HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Fokus dieser Webseite liegt in der Weitergabe von bibeltreuen Predigten als MP3 oder Videobotschaft und wertvollen Textbeiträgen für den wiedergeborenen Christen, aber auch für alle, die noch auf der Suche nach dem rettenden Glauben an Jesus Christus unterwegs sind. 

 

Auf unserer START-Seite bringen wir im wöchentlichen Wechsel stets ausgesuchte besonders wertvolle Beiträge zu den verschiedensten biblischen Themen - Aktuelles, Gedankenanstöße, Geschichten, aber auch Grundlegendes zum Evangelium - möge es Ihnen auf Ihrem Weg mit dem Herrn Jesus Christus eine segensreiche Hilfe sein!



Lebensmittel werden knapp, dafür werden sie immer teurer!

 

Mt.6,11 Gib uns heute unser tägliches Brot.

 

Produkte des täglichen Bedarfs werden immer teurer! Großen Einfluss auf die Teuerungsrate hatte erneut der Ölpreis, der zu Beginn der CoV-Krise eingebrochen war. Die Inflation in den EU-Staaten wurde weiterhin deutlich gedämpft - obwohl Nahrungsmittel deutlich teurer werden. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ich jeden Tag genügend zu essen, sogar im Überfluss habe. Ich lebe jeden Tag in der Abhängigkeit von Gott, ER ist es, der mich mit meinem täglichen Brot versorgt. Gottes Versprechen, dass ER seine Kinder versorgen wird, das gilt tatsächlich. Deshalb sollen wir ja auch bitten: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ An Gott sollen wir uns wenden, wenn wir etwas brauchen. Und darauf vertrauen, dass er sich um uns kümmern wird.

 

1.Kor.10,31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut - tut alles zur Ehre Gottes!

 

Dass Jesus diese Bitte in sein Gebet aufnimmt, zeigt, wie wichtig ihm unsere leiblichen Bedürfnisse sind. Das Vaterunser ist kein schwärmerisches oder abgehobenes Gebet. Nein, die Bitte um Brot beweist, dass Jesus den ganzen Menschen im Blick hat. Brot gilt biblisch als Lebensgrundlage. Sie soll allen zukommen. Jeder wiedergeborene Christ, Kind Gottes, bekommt von IHM, was er zu seinem Leben braucht. Bei Gott gibt es nicht nur Wasser und Brot, sondern auch dass, was das Leben fröhlich macht. ER gibt uns alles, damit es uns gut geht. Bei unserem Schöpfer-Gott können wir aus dem Vollen schöpfen. Wer auf Gott vertraut, braucht sich nicht zu sorgen.

 

Mt.4,4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht

 

Essen, Trinken und genügend Schlaf. Man nennt das deshalb ja auch die Grundbedürfnisse. Gott weiß das, ER hat uns ja schließlich so gemacht. Unser Herr Jesus sorgt dafür, dass wir alles bekommen, was wir zum Leben brauchen. Alles, und noch viel mehr. Was sind die ‘‘Nahrungsmittel‘‘, um sich als wiedergeborener Christ nach den biblischen Maßstäben richtig zu ernähren?
Lesen der Bibel
Gebet (vgl. Apg.2,42)

Abendmahl
Gemeinschaft mit anderen Christen

 

Pred.9,7a So geh nun hin, iss mit Freuden dein Brot.

 

Täglich braucht unsere Seele ihr Brot. Frisch und neu vom Himmel her. Das Wort Gottes, das uns gestern ermutigt hat, hilft uns heute gar nicht so sehr. Denn jeder Tag verläuft anders und hat andere Herausforderungen. Heute will mir unser Herr Jesus SEIN Brot geben. Sich selber. In Seinem Wort. Ganz persönlich, ganz lebendig und ganz auf diesen einen Tag bezogen. Was zeichnete Jesus in Seinem Erdenleben aus? Er war eine unglaublich starke Persönlichkeit und beeindruckte vor allem dadurch, dass Sein Denken, Reden und Handeln eins waren.

 

"Unser tägliches Brot", beten um das, was wir täglich zum Leben brauchen, aber auch nicht zu vergessen wäre dabei, um unsere Verantwortung als wiedergeborene Christen in dieser Welt zu beten. Ich bete zwar nicht täglich das Vaterunser, aber ich bete täglich. Es ist mein Bedürfnis, schon nach dem Aufwachen mit meinem himmlischen Vater zu sprechen, Ihm zu danken und Ihn um Gelingen für die Aufgaben des Tages zu bitten. Denn unser Vater im Himmel weiß genau, was wir brauchen.

 

Walter Ertl 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Das verborgene Manna, Nahrung für ein Leben,
das in Jesus gekreuzigt ist!

 

Offb.2,17 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.

 

Gewisse Gefährdungen, die die Gemeinde von Pergamus erlebte, drohen auch heutzutage den Menschen, die dem lebendigen, wahren Gott dienen wollen. Um sie davor zu bewahren, bietet der Herr denen, welche entschlossen sind, die unserer Zeit eigenen geistlichen Gefahren zu überwinden, das «verborgene Manna» an.

Es ist Nahrung für das «mit Christus in Gott verborgene Leben», ein Leben, das wir erst dann kennenlernen, wenn unser eigenes Leben mit Christus gekreuzigt ist – mitsamt allen seinen Lüsten und Begierden, seinen eigenen Anstrengungen, seiner stolzen Zurschaustellung

von falschem Eifer und falscher Hingabe.

Kol.3,3 denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.

 

Wie der Heilige Geist nicht von sich selbst redet, so redet auch das mit Christus in Gott verborgene Leben nicht von seiner Hingabe.

 

®     Es lernt Gehorsam, wie der Sohn Gottes, und lässt sich gern in Zucht nehmen.

®     Es gibt, wie Gott der Vater, das Kostbarste, was es besitzt, der Welt.

®     Einem solchem Leben gibt der Herr das «verborgene Manna».

®     Dieses Manna verleiht uns, was wir im tiefsten Inneren nötig haben; es wird uns immer von neuem geschenkt, ohne dass wir merken wie.

®     Unser Leben und Dienen ist nicht frei von Leid; das weiß der Herr, und er sorgt für uns und hilft uns.

®     Das Manna heilt Wunden, nimmt Lasten fort und vertreibt das Fieber.

®     Vom «verborgenen Manna» genährt zu werden, ist das Vorrecht des Überwinders.

®     Dieses Manna gibt uns neue Kraft; es stärkt uns im Wandel und Dienst.

®     Es belebt die Müden, bewahrt vor Erschöpfung, hilft den Dienern des Herrn, nicht auf ein tieferes Niveau zu sinken.

 

Ganz still und leise verwandelt es unseren Charakter und stärkt uns am inneren Menschen.

Jer.15,16 Als ich deine Worte fand, da verschlang ich sie; deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, o HERR, du Gott der Heerscharen!

 

Es befähigt uns, Gottes Treue zu erproben und uns nicht vor Schwierigkeiten und Kämpfen zu fürchten.

Joh.6,32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel.

 

Joh.6,33 Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.

 

Joh.6,34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot!

 

Joh.6,35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.

 

Das «verborgene Manna» ist viel mehr wert als irgendwelche auffallenden «Segnungen». Mit ihm tritt der Segensspender selbst ins Innerste unseres Herzens und Gewissens ein und nimmt Besitz von unserem Geist, erfasst unsere Hand und lenkt unsere Schritte in Seine Fußstapfen.

Das mit Christus in Gott verborgene Leben wird erhalten, wächst und verbreitet sich durch das Aufnehmen dieses «verborgenen Mannas», dessen Früchte und Auswirkungen dann sichtbar sind.

Kol.3,1 Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

 

Kol.3,2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

 

Kol 3,4 Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 11.10. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Moralische Trennung von dieser Welt

 

2.Kor.5,20 So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!

 

Als der König Hiskia die Gesandten des mächtigen Königs von Babel empfing, ließ er sich nicht aufhalten, ihnen alle seine Schätze zu zeigen. Doch er hätte Wichtigeres tun sollen: nämlich seinen hohen Gästen von dem Gott zu erzählen, der ihn erst kürzlich auf so wunderbare Weise vom Tod errettet und ihn von seinen assyrischen Feinden befreit hatte. Aber indem Hiskia mit seinen Reichtümern prahlte, machte er in diesem Augenblick jedes Zeugnis für Gott unmöglich.

2.Chr.32,31 Als aber die Gesandten der Fürsten von Babel zu ihm geschickt wurden, um sich nach dem Wunder zu erkundigen, das im Land geschehen war, da verließ ihn Gott, um ihn auf die Probe zu stellen, damit er alles erkenne, was in seinem Herzen war.

 

Dieser Bericht hat auch heute seine ganz aktuelle Bedeutung. Wenn wir versuchen, der Welt noch irgendwie zu gefallen, kommen wir schnell in eine zweideutige und gefährliche Stellung. Das Lächeln der Weltmenschen ist oft mehr zu fürchten als ihre Drohungen. Sie verstehen es ausgezeichnet, uns zu binden oder uns durch ihre Gunst und ihre Geschenke zu schaden:

2.Mo.32,8 Sie sind schnell abgewichen von dem Weg, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben es angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!

 

Wir sollen Gesandte für Christus sein, die ständig ihren Herrn vertreten. Das wird uns dahin führen, die Welt, die uns umgibt, nicht nachzuahmen. Stattdessen werden wir moralisch Abstand von ihr halten, damit unser Denken und Handeln nicht von ihr beeinflusst wird. Nur so können wir als „Gesandte für Christus“ etwas von seiner Herrlichkeit ausstrahlen und ein Zeugnis für Ihn sein.

Mtt.5,13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.

 

 Wir sollten jedoch nicht meinen, durch diese moralische Trennung von der Welt entginge uns etwas.

 

Im Gegenteil: Dass wir uns moralisch von der Welt trennen, ist die Voraussetzung für wahres Glück und echte Freude und der Schlüssel zu einer erfüllten Beziehung zu Gott.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 29.11.2019 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 


Der Spektakel

Ramba Zamba
in der Silvesternacht

Erinnerungen eines alten Glaubensbruders

Es war die Silvesternacht 1944/1945 (im Krieg).

Ich war im Arbeitsdienst mit meinen Kameraden auf der Barackenbude. Es war dunkel und kalt. Eine Karbidfunzel gab etwas Licht.

Zigaretten hatten wir keine. Es war entsetzlich. Ein Kamerad hatte vertrocknete Blätter gesammelt und zerrieb sie mit seinen Händen. Wir drehten die Trockenblätter in Zeitungspapier wie Zigarren und pafften. Es war ein entsetzlicher Mief in der Bude. Karbit gekreuzt mit Rauch.

Aber wir wollten fröhlich sein. Wir wollten spielen, Musik machen und singen.

Einer nahm zwei Gabeln und trommelte damit auf den Stahl. Das war der Trommelwirbler. Ein anderer nahm zwei Löffel und stieß sie aneinander. Einer trat mit dem Fuß vor den Schrank. Der dumpfe Ton war die Pauke. Ich legte Zeitungspapier über meinen Taschenkamm und blies stakkato hindurch. Das war das Saxophon.

Der Schlagersänger sang wie verrückt:

 

Ohoohoo – Ohoooo – ohohooo –
oh, Ramba Zamba Oho-oh-oh -
Ramba Zamba –oohooo – ohoo –
Ramba Zamba Afrikola

Ohooo du mein Ramba Zamba Barcelona !

 

Ohoo Afrikola – oho Barcelona –

Ramba Zamba Afrikola, Barcelona

Ohoo – du Ramba Zamba Kuh von Barcelona

Ohoo – du Kuh von Barcelona! 

 

  

Schließlich wurden wir müde und hörten auf. So, wie ich war, angezogen, knallte ich mich in die Falle und wollte schlafen.

Da geht die Tür auf und ich höre den Wachhabenden laut meinen Namen rufen und dann:

„Zur Wachstube! Telefon!“ und haut die Tür zu.

Rammdösig torkelte ich hin. Es meldete sich meine Schwester. Sie war beim Luftnachrichtendienst Stabshelferin und konnte auf meine Feldpostnummer meine Dienststelle anrufen. Sie war beim Flug-Abwehr-Kommando in Kutno Kurz „Fluko in Kutno“.

Weil meine Mutter mit dem Zug nach Kutno fahren konnte, hat meine Schwester, weil über Silvester kaum Telefonate geführt wurden, meine Mutter eingeladen.

Junge, weißt du, du bist noch umgeben von „Ramba Zamba und Kuh von Barcelona“, da sagt deine Mutter:

„ Vergiß nie,
dass es einen Gott im Himmel gibt.“

Dieser Schuß hat gesessen – bis heute !

U n v e r g e s s l i c h.

 

Ich weiß, dass es Gott im Himmel gibt.
Gewiß! Gewiß! Ganz gewiß! Gott im Himmel, denn
„Unser Gott ist im Himmel! Er kann machen, was er will!“

 

Lobe den Herrn (Gott), meine Seele
und was in mir ist, seinen heiligen Namen.

Lobe den Herrn (Gott), meine Seele
und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.

Der dir alle deine Sünden vergibt
und heilet alle deine Gebrechen.
Der dein Leben vom Verderben erlöset,
der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

der deinen Mund fröhlich machet
und du wieder jung wirst wie ein Adler

 

(Psalm 103)

Hochgelobt sei Gott, der Vater Jesu Christi

Hochgelobt sei Jesus Christus

Von Ewigkeit in Ewigkeiten

Amen


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Der HERR lebt, ... vor dessen Angesicht ich stehe.  1. Könige 17,1

 

Die andere Hand

 

In kleinem Kreis kam die Frage auf: „Kann man dem Menschen noch zumuten, an Wunder zu glauben?“ Ein Arzt meinte sehr selbstbewusst: „Der ganze Wunderglaube kann den Resul­taten der modernen Wissenschaft nicht standhalten.“ Dagegen brachte ein junger Mann Einwände vor und fragte: „Darf ich Ihnen aus dem Stegreif ein Wunder vorführen, damit Sie sehen, worauf es bei der Beurteilung ankommt?“

 

Er nahm ein kleines Lineal vom Tisch und hielt es zwischen zwei Fingerspitzen. „Was geschieht wohl, wenn ich die Fingerspitzen öffne? Natürlich werden Sie sagen: ,Dann fällt das Lineal zu Boden und bleibt liegen.` Wegen der Schwerkraft muss das auch so geschehen, das ist ganz klar. Wenn aber das Lineal in der Luft stehen bliebe, was dann?“ - „Das wäre dann allerdings ein Wunder“, bestätigte der Arzt.

 

Da öffnete der junge Mann die Hand und ließ das Lineal fallen. Unerwartet fing er es aber mit seiner anderen Hand wieder auf. „Sehen Sie“, sagte er, „ich habe Ihnen ein Wunder gezeigt.“ - Der Arzt wurde ganz rot im Gesicht. „Das ist doch die Höhe!“, platzte er los. „Ihre andere Hand hat das Lineal doch aufgefangen! Wenn es frei in der Luft stehen geblieben wäre, dann …“

„Danke“, entgegnete der junge Mann, „dass Sie von der anderen Hand sprechen. Als die nämlich unerwartet in Aktion trat, hat sie etwas fertiggebracht, was unserem Verstand vorher als unmöglich erschien. Die Schwerkraft wurde überwunden durch eine andere, eine stärkere Kraft! 

 

Die andere Hand! Wenn wir sie immer sehen könnten, dann gäbe es keine Meinungsverschiedenheiten mehr über die Wunder, die Gott tut. - Ich gehöre zu den Menschen, die in ihrem Leben schon oft diese andere Hand gespürt haben, die täglich unzählige Wunder vollbringt.“

aktualisiert 18.06.2021                           

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Lebst du in dieser Erwartung,
dass der Herr bald wiederkommt?

Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und unterweist uns, ... dass wir warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus Tit.2,11–13

 

„Die Wiederkunft des Herrn ist nahe“, sagt der Apostel Jakobus.

 

Was kann wohl die Ursache davon sein, dass der Gedanke an die Wiederkunft des Herrn uns so wenig beschäftigt?

Was kann die Ursache dafür sein, dass dieser Gedanke, der unter viel geringeren äußeren Umständen bei den ersten Christen doch so lebhaft, so gegenwärtig und allgemein war, bei den Zeichen der Zeit in unseren Tagen uns so fremd, ja fast ganz aus unseren Herzen verschwunden ist?

 

Wir leugnen nicht, dass wir ganz allgemein bei der Lehre von der Wiederkunft des Herrn als einem Glaubensartikel bleiben.

 

Daraus folgt aber nicht, dass wir diese Ankunft Christi auch zu unserer Hoffnung haben.

 

Die Frage ist nämlich nicht: „Glaubst du, dass der Herr kommen wird?“, sondern: „Lebst du in der Hoffnung, in einer wirklichen Erwartung Seiner Wiederkunft?“ Auf diese Frage können nicht viele unter uns mit einem Ja antworten. Wäre es so, dass alle Gläubigen in der Hoffnung und der Erwartung der Wiederkunft des Herrn wandelten, dann würde diese Hoffnung sich auch mehr in unseren Predigten, unseren Gesprächen, unserem ganzen Leben kundtun - dann würden sich nicht allerlei Glaubensbekenntnisse und oft unbiblische Lehren über die Zukunft der Kirche Jesu Christi oder über die Frage nach unseren Entschlafenen unter uns einschleichen können.

 

Aber kommen wir wieder auf die Frage: Was kann die Ursache davon sein, dass der Gedanke an die Wiederkunft des Herrn uns so fremd, ja beinahe unwillkommen ist, während er in den Herzen der ersten Christen so lebhaft, lieb und gegenwärtig war? Es ist dies sicherlich kein gutes Zeichen. Jede Hoffnung setzt einen Wunsch voraus, jeder Wunsch aber hat seine Wurzel in dem, was man liebt. Wünschten wir und sehnten wir uns wirklich nach dem Tag der Wiederkunft des Herrn, wo alles Dunkel im Glauben, alle Schwachheit, alle Sünde und alle Untreue gegen unseren Heiland ein Ende haben und wir Ihn ergreifen werden, wie wir von Ihm ergriffen wurden, Ihn sehen, wie Er ist, und Ihm gleich sein werden - wünschten wir diese Seine Offenbarung mehr, dann würden wir auch alle Verheißungen, die es für die selige Hoffnung dieses erwünschten Tages gibt, aufsuchen und mit Freuden umfassen.

Wären wir demnach mehr geistlich gesinnt, liebten wir unseren Heiland mehr und strebten wir mehr nach dem, wonach die Liebe immer strebt — nämlich: ganz mit Ihm vereinigt zu werden —, dann würden wir auch mehr in der Hoffnung leben!

 

Diejenigen, die das Wort Gottes mit größerem Ernste zu Herzen nehmen, die mehr in der Übung der Buße zu Gott und des Glaubens an unseren Herrn Jesus Christus stehen, so dass der Geist der Gottesfurcht stündlich über ihr ganzes Wesen wacht, die Sünde also nicht unbestraft bleibt, sondern schmerzlich gefühlt wird — wobei auch die Gnade in Christus umso köstlicher wird, durch die Sünde aber auch vor ihren Blicken verdeckt und verborgen ist —, sie haben in der seligen Hoffnung auf die herrliche Wiederkunft unseres Herrn Christus eine liebe Betrachtung, eine lebendige Hoffnung. Sie blicken mit inniger Sehnsucht dem Tage entgegen, an dem der dicke Nebel, der hier ihren Glauben umgab, auf ewig von der Herrlichkeit des Herrn zerteilt sein wird. Sie warten auf den Tag, an dem sie den Freund und Heiland sehen werden, an den sie hier glaubten, mit dem sie redeten und von dem sie, ohne Ihn zu sehen, begleitet wurden und an dem sie endlich einst auf ewig das genießen werden, was sie hier vergebens suchten — nämlich eine vollkommene Klarheit, eine volle Gewissheit, eine fühlbare Nähe des Heilandes —, an dem sie außerdem auf ewig von dem bösen Fleisch, das hier immer so viele Sünden, Schwachheiten und Anfechtungen mit sich brachte, und von den feurigen Pfeilen des argen Feindes befreit sein werden.

 

Wären wir der Welt und diesem Gegenwärtigen mehr abgestorben und hätten wir unser Leben und unsere Freude in Gott allein, sicherlich wäre dies dann eine selige Hoffnung für unser Herz. Wo das Herz aber geteilt, wo es auch von irdischen Dingen eingenommen ist, da kann die Sehnsucht nach dem himmlischen Bräutigam nicht Eingang finden. Und dies Leben kann weder recht heilsam noch gesund sein, da es nicht mit dem Wort der Schrift und dem Sinn der ersten Christen übereinstimmt. „Unser Wandel ist im Himmel“, sagt Paulus, „von dannen wir auch warten des Heilandes Jesus Christus, des Herrn, welcher unseren nichtigen Leib verklären wird, dass er ähnlich werde Seinem verklärten Leibe.“ Und er ermahnt: „Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen, ja verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit Ihm in der Herrlichkeit.“

 

O dass wir die Lehre Christi, wie auch die der Apostel von der Wiederkunft des Herrn und der Hoffnung der Christen mehr zu Herzen nehmen möchten!  

 

Ach wär’ ich doch schon droben,

Mein Heiland, wär’ ich da,

Wo Dich die Scharen loben,

Und säng’ Halleluja! 

Was fehlt mir noch ? Matth. 19,20

 

Viele sind religiös, aber sie sind nicht einmal erweckt und noch weit weniger Christen. Viele sind erweckt und in einer gewissen Weise bekehrt, nämlich von dem gewöhnlichen, freien, gottlosen Wesen der Welt zu einer ernsten Übung der Gottseligkeit, aber sie sind trotzdem keine wahren Christen, d.h. keine in Christus freigemachten, seligen Menschen.

 

Mancher glaubt und bekennt Christus als unsere Gerechtigkeit, Weisheit, Heiligung und Erlösung, weil er weiß, dass Christus dies alles sein soll und dass man so glauben und bekennen muss, um ein vollständiger Christ zu sein. Mitten unter dem Glauben und dem Bekenntnis hat das Herz aber im Geheimen seinen Trost und sein Vertrauen in etwas anderem, wie z.B. im Ernst der Bekehrung, in Reue, Gebet und Kampf. Wenn diese dann so sind, wie sie sein sollen, dann ist man so gläubig und getröstet - in Christus? Wenn es aber daran fehlt, kann man sich auch nicht Christi allein getrösten, dann bedeutet Er nichts. Das ist dann die schleichende Schlange der Eigengerechtigkeit, ein falscher Glaube, weil man nicht wirklich in Christus seinen ganzen Trost hat.

 

Als einen schönen, bezeichnenden Ausdruck dieser Wahrheiten lesen wir 1.Kön.19, 11–13 folgendes: „Und siehe, der Herr ging vorüber und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht im Winde. Nach dem Wind kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Da das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit einem Mantel und ging heraus und trat in die Tür der Höhle.“

 

In diesem majestätischen Wunderbild sah der Prophet eine Schilderung und Deutung nicht nur seiner eigenen Führung, sondern auch der allgemeinen Haushaltungsweise Gottes innerhalb des Gnadenreiches auf Erden. Der Sturm, das Erdbeben und das Feuer sind nämlich eine treffliche Schilderung des Gesetzes und seiner Zeit und Wirkungen. Dagegen stellt der Klang des stillen, sanften Sausens wunderbar schön das Evangelium und dessen Zeit dar. Erstens stellt es im allgemeinen Äußeren die verschiedenartigen Zeiten und Regierungsweisen des alten und des neuen Bundes dar. Dann zeigt es im kleinen, im besonderen, im einzelnen Inneren eines jeden, der bekehrt wird, - wo auch immer eine alttestamentliche Zeit mit ihren Gesetzen, ihrem Zwang, ihren vielfachen Opferdiensten und ihrer Erwartung der Ankunft und gnadenvollen Offenbarung Christi vorangeht - eine alttestamentliche Zeit, die bei dem einen länger, bei dem anderen kürzer währt.

 

Bei manchem entsteht nämlich eine Art Sturmwind geistlicher Entdeckungen und Vorsätze, geistlicher Worte und Unternehmungen, so dass dieser Mensch anfängt, im Namen des Herrn auf andere einzustürmen, „Berge zu zerreißen und Felsen zu zerbrechen vor dem Herrn“. Es ist dabei eine gute Absicht, aber wenig Besinnung, wenig Verständnis und wenig eigene Erfahrung vorhanden. Er ist nicht einmal wirklich erweckt, denn er hat noch viel Trost in sich selber und große Hoffnungen auf den Fortschritt seiner Besserung. Es ist aber nur Wind, ein großer, starker Wind. „Der Herr aber war nicht im Winde.“

 

Doch es kommt weiter mit dem Menschen. Er wird wirklich erweckt, es entsteht in seinem Innern ein Erdbeben, es entsteht ein Herzbeben, er bekommt zu sehen, dass er mit all seinem Stürmen nicht selber wirklich ist und tut, was das Wort sagt. Er erschrickt, er strengt sich ernstlich an, jetzt zu tun und zu werden, wie ihm geziemt; aber es wird nichts daraus, es ist keine Kraft vorhanden, nur die Zerstörung des Erdbebens ist da. „Denn der Herr war nicht im Erdbeben.“ Es wird im Gegenteil ärger und ärger, denn durch das Gebot wird die Sünde lebendig und erregt in ihm allerlei Lust, sie wird mächtiger als zuvor. Dadurch entsteht ein Feuer, ein peinigendes Feuer der Angst sowie ein brennendes Feuer der Anstrengung, aber alles ist ebenso vergeblich. „Denn der Herr war nicht im Feuer.“

 

Jetzt entfällt der Mut, alle Versuche sind fruchtlos, alle Hoffnungen fehlgeschlagen, alles ist verloren; und nun beginnt das eigengerechte Ich verzehrt zu werden, ich soll, ich muss, ich sollte ja! Und „ich starb“, sagt Paulus. Doch jetzt kommt das stille, sanfte Sausen, die erquickende, friedegebende und seligmachende Stimme des Evangeliums dem verzweifelten Herzen recht gelegen. Jetzt schmeckt es gut, von einer ganz unverdienten Gnade für das verlorene, in Verzweiflung daliegende Menschenkind zu hören, jetzt, wo aller Trost zu Ende ist, findet der rechte Trost Raum im Herzen; jetzt beruhigen sich die stürmenden Gedanken, die Qualen und Begierden, und neues Leben, Freude, Friede, Liebe, Vertraulichkeit mit dem Herrn, milde Augen, fröhliche Worte, neue geistliche Kräfte sind jetzt vorhanden.

 

Jetzt ist der Herr da, jetzt verbirgt man das Antlitz über eine so unerwartete Hilfe, eine so unverdiente Gnade, und sagt: „Das hätte ich nimmer gedacht, dass es diesen Weg gehen sollte und dass ich aus lauter Gnade - Gnade empfangen würde, als ich am allerunwürdigsten war.“ Oder man verstummt in seliger Scham über die große Gnade, wie es bei Hes.16 heißt: „Du wirst daran gedenken und dich schämen und vor Schande nicht mehr deinen Mund auftun, wenn Ich dir alles vergeben werde, was du getan hast, spricht der Herr Herr.“

 

Als Elia bei dem stillen, sanften Sausen die Nähe des Herrn spürte, da „verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging heraus und trat vor die Tür der Höhle“, gleichsam um seine Ergebung in den Willen Gottes, sein „Rede, Herr, denn Dein Knecht hört!“ zum Ausdruck zu bringen. Jetzt erst ist man ein Christ und tüchtig, das Amt des neuen Bundes zu führen, nicht das des Buchstabens, sondern das des Geistes.

 

Jetzt ist auch des Stummen Zunge gelöst zum Lobsingen, zum rechten Bekennen Christi, welche Ordnung auch David ausdrückt: „Ich glaube, darum rede ich; ich werde aber sehr geplagt.“

Entnommen aus dem Buch von Mag. Olof Rosenius – ‘‘Tägliches Seelenbrot‘‘

(herausgegeben von LUTH. MISSIONSVEREIN SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. http://www.rosenius.de)