HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Fokus dieser Webseite liegt in der Weitergabe von bibeltreuen Predigten als MP3 oder Videobotschaft und wertvollen Textbeiträgen für den wiedergeborenen Christen, aber auch für alle, die noch auf der Suche nach dem rettenden Glauben an Jesus Christus unterwegs sind.  

 

Auf unserer START-Seite bringen wir im wöchentlichen Wechsel stets ausgesuchte besonders wertvolle Beiträge zu den verschiedensten biblischen Themen - Aktuelles, Gedankenanstöße, Geschichten, aber auch Grundlegendes zum Evangelium - möge es Ihnen auf Ihrem Weg mit dem Herrn Jesus Christus eine segensreiche Hilfe sein!



IMPULSE ZUR ZEITLAGE

Wasser kann niemals ersetzt werden!

 

Jes,55,1a Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser.

 

Wasser ist lebensnotwendig – das ist allgemein bekannt! Besonders in den Städten stöhnen nicht nur die Menschen; selbst die Natur sehnt sich nach Abkühlung und Regen. Der Mangel an gutem und sauberen Wasser ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Darum beobachten wir auch, dass es in vielen Städten der Erde Versuche gibt, mit dem Wasser Profite zu machen, die ganz eindeutig zu Lasten der Armen gehen. Gott lädt jeden ein, all ihr Durstigen, kommt doch zum Wasser des Lebens! Und Jesus Christus sagt in SEINEM Wort der Bibel, ‘‘Ich bin dieses lebendige Wasser, kommt ALLE her zu mir!‘‘

 

Joh.4,10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser.

 

Was meint Jesus mit dem ‘‘ewigen, lebendigen Wasser’‘? ER meint seinen Zuspruch: „Dir ist deine Schuld vergeben!“ ER meint die Kraft und die Geborgenheit, die mir zufließen aus seinem Wort und aus dem Gebet. ER meint die Gemeinschaft mit IHM. ER meint sich selbst! Wer Durst hat, ist eingeladen, dieses Wasser zu bekommen und zwar gratis! Das Wasser des Lebens meint den Glauben an Jesus Christus!

 

Offb.22,17b Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!

 

Wer an Jesus glaubt, im Bild gesprochen also von dem Wasser des Lebens trinkt, bekommt ewiges Leben. Dieses ewige Leben im Himmel wird in der Bibel als etwas ganz Wunderbares beschrieben! In der Ewigkeit bei IHM gibt es keine Ängste, keine Krankheiten und keinen Tod! Denn unser Schöpfer-Gott wird unmittelbar bei den Menschen sein! Denn der Himmel, die Ewigkeit im Vaterhaus hat unseren Herrn Jesus alles gekostet, was er hatte! Der Eintritt in den Himmel ist unbezahlbar teuer gewesen. Jesus Christus hat ihn mit SEINEM Leben am Kreuz auf Golgatha für uns ALLE bezahlt!

 

Jes.12,3 Und ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils.

 

In diesem Bibelvers ist vom Wasserschöpfen die Rede. Wir sind es heute ja gewohnt, dass wir einfach nur den Hahn drehen müssen, und schon fließt  Wasser. Jesus Christus hat diesen Satz aufgegriffen und den Menschen gesagt: ‘‘Ich gebe Euch lebendiges Wasser, das Euren Durst stillt‘‘. Dieses Wasser wird in Euch sprudeln wie eine Quelle, die in das ewige Leben fließt. Das lebendige Wasser ist Jesus Christus selbst, aber der Brunnen ist Gottes Wort, die Bibel. In ihr lernen wir Jesus Christus kennen und lieben! Lernt von mir, werdet meine Nachahmer! Du musst deinen Durst nicht selbst löschen. Das kannst du auch gar nicht.

 

Ich will und darf heute aus SEINER großen Liebe heraus leben, und ich will von ihr weitersagen, sie weitergeben an andere! Die gute Nachricht heute lautet: ‘‘Das Wasser, SEIN Wasser des ewigen Lebens ist umsonst, und jeder darf kommen, um seinen Lebensdurst zu stillen! Jesu Christi Einladung gilt für ALLE Menschen dieser Welt! „Wohlan alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser.“ ALLE wiedergeborenen Christen, Jünger Jesu, sind immer wieder unablässig auf die Versorgung des lebendigen Wassers, in Form von Gottes Wort, tagtäglich angewiesen! Wir, SEINE Jünger, dürfen dabei immer wieder erfahren und erleben: ‘‘In Jesus Christus ist das Wasser des Heils zu uns gekommen‘‘! Also auch DU und ich, ein jeder von uns ist hier gemeint und gefordert. Wir müssen nur zu dieser Quelle gehen!

Walter Ertl  

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Symptomlos infiziert!

 

Joh.11,4 Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht wird!

 

Symptomlos = Ohne erkennbare Krankheitszeichen! Eine Infektion ( lateinisch inficere = anstecken, vergiften ) oder Ansteckung! Nach dem Aus der Corona-Quarantäne kommt der FFP2-Maske eine weitere Rolle zu. Zwar dient sie nach wie vor allem zum Schutz, seit Montag ist sie aber auch Kennzeichnung, dass die Person möglicherweise symptomlos infiziert ist. Symptomlos ist nicht gleich ungefährlich. Die Gefahren durch den Kontakt mit symptomlosen Menschen sei praktisch ungefährlich. "Gesund" und "Symptomlos" wird auf eine Stufe gleich gesetzt! Also ein so genanntes heilloses Tohuwabohu! Ein heilloses Durcheinander! Keiner weiß was, wie, wo, dass überhaupt der Wahrheit entspricht, und was an den Haaren herbei gezogen wird! Wo ist Lüge und wo ist die Wahrheit geblieben? Die ganzen Ereignisse zeigen uns ganz deutlich auf, was uns als Gesellschaft trägt beziehungsweise nicht trägt! Meine Hilfe kommt vom Herrn! Ps.121,2

 

Dan.3,18 Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, daß wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast!

 

Hilflos ausgeliefert, da kann man nichts mehr machen! In vielen Momenten unseres Alltages spüren wir sehr oft und massiv die konkrete Bedrohung unseres Lebens. Bin auch ich hilflos ausgeliefert? Das tiefe und feste Bekenntnis dieser Männer zu unserem Vater-Gott möge auch in unser Leben hineinsprechen, so dass diese Worte des Vertrauens sozusagen vom Ohr ins Herz sickern! Das heißt ganz einfach erklärt: ‘‘Nicht mit

zu machen, was die Welt als scheinbare Lösung und Hilfe anbietet‘‘! Vorsicht vor der der eigenen Verblendung! Gottes Wort warnt an vielen Stellen in der Bibel! Die Bibel gibt ganz genau Auskunft, was zu tun ist und was zu unterlassen ist! Gottes Wort ist die Wahrheit, sie ist ein lebendiges Buch!

 

Röm.5,12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben.

 

Krankheit ist universell und überall. Männer, Frauen und Kinder erkranken und sterben. Krankheit tritt in jeder sozialen Schicht und in den unterschiedlichsten Formen auf. Krankheit dient dem Menschen als Erinnerungshilfe an den Tod. Krankheit führt dahin, ernsthaft über Gott, seine Seele und die zukünftige Welt nachzudenken. Krankheit hält uns auf dem Boden der Tatsachen und demütigt uns! Schließlich dient Krankheit dazu, meinen gelebten Glauben zu überprüfen, um zu testen, ob mein Bekenntnis, mein gelebtes Glaubensleben echt oder falsch ist! Krankheit verlangt von uns wiedergeborenen Christen, dass wir stets bereit sind, sie geduldig zu ertragen. Obwohl es nicht einfach ist! Zwischen Theorie und Praxis ist ein riesengroßer Unterschied! Krankheit lässt uns ALLE viel enger an unseren Herrn Jesus klammern, IHN inniger lieben, bewusster für IHN leben, IHM genauer nacheifern, IHN mutiger bekennen und IHM treuer und gehorsamer nachfolgen!

 

Wir können als wiedergeborene Christen vor den herannahenden Ereignissen natürlich geistlich kapitulieren. Gezwungen dazu sind wir aber nicht! Der machtvollste Ansatz aber liegt im Gebet. Das wissen wir als Kinder Gottes, aber auch all die gottlosen Menschen, die dem Glauben ansonsten eher fern stehen! Für heute aber spreche ich uns ALLEN zu; und auch in unserem konkreten Alltag gilt: „Gott kann mich aus jeder Gewalt und Krankheit erretten, wenn es SEIN Wille und Ratschluss ist!“ 

Walter Ertl  

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


aus Anlass der heutigen Predigt von Walter über das "Rettungsseil" hier noch ein altes Faltblatt vom heimgegangenen Bruder Bruno Neumann aus dem Jahr 2012

M. Ertl - 14.08.2022


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis. 2. Korinther 1,3

 

Ohne Regen kein Regenbogen

 

Es kann keinen Regenbogen geben, wenn es nicht regnet. So können wir auch gewisse Aspekte der Herrlichkeit und Gnade Gottes nicht sehen, wenn wir nicht notvolle Glaubensprüfungen erfahren haben. Wie wunderbar und unschätzbar die göttlichen Verheißungen sind, werden wir in vollem Umfang nur in der Not erfahren.

 

Eine junge Bekannte erzählte mir, dass sie in den Wochen, die sie im Krankenzimmer verbrachte, die Liebe Christi klarer und deutlicher erfahren habe als in all den Jahren ihres Lebens. Worte Gottes, die sie von Kindheit an gekannt hatte, leuchteten zum ersten Mal in einem Glanz auf, den sie vorher nicht gesehen hatte. Die Bibelworte gewannen an tiefer Bedeutung für sie, obwohl sie kein oberflächliches Leben geführt hatte. Vor ihrer Krankheit hatte es in ihrem Leben nie Wolken gegeben - alles war Gesundheit und Glück, und sie hatte die Farben des Regenbogens nicht gesehen. Dies gilt für alle göttlichen Tröstungen. Ihre Bedeutung können wir zwar nie ganz ergründen, aber wir verstehen mehr davon, wenn die Not kommt, in der sie Kraft geben sollen.

 

Eine Seligpreisung heißt: „Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“
(Matthäus 5,4)

 

Wir werden erst dann Trost erfahren, wenn wir trauern!

 

Jeder wiedergeborene Christ, der durch Leid gegangen ist, versteht dies!

 

Trau mir, denn ich bin mit dir, auch wenn du nichts verstehst.
Und ich will dich behüten auf allen deinen Wegen,
wo immer du auch gehst.

Ich will dich nicht verlassen, da kannst du sicher sein.
Mein Wort, das werd ich halten, mit Liebe dich umgeben.
Ich lass dich nicht allein.
 

G. W.


Vorsicht vor alten Verbindungen!

 

Lasst euch nicht verführen: Böser Verkehr verdirbt gute Sitten. (1. Korinther 15,33) 

 

Vorsicht vor alten Verbindungen!

 

Wenn ein Neubekehrter einen guten Anfang macht, wird er seinen Herrn bekennen und seine weltlichen Freundschaften nicht in alter Form beibehalten. Allerdings kommt es vor, dass die Ungläubigen den bisherigen geselligen Kontakt fortführen und den Gläubigen nicht loslassen wollen.

 

Später kann sich die Gefahr erneut auftun.

 

Wenn bei einem Gläubigen die Liebe zum Herrn erkaltet und sein Weg abwärtsführt, kann es geschehen, dass er zu Freundschaften und zu Aktivitäten zurückkehrt, die er nach seiner Bekeh­rung aufgegeben hatte. Manche hegen dabei den verhängnisvollen Gedanken, dass sie bei ungläubigen Freunden eher Gehör finden und sie allmählich zum Guten beeinflussen können, wenn sie geselligen Umgang mit ihnen pflegen.

 

Doch das ist ein großer Irrtum!

 

Wir werden sie nicht nach oben ziehen, sondern sie werden uns nach unten ziehen! Das bestätigt uns nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Heilige Schrift.

 

Josaphat war einer der gottesfürchtigsten und besten Könige Judas, Ahab hingegen der böseste König, den Israel je hatte. Und doch verschwägerte sich“ Josaphat mit Ahab. Mit welchem Ergebnis? Konnte Josaphat Ahab auf seine Ebene heraufziehen und sagen: „Du bist geworden wie ich“? Nein, das Gegenteil trat ein. Josaphat sagte: „Ich will sein wie du.“ Für dieses Eingeständnis schämte er sich offenbar nicht – er wird nicht an die tiefe geistliche Bedeutung dieser Worte gedacht haben. Dann kam der Feldzug, der Ahab das Leben kostete. Und Josaphat wurde von dem Propheten Jehu mit der ernsten Botschaft konfrontiert: „Hilfst du dem Gottlosen, und liebst du, die den HERRN hassen?“ (2. Chronika 18,1.3; 19,2)

 

Die traurige Folge dieser bösen Verbindung war, dass Josaphats Schwiegertochter Athalja, die Tochter Ahabs und Isebels, die Ursache von namenlosem Elend für Juda wurde. 

 

Tägliche Bibellese:   Daniel 6,1-18  Apostelgeschichte 1,10-14

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 9.7.2022 entnommen ) 



Sünde verursacht immer ein Hart- und Bitterwerden gegen Gott

Da sprach Adam: Die Frau, die Du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich aß.

1. Mose 3, 12

 

Hier treten Adams Verderben und Bosheit so recht an den Tag.

 

Er hat die bestimmte Frage bekommen, ob er nicht gesündigt habe, und kann deshalb dem nicht entgehen, von dieser Sache zu reden. Aber was tut er? Statt ein Wort der wahren Erkenntnis zu finden, sucht er sich zu entschuldigen: „Die Frau, die Du mir zugesellt hast, war die Ursache, dass ich aß.“ Das ist also das erste, was die gefallenen Menschen kennzeichnet: Sie bekennen sich nicht zu ihrer Sünde, sondern wollen unschuldig sein. Als der Herr sich dann an die Frau wandte und fragte: „Warum hast du das getan?“, hatte sie die gleiche Antwort wie Adam; sie führte dieselbe Rede, dass sie nämlich von einem anderen verleitet worden sei. Sie sprach: „Die Schlange betrog mich also, dass ich aß.“

 

Diese Art ist so bezeichnend für die Natur des Menschen, dass wir sie schon bei Kindern finden, sobald sie zu sprechen angefangen haben.

 

Wurde ein Fehler begangen, suchen sie ihn gleich auf ihren Nächsten zu schieben.

 

Diese unsere Natur offenbart sich beständig in größeren wie in kleineren Dingen: Vor den Menschen will niemand die Schuld auf sich nehmen, niemand seine Torheiten bekennen, sondern man verbirgt und entschuldigt sie, auch wenn man sich im Innern schuldig fühlt. Vor Gott will man nie stillhalten und seinen Gerichten recht geben, sondern man sucht sich immer zu entschuldigen und zu verteidigen, was der Grund aller Sicherheit, Unbußfertigkeit und Unseligkeit ist. Wird der Mensch nun aber von dem Gesetz Gottes härter angegriffen und gedrängt, dann steigt die Bosheit noch höher, dann wird er bitter gegen Gott den Herrn, der uns erschaffen und uns Sein Gesetz gegeben hat.

 

Das nämlich ist das andere, was wir in Adams Antwort finden: Nicht nur, dass er sich entschuldigt, er will dazu noch die Schuld auf den Herrn schieben, indem er sagt: „Die Frau, die Du mir zugesellt hast, gab mir“ usw. Man merkt deutlich, dass er damit dem Herrn einen Vorwurf machen wollte, dass Er ihm die Frau gegeben hätte. Er hätte ja nur zu sagen brauchen die Frau oder meine Gattin, dies umso mehr, da keine andere Frau vorhanden war; aber mit Fleiß fügt er hinzu: „Die Du mir zugesellt hast“.

 

Deshalb“, sagt Luther, sind diese Worte voll Zorn und Unwillen gegen Gott, als ob er sagen wollte: Diesen Schmutz hast Du selbst auf mich geworfen. Hättest Du mir nicht die Frau gegeben, sondern ihr einen eigenen Garten gegeben, so dass sie nicht bei mir gewohnt hätte, so wäre ich von der Sünde frei geblieben; dass ich jetzt gesündigt habe, ist Deine eigene Schuld, weil Du mir die Frau gegeben hast.“ Welch schreckliche Bosheit hat den erst so reinen und so guten Menschen ergriffen. Statt dass Adam dem barmherzigen Vater entgegenlief, Ihm zu Füßen fiel und mit bitteren Tränen seine schreckliche Sünde bekannte und Ihn um Verzeihung bat, fängt er an, falsche, ausweichende Antworten zu geben und direkt Gottes Stimme und den von Gott geschaffenen nackten Leib als Ursachen seiner Flucht zu beschuldigen.

 

Anstatt zu sagen: Ich habe gesündigt“, sagt er: „Du Gott, Du hast gesündigt, der Du mir die Frau gabst.“

 

An Adam sehen wir, wie alle Menschen sind und handeln, wenn sie gesündigt und die Stimme des Gesetzes im Gewissen vernommen haben, solange das Evangelium und der Glaube ihre Herzen noch nicht eingenommen und verändert haben.

 

Hätte Gott gleich gerufen: Adam, du hast Vergebung! Ich weiß, wie du gesündigt hast, aber Ich habe es vergeben, dann würde Adam in herzlicher Demut seine Sünden bereut und bekannt sowie sie auch aufs eifrigste verflucht und gesagt haben: Ich habe gesündigt; barmherziger Vater, vergib mir!“ Weil aber die Hoffnung auf Vergebung bei ihm noch nicht vorhanden war, war sein Herz verschlossen, hart und bitter gegen Gott.

Und hier hilft es nichts, einzusehen, dass dies alles sündig ist; man vermag doch nicht anders zu handeln, solange die Gnade oder die Vergebung Gottes das Herz nicht erwärmt und gedemütigt haben.

 

Eva sah ohne Zweifel, wie schlecht Adams Entschuldigung gelang, und sie hätte sich dies eine Lehre sein lassen sollen, so dass sie Gott die Ehre gegeben, die Sünde bekannt und in Demut um Gnade gebeten hätte.

 

Aber nein, sie handelt gleich darauf genauso wie Adam, sie ist also gar nicht besser.

 

Gleichwie er die Schuld auf die Frau geschoben hatte, so schiebt sie die Schuld auf die Schlange, die auch Gottes Geschöpf war, als ob sie sagen wollte: „Die Schlange, die Du, Gott, erschaffen und im Paradiese hast umherkriechen lassen, betrog mich.“ So klagen sie den Schöpfer an und entschuldigen sich selber. So geht es noch immer.

 

Dem Unglauben folgt der Ungehorsam aller unserer Kräfte und Glieder, dem Ungehorsam folgen Entschuldigungen.

 

Die Sünde will weder Sünde sein noch als solche bestraft werden, sie will Unschuld heißen.

 

Wenn sie dies nun nicht darf, dann straft sie Gott Lügen, und es wird aus einer menschlichen Sünde ganz und gar eine teuflische. Und so geht der Unglaube zum Hass gegen Gott und der Ungehorsam zur Anklage des Schöpfers über.

 

Das ist dann der letzte Grad der Sünde, nämlich Gott den Herrn zu hassen und IHM die Sünde zuzurechnen, als ob sie von Ihm käme.

 

Gerade das finden wir hier bei Adam und nicht weniger bei Eva.

 

Wohin soll ich mich verstecken?

Ach wo treff’ ich Kleider an,

Dass ich meine Schande decken

Und vor Gott bestehen kann?

Keine weiß ich als die Wunden,

Die vom Haupte bis zum Fuß

Meine Seel’ an dem gefunden, 

Der am Kreuz verbluten muss.

Entnommen aus dem Buch von Mag. Olof Rosenius – ‘‘Tägliches Seelenbrot‘‘

(herausgegeben von LUTH. MISSIONSVEREIN SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. http://www.rosenius.de)