Warten bringt Segen!

 

Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen. (Jesaja 28,16)

  

Es ist nicht unsere starke Seite, auf Gottes Zeit zu warten. Zwar zeigt uns das Wort Gottes einzelne Fälle, in denen der Glaube sich zu Recht beeilte, aber es stellt uns eine Fülle anderer Beispiele vor, bei denen der Segen Gottes davon abhing, dass man geduldig wartete.

 

Saul zum Beispiel wartete sieben Tage auf das Kommen Samuels, doch er hielt nicht bis zum Ende durch. Schließlich war er so töricht, selbst das Opfer darzubringen, weil Samuel noch nicht eingetroffen war. (1. Samuel 13,8.13)

 

Und die Jünger des Herrn Jesus hatten die ganze Nacht hindurch gerudert, aber erst „in der vierten Nachtwache“ kam Jesus zu ihnen, als sie offenbar nicht mehr mit Ihm und seiner Hilfe rechneten. (Matthäus 14,22-33)

 

Nur wenn wir Gott wirklich vertrauen, können wir warten. Wir müssen glauben, dass Gott wirkt, um selbst dann ruhig zu bleiben, wenn wir vielleicht zunächst ganz untätig sein müssen. Natürlich sollen wir auch die Hilfsmittel nicht vernachlässigen, die Gott uns zur Verfügung stellt. Vielleicht sollen wir damit einen Schritt nach dem anderen tun und dabei auf Ihn warten. Ob es sich um die berufliche Situation handelt, die Eheschließung, den Wechsel des Wohnorts oder andere Umstände – nie sollten wir das alles unabhängig von Ihm in die Hand nehmen und übers Knie brechen, denn dann würden wir den Segen nicht empfangen, der darin liegt, Ihn wirken zu lassen und in Frieden zu sein.

 

Und wenn sich die Tür für uns öffnet, ist es eine große Freude, darin die Hand Gottes zu sehen! Solche Erfahrungen stärken unser Vertrauen. Die vorausgegangene anstrengende Wartezeit betrachten wir dann nicht als Strafe, sondern wir erkennen, dass der Herr uns liebevoll erziehen wollte.

 

Wir haben Ihn noch besser kennengelernt und erfahren, wie weise Er uns führt.

 

Diesen Segen würden wir verlieren, wenn wir voreilig handeln und Ihm nicht vertrauen würden.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 15.2.2021 entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )