Gottes ‘‘Gnaden‘‘ - Lager wird nie leer!

 

Seine Erbarmungen sind nicht zu Ende; sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß. (Klagelieder 3,22.23)

  

In Psalm 73 klagt Asaph, dass er „den ganzen Tag geplagt wurde“ und dass „jeden Morgen seine Züchtigung da war“ (V. 14) – Wie mancher von uns kann das nachempfinden, spürt auch eine Last, die ihn jeden Morgen neu überfällt: körperliche Schmerzen oder Schwäche …, finanzielle Nöte …, Sorgen um Kinder, Eltern oder Ehepartner …, Überforderung …, Probleme am Arbeitsplatz oder bei der Führung eines Betriebes. Man wird wach – und schon ist die Last da. Sie drückt uns nieder, sie zermürbt und lähmt uns.

 

Doch unser Tagesvers zeigt uns: Noch etwas anderes ist jeden Morgen neu da – wie ein Gegengewicht: Gottes Erbarmungen.

 

SEIN Mitgefühl, SEINE Zuwendung, SEINE Hilfe.

 

Jeden Morgen neu, frisch und unverbraucht – und ausreichend, weil nie zu Ende. Was ging nicht alles in Corona-Zeiten zu Ende: Nudeln und Reis, Mundschutz und Schutzkleidung.

 

Doch Gottes Lager, Gottes Depot, ist immer voll, geht niezu Ende“.

 

Dieses Lager ist nie leer, es gibt keine Lieferengpässe.

 

Nein, Gottes Treue ist groß!

 

Groß hinsichtlich der Menge, denn sie reicht „bis zu den Wolken“ hinauf – eine Treueerweisung aufgehäuft auf die andere. Aber auch groß hinsichtlich der Intensität, denn die „sehr große Treue“ kommt von dem „Gott der Treue und ohne Trug“ (Psalm 36,6; 119,138; 5. Mose 32,4)

 

Für den Schreiber der Klagelieder sind das keine theoretischen Erörterungen, nein, er hat Gottes Erbarmungen selbst erfahren. Deshalb fährt er fort: „Der HERR ist mein Teil, sagt meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen“ (V. 24) Wollen wir uns das nicht von ihm „abgucken“, diese Zuversicht, diese Überzeugung? Gottes Erbarmungen sind doch auch für uns da: heute und morgen und an jedem Tag, den ER uns schenkt!

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 13.9.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )