Die Volksmengen … riefen und sagten: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: Wer ist dieser? (Matthäus 21,9.10)

 

Wer ist dieser?

 

Am Wegesrand drängen sich viele Menschen. Einige halten Palmwedel in der Hand, während andere ihre Kleider auf dem Weg auslegen. Jesus von Nazareth zieht in Jerusalem ein, kurz nachdem Er Lazarus von den Toten auferweckt hat. Begeistert ruft die Menge: „Hosanna!“ Die Menschen sind voller Hoffnung, denn sie glauben, dass der Retter naht und die Befreiung von der römischen Besatzung bevorsteht. 

 

Doch die religiösen Führer sind alles andere als erfreut. Mehrfach hat der Herr Jesus ihnen ins Gewissen geredet, ihre Scheinheiligkeit entlarvt. Außerdem sehen sie in Ihm einen Konkurrenten. Die Römer hingegen beobachten das Geschehen aus der Ferne; für sie ist Jesus nur ein weiterer Wanderprediger. 

 

Die ganze Stadt ist in Bewegung und fragt: „Wer ist dieser?“ Diese Frage ist nicht nur für die Menschen damals von Bedeutung, sondern bleibt auch heute aktuell. Für die einen ist Jesus Christus ein guter Mensch, ein Religionsstifter, ein Revolutionär, während andere Ihn als unbequemen Moralprediger ansehen. Doch wer ist Jesus wirklich?

 

Einige Tage später, aufgewiegelt von den reli­giösen Führern, ist die Stimmung in der Stadt gekippt. Die einst Begeisterten rufen: „Kreuzige ihn!“ Nun wird Jesus für sie zum Verbrecher, zum Lästerer, zum Aufrührer. So sind wir Menschen – wankelmütig und verführbar! 

 

Doch der Sohn Gottes geht seinen Weg unbeirrt weiter. Seine Festnahme, die Verhöre, die falschen Beschuldigungen, das ungerechte Urteil, den Spott und Hohn, die Misshandlungen lässt Er über sich ergehen. Er ist bereit, den Heilsplan Gottes zu erfüllen, der vorsieht, dass Er am Kreuz für die Sünden anderer leidet und stirbt, damit verlorene Menschen gerettet werden können. 

 

aus dem Kalender "Der Herr ist nahe" - 29.03.2026 - Palmsonntag