HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Fokus dieser Webseite liegt in der Weitergabe von bibeltreuen Predigten als MP3 oder Videobotschaft und wertvollen Textbeiträgen für den wiedergeborenen Christen, aber auch für alle, die noch auf der Suche nach dem rettenden Glauben an Jesus Christus unterwegs sind.  

 

Auf unserer START-Seite bringen wir im wöchentlichen Wechsel stets ausgesuchte besonders wertvolle Beiträge zu den verschiedensten biblischen Themen - Aktuelles, Gedankenanstöße, Geschichten, aber auch Grundlegendes zum Evangelium - möge es Ihnen auf Ihrem Weg mit dem Herrn Jesus Christus eine segensreiche Hilfe sein!



IMPULSE ZUR ZEITLAGE

Vogelgezwitscher wird zunehmend eintöniger

 

Mt.10,29 Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Groschen? Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater.

 

Die Artenvielfalt von Vögeln schwindet in vielen Ländern und damit auch die Vielfalt an Klängen. Laut einer neuen Studie ist das Vogelgezwitscher in den vergangenen 25 Jahren immer eintöniger und leiser geworden. Auch der Mensch leidet unter dem Verfall der natürlichen Klanglandschaften. Der Mensch spielt dabei auf jeden Fall eine große Rolle.

Die natürlichen Geräusche spielen dabei eine wichtige Rolle, es ist für die Menschheit notwendig, mit der Natur in Verbindung zu bleiben. Nichts um dich herum geschieht, ohne dass es unser Retter-Gott im Himmel nicht wüsste. Du bist IHM unendlich wertvoll.

 

Ps.33,6 Die Himmel sind durch das Wort des HERRN gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.

 

Die Natur verkündigt die Herrlichkeit Gottes. Gott steht über der Natur! Die Natur bezeugt die Existenz Gottes. Es ist kein Geheimnis, dass man in der Natur auf besondere Weise auftanken und Kraft sammeln kann. Inmitten von unberührter Landschaft fühlt man sich dem Schöpfer-Gott oft greifbar nahe. Von den Tieren draußen kannst du vieles lernen, schau dir doch die Vögel an. Die Schöpfung, Jesus Christus und Gottes heiliges Wort, die Bibel sind die Kommunikationsmittel, durch die Gott zu den Menschen spricht. Ja, Herrlichkeit hat Gott in seine ganze Schöpfung hineingegeben. Fassungslos stehe ich manchmal davor. Was für ein Wunder hat Gott gemacht, gerade mit Sonne und Mond!

 

Ps.148,7a + 10  Lobt den HERRN von der Erde her,... wilde Tiere und alles Vieh, alles, was kriecht und fliegt.

 

Die Natur ist Gottes Natur! Gott und Natur sind nicht voneinander losgelöste Themen. Die Natur ist SEIN Werk, auch wenn vieles, was wir heute sehen, verunstaltet ist und nicht mehr seiner ursprünglichen Schöpfung entspricht. Die Natur weist auf unseren Schöpfer-Gott hin! Ursprünglich war die menschliche Natur perfekt, weil Gott uns so geschaffen hatte. Wir, SEINE Kinder, sollten lieber gestehen, dass wir uns keine Zeit nehmen wollen, um in der Stille mit Gott zu reden und Ihn zu loben. Gott loben sollte keine Anstrengung sein und sich nicht nur durch Singen von Lobliedern im gemeinsamen Gottesdienst äußern. Loben und Danken sollte spontan aus unserem Herzen aufsteigen!

 

Mt.6,26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

 

Gott ist der Schöpfer der ganzen Welt. Daran lassen die Aussagen der Bibel keinen Zweifel. Gott sagt also Ja zum Leben. Die Umwelt ist ein großes Gut für die Menschheit. Allein an den Bienen lässt sich feststellen, wie wichtig ein vielseitiges Blütenangebot für die Artenvielfalt ist. Schauen wir alle gemeinsam genauer hin. Gott möchte durch SEIN Wort unsere Blickrichtung lenken und verändern! Jesus ermutigt uns, SEINE Jünger, zum Blickwechsel. Sieh nach oben, sieh die Vögel. Erkenne Gottes unendlich große Möglichkeiten. Sieh hin auf unseren Herrn Jesus!

 

Unser Herr Jesus kennt mich bis in die Haarspitzen meines Lebens. ER kennt mich besser, als ich mich selbst kenne! Ich bin IHM nicht egal. Deine Werte, deine Meinung, deine Überzeugungen mögen verachtet werden. Du selbst magst hier auf Erden abgelehnt werden, unser Herr Jesus im Himmel kennt und liebt dich. Garantiert!!! 

 

Walter Ertl 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 


Der unterseeische Kongo-Canyon reicht von der Kongomündung bis in die Tiefsee. Dort ereignete sich im Januar 2020 die längste Rutschung der Erde. © NASA World Wind/ Mikenorton, CC-by-sa 3.0

Tiefsee:
Forscher vermessen gigantischen Erdrutsch im Ozean

 

 Offb.6,12a Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand.

 

Gewaltige Erdmassen sind den Kongo-Canyon hinab in die Tiefsee geschossen. Es war einer der gewaltigsten Erdrutsche, der je beobachtet wurde. Zum Glück fand er unter Wasser statt. Mehr als 1100 Kilometer weit und bis in 4500 Meter Tiefe rutschten Sedimentmassen am 14. Januar 2020 vor der afrikanischen Küste: einer der längsten Erdrutsche, die bislang von Menschen vermessen werden konnten. Das Gesamtvolumen an Material, das dabei in die Tiefe transportiert wurde, schätzen Talling und Co auf rund 2,7 Kubikkilometer bei einem Gesamtgewicht von bis zu 2675 Megatonnen. Die in die Tiefsee verlagerten Mengen deuten an, dass derartige Erdrutsche eine bislang unterschätzte Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf spielen könnten.

 

Mt.24,7b Und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen.

 

Die weltweiten aktuellen Katastrophen werfen unter wiedergeborenen Christen auch die Frage der Wiederkunft ihres Herrn Jesus auf! Wiedergeborene Christen, Kinder Gottes, merken angesichts solcher Katastrophen auf und wissen auf Grund von Gottes Wort, dass unser Schöpfer-Gott mit diesem Geschehen uns etwas sagen will! Der gottlose Mensch bekommt die Kräfte der Schöpfung bei allem Fortschritt nicht in den Griff, sondern ist und bleibt abhängig vom großen und heiligen Schöpfer-Gott. Denn das muss so geschehen, so sagt es SEIN Wort! Jesus hat SEINE Gemeinde und SEINE Jünger darauf vorbereitet, dass es bis zu SEINER Wiederkunft viele massive Naturkatastrophen geben wird!

 

Lk.21,28 Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.

 

Jetzt ist schon das Ende der letzten Tage, viele wiedergeborenen Christen, sie erwarten den Herrn und freuen sich auf SEIN Wiederkommen! Denn sie wissen auf Grund der Bibel in der Offenbarung, was Jesus sagte: ‚,Siehe, ich komme bald!‘‘ Die allgemeine Weltlage mit all ihren Wehen ist mehr als nur kritisch! Wer Gottes Wort regelmäßig liest, weiß ganz genau, was auf die gesamte Menschheit zukommen wird! Ein Anstoß, eine Information durch SEIN Wort für uns ALLE!! Nicht einzuschlafen, Vorsicht walten zu lassen vor der Verblendung, und Treue und Ausdauer im Gebet! An IHM und bei IHM zu bleiben! Aber keine Panik und Angst davor! ER weiß ganz genau über SEINE Jünger Bescheid! Unser Herr Jesus wird uns da durchtragen! ER lässt uns nicht alleine!

 

Wer sich mit dem Ablauf der Endzeit befasst hat, kann daher den kommenden Ereignissen bewusst entgegen gehen. Sicherlich kann man über den konkreten Verlauf der Endzeit im Detail diskutieren, doch im Groben sind einige Stationen der Endzeit bereits mehr als nur erkennbar! Auf diese sollte man sich als wiedergeborener Christ einstellen. ‘‘Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst‘‘!Jes.45,22 ‘‘Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus‘‘. 2.Petr.3,18a Ich will und sollte meinen Blick heute neu, hin auf meinen Herrn Jesus richten, statt den Kopf in den Sand zu stecken! Hinschauen und hinhören mit den inneren Augen und Ohren, die nur ER uns schenkt und auch wachsen lässt! 

 

Walter Ertl  

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Der letzte Schritt

 

Einmal hat jemand zu mir gesagt: "Ich möchte gern glauben, aber ich komme einfach nicht so weit."

 

Das ist möglich. Warum? Weil wir ganz einfach den letzten Schritt nicht tun.

 

William Holman Hunt (1827-1910) hatte ein eindrückliches Bild gemalt. Es stellt den Herrn Jesus dar, wie Er vor einer Tür wartet. In der einen Hand hält Er eine brennende Laterne und mit der anderen klopft Er an die Tür.

 

Als das Bild vollendet war, trat ein Freund ins Atelier. Er betrachtete das Gemälde und fand es ausgezeichnet. Dann sagte er zum Künstler: "Ich bewundere dieses Bild, doch es hat einen Fehler."

 

"Was für einen Fehler? Ist am Kleid oder in der Haltung etwas nicht in Ordnung?"

 

"Nein!, sagte der Besucher, "daran ist nichts auszusetzen, aber an der Tür fehlt der Griff."

 

"Ich habe ihn absichtlich weggelassen. Würde es an der Tür eine Klinke geben, dann hätte der Herr sie benutzt und wäre eingetreten. Aber das Menschenherz gleicht einer Tür ohne Griff an der Außenseite. Sie kann nur von innen geöffnet werden."

 

Es gibt viele Menschen, die diesen letzten Schritt nie tun. Sie öffnen dem Heiland ihr Herz nicht - obwohl Er ganz nah vor ihrer Tür steht!

 

Sonnenschein ist eine herrliche Naturerscheinung. Aber sie hat noch nie die geschlossenen Läden eines Hauses geöffnet. Das muss der Bewohner selbst tun - sonst hat er nichts von der Sonne!

 

Das ist der Punkt, worin sich so viele täuschen. Sie erwarten, dass eine göttliche Kraft die Tür ihres Herzens eindrückt und Gott mit Gewalt hereintritt. Doch dieser Augenblick wird nie kommen. Den letzten Schritt müssen wir selbst tun. Es ist unsere Sache, zu Gott umzukehren, das Herz seiner Gnade zu öffnen und das Licht hereinfluten zu lassen. Dann erfahren wir, wie sich unser Leben verändert, wie wir durch diesen Glaubensschritt Frieden und Freude bekommen.

 

Diesen letzen Schritt - wollen wir ihn tun?

Öffnen wir die Tür und lassen wir Jesus Christus herein?

aus "Sinnlos? Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, Beröa-Verlag, 5. Auflage 2021


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Selbst der Storch am Himmel kennt seine bestimmten Zeiten und Turteltaube und Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihres Kommens ein; aber mein Volk kennt das Recht des HERRN nicht.  Jeremia 8,7

 

Was wir vom Mauersegler lernen können

 

Schon bemerkt? Anfang Mai kehren die Mauersegler aus ihrem „Winterurlaub zu ihren Nistplätzen in Mitteleuropa zurück. Einfach faszinierend: Diese kleinen Vögel finden nach mehreren 10.000 km ununterbrochenen Fliegens ihren Nistplatz vom letzten Jahr wieder und treffen fast auf den Tag genau dort ein!

 

Diese Pünktlichkeit der Zugvögel war schon vor 2.600 Jahren bekannt, wie der Tagesvers zeigt. Hintergrund der Beschwerde Gottes bei seinem Volk, die er durch den Propheten Jeremia überbringen lässt: Das Volk hatte Gott damals mehr und mehr verlassen und den Götzendienst der Nachbarvölker übernommen. So muss Gott ihnen Gericht ankündigen, dass dann auch nicht lange auf sich warten ließ. Einige Jahre später eroberten die Babylonier das Land, zerstörten die Hauptstadt Jerusalem und deportierten fast die gesamte jüdische Bevölkerung nach Mesopotamien. Nur ein kleiner Teil kehrte etwa 70 Jahre später in das Land Israel zurück.

 

Sieht es heute, 2.600 Jahre später, mit der Christenheit nicht ähnlich aus wie damals beim jüdischen Volk? Zwar wird heute kaum jemand heidnische Götzenbilder anbeten, aber wer kennt heute noch das in der Bibel manifestierte Recht des Herrn“? Während es den einen mehr oder weniger unbekannt ist, halten die anderen es für veraltet. Übrig bleiben dann nur die eigenen Vorstellungen und Gedanken. Festhalten an den Worten der Bibel? Das gilt zunehmend als out - heute wissen wir es besser! Der Götze von heute ist die menschliche Intelligenz.

 

Zugvögel wissen, was gut und richtig für sie ist. Warum?

 

Weil sie tun, was ihr Schöpfer in sie hin­ein­gelegt hat!

 

So sollten auch wir unser Leben an der Bibel, dem Wort Gottes, ausrichten, statt menschlichen Ideen zu folgen.

 

( Beitrag aus ‘‘Die Gute Saat‘‘ vom 2.5.2022 entnommen )


Der Glaube weiß, dass es IHN gibt!

 

Im Meer ist dein Weg, und deine Pfade sind in großen Wassern, und deine Fußstapfen sind nicht bekannt. (Psalm 77,20) 

 

Gestern haben wir darüber nachgedacht, dass Gottes Weg „im Heiligtum“ ist. (V. 14) Heute nun haben wir gelesen: „Im Meer ist dein Weg“. Besteht da ein Widerspruch? Nein!

 

Asaph weiß, dass Gottes Wege höher sind als die Wege der Menschen, und so sagt er voll Vertrauen: „Wer ist ein großer Gott wie Gott?“ Er erinnert sich daran, dass dieser große Gott sein Volk erlöst und „mit erhobenem Arm“ aus Ägypten herausgeführt hat. Und weiter geht sein Blick: wie die Wasser sich verzogen, so dass das Volk hindurchgehen konnte, und wie Gott ihnen im Blitz und Donner das Gesetz gab. Niemand und nichts konnte der Macht Gottes widerstehen, konnte Gott daran hindern, seine Gedanken auszuführen! (Verse 14-19; Jesaja 55,9).

 

Gottes Pfade mochten im Meer nicht zu erkennen sein, Gottes Fußstapfen mochten nicht bekannt sein – doch sie waren da! Gott hatte sein Volk aus Ägypten herausgeführt, hatte es sicher durch die Wasser des Schilfmeers hindurchgebracht, und hatte es durch die Wüste geleitet – mit Macht, mit Liebe und mit sicherer Hand. (V. 21)

 

Fußspuren sind im Wasser nur kurz zu sehen, dann sind sie durch das Hin und Her der Wellen und Gezeiten verwischt – und doch sind sie da gewesen. Mag Gottes Weg für uns auch oft nicht zu erkennen sein – der Glaube weiß, dass es ihn gibt.

 

Gott hat einen Weg für uns erdacht „im Heiligtum“; und auch wenn wir den Weg jetzt nicht sehen, führt Er uns – „im Meer“.

 

Der Weg, den Er mit den Seinen in dieser Welt geht, stimmt überein mit dem Weg, den Er im Heiligtum entworfen hat. Dieser Weg wird Ihn verherrlichen – und wird zum Segen für sein Volk wie auch für jeden Einzelnen sein. Damals wie heute.

 

Wie tröstlich ist dieses Wissen im Durcheinander unseres Lebens!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 6.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )



Handeln Gottes in meinem Leben

Erfahren und berichtet von

Hans Hagen 07.01.2015

 

 

 Vorwort:

Immer wieder wurde ich von Kindheit an durch das Handeln Gottes überrascht und erstaunt. Die unzähligen, oft kaum für möglich gehaltenen Erlebnisse der Führung und Bewahrung durch Ihn in den vielen Jahren meines sehr bewegten Lebens als Zufälle zu bezeichnen, wäre sicher unreal und unwahrhaftig. Die berichteten Erlebnisse sind alles Tatsachen, von denen zum Teil noch Dokumente und viele Bilder vorhanden sind.

 

Das, was ich während des letzten Weltkrieges in den 3 ½ Jahren als Soldat in Russland und meine Frau Brigitte während ihrer Flucht aus dem Osten erlebt haben, hat unseren Glauben besonders stark geprägt, und die Erfahrungen während der Zeit in der DDR haben ihn noch verstärkt.

 

Das, was wir dann erlebten, nachdem ich meinen Job als Leiter der größten Technischen Betriebsschule Berlins abbrach und wir als Familie unser gerade fertig gestelltes Haus einfach stehen ließen und mit unseren drei Buben in die Mission nach Äthiopien gingen, erleben wohl nur wenige. In 4 Erdteilen haben wir immer wieder in unseren bisher 90 und 83 Lebensjahren die Treue Gottes erfahren. Das Berichtete soll ein Zeugnis des Handeln Gottes sein und nicht eigener Leistungen, die Er ermöglicht hat.

Hans Hagen

Ein Beispiel aus dem spannenden Missionarsbericht von Hans Hagen

Von Kallafo zurück war meine nächste Aufgabe, mit Dr. Barlow und seiner Frau zur 390 km von Addis entfernten Missionsstation in Soddu zu fahren. Dort hatte man seit langem große Probleme mit der Stromversorgung. Die Station musste mit ihrem Krankenhaus, ihrer Schule und der Bibelschule von einem eigenen Generator mit Strom versorgt werden, Da dieser, obwohl er 220 und 110 V liefern konnte, aber nur für 110V und falsch angeschlossen wurde und die zum Teil an Bananenstauden befestigten Leitungen nicht gut isoliert waren, war er wegen Überlastung schon zweimal durchgebrannt. Er war nun in Addis Abeba neu gewickelt worden, und wir brachten ihn jetzt nach Soddu. Auf dem Weg dorthin blieben wir mehrfach in Schlammstellen stecken. Bei einer konnten wir uns nur mit einer Seilwinde befreien, die Dr. Barlow für einen anderen Missionar in Addis besorgt hatte. Vorbeikommende Glieder der dortigen Gemeinde, die Gott sandte und die Dr. Barlow kannten, führten uns dann zum Übernachten in ihr Dorf und bereiteten uns in ihrem kleinen Gotteshaus ein Lager aus Heu mit einer Decke darüber. Dr. Barlow konnte am nächsten Morgen einige Kranke behandeln und eine Andacht halten. Nach einer weiteren Problemstelle erreichten wir mittags Soddu.

 

Ich riet dringend, beide Spannungen zu nutzen, 110 V. für die amerikanischen Geräte und 220 V. für die Beleuchtung und die in Äthiopien gekauften Geräte. Alle 110 V Birnen sollten neu durch 220 V. 20 Watt Neonröhren ersetzt werden. Ich schlug auch vor, die Hauptleitungen der Station als Freileitung auf Masten und die Leitungen in die Gebäude mit beiden Spannungen zu führen. Wir klärten dann das Aufstellen der Masten, und ich fuhr mit einem geländegängigen Kleinbus zurück nach Addis Abeba, um alles Notwendige zu besorgen, denn in Soddu gab es nichts davon außer Bäume für die Leitungsmasten.

 

Zwei Wochen später war ich wieder mit dem notwendigen Elektromaterial in meinem Jeep, den ich günstig erwerben konnte, unterwegs nach Soddu. Brigitte und unser Eberhard begleiteten mich, da die Arbeiten mehrere Wochen dauern würden. Für die ersten 220 km bis zu unserer Leprastation in Chechemany, wo wir übernachteten, hatten wir ja eine brauchbare Straße. Aber für die restlichen 170 km gab es nur eine unbefestigte Buschstraße. Die meist lehmigen Teile waren noch nicht überall trocken und ein erneuter kurzer Regen verwandelte besonders den letzten Teil der Straße vielfach in eine Rutschbahn.

Vor einer langen stark abschüssigen Strecke dieser bergigen Gegend, die neben einem tiefen Tal verlief, in dem schon einige abgestürzte Fahrzeuge lagen, bat mich meine Frau, mit unserem Eberhard aussteigen zu dürfen. Sie fürchtete, dass der Jeep in das seitlich entlanglaufende Tal rutschen könnte. Das wäre auch an einer Stelle passiert, wenn nicht ein starker Busch am Rande des Weges ihn aufgehalten hätte. Mit einem langen Nylonseil, das ich bei mir hatte und an einem Baum auf der anderen Seite befestigte, brachte ich den Jeep wieder auf den Weg und kam heil unten an. Dort wartete ich auf meine Frau. Nachdem sie mit Eberhard eintraf, blieben alle Versuche, den Motor wieder zu starten, erfolglos. Ich hatte damals noch wenig Erfahrung mit Autos, da dies mein erstes war, das ich selbst besaß. Da wir meiner Schätzung nach nur noch höchstens fünfzehn Kilometer von Soddu entfernt waren und kein anderes Fahrzeug zu erwarten war, entschied sich meine Frau, zu Fuß nach dort zu gehen und von der Missionsstation Hilfe zu holen. Sie brauchte ja nur den Autospuren zu folgen, die sicher alle nach Soddu führten.

 

Eine längere Zeit, nachdem sie uns verlassen hatte, sagte unser fünfjähriger Eberhard: „Papa, warum beten wir nicht, dass der liebe Gott den Jeep wieder fahren lässt?“ Ja, warum hatte ich das noch nicht getan? Ich betete und als ich danach den Startschlüssel erneut umdrehte, sprang der Motor sofort an. Wir waren vielleicht einen halben Kilometer gefahren, ohne meine Frau eingeholt zu

haben, als wir in einem Hohlweg mit einem tiefen Wasserloch stecken blieben. Diesmal hütete ich mich, den Motor auszuschalten, aber alle Versuche herauszukommen, waren trotz Vierradantrieb und Untersetzung erfolglos.

 

Als ich dem Eberhard sagte, dass wir hier wohl auf Hilfe warten müssten, schaute er mich nur groß an und sagte: „Papa, lass uns doch wieder beten“. Etwas unsicher, ob Gott auch diesmal helfen würde, tat ich es, fürchtete aber, den Jungen diesmal zu enttäuschen. Nach dem Gebet schaltete ich wieder den Rückwärtsgang ein. Zu meinem Erstaunen machte der Wagen eine viertel Drehung und fuhr dann rückwärts die ziemlich steile linke Böschung hoch. Dadurch konnte ich auch weitere Schlammlöcher dieses Hohlwegs umgehen. Am Anfang einer weiteren langen Schlammstrecke hielt ich an und untersuchte mit hochgekrempelten Hosen das Wegstück vor dem Wagen, um eventuelle Tiefen zu vermeiden. Leider hatte ich den Motor dummerweise wieder ausgeschaltet, damit Eberhard nicht in Versuchung geriet. Als ich zurückkam, sprang er wieder nicht mehr an. Auch jetzt kam die Ermunterung zum Beten von meinem Sohn. Diesmal erhörte Gott unser Gebet um Hilfe

aber nicht sogleich, denn Er kannte ja die vor uns liegende Strecke mit ihren Problemen, besonders in der bald anbrechenden Dunkelheit. Er hatte eine viel bessere Lösung.

 

Brigitte hatte inzwischen zwei Männer getroffen, von denen der eine „zufällig“ ein Christ war und ihr anbot, mit zu seinem nahe der Straße gelegenen Haus zu kommen, wo er ihr ein Maultier leihen und sie damit zur Station führen wolle. Sie ging darauf ein, weil sie Gott vertraute, und der Mann brachte sie auf einer Abkürzung von mehreren km zur Missionsstation, wo sie beim Einbrechen der Dunkelheit ankamen. Der Stationsleiter, der sie durch sein Fenster im Halbdunkel von einer, der eigentlichen Straße gegenüberliegenden Seite auf einem Maultier ankommen sah, war leicht entsetzt. In kurzer Zeit hatte er die beiden anderen Missionare der Station alarmiert, und mit zwei Autos machten sie sich auf den Weg, um mir zu helfen. Sie kannten ja den Weg mit seinen Tücken recht gut. Der eine fand sofort die Ursache meiner Probleme; der Vergaser war verschmutzt. Das konnte er mit etwas Benzin schnell beheben, und einer der drei Missionare übernahm die Steuerung meines Wagens auf der schwierigen Reststrecke des Weges, wo mein Wagen trotzdem fast in einen Bach gestürzt wäre. Zwei Stunden nach Sonnenuntergang waren wir endlich geborgen auf der Station, wo mich eine Dusche und ein gutes Abendessen erwarteten. Allein hätte ich auf dem letzten Teil der unbekannten Buschstraße sicher ganz große Probleme bekommen. Gott lässt Sich vielfältig erleben und antwortet in Seiner Weise auf unsere Gebete. Ich konnte die Elektroprobleme lösen und Brigitte half Dr. Barlow bei mehreren Operationen, weil die zurzeit einzige Krankenschwester der Station dafür nicht ausreichte. Auf der Rückfahrt nach Addis Abeba konnten wir noch einem im Schlamm steckengebliebenen Lastwagenfahrer helfen.

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