Da stand Balak auf, der Sohn Zippors, der König von Moab, und kämpfte gegen Israel; und er sandte hin und ließ Bileam, den Sohn Beors, rufen, um euch zu verfluchen. Aber ich (Gott) wollte nicht auf Bileam hören, und er segnete euch vielmehr; und ich errettete euch aus seiner Hand. (Josua 24,9.10)
Satans List und Gottes Macht
Abschiedsreden haben es in sich. Auch Josua, der Führer Israels, nutzt seine letzten Worte, um das Volk daran zu erinnern, wie Gott sie aus jeder Gefahr und Bedrängnis mit Macht befreit hat. Dabei kommt er auf ein Ereignis am Ende ihrer Wüstenwanderung zu sprechen: Balak, der König von Moab, hatte gehört, wie Israel all jene Völker besiegt hatte, die sich ihnen in den Weg gestellt hatten. Da er diesem Schicksal entgehen wollte, engagierte er den Wahrsager Bileam, Israel zu verfluchen.
Bileam war ein falscher Prophet, der mit Dämonen, mit satanischen Mächten, in Verbindung stand. Wir sollten nicht meinen, solch Flüche seien bedeutungslos. Wahrsagerei, Magie, Esoterik – das ist kein harmloser Spaß. Okkultismus ist eine reale Gefahr, auch im 21. Jahrhundert.
Satan versucht immer wieder, uns mit okkulten Einflüssen in Berührung zu bringen – und das oft sehr geschickt verpackt. Er versucht, durch scheinbar harmlose Wege in unsere Häuser und Familien zu gelangen. Kinder kommen mit Figuren wie Bibi Blocksberg in Kontakt, Jugendliche mit Harry Potter. Erwachsene begegnen ähnliche Gefahren aus derselben Richtung, nur anders verpackt – etwa in esoterisch geprägten Seminaren oder fernöstlichen Heilmethoden.
Was also tun? Einerseits sollten wir uns bewusst abgrenzen und nicht mit dem Mystischen spielen. Andererseits dürfen wir wissen: Als Christen stehen wir – so wie Israel damals – auf der Seite des Stärkeren. Gott stellte sich Bileam in den Weg, und statt zu verfluchen, musste er Israel segnen
(4. Mose 22-24).
„Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?“ (Römer 8,31).
aus dem Kalender "Der Herr ist nahe" 28.04.2026
