Einiges über Schafe

Erkennungszeichen:

Gewöhnlich bekommen Schafe von ihrem neuen Besitzer nach dem Kauf ein Zeichen mit Farbe auf den Rücken gemalt. Er drückt ihnen seinen Stempel auf.

So sind die Schafe des guten Hirten auch zu erkennen: An ihrem Betragen und Lebenswandel muss man sehen können, dass sie für einen teuren Preis erkauft sind. Durch sein Blut sind sie sein, und Er hat ihnen seinen Stempel aufgedrückt.

 

Dummheit:

Ein Schaf ist nicht intelligent, sondern ziemlich dumm; es hat Fürsorge und Leitung nötig und kann auch nicht wieder zurückfinden, wenn es sich verirrt hat.

Jemand hatte seinen Hund an einen Bekannten verkauft, der 50 km entfernt wohnte. Der Hund wurde per Auto mitgenommen. Aber drei Tage später war er wieder zurück und stand an der Tür seines alten Herrn.

Es ist bekannt, dass z.B. auch ein Pferd allein den Weg nach Hause findet. Aber ein Schaf kehrt niemals von selbst zurück, wenn es sich verirrt hat; es hat einen Hirten nötig, der es sucht.

Dass wir mit irrenden Schafen verglichen werden, ist nicht schmeichelhaft, aber wer ehrlich ist, muss doch sagen, dass die Heilige Schrift unsere irrenden Herzen hier treffend kennzeichnet.

 

Vom Fliehen:

Einige Tiere haben Hörner, Klauen, scharfe Zähne, aber ein Schaf hat keine Verteidigungswaffen. Es ist für seine Bewahrung vom Hirten abhängig.

Eins aber kann es wohl, es kann vor dem Feind fliehen. Darum lesen wir in Johannes 10,5: "Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen."

Vor der Sünde zu fliehen ist nicht feige, sondern mutig.

Ein junger Prinz von Brandenburg war Gast am Hof des Königs Willem III. der Niederlande. Er wurde zu einem nächtlichen Fest eingeladen. Als das Fest beginnen sollte, suchte man vergebens nach dem Prinzen. Er war abgereist, denn die weltlichen Sitten waren ihm zuwider.

aus Traktat "Mein HIrte" VdHS