Das Kreuz

 

Rolf Müller

 

Man spricht nicht gern vom Kreuz. Manche Theologen möchten es am liebsten abschaffen. Das blutbefleckte Kreuz, an dem der Herr Jesus Christus hing und für unsere Sünde litt und starb, passt nach Meinung mancher Theologen nicht mehr in die Zeit.

 

Das Kreuz ist vom Hinrichtungswerkzeug  zu einem Schmuckstück mutiert. Es hängt an Halsketten und Ohrringen. Es hat seine biblische Bedeutung verloren. Wie konnte es zu dieser Umdeutung kommen? Das Kreuz wurde in den christlichen Predigten aus dem Mittelpunkt gerückt. Sie sind weithin blutleer und nichtssagend geworden. Aus dem Symbol der Christenheit hat man einen Talisman gemacht.

 

Man bringt nicht mehr seine Sündenlast unters Kreuz, man schmückt sich damit. Sie hängen ein Kreuz in  der Wohnung auf als Ersatz  für den Gottesdienstbesuch. Jesus Christus wohnt nicht im Herzen, das Kreuz  hängt an der Wand. Man will Jesus nachfolgen ohne sein Kreuz auf sich zu nehmen.

 

Das Kreuz ist für manche Christen keine Gotteskraft mehr, sondern es ist zur Torheit geworden. Am Wort vom Kreuz entscheidet sich unser Heil. Nicht die ein Kruzifix besitzen werden selig, sondern die an Jesus Christus glauben.

 

Das rettende Evangelium: Christus ist gestorben für unsere Sünden nach der Schrift; er ist begraben worden und auferstanden am dritten Tag nach der Schrift. (1. Korinther 15; 1-4).

 

Nicht das Kreuz hat uns erlöst, sondern der Herr Jesus Christus, der unsere Schuld getilgt hat durch sein vergossenes Blut.