Sie aßen alle und wurden gesättigt. (Matthäus 14,20)

 

Nahrung, die satt macht

 

Was für eine Mahlzeit! Es gibt Brot! Und wie gut schmeckt dieses Brot am Ende eines langen Tages, wenn man richtig hungrig ist! Und es gibt Fisch – so viel man will (Johannes 6,11). Jeder isst und jeder wird satt.  Aus diesem kurzen Satz können wir einige einfache, aber wertvolle Dinge lernen: 

 

  • Essen konnte nur, wer auch anwesend war. Wer fehlte, bekam von dieser Mahlzeit nichts mit.

  • Man lagerte auf dem Gras und aß (V. 19). Das war kein Schnellimbiss.

  • Alle aßen – Jung und Alt, Männer und Frauen; niemand ging leer aus.

  • Alle wurden satt. Wer so wenig wie ein Spatz aß, wurde satt. Aber auch, wer wie ein „Scheunendrescher“ zulangte, wurde vollständig gesättigt.

 

Geistliche Parallelen hierzu sind: 

 

Erstens: Wer die Zusammenkünfte der Gläubigen meidet, empfängt auch die geistliche Nahrung nicht, die Gott dort zubereitet hat. Das persönliche Bibellesen kann das gemeinsame Hören einer Predigt nicht ersetzen.

 

Zweitens: Geistliche Nahrung können wir nicht als Schnellimbiss zu uns nehmen; gesundes geistliches Essen braucht seine Zeit, es muss verdaut werden. Deshalb will uns Jesus Christus als unser Hirte auf „grünen Auen lagern lassen“ (Psalm 23,2).

 

Drittens: Es ist für jeden etwas dabei. Sowohl der, der sich bereits ausgezeichnet in Gottes Wort auskennt, als auch der, für den vieles noch neu ist, kann geistlich satt werden.

 

Viertens: Jeder wird satt. Es liegt an uns, wie viel Hunger wir mitbringen und wie viel wir essen. Von Ruth heißt es: „Sie aß und wurde satt und ließ übrig“ (Ruth 2,14).

 

Bist du dabei? Dann wünsche ich dir: Guten geistlichen Appetit!

 

aus dem Kalender "Der Herr ist nahe" - 31.01.2026