Die Prüfung

 

Rolf Müller

 

Der Herr Jesus hatte zwölf Jünger ausgewählt und zum Dienst ausgesandt. Sie haben das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt und die Menschen zur Buße gerufen. Jetzt waren sie hungrig und müde.

 

Sie wollten sich erholen und mit dem Herrn allein sein. Da erblicken sie eine riesige Menschenmenge, die sich nähert und zu Jesus will. Es ist vorbei mit der Ruhe. Die Menschen wollen versorgt werden. Kein Supermarkt befindet sich in der Nähe. Wie soll es weitergehen? Jesus unterzieht die Jünger einem Test. Zuerst prüft er den Philippus. "Wo kaufen wir Brot, damit diese Menschen zu essen haben?"

 

Der Herr Jesus weiß, wie aufgeregt und nervös wir werden, wenn wir vor einer unlösbaren Aufgabe stehen. Philippus beantwortet die Frage Jesu nicht. Er sagt: "Wir haben nicht genug Geld!" Philippus ist ein Pessimist. Er weiß keinen Ausweg. Es gibt zahlreiche Pessimisten in Gottes Familie.

 

Dann meldet sich Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Ich habe eine gewisse Sympathie für Andreas. Jedes Mal, wenn er erwähnt wird, ist er der Bruder des Simon Petrus. Habt Ihr schon Mal darüber nachgedacht? Er steht immer im Schatten seines Bruders. Aber Andreas hatte eine gute Seite, die für ihn spricht.

 

Wer einen kleinen Jungen überreden kann, sein Mittagessen herauszurücken, muss schon eine gewisse Überzeugungskraft besitzen. "Hier ist ein Junge, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat." Andreas hat sich den Korb des Jungen genau angeschaut, deshalb wusste er es so genau.

 

Andreas sagte es Jesus. Leider beließ er es nicht bei diesem Satz. Er fügt hinzu: "Aber was  ist das unter so viele?" Danach hatte ihn niemand gefragt. Es war alles, was Andreas finden konnte, aber es war auch alles, was der Herr benötigte. Nun folgt das Wunder. Es ist so einfach, wie nur ein göttliches Wunder sein kann. Jesus nimmt die Brote und Fische in seine Hände. Die Jünger teilen sie aus und alle werden satt.

 

 

Was bei den Menschen unmöglich ist, das tut Gott.