Viele gute Gedanken in diesem Kalender sind einfach so wertvoll, dass wir diese zum Segen unserer Leser hier abdrucken 


(mit freundlicher Genehmigung CSV.Verlag.de).

 

 

2021

Gute Saat Kalender Gedanken - 2021

 

 

Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!  Psalm 103,2

 

Das Lied der Barmherzigkeit

( Neujahrsgedanken )

 

Der Teil unseres Gedächtnisses, in dem wir Fakten und Ereignisse abspeichern, wird episodisches Gedächtnis genannt. Von diesem Bereich unserer Erinnerung ist auch in Psalm 103 die Rede. Dort fordert König David sich selbst auf, Gott zu preisen und seine Wohltaten nicht zu vergessen.  ‘‘Was für eine nachahmenswerte Haltung zu Beginn des Jahres!‘‘

 

Wenn wir den ganzen Psalm lesen, spüren wir, wie er von Dankbarkeit bestimmt ist - und von Bewunderung über Gottes Güte. Luther nannte diesen Psalm das „Lied der Barmherzigkeit“, weil dieser in beeindruckenden Worten schildert, wie gnädig und barmherzig Gott ist.

Der Psalmdichter erinnert sich dankbar daran, dass Gott jedem gerne vergibt: „Der da vergibt alle deine Ungerechtigkeit“ (V. 3) Und im weiteren Verlauf des Psalms hält David fest, wie vollständig Gott vergibt, wenn wir unsere Schuld vor Ihm zugeben: „So weit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Übertretungen“ (V. 12)

 

Außerdem betont David, dass es möglich ist, auch im Alter, wenn das Leben mühsam wird, Gottes Güte zu erleben (V. 5)

 

Weiter illustriert David die Barmherzigkeit Got­tes mit den Worten: „Wie ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten“ (V. 13) Dieses Bild aus dem Fa­milien­­­leben verstehen wir sehr gut. Es stellt sich nur die Frage, ob wir zu denen gehören, die vor Gott größte Hochachtung haben.

 

Wir müs­sen uns bewusst machen, dass unser Leben auf der Erde vergebens ist, wenn wir uns nicht ganz Gott anvertrauen. Er ist ein barmherziger Gott, der den Glaubenden nicht nach seinen Sünden behandelt. (V. 10)

 

Es ist daher verständlich, dass der Psalmdichter am Ende des Psalms ausruft: „Preise den HERRN, meine Seele!“

 

 

 

Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters.   Matthäus 13,43

 

Das Nordlicht

 

Im Anschluss an ein gemeinsames Mittagessen nach dem Gottesdienst zeigt M. beeindruckende Filmaufnahmen eines Norwegenurlaubs. Mit einer Drohne hat er die wunderbare Landschaft, die Fjorde, die malerischen Fischerdörfer und die unberührte Natur auf den Lofoten gefilmt. Und auch das Nordlicht hat er mit bewegten Bildern eingefangen.

 

Beim Nordlicht handelt es sich um elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds, die von den Polen der Erde angezogen werden. Sie treffen dabei auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in den oberen Schichten der Erdatmosphäre und verwandeln diese in geladene Ionen. Aber schon nach kurzer Zeit kehren die Teilchen durch Rekombination wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück. So wird elektromagnetische Strahlung frei und es wird Licht ausgesandt.

 

Als ich diese faszinierenden Farbenspiele auf der Leinwand sah, kam mir der Tagesvers in den Sinn. Die „Gerechten“, von denen Jesus Christus an dieser Stelle spricht, sind nicht Menschen, die von Natur aus besser sind als andere.

Es handelt sich auch nicht um Menschen, die von religiösen Amts­trägern heiliggesprochen wurden. Und schon gar nicht sind solche gemeint, die sich selbst für gerecht und besser halten als andere.

 

„Leuchten wie die Sonne“ werden vielmehr einmal jene Menschen, die verstanden haben, dass sie nicht vor Gott bestehen können und daher Vergebung ihrer Schuld nötig haben. Sie sind infolgedessen Jesus als Retter und Herrn begegnet und sind darüber froh geworden. Ihr Leben besitzt Strahlkraft, weil sie Ihn persönlich kennen und in seiner Nähe leben. Und das Schönste kommt für sie noch: das Reich ihres Vaters im Himmel.

 

Gott selbst erfreut sich dann an dem Glanz seiner Kinder, weil seine eigene Herrlichkeit reflektiert wird.

 

 

 

 

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen. Es kommt aber die Stunde, dass jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Dies aber habe ich zu euch geredet, damit, wenn die Stunde gekommen ist, ihr euch daran erinnert, dass ich es euch gesagt habe. Dies aber habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.  Johannes 16,1–4

 

Jesus Christus ist der ewige Sohn Gottes

 

Jesus Christus ist der ewige Sohn Gottes. Er ist vom Himmel auf die Erde gekommen, um den Menschen Erlösung zu bringen. Schon die alten Propheten hatten sein Kommen angekündigt - das Kommen des Messias, der sein Volk befreien und sein Friedensreich aufrichten würde. Die Jünger Jesu haben Ihn lange begleitet. Sie sind überzeugt: Jesus von Nazareth ist der Messias, der Sohn Gottes.

 

Doch jetzt macht Jesus seinen Jüngern eine erschütternde Mitteilung: Er würde sterben und auferstehen und zu Gott, dem Vater, in den Himmel zurückkehren. Sie hingegen würden auf der Erde zurückbleiben und sogar um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Sehr behutsam bereitet Jesus seine Jünger darauf vor, damit sie nicht Anstoß daran nehmen und in ihrem Glauben schwach werden. (Kapitel 13-17) Er würde weiterhin wunderbar für sie sorgen.

 

Die religiösen Führer der Juden würden die Jünger „aus der Synagoge ausschließen“. Sie glaubten zwar äußerlich an den einen wahren Gott, aber sie lehnten den Sohn Gottes ab und verfolgten seine Jünger. Damit bewiesen sie, dass sie den wahren Gott, der Licht und Liebe ist, nicht wirklich kannten. Religiöse Verfolgung und der Glaube an den wahren Gott schließen einander aus.

 

Denn in Jesus „ist die Gnade Gottes erschienen, Heil bringend für alle Menschen“ (Titus 2,11)

 

 

 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Hesekiel 36,26

 

Der Maulwurf

 

Ein farbenfrohes Kinderbilderbuch erzählt von einem Maulwurf, der sich bemüht, ein eigenes Mini-Auto zu bauen. Beim ersten Versuch holt der Maulwurf allerlei Autoteile wie Schrauben, Muttern, Zündkerzen und Lenkrad herbei. Er setzt sie zusammen und wundert sich, dass sein Auto nicht fährt, obwohl er doch nur Originalteile verwendet hat.

 

Beim zweiten Versuch hat er mehr Erfolg. Er findet ein zertrümmertes Spielzeugauto und schleppt es auf den Rat eines Mäusleins in eine Auto­werkstatt. Was dort mit dem Spielzeugschrott passiert, grenzt an ein Wunder: Ein Kran hebt die Trümmer auf. Herunter kommt ein funkelnagelneues Aufziehauto. Der überglückliche Maulwurf fährt mit seinem fahrbaren Untersatz zurück zu seinem Hügel, stellt die Mini-Karosse ab und verschwindet mit dem Aufziehschlüssel über Nacht in seinem Bau.

 

Eine bemerkenswerte Geschichte! Strampeln wir uns nicht allzu oft damit ab, unser Lebensglück allein zu schmieden, statt mit den Trümmern unseres Lebens - mit all dem, was die Sünde in unserem Leben angerichtet hat - zu Dem zu gehen, der uns zu einem neuen Leben voller Sinn und Hoffnung verhelfen will?

 

Christus hat mit seinem Tod am Kreuz für unsere Schuld bezahlt. Wenn wir Gott die Trümmer unseres Lebens bringen, macht Er etwas ganz Neues daraus: Wir werden von neuem geboren und empfangen ewiges Leben. - Diese Verän­derung wird gleich sichtbar werden: Wir haben das Verlangen, Gott zu gefallen und Ihm zu dienen.

 

Außerdem erfahren wir inneren Frieden und Freude, wie wir sie bis dahin nicht gekannt haben.

 

Probieren Sie es aus!

 

 

Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.  1. Korinther 1,18

 

Das Wort vom Kreuz

 

„Gott gibt es wirklich und Jesus Christus lebt“ - mit diesen Worten sprach mich einmal ein Kollege an, der an der gleichen Universität wie ich lehrte. Ich war so perplex, dass ich nichts erwiderte. Aber ich dachte mir, dieser Kollege müsse es ja wissen, denn ich kannte ihn als einen ernsthaften Christen.

 

Ich selbst war innerlich eher zwiegespalten, weil ich zwar an die Existenz Gottes glaubte, mir aber die wirkliche Überzeugung fehlte, dass Jesus Christus lebt. Dennoch beschäftigte mich dieser schlichte Satz meines Kollegen immer wieder. Dann wurde ich zu einer Evangelisation eingeladen und hörte dort, dass Jesus für mich ganz persönlich gestorben ist. Es war die Botschaft vom Kreuz, die man das Evangelium von Jesus Christus nennt. Nie zuvor hatte mir jemand so klar anhand der Bibel verdeutlicht, dass ich wie alle Menschen ein Sünder bin und daher unter dem gerechten Gerichtsurteil Gottes stehe, wenn ich Christus nicht als Retter annehme.

 

Am Ende seines Vortrags bat der Redner, dass sich die Zuhörer zu erkennen geben sollten, die von der Botschaft vom Kreuz berührt worden seien. Das traf haargenau auf mich zu. Ich saß unter den vielen anderen Zuhörern und wusste, dass Gott zu mir sprach. Aber in diesem Moment wagte ich es nicht, mich zu melden. Dennoch nahm ich im Stillen Jesus als meinen persönlichen Retter an, und in diesem Moment wurde ich „von neuem geboren“ (Johannes 3,3.5).

 

Heute weiß ich, dass Jesus lebt. Mit Überzeugung kann ich sagen, dass er nicht im Grab geblieben ist, sondern dem Tod die Macht genommen hat. Ich vertraue voll und ganz dem bib­lischen Bericht, dass Jesus Christus am dritten Tag von den Toten auferstanden ist und jetzt den höchsten Ehrenplatz bei Gott im Himmel hat.

 

 

Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist.

Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen.

Lukas 19,10; Hesekiel 34,16

 

Jesus Christus nahm für uns alles in Kauf

 

Der junge Forscher Raymond Maufrais versuchte, alleine von Guayana nach Brasilien zu gelangen, indem er eines der am wenigsten bekannten Gebiete durchzog. Eine Zeit lang erhielt man regelmäßig Nachricht von ihm, bis er spurlos verschwand. Ein Eingeborener fand sechs Wochen später Raymonds Tagebuch, das er in einer menschenleeren Siedlung zurück­gelassen hatte.

 

Fest davon überzeugt, dass sein Sohn nicht tot war, beschloss sein Vater, ihn zu suchen. Zwölf Jahre lang legte er auf 22 Suchexpeditionen insgesamt 12.000 Kilometer zurück - ohne Rücksicht auf Mühen und Gefahren. Er suchte seinen Sohn mit unerschütterlicher Aus­dauer: in den Tiefen der Urwälder und auf den Höhen der Berge. Er ritzte seinen Namen in Baumstämme und hinterließ Botschaften in Flaschen. Von dem Wunsch beseelt, seinen Sohn zu finden, ignorierte er Hunger und Durst und die ständige Bedrohung seines Lebens durch Eingeborenenstämme, Raubtiere und Schlangen.

 

Schließlich gab er die Nachforschungen auf. Völlig gebrochen und um Jahre gealtert, kam er zurück. „Man lasse mich in Ruhe“, sagte er denen, die seinen Mut lobten, „ich bin nur ein armer Mann, der seinen Sohn verloren hat.“

 

Eine beeindruckende Begebenheit! Erinnert uns das nicht an den, der kam, um die verlorenen Menschen zu suchen und zu retten? Jesus Christus, der Sohn Gottes, verließ einst die Herrlich­keit des Himmels und kam auf diese Erde. Er nahm alles in Kauf, um eine ewige Erlösung zustande zu bringen. Von denen, die Er retten wollte, erfuhr Er bittersten Widerstand und alle Verachtung. Am Ende starb er am Kreuz - aus Liebe zu dir und zu mir! Wie dieser liebende Vater sucht Jesus Christus dich bis heute.

 

Wirst du dich finden lassen? Seine Freude wäre unvorstellbar groß.

 

 

 

Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.   Korinther 3,11

 

Der schiefste Turm der Welt

 

Lange dachte man, dass dieser Titel dem Turm von Pisa zukomme. Doch die Ostfriesen wussten es besser. Der Kirchturm im ostfriesischen Ort Suurhusen, in der Gemeinde Hinte, gilt als der schiefste Turm der Welt. Bei einer Höhe von 27,37 Metern weist der Turm am Dachfirst einen Überhang von 2,47 Metern auf, was einer Neigung von 5,19 Grad entspricht. Zum Vergleich: Der Turm von Pisa bringt es gerade mal auf eine Neigung von 3,97 Grad.

 

Die Kirche von Suurhusen bei Emden stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahr 1450 wurde der Turm angebaut. Er ruht auf einem Fundament aus Eichenstämmen, die jahrhunderte­lang im Wasser konserviert waren. Als im 19. Jahrhundert das Umland trockengelegt wurde, sank der Grundwasserspiegel ab, und die Eichenstämme fingen an zu modern. Das Fundament gab nach, und der Turm neigte sich.

 

Auf das Fundament kommt es also an! - Davon spricht auch der Apostel Paulus in unserem Bibelvers. Auch dort ist „Kirchenbau“ das Thema. Zwar nicht der Bau von Kirchengebäuden, sondern in übertragenem Sinn der Bau der Gemeinde Jesu. Und wie für das Leben des Einzelnen, so gibt es auch für die Gemeinde nur ein einziges geeignetes und tragfähiges Fundament: Jesus Christus selbst!

 

Deshalb ist es so wichtig, dass Jesus Christus im persönlichen Leben, aber auch im Gemeindeleben nicht in den Hintergrund gedrängt wird.

 

Es kommt darauf an, dass Christus gepredigt wird und dass wir an allem festhalten, was das Neue Testament von dem Sohn Gottes bezeugt. Sonst geht es schief!

 

Deshalb: „Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium“ (2. Timotheus 2,8).

 

 

Pilatus sprach zu ihnen: ... Ich habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden in den Dingen, derer ihr ihn anklagt; aber auch Herodes nicht, ... nichts Todeswürdiges ist von ihm getan wordenLukas 23,14.15

 

Freispruch nach 35 Jahren

 

Vor einigen Jahren erschien ein großes Bild in vielen Tageszeitungen. Es zeigte den unschuldig verurteilten Straf­täter James Bain, der einen vornehmen grauhaarigen Herrn, seinen Rechtsanwalt, umarmte. 35 Jahre hatte James Bain unschuldig im Gefängnis gesessen. Ein Gentest brachte es schließlich ans Licht: Er konnte nicht der Täter sein, der vor so vielen Jahren einen neunjährigen Jungen überfallen und vergewaltigt hatte.

 

Ähnlich wie dieser Mann wurden bereits mehrere hundert verurteilte Strafgefangene aufgrund von DNA-Tests wieder freigesprochen. Viele verbüßten langjährige Freiheitsstrafen, einige von ihnen sahen sogar dem Vollzug der Todesstrafe entgegen. Doch keiner erreichte die Zeit von 35 Jahren, die James Bain unschuldig hinter Gittern saß. Umso erstaun­licher war, dass der so lange Zeit unschuldig Inhaftierte weder Bitterkeit noch Groll empfand. Er sagte bei seiner Freilassung: „Ich habe alles in Gottes Hand gelegt.“

 

In der Bibel lesen wir, dass auch Jesus Christus unschuldig verurteilt wurde. Er wurde sogar ans Kreuz geschlagen, obwohl der römische Statthalter Pilatus und Herodes, der Fürst von Galiläa, keine Schuld an ihm fanden.

 

Im Gegensatz zu James Bain hätte sich Jesus aber im Handumdrehen aus dieser schlimmen Lage befreien können. Tat er aber nicht. Vielmehr starb er aus Liebe zu uns, weil Er uns retten wollte. Deshalb können wir jetzt durch den Glauben an Ihn Vergebung der Schuld und ewiges Leben bekommen. Er ist es wert, dass wir uns Ihm ganz anvertrauen - auch, wenn wir zu Unrecht leiden.

 

 

Du, o König, sahst: Und siehe, ein großes Bild; dieses Bild war gewaltig, und sein Glanz außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein Aussehen war schrecklich. Dieses Bild, sein Haupt war aus feinem Gold; seine Brust und seine Arme aus Silber; sein Bauch und seine Lenden aus Kupfer; seine Schenkel aus Eisen; seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton.

Daniel 2,31–33

 

Wer „auf großem Fuß lebt“

 

Wer „auf großem Fuß lebt“, führt einen kostspie­ligen Lebensstil; wenn jemand „auf falschem Fuß erwischt wird“, trifft ihn irgendetwas unvorbereitet - wenn eine Sache auf tönernen Füßen steht, ist sie unsicher und hat keine feste Grundlage.

 

Die Redewendung „auf tönernen Füßen stehen“ hat ihren Ursprung in der Bibel: Im Jahr 605 v. Chr. deportiert der baby­lonische König Nebukadnezar Juden nach Babylon, darunter auch einen jungen Mann namens Daniel. Kurze Zeit später hat der König einen Traum, den nur Daniel erklären kann. Ne­bu­kadnezar sieht ein gewaltiges, außergewöhnliches Stand­bild: Der Kopf besteht aus Gold, der Oberkörper aus Silber, der Bauch aus Kupfer und die Beine aus Eisen. Die Füße aber sind „teils aus Eisen und teils aus Ton“. Im Traum sieht der König einen Stein, der sich losreißt und das Standbild an seinen Füßen trifft. „Da wurde zugleich das Eisen, der Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold zermalmt“. (Vers 35)

 

Heute sind viele Menschen finanziell abgesichert, leben gesund und umweltbewusst, verwirklichen sich im Beruf, genießen das Leben. Offensichtlich ist alles perfekt. Doch dann kommt etwas Unvorhergesehenes in ihr Leben. Der Arbeitsplatz fällt weg, die Ehe zerbricht, eine Krankheit macht sich breit. Plötzlich bröckelt das Lebensfundament, weil es instabil ist.

 

 

Mein Leben soll nicht auf tönernen Füßen stehen - ich möch­te ein Fundament haben, auf das ich mich verlassen kann! Deshalb habe ich mein Leben auf Jesus Christus gegründet. Und dieses Lebensfundament wünsche ich Ihnen auch!

 

 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand von euch fragt mich: Wohin gehst du? Doch weil ich dies zu euch geredet habe, hat Traurigkeit euer Herz erfüllt. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Sachwalter nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden. Johannes 16,5–7

 

Sie sahen SEINE Macht und Herrlichkeit

 

Jesus, der Sohn Gottes, stand im Begriff, zu seinem himmlischen Vater zurückzukehren. Auf der Erde hatte Er gezeigt, wer und wie Gott ist in seiner Heiligkeit und in seiner Liebe. Und nun stand der Höhepunkt bevor: sein Sühnetod am Kreuz. Er, der Heilige und Gerechte, musste für uns, die Ungerechten, leiden und sterben, damit wir zu Gott kommen können. (1. Petrus 3,18)

 

In der zurückliegenden Zeit war es für die Jünger wirklich ein großer Segen gewesen, dass sie ihren Herrn auf Schritt und Tritt begleiten konnten: Sie sahen seine Werke der Macht, hörten seine Worte der Liebe, betrachteten seine Erhabenheit und erfuhren seine Fürsorge. Wäre es nicht ein unersetzlicher Verlust für sie, wenn das alles aufhören würde?

 

Aber der Gewinn würde den Verlust überwiegen. Jesus würde sie verlassen, aber er würde sie nicht allein zurücklassen. Gott, der Heilige Geist, würde als Person auf die Erde kommen, um in den Gläubigen zu wohnen. Er würde sich als Sachwalter auf der Erde ihrer Sache annehmen. Und Er würde sie mit dem auferstandenen Christus, ihrem Sach­walter bei Gott im Himmel, unauflöslich verbinden. Und das ist ein überaus großer Segen.

 

Ergeht es uns nicht manchmal ähnlich wie den Jüngern: Unsere Gedanken sind ganz von einem Verlust in Beschlag genommen, und wir übersehen dabei, wie Gott uns durch dieses Ereignis dennoch am Ende segnen will.

 

 

 

So spricht der HERR zum Haus Israel: Sucht mich und lebt!  Amos 5,4

 

Gibt es ein Leben vor dem Tod?

 

Viele treibt die Frage um: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Andere suchen verzweifelt nach dem Sinn ihres Lebens, bevor es zu Ende ist.

 

Der Liedermacher und Lyriker Wolf Biermann wurde 1936 in Hamburg geboren und zog 1953 in die DDR. Dort wurden seine Auftritte 1965 verboten. Biermann drückte seine Ge­dan­ken zu unserer Frage einmal so aus: „Das kann doch nicht alles gewesen sein. Da muss doch noch irgendwas kommen! Nein, da muss doch noch Leben ins Leben.“

 

Die Bibel berichtet von einem König, der sich genauso mit dem Sinn des Lebens beschäftigt hat. Es war Salomo, der im fortgeschrittenen Alter das Buch „Prediger“ schrieb. Als weiser, erfolgreicher und reicher Herrscher hatte er alle Register gezogen, um glücklich zu werden. Er investierte in beeindruckende Immobilien, legte malerische Parkanlagen mit innovativer Bewässerung an, vermehrte Dienerschaft und Besitz, profitierte von den Tributzahlungen anderer Länder, förderte die Musik und heiratete zahlreiche Frauen. (vgl. Prediger 2,1–12)

 

Doch am Ende musste Salomo ernüchtert und enttäuscht feststellen, dass nichts von alledem sein Leben lebenswert gemacht hatte. Zuletzt gelangte er zu der erstaunlichen Einsicht: „Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch.“ (Kap. 12,13)

 

Welche Lebensziele verfolgen Sie?

Worin suchen Sie Erfüllung und Glück?

 

Der Gott der Bibel lädt Sie ein, den Sinn Ihres Lebens bei Ihm zu suchen und zu finden. Er sagt: „Neigt euer Ohr und kommt zu mir; hört, und eure Seele wird leben.“ (Jesaja 55,3) Darauf kommt es an und dafür lohnt es sich zu leben: Wir dürfen mit Gott leben!

 

Dann leben wir wirklich vor dem Tod. Und dann leben wir auch nach dem Tod - in alle Ewigkeit.

 

 

Jesus antwortete und sprach zu Nikodemus: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Johannes 3,3

 

Die Wiedergeburt des Nikodemus

 

Man könnte diesen „Lehrer Israels“ mit Namen Nikodemus auf unsere Zeit übertragen und ihn vielleicht einen hervorragenden Theologen nennen. Er hatte viel von Jesus gehört und war beeindruckt von den Wunderzeichen, die Er tat.

 

„Dieser Mann muss doch von Gott gekommen sein, denn niemand sonst kann solche Zeichen tun“, so urteilte er nach dem, was er gesehen und gehört hatte. Und damit hatte er recht.

 

Die Wundertaten, die Jesus tat, waren „Zeichen“, mit denen Er sich als der von Gott Gesandte auswies. Die Anwesenheit des Messias wollte Nikodemus sich zunutze machen; von Ihm konnte er noch dazulernen. Aber was jeder Mensch braucht und was selbst Nikodemus nötig hatte, ist nicht, die eigene Religiosität zu verbessern. Wir brauchen eine grundlegende Verän­derung. Diesen Punkt sprach der Herr Jesus ohne Um­schweife an, als Nikodemus bei Nacht das Gespräch mit Ihm suchte.

 

Du musst von neuem geboren werden, wenn du Anteil am Reich Gottes haben willst.“ Das konnte Nikodemus nicht verstehen. Deshalb ergänzte der Herr: „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist“. (V. 6)

 

Die Neugeburt ist ein geistlicher Vorgang mit dem Ergebnis, dass neues, geistliches Leben entsteht.

 

Sie bewirkt ein neues Denken und Handeln, ein Leben in Übereinstimmung mit Gott - also eine Veränderung, die durch Gottes Kraft von innen heraus kommt.

 

Drei Jahre vergingen, da zeigte sich die Neugeburt im Leben von Nikodemus. Zusammen mit Joseph von Arimathia begrub er den Leib Jesu. Er hatte die Worte Jesu verstanden und war sein Jünger geworden.

 

 

 

Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird.   2. Timotheus 4,7.8

 

Wenn wir uns Jesus anvertrauen

 

Der Däne Tycho Brahe (1546-1601) war Astronom und der damals größte Sterndeuter seiner Zeit. Als er starb, wurde nicht nur der berühmteste Wissenschaftler Europas zu Grabe getragen, sondern auch die Ordnung von Erde und Himmel, wie sie seit der Antike galt. Vierzig Jahre lang hatte Brahe geforscht, hatte Sterne beobachtet, entdeckt, kartiert, gemessen, bestimmt und beschrieben. Bei ihm drehten sich, im Gegensatz zur Antike, bereits alle Planeten um die Sonne, allerdings kreiste diese weiterhin um die Erde.

 

Johannes Kepler (1571-1630), mit dem Brahe die letzten zwei Jahre seines Lebens zusammenarbeitete, sollte seinem Weltbild zum Durchbruch verhelfen. Brahe starb mit den Worten: „Möge ich nicht umsonst gelebt haben!“

 

Wünscht sich das nicht jeder von uns? Nicht umsonst zu leben … irgendetwas zu hinterlassen … nicht vergessen zu werden? In der Bibel heißt es von einem König: „Er ging hin, ohne vermisst zu werden“. (2. Chronika 21,20) Ein trauriges Ende!

 

Ganz anders sieht es aus, wenn jemand gegen Ende seines Lebens die Worte unseres Tagesverses schreiben kann.

 

Der Apostel Paulus, von dem dieser Vers stammt, war als fanatischer Christenverfolger von Jesus Christus selbst gestoppt worden, als er sich auf dem Weg nach Damaskus befand. Dann kam es zu einer Kehrtwende von 180 Grad: Er kämpfte nicht mehr gegen Christus, sondern für Ihn. Dabei hatte er ein Ziel vor Augen: bald bei Ihm in der Herrlichkeit des Himmels zu sein.

 

Diese Erfahrung steht jedem offen. Wenn wir uns Jesus anvertrauen, bekommt unser Leben eine klare Perspektive und wir brauchen uns nicht vor dem Sterben zu fürchten.

 

 

Wendet euch zu mir und werdet gerettet, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Gott und keiner sonst. Jesaja 45,22

 

Die Kraft des Wortes Gottes, verändert Menschenleben

 

Zu Beginn des Viktorianischen Zeitalters lebt in Irland der Landarbeiter Andrew Dunn, der aufrichtig nach Frieden mit Gott sucht. Ein für ihn zuständiger Priester kann ihm keine zufriedenstellenden Antworten auf seine Fragen geben.

 

Dann bekommt Andrew ein Neues Testament geschenkt. Wissbegierig beginnt er, darin zu lesen. Als er zu der Stelle in Lukas 15 kommt, wo der verlorene Sohn sagt: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen“, fällt er auf seine Knie, wendet diese Bibelstelle auf sich selbst an und ruft ernstlich zu Gott um Vergebung.

 

Als er sein Gebet beendet hat, fällt sein erster Blick auf die Worte: „Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr“. (Lukas 15,20) Und auch ein anderes Bibelwort lässt ihn nicht mehr los: „Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde“. (1. Johannes 1,7)

 

Dass Gott, der Vater, auf Menschen wartet, die in sich gehen und umkehren, und ihnen sogar entgegeneilt, berührt Andrew tief. Er vertraut sich der Barmherzigkeit Gottes an und erfährt im selben Moment den Frieden, nach dem er so lange gesucht hat.

 

Von nun an verbreitet sich das Evangelium rasch in Andrews Umgebung, zunächst in seiner eigenen Familie. Dann wird ein Nachbar, der als Schläger bekannt ist und Andrew attackieren will, sein bester Freund und Bruder im Glauben. In der Folgezeit finden weitere zwölf Familien zum Glauben an den Herrn Jesus und verbreiten wiederum viel Segen in ihrem Umfeld.

 

Diese wahre Geschichte zeigt, welche Kraft Gottes Wort hat, um das Leben von Menschen zu verändern.

 

Und die gleiche Kraft besitzt es unveränderlich bis heute.

 

Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! 1.Johannes 3,1

 

Die Wiedergeburt

 

Wenn wir eigene Kinder haben, lieben wir sie. Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern hat der Schöpfer in uns hineingelegt. Neben der Liebe zwischen Mann und Frau gibt es keine engere Beziehung als die zwischen Eltern und ihren Kindern. Und nun erfahren wir aus der Bibel, dass Gott Menschen zu seinen Kindern macht. Wie kann das geschehen?

 

Ein Kind entsteht durch Zeugung und Geburt. Ebenso ver­hält es sich im übertragenen Sinn mit der Gotteskindschaft. Der Jakobusbrief erläutert, dass der Gläubige nach Gottes Willen durch das Wort der Wahrheit gezeugt worden ist. (vgl. Jakobus 1,18) Und der Apostel Petrus schreibt in seinem ersten Brief: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten“. (1. Petrus 1,3)

 

Die neue Geburt, die einen Menschen zu einem Kind Gottes macht, ist ein Werk Gottes. Sie geschieht losgelöst von unserer Herkunft oder Abstammung - sonst wären viele Menschen benachteiligt. Selbst soziale oder religiöse Helden­taten machen uns nicht zu Kindern Gottes - und erst recht nicht der Einfluss, den andere auf uns ausüben und sei er noch so gut. (vgl. Johannes 1,13)

 

Was geschehen muss, steht deutlich geschrieben: „So viele ihn [Jesus] aber aufnahmen, denen gab er (Gott) das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben“. (Johannes 1,12)

 

Nichts kann unser Leben reicher, glücklicher und sinnvoller machen als das Bewusstsein, ein Kind Gottes zu sein, den allmächtigen Gott als Vater zu kennen und seinem guten Willen zu folgen.

 

 

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Epheser 2,13

 

Aus der Ferne in die Nähe

 

Wie können wir glücklich in Gottes Nähe leben? Fangen wir vorne an: Gott hatte Adam und Eva geschaffen und sie in einen schönen Garten gesetzt. Dort hatten die ersten Menschen vertrauten Umgang mit Gott. Doch dann änderte sich plötzlich alles: Adam und Eva waren Gott ungehorsam - sie sündigten. Das hatte ungeheure Folgen für die ganze Menschheit, die der Prophet Jesaja wie folgt formuliert hat: „Eure Ungerechtigkeiten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt“. (Kap. 59,2)

 

Die Entfernung zwischen uns und Gott ist keine räumliche Distanz, sondern ein Beziehungskonflikt. Dieser Konflikt kann nicht einfach überspielt werden. Da wir es mit Gott zu tun haben, können wir Ihm nicht nach eigener Vorstellung gut Freund sein. Dadurch würde die Kluft zwischen uns und Gott nicht überbrückt.

 

Doch unser Tagesvers zeigt eine Möglichkeit auf, mit Gott wieder in Gemeinschaft zu kommen. Er redet vom „Blut des Christus“. Gemeint ist der Sühnetod Jesu. Der Sohn Gottes ist nämlich Mensch geworden, um für fremde Schuld sein sündloses Leben zu opfern. Wer an dieses stellvertretende Opfer Christi glaubt und seine Schuld vor Gott bekennt, erhält Zugang zu Gott. Er erfährt Vergebung seiner Schuld und wird ein Kind Gottes. Denn alles, was ihn von Gott trennte, hat Jesus beseitigt.

 

Es ist wunderbar, wenn man wissen darf: Nichts und niemand kann mich von seiner Liebe trennen.

 

Jeden Tag darf ich die Nähe Gottes erfahren.

 

Auch Menschen, die bis dahin nichts mit Ihm zu tun haben wollten, lädt Gott herzlich ein, zu Ihm zu kommen.

 

 Sie heilen die Wunde der Tochter meines Volkes leichthin und sprechen: „Frieden, Frieden!“, und da ist doch kein Frieden. Jeremia 8,11

 

Wie gehen wir damit um?

 

Manchmal traut man seinen Augen nicht. So wurden einem Orang-Utan die Handnägel lila-farben lackiert. Verrückt, nicht wahr?

 

Das Tier ist in einer Tierauffangstation operiert worden. Und gerade, als es aus der Narkose aufwacht, fängt ein Tierpfleger an, sich als Kosmetiker zu betätigen und ihm lila-farbenen Nagellack aufzutragen. Was für einen Sinn hat das? Nun, die ungewohnte Prozedur auf den Nägeln soll den Orang-Utan ablenken, damit er nicht auf die Idee kommt, an dem Verband zu spielen oder in den frischen Wunden zu kratzen. Man will, dass er sich, fasziniert vom Nagellack, erst einmal eine Weile damit beschäftigt, ihn abzukratzen. Eine solche Ablenkung ist nämlich eine Hilfe gegen die Schmerzen.

 

Auch wir Menschen werden verletzt: durch UnfallKrankheitTrennungKündigungArbeitslosigkeit. Wie gehen wir damit um? Denken wir über unser Leben und unsere Prio­ritäten nach, reflektieren und fragen wir uns, ob Gott uns etwas mitteilen möchte? Oder tragen wir einfach nur „Nagellack“ auf, lenken uns ab und fliehen aus der Situation?

 

Was bei dem Orang-Utan sinnvoll sein kann, und was wir bei den kleinen Blessuren unserer Kinder auch schon ausprobiert haben - das verfehlt sein Ziel, wenn Unterhaltung und Abwechslung der Mittelpunkt unseres Lebens werden. Es hilft nicht weiter, wenn wir nur mit dem „Nagellack“ der Ablenkung beschäftigt sind und das Reden Gottes in unserem Leben nicht hören. Gott will, dass wir heil werden.

 

Aber dazu braucht Er unsere Bereitschaft.

 

Ich will hören, was Gott mir zu sagen hat. Ich will mich nicht mit „Frieden, Frieden“ vertrösten - wenn alles in meinem Leben in Aufruhr ist. Ich möchte, dass der große Arzt mir sein Heil schenkt.

 

 

 

Da schrien sie zu dem HERRN in ihrer Bedrängnis, und aus ihren Drangsalen rettete er sie. Er führte sie heraus aus der Finsternis und dem Todesschatten und zerriss ihre Fesseln. Mögen sie den HERRN preisen wegen seiner Güte und wegen seiner Wundertaten an den Menschenkindern!  Psalm 107,13–15

 

Tiefer Friede in meinem Leben

 

Sylvain, ein Strafgefangener in einem anderen Land, der zu lebenslänglicher Haft verurteilt ist, erzählt:

Zehn Jahre lang schmiedete ich Pläne, wie ich von diesem düsteren Ort fliehen könnte. Zehn Jahre voller Rachepläne und voller Hass auf die Gesellschaft und auf die Menschen! Zehn Jahre träumte ich Tag für Tag von einem Leben außerhalb der grauen Mauern.

 

Doch dann, als ich eines Tages das Radio einschaltete, wurde gerade eine christliche Sendung ausgestrahlt. Ein Wort der Bibel berührte mich im Innersten: „Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht … Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein“ (Johannes 8,34.36) Und in diesem Augenblick musste ich auch wieder an das denken, was meine Mutter mich früher gelehrt hatte. Es war, als ob Gott zu mir sagte: „Du bist zwar ein Gefangener, aber dein wirkliches Gefängnis sind gar nicht diese Mauern. In Wirklichkeit ist deine Seele gefangen und du bist ein Sklave des Bösen.“

 

Ich kniete nieder, weinte und bat Gott: „Vergib mir! Befreie mich!“ Da habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Gottes Nähe gespürt. Tiefer Frieden zog in mein Herz ein - ich war frei! Meine Fluchtpläne gab ich auf. Ich wollte nun Gott dienen, hier im Gefängnis.

 

Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt,
ob Stürme auch drohen von fern,

mein Herze im Glauben doch allezeit singt:
„Mir ist wohl in dem Herrn.“

Horatio G. Spafford (1828-1888)

 

 

Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir ihn begehrt hätten. Jesaja 53,2

 

Jesus Christus und seine Rettungstat nicht zu verpassen

 

Interessanterweise finden berühmte Persönlichkeiten in ihren Heimatorten oft wenig Beachtung. So war es auch am 20. Juli 1969, als der Astronaut Neil Armstrong (1930-2012) als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Von ihm stammt der bekannte Ausdruck „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“. Armstrongs Urgroßvater stammte aus Ladbergen in Westfalen. Im Ort nahm man von der Mondlandung jedoch nur am Rande Kenntnis - denn damals zogen viele vor, das örtliche Schützenfest zu feiern.

 

Vor 2000 Jahren wurde einer geboren, den auch viele nicht beachteten, den sie verkannten. Für sie hatte er „keine Gestalt und keine Pracht“, und als sie Ihn sahen, da hatte er kein Ansehen, dass sie Ihn begehrt hätten. (vgl. Jesaja 53,2) Sie verwarfen Ihn, überlieferten Ihn, kreuzigten Ihn, weil sie Ihn nicht wollten!

 

Sie wissen, von wem die Rede ist: Von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der Mensch wurde, hier lebte und Gutes tat, und der verworfen und gekreuzigt wurde. Unbegreiflich! Da war Gott Mensch geworden - und die Menschen ignorierten und verwarfen Ihn. Dabei war Er doch gekommen, weil Er uns Menschen retten und mit Gott versöhnen wollte.

 

Auch heute gibt es Menschen, die Jesus Christus links lie­gen lassen, die Ihn gleichgültig behandeln. Die Ladberger damals haben nur ein einmaliges weltgeschichtliches Ereignis ver­passt - vielleicht ärgerlich, aber nicht tragisch.

 

Doch Jesus Christus und seine Rettungstat vom Kreuz von Golgatha zu „verpassen“ oder zu „verkennen“, wäre verhängnisvoll.

 

Es ist in keinem anderen das Heil, denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen.

 

 

Wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.

Lukas 22,27

 

Martha, Martha!

 

Jesus Christus kommt mit seinen zwölf Jüngern nach Bethanien - in ein Dorf rund drei Kilometer von Jerusalem entfernt. Eine Frau mit Namen Martha nimmt die Gruppe in ihr Haus auf. So viele Personen sind gleichzeitig zu bewirten. Was für eine großzügige Gastfreundschaft! Doch Maria, die Schwester der Gastgeberin, setzt sich „zu den Füßen Jesu“ nieder und hört seinen Worten zu, während Martha alle Hände voll zu tun hat, die Gäste zu versorgen.

 

Irgendwann reicht es der fleißigen Martha und sie beschwert sich bei Jesus mit den Worten: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr, dass sie mir helfen soll.“ (Lukas 10,40)

 

Die Antwort des Herrn Jesus überrascht: „Martha, Martha! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Denn Maria hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.“ (V. 41.42)

 

Fragen wir uns:

  • Sind wir mit dem zufrieden, was Gott uns aufgetragen hat? Sind es nicht gerade die täglichen Aufgaben, die wir für Ihn tun können?
  • Neigen wir vielleicht manchmal dazu, uns mit anderen zu vergleichen, von denen wir denken, dass sie weniger Mühe haben als wir - und werden unzufrieden?
  • Oder stehen wir möglicherweise in Gefahr, vor lauter Aktivität den aus den Augen zu verlieren, der immer unsere ganze Aufmerksamkeit verdient?

Es gibt nichts Wichtigeres, als auf den Herrn Jesus zu hören. Wenn wir regelmäßig und mit Freude seine Nähe aufsuchen und sein Wort zu uns reden lassen, werden wir gesegnet und Gott kann uns zum Segen für unsere Umgebung gebrauchen.

 

 Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen.  Psalm 19,9

 

Er (Jesus) aber sprach: Ja, vielmehr glückselig die, die das Wort Gottes hören und bewahren!

Lukas 11,28

 

Wer bin ich, ist mit dem Tod alles aus?

 

Ein junger Mann, dem ich einen christlichen Flyer geben möchte, lehnt mit den Worten ab: „Ich bin überhaupt nicht religiös!“ - „Aber warum wollen Sie sich nicht einmal mit einem wichtigen Thema vertraut machen?“, entgegne ich.

 

„Ich bin kein Mensch für die Bibel“, fährt der andere fort. - Ob er sie denn schon kenne?, hake ich nach. „Eigentlich nicht!“, erwidert er darauf. Aber dann wird er ernster: „Das Einzige, was ich wissen will, ist, was im Jenseits ist.“ - „Sehr gut, dafür ist die Bibel gerade da.“

 

Dass die Bibel nicht bei jedem auf Interesse stößt, ändert nichts daran, dass sie als Mitteilung Gottes von größter Bedeutung für uns ist. Wer außer Gott selbst könnte uns denn die grundlegenden Fragen unseres Lebens beantworten: Wer wir selbst sind, was es mit dem Leben nach dem Tod auf sich hat, wer Er ist, wie Er uns sieht und ob es einen Himmel und eine Hölle gibt. Zu all diesen Themen haben wir Offen­barungen von Gott, die in der Bibel niedergeschrieben sind. Es lohnt sich, sich damit zu befassen.

 

Das Lukas-Evangelium berichtet von einem reichen Mann, der starb, ohne mit Gott versöhnt zu sein. Seine Lebensschuld nahm er ohne Vergebung mit ins Grab. Und so befand er sich, als er im Totenreich erwachte, plötzlich in unbeschreiblichen Qualen an einem Ort der Gottesferne. Solch ein Schicksal kann uns erspart bleiben, wenn wir rechtzeitig die Bibel zur Hand nehmen und sie auf uns wirken lassen. Wichtig ist natürlich, dass wir sie ohne Vorbehalte lesen. Wenn wir Gottes Wort Vertrauen schenken, werden wir den Weg zur ewigen Herrlichkeit bald finden.

 

 

Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?  Johannes 18,38

 

„Was ist Wahrheit?“

 

Pilatus im Gespräch mit Jesus Christus. Er spricht ein großes Wort gelassen aus. Vielleicht mehr oder weniger gelassen. Die Frage „Was ist Wahrheit?“ steht seit Beginn der Menschheits­geschichte auf dem Programm. Viele scheinen sich nicht mehr dafür zu interessieren. Man lügt nicht nur wie gedruckt, sondern man kann Lügen auch getrost drucken lassen - irgendwie haben wir uns an diesen Umstand gewöhnt.

 

Wahrheit wird auf diese Weise relativiert, einen absoluten Maßstab wünscht man sich auch nicht unbedingt. Das sorgt natürlich für manche Verschiebung - auch im zwischen­menschlichen Miteinander. Der eine findet gut, was andere schlecht finden und andersherum. Was tatsächlich richtig ist, lässt sich schwer sagen. Wahrheit entscheidet sich mehr und mehr an dem persönlichen Empfinden.

 

Wir wollen es natürlich auch nicht übertreiben. Denn was würde passieren, wenn ein Richter plötzlich nach seinem persönlichen Empfinden urteilte? Was würden wir sagen, wenn ein Sexualstraftäter auf freien Fuß gesetzt würde, weil der Richter für solche Vergehen Verständnis zeigt? Wer greift ein, wenn Recht nicht mehr Recht ist, weil Wahrheit relativ geworden ist?

 

Wir merken, dass Recht und Wahrheit bestehen bleiben müssen. Ohne Wertmaßstab geht es nicht. Und nicht jeder kann diesen Maßstab nach Belieben anpassen. Sonst würde nicht nur der Rechtsstaat im Handumdrehen Kopf stehen.

 

Aber wer ist befugt, einen Maßstab zu schaffen, an dem sich alles ausrichten kann? Wer hat das Recht, zu definieren, was wahr ist? Das müsste jedenfalls eine übergeordnete Instanz sein: unparteiisch, gerecht, nicht erpressbar. Diese Instanz ist eine Person. Und mit dieser Person spricht Pilatus hier. Sie konnte von sich selbst sagen: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14,6) Es ist Jesus Christus, der Sohn Gottes.

 

Ob wir das wahrhaben wollen, oder nicht.

 

 

Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Johannes 16,12–13

 

Seit der Wiedergeburt wohnt der Heilige Geist ihn uns!

 

Die Tatsache, dass der Heilige Geist auf die Erde gekommen ist und in den Gläubigen wohnt, ist von größter Bedeutung. Sie hat eine neue Epoche in der Menschheitsgeschichte eingeleitet. Zwar hat der Heilige Geist den Lauf der gottlosen Welt nicht verändert, aber Er hat den wahren Charakter der Welt ans Licht gebracht: Sie liegt in Feindschaft gegen Gott und geht dem Gericht entgegen.

 

Für die Gläubigen ist der Besitz des Heiligen Geistes ein überaus großer Segen. Vor dem Pfingsttag damals konnten die Gläubigen manche Aussprüche Gottes nicht richtig einordnen. Selbst die Propheten forschten nach, wie sich ihre Weissagungen wohl erfüllen würden. (vgl. 1. Petrus 1,10.11) Und Jesus konnte seinen Jüngern noch nicht alles mitteilen; sie wären überfordert gewesen. Erst nach dem Kommen des Heiligen Geistes konnte der ganze Umfang der göttlichen Wahrheit offenbart werden. Zweifellos denkt der Herr hier zuerst daran, dass der Geist Gottes die Apostel „in die ganze Wahrheit leiten“ würde. Doch in den Briefen des Neuen Testaments erkennen wir das Ergebnis dieser Tätigkeit des Heiligen Geistes, der uns die Gedanken Gottes vollständig zugänglich gemacht hat.

 

Weiter sollte der Heilige Geist den Jüngern „das Kommende“ verkündigen. Es ist besonders im Buch der Offenbarung festgehalten, ebenso wie in einigen Abschnitten der apostolischen Briefe. Durch diese prophetischen Schriften ist uns die Entwicklung der Ereignisse sowohl in der Kirche als auch in der Welt in großen Zügen vorhergesagt, so dass wir nicht im Dunkeln tappen müssen. - Gott sei Dank!

 

 

Wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden.  1. Johannes 2,1.2

 

Böse Gedanken, Worte und Handlungen

 

Nyepi ist der höchste hinduistische Feiertag in Bali. Es ist der erste Tag eines neuen Jahres und soll ein Neuanfang in möglichst großer Reinheit sein. Am Tag danach besuchen sich die Balinesen gegenseitig und bitten einander um Vergebung, um gereinigt in das neue Jahr zu starten. Viele von ihnen reiben ihren Körper an diesem Tag mit Schlamm aus dem Mangrovenwald ein und baden dann im Meer, um alles Schlechte abzuwaschen: Schlamm, Negatives, Unheil. Ein großer Spaß - mit ernstem Hintergrund!

 

Reicht es denn aus, andere Menschen um Vergebung zu bitten, um rein zu sein? Was ist mit der Schuld, die ich gegen Gott aufgehäuft habe?Eure Ungerechtigkeiten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Ungerechtigkeit; eure Lippen reden Lüge, eure Zunge spricht Unrecht“ (Jesaja 59,2.3) Aus diesem Bibeltext wird deutlich: Jedes Vergehen richtet sich auch gegen den heiligen Gott. Und diese Schuld kann nur Gott tilgen. Sein Sohn Jesus Christus hat dafür bezahlt.

 

Er starb, damit wir bei Gott angenommen werden können.

 

Böse Gedanken, Worte und Handlungen kann niemand ungeschehen machen oder auslöschen. Doch wenn wir sie vor Gott aufdecken und sie aufrichtig bereuen, vergibt Er uns gern. Warum kann Er das? Weil Er „treu und gerecht“ ist: Treu, denn Er hat es gesagt und Er steht zu seinem Wort; gerecht, weil sein Sohn Jesus Christus bereits gestraft worden ist. Er ist die Sühnung für meine Sünden geworden, sein Blut ist geflossen.

 

Und dieses kostbare Blut wäscht mich rein von aller Sünde. (1. Johannes 1,7)

 

 

Wir haben Zuflucht genommen zum Ergreifen der vor uns liegenden Hoffnung, die wir als einen sicheren und festen Anker der Seele haben.  Hebräer 6,18.19

 

Jesus lebt - der sichere und feste Anker der wiedergeborenen Christen!

 

Wie benutzen wir das Wort „Hoffnung“ im Alltag? Hier einige Beispiele: Wir besteigen eine wackelige Leiter - und hoffen, dass sie hält. Wir fahren zu einer bestimmten Uhrzeit los - und hoffen, pünktlich anzukommen. Wir wechseln die Arbeitsstelle - und hoffen, dass es besser wird. Wir hoffen es … Doch diese Hoffnungen sind oft sehr unsicher, weil sie keine ausreichende Berechtigung, keine Grundlage besitzen.

 

Eine stabile Hoffnung, die tatsächlich zum erhofften Ziel führt, braucht wie ein Anker einen sicheren Halt, eine Befestigung.

 

Besonders kritisch sind unbefestigte Hoffnungen, wenn es um unser ewiges Schicksal geht. So gibt es leider viele Menschen, die meinen, anständig zu leben - und die deshalb hoffen, dass Gott sie einmal annimmt. Andere dagegen leben, als ob es weder Gott noch Ewigkeit gäbe - und doch kann es geschehen, dass bei ihrer Trauerfeier dazu aufge­fordert wird, man solle an sie denken „in der Hoffnung auf Gott“. So wie ein Pfarrer einmal über jemanden sagte, der Gott bis zum letzten Atemzug verlästert hatte: „Ich hoffe, dass der Verstorbene sich an den Himmel gewöhnt, weil er doch auf der Erde nie etwas davon wissen wollte.“

 

Wie kann man nur so leichtfertig mit der Hoffnung und der Vertröstung auf den Himmel umgehen!

 

Wenn die Bibel von Hoffnung spricht, dann meint sie nichts Unsicheres, sondern etwas Zuverlässiges, was allerdings noch zukünftig ist. Die Sicherheit der Hoffnung, die alle Gläubigen haben, liegt in der Auferstehung Jesu: „Gepriesen sei der Gott und Vater … der nach seiner großen Barm­herzigkeit uns wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi“ (1. Petrus 1,3)

 

Jesus lebt - das ist der sichere und feste Anker der Gläubigen.

 

 

 

Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert ... und ein Beurteiler der Gedanken und Überlegungen des Herzens.

Hebräer 4,12

 

Das lebendige Wort Gottes

 

Wer aus der Bibel, dem Wort Gottes, Nutzen ziehen will, darf nie übersehen, dass dieses Wort uns beurteilt - und nicht umgekehrt. Viele Menschen meinen, sich ein eigenes Urteil über das Wort Gottes bilden zu können. Das Ergebnis ist dann leider, dass viele der Bibel ablehnend gegenüberstehen. Andere wiederum legen sich ihre eigenen Interpretationen zurecht, statt die Worte der Bibel unvoreingenommen auf sich wirken zu lassen.

 

Ja, auch wahre Gläubige verlieren viel Segen, und ihr Glaubensleben verkümmert, wenn sie sich nicht ständig der Beurteilung durch das Wort Gottes aussetzen.

 

Und wie ist es dann zu verstehen, wenn der Apostel Paulus zum Beispiel in 1. Korinther 10,15 sagt: „Ich rede als zu Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage.“? Dann appelliert er an die Einsicht der Korinther, aber er fordert sie nicht etwa dazu auf, die Aussagen Gottes zu hinterfragen.

 

Das Wort Gottes ist in der Tat „lebendig und wirksam“: Gott hat nicht nur damals zu Menschen geredet, als es aufgezeichnet wurde. Er redet auch heute noch, jedes Mal, wenn es gelesen wird. Und dieses lebendige Wort Gottes ist „schärfer“ als jede andere Waffe. Warum? Weil es sich an unser Gewissen richtet! Das tut manchmal weh, aber die Folgen sind positiv.

 

Es dient nur zu unserem Guten, wenn uns beim Bibel­lesen gezeigt wird, was bei uns nicht so ist, wie Gott es sich wünscht. Nur auf diese Weise sind wir in der Lage, Fehlhaltungen auf den Grund zu gehen und mit Gottes Hilfe zu ändern. Der Dichter von Psalm 139 hatte verstanden, was für ein Segen darin liegt, die Bibel zu lesen und auf das eigene Leben anzuwenden: „Sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist“, so bittet er Gott. (V. 24)

 

 

Der HERR hat uns geboten, alle diese Satzungen zu tun, den HERRN, unseren Gott, zu fürchten, uns zum Guten alle Tage, damit er uns am Leben erhalte, wie es an diesem Tag ist.

5. Mose 6,24

 

Gebrauchsanweisung beachten!

 

Wenn man sich ein Kleidungsstück kauft, ist es wichtig, die Waschanleitung zu beachten. Es lohnt sich, der Empfehlung zu folgen und zum Beispiel keine empfindlichen Stoffe auf Kochwäsche zu waschen. Wer sich nicht nach der Wasch­anleitung richtet, wird vielleicht kurzfristig kaum Schäden an seiner Kleidung feststellen. Aber früher oder später treten unangenehme Folgen auf: Die Farbe ändert sich oder das Kleidungsstück läuft ein. Und irgendwann ist es unbrauchbar.

 

Ist das in unserem Leben nicht ähnlich? Gott hat uns mit der Bibel eine Art „Gebrauchsanleitung“ zur Verfügung gestellt, damit es uns gut geht. Er ist ja unser Schöpfer und weiß, wie das Leben funktioniert. Doch leider sind wir von vielen Stimmen umgeben, die sich gegen Gottes gute Anweisungen richten.

 

Ein Beispiel ist Gottes Wille zum Thema Sexualität: Sie ist ein großartiges Geschenk für die Ehe. Jede andere Praxis ist Gott zuwider. Doch viele halten Gottes Gedanken für total überholt. Stattdessen will man niemand etwas vorenthalten und klärt eifrig auf, damit unangenehme Folgen vermieden werden. Doch wenn man sich über die Anweisungen Gottes hinwegsetzt, die nur zu unserem Besten dienen, wird man früher oder später die eigene Saat ernten müssen.

 

Wenn wir Gott beim Wort nehmen und es befolgen, werden wir gesegnet sein und das Bibelwort bestätigen können: „Du hast ihnen … gute Satzungen und Gebote gegeben“ (Nehemia 9,13)

 

 

Am folgenden Tag stand Johannes wieder da und zwei von seinen Jüngern, und hinblickend auf Jesus, der da wandelte, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach ... Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien.   Johannes 1,35–37.40

 

Andreas kommt zu Jesus

 

Simon Petrus und Andreas waren leibliche Brüder, aber sehr verschieden. Petrus, offensichtlich der Ältere, gab den Ton an und war oft der Erste. Von Andreas lesen wir dagegen wenig; offensichtlich sprach er nicht viel und trat selten in den Vordergrund. Petrus predigte vor vielen Menschen, so dass sich einmal sogar 3000 Menschen bekehrten. Andreas dagegen hatte Einzelne im Auge. Er war es, der in einer Notsituation über ein einzelnes Kind zu berichten wusste. (Apostelgeschichte 2,41; Johannes 6,9)

 

Beide waren verschieden - wie wir alle. Doch beide empfingen die Vergebung ihrer Sünden und wurden errettet - und beide bekamen Aufgaben von ihrem Herrn Jesus Christus, wenn auch unterschiedliche.

Andreas war zunächst ein Jünger von Johannes dem Täufer gewesen. Er war der Aufforderung nachgekommen: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen“. Dann aber sah Johannes eines Tages Jesus vorbeigehen und rief: „Siehe, das Lamm Gottes!“. Da ließ Andreas alles stehen und liegen und folgte Jesus nach, zusammen mit einem weiteren Jünger. Als Jesus sie dann fragte: „Was sucht ihr?“ sagten sie: „Rabbi, wo hältst du dich auf?“ - und blieben jenen ganzen Tag bei Ihm. (Matthäus 3,2; Johannes 1,38)

 

Andreas suchte keine Lehre, keine Religion, keine neue Kirche oder Gemeinde - er suchte eine Person: Jesus Christus. Und dann kam er zu Dem, der allein Sünden vergeben konnte, folgte Ihm und blieb bei Ihm.

 

Dieser Weg steht auch heute noch jedem Menschen offen!

 

 

Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.  Markus 10,45

 

Jesus Christus kam nicht vergeblich auf diese Welt!

 

Am 31. Januar 1953 erfuhren die Bewohner der hollän­dischen Insel Texel, dass sich ein schwerer Nordweststurm nähere. Gleichzeitig setzte ein besonders hoher Wasserstand die Deiche der Insel unter Druck.

 

Da bekannt war, dass ein bestimmter Deich im Norden der Insel sich in einem schlechten Zustand befand, wurden noch am gleichen Abend die Männer der so genannten „Deich­armee“ zusammengerufen. Sie waren verpflichtet, bei einem drohenden Deichbruch zu kommen und zu helfen. Sie racker­ten, um den Deich zu stabilisieren. Nicht lange nach Mitter­nacht schlugen die ersten Wellen über die Deichkrone und am anderen Morgen brach der Deich. Der Polder lief voll Wasser.

 

Um diese Zeit war noch ein Bus mit weiteren Helfern unter­wegs. Sie waren bereits im Polder angekommen, wussten aber noch nichts vom Deichbruch. Als sie es bemerkten, versuchten sie, sich auf die inneren Deiche der Insel zu retten. Doch sechs Helfer ertranken. Heute erinnert ein Gedenkstein an sie. Dort steht: Im Dienst, die Insel zu schützen, verloren sie in der Sturmflut ihr Leben. Die Männer waren gekommen, um zu helfen, weil sie dazu verpflichtet waren.

 

Das lässt mich an den Einen denken, der sich zum Helfen aufmachte, ohne dass Er dazu verpflichtet gewesen wäre. Im Unterschied zu den Deichhelfern wusste Er schon im Voraus, dass es Ihn sein Leben kosten würde.

Von Jesus Christus wird gesagt: „Jesus nun, der alles wusste, was über ihn kommen würde“ (Johannes 18,4) Er war bereit, „sein Leben als Lösegeld für viele“ zu geben. Er ging freiwillig und mit festem Entschluss an das Kreuz von Golgatha - wissend, was Ihm dort bevorstand.

 

Dort starb Er, weil Er Menschen retten und sie ewig bei sich haben wollte. Und Er kam nicht vergeblich!

 

 

Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, dass er von dem Meinen empfängt und euch verkündigen wird. Johannes 16,14.15

 

Das Wirken des Heiligen Geistes

 

Der Herr Jesus kündigt den Jüngern das Kommen des Heiligen Geistes und Einzelheiten seiner Tätigkeit an. Erstens würde der Heilige Geist sie in die ganze Wahrheit leiten und zweitens das Kommende verkündigen. Und Er würde Jesus verherrlichen, der von der Welt in höchstem Maß verunehrt worden war. Diese Aufgabe erfüllt der Heilige Geist, indem Er uns alles das verkündigt, was den Sohn Gottes und seine Herrlichkeit im Himmel betrifft sowie die Verbindung der Gläubigen mit Ihm.

 

Alles, was Gott, der Vater, besitzt, gehört auch seinem Sohn Jesus Christus.

 

Die große Tragweite dieser Aussage wollen wir nicht übersehen. An zwei früheren Stellen lesen wir, dass der Vater alles in die Hand seines Sohnes gelegt hat.(Kap. 3,35; 13,3) Dieser wird alles treu verwalten und alle Verheißungen Gottes erfüllen. Doch unser Vers geht noch weiter. Alle Dinge des Vaters waren immer auch die seinen, sie sind es und sie werden es sein.

 

Wer so spricht, erhebt den Anspruch, eine göttliche Person innerhalb der Einheit der Gottheit zu sein. Und an dieser Tatsache lässt das Neue Testament keinen Zweifel!

 

Was für eine wunderbare Aufgabe übernimmt der Heilige Geist!

 

Er übermittelt uns einen Segen, der ganz außerhalb unserer Vorstellungskraft liegt und von dem es an anderer Stelle heißt: „‚Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz aufgekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben‘; uns aber hat Gott es offenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes“ (1. Korinther 2,9–11).

 

 Von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen ..., euer Glaube an Gott ist ausgebreitet worden.  1. Thessalonicher 1,8

 

Radiogemeinde – Wenn der Ruf Gottes gehört wird!

 

Die „Radiogemeinde“ Lettland um das Jahr 1980. Der christ­liche Glaube und die Verbreitung des Evangeliums wurden in den Ländern der damaligen UdSSR von den Machthabern mit aller Härte bekämpft. Damals hatten Christen aus Finnland, die eine Radio-Missionsstation betrieben, die Erlaubnis bekommen, nach Riga zu reisen. Bei einer Familie, die sie besuchten, trafen sie auch eine ältere Frau an. Die war aus einem weit entfernten Dorf gekommen und hatte eine interessante Geschichte zu erzählen:

 

In einem großen Dorf wohnte sie allein in ihrem Häuschen. Eines Abends stieß sie im Radio auf das Programm dieses Missionssenders, und zum ersten Mal in ihrem Leben hörte sie das Evangelium von Jesus Christus. Nach der Sendung faltete sie die Hände und nahm den Herrn Jesus als ihren Erretter an.

 

So begann ihr Leben als Christin. Von da an hörte sie regelmäßig die Sendungen dieser Radiomission und lernte die Botschaft der Bibel immer besser kennen. Doch ein Gedanke beschäftigte sie immer wieder: War sie wohl die einzige Gläubige in der ganzen Gegend? Oder gab es außer ihr noch andere Christen? Sie hatte jedenfalls noch keine kennengelernt.

 

Vorsichtig hörte sie sich unter den Bewohnern ihres Dorfes um. Und zu ihrem großen Erstaunen fand sie bald eine Frau, die sich zu Jesus Christus bekannte, dann eine ganze Familie und später noch jemand - es gab in diesem Dorf eine richtige „Radiogemeinde“!

 

Sie war also nicht die Einzige gewesen, die auf den Ruf Gottes geantwortet hatte.

 

Von da an konnte sie den christlichen Glauben gemeinsam mit anderen leben. Dadurch wurde sie innerlich sehr gestärkt und ermutigt.

 

… mein Wort … wird nicht leer zu mir zurück­­kehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe. Jesaja 55,11

 

 

 

Jona machte sich auf, um vom Angesicht des HERRN weg nach Tarsis zu fliehen.  Jona 1,3

 

Gott hat für jeden von uns, SEINE eigene Lektion parat!

 

Die spannende Geschichte des ungehorsamen Propheten Jona steht im ersten Teil der Bibel, im Alten Testament. Gott schickt Jona mit einer Gerichtsbotschaft nach Ninive, in die Hauptstadt des assyrischen Reichs. Jona macht sich auf den Weg, aber in die falsche Richtung! Denkt er wirklich, er könne Gott davonlaufen? Anscheinend ja, aber das ist völlig unmöglich. Und das ist vielleicht die erste wichtige Lektion, die dieses interessante Bibelbuch enthält.

 

Gott holt den ungehorsamen Propheten ein - durch einen großen Fisch, der ihn vor dem Ertrinken rettet und ihn drei Tage später wieder an Land ausspeit. In dieser Extremsituation hat Jona Zeit, gründlich über sein Leben nachzudenken. Er erhält eine zweite Chance und diese nutzt er auch. Jona predigt den Einwohnern von Ninive, dass Gott Gericht über sie bringen wird, weil sie so viel Böses getan haben. Und wie reagieren die Zuhörer? Sie nehmen Gott beim Wort, tragen Leid über ihre Sünden und ändern ihr Leben. Wie freut Gott sich darüber, wenn Menschen ihre Schuld einsehen und Gott um Erbarmen und Vergebung bitten.

Jona ist verärgert. Er kann nicht verstehen, warum Gott die Menschen nicht für ihre Sünden bestraft. Deshalb nimmt Gott ihn nochmal in seine Schule: Er lässt einen Wunderbaum wachsen, der Jona Schatten spenden und ihn erfreuen soll. Aber über Nacht geht der Baum wieder ein. Jona wird wütend. Daraufhin stellt Gott dem Propheten eine letzte Frage: „Du erbarmst dich über den Wunderbaum …; und ich sollte mich über Ninive, die große Stadt, nicht erbarmen, in der mehr als 120.000 Menschen sind?“ (Jona 4,10)

 

Sollte jemand meinen, Gott wäre im Alten Testament kein barmherziger Gott, dann wird er hier eines Besseren belehrt.

 

Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit. Psalm 86,15

 

 

 

O Herr, mir ist bange! Tritt als Bürge für mich ein!

Jesaja 38,14

 

Tritt du o Herr für mich ein!

 

Angst ist wie ein unsichtbarer Ballast, der sich über unser ganzes Leben ausbreiten kann. Der zitierte Ausspruch stammt von Hiskia, dem König des alten jüdischen Reichs. Seine Angst wird uns sofort verständlich, wenn wir das 38. Kapitel des Propheten Jesaja lesen. Hiskia hatte nämlich soeben erfahren, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hatte.

 

Wenn die Bibel von Angst spricht, liegt die Betonung vielfach auf den äußeren Ursachen und nicht so sehr auf dem Gefühl, das durch eine Bedrohung ausgelöst wird. Die Ursachen für Ängste können sehr unterschiedlich sein: das Älterwerden, bedrohliche Situationen oder Menschen, Krankheiten oder eine ungewisse Zukunft.

 

Oft geht mit der Angst das Empfinden einher, dass uns keiner versteht und wir alleine gelassen sind. Das war bei Hiskia sicher nicht anders, denn er fürchtete sich zu sterben. Aber Hiskia wusste in seiner Angst, an wen er sich wenden konnte. Er glaubte an einen lebendigen Gott, der Herr ist über Leben und Tod. Was lag näher, als sich jetzt an Ihn zu wenden: „Tritt für mich ein!“

 

Wer heute Angst vor dem Sterben hat, kann den gleichen Weg gehen. Der Fürsprecher steht schon längst bereit: Jesus Christus, Gottes Sohn, will, dass Menschen furchtlos vor Gott treten können. Er ist der Mittler zwischen Gott und Menschen. Bitten Sie daher diesen Fürsprecher, auch Ihren „Fall“ zu übernehmen. Dafür müssen Sie allerdings ihre „Akten“ offen­legen und Ihm schonungslos den Bankrott erklären. Sie werden merken, wie dann der Friede Gottes in Ihr Herz einzieht und die Angst vor dem „Danach“ weicht.

 

Und was die Ängste in unseren Lebensumständen betrifft - wir dürfen sie jederzeit vor unseren Fürsprecher bringen: Es gibt keinen, der uns besser versteht als Jesus Christus.

 

Er steht uns gerne zur Seite und hilft uns, unsere Ängste zu überwinden.

 

  

 

Siehe, ein Äthiopier, ein Kämmerer, ein Gewaltiger der Kandaze, der Königin der Äthiopier, der über ihren ganzen Schatz gesetzt war, war gekommen, um in Jerusalem anzubeten.

Apostelgeschichte 8,27

 

Religiöse Formen und Rituale sind nutzlos für die Ewigkeit

 

Dieser Mann, von dem die Apostelgeschichte berichtet, nahm eine beachtliche Stellung ein. Nicht nur hatte er die riesigen Schätze seiner Fürstin zu verwalten, sondern er war sicher auch selbst vermögend.

 

Und doch - im tiefsten Innern fehlte ihm etwas, sonst hätte er nicht die mühsame Reise nach Jerusalem unternommen, um dort den wahren Gott kennenzulernen. Leider hatte er Ihn im Tempel von Jerusalem trotz aller seiner Pracht und vielen Rituale auch nicht finden können. Möglicherweise etwas enttäuscht trat der Kämmerer die Heimreise an.

 

Einen Schatz allerdings hatte er von Jerusalem mitgebracht: die Buchrolle des Propheten Jesaja. Darin las er auf der Rückfahrt, doch hatte er Mühe, das Gelesene zu verstehen.

 

Gott sah das Herz dieses Mannes und dessen innere Leere. Und Er sandte ihm den Evangelisten Philippus in den Weg. Der stieg zu ihm auf den Wagen und erklärte ihm das 53. Kapitel aus dem Buch des Propheten Jesaja, das er gerade las. Philippus konnte ihm zeigen, dass es dort um den Herrn Jesus Christus geht, der als das Lamm Gottes das Strafgericht Gottes für schuldige Menschen erduldet hat.

 

Der Kämmerer nahm diese gute Botschaft im Glauben an und konnte anschließend fröhlich seine Reise fortsetzen, weil er den Erlöser gefunden hatte.

 

Religiöse Formen und Rituale, so schön und prunkvoll sie sein mögen, können niemand inneren Frieden und ewiges Glück geben.

 

Das ist allein in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zu finden.

 

 

Jesus spricht: Größere Liebe hat niemand als diese, dass jemand sein Leben lässt für seine Freunde.  Johannes 15,13

 

Weiterleben in der Ewigkeit, weil Jesus Christus für meine Sünden starb

 

941. Der Zweite Weltkrieg tobt. Im Konzentrationslager in Auschwitz, in dem wohl mindestens eine Million Juden, Polen, Sinti und Roma sowie Russen einen grausamen Tod fanden, ist auch der Priester Maximilian Kolbe inhaftiert.

 

Als eines Tages ein Häftling nicht mehr aufgefunden wird, vermuten die sadistischen Wärter eine Flucht. Als Vergeltungsmaßnahme wählen sie willkürlich einige Männer aus, um diese zu ermorden. Darunter ist auch der Ehemann und Vater Franciszek Gajowniczek. Als er in lautes Weinen ausbricht, da er seine Familie nicht alleine zurücklassen will, passiert etwas Unvorstellbares: Maximilian Kolbe tritt hervor und bittet die Wärter, ihn anstatt des Verurteilten in den berüchtigten Hungerbunker zu stecken. Die Wachmänner stimmen zu. So wird Kolbe am 31. Juli 1941 mit den anderen Männern eingesperrt, um den grausamen Hungertod zu finden. Einige Tage später wird er mit der Giftspritze hingerichtet. Gajowniczek überlebte den Tag und sogar die Zeit im KZ Auschwitz. Er konnte nach Hause zurückkehren. Er durfte weiterleben, weil ein anderer für ihn gestorben ist.

 

Diese Begebenheit erinnert an den Tod Jesu, der auch stellvertretend für andere starb - und nicht nur als Märtyrer.

Aber es gibt auch Unterschiede:

  • Kolbe starb für einen - Christus starb für viele.
  • Kolbe erlitt den Tod durch das grausame Handeln der Menschen - an Christus wurde außerdem das Gerichtsurteil vollzogen, das Gott über die Sünde ausgesprochen hatte.
  • Der stellvertretende Tod Kolbes verschonte einen Mitmenschen vor dem physischen Tod - der Tod Christi verschont die Glaubenden vor dem ewigen Tod und schenkt ihnen ewiges Leben.

Was für eine wunderbare Liebestat Jesu!

 

 

Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?

Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.  Markus 10,17; Matthäus 7,7.8

 

Wer ehrlichen Herzen suchet dem wird aufgetan

 

Frau L. führte eine glückliche Ehe. Ihr Mann liebte und umsorgte sie, die Kinder waren gesund und machten ihr Freude. Es fehlte ihr eigentlich an nichts; und doch war tief in ihrem Herzen ein Sehnen nach mehr. Nein, nicht nach materiellen Dingen - ihre Seele hatte keinen Frieden.

 

Dann hörte sie eines Tages bei einer christlichen Veranstaltung zum ersten Mal die Botschaft vom Erlöser Jesus Christus und seiner unbeschreiblich großen Liebe für uns verlorene Menschen. Sie war tief beeindruckt. Später berichtete sie über diese Augenblicke:

Am liebsten hätte ich mich in dieser Stunde hingekniet und den Herrn um Vergebung meiner Schuld gebeten. Es wurde mir heiß und kalt, aber ich konnte es noch nicht. Ich wagte es in diesen Augenblicken auch nicht - ich wollte einfach nur allein mit Ihm sein.

 

Gleich danach schloss ich mich zu Hause im Bad ein und erzählte dem Herrn Jesus alles, was ich empfand, und bat Ihn, meine Schuld zu vergeben, damit ich ein Kind Gottes werden kann. Ich klopfte bei Ihm an, und Er tat mir auf. Plötzlich hatte ich die Gewissheit, dass Gott mich erhört hatte und ich tatsächlich ein Kind Gottes geworden war.

 

Ich habe nun auch keine Angst mehr vor dem Tod - ich weiß, ich gehe dann zu meinem Herrn. Auch bete ich jetzt für meine Kinder, dass sie den Weg zum Herrn finden. An diesem Tag hat mein Leben eigentlich erst einen richtigen Inhalt bekommen - zum äußeren Wohlergehen kam noch das innere Glück.

 

 

Eine kleine Zeit, und ihr schaut mich nicht mehr, und wieder eine kleine Zeit, und ihr werdet mich sehen, weil ich zum Vater hingehe. Einige von seinen Jüngern sprachen nun zueinander: Was ist dies, was er zu uns sagt: Eine kleine Zeit, und ihr schaut mich nicht, und wieder eine kleine Zeit, und ihr werdet mich sehen, und: Weil ich zum Vater hingehe? Da sprachen sie: Was ist das für eine kleine Zeit, wovon er redet? Wir wissen nicht, was er sagt.  Johannes 16,16–18

 

Des Rätsels Lösung – ER kommt bald wieder!

 

Jesus hat seinen Jüngern mitgeteilt, dass Er zu seinem himmlischen Vater zurückkehren würde. Jetzt lernen sie, dass es nur noch eine kleine Weile dauern werde. Die Jünger sind irritiert. Sie gehen davon aus, dass der ihnen verheißene Messias für immer bei ihnen auf der Erde bleiben würde. Sie stehen vor einem Rätsel, das für uns heute längst gelöst ist.

Bald würden die Jünger ihren Herrn nicht mehr schauen, aber nach einer kurzen Zeit würden sie Ihn wieder sehen. In dieser denkwürdigen Aussage benutzt der Herr zwei verschiedene Tätigkeitswörter: Das erste ist „schauen“ oder „als Zuschauer betrachten“, das zweite „sehen“, das heißt „wahrnehmen“ oder „unterscheiden“. Noch eine kurze Zeit, und sie würden ihren Herrn nicht länger schauen, also seine Wege und Werke hier auf der Erde nicht mehr zuschauend betrachten. In wenigen Stunden würde Er den Blicken der Menschen entschwinden - in dem Dunkel des Kreuzes und des Grabes.

 

Eine kleine Weile sollte vergehen, und die Jünger würden Jesus wieder sehen. Dieses Sehen liegt darin begründet, dass Jesus zum Vater ging und der Heilige Geist auf die Erde kam. So sind die Gläubigen befähigt worden, Jesus auf eine neue Art zu sehen. Gott sei gepriesen dafür, dass sie sagen können: „Wir sehen aber Jesus ... mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt“. (Hebräer 2,9)

 

 

Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid ..., sondern mit dem kostbaren Blut Christi.  1. Petrus 1,18.19

 

Unfassbar hoch war das Lösegeld, das für DICH bezahlt wurde!

 

Erlöst sein heißt, dass ein Lösegeld gezahlt worden ist. Oft werden bei Entführungen Geldbeträge als Gegenleistung für die Freilassung von Geiseln gefordert. Solche Lösegelder sind auch in der Geschichte schon oft gezahlt worden:

  • 20 Talente Silber forderten Piraten in der Antike für den römischen Feldherrn Julius Caesar;
  • 6000 Eimer Silber wurde im Jahr 1194 für den englischen König Richard Löwenherz gefordert und
  • 25 Tonnen Gold und Silber forderte der spanische Eroberer Francisco Pizarro im Jahr 1533 für die Freilassung eines Inka-Häuptlings.

Spektakuläre Lösegeld-Forderungen in der deutschen Geschichte waren die 7 Millionen DM für Theo Albrecht (1971), die 21 Millionen DM für Richard Oetker (1976) und die 30 Millionen DM für Jan Philipp Reemtsma (1996).

 

Doch unfassbar groß ist der Preis, der gezahlt worden ist, damit alle, die nach Gottes Maßstab Sünder sind, gerettet werden können: Es waren nicht vergängliche Dinge, wie Sil­ber oder Gold - der Preis war „das kostbare Blut Christi“. Jesus Christus selbst ist Mittler zwischen Gott und Menschen geworden und hat „sich selbst als Lösegeld für alle“ gegeben. Alle können nun gerettet werden - denn das Lösegeld reicht für alle aus! Doch Jesus wusste, dass nicht alle Menschen sich auslösen, sich freikaufen lassen würden, deshalb sagte Er, dass Er sein Leben geben würde „als Lösegeld für viele“

(1. Timotheus 2,5.6; Markus 10,45)

 

Auch für Sie hat Jesus Christus das Lösegeld bezahlt. Es liegt an Ihnen, ob Sie diesen Preis akzeptieren und für sich anrechnen lassen.

 

Erst dann können Sie sagen: erlöst … mit dem kostbaren Blut Christi“.

 

 

 

Wer mich findet, hat das Leben gefunden und Wohlgefallen erlangt von dem HERRN.

Sprüche 8,35

 

Der Sinn des Lebens!

 

Im bekannten internationalen Bestseller „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky steht die Frage nach dem Sinn des Lebens im Mittelpunkt. Die Handlung ist simpel: Ein über­beanspruchter Werbemanager verirrt sich in ein Café im Nir­gend­wo. Als er dort die Speisekarte liest, stößt er auf drei Fragen:

  • Warum bist du hier?
  • Hast du Angst vor dem Tod?
  • Führst du ein erfülltes Leben?

Zunächst ist er skeptisch. Er lässt sich dann aber doch auf die Fragen ein und diskutiert mit der Kellnerin, dem Koch und einem Gast darüber. In der Folge entspinnt sich eine schrittweise Auseinandersetzung über den Sinn des Lebens.

 

Die Antwort von Strelecky: „Tue, was immer du willst und was deiner Bestimmung entspricht.“ An anderer Stelle drückt er es so aus: „Wir alle bestimmen unser Schicksal selbst.“ - Strelecky hält also die Selbstverwirklichung für das einzig Sinnvolle.

 

Besonders auffällig ist, wie schnell der Autor die Frage nach der Angst vor dem Tod abhandelt. Ihm zufolge lässt sich diese Angst damit ausschalten, dass man im Leben alles verwirklicht, was man tun möchte.

 

Was sagt die Bibel dazu?

 

Sie zeigt uns, dass der Mensch längst eine sinnvolle Bestimmung hat, weil er ein Geschöpf Gottes ist. Und deshalb liegt der höchste, beste und schönste Lebenssinn darin, Gemeinschaft mit Gott zu haben und seinen guten Willen auszuleben.

 

Wie wir in diese glückliche Gemein­schaft mit Gott kommen können, darüber informieren viele Texte dieses Kalenders. „Leben finden“ bedeutet also nicht, sich selbst zu finden oder zu verwirklichen, wie Stralecky meint. Im Gegenteil - wir finden es nur in Gott.

 

Und die Angst vor dem Tod weicht dann der Vorfreude auf die Ewigkeit bei Gott im Himmel.

 

 

Die Furcht hat Pein (oder: hat es mit Strafe zu tun).  1. Johannes 4,18