HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Fokus dieser Webseite liegt in der Weitergabe von bibeltreuen Predigten als MP3 oder Videobotschaft und wertvollen Textbeiträgen für den wiedergeborenen Christen, aber auch für alle, die noch auf der Suche nach dem rettenden Glauben an Jesus Christus unterwegs sind. 

 

Auf unserer START-Seite bringen wir im wöchentlichen Wechsel stets ausgesuchte besonders wertvolle Beiträge zu den verschiedensten biblischen Themen - Aktuelles, Gedankenanstöße, Geschichten, aber auch Grundlegendes zum Evangelium - möge es Ihnen auf Ihrem Weg mit dem Herrn Jesus Christus eine segensreiche Hilfe sein!



Impfzertifikat

 

Ps.23,4 Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.

 

Durch dieses Impfzertifikat wird eine sogenannte Mobilität, eine Grundvoraussetzung für das Wirtschaften, das Reisen und den Tourismus geschaffen. Auch unterstützend dazu kommt der E-Impfpass. Es wird auf Seiten unserer Bundesregierung dafür eingetreten , dass Impfen freiwillig ist.  Was für Synonyme gibt es für das Wort ‘‘Zertifikat‘‘? Es steht für Attest, Beglaubigung, Bescheinigung, Bestätigung, eine Urkunde und ein Nachweis!  Ein Zertifikat bestätigt, dass die Verwendung dieses Präparates, diverser Grundsätze, der vorgegebenen Normen und Richtlinien eingehalten wird. Es geht hier bei diesem Impfvorgang um Sicherheit, denn die Dosis macht es aus.

Ein Leben ohne Unsicherheit und Angst ist also Illusion – wie wir als wiedergeborene Christen, als Kinder Gottes, damit umgehen, ist umso wichtiger.

 

Ps.139,5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

 

Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen und deine Hand auf mich gelegt. Das ist die Bestätigung, die Quintessenz schlechthin, es sind SEINE Zusagen für SEINE Kinder! Und Gottes Wort muss und soll man immer wieder vertrauen! SEIN heiliges Wort bürgt über Tausende von Jahren für SEINE Zusagen! SEINE heiligen Hände hält ER über SEINE Kinder! Nichts und niemand ist stärker und größer als unser Schöpfer-Gott alleine!!

 

2.Mo.3,14 Gott sprach zu Mose: Ich bin, der ich bin!

 

Jesus Christus, unser Schöpfer-Gott, gibt mir meinen unumstößlichen Wert. Dieser Name Gottes verdeutlicht seine Selbstexistenz und Ewigkeit als der Rettende, Wirkende, Helfende. Mehr Sicherheit geht nicht!  Was auch sei, wann es auch sei, wo es auch sei, wie es auch sei, du triffst auf mich als dein lebendiges, heilschaffendes Gegenüber, das je und je deine Gegenwart und erst recht deine Zukunft ist.“ ER ist der einzige wahre Gott, ER ist alleine Gott, ER ist transzendent, ER ist der Heiland.

ER fordert uns aber alle auch zu einem Lebensstil auf, der SEINER Gegenwart angemessen ist.

In dem ganzen wird mehr als deutlich, warum Gott Gott ist. Es ist für uns wiedergeborene Christen das größte Geschenk, dass wir zu genau diesem heiligen, allmächtigen und allwissenden Schöpfer-Gott Vater sagen dürfen und in seiner Gegenwart leben können.

 

Ps.115,3 Aber unser Gott ist im Himmel; er tut alles, was ihm wohlgefällt.

 

Unser Schöpfer-Gott ist bereit, uns als SEINE Kinder zu beschenken mit dem, was wir heute brauchen. Er geht mit uns durch diesen Tag und begleitet uns mit SEINEM Frieden.  Wir  wiedergeborenen Christen, Jünger unseres Herrn Jesus, bekennen uns mit großer Zuversicht und tiefer Gewissheit zu unserem lebendigen Retter-Gott. Für uns steht unser heiliger, allmächtiger Schöpfer-Gott über allem. Er thront im Himmel. Dort thront Gott und führt die Regie der gesamten Weltgeschichte. Gottes Plan mit dieser Welt läuft ab. SEIN Wille geschieht. Alles, was ER will, geschieht!

Gott will mein Bestes. Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, ohne Leid, ohne Tränen, ohne Tod. „Und alles, was Gott will, das tut er auch, er braucht kein Zertifikat!“

 

Gottes große unverdiente Gnade und SEINE Barmherzigkeit ist so grenzenlos wie SEINE Liebe und wird somit nie enden.

Walter Ertl 

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Der starke Griff nach der Weltmacht

 

1.Chr.29,11 Dein, o HERR, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o HERR, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben!

 

1.Tim.6,15 Welche zu seiner Zeit zeigen wird der Glückselige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden.

 

Das Ziel einer solchen Weltmacht ist meistens  die „Bewahrung von Frieden und Stabilität‘‘ auf der gesamten restlichen Welt zu halten! Und sei es mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen! Dahinter steckt die weltpolitische Überlegung, anderen nicht allein das Feld zu überlassen. Machthaber sind Menschen, die Macht haben. In der Bibel gibt es nur den ,,alleinigen Machthaber‘‘, es ist einzig und ,,allein Jesus Christus‘‘, Gottes einzig geliebter Sohn, auch Herr der Heerscharen genannt! Deshalb wird es keinem Weltherrscher je gelingen, diese große Allmacht und Herrschaft über diese Welt zu erhalten! IHM alleine gebührt diese große Weltherrschaft und Macht! 

 

Mt.28,18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.

 

Weltmacht, Allmacht , Vollmacht , Herrschaft und alle Macht der Welt! Weil ich einen Herrn habe, der die Macht hat, mich trotz schwierigster Umstände zu bewahren, habe ich Hoffnung. Ich kann also sagen, dass unser Herr Jesus alle Macht hat, sowohl in der unsichtbaren als auch in der sichtbaren Welt! Jesus Christus wurde vollkommene Gewalt übergeben, die Herrschaft über alles, im Himmel und auf Erden. Das ist ein klarer Beweis für SEINE Gottheit. Die Zeit seiner Erniedrigung war vorbei und unser Schöpfer-Gott hatte IHN über alles und alle erhöht. Aufgrund SEINER Allwissenheit und Allmacht gibt es keinen Weltenherrscher als nur den lebendigen, allmächtigen Schöpfer-Gott, der Himmel und Erde in 6 Tagen erschaffen hatte.

 

Ps.145,3 Groß ist der HERR und hoch zu loben, ja, seine Größe ist unerforschlich.

 

Was ist „loben“ eigentlich? Der Duden definiert: Jemanden, sein Tun, sein Verhalten mit anerkennenden Worten positiv beurteilen und damit seiner Zufriedenheit und Freude Ausdruck geben. Die Größe und Allmacht Gottes ist schlechthin unergründlich, und deshalb ist der Lobpreis, der IHM gebührt, stets hoch erhaben über allem, was wir IHM überhaupt davon darbringen können. Wir werden hier auch immer wieder aufgefordert, uns zu erinnern, wie gnädig und barmherzig unser heilig allmächtiger Schöpfer-Gott ist. Gott gibt uns auf materiellem und geistlichem Gebiet so viele Beweise SEINER  Gnade, Größe, Unerforschlichkeit und Güte, dass wir sie gar nicht alle aufzählen können.

 

Offb.1,8 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der

Allmächtige.

 

Alpha und Omega sind die ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, bildhaft für den Anfang und das Ende. Jesus Christus ist das höchste, souveräne Alphabet, es gibt nichts außerhalb seines Wissens, und somit gibt es auch keine IHM unbekannten Faktoren, die SEINE Wiederkunft verhindern könnten. ER hat die souveräne Herrschaft über jede Person, Sache und Begebenheit, und kein einziges Molekül im Universum befindet sich außerhalb SEINER Herrschaft. Der ganze Reichtum der Wahrheit, die erforderlich ist für die Errettung, Heiligung oder Verherrlichung, ist in Jesus Christus, dem geoffenbarten Gott höchstpersönlich, zu finden.

 

Unabhängigkeit, Vollmacht, Anrecht und Größe, das alleine zeigt die große Souveränität unseres Herrn Jesus. Wahrlich, wahrhaftig, das sei gewiss, Amen! 

Walter Ertl

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen.  Psalm 19,9

 

Er (Jesus) aber sprach: Ja, vielmehr glückselig die, die das Wort Gottes hören und bewahren!

Lukas 11,28

 

Wer bin ich, ist mit dem Tod alles aus?

 

Ein junger Mann, dem ich einen christlichen Flyer geben möchte, lehnt mit den Worten ab: „Ich bin überhaupt nicht religiös!“ - „Aber warum wollen Sie sich nicht einmal mit einem wichtigen Thema vertraut machen?“, entgegne ich.

 

„Ich bin kein Mensch für die Bibel“, fährt der andere fort. - Ob er sie denn schon kenne?, hake ich nach. „Eigentlich nicht!“, erwidert er darauf. Aber dann wird er ernster: „Das Einzige, was ich wissen will, ist, was im Jenseits ist.“ - „Sehr gut, dafür ist die Bibel gerade da.“

 

Dass die Bibel nicht bei jedem auf Interesse stößt, ändert nichts daran, dass sie als Mitteilung Gottes von größter Bedeutung für uns ist. Wer außer Gott selbst könnte uns denn die grundlegenden Fragen unseres Lebens beantworten: Wer wir selbst sind, was es mit dem Leben nach dem Tod auf sich hat, wer Er ist, wie Er uns sieht und ob es einen Himmel und eine Hölle gibt. Zu all diesen Themen haben wir Offen­barungen von Gott, die in der Bibel niedergeschrieben sind. Es lohnt sich, sich damit zu befassen.

 

 

Das Lukas-Evangelium berichtet von einem reichen Mann, der starb, ohne mit Gott versöhnt zu sein. Seine Lebensschuld nahm er ohne Vergebung mit ins Grab. Und so befand er sich, als er im Totenreich erwachte, plötzlich in unbeschreiblichen Qualen an einem Ort der Gottesferne. Solch ein Schicksal kann uns erspart bleiben, wenn wir rechtzeitig die Bibel zur Hand nehmen und sie auf uns wirken lassen. Wichtig ist natürlich, dass wir sie ohne Vorbehalte lesen. Wenn wir Gottes Wort Vertrauen schenken, werden wir den Weg zur ewigen Herrlichkeit bald finden.

aktualisiert 26.02.2021                               

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Auszug aus dem Traktat: Die zwölf "ICH BIN" Worte Jesu Christi  Missionswerk Friedensbote e.V.

Die Nutzung erfolgte mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk FriedensBote e.V. | www.friedensbote.org

 https://www.verlag-friedensbote.de/shop/produkt-191174-ich-bin-der-ich-bin-verteil-broschuere-


Betäubungsmittel für die endzeitliche Christenheit

von Dr. theol. Lothar Gassmann, Pforzheim

 

Gottes Wort ruft uns auf, wachsam zu sein: 

 

Mt 24,42        Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

Mt 25,13        Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

Mt 26,41        Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber                  

                      das Fleisch ist schwach.

Mk 13,33       Seht euch vor, wachet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

Mk 13,37       Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!

1Kor 16,13    Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark!

  

Es gibt viele Ermahnungen im Wort Gottes, wachsam zu sein. Denken wir auch an die klugen und die törichten Jungfrauen. Die sind zwar alle eingeschlafen, aber die Klugen hatten noch eine Ölreserve in ihren Lampen, das heißt, sie waren immer in der Verbindung mit dem HERRN geblieben. Sie sind nicht lau geworden in ihrem Christenleben, sondern festgeblieben in der Heiligung.

 

Der Teufel aber möchte uns einschläfern. Merken wir nicht oft beim Gebet, dass er da schnell kommen möchte, um uns Sandkörnchen in die Augen zu streuen? Gebet ist Kampf. Gebet ist Arbeit. Die können wir nur tun, wenn wir auch bereit sind, dem Teufel zu widerstehen und uns nicht schläfrig machen lassen. Bevor ich auf die sechs Betäubungsmittel innerhalb der konservativen Christenheit eingehen muss, nenne ich zunächst einmal einige allgemeine Betäubungsmittel. Denn es gibt eine Unzahl davon und es gilt vor allem, auf allen Fronten wachsam zu bleiben.

Zu seinen Schlafmitteln gehören unzählige Lehren und Systeme aus dem Bereich der Weltanschauungen, Religionen und Theologien. Als Beispiele mit weitreichender verführerischer Wirkung nenne ich hier nur:

 

-        die Leugnung der Existenz Gottes durch den Atheismus
Ein großes Betäubungsmittel, wenn überhaupt die Existenz Gottes bestreitet wird.

-        die Propagierung falscher Götter durch alle nichtbiblischen Religionen
Wie viele falsche Götter spuken heute herum und wurden kürzlich auch in Assisi wieder zum Friedensgebet eingeladen bzw. deren Vertreter, die dann zu Dämonen beten.

-        die Propagierung von Ersatzgöttern durch ein Heer von Ideologien
Es gibt so viele Weltanschauungen, früher war der Nationalsozialismus einflussreich, heute auch der Kommunismus und der Sozialismus.

-        die Verherrlichung des Menschen anstatt Gottes durch den Humanismus
Besonders einflussreich ist heute der Humanismus bis hinein in die europäische Verfassung, wo der Mensch auf den Thron gesetzt wurde und wo Gott keinen Platz gefunden hat. Deshalb kann auch kein Segen erwachsen aus der Europäischen Union, wo man noch nicht mal mehr den Namen Gottes in eine Verfassung nimmt. Da ist nicht mehr viel zu erwarten, nur noch Antichristliches.

-        die Leugnung der Verdorbenheit und Verlorenheit des Menschen infolge der Sünde
Hier wird gesagt, im Mensch wohnt ein guter Funke, ein edler Kern, so wie es die Mystik, auch die Emerging Church und all diese Bewegungen behaupten. Der Mensch sei nicht so schlecht und verdorben, sondern kann sich selbst erlösen oder mit erlösen, eine große Verführung für viele heutzutage.

-        die Konstruktion von Ersatz-Heilswegen unter Umgehung von Jesus Christus als einziger Weg zum Heil, indem man sagt „Jesus und….“ - alles Mögliche wird hier hinzugefügt.
Aber Jesus bleibt der einzige Weg zum Vater!

-        die Leugnung der Existenz des Teufels, der Hölle und der ewigen Verdammnis
Hierauf komme ich noch bei einem der nachfolgend behandelten sechs Betäubungsmittel ausführlicher zurück.

-        die Beruhigung der Massen durch äußere religiöse Traditionen und Rituale
Auch hierauf komme ich im weiteren Verlauf ausführlich zu sprechen.

-        die Verkündigung einer billigen Gnade ohne Gehorsam gegenüber Gott und seinen Geboten
Jeder wird erlöst, wenn er irgendwie „die Hand gehoben hat“. Wie er dann weiterhin lebt, ob er gehorsam ist usw., spielt keine Rolle.

 

-        das Ausruhen auf einer einmaligen Bekehrung ohne erneute Buße und tägliche geistliche Erneuerung.
Wir brauchen tägliche Erneuerung im Heiligungsleben und Bekenntnis der Schuld in der Nachfolge Jesu Christi.


Das Abendmahl ist ein Gnadenmittel

unseres Herrn Jesus 

In der Nacht, da Er verraten ward, nahm Er das Brot, dankte und brach es und sprach: Nehmet, esset; das ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird. Solches tut zu Meinem Gedächtnis.

1. Kor. 11, 23–24

 

Eines der mächtigsten Hindernisse, das viele gläubige Menschen beim Genuss des heiligen Abendmahls plagt und drückt und ihnen ganz und gar den Trost, die Erquickung und die Freude raubt, die das Abendmahl mit sich führen sollte, ist der Umstand, dass man es als eine Art feierliches Opferfest ansieht, bei dem wir Gott etwas Gutes geben und mit einigen Ihm wohlgefälligen Opfern unserer Frömmigkeit, unserer Buße, unseres Glaubens, unseres Gebets, unserer Vorsätze auf Besserung usw. dem Altar uns nahen sollten. Man bedenkt nicht, dass das Abendmahl ein Gnadenmittel ist, in dem der Herr im Gegenteil uns, Seinen armen, elenden, niedergeschlagenen Kindern, den Trost, die Stärke und Erquickung geben will, deren wir bedürfen.

 

Beachte! Das Abendmahl ist, wie das Wort Gottes, ein Gnadenmittel.

 

Gleichwie man nicht zum Wort Gottes geht, um Gott etwas Gutes zu geben oder vorzuweisen, sondern nur, um daraus etwas Gutes zu empfangen, Kraft und Hilfe gegen seinen Kleinglauben, seine mangelhafte Buße, sein mangelhaftes Gebet usw. zu bekommen, ebenso soll man auch zum heiligen Abendmahl des Herrn als zu einem Gnadenmittel kommen, in welchem man nur Hilfe sucht gegen alles, was einem fehlt. Du aber scheust dich davor, zum Tisch des Herrn zu gehen, weil du dir bewusst bist, dass du in deinem Alltagsleben so mangelhaft bist. Du denkst: Ich bin nicht, wie ein wahrer Christ sein sollte, es ist in meinem Glauben oder in meinem Leben etwas Gebrechliches, es ist ein gewisser bedenklicher Fehler in meinem Christentum, und darum kann ich auch nicht getrost zum Tisch des Herrn gehen.

 

Was bedeuten solche Gedanken anders, als ganz zu vergessen, was der eigentliche Zweck und die Absicht des Abendmahls ist, nämlich gerade ein Hilfsmittel gegen alle Gebrechen und Mängel in unserem Glauben und unserem Leben zu sein! Wäre schon alles wohl mit deinem Christentum, mit deinem Glauben und Wandel, dann brauchtest du nicht zu diesem Gnadenmittel zu kommen, wie ja auch Christus mit Seinem Verdienst nicht für Gerechte, sondern für Sünder gekommen war, wie Er selber spricht: „Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.“

 

Du, der du dieses liest, bedenke einmal folgendes: Wenn ein körperlich Kranker auf eine Aufforderung hin, zum Arzt zu gehen, antwortet: „Das wage ich nicht, denn ich bin so krank, mein Blut ist so vergiftet, mein Ausschlag so arg, dass ich in so jämmerlichem Zustand nicht den Arzt besuchen kann, ich muss erst etwas besser werden.“ Würde man sich nicht über solche Torheit wundern und antworten: „Muss man nicht gerade in der Krankheit den Arzt suchen?“ Genauso aber verhält man sich, wenn man wegen geistlichen Mangels und Siechtums sich fürchtet, zum heiligen Abendmahl des Herrn zu gehen. Es ist uns ja gerade zur Hilfe und zum Heilmittel gegen allerhand Mängel und Krankheiten gegeben. Lasst uns nie die große Liebe des treuen Heilandes vergessen, als Er dieses Gnadenmittel einsetzte! Was sagte Er von Seinem Blut, als Er den gesegneten Kelch darreichte? Von all dem unendlich Großen, das von diesem Blut gesagt werden könnte, nennt Er nur dieses: Es wird vergossen zur Vergebung der Sünden.“ Da sehen wir, was Er wollte. Zum Trost gegen die Sünde, gegen die Seine Kinder am meisten drückende Not, die Sünde, stiftete Er dieses Gnadenmittel. „Zur Vergebung der Sünden.“

 

Es ist Sünde, es ist das Bewusstsein der Sünde und der Untreue gegen meinen Gott, was mir den Trost und die Freimütigkeit, die ich zu Ihm haben sollte, raubt. Als Heilmittel gegen diese Not und diesen Jammer stiftete der Herr dieses selige Gedächtnisfest Seines Versöhnungstodes.

 

Er hat das Abendmahl als Ruhehütte an unserem Wege aufgepflanzt.

 

Wenn wir von der Wanderung müde, an der Seele matt und hungrig, durch unsere Fehltritte oder unser Straucheln und Fallen betrübt und entmutigt sind, sollen wir da hineingehen und uns mit dem Brot des Lebens, mit dem Gedanken an Ihn und mit dem Genuss des Leibes und des Blutes, welches gegeben war zur Vergebung der Sünden, erquicken, um dadurch aufs Neue gewiss zu werden, dass Er uns nicht zürnt.

 

Daraus folgt: Wenn wir uns in einer besonderen Schwachheit, in einem geistlichen Verfall befinden, ist es dringend an der Zeit, zum Gnadentische des Herrn zu eilen, wie man ja auch wegen derselben Gebrechen zum Worte eilt. Das erklärt auch, dass alte Lehrer, die dies erkannten, so davon reden. Luther sagt: „Du musst oft zu diesem Tische gehen, aber in Sonderheit dann, wenn du wohl dazu geschickt bist, d.h. wenn du mit vielen und schweren Sünden beschwert bist.“ Doktor Schwedberg sagt als Antwort auf die Frage, wann man zum Abendmahl des Herrn gehen solle: „Wenn der „knechtische Geist“ den Platz des „kindlichen Geistes“ in eurem Herzen einzunehmen anfängt.“

  

Sie hatten verstanden, dass das Abendmahl ein Gnadenmittel ist!!! 

Aus dem ‘‘Täglichen Seelenbrot‘‘ von Olaf Rosenius
(herausgegeben von LUTH. MISSIONSVEREIN SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. http://www.rosenius.de)

 

Welch unverdiente Gnade, am Brotbrechen teilnehmen zu dürfen!

Ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm, und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis. Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. (1. Korinther 11,23-26)

 

 

Der Herr Jesus hatte sein Mahl eingesetzt, bevor Er am Kreuz sein Leben hingab. Als das auferstandene und verherrlichte Haupt seiner Versammlung (Gemeinde) bestätigt Er jetzt diese Einsetzung vom Himmel her. Der Apostel Paulus, dem das Geheimnis von Christus und seiner Versammlung offenbart worden war, empfängt eine besondere Mitteilung über dieses Mahl. Sie ist noch umfangreicher als die Berichte in den Evangelien. Zeigt uns das nicht, welch große Bedeutung der Herr Jesus diesem Mahl beimisstseinem Mahl, dem Mahl des Herrn?

 

Für uns ist es ein großes Vorrecht, an Brot und Kelch teilzuhaben in liebendem Gedenken an Den, der dieses Gedächtnismahl gestiftet hat! Wir kommen nicht als eingeladene Fremde, sondern umgeben Ihn als solche, die Er „Brüder“ nennt. Er ist der „Erstgeborene“ unter ihnen. Zudem drücken wir durch dieselbe Handlung aus, dass wir Glieder seines Leibes sind. Die Grundlage zu allem ist sein Sühnungstod am Kreuz. Was für eine Gnade! (Hebräer 2,11.12; Römer 8,29; 1. Korinther 10,17)

 

Der Herr Jesus will in der Mitte der Seinen gegenwärtig sein und gewissermaßen als „Vorsänger“ den Lobgesang leiten. Die „Sänger“ sind versammelt in der Gegenwart ihres „Chorleiters“; jedes Auge ist auf Ihn gerichtet.

 

Als Ergebnis seiner Leitung steigen Lob und Anbetung auf zu Ihm und zu Gott, dem Vater, durch Ihn.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 21.2.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )