Lasten sehen und tragen helfen

 

Gal.6,2 Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!

Diese Worte bringen einen Hauch von oben mit, einen Wohlgeruch aus dem Himmel, etwas von der Schönheit des Herrn. Das Gesetz wirft uns auf uns selbst; Gottes Gnade aber lenkt unsere Gedanken zu den anderen Menschen hin. Sie befreit uns von der Sklaverei der Selbstbezogenheit und dem trügerischen Streben nach eigenen Interessen.

 

Wenn der Heilige Geist an unserem Leben wirkt, sind wir ein Segen für unsere Mitmenschen und können ihnen etwas von Christus bringen.

 

Ps.68,20 Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Last, Gott ist unser Heil! {(Sela.)}

 

Wir warten nicht, bis sie um Hilfe rufen, sondern widmen uns ihnen ganz einfach. Die Liebe sieht, was andere nicht sehen. Die Liebe kann nicht in ein steinernes Herz ausgegossen werden, nur in ein fleischernes, das versteht, mitfühlt und handelt.

 

Viele Menschen tragen drückende Lasten, und niemand hilft ihnen!

 

Viele «Christen» wären wirklich Christen im wahren Sinne des Wortes, wenn sie, anstatt in ihrer religiösen Tätigkeit aufzugehen, mittrügen an den Lasten derer, die müde und beladen sind.

 

Röm.15,1 Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen1 der Schwachen zu tragen und nicht Gefallen an uns selbst zu haben.

Röm.15,2 Denn jeder von uns soll seinem Nächsten gefallen zum Guten, zur Erbauung.

Röm.15,3 Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: »Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen«

 

Anstatt an ihrer eigenen Frömmigkeit Gefallen zu finden, die oft vor Gott gar keinen rechten

Wert hat, könnten sie taktvoll und im Verborgenen ihren Glaubensbrüdern und -schwestern helfen und alles, was sie bedrückt, mit ihnen tragen.

 

Viele Menschen seufzen unter Lasten, von denen niemand weiß. Aber von einem Christenleben, das verborgen ist mit Christus in Gott, geht der Wohlgeruch der Gnade aus, der die Herzen öffnet und Vertrauen erweckt, so dass die schweren Lasten geteilt werden.

 

Wollen wir nicht eingestehen, dass wir oft zu sehr in Eile sind, um die Lasten anderer zu sehen?

 

Wir meinen, wir hätten zu viel zu tun und könnten nicht auf sie achten. Umsonst warten beladene Herzen um uns her auf Hilfe!

 

Gott wolle unsere Augen und Herzen auftun, damit wir die Nöte sehen und verstehen können.

 

Lk.10,27 Er aber antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst

 

Er wolle unsere Blicke von unseren eigenen Schwierigkeiten weglenken und uns göttliches Mitgefühl für die anderen schenken. Er wolle uns lehren, tatsächlich das Gesetz des Christus zu erfüllen und uns die heutige Ermahnung zu Herzen zu nehmen.

 

Dann werden wir, anstatt eine Last für andere zu sein, ihre Lasten tragen können.

 

Lukas 10,27-37  ( Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter )

 

( Beitrag aus Manna am Morgen vom 20.7. entnommen )

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )