Er gibt dem Müden Kraft, und dem Unvermögenden reicht er Stärke dar in Fülle.

(Jesaja 40,29

Steine aus dem Weg räumen

 

Ein kleiner Junge mühte sich lange, einen schweren Stein hochzuheben. Aber so sehr er sich auch anstrengte, es gelang ihm einfach nicht. Nachdem sein Vater ihm eine ganze Weile zugeschaut hatte, fragte er schließlich: „Sag mal, hast du wirklich schon alles versucht?“ – „Ja, sicher!“, antwortete der Junge. – „Das stimmt nicht“, erwiderte der Vater freundlich, „du hast mich ja noch nicht um Hilfe gebeten!“ 

 

Verhalten wir uns nicht manchmal wie dieser kleine Junge? Wir kämpfen mit einer Schwierigkeit, setzen unsere ganze Kraft ein – und kommen trotzdem nicht weiter. Dabei vergessen wir, dass uns eine Kraftquelle zur Verfügung steht, die jedes Hindernis überwinden kann: Gott selbst bietet uns seine Hilfe an!

 

Die drei Frauen, die am Auferstehungsmorgen zur Gruft des Herrn Jesus gingen, machten eine ähnliche Erfahrung. Voller Sorge fragten sie sich: „Wer wird uns den Stein von dem Eingang der Gruft wegwälzen?“ (Markus 16,3). Dass sie es aus eigener Kraft nicht schaffen würden, war ihnen klar. Doch als sie am Grab ankamen, war der schwere Stein bereits weggerollt – Gott selbst hatte ihr Problem gelöst!

 

Diese Begebenheit ermutigt uns. Auch in unserem Leben tauchen immer wieder Schwierigkeiten auf, mit denen wir allein nicht fertig werden. Doch es gibt einen, der uns in allen Lebens­situationen zur Seite steht und uns helfen will: unser großer Gott und Vater. Es ist gut, wenn wir uns unserer eigenen Schwachheit und unseres Unvermögens bewusst sind – doch das darf uns nicht entmutigen. Stattdessen sollen wir von uns selbst wegschauen und zu Gott hinschauen. Rechnen wir mit seiner Kraft! Er kann jeden „Stein“ stemmen.

 

Bitten wir Ihn also vertrauensvoll und täglich um Hilfe, Kraft und Bewahrung – Er ist ja unser Vater! 

 

aus dem dem Kalender "Der Herr ist nahe" - 04.04.2026