WAS WIR GLAUBEN UND BEKENNEN

GOTTES WORT: Wir glauben an die göttliche Inspiration und Autorität, Unfehlbarkeit und lrrtumslosigkeit der gesamten Heiligen Schrift (alle Bücher des Alten und Neuen Testamentes, ohne Apokryphen) in allen Fragen des Glaubens und Lebens sowie in allen Bereichen, die Geschichte, Natur und Geographie betreffen. Die Heilige Schrift im Urtext ist in allen Teilen wörtlich von Gott inspiriert und absolut wahr.

DER EINE WAHRE GOTT: Wir glauben an den einen ewigen, allmächtigen, allwissenden, heiligen, gerechten und barmherzigen Gott, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den Vater Jesu Christi. Er ist ohne Ursprung und ohne Ende und offenbart sich in der Heilsgeschichte in Seinem dreieinigen Wesen als Vater, Sohn und Heiliger Geist. 

DER HERR JESUS CHRISTUS: Wir glauben an Jesus Christus als den ewigen Sohn Gottes, ewiger Gott und wahrer Mensch zugleich. Wir glauben an die Präexistenz Jesu Christi (Existenz vor Seiner Menschwerdung), an Seine jungfräuliche Empfängnis durch Maria und Seine Zeugung durch den Heiligen Geist. Er hat durch Seinen freiwilligen stellvertretenden Opfertod am Kreuz von Golgatha als schuldloses „Lamm“ durch sein vergossenes Blut die Menschen mit Gott dem Vater versöhnt, so dass jeder Mensch gerettet werden kann, der in Glauben und Buße Jesus Christus als Retterheiland und Herrn annimmt. Wir glauben an Jesu leibhafte Auferstehung am ersten Tag der Woche und an Seine leibhafte Himmelfahrt. Wir glauben, dass Er jetzt zur Rechten Gottes des Vaters als unser Hoherpriester sitzt und personhaft in Macht und Herrlichkeit von dort auf den Wolken des Himmels als Weltenrichter auf die Erde wiederkommen wird.

DER HEILIGE GEIST: Wir glauben, dass zur Erlösung des in Sünde verlorenen Menschen die Wiedergeburt durch den Heiligen Geist notwendig ist. Der Heilige Geist überführt den Menschen von Sünde, bewirkt in ihm Glauben und Umkehr, leitet ihn in alle Wahrheit und befähigt ihn zu einem Leben der Heiligung und Nachfolge Jesu Christi. Er verherrlicht nicht sich selber, sondern den Herrn Jesus Christus. Er wird nicht selber angebetet, sondern hilft unserer Schwachheit auf und vertritt uns im Gebet mit unaussprechlichem Seufzen. Jeder wahrhafte Christ ist vom Zeitpunkt seiner Wiedergeburt an mit dem Heiligen Geist versiegelt. Die oft durch Handauflegung vermittelte sogenannte Geistestaufe als zweite Erfahrung lehnen wir ab.

DER MENSCH: Wir glauben, dass der Mensch Gottes Geschöpf und nach Gottes Ebenbild geschaffen ist. Als Mann und Frau schuf Er sie. Jeder Mensch ist Nachkomme der Ureltern Adam und Eva. Alle Formen der Evolutionslehre (mit ihrer Behauptung, der Mensch habe sich aus affenähnlichen Vorfahren entwickelt) lehnen wir als unwissenschaftlich und bibelwidrig ab. Infolge der Sintflut besteht die heutige Menschheit aus Nachkommen der drei Söhne Noahs, die sich über die bestehende Schöpfung verbreitet haben. Wir glauben, dass der Mensch im Garten Eden ohne Sünde war. Er hatte die Bestimmung, Nachkommen zu zeugen, über die Erde und ihre Geschöpfe zu herrschen und niemals zu sterben. Seit dem Sündenfall unserer Ureltern jedoch ist jeder Mensch der Macht Satans, der Sünde und des geistlichen und körperlichen Todes unterworfen. Aus dieser Macht kann uns allein Jesus Christus, der sündlose Sohn Gottes befreien, indem Er den Fluch des Todes auf sich nimmt und uns ewiges Leben im Himmel ermöglicht.

DAS HEIL: Wir glauben, dass Jesus Christus aus Liebe zu uns Menschen am Kreuz von Golgatha eine ewige, vollkommene Erlösung vollbracht hat. Dieses Heil wird nicht durch Sakramente, Priester, eigene Werke oder ähnliches vermittelt, sondern als freies Geschenk in vertrauensvoller Annahme des Sühneopfers Jesu Christi empfangen. Der in Sünde verlorene Mensch wird allein durch den Glauben an Jesus Christus und allein aus Gnaden von Gott gerechtfertigt. Die guten Werke sind die Frucht und der Erweis des wahren rettenden Glaubens – als Folge und nicht als Voraussetzung des Errettet-Seins. Wer Jesus Christus in Buße (Reue und Abkehr von der Sünde) als Herrn und Heiland in sein Leben aufgenommen hat, ist ein Kind Gottes geworden (Johannes 1,12). Er ist aufgerufen, in Jesus Christus, dem wahren „Weinstock“, zu bleiben, wachsam zu sein und nicht vom rettenden Glauben abzufallen.

SATAN: Wir glauben, dass der Teufel (Luzifer, Satan) als Person existiert und als Gegenspieler Gottes und der Gläubigen wirkt. Er ist der Oberste der gefallenen Engel oder Dämonen. Da Satan weiß, dass er wenig Zeit hat, wütet er in der Endzeit besonders heftig und versucht, viele zu verführen. Wir wollen wachsam sein, uns mit der geistlichen Waffenrüstung Gottes (Epheser 6, 10-18) bekleiden und die Geister und alle Lehren sorgfältig anhand der Bibel prüfen. Wir glauben, dass durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi alle Mächte der Finsternis bereits besiegt sind und dass sie ihrem endgültigen Schicksal im ewigen Feuer entgegen gehen.

DAS LEBEN ALS CHRIST: Wir glauben, dass sich jeder wiedergeborene Christ in der aktiven Nachfolge Jesu Christi befindet. Diese Nachfolge ist nur in Gemeinschaft mit Jesus Christus möglich. Die Nachfolge Jesu Christi wird an der Frucht des Geistes, an der Liebe zu Gott und Seinem Wort, an der Liebe zu anderen Christen und allen Mitmenschen sichtbar. Wir sind der Staatsgewalt untertan, sofern dadurch Gottes Gebote nicht verletzt werden und sie uns nichts befiehlt, was gegen Gottes Wort für die neutestamentliche Gemeinde steht.

DAS LEBEN ALS GEMEINDE: Wir glauben, dass die Gemeinde Jesu Christi aus allen durch Gottes Geist wiedergeborenen Menschen besteht. Sie ist an Pfingsten durch die Ausgießung des Heiligen Geistes entstanden. Die örtliche Gemeinde besteht aus den Gläubigen, die beständig in der biblischen Apostellehre, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet bleiben und zusammenkommen. Sie trifft sich am Auferstehungstag des Herrn (Sonntag) zum Gottesdienst und während der Woche zur Bibel- und Gebetsstunde und möglichen weiteren Versammlungen. Wir glauben, dass die Gemeinde allein Jesus Christus und niemand anders als ihrem Haupt untergeordnet ist. Sie hat die schöne und wichtige Aufgabe, Licht in der dunklen Welt zu sein, Menschen in die Nachfolge Christi einzuladen und sie geistlich zu stärken, damit sie das Ziel der himmlischen Herrlichkeit erreichen. Die Gemeinde ist beauftragt, unter Gebet und Leitung des Heiligen Geistes alle Dienste und Aufgaben einer christlichen Gemeinschaft auszuüben, es gelten ausschließlich die im Neuen Testament gegebenen Richtlinien und Anordnungen, wie sie dort geschrieben stehen, ohne Anpassung an den gottlosen, schamlosen und emanzipatorischen Zeit- und Weltgeist. Frauen haben vielfältige Aufgaben in der Gemeinde (Frauenarbeit, Kinderarbeit, Mission, Diakonie, persönliche Seelsorge u.a.), sie dürfen aber gemäß Gottes Wort keine gemeindeleitenden Aufgaben wahrnehmen oder Männer autoritativ belehren (keinen Predigtdienst). 

TAUFE: Wir glauben, dass sowohl die Glaubenstaufe als auch das Brotbrechen (Tisch oder Mahl des Herrn) Anweisungen des Herrn Jesus Christus an Seine Gemeinde sind. Getauft werden können Menschen, die selbstständig bezeugen, dass sie Buße über ihre Sünden getan haben, Jesus Christus in ihr Leben aufgenommen haben und in der Nachfolge Jesu Christi leben wollen. Die Taufe im Wassergrab symbolisiert die Tatsache, dass der Gläubige mit Christus gekreuzigt, gestorben und wieder zu neuem Leben auferstanden ist. Sie geschieht gemäß der Anordnung des auferstandenen Herrn auf den Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

BROTBRECHEN: Das Zusammenkommen der Gläubigen am Tisch des Herrn wirkt als solches keine Vergebung der Sünden, sondern dient dem Gedächtnis an das vollbrachte Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha. Die Gläubigen bezeugen durch ihre Teilnahme, dass sie aus der Gnade und Vergebung Jesu Christi leben. Ebenso ist das Brotbrechen ein Symbol für die Gemeinschaft mit dem Herrn und der Geschwister untereinander. Von der Teilnahme am Mahl des Herrn sind alle Menschen ausgeschlossen, die Jesus Christus nicht persönlich kennen und Sein Erlösungswerk nicht angenommen haben. Nach 1. Korinther 11,27-32 muss vor der Teilnahme eine Selbstprüfung stattfinden und müssen unbereinigte Sünden vor Gott bekannt werden. Man sollte nur mit einem versöhnungsbereiten Herzen zum Tisch des Herrn gehen.

DIE WIEDERKUNFT JESU CHRISTI: Wir glauben, dass Jesus Christus zuerst für Seine Gemeinde erscheint und diese zu Ihm „in die Wolken entrückt“ wird. Vor der Entrückung, das heißt der Hinwegnahme der Christen von dieser Erde zum Herrn, mehren sich die Zeichen der Endzeit: falsche Christusse, falsche Propheten, Kriege, Katastrophen, Seuchen, Glaubensabfall, Gesetzlosigkeit, Lieblosigkeit, Christenverfolgung, weltweite Evangeliumsverkündigung und Wiederentstehung des Staates Israel. Die Entrückung bzw. Verwandlung der Gläubigen geschieht „plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune“. Jesus hat verheißen, die schweren Tage der kommenden antichristlichen Drangsal für die Auserwählten zu verkürzen. Die Gläubigen werden spätestens dann von der Erde hinweg genommen sein, bevor Gott Seine Zornschalen des Gerichts über die unbußfertige Menschheit ausgießt. Jesus mahnt uns, die Zeichen der Endzeit zu beachten, um für die Begegnung mit Ihm bereit zu sein, aber Er warnt zugleich davor, einen Termin für Seine Wiederkunft auszurechnen. 

DIE ZUKÜNFTIGE EXISTENZ: Wir glauben, dass alle Menschen von den Toten auferstehen werden: diejenigen, die an Jesus Christus als ihren Erlöser und Herrn glauben, zur ewigen Herrlichkeit (Auferstehung des Lebens), die Ungläubigen zur ewigen Verdammnis in der ewigen Feuerhölle (Gehenna). Alle Menschen werden – sowohl im Zwischenzustand des Totenreichs (Scheol) bis zum Weltgericht als auch danach in der Ewigkeit – ihr Schicksal mit vollem Bewusstsein erleben 

Wir warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die allein Gott der Herr erschaffen wird (2. Petrus 3,13; Offenbarung 21,1).

Amen.

 

HINWEIS: Unsere Glaubensüberzeugungen sind angelehnt an die Ausführungen, die Bruder Dr. Lothar Gassmann vor einigen Jahren als Glaubensbekenntnis getextet hat und bibeltreuen Gemeinden und Gemeinschaften als Zitat zur Verfügung stehen.