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SCHRIFTENDIENST FÜR JESUS !

Auf dieser Webseite biete ich ehrenamtlich Hilfe an für das Schreiben, Texten und Ausgestalten von christlichen Botschaften, Literatur oder Auflage von älteren Schriften. Wenn Sie als bekennender Christ Unterstützung brauchen bei der Verbreitung des Evangeliums Jesu Christi und der gesunden Lehre aus dem Wort Gottes, helfe ich gern. (Monika Ertl)

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Gedanken zur Stärkung für die 43. Woche:

Nicht von dieser Welt

 

Joh.17,16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.

Für die Passagiere eines Schiffs besteht keine Gefahr unterzugehen, solange das Schiff unbeschädigt ist, mag die Wasserfläche auch noch so groß sein.

Wenn aber der Schiffskörper aufgerissen wird, weil das Schiff mit einem anderen zusammenstößt oder auf ein Riff auffährt, dann dringt Wasser in die Innenräume ein.

 

Und wenn das Leck nicht schnell genug verschlossen wird, droht der Untergang.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem geistlichen Leben der Christen.

 

Der Herr Jesus sagt von den Seinen: „Diese sind  in  der Welt.“ Und weiter: „Sie sind nicht  von  der Welt, wie ich nicht  von  der Welt bin.“

Joh.17,11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir!

 

Wie das Schiff im Wasser, so ist der Gläubige zwar  in  der Welt, aber nicht  von  der Welt. Die Welt umgibt ihn wie das Wasser das Schiff. Dringt sie aber aus irgendeinem Anlass in sein Herz ein und findet dort Raum, dann muss das „Leck“ gefunden und „abgedichtet“ werden.

 

Der Herr Jesus weiß um diese Gefahr, in der wir stehen.

 

Deshalb hören wir seine Bitte an den Vater:

Joh.17,15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.

 

Wenn wir die „Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus“ wirklich schätzen, werden wir auch die Ermahnung befolgen:

 

1.Joh.1,3 was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.

 

1.Joh.2,15 Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.

 

1.Joh.2,16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.

 

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 29.9.2020 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen ) 


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Christus Jesus war in Gestalt Gottes und machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist.  Philipper 2,5–7

 

Ameisen, gebt acht!

 

Fasziniert beobachtet Michael eine lange Reihe Ameisen, die eine einsame Landstraße überqueren. Da hört er ein Auto herannahen und ruft: „Ameisen, Vorsicht! Ein Auto, verzieht euch schnell!“ Aber die Ameisen sind für die Warnung taub und laufen einfach weiter …

 

Ein Mann beobachtet die vergeblichen Bemühungen Michaels und sagt ihm: „Wenn du möchtest, dass die Ameisen dich und deine Worte verstehen, dann musst du eine Ameise werden!“ Michael bleibt nachdenklich zurück.

Er weiß, dass das unmöglich ist.

Die Distanz, die einen kleinen Jungen von einer Ameise trennt, ist unüberbrückbar. Und doch ist das nichts im Vergleich zu dem, was den Menschen von Gott, seinem Schöpfer, trennt!

 

Doch Gott ist auf uns Menschen zugekommen.

Er möchte mit uns reden, mit uns Gemeinschaft haben.

Gott hat diese unendlich große Entfernung überwunden und ist in der Person seines Sohnes Jesus Christus zu uns auf die Erde gekommen. Er ist Mensch geworden, während Er zugleich Gott geblieben ist.

 

Als kleines Kind in bescheidenen Verhältnissen geboren, wuchs Jesus heran und lebte als Mensch unter Menschen. Eins aber unterschied Ihn von den anderen: Jesus Christus tat nie eine Sünde, sondern führte ein vollkommenes, ein sündloses Leben.

So hat Er uns durch seine Worte und durch sein ganzes Leben gezeigt, wer Gott ist.

 

Durch Ihn hat Gott in einer sehr verständlichen Sprache von seiner Liebe und Gnade und von seiner Heiligkeit zu uns geredet.

 

Und dann ist Christus aus Liebe zu uns am Kreuz von Golgatha gestorben.

 

Nun kann jeder, der an Ihn glaubt, das ewige Leben empfangen. 

aktualisiert 17.10.2020                                    

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UNSER RETTER KOMMT !

Text aus einer Broschüre eines alten Glaubensbruders (Fortsetzung) 


Ein Leben im Segen

unter der Führung des Geistes Gottes

von Karl Zimmermann

Der Geist ist es, der lebendig macht

 

Jesus will uns durch Sein Wort ein geistliches Wachsen schenken: Kolosser 1,10:

„Dass ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes.“

Epheser 1,17:

„Dass der Gott unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.“

Zu diesem Lernprozess soll uns die Fürbitte des Psalmisten auf den Weg bringen:

„Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte. Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Denn deine Güte ist groß gegen mich, du hast mich errettet aus der Tiefe des Todes.“ (Psalm 86,11-13).

Das ist die Aussage, die wir bei Nehemia und vielen anderen Personen in Gottes Wort lesen. Gott der Herr hört auch heute nicht auf, die Seinen auf Bedingungen aufmerksam zu machen, die zu erfüllen sind: Sein Wort aufzunehmen, darüber in Ruhe nachzudenken, um seinen Rat und Seine Führung zu verstehen. Er will uns die Kraft und Einsicht in Herz und Gedanken legen, damit unser Denken und Wollen und Tun durch Seinen Segen recht gelingen.

Wir wollen uns darauf aufmerksam machen, dass der, der in Gottes Wort gut bewandert ist, dem Heiligen Geist die Möglich-keit bietet, ihm eine baldige Antwort auf eine Frage zu geben oder in Form einer Ermahnung zu helfen oder zu raten.

Da haben wir vielleicht Schwierigkeiten, weil wir uns mit Gottes Wort nicht oder wenig beschäftigen. Dieses Übel hat sich in unseren Kreisen sehr eingeschlichen, weil wir uns daran gewöhnt haben, nur noch von vorne zu hören. Dabei wird in der Regel allerdings nur der Verstand erreicht. Das Ziel des Wortes Gottes ist aber das Herz.

Das alleinige Hören des Wortes bleibt für das geistliche Leben ohne Bedeutung, wenn es lediglich ein Kopfglaube bleibt. Wenn der Geist Gottes die gehörten Worte nicht in die Seele und das Gewissen des Hörers einbringen kann, ist das gehörte Wort nicht in der Lage, in dem Herzen des Hörers geistliche Frucht zu erwirken. Wir brauchen uns hier nur an den Gelehrten der Schrift, an Nikodemus zu erinnern. All sein Wissen über den Buchstaben des Gesetzes und der Propheten hatte ihn dem göttlichen Heil keinen Schritt näher gebracht.

Ich erinnere mich da noch an meine Jugendzeit. Da stand vornehmlich in unseren Jugendkreisen das Auswendiglernen von Gottes Wort im Vordergrund. Es gab damals eine internationale Vereinigung von jungen Leuten, deren Verband heute noch existiert, sie nannten sich die „Nagivatoren“. Sie hatten eine Menge Bibelworte gesammelt und boten diese auf Lernkärtchen zum Auswendiglernen an. Wir lernten alle wie in einem Wettstreit. Aber wir merkten bald, dass uns das der Lebendigkeit des Wortes Gottes nicht näher brachte.

Für den, der den inneren Wunsch hat, dass das Wort Gottes lebendig in ihm wirken möge, gibt es einen wirkungsvollen Weg. Wenn du sonntags zum Gottesdienst gehst, dann stecke dir ein Blatt Papier und einen Stift in die Tasche. Schreibe dir die Textstelle auf, worüber der Verkündiger spricht. Kritisiere nicht seine Auslegung, sondern höre ihm zu. Wenn Du dann nach Hause kommst, nehme dir einen Augenblick Zeit, hole dir den Zettel hervor und schlage die Worte in deiner Bibel einmal auf und lese sie mehrmals für dich ganz alleine. Beim Lesen denke bitte nicht nur daran, was der Verkündiger zu dem Wort gesagt hat, sondern werde einen Augenblick still darüber und höre in dich hinein, was dir persönlich während und nach dem Lesen des Wortes in den Sinn gelegt wird. Lese in den kommenden Tagen noch einmal dieses Wort, das du auf dem Papier vermerkt hattest. Wenn die Woche um ist, wirst du merken, dass diese Worte in deinem Herzen und in deinen Gedanken etwas in Bewegung gebracht haben. Es hat eine innerliche Beziehung zu dir gefunden, weil es sich in dir frei bewegen darf.

Lass für dich die Verkündigung des Bruders als sein Zeugnis gelten und beginne du damit, dieses Gotteswort in Ruhe und Stille in dir arbeiten zu lassen. Wenn andere gerne über das verkündigte Wort kritisieren, gehe du ihnen aus dem Wege. Wenn du dich darin übst, in deinem Herzen und in deinen Gedanken einem Wort Gottes Raum zu geben, kommt dir der Heilige Geist zur Hilfe. Er wird dir dieses Wort für dich ganz persönlich wichtig machen, so dass du wie der Psalmist in Psalm 119, 105 bald sagen wirst:

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“

Auf diese Weise wird dir das Wort Gottes lebendig werden. Das ist die Möglichkeit, dem Heiligen Geist den innerlichen Kontakt mit dir zur gegenseitigen Freude zu erleichtern.

Man hält sich heute in der Regel an Kommentaren fest. Aber diese Auslegungen sind meist geis-tiger statt geist-licher Art. Auf diese Weise kann nur das Kopfwissen wachsen. Gottes Geist will aber in unserem Herzen zu Hause sein. Er ruft den Einzelnen und bietet sich an, ihm in Seinem Wort durch Seinen Geist zu begegnen. In Johannes 16,13 lesen wir, dass Er uns in alle Wahrheit führen will. Das göttliche Wort, das in unserem Herzen Wurzeln schlagen kann, ist die allein fruchtbringende Lebensführung.

Alle klugen und intellektuellen Worte, alle politischen Ideen, alle weltweiten Prophezeiungen, alle Unternehmungen, sei es militärisch oder im friedlichen Sinne, sind ohne Ausnahmen gescheitert, - aber Gottes Wort hat sich von Anfang bis heute bewahrheitet.

Wir haben uns anhand von biblischen Berichten deutlich ge-macht, wie Gott der Herr die Seinen in ihrem täglichen Leben führen will. Die Heilige Schrift teilt mit, dass Gott für jeden der Seinen einen Ratschluss getroffen hat, nach dem Er Seine Kinder zum ewigen Heil zubereiten will. Ich möchte dazu zwei Bibelstellen in unser Gedächtnis rufen. Wir lesen in Sprüche 19,21:

„In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des Herrn.“

Der Apostel Paulus sagt in Epheser 1,9:

„Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hat.“

Für das persönliche Glaubensleben eines Wiedergeborenen ist es - und jetzt bin ich ganz vorsichtig - gut zu wissen, was Gott der Herr mit ihm vor hat. Können wir das denn erfahren?

Paulus sagt den Ephesern hier: Ja! Wir wollen versuchen, dieser Aussage nachzugehen.

Aufgrund dieses Seines Ratschlusses führt uns der Herr den Weg, auf dem Er uns zu dem von Ihm verheißenen Ziel führen will. Da sich aber unser alter Mensch immer mal wieder zur Wehr setzt und seinen eigenen Weg gehen will, versucht uns Gott der Herr auf Seine Weise immer wieder zur Besinnung zu bringen, um uns dorthin zurückzuführen, wo wir den biblischen Weg verlassen haben. Denken wir an den verlorenen Sohn. Er musste erst zur Einsicht kommen und dann das Haus des Vaters wieder aufsuchen. Dort fand er dann Gnade und Hilfe.

Wir haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass diese göttliche Erziehungsweise von uns oft nicht erkannt wird. Wir glauben ja, einen Plan fassen zu können, und für diesen selbstgewählten Weg bitten wir dann um den Segen Gottes. Diese Denkart hat sich bei den meisten Gläubigen eingeschlichen. Aber Gottes Wort lehrt uns, unser Leben etwas sorgfältiger zu gestalten.

Wo kann die Ursache liegen, dass Kinder Gottes hier so große Schwierigkeiten haben? Unsere Frage müsste lauten: Wie erkennen wir Gottes Gedanken, damit wir Seinem Ratschluss entsprechend auf Seinem Wege wandeln und in unserem täglichen Leben Gottes Hilfe, Barmherzigkeit und die Herrlichkeit Jesu hier auf Erden schon sehen und erleben dürfen? Hältst du das für möglich?

Um unserem Thema etwas genauer nachzugehen, erlaube mir einige Fragen. Kommen wir vielleicht nur deshalb zusammen, weil wir auch dabei gewesen sein wollen; weil man das so tut; weil man dazu gehören möchte; vielleicht um der Gemeinschaft willen?

Oder beschäftigen wir uns mit dem Wort Gottes, weil es erfahrbar, eine nahrhafte geistliche Speise für unser tägliches Leben ist? Lesen und hören wir nicht nur, so dass sich das geschriebene und gehörte Wort auch in unserem Herzen so aufschließen kann, dass es für unser tägliches Leben Kraft und Hilfe, Wegweisung ist?

Es geht um die Frage, ob das Wort Gottes in unserem Herzen fest verankert ist und nicht nur in unserem Kopf lebt. Nur aus dem Herzen heraus kann unserem Willen befohlen werden, dass wir bereit werden, dem Rat Gottes zu folgen. Das ist die Erwartung, die unser himmlischer Vater an uns stellt. Dazu ist es nötig, dass wir, ganz persönlich, du und auch ich, Seine Worte verstehen und lernen, wie Er durch sie mit uns reden und uns führen will. Zu dieser Antwort müssen wir das Wort Gottes zu Rate ziehen. Über diese Frage, ob wir, die wir ganz gewöhnliche Leute sind, die Worte der Heiligen Schrift überhaupt verstehen können, ist man sich durchaus nicht einig. Ich möchte einen Fall schildern, der uns das deutlich macht.

Während meines Berufes hatte ich katholische Kollegen. Eine Kollegin fragte mich, ob sie nicht einmal in unserer Gemeinde einer Predigt zuhören dürfte. Sie war an einem Sonntag anwesend und hat meiner Wortauslegung zugehört. Ihr katholischer Ehemann, der auch zu unserem Kollegium gehörte, kam an dem folgenden Montag zu mir und fragte, wieso ich mir erlauben könne, das Wort der Heiligen Schrift auszulegen, das könne doch nur der Bischof. Lache bitte nicht. Weißt du nicht, dass auch unsere Gemeinden auf dem Weg nach Rom sind? Ist es nicht in den meisten Gemeinden üblich geworden, dass nur ein Studierter das Wort auslegt, weil man glaubt, dass er das Wort Gottes richtig verstehen würde?

Ich hoffe, du ahnst jetzt, wie tief diese Frage geht: Verstehen wir Unstudierten das Reden des Herrn durch Sein Wort zu uns? Ich weiß sehr wohl, dass der Herr in Seiner Gnade einigen Brüdern eine besondere Gabe der Auslegung gegeben hat. Sie tragen dann allerdings auch eine besondere Verantwortung. Aber wir müssen wissen, dass die Verse, die Worte, die Buchstaben, die wir in der Heiligen Schrift lesen, nur Träger des göttlichen Geheimnisses sind. Jesus sagt in Johannes 6,63:

„Der Geist ist es, der lebendig macht. Das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.“

Wer also Jesus als Herrn in seinem Herzen wohnen hat, hat geistliches Leben in sich und vermag damit die tiefe Wahrheit Seines Wortes zu verstehen. Der Apostel Paulus sagt dazu in
2. Korinther 3,5-6:

„Nicht, dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Der Apostel will deutlich machen, dass die geschriebenen Worte in der Schrift Leben in sich tragen, die uns aber durch die Hilfe des Geistes Gottes aufgeschlossen werden müssen. Es gibt viele Christen, die glauben, dass die Wahrheit der Schrift etwas sei, was man nach dem Buchstaben verstandesmäßig auf-nehmen und festzuhalten vermag. Sie reduzieren damit die biblische Wahrheit zu einem Gesetz. So behandelt auch heute der Buchstabengläubige die biblischen Texte und gibt sie zusammen mit seinem Glaubensbekenntnis wie ein Gesetzbuch weiter. Im Vordergrund steht dann immer die Aufforderung: „Du musst, du musst, dies und jenes tun.“

Der Buchstabengläubige, der das Wort nur kraft seines Wissens und Könnens liest, hat nur zwei Möglichkeiten, mit dem gelesenen Wort umzugehen.

1.    Entweder er liest das Wort und versucht es mit seiner menschlichen Klugheit zu verstehen und gibt das dann mit seiner sprachlichen Begabung weiter.

 

2.    Oder er liest in den Kommentaren nach, was andere schon darüber zu Papier gebracht haben. Aber bei beiden Weisen bleibt das geistliche Geheimnis des gelesenen Wortes verborgen.

So sagen heute die Evangelikalen:

„Wenn du den Text liest, dann hast du die Wahrheit.“

Das ist Buchstabengläubigkeit, Wortgläubigkeit. Auf diese Weise bleibt uns das geistliche Geheimnis des Wortes völlig verborgen. Diese übliche Lehre ist die Ursache des vielfältigen Formen-wesens der christlichen Institutionen. Das Ergebnis ist letztlich das geistliche Erlahmen der Zuhörer.

Ich möchte ein Erlebnis mitteilen, das deutlich macht, wie lebendig das Wort Gottes ist und sein will und wie man es doch falsch verstehen kann. Wir waren in einer Bibelwoche bei der Betrachtung Josefs. Da ich persönlich glaube, dass die Schrift nicht lügt, habe ich seine Kindheit geschildert. Meine Erkenntnis ist, dass Jakob, sein Vater, seinen Lieblingssohn, den Josef, vor all seinen Brüdern zum Nachteil des Jungen verwöhnt hat. Diese falsche Erziehung stellt sich bald heraus, als er seine Brüder bei dem Vater anklagt und dadurch die Beziehung zu seinen Brüdern völlig verliert.

Um nun deutlich zu machen, welche Folgen eine solche falsche Erziehung hat, habe ich gesagt, dass Josef ein arroganter Junge geworden sei. Als dieser Begriff „arrogant“ gefallen war, entstand bei einer Zuhörerin eine große Unruhe. Ich ahnte, aus welchen Kreisen sie kam. Es gibt Gemeinschaften, die lehren eine absolute Typologie. Das heißt, alle Glaubensmänner des Alten Bundes werden von ihnen als Vorläufer von Christus gesehen und sind folglich unantastbar. Diese Erkenntnis hat im 18. Jahrhundert ihren Weg in viele christliche Versammlungen gefunden. So hatte ich nach der Erkenntnis dieser Schwester die Beurteilung „Arroganz“ nicht nur auf die Jugendzeit Josefs bezogen, sondern ihrer Erkenntnis nach auch auf unseren Herrn Jesus Christus. Sie hat dann tatsächlich eine Reihe der Gäste so beeinflusst, dass diese nicht mehr wiederkamen. Es macht mich immer traurig, dass solche Sondererkenntnisse Trennungen hervorrufen.

Nun folgte der nächste Tag. In der ersten Pause kam eine Schwester zu mir und sagte: „Ich möchte mich für die gestrige Auslegung herzlich bedanken. Mir ist die Auslegung der falschen Erziehung des Josef eine Hilfe geworden. Meine Tochter ist von Arroganz befallen. Ich habe nicht gewusst, dass das meine Schuld ist. Ich habe sie wirklich allen ihren Geschwistern vorgezogen.“

Merkst du, was passiert war? Die eine der Zuhörerinnen beurteilte die Auslegung nach ihrer absolut allein richtigen Erkenntnis. Wer eine andere Erkenntnis hatte als sie, der lag falsch. Und solche Leute sind unbelehrbar. Die andere Schwester hatte als Mutter auf die Auslegung des Wortes gehört und das mit ihrem Leben verglichen. Ihr war das Wort Hilfe und Trost geworden. Jetzt wusste sie, auf welche Weise sie den Herrn bitten konnte, der Tochter zu helfen. Hier hatte der Geist Gottes wirken können.

Das Wort der Heiligen Schrift ist durch den Geist Gottes den Schreibern des Wortes Gottes inspiriert worden. Die dem Wort innewohnende göttliche Wahrheit will der Heilige Geist den Seinen nun auch weiterhin offenbaren. Er will auch heute den gläubigen Leser oder Hörer des Wortes Gottes inspirieren, ihm das Wort aufschließen, verständlich machen. Das geschieht geist-lich und hat mit Klugheit nichts zu tun. Das bedarf aber der persönlichen Verbindung durchs Gebet mit unserem Herrn. Er will uns durch den Heiligen Geist in unserem Herzen Sein Wort öffnen und unseren Gedanken verständlich machen. Sich das schenken zu lassen, dazu bietet der Herr den Seinen eine Hilfe an. Wir haben eben von den unterschiedlichsten Erkenntnissen gesprochen. Sie entstehen fast immer durch geistige, kluge Erklärungen. Der Heilige Geist will aber geist-liche Hilfe vermitteln. Was soll ich hier jetzt tun? Heißt das, dass ich Ihm alles im Gebet sagen und Ihm es dann überlassen soll, wann und wie Er mir antwortet?

JA – wir müssen lernen, uns in Geduld zu üben. Der Herr vergisst unsere Fragen und Bitten niemals. Gottes Wort gibt uns dazu die Anleitung in Psalm 37,7:

„Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.“

ER kommt nie zu spät. Wir sind nur oft zu ungeduldig. Ich weiß sehr wohl, dass es Ereignisse und Vorfälle in unserem Leben gibt, wo wir sofort Stellung nehmen müssen. Aber auch dabei kommt es darauf an, dass wir den Herrn sofort auf der Stelle um Hilfe und Rat bitten. Er will und kann uns in allen Schwierigkeiten raten und helfen. Wir müssen uns immer erneut bewusst machen, dass Er durch Seinen Geist in unserem Herzen wohnt. Er hört unser Rufen und Fragen. Er wird uns antworten! Hören wir auf Ihn?

Unsere Fragen müssen uns ins Gebet führen. Unsere ganze Not und Unerfahrenheit sollten wir Ihm klagen und dann warten lernen, bis Er uns Seine Antwort in Herz und Gedanken legt. Wir müssen lernen, um Geduld zu bitten und Fürbitte zu halten für das, was sich uns als Schwierigkeit erweist. Sind wir uns überhaupt darüber im Klaren, dass die Fehler oft in uns selbst liegen? Darum müssen wir zuweilen lange auf eine Antwort von unserem Herrn warten. Es gibt für Ihn kaum etwas Schwereres, als uns deutlich zu machen, dass wir persönlich die Ursache eines Fehlers sein können. Wer lässt sich davon schon gerne überzeugen? Aber diese Erfahrung lässt ein immer größeres Vertrauen zu unserem Herrn wachsen. Einige unserer Glaubensväter sind auf diese Weise zu einer Gelassenheit in ihrem Leben gekommen, so dass unser Herr sie letztlich zu Propheten und Sehern gebrauchen konnte.

Im Stillesein und Beten lernen wir, die Sprache des Heiligen Geistes zu verstehen. Das Wort aus Psalm 119, 67 ist mir da eine große Hilfe geworden:

„Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.“

Wenn du zu der Überzeugung kommst, dass das, was ich hier sage, vielleicht der einsame Gedanke eines alten Mannes sei, möchte ich gerne einen erfahrenen Bruder zur Sprache kommen lassen. Als ein einfacher Bruder hat er über mehrere Jahr-zehnte in einer Gemeinde Dienst getan, es ist William TOZER. Er spricht aus seiner langjährigen Erfahrung und sagt:

„Manchen mag es schockieren, dass es einen Unterschied zwischen „Bibelbelehrten“ und „Geistbelehrten“ gibt. Trotzdem ist das so! Es ist möglich, die Grundlagen des Glaubens zu kennen und doch von der ganzen Sache nichts zu verstehen. Und es ist möglich, fortzufahren und sogar ein Experte in biblischer Lehre zu werden, ohne geistlich erleuchtet zu sein. Daraus ergibt sich, dass ein Schleier über dem Verständnis liegen bleibt, der das Erfassen des geistlichen Wesens der Wahrheit verhindert.

Die meisten von uns kennen Gemeinden, die ihre Kinder die Bibel lehren und das Gelernte in „Christenlehre“ und Konfirmandenunterricht festigen und doch kein lebendiges Christentum oder spürbare Gottesfurcht hervorbringen. Als Mitglieder liefern sie keine Beweise dafür, vom Tode zum Leben hinübergegangen zu sein. Keines der Kennzeichen der Errettung, die in der Bibel so klar beschrieben werden, wird bei ihnen gefunden. Ihr religiöses Leben verläuft korrekt und ist bemerkenswert nur moralisch; alles bei ihnen ist mechanisch und gar nichts Strahlendes geht von ihnen aus. Viele von ihnen nehmen alles furchtbar ernst; aber sie sind geist-lich blind.

Es wird gesagt, dass die Schrift mit demselben Geist gelesen werden muss, der sie ursprünglich inspiriert hat, wenn man sie verstehen will. Das wird niemand leugnen; aber selbst ein solcher Satz wird bei denen nur im Kopf stecken bleiben, deren Herz der Heilige Geist nicht entflammt hat.“

So sieht das Bruder Tozer.

Wenn es denn nun bei uns so wäre, was ist dann zu tun? Es ist für den nicht schwer, der ehrlich seine Not erkennt und nach Hilfe ruft. Der, der wirklich helfen kann, unser Heiland Jesus Christus, zeigt uns einen ganz einfachen Weg. Wir wissen alle um diesen Weg. Wir haben ihn unseren Kindern immer wieder empfohlen: „Du musst beten!“ Aber als wir erwachsen wurden, war uns das zu einfach, zu billig. Wir wollen ja irgendwie mitwirken und an einem Erfolg beteiligt sein. Und genau da liegt der Fehler.

Ich lese das Wort gekürzt vor, wo uns die göttliche Hilfe geöffnet wird, weil ich es schon einige Male erwähnt habe.

„Und wenn ihr betet, so sollt ihr nicht sein wie die Heuchler. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater wird dir’s vergelten. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft.(Matthäus 6,5-8).

Diese Worte tragen die ganze göttliche Hilfsbereitschaft in sich. Hier stehen wir am Ende unserer Frage, die wir uns zu Anfang stellten: „Wie erzieht uns Jesus durch Seinen Geist?“ Es geht um unser Gebetsleben, wo wir uns vor dem Angesicht Gottes ganz öffnen können und dürfen und nichts zurückhalten.

Es hat bei mir lange gedauert, um das zu erkennen. Aber ehe ich das irdische Leben verlassen darf, möchte ich gerne darauf aufmerksam machen, dass das Leben im Geist tiefer und lebendiger ist, als wir heute in der Christenheit vielfältig hören, sehen und erleben. Diese geistliche Abhängigkeit führt zu einer unbegrenzten Gelassenheit im Vertrauen auf Gottes Führung. Wir brauchen kein Recht zu erkämpfen, der Herr kämpft für uns! Ich schließe mit einem Wort aus Johannes 7,37-38:

„Am letzten Tage des Festes, der der höchste war, stand Jesus auf und rief: „Wen da dürstet, der komme zu  mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

 

Dies allein bringt uns zur inneren Ruhe!

(Zitat des 7. Kapitels des Buches "Ein Leben im Segen unter der Führung des Geistes Gottes") 

Das Buch ist wieder lieferbar im "Büchertisch"


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