Heilssicherheitslehre

Gibt es Heilsgewissheit? Ja. Sie beruht nicht auf einem Gefühl. Sie beruht auch nicht auf der „Größe“ oder „Stärke“ meines Glaubens. Sie beruht auf der Verheißung Jesu Christi: Niemand wird die Seinen aus Seiner Hand reißen (Johannes 10,28). Niemand wird uns scheiden von der Liebe Gottes.

 

Solche Heilsgewissheit darf aber niemals zu einer falschen Heilssicherheit werden. Was ist der Unterschied? Heilsgewissheit vertraut allein auf das Werk und die Zusage Gottes. Sie weiß sich völlig von Gott und Seiner Gnade abhängig. Sie spielt nicht mit der Sünde, denn sie weiß: Gott lässt sich nicht spotten (Galater 6,7). Wenn Sünde geschehen ist, steht der Christ wieder auf und bittet Gott ganz neu um Gnade und Vergebung.

 

Heilssicherheit dagegen glaubt in falscher fleischlicher Anmaßung, gewissermaßen eine Garantie des Heils „in der Tasche“ zu haben, die sie nie – auch nicht bei gröbster Sünde – verlieren kann. Das aber ist eine schlimme Irrlehre, ein Selbstbetrug! Der Mensch meint, er habe sich einmal „bekehrt“ und nun könne er nicht mehr verloren gehen, egal wie ungeistlich und verkommen er lebt. Eine solche Haltung steht zu sehr vielen Bibelstellen im Widerspruch, welche das Bleiben im HERRN, die Buße des Christen und die Früchte des geistlichen Lebens zum Inhalt haben.

 

Hier nur ein Beispiel: Der HERR Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in Mir bleibt und Ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne Mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in Mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen“ (Johannes 15,5 f.).

 

 

(-Autor: Lothar Gassmann)