HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Fokus dieser Webseite liegt in der Weitergabe von bibeltreuen Predigten als MP3 oder Videobotschaft und wertvollen Textbeiträgen für den wiedergeborenen Christen, aber auch für alle, die noch auf der Suche nach dem rettenden Glauben an Jesus Christus unterwegs sind. 

 

Auf unserer START-Seite bringen wir im wöchentlichen Wechsel stets ausgesuchte besonders wertvolle Beiträge zu den verschiedensten biblischen Themen - Aktuelles, Gedankenanstöße, Geschichten, aber auch Grundlegendes zum Evangelium - möge es Ihnen auf Ihrem Weg mit dem Herrn Jesus Christus eine segensreiche Hilfe sein!



Inflation - Was tun, wenn sie wiederkommt?

 

1.Thes.4,16 Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. 

 

Ein Gespenst ist zurück gekehrt nach Europa! Lange war es abwesend, doch nun geistert sie wieder durch sämtliche Tageszeitungen und Medien! Sparer, Kreditnehmer lässt sie unvermeidlich Krisenpläne schmieden! Kehrt die Inflation zurück? Die Weltwirtschaft steckt in einem chaotischen Prozess seit der Corona Krise! Inflation steht ja bekanntlich für Geldentwertung und Preissteigerung! Bei den Betroffenen treibt dennoch die Angst vor der Teuerung um. Eine noch größere und unübersehbare Krise wird entstehen, wenn der Sohn Gottes, Jesus Christus für alle sichtbar auf diese Erde wiederkommen wird! Jedes Auge wird IHN sehen!

 

1.Thes.4,17 Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

 

Wiedergeborene Christen, die beginnen, ein Leben mit unserem Herrn Jesus zu führen und dabei erkennen, wer Jesus Christus wirklich ist und welch unermesslich großer Reichtum in IHM verborgen ist, die werden sehr rasch erkennen, welch großer ‘‘Schatz‘‘ dahinter verborgen ist! Im Vergleich dazu sind materieller Besitz, Beliebtheit, Ansehen bei Menschen und Bildungsgrade nichts mehr wert. Wer sich dazu entscheidet, unserem Herrn Jesus diese Dinge zu überlassen, ihm sein Leben übergibt, der wird erleben, dass er viel mehr dafür zurückbekommt. Es wartet die Ewigkeit im Himmel bei unserem Herrn Jesus und unserem Vater auf uns und die bereits hier auf Erden begonnen haben, ihr Leben in SEINE Hände zu geben! Ewiges Leben, ein unermesslicher Reichtum sondergleichen!

 

2.Tim3,1 Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden.

 

Der geistliche Niedergang in den letzten Tagen, über diese Aussage sollten wir uns als Kinder Gottes viel mehr Gedanken machen, als über das vergängliche Mammon Geld, Devisen, Reichtum! Jesus hat die "Teuerung" (Inflation) als ein Kennzeichen der Endzeit genannt. (Mt.24,7)  Eine Vorschattung davon war zum Beispiel die Weltwirtschaftskrise und die daraus entstandene Massenarbeitslosigkeit 1929, die vielerorts die Entstehung von Diktaturen begünstigte.

 

Mt.6,24 Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!

 

Unser Herr Jesus hat uns ALLE nachdrücklich vor der Gefahr und Sünde gewarnt, dass uns das Geld zu unserem Gott werde. Luther sagt, all das wird uns zu einem Götzen, woran wir unser ganzes Herz hängen, worauf wir all unser Vertrauen und unsere Hoffnungen setzen. Könnte es nicht sein, dass Gott mit den gegenwärtigen Finanzkrisen gerade an dem Götzen Mammon etwas wackelt?

 

"Der Wert eines Objekts liegt immer darin, wie viel jemand bereit ist, dafür zu bezahlen." Die gegenwärtigen Finanzkrisen haben nun so manchen aus seinen Paradies-Illusionen gerissen, dass sich Geld und damit Wachstum und Wohlstand von uns ständig vermehren lasse und dass damit die Zukunft gesichert sei. Nicht die Politiker, nicht die Banken und auch nicht das Geld sind die Herren der Welt, die unsere Zukunft bestimmen, sondern allein Gott ist der Herr. 

Walter Ertl  

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Ist kein Balsam ... oder kein Arzt dort? Warum ist ... kein Verband angelegt worden?

Jeremia 8,22

 Ich bin der HERR, der dich heilt.

 

Was haben eine Brandverletzung, der Sturz von einem Gerüst, ein Schlaganfall, ein schlimmer Verkehrsunfall und eine Medikamentenüberdosis gemeinsam?

 

Es sind alles Notfälle - Notfälle, die sich an einem Ort vielleicht binnen weniger Stunden ereignen und bei denen die Notrufnummer 112 gewählt wird. Ob bei Tag oder Nacht, ob Mann, Frau oder Kind, ob alt oder jung: Wenn die Nummer 112 gewählt wird, macht sich ein Rettungswagen mit erfahrenen Sanitätern und lebensrettenden Geräten auf den Weg.

 

Für alle diese Notfälle, so verschieden sie auch waren, gibt es eine gemeinsame Notrufnummer, eben die 112.

Auch bei Gott gibt es eine „zentrale Rufnummer“.

 

Gott sagt: „Rufe mich an am Tag der Bedrängnis: Ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!“ und: „Ich bin der HERR, der dich heilt.“ (Psalm 50,15; 2. Mose 15,26)

 

Wer Ihn anruft, weil er in „Seelennot“ gekommen ist, erfährt ebenfalls lebensrettende Maßnahmen:

  • Ihm wird vergeben und er wird gereinigt von jeder Ungerechtigkeit. (1. Johannes 1,9)
  • Er geht nicht mehr verloren, sondern erhält neues, ewiges Leben. (Johannes 3,16)
  • Er empfängt ein neues reines Herz sowie einen neuen Geist. (Psalm 51,12; Hesekiel 36,26)

Doch bei aller Übereinstimmung gibt es auch einen gravierenden Unterschied: Die Nummer 112 darf man nur in Notfällen wählen - doch zu Gott kann sich jeder Mensch zu jeder Zeit und in jeder Situation wenden. Gott ist immer sofort erreichbar und Er kümmert sich um jeden, der Ihn anruft!

 

Ob in Freude oder Leid, in Einsamkeit oder Trauer: Jeder darf kommen, mit Ihm reden und sein Herz vor Ihm ausschütten. 

 

Deshalb: Rufen Sie Ihn an! Und: Rufen Sie Ihn jetzt an!

aktualisiert 24.09.2021                           

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Unser Herr Jesus kommt rechtzeitig!

 

Joh.16,4 Ich aber habe euch dies gesagt, damit ihr daran denkt, wenn die Stunde kommt, dass ich es euch gesagt habe. Dies aber habe ich euch nicht von Anfang an gesagt, weil ich bei euch war.

 

Wie vollkommen ist der Herr Jesus – sowohl in seinem Schweigen wie in seinem Reden!

 

Das eine wie das andere entspringt seiner vollkommenen Liebe zu den Seinen.

 

Bisher hatte Er den Jüngern nichts von der Verfolgung gesagt, die nach seinem Weggehen gegen sie losbrechen würde. Wozu hätte Er sie vorzeitig beunruhigen sollen? Solange Er bei ihnen war, hatte Er „sie behütet.“ 

Joh.17,12 Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde.

 

Einmal, als sie am Sabbat Ähren pflückten und von den Pharisäern deswegen zur Rede gestellt wurden, antwortete der Herr an ihrer Stelle.

Lk.6,1 Es geschah aber, dass er am zweiten Sabbat nach dem ersten1 durch die Kornfelder ging; und seine Jünger streiften Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie.

Lk.6,2 Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist?

Lk.6,3 Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Habt ihr nicht einmal gelesen, was Davida tat, als er und seine

Gefährten hungrig waren?

Lk.6,4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab, welche doch niemand essen darf als nur die Priester?

Lk.6,5 Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

 

Dann wieder wurden sie angegriffen, weil sie einen Besessenen nicht heilen konnten, doch Er kam rechtzeitig dazu, um sie aus dieser Lage zu befreien . (Markus 9,14-27)

 

Zuletzt stellte Er sich vor seine Jünger, als die Häscher kamen, um Ihn gefangen zu nehmen:

Joh.18,8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen!

 

Nun aber würde Er zum Vater gehen, und in seiner Fürsorge sagte Er ihnen, was sie nach seinem Abschied zu erwarten hatten, damit sie von den Ereignissen nicht überrascht wurden. Und wie bald nach dem Pfingsttag begannen diese Nachstellungen!

Apg.5,41 Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen.

 

Später schreibt Petrus den Gläubigen in der Zerstreuung:

1.Petr.4,12 Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges.

 

Nein, es ist nichts Fremdes, wenn Christen dasselbe erleben, was Christus in seinem Erdenleben erlebt hat.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 28.11.2019 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 


Das verlorene Augenlicht nie als Verlust empfunden!

Fanny Crosby als Kleinkind durch einen Pfuscher erblindet

 

In armen ländlichen Verhältnissen in Southeast im Staat New York wurde 1820 ein Mädchen in der Familie Crosby geboren. Es bekam den Namen Frances Jane, wollte aber später nur Fanny genannt werden.

 

Dort in der Landschaft Putnam gab es nur ein paar zerstreute Höfe, eine Kirche, eine Schule und ein Postamt. Mehr nicht. Die meisten der etwa 1900 Bewohner waren einfache Tagelöhner, die irgendwo in der Landwirtschaft aushalfen, um sich das Nötige zum Lebensunterhalt zu verdienen.

 

Etwa fünf Wochen nach der Geburt waren die Eltern Crosby beunruhigt: Mit den Augen des Babys stimmte etwas nicht! Da ihr Arzt nicht erreichbar war, wandten sie sich in ihrer Not an einen Mann, der sich auch als Arzt ausgab. Er legte heiße Kompressen auf die entzündeten Augen des Kindes. Den besorgten Eltern versicherte er, dass die Hitze den Augen nicht schaden würde, sondern die ganze Infektion herausziehen werde.

 

Tatsächlich ging die Entzündung nach wenigen Tagen zurück. Doch auf den Augen des Kindes bildeten sich hässliche weiße Flecken. Im Lauf der nächsten Monate mussten die Eltern mit Bestürzung erkennen, dass ihr Kind überhaupt nicht auf Dinge reagierte, die man vor sein Gesicht hielt.

 

Die Klage gegen den Pfuscher half dem Kind nicht mehr: Es blieb blind.

 

Und noch etwas Furchtbares hat sich im gleichen Jahr 1820 in der Familie Crosby zugetragen. Der Vater Sylvanus Crosby arbeitete an einem kalten und regnerischen Novembertag draußen auf den Feldern. Am Abend kam er mit einer schlimmen Erkältung heim und legte sich gleich ins Bett. Am nächsten Tag war das Fieber erschreckend hoch. Nichts brachte Linderung. Er starb wenige Tage später.

 

Mutter Crosby musste jetzt als Witwe Geld für die sechsköpfige Familie verdienen. Schon bald nach der Beerdigung ihres Mannes war sie froh, eine Anstellung als Kindermädchen in einer reichen Familie in der Nähe zu finden.

 

Die kleine erblindete Fanny war in der Zeit, wenn die Mutter außer Haus war, in der Obhut ihrer Großmutter. Diese kümmerte sich liebevoll um ihr Enkelkind und erzählte und erklärte ihm viel von der Welt, die das Mädchen ja nicht selbst sehen konnte. Bis ins hohe Alter vergaß Fanny nicht, was ihre Großmutter ihr einst beschrieben hatte. Etwa, wie herrlich die Sonne strahlt und wie wunderbar beim Sonnenuntergang die Wolken aufleuchten.

 

Auch prägte es Fanny tief, wie die Großmutter so natürlich und selbstverständlich in der Gegenwart Gottes lebte. Die Familie Crosby stammte von den Puritanern ab, jenen unbeugsam bekennenden und an der Bibel festhaltenden Christen.

 

Als alle um Rat befragten Augenärzte keinerlei Hoffnung für ihre Augen mehr sahen, fand Fanny zu einer großen inneren Gelassenheit. Schon im Alter von acht Jahren dichtete sie Verse. Einer fing so an: O, was bin ich doch für ein glückliches Kind!

 

In früher Kindheit begann sie damit, ganze Kapitel der Bibel auswendig zu lernen. Das behielt sie bis ins hohe Alter bei. 

Ganz unerwartet erhielt die 15jährige Fanny Crosby noch eine besondere Förderung. In breiter Öffentlichkeit wuchs damals das Interesse am Schicksal der Blinden. Viele wollten als Zeichen ihrer sozialen Verantwortung Blinde fördern und unterstützen. Dadurch konnte auch Fanny Crosby das neu gegründete Blindeninstitut in New York besuchen. In den acht Jahren, in denen sie dort als Schülerin war, musste sie immer wieder in der Öffentlichkeit zeigen, was Blinde alles leisten können. So demonstrierte sie an vielen Orten das Lesen mithilfe der Braille-Blindenschrift. Nach ihrer Schulzeit wirkte sie noch fünfzehn Jahre als blinde Lehrerin für die Blinden dort am Institut.

 

Schon während ihrer Schulzeit wurde die erstaunliche Dichtergabe des blinden Mädchens anerkennend gerühmt, auch durch von weither angereiste Fachleute. Sie gab mehrere Bücher heraus. Ihre Gedichte wurden bald in bekannten Tageszeitungen gedruckt. Fanny Crosby war bekannt, ja berühmt; der Erfolg aber stieg ihr nicht in den Kopf. Dazu half auch ihre bewusste Bekehrung im Jahr 1850. Damals wurden in einer Methodistenkirche ganz in ihrer Nähe evangelistische Versammlungen gehalten. Mehrmals ging Fanny Crosby hin. Sie hatte in der letzten Zeit häufig mit Zweifeln zu kämpfen. Zweimal betete man dort mit ihr, davon wurde sie aber nicht tiefer berührt. Bis man eines Abends das Lied von Dr. Isaac Watts sang: Sagt an, vergoss der Herr sein Blut...

 

Sie erzählt später von diesem Abend: Als die dritte Zeile des letzten Verses erreicht war, übergab ich mich selbst dem Herrn. Meine Seele war vom Himmelslicht durchflutet. In dieser letzten Strophe heißt es:

 

Heilen kannst nur du mein Herz,

darum bring ich's dir auch dar.

Jesus starb für mich,

ja, für uns alle starb der Herr,

gottlob, er starb für mich! 

Mit 38 Jahren heiratete Fanny Crosby den blinden 27jährigen Alexander von Alstyne, der ein begabter Blindenlehrer und Musiker war. Sie hatte ihn, der neben Orgel und Klavier auch andere Instrumente beherrschte, in der Blindenschule kennengelernt.

 

Ein Kind hat Fanny Crosby geboren, das schon ganz früh starb. Darüber hat sie aber nie viel gesprochen.

 

Tiefe Spuren hat die blinde Fanny Crosby besonders durch die Erweckungsbewegung hinterlassen, die etwa um 1857 in vielen amerikanischen Städten aufbrach. Viele bislang Ungläubige wurden mit persönlichem Einladen von Tür zu Tür erreicht. Auch durch die Bibelkurse der neu eingeführten Sonntagsschule für Erwachsene - vergleichbar etwa einer Abendbibelschule in Kleingruppen - kamen viele zum Glauben an Jesus.

 

Es war die Zeit der großen Evangelisationen, die Dwight Moody plante und durchführte. Er erreichte wirklich die ungläubigen Massen Amerikas. Und Fanny Crosby dichtete dazu unzählige Evangeliumslieder, die gerade suchende und fern stehende Besucher ungemein ansprachen. Der bekannte Sänger Ira D. Sankey sang sie vor vielen Tausenden.

Bis heute gehören die Lieder von Fanny Crosby zu den beliebtesten christlichen Liedern, die in aller Welt gesungen werden: Ob in chinesischen Hausversammlungen, in den Buschkirchen Afrikas, unter den Indios in Südamerika oder in weiten Teilen Europas. In Deutschland aber werden sie meist nur noch in Gemeinschaften und Freikirchen angestimmt, leider kaum mehr in den Gottesdiensten der Landeskirchen.

 

Während von unseren deutschen Chorälen und Liedern nur wenige auch in Kirchen anderer Kulturen Eingang fanden, wurde es der blinden Sängerin Fanny Crosby geschenkt, Christen in den verschiedensten Kirchen und Denominationen in unzähligen Ländern der Erde im Lob Gottes und im evangelistischen Zeugnis zusammenzuführen.

 

Gleichzeitig hat sie mit ihren frischen Liedern einen ganz neuen Musikstil in die christlichen Versammlungen hineingebracht. An die Stelle der steifen und nüchternen Kirchenlieder schuf sie zusammen mit anderen Liedermachern populäre Formen, in denen auch Gefühle und Emotionen Raum bekamen.

 

Wo in aller Welt ist das Lied des großen fröhlichen Gotteslobs nicht bekannt, das von der blinden Dichterin stammte:

 

O Gott, dir sei Ehre, der Großes getan!

Du liebtest die Welt, nahmst der Sünder dich an!

Dein Sohn hat sein Leben zum Opfer geweiht,

Der Himmel steht offen zur ewigen Freud.

Preist den Herrn! Preist den Herrn! Erde, hör diesen Schall!

Preist den Herrn! Preist den Herrn! Völker, freuet euch all!

O kommt zu dem Vater! In Jesus wir nahn,

und gebt ihm die Ehre, der Großes getan!

 

O große Erlösung, erkauft durch sein Blut!

Dem Sünder, der glaubt, kommt sie heute zugut!

Die volle Vergebung wird jedem zuteil,

der Jesus erfasset, das göttliche Heil!

Preist den Herrn!...

 

Wie groß ist sein Lieben! Wie groß ist sein Tun!

Wie groß unsere Freude, in Jesus zu ruhn!

Doch größer und reiner und höher wird's sein,

wenn jubelnd und schauend wir droben ziehn ein.

Preist den Herrn!...

 

Neben 1.000 weltlichen Gedichten hat Fanny Crosby annähernd 9.000 geistliche Lieder verfasst. Wohl niemand sonst in der Christenheit hat diese große Zahl erreicht.

 

Oft dichtete sie ein Lied zu einer Melodie, die sie gerade gehört hatte. Sie sprach von einer göttlichen Inspiration, die ihr spontan in einem Zug ein ganzes Lied schenkte. Sie haderte nicht mit ihrem Schicksal, sondern konnte im Rückblick auf ihr Leben sagen: Ich habe nicht einen Augenblick in mehr als 85 Jahren einen Funken von Groll dagegen gefühlt; denn ich habe allezeit geglaubt, dass der gütige Herr in seiner unendlichen Gnade durch diese Wege mich zubereitete, das Werk zu tun, das er mir anvertraut hat. Wenn ich überlegte, wie ich gesegnet wurde, wie kann ich unzufrieden sein?

 

Unzählige wurden getröstet durch ihr Lied des Vertrauens:

 

Gott wird dich tragen, drum sei nicht verzagt,

treu ist der Hüter, der über dich wacht.

Stark ist der Arm, der dein Leben gelenkt,

Gott ist ein Gott, der der Seinen gedenkt.

Gott wird dich tragen mit Händen so lind.

Er hat dich lieb wie ein Vater sein Kind.

Das steht dem Glauben wie Felsen so fest:

Gott ist ein Gott, der uns nimmer verlässt.

 

Gott wird dich tragen, wenn einsam du gehst;

Gott wird dich hören, wenn weinend du flehst.

Glaub es, wie bang dir der Morgen auch graut,

Gott ist ein Gott, dem man kühnlich vertraut.

Gott wird dich tragen...

 

Gott wird dich tragen durch Tage der Not;

Gott wird dir beistehn in Alter und Tod.

Fest steht das Wort, ob auch alles zerstäubt,

Gott ist ein Gott, der in Ewigkeit bleibt.

Gott wird dich tragen... 

Bis ins hohe Alter von 95 Jahren konnte sie noch tätig sein. Dann rief sie der Herr 1915 heim.

Auf ihr Grab setzte man einen Stein mit der Inschrift Tante Fanny und dem Wort: Sie hat getan, was sie konnte.

 

1955 wurde ein größerer Stein aufgestellt, auf dem die erste Strophe ihres Liedes Blessed assurance eingegraben ist, das Fanny Crosby im Jahr 1873 dichtete. Es wurde von dem Hamburger Lehrer Heinrich Rickers ins Deutsche übersetzt:

 

Seligstes Wissen: Jesus ist mein!

Köstlichen Frieden bringt es mir ein.

Leben von oben, ewiges Heil,

völlige Sühnung ward mir zuteil.

Lasst mich's erzählen, Jesus zur Ehr;

Wo ist ein Heiland, größer als er?

Wer kann so segnen, wer so erfreun!

Keiner als Jesus! Preis ihm allein!

 

Ihm will ich leben - o welche Freud!

Herrliche Gaben Jesus mir beut:

Göttliche Leitung, Schutz in Gefahr,

Sieg über Sünde reicht er mir dar.

Lasst mich's erzählen, Jesus zur Ehr...

 

Völlig sein Eigen! Nichts such ich mehr;

Jesus, er stillet all mein Begehr.

Treu will ich dienen ihm immerdar,

bis ich gelang zur oberen Schar.

Lasst mich's erzählen, Jesus zur Ehr...

 

Zitat aus "Dennoch fröhlich singen" von Beate & Winrich Scheffbuch


Der wirklich wahre Frieden mit Gott

Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. - Röm. 5, 1

 

Hier liegt das große Geheimnis! Hier ist die ewige Grundlage des wundersamen Friedens der Christen. Und hier ist das offenbart, was den armen Herzen fehlt, die keinen Frieden haben. Der Apostel sagt nicht: Nun wir so geworden sind, wie wir sein sollen, so fromm und so gut; nein, er sagt: „Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben“.

 

Es ist gewiss sehr schön, ja wichtiger und notwendiger als alles, was in der Welt ist, dass du so ernstlich deine Gottesfurcht übst, fleißig und andächtig betest, fleißig das Wort Gottes liest und hörst, ernstlich gegen das Böse streitest und dem Guten nachjagst. Dennoch aber hast du keinen Frieden mit Gott und bist Seiner Gnade nicht gewiss, sondern bist unruhig und ängstlich. Und das nicht ohne Grund, denn du kannst bei all dieser Frömmigkeit verdammt werden. Etwas viel Höheres ist erforderlich, um vor dem heiligen Gott und im Feuer des Gerichtes zu bestehen. Dein Gewissen sagt es dir auch: Etwas viel Größeres ist erforderlich als die Frömmigkeit aller Frommen, als die Heiligkeit aller Heiligen. — Hier verschlägt nichts Geringeres als der Tod Christi, des Sohnes Gottes, als durch den Glauben in Ihn gekleidet zu sein — durch den Glauben gerecht zu sein und Frieden zu haben mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Hier ist erforderlich, dass dein Herz den Trost erhalten hat und du von Herzen überzeugt sagen kannst: „Christus ist gestorben für mich, für mich, darauf poche ich; nicht darauf, dass ich fromm, gläubig, ernst bin, sondern darauf, dass Christus fromm ist, dass Christus heilig und vollkommen ist, dass Christus sowohl das Gesetz erfüllt als auch den Tod, der der Sünde Sold war, erlitten hat. Das geschah für mich und reicht auch hin für alle meine Sünden; es ist genug, ewig genug, dessen getröste ich mich.“

 

Dass du nie Frieden bekommen hast, rührt also daher, dass du in deinem eigenen Namen, in dir selbst hast gerecht und selig werden wollen. Wäre das aber möglich gewesen, so wäre Christus vergeblich gestorben. Du hast nicht erfahren, was der rechte Glaube besagen will. Zwischen Glaube und Glaube ist ein großer Unterschied. Du hast vielleicht ganz gut die Lehre von Christus und der Versöhnung gekannt, derselben zugestimmt und gemeint, dass, wenn du nicht an ihr zweifelst, du dann auch den Glauben hättest. Dein Sinn aber ist so gewesen, dass du glaubtest: Zwar ist alles gut mit dem Verdienst Christi, darin ist kein Fehler; aber in mir ist der Fehler, in mir muss ihm abgeholfen werden. Und so bist du mit beiden Augen von Christus weg und in dich hinein gewendet gewesen. Wie sollte es da möglich sein, dass du Frieden finden möchtest? Wie konntest du da den rechten Glauben haben?

 

Alles ist wohl mit der Versöhnung Christi, aber der Fehler liegt an dir, du verstehst nur nicht, dass dieser Fehler in dir so groß ist. Ihm kann mit aller Arbeit an dir selber nie abgeholfen und er kann nie anders gutgemacht werden als dadurch, dass du an dir und all deiner Besserung verzweifelst und in Christus allein deine Errettung suchst. Du hast keinen Frieden bekommen, weil du geglaubt hast, alles müsse bei dir gutgemacht sein, bevor du Frieden haben könntest; du hast nicht geglaubt und verstanden, wie verloren es mit dir ist und wie alles in Christus vollkommen und gutgemacht ist. Du hast wohl gefühlt, dass du ein großer Sünder, nicht aber, dass du ein ganz verlorener Sünder bist. Und von Christus hast du wohl geglaubt, dass Er große Sünder errettet, nicht aber einen solchen, wie du bisher gewesen bist. Oder wenn du auch geglaubt hast, dass Er auch solche wie dich errettet, so hast du doch für deine eigene Person nicht geglaubt, dass auch „du in Jesu Blut warst g’nug selig, heilig, rein und gut“, dass auch du Vergebung für alles bekommen hattest und ein Kind Gottes würdest.

 

Du hast dich ohne den Trost zufriedengegeben in Erwartung einer Besserung oder eines Gefühls, die kommen und dir sagen würden, wann du Gnade hättest. Dies sind die einfachsten Ursachen, weshalb suchende Menschen keinen Frieden erlangen. Andere liegen in noch größerer fleischlicher Sicherheit versenkt, ihnen ist noch etwas anderes wichtiger als die Gnade Gottes, sie haben Götzen und Schoßsünden, von denen sie sich nicht trennen wollen — und dann ist es gut, dass sie nicht Frieden bekommen.

 

Um den Frieden Gottes zu bekommen, ist nichts so wichtig wie die Gnade Gottes.

 

Du darfst dich nicht eher zufriedengeben, bis du die selige Gewissheit derselben erhalten hast; zweitens musst du lernen, an allem Unternehmen, an allem Tun und Werden zu verzweifeln und so, wie du bist, als ein noch unwürdiger, ja verlorener Sünder deine ganze Errettung allein in Christus zu suchen. Drittens darfst du Gewissheit nicht im Gefühl erwarten durch eine innere Antwort in deinem Herzen, sondern du musst die Antwort da nehmen, wo Gott sie gegeben hat — im Worte, nur im Worte. Dann ist der Glaube aber schon angezündet, wenn es mit dir dahin gekommen ist, dass du vor allem anderen dies suchst, bei dir seufzend: „Wenn ich nur Gottes Gnade hätte, dann würde ich mir nichts Höheres auf Erden wünschen, dann achtete ich nicht darauf, was ich auch immer leiden müsste! Wenn ich nur an Christus glauben und in Ihm erfunden werden könnte! Wäre ich nur dessen gewiss, dass sein Verdienst mir angehörte! Und ich will ans Wort glauben, ich will nicht auf Gefühle warten, — wenn ich nur glauben könnte! …“ Dann wird es nicht fehlen, dass die Seele die Gewissheit der Gnade erhält und vollen Frieden bekommt. Für diese Sache wird Gott sorgen.

Entnommen aus dem Buch von Mag. Olof Rosenius – ‘‘Tägliches Seelenbrot‘‘

(herausgegeben von LUTH. MISSIONSVEREIN SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. http://www.rosenius.de)