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SCHRIFTENDIENST FÜR JESUS !

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Gedanken zur Stärkung für die 39. Woche:

Die Liebe Jesu als Maßstab für die Ehe!

 

1.Kor.13,4 Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie blähte sich nicht auf;

1.Kor.13,5 sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu;

1.Kor.13,6 sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;

1.Kor.13,7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

 

Ich kam mit meinem Nachbarn ins Gespräch. ,,Sie haben es gut‘‘, meinte er seufzend, ,,bei Ihnen herrscht wenigstens Frieden. Aber bei uns? Ich komme einfach nicht mehr aus mit meiner Frau. Mich scheiden lassen, das will ich nicht – noch nicht. Aber dieser ewige Streit! Sie haben es wirklich gut; das sage ich Ihnen.‘‘ 

,,Dafür bin ich Gott dankbar‘‘, entgegnete ich. ,, Und ich will Ihnen auch sagen, woran es liegt: Wir haben den Herrn im Haus.‘‘

,,Genau darum geht es ja bei uns – wer der Herr im Haus ist. Da sollten Sie mal meine Frau hören!‘‘

,, Bei uns ist die Frage klar, wer der Herr ist. Das ist der Herr Jesus Christus, unser Erlöser.‘‘ 

Kopfschüttelnd schaute der Nachbar mich an. Damit konnte er nichts anfangen. Schließlich sagte er etwas gereizt: ,, Bei Ihnen ist sicher auch nicht jeden Tag Sonnenschein, da wird’s auch schon mal hacken.‘‘

,,Leider ja‘‘, musste ich eingestehen. Aber weil der Herr Jesus bei uns ist, kommt so etwas immer wieder in Ordnung. Er vergibt und hilft.‘‘

 ,,Und wie soll das gehen?‘‘, wollte er wissen.

,,Da will ich Ihnen eine Geschichte von meinem Großvater erzählen. Der hatte auch mal einen Streit mit seiner Frau. Schließlich schlug er die Türe zu und ging. Sie blieb schmollend zurück. Aber nach ein paar Minuten kam der Großvater wieder herein und sagte:

,,Uns beide hat der Herr zusammengefügt. Und wenn ich dich schon haben soll, dann will ich dich auch gern haben‘‘. Damit gab er ihr einen Kuss. Sehen Sie, in dieser Ehe war die Liebe Jesu der Maßstab. Der Herr Jesus lebte nie für sich selbst, sondern für die Menschen, die IHM begegneten. Und ER ließ sich nie erbittern. 

Und wenn die Großeltern an IHN dachten und daran, dass ER am Kreuz für sie gestorben war, dann fanden sie auch wieder zueinander. 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 30.7.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

So hütet euch in eurem Geist, und handle nicht treulos gegen die Frau deiner Jugend!   Maleachi 2,15

 

Alles Reden Gottes einfach vergessen

 

Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann und, wie es schien, glücklich verheiratet. Seine Frau ahnte nicht, dass er es mit der ehelichen Treue oft nicht so genau nahm. Das brächte der Beruf eben mit sich, redete er sich ein, das machten ja alle. - Wirklich?

 

Früher hatte der Mann guten Kontakt zu gläubigen Christen gehabt. Er wusste, dass Ehebruch Sünde ist. Aber er dachte sich, Gott wäre mit „wichtigeren“ Dingen beschäftigt als mit seinen „kleinen Unregelmäßigkeiten“.

 

Doch dann musste er plötzlich ins Krankenhaus.

Ein Magengeschwür war geplatzt … Da schlug ihm das Gewissen, und er fürchtete sich vor dem Sterben. Die Krankenschwester, die ihn betreute, war eine gläubige Diakonisse. Sie wollte ihn trösten und betete mit ihm. Einem Bekannten, der ihn besuchte, erzählte er später: „Das war sonderbar, als die Schwester mit mir betete. Ich hatte das Gefühl, als ob Gott selbst im Zimmer gewesen wäre. Und die Schwester redete mit Gott, als ob sie zu Ihm in einem besonderen Vertrauensverhältnis stände.“

 

Die Operation glückte, und wider Erwarten erholte sich der Patient gut.

Noch einmal kam die Diakonisse und sprach ein Dankgebet.

Sein Herz wurde davon berührt, aber nur für kurze Zeit.

Je mehr seine Genesung fortschritt, desto mehr verflogen auch die ernsten Eindrücke. Bald war er wieder ganz der Alte - die früheren „Bekanntschaften“ tauchten wieder auf; alles Reden Gottes schien vergessen.

 

Ob es noch zur Umkehr in seinem Leben kam, wissen wir nicht.

 

 

„Der HERR ist langsam zum Zorn und groß an Güte, der Ungerechtigkeit und Übertretung vergibt - aber keineswegs hält er für schuldlos den Schuldigen.“ 4. Mose 14,18

aktualisiert 19.09.2020                                    

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E H E

„Deswegen wird ein Mensch den Vater und die Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein“ (Epheser 5,31).

Wenn eine Ehe geschlossen wird, dann werden Mann und Frau ein Fleisch. Diese Einheit im Alltag umzusetzen, ist aber gar nicht so einfach, denn in jeder Ehe verbinden sich zwei Menschen, die von Natur aus Egoisten sind. Aber wenn der Herr Jesus im Mittelpunkt steht, dann kann die Einheit der Eheleute im Alltag wirklich gelebt werden.

Man kann diese Überlegung gut anhand des Wörtchens EHE illustrieren. E-H-E heißt: Links eine Egoistin, rechts ein Egoist und in der Mitte der Herr.

Wenn der Herr der Mittelpunkt ist, dann führt man eine Ehe nach den Gedanken Gottes. Diese Ehe ist zur Ehre des Herrn und steht unter seinem Segen.

Ist in eurer Ehe der Herr der Mittelpunkt? Betet ihr gemeinsam zu ihm? Redet ihr zusammen über ihn? Erwartet ihr ihn aus dem Himmel?

Gerrid Setzer

https://www.bibelstudium.de/articles/2611/ehe.html


Die Ehe - eine Gabe Gottes

Für die gläubige Ehefrau - von Angelique Katzenberger, Sizilien

Römer 6,23

Denn der Tod ist der Sünde Sold, aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserem HERRN.

 

Wir sind eine Frau in Christus und haben einen ungläubigen Ehemann, nun diesen haben wir geheiratet ohne Gott zu fragen. Es bedeutet aber nicht, dass wir diesen verlassen dürfen, nur weil er ungläubig ist. Bedenken wir, Jesus Christus war schon immer da und hat uns gerufen, obwohl wir ungläubig waren, er hat uns auch nicht verlassen, darum so auch jetzt. Wenn der HERR will, wird ER nun unseren Ehemann zu sich ziehen durch sein Leben in uns.  Zuerst will der HERR uns verändern, das haben wir gerade in der Ehe sehr nötig. Alles ist anders als Frau in Christus. Vor allen Dingen sehe deinen Ehemann als einen Verlorenen, den nur einer retten kann: Jesus Christus. Darum dürfen wir nicht dagegen wehren, indem wir selbst versuchen, ihn zum Herrn zu bringen, dies gelingt nicht, es führt eher noch dazu, dass er flüchtet und sich ganz verhärtet.

Dem gläubigen Ehemann dürfen wir nicht im Wege stehen und auch wehren. Er soll vom HERRN geführt seine Aufgabe als Mann  vollziehen, wie dieser es will. Wenn wir nun dagegen halten, bekämpfen wir nicht den Mann, sondern Jesus Christus steht uns gegenüber, werden wir da nicht ganz schnell klein? Lassen wir den Mann zum richtigen Mann in Jesus Christus werden, das ist ein großer Segen, wenn man behütet und sich versorgt wissen darf. Haben wir uns nicht früher darüber aufgeregt, wenn wir uns um alles kümmern mussten, was eigentlich Dinge des Mannes sind? Und nun, sind wir wieder nicht zufrieden!

 

Epheser 2,8

Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.

Bei der Wiedergeburt haben wir alles erhalten an Gaben, um die Ehe so zu führen, wie der Herr es will. Oh wie versuchen wir aus uns alles möglich zu machen, denke daran du bist tot. Tote tun nichts mehr, außer ruhen, dies kann man nun auch. Wir wollen immer gerne an den anderen Menschen anfangen zu arbeiten, als bei uns selbst, da ist noch viel altes Fleisch. Somit ist es nicht aus Glauben geschehen, wir haben unseren Arm zum Werkzeug gemacht.

Auch die gläubigen Ehepartner schauen mehr auf den anderen als in sich selbst. Jeder steht und fällt seinem HERRN, darum muss die persönliche Gemeinschaft zu Jesus Christus als Erstes gestärkt werden. Kleinmut, Angst, Angriffe, Anfechtungen, dies erniedrigt, aber ER hat uns immer hindurchgetragen. Je tiefer wir sinken, umso mehr dürfen wir seine Gnade, Liebe erleben und so wächst die Hoffnung und Sehnsucht auf den Tag, nach Hause zu kommen, zum Vater im Himmel, in inniger Gemeinschaft.

 

Epheser 3,7

dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe aus der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben ist.

Wir wünschen uns sehr oft, wenn es Probleme gibt, dass wir mehr Kraft und Geduld und noch so einiges mehr bekommen vom HERRN. Warum, damit es für uns leichter wird?  Damit der Ehemann in seine Schranken verwiesen wird? Ja wir hätten Vieles gerne.

Es ist Gott wichtiger, mich zu ändern und sein Wesen sichtbar zu machen, als irgendwelche Probleme, die ich mit dem Ehemann habe, zu lösen. Gerade der Tod Jesu Christi hat Kraft genug, meinen natürlichen Egoismus zu besiegen. Dies muss auch geschehen, damit wir hilflos werden wie ein Kind und angewiesen sind auf jegliche Hilfe. 

Durch die Kraft des Heiligen Geistes hat Gott es so gegeben, dass ich alles tun kann, was er mir auferlegt. Das Wichtigste ist, wir können daraus immer dem anderen vergeben, durch IHN andere lieben, aus allen Lagen dafür Jesus Christus danken. Gnade um Gnade dürfen wir schöpfen.

 

1.Korinther 7,7

Ich wollte aber lieber, alle Menschen wären wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so. 

Darum müssen wir uns einzig und allein an Jesus Christus wenden. Jeder einzelne Gläubige geht seinen persönlichen Weg mit verschiedenen Gaben von Gott gegeben, darum gibt es keine persönliche Seelsorge, um Menschen zu helfen in der Ehe. Nur jeder echte Christ soll so leben, dass Jesus Christus aus ihm heraus scheint und darin wachsen, so wie Jesus Christus uns haben will. Für IHN sind wir alle nur Schafe und Er ist der Hirte. So brauchen wir uns nie vergleichen mit anderen Menschen. Der HERR führt alle so, dass wir gleich gesinnt werden, wie ER ist. Die Einheit muss in Christus sein, nicht unter den Menschen, ein Leib, ein Tempel in Jesus Christus. Dies ist die Vorbereitung, wenn Jesus Christus Seine Brautgemeinde holt, sie sollte vorbereitet, zubereitet, bereit sein mit gewaschenem weißen Kleid durch Jesu Blut, darum ist dies die größte Gabe Gottes, eine Ehe führen zu dürfen, um vorbereitet zu werden.

 

Epheser 5,2

und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebt und sich selbst dargegeben uns als Gabe und  Opfer, Gott zu einem süßlichen Geruch. 

So ist es uns als Frau in Christus möglich, aus Seiner Liebe auch den noch so schwierigsten Ehemann so zu lieben, wie der HERR aus mir wirken kann. Denn es geht um Seine Verherrlichung, und dies ist meist aus dem Leid, was wir erfahren dürfen, am größten zu erleben. Das gehört als Gabe für uns Frauen, wir bringen unter Wehen die Kinder zur Welt, dies ist Schmerz, wenn sie größer werden, bringen sie uns oft viel Leid durch Irrwege, die sie begehen können.

Dies gehört zum Leben eines jeden echten Christen, man kann nicht mit Gott leben, ohne zu leiden, dies Leid wird im Vergleich zur Ewigkeit nur kurze Zeit sein. Darum dürfen wir uns täglich dahingeben als Opfergabe: Hier bin ich HERR, mach du mit mir, was du willst. Dies mit ganzem ehrlichen Herzen, so ist dies Gott ein Wohlgeruch, bessser als tausend schön gesprochene Worte. Worte sind schnell dahin im Wind, aber die Hingabe ist aus Jesus Christus geschehen, Er hat sich zuerst hingegeben für uns. So ist dies das Wenigste an Gabe, die wir Gott als Dank bringen können. 

 

                                        Dazu brauchen wir Jesus Christus, aus Gnade täglich, geben wir uns IHM hin.


Wie du mir, so ich dir

(aus dem Andachtsbuch "Stille Zeit zu zweit" - Tag: 21. März 
Das Andachtsbuch für Ehepaare - Dennis & Barbara Rainey)

 

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin,

dass Christus für uns gestorben ist,

als wir noch Sünder waren - Römer 5,8

 

Wenn zwei Menschen heiraten, gehen sie mit bestimmten Erwartungen an die Beziehung. Oft haben sie die unausgesprochene Vorstellung: "Mein Partner muss mir entgegenkommen." Sie verhalten sich nach dem Sprichwort "Wie du mir, so ich dir". Wenn beide entsprechend funktionieren, werden sich die anderen Familienmitglieder genau so verhalten.

 

Voraussetzung für diese Lebensweise ist, dass jeder seinen Aufgaben nachkommt. Dieses Konzept klingt logisch. Wenn man sich aber danach richtet, bleiben Enttäuschungen nicht aus.

 

Unter anderem bringt es mit sich, dass man nur das bekommt, was man sich durch eigene Leistungen verdient hat. Wir wachen aufmerksamer darüber, was der andere gibt, als über unsere eigenen Taten. Man wartet mit Liebesbeweisen, bis der andere unsere Erwartungen erfüllt. Da es bei einem so berechnenden Verhalten immer subjektiv zugeht, ist unsere Motivation ausschließlich auf Gefühle gegründet.

 

Wie kann man auch berechnen, ob ein Mensch uns auf halbem Wege entgegengekommen ist? Thomas Fuller sagte dazu: "Jedes Pferd glaubt, sein Gepäck sei am schwersten."

 

Am Anfang unserer Ehe haben wir dieses Verfahren auch ausprobiert. Ich ging nur dann liebevoll mit Barbara um, wenn ich fand, dass sie es sich mit gründlicher Hausarbeit verdient hatte. Barbara brachte nur dann Zärtlichkeit und Lob auf, wenn ich pünktlich nach Hause kam, mit den Reparaturen im Haus nicht im Rückstand war und fleißig im Garten arbeitete.

 

Ganz anders ist die Art von Liebe, die Gott uns erweist. Man könnte es so formulieren: Egal, was wir tun - Er gibt uns alles. Wie der obige Bibelvers zeigt, schenkt er uns auch dann Liebe, wenn wir sie nicht verdienen.

 

Auch Ehepaare sollten sich lieber an dieses Vorbild halten. Das heißt: Jeder gibt seine ganze Liebe, egal, was der andere an "Gegenleistung" bringt.

 

Gebetstip:

Beten Sie darum, dass Gottes Art, unverdiente Geschenke zu machen, sich auf das Wesen aller Familienmitglieder auswirkt.


Stille Zeit zu zweit

Das Andachtsbuch für Ehepaare

von Dennis & Barbara Rainey

 

Dieses Buch will Ihnen dabei helfen, jeden Tag einen besonderen Aspekt Ihrer Ehe, Ihrer Familie und Ihres Glaubens zusammen zu betrachten und um Gottes Führung und Rat zu bitten. In den täglichen Andachten geht es um Erziehungsprobleme, Streitigkeiten, Eltern-Ängste, Verantwortung und Dankbarkeit - lauter Themen, die Sie als Ehepaar und Eltern bewegen.

Das macht die ,,Stille Zeit zu zweit‘‘ zu einer Quelle biblischer Weisheit und wertvoller Impulse, die Sie durch den Tag begleiten und Ihre Beziehung bereichern können.

 

Einige Zitate daraus

·         ‘‘Bitten Sie Gott um Weisheit, wie Sie Ihrem Partner sensibel helfen 
  und einander zuhören können‘‘

·         ‘‘Was man braucht, ist die Entschlossenheit den Anfang zu machen!‘‘

·         ‘‘Darum geht es in einer Ehe: Zwei Menschen sind einander so sehr verbunden, 
  dass sie einander so annehmen, wie sie wirklich sind!‘‘

·         ‘‘Wahre Männer mit Charakter tun etwas, sie übernehmen Verantwortung!‘‘

·         ‘‘Bitten Sie Gott um Hilfe, für Christus zu leben und Ihrer Frau und 
  Ihren Kindern zu vermitteln, was bei Gott wirklich zählt!‘‘

 

 

Eine Bemerkung von uns

Ein Buch, das es wert ist, in die tägliche Stille Zeit mit einzuplanen!

Es bereichert den Ehe- und Familienalltag durch das Erkennen ‘‘wer ich als Ehepartner wirklich bin‘‘ und ermutigt, vor Gott hinzutreten und um Hilfe für Ihre Aufgaben als Ehepartner und Eltern zu bitten!

 

Eine finanzielle Ausgabe, die hundertfach zurückkommt! Es lohnt, dieses Buch zu erwerben.

 

 

Der Herr Jesus segne Ihre Ehe!

Walter Ertl


"Durch die Ehe seid ihr verantwortlich in die Welt und in die Gemeinschaft der Menschen hineingestellt; eure Liebe gehört euch allein und persönlich, die Ehe ist etwas Überpersönliches. Ehe ist mehr als Liebe zueinander. Sie hat höhere Würde und Gewalt. Denn sie ist Gottes heilige Stiftung, durch die er die Menschen bis ans Ende der Tage erhalten will."
Dietrich Bonhoeffer
deutscher evangelischer Theologe
04.02.1906 - 09.04.1945

Ein Leben im Segen

unter der Führung des Geistes Gottes

von Karl Zimmermann

Ein Schläfer weiß nicht, dass er schläft

Das Fundament dieser Botschaft finden wir in 1. Johannes 1,5-10; 2,1:

„Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

Meine Kindlein, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.“

Das Zeugnis des Glaubens, in einer Predigt oder einem persönlichen Gespräch, hat auch nur dann geistliche Frucht, wenn der Inhalt der Verse 5 und 6 das Fundament ist, wo es heißt:

„Und das ist die Botschaft, die wir von IHM gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.“

Allein diese Botschaft von Jesus Christus trägt das Heil Gottes in sich.

Nur durch dieses vollkommene Heil können Menschen zum Glauben kommen, um hier auf Erden und in Ewigkeit in dem göttlichen Licht leben zu dürfen. Jesus Christus ist die allein heilbringende Botschaft. Mehr brauchen wir nicht. Mehr haben wir nicht als Zeugnis. Und es ist allein der Geist Gottes, der mittels dieser Botschaft in dem Herzen des Hörers wirken kann. Alles andere ist wirkungsloses Beiwerk, was nur den Kopf des Hörers erreicht. Die ganzen unbiblischen Entwicklungen mit den werbenden Aktionen sind unter dem Stichwort „Gemeinde-wachstumsmission“ nach dem letzten Krieg von Amerika zu uns herübergekommen. Wer heute mit offenen Augen sieht, was daraus gewachsen ist und wie sich die Gemeindearbeit verändert hat, gespalten und zerstritten ist, der versteht, dass viele ältere treue Geschwister daran zerbrechen und sich zurückziehen.

Die Schuld liegt an der heutigen falschen Erkenntnis, als sei die „Gemeinde“ oder „Versammlung“ der Ort, an dem man wie an einer Quelle das Wasser des Lebens trinken könnte. Doch eine geistliche Zusammenkunft hat nur so viel Kraft, wie der einzelne Wiedergeborene durch sein geistliches Leben und Wesen dem, der sich mit ihm versammelt, entgegen trägt. Darum ist es um der Wahrheit willen wichtig, dass wir uns durch das Wort Gottes durchleuchten und wenn nötig verändern lassen.

Wir sollten uns selbst durch Gottes Wort einmal in Frage stellen. Genau dahin führt uns der Geist Gottes, wenn wir gewillt sind, unserem Herrn Jesus Christus zu folgen und für Ihn Zeugnis abzulegen.

Ich möchte an einem Beispiel deutlich machen, dass es
gerade für unser Thema, wo es um die Führung durch den Geist Gottes geht, von größter Wichtigkeit ist zu wissen, auf welche Weise uns der Heilige Geist Seine Hilfe für unser Leben und unser Wirken vermitteln will. Dabei kommen uns die alttestamentlichen Berichte sehr zur Hilfe, in denen Gott der Herr uns zeigt, wie Er Sein Volk oft durch Einzelne lenkt, führt und Hilfe bringt.

In Psalm 36,2-5  lesen wir von der Not eines Mannes, der sich vor Gott verantwortlich fühlt. Er glaubt, dass da ein falscher Bruder am Werk ist, der die geistliche Gemeinschaft stören will. Er ist so mit sich selbst beschäftigt, dass er glaubt, ein anderer sei für die Fehler und vorhandenen Streitigkeiten verantwortlich.

„Dieser Frevler wird von der Sünde beherrscht. Ich kann es mir nicht anders erklären. Ihm fehlt die Achtung vor Gott. Seine Worte werden von anderen umschmeichelt und das erkennt er nicht als Sünde. Er gerät dadurch vor Gott in Schuld. Statt Frieden erzeugt er Streit. Statt verständig zu sein, handelt er nicht gut. Er sinnt auf seinem Lager nur Bosheit, wobei er eine falsche Beeinflussung nicht verabscheut.“

Diesem Mann fällt hier auf, dass die Achtung vor Gott und die innerliche Beziehung zu Gott in seiner Gemeinschaft mehr und mehr abnimmt. Er leidet darunter und klagt darüber und möchte das gerne ändern. Aber er weiß nicht wie – und warum das überhaupt so ist.

Wer kennt solche Nöte in der Gemeinde oder in der eigenen Familie oder bei sich selbst nicht?

Dieser Mann hier versucht durch Gottesworte zur Ordnung und zum Frieden zu rufen. Er hat alles versucht. Er hat in Gottes Wort Hilfe gesucht. Er hat gebetet. Es hat nichts genutzt. Er ist mutlos geworden. Wer das kennt, der weiß, dass man irgendwie versucht, darüber zur Ruhe zu kommen. Man ist völlig ratlos. Diesen Zustand treffen wir heute nicht nur in Gemeinden an, sondern auch in Familien. Ein Einzelner kann dabei zugrunde gehen. Man wird müde, und das hat Folgen. Man erlahmt und zieht sich zurück.

Ich ahne, dass Sie diese Feststellung nicht gerne bejahen werden. Aber man kennt Gemeinden, Familien und Gläubige, vor allem kraftlos gewordene Brüder, bei denen dann so etwas wie eine Müdigkeit in ihrem Glaubensleben um sich greift. Es fehlt zuletzt der Wille, immer und immer wieder das Problem anzusprechen, um Frieden zu stiften, weil sich nichts zum Guten hin verändert.

Unser Mann hier geht daran zugrunde. Er redet zwar immer noch von seinem Herrn, weil er das als seine Aufgabe sieht. Aber sein Herz und sein Gemüt sind müde geworden. Wir vergessen sehr leicht: Ein Schläfer weiß nicht, dass er schläft! Er ist in sich selbst versunken.

Erstaunlicherweise treffen wir ihn in dem vorausgehenden
35. Kapitel nach außen hin immer noch als einen sehr frommen Mann an. Er glaubt, sein persönliches Leben für Gott sehr ernst zu nehmen. So sieht er das zumindest. Aber, er ist enttäuscht, weil niemand auf seine Botschaft und seine gut gemeinten Worte eingeht. Er möchte so gerne die Menschen um sich herum von Gottes Liebe und Erbarmen überzeugen. Aber es tut sich nichts. Er ruft, er wirbt für Gott, aber alles ist nutzlos. Er klagt Gott sein ganzes Leid, dass die Mühe, die er für Ihn auf sich genommen hat, nicht fruchtet. Er ist fragend und weiß nicht, wie das kommt. Er ist in seinem Glaubensleben ratlos geworden.

Kennen wir so etwas auch?

So etwas gibt es auch in unseren Gemeinden, Versammlungen, in unseren Familien, auch in unserem persönlichen Glaubens-leben.

Der Mann hier hat alles versucht, eine Änderung herbeizuführen. Im 35. Kapitel teilt er mit, welche Vorstellungen, welche Erkenntnisse er hat, welche Ratschläge er selbst Gott im Gebet schon gemacht hat. Er meint, wenn Gott nach seinen Ratschlägen eingegriffen hätte, dann wäre alles anders geworden.

Erkennen wir uns in diesen Gedanken wieder?

Dieser für Gott eifernde Mann sieht und weiß nicht, dass er Gott in seinem eigenen Leben, dort, wo Gott Seinen Platz haben möchte, mit seiner falschen Frömmigkeit im Wege steht. Er erkennt seinen eigenen Zustand nicht mehr. Er ruht und schläft und weiß es selbst nicht!

Im Verlauf von 33 Versen hören wir 42-mal: ich, mein, mir, mich! Er lebt in einer falschen Aktivität für Gott. In seinen Gedanken heißt es immer wieder:

Ø  „Meine Erkenntnis ist die richtige.“

Ø  Mir hat der Herr den richtigen Weg gewiesen.“

Ø  „Mich hat der Herr mit den richtigen Gaben beschenkt, aber es hört niemand mehr auf mich.“

Hier müssen wir unsere eigenen Gedanken jetzt im Zaume haben, weil wir schnell jemanden finden, den wir damit vergleichen. Nein, nein, wir, ich und du sind hier angesprochen!

Wir können selbst manchmal blinde Blindenführer sein! Wir können geistlich fest schlafen, obwohl wir nach außen hin ein sehr frommes Leben führen. So kann kein Wachwerden, keine Änderung eintreten. Was hier der Wahrheit im Wege steht, nennt die Heilige Schrift Sünde! Sie ist zwar nicht für jedermann offenbar, aber Gott der Herr, der ins Verborgene sieht, will und wird hier nicht helfen.

Kennen wir einen solchen Zustand in unserem eigenen Leben? Sünde hat viele Gesichter. Besserwissen kann Sünde sein. Beleidigt sein, wenn andere unsere Meinung nicht verstehen wollen. Hier müsste unsere Demut in die Schule genommen werden. Nicht Demut mit einem falschen lächelnden Gesicht, sondern wirklicher Mut, etwas einzusehen, was wir bisher zurückhielten, versteckten, vielleicht unbewusst. Schliefen wir, oder noch?

Aber die Weisheit Gottes will uns durch die Führung und Hilfe des Heiligen Geistes in Herz und Gedanken belehren. Ein hoffnungsvolles Wachsen des geistlichen Lebens gewinnen wir nicht durch Studieren, sondern durch betendes Suchen in Gottes Wort, durch Stille und die Fähigkeit, warten zu können. Der Heilige Geist will uns lehren, Seine Sprache in Herz und Gedanken zu verstehen und dadurch unser Leben zu ändern.

Das Wort Gottes hat einen tiefen Inhalt. Das sollte uns anregen zum Stillewerden, zum Beten und zum Warten auf die Antwort des Herrn, die Er uns für unsere Gedanken zubereitet und in Herz und Sinn verständlich vermitteln will.

Manchmal dauert es lange, bis uns der Herr durch den Heiligen Geist Seine Antwort gibt. Das liegt daran, dass wir oft so unverständig sind. Der Herr macht sich viel Mühe, uns eine Antwort oder einen Rat zu geben. Gott lehrt uns in Geduld, Seinen Willen anzunehmen und den anders denkenden Bruder und die anders denkende Schwester dennoch zu lieben. Sympathie kann Sünde sein! Wir kommen in den Gottesdienst oder gehen nach Hause. Vor uns steht jemand, der nicht auf unserer geistlichen Linie ist. Im Vorbeigehen geben wir ihm die Hand. Nicht weit davon entfernt steht ein anderer, der unserer Erkenntnis ist. Ihm geben wir freundlich die Hand.

Das ist Sünde! Das ist Schlafzustand. Liebe wäre hier gefordert, zu beiden, aber unser Sinn entscheidet oft nach Sympathie. Es ist nicht die Sünde, die nach außen hin sehr auffällt, vielmehr
hat sie ihre Wohnung in unserem Inneren. Ein Mensch kann sie dort nicht sehen. Aber sie wirft Schatten in unser Herz. Das ist
in Wirklichkeit verborgene Sünde. Wir schlafen! Vielleicht verteidigen wir auch unseren Schlaf noch mit guten Argumenten, wie uns das der Psalmist hier schildert. Wir lesen in Kap. 35,17, dass dieser Mann hier sagt:

„Herr, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele.“

Er gibt Gott die Schuld, dass niemand sein Zeugnis annimmt. Soweit kann es auch mit uns kommen.

Und dann greift er hier vor Gottes Angesicht zu Worten, die einem die Sprache verschlagen. Er ruft nach Vers 23 Gott zu:

„Erwecke DICH und wache auf, zu meinem Recht und meine Sache zu führen, mein Gott und mein Herr.“

Er hält Gott vor, dass Gott es selbst ist, der hier schläft. In seinen Gedanken und seinem Herzen heißt es: Ich habe alles getan. Das Letzte an Glauben, an Willen, an Zeugnis, an Kräften habe ich doch für Dich, o Gott, eingesetzt. Aber Du, Gott, schweigst.

Ist nicht auch in uns oft ein Anflug von kritischer Frage an den Herrn?

Aber der Herr antwortet dann nicht. Der Herr will hier nicht antworten. So können wir vor dem heiligen und gerechten Gott nicht erscheinen. Nicht, weil es Gott an Liebe fehlt, sondern weil wir Ihn auf diese Weise zu uns herunterziehen und Ihn in Seiner Majestät nicht mehr erkennen. So wird Gott weder hören noch helfen. So kann ein Wachwerden, eine Erweckung, nicht geschehen.

Wenn wir wissen wollen, wie unser Gott über solch einen Zustand denkt und wie Er gewillt ist, hier durch Seinen Heiligen Geist trotz solch einer falschen Gesinnung zu helfen, dann müssen wir die kommenden Worte einmal im Zusammenhang lesen. In Kapitel 36 und 37 fällt auf, wie dieser Mann durch Gottes Liebe und geduldige Führung tatsächlich eine innere Veränderung erlebt, die sein ganzes Leben und Denken umwandelt.

Solche eine Hilfe hat Gott auch für uns bereit, wenn wir ähnlich ratlose und zermürbende Zeiten durchleben. Nur – wir müssen dann, wie unser Mann hier, einen Weg gehen, den uns der Herr durch den Heiligen Geist innerlich und äußerlich führt. Dann – greift Gott ein. Wir wissen nicht, was durch Gottes Hilfe in dem Herzen dieses klagenden Mannes geschehen ist. Wir lesen nicht, wie Gott ihm begegnet ist. Aber der Geist Gottes hat ihn sicherlich in sein eigenes Herz und seine Gedanken sehen lassen. Und wer gibt das schon in der Öffentlichkeit preis?

Wenn wir den Schluss von Kapitel 35 lesen, merken wir an seinen Worten, dass in seinem Inneren etwas Ungeahntes geschehen sein muss. Es ist in dem Mann etwas zerbrochen und bereinigt worden.

Kennen auch wir solche verändernden Zustände?

Unser Psalmist schildert das so, wie wenn ihm der Herr gesagt hätte: „Hier hat sich jemand gegenüber seinem Gott verstiegen. Die Ohren und Augen sind für die Wahrheit und Wirklichkeit verschlossen. So, wie er jetzt ist, kann er weder hören noch sehen.“

Wahrscheinlich ist der Mann bei diesen Gedanken erschreckt. Denn ab dem 25. Vers ist bei ihm ein Suchen zu beobachten. Er hat etwas erlebt. Seine Worte haben jetzt einen aufgeweckten Ton. Er bittet jetzt:

„Herr, mein Gott, richte mich nach deiner Gerechtigkeit!“

Das heißt doch, er hat etwas erkennen müssen:

Ø  Nicht mein Gott muss gerichtet werden, sondern ich!

Ø  Nicht mein Herr sieht die Dinge falsch, sondern ich!

Ø  Nicht mein Gott muss geweckt werden, sondern ich!

Er ahnt jetzt: Ich bin der, der in Wirklichkeit in der Dunkelheit lebt. Hier kann mir nur einer Licht schenken, mein Gott! Und er neigt sich demütig vor seinem Gott und sagt:

Der Herr sei hochgelobt, der seinem Knecht so wohl will.“ (35,27).

Jetzt ist der Augenblick gekommen. Jetzt weckt ihn der Herr auf und schenkt ihm Licht von oben in sein dunkles Herz. Gott der Herr lässt ihn nun wach werden, Erweckung erleben.

Nachdem wir 42-mal „Ich, mein, mir, mich“ fordernd und anklagend zu Gott vernommen haben, kommen plötzlich aus dem Herzen dieses Mannes völlig andere Worte. Sie zeigen uns, dass hier ein Wachgewordener spricht. Der Herr hat sich ihm innerlich durch den Heiligen Geist offenbart, und nun kommt der Ruf aus seinem Herzen zu Gott: „DU, mein Herr!“ Man spürt ihm ab, hier ist nicht nur Er-lösung geschehen, sondern auch Los-lösung, von sich selbst. Unser Mann ist so aufgeweckt, dass er in seinem Herzen die ganze Gottesfülle empfindet. Er ruft in Kapitel 36, Vers 6:

„Herr, deine Güte reicht so weit, soweit der Himmel ist!“

Wir sehen immer nur ein Stück von unserem Himmel, immer nur bis zum Horizont. Unser Mann darf nun innerlich weitersehen, und er fährt mit den Worten fort und sagt: „…soweit die Wolken gehen!“ Es ist etwas in seinem Herzen geschehen. Der Geist Gottes hat ihm seine Sünde aufgedeckt.

Auch uns kann der Heilige Geist die Augen dafür öffnen, dass wir sehen, wer wir wirklich sind. Er deckt Sünden auf, angefangen in unseren Ehen, Familien, Gemeinden und in unserer Umgebung. Wer alles, auch Gutgemeintes, Ihm offenbart und zu der Quelle des Lebens, zu Jesus Christus hineilt, den stellt der Geist Gottes in solch ein untrügliches Licht.

In diesem Seinem Licht sehen wir uns dann, wie wir wirklich sind.

Das alles geht nicht ohne tiefe Sündenerkenntnis vor sich, denn die Liebe unseres Heilandes will alles aufdecken, reinigen und heiligen. Das Stellen in dieses Licht, in diese Klarheit Jesu, das ist die Aufgabe des Heiligen Geistes. Er überführt uns von den versteckten Sünden und stellt uns mit unserem wund-gewordenen Herzen vor diesen gekreuzigten und aufer-standenen Herrn und Heiland. Dieser Herr Jesus Christus, die Quelle des lebendigen Lebens, bringt uns zurecht und heilt uns von unseren Sünden. Er öffnet uns den Zutritt zu dem Herzen des Vaters, der unsere Sehnsucht stillt:

„In dieser wirren, wilden Welt, tief im Herzen Frieden und Ruhe in Gott zu haben.“ Das heißt: Im Strom Seines Segens zu stehen.“ Jetzt spricht das Herz des Psalmisten anders. Hier hören wir Worte, die nur ein Heilgewordener sagen kann:

„Bei Dir ist die Quelle des Lebens.“ (Kap. 36,10).

Nun fließen Ströme des Segens.

Das ist Wachwerden, Erweckung, und nur so kann sie geschehen! Und als solch ein demütig gewordener, geheilter Mensch hat Gott ihn nun wieder in Seine Nähe gezogen. Hier und jetzt erfährt er, wonach er sich sehnte:

Ø  Glauben, der erleben lässt, was Gottes Wort verheißt.

Ø  Hoffnung, die sehen lässt, was der Verstand nicht packt.

Ø  Liebe, die Kraft schenkt, den neuen Weg zu gehen.

Wer nun den 37. Psalm einmal liest, wird sich fragen müssen: Kann ich das auch so sagen? Habe ich das je so erlebt? Es fällt da auf, dass der Begnadete nach dieser Erweckung anders denkt, anders redet und anders lebt. Das heißt:

Die Gnade Gottes hat ihn neu gemacht!

Damit nicht genug. Er erzählt uns, was wir in der Unmittelbarkeit Gottes erleben dürfen. Er sagt in Kapitel 36,9:

„Sie werden trunken von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkest sie mit Wonne wie mit einem Strom.“

Doch, was Gott der Herr durch dieses Wachrufen bewirken will, geht viel tiefer. Gott, der Vater, bittet Seine Kinder, unmittelbar Seine Nähe aufzusuchen. Schon im Alten Testament ruft Er auf, mit Ihm Kontakt aufzunehmen. Wir lesen in Jeremia 7,1-2, dass Er Seine Boten mit dem Aufruf ins Land aussendet, sich zu reinigen, um anbeten zu können. Es heißt dort:

„Tritt ins Tor zum Hause des Herrn und predige dies Wort und sprich: Höret des Herrn Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingeht, den Herrn anzubeten.“

Doch anbeten? Was ist das? Welche Bedeutung hat das? Mit diesem Gott, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, reden können, geht das denn? Jesus erklärt uns das in Johannes 4,24. Er sagt dort zu der Samariterin:

„Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Es geht also nicht ohne den Heiligen Geist? Nein!

Wir haben darüber gesprochen, dass Er der Überbringer der göttlichen Botschaft ist und nur dann Gott, dem Vater unsere Worte vermittelt, wenn diese der Wahrheit entsprechen (Johannes 4,24). Man kann nicht vor Gott treten und plappern wie die Heiden! Das wird Ihm durch Seinen Geist nicht übermittelt!

Schon im Alten Testament werden die, die zur Anbetung in den Tempel gehen, aufgerufen, ihr Herz darauf  zu richten, Gott mit reinem Gewissen zu begegnen (2. Chronika 30).

Das meint Jesus: rein im Geist und in Wahrheit!

Der Aufruf zur Anbetung Gottes in Ruhe und Stille, auch in der Gemeinschaft Seiner Kinder, hat seine Wichtigkeit nicht verloren. Wir brauchen nicht mehr in einen Tempel zu gehen. Zur Anbetung genügt ein Ort der Stille und der Ruhe, wo man durch den Heiligen Geist vor Gott dem Vater das Herz ausschütten kann, um Ihm Dank, Lob und Preis zu bringen. Aber es geht um mehr!

Unser Vater im Himmel wartet darauf, dass Seine Kinder zur Ruhe, zur Stille, zur Anbetung kommen. WARUM?

Der göttliche Sinn der Anbetung liegt sehr viel tiefer, als wir das heute verstehen.

Wenn wir den Hebräerbrief aufmerksam lesen, werden wir erkennen, dass man in vielen unserer Kreise schnell auf dem Wege ist, etwas Kostbares, was uns unser himmlischer Vater schenken will, im Lärm untergehen zu lassen. Der Schreiber des Hebräerbriefes macht uns darauf aufmerksam, warum Gott Seine Kinder zur Anbetung ruft. Er weist uns als erstes in
Kapitel 9 darauf hin, dass wir das Ziel der Anbetung Gottes verfehlen, wenn wir im Gebet vor Gott den Herrn treten und Ihm nur versprechen, die Satzungen der äußerlichen Frömmigkeit zu erfüllen. Da bleibt es in der Regel bei einem Glaubens-bekenntnis.

Der Hebräerschreiber sagt uns weiter, dass es nicht unsere Aufgabe ist, unserem Gott und Vater in der Anbetung etwas zu versprechen, zu geben und Ihm zu danken. Es geht um Tieferes! Der Anbeter hat hier die Gelegenheit, sich mit allem vor seinem Gott und Vater auszuschütten. Wer sich durch den Heiligen Geist bis dorthin hat führen lassen, der ahnt dann, was der Hebräerschreiber in Kapitel 12,9-10 sagt:

„Wenn unsere leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem geistlichen Vater, damit wir leben? Denn jene haben uns gezüchtigt für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserem Nutzen, damit wir an seiner Heiligkeit ANTEIL erlangen.“

Anbetung ist das unmittelbare Erleben der Nähe Gottes. Dazu müssen wir uns im Geist und in der Wahrheit vor Ihm öffnen, wie es uns Jesus in Johannes 4,24 mitteilt. Wir brauchen nicht mehr einen Tempel aufzusuchen. Zur Anbetung genügt für Gottes-kinder ein Ort der Stille und der Ruhe, wo man durch den Heiligen Geist vor Gott, dem Vater, das Herz ausschütten und Ihm alles überlassen kann, was unserer Führung bedarf. Wir geben uns Ihm hin, um noch mehr zu empfangen.

 

Wie heißt es in Hebräer 12,10:

„Damit wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen.“

Wer anbetet, wird von Gott, dem Herrn, mit Heiligkeit BESCHENKT!

Zu solchen Männern und Frauen, ob alt oder jung, will uns der Herr durch Sein Wort gestalten, wenn wir bereit sind, uns durch Seinen Heiligen Geist wecken zu lassen, damit wir die Wahrheit erkennen und sie bezeugen und ausleben. Dann werden wir als geistliche Brüder und Schwestern unsere Zusammenkünfte und Familien im Frieden beeinflussen, in Weisheit dienen und zum Segen anderer leben dürfen.

 


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