Er führte sie aber hinaus bis nach Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. Und es geschah, während er sie segnete, dass er von ihnen schied und hinaufgetragen wurde in den Himmel. (Lukas 24,50.51)

 

Die Himmelfahrt Jesu

 

Vierzig Tage nach seiner Auferstehung kehrte der Herr Jesus in den Himmel zurück. Lukas beschreibt bewegend, wie Jesus die letzten Augenblicke im Kreis seiner Jünger verbringt – und dann vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen wird.

 

Nicht in Jerusalem, sondern in Bethanien, einem Ort, wo Er sich während seines Lebens gern aufgehalten hatte, nimmt Er Abschied. Mit erhobenen Händen – den Händen, die am Kreuz für uns durchbohrt wurden – segnet Er die Jünger. Währenddessen wird Er würdevoll in den Himmel hinaufgetragen.

 

Seine erhobenen, segnenden Hände sind ein Hinweis darauf, dass der Herr Jesus auch heute noch für die Seinen sorgt. Vom Himmel aus ist Er für uns da! Weil Er selbst auf dieser Erde gelebt hat, kennt Er alle Herausforderungen des Lebens. Nun ist Er als Mensch in den Himmel aufgefahren und dort als Hoherpriester für uns tätig. „Wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde“ (Hebräer 4,15).

 

Die Jünger waren überwältigt: Sie warfen sich vor dem auffahrenden Christus nieder. Sie waren über seinen Weggang nicht traurig, sondern „kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude; und sie waren allezeit im Tempel und lobten und priesen Gott“ (V. 52.53). Sie liebten ihren Herrn und konnten sich deshalb für Ihn freuen, dass Er zu seinem Vater ging (vgl. Johannes 14,28).

 

Wir heute wissen, dass Christus alles vollbracht hat, was das Werk Gottes für Ihn umfasste. Umso mehr freuen wir uns, dass Er lebt und schon jetzt „mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt“ ist (Hebräer 2,9).

 

aus dem Kalender "Der Herr ist nahe" - 14.05.2026