Bindet ihm Füße und Hände und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis: Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. (Matthäus 22,13)
Hölle
Niemand redet gern über die Hölle, über den ewigen Aufenthaltsort der Verlorenen. Doch dem Herrn Jesus ist es ein Anliegen, auf diese schreckliche Realität hinzuweisen. Deshalb lesen wir in seinen Reden im Matthäusevangelium sechsmal den Satz: „Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.“
Im Zusammenhang dieser Aussage lernen wir wesentliche Kennzeichen der Hölle kennen: Sie wird ewig bestehen und niemand kann sie je verlassen. Dort gibt es keinerlei Bewegungsfreiheit – die eigene Lage lässt sich nicht verändern. Es herrscht absolute Finsternis ohne einen einzigen Lichtschimmer. Die Hölle ist ein Ort ewiger Gottesferne; nie mehr wird etwas von Gottes gutem Wesen zu spüren sein. Auch jeder Kontakt zu anderen Menschen wird fehlen – ewige Einsamkeit ist das Los derer, die dort sein werden.
Jeder Mensch in der Hölle wird jedoch wissen, dass er zu Recht dort ist, weil er das Angebot der Gnade Gottes während seines Lebens abgelehnt hat. Das führt zu furchtbaren, endlosen Selbstvorwürfen. Zudem ist die Hölle ein Ort ständiger Angst, wo „das Weinen“ nicht aufhört. Auch körperliche Qualen und Stress, der sich in „Zähneknirschen“ äußert, finden kein Ende. Diese Beschreibung ist sicherlich nicht vollständig –
die Realität wird schlimmer sein, als wir uns vorstellen können.
Erschütternd ist, dass der Herr Jesus voraussagt: „Weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen“ (Kap. 7,13). Doch Er lädt noch immer jeden ein, zu Ihm umzukehren und ins ewige Leben einzugehen. Dazu will Er uns Gläubige gebrauchen: Warnen wir unsere Mitmenschen und zeigen wir ihnen doch den Weg, wie sie vor der ewigen Verdammnis bewahrt werden können!
aus dem Kalender "Der Herr ist nahe" 19.06.2026
