Glaube fest, dass Gott sich kümmert!

 

So demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr all eure Sorge auf ihn werft; denn er ist besorgt für euch. (1. Petrus 5,6) 

 

Was für ein Vorrecht für jeden Gläubigen – unsere ganze Sorge auf Gott zu werfen! Dann können wir erleichtert weitergehen, weil wir wissen, dass Er besorgt ist für uns. Wie wohl muss uns sein, wenn wir das von Herzen getan haben!

 

Doch die Erfahrung lehrt, dass die Sorgen allzu oft bei uns zurückgeblieben sind und von neuem an uns nagen. Dann hören wir vielleicht den Rat: „Du musst deine Sorgen auch dort lassen, wohin du sie gebracht hast, und darfst sie nicht wieder aufpacken!“ Das ist richtig. Aber wie macht man das? Da, wo der gute Rat aufhört, fängt unser Problem ja erst an!

 

Als Erstes ist zu beachten, dass wir eine Aussage der Bibel immer in ihrem Zusammenhang sehen müssen. Und der lautet hier: „So demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes.“ Über unseren Bitten und Wünschen, und seien sie noch so berechtigt, steht immer die Regierung Gottes. Das ist die Art und Weise, wie Er das Geschehen in seiner Weisheit und nach seinem Willen lenkt. Zu dieser Regierung müssen wir Ja sagen und bereit sein, uns ihr zu fügen. Diese Ergebenheit ist dann einer der Schlüssel dazu, von unseren Sorgen frei zu werden. Erst dann kann Gott uns „erhöhen zur rechten Zeit“; und wir werden erleben, wie vollkommen Er selbst für uns sorgt.

 

Ein anderer Schlüssel heißt: Glauben! Wir müssen wirklich und wahrhaftig damit rechnen, dass Gott das tun kann, was nötig ist, und dass Er unsere Sorge zu seiner eigenen gemacht hat. Ein Kind, das mit einem Anliegen zu seinem Vater kommt und ihm seinen Kummer sagt, geht wieder fort in dem Bewusstsein: „Mein Vater macht das jetzt.“

 

Davon können auch wir lernen, denn das ist praktischer Glaube.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 27.1.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )