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Gedanken zur Stärkung für die 44. Woche:

Mit Gottes Wort der Versuchung widerstehen!

 

Mtt.4,5 Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels

Mtt.4,6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt«.

Mtt.4,7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht

versuchen

 

Die erste Versuchung des Feindes hatte der Herr Jesus zurück gewiesen mit den Worten: ,,Es steht geschrieben…‘‘

Nun berief sich auch der Teufel auf ein Wort aus dem alten Testament. Doch sein kurzes Zitat aus Psalm 91 war nicht nur unvollständig, sondern wurde – ganz entgegen seinem ursprünglichen Zusammenhang – von ihm in böser Absicht gebraucht und verfälscht.

 

Der Zusammenhang des Psalms geht davon aus, dass der Messias als Mensch auf der Erde auf Gott vertraut und seinen Weg in Abhängigkeit von IHM geht.

Dementsprechend forderte der Psalm Christus auch nicht auf, sich hinabzuwerfen – als ob ER Gott und seine Verheißung erst auf die Probe stellen müsste.

 

Gerade diesen Gedanken aber legen die Worte des Feindes nahe. Die Versuchung zielte darauf ab, die Abhängigkeit und das unbedingte Vertrauen auf Gott zu untergraben.

 

Die Antwort des Herrn Jesus auf diese zweite Versuchung offenbarte erneut seine moralische Herrlichkeit.

Er führte keine theologische Diskussion mit dem Feind. 

 

Er wies ihm nicht nach, dass er verkehrt zitierte, sondern kam auf den sittlichen Kern der Frage zu sprechen: Es wäre purer Unglaube, wenn man Gott versuchen oder seine Zusagen auf die Probe stellen wollte.

 

Wieder genügte unserem Herrn Jesus ein kurzes Wort Gottes aus dem Alten Testament, um den Feind und die Versuchung abzuweisen.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 2.8.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baum des Gartens?  1. Mose 3,1

 

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (1)

 

Die Bibelverse, die uns in den nächsten Tagen beschäftigen werden, erzählen eine uralte Geschichte - eine vom Anfang der Menschheit. Eine Begebenheit mit einschneidenden und weitreichenden Folgen.

 

Nach diesem Ereignis ist nichts mehr so, wie es vorher war. Vorher war:

  • ein prächtiger Garten mit allerlei Bäumen (Kap. 2,9);
  • ein Mann, geschaffen im Bild Gottes (Kap. 1,27);
  • eine Frau, die genau zu dem Mann passte (Kap. 2,20.22);
  • ein offenes, vertrauensvolles Miteinander zwischen Mann und Frau und zwischen den Menschen und Gott (Kap. 2,24).

Und nachher? - Nachher ist alles anders und alles unwiderruflich zerstört.

 

Der Mensch hatte seine Intelligenz bewiesen und den Tieren Namen gegeben. Doch dann kommt eine Versuchung auf ihn zu. Nichts Großes. Zunächst nur eine Frage - aber eine sehr listige. Eine Frage, die Zweifel sät: Zweifel an Gott, an seinen Worten, an seinen guten Absichten, an seiner Liebe.

Ist diese Frage nicht heute noch genauso aktuell? Hat Gott wirklich gesagt, …

  • dass „alle Dinge durch ihn und für ihn geschaffen sind“? Ist nicht vielleicht doch alles von selbst entstanden? (Kolosser 1,16).
  • dass der Mensch in seinem Wesen durch die Sünde verdorben ist? Hat er nicht doch einen guten Kern? (Römer 3,10–18; 7,18).
  • dass da ein Erretter ist, „welcher ist Christus, der Herr“, und dass „in keinem anderen das Heil ist“? Gibt es nicht doch noch andere Wege zum ewigen Glück? (Lukas 2,11; Apostelgeschichte 4,12).

Hat Gott wirklich gesagt …?

Und die Frau sprach zu der Schlange: Von der Frucht der Bäume des Gartens essen wir; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Davon sollt ihr nicht essen und sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt. Und die Schlange sprach zu der Frau: Ihr werdet durchaus nicht sterben, sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.   1. Mose 3,2–5

 

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (2)

 

Die Schlange redet listig. Zunächst zweifelt sie das an, was Gott gesagt hat, und dann widerspricht sie dem, was Er gesagt hat. Gott hatte gesagt: „An dem Tag, da du davon isst, musst du sterben“ (Kap. 2,17), doch die Schlange sagt: „Ihr werdet durchaus nicht sterben.“

Verführerisch listig!

 

Hier redet nicht die Stimme Gottes, sondern die Stimme des Verführers.

Es ist Satan, der durch die Schlange zu Eva spricht (siehe Offenbarung 12,9; 20,2).

Eine ganz andere Stimme!

 

Hätte nicht schon das eine Warnung sein müssen?

 

Dann antwortet Eva.

Sie diskutiert mit der Schlange und öffnet damit Tür und Tor für Versuchung und Zweifel.

Außerdem zitiert sie Gott falsch: Bei Ihm steht der „Baum des Lebens“ in der Mitte des Gartens, doch sie rückt den „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ dorthin.

Gott spricht von „nicht essen“, Eva aber sagt „nicht anrühren“ (Kap. 2,9.17).

So verrückt sie die Perspektive und wandelt die Worte Gottes ab.

 

Man spürt, wie das Vertrauen zu Gott Risse bekommt, wie Zweifel an der Liebe Gottes einziehen.

 

Satan hatte ja suggeriert: Gott will euch offensichtlich etwas vorenthalten!

 

Wie oft lasse auch ich Zweifel an der Liebe Gottes zu, wie oft klage ich Ihn an oder unterstelle Ihm, dass Er mir willkürlich etwas Gutes vorenthält?

 

Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. 1. Mose 3,6

 

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (3)

Man spürt die Spannung: Wie die Frau den Baum betrachtet …, wie sie über die Worte der Schlange nachdenkt …, wie ihr das Wasser im Mund zusammenläuft!

Im Neuen Testament bringt der Apostel Johannes auf den Punkt, was Menschheit und Gesellschaft kennzeichnen.

Es sind:

  • „die Lust des Fleisches“ - „die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise war“;
  • „die Lust der Augen“ - „sie sah, dass es eine Lust für die Augen war“;
  • „der Hochmut des Lebens“ - „sie sah, dass der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben“ (1. Johannes 2,16).

Wie zutreffend und immer noch aktuell!

 

Jetzt geht alles ganz schnell: Die Frau nimmt …, isst … und gibt ihrem Mann …, der auch isst.

Und schon ist das Gebot Gottes übertreten.

 

Der erste Ungehorsam hat Einzug gehalten, der Sündenfall hat stattgefunden.

 

Mit schwerwiegenden und weitreichenden Folgen: Die Unschuld ist weg, das Miteinander zwischen Mann und Frau ist vergiftet, die Gemeinschaft mit Gott ist zerstört.

Und der Tod hält Einzug - unwiderruflich und unumkehrbar!

 

Gott hat den Menschen nicht als Marionette geschaffen oder als Computer programmiert, sondern als verantwortungsfähiges Geschöpf gebildet.

Hier hat sich der Mensch gegen Gott und sein Gebot entschieden und bekräftigt seitdem diese Entscheidung immer wieder durch sein Verhalten. Und so muss er bis heute die Folgen seiner Sünde tragen.

 

Ist das Projekt Gottes mit dem Menschen damit gescheitert?

 

Ist ab jetzt alles trostlos und ohne jede Perspektive?

 

Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. … Und Gott der HERR rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, und ich versteckte mich.   1. Mose 3,7–10

 

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (4)

 

Frau und Mann haben getan, was sie nicht durften.

Das hat Folgen: für sie ganz persönlich, für ihre Beziehung zu Gott und für ihre Beziehung zueinander.

 

Zunächst erkennt der Mensch, dass er nackt ist, nackt vor sich selbst und vor Gott. Deshalb bedeckt er sich mit Feigenblättern. Doch diese genügen nicht einmal seinem eigenen Anspruch, denn als Gott ihn fragt, da sagt der Mensch immer noch: „Ich bin nackt.“ Die Sünde des Menschen ist die Ursache, dass er sich nun schämt und dass er sich vor Gott fürchtet und sich vor Ihm versteckt. Und seine selbstgemachte Kleidung kann daran nichts ändern. Nichts, was der Mensch von sich aus tut, um vor Gott gut dazustehen, hält vor dem heiligen Gott stand!

 

Die Schlange hatte versprochen: „Ihr werdet sein wie Gott, erkennend Gutes und Böses.“

 

Etwas daran ist wahr: Der Mensch kennt nun aus Erfahrung den Unterschied zwischen Gut und Böse.

Er erkennt das Gute - doch er schafft es nicht, es zu tun. Und er erkennt das Böse - und kann es nicht lassen. Denn nicht das Gute, das er will, übt er aus, sondern das Böse, das er nicht will, das tut er. Warum?

Weil er von der in ihm „wohnenden Sünde“ angetrieben wird. (Römer 7,19.20)

 

Doch Gott ruft den Menschen, der Ihm aus dem Weg geht.

Denn Er möchte ihn nicht sich selbst überlassen, sondern ihm einen Ausweg aus Scham und Schuld zeigen.

Der Mensch soll seine Sünde erkennen und sie vor Gott beim Namen nennen.

Gott möchte ihn aus der Trennung zu sich selbst zurückführen.

Deshalb fragt Er: „Wo bist du?“ Ernst - aber liebevoll!

 

Gott sprach: … Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir geboten habe, nicht davon zu essen? Und der Mensch sagte: Die Frau, die du mir beigegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich aß. Und Gott der HERR sprach zu der Frau: Was hast du da getan! Und die Frau sagte: Die Schlange betrog mich, und ich aß.

1. Mose 3,11.12

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (5)

 

Nicht nur das Verhältnis zu Gott ist durch die Sünde zerstört, sondern auch das Miteinander zwischen Mann und Frau.

 

Gott fragt: „Hast du gegessen?“, und der Mann sagt sofort: Nicht ich bin schuld - sondern meine Frau!

Ja, er macht sogar Gott einen Vorwurf daraus: „Die Frau, die du mir beigegeben hast …“ So, als ob Gott schuld an dem Dilemma wäre!

Die Frau ist genauso schlagfertig: Nicht ich bin schuld - sondern die Schlange!

Verblüffend, nicht wahr?

Keiner ist selbst schuld, immer sind es andere.

Und die beiden können das sofort, ohne Vorbild und ohne Übung: Schuld abwälzen, Ausreden erfinden, sich gegenseitig Vorwürfe machen.

 

Auch kleine Kinder können das sofort: „Das war nicht ich, sondern …“ Und die Erwachsenen?

Wie oft stehen auch sie nicht zu ihrer Schuld!

Schuld ist der Ehepartner, der Freund, die Eltern, die Familie, das soziale Umfeld, der Chef.

Alle, nur nicht sie selbst!

 

Doch erst, wenn ein Mensch einsieht, dass er schuldig ist, kommt eine wirksame Schuldbereinigung und -bewältigung in Gang.

Erst dann ist Vergebung möglich: Vergebung Gottes und Vergebung unter Menschen.

Erst wenn jemand eingesteht: „Ich habe gesündigt!“, gibt es Hoffnung und Hilfe.

Denn Gott möchte, dass Menschen wieder gesund werden …, dass die Beziehung zu Ihm wiederhergestellt wird …, dass Zwischenmenschliches bereinigt wird.

Dafür musste Jesus Christus sterben!

 

Und deshalb gibt es schon unmittelbar nach dem Sündenfall Hinweise auf das Erlösungswerk Jesu am Kreuz von Golgatha.

 

 

 

Und Gott der HERR sprach zu der Schlange: Weil du dies getan hast, sollst du verflucht sein … Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. … Und zu der Frau sprach er: Ich werde die Mühsal deiner Schwangerschaft sehr mehren, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären … Und zu Adam sprach er: … So sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: Mit Mühsal sollst du davon essen …; und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen … Im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zur Erde.   1. Mose 3,14–19

 

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (6)

 

Nun kündigt Gott zunächst der Schlange das Gericht an. Weil sie dem Verführer als Werkzeug gedient hatte, soll sie nun auf dem Bauch kriechen und Staub fressen.

 

Dann kündigt Gott der Frau mühsame und schwierige Schwangerschaften an, außerdem Schmerzen und Not bei der Geburt ihrer Kinder.

Trotz allem medizinischen Fortschritt ist das bis heute immer noch so …

 

Dem Mann hält Gott vor, dass er „auf die Stimme seiner Frau gehört“ hat, obwohl Gott ihm doch ausdrücklich gesagt hatte: „Du sollst nicht davon essen!“ Ihm werden Dornen und Disteln und damit Schweiß und Tränen für seine Arbeit angekündigt. Wie viele erleben das heute noch buchstäblich: „Im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot essen“!

 

Dann kommt das Entscheidende: „… bis du zurückkehrst zur Erde.“

Ja, der Mensch kehrt „zum Staub zurück“, denn der Tod hält Einzug in die Schöpfung!

 

Gott hatte gesagt: „Wenn du davon isst, musst du sterben“ - und so geschieht es: Die Lebenslänge des Menschen wird begrenzt, und seine Lebensverhältnisse ändern sich grundlegend durch den Tod, der bis heute schmerzliche und traurige Wirklichkeit ist!

 

Alles Leid, jede Krankheit und der Tod sind als Folge der Sünde in die Welt gekommen. (Römer 5,12)

 

Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.  1. Mose 3,15

 

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (7)

 

Schon bei der Frage der Schlange ahnte man, dass nicht etwa nur ein Tier redete. Hier spricht Gott zu der Schlange - und redet doch zu einem ganz anderen Wesen.

 

Die „Schlange“ und die Frau werden Feinde sein. Und ihre Nachkommen ebenso.

Doch dann wird Der kommen, der der Schlange „den Kopf zermalmen“ und dem sie selbst „die Ferse zermalmen“ wird.

Im letzten Buch der Bibel erfahren wir, wer hinter der Schlange steht: Dort wird der „Drache, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist“ gegriffen und „in den Abgrund“ geworfen.

Er ist der Drahtzieher alles Bösen! (Offenbarung 20,2)

 

Hier wird völlig klar: Hinter der Schlange steht Satan, der große Gegenspieler Gottes. Sein Hass erreichte den Höhepunkt, als Jesus Christus Mensch wurde. Deshalb sagte Jesus, als man Ihn gefangen nahm: „Dies ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis“ (Lukas 22,53)

Menschen brachten Ihn um - aber angestiftet von Satan. Ja, Satan hat Ihm am Kreuz „die Ferse“ zermalmt.

 

Doch am Kreuz hat Jesus Christus dem Teufel „den Kopf“ zermalmt, hat „durch den Tod den zunichtegemacht, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel“ (Hebräer 2,14)

 

Unser Tagesvers ist ein deutlicher Hinweis auf die Erlösung. Ja, Gott bleibt Sieger - auch wenn hier auf der Erde noch kaum etwas darauf hindeutet!

Adam hört die Worte Gottes, er glaubt sie und nennt seine Frau deshalb Eva (das heißt „Leben“; 1. Mose 3,20).

Wo der Tod Einzug gehalten hat, sieht Adam nicht auf sich, sondern auf Gott - und redet von Leben. Das ist echter Glaube!

 

Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.  1. Mose 3,21

 

Verloren - aber nicht ohne Hoffnung (8)

 

Dieser Bibelvers bildet den wunderbaren Abschluss für eine so traurige Geschichte!

 

Gott gibt Adam und Eva hier „Kleider aus Fell“. Es sind Kleider von ganz anderer Machart und Qualität als die aus Feigenblättern, die sie sich selbst gemacht hatten. Das ist Gottes Antwort auf die Sünde! Und weil Er sie gibt - darum bedecken, „bekleiden“ sie.

 

„Kleider aus Fell“ sind vielleicht nur unwesentlich schöner als solche aus Feigenblättern, aber „Kleider aus Fell“ zeigen, dass ein Tier sterben musste. Ein unschuldiges Tier, das gar nichts dafürkonnte, dass der Mensch gesündigt hatte! Und dieses Tier, das unschuldig sterben musste, weist hin auf das Kreuz von Golgatha.

Dort ist ein völlig Unschuldiger, der keine Sünde getan hatte, für andere gestorben.

(1. Petrus 2,22)

Er ist gestorben - damit andere leben können!

Jesus Christus ist gestorben, damit die Sünde, die durch den Menschen in die Welt gekommen ist, vor den Augen Gottes bedeckt und gesühnt werden konnte.

 

Dass der Mensch sich gegen Gott auflehnte und sein Gebot übertrat, ist schrecklich.

Und die Auswirkungen des Sündenfalls sind bitter und quälen und zerreißen Menschen bis heute. Allein der Tod, der unausweichlich ist - wie viel Not macht er!

Doch der Sündenfall hat Gott nicht vor ein unlösbares Problem gestellt! Er hatte bereits den Plan gefasst, dass sein Sohn Jesus Christus als Mensch auf die Erde kommen und leiden und sterben sollte - damit schuldige Menschen gerettet werden können!

 

 

„Es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe.“ 1. Petrus 3,18

aktualisiert 24.10.2020                                    

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Ein Leben im Segen

unter der Führung des Geistes Gottes

von Karl Zimmermann

Denn welche der Geist Gottes treibt,
die sind Gottes Kinder

Der Leser möge zunächst Gottes Wort aus Römer 8,14-17 lesen.

 

Ich möchte versuchen, vieles von dem, was wir betrachtet haben, zusammenzufassen. Dabei kann man Wiederholungen nicht vermeiden.

Wir haben uns einige Male mit dem Thema einer geist-lichen Geburt beschäftigt. Das war sicherlich für einige ungewöhnlich, anderen war es bekannt. Eine geistliche Geburt geschieht in Wahrheit nur dann, wenn Gott der Herr den Ungläubigen durch Sein Wort ruft und dann dessen Herz zu der Frage kommt, die der Pharisäer Saulus vor Damaskus ausspricht: „Herr, wer bist du?“

Ich weiß, dass meine Aussage für den, der von einer persön-lichen Wiedergeburt noch nichts weiß, schwer wiegt. Selbst was man theoretisch kennt, muss man in Wirklichkeit noch nicht besitzen. Ich erinnere an das Gespräch Jesu mit Nikodemus, dem Lehrer des Wortes und des Gesetzes. Er lehrte zwar andere, aber es war alles nur Gesetz. Wer aber von Jesus Christus in seinem Herzen getroffen wird, wie nach Apostel-geschichte 9 Paulus als Saulus vor Damaskus, der wird in seinem Herzen unruhig und kommt nicht umhin zu fragen: „Herr wer bist du wirklich und was willst du, das ich tun soll?“

Es ist eine Lebensfrage, denn die Antwort, die Jesus dem Nikodemus gibt, führt zu einem Zerbruch des bisherigen Lebens. Wir haben über das Zustandekommen einer geistlichen Geburt von der Schrift her gesprochen. Sie endet mit dem alten Leben, und der Weg führt in die Abhängigkeit zu Jesus Christus. Durch den Heiligen Geist beginnt dann der Sohn Gottes auf Seine Weise, in ein bis dahin unbekanntes Leben zu führen. Das Wort Gottes wird in dem Neugeborenen lebendig wirksam.

Wir haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass uns der Geist Gottes auf zweierlei Weise belehrt. Er legt einmal Seine Antworten und Wegführungen in unser Herz und unsere Sinne. Wenn wir uns persönlich mehr mit dem Wort Gottes beschäf-tigen, werden wir immer klarer verstehen, auf welche Weise Er uns führen und raten will.

Er legt uns Seine Worte in unser Herz und in unsere Gedanken. Sie werden auf Seine Weise an uns herangetragen und in uns hineingelegt. Nun gilt es zu lernen, sie in Ruhe und Geduld zu verstehen und in die Tat umzusetzen. Vielen Gläubigen sind diese göttlichen Hilfen fremd. Dass diese göttliche Belehrung aber heute noch gilt, macht ein Gotteswort deutlich.

Wir gehen zum Beispiel mit dem Wort aus Römer 8,28 oft um, ohne seinen heilenden und helfenden Sinn richtig zu verstehen. Es heißt dort:

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“

Tritt aber dann ein unerwartetes Ereignis im Leben ein, ruft man gleich nach Hilfe. Also dienen doch nicht alle Dinge zum Besten? Machen wir uns keine Gedanken über die Aussage dieses Wortes? Denken wir nie darüber nach, dass uns der Herr durch den Heiligen Geist ein Ereignis als Ermahnung oder als Weckruf schickt?

Wie will der Hirte Jesus Christus Seine oft so eigensinnigen Kinder, die vom Wege abgekommen sind, zurückholen, wenn nicht notwendigerweise durch harte Mittel! Wir haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass der Geist Gottes Seine Worte an uns auch durch äußere Umstände unterstützt. Gott spricht durch Seinen Heiligen Geist oft in einer Art zu uns, die vielen Gläubigen fremd ist. Sie beschäftigen sich nicht damit, obwohl die Heilige Schrift voll von solchen Merkmalen ist.

Jesaja sagt in Kapitel 8,11, dass der Herr „mit einer starken Hand“ zu ihm gesprochen habe, d.h. durch den Druck der Umstände. Nichts kann auf unser Leben eindrücklicher wirken, als wenn Gott auf diese Weise mit uns spricht. Der segensreiche Sinn der von uns oft nicht entdeckten Belehrung und Führung durch äußere Umstände ist uns weitestgehend abhandengekommen. Der Herr hat Seine eigene Weise, mit den Seinen umzugehen, und Er unterlässt nichts, um sie auf dem schmalen Weg zu halten. Wenn wir gewillt wären, Seiner Führung zu folgen, würden wir eine bis dahin unbekannte Bewahrung erfahren.

Der Heilige Geist führt uns, wie wir besprochen haben, im Auftrag Gottes auf eine Art, deren segensreicher Sinn unser Leben bereichern soll. Das Wissen darüber geht uns immer mehr verloren, weil man heute die biblisch persönliche Führungsweise Gottes durch allgemein gehaltene äußerliche Verhaltensweisen ersetzt.

Zu allen Zeiten legte und legt Gott der Herr den Seinen den Auftrag, den sie für Ihn erfüllen sollen, durch Seinen Heiligen Geist in ihre Herzen und Gedanken oder Er schickt einen Boten zu ihnen. Wir lesen von Begegnungen mit Engeln und von Gott Beauftragten. Einen herausragenden Bericht finden wir in
1. Mose 13,14-18. Gott der Herr bespricht dort mit Abram seine Zukunft und verheißt ihm, dass er, der Fremdling, Land besitzen wird. Er belässt es hier nicht nur bei Worten, Er zeigt Abram sogar das Land und sagt zu ihm, er solle sich die Gegend ansehen.

Bei dieser Begegnung spricht Gott zu Abram auch schon von seinen Nachkommen. Als sichtbares Zeichen bittet Er Abram, am Abend nach draußen zu gehen (1. Mose 15,5) und den Abend-himmel zu betrachten. Er soll die Sterne zählen. Gott will ihm zeigen, dass die Zahl seiner Nachkommen so groß sein wird, dass er sie nicht zählen kann.

Auf vielerlei Weise haben wir erkennen dürfen, dass der himmlische Vater mit Seinen Glaubenskindern durch Seinen Heiligen Geist spricht und sie auch heute auf Seine Weise führen will. Wenn wir diese Sprache des Geistes Gottes verstehen wollen, brauchen wir nicht um Zeichen und Wunder zu beten. Wir sollten unser Leben und Wirken vor Gott prüfen, ob unsere Glaubensverbindung dem entspricht, dass wir Seine Sprache und Seine Erziehung erkennen und verstehen.

Wir finden in 2. Könige 19 einen Bericht, der uns heute noch hilfreich ist. Dem König Hiskia wird durch einen Boten ein Brief überbracht, in dem ihm ein Krieg angedroht wird. Wir lesen in den Versen 14-16:

„Als Hiskia den Brief von den Boten empfangen hatte, ging er hinauf zum Hause des Herrn und sprach: Herr, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht. Herr, neige deine Ohren und höre, tue deine Augen auf und sieh und höre die Worte des Sanheribs, der hergesandt hat, um dem lebendigen Gott Hohn zu sprechen.“

Der König sucht Gott auf, als ihn und sein Volk die Not bedrängt. Er bekennt seine eigene Schuld, und der Herr befreit ihn und das Volk von den Feinden. Das ist der Weg, den wir gehen müssen, wenn wir ein Leben in geistlicher Abhängigkeit führen wollen. Die Botschaft des Wortes Gottes ruft uns in gleicher Weise auf, unseren Herrn um Rat und Hilfe zu bitten. Man hat jedoch vielerorts aus den weisen Belehrungen der Apostel Gesetze gemacht. Man sagt: Du musst dies und jenes tun, erst dann wirst du erhört und bist ein rechter Christ. Meist geht es um Äußerlichkeiten.

Doch Gottes Geist hört nicht auf unser Flehen, weil wir etwa zu einer christlichen Institution gehören, sondern Er sieht unser Herz an. Gottes Geist belehrt, rät und führt von innen nach außen und nicht umgekehrt. Das Herz ist die Zentralstelle der himmlischen Verbindung. Unser Kopf ist der Knecht, der sich bei einem Gläubigen der Führung Gottes unterstellen muss. Auf diesem Übungsfeld werden wir so immer durch Gottes Gnade Sieger sein. Obwohl der alte Mensch in uns nie stirbt, kann er durch Gottes Hilfe niedergehalten werden. Diesen Kampf mit unserem alten Ich wird nur der immer wieder aufs Neue gewinnen, der in ständiger Verbindung mit dem Wort und dem Geist Gottes steht.

Wenn wir aufmerksam sind, werden wir in unseren Gedanken oft daran erinnert, dass wir uns mit der Wahrheit von Gottes Wort auseinandersetzen müssen. Wir lesen in Römer 8,14:

„Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“

Und in Galater 5,1:

„Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.“

Ich kenne all die Widerreden, die mir jetzt gedanklich entgegen-getragen werden. Aber ein Wiedergeborener ist nie ohne Den, der ihn neugeboren hat. Was er im Augenblick auch tut und denkt, der Geist Gottes ist in ihm und meldet sich in den Gedanken zu Wort. Einige werden sagen: Meine Beschäftigung lässt das nicht zu. Sind wir nur für einen Augenblick ehrlich vor uns selbst und erinnern wir uns daran, was uns während der Arbeit alles eingefallen ist, was mit der augenblicklichen Beschäftigung absolut nichts zu tun hatte? Wir werden erleben, dass uns der Geist Gottes bei der nötigen Aufmerksamkeit im Verlauf des Berufslebens nie stört und ablenkt, sondern berät und hilft. Ich habe 20 Jahre im Handwerk und in der Schwer-industrie gearbeitet. Ich habe da meine Erfahrung machen dürfen.

Welche Gedanken und Fragen sind das, die uns oft bewegen? Haben sie überhaupt mit unserem Glaubensleben zu tun? Geht es mehr um äußerliche als um innerliche Fragen und Nöte? Wir stehen schnell in der Gefahr, das Evangelium auf Sitte und Brauch zu kürzen. Der Apostel Paulus macht uns darauf aufmerksam, wie es sein sollte. Er sagt in 2. Korinther 10,3-4 zu den Gläubigen:

„Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.“

Empfinden wir, dass unser Glaubensleben ein Kampf ist zwischen Himmel und Erde, zwischen geist-lich und geis-tig?

Wir haben uns zu Anfang klar gemacht, dass uns nach dem letzten Krieg der Wohlstand überfallen hat. Es dauerte nicht lange, bis man glaubte, den Gläubigen äußerlich erkennen zu müssen. Die Wahrheit offenbart sich aber vom Inneren her. Der Kampf des Glaubens findet im Herzen und nicht im Kopf statt. Der Sieg des Glaubens wird nicht mit Worten und Äußerlich-keiten gewonnen, sondern mit den Waffen des Geistes.

Und welche Waffen sind das und wie sollen wir mit diesen geistlichen Waffen umgehen?

Wir finden sie in 2. Korinther 10,4-6 als die Aussage des Apostels Paulus:

„Die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.

Solche Entscheidungen sind immer wieder in Herz und Gedanken notwendig, um unserer alten Natur kraftvoll zu begegnen. Hier können wir nur den Sieg davon tragen, wenn wir wie Hiskia mit der Not in unser Kämmerlein gehen, das heißt, uns Dem zuwenden, der in unserem Herzen wohnt, Jesus Christus, durch Seinen Heiligen Geist. Aufgrund solch einer gedanklichen Hinwendung im Gebet zu Christus ändern sich die Gedanken in unserem alltäglichen Leben.

Es wird uns immer deutlicher, dass die Lebensumstände eines Heiligen von Gott bestimmt werden. Es wird uns auffallen, dass es keine Zufälle gibt. Unser Herr führt uns in gewisse Situationen und Verhältnisse, im täglichen Leben, die uns zu Anfang völlig fremd sind. Aber der Heilige Geist, der in uns wohnt, lenkt dadurch unsere Sinne. Er macht uns oft auf einen falschen Plan aufmerksam, auf Anordnungen, die wir von irgendwoher übernommen haben, die aber nicht nach Gottes Willen sind. Es könnte eine Aufforderung sein, dass wir unsere eigenen Über-legungen einmal auf Seite legen und diese an dem messen, was uns der Heilige Geist durch das Wort der Schrift deutlich machen will.

Wir sollten immer wieder erneut lernen, im Gehorsam den uns vom Geiste Gottes innerlich oder äußerlich gewiesenen Weg zu gehen. Denken wir an unser Kämmerlein. Wer sich darin übt, dem Heiligen Geist gehorsam zu sein, der wird durch Gottes Hilfe Herr seiner eigenen Gedanken. Dann hören wir auf, unsere eigenen Pläne zu schmieden und erst dann den Herrn um Segen für unsere Überlegungen zu bitten.

Einen geistlichen Menschen macht der Herr auf Notwendigkeiten für sein Leben aufmerksam. Die Willigkeit, diese Dinge zu durchdenken und in unseren Gedanken wachsen zu lassen, wird uns bei den Planungen und Durchführungen in Haus und Familie den Unterschied in aller Klarheit offenbaren. Wir haben davon gesprochen.

Die einzelnen Gläubigen einer christlichen Gemeinschaft sind von ihrem Schöpfer nach Seinem Willen zu einer eigenen Persönlichkeit geschaffen worden. Sie haben nicht alle die gleiche Begabung. Sie denken nicht alle die gleichen Gedanken. Nach der Schrift hat jeder Gläubige entsprechend seines Wesens seine persönlichen Fragen und Nöte. Darauf gibt Gott der Herr, der ihn so geschaffen hat, auch Antwort und Hilfe in seiner Not.

Nach Römer 8,29 sollen die Seinen nach dem Bild des Sohnes gestaltet werden. Hier geht es nicht um eine Erziehung zur Gleichförmigkeit, sondern um eine Lebensführung durch den Heiligen Geist in eines jeden persönlichen Situation. Wo das nicht erkannt wird, fehlt die Erkenntnis des Reichtums des göttlichen Wortes und der Führung des Heiligen Geistes.

Der Apostel Paulus, der in den verschiedenen Gemeinschaften oft nur als Lehrer für Äußerlichkeiten herhalten muss, stellt
sich mit seinen Briefen deutlich anders vor. Er macht in
Römer 14,22 eine Aussage, die gegen jede geistlich traditionelle Uniformierung spricht. Er sagt:

„Den Glauben, den du hast, behalte bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst nicht zu verurteilen braucht, wenn er sich prüft.“

Es geht also in unserem Glaubensleben um die persönliche lebendige Verbindung zu unserem Herrn und Heiland. Unser Glaube ruht allein auf der Entscheidung, durch die wir uns bewusst Gott ausgeliefert haben. Sind wir entschlossen, uns in allen Dingen allein auf Gott zu verlassen? Ist das wirklich so?

Weichen wir von diesem Wege ab, werden wir wieder katholisch, wo der Bischof über unseren Glauben zu bestimmen hat. In unseren Gemeinschaften gibt es zwar keinen Bischof, aber Traditionen; und diese sind oft stärker als ein Bischof, weil sie sich alle auf irgendein passendes Bibelwort berufen. Es ist für viele von uns ein unerkannter Dienst des Heiligen Geistes, uns nach der Wiedergeburt von unserer irdischen Willensent-scheidung zu lösen, damit wir uns an IHN, die alleinige Quelle der Wahrheit anschließen können.

Wo wir persönlich der Wahrheit des Wortes gehorsam sind, wird das in unserem täglichen Leben offenbar. Wir wandeln dann im Licht Gottes, und die Wirkung dieses Lichtes bleibt nicht verborgen. Wir sind dann auf dem Wege, dass das Bild des Christus an und in uns erkannt wird. Das Licht des Evangeliums wird so von anderen Menschen gesehen werden. In solch einer Schule stehen wir oft lange Zeit und lernen, dass wir nur Menschen sind, die aber in ihrem geistlichen Wesen überzeugen können. Die Wirkung des Heils ist allein Gottes Gabe.

Wenn uns der Geist Gottes einen Menschen zuführt, sollten wir ihn nicht mit vielen Worten überfallen und überzeugen wollen. Unser Auftrag liegt darin, Jesus Christus zu bezeugen und nicht das Evangelium zu erklären. Ein lebendiges Zeugnis ist fruchtbarer als viele Worte. Eine Erklärung mit vielen Worten geht bei dem Hörer nur in den Verstand. Der Herr will aber das Herz des Hörers erreichen. Dazu bedarf es der stillen Zurück-haltung, bis uns der Geist Gottes das erweckende Wort in den Mund legt, das bei dem Gegenüber allein wirken kann. Hier haben wir durch Gottes Wort und Gottes Geist immer wieder neu zu lernen. Wir tun diese Dienste nicht zur Befriedigung für uns selbst, sondern reichen nur weiter, was der Herr an uns getan hat. Wir müssen darum sorgfältig mit unserem Zeugnis umgehen. Jesus macht uns im Evangelium in Johannes 5,39 darauf aufmerksam:

„Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist’s, (und dann sagt Er) die von mir zeugt.“

Es wird während eines Zeugnisses oft viel erzählt, was der Herr nicht alles bewirkt hat. Hier fällt allzu oft das Wort „Ich“. Wir sollten aber bedenken, dass nur das, was dem Worte Gottes entspricht, geistliche Frucht erzeugt. Es sind viele Erkenntnisse im Umlauf, die entstanden sind durch Gläubige, die das Wort Gottes wohl geordnet in ihrem Kopf haben. Aber das Herz ist dabei völlig leer. In der Regel sind solche unterschiedlichen Erkenntnisse von Gottes Wort der Anlass, dass unter uns Trennungen geschehen. Das geschieht nicht nur in Kirchen, Versammlungen und Gemeinden, sondern auch innerhalb von frommen Familien.

Ich habe lange lernen müssen, solche Trennungen und Streitigkeiten durch die Führung des Heiligen Geistes zu erkennen, zu vermeiden und wenn, wieder zum Frieden zu kommen.

Wer in solch einem Fall Frieden stiften will, erreicht mit Besserwissen nichts. Hier ist nicht Klugheit, sondern geistliche Demut notwendig. Je länger es bei solchen Auseinander-setzungen geht, je deutlicher wird es, dass es nicht mehr um die Wahrheit des Wortes Gottes geht, sondern um Macht. Bei solchen Auseinandersetzungen wird immer etwas übersehen. Als erstes zieht sich der Geist Gottes zurück. Als zweites setzt sich der Stärkere durch. Mit der Zeit wird der Streitpunkt vergessen. Aber die Herzen sind wund.

Es ist einer da, der solch einen Vorfall nicht vergisst. Der Geist Gottes und durch Ihn der Vater und der Sohn, denn es geht um Ihre geistlichen Kinder. Solche Vorfälle kommen in unseren Gemeinden, Familien und in unseren Herzen heute oft vor. Einem aufmerksamen Beobachter fällt auf, dass sich die Anhänger der Irrlehre nie durch biblische Überzeugung zusammen finden. Hier formiert sich schnell eine führende Gruppe, deren Parole lautet: „Uns gefällt diese Form der Frömmigkeit.“

Solche Auseinandersetzungen arten zuletzt in eine beispiellose Lieblosigkeit aus. Da findet sich meist einer der Brüder, der sich mit solchen Auseinandersetzungen schon über solche unbiblischen Entwicklungen informiert hat. Er versucht dann, in den Verkündigungen den geist-lichen Irrtum dieser geis-tigen Schwärmerei deutlich zu machen. Aber er gehört immer zu der schwächeren Gruppe und wird zuletzt als ein Feind der Gemeinde und ihrer Entwicklung betrachtet und beschimpft. Es geht dann nicht mehr um das Wort Gottes, sondern um Macht. Die Gemeinde trennt sich zuletzt im Streit.

In beiden Gemeinden wachsen dann jüngere führende Brüder, die von den inneren Vorfällen des früheren Ringens um Wahrheit wenig wissen. Sie erkennen diesen Vorfall nur als äußerliche persönliche Auseinandersetzung von alten Brüdern. Da ist es kein Wunder, wenn diese jungen Männer sagen, wir brauchen uns zwar nicht wieder zu vereinen, aber wir könnten doch zuweilen zusammenkommen, wir haben doch Frieden mit-einander. An dieser Stelle sagt der Heilige Geist aber Nein! Warum? Gibt es denn noch mehr als Sehnsucht nach Frieden? Ja! Wenn geistlicher Unfrieden behoben werden soll, ob in Gemeinde, Familie oder bei einer persönlichen Begegnung, auch wenn das seit Jahren zurückliegt, dann geht es nicht ohne Reue und Buße auf beiden Seiten der Betroffenen. Wenn keine Buße getan wird, muss das vor dem Richterstuhl Christi verantwortet werden.

Der Weg zu einem späteren Miteinander öffnet sich nur, wenn beiden Betroffenen um des Friedens willen Reue geschenkt wird und beide Buße tun. Wir vergessen in unseren Gemeinden zu leicht, dass der Heilige Geist aufgrund eines anderen Herrn Recht spricht, als das bürgerliche Gesetzbuch es uns vorschreibt. Wenn die enge Beziehung zu unserem Herrn Schaden genommen hat, müssen wir zurück zu dem Ereignis, wo der Riss entstanden ist, müssen Buße tun und um Vergebung bitten. Unser Heiland Jesus Christus wird dann die heilende Verbindung mit uns wieder aufnehmen, wie es bei dem verlorenen Sohn (Lukas 15,16-20) geschehen ist.

 

Das sollte uns dann zu einer heilenden und bewahrenden Erinnerung werden und zu einer tiefen, ernsthaften Anbetung führen.

(Zitat des 8. Kapitels des Buches "Ein Leben im Segen unter der Führung des Geistes Gottes") 

Das Buch ist wieder lieferbar im "Büchertisch"


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