HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Fokus dieser Webseite liegt in der Weitergabe von bibeltreuen Predigten als MP3 oder Videobotschaft und wertvollen Textbeiträgen für den wiedergeborenen Christen, aber auch für alle, die noch auf der Suche nach dem rettenden Glauben an Jesus Christus unterwegs sind.  

 

Auf unserer START-Seite bringen wir im wöchentlichen Wechsel stets ausgesuchte besonders wertvolle Beiträge zu den verschiedensten biblischen Themen - Aktuelles, Gedankenanstöße, Geschichten, aber auch Grundlegendes zum Evangelium - möge es Ihnen auf Ihrem Weg mit dem Herrn Jesus Christus eine segensreiche Hilfe sein!



Zur Erinnerung einige der alten wertvollen Schriften von Bruno Neumann:


West-Nil-Virus in Ostdeutschland
und Affenpocken in England

 

5.Mo.7,15a Und der HERR wird jede Krankheit von dir abwenden, und er wird keine von den bösen Seuchen Ägyptens auf dich legen, die du kennst.

 

Bayern ist bereits ein Hotspot für das West-Nil-Virus. Nun breitet sich dieses auch im Osten Deutschlands aus. Weiters sind 7 Menschen bereits in England an Affenpocken erkrankt. Wie sie sich ansteckten, ist unklar. Die Häufung ist ungewöhnlich, aber Teil eines besorgniserregenden Trends. Die Krankheit scheint von einem regionalen Phänomen zu einer global relevanten Infektionskrankheit zu werden. Es gibt derzeit keine spezifischen Medikamente gegen die Affenpocken. Daher ist es gut und wichtig für uns, die aktuelle Zeit zu nutzen, um den allmächtigen Retter-Gott und SEINEN Sohn Jesus Christus kennen zu lernen. Es sind massive Zeichen der Endzeit und Appelle an eine gefallene Menschheit!

 

Joh.16,33b In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!

 

Jesus Christus blieb nicht bei der Furcht stehen, sondern machte SEINEN Jüngern Mut, durch die Angst hindurchzuschreiten und sich von IHM trösten zu lassen. Angst kann einem ganz schön das Leben vermiesen. Ich kann meine Ängste nicht wegwischen, aber ich kann mir immer wieder eine bewusste Auszeit davon gönnen! Wie, indem ich mir etwas Schönes vornehme. Für mich ist das zum Beispiel das Wandern in der Natur, die Gottes Schöpfungsallmacht zeigt und für mich persönlich eine regelrechte Tankstelle ist zum Auftanken für Gelassenheit, Kraft, Mut und Zuversicht durch SEINEN Heiligen Geist! Und ich sollte diese Zeit auch dazu nützen, um mein Gebetsleben wieder auf Vordermann zu bringen! Es steht an keiner Stelle in der Bibel, dass wir von Leiden und Nöten in dieser Welt verschont bleiben, unser Vater-Gott hat SEINEN Kindern aber versprochen, dass ER uns helfen und uns durch jede Not und jedes Leiden hindurch tragen wird!

 

Lk.21,11 Und es wird hier und dort große Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen.

 

Diese Entwicklungen gehören zur Offenbarung Gottes, Endgericht der „letzten Tage“, auch „Abschluss des Weltsystems“- Endzeit genannt! Und wir alle befinden uns darinnen!  Ob wir es wahr haben wollen oder nicht! Die Bibel berichtet von einigen wenigen Situationen, in denen Gott eine Krankheit als Strafe eingesetzt hat. Zum Beispiel bestrafte ER Einzelpersonen mit Aussatz. Wir leben zurzeit noch „an einem Tag der Gnade“! In einer Zeit, in der unser Retter-Gott allen gottlosen Menschen liebevoll anbietet, durch SEINEN Sohn Jesus Christus umzukehren von den sündigen Wegen, Buße zu tun, um gerettet-errettet zu werden! Noch ist Gnadenzeit!!

 

Seuchen und Krankheiten gehören zum Zeichen der letzten Tage! Es ist das große Gerichtswesen Gottes, wo ER massiv nach Tausenden von Jahren, angekündigt durch SEIN Wort, jetzt aktiv in das Leben der gesamten gottlosen Menschheit eingreift und somit die massiven Endzeit-Szenarien einläutet! In der Bibel wurden für unsere Zeit Seuchen und tödliche Krankheiten vorausgesagt! Zusammen mit anderen Prophezeiungen, die sich heute vor unseren Augen erfüllen, machen diese deutlich, dass wir in dieser aktuellen Endzeit leben! Für uns wiedergeborene Christen sollte dies ein Grund dazu sein, mit Freude und Zuversicht in die Zukunft zu schauen und aus tiefstem Herzen sagen zu können, ‘‘Herr Jesus, komme bald‘‘! Haben wir diese Hoffnungsfreude?

 

Walter Ertl 

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Gesammelte Gedanken aus dem Gute-Saat-Kalender

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Johannes 6,37

 

Geschenkt oder selbst erarbeitet? (1)

 

Olga wohnt weit weg, mitten in Russland. Sie hat ein Problem: Sie trinkt. Ihre Nachbarn, ihre Freundinnen und auch Igor, ihr Mann - sie alle wissen es. Sie selbst weiß es auch. Doch sie kann es nicht lassen.

 

Olga ist darüber unglücklich und kann sich oft selbst nicht leiden. Manchmal ekelt sie sich regelrecht vor sich selbst. Eines Tages hört sie, wie ein Prediger aus der Bibel vorliest: „So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3,16) Sie hört, dass mit dem Wörtchen „jeder“ auch wirklich jeder gemeint ist: Auch der, der alkohol­abhängig ist oder einen Menschen umgebracht hat.

 

Jeder - selbst der größte Verbrecher!

 

So etwas hat sie noch nie gehört. Kann es sein, dass Gott auch eine Frau wie sie lieb hat? Sie spricht mit dem Prediger darüber, sie öffnet Gott ihr Herz, bekennt Ihm ihre Sünden und erfährt, dass ER ihr vergibt.

 

Glücklich erzählt sie es ihrem Mann. Doch der schüttelt den Kopf und sagt: „Nein, nein, Olga, so einfach geht das nicht! Du bekommst den Himmel nicht geschenkt. Du musst dich anstrengen, um dorthin zu kommen!“ Auch als Olga ihm die genannte Bibelstelle zeigt, bleibt Igor dabei: Man kann auf so eine einfache Weise nicht errettet werden, sondern man muss dafür schon selbst etwas tun!

 

Vielleicht kommen auch Sie wie Olga von einer bestimmten Sünde nicht los. Vielleicht sind Sie aber auch solide und vernünftig wie Igor und sind überzeugt, dass sein Einwand stimmt. Egal, werSie sind und wie Sie sind: Mit jeder ist wirklich jeder gemeint! Es heißt: „jeder, und es heißt: wer zu mir kommt - das ist alles.

 

Es gibt keine andere Voraussetzung!

 

Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Epheser 2,8.9

 

Geschenkt oder selbst erarbeitet? (2)

 

Olga hat Gott ihre Sünden bekannt und erfahren, dass Er ihr vergeben hat. Ihr Mann Igor aber ist überzeugt, dass man so einfach nicht in den Himmel kommen kann - dass man sich dafür schon anstrengen muss. Olga kann ihn nicht überzeugen, betet aber für ihn.

 

Eines Abends will Igor in dem begehbaren Brunnen ihres Dorfes Wasser holen. Dabei rutscht er aus und fällt in das Loch hinein. Laut schreit er: „O Gott, rette mich!“ Olga hört den Hilferuf. Sie holt ein Seil, um ihn herauszuziehen - doch plötzlich lässt sie das Seil wieder los, so dass Igor ins Wasser fällt. Prustend und nach Luft schnappend taucht er auf und schreit: „Was machst du denn, Olga? Willst du mich umbringen?“

 

„Nein“, ruft sie zurück, „aber du bist so schwer, ich schaffe es nicht. Kannst du dich nicht anstrengen und selbst herauskommen?“

Kurze Zeit ist es still, dann ruft Igor: Olga, ich kann mich doch nicht selbst retten - das musst du doch tun! Bitte hol Hilfe herbei und zieh mich schnell heraus!“ Olga geht, holt Hilfe und wenig später ist Igor gerettet.

 

Sein Sturz öffnet Igor die Augen. Er hat verstanden, dass er ein Sünder ist. Doch er hatte sich nicht retten lassen wollen, weil er meinte, er müsste selbst etwas dazutun. Nun versteht er, dass er zu seiner eigenen Rettung nichts beisteuern kann.

 

Ein anderer muss es tun - und zwar vollständig!

 

Egal, ob Sie Olga oder Igor heißen, ob Sie wie Olga an eine Sucht gebunden sind oder wie Igor argumentieren: Auch Sie können zu Ihrer eigenen Rettung nichts dazutun.

 

 

Rettung geschieht durch Gnade - sie ist ein Geschenk, eine Gabe Gottes für jeden, der an Jesus Christus glaubt.


Die Angst des Menschen vor dem Wort!

 

Jes.38,7 Und das sei dir das Zeichen von dem HERRN, daß der HERR das Wort erfüllen wird, das er gesprochen hat.

 

Das verzweifelte Bemühen, nur ja niemanden zu kränken, lässt die Sprache immer bizarrere Blüten treiben. Doch wo jeder Satz eine Entgleisung sein kann, versteinert das Denken! Angst ist weder für das Sprechen noch für das Schreiben ein guter Ratgeber! Das Wort „phobos“, von dem sich der Begriff „Phobie“ ableitet, stammt aus dem altgriechischen und lässt sich übersetzen als Furcht oder Schrecken. Phobien sind überdurchschnittlich starke Ängste vor bestimmten Objekten oder Situationen. Die Bibel als Gottes Wort. Deswegen hat Gott immer wieder zu Menschen gesprochen, ihnen Aufträge gegeben und ihnen gezeigt, wie ER ist. Das wird auch daran deutlich, dass sich im Alten Testament sehr oft die Aussagen „der Herr sprach“ oder „so spricht der Herr“ zu finden ist.

 

Neh.8,8 Und sie lasen aus dem Buch des Gesetzes Gottes deutlich vor und erklärten den Sinn, so daß man das Gelesene verstand.

 

Bei uns dagegen ist es doch oft umgekehrt. Wir erledigen unsere Alltagsprojekte und haben kein Ohr für die Bibel. Wir wollen gar nicht wissen, was Gott für unser Leben bereithält. Wir nehmen uns nicht die Zeit, in der Bibel zu lesen. Oder  jemand predigt das Wort Gottes, und manche Zuhörer sind gedanklich mit etwas ganz anderem beschäftigt, hören nicht richtig zu. Wir können und sollten immer wieder Gottes heiliges Wort loben und rühmen. Das Wort Gottes ist Kraft und Leben. Wenn wir uns mit dem Wort Gottes auseinandersetzen, werden wir Gott begegnen.  

 

Hebr.4,12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.

 

Die große, segensreiche Kraft des Wortes Gottes. Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam – Eigenschaften, die erkennen lassen, dass es göttlichen Ursprungs ist. Die Art und Weise, in der das Wort Gottes wirkt, ist nicht immer gleich! Bilder des Wortes Gottes - Wasser: Reinigung, Erfrischung,  Milch: Nahrung, Leuchte und Licht: Leitung, Wegweisung, Schwert: Waffe, Gericht;  Spiegel: Selbsterkenntnis, Feuer: Läuterung, Gericht, Hammer: Kraft, Autorität, Same: Frucht. Dem US-Präsidenten Theodore Roosevelt (1858-1919; Friedensnobelpreisträger) wird diese Aussage zugeschrieben: „Eine gründliche Kenntnis der Bibel ist mehr wert als ein Universitätsstudium.“

 

Jer.15,16 Als ich deine Worte fand, da verschlang ich sie; deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, o HERR, du Gott der Heerscharen!

 

Das ist die Wirkung des Wortes Gottes, wenn es unser Herz erfüllt. Es schenkt uns eine tiefe und bleibende Freude, weil es unseren Glauben belebt und uns innerlich auf Jesus Christus ausrichtet. Dieses Glück hängt nicht von unserer Lebenssituation ab, sondern hat seine Quelle im Wort Gottes.

 

Auf der anderen Seite wird Gott mit seinem Wort zum Ziel kommen – auch in unserem Leben. Es wird nicht leer zu IHM zurückkehren, sondern ausrichten, was IHM gefällt, und durchführen, wozu ER es gesandt hat. Die Bibel, Gottes Wort, bietet jedem die Lösung für alle Fragen und Schwierigkeiten an, die Lösung lautet Jesus Christus, der Erlöser. Das Wort Gottes ist unsere Hilfe, denn darin stehen die Antworten für alle unsere Fragen. Nutzen wir ALLE, SEINE Jünger, diese gigantische Kraftquelle.

 

Walter Ertl  

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )


Gott möchte uns schmerzliche Umwege ersparen!

 

Und es soll geschehen: Aus dem Bach wirst du trinken, und ich habe den Raben geboten, dich dort zu versorgen.

 

Siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen. (1. Könige 17,4.9)

 

 

Das Leben des Propheten Elia enthält wichtige Lektionen für unser Glaubensleben heute. Von ihm und seinem Gehorsam, vom Vertrauen auf seinen Gott, ja selbst von seinem Versagen, können wir viel lernen. Heute möchte ich den Blick auf das kleine Wörtchen dort lenken, das für Elia am Anfang seines Prophetendienstes in Israel so wichtig wird.

 

Nachdem Elia dem gottlosen König Ahab eine jahrelange Dürre als Gericht Gottes angekündigt hat, erhält er von Gott den Auftrag, sich am Bach Krith zu verbergen. Dabei verheißt ihm Gott, ihn dort durch Raben zu versorgen. Und als er später den inzwischen vertrockneten Bach verlassen muss, weist Gott ihn an, nach Zarpat zu gehen, denn dort hat Er einer Witwe geboten, ihn zu versorgen. Beide Male verbindet Gott seine Zusagen mit dem Aufenthalt von Elia an einem bestimmten Standort. Nur dort gelten die Verheißungen Gottes. Und Elia ist gehorsam und geht und erfährt die verheißene Versorgung.

 

Handelt Gott nicht auch heute oft ganz ähnlich?

 

Es mag ein bestimmter Ort sein wie bei Elia oder ein Weg wie in Psalm 32,8 „Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst.“ Oder es geht um Entscheidungen, die wir treffen müssen. Immer gilt: Nur wenn wir gehorsam handeln, werden wir erleben, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Nur dort – in Übereinstimmung mit seinen Gedanken und seinem Wort„hat der HERR den Segen verordnet“
(vgl. Psalm 133,3)

 

Der Herr schenke dir und mir die Gnade, stets das „Dort“ zu entdecken, das Gott für uns hat, Ihm darin zu gehorchen und dort seinen Segen zu erfahren!

 

So werden uns viele oft schmerzliche Umwege erspart bleiben!

 

Tägliche Bibellese:   Nehemia 9,4-25  Sprüche 154,1-25

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 15.2.2022 entnommen ) 


Kein einziger Mensch kann vor IHM bestehen!

Alles Fleisch ist HeuJes. 40,6

 

Alles Menschliche ist falsch, schwach, wankend, ungewiss, veränderlich — unsere Vernunft, das Gefühl, die Gedanken und Meinungen. Bald sehe ich Gott in allem, was mir vor Augen kommt, bald scheint mir, dass es keinen Gott in der Welt gibt. Bald denke ich, dass Gott lauter überfließende Gnade und Liebe ist, bald wiederum, dass Er ermüdet, mir ungnädig, abgewandt und zornig sei. Bald halte ich mich für einen guten Christen, bald wiederum meine ich, ein ganz unverbesserlicher Sünder zu sein. Kurz: Meinungen, Gefühle - alles ist wie Rohr vorm Winde, schwankend, ungewiss, falsch, veränderlich, lügnerisch. Der Prophet sagt: „Alles Fleisch ist Heu.“ - So sehe ich endlich, dass alles, was ich denke, keine Beachtung verdient. Gewiss und ewig unerschütterlich ist nur eines: Im Himmel sitzt ein Richter auf dem Thron, der große, heilige Gott! Er hat ein ewig unerschütterliches Wort geredet und vom Himmel herab gesandt. Seine Urteile stehen fest wie die Berge; kein Buchstabe davon kann verändert noch zunichtegemacht werden, wenn auch Himmel und Erde vergehen. Seiner darf ich mich getrösten!

 

Was sagt nun dieses ewige Wort von uns, von unserer Würdigkeit oder Unwürdigkeit und davon, wie wir vor den Augen Gottes aussehen? Es sagt: „Der Herr schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, dass Er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer. Gott sah auf Erden, und siehe, sie war verderbt. Der Menschen Bosheit war groß auf Erden. Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.“

 

Gott ist so heilig, dass vor Ihm nicht einmal die Himmel rein sind.

 

Er findet Unreinheit in Seinen Engeln und Torheit in Seinen Heiligen. Daraus folgt: Kein einziger Mensch kann vor Ihm bestehen, alle miteinander sind der ewigen Verdammnis wert und sich darin gleich. Judas und Johannes sind ein und derselben Verdammnis gleich wert. Petrus und der Zauberer Simon, die Jungfrau Maria und die Ehebrecherin sind ein und derselben Hölle gleich würdig. „Ach wie erschrecklich und ungereimt“, sagst du.

 

Ja, fühle hier, wie die Vernunft anstößt, wenn man ungeschminkt ausspricht, was diese Worte enthalten: „Es ist hier kein Unterschied; sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus Seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ Vor den Menschen besteht dieser Unterschied, nicht aber vor Gott. Auf Erden ist ein Abstand zwischen den Taltiefen und den Bergspitzen; wenn man aber den Abstand beider von der Sonne betrachtet, dann verschwindet dieser Unterschied, er kommt nicht mehr in Betracht, denn beider Abstand ist so groß, dass man von beiden nur sagt: „Der Abstand ist unermesslich.“ Ebenso besteht ein Unterschied zwischen dem einen Menschen und dem anderen, zwischen der einen Stunde und der anderen, aber nicht vor Gott. Alles, was Mensch heißt, auch der treueste und frömmste Christ, ist ein ganz und gar unreiner Erdenwurm. Seine besten Werke sind mit dem Gift der alten Schlange befleckt. Sein Glaube, seine Liebe, sein Gebet und seine Danksagung, die seine besten Werke sind und vom Geiste Gottes bewirkt wurden, sind durch die Unreinheit des Gefäßes befleckt.

 

Der Glaube ist mit Schlacke, mit Eigengerechtigkeit und Unglaube vermischt, die Liebe ist gering, beschränkt, nachlässig; das Gebet und die Danksagung sind kalt und schwach und der großen Majestät ganz unwürdig.

 

Außer diesen beständigen Mängeln, die zur Verdammnis des Menschen hinreichend wären, fällt dieser unausgesetzt in Sünden und verunreinigt sich während der Wanderung. Er kann nie so wachsam sein, dass er nicht hier und da von der Gottlosigkeit befleckt wird. Die ganze Erde ist wie von einer wogenden Sündenflut von Ungerechtigkeit überflutet: Abgötterei, Unglaube, Sorge und Verzweiflung, Missbrauch des Namens Gottes, Schwören und gottloses Geschwätz, Sabbatentheiligung, Ungehorsam, Zorn und Hass, Zank, Unzucht und Leichtfertigkeit, Unreinheit, Geiz, Diebstahl und Betrug, Falschheit, Lüge und Afterreden sind im Schwange.

 

Wo dies alles nicht in Werke ausbricht, kocht das Herz doch von bösen Begierden, Gedanken und inwendigen Regungen, die vor den Augen des Heiligen lauter Unreinheit sind.

 

Das ist der Zustand des gefallenen Geschlechts! Und wie will nun ein Menschenkind vor Gott bestehen? Womit willst du deine Schulden bezahlen? Du kannst Ihm auf tausend nicht eins antworten. Auch wenn du lange ein gläubiger Christ gewesen bist, viel erfahren und ausgerichtet hast - blickt Gott mit Seinen heiligen Augen auf dich, so gilt dieses nicht mehr.

 

Ein alter, frommer Diener Gottes fühlte dies und flehte deshalb: „Herr, gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knechte; denn vor Dir ist kein Lebendiger gerecht.“

 

Vor Gott ist kein Lebendiger gerecht! Das ist das Urteil des Wortes.

 

Es streitet gegen unsere Meinungen und Gefühle, die uns, wenn wir etwas frömmer gewesen sind, sagen, dass wir dann der Gnade auch würdiger sind und dass es Gott dann leichter falle, uns zu vergeben; dagegen meinen wir, wenn wir gesündigt haben, dass es Gott dann schwerer fallen müsse, uns zu vergeben.

 

So müssten die Gnade und die Gerechtigkeit wenigstens teilweise aus unseren Werken, aus unserer Würdigkeit kommen.

 

Dies aber haben wir nun die Schrift leugnen sehen. - Bleibe darum dessen eingedenk, dass du zu allen Stunden gleich würdig und unwürdig bist!

Das ist das Urteil des ewigen himmlischen Vaters.

 

Das Wort bekennt und lehret frei,

Dass nichts in Erd’ und Himmel sei,

Was einen Sünder selig macht,

Als der, den man am Kreuz geschlacht’,

Der Seines Vaters ganzen Willen tat

Und zur Versöhnung Blut vergossen hat.

Entnommen aus dem Buch von Mag. Olof Rosenius – ‘‘Tägliches Seelenbrot‘‘

(herausgegeben von LUTH. MISSIONSVEREIN SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. http://www.rosenius.de)