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aus dem Telegram Kanal von G.Walter "...umhergetrieben von jedem Wind der Lehre Eph. 4,14"
veröffentlicht 25.12.2025
Evangelikale stellen Adam und Eva in Frage
Meinungsumfragen von Gallup und Pew Research Center fanden heraus, dass 40 % der Amerikaner an die biblische Geschichte der Erschaffung von Adam und Eva glauben, eine Überzeugung konservativ-christlicher Denominationen. Aber nun stellen einige evangelikale Gelehrte den Schöpfungsbericht in Frage. Dennis Venema, Biologe an der Western University, folgt den wissenschaftlichen Erkenntnissen über Genome der letzten 20 Jahre und betrachtet den Schöpfungsbericht als sehr unwahrscheinlich. Die Vielfalt an genetischen Unterschieden, so Venema, sei in einer solch kurzen Zeit von ca. 6000 Jahren nicht möglich.
Venema gehört zu einer wachsenden Zahl von christlichen Wissenschaftlern, die wollen, dass ihr Glaube „im 21. Jahrhundert ankommt.“ Dazu gehört auch der Theologe John Schneider vom Calvin College in Michigan, der überzeugt ist: „Es gab keinen historischen Adam und keine historische Eva, keine Schlange, keinen Apfel, keinen Sündenfall, der den Menschen aus dem Zustand seiner Unschuld fallen ließ.“
Für viele Evangelikale ist dies Häresie. „Aus meiner Sicht ist ein historischer Adam und eine historische Eva absolut zentral für die Wahrheit des christlichen Glaubens,“ sagt Fazale Rana, Vizepräsident von Reasons To Believe. Der Mensch ist kein Nachkomme eines niederen Primaten. Ferner erklärt der Schöpfungsbericht, wie das Böse in die Welt kam. Für ihn ist undenkbar, dass Gott durch die Evolution das Böse in die Welt brachte.
Venema und andere betrachten die Bibel nicht als wörtliche Überlieferung, sondern als Poesie, Allegorie und als die Geschichte Gottes, die sich in der Natur als auch in der Evolution zeigt. John Schneider musste das Calvin College verlassen, weil er sich gegen einen historischen Adam ausgesprochen hatte. Weitere bekannte Theologen christlicher Universitäten wurden ebenfalls entlassen, nachdem bekannt wurde, dass sie den biblischen Schöpfungsbericht in Frage stellten. Karl Giberson sieht in der Kontroverse um die Evolution ein „Galileo Moment.“ Galileo wurde im 16.Jahrhundert von der Kirche verdammt, weil er sich gegen ihre Lehre stellte. Heute, so Giberson, würden Protestanten, die den Schöpfungsbericht anzweifeln, das gleiche Schicksal erleiden.
Fazale Rana sieht in der Kontroverse um die Evolution allerdings einen entscheidenden Punkt in der Kirchengeschichte. „Weil bei der eigentlichen Debatte auf dem Spiel steht, ob zentrale Vorstellungen des Christentums letztlich wahr oder unwahr sind,“ so Rana. Albert Mohler, Präsident des Southern Baptist Theological Seminary, sagt, wenn Protestanten der Wissenschaft mehr Glauben schenken als der Bibel, dann sollten sie nicht überrascht sein, wenn der Glaube zerstört wird.
von Lothar Gassmann
veröffentlich 21.01.2025
AG Welt löst sich auf
Dies wurde mir erst jetzt durch Hinweis von Dritten bekannt und macht mich betroffen.
Der Grund: Ich war von 1998-2008 bei der Arbeitsgemeinschaft für Religiöse Fragen (ARF), der Vorläufer-Organisation der AG Welt, als Sekten- und Weltanschauungsbeauftragter angestellt. Es war jahrelang eine sehr gute Zusammenarbeit, vor allem, solange der 1. Vorsitzende Helmut Warnecke lebte, aber wegen unterschiedlicher Auffassungen zu Allianz und Ökumene (man wollte mir innerevangelikale Kritik verbieten) kam es schließlich zur Trennung (siehe als Beleg den Bericht der Betanien-Nachrichten von 2009 im Anhang)
Thomas Schneider und Michael Kotsch übernahmen danach das Ruder. Man nannte den Verein in "Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen" (AG Welt) um. Später trennte man sich auch von Michael Kotsch (siehe den Bericht der AG Welt im Link), weil er sich nach Ansicht der Vereinsmehrheit nicht klar genug vom Islam distanzierte.
Das Paradoxe: Inzwischen war die AG Welt selber an dem Punkt angelangt, wo ich schon 2008 war: bei der unvermeidlichen Kritik an innerevangelikalen und politischen Fehlentwicklungen, weil die Situation immer schlimmer wurde! Als ich daraufhin per Mail mehrmals "meine Hand ausstreckte" und eine erneute Zusammenarbeit anbot, kam leider bis heute nie eine Antwort.
Nun wurde offenbar die Auflösung beschlossen, was sehr schade ist und eigentlich nicht hätte geschehen müssen.
Grundsätzlich: Ich selber finde die Zersplitterung des evangelikalen Lagers - und zwar unter den Klarstehenden! - sehr schade und bin von meiner Seite aus gerne zur Kooperation mit bibeltreuen Geschwistern bereit.
Dem Teufel kann beides nur gefallen: sowohl unbiblische Vermischung bei Allianz und Ökumene - als auch die Auflösung der guten bibeltreuen Kräfte in lauter "Einzelkämpfer". BEIDES ist NICHT der Wille unseres HERRN JESUS CHRISTUS.
Möge Er sich über Seine kleine Herde erbarmen!
Schalom, Euer Lothar Gassmann
https://agwelt.de/2024-09/pressemitteilung-ag-welt-loest-verein-als-juristische-person-auf/
