Alfred Christlieb aus "Deine Zeugnisse - mein ewiges Erbe"

Gesegnete Begegnung!

 

Als Abram wiederkam von der Schlacht des Kedor-Laomor, ging ihm entgegen der König von Sodom. Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein hervor. Er war ein Priester Gottes, des Höchsten; und er segnete Abram. Demselben gab Abram den Zehnten von allem. - 1. Mose 14,17 ff.

 

Zwei Gestalten kommen dem Abram entgegen nach seinem Siege über Kedor-Laomor, ein Fürst dieser Welt und ein Priester Gottes, des Höchsten. 

 

Der weltliche Fürst kam ihm entgegen, um ihm irdische Schätze anzubieten, auf denen kein Segen ruhen konnte, kamen sie doch aus Sodom und Gomorra. 

 

Der Priester Gottes, auch ein Fürst und König, brachte Brot und Wein, ein Sinnbild der Tischgemeinschaft. Das war für Abram hoch bedeutsam, denn er war nur ein fremder Einwanderer, Melchisedek aber ein König des Landes.

 

Gott wusste, dass Abram einer Bewahrung und eines besonderen Segens bedurfte. Ihm war eine glänzende Tat gelungen. Mit nur 318 Knechten, Viehhirten, die keine besondere soldatische Ausbildung hatten, war er über das Heer eines siegreichen, mächtigen Königs hergefallen. Es war Nacht gewesen. Der Schlag war völlig gelungen. Unter Zurücklassung aller Gefangenen und der ganzen Beute waren die Feinde geflüchtet. Für Abram lag es nahe, über dem glänzenden Erfolg zu vergessen, dass es einzig der Segen Gottes gewesen war, der ihm den Sieg geschenkt. Daran muss Melchisedek den Abram erinnern. Er spricht zu ihm: "Gesegnet seist du, Abram, dem höchsten Gott; und gelobt sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat."

 

Durch die Begegnung mit Melchisedek hat Gott den Abram zunächst bewahrt vor überheblichen Gedanken. Sodann hat er ihn gefeit gegen das Angebot der Schätze aus der sündigen Stadt Sodom. Abram konnte dem König von Sodom sagen: "Nicht einen Faden noch Schuhriemen will ich von dir nehmen."

 

Möchte Gott uns in kritischen Stunden immer solch gesegnete Begegnung schenken.

 

Andacht zum 31. Januar