Wie sieht dein Glaubenswandel vor unserem

Schöpfer-Gott aus?

 

Mi.6,8 Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?

 

Eine besondere Gefahr, die dem Christen am Ende der Heilszeit der Gnade droht, ist der Formalismus, ein äußeres Bekenntnis der Frömmigkeit, ohne daß das Herz dabei beteiligt ist. 

  • Je biblischer das Glaubensbekenntnis ist, desto größer ist diese Gefahr.

 

Mt.23,28 So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

 

Micha redet hier mit den Israeliten über ihre Brandopfer und Gaben: «Hat der HERR Wohlgefallen an Tausenden von Widdern oder an unzähligen Strömen von Öl?»

 

5.Mo.10,12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele,

 

5.Mo.10,13 indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst?

 

5.Mo.10,14 Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was in ihr ist, gehört dem HERRN, deinem Gott.

 

Dabei beruhte doch ihr ganzer Gottesdienst auf den Opfern, und die Salbung mit heiligem Öl war die Bedingung, um zum Priestertum zu gelangen. Aber wenn Gott bei den Seinen kein aufrichtiges

Gewissen, keine Herzensoffenheit und Demut findet, verwirft Er alles, auch die von Ihm selbst eingesetzten Gottesdienste. 

  • In unseren Tagen ist das Übel noch größer.

 

1.Chr.28,8 Nun denn, vor dem ganzen Israel, vor der Gemeinde des HERRN, und vor den Ohren unseres Gottes ermahne ich euch: Befolgt und erforscht alle Gebote des HERRN, eures Gottes, damit ihr im Besitz des guten Landes bleibt und es euren Kindern nach euch auf ewig vererbt!

 

1.Chr.28,9 Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen und erkennt alles Trachten der Gedanken. Wenn du ihn suchst, so wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, so wird er dich verwerfen auf ewig!

 

Man redet über heilige Dinge, zeigt Eifer und entfaltet eine rege religiöse Tätigkeit, erfüllt aber

nicht die für den Dienst grundlegenden Bedingungen: «Recht tun». 

  • Durch das Wirken des Geistes der Wahrheit wird das Gewissen geweckt und in Zucht genommen.

 

Der Geist der Wahrheit ist der Wächter, der die Freiheit des Eigenlebens unterbindet und seine

Übertretungen des Gesetzes Gottes verhindert. «Liebe üben» oder «Barmherzigkeit lieben». Diesem Ausdruck begegnet man oft im Alten Testament, fast immer im Zusammenhang mit einem Vorwurf an Israel. Barmherzigkeit und Liebe ist das Gegenteil von starrer, heuchlerischer Gesetzlichkeit, die bei anderen verurteilt, was man sich selbst erlaubt. Barmherzigkeit ist etwas Göttliches und wird dem Herzen gegeben, das sich von Gott aufschließen und reinigen Iässt. «Demütig wandeln vor Gott.» «Recht tun» betrifft unser persönliches Leben, «Liebe üben» unseren Verkehr mit anderen, «demütig wandeln» unser Verhältnis zu Gott. Der Prüfstein unseres Glaubens auf diesen drei Gebieten ist das Kreuz Christi, das in unserem persönlichen Leben zu einer Wirklichkeit geworden ist. Unser Herz ist hochmütig von Natur, aber die Demut ist die Wesenseigenschaft des Lammes Gottes, das uns einlädt, von Ihm zu lernen, der sanftmütig und von Herzen demütig ist. Hier haben wir die drei Voraussetzungen für einen fruchtbringenden Dienst!

 

5. Mose 10,12-18; 1. Chronik 28,8-9; Matthäus 23,23-28

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 25.5. entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )