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SCHRIFTENDIENST FÜR JESUS !

Auf dieser Webseite biete ich ehrenamtlich Hilfe an für das Schreiben, Texten und Ausgestalten von christlichen Botschaften, Literatur oder Auflage von älteren Schriften. Wenn Sie als bekennender Christ Unterstützung brauchen bei der Verbreitung des Evangeliums Jesu Christi und der gesunden Lehre aus dem Wort Gottes, helfe ich gern. (Monika Ertl)

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Gedanken zur Stärkung für die 28. Woche:

Eifersucht Neid Anerkennung

Jeder schielt auf das, was der andere womöglich mehr hat, mehr bekommt.

"Nicht wegen des Mangels sage ich das; ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde".Phil.4,11

Mehr Geld, mehr Anerkennung, mehr Erfolg - im nahen Familienkreis oder auch im engsten Kreis der Glaubensgeschwister!

Oder nicht?

Geht es Dir da besser?

"Grausam ist der Zorn und überwallend der Grimm; aber wer kann vor der Eifersucht bestehen?" Spr.27,4" 

Und Neid ist dabei eine Wurzel allen Übels, heißt es im Jakobusbrief.

Wenn Jesus Christus immer mehr zur Mitte meines Lebens wird, dann werde ich lernen, wie Paulus es gelernt hatte, sich genügen zu lassen.

Je mehr Jesus Christus zum Mittelpunkt unseres Lebens wird, umso mehr verlieren weltliche Reize ihre Kraft. 

Jesus schenkt mir dafür ein Leben in einer wunderbaren Freiheit, Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Lasst uns alle in dieser Gesinnung in die neue Woche starten! W. Ertl



Wer ist Gott - Gott ist der Erste - das A und das O

Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott! Ps.53,2

 

Es ist schon verwirrend, was die Leute über Gott sagen. Viele bestreiten, dass es überhaupt einen Gott gibt. Andere erkennen zwar noch die Existenz eines Gottes an, haben aber von diesem Gott recht eigene und sehr unterschiedliche Vorstellungen. Ist Gott ein ganz geheimnisvolles Wesen, das von niemand erkannt werden kann? Kümmert Gott sich nicht um seine Geschöpfe, jedenfalls nicht um die Einzelheiten ihres Lebens? Mit solchen Fragen setzt sich der Mensch aus­ein­ander, der sich von seinem eigenen Standpunkt aus Gedanken über Gott macht.

 

Gottes Wort geht aber stattdessen von der Offenbarung aus, die Gott von sich selbst gegeben hat. Denn – so glauben wir – der lebendige Gott hat sich offenbart: in seinem Sohn Jesus Christus, in seinem Tod und seiner Auferstehung. Und die Bibel ist die zuverlässige Urkunde, in der uns diese Heilstatsachen glaubwürdig bezeugt werden. In der Bibel sagt Gott selbst uns dann auch, wer Er ist und was Er ist:

 

Gott kennt uns alle, einschließlich unserer Gedanken, Wege und Worte. (Ps.139,1-4).

 

Ps.139,1 HERR, du erforschst mich und kennst mich!

Ps.139,2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ps.139,3 Du beobachtest mich, b ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen;

Ps.139,4 ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, dass du, HERR, nicht völlig wüsstest.

2. Gott kann alles, und nichts ist zu groß für Ihn (Hiob 42,2).

Hio.42,2 Ich erkenne, dass du alles vermagst, und dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.

3. Gott ist überall, und niemand kann sich vor Ihm verbergen (Jer.23,23.24).

Jer.23,23 Bin ich denn nur Gott in der Nähe, spricht der HERR, und nicht auch Gott in der Ferne?

Jer.23,24 Oder kann sich jemand so heimlich verbergen, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde? spricht der HERR.

4. Gott ist unveränderlich, sowohl in seinem Wesen als auch in seinem Wort ( Jes.40,8).

Jes.40,8 Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen; aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit!«

5. Gott ist ewig; Er hat keinen Anfang und kein Ende (Jes.40,28).

Jes.40,28 Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der HERR, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich!

6. Gott ist heilig und kann Sünde nicht ertragen (Jes.6,3).

Jes.6,3 Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen1; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!

7. Gott ist Liebe; und sein Wunsch für uns ist in dem Wort ausgedrückt:

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (1.Joh.4,8; Joh.3,16).

 

Gott sei Dank, dass Er sich uns offenbart hat!

 

1.    Wie lieb ist der liebe Gott?

Wenn Gott gut ist, wie kann er dann zornig werden? Lässt sich das Bild eines liebenden Vaters mit dem eines strafenden Richters vereinen?

  

Von Gottes Liebe singen Christen auf der ganzen Welt, an Autos kleben „Jesus liebt dich“ -Aufkleber und Kinder richten ihre Gebete an den „lieben Gott im Himmel“. Doch wer die Bibel aufschlägt merkt schnell: Gott wird nicht nur als der liebende Vater geschildert. Er bestraft mitunter scheinbar gnadenlos, vernichtet Familien, Städte und ganze Völker. Er wird zornig und schafft diesem Zorn Luft. Stellt sich die Frage: Wie lieb ist der liebe Gott wirklich? 

 

2.    Von was wir reden

Eines sei zur Orientierung vorweggenommen: Untersucht man Gottes Handeln in der Bibel, fällt ein Unterschied zwischen Altem und Neuem Testament auf. Während Gottes Zorn im Alten Testament häufig in einer konkreten Strafe resultiert, ist dieses Strafen Gottes im Neuen Testament kaum zu finden.

  

Dort ist hingegen meist vom kommenden Zorn in Bezug auf das Endgericht die Rede. Der folgende Artikel untersucht anhand ausgewählter Bibelstellen die Gründe für Gottes Strafen. Anhand dessen wird erläutert, ob das Bild eines strafenden Gottes mit dem eines liebenden zusammenpasst. 

 

3.    Zerstörung aus Willkür…

Eines der bekanntesten Beispiele für Gottes Zorn im Alten Testament ist die Vernichtung der Städte Sodom und Gomorra (1.Mo.18-19). Darin wird berichtet, dass die Bewohner moralisch völlig verdorben waren. Keiner hatte Respekt vor dem Leben oder der Würde des anderen. Der Schwächere wurde skrupellos ausgenutzt und misshandelt.

 

Lüge, Betrug, Ehebruch, Gier und falsche Götzen – all diese Dinge, die die Bewohner von Sodom und Gomorra praktizierten, machten ihr Leben unerträglich. Aus diesem Grund schrien die benachteiligten Bewohner zu Gott (1.Mo.18,20f).

  

Gott hörte ihr Schreien und machte sich ein genaues Bild der Lage. Er stellte fest: Außer ein paar einzelnen Personen – die Gott später rettete – befand sich nicht ein einziger Gerechter unter ihnen. Das Leid war so groß, dass die einzige Lösung, der Ungerechtigkeit ein Ende zu machen, in der Vernichtung der Städte lag. (1.Mo.19,24f) 

 

4.     …oder Befreiung aus Mitleid?

Wer Sodom und Gomorra hört, hat meist das Bild eines wahllos zerstörenden Gottes vor Augen. Doch vielleicht ist hier ein Perspektivwechsel nötig. Kann seine Strafe nicht zugleich ein Akt der Befreiung sein? Denn Gott machte mit seinem Eingreifen dem Leid und der Ungerechtigkeit ein Ende.

 

Andere Bibelstellen bestätigen, dass Gott stets dann eingreift, wenn er Ungerechtigkeit sieht, durch die sich der Mensch selbst zerstört. Gott wird beispielsweise zornig, wenn der Stärkere den Schwächeren ausnutzt (2.Mo.22,21-23), jemand sich gleichgültig gegenüber seinem leidenden Mitmenschen verhält (Mk.3,1-6) oder aus Eigennutz tötet und betrügt (2.Sam.11-12). Sprich: Wenn Menschen ihre Überlegenheit benutzen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Gott tritt dann für die Leidtragenden, Schwachen und Ausgegrenzten der Gesellschaft ein. Sein Eingreifen beweist, dass er nicht teilnahmslos auf das Weltgeschehen schaut, sondern mitfühlt und aktiv Anteil am Leben des Einzelnen nimmt.

 

5.    Gottes Ziel: Augen öffnen und zur Umkehr bewegen

Ob durch direktes Strafen im Alten Testament oder durch die Warnung vor dem „kommenden Zorn“ im Neuen Testament: Gottes Zorn und sein Strafen zielen immer darauf ab, den Menschen von falschen Wegen wegzuziehen und ihn zurück in seine Gemeinschaft zu bringen (Jer.36,7; Lk.5,32; 2. Kor.5,20). Gottes ursprünglicher Plan mit dem Menschen war eine Beziehung und ein Zusammenleben in Frieden. (1.Mo.1,26f)

 

Doch Gott zwingt den Menschen nicht dazu. Sein Werben um den Menschen ist vergleichbar mit der Erziehung von Kindern. Ein Vater, der seine Kinder liebt, stellt Regeln auf, um seine Kinder zu schützen, sie auf ein Leben in der Welt vorzubereiten. Halten die Kinder sich nicht daran, mahnt der Vater sie geduldig. Sieht er sein Kind jedoch auf die völlig falsche Bahn geraten, greift er auch mit härteren Maßnahmen durch – weil er sein Kind liebt und schützen möchte.

 

Diesen väterlichen Umgang finden wir auch bei Gott. Das Alte Testament beschreibt, dass sich das Volk Israel immer wieder von Gott abwendete und unnütze Götter verehrte (z.B. Rich.2,18-19; 8,33-35).

Doch anstatt dem Volk den Rücken zu kehren, beruft Gott einzelne Menschen, um das Volk zu warnen und ihnen klar zu machen, dass sie in ihr eigenes Verderben rennen. Erst wenn das nicht fruchtete, griff Gott zu harten Strafen. Meist wandte sich das Volk ihm erst dann wieder zu, als sie völlig hilflos waren. Doch Gott nahm sie wieder auf, segnete sie, anstatt zu verurteilen.

  

Die Bibel macht durchweg klar: Gottes Strafe ist erst die allerletzte Instanz. Am Anfang steht eine Warnung, dann der Zorn und erst als letzte Maßnahme greift Gott zur Tat. Und selbst die Strafe hat immer noch zum Ziel, den Menschen wieder wachzurütteln und Gerechtigkeit wiederherzustellen. Die Menschen von Sodom und Gomorra hatten es so weit getrieben, dass Gott sie vernichtete. Doch auch diese Handlung hatte zum Ziel, für alle übrigen Völker ein mahnendes Beispiel zu sein (vgl.Jud 7). 

 

6.    Der kommende Zorn oder: die kommende Gerechtigkeit

Wie bereits erwähnt, kommt das direkte Strafen Gottes im Neuen nur noch sehr selten vor. Die Geschichte von Ananias und Saphira ist dabei eine der großen Ausnahmen (Apg. 5). Wenn im Neuen Testament die Rede vom zornigen oder strafenden Gott ist, bezieht sich das auf ein kommendes Ereignis. Ein Beispiel aus Rö.2,5:

 

„Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes.“ (siehe auch Matt.3,7;1.Ths.1,10)

 

Der Ausdruck „Tag des Zorns“ steht hier, wie auch an anderer Stelle, synonym für das Endgericht. In diesem letzten Gericht wird wiederhergestellt werden, was auf der Erde nicht möglich ist: Gerechtigkeit.
Schon Platon, Aristoteles oder Thomas von Aquin zerbrachen sich die Köpfe darüber, was Gerechtigkeit überhaupt ist. Handelt es sich dabei lediglich um eine innere Einstellung, die nur mein eigenes Handeln betrifft, oder muss sie Ausdruck im Umgang mit meinem Nächsten finden? Wenn ja, in welchem Maß? Schon was die Definition angeht, kamen die Philosophen nicht überein. Wie viel schwerer ist dann die Umsetzung. Auch darüber haben große Denker Theorien verfasst – ohne Erfolg.

 

Vollkommene Gerechtigkeit auf der Erde bleibt eine Utopie.

Eine zehnjährige Haftstrafe für einen Kinderschänder kann kein zerbrochenes Leben wieder gut zu machen. Kein Schmerzensgeld der Welt einem Querschnittsgelähmten seine Lebensqualität wiedergeben. Menschen, die selbst Opfer waren, werden zu Tätern. Wer will sie richten und nach welchem Maß? Wie unser Rechtssystem, so sind auch soziale Voraussetzungen alles andere als fair. Ein Kind wird in eine wohlhabende, intakte Familie hineingeboren, ein anderes wächst in ärmlichen oder gar gewalttätigen Verhältnissen auf. Ungerechtigkeit ist ein Problem, das mit noch so großen Bemühungen nicht behoben werden kann. Und trotzdem: So abstrakt, schwer greifbar und kaum umsetzbar Gerechtigkeit auch ist. Jeder Mensch hat dennoch ein Gespür dafür, eine Sehnsucht nach vollkommener Gerechtigkeit.

 

Die Hoffnung, dass auch die verborgene Ungerechtigkeit, die jemand an mir begangen hat, geradegerückt wird. 

 

7.    Aus Utopie wird Realität

Diese Hoffnung wird sich im Endgericht erfüllen, von dem die Bibel unter anderem in der Offenbarung (20, 11-14) und im Matthäus-Evangelium (25, 31-46) spricht. Die Bibelstellen machen deutlich, dass es nicht egal ist, wie ich mein Leben lebe. Besonders im Matthäus-Evangelium macht Jesus klar: Was du einem anderen getan hast, hast du mir getan – und danach wirst du beurteilt werden. Auch in der Offenbarung ist beschrieben, dass die Menschen „nach ihren Werken“ beurteilt werden (20, 13). Gott wird sich mein Leben anschauen und alle Situationen betrachten.

Die, in der ich einen einsamen Menschen besucht habe, genauso aber auch die, in der ich zu faul oder egoistisch war, meinem Nächsten etwas Gutes zu tun. Ich werde sowohl auf der Seite des Klägers, als auch auf der des Angeklagten sitzen und mich für das verantworten müssen, was ich getan oder wie ich gelebt habe. (Römer 2,1-16)

Dieses Endgericht zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Gott vollkommen gerecht richten wird.

 

Sein Gerechtigkeitssinn ist fehlerlos. Er kennt alle Hintergründe meines Lebens, meine Motive, Freude und Ängste. 

 

8.    Mein Leben auf der Waagschale?

Schaue ich mir diese Hinweise über das Endgericht an, wird klar: Gott ist vollkommen gerecht.

Aber das Urteil wird deswegen nicht unbedingt zu meinen Gunsten ausfallen. Denn Gott subtrahiert nicht einfach die schlechten von den guten Taten und schaut, was unterm Strich herauskommt. Meine Taten werden nicht abgewogen. Das funktioniert in einem weltlichen Gericht auch nicht. Ein Täter bleibt schuldig, auch wenn er noch so viel Gutes getan hat. Allein Gottes Gnade kann mich also noch freisprechen und von aller Schuld befreien. Denn Gott selbst hat in seinem Sohn Jesus die Strafe auf sich genommen, als er am Kreuz starb. (Römer 8,31-39)

Dadurch ist es jedem Menschen möglich, Vergebung von seiner Schuld zu erlangen und vor Gott als gerecht zu stehen.

Gottes Eingreifen im Leben des Menschen will ihn wachrütteln und ihn zu sich ziehen. Gleichzeitig macht die Bibel aber auch unmissverständlich klar, dass Gottes Geduld nicht ewig währt. Auch sein Werben um den Menschen hat irgendwann ein Ende. Deshalb können die unmissverständlichen Hinweise der Bibel auf das Endgericht für mich ein Warnsignal sein, das mich auffordert, mein Leben zu hinterfragen und zu dem Gott umzukehren, für dessen Gemeinschaft ich eigentlich bestimmt bin. Gottes Strafen in der Bibel ist ein Warnzeichen für jeden Menschen.

Es soll Augen öffnen und zur Umkehr bewegen. 

Es macht deutlich, dass Gott an jeder einzelnen Person interessiert ist und ihn für sich gewinnen möchte. 

 

9.    Ein liebender und ein strafender Gott zugleich

Lässt sich das Bild eines liebenden Gottes mit dem eines strafenden vereinen?

Ja.

Denn Gottes Eingreifen ist die Folge seiner Liebe und seines Interesses am Menschen.

Liebe und Strafe Gottes gehen immer Hand in Hand: Wahre Liebe muss sich in einem gerechten Handeln auswirken, sonst ist die Liebe wertlos.

Genauso muss ein gerechter Gott aber auch strafen, sonst wäre er nicht gerecht. Gottes Liebe zeigt sich also gerade dadurch, dass er nicht unbeteiligt ist, sondern am Leben des Einzelnen interessiert ist.
Er sieht nicht gleichgültig zu, sondern fühlt und leidet mit, greift aktiv ein. Er weiß, dass seine Gemeinschaft für den Menschen das Beste ist.

Deswegen wird er traurig und zornig, wenn jemand sein Leben durch Sünde zerstört und kein Interesse an ihm hat. 

Solch starke Gefühle hat nur ein Vater, der sein Kind wirklich liebt.


   (aus Gute Saat 2017 und ERF (
https://www.erf.de/glaubens-faq/wie-lieb-ist-der-liebe-gott/33618-10)

 


Gottes Visitenkarte

Die Bibel nennt einige Namen Gottes und gibt so einen spannenden Einblick in seinen Charakter.

 

Ist Jahwe im Alten Testament gleichzeitig Gott-Vater im Neuen Testament? Und lassen sich die Gottesbezeichnungen aus dem Alten Testament auch auf Jesus übertragen? Alfred Dannecker versucht, eine Antwort auf diese Fragen zu geben.

 

Die Namen Gottes

 Zu Beginn möchte ich etwas ausführlicher auf die Namen Gottes im Alten Testament eingehen. So entsteht ein Überblick über die vielfältigen Namen Gottes. Vorne weg ist noch zu sagen, dass Namen in der Bibel mehr sind als Schall und Rauch.

 

Sie beschreiben ihren Träger und offenbaren oft eine bestimmte Eigenschaft. Die verschiedenen Namen, mit denen Gott in der Bibel bezeichnet wird, offenbaren deswegen etwas von seinem Charakter. Wenn man die Bedeutung der Gottesnamen im Alten Testament mit den Eigenschaften Gottes im Neuen Testament vergleicht, dann wird deutlich, dass es sich dabei um ein und denselben Gott handelt. Ob sich Gott den Israeliten als Jahwe offenbart oder ob er durch Jesus Christus als Gott-Vater handelt: Er ist und bleibt derselbe Gott.

 

Übrigens bedeutet die Bezeichnung „der Name des Herrn“ auch ohne konkrete Gottesbezeichnung schon etwas. „Den Namen des HERRN anrufen“, bedeutet ihn anbeten oder Gott um Hilfe bitten (1.Mose 21,33). Wer dagegen seinen Namen missbraucht, entehrt Gott (2.Mose 20,7). 

 

El und Elohim

Das Wort Elohim (Gott) kommt im Alten Testament etwa 2570 Mal vor. Davon bezieht es sich 2310 Mal auf den wahren Gott. Erstmals begegnen wir diesem Namen im allerersten Vers der Bibel. Falsche Götter werden gelegentlich auch so bezeichnet. Manche Ausleger leiten Elohim von „Furcht“ ab. Womit dann auf die Ehrfurcht, Achtung und Anbetung verwiesen wäre, die Gott zustehen.

Andere führen den Namen auf die Grundform „stark“ zurück. Dabei steht die Kraft Gottes im Vordergrund. Die zweite Möglichkeit wird als die Wahrscheinlichere angenommen. Der wahre Gott ist somit der starke und mächtige, der erhabene Gott. Dabei steht diese majestätische Größe im Zusammenhang mit seinen Machttaten: In Beziehung zu seiner Souveränität, in Beziehung zu seinem Schöpfungswerk, in Beziehung zu seinen Gerichten und in Beziehung zu seinem Wirken für Israel. 

 

Anzumerken wäre hier noch, dass Elohim die Mehrzahl des Wortes El ist.

 

Zusammensetzungen mit El

Die Zusammensetzungen mit El (bzw. auch mit Jahwe; siehe unten) sind keine neuen Namen Gottes sondern Bezeichnungen oder Titel, die oft aus Schlüsselereignissen entstanden sind. Sie beschreiben Aspekte Gottes, die erfahren wurden und auch heute noch erfahrbar sind. Denn Gottes Wesen verändert sich nicht. 

Einige Beispiele:
El Shaddai: Die Herkunft von Schaddai ist nicht ganz klar. Manche leiten Schaddai von einem Wort ab, das „Berg“ bezeichnet. Andere nehmen an, dass es die Grundbedeutung „stark sein“ oder „Herr“ hat.

Allgemein wird dieser Gottesname so verstanden, dass er Gott als den Allmächtigen bezeichnet. So offenbart sich Gott den Erzvätern, um ihnen Trost zu spenden und den Bund mit Abraham zu bestätigen. (1.Mose 17,1, 1.Mose 28,3, 1.Mose 35,11).

 

El Eljon: Dieser Name betont Gottes Stärke, Souveränität und Erhabenheit: Er ist Gott, der Höchste. Er wird erstmals von Melchisedek verwendet, als er Abraham segnet (1.Mose 14,19).

 

El Olam: Dieser Name bedeutet der ewige Gott. „Olam“ stammt von einer Grundform mit der Bedeutung „von der grauen, undenklichen Vorzeit“ oder auch „von der ununterbrochene Zukunft“. Er betont Gottes Unveränderlichkeit (1.Mose 21,33, Psalm 100,5) und wird mit seiner grenzenlosen Kraft in Verbindung gebracht (Jesaja 40,28).

 

El Roi1: Der Gott, der sieht. Dieser Name wurde Gott von Hagar gegeben, als er von der Geburt Ismaels zu ihr sprach (1.Mose 16,13).

 

Jahwe

Der zweite Name Gottes ist der Name, mit dem er sich persönlich offenbart hat: JHWH oder Jahwe (Herr). Dieser Name kommt am häufigsten vor, im Alten Testament etwa 5321 Mal. Der Ursprung von JHWH ist nicht eindeutig geklärt. Allgemein wird angenommen, dass sich das Wort von der Wurzel „hawa“ herleitet, mit der Bedeutung von „sein“, „werden“, bleiben“.

 

Den Namen verwenden schon Menschen zur Zeit Sets, Noahs und Abrahams (1.Mose 4,6). Aber erst Mose wurde die tiefe Bedeutung des Namens geoffenbart. Gott ist den Erzvätern erschienen, aber nicht unter seinem Namen Jahwe (2.Mose 6,2-3). Die Offenbarung wurde erst Mose am brennenden Dornbusch zuteil, indem sich Gott als der „Ich bin, der ich bin“ oder „ich werde sein, der ich sein werde“ vorstellt. Hier bedeutet der Name vor allem Gottes Gegenwart bei seinem Volk Israel.

 

Weil „Jahwe“ Gottes persönlicher Name ist, betrachtete man ihn nach dem babylonischen Exil als heilig und unaussprechlich. Deshalb ersetzte man ihn für gewöhnlich mit Adonai (siehe unten), so dass im 6. und 7. Jahrhundert v.Ch. die Konsonanten JHWE mit den Vokalzeichen von Adonai versehen wurden. So wurden die Vorleser in der Synagoge daran erinnert, das heilige Tetragramm JHWH nicht zu lesen, sondern stattdessen „Adonai“ auszusprechen. Dadurch entstand das Kunstwort „Jehova“.

 

Manche deutsche Bibelübersetzungen benutzen das groß geschriebene HERR um deutlich zu machen, wann im hebräischen Grundtext Jahwe verwendet wird. So kann man diesen Gottesnamen von der Anrede Herr (Adonai) unterscheiden.

 

Zusammensetzungen mit Jahwe

So wie es Gottesnamen gibt, die sich mit El zusammensetzen, so gibt es auch Verbindungen zwischen Jahwe und Eigenschaften, die Gott selbst offenbart hat oder die von Menschen so erfahren wurden.

Einige Beispiele:
Jahwe Zebaoth: Der Herr der Heere/ Heerscharen (1.Samuel 1,3). Dieser Vergleich aus dem Kriegsleben bezeichnet Jahwe als den Oberbefehlshaber der himmlischen Engelsheere, sowie des Kriegsheeres Israels. Gott ist der eigentliche Führer und Bewahrer Israels.

 

Jahwe Jireh: Der Herr sieht. Nachdem der Engel des Herrn einen Widder als Ersatz für Isaak bereitgestellt hatte, nannte Abraham den Ort „der Herr sieht“ (1.Mose 22,14).

Jahwe Shalom: Der Herr ist Frieden (Richter 6,24).

Jahwe Makkadeschem: Der Herr, der euch heiligt (2.Mose 31,13).

Jahwe Roi1: Der Herr, mein Hirte (Psalm 23,1).

 

Jahwe Zidkenu: Der Herr, unsere Gerechtigkeit (Jeremia 23,6).

 

Jahwe Rophecha: Der Herr, dein Arzt (2.Mose 15,26).

 

Jahwe Elohim Israel: Der Herr, der Gott Israels (1.Mose 33,20).

 

Adonai 

Wie Elohim ist Adonai ein Majestätsplural. Die Einzahl bedeutet „Herr“, „Meister“, „Eigentümer“. Das Wort wird auch für die Beziehung zwischen Menschen verwendet. Ein Beispiel ist das Verhältnis zwischen Herren und Sklaven. 

Daneben wird mit Adonai aber auch die Beziehung zwischen Gott und den Menschen beschrieben. Dabei ist es bezeichnend, dass Menschen Gott auf diese Art und Weise als ihren Herrn anreden (1.Mose 15,2, 2.Mose 4,10). Wenn Gott im Alten Testament mit diesem Namen genannt wird, dann drückt der Mensch damit sein Vertrauen aus. Er weiß, dass er unter Gottes Leitung und Schutz steht.

 

Griechische Bezeichnungen und Übersetzungen der Gottesnamen: Theos

Theos ist der häufigste Gottesname, der später auch im Neuen Testament verwendet wird. Dazu ist er die Standardübersetzung von El/ Elohim in der Septuaginta. Die Septuaginta ist die älteste, durchgehende altgriechische Übersetzung des hebräischen Tanach (jüdische Bezeichnung des Alten Testamentes). Sie ist das Werk griechischstämmiger Juden aus Alexandria. Fast immer ist mit Theos der wahre Gott gemeint. Manchmal werden damit aber die Götter der Heiden bezeichnet, die als falsche Götter zurück gewiesen werden. Die Verwendung von Theos offenbart eine Anzahl wesentlicher Wahrheiten über Gott.

  • Er ist der einzige wahre Gott.
  • Er ist alleine Gott.
  • Er ist transzendent.
  • Er ist der Heiland. 

Jesus als Theos

Jesus Christus, der Sohn Gottes, wird an mehreren Stellen des Neuen Testamentes als Theos (Gott) bezeichnet:Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Johannes 1,1
Thomas antwortete und sprach zu ihm [Jesus]: Mein Herr und mein Gott [Theos]! Johannes 20,28
In Titus 2,13 findet sich wohl die deutlichste Gleichstellung von Jesus mit Gott in den Schriften des Apostels Paulus:

 

Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes [Theos] und unseres Heilands Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken. (Titus 2,11-14).

 

Griechische Bezeichnungen und Übersetzungen der Gottesnamen: Kyrios

Kyrios (Herr) wird in der Septuaginta gebraucht, um die Begriffe Jahwe und Adonai zu übersetzen. Im Neuen Testament findet man von den 717 Verwendungen von Kyrios die meisten bei Lukas (210) und Paulus (275), da sie für die Menschen in der griechischen Kultur und Sprachwelt schrieben. Kyrios betont Autorität und Erhabenheit. Es bedeutet Herr als Anrede, Eigentümer, Meister, kann aber auch für einen Götzen oder den Ehemann stehen.  

Wo Gott als Kyrios bezeichnet wird, steht vor allem seine Schöpfergewalt, seine in der Geschichte offenbarte Macht und seine gerechte Herrschaft über das Universum im Vordergrund.

 

Jesus als Kyrios

Während seines irdischen Lebens wurde Jesus als „Herr“ im Sinne von Rabbi oder Meister angesprochen. Thomas erkennt ihn als Herrn, indem er ihm zuruft: „Mein Herr [Kyrios] und mein Gott!“ (Johannes 20,28).

 

Für Judenchristen und römische oder griechische Christen aus dem 1.Jahrhundert, die im Alten Testament belesen waren, stand „Kyrios“ gleichbedeutend mit dem Gott des Alten Testamentes. Im Zusammenhang mit einem Vers wie Römer 10,9 bedeutete dies, dass jeder Jude, der Jesus als Herr (Kyrios) bezeichnete, damit gleichzeitig anerkannte, dass Jesus Gott ist.

 

Jesus als der ewige „Ich bin“

Das Fundament des christlichen Glaubens war es also, Jesus von Nazareth auch als den Jahwe des Alten Testamentes zu bezeugen. Wenn wir im Zitieren und Lesen des Alten Testamentes in deutscher Übersetzung HERR lesen, sehen wir darin auch bereits Jesus verborgen. 

 

Jesus Christus ist derselbe, der sich den Erzvätern, Mose und den Propheten als JHWH offenbarte. Damit liest sich Johannes 8,56-58 so: Jesus zeigt hier den Juden, dass er selbst der große „Ich bin“ (Jahwe: siehe oben) ist. Er ist der gleiche, der zu Mose im Dornbusch gesagt hatte: „Ich bin, der ich bin“ (2.Mose 3,14).

 

Auch die „Ich bin“ – Worte Jesus machen das deutlich (z.B. Johannes 10,11: Ich bin der gute Hirte). Durch die grammatikalische Form, die Jesus dort im Griechischen verwendet, macht er deutlich, dass er sich mit Jahwe gleichsetzt.

 

Auch ein Vergleich von Hebräer 13,8 mit Maleachi 3,6 bestätigt, dass Jesus Herr und Gott ist.
Aber auch Gott der Vater ist JHWH, ganz Gott. Beide sind eins wie Jesus selbst gesagt hat: „Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,30)

 

Der Unterschied liegt in der Bezeichnung „Vater“ und „Sohn“. Gott ist der Einzige, der Eine, der Ewige, der sich den Menschen geoffenbart hat als Vater und Sohn (und Heiliger Geist).

 

Gott als Vater

Eine Besonderheit des Neuen Testamentes ist die Offenbarung Gottes als Vater der Christen. Im Alten Testament wird Gott nur 15 Mal als Vater angesprochen (5.Mose 32,6, Psalm 103,13, Jesaja 63,16). 

 

Im Neuen Testament ist das hingegen 245 Mal der Fall und wird möglich, weil Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung die Vater–Kind–Beziehung zwischen Mensch und Gott wieder möglich gemacht hat (Johannes 1,12).

 

Als Vater gibt Gott seinen Kindern Gnade und Friede (Epheser 1,2), gute Gaben (Jakobus 1,17) und Gebote (2.Johannes 4). Gott darf im Gebet als Vater angesprochen werden (Matthäus 6,9, Epheser 2,18, 1.Thessalonicher 3,11).

 

Fazit

Gott offenbart sich in der Bibel unter verschiedenen Namen und Titeln. Im Alten Testament begegnet er den Menschen meistens unter dem Namen Jahwe, im Neuen Testament sind die Begriffe Kyrios und Theos vorherrschend.

Dabei stehen die einzelnen Bezeichnungen nicht in einem Gegensatz zueinander. Sie ergänzen sich vielmehr und zeigen jeweils einen anderen Aspekt von Gottes Wesen auf.  

 

Wer auf die genaue Bedeutung der Namen achtet und auch beobachtet, in welchem Zusammenhang sie gebraucht werden, kann dadurch einen tieferen Einblick in Gottes Handeln und Sein gewinnen. Deswegen lohnt sich ein genauer Blick auf Gottes Visitenkarte nicht nur von sprachlicher oder theologischer Seite her. Auch das persönliche Glaubensleben, die Kenntnis von Gottes Wesen und dadruch das Vertrauen zu ihm, können davon profitieren.


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