HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Fokus dieser Webseite liegt in der Weitergabe von bibeltreuen Predigten als MP3 oder Videobotschaft und wertvollen Textbeiträgen für den wiedergeborenen Christen, aber auch für alle, die noch auf der Suche nach dem rettenden Glauben an Jesus Christus unterwegs sind. 

 

Auf unserer START-Seite bringen wir im wöchentlichen Wechsel stets ausgesuchte besonders wertvolle Beiträge zu den verschiedensten biblischen Themen - Aktuelles, Gedankenanstöße, Geschichten, aber auch Grundlegendes zum Evangelium - möge es Ihnen auf Ihrem Weg mit dem Herrn Jesus Christus eine segensreiche Hilfe sein!



Die Strafbarkeit der Beihilfe zum Suizid aufheben?

 

2.Mo.20,13 Du sollst nicht töten!

 

Tötung auf Verlangen, aktive Sterbehilfe, Beenden des Lebens eines anderen Menschen, zum Beispiel durch Medikamente, wird weiterhin in Österreich strafbar sein und ist verboten. Das gesetzliche Verbot der Hilfeleistung zum Suizid verstößt gegen das Recht auf Selbstbestimmung. Aber man ist drauf und dran, in Österreich ab Februar 2022 auch hierzulande gegen Gottes Gebot massiv zu verstoßen! Es wird sicherlich nicht ohne Konsequenzen aus der Sicht unseres Schöpfer-Gottes bleiben! Den nur ER alleine hat das absolute Recht, geschenktes Leben, das jeder von uns durch IHN erhalten hat, zu beenden und somit den jeweiligen Menschen von dieser Welt abzuberufen! Das Wort „Sterbehilfe“ wird an keiner Stelle in der Bibel genannt, noch gibt es konkrete Hinweise darauf! Aber wer redet heute noch von der sogenannten Kindesabtreibung nach Bedarf, sie wird seit vielen Jahrzehnten praktiziert. Jetzt gibt es tatsächlich auch schon ernstliche Vorschläge zum Kindsmord. Man sieht an diesen zwei so traurigen Punkten, wie sich die gesamte Menschheit zum großen Endgericht, durchgeführt durch Jesus Christus, zurüstet! Niemand sonst darf und kann über Leben und Tod entscheiden!

 

Mt.5,21 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein.

 

Jesus setzt hier den Zorn auf einen Mitmenschen und dessen Beschimpfung in eine Reihe mit dem Töten. In diesem Sinn getötet habe ich schon oft, im Herzen noch öfter, als mit hörbaren Äußerungen. Solches Verhalten zerstört Familien und christliche Gemeinden. So entsteht Feindschaft zwischen ehemaligen Freunden und Nachbarn.  Rache und Vergeltung haben Krieg und viel Blutvergießen zur Folge. Paulus mahnt uns wiedergeborene Christen, nicht zuerst das Böse beim anderen zu sehen! Weiters kommt hier aber auch die Ermahnung zur Versöhnlichkeit zum Tragen! Man kann auch, und dazu sind wir alle prädestiniert, mit Worten und Gedanken morden!

 

Röm.12,21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

 

Unser Retter-Gott möchte keine Menschen, die sich nur „Christen“ nennen, sondern ER möchte wiedergeborene Christen , die SEIN Urteil über ihren eigenen Zustand anerkennen, und SEINE Rettung, nämlich Jesus Christus im Glauben annehmen! Wiedergeborene Christen wollen ja nicht den anderen besiegen, wiedergeborene Christen, Jünger unseres Herrn Jesus, wollen den andern ja gewinnen. So kann und sollte das Leben von wiedergeborenen Christen aussehen. Das Böse ist immer und überall! Vergessen wir das bitte nicht immer so schnell und treffen auch die dazu so notwendigen Vorkehrungen!

 

Pred.8,8 Kein Mensch hat Macht über den Wind, daß er den Wind zurückhalten könnte; so gebietet auch keiner über den Tag des Todes; auch gibt es im Krieg keine Entlassung, und der Frevel rettet den nicht, der ihn verübt.

 

Euthanasie „Tötung aus Mitleid“, Kriege , Kindesabtreibungen, sie alle fallen unter das schreckliche Endgericht Gottes, der jeden und jedem, der sich daran vergreift oder selbst Hand anlegt, fürchterlich richten wird!  Nur unser souveräner Schöpfer-Gott allein entscheidet, wann und wie ein Mensch sterben wird! Jeder, der mit diesem Thema konfrontiert wird, sollte um Gottes Weisheit beten, so wie es im Jakobus 1,5 geschrieben steht. Euthanasie und Sterbehilfe sind der Versuch des Menschen, diese Autorität von Gott an sich zu reißen. Unser heilig allmächtiger Schöpfer-Gott hat das letzte Wort zum Tod und sonst niemand!

 

Walter Ertl  

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.  Römer 5,1

 

Hast Du Frieden? (1)

 

Meine Eltern erzogen mich im jüdischen Glauben. Meine Mutter erzählte mir von dem Messias, der eines Tages alle Menschen erlösen würde. Aber der Völkermord der Nazis hatten diesen Samen der Hoffnung in mir zerstört.

 

Nach meinem Studium wurde das Singen zu meiner Religion. Ich wurde Sänger und Schauspieler und ich war erfolgreich: Bald trat ich mit den berühmtesten Sängern auf. Aber dieser Erfolg brachte mir keinen inneren Frieden und ich fragte mich, worin der Sinn meines Lebens bestand.

 

„Hast du Frieden?“, fragte ich manchmal meine Künstler-Kollegen, mit denen ich auf Tournee war. Ich erinnere mich noch gut an die Antwort des bekannten Chansonniers Jacques Brel (1929-1978): „Mit Geld können wir für fast alles bezahlen, was wir wollen, das weißt du ja; aber dieser Frieden, von dem du sprichst, hat keinen Preis. Nicht einmal mit allem Geld die­ser Welt können wir ihn kaufen.“

 

Damit gab ich mich nicht zufrieden und diskutierte auch mit meinem Vater darüber, der viele Religionen studiert hatte. Ich erzählte ihm von meinen Fragen und meiner Suche nach dem Sinn des Lebens. Er hörte mir aufmerksam zu. Dann gab er mir ein Neues Testament, das er von einem Missionar erhalten hatte.

 

Es überraschte mich, dass er als Jude dieses Buch empfahl, das normalerweise von meinem Volk abgelehnt wird. Doch obwohl mein Vater sich den jüdischen Traditionen verpflichtet fühlte, war er liberal geprägt und zum Dialog bereit. Er vertrat die Ansicht, es sei immer besser, zurück zu den Quellen zu gehen. Und so nahm ich seinen Rat an und las das Neue Testament.

 

Von Anfang an war ich beeindruckt von den Worten Jesu, von seiner Botschaft der Liebe und des Friedens.

 

Küsst den Sohn, damit er nicht zürnt und ihr umkommt auf dem Weg, wenn nur ein wenig entbrennt sein Zorn. Glückselig alle, die zu ihm Zuflucht nehmen! Psalm 2,12

 

Hast Du Frieden? (2)

 

Einige Monate später lud mich ein Freund zu einer Konferenz ein. Dort ging es um das Verhältnis von uns Juden zu Jesus. Ich nahm nicht teil, aber im Einladungsflyer stand ein Bibelvers aus Psalm 2, der mich nachdenklich machte. Leider konnte mein Freund mir den Vers nicht näher erläutern.

 

Daraufhin öffnete ich das Alte Testament in der Übersetzung eines jüdischen Rabbiners und las den gesamten Psalm 2. Dabei bemerkte ich, dass der betreffende Vers etwas anders über­setzt war als in dem Flyer. Das machte mich stutzig. Am Ende der Einladung zur Konferenz wurde ein kostenloses Neues Testament angeboten. Das nahm ich gerne in An­spruch.

 

Sechs Monate später kam ein älterer Herr zu mir nach Hause: „Herr Gil Bernard? Ich bin gekommen, um Ihnen das Neue Testament zu bringen, um das Sie gebeten haben.“ Ich ließ ihn herein, und nach einem längeren angenehmen Gespräch fragte er, ob er mir etwas vorlesen dürfe. Langsam las er das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus Lukas 15. Ich verstand sofort und fragte: „Ist Jesus der Messias Israels?“ Er bejahte dies.

 

Ich war erschrocken und sprachlos. Bevor der Herr mich verließ, bat er mich, ihm zu versprechen, das Neue Testament zu lesen. Ich versprach es ihm und hielt Wort. Als ich die Evan­gelien erneut las, hatte ich das Gefühl, in die Fußstapfen Jesu zu treten.

 

Ich bekehrte mich zu Ihm, wodurch sich mein Leben grundlegend veränderte. Drei Jahre später verließ ich meine bisherige Musik-Szene und entschied mich, über meinen Glauben an Jesus zu singen. Diese Entscheidung war schwierig, aber ich habe sie nie bereut. Ich erhielt mehr, als ich erwartet hatte: Ein erfülltes und glückliches Leben, trotz der schmerzhaften Momente.

 

Gott ist treu und hat mich in Freuden und Sorgen unterstützt. 

 

Nun besitze ich die sichere Hoffnung, Ihn für alle Ewigkeit zu loben.

aktualisiert 16.04.2021                               

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Die Belohnung kommt noch!

 

Mose wählte lieber, mit dem Volk Gottes Unge­mach zu leiden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben. (Hebräer 11,25)

 

In der Hochkultur des Alten Ägypten waren Staat, Gesellschaft, Wissenschaft und Religion eng miteinander verknüpft. Zahlreiche Ausgrabungen zeigen, welcher Luxus am Hof des Pharaos herrschte. In diese Situation kam Mose hinein: Er wurde von der Tochter des Pharaos adoptiert, am Königshof erzogen und „unterwiesen in aller Weisheit der Ägypter“; und er selbst war „mächtig in seinen Worten und Werken.“ (Apostelgeschichte 7,21.22)

 

Eine glänzende Karriere hatte begonnen. Beneidenswert – oder doch nicht? Darüber hat Mose sicher sorgfältig nachgedacht und ihm wurde immer deutlicher, dass er sich zwischen seiner hohen Stellung am Königshof und seinem eigenen Volk entscheiden musste. Seine Stellung brachte ihm Ansehen ein, und das Hofleben mit seinen Annehmlichkeiten bot viele Verlockungen. Aber alles war durchzogen vom Heidentum, von einem Leben ohne den wahren Gott – und damit von der Sünde. 

 

Die Alternative für Mose bestand darin, sich dem Volk Israel zuzuwenden, aus dem er stammte. Das war nicht gerade anziehend. Israel war versklavt, rechtlos und zu harter Arbeit gezwungen. Doch für Mose war entscheidend, dass Israel das Volk Gottes ist.

Er wusste, dass Gott sein Volk nicht fallen lässt und dass es für ihn selbst nur Gewinn sein würde, wenn er sich auf die Seite des Volkes Gottes stellte.

 

Mose musste jedoch vorher 40 Jahre als Schafhirte arbeiten. Danach führte er das Volk Israel aus Ägypten heraus und zog mit ihm 40 Jahre durch die Wüste. Schließlich starb er kurz vor Erreichen des verheißenen Landes. – War Mose am Ende ein Verlierer?

 

Nein, das Schönste, die Belohnung, kam danach.

 

Etwas davon können wir bei der Verklärung des Herrn Jesus auf dem Berg erkennen. Mose und Elia „erschienen in Herrlichkeit“, um sich mit dem Herrn Jesus zu unterreden.

 

Auf die tiefe, ungestörte Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus in ewiger Herrlichkeit dürfen auch wir uns freuen. 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.3.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 


aus dem Buch

"Es war ein reiches Leben"

 

von Beate und

Arthur Ernest Wilder-Smith

 

zwei wunderbare Zeugnisse und Ratschläge, die auch heute

noch Gültigkeit haben ! 

 

Glaubensüberlegungen vor der Hochzeit

 

So hatten wir schon von Beginn an sehr viel Gemeinsames auf den meisten Gebieten unseres Glaubens. Aber klar war es, dass aufgrund unserer verschiedenartigen christlichen Erziehung früher oder später Fragen auftauchen würden. Fragen zur Taufe, zum Abendmahl, zur Konfirmation, das Verhältnis von Werken zum Heil, würden sicherlich zur Sprache kommen. Wie sollte man sie lösen? Die Ehegemeinschaft ist eine sehr tiefgehende Gemeinschaft. Da sollte man Einmütigkeit erreichen können, wenn man gemeinsam all den Stress des Lebens meistern will. ....

 

Wir hatten diese und viele andere Probleme prinzipiell zu lösen, ehe wir es wagten, die Ehe einzugehen. Denn wir trachteten nach echter Erkenntnisgemeinschaft. Wir sollten (und wollen) alles in unserer Ehe im Sinn des Geistes Gottes lösen. Wir glaubten und glauben, dass Gottes Wort Geist ist. "Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist", sagte der Sohn Gottes (Joh. 6,63). Wenn wir also im Geist der Eintracht Gottes leben wollten, müssten wir zwangsläufig alles nach dem biblischen Wort in unserer Ehe einrichten. "Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden." (Mt. 6,33) war unser Prinzip, das wir in unserer Ehe in die Praxis umsetzen wollten und wollen. Aber wie geschieht all das in der Praxis?

 

Beate und ich kamen zum Schluss, dass ein Paar in unserem Fall am besten so vorgehen sollte: Wenn Fragen der Doktrin und der Praxis auftauchen, wollten wir die Entscheidung für unsere Handlungsweise durch ein gemeinsames Studium der Praxis und der Lehre der Bibel anhand einer guten Konkordanz treffen. Wir wollten altbekannte Traditionen außer Acht lassen und versuchen herauszufinden, wie die Apostel gehandelt und gedacht haben, und dann einmütig danach handeln. So setzten wir uns oft zusammen, nahmen eine Konkordanz zur Hand und suchten zuerst alle betreffenden Bibelstellen. Es gab ja damals noch nicht Bibelkonkordanzen-Software. Nachdem wir alle Bibelstellen, die Auskunft über das betreffende Problem erteilen, gelesen hatten, versuchten wir anhand der Urtexte zu klären, was sie aussagen. Wir beteten dann über die so gewonnenen Erkenntnisse und versuchten ernsthaft, diesen Erkenntnissen entsprechend unsere Ehe zu führen. Die Praxis des Wortes Gottes sollte unser Eheleben kennzeichnen..

 

Mein zukünftiger Schwiegervater als gläubiger Pfarrer war mit dieser Lösung sehr zufrieden, meine Schwiegermutter auch. Denn sie waren alle eine Familie des einen Buches und hatten wegen ihrer biblischen Einstellung auch in ihrer Kirche viel auf sich genommen. Sie waren also froh darüber, dass wir uns gemeinsam entschieden hatten, den biblischen Weg zu gehen. Für heutige verlobte Paare können wir keinen besseren Weg und Rat empfehlen. Gemeinschaft in der Ehe wird durch Wachstum in der Praxis und Erkenntnis des Wortes Gottes erreicht. Der erste Johannesbrief lehrt uns, wenn wir im "Licht wandeln." (und das Wort Gottes ist unser Licht), so werden wir miteinander echte Gemeinschaft erleben. Wir haben gerade diese Gemeinschaft unser ganzes Eheleben hindurch erlebt.


Die Rolle der Frau

 

Beate begleitete mich immer zu meinen Vorträgen. Sie unterstützte mich voll und ganz, besonders durch ihr Gebet. In Bremen kam einmal eine Studentin mit einer kleinen Tochter zu ihr nach einer Vorlesung. "Ist es Ihnen nicht über, immer im Hintergrund zu stehen, während ihr berühmter Mann immer im Mittelpunkt steht und bewundert wird? Wie können Sie das aushalten? Ich habe mich gerade von meinem Mann scheiden lassen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, nur Ehefrau und Mutter sein zu müssen. Ich will mich jetzt selbst verwirklichen." Dabei sah sie recht bitter und unglücklich aus.

"Liebe Dame", erwiderte Beate, "es tut mir leid, dass Sie so frustriert sind. Darf ich Ihnen eine ehrliche Antwort geben?"

"Selbstverständlich, deswegen bin ich ja zu Ihnen gekommen. Außerdem sehen Sie nicht einmal unglücklich aus. Haben Sie nicht den Wunsch und das Bedürfnis, sich selbst zu verwirklichen? Ist es nicht höchste Zeit, dass wir Frauen die gleiche Rolle wie die Männer spielen?"

"Sie haben recht", antwortete Beate, "wir Frauen brauchen Erfüllung und Selbstverwirklichung. Doch ich erreiche dieses Ziel auf eine ganz andere Weise.

 

1. Ich bin der Überzeugung, dass die Rolle einer Frau nicht die gleiche wie die eines Mannes ist, besonders in der Familie. Wir haben vielfältige, unterschiedliche, aber gleichwertige Talente und Aufgaben. Ich freue mich, dass mein Mann die Vorlesungen hält und im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht. Ich sehe es als meine Rolle an, ihn zu unterstützen, dass er seine Aufgabe gut ausüben kann. Das tue ich, indem ich ein kleines Paradies zu Hause zu schaffen versuche, aus dem mein Mann und auch unsere Kinder Kraft für ihre Aufgaben schöpfen können. Ich glaube, eine Frau besitzt mehr Talent, aus dem Heim ein Paradies zu gestalten. Sie hat ein viel feineres Gespür herauszufühlen, was ein jedes Familienglied nötig hat und wie man es dann verwirklicht.

 

2. Nach meiner Erfahrung wird man glücklich und erfüllt, und zwar sowohl in der Familie als auch in jeglichem Beruf, indem man anderen aus ganzem Herzen dient. Glück ist nie ein Ziel in sich selbst. Es entsteht als frohmachendes Nebenprodukt, wenn man andere Menschen glücklich macht. Was befriedigt uns mehr, und wie können wir uns besser verwirklichen als dadurch, dass wir unsere Talente und unsere Fantasie dazu einsetzen, um unsere Mitmenschen glücklich zu machen? Indem wir nach dem Glück und nach Selbstverwirklichung jagen, werden unsere Ansprüche immer höher und immer noch mehr - wir erreichen es nie und sind letztlich unzufrieden."

 

Im heutigen Zeitalter der Forderung von Rechten und Selbstverwirklichung hatte die junge Frau noch nie desgleichen sagen gehört.

Zitatende


Wiedergeburt und Glaube

Siegeskraft zum Überwinden der Welt


Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.  1. Joh. 5,4

 

Das elfte Kapitel des Briefes an die Hebräer lehrt, was die Alten durch den Glauben vermocht, ausgerichtet und erlitten haben, wobei der Apostel Beispiele von Märtyrern anführt, die um Christi willen alles verlassen hatten, was ihnen im Leben lieb war, Eigentum, Haus und Heim, Vater, Mutter, Bruder und Freunde, ja selbst das Leben dahingaben, - alles durch den Glauben.

 

Das heißt die Welt überwinden“; denn ihr Fürst, der Teufel mit allen seinen Eingebungen, die Welt, die Ungläubigen mit Drohungen und Versprechen, das Fleisch mit seiner feinen Empfindlichkeit für Lust und Not, alles vereinigte sich, sie zu Abweichungen und zur Untreue gegen den Herrn zu bewegen.

 

Aber alles das überwanden sie; und die Siegeskraft, die die Welt überwand, war ihr Glaube.

 

Der Sinn des Wortes ist folgender: Ein wiedergeborener, ein gläubiger Mensch ist unter keiner Sache Sklave; er kann allem entsagen, alles leiden und ist nicht Sklave auch nur einer einzigen Sünde oder Lust der Welt, ja nicht einmal in unschuldigen Dingen.

 

Dass er nicht Sklave ist, bedeutet aber nicht, dass ihm das Böse nicht anklebt, auch nicht, dass er nicht in einer bösen Stunde von der Sünde übereilt und umgestoßen werden könne, sondern es bedeutet, dass er nicht in der Sünde verbleibt, nicht Sünde tut wie etwas, mit dem man fortfahren dürfe oder das man nicht entbehren oder aufgeben könne - wie ein Sklave, der jeden Morgen gezwungen wird, unter dasselbe Joch, an dieselbe Arbeit zu gehen. In derselben Weise herrschen auch die Sünde und die Welt über ihre Sklaven, ob sie auch zuweilen darunter leiden, weinen und klagen. Wo kein Glaube ist, da ist keine Siegeskraft, keine Erlösung; sie bleiben in Bezug auf eine gewisse Sünde stets in derselben Knechtschaft - beachte: in Bezug auf eine gewisse Schoßsünde. Denn man kann wohl viele äußere Sünden ablegen, ohne die Kräfte der Gnade zu besitzen.

 

Wer aber von Gott geboren ist, ist nicht Sklave unter irgendeiner Sünde, wenn sie auch stets eine ihm anklebende Versuchung ist, gegen die er täglich in Fehde liegen, wachen und beten muss.

 

Vor allem aber ist der Mensch Sklave unter der Sünde, der nicht einmal gegen sie streitet und betet, sondern sie sogar entschuldigt und verteidigt.

 

Wir sagten soeben, dass ein Wiedergeborener nicht einmal Sklave unter unschuldigen Dingen ist.

  • Es ist z.B. eine unschuldige, ja eine gute und im Worte befohlene Sache, dass ein Kind seinen Vater und seine Mutter liebt; aber Christus sagt: Wer Sklave darunter ist, wer Vater und Mutter nicht um Meinetwillen verlassen kann, wenn es notwendig wird, der kann nicht Mein Jünger sein.

  • Es ist eine unschuldige Sache, Ländereien, Hof, Frau usw. zu besitzen; wenn aber solches so den Sinn beherrscht, dass man nicht zur Hochzeit und zum Abendmahl kommen, nicht Jesus folgen kann, dann gereicht es zum Tode. Wie gesagt, der Glaube und die Neugeburt bewirken nicht, dass die Gefühle, Schwachheiten und Kämpfe der Natur ausbleiben.

 

Es geht darum, dass man, sobald es gilt, sie besiegt und beim Herrn bleibt, wie Asaph sagt: „Es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren … dennoch bleibe ich stets bei Dir, wenn mir gleich Leib und Seele verschmachten.“

 

Das heißt die Welt überwinden.

 

Bin ich zwar religiös, andächtig und gottesfürchtig, wenn aber eine meiner Schoßsünden oder eine an und für sich unschuldige Sache mich anficht und ich bestehe die Probe nicht oder lasse die Sache nicht fahren und kann meinen Schatz und mein Genüge nicht im Herrn haben, sondern folge, wohin die Versuchung mich zieht, werde also überwunden -, dann habe ich nicht den rechten Gott zum Vater und zum Schatz des Herzens, dann habe ich nicht die Siegeskraft der Neugeburt und des Glaubens. „Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt.“

 

Luther sagt darüber: „Und das soll das Wahrzeichen der rechten Christen sein, dabei man erkenne, dass sie von Gott geboren seien, und sie unterscheide von den falschen Kindern, welche allein den Schaum behalten von dem Wort Gottes, aber die Kraft desselben nimmer erfahren; davon wird nun ein Mondkind, da kein recht göttlich Leben noch Kraft ist. Es heißt allhier nicht, von Gott geboren zu sein und doch in dem alten, toten, weltlichen Wesen zu bleiben und nach des Teufels Gefallen in Sünden zu liegen und zu leben, wie du zuvor gewesen bist, sondern dem Teufel und seinem ganzen Reich zu widerstehen. Darum, so du nicht die Welt überwindest, sondern dich überwinden lässt, magst du wohl vom Glauben und von Christus rühmen, aber deine eigene Tat zeugt wider dich, dass du nicht Gottes Kind bist.“

 

Du willst ein Christ sein, zu gleicher Zeit aber bei der Welt oder auch nur bei gewissen Weltmenschen in Gunst stehen.

 

Wenn du dich ihnen aber gleichstellen musst, dann tust du das in dem Grade, dass du von solchen geliebt und geehrt wirst, die nicht nach deinem Herrn fragen, Ihn nicht lieben und ehren.

 

Wovon kann das zeugen?

 

Gewiss nicht nur von einem Verleugnen des Petrus - wodurch er doch nicht der Welt Freund wurde, da er hinausging und bitterlich weinte und sowohl vorher als auch nachher ein offenbarer Jünger Jesu war -, sondern es zeugt von fortdauerndem und herrschendem Sichgleichstellen mit der Welt und von einer Untreue gegen den Herrn.

 

Es zeugt davon, dass dir die Kraft der Neugeburt und des Glaubens fehlt; denn der Welt Freundschaft ist Gottes Feindschaft

 

Darum prüfe dich!

 

Das heißt nur Jesum Christum nennen

Und seinem Herzen ferne sein,

Sich selber nicht im Grunde kennen

Und also nicht um Gnade schrei’n;

 

Und weil sich’s Fleisch und Blut kommode

Und niemals gerne sauer macht,

Ein Christentum nach seiner Mode

 

Erwählet, das die Welt erdacht.

Entnommen aus dem Buch von Mag. Olof Rosenius – ‘‘Tägliches Seelenbrot‘‘

(herausgegeben von LUTH. MISSIONSVEREIN SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. http://www.rosenius.de) 

Auszug aus dem Traktat: Die zwölf "ICH BIN" Worte Jesu Christi  Missionswerk Friedensbote e.V.

Die Nutzung erfolgte mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk FriedensBote e.V. | www.friedensbote.org

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