.Tim.1,15)

Wie der Korb in die Finsternis des Bergwerks hineinfuhr, um mich zu holen, so kam der Herr Jesus in diese dunkle Welt, um mich zu retten. Und so wie ich mich dem Korb anvertrauen musste, um nach oben zu kommen, so muss ich mich auch Jesus Christus ganz anvertrauen und an Ihn glauben – an den Sohn Gottes, an den Retter und Herrn.

 

Vielleicht sagt jetzt jemand: „Ich weiß, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist. Aber ich fühle nichts!“ Doch das ist eine List des Teufels: Dem, der auf dem Weg zur Hölle ist, dem will er das Gefühl geben, dass alles in Ordnung ist – und dem, der Jesus Christus als seinen persönlichen Retter angenommen hat, dem will er das Gefühl geben, dass alles verloren ist!

 

Ich will nicht länger auf mich und meine Gefühle sehen! Ich will das glauben, was Gott gesagt hat:

Ihr sollt wissen, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.

 

 

Darin liegt meine Sicherheit!


Nachfolge und Orientierung

 

 

Jetzt aber, von der Sünde frei gemacht und Gott zu Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges LebenRömer 6,22

 

Wie kann jemand frei sein und zugleich gehorchen? Für viele Menschen ist das eine widersprüchliche Kombination von Begriffen. Für sie bedeutet Freiheit die Möglichkeit, alles zu tun, was ihnen gefällt oder gerade in den Sinn kommt – ohne irgendeine Einschränkung. Sie sagen: „Wenn ich jemand gehorchen muss, bin ich nicht frei.“

 

Auch Christen könnten versucht sein, so zu denken. Doch wer dem Herrn Jesus Christus nachfolgt und sich an Gottes Wort orientiert, für den erhalten die Worte Freiheit und Gehorsam einen neuen, tieferen Sinn.

  • Echte Freiheit ist dem Menschen durch die Sünde verloren gegangen.

Der Herr hat einmal gesagt: „Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht“ (Johannes 8,34). Von Natur aus praktizieren alle Menschen die Sünde und sind daher Knechte von Begierden, Neid, Hass, Selbstsucht und Eigenwillen.

  • Echte Freiheit kann man nur durch Jesus Christus finden.

Der Sohn Gottes selbst hat auch gesagt: „Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein“ (Joh.8.36). Er macht uns frei von der Knechtschaft der Sünde. Er vergibt nicht nur unsere Sünden, sondern Er schenkt uns auch eine neue Natur, die den früheren Zwängen nicht unterliegt.

 

Von dieser neuen Natur geprägt, will der Gläubige freudig für Gott leben und Ihm dienen. Dabei fügt er sich den Maßstäben und Grenzen, die Gott in seinem Wort setzt. Er empfindet das nicht als Einschränkung, sondern er weiß, dass sie zu seinem Besten dienen.

 

 


Ich glaube allem, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben stehtApostelgeschichte 24,14

Erfreuliches in der Stasi-Akte

Der Apostel Paulus sitzt in Untersuchungshaft. Unter Führung ihres Hohenpriesters Ananias haben die Juden ihn bei Felix, dem römischen Statthalter, angeklagt: Paulus würde gegen das jüdische Gesetz handeln, überall Aufruhr stiften und sei ein Anführer der „Sekte der Nazaräer“.

 

Paulus streitet gar nicht ab, zu diesen Leuten zu gehören. Er bekennt sich offen zu seinem Herrn – zu diesem Jesus, dem Nazaräer. Aber der Apostel bestreitet, dass ein Widerspruch zum jüdischen Gesetz vorliege. Ganz im Gegenteil – Paulus erkennt alles an, was Gott gesagt hat und was im Alten Testament geschrieben steht!

Etwas Ähnliches trug sich auch in jüngerer Zeit zu:

Theo Lehmann aus Sachsen ist als Pfarrer, Jugendevangelist und Buchautor weithin bekannt geworden. In der DDR hatte sich auch das Ministerium für Staatssicherheit für ihn interessiert und inoffizielle Mitarbeiter in seine engste Umgebung eingeschleust.

 

Nach der Wende bekommt Lehmann Einsicht in seine Stasi-Akte. Er liest dort, wie ein Pfarrer sich nach einer Evangelisation bei der Stasi über seine „primitive Theologie“ lustig machte und wie die Stasi sich über die Bekehrung junger Menschen mokierte. Doch etwas berührt Theo Lehmann auch positiv.

Er erzählt, wie der Stasi-Bericht über ihn endete:

„Für ihn gilt die Bibel als uneingeschränkt wahr.  – Das war einer der wenigen Sätze in der Akte, über die ich mich gefreut habe.“

 

 

„Dein Wort ist Wahrheit.“ Johannes 17,17


Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende sind Wege des Todes.    Sprüche 16,25

Jesus spricht zu Thomas: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Johannes 14,6

 

Die Todespiste

Vor vielen Jahren, als die Obere Halbinsel von Michigan praktisch noch unbewohnt war, machten sich zwei Männer auf den Weg zu einem neuen Bergarbeiterlager. An einem Wintermorgen begannen sie die letzte Etappe ihres Weges. Doch während der Nacht hatte der Schnee die Fußspuren unsichtbar gemacht, die frühere Reisende hinterlassen hatten.

Dennoch brachen die beiden Männer zuversichtlich auf. Je später es im Lauf des Tages wurde, desto dichter wurden die Wälder. Im tiefen Wald und bei diesen Witterungsverhältnissen konnten sie sich nicht mehr an der Sonne orientieren. Etwas beunruhigt gingen sie weiter.

Erleichtert entdeckten sie auf einmal frische Fußspuren im Schnee: Zwei Menschen gingen in nur geringem Abstand vor ihnen her. Beruhigt beschleunigten die beiden ihre Schritte. Und nach einer weiteren Stunde waren sie sich sicher, ganz nahe am Ziel zu sein.

Doch die Dämmerung setzte ein, und das Lager kam immer noch nicht in Sicht. Da bewegte sich vor ihnen ein Schatten. Instinktiv erfassten die Männer ihre Waffen. Der Schatten – es war ein Indianer – sprach sie dann in gebrochenem Englisch an: „Weiße Männer sind verloren auf der Piste des Todes.“ Da begriffen sie ihren Irrtum: Die Spuren, denen sie folgten, waren ihre eigenen; sie waren im Kreis gelaufen!

In übertragenem Sinn ergeht es vielen ganz ähnlich: Sie hoffen, den Himmel zu erreichen, aber sie orientieren sich dabei nur an sich selbst und ihrem eigenen Urteil.

 

Und so befinden sie sich auf der „Piste des Todes“! Nur die Orientierung an Jesus Christus, dem Retter und Herrn, führt zu Gott und zum Himmel.


Das verschlossene Buch

 

Wendet euch zu mir und werdet gerettet, alle ihr Enden der Erde! Jesaja 45,22

Du bist ein Bergungsort für mich; vor Bedrängnis behütest du mich; du umgibst mich mit Rettungsjubel.

Psalm 32,7

„Papa“, der Gesichtsausdruck meiner Tochter verrät, dass es ihr ernst ist, „du darfst nicht in mein Tagebuch gucken!“ Dabei ist das quadratische Buch mit dem kleinen Vorhängeschloss noch ganz neu und ohne jeden Eintrag – ein Geschenk zum siebten Geburtstag.

Interessant, wie gern eine Schreibanfängerin etwas aufschreibt, was nicht einmal der eigene Vater lesen soll. Ab sofort nimmt das abschließbare Tagebuch einen zentralen Platz auf dem kleinen Schreibtisch im Kinderzimmer ein. Und ehrlich gesagt: Ich würde schon gern einmal hineinschauen; aber natürlich beachte ich die klare Anweisung meiner Tochter.

Dieses Erlebnis beschäftigt mich gedanklich noch ein wenig. Haben nicht alle Menschen das Bedürfnis nach einem persönlichen Schutzraum, nach einem Ort, wo wir unsere Gedanken, unsere Wünsche und Träume, vielleicht auch unsere offenen Fragen und Sorgen niederlegen können? Wohin gehen wir mit unseren ganz persönlichen Anliegen, die wir vielleicht niemand anvertrauen möchten – nicht einmal unseren engsten Freunden? Wie verarbeiten wir das, was wir täglich erleben, ob Freude oder Leid?

Glücklich sind die, die den „Bergungsort“, diesen persönlichen „Schutzraum“, in Gott gefunden haben!

 

Durch seinen Sohn Jesus Christus haben sie die Vergebung ihrer Sünden. Und jetzt erfahren sie: Gott ist unser Vater! Er hat uns lieb und wir sind Ihm wichtig – jeder Einzelne von uns und mit allen Fragen seines Lebens. Weil Er sich um uns kümmert, vertrauen wir Ihm jeden Tag das an, was unser Herz bewegt.


Woher weißt Du, dass es Gott gibt?

 

Jesus hat sich den Aposteln nach seinem Lei­den in vielen sicheren Kennzeichen lebend dar­gestellt, indem er ihnen vierzig Tage hindurch erschienApostelgeschichte 1,3

Woher weißt du, dass es Gott gibt? Weil dich die Beweise, die Indizien überzeugen? Oder gibt es vielleicht noch etwas mehr?

Eine kleine Illustration dazu: Woher weißt du, dass dein Chef in der Firma ist?

  • Du siehst sein Auto auf dem Parkplatz vor der Firma.
  • Du legst deine Hand auf die Motorhaube: Sie ist noch warm.
  • Du fragst die Sekretärin, ob der Chef da ist. Sie bestätigt es.
  • Die Tür zum Büro des Chefs steht offen. In dem Büro ist Licht an.
  • Du hörst die wohlbekannte Stimme des Chefs am Telefon.

Können dich diese Indizien überzeugen? – Ja, sie sind klar, eindeutig und kaum zu widerlegen. – Also bist du hundertprozentig überzeugt? – Na ja, nicht so ganz. Wer weiß …? – Jetzt kommt der Chef aus dem Büro. Du gibst ihm die Hand und sprichst mit ihm. Bist du nun völlig überzeugt, dass der Chef in der Firma ist? – Ja natürlich! – Warum? – Weil du ihn gesehen und gesprochen, also erlebt und erfahren hast.

Sind dadurch die vorigen Beweise und Indizien bedeutungslos geworden? Keineswegs, aber es gibt etwas, was weit mehr bedeutet als Indizien: die persönliche Begegnung.

So ist es auch mit der Frage nach der Existenz Gottes oder nach der Auferstehung Jesu Christi. Es gibt sehr starke Indizien und Gründe, die darauf hinweisen, dass Gott existiert und dass Jesus lebt.

 

Aber völlig überzeugt wird das Herz eines Menschen erst dann, wenn es dem lebendigen Gott und dem Herrn Jesus Christus persönlich be­gegnet ist und wenn diese Begegnung ihre unverwechselbaren Spuren in seinem Leben hinterlässt. Zu dieser Begegnung lädt Gott uns durch die Bibel immer wieder ein.


Wer ist denn dieser?

 

Es fiel ein Sturm auf den See, und das Schiff lief voll Wasser, und sie waren in Gefahr. Lukas 8,23

Der See Genezareth liegt im Norden Israels. Bei einer Fahrt über den See gerieten Jesus Christus und seine Jünger einmal in einen sehr heftigen Sturm. Unter den Männern gab es erfahrene Fischer, aber jetzt standen sie Todesängste aus und flehten den Meister um Hilfe an. Wie erleichtert waren sie dann, als Wind und Wellen plötzlich Ruhe gaben und sich dem Machtwort Jesu fügten!

Fassungslos riefen sie aus: „Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser gebietet und sie ihm gehorchen?“ (V. 25)

Dabei kannten die Jünger den Herrn Jesus doch schon! Sie hatten Ihn ja im Glauben als ihren Erlöser angenommen, und sie folgten Ihm nach. Allerdings gab es für sie noch so vieles zu lernen – vor allem, was seine herrliche Größe als Sohn Gottes anging.

Auch heute kennen viele dieses frohe Erstaunen über den Sohn Gottes: „Wer ist denn dieser!“ Immer wieder neu werden gläubige Christen in oft schwierigen Lebensumständen davon überrascht, wie Christus ihnen seine Liebe und seine göttliche Kraft zuwendet, und das oft viel mehr, als sie erwartet haben.

Andere allerdings zweifeln eher oder sind kleingläubig und fragen aus diesem Grund: „Wer ist denn dieser?“

  • Wer ist denn dieser Jesus, dass Er Ansprüche an mein Leben geltend macht?
  • Ist Er wirklich der Sohn Gottes?
  • Kann ich Ihm mein Leben für Zeit und Ewigkeit anvertrauen?

Alle, die noch so fragen, möchten wir dazu anspornen, die Bibel zu lesen.

 

Sie zeigt uns an vielen Beispielen: Für alle, die Ihm vertrauen, erweist sich Jesus Christus in allen Lebensumständen als Helfer und als Herr der Situation.


Jahresende

 

Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße! Den Stab deiner Macht wird der HERR aus Zion senden; herrsche inmitten deiner Feinde!

Psalm 110,1.2

 

Das Jahr 2018 geht zu Ende und mit ihm auch die vielen Hinweise auf Jesus Christus, den Sohn Gottes. Kein Kalenderjahr reicht aus, um Ihn zu beschreiben. Er ist der Mittelpunkt der Bibel. Und weil Er auch der Mittelpunkt des Universums und der Mittelpunkt des göttlichen Heilsplans ist, läuft das ganze Weltgeschehen auf Ihn hinaus.

Werfen wir einen Blick in die Zukunft: In Psalm 110 spricht Gott, der HERR, zu dem auferstandenen Christus, dem Herrn Davids. Er gibt dem gestorbenen und auferstandenen Christus den Ehrenplatz zu seiner Rechten. Und der Zeitpunkt wird kommen, wo Christus auch auf der Erde in Macht und Herrlichkeit regieren wird. Von Christus heißt es auch: „Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen gegeben, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge … und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“ (Philipper 2,9-11)

Jesus Christus kommt wieder! Zuerst nur für alle, die an Ihn geglaubt und Ihn als Herrn über ihr Leben anerkannt haben. Sie werden in den Himmel aufgenommen. (1. Thessalonicher 4,13-18)

Danach kann niemand mehr gerettet werden, der Christus abgelehnt hat oder gleichgültig geblieben ist. Eine zweite Chance im Jenseits gibt es nicht: „Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Johannes 3,36)

Schließlich wird Christus in Macht und Herrlichkeit auf die Erde kommen und alle seine Feinde richten.

 

Gerade deshalb weist Gott mit großer Geduld jeden Menschen zu Lebzeiten immer wieder auf Christus und seine Gnade hin.


 

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken. Römer 8,28

Wir wissen, dass wir … Jesus gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1. Johannes 3,2

 

Gewissheiten des Glaubens

Ich kann Ihnen die Wunder Gottes nicht erklären – aber „eins weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehe.“   (Johannes 9,25)

Manchmal habe ich den Eindruck, dass es immer schwieriger wird, als Christ in dieser Welt zu leben, wo man Gott nicht ehrt – aber „ich weiß, dass es denen, die Gott fürchten, wohl ergehen wird, weil sie sich vor ihm fürchten.“  (Prediger 8,12)

Ich sehe, dass die Politiker dieser Welt für gravierende Probleme keine Lösungen anbieten können – aber ich vertraue Gott, weil „ich weiß, dass der HERR alles vermag.“   (Hiob 42,2)

Ich bin traurig darüber, dass einige meiner Angehörigen dem Herrn Jesus Christus nicht nachfolgen – aber ich bete für sie, weil ich weiß, dass Gott „will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.   (1.Timotheus 2,4)

Ich muss erleben, dass meine Freunde nach und nach von der Erde scheiden, und manchmal bedrückt mich der Gedanke an den Tod – aber „ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er auf der Erde stehen.“  (Hiob 19,25)

Das Jahr 2018 geht zu Ende.

Da frage ich mich, was mir die kommenden Tage, Monate und Jahre bringen werden – ‘‘aber ich weiß, dass ich Gott und seiner Führung auch weiterhin vertrauen kann‘‘.

 

„Auf dich vertraue ich; tu mir kund den Weg, den ich wandeln soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele!“ Psalm 143,8


Ich preise dich dafür, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl. Meinen Keim sahen deine Augen. Ps.139,14.16

 

In diesem großartigen Psalm spricht König David von der Allwissenheit Gottes. David ist sich dessen bewusst, dass Gott ihn ganz und gar kennt und dass er vor Ihm nicht fliehen kann:

„Nähme ich Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen.“ Vers 9.10

Diese Allwissenheit Gottes und seine Nähe sind David nicht unangenehm. Er weiß nicht nur um die Größe Gottes, sondern auch um seine Güte. Gott hat ihn ja „auf eine erstaunliche und ausgezeichnete Weise gemacht“. Und Gottes „Augen“ sahen schon den Embryo im Mutterleib.

Mein Schöpfer sah „meinen Keim“ mit seinen Erbanlagen, mit seiner Individualität. Jeder Mensch ist absolut einzigartig – auch in seinem Wert für Gott. Jeder ist ein unverwechselbares Original. Und David rühmt staunend den großen Gott, der dieses „Wunderwerk Mensch“ erdacht und konstruiert hat.

David hat erkannt, dass sein Leben nur dann sinnvoll und glücklich verlaufen kann, wenn er es in Gemeinschaft und Harmonie mit seinem Schöpfer lebt. Deshalb öffnet er auch die verborgensten Winkel seines Herzens ganz für Gott. (V. 23.24)

 

In Jesus Christus lädt Gott heute jeden Menschen dazu ein, in diese harmonische Gemeinschaft mit Ihm zurückzukehren. Denn Er will uns segnen, und wir werden Ihn wie einst König David preisen für seine Größe, für seine Güte und Gnade und für seine Vergebung.


Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde1. Mose 1,1   (24.Dezember)

Gedanken zu Weihnachten

Am 21. Dezember 1968 startete das Raumschiff Apollo 8 zum ersten bemannten Flug zum Mond. Frühmorgens am 24. Dezember schwenkten die Raumfahrer in eine Umlaufbahn ein, auf der sie den Mond zehnmal umkreisen sollten.

Immer dann, wenn Apollo 8 aus Sicht der Erde hinter dem Mond verschwand, riss auch der Funkkontakt mit den Astronauten ab. Niemand konnte daher „live“ miterleben, wie die Raumfahrer als erste Menschen die „Rückseite“ des Mondes erblickten und schließlich die Erde über der kargen Mondlandschaft aufgehen sahen – ein atemberaubender, unvergesslicher Anblick!

Einer der Astronauten, James Lovell, sagte später: „Wir reisten zum Mond und entdeckten die Erde.“ Er nannte den blauen Planeten „einen wunderbaren Stein auf dunklem Hintergrund“.

Die drei Männer standen noch ganz unter dem Eindruck der blau-weiß über dem Mondhorizont aufgehenden Erde, als sie wieder Funkkontakt bekamen und schließlich auch live im Fernsehen zu sehen waren.

Wie konnten sie das, was sie sahen und empfanden, angemessen beschreiben? Sollten sie Ein­-
stein zitieren oder irgendeinen berühmten Dichter? – Nein, was sie in diesen Augenblicken im Innersten bewegte, ließ sich nur auf eine einzige Weise in Worte kleiden: Abwechselnd lasen die drei
Astronauten die ersten zehn Verse der Bibel vor: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde …“

Etwa eine Milliarde Menschen haben damals, am 24. Dezember 1968, diese „Weihnachtsbotschaft“ aus dem All gehört. Und viele von ihnen haben an diesem Tag auch daran gedacht, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, auf die Erde gekommen ist, um den Menschen durch seinen Sühnungstod den Frieden zu bringen.

 

Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte,
die du geschaffen durch dein Allmachtswort, dann jauchzt mein Herz Dir, großer Herrscher, zu:
Wie groß bist Du! Wie groß bist Du!


Dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden.

Lukas 15,24

Weihnachtswünsche

Die Zeitung hatte dazu aufgerufen, Weihnachtswünsche zu formulieren und einzusenden. Auf diese Weise sollten die Wunschzettel von Kindern und Erwachsenen öffentlich gemacht werden. Es war interessant, welche Wünsche da zusammenkamen: Puppenhäuser, Eisenbahnen, Smartphones und sogar ein Pferd. Ein Wunsch war jedoch ganz anders als alle anderen: Marie wünscht sich, dass Henry wieder nach Hause kommt!

Ich versuchte mir vorzustellen, welche Geschichte sich hinter diesem Wunsch verbarg: Waren da Bruder und Schwester durch ein Unglück auseinandergerissen worden? Hatte sich ein Ehepaar getrennt? Oder trauerte ein Kind um den Vater, der ausgezogen war? … Wie viel Leid, wie viel Tragik enthielt dieser Satz, wie viel Schmerz und Sehnsucht atmete er! Was wäre, wenn sich dieser Wunsch nicht oder sogar nie erfüllen würde?

Ich musste an einen ganz anderen Wunsch denken: Gott wünscht sich, dass Menschen nach Hause kommen! Auch Er wartet – wartet schon viele Jahre, wartet auf Sie und auf mich!

Was wäre, wenn Henry heute nach Hause käme? Dann wäre Maries Wunsch erfüllt. Sicherlich würde sie ihm um den Hals fallen, und ihre Augen würden strahlen. Und Henry? Würde er sich nicht von ihrer Freude anstecken lassen? Doch warum macht Henry sich nicht auf? …

 

Was wäre, wenn ein Mensch heute zu Gott umkehren würde? Würde er dann nicht erleben: „Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr“? Ja, es wäre Freude bei Gott, „Freude im Himmel“ über einen, der Buße tut und nach Hause kommt‘‘. Wenn Sie dieser eine Mensch sind – wie glücklich können Sie dann heute noch werden! (V. 7.20).


Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung. Psalm 62,2

 

Pfarrer Wilhelm Busch hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter. Sie verstanden sich ausgezeichnet. Auf einer Zugreise, so erzählte er, hatten sie lange Zeit wortlos nebeneinandergesessen. Es schien, als hätten sie Streit. Doch das Gegenteil war der Fall. Er erklärte später dazu: „Worte waren zwischen uns nicht mehr nötig.“ – So kann geistliche Harmonie aussehen.

Diese Harmonie strebt auch Gott mit seinen Geschöpfen an. Er möchte sie mit seinen Gedanken und Zielen in Einklang bringen. Das hat Ihn viel gekostet. Dazu musste Er seinen Sohn Jesus Christus in den Tod geben. Um uns zu retten, ist Christus stellvertretend für verlorene Sünder am Kreuz gestorben. Wer an Christus und sein Erlösungswerk glaubt, hat den entscheidenden Schritt zu Gott hin getan.

Dieser Schritt ist eigentlich ganz einfach, doch dem „aufgeklärten“ Menschen fällt er unendlich schwer. Warum? Weil dieser Schritt mit Selbstverleugnung zu tun hat. Der Mensch muss nämlich zu der Einsicht kommen, dass er vor seinem Schöpfer schuldig geworden ist und selbst gar nichts tun kann, um seine Schuld ungeschehen zu machen.

Wir merken, dass der Glaube an Gott und den Herrn Jesus Christus zuerst die Hürde unserer eigenen „Größe“ überwinden muss. Und genau das ist Gottes Absicht. Er weiß, dass wir unsere Sünden nicht selbst aus dem Weg räumen können. Deshalb ist dieser Glaubensschritt nötig. Und dann kommt das Wunderbare, das auch David, der unseren heutigen Psalm gedichtet hat, erlebt hat: Sein Herz kommt zur Ruhe, und inmitten einer lauten, unruhigen Welt genießt er die Nähe Gottes in seinem Leben.

 

Dieses Psalmwort von stillem Vertrauen und von der Rettung Gottes mutet uns vielleicht sehr schlicht an. Doch dahinter steht ein Leben, in dem Davids Gottvertrauen immer wieder auf die Probe gestellt wurde. Und immer wieder neu erfuhr David: Der Glaube trägt! – Gott ist treu und steht zu seinen Zusagen!


Ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Römer 7,14

 

Befreiung von der Macht des Bösen

Nie wieder!“ Wie oft sind diese beiden Worte schon über Menschenlippen gekommen! Wie eine heilige Versicherung, wie ein Schwur klingt es: „Nie wieder!“ Jeder, der die Folgen selbst verschuldeter Irrwege zu spüren hat, wird wohl so sprechen. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer; aber ist es nicht ein ebenso altes Sprichwort, dass der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist?

Nie wieder wollte der junge Mann sich auf sexuelle Unmoral einlassen. Nie wieder wollte ein anderer sich in schlechte Gesellschaft begeben, ein Dritter sich nie wieder zum Glücksspiel verleiten lassen und ein Vierter nie wieder seine Angehörigen belügen und betrügen und harte Worte gegen sie gebrauchen.

Aber wie ein schlechter Baum keine guten Früchte trägt, so hat auch der Mensch von Natur aus nicht die Fähigkeit, das Gute hervorzubringen. Der Herr Jesus Christus weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein Baum nur solche Frucht bringen kann, die seiner Natur entspricht (Mtt. 12,33). Das ist der springende Punkt: Wir brauchen eine radikale Veränderung unseres Herzens, dann wird auch die Frucht gut – anders nicht. Und wie ist eine solche Veränderung möglich?

 

Durch sein Wort will Gott in uns die Einsicht wirken, dass wir Sünder sind und uns nicht selbst retten können. Wenn wir zu Ihm umkehren und unsere Lebensschuld und unsere Gebundenheiten offen eingestehen, vergibt Er uns jede Schuld und schenkt uns das ewige Leben – und damit eine ganz neue Natur. Wenn wir uns im Glauben auf das stützen, was Gott selbst durch Christus getan hat, müssen wir „der Sünde nicht mehr dienen“, sondern können unser Leben frei und froh mit Gott führen.(Rö. 6,3-6)


Das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst5. Mose 30,19

 

Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. Matthäus 7,13.14

 

In den meisten Fällen, wo wir eine Wahl zu treffen haben, hat das keine weittragenden Folgen: Welches Kleidungsstück wir wählen, was für ein Auto und welchen Ferienort – unsere Zukunft hängt nicht davon ab. Schon bedeutsamer ist die Wahl unseres Wohnortes und unseres Berufs, und von besonderer Tragweite ist die Wahl unseres Ehepartners. Aber auch diese Entscheidungen betreffen nur unsere irdische Zukunft.

Doch wie ist es mit der Wahl, die unsere ewige Zukunft betrifft? Hier ist jeder dazu aufgerufen, einmal die rechte Entscheidung zu treffen und den Weg zu wählen, der zum ewigen Leben führt. Jesus Christus erklärt uns, dass der eine Weg, der zum Verderben führt, breit ist und dass viele darauf gehen. Der andere Weg aber, der zum Leben führt, ist schmal, und nur wenige finden ihn.

Der breite Weg erscheint zwar leichter. Man hat dort zahlreiche Weggefährten und entschuldigt seine Verfehlungen mit dem Gedanken: „Das tun doch alle!“ Aber Christus, der Herr, sagt unmissverständlich, dass dieser Weg ins Verderben führt.

Der andere Weg führt durch die Umkehr zu Gott und den Glauben an Jesus Christus zum ewigen Leben. Es ist ein „schmaler“ Weg. Wer ihn betreten will, muss hinderliches Gepäck zurücklassen, nicht nur die Sündenschuld seines Lebens, sondern auch das Vertrauen auf die eigene Gerechtigkeit.

 

Aber was für ein Glück: Auf dem schmalen Weg erhält man die Gewissheit, dass dieser Weg zum Leben führt!


Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht steht auf dem Weg der Sünder und nicht sitzt auf dem Sitz der Spötter, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!    Psalm 1,1.2

 

Erino Dapozzo (1905–1974) arbeitete bei einer Baufirma. Er war ein Christ, der seinen Glauben lebte und bekannte – und deshalb oft von den Kollegen gemobbt wurde. Auch sein Chef ließ keine Gelegenheit aus, ihn zu demütigen.

An einem Wintertag erschien er mit seinem Lkw auf der Baustelle, um die Arbeiter abzuholen. Jeder drängte sich ins warme Führerhaus, doch nicht alle passten hinein. Da machte einer den Vorschlag, Dapozzo könne ja auf der Ladefläche mitfahren – sein Gott würde ihn sicherlich warm halten!

Und so fuhr man los: Im Führerhaus war es warm und lustig, draußen auf der Ladefläche dagegen kalt. Bald erreichten sie den Fluss, den sie auf einer nur behelfsmäßig gesicherten Brücke überqueren mussten. Dabei verlor der Chef die Kontrolle über den Lkw, der Wagen durchbrach die Absperrung und stürzte in den Fluss. Auch Dapozzo wurde ins Wasser geschleudert, konnte sich aber schwimmend retten. Als er später im Krankenhaus untersucht wurde, erfuhr er, dass er als Einziger überlebt hatte. Alle anderen waren im Führerhaus umgekommen.

Drinnen im Warmen hatten alle über Dapozzo und seinen Gott gelacht und gelästert. Doch Dapozzo hielt an Gott fest, auch wenn er deshalb draußen frieren musste. Und dann wurde er als Einziger gerettet.

 

Vielleicht sind Sie Christ wie Dapozzo: Sie leben und bekennen Ihren Glauben – und werden dafür ausgegrenzt. Fassen Sie Mut, und halten Sie sich weiter treu zu Jesus Christus! Auch wenn Ihnen manche den Eindruck vermitteln wollen, dass Sie auf der falschen Seite stehen – Gott hat das letzte Wort!