Alan Redpath aus "Leben im Sieg"
Das Kreuz - Gottes Brücke
Epheser 2,13-18
Und er kam und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. Denn durch ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater. (V. 17.18)
Es wird die ganze Ewigkeit dauern, bis die weitreichende Bedeutung und Auswirkung des Kreuzes sich uns ganz erschlossen hat. Mit unserem begrenzten Verstand können wir nur im Seichten planschen, wenn es darum geht, unsere großartige Erlösung zu verstehen. In den Versen, um die es heute geht, werden wir in Gottes Brückenbau eingeführt.
Dieses Bild hat zwei Seiten. Paulus beschäftigt sich hier mit der Feindseligkeit zwischen Juden und Heiden, in die Jesus kam, um seinen Frieden und seine Versöhnung zu bringen, denn er ist der "Gute Hirte" mit weiteren Schafen über die Juden hinaus, die in seine Herde geführt werden sollen.
In dem Abschnitt geht es außerdem um den Zustand jedes "fernen" Menschen (V. 13), der in diese Welt hineingeboren wird, ohne Hoffnung und ohne Gott. Was liegt in diesen Worten doch für eine Tragik! Über diese Menschen wollen wir nachdenken, damit wir die Tiefe sehen, aus der wir errettet worden sind, wenn wir an Christus glauben.
Nun sind wir durch Golgatha nahe gebracht worden. Frieden mit Gott besteht nicht in einem Vertrag, sondern in einer Person; in Christus, der unser Friede ist (V. 13.14). Nicht nur Juden und Heiden können miteinander versöhnt werden, sondern auch Männer und Frauen - mit Gott selbst, in einen Leib zusammengeführt durch sein Kreuz; und der Heilige Geist gewährt uns den Zugang zur Gegenwart Gottes.
Wir sind durch Gottes Gnadenwerk nahe gebracht worden. Er machte den Tod seines Sohnes zu einem Zugang in seine Gegenwart. Aber wo leben wir? Sind wir Gott und unseren Mitgläubigen nahe, oder hält uns Ungehorsam auf Abstand?
Nachdem wir durch den Herrn Jesus mit Gott versöhnt sind, lasst uns darum beten, dass jeder von uns sein Leben so lebt, das wir dadurch seine rettende Gnade bezeugen. So werden auch wir zu Brücken, über die andere gehen und ebenfalls Hoffnung, Frieden und Erlösung finden können.
Andacht zum 15. März - (Gedanken für die Karwoche)
