Alan Redpath aus "Leben im Sieg"

Wo bleiben die Leute?

Apostelgeschichte 2,6

 

Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte.

 

Die Gemeinde von heute sitzt da und wartet darauf, dass die Leute durch die Türen hereinkommen.

 

Damals an Pfingsten kam die Menge zu dem Ort, der durch die Kraft des Heiligen Geistes erschüttert worden war. Was für ein Unterschied! Die Jünger hatten auf Befehl des Herrn tagelang gebetet und wurden auf dramatische Weise erhört. Wann, wenn ich fragen darf, waren wir zuletzt als Gemeinschaft von Gläubigen in einem "Obergemach" versammelt, um zu ergründen, welche Vorstellungen der Herr im Hinblick auf seinen Plan zur Fortsetzung seines Werks hat? Wo bleiben die Menschen, die vorwärts drängen, erstaunt über die Machterweisungen des Herrn. Traurigerweise bleiben sie weg, weil so wenig von unserem Zeugnis ausströmt, was sie zu ihm ziehen könnte.

 

Die Menschen, die der Gemeinde fern bleiben, lassen sich grob in vier Kategorien einteilen. Mit diesen müssen wir uns befassen, damit wir um Weisheit bitten können, was die Strategie des Herrn angeht, mit der er die Menschen erreichen will.

 

  1. Da sind diejenigen, die alles, was mit "Religion" zu tun hat, völlig ignorieren. Für sie existieren weder Gott noch seine Nachfolger.

  2. Da sind diejenigen, die sich mit "der Kirche" beschäftigt haben und dann beschlossen, uns zu ignorieren. In ihren Augen sind wir nutzlos, ohne Licht, das ihren Weg beleuchten könnte, und ohne Kraft, die ihnen helfen könnte, ihre Last zu tragen. Sie hatten sich vorgestellt, der christliche Glaube habe etwas mit Opferbereitschaft zu tun, aber sie sehen nur eine Gemeinde, die sich selbst genügt. Sie dachten, wir wären Christus treu ergeben, sehen aber nichts als Gerangel, Streit und Lieblosigkeit.

  3. Da sind diejenigen, die ganz entschieden dagegen sind und sich bemühen, den Glauben an den lebendigen Herrn Jesus auszumerzen.

  4. Da sind diejenigen, die mit hungrigen Herzen nach Echtheit suchen und Spuren davon an denen erkennen, die Jesus ihren Herrn nennen.

 

Möge er uns den Drang verspüren lassen, seine Zeugen zu sein, während wir unter dem Kreuz leben, d.h. seine Vergebung und Läuterung in Anspruch nehmen, und im "Obergemach" im Gebet auf die Erfüllung mit seinem Heiligen Geist warten.

 

Andacht zum 14. Mai