Gedanken zu Joh. 15,1-3 -

für den praktischen Alltag

 

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.

Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 

Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 

 

Mein Glaube ist Teil eines lebendigen Organismus. Als Rebe am wahren Weinstock Jesus Christus bin ich als Teil der gesamten Pflanze mit den Wurzeln und dem Haupttrieb verbunden, ja verwachsen. Allein würde ich sterben. Das Leben des Weinstocks, das Leben Jesu macht und hält mich lebendig.

 

Als teil der Pflanze bin ich am gleichen Ort, wo auch die gesamte Pflanze steht. Ich existiere nur gemeinsam mit der Pflanze, dem Weinstock. Alles, was ich allein ohne das Leben des Weinstocks tue, bringt eher Schaden als Segen. Im Alltag bedeutet es, dass ich wissen muss, an welchen Orten der Weinstock, mein Herr Jesus, ist und wo nicht. An Plätzen, wo Er nicht ist, habe ich auch nicht Sein Leben um mich. Er ist der wahre Weinstock, heißt es. Also gibt es auch falsche Pflanzen, die mir gefährlich sein können, weil sie mir nicht das Leben geben, sondern den Tod, geistlich gesehen.

 

Jede Entscheidung in meinem Leben steht unter dem Maßstab des Lebens am Weinstock. Als einzelne Rebe am Weinstock muss ich meinen Alltag ständig nach der Gesinnung Jesu Christi ausrichten, um wachsen und Frucht bringen zu können. Ich brauche die Kraft und Nahrung aus dem Weinstock, um nicht abzusterben. Praktisch heißt das, alles im Leben an Gottes Maßstab auszurichten, unter Gebet zu stellen und erst dann zu handeln. Ohne das besteht die Gefahr von Wegen unter Not und ohne Wachstum in der Nachfolge Jesu Christi. Es besteht die Gefahr von Sorgen machen statt dem Herrn zu vertrauen.

 

Es heißt im Wort, dass es zwingend notwendig ist, Frucht zu bringen. Andernfalls wird Gott die Rebe an seinem Weinstock fortnehmen. Das ist sehr ernst! Es bedeutet abfallen, faulen und absterben, weggeschnitten werden. Was bedeutet Frucht bringen? Bei den Pflanzen gedeihen die Früchte auch zu einem bestimmten Zweck. Meistens sind sie essbar und also gut zu gebrauchen. Kann Gott mich auch gebrauchen? Wozu will er mich gebrauchen. Wozu kann ich nützlich sein? Das ist bei jedem verschieden und ein sehr großer Bereich. Welchen Dienst darf ich tun? Und gedeihen bei mir auch die geistlichen Früchte wie Liebe, Freundlichkeit, Sanftmut, Selbstbeherrschung, Freude usw.? Diese Früchte sind vielseitig in meinem Alltag einsetzbar und bringen Gutes hervor! Wenn ich nun Frucht bringen darf, muss hin und wieder der Weingärtner schneiden, damit die Wuchsrichtung stimmt und noch mehr Frucht hervorkommen kann. Das tut oft weh. Es gibt Verluste und Nöte, die beim Wachsen in der nachfolge auftauchen, die aber nötig sind,, um z.B. aus Fehlern zu lernen. Fehler macht keiner gerne. Und fast niemand freut sich, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird. Auch können notvolle Folgen aus Fehlern im Leben  entstehen, die einen lange oder für immer begleiten. Es ist die Erziehung Gottes an unserem Herzen, damit die richtigen Früchte darin aufgehen können. Schneiden und Reinigen ist daher bei uns allen nötig.

 

Ich brauche als Rebe am Weinstock Nahrung und eine gute direkte Verbindung, um sie aufzunehmen. Wie geht das im Alltag? Vor allem Bibel lesen täglich, und das Gebet zum Herrn pflegen. Ohne die richtige Nahrung und den richtigen Dünger wachse ich nicht oder nur sehr langsam, zu langsam, um wirklich gute reife Früchte auszutragen. Ganz furchtbar: bei Nahrungsentzug kommt der geistliche Tod und der Abfall vom Glauben. Die Bibel sagt ausdrücklich auch in diesen Versen, dass das möglich ist und eine große lebensbedrohende Gefahr. Das ewige Leben gilt festzuhalten, das Festhalten am Weinstock, an Jesus! Er gibt uns dieses Bild der Pflanze mit ihren Teilen und Wurzeln als Beispiel. Wir kennen es, unterversorgte, aber auch überdüngte Blätter werden unansehnlich, vertrocknen, werden welk und mickrig, darum schneiden wir es weg. Wir "putzen" die Pflanzen, die wir lieben und wir wollen, dass sie schön aussehen. Kümmern wir uns nicht um sie, sterben sie ab und kommen auf den Müll.

 

Dieses Kümmern des Weingärtners, also Gottes, unseres Vaters im Himmel, heißen auch Erziehungswege. Wir haben z.B. Probleme in allerlei menschlichen Beziehungen. Bin ich mir bewusst, dass nicht immer die anderen Schuld haben? Kann ich Kritik einstecken? Oder reagiere ich gleich aggressiv und beleidigt? Ja, Gott lässt viel Unschönes zu im Leben, oft als Chance zur Einsicht  und zur Besserung, auf jeden Fall wissen wir aus seinem Wort, dass uns alles zum besten dient. Doch wie schwer ist es, demütig zu werden und Fehler an sich zu entdecken! Man schämt sich und ist traurig, dass man nicht so "gut" war, wie man von sich dachte.  Ich kann Gott bitten, mir zu helfen und das fehlerhafte und schlechte wegzuschneiden, ohne seine Hilfe und Pflege kann ich es auch nicht. Gebet ist wieder das, was hilft. Vor allem müssen wir unseren Stolz fürchten und auch anerkennen. Stolz ist in uns in allen Facetten. Das dicke Ich in uns möchte ihn und die Begierden daraus nicht abgeben, darum meinen wir, dass es Verlust und Opfer gibt, wenn wir dies oder das wegtun müssen aus unserer gelebten Nachfolge. Doch im Nachhinein dürfen wir erkennen mit Freude im Herzen, dass das Überwinden der Gewinn des Lebens ist. (Ertl)

 

Umwandlung braucht Zeit

Haben Sie schon einmal einen Zweig eines Apfelbaums abgeschnitten? Wenn Sie dann an einem solchen Zweig lutschen, schmeckt das dann nach Apfelsaft? Oder bei einem Birnbaum nach Birnensaft? Doch wohl nicht. Ich glaube, das erwartet auch niemand. Uns allen ist klar: Der Saft, der durch den Baum fließt, nimmt für die Zweige, die Blätter, die Früchte die Nährstoffe mit. Und dann wird das Ganze umgewandelt. An der einen Stelle in Holz, an der anderen Stelle in Frucht oder in Wurzel usw. Es findet also eine geheimnisvolle Umwandlung statt. Diese braucht Zeit. Sie geht nicht so vonstatten, wie das Abfüllen einer Flasche in der Abfüllanlage der Mosterei. Da werden die Flaschen unter der Befüllung durchgeschleust – und binnen Sekunden sind sie voll und werden verschlossen. Genauso ist es auch hier. Jesus beschreibt eine geheimnisvolle Umwandlung in seinen Jüngern durch alle Zeiten hindurch. Aber wir sind ja keine Flaschen. Wir sind lebendige Wesen. Wenn Gott etwas in uns umwandeln will, dann braucht das Zeit. Was will Gott umwandeln? Gleichmut in Freude, Gleichgültigkeit in Liebe.

 

Diese Verwandlung setzt das Bleiben an Jesus voraus. Er ist die Brücke von Gott zu uns Menschen. Er steht in dauerhafter, enger Verbindung mit dem Vater. Er orientiert sich am Willen Gottes – bis zuletzt. Und so bleibt er in der Liebe Gottes. Genauso reicht er dann seine Liebe an uns weiter. Auch das setzt die Bereitschaft voraus, den Willen von Jesus zu tun. Wer an Jesus bleibt, durch den strömt dann auch Gottes Wort. Das geht nicht im Hauruck. Es sickert in kleinen Dosen in unser Herz und wird in uns umgewandelt in ein neues Sehen und ein neues Handeln. Wer mit Jesus verbunden bleibt, der ist mit seinem Geist verbunden. Und dieser Geist verwandelt das Wort in Liebe.

 

Wenn diese Liebe in unseren Herzen ist, dann kommt Freude auf. Ein tiefes Gefühl, bedingungslos geliebt zu sein. Und gleichzeitig eine große Dankbarkeit, die immer wieder neu versucht, dem zu gefallen, der uns liebt.

 

 

Entscheidend für dieses Wechselspiel ist, dass wir an Jesus bleiben. Denken Sie noch mal an den Apfelbaum. Durch den Apfelbaum werden die spezifischen Stoffe apfelbaumgerecht hindurchgeleitet. Genauso ist das mit dem Bleiben an Jesus. Nur so bekommen wir die nötigen Nährstoffe. Und nur wenn wir an ihm bleiben, können diese Nährstoffe auch umgewandelt werden. Dass Jesus seine Jünger in diesem Zusammenhang dann nicht mehr nur Jünger nennt, sondern Freunde, das ist darum nur logisch. Das gilt auch für Sie. Sie sind nicht mehr Knechte oder Fremde, sie sind dadurch, dass sie an Jesus bleiben, seine Freunde, seine Brüder und Schwestern. Sein Vater ist ihr Vater. Seine Liebe ist ihre Freude.

(Zitat ERF-Predigten Direktor Manfred Schultzki )


Joh. 15,4-7

Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir[1] könnt ihr nichts tun. 6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.

7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. 8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.

 

Parallelstellen

Röm. 12,5: so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus,  und als Einzelne untereinander Glieder

Joh. 15,16: bestimmt dazu, Frucht zu bringen, welche bleibt, damit der Vater uns gibt, was auch immer wir bitten in Jesu Namen

Ps. 1,3: wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen = Frucht bringen zu seiner Zeit, Blätter verwelken nicht, alles, was er tut, gerät wohl

Jes. 65,21: sie werden Häuser bauen und sie auch bewohnen, Weinberge pflanzen und auch deren Früchte genießen

Phil. 1,11: Erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt werden zur Ehre und zum Lob Gottes

 

Frucht – Gal. 5,22

Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung

Ohne Jesus gibt es keine Frucht, d.h. keine der Eigenschaften aus Gal. 5,22, schon gar nicht alle werden wachsen. Es wird kein Gelingen geben ohne Gott und Jesus, weil dann nur die bittere Wurzel aus mir selbst bittere Früchte bringt.

 

Zu Röm. 12,5: auch Reben untereinander brauchen den Weinstock, um als Glieder nützlich zu sein untereinander

 

Zu Joh. 15,16: Nicht nur ich muss in Jesus bleiben, auch die Früchte, die dann gewachsen sind, müssen solche sein, die bleibend sind, die also nicht verfaulen. Haben wir bleibende Frucht im Leben, gibt uns Gott das, worum wir im Namen seines Sohnes bitten. Beten im Namen Jesu ist ein Bitten, das auch Jesus selbst sprechen würde

 

Zu Ps. 1,3: bleibende Frucht, keine Blätter verwelken, ewiges Leben schon jetzt auf Erden, Gott schenkt Gelingen bzw. Segen, der irdisch sichtbar ist (Häuser, Weinberge) – s. Jes. 65,21

 

Zu Phil. 1,11: Nur mit Jesus kommen wir zu Früchten der Gerechtigkeit, weil nur Er sie wirkt zur Ehre und zum Lob Gottes

 

Gedanken zu den Früchten aus Gal. 5,22:

Liebe:

Den Nächsten lieben, was ich liebe, damit beschäftige ich mich, ist mir nicht egal, hab ich keine Abscheu, für den sorge ich mich und tue ihm nichts Böses – gelingt nicht immer und bei jedem

 

Freude

Sich freuen an Gottes Gnade und Gemeinschaft, immer, auch wenn es mir schlecht geht – gelingt mir nicht immer

 

Friede

Innere Ruhe und dadurch bestrebt, mit anderen Frieden zu halten, auch wenn diese einen ärgern – gelingt auch nicht immer

 

Langmut

Geduldig und gelassen bleiben, auch wenn man sich ärgert oder wenn etwas auf die Nerven geht – muss man lange lernen

 

Freundlichkeit

Freundlich und höflich den Menschen begegnen, auch wenn man selbst Probleme hat – Einstellungs- und Nervensache

 

Güte

Barmherzig bleiben, auch wenn man den anderen am liebsten bestrafen will – nicht einfach

 

Treue

Treu sein in Beziehungen auf allen Lebensebenen, besonders mit Gott und seinen Bestimmungen im Kleinen und im Großen – wen man liebt, dem ist man treu

 

Sanftmut

Nicht aggressiv oder hitzig reagieren, sondern ruhig und gelassen zu allen Zeiten – wem gelingt das auf Anhieb???

 

Selbstbeherrschung

Diese steht nicht umsonst am Ende der Aufzählung in Gal. 5,22. Mit ihr gelingen viele der vorgenannten Früchte, weil man sein Eigenleben bremsen kann, welches viele bösen Früchte hervorbringt, aber auch hartnäckig an allem dranbleiben kann, womit man sonst Mühe hat, d.h. überwinden – Ängste, Faulheit, Fresssucht u.v.m.

 

Zu Joh. 15,6 gibt es die Parallelstelle Matth. 3,10 „Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!

 

Dieser 6. Vers in Joh. 15 ist eine ernste, sehr ernste Aussage, und wir Menschen haben im allgemeinen ein Problem mit den harten Aussagen darin.

 

Das Wort „wenn“ ist eine Bedingung: Hier haben wir Ursache und Wirkung – je nach unserem Handeln ernten wir Frucht oder Feuer. Gott, Jesus, der Herr, zeigt uns zwei Richtungen. Wenn wir das eine tun, passiert dies, wenn wir es nicht tun, passiert das andere. Im Klartext steht dort, wenn wir nicht in ihm bleiben, sterben wir – Frucht oder Feuer = Leben oder Tod.

 

Gott hat den Weinberg geschaffen, und dieser funktioniert nur nach seinen Bedingungen. Wir haben die Wahl, dabei sein zu können oder nicht. Aber wir können es nicht nach unserem Belieben ändern. Wir können nicht die Vorzüge genießen, ohne uns in den Prozess Gottes einzugliedern.

 

Falsch ist die Hoffnung, dass die Gnade Gottes meine Selbstsucht und mein Versagen, mich Gottes Wegen unterzuordnen, immer und immer wieder „ausbügelt“. Die „Wenn“-Bedingung zwingt dazu, sich für oder gegen ein Leben mit und von und in Jesus zu entscheiden. Wenn wir an Ihm dranbleiben und uns seinen Geboten unterordnen, werden wir Frucht bringen, wenn nicht, müssen wir die angesagten Konsequenzen tragen – nämlich weggeworden zu werden, zu verdorren und schließlich verbrannt zu werden.

 

Es dreht sich immer um das EINE – OHNE Jesus können wir nichts tun.

 

Wir sind der Einladung Jesu gefolgt und haben seine Gnade, sein Geschenk, für uns, das Opfer am Kreuz gewesen zu sein, angenommen und damit den Glauben an ihn und den Vater im Himmel. Wir erkannten unsere Schuld und folgen Jesus nun, weil nur er uns ewiges Leben geben kann und es auch tut. ER, Jesus, Gott, wird uns nie ohne triftigen Grund, also spontan und aus einer Laune heraus, verlassen. Darum haben wir Heilsgewissheit durch den Heiligen Geist in unserem Herzen, der uns die Erlösung bezeugt, dass wir Gottes Kinder sind.

 

Die Gefahr des Nichtbleibens in Jesus gibt es ausschließlich bei uns. Gott entfernt sich nicht grundlos, sondern erst dann, wenn wir ihm Grund dazu gegeben haben, indem wir uns entweder selbst entfernen, nicht nach seinem Willen fragen, die Gemeinschaft vernachlässigen, ungehorsam sind – kurz gefasst – der Mensch verlässt Gott oder gibt Gott Anlass, sich zurückzuziehen oder teilweise Gericht zu üben schon hier im Leben.

 

Darum spricht der Herr Jesus dieses „wenn“, denn er weiß, dass der Mensch, d.h. dass ich selbst eine Gefahr für mich bin, das Heil und Leben in IHM zu verlieren, indem ich nicht das tue, was nötig ist, nämlich seinen Geboten gehorchen, auf IHN schauen, mein Herz und meine Seele Tag und Nacht auf IHN ausrichten.

 

Zu Vers 7:

Nur in der Gemeinschaft mit Jesus, d.h. in IHM und seine Worte in mir – kann ich so bitten, dass meine Bitten auch erfüllt werden können. Ohne die Gesinnung Jesu sind also meine Bitten nur von meinem Ich geprägt und diese Bitten können nicht automatisch von Gott erhört werden.

 

Warum ist das so?

Wann ist meine Bitte so geprägt dass mein Eigenleben nicht mehr beteiligt ist?

Wie kann ich es erkennen?

Hat nicht auch mein Glaube und Vertrauen zum Herrn und Vater im Himmel damit zu tun?

 

Parallelstellen hier: Ps. 37,3-6 und Joh. 8,31

In Ps. 37,3-6 steht, dass ich dem Herrn vertrauen soll,

 

dass ich „Gutes“ tun soll

dass ich „Treue“ üben soll

dass ich „im Land wohnen“ soll

dass ich „Lust am Herrn“ haben soll

 

-       Dann wird er mir geben, was mein Herz begeht

-       Ich soll meinen Weg dem Herrn anbefehlen, er wird es vollbringen

-       Wenn ich all das tue, wird mein Herz nur das begehren, was der Gerechtigkeit Gottes entspricht und zu seiner Ehre dient und mir gleichzeitig trotzdem gut tut, so gut, dass Gott mir mit zum Ziel kommt, zu seinem Ziel, nicht zu meinem!

 

Eine Rebe ist auch in der Lage, selbst woanders „Wurzeln“ zu schlagen. Das ist enorm!. Das bedeutet, wenn wir nicht in Jesus bleiben, werden wir in unserer Umgebung = Welt suchen und dort „Wurzeln“ schlagen.

 

Wie am Beispiel vom verlorenen Sohn zu erkennen ist, liebt Gott und somit auch Jesus uns nicht weniger, wenn wir uns entfernt haben und in Sünde leben, NUR, haben wir dann nichts mehr von dieser Liebe in unserem Leben. Der verlorene Sohn war ganz und gar heruntergekommen. Als er aber zum Vater zurückkam, erlebte er wieder seines Vaters Liebe.

 

Wenn wir von Gott weglaufen, werden wir keine Früchte ernten und selbst keine wirken.

 

Was heißt überhaupt Frucht. Frucht sollen wir nicht in Zahlen ausdrücken, also nicht, wieviele Menschen haben sich durch mich bekehrt, wieviele Bücher schreibe ich, wieviele Predigten schaffe ich, wieviel und was mache ich alles für das Reich Gottes?

 

 

Frucht entsteht aus unserem Charakter, der sich in Jesu Nähe von IHM verändern lässt, so dass bei uns die erwähnten Früchte aus Gal. 5,22 wachsen dürfen, die sich dann auch nicht nur auf uns selbst, sondern auch in unserer Umgebung zum Segen auswirken und Gottes Wesen widerspiegeln.

 

wird fortgesetzt